Logo

Jährlich 5000 neue Arme im AHV-Alter

Von DB, 30. September 2014 59 Kommentare »
Die Schere zwischen Arm und Reich bei den über 65-Jährigen öffnet sich immer weiter. Eine Auswertung zeigt, wo die Pensionierten am stärksten auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind.
Stichworte:, ,

Von Raphaela Birrer und Michèle Widmer

Immer mehr Pensionierte kommen finanziell nicht über die Runden. 12,2 Prozent der Senioren haben im letzten Jahr zusätzlich zu ihrer AHV-Rente Ergänzungsleistungen (EL) bezogen – 0,5 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Dies zeigen neue Zahlen von Pro Senectute Schweiz. Weil auch die Gesamtzahl der AHV-Rentner gestiegen ist, scheint der Prozentwert verschwindend klein. Die blanken Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache: 185’800 Rentner in der Schweiz sind neben der Altersversicherung auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Das sind 26’800 Personen mehr als im Jahr 2008. Im Durchschnitt ist die Zahl der EL-Beziehenden damit jährlich um rund 5000 gewachsen.

Die Zahlen von Pro Senectute zeigen zudem, dass die Einkommens- und Vermögensunterschiede bei den Menschen im AHV-Alter immer grösser werden. Gemäss Hochrechnungen zählte die Schweiz im Jahr 2013 altersübergreifend rund 264’000 Millionäre. Die Organisation schätzt, dass etwas mehr als die Hälfte (53,1 Prozent) dieser Millionäre im AHV-Alter ist. 140’000 über 65-jährige Millionäre – das seien weit weniger, als bisher angenommen worden sei.

Weil nur vereinzelte Kantone altersspezifische Vermögensstatistiken ausweisen, basiert die Zahl der Millionäre unter den Rentnern auf Schätzungen. Im Jahr 2008 versteuerten in den Kantonen Basel-Stadt, Thurgau, Waadt und Zürich 83’088 Personen ein Reinvermögen von über einer Million. Davon waren 43’782 oder 52,7 Prozent im AHV-Alter. Die Gegenüberstellung von Millionären und Bezügern von Ergänzungsleistungen verdeutlicht: Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich im AHV-Alter immer mehr.

Am meisten Rentner mit Ergänzungsleistungen zur AHV leben im Kanton Tessin – 15’063 Personen oder 19,4 Prozent der Pensionierten. Das habe mehrere Ursachen, sagt Anna Rossetti von der Sozialversicherungsanstalt (SVA) Tessin. Zum einen sei das Einkommensniveau schon immer tiefer gewesen als in anderen Kantonen – aktuell lägen die Saläre 15 Prozent unter denjenigen in der restlichen Schweiz. «Das beeinflusst die Leistungen der ersten und zweiten Säule, sodass bei uns mehr Pensionäre Ergänzungsleistungen benötigen als in anderen Kantonen.» Zum anderen sei die Altersquote im Tessin um fünf Prozent höher als in der Restschweiz. Dazu trügen auch viele Rentner aus anderen Teilen der Schweiz bei, die in der Sonnenstube ihre Pension verbringen. Neben dem Tessin weisen zudem fast alle Westschweizer Kantone sowie Luzern und Basel-Stadt hohe EL-Bezugsquoten auf.

Im Kanton Zug dagegen beziehen nur 7,2 Prozent der AHV-Rentner (1432 Personen) Ergänzungsleistungen. Das ist der schweizweit tiefste Wert. Rolf Lindenmann, Direktor der Ausgleichskasse und IV-Stelle, sagt, diese tiefe Zahl ergebe sich wohl aus einem Zusammenspiel verschiedener Gründe: Im wirtschaftlich prosperierenden Kanton befände sich ein Grossteil der Einwohner im Erwerbsalter – daher lebten vergleichsweise wenige Rentner in Zug. Darüber hinaus seien die meisten Arbeitnehmer im mittleren und unteren Einkommensbereich Pendler aus anderen Kantonen, weil sie sich die hohen Lebenskosten in Zug nicht leisten könnten.

Gerade die teuren Mieten hätten aber die Behörden veranlasst zu handeln, sagt Lindenmann: «Wir helfen EL-Bezügern bei der Finanzierung des Mietzinses. Dazu wären wir aufgrund des Bundesgesetzes nicht verpflichtet.» Weitere Faktoren, welche die Zahl der EL-Bezüger klein halten, dürften die tiefen Krankenkassenprämien sowie die im interkantonalen Vergleich hohen AHV-Renten sein. Trotzdem ist Lindenmann überzeugt, dass aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der EL-Bezüger im Pensionsalter auch in Zug zunehmen werde. Neben Zug gehören auch das Wallis, Appenzell Innerrhoden und Nidwalden zu den Kantonen mit niedrigen EL-Bezugsquoten.

Im interkantonalen Vergleich fällt das Wallis auf: Dort ist die Zahl der EL-Beziehenden im Pensionsalter zwar vergleichsweise tief, aber sie hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Im Wallis kann man über diese Entwicklung nur mutmassen: «Wir gehen davon aus, dass diese Zahl wegen der demografischen Entwicklung angestiegen ist. Zudem dürfte es viele Senioren geben, die ihren Lebensabend in unserem Kanton verbringen wollen. Wissenschaftlich erhärtet sind diese Vermutungen indes nicht», sagt Bernard Vogel, Direktor der Ausgleichskasse Wallis.

Pro Senectute hat bei den Millionären auf der Basis der nationalen Steuerstatistiken der Eidgenössischen Steuerverwaltung aus den Jahren 2008 bis 2010 einen Trend bis 2013 berechnet. Weil es sich beim verwendeten Modell um eine lineare Regression handelt, geht Pro Senectute davon aus, dass die Schätzung konservativ ist.

