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Selbst in der Region Bern verdienen Tieflohnbezüger mehr als in Zürich

Von Iwan Städler, 30. April 2014 27 Kommentare »
Viele meinen, im Grossraum Zürich seien nicht nur die Mieten am höchsten, sondern auch die Löhne. Das stimmt aber nur für die Vielverdiener. Bei den Wenigverdienern schneiden andere Regionen besser ab.
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Im Kanton Zürich ist das Wohnen besonders teuer. 1760 Franken kostet die Miete einer durchschnittlichen 4-Zimmer-Wohnung laut dem Bundesamt für Statistik (BFS). In der Nordwestschweiz, der Genferseeregion und der Zentralschweiz ist dieselbe Wohnung rund 200 Franken günstiger. Noch weniger zahlt man in der Ostschweiz, im Grossraum Bern und im Tessin. Dort lassen sich im Vergleich zu Zürich mehr als 400 Franken pro Monat sparen.

Manch einer denkt nun vielleicht, dafür seien in Zürich auch die Löhne am höchsten. Das ist bei den Vielverdienern tatsächlich der Fall. Bei den Tieflohnbezügern hingegen steht der Kanton Zürich keineswegs ganz vorne. Unter den sieben BFS-Grossregionen belegt er nur den dritten Platz. Dies zeigt eine Detailanalyse der Lohndaten für das Jahr 2012, die das BFS diese Woche publik gemacht hat.

Für jede der sieben Grossregionen haben die Statistiker den sogenannten Medianlohn ermittelt. Das ist jener Lohn, bei dem die Hälfte darüber und die andere Hälfte darunter liegt. Man spricht auch vom 50-Prozent-Quantil. Darüber hinaus hat das BFS noch weitere Quantile berechnet. Zum Beispiel das 10-Prozent-Quantil: Es zeigt den Lohn, bei welchem 10 Prozent der Lohnbezüger darunter und 90 Prozent darüber liegen. Dieser Wert dient als Indikator für die Wenigverdiener. Auf der anderen Seite zeigt das 90-Prozent-Quantil, wie es um die Vielverdiener steht. Über diesem Wert liegen nur 10 Prozent der Lohnbezüger, die übrigen 90 Prozent verdienen weniger.

Wie haben nun die Grossregionen in den drei Kategorien abgeschnitten? Unsere Grafik zeigt, dass die Rangfolge keineswegs immer dieselbe ist:

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Bei den Wenigverdienern liegt die Nordwestschweiz (BS, BL, AG) an der Spitze. An zweiter Stelle folgt überraschend der Espace Mittelland (BE, FR, SO, NE, JU) – wenige Franken vor Zürich. Der Unterschied zwischen den Bernern und Zürchern mag in der statistischen Unschärfe liegen. Es ist aber bemerkenswert, dass die Tieflohnbezüger im Kanton Zürich nicht mehr verdienen als im Grossraum Bern. Dies, obwohl sie mit deutlich höheren Mieten leben müssen.

Nun könnte man meinen, dies sei auf die Lohnpolitik der Bundesverwaltung zurückzuführen. Doch die Gehälter der öffentlichen Hand sind in der Statistik nicht berücksichtigt. Ausgewertet wurden erst die Löhne der Privatwirtschaft. Um sie vergleichbar zu machen, hat das BFS die Monatslöhne auf eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden umgerechnet. Diese Bruttolöhne umfassen auch einen Zwölftel eines allfälligen 13. Monatslohns.

Der Vergleich zeigt, dass vor allem der Espace Mittelland und die Nordwestschweiz zugelegt haben. Hier stieg der Medianlohn zwischen 2010 und 2012 um 4,7 respektive 4,0 Prozent. Derweil musste sich Zürich mit 2,1 Prozent begnügen. Dies hat dazu geführt, dass die Nordwestschweiz bei den Mittelverdienern aufgeholt hat und nun mit Zürich fast gleichauf liegt. Nur noch 11 Franken trennen die beiden Regionen. 2008 waren es noch 159 Franken.

Unangefochten in Führung sind die Zürcher dagegen bei den Vielverdienern. Dahinter folgen die Genferseeregion und die Nordwestschweiz. Die übrigen vier Regionen liegen deutlich zurück – mit dem Tessin als Schlusslicht. Auch in den anderen Kategorien rangiert die Südschweiz ganz unten – mit grossem Abstand auf die Ostschweiz.

