Sport


admin am Montag den 29. November 2010

Herr Linsi, wachen Sie auf!

Betretene Grasshoppers, jubelnde Tessiner: Die 2:3-Niederlage von GC gegen Bellinzona löst nicht einmal mehr laute Reaktionen aus.

Kein Pfiff, kein Buhruf, kaum ein Fluch. Die 2:3-Niederlage der Grasshoppers gegen Bellinzona wurde von den (optimistisch gezählten) 3100 Zuschauern im Letzigrund mit fatalistischer Gleichgültigkeit zur Kenntnis genommen. Ciriaco Sforza lobt die Mannschaft für ihre Charakterleistung in der zweiten Halbzeit. Die Spieler trotten mit hängenden Köpfen vom Tatort. Immerhin Vero Salatic sprach Klartext und stellte die Qualität der Mannschaft in Frage.

Ob der formschwache Mittelfeldspieler der Richtige ist, um diese Worte auszusprechen, sei dahingestellt. Wichtig war, dass es einmal jemand getan hat. Man wird das Gefühl nicht los: Die Grasshoppers rennen mit geschlossenen Augen ins Verderben. Momentan beträgt der Rückstand auf den zweitletzen Platz drei Punkte. Bis zur Winterpause dürften es noch mehr werden. In den letzten beiden Runden treffen die Zürcher auf Sion (auswärts) und Basel (zu Hause).

Hatte das hauptsächliche Qualitätsdefizit zu Beginn der Saison noch den Angriff betroffen, steckt nun auch die Defensive im Krisensumpf. In den letzten drei Partien kassierte sie zehn Gegentreffer. Kein gutes Zeichen für die taktischen Dispositionen von Trainer Sforza und deren Umsetzung.

Dennoch regiert beim Rekordmeister das Prinzip Hoffnung. Die Rückkehr der Verletzten soll nach der Winterpause die sportlichen Frühlingsgefühle auslösen. Zweifel sind allerdings angebracht: Cabanas droht nach seiner neuerlichen Operation weitere Monate auszufallen, Rennella ist seit seiner Ankunft in Zürich nur ein Phantom und Calla fast schon notorisch verletzt.  Und ob Smiljanic im Herbst seiner Karriere das Ruder nochmals herumreissen kann, ist höchst fraglich. Eine weitere Baustelle betrifft den Torhüterposten. Benito ist nicht annähernd ein gleichwertiger Ersatz für Yann Sommer.

Wollen die Grasshoppers den Totalabsturz verhindern, gibt es nur einen Lösungsansatz: Sie müssen in der Winterpause ihre hehren Sparprinzipien über Bord werfen und in neues Personal investieren. So gut der Nachwuchs im Frühling 2010 gespielt hat, so zweifelhaft ist eine Wiederholung dieses sportlichen Wunders. Denn wer sich schon jetzt vom Nervenflattern paralysieren lässt, wird unter dem wachsenden Druck kaum neues Selbstverstrauen entwickeln. Gefordert sind beim Rekordmeister Erfahrung und Kaltblütigkeit. Und die kann die aktuelle Mannschaft nicht bieten.

Das gleiche gilt für Verwaltungsratspräsident Urs Linsi. Er verweigert den Betrag von 350‘000 Franken zur Umrüstung der Fankurve im Letzigrund in einen Stehplatzsektor mit der Begründung, dass man erst im neuen Hardturm wieder investieren wolle. Wie bitte? Im neuen Hardturm? Dessen Fertigstellung ist im Optimalfall für 2016 geplant. Weist die bürgerliche Mehrheit im Stadtparlament Anfang Dezember das Budget 2011 zurück, dürfte sich der Bau weiter verzögern – oder ganz begraben werden. Es wäre nicht das erste Mal in der jüngeren Vergangenheit, dass die GC-Verantwortlichen in der Zukunftsplanung auf ein Luftschloss setzen.

Dazu gehört auch die hochgelobte Nachwuchsförderung. Sie droht zur Propagandalüge zu verkommen. Die Rote Laterne brennt bei GC nicht nur bei der ersten Mannschaft. Sowohl das U18- (mit 0 Punkten) als auch das U16-Team belegen den letzten Platz.

Herr Linsi, bitte wachen Sie auf. Die Fans wollen GC in der Super League sehen – und nicht Vaduz. Darüber existiert nur eine Meinung. Sogar in Basel, Bern und beim FCZ.

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49 Kommentare zu „Herr Linsi, wachen Sie auf!“

  1. Tom sagt:

    Diese Analyse trifft den Nagel 100%-ig auf den Kopf! Gratuliere! Uns GC-Fans blutet das Herz ob der fürchterlichen GC-Leistungen. Zwar mag der Einsatz meist stimmen, aber die Qualität hat höchstens Challenge-League-Niveau. Nur scheint das niemand zu merken. So ist der Abstieg definitiv nicht zu verhindern! Nur mit Jungen wirds bestimmt nicht klappen, vor allem, wenn diese so ein Niveau aufweisen.

