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Raubbau an Fussballerkörpern

Mämä Sykora am Montag den 23. April 2012
Lionel Messi während des Spiels gegen Real, 21. April 2012.

Die Fussballprofis spielen bis zum Umfallen: Lionel Messi während des Spiels gegen Real, 21. April 2012.

Fussballprofis in Top-Vereinen verdienen viel Geld. Verdammt viel Geld. Dafür – so die weit verbreitete Meinung – darf man auch einiges von ihnen erwarten. Noch vor nicht allzu langer Zeit, bestand das Pflichtprogramm für die Profis aus den Meisterschaftspartien, einigen Cup-Fights sowie bei den wenigen Vereinen, die europäisch spielten, aus einer Handvoll internationalen Partien. Der Rest der Zeit diente dem Training und der Regeneration, die besten aus den Top-Nationen spielten zudem alle zwei Jahre noch ein paar EM- oder WM-Spiele.

Die Anzahl der in einer Saison zu absolvierenden Spiele ist seither massiv gestiegen. Bei einem erfolgreichen Champions-League-Teilnehmer kommen noch circa 10 Partien (und damit ebenso viele englische Wochen) hinzu, wenn’s ganz dumm (bzw. erfolgreich) läuft, stehen als Bonus noch Dinge wie der UEFA-Supercup oder die FIFA Klub-WM an. Und wenn andere Fussballer in die Ferien fahren, dürfen die Besten der Besten im Sommer direkt im Anschluss an die Meisterfeier ins EM- oder WM-Trainingslager einrücken, im Winter sind sie zudem verpflichtet, mit ihren Vereinen sportlich höchst fragwürdige, aber finanziell sehr einträgliche Freundschaftsspiel-Serien in Asien zu spielen. Den überspielten Stars eine Pause zu gönnen liegt nicht drin, Sponsoren und Zuschauer erwarten deren Einsatz.

Die Folgen dieses Raubbaus an den Körpern der Stars werden jedes Jahr spätestens im Frühling offensichtlich. Dieses Wochenende blieb Lionel Messi gegen Real Madrid derart ohne Einfluss, dass schon wenige Stunden nach dem Schlusspfiff folgender Witz die Runde machte: «Was haben ich und Lionel Messi gemeinsam? – Wir haben beide am Samstag beim ‹Clásico› zugeschaut.» Sicher, das lag nicht nur daran, dass der kleine Argentinier am Ende seiner Kräfte ist, denn immerhin verteidigte Real hervorragend, aber dass es bereits sein 54. Pflichtspieleinsatz in dieser Saison war, ist bestimmt auch ein Grund dafür. Und die grossen Entscheidungen stehen erst noch an...

Die Engländer leisten sich sogar weiterhin zwei Pokalwettbewerbe, je nach Runde sogar mit Hin- und Rückspiel bzw. mit einem Wiederholungsspiel im Falle eines Remis. Auch wenn einige Vereine zumindest im Carling Cup mehrheitlich Ergänzungsspieler auflaufen lassen, kommen die grossen Stars wie ihre Kollegen in Spanien auf über 60 Spiele pro Jahr – und das nahezu ohne Pause. Und just wenn mit dem Schlusspfiff des letzten Meisterschaftsspiel die letzten Kraftreserven aufgebraucht sind, beginnt die EM. Es kann nicht erstaunen, dass die Affichen zwischen den besten Mannschaften des Kontinents unter diesen Umständen nur selten halten können, was sie versprechen.

Das Rotationsprinzip, das Ottmar Hitzfeld bei den Bayern einst eisern angewandt hatte, findet bei Europas führenden Vereinen kaum Anwendung. Gerade in Spanien und England, wo die Meisterschaften meistens zu Zweikämpfen verkommen, will kein Trainer Gefahr laufen, sich im Falle eines Ausrutschers unangenehme Fragen zur Aufstellung gefallen lassen zu müssen. Die Superstars und Leistungsträger laufen somit immer auf, egal ob Auswärtspartie beim Tabellenvorletzten, Champions-League-Halbfinale oder Freundschaftsspiel gegen die thailändische Nationalmannschaft.

Über einige Saisons hält ein gut trainierter Körper diese irre Belastung aus, mit der Zeit lässt das Leistungsvermögen indes nach. Für uns Zuschauer bedeutet das, dass wir an den grossen Endrunden Akteure sehen, die schon auf dem Zahnfleisch gehen, und damit ist die Gesundheit der Spieler in Gefahr. Nach dem tragischen Tod des Livorno-Profis Piermario Morosini vor einer Woche meldete sich Ex-Nationalspieler Antonio Di Natale zu Wort: «Wir müssen weniger und nicht so schnell hintereinander spielen. Fussball ist schön und wichtig, aber wir müssen auch auf unsere Gesundheit achten.» Und selbst Sepp Blatter sieht die Bedrohung für seine einträgliche WM und liess die Engländer wissen, dass bei ihnen zu viel Fussball gespielt werde.

