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Jedes zehnte Kind wird abgetrieben

Von Iwan Städler, 10. Juni 2014 147 Kommentare »
In der Schweiz enden rund zehn Prozent der Schwangerschaften in einem Abbruch. Frauen unter 20 Jahren treiben gar in jedem zweiten Fall ab. Und zwischen den Kantonen gibt es riesige Unterschiede.

Im Durchschnitt wird in der Schweiz jede zehnte Schwangerschaft abgebrochen. Dieser Wert variiert von Kanton zu Kanton stark. So treiben etwa Genferinnen neunmal häufiger ab als Appenzellerinnen. Dies ergibt sich aus den neusten Zahlen, die das Bundesamt für Statistik (BFS) gestern veröffentlicht hat. Dabei stützen sich die Statistiker nicht etwa auf eine Umfrage, sondern auf eine Vollerhebung. Denn wer in der Schweiz einen Schwangerschaftsabbruch vornimmt, muss diesen melden.

In der Regel wird die Abtreibungsrate – wie international üblich – pro 1000 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren ausgewiesen. Aufschlussreicher ist aber ein Vergleich der Schwangerschaftsabbrüche mit der Zahl der Geburten. So lässt sich ermitteln, welcher Anteil der Kinder abgetrieben wird.

In der Schweiz kam es 2013 zu 10’444 Abbrüchen und 82’000 Lebendgeburten. Das ergibt zusammen 92’444 Schwangerschaften. Stellt man diese in Relation zu den Abtreibungen, kommt man auf 11 Prozent der Schwangerschaften, die abgebrochen wurden. Nicht berücksichtigt sind dabei die Totgeburten. Sie werden vom BFS erst ab der 22. Schwangerschaftswoche erhoben und belaufen sich auf rund 0,4 Prozent der Schwangerschaften. In den Wochen zuvor sind sie häufiger, verändern die Abtreibungsquote aber nicht stark. Um auf der sicheren Seite zu sein, runden wir das Ergebnis und sprechen von jeder zehnten Schwangerschaft, die in der Schweiz abgebrochen wird.

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Ein Blick auf die Abtreibungsquoten in den Kantonen zeigt enorme regionale Unterschiede. Die höchste Quote weist Genf aus. Dort wird fast jede fünfte Schwangerschaft abgebrochen. In Zürich und Bern ist es etwa jede zehnte, in Appenzell Innerrhoden jede fünfzigste. All diese Zahlen richten sich nach dem Wohnkanton der Frauen, sind also nicht durch eine allfällige ausserkantonale Abtreibung verzerrt.

Nebst Appenzell Innerrhoden weisen auch die Kantone Uri, Nidwalden, Zug, Obwalden und Schwyz tiefe Abtreibungsquoten auf. Sie sind allesamt katholisch geprägt. Und das ist kein Zufall: In katholischen Kantonen kommt es tendenziell weniger oft zu Schwangerschaftsabbrüchen als in protestantischen.

Stellt man die kantonalen Abtreibungsquoten in einer Karte dar, zeigen sich auch sprachregionale Unterschiede: In der Westschweiz und im Tessin sind Schwangerschaftsabbrüche klar häufiger als in der Deutschschweiz.

Entscheidend ist ferner das Alter der Frauen. Bei den 15- bis 19-Jährigen ist der Anteil der abgebrochenen Schwangerschaften deutlich höher. Um diese Abtreibungsquote berechnen zu können, müssen wir auf die Daten von 2012 zurückgreifen. Denn die Geburten des Jahres 2013 hat das BFS noch nicht nach Alter aufgeschlüsselt.

2012 kamen bei den 15- bis 19-Jährigen 937 Abbrüche auf 521 Geburten. Direkt vergleichen lassen sich diese Zahlen aber nicht. Denn man muss aufpassen: Eine Frau, die mit 19 Jahren ein Kind abtreibt, könnte bereits 20-jährig sein, wenn sie das Kind zur Welt brächte. Für einen sinnvollen Vergleich müssen wir also einen Teil der Geburten der 20-Jährigen miteinbeziehen.

Um auf der vorsichtigen Seite zu sein, tun wir dies gleich für acht Monate und rechnen folglich acht Zwölftel der Geburten der 20-Jährigen hinzu. So kommt man auf insgesamt 916 Geburten. Setzt man diese Zahl in Relation zu den 937 Abbrüchen, so zeigt sich: Bei den 15- bis 19-Jährigen werden 51 von 100 Schwangerschaften abgebrochen. Auch hier sind die nicht erfassten Totgeburten unberücksichtigt geblieben. Vereinfacht lässt sich aber festhalten: 15- bis 19-Jährige treiben in jedem zweiten Fall ab.

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Die jungen Frauen haben also eine deutlich höhere Abtreibungsquote als ihre älteren Kolleginnen. Betrachtet man jedoch die international übliche Abtreibungsrate pro 1000 Frauen der jeweiligen Altersklasse, zeigt sich ein anderes Bild: Bei den 15- bis 19-Jährigen trieben im vergangenen Jahr 4 von 1000 Frauen ab, über alle Altersklassen hinweg kommt das BFS dagegen auf 6,4 Schwangerschaftsabbrüche pro 1000 Frauen zwischen 15 und 44 Jahren.

Wie ist das möglich? Warum haben junge Frauen eine höhere Abtreibungsquote pro Schwangerschaft und gleichzeitig eine tiefere Abtreibungsrate pro 1000 Frauen? Ganz einfach: Weil sie weniger häufig schwanger werden. Wenn sie dagegen einmal schwanger sind, entscheiden sie sich häufiger für einen Abbruch.

Am extremsten zeigt sich dies bei den unter 16-jährigen Frauen. 89-mal haben sie 2012 abtreiben lassen – bei 20 Geburten (in dieser Zahl sind acht Zwölftel der Geburten der 16-Jährigen bereits enthalten). Das ergibt eine Abtreibungsquote von 82 Prozent. Wobei auch hier wegen der Fehlgeburten eine Unschärfe besteht. Vereinfacht kann man aber festhalten: Unter 16-Jährige treiben in vier von fünf Fällen ab.

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Besonders häufig entscheiden sich Ausländerinnen für einen Schwangerschaftsabbruch. Auch dies lässt sich statistisch erhärten. Zwar lassen nicht alle Kantone erfassen, ob eine Abtreibung bei einer Schweizerin oder einer Ausländerin durchgeführt wird. Jene 13 Kantone, die dies tun, weisen aber für ausländische Frauen etwa gleich viele Abtreibungen aus wie für Schweizerinnen – obwohl die Ausländerinnen nur 29 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 44 Jahren ausmachen.

Die Abbruchrate der ausländischen Frauen ist also zwei- bis dreimal so hoch wie jene der Frauen mit Schweizer Pass. Dies liegt unter anderem daran, dass Ausländerinnen weniger gut aufgeklärt sind und weniger Verhütungsmittel brauchen als ihre Schweizer Kolleginnen. Auch kulturelle Einstellungen spielen eine Rolle.

Die meisten Frauen treiben spätestens in der achten Schwangerschaftswoche ab. Nur wenige Abbrüche erfolgen erst nach der 12. Woche. Dies hat auch rechtliche Gründe: Ab der 13. Woche ist eine Abtreibung nur noch erlaubt, wenn die Frau durch die Schwangerschaft gefährdet ist.

Zwei Drittel der Eingriffe erfolgen mittels Medikamenten. Sie bewirken, dass die Entwicklung der Frucht gestoppt und diese ausgestossen wird. Beim restlichen Drittel wird der Inhalt der Gebärmutterhöhle in der Regel abgesaugt.

Insgesamt ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in den letzten Jahren leicht gesunken.

Markanter ist der Rückgang bei den 15- bis 19-Jährigen. In dieser Altersklasse reduzierte sich die Zahl der Abtreibungen seit 2009 um 23 Prozent. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass junge Frauen immer weniger schwanger werden. Der Anteil der abgebrochenen Schwangerschaften ist dagegen seit Jahren stabil – zumindest bis 2012. Für 2013 liegen wie erwähnt noch keine Zahlen vor.

Im internationalen Vergleich weist die Schweiz eine der tiefsten Abtreibungsraten auf. Während hier 6,4 von 1000 Frauen zwischen 15 und 44 Jahren eine Schwangerschaft abbrechen, sind es in Deutschland 7,2, in Italien 9,6, in Frankreich 17,4, in Schweden 20,7 und in Russland gar 31,3.

147 Kommentare zu “Jedes zehnte Kind wird abgetrieben”

  1. Walter sagt:

    Mal Hand aufs Herz: Wer hat nur Sex rein zur Fortpflanzung?
    Meine Freundin und ich jedenfalls nicht! Wir genießen unser Sexleben in vollen Zügen. Weil kein Verhütungsmittel 100% sicher ist, sind wir froh, ein allenfalls ungewollt gezeugtes Kind abtreiben zu können. Schon in alten Zeiten wurde abgetrieben und wie: Mit fragwürdigen chemischen Substanzen oder dubiosen mechanischen Methoden wurde versucht, den Embryo zu töten. Oft kam es vor, dass er die Prozedur mehr oder weniger stark verletzt überlebte und in der Folge ein behindertes Kind geboren wurde. Dass die abtreibende Frau bei diesem Eingriff erhebliche gesundheitliche Risiken einging, kam noch dazu.
    Die heutzutage angewandten Abtreibungsmethoden -ob chemisch oder mechanisch durch Absaugung- töten den Embryo sicher, schnell und schmerzlos und für die Frauen bestehen kaum mehr gesundheitliche Risiken.

  2. Maria Lentner sagt:

    “Ich kann es mir nicht leisten (!) ein behindertes Kind großzuziehen.”
    “Dieses Kind passt nicht in meine Lebenssituation”

    Nun gut, aber das Kind ist schon da. Das Töten eines unschuldigen Menschen ist es trotzdem. Die Verurteilung eines sinnlosen Tötens, gar eines richtigen Abschlachtens von unschuldigen Menschen hat nicht mit Oberaltruismus zu tun. Sie ist die natürliche Reaktion eines vernünftig denkenden und fühlenden Menschens auf ein großes Unrecht.

    Mal angenommen: Ich habe zwei Geschwister einer davon schwer krank, “Lebensqualität gemindert” oder noch besser: “Nicht lebenswert” – würde meine Mutter das Messer zücken oder mein Geschwisterkind mit Gift oder Säure umbringen – wäre das gerechtfertigt?

    “Es” passt halt nicht in die Lebenssituation.
    “Es” ist nicht lebenswert. (Schon mal gehört?)

    Die Verantwortung füreinander und für ein mögliches Kind, übernehmen die Partner schon in dem Moment, in welchem diese sich bei Vollbesitz ihrer Sinneskräfte zum Beischlaf entscheiden.

