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	<title>Das Geld und ich</title>
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	<description>Experten klären Finanzfragen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 16 May 2013 14:42:35 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 14:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich bei seinen Anlageentscheiden ausschliesslich am Trend orientiert, läuft weniger Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- oder auszusteigen. Dow Jones und DAX eilen von Rekord zu Rekord. Der SMI notiert wieder so hoch wie zuletzt Anfang 2008. Seit Februar 2009, als die Talfahrt der Aktienkurse im Zuge der Finanzkrise ihren Tiefpunkt erreichte, ist der SMI [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich bei seinen Anlageentscheiden ausschliesslich am Trend orientiert, läuft weniger Gefahr, zum falschen Zeitpunkt ein- oder auszusteigen.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/iStock_000010779625Small.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1636" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/iStock_000010779625Small-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a>Dow Jones und DAX eilen von Rekord zu Rekord. Der SMI notiert wieder so hoch wie zuletzt Anfang 2008. Seit Februar 2009, als die Talfahrt der Aktienkurse im Zuge der Finanzkrise ihren Tiefpunkt erreichte, ist der SMI um mehr als 90 Prozent gestiegen. Sind die Aktienmärkte heute überbewertet? Soll man die Gewinne nun realisieren oder bleibt man besser noch eine Weile investiert, weil die Kurse vielleicht noch höher klettern?<span id="more-1633"></span></p>
<p>Viele Anleger haben ihre Gewinne schon vor einiger Zeit ins Trockene gebracht haben. Vom Kursanstieg der letzten Wochen haben sie deshalb nicht mehr profitiert. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Anleger oft dazu neigen, ihre Gewinne zu früh zu realisieren. Interessanterweise verhält es sich in Verlustphasen genau umgekehrt. Verluste werden erst relativ spät realisiert. Ein Verlust schmerzt offenbar wesentlich stärker als ein entgangener Gewinn wegen eines zu frühen Verkaufs, obwohl es sich rein ökonomisch betrachtet um dasselbe handelt.</p>
<p>Die steigenden Kurse haben aber auch Anleger wieder zurück an die Börse gebracht, die lange Zeit sehr skeptisch gegenüber Aktien waren. Sie sind erst vor kurzem auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Wer sich so prozyklisch verhält, gehört am Ende oft zu den Verlierern.</p>
<h4>Auch Profis können irren</h4>
<p>Nicht nur für Privatanleger ist es äusserst schwierig, die weitere Entwicklung der Aktienkurse vorherzusehen, denn dazu braucht es aufwändige Analysen. Auch Profis können sich irren, was eigentlich nicht erstaunen darf. Denn Prognosen sind in Bereichen, in denen der Faktor Mensch eine wesentliche Rolle spielt, generell äusserst fehleranfällig.</p>
<p>Wesentlich einfacher ist das Erkennen von Kurstrends anhand von Modellen, die sich auf historische Daten stützen und sich in der Vergangenheit bewährt haben. Dazu braucht es weder eine Kristallkugel noch übermenschliche Fähigkeiten. Diese Vorgehensweise bietet Anlegern zwar ebenfalls keine Erfolgsgarantie. Sie hilft aber enorm dabei, Anlageentscheide unbeeinflusst von menschlichen Emotionen oder Fehleinschätzungen zu fällen.</p>
<p>Ist ein Trend einmal implementiert, so ist er erstaunlich robust sowohl gegenüber positiven als auch negativen Neuigkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft. Wie ein grosser Tanker geht der Trend unbeirrt seinen Weg und braucht eine gewisse Zeit, um vom aktuellen Umfeld gebremst zu werden. Der Schweizer Aktienmarkt zum Beispiel weist seit nunmehr beinahe zwei Jahren einen Aufwärtstrend auf, der fast linear verläuft – trotz Eurokrise, ungelöster Staatsverschuldungen, Griechenland, Zypern, politischer Wirren in Italien usw.</p>
<p>Rein rational ist dieser Aufwärtstrend nicht erklärbar. Im Nachhinein lassen sich aber natürlich immer Argumente finden, die eine bestimmte Entwicklung erklären. Anfangs 2012 allerdings, als der jüngste Aufwärtstrend im SMI bereits in Kraft war, prognostizierten die meisten Analysten ein von Unsicherheit und grosser Volatilität geprägtes Jahr mit schwachen Aktienrenditen. Entgegen diesen Prognosen war 2012 ein äusserst erfolgreiches Aktienjahr, in dem der SMI um beinahe 18 Prozent zulegte. Geirrt haben sich diese Analysten auch in Bezug auf die Volatilität: Der SMI verzeichnete 2012 gemessen am VSMI Index die geringsten Kursschwankungen seit 2005.</p>
