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Archiv für die Kategorie „Homestories“

Spiegel, Spiegelungen

Marianne Kohler am Dienstag den 17. März 2015

Einem himmelblauen Juwel gleich sticht das Zuhause des legendären Schweizer Architektenpaars Trix und Robert Haussmann aus dem Zürcher Seefeldquartier heraus. Wer eintritt, gerät in ein postmodernes Panoptikum der Stile und Formen, welches er inspiriert und bereichert wieder verlässt.

Fotos: Rita Palanikumar für 13photo

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Das erste, was auffällt, sind die Spiegel. Sie sind überall. Auch an Orten, an denen keiner sie erwarten würde, wo sie aber durchaus Sinn machen. Hinter den Bücherregalen schaffen sie Tiefe und Eleganz; in der Küche, wo normalerweise Keramikplatten hängen, vergrössern sie raffiniert den Raum; an den Dachfenstern sorgen sie für entscheidend mehr Licht. Und überall geben diese Spiegel den Blick frei in andere Zimmer, lassen sie die Räume zusammenkommen, kreieren sie Transparenz – und eröffnen neue Perspektiven 

Spiegel und Spiegelungen, das ist das Generalthema, das Markenzeichen des kreativen Schweizer Architektenpaares Trix und Robert Haussmann.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Spiegel, Farbe, Kunst und Design sind die Bausteine der Einrichtung des eleganten Hauses des Architektenpaars Trix und Robert Haussmann.

Zuerst setzen wir uns in einen Raum mit einem grossem Tisch und einer riesigen Papierleuchte, hier war früher das Atelier. Zwischen zwei grossen Bücherwänden, wo eine umfangreiche Bibliothek mit Design-, Architektur- und Kunstbänden Platz findet, fühlen wir uns wie in einer Wunderkammer, wie mitten in einem Kaleidoskop. Bücher und Spiegel spielen mit dem Auge des Betrachters, immer neue Muster entstehen, ausgehend von den bunten Bücherrücken. Bei genauem Hinsehen allerdings zeigt sich: Die Werke sind perfekt geordnet, nach Themen und Alphabet aufgereiht. Hier sind Bücher zuhause, die immer wieder gebraucht werden. Der 83-jährige Robert Haussmann und seine um ein Jahr jüngere Frau Trix denken nicht daran, sich aus Architektur und Design zurückzuziehen. Kreatives Schaffen gehört zu ihrem Leben.

Dabei können die beiden auf ein aussergewöhnliches und grosses Werk zurückblicken, dessen Dokumentation zahlreiche Bücher und Kataloge füllt. Die meisten ihrer Möbelstücke sind bekannt, gehören zu den grossen Designklassikern dieser Welt und werden heute oft wie wertvolle Kunstobjekte gehandelt. Von ihren Inneneinrichtungs-Konzepten sind nicht mehr alle vorhanden, so mussten beispielsweise die von Robert und Trix Haussmann postmodern-elegant gestalteten Zürcher Boutiquen Lanvin oder Courrèges neuen Geschäften weichen. Dafür kann man heute noch in der wunderschönen Kronenhallenbar, die Robert Haussmann im Jahre 1965 gestaltet und eingerichtet hat, einen Drink in stilvollem Ambiente geniessen.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Eines der Lehrstücke, das auch ein Architekturzitat ist: Der Schreibtisch, wie eine Brücke, ist aus Holz, der Marmor eine Trompe-l'oeil-Malerei.

Diese Umbauarbeit, welche die ambitionierte Aufgabe stellte, einen Coiffeursalon zur Bar des legendären Zürcher Restaurants Kronenhalle umzugestalten, bedeutete für den Innenarchitekt und Produktegestalter Haussmann den Schritt ins Feld der Architektur. Kurz darauf traf er seine Frau Trix, eine ausgebildete Architektin. Sie heirateten 1967 und gründeten gemeinsam das  Designstudio «Die  allgemeine Entwurfsanstalt». Seit damals arbeiten die beiden eng zusammen und widmen sich den verschiedensten Gestaltungsprojekten wie Architektur, Innenausbau, Möbel- und Produktedesign.

Ein alltäglicher Treffpunkt mit der Ästhetik des innovativen Paares ist der Zürcher Hauptbahnhof, dessen Shopping-Bereich und S-Bahnhof-Zonen die Haussmanns in den 1990er-Jahren gestaltet haben. Da sorgen unter anderem schwarz-weisse Streifen, blaue Decken, Marmorsäulen, beleuchtete Rolltreppen und Spiegel für Ruhe, Ordnung und Schönheit – und dies am meistbesuchten, lebendigsten Ort der Stadt.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Rund um den Esstisch stehen Freischwingerstühle von Mies van der Rohe.

Was das Paar im Grossen gebaut und im öffentlichen Raum gestaltet hat, findet man im Kleinen, im Privaten. Spiegel und Farben umhüllen die Räume, fügen sie zu einer Einheit zusammen, vergrössern sie und machen sie unglaublich elegant. Im Haus der Haussmanns ist eine Wohnqualität geschaffen worden, wie man sie nicht mehr oft antrifft. Denn flüchtige Wohntrends, die beinahe schon so nervös wechseln wie diejenigen der Mode, sowie eine allgemeine Label-Gläubigkeit und Statusmanie verdrängen vielerorts echte Schönheit und Wohnlichkeit. Trix und Robert Haussmanns Zuhause ist gewissermassen die Antithese zu dieser Entwicklung: Hier ist alles authentisch, mit viel Stil erschaffen, natürlich gewachsen.

Die Wohnung im Zürcher Seefeldquartier ist praktisch und elegant zugleich und in einfacher Selbstverständlichkeit schön. Im Eingangsbereich erwartet den Besucher erst mal eine Garderobe, aber bereits auch eine grosszügiges Regal mit Kunstgeschichte-Bänden. Die Bücher verführen einen zum Blättern und Stöbern, bevor man überhaupt den Mantel abgelegt hat. Danach tritt man in die eigentlichen Wohnräume; im Erdgeschoss befinden sich der Arbeits- und Studienraum mit der Bibliothek sowie die Büros.

