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Archiv für die Kategorie „Architektur“

Ein Haus in dramatischer Kulisse

Marianne Kohler am Freitag den 14. Juni 2013

Ist eine Landschaft so dramatisch und schön wie auf dem Bild unten, ist es nicht erstaunlich, dass Menschen sich entscheiden, dort sesshaft zu werden. So erging es den Besitzern dieser Villa in Swellendam in Südafrika. Die Landschaft, in der ihr Haus steht, heisst denn auch treffend «Gottes Fenster».

Architektur: Gass

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Die Architekten von Gass Studio in Johannesburg haben drei verschiedene Gebäudeteile entworfen, die so ausgerichtet sind, dass sie einen offenen Innenhof bilden.

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Bei der Konzeption des Hauses wurde auf Einfachheit geachtet. Es sollte ein fast schwebender Effekt entstehen, als würde das Gebäude leicht aufliegen. Das ist den Architekten trotz eher schweren Materialien ausgezeichnet gelungen. Der hintere Bereich zeigt massige, dicke Mauern, vorne öffnet sich das Haus mit grossen Fensterfronten. Diese werden durch flache Vordächer geschützt und von schwarzen Linien umrahmt. Das verleiht der Architektur viel Eleganz.

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Viele der Mauern sind aus Naturstein, der aus der Umgebung stammt, gebaut. Die strukturierte Oberfläche bringt viel Wärme und Spannung in die Räume.

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Die elegante, schwarze Linienführung, der flache Bau, die Tatsache, dass die Fenster hinter dem Vordach zurücktreten, verleihen dem Bau etwas Diskretes. Die  Räume wirken geschützt trotz der grossen Fensterfronten.

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Die strengen Formen der Architektur werden unterbrochen durch Strukturen wie die der Mauern oder der Wasseroberfläche des Pools. Die vielen weissen Vorhänge, die bei offenen Fenstern im Wind tanzen, verleihen dem Haus eine gewisse Weichheit und Leichtigkeit.

Sweet Home

Die Villa steht in der südafrikanischen Provinz Westkap in der atemberaubend schönen Landschaft der Langeberg Mountains, eines 170 Kilometer langen Gebirgszuges.

Ein Familienparadies in Korea

Marianne Kohler am Freitag den 7. Juni 2013

Familienfreundliches Wohnen kann sehr viel Spass machen. Der koreanische Architekt Moon Hoon, den wir bereits vom Lollipop Haus kennen, kreiert Wohnsituationen wie Pop-Art: Fröhlich, praktisch, alltagstauglich und definitiv auffällig. Zu seinen kleinen Kunstwerken gehört dieses zickzackförmige Haus, das drei Generationen Wohnraum bietet.

Architektur: Moon Hoon

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Was ist es denn nun: Treppe, Rutschbahn oder Bücherregal? Der koreanische Architekt Moon Hoon hat gleich alles in einem gebaut. Damit spart er nicht nur wertvollen Platz, sondern der originelle Spielplatz für die Kinder sieht auch noch gut aus.

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Ja, klar kann man auch auf dem Arbeitspult spielen – die Idee ist aber, dass der Platz unter der Treppe genutzt werden kann. Neben dem neugeschaffenen Arbeitsbereich verwandelt sich dabei auch die Rückseite der Treppe in ein grosses Bücherregal.

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Die verschiedenen Räume sind mit Schaufenstern versehen. So können sich die Bewohner des Hauses gegenseitig beobachten. Die Kinder können mit den Indoor-Fenstern gut bewacht und behütet werden. Gleichzeitig bieten sie auch eine spannende Kulisse für Familien-Theater-Aufführungen.

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Der spielerische Charakter des Hauses zeigt sich nicht nur im Innenbereich, sondern auch von aussen ist es nicht das übliche 0815-Häuschen. Das zickzackförmige Dach erinnert es an die Schaumkrone einer Welle.

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Die Aufgabe des Architekten war es, mit wenig Budget ein Haus zu bauen, das Platz für Eltern, Kinder und Grosseltern bietet. Daneben sollte auch ein kleines Geschäft Platz finden.

