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Für Murat Yakin wäre GC ein Rückschritt

Alexander Kühn am Samstag den 14. April 2012
Murat Yakin und Ciriaco Sforza, 20. März 2012.

Den bald vakanten Trainerposten bei GC zu übernehmen, wäre ein Fehler: Murat Yakin und GC-Trainer Ciriaco Sforza, 20. März 2012. (Bild: Keystone)

Glaubt man den Gerüchten, die zurzeit rund um die Grasshoppers kursieren, gibt es nur zwei Kandidaten für die Nachfolge von Ciriaco Sforza – den Wunschtrainer Murat Yakin und Uli Forte als Plan B. Für Yakin sprechen seine grossen Erfolge mit dem FC Luzern, für Forte die Tatsache, dass GC Yakin kaum bekommen wird. Auf jeden Fall ist den Zürchern zu wünschen, dass sie bei der Auswahl des neuen Trainers professioneller Vorgehen als gestern bei der Kommunikation des Abgangs von Sforza. Das hierfür gedachte E-Mail an die bei der Medienkonferenz nicht anwesenden Journalisten war nämlich so leer wie der Letzigrund bei den Heimspielen des Rekordmeisters. Es fehlte das angehängte Word-Dokument, das gewöhnlich den Text der Pressemitteilung enthält.

Trotz des neuen Winds, den sich GC wohl zurecht von seinem Sanierer Dosé verspricht, wäre Yakin schlecht beraten, in Luzern den Bettel hinzuschmeissen, um seiner alten Zürcher Liebe beim Wiederaufbau zu helfen – Differenzen mit FCL-Präsident Walter Stierli hin oder her. Der vom «Blick» kolportierte Jahreslohn von 500'000 Franken dürfte für einen Mann von Yakins Kaliber auch kein Argument sein. Wie Sforza hat Yakin in seiner Karriere so viel Geld verdient, dass er sich seine Engagements nicht nach finanziellen Gesichtspunkten aussuchen muss. Die sportlichen Perspektiven sind für ihn entscheidend.

Ausser dem schmucken Campus in Niederhasli und der vagen Hoffnung auf bessere Tage können die Grasshoppers Yakin eigentlich nichts bieten. Zudem ist das Umfeld in Luzern mit der Verpflichtung des hervorragenden Fachmanns Heinz Hermann als Sportchef noch ein ganzes Stück professioneller geworden. Hermann und Yakin werden sich bestens ergänzen. Punkto Stadion ist die vermeintliche Provinz Luzern der selbsternannten Weltstadt Zürich ohnehin weit voraus. Die Swissporarena gehört zu den Schmuckstücken hierzulande, der Letzigrund taugt höchstens für Konzerte und das alljährliche Leichtathletik-Meeting.

Natürlich ist es eine durchaus reizvolle Aufgabe aus dem aktuellen Trümmerhaufen GC wieder einen kompetitiven Player im Schweizer Fussball-Business zu machen. Die Chance, dass ein Trainer bei diesem Versuch auf die Nase fällt, ist aber gross. Was die Arbeit von Ciriaco Sforza in den vergangenen drei Jahren tatsächlich wert war, wird sich erst zeigen, wenn ein neuer Mann das Kommando übernommen hat. Die Grasshoppers Ausgabe 2011/12 hätte wohl selbst José Mourinho nicht in den internationalen Wettbewerb geführt. Die Mannschaft ist schlicht zu schwach und seit dem Verkauf des noch immer besten GC-Torschützen Innocent Emeghara Ende August offensiv so unschuldig wie die Jungfrau Maria höchstpersönlich.

Wenn Yakin den FC Luzern zum Saisonende verlassen sollte, dann wegen eines reizvollen Angebots aus dem Ausland. Läuft es ideal für ihn, darf er sich im Mai Vizemeister und Cupsieger nennen, was seinen Marktwert noch einmal in die Höhe schnellen lassen würde. Dass Yakin auch in der deutschen Bundesliga einen guten Namen hat, ist kein Geheimnis. Und dort wird immer wieder ein attraktiver Posten frei.

