Marlboro Boys

Fotografin Michelle Siu zeigt irritierende Bilder nikotinsüchtiger indonesischer Jungs.

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Ilham Hadi, who has smoked up to two packs a day, poses for a photo wearing his third grade uniform while smoking in his bedroom on February 14, 2014. (Photo By: Michelle Siu)

Billige Zigarettenpreise, eine extrem starke Tabaklobby, aggressive Werbung und fehlende Prävention sind Gründe weshalb Indonesien eine der höchsten Raucherraten (unter Männern) aufweist. Viele beginnen in sehr jungen Jahren damit, wie Ilham Hadi (Bild oben), der schon als Knirps zwei Schachteln konsumierte.

Ilham Had raucht in seinem Zimmer.

Five-year-old Ardian Azka Mubarok smokes at his home in Garut, Indonesia on March 27, 2015. (Photo By: Michelle Siu)

Ardian Azka Mubarok (5) aus Garut.

Illham Muhamad, who has smoked since he was five years old, poses for a photo as he slowly inhales his first cigarette of the day at his grandmother's home on February 10, 2014. He does not attend school and if his grandmother refuses to give him money to buy cigarettes he will go through withdrawal and cry and throw fits. (Photo By: Michelle Siu)

Illham Muhamad raucht seit er 5 ist.

Dihan Muhamad, who used to smoke up to two packs of cigarettes a day before cutting down, smokes while his mother breast feeds his younger sibling on February 10, 2014.(Photo By: Michelle Siu)

Dihan Muhamad raucht während seine Mutter seinen jüngeren Bruder stillt.

Cecep poses for a photo as he smokes on February 10, 2014. (Photo By: Michelle Siu)

Cecep posiert rauchend für ein Foto.

Dihan Muhamad, who used to smoke up to two packs of cigarettes a day before cutting down, poses for a photo as he smokes in his home on February 10, 2014. (Photo By: Michelle Siu)

Dihan Muhamad.

Andika Prasetyo, who smokes about a pack a day, has a smoke outside an internet cafe on February 16, 2015. (Photo By: Michelle Siu)

Andika Prasetyo konsumiert täglich eine Schachtel Zigaretten.

Dihan Muhamad, who has smoked up to two packs of cigarettes a day before cutting down, poses for a photo as he has his first cigarette at 7AM at his home before he attends his first grade class on February 10, 2014. (Photo By: Michelle Siu)

Dihan Muhamad

 

24 Kommentare zu «Marlboro Boys»

  • beat sagt:

    In den indonesischen Staatsfernsehen gibt es kaum RaucherWerbung. In den beliebtesten Soaps wird nicht getrunken, nicht geküsst und nicht geraucht. Die meisten sehen nichts anderes. Die billigste Packung kostet fr 1.20. Eine portion Reis kostet fr 0.50. Wenn sie Hunger haben, rauchen sie oft eine Zigi. Oder eben, die billigste erhältliche Droge. Kommt dazu, was sollen sie sonst tun….??? Ausser auf der Strasse treffen, was nichts kostet, und zusammen eine Packung rauchen.
    Rauchen ist hier immer noch ein Status symbol….

  • Martin Hellweg sagt:

    Mir kommt das so vor, wie wenn man den Kindern Revolver verteilt und eine Kugel reinsteckt und sagt, jeder der sich die Knarre an die Schläfe hält und abdrückt ist ein ganz mutiger Kerl. Dass jeder 8te dabei draufgeht, ist ja scheissegal – es gibt ja genügend Kinder. Wetten auch, dass viele Kinder in diesem Alter das „game“ machen würden. Ist doch voll pervers sowas… Beim Tabak lässt man es aber durch…

  • Stefan Moser sagt:

    Ist es richtig, ästhetisch und handwerklich solch grandiose Bilder zu diesem Thema zu machen? Verstörend ist höchstens das Alter der Rauchenden, ansonsten sehe ich puren Genuss.

  • Stefan Heimgartner sagt:

    Wenn ich so etwas sehe, kommt bei mir purer Hass gegen diese Industrie auf. Die Tabakindustrie respektiert das menschliche Leben nicht. Sie behandelt diese Menschen als Ware, aus denen man lediglich Profit herausziehen muss. Ist doch denen völlig egal, wenn so ein Knirps vor die Hunde geht. Mit gezielten Werbekampagnen auf Kinder, dem Vertuschen von gesundheitlichen Risiken, der Manipulation von Behörden, der Zugabe von aromatischen Stoffen, um Kinder anzuziehen… All diese Machenschaften sind doch eigentlich hochkriminell…? Gerade in Indonesien, wo so strenge Drogenhandelsgesetzte gelten (Todesstrafe). Kinder mit Tabak zu verführen endet ja genau gleich. Warum ist man hier nicht strenger…?