  2. René sagt:

    Als regelmäsiger Matchbesucher war ich in dieser Saison, trotz GCZ-Misserfolgen, zufriedener als in letzter Saison. Die (wirklich) jungen Spieler haben alles versucht und gefightet, haben erfrischenden Fussball gespielt dabei aber viel Pech gehabt, gepaart mit mangelnder Erfahrung und Kaltschneuzigkeit und haben dadurch manche Torchance versiebt. Doch in dieser Situation braucht es nur ein Erfolgserlebnis und der Knoten platzt. Ich glaube an diese Truppe, welche von Sforza immer wieder neu motiviert werden muss, was er offenbar ausgezeichnet versteht. Auch schätze ich am neuen GCZ-Management, dass es den Protagonisten die nötige Zeit gibt. Die Lage ist ernst, doch sicher nicht hoffnungslos. Vielleicht ein, zwei ältere Leistungsträger intregieren, vorzugsweise aus der langen Verletztenliste, ansonsten aus dem derzeit günstigen Transfermarkt, und die Rückrunde könnte eine Erfolgstory für GCZ unter ihrem besonnenen Präsidenten Linsi und dem sehr guten und “menschlichen” Trainer Sforza werden. Gut Ding will Weile haben! Hopp GCZ!

  3. Auguste sagt:

    hmm…, wenn man bei gc insgeheim schon denkt, dass es schlimmer fast nicht mehr kommen kann, dann schreibt noch einer, dass die fczler mitleid mit einem haben. das müsste, an die kabinentür geklebt, eigentlich eine wirksame motivationsspritze sein.

    • Michel sagt:

      Nö, sorry, kein Mitleid. Nicht im geringsten. Die Mannschaft auf dem letzten Platz wird absteigen. Egal, wer es sein wird, Mitleid ist fehl am Platz.

  4. Daniel sagt:

    Was hat denn die Weigerung von Linsi in ein Projekt, welches sogar die GC Kurve ablehnt, mit der aktuellen Tabellensituation zu tun? Ich empfinde dies nur als konsequent.

    Wundern tut mich vor allem die Aufgeregtheit der Zürcher Presse. GC wird auch in Liga 2 nie zur Billigmarke verkommen. Glanz und Gloria vergangener Tage strahlt immer noch. Ich selbst sass schon gegen Juve, dann Real und Ajax hinter dem Tor, und bin auch bereit für Wil, Wohlen und Lugano. Ob die Herren Käenzig, Canepa und Constantin dann lieber Vaduz empfangen, steht in einem anderen Blog.

    Es ist doch ganz simpel. No money, no honey. Sollte also keiner der Journalistengilde eine finanziell potente Person portieren, müsste man halt nächstes Jahr seinen Laptop in Biel oder Genf aufstarten. Das Team kann ohne Verstärkung nicht da unten raus, soviel ist sogar mit GC Augen sichtbar. Aber Lust auf weitere Jahre im Leichtathletikstadion hab ich genauso wenig.

    Also: Steuerinitiative ist abgelehnt, darum jetzt in den dritten Stern auf der GC Brust investieren, meine Herren an der Goldküste!

  5. DAM sagt:

    Seit Wochen verliert GC und steht am Tabellenende. Nach jedem Spiel sagt Sforza im Interview, wie stolz er auf die Mannschaft sei, wie gut diese im Trainig gearbeitet habe und welch hervorragenden Fussball stellenweise gespielt wurde. Das alles stimmt wohl so auch. Das Problem ist halt nur, dass es am Ende der Saison niemanden interessiert. Dann zählt nämlich nur ob man genügend Punkte erzielt hat um nicht abzusteigen.

    Wie gefährlich ein schlechter Saisonstart sein kann, haben auch der FC St.Gallen (im Abstiegsjahr) und der FC Luzern (beim mit viel Glück und dank einem enorm schwachen FC Vaduz in extremis abgewendeten Abstieg) erfahren müssen. Die Mannschaft von GC mag zwar talentiertere Fussballer aufweisen als die genannten Beispiele. Es fehlt aber an Routiniers, die mMn im Abstiegskampf enorm wichtig sind. Die Verunsicherung bei den jungen Spielern ist bereits jetzt zu beobachten und wird mit dem wachsenden Druck in der Rückrunde sicher nicht kleiner. So lassen sich wohl auch die sich mehrenden Fehler in der Defensive erklären. Zudem darf nicht übersehen werden, dass wir nicht mehr am Saisonbeginn stehen, sondern bereits fast die Hälfte aller Spiele gespielt ist.

