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Kunst für Fussgänger

Marianne Kohler am Freitag den 26. Oktober 2012

Kürzlich auf einem Spaziergang habe ich über Strassenüberquerungen nachgedacht. In Gockhausen gibt eine sehr seltsame, verspielte Konstruktion. Und bei der Brücke über den Bucheggplatz ist das Darüber leider nicht viel schöner ist als das Darunter. Wenn man als Fussgänger schon umgeleitet wird, damit man nicht unter die Räder kommt, wünscht man sich doch etwas Spezielleres, zum Beispiel diese kunstvolle Konstruktion in Norwegen. Aber hier ist natürlich auch die Landschaft Teil des Gesamtbildes. Fussgängerbrücken über verkehrsreiche, urbane Quartiere haben eine andere Ausgangslage. Ein Vorbild für innovative Architektur ist die Havoysund Tourist Route aber trotzdem. Sie inspiriert dazu, auch hierzulande andere Fussgängerbrücken zu bauen.

Architektur: Reiulf Ramstad

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Die Betonkonstruktion steht wie ein Kunstobjekt in der kargen norwegischen Landschaft. Sie führt Fussgänger von der Strasse zu einem fantastischen Ausssichtspunkt.

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Wie ein Fremdkörper kringelt sich der Fussgängerweg zum Meer und verwandelt die umliegende Landschaft in ein Museum.

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Ist man hier auf einem anderen Planeten? Die sich windende Betonkonstruktion könnte auch eine Landebahn für Raumschiffe sein.

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Die Architekten haben das leibliche Wohl der Fussgänger nicht vergessen: Es gibt Picknick- und Sitzplätze mit runden Gucklöchern.

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Die Havoysund Tourist Route verbindet die Strasse mit dem Meer. Sie ist perfekt in die dramatische Landschaft gesetzt, so dass der Eindruck entsteht, sie sei selbst aus den Bergen gewachsen.

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Der Blick von den Bergen auf die wunderschöne Bucht mit dem futuristischen Fussgängersteg von Reiulf Ramstad.

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40 Kommentare zu „Kunst für Fussgänger“

  1. Philipp Rittermann sagt:

    nein also! beton-mäander am strand. wer sowas baut gehört eigentlich auf den mond geschossen. gibt es leute, die sowas wirklich schön finden, (ausser ein paar abgedrehten architekten)?!

    • Jonas Feist sagt:

      Ich, Ich, Ich! “Sinnvolle” Bauten gibt es schon mehr als genug. Würde Käse, Brot und einen Wein mitnehmen und einen wundervollen Tag am Strand verbringen.

      • Tom Müller sagt:

        Sie haben Recht. Was für eine sinnlose Verschwendung von Ressourcen und abgrundtief hässliche Verschandelung der Umwelt!

      • Hugo Moser sagt:

        … und wie kommt man jetzt auf die andere Strassenseite?

    • Roman Rebitz sagt:

      Kein Meisterwerk aber ich finde es ok. Nur beim Sitz- und Picknickplatz würde mich der Beton stören, Holz wäre aus meiner Sicht angenehmer.

      • Jonas Feist sagt:

        Wissen Sie, Rebitz, Holz mag ich genau so wie Sie. Aber jedem Baustoff seinen Platz.

  2. waldemar sagt:

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters und ist nicht verhandelbar. Nur über das letzte Foto muss gesagt sein; schön schief. Schon fast eine Zumutung solche Bilder unkorrigiert zu veröffentlichen?!

  3. Steven Carell sagt:

    Doch, ich finde dieses Bauwerk doch schön, wenn auch nicht notwendig: dies ist nämlich eindeutig keine Strassenüberführung, sondern einfach ein Bauwerk an einer Strasse. Schönes Bauwerk gefunden, aber Schlecht recherchiert.

  4. nicolas hüssy sagt:

    ja ich find das jetzt einmal gelungen….

  5. Anita Linn sagt:

    Eigentlich finde ich diese Konstruktion gar nicht mal so schlecht. Ich frage mich jedoch, ob Beton wirklich die richtige Materialwahl war. Es erinnert mehr an einen Bunker als an einen gemütlichen Ort zum Picknicken. Und wie sieht denn sowas in 10 Jahren aus?!

  6. Henry R. Staub sagt:

    Ich frage mich wirklich, wo diese Typen Architektur studiert haben. Einfach grausam, dieser Beton in einer schönen Landschaft. Wäre ein Uebungsobjekt für unsere Grenadiere, zum sprengen.

    • Jonas Feist sagt:

      Meistens haben diese “Typen” an einer Fakultät studiert.

    • Urban Zuercher sagt:

      “Reiulf D. Ramstad
      Dottore in Architettura / Sivilarkitekt MNAL
      Graduated from Facolta di Architettura, Universita di Genova and
      Istituto Universitario di Architettura di Venezia, Italia 1991″
      Jetzt wissen Sies. Wär aber jetzt auch nicht allzu schwer gewesen, das selber rauszufinden.

  7. Martin Fischer sagt:

    Ich finde diese Kunst schön, auch wenn ich kein abgedrehter Architekt, sondern ein ganz normaler Bürolist bin. Und manchmal wünschte ich mich ganz gerne auf den Mond geschossen, wenn ich durch das gestylte Zürich spaziere und mir die blutleeren Kunst-Metastasen anschauen muss welche als kärglischer Ueberreste öffentlicher Kunst übrig geblieben sind. Guter Tipp, wäre eine Reise Wert nach Norwegen!