    Den Mythos von hormongesteuerten Tieren, die halt nicht anders können und ” es einfach passiert” – ist ein Mythos der Bequemlichkeit.
    Psychosexuell REIF ist ein Erwachsener oder junger Erwachsener ab dem Moment, indem er Verantwortung für sein Handeln übernehmen kann.
    Und Verantwortung ist nicht nur eine Sache der Frau, die bei der geschlechtlichen Vereinigung oftmals viel mehr an den Partner von sich hingibt, als so mancher Mann, der sie nur als Objekt betrachtet.
    Schnell hat er sich der Verantwortung entzogen, indem er sie unter Druck setzt “es weg zu machen” und sogar Geld dafür ausgibt – nur um sich nicht der Verantwortung zu stellen. Die Frau steht dann allein und ohne Unterstützung da, sie wird in vielen Fällen das Trauma dieser achso “kleinen Aktion” (Mann) ihr Leben lang tragen müssen. Eventuelle Perforationen und andere “Missgeschicke” beim “Eingriff ebenfalls. Männer können solche Feiglinge sein.

    Wir fordern immer mehr freien Sex für alle, sexualisieren schon die Kleinsten, setzen sie mit täglichen Hormonbomben unter ständiger Triebbereitschaft und wundern uns warum sie dann schwanger werden und noch mehr: Wir wundern uns über immer schamlosere und unerziehbare Kinder.

    Wer aber schon reif genug ist miteinander zu schlafen, also sich fleischlich in der höchsten Ausdrucksform geschlechtlicher Hingabe zu vereinigen, der sollte auch für reif genug gehalten werden die damit verbundene Verantwortung für die andere Person, für sich und für den daraus entstandenen dritten Menschen zu übernehmen.

    Liebe und Sex bedeuten Verantwortung. Erwachsen und reif werden schließt die Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme mit ein.

    • Walter sagt:

      Ihrer Meinung nach sollte nur Sex haben, wer dazu bereit ist, auch ungewollt gezeugte Kinder in die Welt zu setzen. Eigentlich schade, wenn man weiss, wie schön das Sexualleben auch ohne Kinderwunsch ist. Verhütungspannen kann es jederzeit geben, deshalb ist und bleibt die Möglichkeit der Abtreibung so wichtig.

      • Martin sagt:

        Wer Liebe und Sex trennt ist ein Egoist: Voraussetzung zu Sex ist Liebe, Voraussetzung zu Liebe ist Verantwortung für das Gegenüber und das möglicherweise gezeugte Kind.
        Sex und Spass um jeden Preis – auch wenn nachher getötet werden muss? Der Begriff Schwangerschaftsabbruch ist da schon falsch, denn es ist ein brutales Töten eines Menschen (so wie erweiterte Verhörmethoden richtigerweise Folter heisst).
        Ich glaube, dass wir uns es zu einfach machen auf Kosten der wehrlosesten. Das ist und bleibt Unrecht.

        • Walter sagt:

          Liebe und Sex gehören ganz klar zusammen, aber das heißt noch lange nicht, dass ungewollt gezeugte Kinder zwingend geboren werden müssen.

  3. aemi sagt:

    Ich habe viele Frauen durch den Abtreibungs process begleitet (20 jahre lang) nur eine frau hat mir das gefuehl gegeben diese endscheidung auf die leichte schulter zu nehmen. einige frauen haben sich fuer das kind endschieden nachdem ich einfach zugehoert habe. jede geschichte ist so individuell und vielseitig und jede geschichte der einzelnen frauen sind Ernst zu nehmen. ich kann verstehen dass sich di frage stellt warum so viele ungewollte schwangerschaften entstehen in der heutigen Aufklaerungszeit und moeglichkeiten der verhuetung. Und trotzdem gibt es undenkbare geschichten dass sich ein kind anmelded gegen alle verhuetungs moeglichkeiten. Ich selber bin froh und dankbar dass ich in meinem leben nie vor dieser endscheidung stehen musste. ich Weiss dass ich mich auf jeden fall fuer das kind endschieden haette auch wenn ich alle frauen welche sich gegen ein Kind endschieden haben respektiert und zum teil mit ihnen mitgelitten habe. wir sollten nicht urteilen nach statistiken dahinter koennen sehr verzweifelnde geschichten stehen. es gibt fuer mich keine “Schwarz und Weiss” endscheidungen. .

  4. Walter sagt:

    Ein Kind abzutreiben, dessen Entstehung mit effizienten Verhütungsmitteln verhindert werden sollte, erachtet ich als unbedenklich. Denn Sex soll jede Meng Spass machen, ohne dabei Gefahr zu laufen, ungewollt Kinder in die Welt setzen zu müssen.

  5. Tina sagt:

    Über den Titel lässt sich streiten. Die Interpretation nach katholisch-konservativen Konatonen und protestantischen Kantonen (dass erstere eine niedrige Abtreibungsquote haben) ist aber natürlich nur bedingt richtig. Verfälscht wird das durch die ländlichen Kantone (die meist katholisch sind). Über Abtreibung oder Geburt entscheidet häufig auch die Lebenssituation. Z.B. ganz unwissenschaftlich meine persönlichen Erfahrungen: Während meines Studiums, immerhin knapp 6 Jahre, hat genau eine aus meinem näheren Freundeskreis ein Kind bekommen. Von Freundinnen mit denen ich eher eng bin und die es mir erzählt haben, weiss ich, dass insgesamt vier in ihrer Studienzeit abgetrieben haben. D.h. würde ich diese Zahlen hochrechnen, dann endet eine Schwangerschaft bei einer Studentin in vier von fünf Fällen mit einem Abbruch. In der Alterskategorie 20-27. Also grad reziprok im Vergleich zur übrigen Bevölkerung. Die Statistik erhebt ja nicht, ob es in Genf eine Jurassierin oder in Zürich eine Appenzellerin ist, die dort wohnt, studiert und abtreibt. Ähnliches mag auch für Ausländerinnen gelten. Eine Deutsche die zwecks Studium für drei Jahre in Zürich ist oder wegen Arbeit vorübergehend zwei Jahre in der Schweiz lebt, ist eben häufiger in der Situation, dass sie noch keine Kinder plant, als “Eingessene”. Es mag annähernd stimmen, dass Konfession eine Rolle spielen und in bestimmten Kulturkreisen mit Verhütung und Abtreibung anders umgegangen wird. Aber um stichfeste Aussagen zu treffen, müsste eben auch Herkunft (nach Kanton und Land) mit der Lebenssituation aufgenommen werden. Oder gleich auch die Konfession

  6. urs lehmann sagt:

    Im Allgemeinen geht höherer Wohlstand mit weniger Kindern einher, diese inverse Korrelation kann weltweit beobachtet werden. Das würde bei uns eigentlich eine höhere Abtreibungsquote erwarten lassen als im angrenzenden Ausland.

    Deshalb frage ich mich, ob hierzulande vieilleicht die Anzahl unerwünschter Schwangerschaften tiefer ist, weshalb dann auch die Abtreibungsquote (trotz höherem Wohlstand) tiefer ausfällt.

    Hierzu ein Bsp (mit völlig willkürlich gewählten Zahlen):
    Angenommen, in CH und DE stammen je 5% aller Geburten aus ungewollten Schwangerschaften. Weiter angenommen, in der CH werde relativ viel verhütet, darum “bloss” 15% aller Schw. ungewollt, Abtreibungsquote somit 10%. In DE hingegen werde weniger verhütet, darum 20% aller Schw. ungewollt, somit Abtreiungsquote 15%.

    Deshalb hätte mich auch die tatsächliche (nicht die behauptete) Verwendung von Verhütungsmitteln interessiert. Da man schlecht ins Schlafzimmer schauen kann, könnten ersatzweise bspw die Verkaufszahlen pro Kopf herangezogen werden.

  7. Fritz Hänni sagt:

    Die Schlagzeile suggeriert eine enorme Zahl von Schwangerschaftsabbrüchen. Und ganz verschämt liest man dann im Text, dass diese in den letzten Jahren zurückgegangen sind.
    Wäre nicht das eine Schlagzeile wert gewesen?

  8. fabian sagt:

    Finde den Grossteil der moralisierenden Beiträge hier (‘Das Leben beginnt schon als Embryo’) extrem heuchlerisch. Sobald nämlich ein solches Leben nicht mehr in der Schweiz und gar noch mit einer anderen Hautfarbe auftritt, ist es denselben bürgerlich-konservativen Moralaposteln keine 10 Cents mehr wert.

  9. Kathrin sagt:

    Ein Kind kann, auch wenn es “ungeplant” kommt, d.h. so wie es in der fast ganzen Menschengeschichte bisher der Fall war, eine Bereicherung, eine Chance, ein Wendepunkt, eine Energiequelle, ein Hoffnungsträger, ein Glücksfall und ein Sonnenschein sein, für seine Mutter und viele andere Mitmenschen, auch wenn der Schock über die “ungeplante” Schwangerschaft bei der Mutter in spe im ersten Moment ganz tief sitzt. Ich kenne so viele Frauen in wirklich schweren Lebenslagen, die nach dem ersten Schreck “Ja” zu einem ungeplanten Kind gesagt haben, obwohl die Bedingungen alles andere als optimal waren und später realisiert haben, dass es die beste Entscheidung ihres Lebens war. Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, diese kleinen Mitmenschen und ihre Mütter zu schützen, anstatt Wege zu suchen, um sie möglich schnell loszuwerden.

    • Martin sagt:

      Leider sieht dies die Mehrheit der Spass und Spielgesellschaft nicht so.

      • Elsbeth sagt:

        Es gibt diverse Gründe, sich für oder gegen ein ungewolltes Kind zu entscheiden. Das hat nicht zwingend etwas mit Spiel- und Spassgesellschaft zu tun, die sich aus ihrer Verantwortung ziehen möchte. Es gibt Frauen, die einfach kein Kind von einem Mann wollen, der das Kind nicht will und sie selbst vielleicht ein ungewolltes Kind waren, das letztendlich darunter leiden musste. Wie heisst es so schön: “Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr”. Manchmal ist es verantwortungsbewusster, ein Kind erst gar nicht in die Welt zu setzen als das Kind mit lebensunwürdigen Lebensumständen konfrontieren zu müssen.

  10. Es ist erstaunlich – und doch wieder auch nicht – dass die Konfession bei der Analyse der Unterschiede aussen vor gelassen wird. Der Fall der beiden Appenzell: katholisch Innerrhoden (2,2) reformiert Ausserrhoden (7,3) legt doch nahe, dass die Konfession einen entscheidenden Anteil am Unterschied unter den Kantonen hat: wohl mehr noch als Stadt-Land oder deutsch-romanisch-Unterschied. Die Kantone mit niederen Abtreibungsraten sind ehemals rein katholische Stände (<7), zwischen 7 und 10 haben gemischte Kantone (AG, TG, GL, GR) oder urbane katholische Kantone (FR, LU). Die ehemals rein protestantischen Kantone (ZH, BE, BS, BL, GE, NE, VD, SH) haben durchs Band (mit Aussnahme von AR) über 10. Es bleibt die "Anomalie Tessin" zu erklären. Sie könnte dafür sprechen, dass romanisch-germanisch eben auch ein massiver Faktor ist. Die Argumentation beisst sich insofern etwas, dass eher ländliche Kantone im 16. Jahrhundet eher katholisch blieben und die Städte vor allem reformiert wurden (BE, ZH, GE, NE, SH).