59 Kommentare zu “Jährlich 5000 neue Arme im AHV-Alter”

  1. Beatrice M. sagt:

    Eine der grössten Ungerechtigkeiten ist, dass viele Arbeitgeber ihr Personal zu einem Lohn anstellen, wo sie überhaupt keine Pensionskassenbeiträge oder nur wenig in die 2. Säule, einzahlen müssen.
    Dies gehört abgeschafft.
    (Bei der AHV, 1. säule, muss der Prozentsatz 5% seitens Arbeitnehmer und Arbeitgeber immer, immer, einbezahlt werden.)

  2. sidmer Odette sagt:

    Wen alle gleich besteuert würden.zB.auch die Konkubinatspartner die seit 10 und mehr Jahren wie alle Paare mit Eheschein
    besteuert würden gebe es auch mehr Steuern. Dazu kommt dass diese Menchen im Alter 2 AhV Renten beziehen.
    Nun zu den Politikern wie der Beobachter im Jahre 1998 geschrieben hat. Unsere Volkvertreter die Abzocker.Denn wenn
    man denkt,dass ein NR oder ein STR das Honorar für NR v. 140’000.– pro J. für nicht einmal 500 Std.und der STR 180’000.–pro J. und das als Nebenjob und nicht den ganzen Betrag versteuern muss, neben dem Hauptberuf als Jus.oder Beraterbüro zudem kommen noch verschiedene Verwaltungsratsmandate usw. Ich weiss das weil ich für den NR angefragt wurde.Ich habe dann abesagt weil mit 50 durch Dritteinwirkung einen Hirnfakrt erlitt mit folgen die ich heute nach 19 Jahren noch spüre. Weil ich mit 64 die AHV bekam bekomme ich von der IV nichts mehr, obwohl die Hirnverletzung, die Lähmung,die Depresionen nicht einfach verschwunden sind mit 64.Als ich als gebürtige Schweizerin bei der IV anfragte sagte man mir nur Sie haben ja jetzt die AHV. .Dadurch das ich mit 50 Jahren meinen Job aufgeben musste habe ich auch eine kleine Rente. Da ich ja erst wieder einsteigen konnte als die Kinder grösser waren. Lange Zeit machte ich Heimarbeit wegen der Kinder.
    Dann mitca 37 stieg wieder in meinen Beruf als Bürofachfrau ,denn ich hatte ja das Handeldiplom an der Handelschule in Bern gemacht..Doch leider konnte ich nur noch 13 Jahre in meinem Beruf arbeiten wegen des Hirninfakts.

  3. Honegger Edith sagt:

    Noch einige Jahre wird die Anzahl der EL-Bezüger steigen. Das BVG wurde erst 1985 obligatorisch. Wenn eine Person 1950 geboren wurde, fehlen in der PK 10 Beitragsjahre bei der Pensionierung. Das heisst, es gibt eine entsprechend kleinere Rente. Menschen, welche einen niedrigen oder mittleren Lohn verdient haben, konnten weder die fehlenden Beitragsjahre nachzahlen noch eine 3. Säule aufbauen. Die Anzahl EL-Bezüger wird sich erst verflachen, wenn alle eine volle PK-Rente erhalten, d.h. wenn die ab ca. 1960 geborenen in Rente gehen.

  4. Nico Meier sagt:

    Wieviele der EL Bezieher haben sich wie das Beispiel im Artikel in der BAZ von heute ihre Pensionskasse ausbezalen lassen und diese verprasst?
    Das Auszahlen der Pensionskasse soll nur noch für den Erwerb von Wohneigentum erlaubt werden. Das Auszahlen der PK bei Pensinierung gehört verboten, denn es führt zu diesen EL Zahlungen auf Kosten von uns allen!

  5. Remond sagt:

    Mein Vater hat keine PK, da diese Gelder mit dem Konkurs der ehemaligen Firma ebenfalls verschwunden sind. Er hatte für Mutter immer die AHV einbezahlt. Das Ehegatten nicht die 2 volle AHV bekommen kommt ihm wie ein Diebstahl vor.

  6. Susanne sagt:

    Viele von denen, welche die Pensionskassengelder auszahlen liessen, könnten dieses Geld nicht einteilen. Ebenfalls ist es Eigenverschulden, wenn Heute noch jemand NUR von der AHV Leben muss, ausser wenigen berechtigten Rentenbezüger. Aber für diese Fälle gibt’s ja genau die Ergänzungsleistungen. Wenn Leute in viel zu teuren und grossen Wohnungen leben, welche sie nicht finanzieren können, müssen sie eben umziehen! Müssen denn die Steuerzahler für alle Fehler dieser Personen aufkommen? Wenn Selbständigerwerbende so geschäftet haben und jegliche Altersvorsorge eingespart haben, dafür mit den Dumping-Preisen den Markt halfen kaputt zu machen, dann sollen sie eben jetzt einsparen…

  7. Jetzt rächt sich, dass niemand dem Seco bei der Berechnung der Aufwertungstabelle zur AHV-Rente auf die Finger schaut! Um eine VOLLE AHV-Rente zu erlangen braucht es über 80’000.- Franken im Durchschnitt von 44 Jahren, abgeschwächt mit der ominösen Tabelle. Dazu muss man wissen, dass ich z.B. als Techniker 1968 16’000.- Franken JAHRES-Einkommen erhalten habe. Die Aufwertungstabelle ist bewusst so manipuliert, dass möglichst viel Geld in 2. + 3. Säule wandern, dank der Bankenlobby in den Räten zu Bern! Dabei sollte doch ein Jahreseinkommen mit etwa 70’000.- Fr. zu einer Vollrente genügen. In der heutigen 0% Zins-Gesellschaft funktionieren 2.+3. Säule nicht mehr! Natürlich hat man anrecht auf EL-Leistungen, aber man muss betteln gehen und das ist auf der Karte klar ersichtlich. Wer kämpft für eine bessere Aufwertungsdtabelle?