    Die Kritik am Präsidenten zum Thema Umrüstung des Letzigrunds verstehe ich nicht. Es ist nur konsequent nicht in ein fremdes Stadion zu finanzieren, wenn sowieso fast kein Geld vorhanden ist. Zudem stehen die Fans doch auch jetzt schon. Warum muss man überhaupt umrüsten?

  6. Urs sagt:

    Wer sagt eigentlich, dass es ein Verlust ist, wenn GC absteigt? Wenn schon ein Rekordmeister vermisst wird in der Super League, dann wäre dies wohl eher Servette. Die Rückkehr der Genfer würde die Westschweiz wieder mehr einbinden. Ein zweites gutes Szenario wäre der Aufstieg von Lausanne oder Winterthur, damit hätten zwei grosse Ballungsräume (grösser als Luzern, St. Gallen, Sion, Neuchatel, Bellinzona etc.) endlich einen angemessen grossen Fussballklub. Die Super League würde davon mehr profitieren, als von zwei halbstarken Zürcher Fussballklubs mit nur einem Stadion.

    • de Philippe sagt:

      Wie viele Rekordmeister gibt es denn deiner Meinung nach?

      • N.Volpi sagt:

        GC ohne Hardturm geht nicht. Zürich bringt es nicht fertig ein richtiges Fussballstadion zu bauen. So etwas ist unglaublich! GC im neuen Hardturm würde wieder ein Grosser im Schweizer Fussball. Ohne jemanden zu beleidigen, wollen wir zukünftig Clubs wie Vaduz in der Super League sehen?

  7. Hans sagt:

    Herr Renggli. Wie genau würden Sie denn in der Haut von Linsi vorgehen, in der jetzigen Situation, wenn Sie damit kämpfen schon nur das jetzige Budget zu erreichen? Einfach noch mehr Geld ausgeben und dann direkt in den Bankrott? Kennen Sie die Geschichte von Servette?
    Betreffend den Absenzen, der Hoffnung, und den ewigen Durchhalteparolen, es bleibt doch im Moment schlicht nicht viel anderes übrig… Sie haben sicherlich Statistiken in denen Sie sehen wann die Mannschaften in welchen Spielen wiviele Absenzen hatten, es würde mich nicht wundern wenn GC diese Tabelle in jeder Runde anführen würde. Bis zu 12 Absenzen kann kein Team in der Schweiz verkraften, beim FCZ beklagen sich die Fans schon bei 6 Absenzen und das notabene bei einem einiges teureren und besseren Kader als dies GC hat.
    Ich sage Ihnen jetzt weshalb nicht gepfiffen wird im Stadion (abgesehen davon dass viele die das tun würden bei solchen Temperaturen nicht im Stadion sind), man merkt dieser Mannschaft an, dass Sie gewillt ist. Die Spieler kämpfen und zeigen viel Herz. Man sieht auch, wenn man ein wenig von Fussball versteht, dass in dieser Mannschaft sehr viel Talent und Qualität steckt. Aus diesem Grund wird die Mannschaft unterstützt und nicht ausgepfiffen. Sollte GC diese Mannschaft plus minus halten können, wird sich mit ein, zwei Ergänzungen was grosses entwickeln in 1, 2 Jahren. Diese Behauptung ist übrigens gleich fundiert wie ihre haltung, dass sich nichts bessern wird.
    Zum Thema Investition in den Letzigrund, wir GC Fans hassen das FCZ Stadion und ich kenne keinen der auch nur ein bisschen Verständnis zeigen würde wenn GC hier Geld investieren würde (vor allem noch in der momentanen Finanziellen Lage). GC braucht das neue Stadion und man muss irgendwie am leben bleiben bis dahin…

  8. de Philippe sagt:

    Das histerische GC-Bashing in der Presse (heute Blick und Tagi) nervt langsam gewaltig und hat und Sportkompetenz und seriöser Berichterstattung nichts mehr zu tun. Ich habe an der Stelle schon mal gefragt, was denn bitte die Führung tun soll? Sforza entlassen!? Dass wir auch mit den beiden Haudegen und mit Callà, Renella und Voser noch keine Meistermannschaft haben, wissen auch Linsi und Sforza. Eine die in 20 verbleibenden Spielen 4 Punkte auf Platz 8 wettmachen kann ist es auf jeden Fall.
    Und dass sich ein Journi nicht zu schade ist um, die Stadion (nicht Letzigrund-) grösse in Zusammenhang mit dem Zuschaueraufmarsch von GC gegen Bellinzona bei 0° zu thematisieren,verstehe ich überhaupt nicht. GC und seine Fans interessiert der rostige Windkanal nun mal nicht. Darum wird sicher nicht investiert und darum gehen nicht wenige erst gar nicht hin.

