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Wohnen in der Kirche

Marianne Kohler am Sonntag den 8. April 2012

Ja, auch Kirchen können auf dem Immobilienmarkt landen. Diese Methodistenkirche in der Grafschaft Wiltshire in England wurde 1868 gebaut und ist zu einer Villa umgebaut worden. Luxusdetails wie goldene Wände, ein Swimmingpool oder ein Kino wurden eingebaut, um das ehemalige Gotteshaus wohnlich zu machen. Die hohen Räume, die grossen  halbrunden Kirchenfenster und die Wände aus grobem Stein lassen grosszügiges modernes Wohnen zu.

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Die malerische alte Kirchenfassade könnte aus einem Miss-Marple-Film stammen. Innen ist die Kirche aber zu einer modernen, stilvollen Villa umgebaut.

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Eine grosse, mit Blattgold vergoldete Wand bringt Wärme und Eleganz in den kargen, grossen Kirchenraum. Sie reflektiert das Licht und wirkt so lebendig. In den offenen Wohn- und Essraum ist eine Küche eingebaut worden. Die modernen Retromöbel sind schlicht und komfortabel und schaffen ein gemütliche Zuhause.

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Mit warmen Holzböden und grosszügigem Mobiliar wurde die Kirche zum modernen Wohnhaus umfunktioniert. Das Schlafzimmer bietet eine pittoreske Aussicht auf die idyllische englische Landschaft.

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Die Architekturelemente werden gekonnt in den Wohnraum integriert. Die groben Steinwände vermitteln Geborgenheit und erzählen ihre eigene Geschichte.

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Loftfeeling der ganz anderen Art: Der hohe Kirchenraum wurde mit einem Zwischengeschoss versehen. Damit ist Platz für mehr Zimmer entstanden und der grosse Hauptraum wurde geschickt unterbrochen.

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Der grosse Hauptraum der ehemaligen Kirche: Die goldene Wand hält den riesigen Raum zusammen und strahlt Behaglichkeit aus.

17 Kommentare zu „Wohnen in der Kirche“

  1. Heinz Müller sagt:

    Alter Schwede.

    Da kommen wirklich sakrale Gefühle hoch.

    I like.

  2. Susanna sagt:

    Wow, leider steht hier nicht grad eine kaufbare Kirche rum – würde sonst glatt einziehen und so einrichten ;-))

  3. theresa binder sagt:

    Wunderschön! Viel Raum zum Atmen. Nur einige der Möbel dürften sich besser anpassen.
    Etwas mehr Farbe in Erdtönen täte den Möbeln in diesen Räumen auch gut. Das Schlafzimmer
    wirkt etwas farblos-düster – keine Bilder, keine Pflanzen. Könnte mir das Haus sehr gut als
    Malatelier – Wohnhaus vorstellen.

    • lukas sagt:

      ich begreife das mit den “erdtönen” nicht ganz. mir würde es mit weniger “erdtönen” besser passen. es ist ja beinahe alles in diesen erdtönen gehalten.

      trotzdem, gefällt mir sehr gut :)

  4. Lara Kraft sagt:

    Wirklich schön. Mir persönlich allerdings zu perfekt und teuer renoviert. Klar, das Cheminée, wunderbar. Aber in dieser Umgebung hätte ich mir was Gröberes, Eckigeres vorgestellt. Also mein ganz persönlicher Geschmack. Aber trotzdem, wie gesagt, sehr schön.

  5. Anne Baynor sagt:

    Nichts für mich!

  6. Adriano Granello sagt:

    “Die hohen Räume, die grossen halbrunden Kirchenfenster und die Wände aus grobem Stein lassen GROSSZÜGIGES, MODERNES WOHNEN zu”.
    .
    Der Begriff der ‘Moderne’ wird – wie auch hier – gelegentlich überstrapaziert. Müsste “modernes Wohnen” heute nicht eher als VERDICHTETES Wohnen auf immer weniger Quadratmetern beschrieben werden?

    • sepp z. sagt:

      adriano, verdichtet auf wenigen quadratmetern: ja, aber nicht für alle. die die sichs leisten können, dürfen in den bewahrten landschaften wunderbar schön wohnen.

      • Mark Keller sagt:

        Verdichtetes Bauen bedeutet nicht weniger Quadratmeter für eine Wohnung. Warum wird beim Stichwort verdichtetes Bauen automatisch auf kleine Wohnungen geschlossen? Weiss man es nicht besser, oder können sich SchweizerInnen nur EFH’s mit 1500m2 Grundstück vorstellen?

  7. Maria Schüpbach sagt:

    In Australien gibt es Dutzende von Kirchen zu verkaufen, ganz günstig, man kann aussuchen: Anglikanisch, Methodistisch, Uniting Church, Lutheranisch, … Ich war mal in einer, die sehr schön zu einem Café umgebaut worden war, der Weihrauch- und Kerzengeruch sass aber immer noch tief im Gemäuer. Für mich war’s irgendwie gruselig, so gruftimässig, mehr wie eine spiritistische Sitzung statt gemütlicher Kaffee- und Kuchen-Pause…

    Das Beispiel hier ist zum Anschauen wirklich schön und geschmackvoll – aber drin wohnen? Neee…@theresa binder: Wärme und etwas Kuschliges fehlt wirklich. Kann sich jemand vorstellen, dass man sich da drin einen Film wie z.B. “Das Omen” oder “Der Exorzist” gemütlich anschauen kann? Sorry, das ist doch etwas too much.

  8. Am besten gefällt mir die Wand aus Blattgold! So richtig eine Wohnung für den Normalbürger. Ich begreife nicht, warum sollche Supervillas angepriesen werden – der Vergleich zur eigenen Wohnung ist zu extrem. Nein danke, ich wohne lieber so wie ich es jetzt habe. Ueberschaubar,gemütlich und auch ohne ein Heer von Putzfrauen sauber zu halten.

    • lukas sagt:

      marianne, dann machen sie sich doch eine wand aus blattgold. das teuerste an der blattgoldwand wird wohl die arbeit sein.

  9. samuel sagt:

    das ist ja g… das würd ich mir auch gefallen lassen!

  10. Christian Ziegler sagt:

    Ich bin etwas erstaunt, im Bund über das Leben in der Kirche zu lesen und als Beispiel eine Kirche in England zu sehen, wenn Beispiele vor der Haustüre, sogar unter Bund Mitarbeitern, zu finden sind. Der ehemalige Kulturredaktor des Bund, Fred Zaugg”, wohnt seit Jahrzehnten in einer ehemaligen Methodistenkirche und im Breitenrein ist aus einer Kirche ein Kulturzentrum geworden, in welchem auch gewohnt wird.

  11. Ella Müller sagt:

    Wow, darin getraut man sich sicher nicht zu fluchen! :)

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