    • Benni Aschwanden sagt:

      Es ist zu einfach, die Schuld am Konsum immer dem Anbieter zuzuschieben. Genau so wenig ist McDonalds schuld an übermässigem Burgerkonsum oder Feldschlösschen an Alkoholabhängigkeit. Das ist bequemes Abschieben der Eigenverantwortung. Bei den Kindern hier müsste die Einstellung der Eltern bzw. Erziehungsverantwortlichen hinterfragt werden. Die scheint das nicht gross zu kümmern, sind wohl mit anderem beschäftigt. Der Druck, so jung mit Suchtmitteln zu beginnen liegt wohl kaum in Reklamewirkung sondern eher in Beeinflussung durch das soziale Umfeld.

      • Andrea Keller sagt:

        Tabakkonzerne zielen auf Kinder und Jugendliche. Das sind ihre primären Opfer, die die Werbung ungefiltert aufnehmen. Klar versagt das soziale Umfeld völlig. Wahrscheinlich wissen diese Leute nicht mal wirklich, dass Rauchen sehr schädlich ist, v.a. für kleine Kinder. In einem Land wie die Schweiz spielt die soziale Kontrolle viel besser als in Indonesien. Daher wäre es in einem solchen Land noch viel wichtiger, dass der Staat da eingreift wo die Eltern versagen. Es geht NUR um den Schutz der wehrlosen – der Kinder. Die Idee, dass die Tabakkonzerne da völlig passiv sind und ihre Produkte einfach völlig unschuldig verkaufen zieht doch einfach nicht. Leute, macht die Augen auf!

      • Harry Beau sagt:

        herr aschwanden: die typischen rechtfertigungen der werbebranche, die sich als non-profit organisation sieht!

  • Alex Steiner sagt:

    Die coolsten Kinder der Welt.

    • EMB sagt:

      Lieber Herr Steiner,

      was bitte soll daran cool sein???
      Die armen Kerle werden wohl nicht mal 20, 25 werden, wenn die schon im Primarschulalter schloten wie die Grossen! Auf einen Organismus, der im Wachsen begriffen ist, sind die über 4800 Chemikalien (und davon 250 Giftstoffe! Siehe z.B. –> http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/was-in-der-zigarette-steckt-chemikalien-gifte-1.1736172) die in einer normalen Zigi drin sind, noch viel, viel schädlicher als bei einem Erwachsenen! Warum wohl empfiehlt man Schwangeren wohl dringend, auf das Rauchen zu verzichten??

      Cool ist das also garnicht, sondern nur himmeltraurig!

      • Martin Hellweg sagt:

        Ich finde dieses statement nicht einmal lustig, wenn es ironisch gemeint ist. Diese Bilder zeigen höchstens, dass einige Dinge fundamental falsch laufen und der menschliche Wert verachtet wird.

  • Manuela Stüssi sagt:

    Drecks Tabakindustrie…. kann ich da nur noch sagen. Genau so wäre es auch bei uns, wenn wir nicht Vorschriften hätten. Es gibt nur einen Weg, diesen Dreck, von unserer Gesellschaft zu verbannen, indem man denen die Zähne zieht, sprich strikte Werbeverbote. Jetzt kommt natürlich wieder das übliche Geplapper, jeder müsse selber entscheiden was er tut. Wie bitte, kann so ein Kind abschätzen, was es tut. Die Eltern werden zu schwach sein, um irgendetwas dagegen zu tun. Diese Kinder werden wahrscheinlich kaum erwachsen, sind sie schon an Lungenkrebs gestorben.
    Rauchen muss uncool und unattraktiv gemacht werden, nicht männlich, nicht weiblich, nicht sexy, nicht abenteuerlich, nichts gar nichts. Wir sind viel zu lieb mit diesen subtilen Tötungsorganisationen.

    • CATO MAJOR sagt:

      Naja, dein Fanatismus ist mir suspekt, deine guten Absichten werden dadurch pervertiert. Fang mal mit dem Verbieten des Autofahrens an, das weitaus mehr Menschen pro Jahr tötet.

      • Manuela Stüssi sagt:

        Erstens, Herr Major, sind wir nicht dutzies, daher bleiben Sie bitte schön beim Sie, solange ich Ihnen als Frau nicht das Angebot zum „Du“ mache, okay?

        Zweitens scheinen Sie nicht verstanden zu haben worum es geht. Die Tabakindustrie nimmt ganz gezielt Massnahmen vor, um unmündige Menschen, welche die Konsequenzen ihrer Handlungen noch nicht begreifen in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen, bei welchem Sie eines ihres wichtigsten Gutes – ihre Gesundheit – verlieren. Das ist in einem allerhöchsten Ausmass verwerflich und zudem traurig, dass es Menschen wie Sie gibt, die ein solches Treiben nicht ebenfalls aufs Schärfste verurteilen. Autofahren macht die Leute physisch und psychisch nicht abhängig und führt ebenfalls nicht zum Tod beim systematischen Konsum. Ein Unfall ist etwas ganz Anderes aber das muss man halt auch auseinander halten können…

        Jetzt noch kurz zu ihrer komischen Aussage über die Autos: http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00041/00612/03652/03653/?lang=de