  9. Päsce sagt:

    GC hat im Moment einfach auch sehr viel Pech! Der Kampfwille ist da – und solange ich den noch sehen kann, solange gebe ich die Hoffnung nicht auf!! Durchhalten GC!! …. und nicht mit diesen wiederholenden Kommentaren weiter verunsichern lassen!

  10. …geht es einfach nicht besser. dieses anti-fussballstadion ist der tod des fussballs in zürich… auch wenn die tunesier-söldnertruppe jetzt wieder aufschreit.
    … und langsam glaube ich, das ganze hat system. hardturm abreissen, endlose bernoulli-schlaufe und das niederhasli gequassel von fcz-windfahnen wie hr. renggli & cons.

  11. John Kraft sagt:

    Ich habe es an dieser und anderer Stelle schon mehrmals gesagt: Solange das neue Hardturmstadion nicht steht wird kein Geldgeber, weder von der Gold- noch von der Pfnüselküste bereit sein, grosse Beträge in der Verein einzuschiessen (investieren wäre ja das falsche Wort). Leider sehe ich für unseren Verein momentan keine andere Möglichkeit, als irgendwie durch die nächsten Jahre zu seuchen und auf den politischen Willen der Stadt zu hoffen. Zürich sollte ein Zeichen setzen für die Bedeutung des Fussballs. Erst dann werden auch Geldgeber wieder die Strahlkraft der Marke GCZ als Instrument ihrer öffentlichen Selbstverwirklichung akzeptieren. Und das braucht es halt, so traurig es ist, in der Schweiz, um ein erfolgreiches Team aufzubauen. Nachwuchskonzepte und Nachhaltigkeit sind in einem kleinen Fussballmarkt wie der Schweiz ein Gebot der Not und kein Rezept für Erfolg. Das ist auch in Bern und Basel nicht anders. Und in Zürich erst recht nicht. Bis dann hoffe ich, dass wir nicht absteigen, denn der GCZ in der Dosenbach Challenge League, einfach undenkbar.

    • Michel sagt:

      Habt ihr Euch schon mal gefragt, ob die Marke GRASSHOPPERS (Heuschrecken werden im Finanbereich neuerdings gierige Hedge-Fund-Manager genannt) wirklich die so oft zitierte Strahkraft noch hat? Und war diese eh nur mit Geld gekauft (Stichwort Donnerstags-Club) und mitnichten durch eine breite Fanbasis legitimiert? GC strahlt weder noch hat es Kraft…..

      • werner grundlehner sagt:

        klar, wir benennen uns in fcz um, haben einen haufen windfahnen am hals und ihr heisst dann “étoile du sahel & les millionaires”. weisst du eigentlich wie man tradition buchstabiert, oder warst du vor einigen jahren noch servette-fan…

        • Michel sagt:

          Ja klar, Nuñez, Elber, Bombadilla und wie sie alle hiessen sind alle im Förrlibuck aufgewachsen….Und wieso meint ihr GCler immer das alle anderen nur Windfahnen seien…. Hey wir sind auch ein Leben lang mit unserem Club verbunden, in guten wie in schlechten Zeiten. Aber Tradition schützt vor dem (wirtschaftlichen) Abstieg nicht. Das haben schon andere Clubs feststellen müssen. Aus Euren Voten wird klar, dass ihr am Leiden seid….und das muss man halt zuerst lernen und erdulden. Unsere Voten drücken ganz klar den jahrelangen Frust aus, den wir während der GC-Dominanz erleiden mussten. Schon wahr, aber wir können das wenigstens zugeben.

          • werner grundlehner sagt:

            sicher, darum hat es heute soviele fans wie immer in der südkurve. zudem ist davon 90% egal, was auf der weit entfernten wiese passiert. der gc block ist immer gleich exlusiv :-) und jetzt noch etwas wirtschaftskunde: auf englisch spricht niemand von grasshoppers im zusammenhang mit hedge funds. das ist eine deutsche erfindung. zudem: feiner unterschied zwischen grashüpfern und heuschrecken beachten, das ist wie gc und… eben!

      • Richi Ceretti sagt:

        Lieber Michel, ein Grasshopper ist keine Heuschrecke sondern ein Grashüpfer. Locust ist das Wort das dir in deinem Klubschulenglichwortsschatz fehlt…Desweitern sind alle Erfolge der CH-Klubs bisher von Geldeinscheissern abhängig gewesen und wird es auch weiterhin sein. Der FCBäh z.B. würde das Sackgeld das Schi-Schi Ichbinvonsolariumaussobraun Oehri von ihrem Schatzi kriegt, ziemlich mies dastehen. Bei den Schlachthofschweinen das gleiche. Möchte gar nicht wissen wieviel Geld der Herr Hotz für Fussball der schlechtesten Qualität ausgab….

