Wenn eine Wohnung keine Bücher hat, fehlt ihr die Seele – für mich ist das jedenfalls so. Bücher sorgen für Wohnlichkeit und Leben, und die Auswahl der Bücher lässt auf die Persönlichkeit der Bewohner schliessen. Auch die Art und Weise, wie Bücher ins Regal oder in Szene gesetzt werden ist wichtig. In zeitgemässen Wohnungen dürfen Bücher überall sein. Im Wohnraum, neben dem Tisch, im Schlafzimmer, sogar die Wohnwand der 70er Jahre ist nicht mehr verpönt. Hier sind 10 Möglichkeiten wie Bücher ins Regal passen, lassen Sie sich inspirieren.

Klassisch und immer aktuell sind grafische Regale in die die Bücher ganz korrekt und «anständig» eingeordnet werden. Die Reihenfolge ist persönlich, Sie können die Bücher nach Autoren, Sachgebieten, Länder, Favoriten, Zeitzonen oder Aktualität ordnen. Das schlichte,weisse Regal mit den quadratischen Unterteilungen ist von der dänischen Firma Montana

Vitrinen sind die neuen Büchergestelle, in ihnen können Bücher gelegt, gestapelt und aufgereiht werden, ohne dass sie Staub abbekommen. Mehr Persönlichkeit bekommen Regale aller Art wenn sie neben Büchern auch anderen persönlichen Gegenständen ein Zuhause bieten. Dieses rote Regal zeigt zusätzlich Kunst und Sammelstücke und ist mit seiner starken Farbe ein Hingucker. Bild via: Nice Room

Sie lieben Ihre Bücher, wollen aber niemandem preisgeben, welche Bücher auf Ihrem Regal stehen? Binden Sie sie ein, ganz wie früher die Schulbücher! Dieses Beispiel kokettiert mit alter Computergame-Optik – wie cool ist denn das! Sie können aber auch auf pures Weiss setzen oder mit üppigen Mustern spielen, – ein bisschen Geduld allerdings ist gefordert, und handwerkliches Können mit dem Einbinden. Bild via: Tracepaper

Stehen Sie zu Ihrer Oberflächlichkeit, Form ist Ihnen wichtiger als Inhalt – wieso nicht? Die Bücher nach Farbe ordnen sieht auf jeden Fall wunderschön aus, und was man zuhause tut ist schliesslich Privatsache! Wenn ich aber in Büchergeschäften die Bücher nach Farbe geordnet sehe, bin ich eher irritiert und nicht wirklich inspiriert ein «hellblaues» Buch zu kaufen, nur weil gerade Sommer ist und das Meer blau… Bild via: Tracepaper

Künstlerisch und understated wirkt dieses Regal, in dem die Bücher ganz beiläufig, aber mit viel Sinn für den Effekt und die dekorative Wirkung eingeordnet sind. Sie sind gekonnt zwischen Kunst- und Sammelgegenständen gestapelt. Ein wandhohes Gestell nützt den Raum optimal aus. Damit die oberen Tablare auch erreicht werden können, ist eine Leiter notwendig. Die eng gestapelten Bücher sind hier eine Art Spiegelbild der Leiter und spielen mit der Höhe des Raumes und des Gestelles. Bild via: Nice Room

Das Schwere kommt immer ganz unten ins Regal um ihm Stabilität zu geben. Achten Sie auch beim Kauf eines Büchergestells wieviel Gewicht die einzelnen Regalflächen aushalten, sonst können Sie erleben, wie die Tablare unter zu schwerer Last durchbrechen. Zeitschriften sind schwerer als Bücher und sind am besten zuunterst unterzubringen. Das einfache und günstige Gestell «Lack» von Ikea kann superedel wirken, wenn es wie hier stilvoll eingeräumt wird. Bildbände und Zeitschriften sind im unteren Bereich gestapelt anstatt eingereiht. In den oberen Tablaren werden lose, grafische Gegenstände, Bilder und wenige Bücher ausgestellt. Zuoberst wird dann die Üppigkeit des untersten Bereichs wiederholt mit einer Sammlung von Bildern. Bild via: Nice Room