Philipp Mülhauser, Lohnspezialist beim Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit, ist überrascht vom Zurückfallen seines Kantons bei den Tieflöhnen. Woran dies liegt, kann er aber nicht sagen. Dafür bräuchte der Autor des Lohnbuchs 2014 detailliertere Angaben des BFS – vor allem zu einzelnen Teilbranchen. Das Aufholen der Nordwestschweiz erklärt er sich dadurch, dass die (Basler) Pharma stärker zugelegt hat als die (Zürcher) Banken. Dem stimmt auch Roman Graf zu. Der Lohnexperte der Uni Genf könnte sich überdies vorstellen, dass Basel als Grenzkanton stärker vom freien Personenverkehr mit der EU profitiert.

Zürcher Frauen fallen ab

Auffallend ist ferner, dass in Zürich vor allem die Frauen weniger verdienen. Nähme man allein ihren Medianlohn, würde der Kanton Zürich hinter die Nordwestschweiz und die Genferseeregion zurückfallen. In Zürich ist der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern eben besonders gross – grösser als in allen anderen Regionen. Beim Medianlohn beträgt die Differenz 29,9 Prozent (7125 Franken für die Männer und 5487 Franken für die Frauen). Gesamtschweizerisch beläuft sich der Unterschied auf 23,2 Prozent, in der Genferseeregion auf 15,9 Prozent.

Die Zürcher Geschlechterkluft ist kein neues Phänomen. Bereits vor einem Jahr monierte das kantonale Gleichstellungsbüro die überdurchschnittlich hohe Differenz. Nur zwei Drittel der Differenz liessen sich mit Faktoren wie Ausbildung und Erfahrung erklären. Der Rest sei diskriminierend.

27 Kommentare zu “Selbst in der Region Bern verdienen Tieflohnbezüger mehr als in Zürich”

  1. Grimm sagt:

    Eine gute Schulbildung ist sehr gut und gäbig.Aber zu lange oder nur in die Schule ohne je ein Handwerkliche Lehre gemacht zu haben kommt nicht gut.Das ist ein Satz von meinen Chef den ich im Jahr 1974 hatte.Ob er recht oder Unrecht hatte?

  2. Das hört man natürlich gar nicht gerne. Mache gerade meine Kosmetik Ausbildung in einer renommierten Kosmetikfachschule und alles ist super und ich freue mich schon sehr endlich die Ausbildung zur Kosmetikerin zu beenden und aus der Kosmetikschule rauszukommen, aber wenn man solche Nachrichten hört, dann verdirbt das einen ein bisschen die Vorfreude.

  3. Rudolf Steiner sagt:

    Einmal mehr – soviel zur neoliberalen Theorie der Trickle-Down-Economics…

  4. Sacha Meier sagt:

    Die im Artikel angestllten Zahlenspielereien zeigen exemplarisch die Absurdität der ganzen Mindestlohn-Thematik. Die Anwendung in jedem Staat mit Mindestlohn hat gezeigt, dass eine solche Lohngrenze ein gordischer Knoten ist: Entweder ist er zu tief – oder zu hoch. In der Praxis durchgesetzt haben sich in der Folge Mindestlöhne, die sich an den tiefsten bezahlten Löhnen orientieren. Das wird auch in der Schweiz so kommen, sollte die Initiative überhaupt durchkommen. Viele Menschen haben ganz einfach noch nicht begriffen, dass wir mit den WTO-1995-Beschlüssen die soziale Marktwirtschaft unwiederbringlich die Toilette runtergespült haben. Im Tausch gegen asiatische Billiggüter haben wir uns den westlichen Neo-Feudalismus angelacht. Da besteht die einzige Existenzberechtigung des arbeitenden Menschen darin, seine führende wirtschaftliche Elite noch reicher und mächtiger zu machen – und zwar für die nächsten Jahrhunderte. Der Mensch ist und bleibt ein dummes, einfältiges und gieriges Wesen – ohne jede ökonomische und ökologische Intelligenz und Lernfähigkeit. Ein Fehlgriff der Evolution, so zu sagen. Darum wiederholt sich auch Geschichte immer wieder.

  5. Rappenspalter sagt:

    Kurze Frage: Sind die Statistiken steuerbereinigt?

    Falls nicht würde der Zürcher wohl doch mehr verdienen als alle anderen …

  6. Hans Weihrich sagt:

    Warum kommt dieser Artikel genau jetzt. Ah mir geht ein Licht auf: Herr Städler und der linke Tagi möchten wohl den Mindestlohnwahlkampf im bevölkerungsreichen Zürich beeinflussen.