  11. Hendrik sagt:

    Ich weiß gar nicht warum hier so viel rum gemeckert wird! Ich kann die Frauen verstehen, die mit 17 oder Anfang 20 noch kein eigens Kind wollen und es ist doch auch besser dieses abzutreiben als ständig bei der Oma zu lassen! Vor allem sollten wir das Finanzielle betrachten! Ach und übrigens an all die Trolle hier, was ist euer erster Gedanke wenn ihr eine 17 jährige Mutter auf der Straße sieht?………….. ja richtig!

    • Margot sagt:

      Man muss nur mal die Kommentare vom Bericht “Mütter werden rechtlich benachteiligt” lesen, viele von denen toben sich hier mit “Mord” aus! Verlogene Doppelmoral.

    • Marco Buergi sagt:

      Wer gibt jemandem das Recht welches Kind leben darf und welches abgetrieben wird.Jedes Kind sollte ein Recht darauf haben zu leben. Selbstbestimmung ist gar keine wenn es um das Recht auf Leben geht. Ach ich fühle mich auch als Troll! Wenn ich eine 17 Jährige Mutter auf der Strasse sehe,denke ich toll sie hat nicht abgetrieben und dem Kind eine Chance gegeben.

    • Ruth Van sagt:

      Ich bin einverstanden. Es ist besser, dass junge Mädchen noch nicht Mutter werden, deshalb sollte man vermehrt auf Verhútung bauen und diese von den Krankenkassen bezahlen. Leider ist das nicht so, sondern die Krankenkassen zahlen Verhütung nicht, jedoch Abtreibung schon. Das finde ich eine verkehrte Welt!

    • Marianne sagt:

      Ja, ich kann verstehen, dass eine 18jährige kein Kind will. Aber im Zeitalter von Babyklappe, anonymer Geburt usw. gibt es keinen Grund ein unschuldiges Wesen zu ermorden, weil man seine Gelüste nicht im Griff hat.

  12. Stefan Huber sagt:

    An Alle die sich hier entrüsten. Sie sollten froh sein, dass die Schweizerinen genug Verantwortungsbewustsein besitzen um unangenehme Entscheidungen zu treffen. Besser kein Kind als eines das ungewollt und finanziell nicht tragbar ist. Bei der momentanen Bevölkerungsexplosion sollten Menschen die sich gegen die eigene weitergabe ihrer Gene entscheiden als Vorbilder dienen. Behaltet eure Religion für euch, da gehört sie nämlich hin.

    • Nicolas Pidoula sagt:

      So was kann ja wohl nur ein Mann schreiben! Wer, bitteschön, schwängert denn und gibt so die Gene denn weiter? Was hat das mit Religion zu tun? Wohl doch eher mit einem selbstherrlichen Lust-Ego. Und die Frauen dürfen dann sauber machen, während Mann von Übervölkerung und ähnlichem Schmarren schwadroniert. Unangenehm für die Frau aber verantwortungsvoll – aha… Wem gegenüber schon wieder ?? Aber wo bleibt der Mann, der den Reissverscluss der Hose nicht oben lassen konnte, beim Portemonnaie dann aber sehr wohl?? Hier entlarvt sich einer selber. Dumm gelaufen für das Kind.

  13. Frank Baum sagt:

    Die Linken wollen uns glauben machen, dass alle Abtreibungen nmur aus der Not geschehen. Das sei alles. Die Zahlen hier zeigen das Gegenteil. Es hat nichts mit einer Notsituation zu tun. Die Leute spielen einfach heutzutage gerne mit dem Leben, um den eigenen Egoismus in vollen Zügen auszuleben. Das ist widerlich. Die linken Heuchler faseln immer gerne vom Kindswohl, zucken dann aber völlig unbeeindruckt mit den Schultern, wenn es um massenhaften Kindsmord geht, wie man hier sieht.

    • S. Kohler sagt:

      Wer auch hier noch die dümmliche Links-Rechts-Schiene fährt, hat jegliche Beachtung und Glaubwürdigkeit verspielt, dafür jegliche Verachtung verdient. Typisch Baum, typisch SVP. Es geht um Menschen und ihre Schicksale, aber da waren die Rechtsnazionalen ja noch nie wirklich gut, die kennen nur das Volch, das reicht denen auch schon…

    • Thomas Maurer sagt:

      Noch verlogener sind die Linken, wenn es um Verhütung in Dritt-Welt-Staaten geht: Da wird dann gerne mal die Rassismus-Keule ausgepackt, wenn man versucht, darzulegen, warum Afrikanerinnen nicht durchschnittlich zehn Kinder bekommen sollen.

      • Didier sagt:

        Das Niveau wird so erbärmlich, ich überlasse die Inzest-Ideologen sich selbst und den bemitleidenswerten Redakteuren. Danke

    • Frank Baum sagt:

      @Kohler: Nein, es geht nicht um Schicksale – das ist ja die Lüge der Linken. Es geht um Lifestyle und genau das beweisen diese Zahlen. Oder wollen Sie allen ernstes behaupten, die Not in Genf sei 5x so gross wie in der Innerschweiz? Nein, das ist sie nicht. Die Einstellung zu Leben und Selbstverantwortung ist einfach eine andere. Interessanterweise interessieren sich die Linken nie für das Schicksal des Kindes. Sie sind an Heuchelei nicht zu überbieten.

  14. Tamara Kern sagt:

    “Jedes zehnte Kind wird abgetrieben” kommt wieder einmal tief aus dem Thinktank der Tagesanzeiger Schlagzeilenzuspitzabteilung. Wer ein Kind abtreibt kommt zurecht ins Gefängnis. Hier geht es um das Abtreiben von befruchteten Eizellen und Embryonen im Frühstadium. Ein kleiner Unterschied. Ja? Einverstanden?

    • Thomas Maurer sagt:

      Nein, Frau Kern, nicht einverstanden! Ob Embryo oder befruchtete Eizelle, es wird bei einer Abtreibung IMMER ein Mensch getötet.

  15. Silas Deutscher sagt:

    Ein Armutszeugnis. Die Schweiz schafft es als eines der reichsten Länder nicht, ihr eigenes Volk in seiner schwächsten Phase (vorgeburtliche Entwicklung) gesetzlich zu schützen. Dass dies eine ethische Verwahrlosung sondergleichen ist “schläggt kei Gais wäg”.

  16. Isabella Mani sagt:

    Leben, also ein Kind, entsteht schon bei der Befruchtung der Eizelle, nicht erst bei der Geburt! Darüber gibt es unzählige Bücher, Artikel, Internet-Beiträge, Fotos und Filme, welche dies belegen. Man muss sich nur damit befassen. Albert Schweizers Credo lautete: “Ehrfurcht vor dem Leben”. Es hat auch heute noch Gültigkeit!

    • Adrian Wehrli sagt:

      Also ist die Pille Mord! Und Verhütung ist vorsätzlicher Mord! Jesus, hast du geglaubt dass Deine Jünger mal so einen Stumpfsinn von sich geben werden? Da kriegt ja sogar der Papsts noch Hämorrhiden.

      • Ruth Van sagt:

        Herr Wehrli, lesen Sie noch mal alles genau: Pille verhindert eben Befruchtung, sowie andere Verhütungsmittel. Also wird keine Eizelle befruchtet… Schauen Sie mal etwas in die Búcher und dann reden Sie weniger Stumpsinn.

      • Maria Lentner sagt:

        1. Unter Umständen. Abtreibung ist nämlich neben der Verhinderung des Eisprungs die Hauptwirkung.
        2. Wieso bringen sie “Jesus” und “Päpste” ins Spiel? Kreieren sie etwa Gegner und fiktive Gegenpositionen zu Ihrer, um sich nicht mit den realen Argumenten zu befassen?
        3. Der Mensch entwickelt sich von Anfang an als Mensch, er mutiert nicht vom Frosch oder Affen plötzlich zu einem Menschen. Die Entwicklung als Mensch – also von Anfang an zugehörig zur selben Spezies ist kontiniuierlich und dauert ein Leben lang an.

        Wenn Sie nun das Personsein – wie Peter Singer (der im übrigen die Tatsache des Menschseinsvernünftigerweise in nicht abstreitet) – bestreiten wollen, so müssen Sie einen Zeitpunkt setzen. Einen Zeitpunkt den Sie nicht empirisch bestimmen können.
        Versuchen Sie einmal Personsein zu messen oder im Labor zu simulieren. Das bedeutet: Sie setzen einen willkürlichen Zeitpunkt.
        Und genau hier können Ideologen ansetzen und Raster erstellen, durch welche jene hindurchfallen, die aus Ihrer Sicht hindurchfallen sollen.
        Das können u.a. Schlafende, Menschen im irreversiblen Koma, Ungeborene, Geborene, Behinderte, politisch unbequeme, psychisch Behinderte sein.
        Diese Ideologen trennen das Personsein vom Menschsein und machen keine Angaben darüber warum.
        Diese Trennung ist verhängnisvoll. Denn von der Bestimmung der Person hängt die Menschenwürde ab, und diese wird von einigen vereinnahmt, um sie anderen abzusprechen.

        Und genau dann, wenn die Willkür von einigen wenigen mit Macht über den Lebenswert von vielen ohne Wehr entscheidet, müssten – zumindest bei jedem Deutschen und Österreicher- die Alarmglocken angehen.

  17. josy sagt:

    ein Volk,das seine eigenen Kinder ermordet ist auch zu ALLEM Anderen fàhig ! Die Strafe wird nicht ausbleiben !! Aber den Zusammenhang wird es nicht erkennen … WEHE,WEHE

  18. Andreas Kaufmann sagt:

    Früher gab es in vielen Kulturen den Infantizid. Als besonders schrecklich empfinden wir, wenn kleine Kinder einem Götzen wie z.B. dem Moloch geopfert wurden. Leider sind diese Zeiten nicht vorbei. Lediglich die Praxis hat sich geändert…
    Heute wird in der Schweiz jedes 10. Kind abgetrieben. Weshalb? Weil es gerade nicht in dieLebenssituation passt. Besonders perfid: Es ist für das Kind besser, wenn es gar nicht auf die Welt kommt. Anders ausgedrück könnte man es auch so sagen: Wir “opfern” jedes 10. Kind den “Götzen” Karriere, Selbstverwirklichung, Egoismus oder Hedonismus!
    Dabei beruhigen wir unser Gewissen, indem wir sagen, dass es ja nur ein Zellklumpen ist, und dass viele Embryos auch natürlicherweise absterben. Doch dabei blenden wir aus, dass so eine Fehlgeburt für viele Frauen ein trauriges Erlebnis ist. Umso traumatischer kann es werden, wenn man die “Fehlgeburt” selber auslöst. Viele Frauen werden nach einer Abtreibung von Reue und Gewissensbissen geplagt.