<p>Doch wie geht es nun weiter mit den Aktienkursen? Sind sie aktuell überbewertet oder unterbewertet? Die richtige Antwort auf diese Fragen kann Anlegern egal sein, die sich bei ihren Anlageentscheiden an klar definierte Regeln halten und ein Verkaufssignal bei einer Trendumkehr auch tatsächlich umsetzen. Es ist anzunehmen, dass bei einer ersten Abschwächung des aktuell positiven Trends und dem Auftreten von ersten Verkaufssignalen die allgemeine Marktmeinung noch deutlich positiv gefärbt sein wird. Die regelbasierte Anlagestrategie hebelt dieses Bauchgefühl aus und sorgt für eine emotionslose Neuausrichtung des Portfolios.</p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Weber_May.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1637" title="Volatilität im SMI" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Weber_May.png" alt="" width="688" height="539" /></a></p>
<p>Derzeit sind aber Trendrichtung und Trendstärke für den Schweizer Aktienmarkt noch stark positiv. Die Stärke des Trends lässt sich zum Beispiel am Average Directional Index ablesen. Dieser deutet mit einem Wert von 32.9 (Stand 16. Mai für den SMI nach wie vor einen robusten und soliden Trend an. Bei Werten unter 20 ist von einem richtungslosen Markt ohne klaren Trend auszugehen. Bei Werten über 20 ist ein Trend implementiert. Je höher die Zahl, desto stärker der Trend. Dieser Indikator liefert aber keine Informationen darüber, ob es sich um einen Aufwärts- oder Abwärtstrend handelt. Die Richtung des Trends lässt sich mit Hilfe anderer Indikatoren ermitteln, zum Beispiel mit gleitenden Durchschnitten, wie in einem meiner <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/publiblog/index.php/1311/anlagestrategien-fixe-regeln-konnen-erfolg-massgeblich-steigern/" target="_blank">früheren Blogs</a> beschrieben. Auch einfache Stop-Loss-Aufträge sind ein geeignetes Mittel, um ein Risiko-Management bei Trendbrüchen einzurichten.</p>
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		<title>Anlagefonds: Faule Eier und Kapitalfresser gehören nicht ins Depot</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 12:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Strässle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Anleihen der Eidgenossenschaft bis hin zu Aktien aus Schwellenländern kann heute alles mit Fonds investiert werden. Doch neben vielen guten Produkten gibt es auch hier faule Eier und Kapitalfresser. Wer wesentliche Eckpunkte nicht versteht und keine periodische Prüfung vornimmt, verschenkt Rendite und geht unnötige Risiken ein. In der Schweiz sind annähernd 7‘500 kollektive Kapitalanlagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von Anleihen der Eidgenossenschaft bis hin zu Aktien aus Schwellenländern kann heute alles mit Fonds investiert werden. Doch neben vielen guten Produkten gibt es auch hier faule Eier und Kapitalfresser. Wer wesentliche Eckpunkte nicht versteht und keine periodische Prüfung vornimmt, verschenkt Rendite und geht unnötige Risiken ein.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/iStock_000009523140Small.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1618" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/iStock_000009523140Small-270x300.jpg" alt="" width="270" height="300" /></a>In der Schweiz sind annähernd 7‘500 kollektive Kapitalanlagen zum Vertrieb zugelassen und verwalten derzeit ein Vermögen von über CHF 750 Mrd. Zum Vergleich: Dies sind rund CHF 200 Mrd. mehr als auf den Sparkonten aller Schweizer Banken zusammengezählt lagern. Doch nicht alle diese Fondsvermögen sind im aktuellen Marktumfeld sinnvoll und effizient angelegt. Der Blick ins Fact-Sheet des Anlagefonds kann zum Teil Überraschendes ans Tageslicht bringen.<span id="more-1607"></span></p>
<h4><strong>Kosten und Rendite</strong></h4>
<p>Dass das Zinsniveau historisch tief ist und mit verzinslichen Anlagen praktisch keine Erträge mehr erwirtschaftet werden können, ist den meisten Anlegern mittlerweile hinreichend klar. Die Verfallrendite des Schweizer Obligationenmarktes, gemessen am Swiss Bond Index AAA-BBB, beträgt derzeit noch 0.95%. Der Basiszinssatz für kurzfristige Geldmarktanlagen, der 3 Monate LIBOR CHF, liegt bei 0.02%. Keine rosigen Zeiten für konservative Anleger.</p>
<p>Hält ein Anleger diese zinstragenden Anlagen nun in Anlagefonds, fallen innerhalb des Fonds Kosten für die Verwaltung und Verwahrung an, welche mit der Kennzahl „Total Expense Ratio (TER)“ ausgerückt werden.</p>
<p>Diese können aktuell schnell einmal höher sein als die laufenden Erträge (siehe Tabelle). Der Anleger verliert also unter dem Strich Geld. Bei Obligationenfonds wird zudem ein nicht unerhebliches Zinsänderungsrisiko eingegangen, welches zurzeit jedoch praktisch nicht mehr entschädigt wird. Somit kann sich der Anleger getrost von Geldmarkt- und kurz- bis mittelfristigen Obligationenfonds trennen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Verfallrenditen.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1621" title="Verfallrenditen" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Verfallrenditen.jpg" alt="" width="810" height="276" /></a></p>
<h4><strong>Notorische Unterperformer</strong></h4>