Der Arbeitsraum ist in einem warmen Orange gestrichen, das Büro nebenan in kühlem Pistaziengrün. Auf die Frage, wie oft sie denn die Wohnung neu gestrichen hätten, antwortet Trix Haussmann, dieser Farbanstrich sei eigentlich erst der zweite und nun schon seit 12 Jahren bestehe. Und Robert Haussmann erzählt: dass sie auf einmal gemerkt hätten, wie alle Kreative –  die Künstler, Grafiker, Architekten und Designer in Paris, Barcelona oder Zürich – so ziemlich im gleichen Look wohnten. «Wir alle hatten weisse Wände, Kokosteppiche und edle Designerstücke, Le-Corbusier-Liegen. Aber wir hatten auf einmal genug davon, wir wollten Farbe im Haus.»

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Von den vielen Gebrauchsmöbeln, die die Haussmanns für renommierte Hersteller entworfen haben, ist das schwarze Palettenregal von Röthlisberger das einzige, das in der Wohnung zu sehen ist.

Die Haussmanns wollten eigentliche Farbräume gestalten. «Dafür musste der ganze Raum gestrichen werden», sagt Trix Haussmann, «also auch die Decke, die grösste, leere Fläche. Nur so kann das Licht farbig reflektieren und aus den Räumen herausleuchten – das geht aber nur, wenn ein Raum keine Stuckaturen hat, was in unserem Fall so ist.» 

Trix und Robert Haussmann suchten nach einem Farbkonzept, alle Farben im ganzen Haus mussten zueinander passen und zusammen harmonieren. «Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Farben ausgewählt hatten», sagt Trix Haussmann. «Zuerst haben wir die drei Kinderzimmer im oberen Stock gestrichen, um zu sehen ob es funktioniert. Danach die weiteren  Räume.» Das Holzwerk – vor allem Schränke und Fensterrahmen – sind in Weiss gehalten, Verbindungsräume wie Treppen und Flure grau gestrichen.

Schliesslich galt es, sich für einen Teppich zu entscheiden. «Nach dem wir jahrelang mit den Kokosteppichen und deren Unbeständigkeit kämpften, wollten wir den besten, stärksten und schönsten Teppich, auch diese Suche brauchte ihre Zeit», sagt Trix Haussmann. Der  mausbraungrauen Teppich, für den sich die beiden letztlich entschieden haben, hat die hohen Erwartungen offensichtlich erfüllt: Auch nach 12 Jahren hält er sich noch gut.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Orange ist die Farbe des Esszimmers im ersten Stock.

Vom Arbeitsraum geht es hinaus in den Garten. Auch dieser ist wie ein Wohnraum gestaltet, mit üppigem Immergrün, das Zeit zum Geniessen gewährt statt Jätarbeit zu fordern. Wiederum Spiegel, hier runde, die viel Aussicht bieten und gleichzeitig mit Verwunschenheit kokettieren. Schliesslich ein  Betonsessel von Stefan Zwicky, eine Hommage an Corbusiers  lc2. Entlang der Treppe, wie auch sonst überall im Haus, hängen in geometrischer Ordnung Kunstwerke, viele von Freunden und Wegbegleitern: Anton Bruhin, Johannes Iten, Richard Lohse, Hans Fischli, Otto Müller, Hans Arp oder Meret Oppenheim.

Die Gebrauchsmöbel, die Haussmanns entworfen haben und die serienmässig hergestellt worden sind von Firmen wie Knoll, Röthlisberger, DeSede, Wogg oder Horgenglarus, fehlen in der Wohnung – bis auf das eine: das schwarze Palettenregal. «Wenn wir unsere Möbel dauernd um uns stehen hätten, so würde ich dauernd an ihnen weiterarbeiten, sie verändern und nach Verbesserungen suchen», erklärt Robert Haussmann.

Im 1. Stock betreten wir das Wohnzimmer, und hier sind sie nun zu sehen, die Prachtstücke, diejenigen Möbel, welche Robert und Trix Haussmann «Lehrstücke» nennen. Die meisten sind in mehrjähriger Projekt- und Forschungsarbeit entstanden und wurden als Einzelstücke oder in limitierter Auflage produziert. Das Paar setzte sich intensiv mit der italienischen Renaissance auseinander, suchte in der Vergangenheit nach Neuem, kreierte Architekturzitate und spielte mit der Störung der Form durch Dekoration. Dafür benutzten sie aufwändige, alte Techniken wie Intarsien-Dekoration oder Trompe-l'œil-Malkunst.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Der Schnurstuhl ist das allererste Möbelstück, das Robert Haussmann entworfen hat und zwar noch in der Schule.

«Wir haben von den echten Modernisten gelernt, wir hatten Lehrer wie Willy Guhl, Johannes Iten oder Gerrit Rietveldt. Da stellten wir uns dann auch mal die Frage, wie lange Neues überhaupt noch möglich ist – und ob das Neue wirklich das Bessere bedeutet», sagt Robert Haussmann. Das war für Haussmanns der Beginn einer Auseinandersetzung  mit der Vergangenheit – und der Anfang der Suche nach einer neuen Moderne. 

Diese Möbel zitieren die Formensprache und die Geschichte der Architektur, sie sind praktisch und dekorativ zugleich, sie vereinen Intelligenz und Kreativität, und verführen die Fantasie der Betrachtenden. Und was die Kraft der Einzelstücke ausmacht, ist auch die Wirkung des Ganzen, des himmelblauen Zuhauses von Robert und Trix Haussmann: Es eröffnet neue Perspektiven, verführt mit seiner Eleganz und seiner Qualität.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Robert Haussmann am Tisch im Atelier.

Was die beiden in diesem Prozess schufen, ist schlicht fantastisch: Fantasievolles, das strengen Prinzipien gehorcht, Verträumtes, das mathematisch errechnet worden ist. Zum Beispiel dieser Spiegelschrank: Ein Türmchen, das kokett mit Wirklichkeit und Schein umgeht. Man kann es öffnen, darin sind Regale und Schubladen und Platz für viele Dinge. In den Spiegeln reflektiert sich der Raum und verleiht dem soliden Möbel eine scheinbare Transparenz. Oder jenes Sideboard: Geformt wie eine Brücke mit einem Finish wie schwarzer Marmor. Der vermeintliche Marmor aber offenbart sich aus der Nähe als bemaltes Holz, die einzelnen Bausteine erweisen sich als Schubladen. 

