Designer müssen die Dinge mit anderen Augen sehen, sonst entsteht nichts Neues. Und so werden wir immer wieder überrascht mit Ungewohntem. Hier finden Sie 7 Beispiele von Objekten, die sich von einer anderen Seite zeigen:

DER ABFALLSACK: Wenn wir jeden Tag mit unserem Abfall Beine und Arme und Bäuche stopfen würden und dann diese Kehrichtkörper auf die Strasse tragen müssten, hätten wir wahrscheinlich eine ganz andere Beziehung zu Wegwerfartikeln. Das englische Designerteam Raw Edges experimentiert mit Alltagsprodukten und gibt ihnen eine neue Bedeutung.

DER STAUBSAUGERBEUTEL: Auch ein Staubsauger hat ein Innenleben, hier hat Raw Edges den gleichen Gedanken umgesetzt wie beim Abfallsack.

DER TEDDYPLÜSCH: Was ist kuschelig und wo wollen wir am liebsten kuscheln? Diese Frage scheint die Designer von Edra beschäftigt zu haben, als sie diesen grossen Teddy, ähm.., das Sofa Cipria entwarfen.

DER PUPPENSTUHL: Menschen aller Art sind hier aus Stoff genäht und zu einem grossen, runden Sessel zusammenmontiert. Ist nun die ganze Welt im Wohnzimmer vereint oder sitzt man einfach auf einer Puppensammlung? Die Brüder Fernando und Umberto Campana sehen Sitzen auf jeden Fall anders.

DAS NACHTTISCHLÄMPCHEN: wirkt irgendwie gefährlich. Das Licht experimentell umgesetzt hat der belgische Designer Maarten de Ceular. «Liquid Lights» heissen die Leuchten und sind aus Laborgläsern gestaltet. Mit der Zugabe von Lebensmittelfarbe kann das Wasser in den Lampen gefärbt werden und es entsteht eine neue Lichtstimmung.

DER BEISTELLTISCH schwebt auf dem Boden und wirkt geisterhaft. Das amerikanische Designstudio Rich Brilliant Willing hat diese Wirkung erreicht durch die vielen einzelnen, aneinandergefügten Elemente.

TÖPFEREIEN der anderen Art sind bei der Holländerin Nicolette Brunklaus zu finden. Sie spielt mit dem Trompe-l'oeil-Effekt und druckt Fotos von Gegenständen auf andere Gegenstände. So zeigen diese einfache Töpfe andere Verwandte.

DIE MUSCHEL wird zum Stuhl: Die Schulabschlussarbeit der Dänin Hanne Kortegaard. Die Schale ist der Sessel und die Muschel kann als Kissen oder Hocker eingesetzt werden.
Die Links:
Raw Edges
Edra
Fernando und Humberto Campana
Maarten de Ceular
Rich Brilliant Wiling
Nicolette Brunklaus
Hanne Kortegaard
Schlagworte: Design, Designermöbel, Möbel, Wohnaccessoires
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 




