<p>Setzt ein Anleger auf ein aktiv verwaltetes Fondsprodukt, so setzt er auf die Fähigkeiten des Managers, eine bessere Rendite zu erzielen als der Markt. Bei einem Schweizer Aktienfonds heisst dies zum Beispiel, durch die Übergewichtung erfolgreicher Aktien mehr zu verdienen als der Swiss Performance Index (SPI), welcher die Unternehmen nach deren Marktwert gewichtet. Ohne periodische Prüfung, ob der Manager die Erwartungen auch erfüllt, verkommt der Anlageprozess jedoch zum Blindflug.</p>
<p>Ein Vergleich der Performance von Aktienfonds über die Jahre 2010-2012 zeigt wie wichtig eine solche Überprüfung ist (siehe Grafik). Mit einem Engagement im SPI konnte in diesem Zeitraum eine Rendite von 3.58% p.a. erzielt werden. Setzte der Anleger auf den besten Fonds, verdiente dieser über 7% pro Jahr. War er hingegen im schlechtesten Aktienfonds Schweiz investiert, verlor er pro Jahr 1%. Über drei Jahre entspricht dies einer Performancedifferenz von fast 20%. Es stellt sich hier folglich die Frage, wieso ein Manager, der nun drei Jahre völlig daneben lag, in den nächsten Jahren besser sein soll? Ein Fondswechsel ist in den meisten Fällen angebracht.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Kosten_Performance.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1622" title="Kosten_Performance" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/05/Kosten_Performance.jpg" alt="" width="1188" height="382" /></a></p>
<h4><strong>Ein Blick ins Fact-Sheet</strong></h4>
<p>Um unrentable Anlagen und Unterperformer zu identifizieren, genügt oft ein Blick ins Fact-Sheet des Fonds. Ein aktuelles Fact-Sheet, zum Teil auch Monatsbericht genannt, ist in der Regel unter <a href="http://www.fundinfo.com" target="_blank">www.fundinfo.com</a> oder der Webseite des Fondsanbieters zu finden. Bei Geldmarkt- und Obligationenfonds sind primär folgende Punkte zu prüfen: Verfallrendite (YTM), Total Expense Ratio (TER) und Modified Duration. Während die ersten beiden aufzeigen, ob man überhaupt noch Geld verdient, zeigt die Duration an, welches Risiko im Falle von Zinserhöhungen eingegangen wird. Je höher die Duration, desto höher fällt der Kursrückgang des Fonds aus, wenn die Zinsen steigen. Sich diesem Risiko bewusst zu sein, ist eminent wichtig, insbesondere angesichts des aktuellen Zinsniveaus.</p>
<p>Ob es sich beim Fonds um einen notorischen Unterperformer handelt, kann man aus dem Vergleich mit dem Benchmark entnehmen. Beim Benchmark handelt es sich um einen Vergleichsindex, welcher den für den Fonds relevanten Markt darstellt. Im vorher genannten Beispiel des Schweizer Aktienmarktes zum Beispiel den SPI. Die meisten Fonds weisen in ihrem Fact-Sheet einen solchen Benchmarkvergleich aus. Ist die Fondsrendite zuzüglich TER über Jahre hinaus deutlich tiefer als die Benchmarkrendite, so ist ein Fondswechsel zu erwägen.</p>
<p>Fühlt man sich nach der Konsultation des Fact Sheets und der Prüfung der Kennzahlen immer noch unwohl und unschlüssig, macht ein klärendes Gespräch mit dem Bankberater oder einem Spezialisten Sinn. Eine kurze Prüfung der eigenen Anlagen lohnt sich immer, sei es nur um bestätigt zu werden, dass noch alles stimmt und die Fondsauswahl richtig war.</p>
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		<title>Turbulente Märkte nutzen und mit dem Cost-Average-Effekt investieren</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 09:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer davon ausgeht, dass die Aktienkurse in den nächsten Monaten grösseren Schwankungen unterliegen, hat gute Chancen auf attraktive Einstandspreise, wenn er gestaffelt investiert und auf tiefe Gebühren achtet. Die Börse ist fulminant ins neue Jahr gestartet. In den letzten Wochen ist das Umfeld allerdings wieder etwas garstiger geworden. Bei vielen Anlegern sind die Marktrisiken aufgrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer davon ausgeht, dass die Aktienkurse in den nächsten Monaten grösseren Schwankungen unterliegen, hat gute Chancen auf attraktive Einstandspreise, wenn er gestaffelt investiert und auf tiefe Gebühren achtet.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000002821928Small.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1600" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000002821928Small-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Die Börse ist fulminant ins neue Jahr gestartet. In den letzten Wochen ist das Umfeld allerdings wieder etwas garstiger geworden. Bei vielen Anlegern sind die Marktrisiken aufgrund der markanten Kursanstiege der letzten Jahre in Vergessenheit geraten. Nun treten sie langsam wieder zurück in das Bewusstsein der Investoren. <span id="more-1595"></span>Die Volatilität an den Märkten ist in der letzten Zeit angestiegen. Anleger mit hoher Liquidität oder Sparer, die ihr Vermögen langfristig mit Wertschriften aufbauen möchten, stehen deshalb heute vor der schwierigen Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Geld zu investieren?</p>