  8. Walter Bossert sagt:

    Es ist das passiert was viele befürchtet haben, ein Teil der Gesellschaft in der Schweiz hat dank günstigen Bedingungen und billigen Arbeitskräften Millionen eingesteckt und mit dem grossen Rest geht es nun immer weiter Bergab. Das ist nun das Erfolgsmodell Schweiz! Dazu kommt das halt, rein sachlich gesehen! Leute aus dem Ausland, welche hier ohne Berufslehre in einem höheren Alter mit arbeiten beginnen und relativ jung aus dem Arbeitsleben ausscheiden, auch sehr wenig einbezahlt haben! Das ist nun mal so und hat nichts mit Gefühlen irgendwelcher Art zu tun!

  9. Goldenberger Ignaz sagt:

    85 % der Fünfzigjährigen wissen sofern sie noch nicht an Demenz und Alzheimer leiden, dass ihre AHV/Pensionsrechnung ab dem 65, nicht aufgehen wird. In der Schweiz haben die Alten und die Jungen eine sehr, sehr schlechte Zukunft. Es wird ernüchternd sein, in einer entsolidarisierten und verarmenden Gesellschaft leben und sterben zu müssen. Wer jetzt glaubt, sich mit einer dritten und vierten und fünften Säule Kapital bunkern zu müssen stiehlt nur Zukunftsperspektiven für nachkommende Generationen, da die grundlegende Fehlstellung der Gesellschaftspolitik nicht geändert wird. Prinzip Titanic.

  10. Flo sagt:

    Der grösste “Verursacher” der Altersarmut ist m.E. die Wohnsituation und die Gesundheitskosten.
    Ob man nun in der eigenen Wohnung wohnen bleibt , Wohnungen die immer öfters zu enormen Mietzinsteigerungen wegen Sanierungen, zu halten/finden sind. Oder ob man in einer Alterswohnung, die oft nur in zu geringenr Anzahl vorhanden sind, im Altershei endlich einen Platz findet oder gar im Pflegeheim landet – diese Kosten sind die Ursache für Altersarmut.
    Obwohl durch Demagogische Untersuchungen/Statistiken seit langer Zeit feststand das die Menschen immer älter werden haben es unzählige Gemeinden versäumt rechtzeitig dafür zu sorgen das geeigneter und bezahlbarer Wohnraum geplant/gebaut und zu Verfügung steht. Altersresidenzen, zu (sehr) hohen Preisen, sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, Wohnraum für die finanzell nicht so priviligegierten wurden vernachlässigt. Das rächt sich nun, aber viele Gemeinden haben heute nicht mehr genügend Land um dem Abhilfe zu schaffen weil alles mit Wohnraum zu überrissenen/gehobenen Preisen zubetoniert/überbaut worden ist. Das brachte reichere Einwohner, “mehr” Steuern (!) im Moment, Vergessen ging dabei das dafür die Lebensqualität der ursprünglichen Bewohner einer Gemeinde rapide sinkt/sank und nun eventuell die Gemeinde durch den Bezug von sozialhilfe immer stärker belasten.
    Kurzfristig gedacht und sich nun selbst in die Bredouille gebracht – und jetzt wird gejammert!

    • Ben sagt:

      Flo; Danke! Geanu das was in meiner Wohngemeinde passiert ist. Spekulation mit der vorerst geheimen Zonenplanung, die Bereicherung einiger weniger mit Landbesitz, Bauprojekten, Architektur und Ingenieurarbeiten… bereichert haben sich auch die Betreiber einer Altersresidenz an bester Lage die zudem noch das Personal des Gemeindeigenen Altersheims ausborgen durfte… die gesamte Persobalorganisation hat man also dem Staatlichen Altersheim übertragen und die private Altersresidenz durfte bei Bedarf das Personal ausborgen… das gleiche auch für die Ratsgschäfte bei der strikte zuerst das gewerbe beident wird, dann im gleichen die Geschäfte und Lädeli mit entsprechender Parkplaztzordnung… die Angebote für die Büregr beschränken sich auf Vereine, der öffentliche raum aber der frei von kommerziellen Forderungen und Ansprüchen ist hat man konsequent verdrängt. Zu guter letzt hat man vor ca. 1 Jahr die Beiträge an dss kommunale Spital gestrichen und ist auchnoch stolz drauf da sman daüfr keine Steuergelder mehr verwenden muss. Das Spital wird auf den Weg der privatisierung geschickt an dem sich die Investorhyänen gütlich tun dürfen…

      Kurz, die gesamte Infrastruktur die für normal Verdiener ein erträgliches Leben hier im Land ermöglichen könnte wird privatisiert oder eliminiert… von den Steuersenkungen haben nur die höchsten Einkommen etwas…

  11. Arnold sagt:

    Dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter ausdehnt, zeigt unter anderem auf wie Gleichgütig und Egoistist die zu viel Verdienenden gegenüber den Armen sind. Eigentlich beschämend, dass selbst Arbeitnehmer, welche Jahrzehnte lang gearbeitet haben Ergänungsleistungen beanspruchen müssen

    • Flo sagt:

      Vergessen oder ausser Acht gelassen wird zudem nur zu gerne das viele der AHV RentnerInnen noch nicht im Genuss einer Pensionskasse sind und deshalb wirklich von HV und angesparten leben müssen. viele davon sind auch zu stolz zu Aemtern zu gehen. Wenn man EL Leistungen beziehen will muss man sich so ziemlich bis auf’s Hemd entblössen und das kann z.T. je nach Gemeinde7Person a.d. Amt sehr demütigend sein. dazu kommt noch das AHV Bezüger Steuern bezahlen müssen, Sozialhilfebzüger m,W. aber nicht.
      Anstatt die Pensionskassen ins Leben zu rufen hätte man besser die AHV existenzsichernd ausbauen.

  12. die Geburtenstarken Jahrgänge ab 1946 sind jetzt im AHV Alter – das erhöht ebenfalls die Anzahl der EL Bezüger. Schon deshalb muss der Missbrauch eliminiert werden können – da sind kreative Lösungen gefordert, damit keine Bürokratie entsteht.