        • Michel sagt:

          Lieber Richi (und auch lieber Werner Grundlehner), besten Dank für die Nachhilfestunde. Ihr habt natürlich recht. War in der Zoologie noch nie besonders bewandert. Aber hey, auch mit diesem infantilen GRASSHOPPERS lässt sich doch im neuen Jahrtausend kein Staat mehr machen. Und ja, da hast Du erneut recht mit den Geldeinscheissern (Copyright by Richi Ceretti), aber ich glaube zu wissen, dass Herr Hotz während seiner ganzen “Karriere” weniger Geld in den FCZ (buahh, das ist ein geile Marke, die nach etwas tönt) gepumpt hat als die Herren Gut, Albers und da war noch einer, während ihren 1-2 Jahren bei Geceeh (an die 90 Millionen dieser Fussball-Banausen). Und hey, Hotz ist eine Persönlichkeit, ebenso wie es Nägeli war. Mir fällt momentan kein GC-Präsi ein (okay vielleicht Oberholzer), der nur annähernd so viel Klasse hatte wie diese zwei.

  12. Paul Summermatter sagt:

    Das beste wäre ein Abstieg von GC – dann könnte sich die Stadt Zürich das neue Stadion sparen. Es wäre besser gewesen die wären schon in 2004 von sich aus abgestiegen. Der Club müsste eigentlich schon längst einen anderen Namen haben.

    GCZ ist das niemals. Wer Fussball spielen kann – der spielt auch im Letzigrund gut – wer es eben nicht kann wie GC momentan und auch der FCZ ist ja nicht gerade CL tauglich – wird auch in einem neuen Stadion keine Stricke zerreissen.

    • Michel sagt:

      Schon wahr und der FCZ wurde im verhassten Weichturm immerhin gleich 2x Meister….

      • Dimos sagt:

        2x Meister im Hardturm? Das wäre mir ziemlich neu….

        Und ja, dass das Stadion als Ausrede für das schlechte abschneiden herhalten muss ist absolut lächerlich.
        Das stetige wiederholen, dass die Misere mit dem Letzigrund zusammenhängen könnte, scheint mir absolut realitätsfremd.

  13. N.Volpi sagt:

    GC spielt mit einer Juniorentruppe, diese sind von guter Qualität, aber nur mit Junioren kann man in der Super League nicht bestehen, die Mischung Alt und Jung würde es bringen. Die nötige Effizienz beim Toreschiessen kommt normalerweise erst mit der Erfahrung, den jungen ist kein Vorwurf zu machen. So ist es, dass GC nie schlecht aussieht, aber eben die Tore nicht schiesst.Auslöser der ganzen GC Krise ist der Verlust der Heimat mit Abbruch des wahren Fussballstadions Hardturm und der Umzug zum Rivalen FCZ in ein kaltes Leichtathletikstadion. Unglaublich die Unfähigkeit in Zürich innert Frist wieder ein richtiges Fussballstadion zu bauen. GC auf dem Letzigrund ist ein Fremdkörper, ein Club ohne Gesicht den niemand sehen will und so auch keine Sponsoren anlockt. GC und Hardturm ist Tradition und eine Einheit, GC alleine geht unter, wie eine Blume ohne Wasser. GC soll für die in den letzten über 100 Jahren für den Schweizer Fussball geleisteten Dienste vom SFV mit einer Unabstiegbarkeitsklausel belohnt/gerettet werden und zwar so lange bis GC den Hardturm wieder hat. GC ist eine Marke, die darf nicht untergehen! -Eine Lösung im Sinne des Schweizer Fussballs!

    • Michel sagt:

      Du meinst das im Ernst N. Volpi, ja? Näh, Unabsteigbarkeitsklausel…. Was immer Du da intus hattest, als Du das geschrieben hast, es interessiert mich, was es war….

      • N.Volpi sagt:

        Hallo Michel, ist ja klar, dass mein Bericht spaltet, vor allem wenn Du nicht GC Fan bist. Jetzt für Dich persönlich noch einen oben drauf. Nebst GC gehören doch zusätzlich auch Servette, Lausanne, Lugano, evtl noch Winterthur und Aarau zum fixen Bestand der Super League. Oder bist Du mehr an FCZ: Vaduz vor 999 Zuschauern im Letzigrund interessiert? In der NHL gibt es meines Wissens ja auch keine Absteiger, die NHL ist trotzdem ein Knüller. Ich hatte einfach eine Idee Intus, die nicht den heutigen Strukturen der Super League entsprechen, aber die dem Wohl des schweizerischen Fussball dienen könnten. Oder hast Du eine bessere Idee?