Und während wir die Gastfreundschaft von Trix und Robert Haussmann geniessen, Champagner trinken am grossen Arbeitstisch, wissen wir, dass wir nicht nur durch die farbigen Räume gewandert sind, sondern auch durch verschiedene Zeitepochen, erlebte, erforschte und interpretierte. Wir haben in den Spiegeln anderes gesehen als nur uns selbst: nämlich die Moderne im Rückblick entdeckt.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Ein Blick in das Bücherregal zeigt, mit welchen Themen sich das Architektenpaar intensiv auseinandersetzt.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Auch an den Bücherregalen spielen Spiegel mit spannenden Perspektiven.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Fast wie auf einem Bild von Giorgio de Chirico wirkt der verspiegelte Turmschrank.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Der Lichtstuhl ist als eines der ersten ironischen Möbelstücke entstanden, für eine Ausstellung des Werkbundes in den 60er Jahren.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Stilleben mit Objekten aus Holz vor einem Bild von Heiner Kienholz

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Kunst und Design in schöner Verbindung: Der Schuh ist ein Modell aus den 70er Jahren von Salvatore Ferragamo

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Der Bettüberwurf ist aus einem klassischen Stoff der Haussmanns.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Das Dachlukenfenster ist mit einem Spiegelrahmen versehen und bringt damit viel mehr Licht in den abgeschrägten Raum.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Ein Herrendiener im Schlafzimmer wird, von Kunst umgeben, zur kleinen Alltagsskulptur.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Die Schrankwände im Schlafzimmer vergrössern optisch den Raum und schaffen auch mehr Licht

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Im Garten steht der berühmte Corbusier-Sessel in einer Interpretation aus Beton von Stefan Zwicky.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Auf eine charmante Art bringt ein grosser, runder Spiegel dem kleinen Stadtgarten mehr Grösse, Ausblick und ein wenig Poesie.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Ein interessantes Spiegel-Lehrstück der Haussmanns: Thonetstühle und der Blick in den Stadtgarten, in dem auch ein Spiegel für neue Ausblicke sorgt.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Eines der Lehrstücke ist der verknotete Spiegel. Davor steht, auch Verflechtungen und Windungen zeigend, ein Schaukelstuhl von Tonet.

Robert und Trix Haussmann, Design Ikonen, ©Rita Palanikumar

Die Spiegel und Spiegelungen zeigen sich hier als poetische Fotografie der Fotografie

Die Geschichte haben wir für das Magazin «Weekender» produziert, inzwischen sind Trix und Robert Haussmann umgezogen.

 

 

 

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Auszug aus dem Paradies

Marianne Kohler am Dienstag den 24. Februar 2015

Diese Homestory ist eine Abschiedsgeschichte: 21 Jahre lang wohnte Gabriela Panchaud mit ihrer Familie in dem schönen Einfamilienhaus zwischen Wald und Wohnquartier in Gockhausen bei Zürich. Nun sind die Kinder erwachsen, ein Enkelkind ist auch schon da, und Gabriela und ihr Mann Reto entschlossen sich, das Haus zu verkaufen und in die Stadt zu ziehen. 

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Für Gabriela Panchaud, deren Haus Rita kannte, ist dieser Beitrag so etwas wie ein Abschiedsgeschenk. In diesem Frühling ziehen sie und ihr Mann Reto, der Ökonom ist, aus. So besuchten wir Gabriela Panchaud an einem sonnig sanften Tag im letzten Herbst und fanden das Haus im allerschönsten Licht. Das aussergewöhnliche, naturnahe Haus wurde Mitte der 80er-Jahre vom Atelier Neuenschwander gebaut. Gründer Eduard Neuenschwander (1924–2013) gehört zu den bedeutenden Architekten der Schweiz und hat in den 50er-Jahren in Gockhausen interessante Bauprojekte wie Künstlerateliers, Einfamilienhäuser und Landschaftsgärten umgesetzt. Dazu gehört auch das Architekturbüro Atelier Neuenschwander, das nun seinem Sohn, dem Architekten Matti Neuenschwander gehört. Matti Neuenschwander war verantwortlich für den Bau des Hauses der Panchauds.