So sieht es schwer danach aus, dass Uli Forte von GC-Chef Dosé einen Vertrag bekommt. Der 37-Jährige, der in Brüttisellen zur Welt gekommen ist, hat in Zürich schon einmal sehr erfolgreich gearbeitet, allerdings zwei Spielklassen tiefer beim FC Red Star. Anschliessend betreute er den FC Wil und führte den FC St. Gallen im Sommer 2009 zurück in die Super League, ehe er am 1. März letzten Jahres bei den Ostschweizern wegen Erfolglosigkeit an die frische Luft gesetzt wurde. Es wäre böse zu behaupten, der am St. Galler Abstieg beteiligte Forte passe zu den GC-Kummerbuben, weil minus mal minus mathematisch plus ergeben müsse. Auch wenn er nicht Yakins Charisma besitzt, ist er ein Trainer, der anpacken kann und Optimismus vorlebt. Bei den Grasshoppers könnte er diese Qualitäten auf jeden Fall einbringen.

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45 Kommentare zu „Für Murat Yakin wäre GC ein Rückschritt“

  1. Rene R. Meier sagt:

    Lassen Sie doch endlich die unterirdischen Seitenhiebe und Bemerkungen über den Letzigrund. Das Stadion Letzigrund ist das schönste Fussballstadion der Schweiz.

    • John G. sagt:

      Sie Scherzbold,Sie!

      Architektonisch mag der Letzigrund dem Plastik-Einheitsbrei den restlichen CH Stadien etwas voraus haben,aber für Fussball ist er absolut ungeeignet!

      • Max sagt:

        Letzigrund das schöste Fussballstadion der Schweiz? Vielleicht das schönste Leichtathletikstadion! Das Einzige was das Letzi aufregend macht ist die Frage: Fällt mir das Dach auf den Kopf oder nicht? Nein nein, der 1. April war vor zwei Wochen!

