Auch Gerichte haben prominente Namen. Sie wurden entweder einer «wichtigen» Person gewidmet oder entstanden an einem berühmten Ort. Hier die Rezepte und Geschichten einiger VIP-Gerichte:
DER WALDORF-SALAT:
Der berühmte, amerikanische Salat entstand natürlich im Hotel «Waldorf Astoria». Der Koch Oscar Tschirky hat den Salat mit Äpfeln, Sellerie und Mayonnaise im Jahre 1893 kreiert. Später kamen die Walnüsse dazu. In den 20er-Jahren hat ihn Cole Porter sogar im Song «You’re The Top» erwähnt. Heute wird der Salat auch oft mit Joghurt-Sauce, Trauben oder gar Truthahn oder Poulet serviert. Auf jeden Fall hat der Klassiker seinen Platz auf den Speisekarten über 100 Jahre lang halten können.

WALDORF-SALAT: Der amerikanische Salatklassiker kann variiert werden, hier ein Basisrezept: ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN: 1 Apfel entkernt und in Stücke geschnitten, 1/2 Tasse leicht geröstete Walnüsse, 1/2 Tasse in Stücke geschnittener Stangensellerie, einige Lattichblätter, 3 Esslöffel gute Mayonnaise, 1 Esslöffel frischgepressten Zitronensaft, Salz und Pfeffer. ZUBREITUNG: Die Mayonnaise mit dem Zitronensaft mischen, salzen und pfeffern. Alle Zutaten gut mit der Sauce vermischen und den Salat auf einigen, hellgrünen Lattichblättern anrichten. (Bild über: Simply Recipes)
FETTUCCINE ALFREDO
Fettuccine, italienische Nudeln, wurden in Rom schon lange mit Butter serviert. Der Koch Alfredo di Lelio aber kreierte eine Version, die dreimal soviel Butter hatte wie das Originalrezept. Dies, weil seine Frau schwanger war und Probleme hatte mit dem Essen. Nachdem seine Frau wieder essen konnte, nahm er das Rezept in seine Speisekarte auf. In den 20er-Jahren besuchten die berühmten Stummfilmschauspieler Douglas Fairbanks und Mary Pickford Alfredos Restaurant in ihren Flitterwochen in Rom, verliebten sich in die fetten Nudeln und servierten sie später ihren Freunden in Hollywood. Die Fettucine Alfredo werden heute meist mit Rahm und Käse gemacht und sind auf den meisten Speisekarten in Amerika und England zu finden. In Italien werden sie immer noch «al burro» serviert.

FETTUCCINE ALFREDO: Die einfachen Butternudeln sind ein Renner in allen italo-amerikanischen Restaurants. ZUTATEN: 500 Gramm Fettucine, Pastawasser, 250 Gramm Butter, 3-4 Tassen frisch geriebenen Parmesan. ZUBEREITUNG: Nudeln «al dente» kochen, vom Pastawasser 1 Tasse zur Seite stellen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen und über die abgetropfen Nudeln giessen, den Käse daruntermischen und soviel Pastawasser dazugeben, dass die Nudeln cremig werden. (Bild über: Cookingbytheseatofmypants)
PEACH MELBA:
Das Dessert Peach Melba wurde ca. 1893 vom französischen Chefkoch Auguste Escoffier im Londoner Hotel Savoy für die australische Opernsängerin Nellie Melba kreiert. Die Sängerin war eine Berühmtheit und wurde von allen eingeladen, die Rang und Namen hatten. So gab auch der Duke of Orléans eine Dinnerparty zu Ehren eines Auftritts der Diva und Escoffier servierte das Pfirsichdessert, das der Sängerin gewidmet wurde. Bei uns ist er meist als Coupe Melba bekannt.

PEACH MELBA: Der Coupe mit gekochten Pfirsichhälften, Glacé und Himbeeren ist schon über 100 Jahre alt. ZUTATEN FÜR 2 PERSONEN: 2 Pfirsiche entsteint und in Hälften geschnitten, 1/4 Tasse Zucker, 1 Vanillestängel aufgeschnitten, 1 Tasse Wasser, Vanilleglacé. Für die Himbeersauce: 1 Tasse frische oder gefrorene Himbeeren,2 Esslöffel Zucker, 2 Esslöffel Wasser. ZUBEREITUNG: Wasser aufkochen und Zucker und Vanillestängel beigeben, einen Sirup kochen. Die Pfirsichhälften im Sirup langsam kochen und abkühlen lassen. Die Pfirsichhälften herausnehmen, schälen. In der Zwischenzeit die Himbeeren mit dem Zucker und dem Wasser in einer Küchenmaschine pürieren und durch ein Sieb pressen, so dass eine feine Sauce entsteht. In Coupe-Gläser Vanilleglacé verteilen, die Pfirsichhälften darauf platzieren und die Himbeersauce darübergiessen. Mit einigen Himbeeren garnieren.
Die Links zur “VIP”-Geschichte:
Simply Recipes
Cookingbytheseatofmypants
Peace Cooking
Schlagworte: Dessert, Kochvideos, Pasta, Salat
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 





































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Sehr geehrte Frau Kohler
Wir freuen uns, dass Sie die klassischen gastronomischen Bezeichnungen auch einem breiten Publikum in hervorragender Weise wieder “beibringen”.
Daran haben wir einzig auszusetzen, dass Coupe weiblich ist und nicht männlich und dass das Speiseeis in der Schweiz Glace und nicht Glacé heisst, denn “Glace” stammt aus dem Französchen (= Eis) und mit “glacé” werden glasierte oder gefrorene Speisen bezeichnet.
Sollten Sie sich für korrekte gastronomische Schreibweisen und Übersetzungen interessieren, schauen Sie doch mal unsere Website an. Auch für Ihre Redaktion wären diese Nachschlagewerke sicher hilfreich (entschuldigen Sie die “Schleichwerbung” …).
Mit freundlichen Grüssen
Marianne + Jean-Pierre Duboux
Also, bei uns sagt man “der Coupe”, vielleicht ist so etwas in den unzähligen regionalen Dialektausrichtungen unterschiedlich, aber mir als Schweizer mit Zürcher, Berner und Baselbieter Wurzerln ist noch nie eine Coupe begegnet, auch wenn das natürlich so korrekt wäre, wenn direkt vom Französischen abgeleitet. Von daher stellt sich die Frage, ob es in helvetischem Schriftdeutsch auch “die Coupe” heissen soll, wenn der Volksmund dem täglich ‘entgegenredet’.
alors merci, bonne soirée!
Als ob das so wichtig wäre. Schaut Euch eher das köstliche Faulty-Towers-Video an und gröhlt ein bisschen !
Whi, this food does not look so appealing…