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Archiv für die Kategorie „Architektur“

Ein Haus, so cool wie Pfefferminze

Marianne Kohler am Freitag den 17. Oktober 2014

Es gibt sie immer noch. Oder immer wieder: die Trendfarben. Momentan ist Mint ganz vorne mit dabei – die coole Farbe zeigt sich nicht nur bei Wohnaccessoires aller Art, Designmöbeln oder Wohntextilien, sie spielt auch in diesem modernen spanischen Haus eine zentrale Rolle. Die Metalljalousien, die das Haus umhüllen, sind nämlich in kühlem, hellem Mintgrün lackiert und geben dem Haus einen leichten, frischen Look.

Architektur: Langarita-Navarro.

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Der obere Teil des Hauses ist solide aus Beton, das Erdgeschoss aber ist rundum mit Fenstern versehen. Damit es möglich ist, offen zu wohnen, sorgen Schiebetüren dafür, dass die Grenze zwischen aussen und innen kaum spürbar ist. 
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Während der Siesta-Zeit – oder ganz einfach beim Bedürfnis nach Rückzug – lassen sich die mintgrünen Schiebejalousien zuziehen. Eine Art Gitter sorgt dafür, dass trotzdem ein wenig Licht und Luft ins Haus kommen.

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Nicht nur die Schiebejalousien führen rund um das Haus – da ist auch ein schmaler, blauer Pool.

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Im Inneren des Hauses helfen ein Klinkerboden, viel Weiss und hohe Räume, dass optisch und real Kühle in das spanische Haus kommt.

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Das Haus befindet sich in Alicante, stilmässig erinnert es aber an Miami. Minimal eingerichtet mit Retromöbeln im Fifties-Stil und dem kühlen Mint, das punktuell auch im Innenbereich aufgenommen wird, strahlt es viel sommerliche Coolness aus. 

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Runde Formen, weiss getünchte Hauswände und die ausgebleichten, kühlen Pastelltöne machen dieses Haus zum stilvollen Sommertraum.

So sieht heute eine Bank aus

Marianne Kohler am Freitag den 3. Oktober 2014

Ehrlich gesagt, habe ich nie ein Büro in einer Bank gesehen – aber so stelle ich es mir nicht gerade vor. Ich denke, von diesem farbenfrohen, modernen und unkomplizierten Büro könnten sich noch einige Arbeitgeber hierzulande inspirieren lassen. Eine schöne Umgebung macht die Angestellten glücklich, und sie fördert die Kreativität, die es auf dem Arbeitsmarkt dringend braucht.

Architektur: O+A

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Das innovative Architekturbüro O+A ist bekannt, weil es Arbeitsräume von Firmen wie Facebook, Microsoft, AOL oder Cisco eingerichtet hat. Gegründet wurde es in den frühen 90er-Jahren mit der Idee, cooles, urbanes Design für junge Start-up-Firmen ins Silicon Valley zu bringen. Mittlerweile richtet das Architekturbüro aus San Francisco Firmen in ganz Amerika ein. Ein Kunde ist gar eine Bank, die Capital One. Allerdings wurden die farbenfrohen Büros für die Kreativabteilung der Bank gestaltet, also den Bereich, der neue, kundenfreundliche Apps entwickelt.

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Die Büroräumlichkeiten sind alles andere als das, was man von einer Bank erwartet. Anstelle von grauer Würde und dezenter Zurückhaltung dominieren Farben und kindliche Ideen –  wie etwa die Rückzugsgebiete, die an Kajütenbetten erinnern.

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Jugendlicher WG-Look, kombiniert mit Designklassikern, Industriecharme mit Blockhüttenromantik: Die typische Mischung aus Einrichtung und Innenarchitektur von O+A kennt keine Angst vor Gegensätzen.

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Diese Art von Einrichtung ist mittlerweile zum angesagten Hipster-Style geworden, der auch in trendigen Hotels, wie etwa dem Ace-Hotel, anzutreffen ist. Es ist eine Art Understatement, das mit Erfolg und Jugendlichkeit kokettiert.