Vieles vom Gleichem sieht immer gut aus. Wenn Sie also Sammelbände haben, reihen Sie sie dicht nebeneinander und die Optik des Regals ist ruhig und kompetent. Bild via: Nice Room

Bei Büchern ist dieses Attribut ein Plus! Ein Regal, das übervoll ist mit Büchern, wirkt spannend und lässt auf einen interessierten Bewohner schliessen. Wer viele Bücher hat, darf diese also ruhig doppelt einreihen und Stapel über Reihen legen. Bild via: Nice Room

Hier schwebt das «Gestell» an der Wand und wirkt wie Kunst. Der Effekt ist einfach nachzuahmen: Montieren Sie Regalreihen mit Seitenwänden, damit die Bücher rausrutschen an einer Wand und legen Sie die Bücher rein. Die kurzen Zwischenräume erleichtern das Rausnehmen der einzelnen Bücher, der Stapel wirkt so nur optisch als Ganzes. In Wirklichkeit ist jeder Stapel ein Reihe von kleinen Stapeln. Bild via: Bloesem

Ein Sideboard wurde hier zum dekorativen Regal umfunktioniert. Schubladen oder Türen wurden entfernt, die entstehenden Räume mit starker Farbe betont und mit Büchern versehen. Bild via: Bloesem
Die Links zur Bücherregal-Geschichte:
www.montana.dk
http://tracepaper.tumblr.com/
http://bloesem.blogs.com/
http://niceroom.tumblr.com/
Schlagworte: Bücher, Bücherregale, Einrichten, Styling, Tipps
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Marianne Kohler ist Stylistin und Journalistin, sie begann ihre Karriere als Textildesignerin, arbeitete in Paris und New York, bevor sie einige Jahre das Moderessort der Zeitschrift Annabelle leitete. Heute arbeitet sie für Zeitschriften wie «Glamour» sowie Interior-Firmen im In- und Ausland. Marianne Kohler lebt mit ihrem englischen Mann David und ihrem Hündchen Miss C. in Zürich. 





































