So sparen Sie beim Geldwechseln in den Ferien

Achtung Gebührenfalle: Oft sind die Wechselkurse an Flughäfen unvorteilhaft. Nicht selten werden auch noch zusätzliche Gebühren belastet. Noch schlechter fährt man, wenn man im Hotel wechselt. Foto: Reuters

Ich möchte, dass wir unser Feriengeld so wechseln können, damit wir möglichst wenig Gebühren bezahlen. Worauf muss ich achten? M.O.

Feriengeld ist oft eine Gebührenfalle – vor allem beim Geldwechsel im Ausland oder dann, wenn man Fehler beim Geldbezug im Ausland macht. Wer zu spät daran denkt, dass er noch Franken in die Währung des Ferienlandes wechseln muss, und erst vor Ort im Ausland wechselt, erlebt nicht selten ein blaues Wunder.

Oft sind die Wechselkurse an den ausländischen Flughäfen alles andere als vorteilhaft, und nicht selten werden auch noch zusätzliche Gebühren belastet. Noch schlechter fährt man in der Regel, wenn man Geld im Hotel im Ausland wechselt. Hier muss man meist miserable Wechselkurse in Kauf nehmen. Bequemlichkeit hat halt ihren Preis.

Besser ist es, wenn man schon etwas Bargeld in der Fremdwährung mitnimmt und noch hierzulande wechselt. Euro kann man in der Schweiz kostengünstig direkt am Bankautomaten beziehen. Zu beachten ist, dass verschiedene Banken in der Schweiz beim Geldwechsel darauf achten, ob man auch sonst Kunde ist oder nicht – wenn nicht, wird eine Gebühr fürs Wechseln belastet. Daher lohnt es sich, bei der Hausbank zu wechseln.

Im Ausland ist es ratsam, Geld nicht etwa mit der Kreditkarte zu beziehen, da sonst happige Gebühren anfallen, sondern mit der Debitkarte wie Maestro- oder EC-Karte. Allerdings sollte man auch im Ausland kein Geld an einem Bankschalter wechseln, sondern es über den Bancomaten beziehen, da dies weniger Gebühren verursacht.

In vielen Ländern kann man mit der Debitkarte in den Läden seine Einkäufe oder die Restaurantrechnung zahlen. Allerdings ist darauf zu achten, dass bei den Plastikkarten kein Geoblocking besteht. Ausserhalb Europas sind Plastikkarten meist blockiert, um Angriffe von Kartenbetrügern möglichst zu verhindern. Wer ausserhalb von Europa in die Ferien fährt, sollte seine Karte für das Ferienland und die Reisedauer freischalten. Dann kann man sie in vielen Ländern problemlos einsetzen.

Falls man neben der Debitkarte zusätzlich die Kreditkarte nutzt, sollte man darauf achten, dass man die Rechnung nicht etwa in Schweizer Franken, sondern in Lokalwährung abbuchen lässt. Die Verrechnung in Lokalwährung kommt billiger. Wenn man hingegen in Franken bezahlt, muss man damit rechnen, dass die Bank des Ladens, in dem man im Ausland mit der Kreditkarte eingekauft hat, einen unvorteilhaften Wechselkurs in Rechnung stellt.

Kostengünstig im Ausland zahlen kann man auch mit Karten, wie sie innovative Fintechfirmen wie Revolut anbieten. Mittels Revolut kann man mit Interbank-Wechselkursen im Ausland in 150 Währungen einkaufen. Allerdings erhebt Revolut eine Gebühr von 0,5 Prozent für alle Beträge über 6000 Euro pro Monat. Wenn man nur kleinere Beträge braucht, fährt man mit Revolut sehr günstig, da man beim Wechseln keine Gebühren bezahlt und bessere Wechselkurse hat.