    • Flo sagt:

      Nach meinen Erfahrungen bei dem Antrag auf EL ist, mind. von SchweizerInnen, kein Missbrauch möglich. Da wird auf Heller und Pfennig alles aus genaueste durchleuchten, zu Recht, und ein Missbrauch ist da völlig ausgeschlossen. Zudem sind die Beiträge für EL eher tiefer und vor allem nicht allumfassend wie die Sozialhilfe. Ich bin der Ueberzeugung das Missbrauch bei EL im Gegensatz zur Sozialhilfe, nicht möglich ist.

    • Ben sagt:

      Die Geburtenstarken Jahrgänge missbrauchen hier etwas? Seltsame Ansicht…

    • Claudio sagt:

      Luechinger: Es stimmt zwar, dass wir ab 1943 starke Jahrgänge hatten mit über 2.15 Kindern pro Frau (Wert für eine stabile Bevölkerung) – aber die wirklich starken Jahrgänge mit bis zu 2.7 Kindern pro Frau im Schnitt haben erst ab 1961 bis 1971 eingesetzt und die kommen erst noch ins AHV Alter und da wird es in wenigen Jahrzehnten nochmals einen starken Schub geben bei den EL

  13. Roberto Belgrado sagt:

    Die Löhne stagnieren seit längerem, und dies primär deshalb, weil ausländische Arbeitskräfte praktisch zu jedem Lohn arbeiten. Da ist der Hund begraben. Doch die Preise steigen laufend. Miete, Krankenkasse und der tägliche Haushalt fressen den Lohn, die AHV bereits schon weg. Sozialzuschüsse müssen dann entrichtet werden. Das wird ins Unermessliche führen. So lange sich die Kostenschere weiter öffnet, und damit die Unter- und Mittelschicht im Regen stehen lässt, wird sich daran kaum etwas ändern. Die Industrie futiert sich meist darum, und die Gewerkschaften wollen zahlende Mitglieder, egal ob Schweizer oder Ausländer.

  14. Maya Eldorado sagt:

    Sollten die Hypo-Zinsen wieder mal steigen, bekommen sehr viele Menschen mit EL-Bezügen grosse Probleme. Es ist ja heute schon sehr sehr schwierig eine bezahlbare Wohnung zu finden.

    • Flo sagt:

      In meiner Gemeide ein Ding der absolten Unmöglichkeit. EL berücksichtigen die Miete seit vielen Jahren unverändert bis zu einem Höchstmietzinz von 1100.– CHF. Im Kanton Zürich eine altersgerechte Wohnung,, die nicht in absegbarer Zeit saniert wird zu diesem Preis zu finden – unmöglich. Und der Gemeindezuschuss von 40.–CHF hilft da auch nicht mehr viel.
      Aber Alte sind für jede Gemeinde eh nur ein Unkostenfaktor und wenn man keinen altersgerechte Wohnraum anbietet hat man, als Gemeinde,vielleicht die Chance das die Alten irgendwohin auswandern/umziehen wo es noch bezahlbare Wohnungen gibt.

  15. Jakob Sperling sagt:

    Ich kenne Fälle von Langzeit-Pflegefällen, bei denen halt dann irgendwann mal – manchmal nach vielen Jahren – das Vermögen aufgebraucht war und die daher Ergänzungsleistungen erhalten. Diese Fälle liegen somit völlig anders als bei Rentnern, die ohne diese Umstände zu wenig Geld haben. Solange diese beiden Kategorien in der Statistik nicht separiert werden können, hätte ich Mühe, irgend etwas zu schliessen.

    • Luzius sagt:

      Da haben Sie vollkommen recht! Danke für diese differenzierte Haltung.

    • Claudio sagt:

      Sperling: Unter den anderen Rentnern gab es vermutlich auch viele Fälle von Langzeitausgebeuteten (oft unter dem PK Minimum), Langzeitarbeitslosen und natürlich auch Kranken vor dem Eintritt ins Rentenalter und die bekommen jetzt nur eine kleine Rente, dazu alleinerziehende Mütter, die nur wenig einzahlen konnten usw usw..
      Ich weiss nicht was diese Unterscheidung denn bringen soll – Fakt ist bei allen, dass sie alle im Rentenalter zuwenig Geld zum Leben haben. Und die Pflegebedürftigen kosten die EL noch viel mehr – Entweder wir haben noch ein paar Reste einer Solidargemeinschaft oder wollen Sie eine Gesellschaft wo nur noch die stärkeren überleben sollen und die anderen überlässt man einfach ihrem Schicksal.
      Der nächste Schritt in Ihrer Differenzierung wäre vermutlich zu schauen, wer ist selberschuld an seinem Pflegefall (Raucher, Alkoholiker, Ueberfettete, Opfer von Extremsport usw) und wer ist “unschuldig” zum Pflegefall geworden…hören Sie doch auf mit solchem Gedankengut!

  16. R.Audergon 2615 Sonvilier sagt:

    Die Einkommensschere ist das Eine aber es gibt noch andere Gründe. Ein Ehepaar bekommt “nur” 150% Rente aber die immer teurere Krankenkasse mit Franchise kann auch mit einer kleinen 2. Säule schnell 20 oder mehr % des Einkommens ausmachen.Auch die sehr unteschiedlichen Kantons und Gemeindesteuern, die Mieten mit den künstlich verteuerten
    Heizkosten (Co2 Abgabe)müssen mit einer schweizweit gleicher Rente bezahlt werden.Da bleit nicht mehr viel für den Rest…

  17. Goran sagt:

    Warum gibt es soviel Arme, wenn die Kassen prall gefuellt sind? Kann mir jemand dies hier erklaeren?
    Oder wie ein Dekan einmal gesagt hat: Follow the instruction! Die Spurensuche fuehrt ins Unendliche! Um es praezise auszudruecken: Ins Unermessliche!