<p>Das Risiko, den falschen Zeitpunkt zu erwischen, lässt sich reduzieren, wenn man die Investition auf mehrere gleich grosse Tranchen verteilt, die man im gleichen zeitlichen Abstand investiert. Wer so vorgeht, erwirbt die einzelnen Anteile zu einem vorteilhaften Durchschnittspreis: Bei tiefen Kursen kauft er mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Das nennt man den Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosten-Effekt).</p>
<p>Ein Beispiel: Ein Anleger investiert ein Jahr lang jeden Monat 1’000 Franken in einen Fonds. Der Kurs eines Fondsanteils liegt zu Beginn und am Ende des Jahres genau gleich hoch, nämlich bei 150 Franken. In der Zwischenzeit schwankt er allerdings stark: Nach einem Monat beträgt er 200 Franken, nach zwei Monaten 100 Franken, nach drei wieder 200 Franken und so weiter.</p>
<p>Der Investor, der sich den Cost-Average-Effekt zunutze macht, kauft also sechsmal fünf Anteile à 200 Franken und sechsmal zehn Anteile à 100 Franken. Das sind insgesamt 90 Anteile. Nach einem Jahr hat das Depot bei einem Fondskurs von wieder 150 Franken einen Wert von 13’500 Franken. Die Rendite beträgt 12,5 Prozent. Wer sämtliche Titel gleichzeitig gekauft hat, hat nach einem Jahr keine Rendite erzielt.</p>
<h4>Beispiel eines Cost-Average-Effekts</h4>
<p>Dank dem Cost-Average-Effekt ist es sogar möglich, eine attraktive Rendite zu erzielen, wenn der Kurs einer Anlage am Tag des Verkaufs tiefer ist als zu Beginn der Investitionen. Die Tabelle verdeutlicht diesen Effekt anhand des Kursverlaufs einer Anlage im Schweizer Aktienmarkt von März 2002 bis Januar 2004. Das Marktumfeld war damals über längere Zeit von grosser Unsicherheit geprägt. Ein klarer Trend, in welche Richtung sich die Kurse weiter bewegen, liess sich nicht erkennen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Grafik-TA-Blog-230413-cost_average_effekt.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1597" title="cost average effekt" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Grafik-TA-Blog-230413-cost_average_effekt-1024x675.jpg" alt="" width="819" height="540" /></a></p>
<p>Investiert wurde in einen ETF auf den Swiss Market Index (Credit Suisse ETF on SMI). Der Kurs dieses ETF lag im Januar 2004 bei 56.96 Fr. gegenüber 66.80 Fr. im März 2002, also 14,73 Prozent tiefer (siehe Spalte «Kaufpreis je Anteil»). Trotzdem wurde dank Cost-Average-Effekt ein Gewinn von 11,37 Prozent erzielt (siehe Spalte «Aktueller Wert der Anlagen»). Anleger, die das unsichere Umfeld durch einen geschickten Anlageprozess genutzt haben, konnten in dieser Phase optimale durchschnittliche Einstiegspreise erzielen.</p>
<p>Der Cost-Average-Effekt ist auf alle Anlageklassen anwendbar. Als Anlage besonders geeignet sind ETF. Sie verteilen die Anlagerisiken wie herkömmliche Fonds auf mehrere Titel, sind aber deutlich günstiger als klassische Fonds. Ihre Verwaltungsgebühren von lediglich 0,1 bis 0,4 Prozent belasten die Rendite nicht merklich. Bei herkömmlichen Fonds mit aktivem Management schmälern die Gebühren von ein bis zwei Prozent die Rendite beträchtlich. Eine Umsetzung mit aktiv gemanagten Fonds ist nur empfehlenswert, wenn sich die Fondsauswahl auf einen aufwendigen, professionellen Selektionsprozess stützt.</p>
<p>Wichtig ist auch ein günstiger Umsetzungspartner: Wer in mehreren Tranchen investiert, tätigt deutlich mehr Wertpapierkäufe als ein Investor, der seine gesamte Investitionssumme gleichzeitig anlegt. Je nach Anbieter ist damit auch ein Mehrfaches an Transaktionskosten zu zahlen, die den Cost-Average-Effekt in der Regel wieder zunichte machen.</p>
<p>Fazit: Wer davon ausgeht, dass die Aktienkurse in den nächsten Monaten grösseren Schwankungen und damit einem steten Auf und Ab unterliegen, hat mit einer Investition nach dem Cost-Average-Effekt gute Chancen auf attraktive Einstandspreise.</p>
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		<title>Luise, 51, selbständig: Beispiel für eine späte Pensionsvorsorge</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 11:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enza Cipolla</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Einfrauunternehmerin Luise A. (51) ist geschieden und als Psychiatriespitex für Kinder tätig. Sohn Reto und Tochter Sarah sind beide schon dem Nest entflogen. Nun gilt es, Luises Pensionsvorsorge genauer unter die Lupe zu nehmen. Als beide Kinder ihr eigenes Leben zu führen begannen, hat Luise ihrem eigenen eine neue Ausrichtung geben wollen und sich vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Einfrauunternehmerin Luise A. (51) ist geschieden und als Psychiatriespitex für Kinder tätig. Sohn Reto und Tochter Sarah sind beide schon dem Nest entflogen. Nun gilt es, Luises Pensionsvorsorge genauer unter die Lupe zu nehmen.</strong></p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000012028490Small.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1579" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000012028490Small-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Als beide Kinder ihr eigenes Leben zu führen begannen, hat Luise ihrem eigenen eine neue Ausrichtung geben wollen und sich vor einigen Jahren mit einer Psychiatriespitex selbständig gemacht (Arbeitspensum ca. 85%).</p>
