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Strenge, schöne Holzarchitektur

Marianne Kohler am Freitag den 10. Februar 2012

Holzhäuser sind wieder gross im Trend. Heute zeigen sie sich schlicht und modern und passen trotzdem in idyllische, ländliche Gegenden. Dieses formal reduzierte, strenge Holzhaus mit grossen Kaminen steht in den Niederlanden, mitten in einer bäuerlichen Umgebung.

Architektur: Onix

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Holz und Holz: Die strenge Architektur integriert sich in den filigranen Baumbestand rund um das Haus. Besonders schön kommt dies im Herbst und im Winter zur Geltung.

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Holz in seiner modernen Form, streng, klar und trotzdem mit allem versehen, was dazu gehört: Kamin, Dach, Luke, Fenster und Fensterchen.

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Passt harmonisch zusammen: Holzschuppen und Holzvilla. Sanfte Architektur in ländlicher Umgebung ist eine Kombination, die funktioniert.

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Das Holzhaus steht auf einem Betonsockel, der das Gebäude von der Graslandschaft abhebt und eine Linie mit dem betonierten Gartensitzplatz schafft.

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Innen führt sich die sanfte Moderne des Hauses fort. Es ist reduziert und komfortabel mit Klassikern und schlichten, modernen Möbeln eingerichtet. Das Ultramarin der Sessel bietet einen kühlen Kontrast zu dem vielen Holz.

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Lange Tafel und langgezogene Kücheninsel ziehen sich der Fensterfront entlang. Sie führen vom Wohn- in den Essbereich und von dort geht es hinauf in die erste Etage und zu den Schlafräumen.

35 Kommentare zu „Strenge, schöne Holzarchitektur“

  1. sepp z. sagt:

    Schön ist hier vor allem die unverbaute Landschaft aussenrum.
    Stünde das Haus zwischen anderen Häusern, wäre es bloss Mittelmass.

    • Andreas Kaufmann sagt:

      Genau! Ist wie auf einer leeren schwarzen Bühne, wo jede Bewegungen eines Laienschauspielers vermeintlich zur Poesie wird. Ohne die Landschaft würde noch vielmehr auffallen, wie bemüht modern und doch stockkonservativ diese Architektur ist. Wirkt geradezu unbeholfen, schade um die schöne Lage.

  2. köbi2 sagt:

    Abgesehen davon, dass die Hütte potthässlich ist, würde mich wundernehmen, wie denn das viele Holz, dass direkt der Witterung ausgesetzt ist, in Zukunft aussehen wird. Wahrscheinlich nach 5 Jahren schwarz, nach 10 Jahren grün und in 20 Jahren fällt es ab. Da hilft die beste Druckimprägnierung nichts.

    • AnnaSofia sagt:

      in 20 Jahren fällt es ab? Dann kennen Sie Skandinavien nicht: ein Grossteil der Häuser sind aus Holz, und manche schon 200 Jahre alt

    • xaver2 sagt:

      hmm, da versteht aber jemand gar nichts von modernem holzbau…

    • Peter sagt:

      Dann reisen Sie doch wieder einmal ins Goms oder ins Berner Oberland. Holz ist ein natürliches Material, und altert zum Glück wie wir auch (Patina macht hübsch)!

      • Franz sagt:

        Schauen Sie doch mal die von Ihnen zitierten Häuser im Goms oder im Berner Oberland genau an und achten Sie auf den konstruktiven Holzschutz; von alledem ist hier überhaupt nichts zu sehen. Wird hier zu einem äusserst mühsamen und kostspieligen Gebäudeunterhalt führen!

      • Max sagt:

        @franz: Die Patina wird diesselbe, wenn aber oben abgebildetes Haus konstruktiv richtig aufgebaut ist, und die Details sorgfältig gelöst wurden (Fassade hinterlüftet, keine Auflagestellen für Wasser, usw.) und das Holz gleichmässig abtrocknen kann, wird die Fassade bald einmal aussehen wie die eines dreihundertjährigen Speichers im Goms, also schön oder nicht schön, das liegt immer noch im Auge des Betrachters….

    • Katharina sagt:

      Kommen Sie mal ins Toggenburg (köbi2) und schauen sich unser schönes Toggenburger Haus an. Alles komplett aus Holz, sogenannter Schindelschirm und Leistenschirm. Wir haben es im Sommer 2011 neu schindeln lassen. Etwas ästhetischeres gibt es für mich nicht! Übrigens sollen wir gemäss Holzfachmann 40 Jahre Ruhe haben. Das Holz wird mit der Zeit silbrig, so wie wir.