  19. Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Mir ist klar, dass solche Entscheidungen nicht leichtfertig getroffen werden, auch wenn sie ganz leicht durchgesetzt werden können.Ebenso schwierig ist die spezielle Frage, behindertes Leben tragen und ertragen zu können. Dennoch: Jedes Jahr geht eine Kleinstadt wie Rheinfelden oder Birsfelden an Menschenleben verloren. Niemand singt diesen Kindern ein Lied, gibt ihnen einen Namen, eine Hoffnung. Niemand traut ihnen zu, dass sie den Weg finden können, auch wenn die Lebensumstände schwierig sind. Ich selber bin so ein Kind und unendlich dankbar, dass meine verzweifelte Mutter nie am Wert des Lebens gezweifelt hat. Heute darf ich vielen Menschen diese Hoffnung weitergeben. Als Ehemann, Familienvater – behindertes Kind inklusive -, als Pfarrer und Seelsorger.

  20. Walter sagt:

    Wer verhütet, will zu diesem Zeitpunkt keine Kinder. Wenn das angewandte Verhütungsmittel versagt hat, ist es gut, das Kind abtreiben zu können, denn hätte das Mittel nicht versagt, wäre das ungewollte Kind gar nicht erst entstanden.

  21. Anna sagt:

    Das sind nur Zahlen. Man müsste auch die Hintergründe der Abtreibungen kennen, um sich ein wirkliches Bild machen zu können. Die Zahlen sprechen aber in dem Sinne, dass offensichtlich Verhütung doch noch häufig versagt, wobei auch hier die Gründe im Dunkeln bleiben. Man wird den Eindruck nicht los, dass ein gezeugtes Kind, sobald es nicht zum eigenen Lebensentwurf passt, zum Wegwerfgegenstand geworden ist. Menschliches Leben auf dem Trümmerhaufen einer rücksichtslosen Wohlstands-Gesellschaft, die auf nichts verzichten will und alles Unberechenbare aus dem Weg schafft.

    • Ruth Van sagt:

      GEnau Zahlen: Eine Abtreibung wird von den Krankenkassen bezahl, während Verhütung eben nicht bezahlt wird…

  22. Manuel M sagt:

    Die Abtreibung sollte die letzte Möglichkeit sein, wenn alle anderen “Stricke” gerissen haben. Dementsprechend ist eine tiefe Zahl natürlich wünschenswert.
    Die Zahl der Abreibungen insgesamt denjenigen der Geburten gegenüberzustellen macht durchaus Sinn (1 von 10 wird unterbrochen) – allerdings kaum in der Gruppe der unter 19-Jährigen:
    Hier ist der Trend doch klar und erfreulich: Weniger ungewollte Schwangerschaften und damit weniger Abreibungen.
    (-23% in nur 5 Jahren!)
    Da soll mal noch einer sagen die heutige Jugend sei unvernünftig!

    Markanter ist der Rückgang bei den 15- bis 19-Jährigen. In dieser Altersklasse reduzierte sich die Zahl der Abtreibungen seit 2009 um 23 Prozent.

  23. Philipp Rittermann sagt:

    die statistik zeigt eines ganz klar. in den ländlichen und bodenständigen kantonen wird weit weniger abgetrieben. da muss man als familie noch zusammenhalten. die hohen abtreibungsraten in der ch sind klar ein auswuchs unserer wohlstands-degeneration. egoismus und verantwortungslosigkeit führen dazu, dass man unbedingt kinder will, aber natürlich in keinster art und weise kompromisse im lebensstil machen will. und die leidtragenden sind die kinder.

  24. Johannes sagt:

    Über elf Tausend Abtreibungen pro Jahr heisst, dass in den letzten 35 Jahren rund 400 000 Tötungen in der Schweiz vollzogen wurden. Es leben heute demnach in der Schweiz rund 800 000 Eltern, die in die Tötung ihres Kindes eingewilligt haben und vermutlich von dem Gebot „Du sollst nicht töten“ gewusst haben. Das Leid, welches die Missachtung dieses Gebots verursacht, ist unermesslich. Ethische Verantwortung entsteht eben nicht aus situativen Gegebenheiten, philosophischen und wissenschaftlichen Herleitungen sondern dann, wenn man weiss, dass man die Fragen eines Höhergestellten einmal beantworten muss.

  25. d p e sagt:

    Offensichtlich sind Jugendliche zwar fähig, ihr iPhone in eine Schutzhülle zu packen, damit es ja keinen Kratzer erhält. «Im Minimum ein Gummi drum» scheint ungleich schwieriger zu sein. Das iPhone hat wohl auch mehr Wert…

  26. Kurt E. Müller sagt:

    Erschreckend, diese Zahlen. Man kann es beschönigen wie man will, für mich bleibt es Mord, Mord am eigenen Kind. Nur weil es jetzt zeitlich gerade nicht passt. Ausnahmen kann es sicher geben, aus gesundheitlichen Gründen oder bei Vergewaltigungen. Aber bei uns, in der reichen Schweiz, kann man sicher nicht von einer wirklichen Notlage ausgehen. Das Sozialamt hilft bei Bedarf gerne, und auch eine Adoptionsfreigabe wäre immer noch besser, als lebenslang mit der Gewissheit leben zu müssen, sein Kind umgebracht zu haben. Es gibt sehr viele ungewolllt kinderlose Paare, die liebend gern ein Kind adoptieren würden.

  27. Christiane K. sagt:

    15% aller Schwangerschaften enden in einer Fehl- oder Totgeburt. Diese Zahl zu unterschlagen aufgrund einer tollen Headline ist fragwürdig. Wenigstens hat der Autor diese Zahlenspielerei noch im letzten Absatz mit etwas Kontext versehen.

    http://www.kinderwunsch-uni-bonn.de/Haeufigkeit-von-Fehlgeburten.16984.0.html
    http://www.swissmom.ch/schwangerschaft/medizinisches/komplikationen/fehlgeburt/wie-hoch-ist-das-risiko-einer-fehlgeburt/

  28. Jürg Oberli sagt:

    Könnte es eventuell einfach sein, dass die Appenzellerinnen nach St. Gallen ins Spital gehen – auch damit das Gerede nicht das ganze Dorf erfasst?
    Übrigens, rund 60% aller Schwangerschaften werden abgebrochen – 50 % von der Natur selbst. Nur merken das die Frauen meist nicht einmal, bzw. diese Schwangerschaften werden dementsprechend nicht statistisch erfasst.

  29. FrauundMutter sagt:

    Was mir hier fehlt ist die Statistik nach Gründen für die Abtreibung. Es fehlt hier Klarheit zum Thema Abtreibung, da Embryo krank/gendefekte oder da Frau vergewaltigt wurde etc. Etc.
    Das nur zahlenmässig abzuwickeln, macht keinen Sinn.

  30. Rainer sagt:

    Ein guter und informativer Artikel. Danke. Was man noch ergänzen könnte ist die Abgabe von NorLevo, der Pille danach. Die liegt in der Schweiz mittlerweile bei knapp 100’000 Packungen. Vor 12 Jahren begann man mit 8’000 Packungen. Nun gut, es wird bisweilen gestritten, ob diese Pille auch abtreibende Wirkung hat. Wohl wesentlich mehr als man sagen will. Aber darüber muss man nun nicht mehr streiten. Denn jetzt ab Dezember 2013 gibt es eine neue Pille danach, die ellaOne. Diese sieht vom Wirkstoffmix praktisch gleich aus wie die Abtreibungspille und sie wirkt nachweislich embryotoxisch. Auch sie wird in den Schwangerschaftsabbruchstatistiken nicht auftauchen. Aber sie ist zu bedenken.
    Unabhängig davon: 10’000 Abtreibungen, jede 10te Schwangerschaft. Das ist viel. Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem man politisch eine 10% “Negativquote” zulässt. Und eigentlich sind sich die Menschen ja weitgehend einig, dass Abtreibungen nicht erwünscht sind. Warum das wohl so ist? 10% im Jahr 2014?

    • Frank Baum sagt:

      Für die Linken sind Abtreibungen durchaus wünschenswert -gerade in Genf und den übrigen westschweizer Kantonen. Wie oben argumentiert, ist jedes abgetriebene Baby ein Umweltverschmutzer weniger und deswegen eine Wohltat für die Allgemeinheit. Da fehlt nicht mehr viel und wir bringen die Babys auch nach der Geburt um – es gilt ja die Umwelt zu retten und für dieses Ziel ist kein Opfer zu gross.

    • Helene sagt:

      Soweit ich weiß gibt es keine abtreibende Wirkung, oder wenigstens glaub ich so. In den beiden Fällen würde ich sagen, dass es am besten ist, wenn man das Recht behält selber die Entscheidung zu treffen was mit dem eigenen Körper passiert 🙂

  31. Edith Leibundgut sagt:

    Es bleibt für mich unverständlich, wie leichtsinnig mit werdendem Leben umgegangen wird. Die unzähligen Verhütungsmittel und der Zugang zu Bildung sollten ausreichen, um diesen sinnlosen Umgang mit Leben zu verhindern.

  32. Toni Müller sagt:

    Ich finde den Titel besonders bemerkenswert.

  33. Peter Kramer sagt:

    Heute wissen wir dank moderner Technik das bei der Befruchtung Leben entsteht und nicht erst bei der Geburt. Leben wird von Gott geschenkt. Die Menschen löschen es wieder aus. Kalte Welt !

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nur die christlichen Fundis haben leider keinen Zugang zu moderen Techik, sonst wüssten sie dass Kinder über die Jahre entstehen, nicht beim “bösen, spasslosen, zuckenden Koitus”.

      • Ruth Van sagt:

        Herr Wehrli, ein Tipp zur modernen Technik: schauen Sie sich ein 3D Ultraschall von den ersten Schwangerschaftsmonaten an, ab 21.Tag sieht man deutlich das Herz schlagen! Das hat nichts mit Glauben zu tun, sonder mit Wissenschaft!
        Kinder entstehen über die Jahre??? Was ist dann ein Neugeborenes? Hat es also wenn es behindert zur Welt kommt auch kein Recht auf Leben? Ihre Meinung kann sehr gefährlich werden!

  34. Suna Yildirim sagt:

    Ich hatte eine Totgeburt in der 36. Woche, genau 1 Monat vor Geburtstermin. Obwohl es schon fast 2 Jahre her ist, ist der Schmerz und die Trauer um unseren Sohn sehr gross. Ich kann deshalb nicht verstehen, wie ein Mensch sein eigenes Kind abtreibt…

  35. Kaltenrieder Thonas sagt:

    Jede Abtreibung ist eine zuviel!

  36. Fred Niederer sagt:

    Der Rückgang bei den 15 bis 19jährigen, könnte auch damit begründet sein, dass es im Vergleich zu früheren Jahren weniger 15 bis 19jährige gibt und nicht damit, dass diese besser Verhüten

  37. Karin Mändli sagt:

    Was ist denn mit den ganzen Aborten in den ersten 12 Wochen; das kann doch nicht so wenig ausmachen in dieser Statistik? Lebendgeburten und Abbrüche addieren ohne die gefährlichen ersten 12 (oder gar 22…!) Wochen zu berücksichtigen, und das Resultat dann als Total Schwangerschaften zu bezeichnen – ist das nicht etwas gar ungenau?