  2. Marcel sagt:

    Guter Beitrag Alexander, den man objektiv betrachtet und auf den ersten Blick unterschreiben könnte. Ich sehe das jedoch ein wenig anders.
    Genau die schier unlösbarer Aufgabe GC macht es doch interessant. Mal stelle sich vor, welch Karriereschub jenem Trainer zukommt, der den GC wieder auf (über) die Gleise bringt. Umgekehrt verliert ein Trainer wie Yakin nichts, wenn er’s versucht. Ich gebe Dir recht, dass der FCL sich ein professionell und gutes Umfeld geschaffen hat. Zusammen mit dem fantastischen Publikum eigentlich für Höheres geschaffen. Aber nur eigentlich. Man möge es mir verzeihen, aber Luzern bleibt Luzern, der FCL der FCL. Der Name GC ist im Palmares jedes Trainer ist noch heute mehr wert als der Name FCL, zumindest im Ausland. Den FCL kennt niemand, selbst wenn diese in der CL dabei wären, man würde ihn im nächsten Jahr vergessen haben. Geschichte, Tradition, was auch immer dazu gehört, kann man nicht kaufen, die hat man. Zur Aufgabe GC: Ich sehe hier wirklich nur eine Lösung und auch die hat mit dem Namen GC zu tun. Es muss, mit Hilfe der Beziehungen Dosés Geld gefunden werden, sprich Sponsoren. Es muss mit der grösseren Kelle angerichtet werden, der Name GC verpflichtet. Weder Sponsoren, noch Publikum möchten ein GC, das kleine Brötchen bäckt. Die Idee, nur mit Jungen ein neues GC aufzubauen war ehrenvoll, doch wer wollte es? Was das Publikum will, auch ausserhalb des Dunstkreises von GC, ist ein starkes, arrogantes GC gegen welches man sich nicht motivieren muss wie heutzutage, wo der Bauch schon 1 Woche vorher kribbelt wenn man weiss, dass der GC zu Gast, wo die Emotionen schon hoch gehen, wenn nur schon der Name GC fällt. Genau so ein GC braucht der Schweizer Fussball. Dazu passt ein Mann wie Yakin. Ein Mann mit Charakter, Charisma, Temperament, Sachverstand und manchmal auch für ein Skandälchen gut. Nichts gegen Forte, aber Forte ist ein Mann Clubs wie St. Gallen, Thun auch den FCL. Clubs die ab und zu mal einen Höhenflug haben, sich danach wieder ins Mittelfeld zurückziehen. Ich habe letzthin gelesen, dass es für Yakin ein Rückschritt wäre, vom so erfolgreichen FCL zum GC zu wechseln. Ich hab mich dann gefragt, welcher Erfolg denn gemeint ist? Der letzte ernst zu nehmende Auftritt im europ. Fussball war 1990, der einzige Titel 1989, der letzte Cupsieg. 1992. Da ist nicht viel Fleisch am Knochen und mit Stierli als Präsident weisst Du nie was passiert. Auch wenn der Mann sein letztes Hemd für den FCL geben würde, die nächste Explosion ist eine Frage der Zeit. Die aktuelle Saison werte ich nicht als Erfolg, allenfallls Teilerfolg. 1 Club ausgeschlossen, 1 Club mit Strafpunkten belegt (der wäre noch vor dem FCL). Ein nicht zu erwartendes Debakel bei YB (und trotzdem sind die gleich hinter dem FCL) und ein FCZ der sich selbst schlägt. Unter normalen Umständen wäre der FCL eher auf dem 5. Rang zu suchen, ach ja, und der GC auf dem Letzten, muss ja auch gesagt sein. Zurück zu GC und Yakin. Ich glaube, dass Dose die nötigen Gelder und Sponsoren motivieren kann, aber es braucht eine professionelle Staff, ein charismatischer Coach und in Minimum 4-5 gestandene SL Spieler und Ausländer mit Biss. Der erste Schritt dazu wäre Yakin. Dieser Name weckt auch Hoffnungen in Sponsoren auf eine professionellere Zukunft. Auf die Stadionfrage lass ich mich nicht ein, ist ein Glanzstück zürcherischer Sportkultur. Als eifriger ZSCgänger bin ich mir’s ja gewohnt Nur so viel: Auch in den Glanzzeiten des GC war der Schnitt nicht auf Basels Niveau, nicht mal FCL oder Sion. Das ist schade, war aber immer so und trotzdem sind die unvergesslichsten Europacupabende jeweils im Hardturm vonstatten gegangen, heute halt in Basel. Der GC kann im besten Falle einen Schnitt von 10’000 – 13’000 erreichen, wie im 2003. Mehr geht nicht und ich kann damit leben. Basel und Bern waren immer anders und die Gerüchte, dass der FCZ viel mehr Fans hat, werden durch die Zahlen schnell relativiert. Meine Hoffnung auf die Rückkehr des grossen GC bleibt, wenn nicht jetzt der Befreiungsschlag kommt, dann nie mehr.
    Ich ziehe jetzt meine GC Brille ab und stelle mich der Realität, heute nachmittag um 17.45…. :-) YB zu schlagen müsste sogar für uns noch möglich sein

    • John G. sagt:

      Sehr guter Kommentar,gratuliere.
      Allerdings ist es lebenswichtig,dass der GCZ endlich aus diesem Unort namens Letzigrund rauskommt!

      Ich kenne sehr viele Leute die sich sogar DIESES schlimme Gekicke antun würden,wenn es wenigstens wieder im Hardturm stattfinden würde…aber eben,dieser Fussball und dieses “Stadion” zusammen ist einfach zuviel des Schlechten!

    • Mark M. sagt:

      Müsste, hätte, sollte, würde…. lieber Goldküstenjunge, der zu zu lange in die Sonne geblinzelt hat: Die Dinge sind nicht so, wie Sie sie sich zurechtträumen und wie sie anno Tobak waren: Das FCL steht nun schon die zweite Saison ganz oben, weil er gut spielt und von seinen Trainern gut eingesteltl wird und Basel ist auch nicht deswegen Nummer eins, weil Zürcher und Berner einen vorübergehenden Schwächeanfall hätten, sondern weil sie für Schweizer Verhältnisse ein Kader der Extraklasse haben. Sion schliesslich hat sich das Schlamassel mit dem Punktabzug selbst zuzuschreiben, schwächer als der FCL sind sie ohnenhin, wie wir jüngst im Tourbillon gesehen haben.

      Wäre GC mehr als ein Haufen Elend, wäre der Club für Yakin sehr wohl eine Option. Weil die Dinge aber sind, wie sie sind, sehe ich nicht dass ausser Luzern und Basel irgendetwas in der Schweiz für Yakin eine Verlockung darstellen könnte. Und weil GC nichts als ein Haufen Elend ist, kriegt es auch die Trainer, die es verdient.