<p>Während ihrer Ehe löste sie ihre Pensionskassengelder aus, um das gemeinsame Haus zu kaufen. Das Haus behielt der Ex-Mann. Dafür bekam Luise eine Zahlung von CHF 180.000. <span id="more-1576"></span>Die Ansprüche aus PK und AHV wurden geteilt. Als sich Luise vor acht Jahren selbständig gemacht hatte, schloss sie bei einer Bank eine 3. Säule ab und hat nun jedes Jahr CHF 6.000 einbezahlt.</p>
<p>Luise  wünscht sich mit 64 Jahren (Pensionsalter) eine Rente von ca. CHF 4.600. Ihre AHV-Rente beträgt (voraussichtlich nach heutigem Stand) etwa CHF 1.650 pro Monat. Aus der Pensionskasse hat sie (Stand heute) keine Ansprüche. Somit fehlen für ihre Wunschrente noch etwa CHF 2.950 monatlich. Da die Lebenserwartung einer Frau heute bei durchschnittlich 84 Jahren liegt, heisst das: Um sicherzustellen, dass sie auf die gewünschte Rente kommt, bräuchte Luise ein Kapital von gut CHF 700.000.</p>
<p>Heutiger Stand der Dinge:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Bild-11.png"><img class="aligncenter  wp-image-1585" title="Rechenbeispiel" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Bild-11.png" alt="" width="546" height="350" /></a></p>
<p>Als selbständig Erwerbende darf Luise 20% ihres Erwerbseinkommens in die gebundene Vorsorge (Säule 3a) einzahlen. Sie sollte als selbständig Erwerbende daran denken, dass sie nun  beide Beitragsteile einsetzen (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) und somit letztlich ihr Bruttoeinkommen höher budgetieren müsste, um dasselbe Resultat wie eine Angestellte mit BVG zu erreichen.</p>
<h4><strong>Nur noch wenige Jahre bis zum Pensionsantritt</strong><strong></strong></h4>
<p>Bis zum Pensionsalter sind es noch 13 Jahre. Wenn der Fehlbetrag auf diesen Zeitraum verteilt wird, dann wären dies pro Jahr etwa CHF 16.000 oder monatlich CHF 1.300, die sie noch sparen müsste. Allerdings: Das ist viel Geld in dieser relativ kurzen Zeit. Luise müsste monatlich ein Einkommen von mindestens CHF 7.000 erzielen, dieses liegt jedoch bei ca. CHF 5.500 pro Monat (Arbeitspensum ca. 85%). Zu prüfen wäre wohl auch die Erhöhung des Pensums auf 100%. Auch in diesem Falle wären für sie der zusätzliche Tausender im Monat kaum oder nur unter sehr vielen Einschränkungen zu schaffen.</p>
<p>Wenn wir nun trotzdem davon ausgehen, dass sie einen Betrag von rund CHF 1.000 monatlich sparen kann, würde sie durch eine Versicherungslösung mit einer garantierten Erlebensfallsumme von etwa CHF 150.000 rechnen beziehungsweise zzgl. Überschüssen (nicht garantiert) von etwa CHF 34.000 erzielen können. In dieser Lösung wäre die Prämienbefreiung nach 90 Tagen mitversichert. So hätte Luise die bestmögliche Sicherheit, ihr Sparziel zu erreichen.</p>
<p>Dieses Beispiel zeigt unseres Erachtens sehr gut:<strong> wer sich nicht frühzeitig um seine Altersvorsorge kümmert, für den wird es schwierig, mit der Rente seinen gewohnten Lebensstandard zu sichern.</strong></p>
<p>Vor allem selbständig Erwerbende sollten darauf bedacht sein, ihre Altersvorsorge nicht zu vergessen, denn sie sind für ihre Altersvorsorge mehrheitlich alleine verantwortlich.</p>
<p>Viele Einzelunternehmen budgetieren ohne die Vorsorge. Weniger Einkommen bedeutet zwar weniger Steuern, jedoch auch weniger AHV-Beiträge. Demzufolge auch weniger Rente im Alter. <strong>Ob das Alterssparen bei der Bank oder bei der Versicherung stattfindet, ist unwichtig. Schlussendlich steht einfach im Vordergrund, dass im Hinblick auf die Pension Kapital angespart wird.</strong><strong></strong></p>
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		<title>Wie Compliance richtig zu verstehen ist</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 07:31:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Roth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer heute noch meint, das Compliance Office sei „schuld“ an entgangenen Geschäften, der hat es nicht begriffen. Der verkennt, dass Compliance einen selbstverständlichen Teil der Wertschöpfungskette bildet. Ich habe kürzlich gestaunt. In einem Radiogespräch (Anlass bildete die zum Teil undifferenzierte Empörungskommunikation in Sachen Trusts) war auch die Rede von den in Unternehmen ungeliebten Compliance Officers, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer heute noch meint, das Compliance Office sei „schuld“ an entgangenen Geschäften, der hat es nicht begriffen. Der verkennt, dass Compliance einen selbstverständlichen Teil der Wertschöpfungskette bildet.</strong></p>
<p><img class="alignleft" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000004176176Small-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" />Ich habe kürzlich gestaunt. In einem Radiogespräch (Anlass bildete die zum Teil undifferenzierte Empörungskommunikation in Sachen Trusts) war auch die Rede von den in Unternehmen ungeliebten Compliance Officers, die Geschäfte verhindern würden und darüber hinaus nur Kosten verursachen. Das Klischee wurde mehr oder weniger bestätigt.</p>