  38. TschannenD. sagt:

    Frauen – die Massenmörder unserer “Modernen”-Zeit !!! Ich finde dies eine Schande und grauenvoll!!! Jede Frau sollte sich heutzutage fragen….was wäre, wenn Ihre Mutter dazumals abgetrieben hätte!?? Alle Präventions-Milliarden die jedes Jahr aus dem Fenster geworfen werden!? Nutzt iaa echt was! Wenn die nicht mal heutzutage fähig sind richtig zu verhüten!!! Traurig Traurig!

  39. Jan Obergraefer sagt:

    Die 10% sind überbläht. Abgetrieben werden kann bis zum Zeitpunkt bei dem das natürliche Abortrisiko sinkt. Kalkuliert man natürliche Aborte mit ein, so fällt die Zahl auf 6-8%, also unter die psychologische zweistellige Grenze. Genau das wurde bei “Das ergibt zusammen 92’444 Schwangerschaften” ignoriert – diese Zahl ist wesentlich höher. Allerdings klänge dann der Titel weniger reisserisch.

  40. Susanna sagt:

    Habe ich da etwas überlesen? Ich finde nirgendwo ein Gesamt-N für die einzelnen Alterskategorien? Wieviele weibliche 15-19jährigen (etc.) gibt es denn in der Schweiz? Reden wir hier vom Promillebereich? Falls ich etwas überlesen habe, bitte korrigieren, ansonsten frage ich mich: lehrt und lernt man so Statistik an der Hochschule St. Gallen? Der Titel des Blogs ist zutreffend für niedrigste Boulevardpresse und ist vermutlich irreführend, würde das Gesamt-N miteinbezogen.

  41. carol sagt:

    …und warum kommt diese Statistik, die ja wahrlich ein alter Hut ist, jetzt gross aufs Titelblatt? Dass in katholisch-konservativen Kantonen weniger abgetrieben wird als im liberalen GE und BS, verwundert nicht. In den ersteren Kantonen leben einfach mehr gebärfreudige Hausfrauen als junge, ungebundene Singles, die sich (noch) nicht mit Kindern belasten wollen. Dass Frauen in sehr jungem Alter das auch nicht wollen, liegt ebenfalls auf der Hand. Fazit: eine weitere teure Statistik, die bloss bestätigt, was ohnehin offensichtlich ist.

    • Thomas Maurer sagt:

      Sehr erhellend Ihre Aussage, Carol, über “… Singles, die sich (noch) nicht mit Kindern BELASTEN wollen”. Wissen Sie, in diesem Satz steckt der ganze Egoismus sog. “moderner Frauen”, die zu diesen himmeltraurigen Abtreibungsquoten führt.

      • Marianne sagt:

        Wenn man für Freiheit auch über Leichen gehen will, kann man die zahlreichen Angebote nutzen, die es als Alternative zur Kindstötung gibt (zur Adoption freigeben, anonyme Geburt, Babyklappe usw.) In unserer Gesellschaft ist heute keine Frau oder ihre Zukunft hoffnungslos verbockt wegen einer Schwangerschaft.

    • Frank Baum sagt:

      Die Statistik widerspricht lediglich den Behauptungen der Linken. Dort wird ja gesagt, hinter jeder Abtreibung verbirgt sich ein Notstand und ein trauriges schicksal. Die Analyse nach den Kantonen – und Ihre eigene Folgerung aus diesen Zahlen – zeigt aber das Gegenteil: es ist lediglich eine Frage des Lifestyles. Einigen Leuten ist das Menschenleben einfach nichts mehr wert. Dann werden die Babys eben umgebracht, wenn man gerade eine Sprachschule anstatt Kinderfürsorge im Kalender eingetragen hatte.

  42. Ralf Schrader sagt:

    Kinder werden nicht abgetrieben, abtreiben kann man nur Embryos.
    Die Zahlen belegen, dass je hinterwäldlerischer ein Landstrich ist, je weniger Interruptiones stattfinden. Schwangerschaftsunterbrechungen waren dazu gedacht, den Zeitpunkt der Geburten, nicht deren Zahl für die Frau regelbar zu gestalten. Das nun viele Frauen die Erstgeburt auf den St. Nimmerleinstag hinausschieben, hat soziale Gründe, hat Gründe in einem ökonomisch verzerrten Menschenbild.
    Wo ist der Unterschied, ob eine unbefruchtete Eizelle natürlich, oder eine befruchtete unnatürlich abgeht? Mensch-, Kindsein beginnt erst ab der Geburt, oder vielleicht in den letzten Tagen der Schwangerschaft. Jede andere Sicht ist Aberglaube, Voodoo.

    • Anne-Marie sagt:

      Ganz genau Herr Schrader. Danke!

    • Adrian Wehrli sagt:

      “Jede andere Ansicht ist Aberglaube..” das tönt aber bei Ihnen auch schwer nach indoktriniertem Glauben. Geben Sie jedem das Recht die Abtreibungsfrage für sich selber zu entscheiden, und schreiten Sie energisch ein, wenn jemand die eigene christlich moralisch verbrämte Meinung andren aufzwingen will. Mein Bauch gehört mir, Ihr Kopf gehört Ihnen.

    • Roswitha Kunz sagt:

      @Schrader, Ganz gewiss beginnt Menschsein nicht erst ab der Geburt! Jede vorgeburtliche Intervention zu Rettung, Heilung wäre sonst Dienst an einer zuckenden Gewebemasse.
      So einen Schwachsinn.
      Das jede andere Ansicht, Ihrer Meinung nach, Aberglaube ist, zeigt Ihre unerträgliche Arroganz gegenüber den Geborenen, den Menschen. Sie würden perfekt nach Nordkorea passen.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Ralf Schrader: Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich Sie richtig verstanden habe. Sind Sie der Ansicht, eine hohe Zahl von Abtreibungen sei eine positive Angelegenheit, so in der Art “Wir sind modern, globalisiert, koksen und treiben ab”, oder wieso versuchen Sie hier die Personen in ländlichen Gebieten zu beleidigen? Die ganze Angelegenheit wirft nicht gerade ein gutes Licht auf die Frauen, offenbar trotz der vielen Möglichkeiten immer nicht fähig korrekt zu verhüten oder vielleicht nicht willens und wenn der Erzeuger nicht wunschgemäss reagiert, entschliesst man sich für eine Abtreibung?

    • Werner sagt:

      Es ist nachvollziehbar, dass ein Leben endet, wenn das Herz aufhört zu schlagen. Folglich beginnt das Leben, wenn ein Herz beginnt zu schlagen. Das ist in der Regel in der 3. Woche nach der Befruchtung.

    • Fred Niederer sagt:

      Wann Mensch sein beginnt, haben Sie nach Ihrem Verständnis definiert. Die andere Frage ist, wann Menschsein denn wieder aufhört? Ist denn ein Alzheimerpatient im Endstadium oder ein Kommapatient nach ihrem Verständnis noch ein Mensch? und wer entscheidet über solche hilflose Menschen? die Kinder? oder der Staat bei dem die Kosten anfallen? ja und was ist generell mit den alten Leuten, die zwar noch Leben wollen, die unter dem Strich aber eigentlich eh nur noch der Gesellschaft kosten und keinen Nutzen mehr bringen?
      Sehen Sie, wenn man den Zeitpunkt, wann Mensch beginnt, anfängt zu verschieben, dann ist man eins zwei auch in der Diskussion wann Mensch aufhört.

    • Hans-Peter Kummer sagt:

      Wer also nicht abtreibt, ist hinterwäldlerisch. Menschenverachtender geht’s kaum noch.
      Dieser Rassismus der Städtler gegenüber der Landbevölkerung muss endlich aufhören! Aber unsere Medien fördern aber diesen Rassismus mit der Veröffentlichung solcher rassistischer Kommentare sogar noch.

    • Peter sagt:

      Herr Schrader, danke für Ihren sehr auf Sachlichkeit bedachten Kommentar. Sie geben sich stark Mühe, das Ganze zu “technisieren”. Sie schreiben, dass nur Embryos abgetrieben werden können. Per definitionem ist dies falsch: Ab der 11. Woche nennt man den ungeborenen Menschen Fötus. Mit “Interruptiones” und “Schwangerschaftsunterbrechungen” umschreiben Sie kunstvoll das banal klingende Wort “Schwangerschaftsabbruch” oder meinetwegen “Abtreibung”.
      Was haben Sie nur für ein verzerrtes Menschenbild, das Sie zur Aussage bringt, dass Kindsein erst ab der Geburt beginne? Das würde heissen, dass dies nach etwa 40 Wochen – oder bei einer übertragenen Schwangerschaft sogar noch später – , bei einer Frühgeburt jedoch in extremis bereits 22 Wochen nach der Befruchtung der Eizelle der Fall ist. Wie sieht es aus, wenn in einem Gebärzimmer ein Kind in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt und im Brutkasten weiter heranwächst, während im OP nebenan ein “Fötus” in der 24. Schwangerschaftswoche abgetrieben wird? Weshalb genau ist das eine nun ein Kind und das andere ein Fötus? Und: Ist das Kind, das geboren wurde, nun doch nur ein Fötus, wenn es nach der Geburt stirbt, weils es doch zu schwach war? Erklären Sie dies doch bitte einmal einer trauernden Mutter.

    • Joe Schweizer sagt:

      Da bin ich klar anderer Meinung als Sie!! Aber ich kann Sie mal so stehen lassen, bis auf den letzten Satz.
      Wieso äussern Sie sich derart despektierlich gegenüber Andersdenkenden? Es gibt nämlich zahlreiche Argumente die dafür sprechen, dass das Menschsein schon vor der Geburt beginnt. So ist z.B. nachgewiesen, dass Kinder bereits vor der Geburt auf Impulse von aussen reagieren und z.B. sich Wohl oder unwohl fühlen können. Aus meiner Sicht Dinge, die auf eine Persönlichkeit hindeuten!

    • Stephanie Breitenstein sagt:

      toll dass Sie das als Mann so gut beurteilen können. Meine Kinder haben schon viele Wochen vor der Geburt sich unglaublich bewegt, auf mich und meine berührungen reagiert.

