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Archiv für die Kategorie „Architektur“

Urbane Architektur in Bangladesh

Marianne Kohler am Freitag den 24. April 2015

Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesh, gehört zu einer der dicht besiedeltsten Städte und ist auf Platz 10 der grössten Städte der Welt. Hier ein Haus zu bauen, das Rückzugsgebiet, Grünfläche und genügend Privatsphäre für eine Familie bietet, ist eine Herausforderung. Die Architekten von Shatotto haben in die Höhe gebaut und einen Innenhof gestaltet. 

Architektur: Shatotto

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Mit der Meghna-Residence hat die Architekturfirma Shatotto von Rafiq Adam Modernität und traditionelles bengalisches Leben vereint. Auf verschiedenen Etagen befinden sich Wohn- und Schlafräume, aber auch Musikzimmer, Esszimmer oder Gästeräume. Im Parterre liegen die Garage, die Generatoren und das Wassersystem. Im fünften Stock ist ein Swimmingpool, der dem Frauen-Sportverein in der Nachbarschaft gehört. 

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Wichtig für ein bengalisches Haus ist der Innenhof. Er sorgt für Durchlüftung und Licht und bietet ein Stück Ruhe im hektischen Stadtleben. 

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Das Haus ist voller Pflanzen und hat kleine Wasseroasen.

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Beton, Glas und üppige Hängepflanzen harmonisieren zu einem spannenden Ganzen.

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Im fünften Stock wurde ein Swimmingpool gebaut, der dem Frauen-Sportverein in der Nachbarschaft gehört. Der Architekt hat dafür gesorgt, dass durch das geschickte Planen von Pflanzen und Mauern die Privatsphäre gewährleistet ist. 

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Das Haus ist schmal und hoch und umarmt U-förmig einen kleinen grünen Innenhof.

Ein Haus wie ein Gemälde

Marianne Kohler am Freitag den 10. April 2015

In den meisten Häusern hängen die Bilder an der Wand – nicht so im «2 Girls Building» in Melbourne. Hier wurde nämlich das ganze Haus zu einer Art dreidimensionalem Bild gestaltet. Poetisch, dekorativ und auffallend. 

Architektur: Kavellaris Urban Design
Kunst: Samantha Everton

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Wenn Architektur und Kunst sich treffen, dann kann zum Beispiel so etwas herauskommen wie das 2 Girls Building. Die Architekten arbeiteten mit der Fotografin und Künstlerin Samantha Everton zusammen. Entstanden ist ein Projekt, bei dem Architektur zur Fotografie wird und Fotografie dreidimensional und somit zur Architektur. 

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Die poetischen Fotografien von zwei Mädchen, einem Vogel, einem Käfig und einem Wohnzimmer sind übergross und in verschiedenen Dimensionen als Teil des Hauses zu finden. 

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Auch eine riesengrosse Stehleuchte wächst aus der Fassade heraus und überragt sie fast. Die Betonfassade erinnert an eine zerschlissene antike Tapete, hinter der ein Gemälde hervorblitzt.

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Spannende Spiegelungen und Schattenwürfe werden zum Teil des dekorativen Hauses.

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Das 2 Girls Building beweist, dass Poesie durchaus alltagstauglich ist und in die urbane Landschaft passt.

 

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Klare Architektur aus Australien

Marianne Kohler am Freitag den 27. März 2015

Moderne Alltagsarchitektur zeigt sich hierzulande meist nicht gerade fantasievoll. Viele Einfamilienhäuser und Eigentumswohnsiedlungen sind von grossen Glasfronten und Beton bestimmt und folgen der Standardraumplanung, die Küche, Wohnen und Essen offen zusammenschliesst. Dieses Haus in Australien zeigt, dass moderne Einfamilienhausarchitektur durchaus eine gewisse Individualität haben und dazu noch formschön, warm und klar wirken kann. Die Architektur der Capel-Sound-Residenz richtet sich mehr nach innen, will weniger ein starkes Baustatement, sondern vielmehr ein echtes Zuhause sein.

Architektur: Alter Eco

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Das schlichte, moderne Haus der Architekten Alter Eco zeigt zwar auch grosse Fensterfronten, diese sind aber unterteilt und treten unter einem Dach zurück. Das Haus wird umhüllt von natürlichem Grün und verbindet unterschiedliche, warm und interessant wirkende Baumaterialien.

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Eine Veranda aus Holz, die fast wie eine Bühne rund um das Haus gebaut ist, bettet dieses in das Gelände ein und bietet attraktiven Aussenraum. 

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Das Haus ist aussen und innen durch eine starke Linienführung bestimmt und bietet Platz für individuelles Wohnen. Fast so wie eine Zeichnung, bei der erst mal die Formen linear vorgezeichnet wurden und die nun mit Farben und Details ausgefüllt werden kann.

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Durch die linearen schwarzen Fensterrahmen bekommt das Glas einen optischen Halt und der Raum viel Klarheit.

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Farben und Materialien spielen harmonisch und gleichzeitig spannend miteinander – sehr schön die zweifarbige Holztreppe.

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Wie ein Patchwork sind unterschiedliche Farben, Materialien, Linien und Flächen zu einem interessanten Ganzen kombiniert.

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Dieses Kombinieren von Elementen schafft auch einen eleganten Übergang vom Aussen- zum Innenbereich.

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Eleganz ist der Standard in Kopenhagen

Marianne Kohler am Freitag den 20. März 2015

Skandinavien ist in vielen Lifestylebereichen ganz vorne mit dabei. Nordisch wohnen und ausgehen verbindet sich auf ausserordentlich elegante und moderne Art im Kopenhagener Restaurant Standard, das vom dänisch-italienischen Designstudio Gam Fratesi eingerichtet wurde.

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Das Haus wurde 1937 erbaut vom Architekten Kristoffer Nyrop Varming (1865–1936), der auch viele andere berühmte Gebäude in der Stadt gebaut hat, wie zum Beispiel das Niels Bohr Institute. Es befindet sich in der Nähe von Nyhavn und dem bekannten Restaurant Noma und bietet Blick auf die Royal Opera und Christianhavn.

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Das Standard beherbergt drei unterschiedliche Restaurants, Verandah mit moderner indischer Küche, Alamanak, das unkomplizierte Frühstücke, Mittagessen und Dinners anbietet, und das Studio, ein nordisches Gourmetrestaurant. Auch ein Jazzclub befindet sich im Standard, und der Jazz, nämlich die Standards von Cole Porter oder Gershwin, ist auch der Namensgeber des Gastrotempels.

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Eingerichtet wurde der Standard vom dänisch-italienischen Design-Duo Gam Fratesi zum Teil mit eigenen Möbeln wie dem Beetle Chair, den sie für Gubi entworfen haben.

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Ein leichter, aber spannender Mix von unterschiedlichen starken Möbelstücken bestimmt die Einrichtung der Restaurants.

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Wichtig im neuen nordischen Einrichtungsstil sind die Zimmerpflanzen. Die skandinavischen Länder haben lange und dunkle Winter, bevorzugen leichtes und unkompliziertes Mobiliar und bringen mit Pflanzen Wärme und ein Stück Natur ins Haus.

 

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