Siebzehn Jahr, Blondes Haar… Dieses Wochenende, am 15. und 16. März 2013, geht das Basler Clubfestival BScene zum siebzehnten Mal über die zahlreichen Bühnen der Stadt. Einmal mehr geben sich also neue und alte Bekannte während zwei Tagen die Ehre und zeigen dabei die Basler Musikszene von ihrer hoffentlich besten Seite.
Vielhabenwir in den letzten beiden Jahren über die BScene geschrieben. Höchste Zeit also, dass auch die Organisatoren einmal zur Sprache kommen dürfen. Deshalb standen uns Christoph Meneghetti, Präsident der BScene, und Jennifer Jans, Programmverantwortliche des Festivals, in einem längeren Gespräch Red und Antwort. Sie gewährten dabei einen ausführlichen Einblick hinter die Kulissen des Festivals…
BScene 2012: Jaro Milko & The Cubalkanics in der Kuppel. (Foto Dominik Plüss)
Wo beginnt die Organisation einer BScene? Christoph Meneghetti: Am Anfang einer jeden Ausgabe steht immer die Frage, wie gross die diesjährige BScene werden soll. Sobald wir dies festgelegt haben und somit wissen, welche Grössen von Clubs wir benötigen, beginnen wir damit, die jeweiligen Lokalitäten anzuschreiben. Wir sprechen uns dabei logischerweise schon weit im Vorfeld des Festivals mit den jeweiligen Clubs ab, damit sich diese das Datum des Festivals reservieren können. Über die Jahre sind zahlreiche freundschaftliche Beziehungen entstanden und dank eines intensiven Feedback- und Debriefing-Prozesses kommt es relativ selten vor, dass Clubs kein Interesse an einer Zusammenarbeit zeigen. Schliesslich darf auch nicht vergessen werden, dass die BScene für die teilnehmenden Clubs auch eine Möglichkeit sein kann, Publikum zu erreichen, welches an den anderen 51 Wochenenden des Jahres vielleicht nie bei ihnen vorbeischauen würde.
Neue Räume gehören im Idealfall dazu und trotzdem könnten wir nie eine BScene organisieren, die sich ausschliesslich aus Lokalitäten zusammensetzt, welche im Vorjahr nicht dabei waren. Die Frage, welche Clubs wir unbedingt dabei haben müssen, um das aktuelle Ausgangsverhalten der Stadt optimal wiederspiegeln zu können, stellt sich für uns aber jedes Jahr wieder aufs Neue. Selbstverständlich würden wir auch sehr gerne vermehrt kleinere und speziellere, beziehungsweise temporäre, Lokale mit ins Programm nehmen, wollen aber nicht vor bewilligungstechnische Probleme gestellt werden. Dass wir letztes Jahr mit der Jägerhalle in die Falle getappt sind, war uns Warnung genug… (weiterlesen…)
Get Well Soon: Konstantin Gropper (ganz links im Bild) und seine fünf Mitstreiter (Foto: Simon Gallus)
Im Studio fast ausschliesslich alleine, auf der Bühne dann mit bis zu sechs Mitmusikern, macht Multiinstrumentalist Konstantin Gropper alias Get Well Soon auf seiner aktuellen Europatour nun auch zum ersten Mal Halt in Basel. Die mittlerweile europaweit erfolgreiche Band aus Mannheim bringt ihren Folk-Rock, der irgendwo zwischen Friska Viljor und Efterklang anzusiedeln ist, morgen Freitag, am 25. Januar 2013, in den Rossstall der Kaserne.
Während eines Tourstopps in Brüssel nahm sich Konstantin Gropper nun Zeit, um sich mit uns telefonisch über das bevorstehende Konzert, sein aktuelles Album, italienische B-Movies, Henry Darger und seine Produktionsarbeit für andere Künstler zu unterhalten. Ein Ausflug in den Verstand von jemandem, in dessen Schlafzimmer regelmässig Ideen wie für fiktive B-Movies rund um eine scharlachrote Bestie («The Scarlet Beast O’ Seven Heads», 2012) oder Konzeptalben über den Stoizismus («Vexations», 2010) entstehen… (weiterlesen…)
Sie können einem Leid tun. Diese wenigen bestimmten Künstler, die sich Jahr für Jahr auf Tour abrackern und zahlreiche gute Soloalben veröffentlichen, bis dann eines Tages einer ihrer Songs eine Werbung beziehungsweise Kinotrailer untermalen darf oder auf einem Soundtrack Unterschlupf findet und sie fortan dann auf diesen einen Song reduziert werden.
So kann also auch der mittlerweile 42-jährige Yann Tiersen auf seinen Alben noch so viele Parallelen zu Künstlern und Bands wie Andrew Bird, Sigur Rós oder den späten Talk Talk ziehen, er wird für den Rest seiner musikalischen Karriere wohl immer mit DIESEM EINEN KLAVIERSTÜCK assoziert werden. Dieses Stück, «Comptine d’ un autre été: L’après-midi», war 2001 Teil des Soundtracks zum Film «Amélie» und dürfte Yann Tiersen wohl noch lange verfolgen… und das obwohl es überhaupt nicht stellvertretend für den Rest seines musikalischen Schaffens ist.
Ende August veröffentlichte Fiona Daniel ihr zweites Album «Backyard» auf welchem sie angenehm an eine andere, momentan noch etwas berühmtere Fiona erinnert. Heute Donnerstag, dem 18. Oktober 2012, präsentiert die 25-jährige Zürcher Singer-Songwriterin nun besagtes Album ausgerechnet im – richtig geraten – Hinterhof, was sich wohl am besten mit der englischen Redensart «A match made in heaven» zusammenfassen lässt.