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Wohnlichkeit  ist ein schwieriges Thema. Wir kennen alle die Kaffeemaschinen, die üblen Zimmerpflanzen oder gar die Pantoffeln von Kollegen. O+A hat aber einen Weg gefunden, der funktioniert und geschmackvoll und dynamisch wirkt. 

Wohnen in der schottischen Wildnis

Marianne Kohler am Freitag den 19. September 2014

Nicht nur Burgen, Farm- und Fischerhäuser sind in der wunderschönen, wilden schottischen Landschaft anzutreffen, sondern auch spannende Architektur. Ein schönes Beispiel ist dieses schlichte Haus des Architekturbüros Dualchas auf der Insel Skye.

Architektur: Dualchas.

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Die Architekten erzählen, dass ihre Auftraggeber oft mit deren Hund die schottische Insel Skye besucht hätten und sich dabei in diesen Ort verliebt hätten. Sie hätten den Architekten Fotos von ihrem Hauptwohnsitz in Lancashire und eine CD mit Lieblingsmusik mitgebracht und dabei angestossen, etwas Aussergewöhnliches zu bauen.

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Entstanden ist ein Ferienhaus, eingekleidet in einen Holzmantel aus sibirischer Lärche. Es steht sozusagen am Ende der Welt und bietet Aussicht in drei Himmelsrichtungen.

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Alle Böden sind aus Schiefer, die Einrichtung ist schlicht und die Aussicht fantastisch und wild. 

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Die Naturfarben der schottischen Landschaften der Insel werden von den Textilien im Haus wiedergegeben.

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Das schottische Haus bietet eine Aussicht, eine einsame Geborgenheit und eine schöne Möglichkeit, mitten in der Natur zu wohnen.

Wunderwohnung in Paris

Marianne Kohler am Mittwoch den 17. September 2014

In dieser aussergewöhnlichen Wohnung in Paris, eingerichtet und entworfen vom Innenarchitekten Gregoire de Lafforest, steht die Küche in einem Glashaus, zieren Tintenflecken die Wände, gehen die Regale um die Ecke und in der Mitte wächst ein Baum. 

Innenarchitektur: Gregoire de Lafforest

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Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Wohnzimmer unter einer mediterranen Pinie. Diesen fantastischen Wohntraum hat der Designer und Innenarchitekt Grégoire de Lafforest verwirklicht. Zugegeben, ganz echt ist nicht alles. Die Pinie ist getrocknet, die Piniennadeln aus Plastik, aber der Effekt kann sich sehen lassen. 

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Dem talentierten Mann fehlt es nicht an Ideen: Die Küche dieses Lofts stellte er kurzerhand in ein Glashaus, was dem Wohnzimmer einen gewissen Dorfplatzcharakter verleiht. Ausserdem beweist Grégoire de Lafforest auch ein gutes Händchen für Design, Farbe und Stil. So kombiniert er im Wohnzimmer ein gelbes Ikeasofa zu einem von den Gebrüdern Bouroullec. 

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Auch im Essbereich hat er verschiedene Preiskategorien frech gemixt: Der Tisch, ganze fünf Meter lang, ist aus zwei Platten von Ikea entstanden. Drumherum stehen formschöne Designerstühle aus Holz im nordischen Stil. 

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Die Farbgebung in der Wohnung ist reduziert, in verhaltenen Grau- und Beigetönen – ganz wie die Stadt Paris, in der sich dieser poppige, verspielte Loft befindet. Akzente sind in warmem Sonnengelb gesetzt.

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Regale können sich auch um die Ecke bewegen. Das beweist Grégoire de Lafforest mit dieser raffinierten Idee: Kuben, die Platz für Bücher bieten, aber auch Raum, um Dinge darauf zu präsentieren, sind leicht erhöht an die Wand montiert.

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 Tintenflecken, ganz im Trend, sind hier in Form einer Tapete zu sehen. 

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Eine andere Tapete, die im Schlafzimmer, zeigt ein wolkiges Rüschenmuster. Die lineare Optik wiederholt sich in den Mustern auf den Zierkissen. Auch wärmt das Sonnengelb als Farbtupfer.
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