        300 Tote im Verkehr gegenüber 9500 durch Tabak… noch Fragen an den Ueberführten?

        • Claudia Egger sagt:

          Es sind irritierende Bilder – besonders der Knirps, der neben seiner stillenden Mutter wie ein alter Profi raucht. Aber ich muss Cato (cetera censeo…) zustimmen: Es ist nicht die böse, böse Tabak-Industrie, die diese Knaben zum Rauchen bringt oder zwingt. Diese Kinder sind sozial verwahrlost – es fehlen offensichtlich Eltern, die ihnen klar machen, was geht und was nicht. In Indonesien, Indien etc. ist Khat kauen eine weit verbreitete und akzeptierte Form der Sucht. Khat ist extrem bitter und ekelhaft im Geschmack, Rauchen geht da einfacher und ist – offenbar gerade für Kinder – mit weniger Ekelgefühlen zu konsumieren. Könnte es da sein, dass wir es bei diesen rauchenden Knirpsen mit einem differenzierter zu betrachtenden gesellschaftlich bzw. kulturell erklärbaren Phänomen und nicht bloss nur mit simplem Gut und Böse zu tun haben?

          • Manuela Stüssi sagt:

            Doch Frau Egger, es ist eben genau die böse Tabakindustrie. Es ist diese Industrie, die genau das, was Sie richtigerweise erwähnt haben, das „offensichtliche Fehlen der Eltern, die ihnen klar machen, was geht und was nicht geht“ knallhart ausnutzen und auf die schwächsten Glieder der Gesellschaft losgehen. Das ist ja genau der grosse Skandal an der Geschichte. Tabakkonzerne Frau Egger, umwerben nicht mehr Sie, weil Sie nicht mehr interessant sind für Sie. Ich gehe davon aus, dass Sie aus dem Alter sind, wo man Sie derart beeinflussen kann mit fiktiven Träumen. Sie umwerben die Kids und hängen Ihnen aus Profitgier eine tödliche Sucht an. Das ist Fakt und da muss ein Gegenüber her, der diesen Firmen einen wirksamen Riegel schiebt. Wer schon mal in Indonesien war, weiss, dass in dieser Beziehnung überhaupt nichts läuft.

          • Claudia Egger sagt:

            @ Stüssi: Ein Werbeverbot wird wenig bringen. Besser wäre es Massnahmen zu entwickeln, damit die Eltern dieser sozial verwahrlosten Kinder in die Gänge kommen. Ihre soziale Verwahrlosung wird sich nicht nur beim Thema Rauchen zeigen, sondern sich auch in anderen Lebensbereichen äussern – für die nicht die böse Tabakindustrie verantwortlich gemacht werden kann. Und was mich auch beschäftigt: Woher, wenn nicht von ihren Eltern, haben vier- und fünfjährige Buben das Geld für ihre Sucht? Könnte es sein, dass auch der Papa nikotinabhängig ist und seinem Knirps das Rauchen gestattet?

          • Michael Mai sagt:

            Frau Egger, Khat wird sicher nicht in Indien oder Indonesien gekaut, es ist eine Droge die in Ostafrika beliebt ist. Sie verwechseln das wohl mit dem Betelbissen. Khat ist sehr teuer und muss frisch sein dass es wirkt- das könnte sich der Durchschnittsinder/indonesier niemals leisten…

  • Paul W. sagt:

    Im Prinzip tun sich erwachsene Raucher hierzulande ja dasselbe an, obendrauf noch jahrzentelang. Es ist genauso abstossend und, da mündige informierte Alphabeten, verantwortungslos, gar unverständlicher als bei diesen bildungsfernen Marlboro Boys der indonesischen Gosse.

  • Olivier sagt:

    grossartige Bilder und gleichzeitig etwas vom abstossendsten dass ich je gesehen habe. erbarmen um diese Jungen

    • mamivo4 sagt:

      das empfinde ich genauso! und frage mich gleichzeitig, weshalb lassen das die eltern zu? sollte man nicht da anfange?
      die kinder tun mir unendlich leid!

      • Roger Kloos sagt:

        Ich empfinde Bilder, mit Kindern die einen Hungerbauch haben, genau so beeindruckend, jedoch zeigen sie viel grösseres Elend.

        • Peter Guntlin sagt:

          Herr Kloos

          Meiner Meinung geht es nicht darum, was jetzt nun schlimmer ist. Dass einige Kinder nichts zu essen haben und einen Hungerbauch haben, das ist in der Tat eine tragische Sache. Ich glaube aber nicht, dass jemand mit Absicht auf dieser Welt etwas tut, was zu Hungerbäuchen führt. Es ist ein logistisches Problem, dass Nahrung in diesem Ausmass nicht überall vorhanden ist.

          Anderseits werden aktiv junge Menschen ins Verderben geritten, in dem man Ihnen über geschickte Werbung eine Sucht anhängt. Erwachsene Süchtige tun mir nicht leid, denn Sie sind wirklich selber schuld. Aber Kinder sind Opfer, einfache Opfer von solchen Werbekampagnen und gierigen Tabakkonzernmanagern.

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