  8. Cybot sagt:

    Strassenüberquerung? Wo wird denn da eine Strasse überquert?
    Die Form ist ansonsten ja ganz witzig, aber der hässliche Beton müsste echt nicht sein.

  9. Sherlock Holmes sagt:

    @Rittermann: Das Problem ist eher, dass der Beton zu perfekt geschalt, zu glatt und mit Bullaugen versehen ist. Wäre nämlich absichtlich unsauber gearbeitet worden (Kiesnester, Überstände, etc.) wäre der Beton schon in kürzester Zeit so verwittert gewesen wie die Felsen dahinter.

    • Philipp Rittermann sagt:

      …ja und dann würds ausschauen wie die die bunker in dünkirchen. ich finds einfach nur grässlich rohbeton in die landschaft zu stellen.

  10. Philipp Rittermann sagt:

    ich sehe schon – es liegt an mir. der soziopath wünscht ihnen allen einen schönen tag und geht jetzt zurück in den wald, in seine höhle…

    • Jonas Feist sagt:

      Nicht eingeschnappt sein, Rittermann.

    • Mario Monaro sagt:

      Quatsch, solche Dinge sind nun mal Geschmackssache. Ein solcher Solitär ist ganz spannend, aber wenn in jeder Bucht sowas stehen würde, wäre mir das auch zu viel.

    • Katharina I sagt:

      Ooooch, Herr Rittermann! Bleiben Sie doch hier! Nackter Beton gefällt mir normalerweise auch nicht. Allerdings finde ich dieses Bauwerk schön, äh, hm. Vielleicht, weil in der Landschaft auch Grau vorkommt? Erklären kann ich das nicht wirklich. Es liegt also auch an mir. Die Exzentrikerin wünscht allen einen tollen Tag und geht jetzt zurück in ihre Burgruine, die ebenfalls grau ist. :-)

  11. Richard Hennig sagt:

    Ja cooler Bau, aber für eine Fussgängerbrücke ungeeignet, denn eine gehbehinderte Person will so schnell wie möglich von einem Punkt A zum Punkt B, ohne Firlifranz. Solche Konstruktion haben, für mich,in einer modernen Stadt nichts zu suchen, denn eben gehbehinderte Personen oder Rollstuhlfahrer müssen auch berücksichtigt werden. Ich habe lieber eine “fade” Stadt die ALLE Bewohner miteinbezieht als eine “schöne” Stadt die nur für die Jungen und Fitten gebaut ist.

    • Jonas Feist sagt:

      Guten Morgen. Es ist weder eine Fussgängerbrücke noch in der Stadt… Und woher wollen Sie denn wissen, das Gehbehinderte nicht auch Liebhaber solcher Dinge sein können?

  12. Hans Christoffel sagt:

    Die pure Natur dieser Gegend ist Kunst, absolute Kunst. Da will der Mensch Kunst schaffen aber es gelingt ihm nur etwas Künstliches, welches nicht zur Natur passt. Wenn man die Augen öffnet, sieht man jeden Tag Kunst, nämlich unsere Natur, die nicht nachzuahmen oder zu übertreffen ist. Dieses Gebilde aus Beton gehört nicht dorthin. Damit hat man die Gegend verschandelt. Mit einem kleineren Bau aus Bruchsteinen der Umgebung hätte man etwas geschaffen, das auch dorthin passt.

  13. DK sagt:

    “Die sich windende Betonkonstruktion könnte auch eine Landebahn für Raumschiffe sein.” Ja sicher. Kann man prima landen mit einem Raumschiff auf so ‘nem geschlängelten Ding.

  14. Stoppelbart sagt:

    Originells Ding, aber funktionell völlig daneben. Wozu braucht es auf einer so einsamen Strasse einen Übergang ?
    Design ist das eine, Funktion das andere. Das nenne ich dann Architektur und nicht l’art pour l’art.

  15. hans solo sagt:

    das ist einen von diesen strukturen die man in 80-100 jahren vergessen haben wird und eines schönes tages wird jemand es wiederentdecken und sich fragen: was zum teufel ist das ? eine prähistorische unterkunft ? eine ruine ? oder noch besser eine landebahn für raumschiffe….

  16. jürg trachsler sagt:

    sind wir doch mal ehrlich, wenn ich das letzte Bild anschaue fällt erst mal die Strasse auf, die anscheinend auf einem aufgeschütteten Damm gebaut wurde.
    der Rastplatz fällt da meiner Meinung nach gar nicht negativ ins Gewicht.
    Es ist ja offensichtlich nicht so dass diese Konstruktion in eine unberührte Landschaft gebaut wurde.

  17. Oli Weber sagt:

    Irgendwie funktionslos das Ding; keine Brücke, keine Unterführung, kein Turm, keine richtige Aussichtsplattform.
    Aus Holzplanken gebaut wäre es erträglich gewesen; der Stahlbeton verleiht dem Objekt jedoch eine Schwere, welche die schlängende Verspieltheit Lügen straft.
    Wenn es wenigstens ein anständiges Dach hätte, dann könnte es bei Regen/Schnee zumindest als Unterstand dienen.

  18. Brit Lindstrom sagt:

    Hei Norwegen ist best

  19. Jonas Feist sagt:

    Ich muss ehrlich sagen, dieser Blog gefällt mir sehr. Man ist verschiedener Meinung, trifft sich aber trotzdem und lacht gemeinsam. Schön!

  20. ROLF GYR sagt:

    Dasein im Design…wenn man Geld verbrennen möchte, so muss man ein Feuer machen und nicht eine Beton- Mischmaschine in Betrieb nehmen. Als Altstadt Bewohner von Zürich freue ich mich schon auf den Hafenkrahn.

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