Das Haus war perfekt für das Familienleben der Panchauds. Gockhausen liegt unmittelbar bei Zürich, bietet aber viel Naturnähe und ein kinderfreundliches Umfeld. Da dieser Abschnitt des Lebens nun vorbei ist, hat sich das Paar entschlossen, die Zelte in der Vorstadt abzubrechen und mitten in die Stadt zu ziehen, in eine Eigentumswohnung an der Europaallee. Gabriela erklärt: «Mit drei jungen Erwachsenen im Haus standen wir immer mitten im Leben. Jetzt, da alle ausgezogen sind, ist der Alltag hier eher ruhig und beschaulich geworden. Mit dem Umzug in die Stadt möchten mein Mann und ich wieder näher am Geschehen sein, ein urbanes Leben führen und den Puls der Zeit stärker spüren.» 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Natur, der Garten und der Wohnbereich fliessen zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Denn der Garten ist gelungene Landschaftsarchitektur mit kleinem Teich, grossen Bäumen, viel Grün und unterschiedlichen Ebenen. Eduard Neuenschwander hat frühe Lehrjahre in Finnland bei Alvar Aalto absolviert. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz liess er sich in Gockhausen nieder und hat da die Landschaft so umgestaltet, dass die Lebendigkeit der Natur in starkem Bezug zur organischen Asymmetrie seiner Häuser steht. Der Garten der Panchauds ist auch in diesem Stil gehalten: Ein natürlicher Bach fliesst mitten hindurch und wurde in der Mitte zu einem Teich aufgestaut, mit grossen Steinblöcken wurden unterschiedliche Ebenen geschaffen, und überall wachsen Bäume, Blumen und Sträucher. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Architektur zeigt die typischen Merkmale der 80er-Jahre: einen sanft postmodernen Stil, Rundungen und eine gelungene Verbindung von Beton, Holz und Stahl. Der kleine Balkon hat Multifunktion: Er bietet einen direkten Ausgang von der Küche in den Garten, ein kleines Vordach für den Parterre-Ausgang und ein Gerüst für die prächtige Glyzinie. Die im Frühjahr lila blühende Kletterpflanze wächst auch noch im Eingangsbereich, dort zusammen mit einer rosa Klematis.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Blau zeigt sich draussen und drinnen als Akzentfarbe. So ist eine Wand in der Küche in einem Stahlblau lackiert, ein guter Gegensatz zum warmen Holz der Fensterrahmen und Möbel. Ein grosser Holztisch mit passenden Stühlen ist parallel zum grossen Fenster platziert. Die Wohnküche hat etwas von einem gemütlichen Bistro, da passt die Tageszeitung, die an einem Holzhalter neben getrockneten Blumen am Fensterrahmen hängt, perfekt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Aussergewöhnlich und passend zu den Rundungen der Architektur ist der Kochherd. Er steht als Kochinsel mitten im Raum, gross, rund und mit Abzugshaube und Platz für Pfannen versehen. «Das Schöne an diesem Herd ist, dass man hier auch wunderbar zusammen kochen kann», so Gabriela. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Der Innenausbau des Hauses ist raffiniert, offen und auf unterschiedlichen Ebenen angelegt. So sitzt das Wohnzimmer sozusagen über der Küche. Überall im Haus ist mit Kunst, Wohnaccessoires, Pflanzen und Blumen Wohnlichkeit entstanden. Nichts deutet darauf hin, das ein baldiger Umzug ansteht. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Sitzecke im Wohnzimmer mit Sofa, Ledersessel, grossem Hocker und Couchtisch wird mit einem Milieuteppich als Insel zusammengehalten.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Balustrade, über die man in die Küche sieht, bietet Stau- und Ausstellungsraum für Musikanlage, Schallplatten, Bücher, Pflanzen und viele Windlichter. Das Zentrum ist ein grosses Cheminée mit einer edlen, handgemachten Metallverschalung.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein grosses Fenster mit Holzrahmen und ein kleiner Balkon öffnen den Blick in den wunderschönen, natürlichen Garten. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Zwischen den sich rot färbenden Weinranken, die das Balkongitter und einen Teil der Fassade umhüllen, sieht man in den Garten, der sich hier im goldenen Licht in allerschönster Pracht zeigt. Im Zentrum steht eine alte Trauerweide, die mit ihren langen herabhängenden Zweigen den Teich zu küssen scheint.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Sehr schön spielt auch das Oberlicht in den Räumen und sorgt für eine sanfte, helle Stimmung. Hier sehen wir den Haupteingang ins Haus, der gleich in die Ebene mit dem Wohnzimmer führt. Ein schmaler Gang mit Steinboden führt um die Ecke in ein Zimmer, das als Arbeitszimmer genutzt wird. Auch ist da ein Gästebad.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Wand, die den Wohnraum vom Eingangsbereich abtrennt, haben die Panchauds für ein Bücherregal genutzt. Davor ist mit Sessel, Beistelltisch und Stehleuchte eine Leseecke eingerichtet. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Im Untergeschoss befinden sich die privaten Räume wie Schlafzimmer und Bäder. Alles ist mit einem warmen Holzboden aus weissgewaschener französischer Eiche ausgelegt, und in den Durchgängen sorgen hübsch eingerichtete Nischen für Wohnlichkeit. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das Haus, in dem meist fünf bis sechs Personen wohnten, hat nun Zimmer, die nicht mehr so viel genutzt werden. Der grösste Raum dient Gabriela, die als Yogalehrerin arbeitet, für ihre Übungen. Sie gibt Stunden in Räumlichkeiten im Zürcher Seefeld und plant auch regelmässige Yogatage in Mallorca. Dort hat die Familie zusammen mit einem befreundeten Paar ein Ferienhaus. Die beiden Parteien haben eigene Wohnungen, teilen sich aber die Küche. Die Idee, Yoga mit einer kleinen Reise zu verbinden, kommt gut an. Es ist ungezwungen und findet immer dann statt, wenn sich fünf bis sechs Personen zusammengefunden haben. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Ein Bad, bei dem man das Gefühl hat, draussen in der Natur zu sein. Gabriela hat diesen Eindruck noch mit Topfpflanzen auf dem Sims bei der Wanne verstärkt.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die Gartenanlage zeigt Büsche und Sträucher, die mit Farben und unterschiedlichen Blattformen das Auge verwöhnen. Dazwischen blühen saisonal unterschiedliche Blumen. Über allem bieten grosse Bäume ein natürliches Dach und schaffen den optischen Zusammenhalt mit dem nahen Wald. So bekommt man das Gefühl, dass der Garten ein Paradies ohne Grenzen sei.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Das unebene Gelände wurde geschickt und harmonisch mit Steinen unterteilt. Idyllisch, und fast wie ein kleines Sommerhaus am See, wirkt das Gartenhaus am kleinen Teich.

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Hier sieht man vom Eingangsbereich ins Büro, wo Gabriela gerade Böden und Kacheln für ihre neue Stadtwohnung aussucht. Der Abschied fällt ihr, trotz der Freude auf den Neubeginn, schwer. Bei der Suche nach Käufern, ist es ihr ein grosses Anliegen, dass neue Bewohner in diesem Haus auch so glücklich werden, wie sie es gewesen ist mit ihrer Familie. 

Sweet Home bei Gabriela Panchaud©Rita Palanikumar

Die sanfte Melancholie der Jahreszeit passt zum Abschied der Panchauds von ihrem naturnahen Haus, das hier zwischen den farbigen Weinblättern hervorschaut und sich auf eine neue Familie freut. 

 

 

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Ein sizilianischer Garten in Fluntern

