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Wann ist ein Mann ein Mann?

Mathias Morgenthaler am Donnerstag den 14. Juli 2011

Es soll Männer geben, die auf die Frage, wer sie sind, mit der Aushändigung ihrer Visitenkarte antworten. Da steht es schwarz auf weiss oder golden auf dunkelgrau: Der Mann tut etwas Wichtiges, das bringt ihm einen Haufen Geld und Anerkennung ein, also ist er jemand in der Gesellschaft. Ihr Leben verläuft nach dem Schema: Tun – Haben – Sein. Wenn solche Männer ihren Job verlieren, sind sie niemand mehr. Andere vertrauen auf das Prinzip Sein – Tun – Haben. Sie schaffen etwas aus einem inneren Bedürfnis heraus und vertrauen darauf, dafür ein wenig Geld zu bekommen. Und wieder andere mühen sich 80 Stunden pro Woche ab in der Hoffnung, dadurch genug Geld zu verdienen, um irgendwann das Leben geniessen zu können. Muss das so sein?

Die «Männerzeitung» greift in ihrer neusten Ausgabe das Thema Arbeit auf, beleuchtet sehr unterschiedliche Facetten und gibt Anregungen für ein «Anderes Wirtschaften», wie es auf der Titelseite heisst. Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens wird darin ebenso diskutiert wie die Frage, warum unsere Gesellschaft eine lesbische Pfarrerin leichter akzeptiert als einen männlichen Kleinkindererzieher. In Interviews äussern sich Nationalrat Alec von Graffenried (Grüne) zu Väterpolitik und Männeranliegen und der ehemalige Bundesratssprecher Oswald Sigg zum Wert der Erwerbsarbeit und zu seinen Erfahrungen mit ehrenamtlicher Arbeit nach der Pensionierung. Das Heft bietet dem Leser einen abwechslungsreichen Mix aus anspruchsvollen gesellschaftspolitischen Themen, Portraits, Trends (zum Beispiel: Rent a Rentner GmbH) und satirischen Betrachtungen zur Männerarbeit. Darüber hinaus erfährt der Leser, wie sich Männer in Online-Foren über ihre langweilige Arbeit hinwegtrösten und welche Methode garantiert dazu verhilft, sich wieder mit dem eigenen Job zu versöhnen.

Männerzeitung Nr. 42 ist via www.maennerzeitung.ch zu beziehen.

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