    • Rainer sagt:

      Wie ist das genau mit dem Beginn des Kind- und Menschseins? Bei der Geburt? Das bedeutet, dass der grosse Bauch einer hochschwangeren Frau, das Boxen im Bauch, das Drehen das man spürt alles von einem unpersönlichen nicht menschlich zu nennenden Wesen kommt? Und dann kommt die Geburt und es ist plötzlich das Wichtigste überhaupt? Oder doch bereits Mensch in den letzten Tagen der Schwangerschaft: ja wann genau? 7 Tage vor der Geburt ein Mensch, 8 Tage vorher keiner? Und je nachdem ob die Geburt etwas früher ist als berechnet ist es rückwirkend ein Mensch gewesen oder doch nicht?
      Wie denken Sie denn über den Schluss des Lebens? Ist man da bis zum Ende Mensch? Ist denn z.B. ein dementer Mensch mehr Mensch als ein Kind im 8ten Monat und warum denn? Und wie ist das eigentlich mit Michael Schumacher, einfach so als Beispiel. Ist er noch ganz Mensch oder halb? Kann man Menschsein verlieren, wie man es per Geburt sofort gewinnt?
      Bei Ihrer Sichtweise stellen sich mir viele Fragen…

    • Pascal Götz sagt:

      Herr Schrader, können Sie diese Aussage auch irgendwie begründen? Mit was beginnt denn das Menschsein? Damit, dass man den Menschen sehen kann? Dass man ihn hören kann? Wie kommt es dann, dass die Schwangerschaft anscheinend unglaublichen Einfluss auf unsere physische und vor allem psychische Entwicklung hat?
      Genetisch gesehen ist jeder menschliche Embryo vom ersten Tag an als Mensch erkennbar. Nicht nur das: Er ist von allen anderen Menschen eindeutig unterscheidbar. Da gibt es keine Sprünge, mit denen das Kind von einem prähumanen in ein humanes Stadium kommen würde.
      Und um Ihre Frage zu beantworten: Eine unbefruchtete Eizelle entwickelt sich nie zu einem Menschen. Eine befruchtete hingegen ist ein Mensch. Natürlich ist dieser Mensch noch nicht in der Lage zu fühlen, zu denken oder zu sprechen wie Sie und ich. Aber lassen Sie ihm ein paar Jahre Zeit und dieser Embryo, dem Sie jetzt das Menschsein absprechen gewinnt vielleicht den Nobelpreis oder wird Fussballweltmeister. Die befruchtete Eizelle ist ein Mensch in seinem frühesten Entwicklungsstadium.

    • Eva Huber sagt:

      @Herr Schrader:
      – warum hinterwäldlerisch? wo steht Ihr Weltzentrum?
      – wieso genau soll das Mensch-/Kind-Sein erst mit der Geburt beginnen?
      – Schwangerschaftsunterbrechung ist ein Miss-Wort. -abbruch heisst es!
      Sie verwenden in meinen Ohren einfach nur ideologisch geprägte Worthülsen!

    • Rainer Schmuck sagt:

      Nicht zu vergessen der natürliche Abgang einer befruchteten Einzelle. Schätzungen zufolge gehen etwa die Hälfte der befruchteten Eizellen spontan zu Grunde.

      Der Vergleich zwischen Anzahl Abtreibungen und Geburten verzerrt meiner Meinung nach die Realität. Man müsste für ein besseres Bild all die “erfolgreichen” nicht zustande gekommen Schwangerschaften hinzu rechnen, weil die Frauen (und/oder Männer) verantwortungsvoll verhüten und die Verhütung nicht versagt hat.

    • Alina Koller sagt:

      Verzerrt ist wohl auch ein Bild, dass eine Gegend pauschal als hinterwäldlerisch bezeichnet. Wunderbare Schwarz-Weiss-Welt: das weltoffene Genf und das katholische Hinterland Innerrhoden. Muss das bequem sein in deiser Gedankenwelt.

    • matt henseler sagt:

      Tiefe Abtreibungsquoten als hinterwäldlerisch zu bezeichnen, das ist ja wohl einer der respektlosesten, absurdesten und traurigsten Kommentare überhaupt! Als ob hohe Abtreibungsquoten ein Zeichen von Fortschritt wären…

    • Patrick Müller sagt:

      @Rals Schrader
      1. Wenn Sie statt Kind Embryo sagen, kommt das aufs selbe raus, da es sich auch beim Embryo um menschliches Leben handelt. Die Frau, die zum ersten mal merkt, dass sie schwanger ist, sagt “Ich erwarte ein Kind”. Das hat sicherlich auch Ihre Mutter einmal gesagt.
      2. Warum sollte das Hintlerwäldlerische ein Schimpfwort sein, wenn man entdeckt, dass Hinterwäldler sorgsamer mit menschlichem Leben umgehen? Der große Tolkien hatte eine große Verehrung für die hinterwäldlerischen Hobbits.
      3. Da Sie fragen, antworte ich: “Der Unterschied, ob eine unbefruchtete Eizelle natürlich, oder eine befruchtete unnatürlich abgeht” liegt genau darin, dass wir aktiv etwas Lebendiges töten, während es im anderen Fall nicht in unserer Eigenmächtigkeit liegt. Analoges gilt für die Euthanasie. Und warum Eigenmächtigkeit etwas Schlechtes ist, können Sie von der deutschen Geschichte lernen.
      4. Dass menschliches Leben erst mit der Geburt beginnt, ist natürlich Blödsinn. Nicht nur religiöse Fundis, sondern jeder Arzt und Biologe bestätigt Ihnen, dass die heranreifenden toti- oder pluripotenten Zellen im Mutterleib MENSCHLICHE Zellen sind, es sich also um ein Zellgebilde handelt, das 1. lebendig und 2. menschlich ist. Die Vodoo-Nadeln scheinen eher in Ihrem Nachttischchen zu liegen.

      Wäre das, was Sie hier zum Besten geben, wenigstens sachlich richtig, dann könnte man Ihren Ton ertragen. Aber so ist einfach alles unerträglich.

    • Ruth Van sagt:

      Herr Schrader. Sie haben nie eine Schwangerschaft erlebt. Sonst würden Sie nie im Ernst sagen, dass ein Menschsein erst ab Geburt beginnt: ab 21 Tag nach Befruchtung kann man Herztöne hören! Schauen Sie sich mal 3D Aufnahmen der Schwangerschaft an! Ihr Satz eine Geburt “hinausschieben” ist etwas zu simpel, es ist und bleibt ein Abbruch der bestehenden Schwangerschaft! Haben Sie gewusst, dass sogar Frühgeburten in der 23 Wochen eine Überlebenschance von über 50% haben…also es handelt sich auch hier schon um Leben! Als Mutter kann ich Ihnen sagen, dass auch lange vor der Geburt ein Beziehung Mutter-Kind besteht! Plappern Sie bitte hier nicht von Voodoo, als Mann haben Sie keine Ahnung!!

      • Adrian Wehrli sagt:

        Und ab der 20 Woche furzt es sogar! Wau, die Jö-Morlain Keule zieht immer! Leider dürfen auch all die Jihad-Christo-Fundis Kinder haben, auch wenn sie keinen blassen haben vom Leben. ” Wer nichts weiss, dem bleibt nur das Glauben”. Heureka!

    • Ike Conix sagt:

      @Schrader: Finden Sie nun “hinterwäldlerische” Leute, Abtreibungen, Leute, die schon werdendes Leben als Menschen betrachten, das “ökonomisch verzerrte Lebensbild” oder einfach alles ausser Schrader – das Allerletzte?

    • Jörgen Åström sagt:

      Hmmm…
      Wenn genau beginnt Mensch- Kindsein?
      Können Sie das genauer definieren?

    • Herr Meier sagt:

      “Mensch-, Kindsein beginnt erst ab der Geburt”: Herr Schrader, wie recht sie haben! Wer weiss schon ob sich nach der Befruchtung wirklich ein Mensch aus der Eizelle entwickelt. Es könnte sich ja auch um einen Elefant oder Dromedar handeln…

    • Andreas Sigrist sagt:

      Woher rührt wohl diese kalte “Sachlichkeit”, die mir aus diesen Worten entgegenkommt? Hier scheint der Mensch nur noch ökonomische Bedeutung zu haben. Welch eine Verarmung – der Mensch, der zur Maschine degradiert wird! – Hmmm, Zeit zum Aufwachen!

    • Richard sagt:

      Aha, je urbaner, desto lebensfeindlicher und verantwortungsloser… das passt. Gemäss diesem hedonistisch verzerrten Menschenbild muss man ja fast aus ethischen Gründen zum Hinterwäldler werden.

    • Diethelm-Knoepfel Monika sagt:

      Als Mann haben Sie natürlich nicht Gelegenheit, eine Schwangerschaft so nahe mitzuerleben wie ich als Frau. Trotzdem sollte es bekannt sein, dass man mit einem Kind in der zweiten Schwangerschaftshälfte durchaus kommunizieren kann, beispielsweise in dem man auf seine spürbaren Bewegungen reagiert. Und solche Spiele lassen sich zum Teil auch nach der Geburt weiterführen.
      Für das ZGB ist übrigens ein Ungeborenes auch schon Person, es ist zum Beispiel erbberechtigt, was eine unbefruchtete Eizelle nicht ist.

    • Patrick Müller sagt:

      @Ralf Schrader

      1. Wenn Sie statt Kind Embryo sagen, kommt das aufs selbe raus, da es sich auch beim Embryo um menschliches Leben handelt. Die Frau, die zum ersten mal merkt, dass sie schwanger ist, sagt “Ich erwarte ein Kind”. Das hat sicherlich auch Ihre Mutter einmal gesagt.

      2. Warum sollte das Hintlerwäldlerische ein Schimpfwort sein, wenn man entdeckt, dass Hinterwäldler sorgsamer mit menschlichem Leben umgehen? Der große Tolkien hatte eine große Verehrung für die hinterwäldlerischen Hobbits.

      3. Da Sie fragen, antworte ich: “Der Unterschied, ob eine unbefruchtete Eizelle natürlich, oder eine befruchtete unnatürlich abgeht” liegt genau darin, dass wir aktiv töten, während es im anderen Fall nicht in unserer Eigenmächtigkeit liegt. Analoges gilt für die Euthanasie. Und warum Eigenmächtigkeit etwas Schlechtes ist, können Sie von der deutschen Geschichte lernen.

      4. Dass menschliches Leben erst mit der Geburt beginnt, ist natürlich Blödsinn. Nicht nur religiöse Fundis, sondern jeder Arzt und Biologe bestätigt Ihnen, dass die heranreifenden toti- oder pluripotenten Zellen im Mutterleib MENSCHLICHE Zellen sind, es sich also um ein Zellgebilde handelt, das 1. lebendig und 2. menschlich ist. Die Vodoo-Nadeln scheinen eher in Ihrem Nachttischchen zu liegen.

    • Peter Rietsch sagt:

      “Mensch-, Kindsein beginnt erst ab der Geburt, oder vielleicht in den letzten Tagen der Schwangerschaft. ”
      Entweder in den letzten MONATEN der Schwangerschaft (z.B. Schmerzempfindung, Hirnströme 6./7. Monat), oder dann kann man die Definition des “Menschsein” gleich noch ein paar Monate nach hinten schieben (bis ein Kind mehr kann als z.B. ein Hund vergeht noch eine lange Zeit).

    • Mario Monaro sagt:

      Ganz schön überheblich. Sie gehen davon aus, bereits alles zu wissen. Ich zweifle aber dass dem so ist und plädiere im Zweifelsfall dafür, mit Leben nicht leichtfertig umzugehen. Ich bin zwar dafür, dass Frauen abtreiben dürfen, aber dass davon so oft Gebrauch gemacht wird, bereitet mir Unbehagen. Leben ist etwas Abstraktes, wann es beginnt, da gehen die Meinungen auseinander, aber wenn Sie einen abgetriebenen Fötus anschauen – oder gar in die Hand nehmen – und mir sagen, dass dieses Wesen nicht zuvor gelebt hat, dann müssen Sie wirklich absolut unempfindlich sein.