Nur: Die heimischen Championnats waren schon immer da, während die zusätzlichen Termine immer mehr wurden. Die EM und die WM wurden massiv vergrössert, die Anzahl Qualifikationsspiele nahm laufend zu, die Europacup-Wettbewerbe aufgeblasen, neue Turniere geschaffen und zudem gibt’s nun auch noch statt Ferien Sponsorentours. Ob das lange gut geht? Wie es scheint, versuchen die Vereine derzeit, die Schmerzgrenze auszuloten. Denn mehr Partien ergeben auch mehr Einnahmen, und solange die Spieler es irgendwie aushalten, wird daran nichts geändert. Für die Klubs liegt die Schuld ohnehin beim dichten Kalender der Nationalmannschaften. Erst kürzlich wurden höhere Entschädigungszahlungen für Nationalspieler erstritten, damit bleibt der Terminkalender weiterhin randvoll.

Ein weiterer Ausbau der Anzahl Spiele pro Jahr ist kaum mehr möglich, eine Reduktion hingegen ebenso undenkbar. Die aktuelle Generation Superstars wird so lange am körperlichen Limit spielen müssen, bis ihren Vereinen – ihren «Besitzern» – daraus ein Nachteil entsteht. Und das ist erst der Fall, wenn diese Kicker ihre Leistung nicht mehr bringen können oder gar von ständigen Verletzungen geplagt sind.


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43 Kommentare zu „Raubbau an Fussballerkörpern“

  1. Jan Frei sagt:

    ….wenigstens dass haben die Verantwortlichen der Serie A in Italien verstanden. Zumindest für die Vereine die in der Euroliga spielen, wird konstant das Rotationsprinzip angewandt und sogar Junioren in die Mannschaften integriert. Selbstverständlich mit dem Risiko rauszufliegen, wo eigentlich in diesem bedeutungslosen Cup kein Problem darstellt.
    Und man muss noch zum Bericht oben hinzufügen, dass es nicht die Fans sind die dieses absurde Mammutprogramm verlangen. In erster Linie ist es die UEFA/FIFA die ihre Kassen damit vollstopfen.

  2. Herbi Lipps sagt:

    Ich finde es sowiso Erstaunlich, wie die Kicker hüben und drüben über eine ganze Spieldauer hinweg, die Seitenlinie rauf und runter rennen können als gäbe es kein Morgen mehr. Da wird in der 90. Minute noch so gespurtet als sei der Match kaum 5 Min. alt. Natürlich sind die Jungs top trainiert- aber trotzdem. Ein Schelm wer Böses dabei denkt…

    • Pius Müller sagt:

      Ich spiele selbst Fussball und spurte auch die ganze Zeit 90 min. lang die Linie rauf und runter. Englische Wochen habe wir auch. Diese Woche siehts bei mir so aus. Montag Fussball Training, Dienstag Fitness Center, Mittwoch Fussball Spiel (Meisterschaft), Donnerstag Fussball Training, Freitag Fussball Spiel (Meisterschaft). Samstag und Sonntag Faulenzen mit Bier und Pizza. Das alles ohne Probleme wir freuen uns immer auf die Englischen Wochen denn dann bleiben wir schön in Form. Und das alles Gratis. Ergo sollen die Profis nicht reklamieren sondern Ihre Kiometers die Linie rauf und runter sprinten.

      • Herbi Lipps sagt:

        @Herr Müller
        Der Grund für Ihre Leistung ist mir jetzt klar. Es wird neben dem Training vorallem an Pizza und Bier liegen ;-)
        Aber liegt es bei den Profis auch daran, oder wird da noch zusätzlich nachgeholfen?

        • Hansruedi sagt:

          Ich würde dabei nicht gerade wieder an Doping denken. Der Profi hat gegenüber dem Amateur den grossen Vorteil, dass er sich zwischen den Belastungen auch viel mehr Zeit zur Regeneration nehmen kann. Da hat man in den vergangenen Jahren sehr viel dazu gelernt. Das gleiche gilt in wahrscheinlich noch viel stärkerem Ausmass auch im Ausdauersport. Die Trainingsumfänge dort kann man auch nur bewältigen, wenn man sich auch entsprechend Zeit zur Erholung nehmen kann (und eben nicht noch einem “normalen” Job nachgehen muss).

      • Thomas sagt:

        Dito. Hatte im Januar total 13 Hockeyspiele. Allerdings weit davon entfernt, ein Profi zu sein.
        Nebenbei 100 % Job und keine Zeit für Physio, Massagen etc.
        Geht schon, der Körper vermag mehr zu leisten als mancher annehmen würde.