Marianne Kohler am Dienstag den 27. Januar 2015

«Du, sag mal, du wohnst doch bestimmt auch schön?» Das war meine schnelle Frage an Rachel Schilirò, bevor sie aus dem Tram stieg. Wir hatten uns lange nicht mehr gesehen und plauderten ganz viel auf der kurzen, feierabendlichen Tramreise. Die Antwort war natürlich ein Ja. Wir trafen uns bald bei ihr zum Kaffee, sassen auf der grossen Terrasse, auf der man sich weit weg von Zürich fühlt, und plauderten weiter. Und ich kam wieder, diesmal mit der Fotografin Rita Palanikumar. Das Resultat ist ein freundlicher Sommergruss, den wir Ihnen hier nun mitten im Winter als Vorfreude auf wärmere Zeiten präsentieren.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Paar Rachel und Alfredo Schilirò ist sehr gerne zu Hause. Hier schalten beide ab von ihrem lebendigen, mit vielen Menschen und spannenden Projekten gefüllten Berufsalltag. Alfredo gehört die kleine, feine PR-Agentur Flowcube, in die auch Rachel mit ihrer Firma «rent a museum» vor ein paar Monaten einzog. Dass die beiden innovativen Unternehmer nicht nur privat, sondern auch beruflich zusammenpassen, wird beim Gespräch schnell klar. Beide sprühen nur so vor Ideen und Geschichten und beide haben ihre Berufskarrieren weit weg von PR und Agenturen angefangen. Alfredo hat in Florenz, seiner Lieblingsstadt, französische Gegenwartsliteratur studiert, eine Doktorarbeit über Julien Green in Paris geschrieben, ist erst mal durch die Welt gereist und hat sich in verschiedenen Jobs umgeschaut, bevor er seine Agentur gegründet hat.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auch Rachels beruflicher Werdegang hört sich an wie ein kleines Abenteuer: Sie begann mit einer Lehre als Coiffeuse, ging dann über die Handelsschule in ein Immobilienunternehmen und von da weiter in eine Einrichtungsfirma, wo sie die Chance bekam, eine Ausbildung als Innenarchitektin zu machen. Sie liebte die Vielseitigkeit der Branche und lernte alles Mögliche «vom Marketing bis zu Psychologie», lacht die quirlige Frau, «es war unglaublich spannend, zu sehen, was für eine persönliche Angelegenheit das Einrichten ist, man kommt den Menschen dabei wirklich nah!». Sie blieb eine Weile in der Firma, wechselte danach zu Vitra, von wo aus sie aber bald wieder Neues lockte. Ihre Zwillingsschwester, die als administrative Direktorin arbeitete, bat sie darum, einen Vorschlag zu machen, wie man das Museum «Haus Konstruktiv» zusätzlich profilieren könnte. Das brachte Rachel auf die Idee, das Museum für Unternehmensanlässe zu vermieten. Sie machte sich selbstständig, gründete «rent a museum» und spezialisierte sich damit auf die Entwicklung und Umsetzung von Corporate Events in Museen und Galerien. Alfred0, der eine Weile Präsident der Zürcher PR-Gesellschaft war, suchte nach einem interessanten Ort für die jährlichen Generalversammlung, hat das Haus Konstruktiv gewählt und dabei Rachel gefunden.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die tolle Wohnung im Zürcher Quartier Fluntern haben die beiden beim Spaziergang entdeckt. Da war ein riesengrosses Schild vor dem modernen Haus, auf dem stand: «Zu vermieten 2,5-Zimmer-Wohnung 150 m²». Das Paar verliebte sich sofort in die aussergewöhnliche Wohnung. «Ich bin eigentlich kein Freund von Gartenwohnungen, aber diese wirkt eher wie ein Pavillon mit einer Terrasse und überzeugte mich sofort», erzählt Alfredo. Und Rachel schwärmt: «Der Aufbau der Wohnung ist raffiniert und die Materialien, die gewählt wurden, sind von guter Qualität – und das ist bei Mietwohnungen nicht selbstverständlich.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

«Wir haben nicht mit einem Konzept eingerichtet, sondern einfach die Möbel von unserer alten Wohnung mitgenommen und ein wenig ergänzt. Wohnen bleibt schlussendlich immer Work in Progress», so Rachel. Fotografin Rita und Rachel sind sich in Sachen Fernseher total einig: «Der alte B+O Fernseher ist der einzig schöne, den es gibt. Was nützt da alle raffinierte Technik, wenn man dafür ein solches Unding wie gar einen Flachbildschirm einziehen lassen muss!» Von B+O und Vintage ist auch die Musikanlage. «Ich habe sie über Ricardo gefunden und bin gleich losgefahren, um sie beim Anbieter abzuholen. Unglaublich, der Typ hatte sein ganzes Zimmer voll mit den tollsten B+O-Teilen», erzählt Alfredo.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Was beim Einzug aber erste Priorität hatte, war die Bepflanzung der grossen Terrasse, die eigentlich eine Veranda ist, denn die Wohnung ist umgeben von einem Garten. Er ist so angelegt, dass man die Nachbarhäuser praktisch nicht wahrnimmt. Man fühlt sich sofort wohl in dieser schicken, urbanen Oase, die irgendwie unzürcherisch anmutet, wäre da nicht der Blick auf den See.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Neben dem grossen Wohn-Essraum führt ein Durchgang in die privaten Räume wie Schlaf- und Badezimmer. Entlang des Gangs haben die beiden ein grosses Bücherregal platziert, welches sie auf Mass anfertigen liessen.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Wand hinter dem grossen Regal wurde in einem warmen Grauton gestrichen und gibt so eine Bühne für das schlichte weisse Bücherregal.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Das Bild von Beat Zoderer nimmt einen dominanten Platz ein im Wohnzimmer, erinnert ein wenig an die Seventies und passt gut in den Raum und zu dem Wohnstil, welcher auch auf eine sanfte Art die Sprache dieser stilvollen Dekade aufnimmt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Küche geht ums Eck und bietet Aussicht auf den Garten. Im Gegensatz zu vielen Einbauküchen wurde hier auf die typisch schweizerischen «Chuchichäschtli» verzichtet, was viel Grosszügigkeit und Offenheit gibt. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kleine Stücke mediterranes Lebensgefühl sind überall in der Wohnung zu entdecken. Alfredo Schilirò ist Sizilianer und in Basel aufgewachsen. Es hat ihn eher durch Zufall wieder in die Schweiz gezogen. Eigentlich wollte er vor allem in seiner Traumstadt Florenz leben und hat diese als Studienort gewählt. Auch in Paris, New York und London wohnte der Literaturwissenschafter. Nach seiner Doktorarbeit, zurück in der Schweiz, schlug er sich erst mal als Nachhilfelehrer für Französisch und Italienisch durch, arbeitete danach als PR-Berater für verschiedene Firmen und hat dabei herausgefunden, dass er eher Unternehmer als Angestellter ist. Zusammen mit Maja Amrein, die damals als Head Corporate Communications beim Migros-Genossenschafts-Bund arbeitete, gründete er 2001 die PR-Agentur Flowcube. Die beiden wurden belächelt, da keiner zuvor in einer Agentur gearbeitet hatte. Doch vielleicht war es genau dieser Umstand, der den Erfolg brachte. Seit knapp zwei Jahren ist Alfredo Schilirò Alleininhaber. «Wir wollten unbedingt klein bleiben und sind so was wie eine Boutique-Agentur, inhabergeführt mit Schwerpunkten in Produkte-PR und spezialisiert auf Unternehmenskommunikation. Flowcube bewegt sich vor allem in den Bereichen Retail, Lifestyle, Fashion, Interior, Design und Architektur.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Als Abtrennung von Küche und Entree dient ein selbst erfundenes Möbel, nämlich eine antike Kommode, die mit einer massiven Holzplatte versehen wurde und nun Küchenmöbel, Ablage und kleiner Frühstücksplatz ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Kunst hat eine grosse Bedeutung im Hause Schilirò und ist auf selbstverständliche Art integriert. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Auf die Olivenbäume sind Rachel und Alfredo besonders stolz. Alfredos Vater hat sie ihnen von Sizilien als Geschenk mitgebracht, als ein kleines Stückchen Heimat. In den drei Jahren, seit die Bäume bei den Schiliròs sind, haben sie das Dreifache an Grösse und Umfang zugelegt.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Und da sind auch noch andere Geschenke wie zum Beispiel der wunderschöne Oleander. «Wir schicken die Pflanzen in die Winterferien», erklärt Rachel. «Das ist zwar ein teurer Luxus, aber sonst würden sie leider sterben. Ich kaufe zwar nur noch winterharte Pflanzen, aber am Anfang wussten wir noch nicht so gut Bescheid, wie man mit den Pflanzen am besten umgeht. Wir mussten viel lernen in Sachen Pflanzen und Töpfe. Uns sind anfänglich praktisch alle Töpfe gesprungen oder im Wind umgekippt. Nun wissen wir: keine edle Terracotta aus der Toscana, die springt im Winter, und keine eleganten konischen Formen, welche einfach nicht windfest genug sind!» Nera, der Labrador, geniesst auf der sonnigen Terrasse erst mal eine lange Siesta.

