Zauberhäuser
Marianne Kohler am Montag den
4. Juli 2011
Häuser bieten uns Schutz vor der Natur, sind Rückzugsgebiet, Zufluchtsort, unsere Höhlen. Diese Bilder zeigen Häuser, die mit der Natur verwachsen sind oder von ihr zurückerobert werden. Sie wirken verzaubert, poetisch und erzählen Sweet-Home-Geschichten der ganz anderen Art.

Der Fotograf Jerry N. Uelsmann hat lange vor der digitalen Fotografie begonnen, Bildmontagen zu kreieren und hat so neue, surreale Bildwelten erschaffen. (Bild über: Denise at Home)

Hier verschmilzt ein Haus mit einem Baum, so dass man das Gefühl erhält, in einen Baum und nicht in ein eigentliches Haus zu treten. Bild über: That Girl.

Wo die Natur stark ist, schützt man sich vor ihr, indem man sich ihrer bedient. Nach diesem Prinzip sind diese nordischen Häuser sozusagen unter die Decke der Landschaft geschlüpft. Bild über: Miss Wallflower.
![sweet home William Livingstone House_thumb[1]](/sweethome/wp-content/uploads/2011/06/William-Livingstone-House_thumb1.jpg)
Dekonstruktivismus pur: Hier zerfällt ein altes, herrschaftliches Haus im modernen Detroit. Das zusammengeflickte Haus strahlt aber etwas Märchenhaftes aus, als wäre es verzaubert. William Livingstone House.

Die Natur kann ihre Kraft auch von innen heraus entfalten.

Erhaben und irgendwie nicht von dieser Welt wachsen hier zwei Baumhäuser in den Himmel. Bild über: Miss Wallflower.

Diese Ruinen werden von der Natur zurückerobert und wirken wie ein geheimnisvoller, verwunschener Ort.
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Ja wirklich, verwunschene und in wild wuchernden Naturlandschaften hineingebetete Zauberhäuser sind das. Also bei Bild zwei würde ich sofort einziehen und warten, bis Robin Hood anklopfen täte… ;-)
Ich würde mir wünschen, dass die Architekten von heute diesen Stil auch wieder mehr pflegen würden: Das Einpassen in die Umgebung. Und: Nein, ich meine damit nicht, dass sie romatische Zauberhäuschen bauen müssen! Nur, ein bisschen mehr Nachdenken über das Stadtbild und die Häuser rechts und links und die Umgebung wäre angebracht.
Aber statt dessen will sich jeder ein pompöses – oder grauenvoll langweilig schlichtes – Denkmal setzen und bemüht dafür die ausgelutschte und fadenscheinige Erklärung “Kontrapunkt zur Umgebung” oder, aus der gleichen Kategorie: “interessante Kontraste”.
Aber gerade durch Beschränkungen entstehen die interessantesten Werke! Oder will jemand behaupten, dass alle Gedichte, die sich reimen, schlecht sind, nur weil man sich die Beschränkung des Reimes auferlegt hat und nicht völlig frei war?
Die Bilder sind übrigens sehr schön! Merci, einmal mehr.
Ihre Kirtik an der heutigen Architektur spricht mir aus dem Herzen! An der ETH las ich auch mal “Dominanz der natürlichen Elemente brechen”. Als ob es sich bei diesen um Feinde handelte. Aber ein “Hüsliwürger” darf man auf keinen Fall sein. Ui wär das bünzlig! Hauptsache klotzig und phantasielos.
Aha… und im nächsten Artikel dann gleich noch was posten wie schlimm die Zersiedlung der Schweiz ist. Wie wäre es, wenn man erst alle Aspekte bedenkt, bevor man solche Aussagen postet? Zum GLÜCK gibt es klotzige und phantasielose Architektur! Hoch lebe sie!
Märchenhaft wunderschön!
Das dritte Bild finde ich sehr schön… An die Autorin: wo wurde es aufgenommen?
Die Torfhäuser sind wahrscheinlich jene der “Sod farm” des Skogar Folk Museums in Hvolsvollur (Island).
Google Bildersuche nach “Skogar folk museum”.
Wissen tu ich’s nicht, aber ich weiss, dass es damals in der Serie “Nonni und Manni” solche Häuser hatte, und es spielte in Island. hach war das schön…
Ich war gerade vor kurzem dort. Die 3 Häuser gehören zum Skógar Museum auf Island, siehe auch http://www.skogasafn.is/index.php?option=com_phocagallery&view=category&id=2%3Ablandae&Itemid=57&lang=de .
War vor kurzem auch im Skógar Museum; von aussen mögen die Häuser ja schön sein, aber auf drei Seiten sind sie von Torf bedeckt; also Wohnlichkeit sieht anders aus. Die Häuser mussten übrigens mit Torf und Grassoden gebaut werden, da fast kein Holz zur Verfügung stand, und sie sollen eher feucht gewesen sein…
Es existiert wirklich das Baobab Hotel im Huilo-Huilo Park in Chile : http://www.google.com/search?pq=baobab+hotel&hl=en&sugexp=gsih&cp=18&gs_id=28&xhr=t&q=baobab+hotel+huilo+huilo&qe=YmFvYmFiIGhvdGVsIGh1aWxv&qesig=fsCvbo4_txKauUz7spUdmQ&pkc=AFgZ2tkHdPWrpfeEGZqw2zqYxqm66sHaFjbAX3Q4BRfexqV-U-X3tUFY7Q8U9ClNscnxtmDfoiDG9R90WVFk_irp_zmhLxEnwg&gs_sm=&gs_upl=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.&biw=1024&bih=499&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&tab=wi
Wenn wir nicht früh genug aufwachen, wird die Natur uns schneller einholen, als wir denken können.
Es macht keinen Sinn noch mehr landwirtschaftsfläche zu versiegeln und dies zuletzt aus ästhetischen Gründen… Wir brauchen diese Fläche für das was uns nährt, für Verpflegung, für gesunde Luft, gutes Wasser, Erholung, …
Dachbegrünungen sind technisch absolut kein Problem, am schönsten hat es uns Hundertwasser gezeigt:
http://4.bp.blogspot.com/_cW3yfMxgaZo/S8gEOLGdl1I/AAAAAAAAACY/6N28DBKYg08/s1600/hundertwasser_darmstadt.jpg
Und nichts scheint mir sinnvoller als Erdhäuser zu bauen; geringer Stromverbrauch, Isolationsbedarf, Erhaltung der natürlichen Landschaft, etc.
Natürliches Licht durch Oberlichter und Dreifachverglasungsfronten ist auch kein Problem. Wir müssen nur wollen.
Zum William Livingstone House:
Dekostruktivismus pur? Ich hoffe Ihnen ist bewusst das das totaler Unsinn ist? Dekonstruktivismus bezeichnet eine bestimmte architektonische Bewegung, hat aber mit zerfallenden Häusern absolut nicht zu tun. Das Livingstone Haus war (seit 2007 abgerissen) wenn dann ein bekanntes Symbol für den Detroiter “urban decay” – In diesem Zusammenhang vom “modernen Detroit” zu sprechen ist von da her auch etwas absurd…