        • Andy Green sagt:

          Punkto Verschleiss des Körpers ist Hockey und Fussball nicht zu vergleichen. Trotzdem wirds von den Hockeyanern natürlich immer gerne als Hinweis auf die angeblich verweichlichten fussballer gebracht…

          • Thomas sagt:

            wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass ich mit Profisportlern (egal ob Hockey oder Fussball) wenig Mitleid bezüglich Körperraubbau habe. Schliesslich haben die weitaus bessere Konditionen als Amateursportler, die nichts mit dem Sport verdienen bzw. den ganzen Tag Zeit haben sich zu erholen.

            Aber Du hast natürlich schon Recht: Fussballer SIND verweichlicht. Da nützen auch die “männlichen Bad-Boy-Image-Tattoos” die glaub ich jeder Fussballer mittlerweile hat, nichts. ^^

          • Yorgi Yorgurt sagt:

            Ach ja? Sagen Sie das mal dem Skrtel ins Gesicht…

  3. Nino sagt:

    Die horrenden Kosten und Transferausgaben setzen die Vereine unter Erfolgsdruck. Die Spieler sind die Ware welche die Einnahmen sichern müssen. Der Wettbewerb wird immer grösser, die reichen Clubs (bevölkerungsreiche Länder) werden immer reicher, die Mittelschicht verschwindet und die armen (bevölkerungsarme Länder) werden immer ärmer, ein Spiegelbild der Gesellschaft (Kleinlädelisterben). Die Schweiz gehört eigentlich zur armen Gattung, der Anspruch besteht jedoch mit den Reichen mitzuhalten. Es gewinnen immer die gleichen (Deutschland, Spanien, England), die andern haben kaum eine Chance. Meine Idee ist es, Transfersummen und Löhne zu limitieren, in Champions-League spielt nur noch der Meister und in Europa-League spielen pro Land nur noch max. 2-3 Clubs. Jeder Verein muss verpflichtet werden, die Junioren finanziell zu unterstützen mit Kosten mind. im Verhältnis der Trainer-,Spieler- und Stafflöhne. Die Spieler werden so weniger verdienen, brauchen dafür im Alter von 35 Jahren aber keine künstlichen Gelenke.

    • zerberus08 sagt:

      Dann sprich mal mit dem Weihnachtsmann!

      • Nino sagt:

        @zerberus08: Ich habe mit dem Weihnachtsmann gesprochen, er wünscht sich von dir einen Lösungsvorschlag! Oder bist du der Meinung dass die Entwicklung des Fussballs in eine 2 Klassengesellschaft die Zukunft ist?

        • pete sagt:

          die entwicklung ist leider die unaufenthaltsame zukunft, der fussball geht, wie die ganze welt, solange den weg des geldes, bis es nicht mehr geht…fussball ist überall nur ein teil unserer gesellschaft, sei es hier, bei fankrawallen, beim verhalten der spieler auf dem feld.

  4. bulivo sagt:

    Von A-Z völliger seich…

    Klar, hatte die WM 1982 nur 24 Mannschaften und die WM 2010 hatte 32 Mannschaften. Nur hatte der Weltmeister sowohl 1982 wie auch 2010 jeweils 7 Spiele zu bestreiten.

    In der Champions-League hat man dank dem Modus (nur noch 1 Gruppenphase) sogar weniger Spiele als noch vor 10 Jahren…

    Der 1. und 2. Absatz sind vom Inhalt her ziemlich identisch. Nur mit der Wortwahl und der Ausdrucksweise wird suggeriert, dass die Belastung 2012 bedeutend höher ist als in früheren Jahren. (“Alle 2 Jahre ein paar EM- oder WM Spiele” und “nach langer Saison dürfen die Besten noch ins EM- und WM-Trainingslager einrücken” ist ja genau das gleiche, nur einmal positiv und einmal negaitv ausgedrückt).

    Die Sponsorentours (wie im Text genannt) finden jeweils in den Meisterschaftspausen statt. Ich gehe mal schwer davon aus, dass jeder Trainer genau weis, welche Spieler wie oft eingesetzt werden können in den sportlich irrelevanten Turnieren. Zudem gehören diese Spiele mit Sicherheit zum Vorbereitungsprogramm dazu und werden entsprechend in Trainingsintensität berücksichtigt!

    So oft diese Blogs auch wirklich gut sind, dieser ist meiner Meinung nach völliger Schwachsinn…Sorry!

    • Mämä Sykora sagt:

      Es besteht sehr wohl ein Unterschied in puncto Länderspielen: 1982 hatten die meisten Teams in Europa 8 Qualifikationsspiele und fertig. 2010 waren es in Europa für die direkt qualifizierten 10, die Hälfte davon musste noch 2 Barrage-Spiele absolvieren. Dazu kommen noch die Freundschaftsspiele. Das Jahr vor der WM als Vergleich im Falle Italiens: 1981 waren es 8 Spiele, 2009 waren es 15.
      Und der Europacup-Vergleich war natürlich für die Prä-Champions-League-Ära gedacht: K.o.-Runde in allen Wettbewerben, ergo massiv weniger Spiele. Die zweite Gruppenphase hat ja ohnehin (zum Glück) nicht lange überlebt.

