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Die Eroberungen der Separatisten in fünf Bildern

Von DB, 13. Februar 2015 Kommentarfunktion geschlossen
Im Sommer schienen sie am Ende. Jetzt kontrollieren die Separatisten ein Gebiet, in dem Millionen Menschen leben. Die Grafik zur Lage in der Ostukraine.
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Ruhig ist es in der Ostukraine auch knapp 24 Stunden nach der Unterzeichnung der Vereinbarung von Minsk nicht. Seither seien mindestens elf Menschen getötet worden, teilten die ukrainische Armee und die Rebellen am Freitagmorgen mit. Ukrainische Medien berichten, dass die Separatisten den Versuch, den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewe zu erobern, noch nicht aufgegeben haben. Ihre beiden Hochburgen Donezk und Luhansk sollen von ukrainischer Seite beschossen worden sein. Doch im Vergleich zu den Tagen vor Minsk scheinen die Kämpfe abgenommen zu haben.

Ab Sonntag um 0.00 Uhr sollen die Waffen tatsächlich ruhen. Ein Blick auf die Entwicklung des von den Separatisten kontrollierten Gebiets zeigt, weshalb sie ein Interesse daran haben könnten. Noch im August 2014 standen die Separatisten vor dem Aus. Am 11. Februar 2015, dem Tag vor der Einigung von Minsk, kontrollierten sie ein geschlossenes Gebiet, das von Luhansk im Norden bis fast nach Mariupol im Süden reichte.

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Die Separatisten waren zuletzt im nördlichen Teil ihres Territoriums in der Offensive und im südlichen Teil eher in der Defensive. Den Verkehrsknotenpunkt Debalzewe in der Mitte zwischen Donezk und Luhansk versuchen sie seit Wochen zu erobern. Gelungen ist ihnen das bislang nicht.

Separatisten wie auch die ukrainischen Truppen scheinen derzeit nicht in der Lage, dem Konflikt militärisch die entscheidende Wende zu geben. Für beide Seiten macht ein Waffenstillstand zum jetzigen Zeitpunkt Sinn.

Erklärung zur Grafik
Die animierte Grafik basiert auf den Karten zur Situation in der Ostukraine, die der ukrainische Sicherheitsrat täglich veröffentlicht. Die Situation wird in diesen Karten aus der Optik der ukrainischen Seite dargestellt. Es ist möglich, dass die reale Situation an einzelnen Tagen davon abweicht oder von anderen Quellen anders dargestellt wird.