<p>„Compliance“ ist im heutigen Wirtschaftsleben ein Sammelbegriff für Strategien und Systeme zur Verhinderung von Normverstössen. Der Compliance Officer ist nicht verantwortlich dafür, dass sich ein Unternehmen korrekt verhält. Vielmehr ist er mit seiner Funktion diesbezüglich eine Art Rückenstütze der Unternehmensführung. <span id="more-1562"></span>Er ist insbesondere Wissensvermittler, Berater und Mahner. Wer noch heute meint, das Compliance Office sei „schuld“ an entgangenen Geschäften, der hat es noch immer nicht begriffen. Der sieht in einer etwas archaisch anmutenden Perspektive nur, was er sehen will, und verkennt, dass Compliance einen selbstverständlichen Teil der Wertschöpfungskette bildet.</p>
<h4 align="JUSTIFY">Welches Gesetz sagt, dass Gesetze einzuhalten sind?</h4>
<p>Nicht nur Banken, auch andere Bereiche der Wirtschaft haben Mühe, sich auf diese Gedanken einzulassen. So hat kürzlich ein Rechtsanwalt, der in einem Kartellverfahren Parteivertreter war – es ging um ein Submissionskartell in der Baubranche –, sich dahingehend geäussert, dass es einem Unternehmen nicht zur Last gelegt werden dürfe, wenn es keine genügenden Compliance-Massnahmen getroffen habe, „denn zum einen besteht nach schweizerischem Recht keine Pflicht zur Einführung eines Compliance-Programms, und zum andern sind solche Programme erheblich zeit-, arbeits- und kostenintensiv und stellen somit für viele kleinere und grössere Unternehmen ein erhebliches Problem dar“. Seit wann braucht es ein Gesetz, welches sagt, dass Gesetze einzuhalten sind?</p>
<p>Das Einhalten von Regeln (auch des Auslandes, wenn man dort Geschäfte tätigt oder Ferien macht) ist eine Selbstverständlichkeit – auch beim Steineauflesen an antiken Stätten. Und wer Compliance richtig versteht als Teil der Wertschöpfungskette, der erkennt unschwer, dass den Kosten positive Effekte gegenüberstehen, nämlich eine Reduktion der Rechtsrisiken, der Reputationsrisiken und der strategischen Risiken. Auch die politischen Risiken, nämlich diejenigen von weiteren Regulierungen, werden durch korrektes Verhalten verhindert.</p>
<p>Aber schon der Bankier Hans J. Bär hat bedauernd feststellen müssen: „Man kann sich auch nur wundern, dass ausgerechnet diejenigen, die in Weissbüchern und bei anderen öffentlichen Gelegenheiten weniger Staat fordern (wofür einiges spricht), durch ihr Dulden und Handeln Situationen herbeiführen, die unweigerlich zu neuen gesetzlichen Bestimmungen und damit zu mehr Staat führen. Man weiss doch, dass am Ende solcher Exzesse infolge fehlender Selbstregulierung neue staatliche Bestimmungen stehen.“</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Immobilienfonds: Frisst das Agio die ganze Rendite?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 08:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christof Strässle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweizer Immobilienfonds gelten landläufig als sichere Anlagen und zählten in den letzten Jahren zu den klaren Gewinnern. Nun drohen eine abflachende Preisentwicklung im Immobilienmarkt und mittelfristig anstehende Zinserhöhungen die Renditen zu verwässern.  Aufgrund der rekordtiefen Zinsen stehen Immobilien bei Privatanlegern als Renditeanlagen hoch im Kurs. An der Börse kotierte Immobilienfonds bieten aufgrund ihrer täglichen Handelbarkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><strong>Schweizer Immobilienfonds gelten landläufig als sichere Anlagen und zählten in den letzten Jahren zu den klaren Gewinnern. Nun drohen eine abflachende Preisentwicklung im Immobilienmarkt und mittelfristig anstehende Zinserhöhungen die Renditen zu verwässern. </strong></p>
<p><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000018435449Small.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1551" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000018435449Small-300x253.jpg" alt="" width="300" height="253" /></a>Aufgrund der rekordtiefen Zinsen stehen Immobilien bei Privatanlegern als Renditeanlagen hoch im Kurs. An der Börse kotierte Immobilienfonds bieten aufgrund ihrer täglichen Handelbarkeit und geringen Kapitalanforderungen auch Kleinanlegern die Möglichkeit, an der Entwicklung des Immobilienmarktes zu partizipieren.<span id="more-1549"></span></p>
<p>Die tägliche Handelbarkeit hat jedoch ihre Tücken. So werden die in den Immobilienfonds gehaltenen Liegenschaften nicht täglich neu bewertet. Investoren bezahlen für die Fondsanteile einen Marktkurs, welcher von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Der bezahlte Kurs kann daher je nach den Erwartungen der Investoren erheblich von der letzten Liegenschaftsbewertung (Nettoinventarwert) abweichen. Eine solche Kursdifferenz wird in der Fachsprache als Agio bezeichnet und verkörpert in der Theorie die aufgelaufenen Erträge, Veräusserungsgewinne und Wertsteigerungen zwischen der letzten Bewertung und dem Datum des Fondserwerbs.</p>