#9 verstehe ich nicht. Wie genau “schweben” die Bücher an der Wand? Ich weiss, es gibt die Möglichkeit “Eckhalter” (wie nennt man diese Dinger genau?) an die Wand zu befestigen und unnütze, dicke Bücher als Ablageflächen daran anzuschrauben, aber gemäss Text funktioniert das bei dem Beispielfoto ganz anders. Nur ist es nicht verständlich genug erklärt.
Ptolomeo wall, so heißt die Serie – gibt es in vielen verschiedenen Variationen.
Entweder so:
http://www.expli.de/anleitung/schwebendes-unsichtbares-buecherregal-304/
Oder so:
http://www.pucchiswelt.com/2006/10/28/the-self-shelf/
@Pater: Ich denke, dass in diesem Fall “Buchstützen” an die Wand geschraubt wurden. Aus dem Text werde ich leider auch nicht ganz schlau. Aber der Effekt ist cool :-) Sowas gibts übrigens in ganz “normalen” Haushalten auch:
http://www.flickr.com/photos/scrapothekerin/3199686808/
Chris, genau das meine und kenne ich.
Irgendwie müsste der Satz hier eher so lauten:
“Montieren Sie Regalreihen mit Buchstützen (damit die Bücher nicht rausrutschen) an einer Wand und legen Sie die Bücher drauf.”
Das Problem mit den Büchern bleibt für uns Normalos, die wir nicht über eine eigene Bibliothek verfügen wohl weiterhin ungelöst…
farbig wie ein regenbogen, nur zu empfehlen!
…nach ewigen diskussionen mit meinem mann, wie wir die bücher jetzt sortieren sollen (je nachdem , wer sortiert hat, konnte der andere nichts mehr finden) haben wir uns auf die farbenvariante geeinigt (”ich hab keine nerven mehr, ich bin drauf und dran, nach farben zu sortieren” “ok, warum nicht”). jetzt finden wir beide nichts mehr, aber wenigstens sieht es schön aus :-))
naja, das ist jetzt etwas übertrieben, man findet nämlich erstaunlich viel, weil man sich oft an cover/buchrücken erinnert…
Wie wärs mit eBooks auf einem Reader… ;P
330 Bücher passen drauf…
ich weiss nicht … da man uns die ebooks annähernd gleich teuer verkaufen will, wie gedruckte (nota bene sogar wie gebundene gedruckte), würde ich das geld für den reader eher in ein regal investieren.
Lista M10 Regal. Böden sind bis 180 kg belastbar. Für Kunstbücher ein muss
Da nicht alle Bücher gleich hoch sind, staune ich, dass unter den Vorschlägen der Abstand zwischen den Tablaren ueberall gleich ist. Gestelle mit unterschiedlichen Höhen (z.B. von Thut oder Wieser) wirken spannend. Je nach Buchbetand koennen Anpassungen vorgenommen werden.
…oder wie Canettis protagonist in “Die Blendung” die bücher mit dem rücken zur wand stellen. Dann ist jedes buch nur noch durch grösse und dicke charakterisiert und einheitlich papierfarben, soldaten in uniform ähnlich (so war das in Canettis roman auch gemeint..). Finden tut man in diesem bücher heer natürlich nichts mehr.
Ich sag nur: Potemkinsche Bücherwände! Wer Bücher zur Dekoration aufstellt oder als Blendwerk benutzt hat etwas falsch verstanden. Das Buchbindehandwerk wurde erfunden um Bücher aufzustellen und nicht um sie zu stapeln wie das anscheinend gerade hip ist unter wohnfetitschisten die sich gerne als querdenker sehn…
Gruss vom Bibliothekar
Bei uns zuhause ( s Kommentar mit Bildlink weiter oben von Marco) sind die Bücher nach Farben sortiert. Als ich dann aber hier im Artikel las: “Stehen Sie zu Ihrer Oberflächlichkeit, Form ist Ihnen wichtiger als Inhalt ” war ich nicht gerade glücklich.
Form ist mir nicht wichtiger als INhalt und oberflächlich finde ich das auch nicht gerade. Ich kann von praktisch jedem Buch, das da im Regal steht, die Farbe der Buchrückens sagen und so ist das Buch denn auch rasch gefunden:)
Herzlichen Dank für Ihre vielen Kommentare und interessanten Links, besonders die zwei Links von Chris, erklären gut wie die schwebenden Regale funktionieren.
Und: Liebe Elizabeth, Oberflächlichkeit ist nicht unbedingt eine schlechte Eigenschaft, vor allem wenn es um Einrichtungen und Dekoration geht. Wer Lust hat Bücher nach Farbe zu ordnen tut das ja aus Freude an der Schönheit – und das ist doch schon mal sehr viel…
Na ja, ich mache mir über die Aufschichtung der Bühcer mal keinen Kopf darüber, oder doch? Meine Bücher sind überall, quer, doppelt, auf dem Boden, auf den Tischen und unter den Tischen, hinter Regalen, auf Treppen, ja da hinten sogar in der Badewanne. Im Reisegepäck, beim Wegfahren, ist das Gewicht der Bücher leicht grösser. als das der restlichen Utensilien, beim Zurückfahren hingegen um ein Vielfaches grösser. Es ist knisternde Erotik ein Buch in den Händen zu haben und darin zu blättern, deshalb pfui Teufel elektornisches-Buch. Ja eine Bücherwand hat auch was, ist es also doch nicht egal wie man Bücher schichtet?
Nein.
Bücher sind einfach da, mal her mal dort, überall. Ich inszeniere Bücher nicht, ich habe sie einfach. Ich sehe sie nicht an, ich tauche in sie ein.