  18. Daniel sagt:

    Die AHV ist ein Sozialwerk. Da wäre es nur mehr als sozial wenn jene die keine AHV benötigen (von denen es auch immer mehr gibt) diese auch nicht bekommen würden. Und stattdessen jenen die knapp sind geholfen würde… Es wäre so einfach, da helfen wo nötig statt Geld mit der Giesskanne verspritzen…

    • Susanne sagt:

      Aha, und denen mehr geben, die das Pensionskassengeld verschleudert haben oder ihre Selbständigkeit mit Billigpreisen ohne Altersabsicherung getätigt haben. Gerne noch täglich 2 Päckli Zigaretten und 5 Bier auf Kosten derer, die zwar viel verdient haben, aber auch horrende Steuergelder erwirtschaftet haben und weder Rauchen noch Saufen.., aha und auf die AHV verzichten sollen. Danke!

  19. hanna sagt:

    Das ist ja nicht verwunderlich. Man bedenke, dass ein Chef von AG-Verband und Economiesuisse sagen, die Wirtschaft sei nicht dazu da, um existenzsicherne Löhne zu bezahlen. Dazu kommt noch, dass viele 50+ einfach so entlassen werden und so eine mindestens 10-jähribe Beitragslücke zu PK haben, was sich wiederum in der Altersrente auswirkt. Dass hier ein soziale Zeitbombe tickt, wollen viele in Bern immer noch nicht wahrhaben. Hier werden immense Kosten auf uns zukommen, wenn nicht die AG mal endlich in die Pflicht genommen werden, damit ältere AN nicht einfach auf die strasse gesetzt werden bzw. eine Chance erhalten, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Die Wirtschaft ist für die Leute da, nicht umgekehrt.

    • Martin Minder sagt:

      Das ist genau, was mich als Betroffenen stört: Die Arbeitgeber können einen 50+ ohne Angabe wichtiger Gründe entlassen – vorgeschoben wird meist Reorganisation – und stossen ihn hinaus in eine Welt, wo es kaum möglich ist, eine neue Stelle zu finden. Dass die AL-Kasse ihn nur 2 Jahre unterstützt, ist ein weiteres massives Manko in unserer Gesellschaft; dann ist er ausgesteuert, man erfasst ihn nicht einmal mehr In der Arbeitslosenstatistik! Beschämend und entehrend ist das. Er braucht seine Vorräte auf, hat keine PK-Beiträge mehr und sogar die Sozialhilfe gibt ihm nichts, wenn seine Frau ein bescheidenes Einkommen von 3500 – 4000 hat. Dass die AHV dann nur die 1.5-fache Rente für Ehepaare ausrichtet, spricht für die gleiche Knauserhaltung: Forderungen: verbessert die AL-Kassengesetze! Zwingt die Arbeitgeber, 50+ einzustellen. Rechnet endlich richtige Zahlen für die Altersvorsorge-Beiträge, damit unsere Jungen auch noch richtig versichert sind!

  20. Maximilian Blöchlinger sagt:

    Auf den Pensionskassenrenten gibt es auch keinen Teureungsausgleich. So wird es für die Rentner jedes Jahr schlimmer. Die reichen Parlementarier und der Bundesrat wollen es so.

    • Roberto Belgrado sagt:

      …und der Umrechnungssatz schmälert das dannzumal auszubezahlende Kapital. Und damit werden die Pensionskassenmitglieder gleich nochmals bestraft. Ich liess mir das Kapital damals auszahlen, verkaufte Hab und Gut und wanderte nach Thailand aus. Nur so konnte ich der Altersarmut ein Schnippchen schlagen. Wer lebt denn schon gerne auf Kosten der Fürsorge? Ja, die Scheinasylanten und dubiose Ausländer. Hier lebe ich gut und kann sogar noch Geld zur Seite legen, was in der Schweiz für viele Menschen nicht mehr möglich ist.

  21. Ben sagt:

    …und ja, die Lebenshaltungskosten korrespondieren schon seit Jahren nicht mehr mit der Lohnentwicklung… d.h. die Kosten um hier in der Schweiz ein erträgliches Leben führen zu können rennen einem einfach davon… die grössten Blöcke sind die Wohnungskosten, Gesundheit (KK Prämien) und Transport (Auto und Oev) dann noch Lebensmittel… die Entwertung des Geldes, also die Preisentwicklung korreliert zudem nicht mit den “offiziellen” Angaben die sich aus dem Warenkorb ergeben und auch für Lohnverhandlungen verwendet werden. Noch grotesker sind die Berichte über den Fall der Minusteuerung die wohl dazu verleiten soll die Löhne gar noch zu kürzen was am ende eifnach noch mehr Menschen in die Armut treibt… und ja, ich gehöre zu der gerühmte Mittelklasse mit 6 stelligem Einkommen…hätte also theoretisch keinen Grund zur Beschwerde doch das teure Leben hier wird spürbar unappetitlicher und das speziell in den letzten 10 Jahren. Dabei ist der Lebenstil nicht besonders umfangreich, bescheiden…

    • Nico Meier sagt:

      Ben die Wohnkosten sind nicht so hoch wenn Sie bereit sind in der Agglo zu wohnen.
      Es gibt kein Recht auf “Wohnen in der Stadt”!

      • Flo sagt:

        Nico Mer; wann haben sie das letzte Mal eine Wohnung in der Agglo gesucht. Die günstigen Wohnungen die sie dort suchen, wo finde ich die? Danke für den Hinweis.

  22. ernst staub sagt:

    hier fehlt es weniger am Geld, als an anstand und gesundem Menschenverstand.
    es ist doch nicht normal dass schweizer Senioren darben sollen, während nicht integrierbare Einwanderer massenhaft einreisen, allein um Sozialhilfe zu kassieren. die damit verbundene Bürokratie hat sich in den vergangenen jahren in unvernünftiger weise aufgebläht, die Entwicklungshilfe Milliarden, sind eine äusserst fragwürdige Sache.

