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Archiv für die Kategorie „Architektur“

Kleine Zeitreise im Wohnwagen

Marianne Kohler am Dienstag den 26. Mai 2015

Maja Jörg und  Elwin Van Dam waren vom Sweet Home-Wohnwagenbeitrag und dem Buch «My cool Caravan» so begeistert, dass sie einen Wohnwagen aus den 70er Jahren renovierten und ihn liebevoll im Retrostil ausstaffierten. Und das Beste daran: Man kann das Prachtstück mieten.

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Wunderschön und  liebevoll hat das campingbegeisterte Paar einem Wohnwagen Modell Constructam Condor aus dem Jahre 1973 zu neuem Glanz verholfen. Sie haben ihn mit Originalmöbeln und Accessoires aus der Zeit eingerichtet. Auch Gartenmöbel, Picknicktasche und Sonnenschirm passen perfekt.

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 Jedes Detail stimmt: von den weissen, gezwirbelten Baumwollfransen an Sonnenstoren und Sonnenschirm bis zu der rosaroten Thermosflasche. 

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Die Polsterkissen  sind mit einem frischen, geblümten Baumwollstoff bezogen, die Fenster schmücken kleine rote Vorhänge und der Boden zeigt ein schwarz-weisses Schachbrettmuster.

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In diesem Wohnwagen werden Ferien zu einer kleinen Zeitreise. Die passende Verpflegung: Filterkaffee und Guetzli aus der geblümten Vorratsdose!

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Der Wohnwagen «Constructam Condor» stammt aus Belgien. Er ist 3.35 Meter lang, 2.10 Meter breit, wiegt nur 530 kg und ist deswegen einfach zu manövrieren. Es gibt zwei 2 Meter lange Betten, davon ist eines 130 cm breit und das andere 70 cm; ausserdem kann man noch ein Kajütenbett für ein Kind einhängen. 

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Hier steht der Wohnwagen am Sempachersee mit Frühstücksgeschirr aus vanillegelbem Melanin und einem frisch gepflückten Blumensträusschen.

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Den Wohnwagen wie aus dem Bilderbuch kann man mieten über: miet-caravan.ch. Nicht nur für Ferien, sondern auch für Fotoshootings oder spezielle Anlässe.

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Betonwunder im Paradies

Marianne Kohler am Montag den 18. Mai 2015

Gegensätze faszinieren immer. So steht denn dieses formstrenge Betonhaus ziemlich schräg in der Landschaft. Und doch versteht es sich mit seiner Umgebung sehr gut. Durch die raffinierten Verwinkelungen und das Spiel mit Schwere und Leichtigkeit mutet der Bau gar ein wenig antik an.

Architektur: Pezo von Ellrichshausen

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Das Guna House steht in San Pedro de la Paz in Chile, an traumhafter Hanglage an einer Lagune, umgeben von einem Wald mit Eukalyptusbäumen.

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Die Architekten beschreiben ihr Werk als ein «monolithisches Prisma aus Beton». Sie wollten möglichst viele Räume auf eine Ebene bringen und haben daher ein eher massiges, innen offenes Hauptgebäude überlappend auf einen kleineren Basiskomplex in den Hang hineingebaut.

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Durch diese raffinierte Lösung wirkt die Masse trotzdem leicht, verwinkelt, und sie lässt viel Licht durch die Räume strahlen.

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Der offene Innenraum mit unterschiedlichen Treppenstufen wirkt auf eine moderne Art wie die antiken Bauten.

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Die Wohnräume bieten fantastische Aussichten auf die Lagune.

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Im Dämmerlicht verschwindet das Haus optisch in der Landschaft. Die warm erleuchteten Fenster strahlen Geborgenheit aus.

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Das Undercover-Haus

Marianne Kohler am Montag den 11. Mai 2015

Die meisten Stadthäuser sind eingequetscht zwischen andern Häusern und werden oft erst beim zweiten Blick richtig wahrgenommen. So auch dieses kleine Juwel, das mitten im historischen Zentrum der spanischen Stadt Granollers und schön versteckt hinter alten Mauern liegt.

Architektur: H Arquitectes

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Roter Backstein in einer spanischen Altstadt ist ungewohnt. Das Haus 1014 von H Arquitectes steht zwischen zwei Strassen.
 

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Das Haus, das ursprünglich an diesem Platz stand, war so zerstört, dass man nur eine Fassade retten konnte. Dahinter entstand ein neues Haus, welches die Fassade integrierte, aber bloss als eine Art Kleid. 
 

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Der freie Platz für das neue Haus ist zwar lang, aber nur 6,50 Meter breit. Die Auftraggeber wünschten sich zwei unterschiedliche Bereiche: einen, der für das private Leben der Familie gedacht ist, und einen anderen, welcher mehr für Gäste und Empfänge geeignet ist. 
 

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Die Architekten bauten zwei Komplexe und trennten sie mit einem Patio-Garten.
 

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Auf der einen Strassenseite sieht man die alte Fassade und auf der anderen eine neue Backsteinmauer, die sich zwischen die Altstadthäuser einbettet.

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Einfach ruinös!

Marianne Kohler am Freitag den 8. Mai 2015

Ruinen haben Charme. Das fanden die Besitzer und die Architekten, als sie sich an den Bau eines Ferienhauses auf der Azoreninsel Pico machten. Sie liessen die Ruine kurzerhand stehen und betteten ein neues Haus hinein. Das Resultat ist frisch, spannend und modern.

Architektur: Sami Arquitectos

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Die neue Architektur ist so in die alte eingebettet, dass nicht ganz klar ist, welche denn aus welcher herauswächst.
 

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Die alte Ruine ist auch von innen sichtbar – ein Teil des Ausblicks. Sie vermittelt dem schlichten, modernen Haus eine gewisse Geborgenheit und viel Stärke. Der Innenausbau ist gradlinig, wird bestimmt von viel Holz und weissen Mauern. Dazu passen die schlichten Möbel mit Retroformen.

ruine2Bei Ferienhäusern ist der Bezug von drinnen und draussen noch wichtiger, sind sie doch meist mitten in der Natur. Davon ist bei diesem Ruinenhaus in Pico viel zu spüren, denn natürliche Materialien bestimmen Architektur und Wohnstil und die Ausblicke sind ein wichtiger Teil.

ruine1Die Azoreninseln stehen mitten im Atlantik und sind Wind und Wetter ausgesetzt. Da kommt eine alte, urige Ruine gerade recht, um ein neues, leichtes Ferienhaus zu stützen.

 

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