    • Odermatt sagt:

      Bist du’s, Ricci? Für die GC-Tradition kriegt man weder Respekt von den Schiris noch einen Coach wie Yakin. Höchstens ein bisschen stärkeres Mitleid fürs Engagement von Forte.

    • Hannes Estermann sagt:

      In diesem etwas sehr langatmigen Referat denke dabei an den geflügelten ,diesmal sehr
      träfen Satz ” hier scheint der Wunsch …Vater des Gedankes zu sein ! Anderseits Gedanken sind frei !
      MfG HPE

    • Remo sagt:

      Ich kann Ihrer Argumentation eigentlich gut folgen. Sie ist in sich grundsätzlich schlüssig. Sie argumentieren damit, dass Yakin gut für GC wäre. Das mag sicherlich richtig sein und wird auch von niemandem bestritten. Aber darum gehts in dieser Diskussion gar nicht. Die Diskussion wird aus Yakins Sicht geführt und daher bleibt trotzdem für Yakin GC ein Rückschritt. Klar hat GC die traditionsreichste Vergangenheit der Schweiz. Aber eben – Vergangenheit. Ich sehe keine Ansätze wie GC wieder an die ruhmreiche Vergangenheit anknüpfen kann. Die Entscheidung von Yakin mit GC gar nicht erst verhandeln zu wollen, unterstreicht dies in brutalster Weise.
      Der FCL hingegen hat sich durch eine gute Vereinsführung in den letzten Jahren gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft gesetzt. Der FCL ist daran sich von einem Mittelfeldclub wie St. Gallen und Thun (wie sie es beschreiben) zu einem Verein zu entwickeln, welcher die regelmässige Qualifikation in die EL als Ziel haben muss. Ich bin auch überzeugt, dass er regelmässig europäisch zu spielen wird. Somit hat er zumindest die Chance im Ausland bekannter als jetzt zu werden (Obwohl dies für einen Schweizer Verein immer schwierig sein wird und auch GC im Ausland kaum wirklich bekannt ist). Weiter kann ich mir vorstellen, dass der FCL hie und da sogar einen Titel dazu gewinnen kann. Die nächste Chance dazu hat er zum Beispiel am 16. Mai in Bern.

    • Marcel sagt:

      @Mark – Du solltest nicht aus Vermutung Menschen beurteilen. Ich bin im Schlieren aufgewachsen und lebe heute wieder dort. Von Goldküste also weit entfernt. Da müsste ich mich doch eher dem vermeintlichen Arbeiterclub zuwenden. In Punkto Vergangenheit ist es eine Sache der Natur, dass auch die grossen Erfolge des FCB bald der Vergangenheit angehören werden, wie alles im Leben. Danach dürfen wir dieselbe Diskussion wieder führen. @Odermatt – es ist mir egal ob der Kommentar ihnen passt oder nicht. Nur sollte die Antwort Substanz haben. @Hannes – mag ein wenig langatmig sein, aber dies hier ist ein Blog wo ich meine Worte nicht nach Anzahl Zeichen wählen muss. Sorry wenn’s zu lang beim Lesen dauert :-) werde mich bessern. @Remo – kann ich auch unterschreiben. Geht ja nicht darum, Clubs wie den FCL, Sion oder Thun schlecht zu machen.

  3. Jack sagt:

    GC Rückschritt für Murat? Wo hat er Fussball gelernt? In Luzern hat er eine fertige Mannschaft übernommen, also noch NIE was aufgebaut, also Murat bleib auf dem Boden. Luzern macht einen tollen Höhenflug, BRAVO Präs Stierli, aber GC WAR IST UND WIRD IMMER GC SEIN, mit Murat oder wen auch immer.