  23. Meier John sagt:

    Dieses Problem wird in einigen Jahren noch mehr bestehen, wenn nicht jetzt endlich die jährliche Steigerung der KK-Prämie u. die Wohnungsmarktpreise aufhören zu wuchern. Kleine bezahlbare Whg mit eingebauter Mikrowelle für diese bauen, ohne Luxus, ohne Abwaschmaschine, ohne Badewanne, Sitzdusche! Diese kl. Whg können Sie dann selber noch berappen und eher noch selber bis ins hohe Alter reinigen. Wer will denn in einigen Jahren mit dem heutigen Lohnsystem und der Kaufkraft von heute morgen noch mithalten können in diesem gnadenlosen Wucherzockerland Schweiz. Und man bedenke nur, dass ja immer mehr Asylanten hier leben und solche aus Billigländer, die alle mal im Alter finanzielle Lücken aufweisen. Auch dass 50+ aus dem Arbeitsmarkt ausschert werden ist eine verd…. Schwe…. Der BR und die Politik müsste schon lange ein Gesetz machen, dass da normale Verhältnisse wieder hergestellt werden!

  24. Ben sagt:

    Mir wurden die Leistungen der Pensionskasse inert 12 Monaten massiv gekürzt. Dies nachdem ich wie viele andere 35 Jahre einbezahlt habe und mich auf die Versprechen die nun zu Betrug und Lügen geworden sind verlassen habe.
    .
    Mir wird vorgelogen ich wolle zuviel und man könne das nicht mehr weil alle zu alt werden etc. blah blah. Ich habe eine Leistungseinbusse von mehr als 35% innert 12 Monatenalleine bei der Rente einzustecken. Bei der IV die sich aus der PK ergibt sind es ebenfalls 30% und bei der Witwenrente fantastische 70% !!!
    .
    Für nächstes Jahr sind weitere Kürzungen angekündigt worden. Wie verlogen und unverbindlich soll es denn noch werden?
    .
    Nun kommen irgendwelche seltsamen Menschen daher und dichten einem noch Missbrauch bei den EL und Sozialleistungen an und das man die PK Beiträge zurückhalten möchte um Missbrauch zu verhindern !!!! Wer bitte missbraucht hier wen??? Nicht die ausgeraubten Renter sind die Schuldigen sondern die verantwortlichen die sich an unseren Rentensystemen die eigenen Taschen füllen. Es ist unfassbar wie man hier betrogen und belogen wird… Unfassbar !!!
    .
    Nur ein paar Wochen nach verkünden der massiven Kürzungen hat sich die PK versicherunge an den Finanzmärkten feieren lassen. Die Investoren erhalten runde 7% Rendite auf ihr Kapital wärend der grösste Teil einfach aus meiner Rentenkasse genommen wird auf die ich mich Jahre verlassen habe. Bitte, was soll man als Bürger den sonst tun… ? Nicht ich habe jemanden betrogen… ich wurde betrogen.
    .
    Die Leistungen der Pensionskassen in der Schweiz sind den 15 Jahren bis 2012 um rund 45% eliminiert worden. Dies alles komplett legal da man die Gesetze die sowas erlauben zuvor ausgearbeitet hat. Das Ende des Pensionskassenraubes ist noch lange nicht erreicht…

  25. Kurt Niklaus sagt:

    Wenn endlich die Eigenmietwertbesteuerung für Pensionäre mit niederigem Einkommen wegfallen würde, hätten manche
    Leute Dank niederiger Steuerprogression, ein etwas besseres Auskommen. Wann endlich !!!!

  26. Dodimi sagt:

    Gemäss heutigem Bericht will der Bundesrat Einschränkungen beim PK-Kapital einführen. Nur, das wird nicht reichen. In gewissen Sinne kommt der BR zu spät damit, und nur dies genügt nicht um die Schere ARM-REICH zu verkleinern. Erlaube mir hier mein Beispiel einzubringen: Vor 20 Jahren war ich zum ersten Mal arbeitslos, trotz bester Referenzen. Schritt für Schritt gings sozial bachab, bis mit ca. 57 “Ende Feuer ” war. Nun, schon vor 20 Jahren wurde vor der Altersarmut gewarnt. Doch wie immer war Parlament und BR, mit vielen UN in der Politik, weder gewillt diese Warnungen ernst zu nehmen (mein Profit kommt zuerst-nicht das Volk!)geschweige denn damals zu handeln.Hätte man die Weichen der Ausgrenzung der 50+ damals anders gestellt, müsste man jetzt nicht jammern. Ich weiss “hätte,würde,täten” Doch warum hat es der einfache Bürger damals schon erkannt und die hohen Herren nicht? Rate!Die Lawine hat erst begonnen!Wie viele von damals sind oder werden jetzt pensioniert ohne oder mit zu kleiner PK. Sollen alle auswandern – wie ich?

  27. Zu Kunft sagt:

    Wer hätte das gedacht 🙂 Wenn es mehr Rentner gibt, dann steigt auch die Zahl der Empfänger von Ergänzungsleistungen 🙂 Für Politiker: Die Kosten für Ergänzungsleistungen steigen 🙂 Ist die AHV gesichert, dann ist gar nichts gesichert, denn die AHV-Renten sind sehr tief. Die Lage ist hochdramatisch: Durch Einwanderung ist die Zahl der Berufstätigen alleine in den letzten 10 Jahren um rund 700`000 angestiegen. Für Politiker: Das bedeutet, dass es 700`000 zusätzliche Steuerzahler gibt. Und das bedeutet, dass die Steuereinnahmen WESENTLICH höher sind, als sie sonst wären. Und mit Steuereinnahmen werden unter anderem auch die Ergänzungsleistungen finanziert. Obwohl also die Zahl der Steuerzahler alleine in den letzten 10 Jahren um 700`000 (mehr als 15%!!!) gestiegen ist, schreiben fast alle Kantone rote Zahlen. Um sich auf die Kantone zu beschränken…Wird die Masseneinwanderungsinitiative umgesetzt, so fällt dieser Weg zur Steigerung der Steuereinnahmen weg. Und wenn erst die Auswanderung einsetz… Kein Zweifel, die Propaganda hat recht: Es gibt weit und breit keine Probleme 🙂

  28. Leimgruber sagt:

    Ich verstehe nicht warum so viele EL beziehen. Ich habe auch nur AHV-Rente und komme trotzdem über die Runden.