  5. Chris Heyduk sagt:

    Also irgendwie müssen die Spieler sich auch selber an der Nase nehmen. Die Saläre in den Top-Ligen sind exorbitant. Da bleibt den Vereinen fast nichts anderes übrig, als dauernd um noch lukrativere TV-Verträge zu kämpfen, was untweigerlich auch zu immer mehr Spielen führt.

    • Nino sagt:

      Wieso die Spieler? Ich und keiner würde ein lukratives Angebot freiwillig ablehnen….! Die Spieler haben nichts zu sagen, der Lohn ist Schmerzensgeld, dafür verlangt der Verein Leistung und Präsenz, andernfalls wird er in der Reserve disziplinarisch kaltgestellt. Für die (hohen) Saläre gilt Angebot und Nachfrage. Lukrative TV-Verträge holt sich ein Club nur mit interessanten Spielern (…diese kosten Geld…) und/oder einer erfolgreichen Mannschaft. Die Kosten inkl. der Trainer-, Spieler- und Transfersaläre müssten schon lange gesenkt werden. Die Spieler spielen primär Fussball weil dies ihre Leidenschaft ist und nicht wegen des zu hohen Lohnes. Es liegt an der FIFA die heute zu hohen Transfer- und Lohnkosten bis auf einen Bruchteil der heutigen zu limitieren, kein Spieler würde darum mit dem Fussballspielen aufhören. Der Vorteil wäre dass die Vereine ohne Qualitätseinbussen finanziell gesund wirtschaften können, auch kleinere Vereine sich gute Spieler leisten könnten, dadurch die Konkurrenz grösser und alles interessanter würde und die Spieler mit dem Lohn immer noch sehr zufrieden sein können. Auswüchse wie CHF 50-100’000 Lohn pro Woche darf es einfach nicht mehr geben…..!

  6. Beat Stark sagt:

    Das ist glaub ich das erste Mal, dass ich mit Mämä Folgerungen nicht einverstanden bin.

    Den Trainern, die unverständlicherweise nicht rotieren, fehlen zwei Dinge:

    1. Das Vertrauen in ihre Ersatzspieler. Das hört man oft in Interviews: “der und der haben heute gefehlt”. Da fühlt man sich als Stellvertreter doch gleich viel besser…

    2. Der Mut, einen Topspieler auf der Bank zu lassen. Wenn der eben schlecht spielt, dann heisst es: “er blieb blass”. Wenn der nicht spielt und man verliert, dann hat der Trainer zu hoch gepokert.

    Und Di Natales Argument mit Morosinis tragischem Tod ist nun wirklich nicht fundiert oder stichhaltig. Wo Mämä Recht hat, ist die Problematik der Turniere nach der Saison. Da ist die Gefahr, dass ein Topspieler müde ist und seine Leistung nicht abrufen kann. Aber das gibt auch wieder Platz für andere Spieler, und das macht den Fussball ja auch aus.

    Aber sonst: Danke Mämä für deine Steilpass-Einträge, ein absolutes Highlight in der Online-Landschaft!

  7. Fabio sagt:

    Wird heute wirklich mehr gespielt? Ist es denn nicht eher so dass heute jeder Top Klub heute einen Kader von 30-40 Spielern besitzt? Zur Erinnerung, Saison 1976/1977, der FC Liverpool gewann die englische Meisterschaft, den Europokal und stand im Finale des FA Cups. Für die rund 62 Spiele benötigte Trainer Paisley damals gerade mal 16 Spieler. Wer meint die Spieler seien damals weniger gerannt oder es wäre zahmer zu und her gegangen dem empfehle ich mal im Internet ein paar Szenen aus dem Spiel Liverpool-St- Etienne anzuschauen. Verletzungen gab es trotzdem selten und das obwohl Steaks und Fritten auf dem Menuplan standen. Meiner Meinung nach ist der Fussballer von heute mehr gestresst weil er sich viel zuviel mit anderen Dingen (Werbung, Twitter etc.) beschäftigt, als sich seiner eigentlichen Hauptaufgabe zu widmen.

  8. micha sagt:

    Es ist unstreitig, dass für Spitzensport Erholung, Pflege und Regeneration wichtig sind. Es ist das Problem der Trainer, wenn sie bei einem solch überladenen Programm nichts Gescheiteres zu tun wissen, als ihre Schlüsselspieler ständig am Limit zu fordern. Pep Guardiola hat einfach einen krassen Fehler gemacht. Wieso eine solche Ersatzbank haben und sie praktisch nicht einsetzen? Die Rechnung hat er beim ersten Match gegen Chelsea und erst recht beim ‘classico’ präsentiert erhalten, und es wäre nicht völlig überraschend, wenn morgen noch eine dazu kommen sollte. Es ist absurd und für diese demotivierend, Klassespieler auf der Lohnliste zu haben und sie praktisch nicht einzusetzen.

