Aktive Fonds meiden Nestlé-Aktie

The Nestle SA logo sits on display behind the stage ahead of the company's annual general meeting (AGM) in Lausanne, Switzerland, on Thursday, April 11, 2012. Nestle SA's chairman said Switzerland is becoming more difficult as a business location after voters last month approved some of the world's toughest limits on executives' pay. Photographer: Valentin Flauraud/Bloomberg via Getty ImagesNestlé: Ausländische Investoren stossen im grossen Stil Aktien ab. Foto: Valentin Flauraud/Bloomberg/Getty Images

Schon seit Wochen stossen ausländische Investoren bei Nestlé im grossen Stil Aktien ab. In Erwartung einer wirtschaftlichen Wachstumsbelebung sind defensive Qualitäten wie jene des Urgesteins der Schweizer Unternehmenslandschaft nicht mehr länger gefragt. Interessante Einblicke in die Wertschriftendepots aktiv verwalteter Fonds liefert eine Strategiestudie der UBS. Daraus kann entnommen werden, dass viele dieser Fonds die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns aus Vevey meiden. Nur jene der britischen HSBC wird gegenüber den Vergleichsindizes noch tiefer gewichtet. Das überrascht, erwarten Branchenkenner im Zuge des Wechsels an der Spitze von Nestlé doch Aktionärswerte schaffende Veränderungen. Vielleicht kommt der (Anlage-)Hunger auch hier erst mit dem Essen. Aktie halten

Weisser Ritter bei Actelion?

Der Kurszerfall bei Roche lässt so manchen Aktienanalysten ratlos zurück. Das Minus von 20 Prozent seit Anfang Jahr lässt sich nicht nur mit den zulasten der europäischen Pharmawerte gehenden Umschichtungen erklären. Ausländische Grossinvestoren hätten beim Pharma- und Diagnostikkonzern aus Basel im Hinblick auf die bei wichtigen Entwicklungs­projekten anstehenden Neuigkeiten Geld vom Tisch genommen, ist aus London zu hören. Allem Anschein nach drückt auch die Befürchtung auf die Kursentwicklung, Roche könnte als weisser Ritter ein Gegenangebot für Actelion abgeben. Mut bewies vergangene Woche der für die Aktien-Analyse von Standard & Poor’s tätige Experte. Er stufte den Genussschein mit einem unverändert 270 Franken lautenden 12-Monate-Kursziel von «Buy» auf «Strong Buy» herauf. Mit einer Dividendenrendite von 3,6 Prozent können Anleger nicht viel falsch machen. In Schwächen zukaufen

Spekulationen vor der Generalversammlung

Nicht selten wird den Erwartungen an der Börse ein höheres Gewicht als den harten Fakten eingeräumt. Nur so lässt sich erklären, weshalb der Aktienkurs des Backwarenherstellers Aryzta trotz eines organischen Umsatzrückgangs im letzten Quartal zulegen konnte. Es sind vor allem Spekulationen im Hinblick auf die bald anstehende Generalversammlung. Stimmen die Aktionäre dem Traktandum zu, wird mit Gary McCann ein Kandidat von ausserhalb des Unternehmens den eher erfolglosen Denis Lucey an der Spitze des Verwaltungsrats ablösen. Branchenkenner schliessen nicht aus, dass McCann als erste Amtshandlung von der umstrittenen Übernahme des französischen Tiefkühlprodukteherstellers Picard zurücktritt. Die aggressive Akquisitionsstrategie der letzten Jahre scheint jedenfalls kein geeignetes Rezept gegen die Wachstumsflaute. Aktie unverändert meiden

Kurs hat sich verfünffacht

Im letzten Jahr gehörte die Aktie von Temenos an der Schweizer Börse SIX zu den Gewinnern. Dass es diesmal voraussichtlich nicht für einen Podestplatz reicht, dürfte den erfolgsverwöhnten Aktionären ziemlich egal sein. Schliesslich hat sich der Kurs des Bankensoftwareherstellers aus Genf seit dem Frühsommer vor vier Jahren mehr als verfünffacht. Geht es nach dem Leiter der Aktienanalyse der Bank Vontobel, ist das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht. Er rechnet damit, dass Temenos im Schlüsselmarkt USA schon in den nächsten Monaten mehrere wichtige Verträge unter Dach und Fach bringen wird. Deshalb traut man der Aktie bei der traditionsreichen Zürcher Bank neuerdings sogar einen Anstieg auf 95 Franken zu. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34 für das nächste Jahr ist Temenos indes kein Schnäppchen mehr. Erste
Gewinne mitnehmen

Reduzierte Beteiligung

Indien zählt zu den wichtigsten Absatzmärkten für LafargeHolcim. Geschätzte 10 Prozent des operativen Jahresgewinns stammen von dort. Seit die Regierung in Indien im Kampf gegen die Schattenwirtschaft die beiden grössten Banknoten aus dem Verkehr gezogen hat, ist der Zementabsatz gegen Barzahlung regelrecht eingebrochen. In Analystenkreisen werden erste Stimmen laut, wonach der mit Abstand grösste Zementhersteller der Welt seine diesjährigen Prognosen auf der Zielgeraden noch verfehlen könnte. Mit Dodge & Cox hat kürzlich ein bekannter Substanzinvestor seine Beteiligung an LafargeHolcim reduziert. Vermutlich nicht ohne Grund. Aktie meiden

Wette am Investorentag

Kommenden Mittwoch dürfte sich die Credit Suisse anlässlich des Investorentages neue Mittelfristziele setzen. Eine stärkere Kursbewegung gilt an diesem Tag als sicher. Sich der Risiken bewussten Anlegern bietet sich – wie schon auf die Ergebnispräsentation hin – eine Wette in Form eines sogenannten Long Straddle an. Umsetzen lässt sich dieser mit dem Kauf der beiden Warrants CSGUUU (Va­lorennummer 31275677) und CSGANZ (Valorennummer 31535425). Eine Wette für Mutige

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