    • Cedric Zangger sagt:

      Sie haben offensichtlich keine Kinder. Haben sie schon einmal ein Kind mit Ultraschall gesehen? In der 5. Schwangerschaftswoche beginnt das Herz zu schlagen, In der zehnten Woche können die Ungeborenen bereits Gefühle wie Aufregung oder Stress empfinden. Und die kleinen Menschen reagieren auf Stimmen und Musik lange vor der Geburt…Das ist kein Aberglaube, sondern was Eltern mit ihren ungeborenen Kindern erleben…Fragen Sie mal nach!

    • M.Hoch sagt:

      Das Leben beginnt bei der Zeugung (Zellteilung) schon mal Biologie gehabt????

    • Stephan Meier sagt:

      “Kindsein beginnt erst ab der Geburt” – Wie kommen Sie denn auf diese Idee?
      Wer sich ein 1:1 Modell oder ein Foto eines 12 Wochen alten Embryos ansieht, kann unschwer erkennen, dass Hände und Füsse bereits vorhanden sind, ebenso das Gesicht – ein Embryo ist kein “Zellhaufen”, das kann ich auch ohne Arzt oder Biologe zu sein mit meinen eigenen Augen sehen – wenn mir nicht meine Ideologie vorgibt, dass er kein Mensch sein darf…

    • Han Hube sagt:

      Sieht so aus, als seien Sie im Besitz der allwissenden Wahrheit – da bin ich als zweifelnder Mensch immer ein bisschen unsicher, grad in der Frage, wann das Leben beginnt. Da beruhigt es mich, dass es Leute wie Sie gibt, die den finalen Durchblick haben.

    • Rolf Schröder sagt:

      Wo der Unterschied zwischen befruchteter und unbefruchteter Eizelle sei? Die eine entwickelt sich ohne eigentliches Eingreifen zu einem Menschen, die andere stirbt ab.

      Ist schon krass, was sich der urbane Mensch so alles einredet, einzig um sich seine eigenen Taten zu rechtfertigen. Abtreibung sollte einzig im äussersten Notfall eine Option werden. 10 Prozent, ist m.E. ein unglaublich hoher Anteil an Abtreibungen. Falls diese Zahlen stimmen, ist dieser Frauenrechte-Aktivismus komplett überbordet. Einzig weil Ungeborene nicht lautstark ihre Rechte verteidigen können, heisst dies nicht, dass man diese mit Füssen treten soll.

    • Frank Baum sagt:

      Ach so? Haben Sie schon einmal mit einer Frau gesprochen, die eine Fehlgeburt hatte? Was glaubt diese Frau, was sie da verloren hat? Einen blöden Zellhaufen, wie uns die Linken glauben machen wollen?

      • Adrian Wehrli sagt:

        … die Rechten sind dafür froh wenn sie bei jedem zweiten mal den richtigen Eingang der Frau erwischen. So ein Stuss, hier etwas politisches zu konstruieren.

    • Lukas sagt:

      Sich machen sich das ziemlich einfach. Wie wenn es sich dabei um eine Ware handelt. “…Kindsein beginnt erst ab der Geburt” – sein Sein wohl schon, aber das Leben beginnt vorher! Aber glauben Sie mir oder nicht: Wer mit dem Leben so sorglos umspringt, der wird dafür die Rechnung erhalten.

    • Brigitte Lang sagt:

      Aua. Das tut weh! – Herr Schrader, vielleicht erhalten Sie mal die Gelegenheit ein Kindlein (Embryo) zu sehen, das eben abgetrieben wurde und sich noch bewegt.
      Ich wünsche Ihnen offene Augen und ein Herz, das über das Leben staunen kann! Ich darf selber Mutter von zwei Kindern sein (und habe leider zwei unfreiwillig Anfangs Schwangerschaft verloren) und mache allen Männern und Frauen Mut, zu anvertrautem Leben Sorge zu tragen! Es gibt zum Glück viele gute Hilfsangebote, wenn Notsituationen auftreten! Eine Schwangerschaft kann man nicht UNTERbrechen – nur ABbrechen. Und viele (die meisten?) Frauen leiden begreiflicherweise später stark unter dem Eingriff (seelisch).
      Ich sehe keinen logischen Grund, warum das Menschsein erst bei der Geburt beginnen sollte.
      Freuen wir uns über das Leben und ermutigen wir einander, damit respektvoll und mit Liebe umzugehen!
      Und ermutigen wir doch auch gerade die Jugendlichen zu warten…

      • Adrian Wehrli sagt:

        Mit genug Hieben und Essensmarken vom Sozialamt kriegen wir noch jeden durch. Selig sind die geistig armen. Amen.

    • Thomas Maurer sagt:

      Herr Schrader, Ihre Ansicht, wonach “Kindsein” erst bei oder kurz vor der Geburt beginne, ist von der Wissenschaft schon längstens widerlegt (und ich vermute, Sie wissen das auch). Schon Embryonen reagieren äusserst sensibel auf Umgebungsreize. Und Embryos nicht als Menschen zu betrachten – so wie Sie es tun – ist grausam und inhuman.

  43. Marie sagt:

    “Während hier 6,4 von 1000 Frauen zwischen 15 und 44 Jahren eine Schwangerschaft abbrechen, ” – diese Aussage bezieht sich auf ein Jahr? Wie viele Frauen treiben während ihres Lebens ab?

    • Adrian Wehrli sagt:

      Das bezieht sich auch Schwangerschaften. Jesus, bitte wirf Statistikverständniss vom Himmel …

    • M.M sagt:

      Das lässt sicher relativ einfach aufrechnen:
      zwischen 15 bis 44 sterben nur die wenigsten, das heisst 30 mal mehr, also im Durchschnitt in maximal etwa jede fünfte Frau einmal.

    • AH sagt:

      1000 Frauen = 6,4 Fälle pro Jahr (Mittelwert für alle 30 relevanten “Altersjahre” 15-44)
      -> 1 Durchschnittsfrau pro Jahr = 6,4 / 1000 = 0.64 %
      -> 1 Durchschnittsfrau pro relevantem Zeitraum (30 Jahre) = 6,4 / 1000 * 30 = 19.5 %

      Demnach müsste im Schnitt ca. jede 5te Frau einmal in ihrem Leben abtreiben.

    • AH sagt:

      bzw. noch einfacher:
      (geschätzt) 1 von 10 Schwangerschaften werden abgebrochen (1:10)
      im Mittel hat jede Frau in der Schweiz 1,53 Kinder bei x Abbrüchen (x:1,53)
      im Mittel hat jede Frau in der Schweiz (geschätzte) x = 1 : 10 * 1,53 = 15,3 % Abbrüche
      ziemlich ähnliche Grössenordnung wie oben..

      • AH sagt:

        KORREKTUR:
        bzw. noch einfacher:
        (geschätzt) 1 von 10 Schwangerschaften werden abgebrochen (Abbruch:Geburt = 1:9)
        im Mittel hat jede Frau in der Schweiz 1,53 Kinder bei x Abbrüchen (Abbruch:Geburt = x:1,53)
        im Mittel hat jede Frau in der Schweiz (geschätzte) x = 1 : 9 * 1,53 = 17 % Abbrüche
        ziemlich ähnliche Grössenordnung wie oben..

  44. Flo sagt:

    Es erschüttert mich wenn ich diese Statistik anschaue.
    Heute, wo es unzählige Mittel gibt unerwüncte Schwangerschaften zu verhindern, heute wo jedes Kind schon in der Schule aufgeklärt wird, heute wo sich schon unzählige unter 16-jähr. für erwachsen und fähig halten sein Leben selbst bestimmen zu können/dürfen sollten unerwünschte Schwangerschaften nur noch eine kleine Ausnahme sein.
    Als ich vor fast 50 Jahren, ledig und allein, ungewollt schwanger wurde habe ich zu der auf mich zukommenden Verantwortung ja gesagt. Und damals gab es all die Unterstützung durch Behörden und Vereinigungen noch längst nicht.
    Es war eine sehr schwierige Aufgabe, kostete viel Verzicht meinerseits, viel Verantwortung und sehr, sehr viel Kraft.
    Ist man heute nicht mehr gewillt dies auf sich zu nehmen?

    • Anne-Marie sagt:

      Hallo Flo, genau weil es heute so gute Verhütungsmittel gibt, ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche derart niedrig. Vor 50 Jahren schätzte man noch 50’000 – damals meist illegale – Abtreibungen!

      Trotzdem: leider hat immer noch jedes Verhütungsmittel eine Versagerquote. Etwa 60% der Schwangerschaftsabbrüche sind auf ein Versagen der Verhütung zurückzuführen.

      • Ruth Van sagt:

        Bin mit den 60% der Versagerquoten nicht einverstanden. Woher haben Sie diese Zahl? Wenn Verhütung mit Verantwortung gemacht wird kann das nie stimmen.

    • carol sagt:

      Frau Flo, ihre Entscheidung und ihr Verzicht in Ehren, aber Sie können dürfen nicht erwarten, dass ihr persönliches Modell zum Vorbild für zehntausende junge Frauen wird. Moralisieren hilft in dieser Angelegenheit nicht. Jede(r) muss selbst entscheiden, ob sie/er keine, eins, zwei oder fünf Kinder will. Beim heutigen Zustand der Erde und dem hemmungslosen Bevölkerungswachstum in einigen Ländern ist es vielleicht der klügerer Verzicht, auf allzu viele Nachkommen zu verzichten. Die Zeiten des “wachset und mehret euch und macht euch die Erde untertan” sind nun einmal endgültig vorbei.

    • Adrian Wehrli sagt:

      Nur weil Sie die “Arschkarte” gezogen haben, und sich in der kirchlich-ethischen, mit Moralin getränkter Gesellschaft nicht stellen wollten, diese nun auf andere auszudehenen, ist, mit Verlaub, unerhört.

      • Adrian Huber sagt:

        Das ausgerechnet Sie Herr Wehrli was von unerhört schwafeln ist gelinde gesagt ein Witz. Sie werden nicht müde praktisch alle Kommentare welche nicht mit ihrer Meinung übereinstimmen als Fundi zu bezeichnen. Wer ist ihr Vorbild? George W. Bush? So nach dem Motto “either you are with us or with the terrorists” a la Wehrli “either you think like me or you are a Fundi”?! Ich bestreite nicht das sie meiner Meinung nach in gewissen Punkten nicht unrecht haben, aber ihr emotionales, oft sehr beilidigendes Benehmen verdirbt alles…

    • Laila sagt:

      Eigenverantwortung ist bei vielen ein Fremdwort. Hauptsache alles ist geil, glänzend, laut, stylish und jeder kann sich viel Materielles leisten. Die Abbrüche sind das eine, deren Verarbeitung das andere (Die Emotionen kommen oft nach Jahrzehnten hoch).