        • Michel sagt:

          Nun zuerst dies: Beim FCZ kommen auch gegen Vaduz mehr als 999 Zuschauer, Du musst das nicht mit Eurem Publikums-Aufkommen vergleichen. Die Frage, wie der Schweizer Fussball längerfristig überleben kann, ist tatsächlich eine schwierige. Aber ich finde Deine Idee nicht praktikabel. Die Gefahr des Abstiegs muss bleiben, um das Niveau halten zu können. Nicht nur die Chance, aufs grosse Geld in der CL. Wie in der Wirtschaft: Die Gesellschaft, die nicht “am Ball” (!) bleibt, geht irgendeinmal unter oder wird übernommen. Aber zugegeben, über diese (Marktwirtschafts-)Theorie lässt sich selbstredend streiten. Aber ohne die Relegation wäre die Nati A (sorry, kann mich einfach nicht mit dem Begriff Super-League anfreunden) glaub ziemlich bald kein Knüller mehr.

    • DAM sagt:

      Fordern sie tatsächlich allen Ernstes eine Unabsteigbarkeitsklausel? Lächerlich. Die ASL ist nicht auf GC angewiesen, GC aber sehr wohl auf die ASL. Ein GC in der Challenge League wird wohl niemals Erfolg haben. Es wird keine Investoren finden und es wird keine Zuschauer haben.

      Der Zuschaueraufmarsch ist ja bereits jetzt sehr mager. Aber wer will es den (Mode-)Fans verübeln. Wenn man jahrelang so erfolgsverwöhnt war wie GC, ist es halt schwer wenns plötzlich nicht mehr läuft. Das Stadion als Grund für das geringe Interesse der Zuschauer lasse ich so nicht gelten. Der FC Luzern spielt aktuell im Exil in Emmenbrücke, an einem Ort, der nun wirklich kaum den Namen “Stadion” verdient hat, und dennoch kommen in der Regel 7’000 oder mehr Zuschauer.

      • Sheep sagt:

        Ja aber Luzern spielt in einem “Fussballstadion” und nicht in einem Leichtathletikstadion. Und was meiner Ansicht noch viel schwerer wiegt ist, dass Luzern nicht im Stadion ihres “Erzfeindes” spielen muss. Das Letzi-Grunz ist für GC und für uns Fans keine Heimat!

        • N.Volpi sagt:

          Hallo Dam (Sheep). Wichtig ist ‘Fussballstadion’, Verlust der Heimat Hardturm. Transferiere Deine 7’000 mal in den Letzigrund, das ist wie in Emmenbrücke vor 700 Zuschauern. -Oder?

      • Danilv sagt:

        Du sagts es: GC hatte noch nie viele Zuschauer, ausser wenn es lief. So what? Gerne erinnere ich mich an Spiele des FCZ im Letzi gegen Kriens (0:1) vor ca. 1800 Zuschauern. Mit einem neuen (Fussball-) Stadion lockt man aber genau diese Modefans und Eventmatchbesucher an. YB hatte in den 90er Jahren etwa den gleichen Schnitt wie GC heute. So sind die Leute eben. Denen reicht ein guter Match und ein kaltes Bier nicht mehr.

        Natürlich würde ich einen Abstieg bedauern, aber den FCZ wird’s auch schwer treffen. Eine Stadt ohne Derbys – pfui! War ja Ende 80er für mich auch mühsam. FCZ im B = 2 Spiele mit geiler Atmosphäre weniger.

        Und hört mal endlich auf von wegen Bonzenclub und Arbeiterclub. Man ist doch Fan wozu einem der Vater als erstes mitnimmt als Kind, oder? Alle anderen sind sowieso nur Fans ohne Herz, und die können gerne zu Hause bleiben. Auch in der Challenge League.

        • Kathy sagt:

          @N.Volpi: dem Stadion die Schuld zu geben ist billig und falsch. Eine gute Mannschaft spielt in jedem Stadion gut. Ein echter Fan feuert seine Mannschaft auch in einem Leichtathletik Stadion an.
          Eine Lösung im Sinne des Schweizer Fussballs wäre ein gemeinsames Stadion mit dem FCZ, welches sicher nicht wieder Hardturm heissen würde. Aber eilen tut dies nicht, im Letzi hat es genug Platz.

  14. Airliner sagt:

    Es erstaunt mich, dass GC keine Investoren findet. St. Gallen hat es geschafft innert kürzester Zeit Millionen aufzutreiben. Was läuft hier bei GC falsch? Man hört nur seit Monaten man sei in Verhandlungen.