<p><strong>Agios: Wichtige Renditekomponente</strong></p>
<p>Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass die Theorie der aufgelaufenen Erträge und Gewinne nur die halbe Wahrheit ist. Preisentwicklungen können selten genau geschätzt werden, und Agios haben sich zu einer substanziellen Renditekomponente entwickelt. Vielen Investoren ist nicht bewusst, dass rund die Hälfte der Wertsteigerung von Schweizer Immobilienfonds (SXI Real Estate Fund Index TR) in den Jahren 2008 bis 2012 dem Anstieg der Agios zugerechnet werden kann. Diese stiegen in diesem Zeitraum von unter 5% auf über 25%. Seit ihrem Höchst im Sommer 2012 sind die Agios bereits wieder deutlich zurückgekommen, mit Auswirkungen auf die Fondsrenditen.</p>
<p>Stieg ein Investor auf dem Höchststand Ende Juli 2012 in Immobilienfonds ein, verlor dieser aufgrund des Agiorückgangs bis Ende Jahr rund 5%. Dieser Rückgang hat nicht nur die gesamte Ausschüttungsrendite (ca. 3%) und effektive Wertsteigerung (ca. 0.5%) gefressen, sondern dem Investor einen Kapitalverlust von netto 1.5% beschert. Ende März 2013 betrug dieser Verlust gar 4.5% (siehe Grafik). Bei einigen Immobilienfonds kumuliert sich der Kurseinbruch in der Zwischenzeit auf bis zu 10%.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Performancevergleich_SPI_SXI.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1553" title="Performancevergleich_SPI_SXI" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Performancevergleich_SPI_SXI-1024x422.jpg" alt="" width="655" height="270" /></a></p>
<p>Wie die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre zeigt, sind 5% Schwankungen der Agios nichts Aussergewöhnliches. Insbesondere die Jahre 1994, 2001 und 2007 führen deutlich vor Augen, dass Rückschläge von bis zu 35% möglich sind (siehe Grafik). Und diese Einbrüche sagen noch nichts aus über die Veränderungen der Nettoinventarwerte der Fonds. Dies verdeutlicht, dass alleine durch veränderte Markterwartungen und Opportunitäten der Wert eines Immobilienfonds massiv schwanken kann.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Agio_Immobilienfonds.jpg"><img class="aligncenter  wp-image-1554" title="Agio_Immobilienfonds" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/Agio_Immobilienfonds-1024x454.jpg" alt="" width="655" height="290" /></a></p>
<p>Betrachtet man die Ursachen für extreme Agio-Korrekturen, kann neben fundamentalen Faktoren primär die Zinsentwicklung angeführt werden. Agios weisen eine hohe Sensitivität gegenüber Zinserhöhungen auf. Ein Anstieg des Zinsniveaus führt daher tendenziell zu einer Korrektur der Agios. Beim heutigen Zinsniveau, welches schon ganz unten angelangt ist, sind auch die zukünftigen Entwicklungen prognostizierbar: Zinsen rauf –&gt; Agios runter – und dies nicht zum Vorteil der Investoren.</p>
<p>Ohne die positiven Renditebeiträge aus steigenden Agios werden Immobilienfonds die in den letzten Jahren erzielte Durchschnittsrendite von über 7% wohl nicht mehr erreichen. Bei gleich bleibender Zinssituation und einer abflachenden Preisentwicklung im Immobilienmarkt dürfte sich die Gesamtperformance künftig nur marginal über der Ausschüttungsrendite bewegen. Bei steigendem Zinsniveau kann die ganze Rendite schnell weg sein und längere Phasen von Kursverlusten nach sich ziehen. Investoren, welche allfällige Kursrückschläge nicht aussitzen können, sollten sich angesichts zunehmender Risiken rechtzeitig aus Immobilienfonds verabschieden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Erwachsenenschutzrecht: Von Banken und Vermögensverwaltern unterschätzt</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 07:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Monika Roth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer stellt in der Bank die Urteilsunfähigkeit fest und wie? Angesichts der demographischen Entwicklung und der Tatsache, dass Demenz eine bei älteren Personen häufig gestellte Diagnose ist, bildet das Thema eine komplexe Herausforderung für Banken und Vermögensverwalter. Über den Finanzplatz Schweiz prasseln Regulierungen herab, und künftige Regulierungsvorhaben lassen die Frage aufkommen, wie sinnvoll diese Pläne sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer stellt in der Bank die Urteilsunfähigkeit fest und wie? Angesichts der demographischen Entwicklung und der Tatsache, dass Demenz eine bei älteren Personen häufig gestellte Diagnose ist, bildet das Thema eine komplexe Herausforderung für Banken und Vermögensverwalter.</strong></p>
<p><img class="alignleft" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000008248330Small-300x245.jpg" alt="" width="300" height="245" />Über den Finanzplatz Schweiz prasseln Regulierungen herab, und künftige Regulierungsvorhaben lassen die Frage aufkommen, wie sinnvoll diese Pläne sind und wie sie von den Unternehmen betriebswirtschaftlich zu verkraften sein sollen. <span id="more-1528"></span></p>