  4. Christian Gubser sagt:

    Guter Blog. Uli Forte ist eigentlich iedal. Murat kann eh nich kommen. Sollte er auch nicht. Uli ist von hier, spricht “züridütsch” und hat viel Energie. 3/4 der Spieler sind wirklich schwach. Sehr schwach! Da tut mir Uli bereits jetzt leid. Ich sehe sie im Training und an den Spielen. Zumal die Super League mit Ausnahme von Basel, nicht wirklich Konkurrenz hat. Da muss neues kommen. Und dann sind wir wieder beim GC Management. Tatsächlich traue ich einem endlich wieder etwas zu – Hr. Dosé. Die Frage stellt sich nur, ob Er sein Networking fleissig ist oder etwas weniger fleissig tut- weil sonst passiert wieder dasselbe. Und ob sein Stab wirklich nachhaltig fleissig und menschlich clever umsetzt. Meiner Meinung nach bräuchte es auch noch weitere nachweisliche erfolgreiche Networker. Ich rede da selber aus 17 jähriger Erfahrung – es geht nichts über ein stetiges und menschlich kompetentes Networking. Weil nur so kann GC neue erfolgreiche Spieler kaufen, die vor allem neben dem Fussball auch menschlich etwas drauf haben.
    Denn es hat weiterhin sehr gute Leute im GC selber und im Umfeld! Sonst heisst es wieder (Situation ist seit 10 Jahren so):
    “Am Anfang juhuii – am Schluss pfui.”

    • Markus Kammermann sagt:

      Sehr es sehr ähnlich. Es ist nur zu hoffen, dass die neue GC-Führung sich klar bewusst ist, dass nur ein Trainer-Wechsel auf keinen Fall reicht, die tatsächliche Grund-Ursache der kritischen Lage ist die ungenügende Qualität im Kader. Die meisten Spieler sind einfach noch nicht soweit, müssen noch weiter ausgebildet werden und wachsen. Diese Zeit ist aber nicht da, wenn man weiter in der sog. Super-League spielen will. Es müssen jetzt unbedingt mind. 3 neue gestandene Spieler her! Und zwar solche die fit und bereit sind, nicht Junioren oder Challenge League-Spieler die man erst noch 2-3 Jahre aufbauen muss. Und bitte auch keine Langzeitverletzten oder Spieler die im letzten Verein nur noch auf der Ersatzbank sassen (der Fall Paiva lässt grüssen…). Hoffentlich kann Hr. Dosé die dringend nötigen finanziellen Zusatz-Mittel generieren, es pressiert jetzt. Ohne substanzielle Verstärkungen durch erfahrene Spieler wird es extrem schwierig nächste Saison den Abstieg noch zu verhindern. GC ist nach wie vor Rekordmeister und noch nie abgestiegen, ein Abstieg muss mit allen Mitteln verhindert werden, koste es was es wolle. Alle GC-Anhänger sollten jetzt zusammenstehen und nicht motzen oder jammern. Dem neuen Trainer wünsche ich viel Erfolg. Falls es Forte wird, sehe ich ihn nur als Übergangs-Lösung aber man wird ja dann sehen. GC muss die schwierige Zeit bis zum neuen Stadion durchstehen und wird wieder kommen, man darf jetzt nicht in Panik oder Trübsal verfallen, man ist immer noch in der ersten Spielklasse und hat durchaus Perspektiven. Probleme dieser Art hatten schon viele Vereine, GC wird sie meistern. GC lebt (auch wenn viele GC-Hater das anders sehen (Wunschdenken).

  5. Geni Meier sagt:

    Yakin ist hoffentlich clever genug und hütet sich, in diesem Club als Trainer tätig zu sein. Die Chancen, bei Luzern bis zu einem lukrativen Angebot vorne mit zu sein sind grösser als bei einem Club, der zuerst neue Strukturen aufbauen und Geldgeber finden muss.

  6. Mark M. sagt:

    Yakin braucht Titel, ansonsten ist er der Trainer mit dem meisten Potential in der Schweiz und wird wohl über kurz oder lang ins Ausland abschwirren. In der Schweiz sehe ich als Steigerungsmöglichkleit für Yakin nur noch den FC Basel, unter anderem deswegen, weil dort auch Allerweltstrainer wie Fink abräumen konnten, also derzeit quasi eine Titelgarantie besteht.

    GC kann man wünschen, dass Forte effektiver arbeitet als Sforza. Ansonsten liegt es nicht primär am Trainer, den Verein aus dem Dreck zu zerren.