Bevor sie heute Abend nun auf der Hinterhof-Bühne anzutreffen sein wird, haben wir uns mit Fiona Daniel über ihr neustes Werk, sowie dessen Bedeutung und Hintergründe unterhalten… (weiterlesen…)
Nach etlichen lustigen und skurrilen Shootings war es dann endlich soweit gewesen. Am 31. Juli 2011 eröffnete mir die Spass-Community den Zutritt zum Social-Network-Riesen „Facebook“. Und nach nicht mal einem Monat durfte ich schon als Ferni Zapper 1000 Freunde dazu zählen. Jetzt fragt ihr euch sicher, wie ich das geschafft habe? (weiterlesen…)
DJ-Show mit Bazooka: Eindrücke vom «Thre3style»-Weltfinal in Vancouver.
Für DJ Bazooka ist es der grösste Triumph seiner DJ-Karriere: Am Samstag sicherte sich der 26-jährige Basler am Weltfinal des «Red Bull Thre3style»-Contest in Vancouver den zweiten Platz – gleich hinter Lokalmatador DJ Hedspin. Und vor sechzehn Konkurrenten aus aller Welt. Gekürt wurde der beste Partyrocker, der das Publikum während 15 Minuten mit Songs aus mindestens drei verschiedenen Musikgenres zum Ausrasten bringt. Kaum zurück in Basel und noch «voll verwirrt von der Zeitumstellung», schildert DJ Bazooka «die wahrscheinlich aufregendste Woche» seines Lebens, in welcher er zwei der legendärsten HipHop-Produzenten begeistern konnte. (weiterlesen…)
Die besten Comebacks kommen ja meist unverhofft und so war es zum einen eine ziemliche Überraschung, zum anderen aber auch einfach nur sehr erfreulich, als vor ein paar Tagen der Presse-Newsletter mit der Ankündigung eines neuen Shilf-Albums die Runde machte. Nach einer siebenjährigen Veröffentlichungspause, erscheint nächsten Monat nun also «Walter», das neue Album von Shilf. Nach dem Sprung haben wir «Play it Safe», die Single des Albums, im Stream und die Band verrät uns ausserdem, wieso ihr Comeback eigentlich gar kein Comeback ist. (weiterlesen…)
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir zurück auf 31Tage mit 31 Akteuren zu 31 verschiedenen Feiertagen.
Mit dem „Tag des wohlwollenden Erinnerns“ schlossen das Team und alle Beteiligten der DailyBox von Munkels TAGFEIERKALENDER am letzten Sonntag die einmonatige Veranstaltung der Veranstaltungen ab.
Zu sehen gab es einen wilden Rückblick aller Tage sowie ein klassisches Konzert der Brüder Flurin (Gesang) und Alvin (Piano) Devonas, mit einer Auswahl an wohlwollenden Stücken quer durch alle Zeiten. Zudem beehrte uns Ferni als Special Guest.
Fast jeder landet im Leben auch mal an einen Punkt, wo er denkt, wohin soll ich jetzt gehen, um meine Ziele zu verfolgen. Gerade heute, wo in der heutigen Arbeitswelt niemand mehr nach Studium oder Lehre in einer Firma anfängt und dort bis zur Pensionierung aufsteigt, sind Lebenskurven, die Dich auch mal in eine ferne Stadt und Land, in eine komplett andere Ausbildung oder Tätigkeit tragen, mit besonderen Menschen zusammenbringen, am Ende wichtig, um genau die Leidenschaft für einen Beruf zu entdecken, der Dir Spass macht.
Mit der namentlichen Verbindung zur Bézierkurve möchte Janine Michel die oft im ZickZack laufenden Lebenswege und die daraus entstehenden Verbindungen dokumentieren. Dazu hat Sie in Ihrer einjährigen spannenden Arbeit BÉZIER Menschen zwischen 25-35 Jahren gesucht und gefunden, die Ihr sehr offen erzählen, wie es Ihnen ergangen ist auf Ihrem Berufsweg, wie Sie gerade Niederlagen und Enttäuschungen in eine Richtung gelenkt haben, die letztendlich den Kick zu Ihrem Traumberuf gaben.
BÉZIER stellt anhand von zehn Interviews mit Kreativschaffenden zehn interessante Lebensgeschichten vor, die im Hinblick auf berufliche Wendepunkte und wegweisende Momente untersucht wurden.
We Loyal: Ben Kuster, Sandro Simon, Fabian Trümpy, Elvis Presley (v.l.n.r.)
Die Instrumente packen und verreisen. Viele Schweizer Bands träumen davon, wenige tun es. Und noch bevor man zum ersten Mal einen Fuss auf eine ausländische Konzertbühne setzen konnte, ist der Drummer aus der Band ausgestiegen, da er sich nun doch auf sein Studium konzentrieren möchte, der Sänger will mehr Zeit mit seiner Freundin verbringen, und für die Gitarristin war Musik «sowieso nie so wichtig».
Die Basler Band We Loyal sind das perfekte Gegenbeispiel dafür. Bereits für die Aufnahmen ihrer Debüt-EP wagte das Trio den Schritt nach Liverpool, und diesen Februar verknüpfte man eine New York-Reise mit einer eigenen Konzerttour. Wir haben mit Sandro Simon, dem Sänger und Gitarristen der Band, über Eindrücke, Erfahrungen und Ambitionen gesprochen… (weiterlesen…)
Schlaglicht will Euch informieren über das, was läuft in Basel. In den Museen, auf den Bühnen, auf der Strasse. Wir schreiben, was wir sehen, was wir hören, was wir darüber denken – subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.