Doch Vorsicht: Am Wochenende und für bestimmte Währungen kann ein pauschaler Aufschlag anfallen. Auch Geld abheben kann man mit Revolut im Ausland kostenlos. Doch auch da gibt es Begrenzungen. Kostenlos kann man Geld im Ausland nur bis zu einem Betrag von 200 Euro abheben. Bei allen Beträgen über 200 Euro fällt eine Gebühr von immerhin 2 Prozent an.

20 Kommentare zu «So sparen Sie beim Geldwechseln in den Ferien»

  • Jamsil Dong sagt:

    Also die Regel sagt: immer im Zielland Geld wechseln bei internationalen tätigen Banken.

  • Stephan Mathys sagt:

    Für Ferien im Euroraum kann man CHF auf Revolut überweisen, die CHF bei Revolut zum Interbankenkurs wechseln und dann auf das DKB Konto überweisen. DKB bietet eine Kreditkarte (PrePaid) an mit der man im ganzen Euroraum Geld über Bankomaten ohne Gebühren beziehen kann.
    Überweisungen sind ohne Gebühren, Konto Revolut sowie DKB sind ohne Gebühren und Bezug von EUR ist gebührenfrei. So geht Ferien 🙂

    • Andreas Kraneis sagt:

      Ich konkretisiere mal ein wenig. Die Kreditkarte der DKB ist vollwertige Kreditkarte und keine Prepaid-Karte! Letztere unterscheiden sich von den regulären dadurch, dass sie keine hochgestanzten Ziffern haben, ähnlich der MAESTRO oder V-Pay (Im Beitrag war gar noch von „EC-Karte“ die Rede). Mir wurde mal berichtet, dass Prepaid-Karten etwa an französischen Autobahnmautstellen nicht akzeptiert werden. Jedoch hat die DKB-Kreditkarte für im Ausland Wohnende nur 100 Euro Limit, daher kann sie nur auf Guthabenbasis ihre Vorteile entfalten. Ausserdem ist das Abheben erst einmal nicht gebührenfrei. Es wird auf der Abrechnung eine Wechselgebühr verrechnet. Diese aber wird dann später wieder zurückerstattet, allerdings aufs Girokonto.

  • Thomas Derboullier sagt:

    1. Revolut berechnet (für Schweizer) beim Abheben eine Gebühr schon ab CHF 200.- und nicht ab 200 EUR.

    2. Kann man bei Revolut schon im Voraus in der App CHF in EUR wechseln, sodass man die Wochenendaufschläge umgehen kann

    3. Alternativ kann ich auch Transferwise mit der kostenlosen Borderless Karte empfehlen, aktuelle EUR Gebühren Interbankenkurs + 0.33%, dafür keine Wochenedzuschläge. Und immernoch weit weg von den >1.5% gebühren + unvorteilhaftem Spread von Schweizer Karten.

    4. Eine Schweizerische Alternative wäre noch die Debit Mastercard von NEON. Aktuelller Wechselkurs + max 1.5% Wechselkursebühren. Dafür „Made in Switzerland“, eigenes Konto mit eigener CHF IBAN (nicht so wie bei Revolut) und Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100’000.

  • St. Athanas sagt:

    Beim Bargeldbezug am Bankomaten im Ausland ist es richtig, mit der Debit (=EC Karte) zu beziehen. 5.- Spesen pro Bezug, also besser grössere Beträge beziehen. Bei Einkäufen in Geschäften und Restaurants ist es jedoch falsch, mit der EC Karte zu bezahlen, da für jeden Einkauf 5.- Spesen verrechnet werden. Hier unbedingt die Kreditkarte verwenden, wo keine Spesen verrechnet werden. Das ist im Artikel meiner Meinung nach falsch dargestellt

    • Meinrad Darbusier sagt:

      Spesen varrieren nach Kartenanbieter. Bei mir (UBS) aktuell 1.5%, mind. aber CHF 1.-

      CHF 5.- pro Bezahlung mit EC tönt mir nach etwas gar viel.