    • Pedro sagt:

      Das ist doch so nicht ganz korrekt, natuerlich sind Titel wichtig, aber bei einem Trainer nicht das Wichtigste, sonst wuerden ja nur noch Trainer engagiert die mal einen Titel gewonnen haben. Ein Trainer wird doch beurteilt nach dem was er geschaffen hat, in diesem Fall waere es fuer einen Yakin doch das allerbeste wenn er den kriselnden GC wieder an die Spitze fuehren wuerde. Allerdings… traue ich ihm das nicht zu.

      • Mark M. sagt:

        Wenn Yakin den Sprung ins Ausland machen will – und davon gehe ich aus – sind Titel als Leistungsausweis extrem hilfreich, weil sie selbsterklärend sind, wohingegen ein Platz mit einem unbekannten Klub (Thun) im Mittelfeld, ein Aufstieg aus der zweithöchsten Schweizer Liga, oder ein Heranfühnren des Rekordmeisters an die 2. oder 3. Stelle, wie Sie es vorschlagen, wohl nicht als relevante Leistungen erkannt würden.

        Dass Yakin gut ist, weiss man mittlerweile in der Schweiz, auch ohne dass er einen Titel gewonnen hätte (ausser Challenge-League-Meister). Aber gute Leistungen reichen nicht ewig. Um Karriere zu machen, muss er irgendwann etwas gewinnen. Das kann er zB heuer mit dem FCL im Cup, nächstes Jahr spielt er dort europäisch. Bei GC ist beides sobald nicht realistisch, weil dort auch der beste Trainer keine Wunder bewirken kann. Dort fehlts am Kader (und am Stadion).

  7. Paul sagt:

    An der Stelle von Muri würde ich den Mund nicht so voll nehmen. Beide Trainer sind nicht gerade Leuchten.

  8. Bernd sagt:

    Seit wann schauen die Yakins nicht aufs Geld? Sie haben doch oft gezeigt, dass sie davon nie genug haben, v.a. der jüngere. Würde man Maurat Yakin eine Million Franken pro Jahr für den Trainer-Job bei GC bieten, er würde diesen Job sofort an sich reissen, und zwar mit charismatischem Augenzwinkern.

  9. Renzo Bionda sagt:

    Danke! Endlich mal wieder ein Beitrag mit Hand und Fuss zu diesem Thema. Boulevardjournalismus hatten wir zum Themas GC/Sforza in jüngster Vergangenheit genug auf newsnet.ch

  10. Eduard Stocker sagt:

    Der Letzigrund ist das hundert mal schönere Stadion als die Swissporarena. Lassen Sie sich das gesagt sein, Herr Kühne. Oder gehen sie die Stadien erst einmal ansehen. Die Dauerschnöderei über den Letzigrund erhöht vielleicht Ihr Zeilenhonorar, ist aber wenig geeignet, Ihre Kompetenz zu unterstreichen.

    • Pedro sagt:

      Aber es ist einfach kein Fussball Stadion und fuer den Zuschauer einfach zu zugig. Das FCZ Spiel gegen YB hat es wieder gezeigt. Das war ein Windchill Faktor von -10 Grad. :-(

    • Kurt sagt:

      Schön oder nicht schön ist relativ und Ansichtssache. Tatsache ist, dass dort wo die Zuschauer nahe am Spielfeld sitzen oder stehen Stimmung aufkommt und im Letzigrunfd braucht es ja schon fast einen Feldstecher dass man sieht, was auf dem Spielfeld läuft!

    • O. Bjektiv sagt:

      Jaja, und die Erde ist eine Scheibe und GC wird dieses Jahr noch Meister… Ich war mehrmals in beiden Stadien und kann das Fazit von Kühn (ohne “e”, aber auch daran lässt sich die Kurzsichtigkeit von E.S. erkennen) nur unterstreichen: Luzerns Stadion gehört zu den schönsten in der Schweiz. Und die Stimmung ist (ausser beim Leichtathletik-Meeting) auch besser.

    • Stocker Marcel sagt:

      Da kann ich aber nur lachen, waren Sie schon mal im neuen Stadion Allmend ? Das ist ein Fussballstadion, nicht wie der lezigrund, wo es einen Feldstecher braucht um den Ball zu sehen.

    • Max sagt:

      Und im Letzi kannst Du Dir den ultimativen Kick holen: Fällt mir das Dach auf die Birne oder nicht?