  3. Daniel sagt:

    Da müsste man aber den Holzschuppen auch dementsprechend anpassen. Irgendwie passt der nicht mehr ins Bild!

  4. Herbert Heger sagt:

    Wo ist denn die Romantik, wo ist sie nur geblieben? Das Holz strahlt wenigstens noch ein wenig Wärme aus. Aber trotzdem ist es eisig kalt, nur schon beim betrachten. Sind die Bewohner gleich kalt wie die Erscheinung des Hauses? Ein Naturgesetzt heisst doch so schön: Wie innen, so aussen. Zumindest fürs Haus stimmt es. Kalt, kahl, und so überhaupt nicht gemütlich. Wie viel Gefühl mussten wohl die Architecken der alten Landhäuser früher gehabt haben? Dieses Haus ist ein weiteres Beispiel der erkalteten Welt. Herzen, wacht auf…

    • Marianne Kohler sagt:

      Lieber Herbert, am kommenden Montag, den 13. 2., finden Sie hier auf dem Blog schöne Impressionen von alten Steinhäuser aus dem Engadin.

      • Widerspenstige sagt:

        Schön, darauf freue ich mich schon sehr – alte engadiner Steinhäuser mit tiefen Fenstern und breiten Simsen. Und Fasadenverzierungen, Malereien….seufz. Wann wird übrigens wieder der Chaletstil propagiert?

        Ich vermisse auch bei diesem Holzhaus die Wärme, die Ausstrahlung von Giebeln und tiefen Dächern….und Fensterläden, ja.

  5. irgendeiner sagt:

    “Strenge, schöne Holzarchitektur” ??

    Worin soll denn bitte die Strenge liegen? Und schön nach meiner Ansicht noch viel weniger.

  6. Sandra sagt:

    Also mir gefällt das Haus sehr gut und es fügt sich so wunderbar in die Umgebung ein. Vor allem, dass das Dach auch aus Holzplatten besteht finde ich sehr interessant. Und ich kann mir vorstellen, dass gerade die Verwitterungsspuren in einigen Jahren sehr interessant sein können. Alles bekommt mit den Jahren Lebensspuren und ist vergänglich und wieso soll man das dann nicht auch einem Haus ansehen.

  7. Steiger Jean-Pierre sagt:

    Die Architekten haben rein gar nichts begriffen.
    Man merkt, dass Sie wohl nie einen Nagel eingeschlagen haben und schon gar nicht auf dem Bau gearbeitet haben.
    Wir haben mal gelernt, dass natürlicher Bautenschutz ( genügend Vordach ) das Holz am wirksamsten schützt und eine lange Lebensdauer ermöglicht.
    Aber eben: Die wissen alles besser.
    Viel Spass beim ersetzen des Daches und der Fassade in ein paar Jahren.
    Wenigstens kann man um das Haus gut ein Gerüst stellen…. immerhin

    • lukas sagt:

      ich würde nicht mit der verbalen nagelkäule um mich hauen. es ist heikel, sich grossmaulig über den eigenen wissensstand zu stellen. wenn jemand kein vordach möchte (mit allen konsequenzen), ist doch das ok. ich sehe keinen grund zur aufregung.

  8. Karl Hofer sagt:

    Ein potthässliches Haus. und erst dieser kalte Betonboden ! Ich finde, auch moderne Häuser sollten wie alte Häuser aussehen oder wenigestens altmodische Stile imitieren. Das Einzige, was immer modern sein muss ist das Auto, Handy und natürlich die S-Bahn. Findet übrigens auch meine Frau, die nur alte Dekor Sachen kauft, ausser Staubsauger und Kaffeemaschine.

    • Roger Zeier sagt:

      Finde ich toll, dass Sie und Ihre Frau so wunderbar zusammen passen.