  • Hans Meier sagt:

    An die Forumschreiber/innen: Hat jemand von euch Erfahrung mit „Gebühren Dritter“ beim Bargeldbezug im Ausland? Wie sind hier die Erfahrungen mit Revolut, DKB, NEON, etc. ? Weil im Kleingedruckten steht ja, dass diese Gebühren weiterverrechnet werden.
    .
    Konkret: Ich habe eine PrivatKonto Plus bei PostFinance. Die rühmen sich mit „kostenlosem Bargeldbezug im Ausland“. Das war tatsächlich bis ca. 2015 auch gut möglich. Seitdem mehren sich jedoch diese „Gebühren Dritter“, welche dann eben _doch verrechnet werden. Aktuell sind es in Griechenland alle Banken bzw. deren Bankomaten (soweit ich das getestet habe)!! In der Regel sind dies EUR 2 bis 3 pro Bezug, z.T. auch noch zusätzlich in Prozenten der bezogenen Menge.

    • Werner sagt:

      Soviel ich weiss, gibt es keine Bank mehr, welche die Fremdgebühren zurückbezahlt, die deutsche DKB hat das bis vor wenigen Jahren noch gemacht.
      Das ist auch verständlich, wer will schon Gebühren zurückbezahlen, die ein anderer eingezogen hat.
      Die Höhe dieser Fremdgebühren kann auch im gleichen Land von Bank zu Bank variieren, manchmal findet man auch noch Banken, die gar keine verrechnen. In einigen Ländern gibt es diese Gebühren gar nicht.

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      Ich habe kürzlich mit Revolut in einem aussereuropäischen Land Bargeld von einem ATM bezogen. Der ATM hat seine Gebühr (Pauschale) auf den abgehobenen Betrag draufgeschlagen, d.h. in Revolut wird (Betrag + Gebühr) als „abgehoben“ angezeigt. Die Revolut-Gebühr ist separat ausgewiesen.

    • Dino sagt:

      Hallo – bin schon lange glücklicher REVOLUT-Kunde und war vor einer Woche in Spanien und da wurde je nach Bank zwischen 1.80 und 5 EUR Gebühr für einen Cash-Bezug von 200 EUR verlangt. Habe ich natürlich nicht bezahlt und einfach alle Bankomaten durchprobiert, bis ich einen fand, bei dem es gratis war.

      In Frankreich habe ich bislang keine Gebühren gesehen.

      REVOLUT funktioniert übrigens an allen Mautstationen in Frankreich, aber nirgends in Spanien (dort funktionieren Prepaid-Karten nicht, meinte ein Maut-Mitarbeiter). Ansonsten hatte ich nirgendwo Probleme.

  • Christian Jacobsen sagt:

    Habe kürzlich in Dänemark meine Denitkarte von Teansferwise benutzt und gleich danach die Maestro von UBS und zwar mit selben Betrag am gleichen Bankomaten. Das Resultat. Es wurde mir auf die Kommastelle der gleiche Betrag verrechnet. Frage mich, ob Revolut besser wäre wie Transferwise? Oder liegt das an der Währung? Krone statt Euro. Bin demnächst in Frankreich und frage mich, ob ich Transgerwise überhaupt mitnehmen soll? Oder vorher bei Transferwise in Euro wechseln?

    • Lukas Aeschbacher sagt:

      In Dänemark habe ich seit etlichen Jahren kein Bargeld mehr verwendet. Ich bezahle dort alles mit Debitkarten, seit ca. 2 Jahren mit Revolut. Bei Revolut habe ich ein DKK-Konto, welches ich vorab befülle, um Gebühren am Wochenende zu vermeiden. Ich kenne Transferwise nicht aus eigener Erfahrung, aber wenn Sie dort ein EUR-Konto haben, würde ich dieses befüllen und damit in FR bezahlen.