    • DAM sagt:

      GC war jahrelang abgehoben und arrogant, sah auf alle mit einem Lächeln herab. Da erstaunt es mich persönlich überhaupt nicht, dass man nun keine Investoren findet, wo man plötzlich Hilfe braucht.

    • robert holzwart sagt:

      ein rennstall mit talentierten jungen fahrern ohne rennwagen findet auch keinen sponsor. soviel zum klub ohne stadion, dem die cüpli-sozialisten das stadion ohne ersatz abbrachen und jede initiative zu tode verschlendern.

      • marc sagt:

        Das hat weniger mit Cüpli-Sozialisten als mit sturen CS-Leuten zu tun. Warum musste nochmals eine Einkaufsmeile ins Stadion eingepasst werden. Wenn ihr im eigenen Stadion wirklich so gut – nein überirdisch seid – dann hätte sich das Stadion Match für Match gefüllt, die Fanartikel wären alle immer in kürzester Zeit ausverkauft, die Würste und die Chämpisflaschen leer. Und zu diesem ganzen Umsatz kämen dann auch noch die Einnahmen der CL dazu. Mindestens zwei Runden wenn nicht sogar der Final und dass alles auch in einem Stadion ohne Mantelnutzung … Hört doch auf zu jammern… Baut doch das Mantel-und-x-Parplatz-Stadion am Zürichberg. Dort stört es niemand… alle freuen sich über Schattenwurf und Autolärm, über Shopping und über die tollen GC-Fans…

      • Kathy sagt:

        Das stimmt so leider nicht. Die Jungs aus der ersten Mannschaft sind zwar wirklich talentiert, was die Junioren in dieser Saison veranstalten lockt aber bestimmt keine Investoren an.

  15. John Wayne sagt:

    Das Letzigrund ist kein FUSSBALLSTADION, wie auch das Hallenstadion kein HOCKEYSTADION ist.
    Die Zuschauer sind viel zu weit vom Spielfeld weg. Die erste Zuschauerreihe muss das Gras riechen können wie das in England der Fall ist.

    Es macht auch keinen Sinn Geld in ein Stadion zu investieren zu dem man keinen Bezug hat und in dem man sich nicht zu Hause fühlt.

    Zürich braucht 2 Fussballvereine, wer nicht dieser Meinung ist, ist ein Narr.
    Daher braucht Zürich auch 2 Fussballstadien. Eins für den GCZ und eins für den FCZ.
    Solange keines der Hardturmprojekte umgesetzt werden kann, wird es GC schwerfallen neue Geldgeber zu finden.
    Daher Neues Stadion = Neue Investoren.

    Die jetzige Tabellenlage der Grasshoppers schmerzt auch mich. Die ewige Schönhrederei von Sforza hängt mir schon lange zum Hals raus. Logisch wiegen die diversen Ausfälle schwer, doch das ist noch allemal kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Ein Team sollte auch fähig sein Spiele zu gewinnen ohne Leistungsträger wie Cabanas oder Smiljanic.

    Spielereinkäufe sollten besser durchdacht werden. Einen Stürmer einzukaufen, der in der 2. spanischen Liga gerademal 2 Tore in 15 Spielen zustande gebracht hat, ist schwachsinnig. Der Spielermarkt ist gross und gute Spieler ohne Vertrag gibt es zu Hauf.

    Trotzdem hoffe ich noch auf einige Punkte in den letzten Spielen. Vorallem weil Basel sich auswärts gegen GC immer schwer getan hat.

    • Kathy sagt:

      Nein, zwei Stadien wäre zu teuer und zu übertrieben, wenn man die Zuschauerzahlen beider Clubs in den letzten Jahren betrachtet. Ein “richtiges” Fussballstadion für beide Clubs würde genügen – das funktioniert im Ausland auch!

  16. GCZ 27 sagt:

    GC WIRD NICHT ABSTEIGEN, ICH BIN DAVON ÜBERZEUGT WENN DIE VERLEZTEN WIEDER DA SIND, WIRD GC AUCH WIEDER BEGEISTERN UND GEWINNEN! HOPP GC

  17. marco sagt:

    Sollte GCZ tatsächlich auf platz 10 (letzter) aus der SUPER LEAGUE absteigen dann haben die ganz einfach nicht in der super league verloren.
    Rekordmeister,zuschauerzahlen etc hin oder her , sollte der Fc Vaduz erneut aufsteigen dann wünsche ich dem liechtensteiner club viel glück.
    Traditionsvereine wie Servette Genf und FC Lugano sind und waren es nicht fähig.
    gruss aus dem toggenburg.

  18. Hanspeter Zwicker sagt:

    Zürich ohne GC ist schlimmer als Zürich ohne Renggli!