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Die Räume sind so gebaut, dass auch die Zwischenräume sinnvoll genutzt werden können. So dient die grosse Treppe auch schon mal als kleines Heimkino.

Ein Haus auf einer Insel

Marianne Kohler am Freitag den 31. Mai 2013

Bei der momentanen Wetterlage hierzulande wünschen wir uns vermutlich alle ein Haus auf einer Insel. Ein besonderes Exemplar, das durch eine leichte Modernität und viel Transparenz besticht, ist dieses Haus von Fearon Hay Architects auf Waiheke Island in Neuseeland.

Architektur: Fearon Hay Architects

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Auf einer sanften Erhöhung mit Sicht aufs Meer steht das leichte, moderne Haus von Fearon. Die Landschaft wirkt wie gemalt oder aus einem Comic-Heft: fantastisch, dramatisch und exotisch. Die leichten Rundungen in der Architektur, die einzelnen Pavillons und die Transparenz passen gut in die Landschaft.

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Wie eine Minisiedlung oder ein kleines Camp stehen die verschiedenen Bauten zusammen. Jeder Bereich, wie Wohnen, Arbeiten oder Schlafen befindet sich in einem anderen Bungalow. Alle richten sich auf einen Hof und schützen sich so gegenseitig vor dem Wind, der oft aus allen Richtungen weht. Das Haus hat eine eigene Solaranlage zur Stromgewinnung.

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Das Inselhaus erinnert auch an eine andere Zeit, an das Midcentury, die Ära der Moderne und auch die Zeit der glamourösen Agentenfilme. Die Durchsicht durch die grossen Fensterfronten ist hier fantastisch. In den Städten, in denen momentan auch überall Fenster-Häuser entstehen, hat das halt nicht ganz die gleiche Wirkung.

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Hier ist wunderschön, die Material- und Formkomposition zu sehen, die Moderne in eine dramatische Naturumgebung integriert.

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Die elegante Inneneinrichtung, von der Interiordesign-Firma Penny Hay, nimmt den sanften, leichten und modernen Retrolook der Architektur auf. Geschickt wurde mit Gegensätzlichem gearbeitet: Filigranes zu Rustikalem oder Weiches zu Klarem kombiniert. Die Farbhaltung ist hell, natürlich und überall umrahmt Schwarz linienförmig, fast wie auf einer Zeichnung, die Objekte.

Ein modernes Märchenhaus

Marianne Kohler am Freitag den 24. Mai 2013

Es gibt sie, die Häuser, die ganz anders aussehen als die andern. Ein schönes Beispiel ist dieses kleine Holzhaus in der Normandie, das der französische Architekt Jean-Baptiste Barache für sich selbst gebaut hat. Es wirkt wie ein modernes Märchenhaus, ein wenig wie aus einer anderen Welt.

Architektur: Arba

Jean-Baptiste Barache's House

Ein Haus in den Auen – nicht für Zwerge oder Hobbits, sondern ganz einfach für Ferien auf dem Land: Der Architekt Jean-Baptiste Barache hat mit wenig Geld und vielen Arbeitsstunden dieses Haus in der Normandie gebaut.

Jean-Baptiste Barache's House

Das Haus wirkt reingesetzt und steht auf einer Holzplattform. Es besticht durch seine Schindelfassade. Die Schindeln sind aus Zedernholz.

Jean-Baptiste Barache's House

Auch im Innenbereich wurde viel Holz eingesetzt. Genauer gesagt ist alles mit Sperrholz ausgekleidet. Die Baumaterialien waren günstig. Entstanden ist ein einfaches Landhaus, das ohne Elektrizität auskommt. Ein Gaskanister gibt die nötige Energie zum Kochen und ein Holzofen sorgt für Wärme. Licht kommt aus Öllampen.

Jean-Baptiste Barache's House

Die Schindelfassade verstärkt die Zwergenhaus-Ästhetik und gibt dem einfachen Haus etwas Träumerisches.

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In der Nacht leuchtet das ganze Innenleben heraus. Das spitze Dach ist im Innern zum Boden hin abgerundet.

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