    • Marko sagt:

      Guardiola hat sicherlich Fehler gemacht und gibt sie im Gegensatz zu Mourinho auch, aber dass er nicht rotiert, stimmt einfach nicht. Die Statistiken findet man unter http://www.ligabbva.com/equipo/Barcelona.
      Messi ist der Einzige, der immer spielt, weil er es auf der Ersatzbank fast nicht aushält. Wenn man Messi zusieht, merkt man aber, dass er in den Spielen oft abtaucht und Pausen macht. Meiner Meinung nach ist das fehlende Abschlussglück der Hauptgrund für die “Krise”, die Barcelona durchmacht. Sowohl gegen Chelsea wie auch gegen Real Madrid wurden hochkarätige Chancen vergeben. Chelsea hätte sich über eine 0:4 Niederlage nicht beschweren können, während im “classio” ein Unentschieden gerecht gewesen wäre.
      Das Problem von Barça und Madrid ist aber tatsächlich, dass die Spieler kaum eine Sommerpause haben und sich nur kurz auf die Saison vorbereiten können.

  9. E. Schönbächler sagt:

    Die Anzahl Spiele sollte reduziert werden.

    In der Meisterschaft der grossen Ligen 16 Teams also 30 Spiele.

    Bei den kleineren (z.B. Schweiz und Österreich) 14 Teams ergibt 26 Spiele. (Wo die Schweiz allerdings 14 Super League-Teams hernimmt ist ein anderes Problem…)

    Nur noch 1 Cup-Wettbewerb pro Land. (Die Entscheidung fällt in einem Spiel, falls nötig Verlängerung und Penaltyschiessen.)

    Im Europacup keine Gruppenspiele mehr. Hin- und Rückspiel, wer verliert ist draussen.
    (In der Champions League nur noch der amtierende Landesmeister, in der Europa League je nach Grösse und Bedeutung der jeweiligen Ligen 1 bis 3 weitere Mannschaften.)

    Die grossen Länderturniere (WM, EM, Afrikacup usw.) sollen so bleiben wie bisher. Allenfalls könnte man mehr Qualigruppen machen. Der Gruppensieger qualifiziert sich für die Endrunde, die anderen sind draussen. Auch das würde zu einer spürbaren Spielreduktion (weniger Gruppenspiele, keine Barrage) führen.

    Weniger ist mehr!

  10. Franz sagt:

    Das Ganze ist ein Teufelskreis. Die Spielersaläre sind explodiert, seit das TV ungeheure Summen ins Fussballbusiness pumpt. (Deshalb kommen auch keine renommierten Spieler mehr in die Schweiz.) Als Gegenleistung werden möglichst viele Spiele verlangt, besonders von den Topmannschaften. Die Klubs machen den Irrsinn mit, wohlwissend, dass sie ihre Spieler phyisch ausbeuten. Eine schlimme, traurige Entwicklung. Danke Mämä, dieses Thema beschäftigt viele Fans schon lange. Weniger wäre viel mehr. Was bes. den Brasilianern und Argentiniern in europäischen Klubs zugemutet wird, ist eigentlich menschenverachtend. Dann wundert man sich, dass ein Messi nicht in jedem Spiel brilliert.

  11. atze sagt:

    Fussballer haben doch ein schönes Leben. Was ist mit den Hockeyspielern?? Die machen bis zu hundert Spielen pro Saison in einer viel kleineren Zeitspanne. Hinzu kommt das der Sport um einiges intensiver ist als Fussball. Und jedes Jahr wird das Eishockey noch ein bisschen schneller und härter. Und verdienen trotzdem ein vielfaches weniger als die ach so armen Fussballer.

    • Mämä Sykora sagt:

      Darüber habe ich letzthin mit Arno del Curto gesprochen. Er meinte dazu: «Vermutlich haben Eishockeyaner nicht das beste Bild von Fussballern. Aber ich finde, das ist falsch. Im Hockey gleiten die Spieler, durch werden die Muskeln anders beansprucht als die der Fussballer beim Rennen. Mehr als zwei Spiele pro Woche wären im Fussball viel zu viel. Dazu kommen noch die Grätschen, direkt mit den Stollen auf den Knöchel. Da kann man nicht sagen, das seien Weicheier.» (Ganzes Interview in ZWÖLF #29)

      • Franz sagt:

        Im Nehmen ist der Hockeyaner schon härter als der Fussballer. Der Hockeyspieler geht auch mit dunkelblauen Knöcheln noch aufs Eis. Das hat mir ein Masseur, der beide Sportarten in der Elite kennt, bestätigt. Auch für ihn sind die Fussballer Weicheier. Hingegen laugt der Fussball stärker aus, es gibt viel weniger 35+ Spieler als im Hockey. Die Hockeysaison ist zwar extrem in ihrer Kadenz, aber nachher gibts mehrmonatige Pausen. Im Fussball werden Sommer- und Winterpausen immer kürzer bzw. sie fallen ganz weg (England, Spanien, Italien).