  7. ben contento sagt:

    Meritokratismus, Leistung ist der Massstab des Wertes einer Person.
    Wo bleibt bei iherer Perspektive das Leben?
    Sie kategorisieren Menschen, wie sie es höchstwahrscheinlich ähnlich mit ihren Lernkarteien während dem Studium gemacht haben. Ist es nicht ein wenig egozentrisch den Mensch entweder als behindert, dumm, faul oder tüchtig abzutun und dementsprechend ein Urteil zu fällen!
    Nicht das System soll den Mensch formen, sondern die Menschen sollen versuchen das System genauso vielfältig zu gestalten, wie die Menschheit an sich ist.
    Das Leben wird verschieden gelebt, bemühen wir uns doch diese Diversität würdig zu gewährleisten.

  8. Dupont Urs sagt:

    Es ist erstaunlich wie immer wieder diese Leier von den tiefen Frauenlöhnen hervorgeholt wird. Tendenziös und völlig unwissenschaftlich publizieren “Gleichstellungsbüros” (überwiegend oder sogar ausschliesslich von Frauen besetzt) völlig aus der Luft gegriffene Zahlen, die sehr viele Komponenten für die Lohnfindung beiseite lassen. Wäre da wirklich ein signifikanter, objektiver Lohnunterschied, würde doch kein halbwegs vernünfiger Arbeitgeber noch Männer anstellen, wenn er zu tieferen Kosten die gleiche Leistung von einer Frau erhalten könnte.

  9. Tabi sagt:

    Wenn jemand keinen vernünftigen Job hat, weil er an einer Behinderung leidet -> fair; wenn jemand keinen vernünftigen Job hat, weil er schlicht nicht intelligent genug ist -> fair ==> Diesen Leuten muss sich die Gesellschaft annehmen…

    Wenn jemand jedoch schlicht zu faul war, eine vernünftige Ausbildung zu absolvieren und nach der Service-Lehre gedacht hat, gut das reicht mir jetzt (es gäbe da zum Beispiel die Hotelfachschule…), und das ist der grösste Teil der Leute, die keinen vernünftigen Job haben, dann sehe ich nicht, wie dies das Problem der Wirtschaft ist oder sein kann…

    Jeder soll soviel Lohn kriegen, wie er an Mehrwert erwirtschaftet und wenn man hald zu faul war, dann ist das eben so…Ich habe einen Hochschulabschluss…mache zurzeit noch ein Doktorat und arbeite gleichzeitig…und bin noch zusätzlich in einer beruflichen Weiterblidung…dafür verdiene ich mehr als das 2.5Fache des vorgeschlagenen Mindestlohnes mit fast unbeschränktem Upside…So ist das Leben…Gebt euch mal etwas Mühe!

    • Sie reden vom hohen Ross herab! Noch besser wäre es, wenn Sie Ihre Ausbildung selber bezahlen würden, denn Hochschulen sind vom Steuerzahler massiv subventioniert (habe selbst auch Hochschulabschluss und weiss, wovon ich spreche).

      • Tabi sagt:

        Freue mich sehr über das zahlreiche Feedback.

        Die ich bis an mein Lebensende, so hoffe ich doch, x-fach zurückbezahlen kann, und dies insbesondere weil mir diese Ausbildung finanziert wurde. Gleichzeitig führt das Finanzieren der Ausbildung en globo dazu, dass gewisse Wirtschaftszweige überhaupt erst in der CH tätig werden. Auch ist mein Studium ein sehr wirtschaftliches, da relativ günstig im Vergleich zum später zu erwartenden zusätzlichen Steuersubstrat und den positiven Externalitäten.

        Natürlich bin ich aber auch in diesem Punkt der Meinung, dass die Ausbildung von jedem Studenten zumindest zu einem grösseren Teil selbst finanziert werden soll als dies heute der Fall ist, beispielsweise über aufgenommene Darlehen. Der Staat soll Leute ausbilden, die in Politik, Wirtschaft und Verwaltung benötigt werden und den Studenten nicht ihr Hobby finanzieren. Dies wollen jedoch die selben Leute nicht, die für den Mindestlohn stimmen werden.

        Bzgl. Meritokratismus, Leistung ist auf jeden Fall der Massstab des Wertes einer Person für die Gesellschaft. Die Frage ist jedoch, wie Leistung definiert ist. Hier gibt es verschiedene Formen und gegeben, dass die von der Gesellschaft gewünschte Leistung in funktionierenden Märkten erbracht wird, wird sie. Die Möglichkeiten sind grenzenlos, man muss sie nur beim Schopfe packen und nein, dazu braucht es keinen Universitätsabschluss…

        Vererbung von Intelligenz ist übrigens eine Tatsache, auch sehr wichtig ist natürlich das sozioökonomische Umfeld in dem das Kind aufwächst. So sollte es nicht den ganzen lieben langen Tag vor der Kiste hocken und hopsenden seltsamen Figuren zuschaen, sondern auch ab und zu einmal ein Buch lesen, einen Text schreiben, sich in einem Verein engagieren oder sonst was sinnvolles mit dem Leben anfangen, wodurch es auch gefördert und gefordert wird.

