Als Kleinsparer wie ein Grossanleger investieren

Tiefe Gebühren: Die auf Grossinvestoren fokusierte Avadis ist auch für Kleinanleger attraktiv. Foto: Getty Images

Tiefe Gebühren: Die auf Grossinvestoren fokussierte Avadis ist auch für Kleinanleger attraktiv. Foto: Getty Images

Auf der Suche nach einem günstigen, weltweit diversifizierten Aktienfonds bin ich auf Avadis gestossen. Wie schätzen Sie die Anlagefonds von Avadis punkto Kosten und Renditen ein? Ist mein Geld da genauso sicher wie bei einer Bank? R. H.

Nein. Anders als bei einer Bank ist Ihr Geld bei Avadis nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung bis maximal 100’000 Franken garantiert. Dennoch stufe ich die vor vielen Jahren ursprünglich aus der ABB-Pensionskasse hervorgegangene Avadis als sehr sicher ein. Sie untersteht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma), behauptet sich mit heute 120 Spezialisten seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt mit ihrer grössten von Banken und Versicherungen unabhängigen Anlageplattform für Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz.

Wie bei einer Bank gilt auch bei dieser Vermögensverwalterin: Selbst in einem Krisenfall verbleiben Wertschriften wie Fondsanteile immer im Besitz der Kundinnen und Kunden. Das grösste Risiko für Sie besteht einerseits in den Marktgefahren an sich und anderseits in der von der Vermögensverwalterin gewählten und umgesetzten Strategie. Avadis fokussiert auf institutionelle Grossanleger. Dennoch können Sie auch als Kleinanleger bereits ab 50 Franken Anteile an den breit diversifizierten Strategiefonds erwerben.

Zur Auswahl stehen sieben Vehikel mit unterschiedlichen Strategien. Angefangen von einem reinen Aktienfonds über weitere Strategien wie «aggressiv», «Wachstum», «defensiv» bis zum reinen Obligationenfonds können Sie je nach Ihrer eigenen Risikobereitschaft in ein Vehikel investieren, welches das Kapital breit international diversifiziert und je nach gewählter Strategie nach Anlagegruppen verteilt anlegt. In der Vergangenheit wurden gute Resultate erzielt, was allerdings für Sie keine Garantie für die Zukunft beinhaltet.

Ein grosser Pluspunkt bei Avadis sind die tiefen Gebühren: Die den Fonds belasteten Gebühren sind im Marktvergleich attraktiv. Die in der Kostenkennziffer Total Expense Ratio (TER) zusammengefassten Gesamtkosten betragen je nach Vehikel zwischen 0,15 und 0,58 Prozent. Das ist sehr günstig und liegt zum Teil noch tiefer als die Kosten von passiv verwalteten Fonds.

2 Kommentare zu «Als Kleinsparer wie ein Grossanleger investieren»

  • Roland Heinzer Kreuzlingen sagt:

    Man muss wissen, dass die versprochenen Sicherheiten relativ sind. Heute investieren immer mehr in Finanzprodute , dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wertpapiere physisch vorhanden sind! Vielfach ist das nicht der Fall und man kauft Derivate, selbst Bankangestellte verstrhen nicht immer, was sie verkaufen. Auch securites lending kann zu Velusten führen, sollte es zu einem Crash kommen. Eine Korrektur ist überfällig, auch wenn alle Experten positiv gestimmt sind.

  • Carlos Hugas sagt:

    Lustig, dass ein Journalist und TV-Moderator als „Finanzexperte“ durchgeht. Soweit erkennbar, hat Martin Spieler noch nie selber Vermögen verwaltet oder sich sonstwie als Investor ausgezeichnet. Es ist auch entlarvend, dass die Anlagephilosophie von Avadis gar nicht diskutiert wird.

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