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«Diese Ecke ist das Chaosgärtli», so Rachel. «Die Möbel habe ich auf der Strasse gefunden, unglaublich, was die Leute zum Teil fortschmeissen! Eigentlich wollte ich sie mal schick schwarz lackieren, doch nun sind sie grün geblieben und sehen so ganz hübsch so aus.»

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer sieht man direkt ins charmante «Chaosgärtli», die Ecke der Terrasse, welche mit Dusche und kunterbunten Möbeln ein kleines Stück Süden zum Träumen ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Mittelmeerblau ist das schlichte Sofa, das im Schlafzimmer steht und viel dazu beiträgt, dass man in diesem Raum auch wohnen kann. Über dem Sofa hängt eine Fotoserie von Rachel.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Die Bäder der schicken Mietwohnung sind sehr schön, schlicht und leicht ausgestattet. Auch hier ist der Blick nach draussen ein besonderer Genuss.  

Sweet Home

Dazugestellt haben die beiden nur das Nötigste, einen praktischen Trolley für alle Produkte und schlichte Staugefässe. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Stilmix trägt viel bei zu der Persönlichkeit einer Wohnung. Hier strahlt ein Blumenstrauss neben einer Designerlampe auf der antiken persischen Hochzeitstruhe.

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Ein besonderer Ausblick ist der auf den See. Überall wurden die Möbel so gestellt, dass ein harmonisches Ineinanderfliessen von Innen- und Aussenbereichen entstanden ist. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

Wichtig ist auch der grosse Holztisch, um den sich unterschiedliche Stühle gesellen. Denn hier wird Feiern auf die sizilianische Art möglich. 

Sweet Home bei Rachel und Alfredo Schilir˜, ©Rita Palanikumar

 Bald ist es wieder so weit und die Schiliròs können sich an den Gartentisch setzen und den nächsten Sommer geniessen.

 

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Sweet Home bei Foodbloggerin Scarlett Gaus

Marianne Kohler am Dienstag den 23. Dezember 2014

Scarlett Gaus begegnete mir im Internet, als ich ein Rezept für Älplermagronen suchte. Ich war überrascht, dass hinter dem wunderschönen Blog «Fork and Flower», der in Englisch verfasst ist, eine Innerschweizerin aus Zürich steckt. Einmal auf dem Blog, vertiefte ich mich in die stimmungsvollen Bilder und die fantastischen Rezepte und fragte sie an, ob sie Lust hätte, bei einer unserer Homestorys mitzumachen. «Kommt doch um die Weihnachtszeit», meinte Scarlett, «denn ich dekoriere gerne!» Der Besuch bei der Foodbloggerin war für uns ein inspirierendes Weihnachtsgeschenk, das wir Ihnen hier nun mit Einrichtungs- und Dekorationsideen weitergeben möchten. Und das Beste: Scarlett verrät auch einige von ihren feinen Rezepten. 