    • lukas sagt:

      huiiii, da bin ich froh, dass herr hofer nicht stadtplaner ist

    • bohrerin sagt:

      das “alte” war ja auch mal “neu”. dieses haus ist jetzt wirklich kein gutes beispiel für zeitgemässe holzbauweise, was solls, viel bedürftiger scheint mir der garten, in der schweiz immer gern mit Umschwung bezeichnet, weil mans meistens eh nicht Garten nennen kann…..jeder hat so seine prioritäten, aber dann sollte man doch den platz denen überlassen, die den guten boden nicht mit nem golfrasen malträtieren….kommt ja auch mal noch ne generation nach uns

  9. Marcel sagt:

    Das ist einfach eine Stahl und Stahlbetonkonstruktion, die man mit Holz verkleidet hat. Ich meine, mein Auto ist doch auch nicht aus Lack gebaut! Der Artikel ist wirklich sehr ungenau und vom Tagesanzeiger erwarte ich einfach mehr Kompetenz.

  10. Kamer sagt:

    Liebe Architekturkritiker, von der Bautechnischen Ausführung her ist hier wirklich nichts zu kritiesieren. Man kann ein hau so verkleiden wie man will, gewisse Elemente werden durch die Witterung mal mehr mal weniger in Anspruch genommen, aber das ist ja nicht so schlimm. Zum Glück gibt es solche Bauherren, die mit dem Architekten hier einen Weg finden.

    Von der architektonichen Seite her betrachtet mag es nicht ganz gelungen sein. Sehe hier keinen Bezug, wie der Kollege schon gesagt hat, recht konservativ.

  11. Christian Duerig sagt:

    FALLING WATER
    Diese Holzarchitektur versucht zu verkaufen, was sie nicht ist. Keiner will die Strenge sondern sucht die Ruhe. Die kann er sogar in einer Holzkiste finden (Schalldämpfung). Harmonie der Architektur mit ihrer Umgebung finden sie bei Lloyd Webber mit seinem Haus “Falling Water”. Bloss die Möblierung muss eleganter und leichter werden. Die Bunker- und Blockzeiten sind vorbei. Die Angst ist überwunden und der Mensch sucht wieder die wärmende Sonne. Mit modernen Baumaterialien kehrt Leichtigkeit, Festigkeit und Transparenz ein. Glas dominiert, nicht Holz. Bei der Holzarchitektur sind nur Luken vorhanden und die Sintflut herrscht. Abfackeln ist angebracht wenn es zum Streit kommt. Es gibt Platz für Neues.

  12. Roger Kuhn sagt:

    … wäre die Aussen-Verkleidung aus Eternit, so könnte man dieses Haus auch noch in 5 Jahren in einem SweetHome-Forum präsentieren.

  13. Peter S. sagt:

    Das soll schön sein? Schön ist anders. Für dieses haus würde ich mich wohl nie begeistern können – und auch kein Geld dafür ausgeben.

  14. G. Frey sagt:

    Liebe Leute baut doch bitte wieder gemütliche Häuser wo man sich geborgen fühlt. Igitt kann ich zu diesem Haus nur sagen. Und in der Küche ein Abzugmonster riesig, hässlich unnötig. Aber teuer.

  15. Peter Steiner sagt:

    … ich staune, wie rasch eine Diskussion über ein Holzhaus gehässig werden kann. Leute, es geht “nur” um ein Haus – das kann gefallen, oder auch nicht. Und das Holz kann altern, vielleicht wird es silbern (wahrscheinlich), vielleicht fällt es dereinst ab (unwahrscheinlich). Geschmäcker sind verschieden. Wem’s nicht gefällt ist zu wünschen dass er etwas Schöneres bewohnt (und seine Nachbarn hoffentlich auch)…

    • Marie sagt:

      Sehr richtig gesagt. Mich wundert ebenfalls die Energie, die in Gehässigkeit gesteckt wird – nur weil mann/frau einen anderen Geschmack hat. Etwas mehr Gelassenheit ist sehr sexy und immer modern.

  16. Veronica sagt:

    Das Haus sieht aus als ein Zündholzbaumodell.

  17. Silvia sagt:

    also mir gefällt das auch nicht , ist eher eine “kalte” atmosphäre und wer weiss wie lange das von aussen hält ohne abzufärben

  18. daniel sagt:

    Ich finde diese authentische und strenge Holzarchitektur genial. Passen würde hierzu noch der individuell gestaltetet Kleiderschrank. Auf deinmoebel.ch geht das ganz einfach.

  19. Monika sagt:

    Das ist für mich eines der schönsten Gebäude aus Holz. Ich liebe diese Ort verbundene Architektur. Das sollte als gutes Beispiel für so viele neubauten in der Schweiz stehen. Weiter so und ich verfolge hier die Entwicklung weiter.
    Gruss Monika

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