        • Martin A. sagt:

          Yep, die Erholung machts. Ein Arzt hat mal gesagt, dass nach einer Fussballsaison mit 50 und mehr Spielen im Grunde vier Wochen Ferien und acht Wochen Aufbautraining fällig sind.

          Ein NHL Profi hört spätestens im Juni mit Spielen auf und die Saison startet im Oktober.

      • Nino sagt:

        Ausser dass Fussball und Eishockey Teamsportarten sind, ist sonst vieles nicht zu vergleichen. Beides sind harte und den Körper sehr beanspruchende Sportarten. Zu prüfen wäre im Fussball, ob es was bringt, wenn beispielsweise 22 Spieler pro Match rotierend eingewechselt werden dürften?!

        • Karl Eigenmann sagt:

          Die Eiszeit eines Spielers beträgt pro Spiel deutlich weniger als die Feldzeit eines Fussballers. Auf viel mehr als 20 min. (z.B. Mark Streit hatte durchschnittlich 23 min. Eiszeit) pro Spiel kommen nur wenige Eishockey-Spieler. Ergo 4 – 5 Eishockey- für 1 Fussballspiel – wer sind jetzt die Weichbecher?

          Der Fussball ist eben auch ein Spiegelbild der Gesellschaft… irgendwie laufen ja alle im Roten-Bereich.

          • Nino sagt:

            @Karl Eigenmann: Es kommt doch nicht nur auf die Dauer an, es kommt auf die Intensität an. Beide Sportarten sind doch keine Weicheier Sportarten. Ich finde die Bezeichnung Weichei im Sport sowieso deplaziert, vor allem im Spitzensport allgemein geht es richtig heftig zur Sache. Hauptsache man hat Freude am Sport und betreibt auch aktiv Sport, so wie es eben passt!

          • Karl Eigenmann sagt:

            @Nino – von Weicheiern ist keine Rede… ich wollte auch gar nicht auf Ihren Post, sondern jenem von Atze antworten, der hat da ja die 100 Spiele ins “Spiel” gebracht – irgendwie habe ich den falschen Antwort-Button gedrückt – mein Fehler…

  12. Auguste sagt:

    hmm…, noch ist es zu früh für ein abschliessendes urteil, aber in der tendenz liegt mämä wahrscheinlich richtig, dass spitzenspieler mit den heutigen spielplänen möglicherweise schneller ans karriereende kommen werden als früher. um das empirisch belegen zu können, bräuchte es aber langzeitstudien, die heute noch nicht vorliegen, da der boom noch relativ jung ist.

    die indizien sind aber deutlich: die grossen clubs beschweren sich seit einiger zeit bei den verbänden über die spielpläne, weil sie um ihr teures spielerkapital fürchten. an der letzten wm blieben einige der grossen stars überraschend blass. das durchschnittsalter der spitzenmannschaften ist am sinken. das top-salär der spieler in den stärksten ligen wird heute früher erreicht.

  13. de Philippe sagt:

    Das Gejammer von (Profi-)Fussballern, die doch manchmal tatsächlich mehr als zwei Spiele innerhalb von einer Woche zu absolvieren haben, ist ja längstens bekannt und zur Genüge (auch von mir) belächelt worden. Bei allen Vergleichen sei es mit Hockey (NHL 82 Spiele + Playoffs) oder Handball (Halbfinalteilnehmer an WM: 10 Spiele in 15 Tagen) verlieren die Fussballer.

    Und trotzdem: Wenn an den Weichei-Sprüchen was dran wäre, gäbe es nicht diese teilweise krassen Leistungseinbrüche am der Ende Saison, da ja doch davon auszugehen ist, dass auch Fussballer an und über die Leistungsgrenze gehen. Meine Vermutung ist, dass die Intensität vor allem punkto Athetik auf höchstem Profi-Niveau halt doch deutlich höher ist, als noch vor 10 oder vor allem 20 Jahren. Wenn auch oft belächelt und wenn ich es von den genannten anderen Sportarten her anders kenne, Fusballer haben ihr Weichei-Image vielleicht weil sie halt etwas weniger bechern und quarzen. Strelli und Mario Basler bestätigen die Regel. Wie langeweilig.

    • Nino sagt:

      @de Philippe: …du ‘belächelst’ etwas, was du nicht selber kennst und du vergleichst Äpfel mit Birnen. Ich vermute, dass du noch nie aktiv Fussball, Handball, Eiskockey oder andere Sportarten betrieben hast. Deine wenig tiefgründigen Kommentare sind dir vermutlich Pommes Chips essend, auf dem Sofa und vor dem Fernseher eingefallen.

