Wie Ihr Kinderbatzen die höchste Rendite erzielt

Viel Zeit für den Sparbatzen der Kinder: Aktienanlagen versprechen die höchsten Renditechancen über einen langen Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren. Foto: iStock

Ich habe zwei kleine Kinder und möchte für sie Geld investieren. Wir sind nicht vermögend, arbeiten beide und verdienen das Nötigste zum Leben. Wir möchten unseren Kindern etwas auf die Seite legen, was dann wirklich etwas bringt. Wir sind gerne ein bisschen risikofreudig, möchten aber auch eine gewisse Garantie. Was empfehlen Sie uns? S.M.

Ihre Überlegung finde ich gut: Wenn man schon für seine Kinder einen Sparbatzen auf die Seite legt, sollte dieser auch eine vernünftige Rendite abwerfen. Wenn man das Geld einfach auf dem Kinderkonto liegen lässt, bringt es praktisch keinen Zins, und die Teuerung nagt am Wert des Geldes.

Da der Sparbatzen der Kinder oft während vieler Jahre liegen bleibt, kann man eine Strategie wählen, die durchaus stärkere Kursschwankungen beinhaltet. Die höchsten Renditechancen versprechen über einen langen Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren Aktienanlagen.

Doch gerade bei Aktien kommt es immer wieder einmal zu Turbulenzen. Da braucht es gute Nerven, dass man sich von diesen nicht beeindrucken lässt und plötzlich zum dümmsten Zeitpunkt alles verkauft. Da Ihre zwei Kinder noch klein sind und somit einen Anlagehorizont von deutlich über zehn Jahren haben, würde ich den Sparbatzen in reine Aktienfonds investieren.

Einzelaktien sind nicht sinnvoll. Aber Sie können bei Ihrer Bank einen passiv verwalteten Aktienfonds oder an der Börse gehandelte Exchange Traded Funds (ETF) kaufen, die an Börsenindizes wie den Swiss-Market-Index, den Dow-Jones-Index oder den MSCI-Weltaktienindex gekoppelt sind. Solche Produkte sind günstig, was für Ihre Kinder wichtig ist: Je geringer die Gebühren, desto mehr Ertrag haben sie, da nicht ein beträchtlicher Teil der erwirtschafteten Rendite von den Gebühren aufgefressen wird. Solche Produkte bekommen Sie bei praktisch jeder Bank.

Auch mit kleineren Beträgen von einigen Hundert Franken können Sie problemlos investieren. Allerdings rate ich Ihnen, regelmässig zu investieren. Sie können Ihrer Bank einen Dauerauftrag erteilen, mit dem Sie nicht nur einen Sparbetrag auf das Kinderkonto transferieren, sondern auch monatlich oder vierteljährlich die gewählten Fondsanteile kaufen. So haben Sie die Gewissheit, dass Sie nicht alle Fondsanteile ausgerechnet dann gekauft haben, wenn die Börsen auf dem Höhepunkt waren.

Falls Sie, wie von mir empfohlen, für Ihre Kinder Aktienfonds kaufen, müssen Sie sich bewusst sein, dass Sie damit erhebliche Kursschwankungen eingehen. Sie schreiben ja, dass Sie ein bisschen risikofreudig sein möchten. Eine Garantie für einen sicheren Ertrag bekommen Sie allerdings nicht. Wenn Sie hohe Sicherheit und keine Kursschwankungen wünschen, dann wären reine Aktienfonds die falsche Wahl.

Doch gerade weil Ihre Kinder einen langen Anlagehorizont haben, können Sie aus meiner Sicht trotz der starken Kursschwankungen und erhöhten Risiken auf Aktien setzen. Denn auf lange Sicht spielen die Kursschwankungen keine so grosse Rolle mehr.

Dafür haben Sie die Chance, für Ihre Kinder eine deutlich höhere Rendite zu erwirtschaften, als wenn das Geld nur auf dem Konto liegen bleibt oder Sie für Ihre Kinder nur auf konservative Frankenanleihen setzen.

5 Kommentare zu «Wie Ihr Kinderbatzen die höchste Rendite erzielt»

  • Hans Meier sagt:

    Für den Fragesteller bleibt jedoch offen wie er nun konkret Geld für seine zwei Kinder anlegen soll.
    Sehr wichtig sind nebst dem Anlagespektrum des Fonds die TER, eventuell Ausgabeaufschläge, (Mindest-) Courtage der jeweiligen Bank (für börsengehandelte ETFs) und zu guter Letzt Depotgebühren. All diese Kosten und Gebühren gehen zu Lasten der Performance.
    Wirklich kostengünstig und bestens geeignet für Kinder sind meines Erachtens Fonds von Avadis, keine Ausgabeaufschläge, keine Courtage und keine Depotgebühren.

    • Timo sagt:

      Endlich ein Fond mit einigermassen günstigen Gebühren das auch bei kleineren Beträgen sinnvoll ist. Nachteile sind, dass 0.55% meiner Meinung immer noch zu hoch ist und der Fremdwährungsteil gegen Währungsschwankungen versichert ist. Das macht auf lange Sicht keinen Sinn.

  • Hans Meier sagt:

    @ Timo: Mir persönlich wäre der Avadis Fonds „Aktien“ ohne Absicherung der Fremdwährungsrisiken auch noch etwas sympathischer. Vielleicht gibt’s diese Möglichkeit ja noch in absehbarer Zukunft. Alles in allem betrachtet sehe ich diesen Fonds jedoch als beste Möglichkeit für Kinder kostengünstig Geld anzulegen, bessere Alternativen sind mir bis dato nicht bekannt.

  • Karl Knapp sagt:

    Unternehmen Sie was ! Ausflüge, kleine Reisli, da bleibt was. Wer nicht vermögend ist, wird es auch mit ein paar Fonsanteilen nicht.

  • Steven B. sagt:

    Werter Herr Knapp
    Ihrer Meinung kann und will ich mich nicht anschliessen. Lesen Sie diesen Artikel und geben Sie nicht solche Auskünfte! Stets und ständig sind gute Begleiter im Leben.
    https://yova.ch/expertise/kleine-geldbetraege-investieren/

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