        Wer leisten will, wer für sich und die Gesellschaft Mehrwert generieren will, der kriegt mehr als den angestrebten Mindestlohn, wer dies nicht will, der eben nicht und deshalb braucht es keinen Mindestlohn. Wir wollen Leute, die der Gesellschaft einen Mehrwert generieren und nicht Leute, die durch einen zu hohen Mindestlohn davon abgehalten werden Mühen auf sich zu nehmen oder Risiken einzugehen und damit das Optimum für die Gesellschaft und für sich aus sich herauszuholen.

    • ben contento sagt:

      Meritokratismus, Leistung ist der Massstab des Wertes einer Person.
      Wo bleibt bei iherer Perspektive das Leben?
      Sie kategorisieren Menschen, wie sie es höchstwahrscheinlich ähnlich mit ihren Lernkarteien während dem Studium gemacht haben. Ist es nicht ein wenig egozentrisch den Mensch entweder als behindert, dumm, faul oder tüchtig abzutun und dementsprechend ein Urteil zu fällen!
      Nicht das System soll den Mensch formen, sondern die Menschen sollen versuchen das System genauso vielfältig zu gestalten, wie die Menschheit an sich ist.
      Das Leben wird verschieden gelebt, bemühen wir uns doch diese Diversität würdig zu gewährleisten.

    • markus schellenerg sagt:

      Wenn jeder soviel erhalten soll wie er an Mehrwert erwirtschaftet, so müsste man die meisten Managementlöhne massiv verringern und den Aktionären eine Rentabilität von maximal 2% zugestehen. Konsequenz: Die Büezer erhielten dann zwei mal mehr als heute, nämlich das was sie zum Mehrwert beitragen. Dann bin ich mit ihnen einverstanden.
      Die Mähr vom Faulen Büezer und dem fleissigen Hochschulabsolveneten ist hingegen in etwa so unhaltbar wie die göttliche Herkunft der Französischen Könige.
      Ein weiteres Problem ist der Ansatz: wer nur genügend Einsatz leistet, kann Alles erreichen. Auch hier zeigen die Statistiken deutlich, dass diese sogenannte “soziale Mobilität” eher Ausnahme als Regel ist: 75% der Schweizer Hochschulabsolventen haben Eltern, welche selber studiert haben. Ich hoffe jetzt, dass daraus nicht geschlossen wird, dass Intelligenz vererbt wird! Vererbt wird nur die Ungerechtigkeit.

    • Reto Stadelman sagt:

      @Tabi
      Gratuliere, und jetzt halten sie sich gut fest auf ihrem hohen Ross. Sonst wird der Sturz um so schmerzhafter sein…
      @contento
      Tatsächlich ist diese Ideologie darauf aufgebaut, dass der Sinn des Lebens Arbeit ist. Das Leben ist die Arbeit und umgekehrt. Meritokratismus hat auf seine Art genau so einen absoluten Wahrheitsanspruch wie es z.B. das Christentum früher einmal hatte. Das macht ihn so gefährlich, denn er führt früher oder später unweigerlich in eine Feudalstruktur mit Adeligen die sich als “von Gott erwählt” erachten. War alles schon da, im Westen nichts Neues…

    • Tonja sagt:

      Natürlich arbeiten nur Menschen die viel zu faul sind im Service! Da hat einer trotz seines Hochschulstudiums noch nie über seinen eigenen Tellerrand hinausgeblickt. Auch für jene die einen Hochschulabschluss haben (wenn Sie denn so möchten von einer Hotelfachschule) liegt der Lohn in diesem Sektor unter dem geforderten Mindestlohn. Ganz zu vergessen, dass dieser „nicht vernünftige Job“ beinhaltet solche arroganten Schnösel wie Sie zu bedienen und Ihnen ein Gastronomisches Erlebnis zu bieten. Was für ein Zuckerschlecken. Zudem würde kein einziges Gastro- Unternehmen ohne unterbezahlte Künstler (die meisten mit Hochschulabschluss) die sich dadurch ihren kargen Lohn aufbessern sowie Studenten funktionieren! Vielleicht denken Sie ja daran wenn Sie das nächste Mal die Arrgoganz besitzen den faulen „Bediensteten“ kein Trinkgeld zu geben von ihrem unbeschränkt grosszügigen Gehalt. Geben Sie sich doch etwas Mühe!