      • de Philippe sagt:

        Nino, du darfst mich gerne wieder kritisieren, aber lies bitte vorher richtig was ich geschrieben habe. Ich schere die Sportarten ja nur insofern über einen Kamm, als dass ich davon ausgehe, dass bei allen das Maximum geleistet wird. Danach wiederlege ich die Sprücheklopfer ja selber und nehme die Fussballer in Schutz. Und ja, ich kenne die Sportarten auch aus anderer Perspektive als vom Sofa oder der Tribüne aus.

        • Nino sagt:

          @ de Philippe: ok, du kannst im Leistungssport davon ausgehen dass man Leistung geben und zeigen muss. Andernfalls bist du innert kürzester Zeit weg vom Fenster und das wissen die Sportler. Auch wenn es mal so aussieht die geben nicht alles, dann geben die soviel wie sie im Moment können; d.h. sie wollen, aber können nicht, weil kein Selbstvertrauen, blockiert, böse Frau zu hause, verletzt, usw!

  14. Andres Villas-Boas sagt:

    Als erstes möchte ich ein Zitat von “The Special One” José Mourinho einwerfen. “3 Spiele à 90 Minuten in einer Woche sind nicht unmenschlich. Fragen Sie mal einen Bauarbeiter, welcher jeden Tag 8 bis 10 Stunden harte Arbeit verrichten muss!” Wenn man bedenkt, dass mehr Matches weniger Trainings bedeuten, wäre ich als Spieler bestimmt nicht undankbar darüber. Desweiteren war Morosini (Gott hab Ihn selig) ein Serie B Spieler, ohne Nationalmanschafts-, Europa Cup- oder Asientour-Einsätze. Ausserdem Messi ist an seinem “Kräfteverschleiss” selber Schuld. Er wehrt sich vehement dagegen ausgewechselt zu werden. Auch wenn Barca gegen den Tabellenletzten zur Pause 3-0 führt geht er nicht vom Platz.
    Fazit: Villeicht wollen einige Spieler wirklich weniger spielen, aber weniger verdienen will keiner!

  15. Markus sagt:

    Hallooooooo …. Willkommen auf dem globalisierten Planeten Erde!
    …. in der realen Wirtschaftswelt werden überall mehr Leistungen für meist weinger Geld gefordert. Und die “armen” Fussballgötter müssen für ihre Milionensaläre auch mal etwas bringen …. ich erstarre in Mitleid!!!
    Was für eine Frechheit gegenüber der normalen hart arbeitenden nicht-Fussballern.

  16. Peter Müller sagt:

    Entschudligung

    Topmanager verdienen in der Schweiz Fr. 500’000.– bis 1’000’000.–. Ein paar ganz wenige Ausnahmen bewegen sich im Bereich bis 15 Mio. Und dies bei einem Arbeitspensum von mindestens 12 h pro Tag.

    Bei Messi und Co bewegen wir uns im Einkommensbereich von Fr. 30-50 Mio. Pro Jahr, wohlverstanden. Noch Fragen?

  17. Mark Willi sagt:

    Ich schliesse mich der Meinung von Peter Müller an. Fussballer sind Leute, die ihr Hobby zu ihrem Beruf machen konnten – was gibts schöneres.

    Auch ätzend ist, wie man Fussballer dauernd jammern hört, wie hart das Programm sei. Nur kleiner Verweis zum Pensum eines internationalen Handballers, der in der Bundesliga, Champions-League, nationaler Pokal, Weltmeisterschaft und olympische Spiel in einem Kalenderjahr spielt und nur einen Bruchteil dessen bekommt, was die Jungs auf dem grünen Rasen einheimsen. Noch ein kleiner Verweis: Die Eishockey NLA-Runde dauert 55 Spiele und maximal 28 Playoff-Spiel bis zum Meistertitel…jammern hört man aus dem Handball- und Eishockeylager keinen…

  18. Michel Zenger sagt:

    Heute im TA online:
    > Die AC Milan hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust von rund 80 Millionen Franken abgeschlossen. Dies bei einem Umsatz von rund 290 Millionen. 227 Millionen wurden für Spielersaläre ausgegeben.<
    (siehe auch Juve und Inter).
    Noch Fragen?

    In der Privatwirtschaft würden bei solchen Zahl gleich Stellen abgebaut und die Saläre der restlichen Mitarbeiter gekürzt!

    Warum braucht Milan (und all die anderen Topteams in Europa) ein Kader von 30 bis 40 Profis, von welchen ja auch die Zweitklassigen Millionen verdienen, wenn doch immer nur die 15 bis 20 "Besten" zum Einsatz kommen… und Raubbau an ihrem Körper betreiben?

    Um Mark Willis Aussage noch zu verextremern: In der NHL spielen alle Mannschaften mindestens 80 Spiele pro Sainson + ev. max. 5 Runden Playoffs, die dauernde kontinentale Reiserei von z.B. New York nach Los Angeles und zurück zum nächsten Heimspiel inbegriffen… und Eishockey ist körperlich wohl noch etwas härter als Fussball!