  29. Merten sagt:

    Das Ganze ist ein Skandal – auf der anderen Seite wirft man Asylanten buchstäblich das Geld hinterher ! Und dass die linke Asylindustrie Asylbewerbern aus Eritrea 60000.- pro Monat aufwirft ist unerhört und sollte zu fristlosen Kündigumgen führen. und es gibt noch unzählige ähnliche Beispiele !

  30. Marcel Senn sagt:

    Wir sitzen nun mal auf einer altersdemograpischen Zeitbombe – die Altersklassen 0-12 Jahre haben zwischen 77’662 und 82’850 pro Jahrgang – während die Altersklassen zwischen 42 – 52 zwischen zwischen 121’986 und 136’985 haben – also Unterschiede von 40- fast 60’000. Und Jahr für Jahr werden mehr und mehr Leute das Rentenalter erreichen. Der Zenith wird etwa um das Jahr 2036/37 erreicht sein.
    Angesichts einer zunehmenden Tendenz zu einer unsolidarischen Egotendenz in unserer Gesellschaft, wird diese altersdemographische Entwicklung zu einem immer heftiger werdenden Generationenkonflikt führen. Gut an den Urnen haben wir mittlerweile eine Altersherrschaft, da zu viele Jungen immer apolitischer werden und sich lieber dem Konsum als der politischen Mitbestimmung widmen — so werden die aktuellen Strukturen weiter verkrustet, als dass man sich dem Problem wirklich stellt und dagegen angeht.
    Unser Altersvorsorgesystem ist ja OK für die Basisbedürfnisse, aber die zunehmenden Kosten für EL, Kosten an Heime und gesundheitliche Betreuung werden noch viel mehr in die Höhe schiessen – die jüngeren Generationen werden zunehmend absorbiert durch die Kosten der Aufzucht der Kinder und können und wollen vermutlich immer weniger mittragen.
    .
    Wenn schon über 50% der Millionäre im Rentenalter sind, wäre es doch sinnvoll eine Solidariätsabgabe unter Rentnern einzuführen zumindest für all die Leistungen wie EL und andere Leistungen über AHV/PK hinaus. Dass reiche Rentner längs wie weniger gewillt sind, Luxussettings für Problemjugendliche zu zahlen, kann ich noch nachvollziehen, aber eine Hilfe für Rentner der gleichen oder nachfolgenden Generation könnte auch bei manchem inzwischen etwas altersmilden reichem Rentner noch auf ein wohlwollendes Echo stossen.
    Wenn wir einen zukünftigen Generationenkonflikt entschärfen oder vermeiden wollen, müssen wir heute die Weichen stellen!

  31. Alexander Romero sagt:

    Mir graut das Rentenalter wieder nur mit Existenzminimum leben zu müssen. Somit möchte ich sofern ich fit genug bin auch einer Erwerbsarbeit nachgehen wollen. Es geht nicht an sofern das Rentenalter erreicht wird, eine Deadline ist welche dann Schluss ist und sich zurückziehen muss um den Jungen Platz zu machen. Sofern ich noch fit bin lasse ich mich sicher nicht verdrängen und mit einem Existenzminimum abservieren und sagen lassen. Du Alter hast dein Leben gelebt und es ist die Zeit für dich gekommen zu gehen. Dem will ich selbst eigenhändig ins Jenseits befördern!

  32. hans ulrich schwyzer sagt:

    und jetzt möchte ich gerne die jeweilige (vorallem) FDP, GLP, SVP und BDP ansicht zu dieser absolut beschämenden situation in unserem land hören. ist daran die masseneinwanderung seit der PFZ (oder sogar noch vorher) schuld? gehören diese rentner ausschliesslich zu den nicht-fachkräften? waren sie zeit ihres lebens einfach faul? es darf wirklich nicht wahr sein, dass diese schweizer (ja denn es sind wohl zuallermeist wirklich schweizer, falls irgendwer zweifel hat) die ihr leben lang steuern und sonstige beiträge bezahlt haben, nicht in würde ihren lebensabend geniessen können. ist das einfach freie marktwirtschaft? wenn der profit gesteigert werden und wachstum erwirtschaftet werden soll, gibt es auch verlierer, die man nicht wahrhaben will – hier sind sie nun schwarz auf weiss, unsere grossmütter und -väter. der trickle down effect funktioniert nicht. populisten verdienen populismus.

    • Merten sagt:

      Ja Hr. Schwyzer- jetzt merken plötzlich auch die Sozis, dass die Sozial- und Asylkosten aus dem Ruder laufen und deshalb für CH weniger Geld zur Verfügung steht. Selber schuld !! Die linke Kuschel- und Verschuldungspolitik frisst ihre eigenen Kinder.