  • F.Süss sagt:

    Das ist sehr kleinkariert gedacht und funktioniert v.a. innerhalb Europas. Auf anderen Kontinenten gibt es noch viel mehr zu beachten!
    Ein Beispiel: In Argentinien bezahlt man immer immense Gebühren beim Geldautomaten, i.d.R. mind. 10-12%, meist 20-25%, dies v.a. auch weil der Maximalbetrag pro Tag auf 2000 Pesos limitiert ist, also weniger als 50 CHF. Dort muss man sich dann mit Services wie Western Union (auch relativ teuer) oder Azimo (deutlich günstiger) helfen.

  • Peter Schneider sagt:

    Ich habe eine Multiwährungsdebit-MasterCard von Transferwise, kann chf dorthin überweisen und erhalte Eur, USD, GBP mit weniger als 0.5% Gebühr. Bezüge bis umgerechnet 240 CHF in 30 Tagen sind kostenlos. Der Rest wird mit Karte bezahlt. https://transferwise.com/u/07935

  • Werner sagt:

    In der Schweiz zu wechseln ist meistens kein guter Ratgeber, das kann sich aber von einer Währung zur anderen unterscheiden. Bei exotischen Währungen verliert man schnell mal bis 30% beim Wechseln. Viele Banken verlangen zum Kursunterschied auch noch Gebühren, am besten dort wechseln, wo man auch ein Konto hat.
    Ich habe mal (gedanklich) am Flughafen Zürich CHF 100 in EUR gewechselt, und den erhaltenen Betrag wieder zurüch in CHF. Da blieben noch irgendwas zwischen CHF 60 und 70, kann mich nicht mehr genau erinnern. Bei der gleichen Transaktion mit Revolut waren es am Schluss noch CHF 99.96 oder sowas ähnliches.

    • Ruth sagt:

      Auch ich war sehr überrascht über diese Empfehlungen von Herrn Spieler. Fast dachte ich, dass ich bei „Switzerland first“ gelandet bin! Die Schweizer Banken sind Spitze bei den Gebühren und Abzocken, gerade auch was Fremdwährungen angeht.
      Gerade in Ländern mit speziellen Währungen, z.B. Ägypten, ist es viel günstiger dort zu wechseln, aber natürlich weder im Hotel noch am Flughafen, das sind die weltweiten „Hotspots“ für schlechte Kurse. Etwas US$ oder € in bar und Kreditkarten sind günstig. Bei deutschen Kreditkarten entfällt auch die Auslandsgebühr der Schweizer Banken.

  • Jo Mooth sagt:

    Einkauf im Laden im europäischen Ausland ist bis etwa 80€ mit der Kreditkarte (Gebühr 1,75%) günstiger als mit der Maestro, bei der bei jedem Einkauf CHF 1.50 Gebühren anfallen. Bei höheren Beträgen ist die Maestro günstiger. Die Postcard wäre zwar am günstigsten, wird aber fast nirgends zum Zahlen akzeptiert.

  • Otto B. sagt:

    Auf Kreta musste ich nicht Franken in Euro wechseln, sondern wollte vom Eurokonto (Debit) in der Schweiz Euro abheben, doch die mafiösen Bankomaten – überall auf Kreta und wohl auch anderswo – wechseln dann EUR-Bezüge noch schnell in Franken um und buchen sie dann in EUR vom Konto ab. Ein Bezug von 250 EUR benötigt dann beim Euronet-Geldautomaten gleich mal 38 Fr. Gebühren, Gaunereien inclusive. Wer käme schon auf die Idee, dass es solche Abzocke gibt, auch wenn der Apparat den Wechselkurs noch anzeigt.

  • Bernhard Helbling sagt:

    Der Artikel ist Quatsch ….. im Verhältnis zu den Ferien-Kosten fallen Geld-Wechsel-Gebühren oder „schlechte“ Wechselkurse kaum ins Gewicht.

Kommentar

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