  19. hansam sagt:

    Guten Morgen
    Fakt ist:
    - Ja, es sind 60, vielleicht 70 Spiele pro Saison zu absolvieren.
    - Die Spieler lassen per Ende Saison nach.
    Aber die Ansicht des Autors ist viel zu einseitig. Andere Sportarten sind genau so intensiv, wenn nicht intensiver. In 90 Minuten rennt ein Top-Spieler 8 km, hat um die 60 Ballkontakte. Millionen von Spieler sind lizensiert in Europa. Wenn da mal einer auf dem Feld tot umfällt, ist das zwar hart, aber geht in der Statistik auf.
    Was mir viel mehr auffällt, ist, wie einseitig im Fussball nach wie vor trainiert wird. Bestes Beispiel war der HSV letzte Woche, als der Trainer das Training abbrach, als die Team-Mitglieder zu hart gegeneinander einstiegen. Ich hätte sie 20 km rennen lassen. Das hätte ihr Gemüt gekühlt und hätte zur Basis-Fitness beigetragen. Da mache ich nämlich den Punkt fest. Denn schauen wir uns mal Millionen schwere Fussballer genauer an:
    - Kaum einer ist in der Lage, den Ball mit beiden Füssen zu spielen.
    - Jeder hat zwar ein Six-Pack, ist aber nach 80 Minuten (und der damit eingehenden Belastung oben beschrieben) komplett fertig.
    - Kaum ein Spieler ist in der Lage, eine Verlängerung anzuhängen und dort nur schon 80% seiner Leistung abzurufen.
    Felix Magath hat’s mal schön gesagt, als er meinte, das Fussballer per se mal faule Typen seien, die morgens nur ungern vor 9 aufstehen, aber kein Problem haben, nach einem Spiel noch locker bis um 5h morgens durchzufeiern.
    Das muss zwar nicht die Wahrheit sein, aber darin liegt mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit. Gerne nehme ich mal Sportler als Beispiel, die weit mehr trainieren und einzeln leisten, als ein Fussballer: Langläufer und Formel-1-Fahrer. Beide trainieren deutlich mehr, als jeder Fussballer, keiner ist da in der Lage, sich hinter jemanden anders zu verstecken in einem Spiel (ich habe keine Bälle gekriegt vorne …) und die körperlichen Belastungen sind um einiges dauerhafter als im Fussball, aber: Diese Sportler trainieren ganz anders! Pilates zum Aufbau der Grundmuskulatur, Training der Reflexe, symetrisches Training, damit kein Körperteil/-seite bevorzugt behandelt wird, Ernährung, Höhe- und Kältetrainings, bei denen die Aufnahme von Sauerstoff trainiert wird etc. sind nur eine kurze Liste von Trainings, die diese Spitzensportler machen. Deren Saison ist zudem genau so lang wie die der Fussballer, und speziell beim Langlauf ist seit der Tour-de-Ski auch die Englische Woche im Langstrecken-Sport angekommen. Klar, Fussball geht auf die Gelenke, aber auch die kann man trainieren. Nur tut das keiner! Und Fussballer gehen viel lieber an’s Meer/die warme Sonne in’s Trainingslager als in die Höhe, was ihnen viel besser bekäme.
    Nein, Fussballer haben keine zu harte Saison, aber die meisten der Riege trainieren nach wie vor schlicht falsch.

  20. Alex Bötschi sagt:

    Da Fussball als Spiegel der Gesellschaft gilt kann man sagen: so what. Wir alle haben in den letzten 10 Jahren egal in was für einem Beruf massiv an Leistung zugelegt mit den gleichen konsequenzen für unsere Gesundheit. Ich für meinen Teil bearbeite dank der technischen Errungenschaften ca. 8-10 mal mehr Aufträge in der selben Zeit. Die Überlastung trifft somit nicht nur Fussballer sondern uns alle, aber scheinbar will man das ja so. (Wir durften gerade erst über entlastung abstimmen und habens verworfen) Das Argument das die Clubs mit solchen Praktiken aufhören, sollte es sie selber schädigen stammt aus dem Bereich der Phantasie. Denn selbst wenn ein (Bsp.) Messi desshalb vermehrt verletzungsbedingt ausfallen sollte, wird sich der reiche Club ganz einfach den nächst (2t) besten Spieler ins Kader holen und somit seine Vormachtsstellung behalten. Ganz genauso wie in der “realen” Arbeitswelt, niemand ist unersetzbar und der Mensch wird ausgepresst bis er total verbraucht und ausgelaugt der Gesellschaft zur Weiterernährung (IV, AHV, ALV,…) überstellt wird.
    Eigentlich ist der Artikel mehr oder weniger versteckte Kapitalismuskritik (meineserachtens).

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