  11. John G. sagt:

    Beim GCZ stimmts doch hinten und vorne nirgends mehr,da kann kommen wer will.
    Man kann nur hoffen,dass die Hoppers bis zur Fertigstellung des neuen Hardturms sportlich und finanziell durchhalten.
    Dort werde auch ich die GC Spiele wieder besuchen.

    • Pedro sagt:

      ES WIRD KEINEN NEUEN HARDTURM GEBEN!!! Es scheint als dass es immer noch ein FIFA Stadion Zürich sein wird. Und das Heimstadion von FCZ und GC.

      • John G. sagt:

        Schon interessant,dass die meisten fcz’ler (scho immer fcz fan gsi! )keine mühe damit haben dereinst zusammen mit dem Erzfeind in dessen Heimat zu spielen..Tradition wo?? .Für uns Hoppers ist es jedenfalls unerträglich im aktuellen,umgekehrten Fall!
        Egal wie das neue Stadion einst heissen mag,es wird immer die Heimat vom GCZ sein.

  12. Dani Keller sagt:

    Yakin wäre dumm, wenn er zu GC ginge. Dort unterschreibt freiweillig nur ein Trainer, der sonst keinen anderen Job kriegt.

  13. Hannes Estermann sagt:

    Zu diesem ausgezeichneten Artikel gibt es nichts nach zufügen.
    Kompliment !

  14. Nino sagt:

    Bin mit dem Kommentar einverstanden. Yakin soll in Luzern bleiben, denn GC bietet nichts, nicht mal ein Fussballstadion ist vorhanden. Soll Yakin auf dem Letzigrund die Leichtathleten trainieren? Für Nachwuchstrainer Forte wäre GC eine gute Lösung.

    • Marcel sagt:

      Ich habs oben geschrieben. Der FCL erfolgreich? Wo und wann denn? Der letzte ernst zu nehmende Auftritt im europ. Fussball war 1990, der einzige Titel 1989, der letzte Cupsieg. 1992. Diese Saison redet man von Erfolg. Welchen denn? 1 Club ausgeschlossen, 1 Club mit Strafpunkten belegt (der wäre noch vor dem FCL). Ein nicht zu erwartendes Debakel bei YB (und trotzdem sind die gleich hinter dem FCL) und ein FCZ der sich selbst schlägt. Unter normalen Umständen wäre der FCL eher auf dem 5. Rang zu suchen. Erfolg sieht anders aus.

      • Franz sagt:

        GC ist Rekordmeister, unbestritten. Eine Institution, mindestens für ihre Anhänger. Dahinter kommen die Genfer nach Meisterschaftstiteln. Was nützt ihnen die gloriose Vergangenheit? Heute sind beide am Kämpfen, seit Jahren nun schon. Um Geld und Zuschauer, sogar ums Überleben. Die Zeiten haben sich geändert. Neubeginn ist bei beiden angesagt, aber werden sie es schaffen? Das ist höchst ungewiss. Bei Luzern weiss Yakin, was er hat. Das heisst nicht, dass er lange bleibt. Aber GC ist momentan eine der schlechtesten Adressen. Nichts gegen Forte, aber so etwas tut sich doch nur ein arbeitsloser Trainer an.

      • Nino sagt:

        @Marcel: Sorry, ich habe deinen Kommentar weiter oben erst jetzt gelesen. Du schreibst sehr viel, deinen Artikel finde ich inhaltlich gut. GC ist die grössere Marke als der FCL. Yakin sähe ich auch gerne bei GC. Aber wenn GC 2x verliert, dann ist auch ein Yakin weg vom Fenster, egal mit welchem Spielermaterial er in welchem Stadion spielt. Yakin ist auch noch ein junger Trainer, momentan doch besser beim FCL aufgehoben, bei GC wird er evtl. verheizt. Zudem kann der FCL mit dem neuen Stadion und gesunder finanzieller Basis sein Potenzial ausschöpfen, ist nicht mehr vergleichbar mit dem FCL vor 5 Jahren. Heutige Zuschauermagnete FCB, FC St.Gallen, FC Luzern, YB und Clubs mit Zuschauerpotenzial falls Infrastrukur und Leistungen stimmen Servette, Sion, FCZ, GC, Lausanne. Das wären doch schon 9 von 10 SL Clubs!
        GC hätte mit Leistungen und neuem Stadion ebenfalls gleiches Potenzial wie heute YB, St.Gallen oder Luzern, also 15-20’000 im Schnitt. Im Schweizer Fussball hat sich in den letzten Jahren viel positives bewegt und es wird noch interessanter, weil die Spitze breiter werden wird! Es lohnt sich in GC und ins neue GC Stadion zu investieren!