    • Pam Ela sagt:

      @Flo: Chapeau, dass dir das so gut gelungen ist, ich habe höchsten Respekt vor Leistung. Nichts desto trotz diese Entscheidung jedem selbst zu überlassen. Ich persönliche denke es ist besser, einen ungewollten Embryo abzutreiben, als einem Kind eventuell die Chance auf ein glückliches Leben zu nehmen. Nicht, dass das immer so sein muss, aber die Chance besteht bei ungeplanten und ungewollten Kindern durchaus.
      Das Problem beginnt aus meiner Sicht bereits viel früher: es ist unsere Verantwortung Kinder und Jugendliche aufzuklären. Viele Eltern sind gnadenlos überfordert damit, oder der Spagat zwischen eigenen Wertvorstellungen und heutiger Zeit ist schlicht zu gross für sie. Hier muss die Schule Aufklärung betreiben, früh und detailliert genug. Und bitte fangt jetzt nicht an mit dem Argument der frühen “Übersexualisierung” der armen Kleinen an; ich wurde von meiner Mutter (Primarlehrerin) sehr früh und sachlich aufgeklärt, mit dem einzigen Ergebnis, dass ich wusste um was es geht, das Selbstbewusstsein hatte auch Nein zu zu sagen und keine ungewollten Schwangerschaften auftraten.

    • Ruth Van sagt:

      Sie haben total Recht, auche meine Mutter war in Ihrer Situation. Ich bin Ihr ewig dankbar, dass sie mich nicht abgetrieben hat!
      Das Schlimme ist: meine Töchter könnten heutzutage auf Kosten der Krankenkasse abtreiben, jedoch die Verhütung (Pille, DIU, etc.) werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Irgend etwas geht wohl hier schief. Ich denke auch, es wäre für die KK billiger Verhütung zu bezahlen, statt Abtreibung!

    • Rolf Schröder sagt:

      Offensichtlich nicht. Ich halte dies für eine äusserst beunruhigende Entwicklung. Die eigene Freiheit wird über alles gesetzt.

    • David Stoop sagt:

      Es hat auch zu Ihrer Zeit etliche Schwangerschaftsabbrüche gegeben. Bedenkt man, wie das ganze lange Zeit noch totgeschwiegen und stigmatisiert wurde, waren es vermutlich auch wesentlich mehr, als jede Statistik ausweist.
      Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Stärke, aber Sie können nicht verlangen, dass alle denken und handeln wie Sie.

  45. stephan seitzinger sagt:

    Traurige Geschichte. Wieviele wertvolle Menschen sind wohl da umgebracht worden? Als gäbe es keine Verhütung. Medizinische Begründung wäre noch interessant. Die muss ja auch erfasst werden. Ich bin sicher, in über 90% wird es “negatives Desiderio” sein. Zu deutsch: unerwünscht. Als Vater von 5 Kinder und 6fachem Grossvater kann ich da nur traurig den Kopf schütteln.

    • Anne-Marie sagt:

      Kein einziger Mensch ist da umgebracht worden. Es wurden in über 60% der Fälle (medikamentöser Abbruch) maximal 5 Wochen alte Embryonen abgestossen. Als Sie jung waren, Hr. Seitzinger, gab es etwa doppelt so viele Abtreibungen als heute, bei wesentlich kleinerer Bevölkerungszahl.

    • Patrick sagt:

      Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich lese, dass immer noch viele Leute nicht wissen oder wahrhaben wollen, dass ein Embryo über keine Bewusstseinsfähigkeit und kaum über Empfindungsfähigkeit verfügt. Er ist also “etwas”, das nicht geschädigt werden kann, und nicht “jemand”. Dass in diesem Artikel von “Kind” die Rede ist, trägt freilich nicht eben dazu bei, dass man weiss worum’s geht.

      • Thomas Maurer sagt:

        Embryonen verfügen sehr wohl über Empfindungsfähigkeit! Können Sie in jedem relevanten medizinischen Fachbuch nachlesen.

      • Patrick Müller sagt:

        @Patrick. Ob ein Wesen ein Jemand oder ein Etwas ist, hängt nicht von Bewusstsein oder Empfindung ab. Diese können auch bei einem bewusstlosen oder betäubten Erwachsenen ausfallen. Ein Embryo ist ein Gebilde aus lebendigen Zellen, und zwar aus menschlichen. Es ist ein Lebewesen im frühesten Stadium seiner Entwicklung; und entwickelt es sich weiter, wird es zu einem Säugling, zu einem Kind, zu einem Jugendlichen und erwachsenen Menschen. Man darf es darum getrost ein menschliches Lebewesen nennen, ohne Kopfschütteln.

    • Adrian Wehrli sagt:

      “wertvolle Menschen” … da zeigt sich schon welches Geistes Kinde hier die Kommentatoren sind.

    • Maria Moser sagt:

      Naja, mit dieser Argumentation kann ich auch sagen, wieviele wertvolle Menschen wurden wegen der Verhütung nicht geboren? Soll doch jede Frau, egal welchen Alters, selber entscheiden, ob sie ein Kind grossziehen will oder nicht. Es hat Ihnen ja auch niemand verboten, fünf Kinder in die Welt zu stellen. Ja, auch ich halte die Verhütung natürlich für die sinnvollere Angelegenheit als eine Abtreibung, aber wegen des Risikos für die Frau. Ungewolte Kinder sind arm dran, habe ich im Bekanntenkreis genug gesehen. Und es gibt ja wirklich genügend Menschen auf dieser Welt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Was ist der Unterschied zwischen Verhütung und Schwangerschaftsabbruch?

    • Franz Vontobel sagt:

      Auf der anderen Seite: wieviele zukünftige Sexualverbrecher, Mörder oder Bankster wurden damit verhindert? Oder glauben Sie, aus den abgetriebenen Embryonen wären alles “wertvolle Menschen” geworden?

    • Hans Albrecht sagt:

      “Wieviele wertvolle Menschen sind wohl da umgebracht worden?” Naja, wissen sie. Vieleicht haben uns die Abtreibungen auch ein paar unerwünschte Menschen erspart. Wenn ich so lese, dass in der Schulde wegen Schwangerschaft gemobt wird. Mitschüler von einem abwenden oder gar lange Freundschafte kapput gehen. Bei unserer immer stärker werdenden Ego zentrierten Elebogengesellschaft. Wundert mich gar nichts mehr…

    • Gerhard Engler sagt:

      Eine medizinische Begründung braucht es nicht, deshalb wird diese auch nicht erfasst. Laut Art. 119 StGB muss die Frau in den ersten 12 Wochen nur geltend machen, dass sie sich in einer Notlage befinde. SIe muss aber keinen medizinischen Grund angeben oder erklären, wieso sie sich in einer Notlage befindet.

  46. Daniel B sagt:

    Interessant wäre auch eine Aussage zur Anzahl Abtreibungen bei pränatal diagnostiziertem Downsyndrom oder anderen Behinderungen. Ein Aspekt der die Frage aufwirft inwiefern unsere Gesellschaft noch mit Behinderten leben will und welche Konsequenzen diese Entwicklung mit sich bringt. ZBsp. ab wann Krankenversicherungen Leistungen für behinderte Kinder mit der Argumentation verweigern, die Eltern hätten die “freie” Wahl für oder gegen das Kind.

    • Marie sagt:

      Spannend auch, ab wann jemand als “behindert” gilt… Wenn es immer das intelektuell und/oder physisch am “schlechtesten” entwickelte Prozent der Babys ist, dann stehen wir vor einem Problem…!

    • Muttis Liebling sagt:

      WIR wollen, dass alle gezeugten Kinder zu wirtschaftlich verwertbaren Frohnaturen aufwachsen, die der Gesellschaft nur Freude und Gewinn, aber keine Kosten bescheren. WIR lieben unter 100.000 einen Vorzeige- Behinderten, welcher spendenfördernd in die Kamera schaut. Schliesslich wollen WIR Behinderte zwar moralisch achten, aber nicht auch noch finanzieren.

    • Hans Zimmermann sagt:

      Wo ist das Problem? Es hat niemanden zu kümmern, wieso diese Frauen abtreiben, ich habe Verständnis bei “Unfällen”, sowie bei Behinderungen. Ich nehme an, Sie sind ein Ober-Altruist, was ja eigentlich schön ist. Aber leider kann sich nicht jeder leisten, ein Leben lang ein behindertes Kind aufzuziehen, sowohl zeitlich als auch finanziell. Der Staat hilft da schon mit, aber bei Weitem nicht alle wollen das mitmachen. Man mag es für verwerflich halten, aber es gibt Eltern, die lieber kein Kind haben als eines, das behindert ist. Meiner Meinung nach steht es uns nicht zu, über das zu urteilen.

    • Hans Albrecht sagt:

      Ich kann verstehen wenn Pare versuchen möglichst alle Risiken klein zu halten. Anderseits haben sie Recht. Dieses streben nach 100% Sicherheit, ob medizinisch oder datentechnisch. Nimmt bedenkliche Züge an. Nehmen wir ein Paar, dass alles tut damit dessen Nachwuchs gesund zu Welt kommt. Risiken werden energisch neutralisiert. Was sagt dieses Verhalten aus? Gehen wir einen Schritt weiter. Der Nachwuchs wird gesund geboren. Aber im 8 Lebensjahr geschieht ein schwerer Unfall. Und das Kind muss den rest seines Lebens mit einer Behinderung klar kommen. Was sagt uns das? Es sagt aus, dass deine Eltern dich eigentlich nicht wollten.

    • Diethelm-Knoepfel Monika sagt:

      Wenn das Downsyndrom “rechtzeitig” erkannt wird, werden ca. 90% der Schwangerschaften abgebrochen. Was meines Erachtens nicht erfasst wird ist, wie viele Paare von vornherein auf Untersuchungen zur Suche von Chromosomenstörungen etc. verzichten.

    • David Stoop sagt:

      Vielleicht bin ich herzlos, aber ich sehe das Problem nicht.
      Natürlich will kein Paar ein behindertes Kind, oder glauben Sie, dass es da Paare gibt, die des Nachts dafür beten, dass ihr Kind behindert zur Welt kommt? Behinderung ist immer etwas, das ungewollt geschieht.
      Es gibt bei weitem nicht nur erblich bedingte Behinderungen, weshalb es sowas wie eine Welt ohne Behinderte eh nie geben wird. Der Umgang mit Behinderungen und Behinderten wird folgerichtig in der menschlichen Kultur immer eine Rolle spielen. Von daher kann es ganz ohne pränatale Medizin gefährlich für Behinderte sein (siehe Anfang 20. Jhd. in beliebigem Geschichtsbuch).
      Moderne Technik wird aber vermutlich typisch erbliche Risiken auf ein Minimum reduzieren, womit z.B. das Downsyndrom quasi zur aussterbenden Art gehört. Ehrlich gesagt kann ich dem aber jetzt nicht wirklich grossen Schrecken abgewinnen.