  19. Karl grob sagt:

    Wieso eigentlich immer die Leier wegen Budget? Mit 12 Mio ist doch gc ein Krösus der Liga!

  20. Vige sagt:

    Wir haben noch nicht einmal Halbzeit und schon wird vom GC Abstieg gesprochen. So wie letztes Jahr YB bei Halbzeit mit 7 Punkten Vorsprung noch nicht Meister war, so ist GC noch lange nicht abgestiegen. GC hat talentierte junge Spieler und ein Trainer der junge Spieler fordern und fördern kann.

    Das es keinen Sinn macht wenn Sforza und Linsi in dieser Situation zusätzlichen Druck auf diese junge Mannschaft ausüben, ist wohl jedem klar der etwas von Fussball versteht. GC geht dein einzig möglichen Weg konsequent und wird früher oder später die Früchte ernten können. Ausserdem ist ein Abstieg auch immer wieder eine Chance, das hat man bei Basel und YB gesehen.

    Herr Linsi hat völlig richtig entschieden, keinen einzigen müden Franken in den Letzigrund zu investieren. Das ist ebenfalls für jeden klar der etwas von Finanzen versteht. Falls der neue Hardturm kommt, wird das GC sehr viel Schub verleihen, wie das in Basel, Bern oder aktuell auch bei Thun der Fall war/ist.

    Ich bin überzeugt, das GC in der Rückrunde wieder aufdrehen wird und zwar weil die jungen Spieler in der Vorrunde sehr viel Erfahrungen sammeln konnten und der eine oder andere Routinier wieder zurückkehren wird. Es gibt keinen Grund Polemik zu entfachen. Mir ist dieser Weg im CH-Fussball viel lieber, als wenn man sich noch mehr verschulden und dann in den Konkurs gehen würde! Ich finde das GC Modell sehr lobenswert und wünsche den umsichtigen Verantwortlichen viel Erfolg auf ihrem Weg, weiter so!

    • Kathy sagt:

      Ja, das Modell an sich ist lobenswert. Aber wenn der Nachwuchs schlecht ist (nicht die Spieler der ersten Mannschaft), nützt auch das beste Konzept nichts leider..

  21. Ruedi von Steiger sagt:

    Zweierlei:

    Natürlich ist GC ein Traditionsklub und es wäre wohl wünschenswert, dass er als solcher den Ligaerhalt schafft. Andererseits geht es auch ohne ihn, genauso wie es auch ohne FCB, FCZ, YB oder Luzern ging, als diese ihre Jahre in der NLB verbrachten. Vermisst hat sie – abgesehen von der eigenen Anhängerschaft – niemand.

    Schon fast am amüsant finde ich es, dass sich FCZ-Anhänger über die Zuschauerzahlen bei GC-Spielen auslassen. Wenn der Verein aus der mit Abstand grössten Stadt der Schweiz – welche er gemäss eigenem (offiziellen!) Slogan geschlossen hinter sich weiss – trotz drei Meistertiteln in den letzten fünf Jahren im Schnitt gerade mal knapp 10’000 Zuschauer anzuziehen vermag, ist das doch erbärmlich. Fussball in Zürich: Eine Stadt – kein Verein.

  22. N.Volpi sagt:

    Es braucht neue Strukturen im SFV, neue Strukturen und Ideen für die Super League resp. für alle Ligen. Basis zur Aufnahme in die Super League ist ein reines Fussballstadion. Die Stadien angelehnt an die englischen Stadien, alle nur mit Rasenplätzen. Vom Spielfeldreand aus steil nach oben gebaut, den Rasen muss jeder Zuschauer richen können. Auch in einem 10-30000 Stadion ist so Stimmung garantiert. In der Super League aufgenommen werden nur Clubs mit sportlich- und finanziellem Potential und Garanten für Stimmung. Ein Stamm bildet die Super League (FCBasel,YB,Luzern,FCZürich,GC,Xamax,Servette,Lausanne,Lugano,St.Gallen,Winterthur,Sion, ergänzend Aarau, Bellinzona, Biel, Thun) zusätzlich kann sich auch ein Aussenseiter zur Teilnahme an der Super League empfehlen. Die Medien inkl. Fernsehen berichten zeitgemäss, analog der Bundesliga. Die Clubs werden professionell, nach wirtschaftlichen Kriterien unter Vorgaben des SFV geführt . Es braucht Investoren, ein Spiel ist ein Fest, die Zuschauer müssen gelockt werden. Ein Projekt mit Perspektive, es sollten doch Investoren gefunden werden. Auch Zürich ist fähig ein Fussballstadion zu bauen, für mind. 30’000 Zuschauer -oder?

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