    • sonja sagt:

      ja genau ich gehoere leider zu diesem jahrgang denen man die pk gestohlen hat das heist man hat uns frauen die pk verweigert dank dem damaligen super bundesrat. da wir frauen kinder erzog- hatten kamen wir als halbtagsangestellte od- im stundenlohn nie und nimmer in dieses vorgegebene lohnsegment fuer die pk heute muss ich zur strafe mit knapp 3000 sfr vegetieren kk miete und alles andere bezahlrn. vor drei jahren bin ich ueber nacht erblindet konnte am morgen nichts mehr erkennen da ich zuerch. bin aufgewachsen in die schule ging lehre un zueruch gemacht habe. habe ich die stadt gebeten mir eine wohnung zu geben- weil ich mich auskenne u wegen fen oeff. verkehrsmittel wir haben keine und llange wartelisten so bin ich hier im aargau gefangen 1mal in der woche kommt jemand um mit mir eizukaufen. od zum arzt habe 45jahre ahv einbezahlt fuer was eigentlich die gehennach deem motto. nur ein toter renrntner ist ein guter rentner meine schrift blindenschrift bin noch nicht so gut mit demneuen pc system

  33. Rainer sagt:

    Wen wunderts, wenn immer mehr Aktionäre die Lohnkosten der Mitarbeiterbelegschaft drücken um so viel Gewinn wie möglich aus den Betrieben zu pressen. Irgendwann werden diese die Zeche für ihr asoziales Verhalten bezahlen.
    Je weiter die Lohnschere auseinander klafft, je mehr Arme wird es geben und irgendwann werden die sich das nicht mehr gefallen lassen.
    Aktionäre seid gewarnt!!!

  34. Luethi sagt:

    Ich finde es beschämend, dass es für nicht sehr gut verdiendende Schweizer eine “Altersarmut” gibt. Für unsere Asylpolitik hat jedoch die CH genug Geld. Auch Solzialhilfe scheint beim Asylwesen ein Fass ohne Boden, aber immer arbeitende CH, die einfach im Niedriglohngefühge arbeiten haben im Lebensabend zuwenig zum Leben und zuwenig zum Sterben .. einfach sehr sehr Beschämend für unser Sozialsystem.

  35. Armin Koellner sagt:

    Auch bei optimistischer Betrachtung sind die Kosten des Sozialstaats am explodieren. Wer dann noch feststellt das Asylfälle von einem traumhaften Betreuungsangebot profitieren während dessen die Bevölkerungsschicht die alles aufgebaut hat, zur Altersarmut gedrückt wird muss konstatieren dass in Bern wohl alle Sicherungen durchgebrannt sind! Mehrausgaben und Geschenke ans Ausland sowie Subventionierung am laufenden Band sind wichtiger als die eigenen Bürger! Was mir in dieser Betrachtung aber fehlt und wohl bewusst verschwiegen wird (sonst immer ein Thema), sind die Zahlen für “Mann und Frau Altersarmut”. Da die Männer keine Witwerrente beziehen können (ach ja wieder einmal die Lausanner Gerechtigkeit Art8..) sind die Frauen welche die Witwenrente als eigentliche EL beziehen, in dieser Rechnung gar nicht enthalten.

  36. fabian sagt:

    Wahrscheinlich dürfen wir von den bürgerlichen und rechtsbürgerlichen Politikern jetzt wieder hören, dass diese Leute einfach faul seien, Armut gäbe es in der Schweiz nicht.

  37. Bernd Bachmann sagt:

    Mit einer Million kann man sich eine Rente von ca. 4000 Franken / Monat finanzieren. “Reich” stelle ich mir anders vor.

    • Susanne sagt:

      Zusammen mit der AHV reicht das alleweil und sonst muss man eben seine Wohnsituation und seinen Konsum z.B. von Alkohol, Zigaretten und Beiz… einschränken! Für die Armen, welche aus unverschuldeten Gründen in diese Situation sind gibt’s EL! Wieso tun sich Alleinstehende nicht mehr in WG’s zusammen, was die Situation verbessern würde! Eigenverantwortung wäre das A und O anstatt immer bei den Reichen die Schuld suchen!

  38. welschfreundlich sagt:

    Es ist mir unverständlich, dass EL gewährt wird, wenn das ausbezahlte Pensionskassengeld verbraucht ist. PK-Gelder sollten nicht ausbezahlt werden dürfen. Die zwei Säulen würden garantiert für den Lebensunterhalt/-aufwand ausreichen. Über Steuergelder den Unterhalt zu finanzieren, sollte so weit wie möglich vermieden werden.

    • Max Zürcher sagt:

      Haben Sie sich schon einmal überlegt, wieviel PK Leute, die ein Leben lang im Tieflohnbereich schuften mussten, auf dem Bau, Im Detailhandel, in Spitälern usw,. bekommen? Oder Frauen und Männer, die aus verständlichen Gründen nur Teilzeit arbeiten konnten (Kindererziehung)? Die haben dann erstens nur eine reduzierte AHV und nur eine sehr kleine oder gar keine PK! Davon sind Zehntausende betroffen! Und jetzt bitte nicht wieder das Argument, sie hätten sich ja weiterbilden können und so einen besser bezahlten Job gefunden. Es kann nicht jeder einen gut dotierten Akademikerjob erlangen.

  39. Bruno Dreier sagt:

    So lange die Schweiz x-tausende von eingewanderten Personen finanzieren kann sollte es doch überhaupt
    kein Problem sein auch den Menschen die hier aufgewachsen sind einen anständigen Lebensabend zu finanzieren, oder? Wenn das nicht möglich ist dann haben einfach unsere reichen Politiker versagt und setzen sich nur für sich selber ein!

  40. Roland K. Moser sagt:

    Die Mittel werden halt für die armen Flüchtlinge und armen Asylbewerber gebraucht. Für Schweizer hat es kein Geld mehr. Die Alten, welche jetzt von der Armut betroffen sind, haben während der letzten 30 Jahre mit ihren Wahlen dafür gesorgt.
    Und die Verwaltung hat sich längst verselbständigt und ist nicht mehr unter Kontrolle der StimmbürgerInnen.
    Freude herrscht, was da noch kommt!

  41. gerber oscar sagt:

    Die Sauerei ist doch schlicht und einfach, dass es Leute gibt, die keine grosse zweite und dritte Säule haben und dann bei Paaren im Pensionsalter die Rente gekürzt wird (Splitting), auch wenn beide das Leben lang gearbeitet und AHV-Beiträge bezahlt haben.