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett wollte unbedingt Bloggerin werden – und das bereits 2009, in einer Zeit, als es vor allem in der Schweiz nur sehr wenige Blogs gab. Modebloggerin kam aber für die studierte Betriebswirtschaftlerin, die Vollzeit in einer Zürcher Werbeagentur arbeitet, nicht infrage. Denn jeden Tag ein neues Outfit – mit Handtasche, Schuhen und passendem Schmuck – vorzuführen, fand sie nicht besonders spannend, und es fehlten ausserdem die nötigen Ressourcen. Wie sie uns erklärte, werden nämlich viele Modebloggerinnen erst mal von den Eltern oder einem Gönner gesponsert, bis sie mit ihrem Blog Erfolg haben. Da Scarlett gerne kocht und ihr auch das Einrichten, Wohnen und Dekorieren am Herzen liegt, startete sie schliesslich den Foodblog Fork and Flower. Sie wählte Englisch als Blog-Sprache, damit der Blog auch international Beachtung findet. Gleichzeitig gründete sie einen Supperclub, bei dem sie zu verschiedenen Themen kocht und zahlenden Gästen ein stilvolles, kulinarisches Erlebnis bietet. Momentan fehlt ihr aber leider die Zeit, und sie pausiert erst mal bis auf weiteres. Ihr Blog kommt nämlich so gut an, dass sie mittlerweile sogar Jobs über den Blog angeboten bekommt. So sind zum Beispiel ausgewählte Rezepte von ihr auf «SI-Style online» zu finden und sie kreiert Rezepte für die Schokoladenfirma Lindt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auf der Suche nach Scarletts kleinem Wohnparadies landen wir in Altstetten, zwischen Industrie-, Geschäfts- und neuen Wohnbauten. Das grosse Mehrfamilienhaus mit grosszügigen Wohnungen, von denen eine von Scarlett bewohnt wird, mutet durch das Grossstadtfeeling, das es ausstrahlt, ein wenig amerikanisch an. Tatsächlich – beim Eintritt klingen uns die weihnächtlichen Töne von Bing Crosby und Co. entgegen. Eine strahlende junge Frau empfängt uns und führt uns durch ihr persönliches, festlich dekoriertes und supergemütliches Zuhause. Dem nicht genug: Der Vanilleduft von frisch gebackenen Weihnachtsguetzli vermischt sich mit dem Raumduft, der dezent eine Zimt- und Nelkennote verströmt. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett zeigt uns gleich ihr Werk des frühen Morgens: Ein Backblech voller zauberhafter Weihnachtsguetzli in Tannen- und Kranzform. Wie eine Künstlerin hat sie Scarlett mit farbigem Zuckerguss dekoriert. Dafür ist sie am Shootingtag um fünf Uhr aufgestanden, gesteht sie uns schmunzelnd. Denn, wie bei vielen Bloggern, ist der Blog nur ein Nebenjob. Scarlett arbeitet in der Werbung als strategische Beraterin. Ihre ausgezeichneten Social-Media-Kenntnisse und ihre Erfahrungen als Bloggerin helfen ihr dabei natürlich. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Am Tag unseres Besuches erstrahlt die Wohnung in Morgensonnenlicht. Das macht den fehlenden Schnee wett und bringt eine ganz besondere Lichtstimmung in die Stadtwohnung. Hier glitzert eine Gruppe von silbernen Glaskerzenständern auf einer antiken Kommode. Zwei geschnitzte Holzkerzenständer stehen rechts und links der Gruppe und vermitteln ihr eine elegante Symmetrie. Und da Scarlett amerikanische Weihnachten liebt, hängen da auch die typisch rot-weisse Pfefferminz-Zuckerstange und rote Pompons – letztere eine Anspielung auf Rentier Rudolphs rote Nase.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Die Wohnung, eine offene Loftwohnung von rund 100 m2 mit eigenem Schlafzimmer, zeigt einen interessanten Grundriss. Bei Eintritt grenzt eine offene Schrankkombination den Eingangsbereich vom Wohnraum ab. Dahinter befindet sich die Küche. Auf der einen Seite geht es durch einen Durchgang in den Essbereich, auf der anderen öffnet sich eine gemütliche Wohnecke. Diese hat Scarlett mit zwei weissen, weich gepolsterten Sofas ausgestattet. Abgegrenzt hat sie sie mit einem grossen Hocker, der abwechslungsweise als Sitzplatz oder als Ablage dient. Momentan sind hier gerade einige von Scarletts vielen Kochbüchern gestapelt. In der Mitte der Sitzgruppe steht ein grosser antiker Couchtisch.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Einen Champagnerkübel hat Scarlett mit märchenhaftem Weihnachtsschmuck gefüllt. «Den hat meine Mutter gesammelt» verrät sie uns. Und damit er auch in seiner ganzen Pracht glitzern kann, steht mittendrin eine Kerze. Die vielen Glaswindlichter, die in der Gruppe besonders schön zur Geltung kommen, hat sie auf ein Tablett gestellt, das sie optisch zusammenhält und auch noch Platz für ein schönes Hirschhorn lässt.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zum Schmökern einladende Bücherstapel, eine karierte Keramikvase von En Soie, gefüllt mit Christrosen und Thujazweigen, und einzelne Schmuckstücke und Kerzen vervollkommnen die Inszenierung auf dem Couchtisch. Die Sofas haben mit symmetrisch angeordneten Zierkissen noch mehr Gemütlichkeit bekommen.

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Der Besuch bei einer Foodbloggerin findet natürlich auch über den Gaumen statt. Scarlett verführt uns mit Crostini, die mit würzigem Ziegenkäse, Thymian und gezuckerten Preiselbeeren belegt sind. 

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Ein wenig amerikanisch mutet auch die Hausbar an. Auf einem Industrierollwagen stehen Getränke, Alkoholika, Barutensilien, Zutaten und allerlei edle Accessoires. Besonders stolz ist sie auf die Ananas, die ein Eiskübel ist und die sie auf dem Flohmarkt gefunden hat. Als Weihnachtskleid trägt die Bar eine Lichterkette. Ihr Freund, verrät sie uns, mischt ihr gerne einen feinen Cocktail am Abend. Das werden wir natürlich sofort zu Hause unseren Männern erzählen!

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zu den Crostini hat uns Scarlett einen fantastischen, einfach nachzumachenden Drink serviert: Champagner auf Hibiskusblüte. Die Hibiskusblüten sind in Zuckersirup eingelegt, erhältlich in Delikatessabteilungen. Sie werden auf den Glasboden gelegt, und ein wenig vom Zuckersirup wird darübergeträufelt. Dann hat Scarlett den Champagner langsam darübergegossen, so, dass der Zuckersirup den Drink leicht rosa färbt. Die Blüten kann man danach auch als süssen Gaumenkitzel geniessen. 

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Auf einer Konsole, die den Durchgang vom Eingang in den Essbereich belebt, sind weihnachtliche Sträusse in alte Krüge eingestellt.

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Bei einer Konsole kann auch der Raum darunter genutzt werden. Dies hat die talentierte Bloggerin mit einem Korb, der Kuscheldecken bereithält, und zwei grossen Laternen umgesetzt.

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Zum Nachmachen schön: Eine Bonbonniere, gefüllt mit Korken und silbernen Schellen.

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Und überall finden wir Bücher und liebevolle Details. Scarlett benützt einige antike Schemel, um darauf Lieblingsbücher zu stapeln.