      • DAM sagt:

        @Marcel
        Langsam aber sicher wirds lächerlich, was sie hier von sich geben.
        Xamax hat allein in der Hinrunde mehr Punkte erspielt, als das GC momentan auf dem Konto hat. YB ist trotz Debakel, wie sie es nennen, klar vor ihrem GC klassiert. Und ihr GC-Fans könnt nur hoffen und beten, dass Sion nicht doch noch Punkte zurückerhält, denn selbst Lausanne wird GC bald überholt haben.
        Genau ihre völlig verklärte Sichtweise ist das grösste Problem der Grasshoppers, aber mir als Luzerner solls recht sein.

  15. Walter Signer sagt:

    Wann endlich begreifen die FCZ- und GZ-Herren, dass in der Stadt Zürich nur Platz für einen Klub gibt. Ich nehme an, Herr Dose ist als Grounding-Chef engagiert worden.

  16. jose bütler sagt:

    murat yakin und gc waren bei allen ein thema, nur bei ihm selber nicht. wie im blog erwähnt, wäre es ein grosser rückschritt den fc luzern trotz laufendem vertrag zu verlassen und mit gc in eine ungewisse zukunft zu gehen. ich denke, yakin weiss, was er in luzern hat, eine fussballbegeisterte region, ein schönes fussballstadion, einen finanziell abgesicherten club und jetzt mit hh einen ruhigen und fachlich sehr kompetenten sportchef. luzern könnte sich als zweite kraft im schweizer fussball etablieren, wenn sich zürich und bern weiterhin so dilettantisch verhalten ;o)

    • Pedro sagt:

      Ja ja Bueti, behaltet den nur. Der Mann kanns, und hat vor allem ein goldenes Haendchen fuer Stuermer…
      Mann, Mann, Mann, koennt ihr froh sein wurde der Herrmann engagiert, kann mir vorstellen, dass das genau das war welches den FCL zu einem Gegner fuer Basel machen wird naechste Saison. Dann hat der Yakin endlich einen Chef und der Stierli kann mal die Saison durch den Schnabel halten.

  17. Denis Rott sagt:

    Für Murat Yakin wäre es nicht umbedingt ein Rückschritt, er könnte etwas aufbauen und GC wieder nach oben führen.
    Und noch etwas zur Stadion Diskussion: Wir können nichts dafür das der Hardturm geschlossen wurde, wir würden
    gerne in unserem Stadion spielen.

  18. Hans Stark sagt:

    Danke, dass zu diesem Thema mal wieder ein fundierter Ariktel auf dieser Seite zu lesen ist. In den letzten Tagen wurde über Sforza/GC ja hauptsächlich, resp. mehrfach im Boulevardstil geschrieben. Und das passt einfach nicht hierher.

  19. Auguste sagt:

    hmm…, das gc-trainersalär würde beim steueramt problemlos auch als schmerzensgeld durchgehen und wahrscheinlich auch als iv-rente für einen cerebral-herausgeforderten in den augen der sozialversicherungen. in niederhasli zu unterschreiben ist doch rufmord mit suizidcharakter.

    ich bin ja gespannt, welchen verzweifelten man uns präsentieren wird nächste woche. ein geheimtipp für den job soll ja mike shiva sein – vogel schon inklusive.

    • Franz sagt:

      Auguste, du schiesst wieder mal den Vogel ab. Dabei sagen doch les Welsch: on ne tire pas sur l’ambulance. Schäm di!

  20. Dominik sagt:

    Wenn GC nicht bald einen seriösen Investor findet, dann führt der Weg des Reckkordmeisters dereinst in die NLB. Dies wäre Schade, denn lieber sehe ich wieder feurige Duelle gegen die Grasshoppers, als langweiliges Gekicke gegen Bellinzona.

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