      • Tabi sagt:

        Dann müssen sich diese Leute vlt überlegen, warum Sie diesen Job gewählt haben…dass man nach einer Coiffeur-Ausbildung oder im Service keinen grossen Lohn erhält ist kein Geheimnis…jeder hat selbst in der Hand, was er aus sich macht…zwischendurch eine halbe Minute ans Denken oder Planen des eigenen Lebens zu verschwenden schadet nicht,

  10. kunz rudolf sagt:

    “….Genfersee Regikon Fr. 200.– weniger” stimmt absolut nicht: eine 4-Zimmerwohnung entspricht in Genf einer 5-Z.-Wohnung. Wenn Sie mir hier eine 5 Z.-W. zum Preis von Fr. 1500.– finden bin ich Abnehmer !!!

  11. Hr. Schneider sagt:

    1760 Franken für eine 4 Zimmer Wohnung in Zürich`? Das war vor 20 Jahren, liebes Bundesamt für Statistik (BFS). Für dne Preis gibt es nur 3 1/2 mit 62 quadratmeter und nicht mehr.

  12. Ändu sagt:

    Wie sollen die Zahlen zu den Mietpreisen zu verstehen sein? Ich würde gerne in Bern ein 4 Zimmer Wohnung für 1330 CHF sehen! Und das soll der Durchschnitt sein? Es mag wohl für den ganzen Kanton stimmen, aber das lässt sich ja in keiner Weise mit Züich vergleichen.

  13. d p e sagt:

    DANKE! Endlich nicht unbrauchbare Mittelwerte sondern endlich Quantile. MERSSI

  14. Oliver Steiner sagt:

    Das wundert einem nicht. Weil beispielsweise sowohl der Kanton und die Stadt Leistungen wie die Reinigung auslagern. Auch die von einer SP-Frau geleitete Stadt Zürich (!). Und da man ja an die WTO-Regeln gebunden ist, nimmt man jeweils den günstigsten Anbieter. Angebote können nur so günstig sein, weil man den Mitarbeiter den tiefstmöglichen Lohn bezahlt. Das weiss die Stadt. Das weiss der Kanton. Nur mehr Geld bezahlen für ehrliche Arbeit wollen sie nicht. Lieber polemische Parolen am SP-Parteitag schwingen. House of Cards live!

  15. Jutta Maier sagt:

    Und so etwas soll erwähnenswert sein? Es ist doch ganz logisch, dass dort, wo viele Menschen wohnen, der Konkurrenzkampf um Arbeit am grössten ist, was Arbeitgeber damit quittieren, dass sie die Löhne drücken, denn es findet sich immer jemand, der einen Hungerlohn annimmt. Besonders Frauen werden auf diesem Gebiet systematisch ausgebeutet.
    Dementsprechend ist auch die Entwicklung vorhersehbar, die der Schweiz büht, wenn auch weiterhin alle Tore offen sind.

    • A.Räber sagt:

      Sehr geehrte Frau J. Maier: “Wer für alles offen ist, kann doch nicht ganz dicht sein.”
      Genau dies ist die Absicht der helvetistanischen Führungsriege, sie wollen damit die Leute gegeneinander aufhetzen. Und: Wer sich den Grossteil seiner (Lebens)-Zeit abrackern muss, um zu überleben, hat ja bekanntlich keine Kraft mehr,sich zu wehren gegen eine korrupte Führung .Ein altes, aber probates Mittel, um das Volk “ruhig” und unten zu halten, siehe Kim Jongs “Repuplik”.Vielleicht geht unsere pollit. Elite bei Kims ranghohen Militärs diesbezüglich in die Lehre, wenn sie sich hier bei uns ( auf Kosten unserer Steuern!) weiterbilden lassen.Das Ganze ist sicher nicht eine Politik der Oeffnung des Denkens, im Gegenteil, das soz. Klima wird immer rauher, da der Lebensstandard vorallem der Tieflöhner kontinuierlich sinkt.Deshalb am 18.Mai: Ja zum Mindestlohn und Nein zum “Gripen”.

  16. Schlup sagt:

    Durchschnittslöhne zeigen nur einen Teil der Wahrheit. In Bern putzen Angestellte eines 4 Stern Hotels für CHF 13 pro Stunde!

    • Sandra P. sagt:

      Durchschnittsmieten auch. 1700 Franken kosten freie 2-3-Zimmerwohnungen auf dem Markt. Frei werdende 4-Zimmerwohnungen kosten da 2100 Franken. Andere werden kaum inseriert.