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Im Schlafzimmer steht Scarletts Bett, das sie aus Paletten auf Rollen selbst gemacht hat. Weisse Bettwäsche, ein karierter Baumwollquilt und gestapelte Kissen vermitteln Frische und winterliche Gemütlichkeit. Dazu gehören auch der Bärenkopf aus Papiermaché und das Fell am Boden. Die grosse Stehleuchte trägt in dieser festlichen Zeit eine Girlande aus echten Tannenzapfen und Lebkuchenherz.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auch  eine alte Kommode gehört zur Schlafzimmereinrichtung. Scarlett hat ihr eine weisse Lasur verpasst und sie mit zwei roten Tischleuchten und einer Sammlung von silbernen Glaswindlichtern versehen. So strahlt die Kommode freundlich in winterlichem Glanz. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Vom Schlafzimmer gelangt man durch das Badezimmer in einen Bereich, den Scarlett als Ankleide- und Stauraum eingerichtet hat. Zwei sich gegenüberliegende grosse, weisse Schränke bieten Platz für Kleider und andere Dinge. Die Taschen hängen an Haken und sind so einfach mitnahmebereit und erst noch entzückend anzusehen. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Auch diesem Bereich der Wohnung hat Scarlett viel Wohnlichkeit und Persönlichkeit verliehen: Auf einem kleinen, marokkanischen Tischchen stehen Wohnaccessoires, Nippes und, auf einem Tellerchen, die Lieblingsschmuckstücke.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Zum Tischchen gehört natürlich ein gemütlicher Sessel. Er ist ein antikes Fundstück und steht mit einem Schemel da – ein bequemer Leseplatz. Im Vordergrund ist der Weihnachtsbaum zu erkennen. «Das einzige Stück, das nicht dekoriert ist», erklärt Scarlett.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Dafür trägt der indische Holzelefant eine Lichterkette, ein paar Bücher und einen Zapfenkranz mit roter Kerze.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Der hoch gelegene Stadtbalkon zeigt sich auch im Winter gemütlich dekorativ und lädt ein, einen heissen Winterdrink draussen zu geniessen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Mit immergrünen Pflanzen, Körben, warmen Kaninchenfellen auf den Stühlen, einem antiken grünen Gartentisch, dekorativen Kürbissen und andern Dingen aus der Natur sorgt Scarlett für Stimmung.

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Kaninchenfelle auf den Stühlen sind auch im Esszimmer zu sehen. Wir finden sie einfach genial, geben sie doch den Metallstühlen im Industrialstil genau die Weichheit und Wärme, die sie zum gemütlichen Sitzenbleiben brauchen. Das Esszimmer ist – natürlich – ein wichtiger Raum in der Wohnung der Foodbloggerin. Hier arbeitet sie und serviert Freunden, Familie und manchmal auch den Supperclub-Gästen ihre Kochkünste. Hinter dem grossen Holztisch auf Metallbeinen steht eine alte Kommode, versehen mit einem antiken Spiegel, der mit barocker Malerei geschmückt ist. Über dem Tisch hängen zwei identische Leuchten mit schwarzen Stoffschirmen.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Nun ist es höchste Zeit, in die Küche zu gehen, da steht nämlich Scarlett und kocht für uns feine Trüffelkartoffeln. Wir entdecken auch hier schöne Stillleben – zum Gebrauch gedacht –, wie zum Beispiel diese Zitrusfrüchte in einer Keramikschale, mit dem typischen Scarlett-Twist, nämlich attraktiv dazugestylten Hirschhörnern.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Und weil wir im Küchenschrank so viele feine und schöne Kochzutaten entdeckten, haben wir sie rausgenommen und kurzerhand zu einem Stillleben arrangiert. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

 Mit viel Ruhe und Genuss rührt Scarlett die Trüffelsauce, die ein wichtiger Bestandteil des einfachen, aber luxuriösen Weihnachtsessens wird.

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TRÜFFEL-KARTOFFELN (à la Bruno Clément)
Das feine Rezept findet sich auch auf Scarletts Foodblog Fork and Flower.

Zutaten für 2 Personen:
  • 6 Kartoffeln mittlerer Grösse
  • 20 Gramm Butter
  • 5 dl Rahm
  • 1 schwarzer Trüffel
  • 20 Gramm eingelegte Trüffel
  • 100 Gramm Parmesan, gerieben
  • Trüffelöl
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung: 

Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Die Kartoffeln schälen, waschen und mit weicher Butter einreiben, salzen. Legen Sie die einzelnen Kartoffeln in ein passendes Stück Alufolie und wickeln Sie sie ein. Legen Sie die eingewickelten Kartoffeln auf ein Backblech und backen Sie sie für ca. 45 Minuten. 

Erhitzen Sie den Rahm mit den eingelegten Trüffeln und köcheln Sie alles etwa 10 Minuten auf kleinem Feuer und reduzieren Sie so die Flüssigkeit. Würzen Sie mit Salz und Pfeffer, geben Sie den Parmesan bei. Geben Sie am Schluss noch einige Tropfen Trüffelöl bei. 

Nehmen Sie nun die Kartoffeln heraus, verteilen sie auf erwärmte Teller, geben die Sauce darüber und raffeln über jede Portion frische Trüffeln; träufeln Sie noch ein wenig Trüffelöl über die Kartoffeln.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Scarlett serviert ihre fantastischen Trüffel-Kartoffeln auf ihren Lieblings-Weihnachtstellern, die kleine Putten zeigen. Das Besteck verkehrtrum gehört zu ihrem Stil, ebenso die liebevollen Details, wie einzelne Tellerchen und Schalen, die sie mit Passion sammelt, rotweiss karierte Stoffservietten und Wassergläser, die eigentlich Einmachgläser sind und in Amerika gerade der absolute Hit auf Foodblogs und in Kochbüchern.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Als zentrales Stück steht auf der anderen Seite des Tisches ein riesengrosser, antiker Industrie-Rollwagen. Sie sehen ihn in seiner vollen Grösse auf dem Portraitbild, dekoriert mit einem alten Paar Skier. «Er ist genau das richtige Stück, um meiner Geschirr- und Büchersammlung einen attraktiven Platz zu geben», freut sich Scarlett an ihrem Fundstück. 

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Diese wunderschönen alten Suppenschüsseln und anderes antikes Geschirr sammelt die Foodbloggerin mit viel Liebe und Leidenschaft. Aus einer der Schüsseln wachsen gerade Amaryllen, die mit ein wenig Glück an Weihnachten blühen werden.

Sweet Home bei Scarlett Gauss, Fork+Flower; Copyright Rita Palanikumar

Das «Dessert» dieses inspirierenden Hausbesuches bei der Schweizer Foodbloggerin Scarlett Gaus sind die wunderschönen antiken Puddingformen, ein freches Glitzer-Füchschen, das sich hier eingenistet hat, und natürlich süsse Zutaten und Gewürze für die Weihnachtsbackstube.

 

 

 

 

 

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