Industrial liebt Antik

Gemütlich, elegant oder kurios: 10 Beispiele, warum der anpassungsfähige Industrialchic bleibt.

Ein gutes Gespann

So ganz stimmt die Headline nicht, denn echter Industrialchic ist bereits eine Kategorie im Antiquitätenmarkt. Trotzdem sind Industriegarderoben, Buchhalterregale, Werkzeugbanken oder Rollkorpusse nicht unerschwinglich geworden und keine echten Wohnmöbel. Werden sie jedoch zusammen mit antiken Wohnmöbeln kombiniert, wirken sie wohnlicher und interessanter. Auf diesem Bild kommt noch ein drittes interessantes Element dazu, nämlich die Kuriositäten. (Bild über: Brown dress with white dots)

Gemütlichkeit inbegriffen

Industriell ist hier der Raum, die Möbel sind antik. Diese Kombination steht im starken Kontrast zu modernem Design und zeigt, dass sich da etwas entscheidend gewandelt hat. Industrielle Architektur verlangt nicht mehr zwingend nach Design und Coolness, sondern kann durchaus gemütlich, ja gar ein bisschen schrullig eingerichtet werden. (Bild über: Signed by Tina)

Ganz schön stilvoll

Umgekehrt geht die Kombination selbstverständlich auch. In einem alten Raum macht sich industrielles Design sehr gut. Ein alter Bürotisch, Leuchten, Regale – sie alle wirken edel und passend im edlen Umfeld. (Bild über: Lumu Interiors Blog)

Willkommen im neuen Club

Die typischen Schweizer Loftwohnungen sehen natürlich nicht so aus, sondern sind clean renoviert, mit weissen Wänden und oft Betonboden. Doch die Idee, das Industrielle mit dem Antiken zusammenzubringen, kann gerade auch einer solch neuen Wohnung sehr gut tun. Grosse Wohnungen mit offenem Raumplan haben zudem Platz für Dinge wie einen Pool- oder Billiardtisch. Unterstützen Sie eine solche Idee mit einigen gemütlichen Möbeln wie kapitonierte Sessel oder Sofas und grossen Anrichten. So kreieren Sie eine wohnliche, entspannte Clubatmosphäre und durchbrechen die Kühle, die grosse Wohnungen meist mit sich bringen. (Bild über: Homedit)

Kurios und persönlich

Eine andere Clubanmutung ist auf diesem Bild zu sehen, entdeckt über followpics.me. Ein Chesterfieldsofa hat eine Holzkiste als Clubtisch bekommen. Die Kiste sieht aus, wie wenn sie auf Robert Louis Stevensons Schatzinsel gefunden worden wäre. Geschichten erzählen auch die Kuriositäten, die sich um das Sofa herumgesellen.

Entspannt elegant

Ganz anders, nämlich elegant im Stil des Midcentury, zeigt sich die Einrichtung auf diesem Bild, entdeckt über den Modern Love. Die stilvolle Einrichtung wirkt im industriellen Raum total entspannt. Für noch mehr Wohnlichkeit sorgen ein wandfüllendes Bücherregal, Persönliches und Kunst.

Inszenierung gelungen

Industrielle Möbel wie die Lederliege und die Hocker auf verstellbaren Metallgestellen wirken im antiken Umfeld durchaus zu Hause. Mit den vielen Hängeleuchten, die auf verschiedenen Höhen von der Decke baumeln, bekommt diese Sitzecke eine gewisse Dramatik und Festlichkeit. (Bild über: The Mansion on the Hill)

Schwarz und Weiss

Die Nichtfarben Schwarz und Weiss sorgen immer für Eleganz und bringen Stile gekonnt zusammen. Gewagt, aber gelungen wurde hier ein edler Raum mit Täfer und Stuckatur dunkel angestrichen. Er wirkt damit moderner, was durch die Designklassiker aus der frühen Industrieperiode noch verstärkt wird. Denn oft werden solch herrschaftliche Residenzen mit antiken Möbeln eingerichtet. (Bild über: Turbulences Deco)

Downton Abbey in der Fabrik

Einen alten Herrschaftssitz wie Downton Abbey kann man sich heute nicht so schnell kaufen – eine grosse Loft vielleicht schon eher. Räume in dieser Grösse aber brauchen Gesellschaft. So werden sie oft zu Clubs oder Hotels. Die Einrichtung ist jedoch ähnlich wie in den Herrschaftshäusern: Sitzgruppen, Wohninseln, lange Tafeln zum Essen. Charmant ist dabei die Kombination von Möbeln im Omanlook und der rauen Industrialarchitektur. (Bild über: This Ivy House)

Charmante raue Seite

Eine raue «Brickwall» und der Stilmix vermitteln diesem Raum eine gewisse Wärme. Da baumeln Kronleuchter über einem alten Holztisch, und dazu gesellen sich Holzbänke im Landhausstil und allerlei Einzelstühle mit Kunststoffschalen. (Bild über: Nous Decor)

Credits: 

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Interiordesign: Nous Decor

3 Kommentare zu «Industrial liebt Antik»

  • Ma Brügger sagt:

    Wie die Zeit vergeht… In den 70 Jahren hiess Industrial noch High-Tech, eine kleine Sammlergemeinde wurde belächelt ob den Rosthaufen und wurmlöchrigen Möbeln. Grelle Plastikmöbel waren angesagt, die Brockis voll von edlen Art-Déco Möbeln und echten Antiquitäten. Vor einigen Jahren noch konnten man für wenig Geld die heute raren Skandinavier und Mid-Century Teile in vielen Brockis und auf Märkten aussuchen. „Trendsetter“ wie Wallpaper-Magazin oder Taschen-Verlag pushten den Trend zu Mainstream, die Teile werden heute überteuert in Galerien und Online angeboten.
    2. Teil siehe oben (Excusé für die Reihenfolge…)

  • Ma Brügger sagt:

    Heutzutage ist Sammeln zu einem lukrativen Geschäft geworden, viele versuchen sich da ein Zubrot zu verdienen. Der nächste grosse Trend ist noch in weiter Ferne, Visionäre setzen heute auf die verhassten Modelle der 80ziger, Avangardisten halten Ausschau nach den ersten Modellen von Ikea, idealerweise unbenutzt und in der Originalverpackung. Die alten Nischenobjekte sind zu einem Wirtschaftszweig geworden, auf „alt getrimmte“ Möbel überfluten heute die Einrichtungshäuser.

    • lukas sagt:

      ist das ernst gemeint oder ironisch? … jedenfalls ein wilder mix aus unwahrscheinlichkeiten und realistischen aussagen.

Kommentar

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