Bei Dufry ist endlich Dividende in Aussicht

Der Einstieg des US-Milliardärs Paul Singer weckt neue Fantasien: Hauptsitz der Dufry Group in Basel. Foto: Keystone

Ich arbeite bei einer Airline und besitze seit einiger Zeit Aktien des Reisedetailhändlers Dufry. Nach einem schönen Anstieg ist der Kurs zurückgekommen. Soll ich die neuste Erholung für einen Verkauf nutzen? F.E.

Nein. Weil eine Übernahme des Reisedetailhändlers Dufry durch die chinesische HNA Group unrealistisch geworden ist, sind die Übernahmefantasien bei Dufry verflogen. HNA besitzt ein Paket von über 20 Prozent an Dufry und hat sich durch zu forsche Zukäufe einen Schuldenberg angehäuft. Sollte sich die HNA von Ihrer Beteiligung trennen, könnten die Dufry-Papiere erneut unter Druck kommen.

Der Einstieg des US-Milliardärs Paul Singer weckt aber neue Fantasien. Gegen einen Verkauf der Dufry-Aktien spricht auch die Tatsache, dass der grösste Reisedetailhändler der Welt mit über 2000 Standorten an Flughäfen, auf Kreuzfahrtschiffen und Häfen operativ Fortschritte macht und langsam eine Dividende wieder ein Thema wird.

Nachdem seit 2009 keine Dividende mehr ausgerichtet wurde, könnte für das Geschäftsjahr 2017, mit grosser Wahrscheinlichkeit aber für 2018, eine Dividende winken, was die Titel zusätzlich zu den Fantasien rund ums Aktionariat attraktiver macht.

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