<p>Vor lauter Weissgeldstrategie und FIDLEG-Ideen, die teilweise so unsympathisch sind wie der Name des geplanten Gesetzes, ist in der Debatte weitestgehend untergegangen, dass Auftragnehmer – also auch Banken – neue, im OR bereits verankerte Meldepflichten haben.<br />
Erstmals seit 102 Jahren ist nämlich das Auftragsrecht ergänzt worden mit einem Artikel 397a OR. Dieser besagt: „Wird der Auftraggeber voraussichtlich dauernd urteilsunfähig, so muss der Beauftragte die Erwachsenenschutzbehörde am Wohnsitz des Auftraggebers benachrichtigen, wenn eine solche Meldung zur Interessenwahrung angezeigt erscheint.“</p>
<!-- Start Shortcoder content -->
<div style="width: 40%; float: left">
<span style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-weight: bold; color: #333333; margin-right: 15px;">Aktuell im eny Lab:</span>
<div style="border-top: 1px solid #CCCCCC; padding-top: 10px; padding-bottom: 0px; margin-right: 15px;">
<div style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:11px;">
<script id="feed-1366036530610735" type="text/javascript" src="http://rss.bloople.net/?url=http://www.enylab.ch/de/rss-all&detail=-1&limit=4&showtitle=false&type=js&id=1366036530610735"></script>
</div>
</div>
</div>
<!-- End Shortcoder content -->
<p>Damit wurde eine Vorschrift ins Gesetz aufgenommen, die eine bedeutsame Verpflichtung des Auftragsnehmers statuiert mit dem Ziel, Hilfsbedürftige zu schützen. Von dieser Verpflichtung sind zum Beispiel alle kundenbezogenen Bankgeschäfte erfasst wie Vermögensverwaltung, Anlageberatung, aber auch allgemein Schaltergeschäfte. Wer stellt in der Bank die Urteilsunfähigkeit fest und wie?</p>
<h4>Bald werden Frauen durchschnittlich 106 Jahre alt</h4>
<p>Angesichts der demographischen Entwicklung und der Tatsache, dass Demenz eine bei älteren Personen häufig gestellte Diagnose ist, bildet das Thema eine komplexe Herausforderung für Banken und Vermögensverwalter. Denn aufgrund der demographischen Daten des letzten Jahrhunderts hat das schweizerische Gesundheitsobservatorium die mittlere Lebenserwartung der Schweizer für 2060 berechnet: 106 Jahre für Frauen und 94 Jahre für Männer.</p>
<p>Die Anzahl der Neunzigjährigen in der Schweiz hat sich von 1945 bis 2000 verzwanzigfacht. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der Hundertjährigen von 1950 bis 2000 um das 66-fache erhöht. Es kommt dazu: Während betagte Personen zunehmend über ein gutes Einkommen und erhebliche Vermögenswerte verfügen, nehmen familiäre Bindungen eher ab. Viele ältere Menschen sind alleinstehend oder leben alleine.</p>
<h4>Den &#8220;Enkelbetrügern&#8221; das Handwerk legen</h4>
<p>Viele Konstellationen sind von der Meldepflicht nicht umfasst; man denke etwa an die erhöhte Beeinflussbarkeit und Manipulierbarkeit von alten Menschen – die &#8220;Enkelbetrüger&#8221; bilden dazu ein abstossendes Beispiel. Bei diesen Fällen heben betagte Menschen oft grosse Summen vom Konto ab – und Banken haben das Problem, dass sie dem Bankgeheimnis unterliegen.</p>
<p>Es besteht auch ein Melderecht, welches unter der Schwelle der Urteilsunfähigkeit zum Zuge kommt. Dieses ist in Art. 453 ZGB verankert und will der ernsthaften Gefahr Rechnung tragen, „dass eine hilfsbedürftige Person sich selbst gefährdet“.</p>
<p>Einen wertvollen Leitfaden für die Praxis, insbesondere in Bezug auf das Erkennen von Demenzerkrankungen, ist die Broschüre „Demenzkranke Menschen als Kunden“, welche von der Schweizerischen Alzheimervereinigung verfasst wurde. Entscheidend ist, die Anzeichen einer beginnenden Demenz zu bemerken, welche zum Beispiel sind:</p>
<ul>
<li>Eine sonst gut organisierte Person bezahlt ihre Rechnungen nicht mehr fristgerecht.</li>
<li>Sie erscheint mehrmals am Tag in der Bank, um Geld abzuheben.</li>
<li>Sie hebt für sie ungewöhnliche Geldbeträge ab.</li>
<li>Sie hat Schwierigkeiten, sich auszudrücken, Formulare auszufüllen oder zu unterschreiben.</li>
<li>Sie wiederholt ständig die gleichen Sätze.</li>
<li>Sie vernachlässigt ihr Äusseres und ist für die Jahreszeit unpassend gekleidet.</li>
</ul>
<p>Ob Melderecht oder Meldepflicht: Mitarbeitende müssen geschult werden. Und es ist wichtig, einen Blick über die engeren Grenzen des eigentlichen Geschäfts zu werfen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sehnsucht der Investorengemeinschaft nach einfachen Regeln</title>
		<link>http://blog.bazonline.ch/publiblog/index.php/1488/investorengemeinschaft-sehnt-sich-nach-einfachen-regeln/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 09:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maurice Pedergnana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den simpelsten Tipps für Investitionsentscheidungen zählt die Verhaltensregel „Sell in May and go away“. Aber wir haben ja erst Anfang April, und so wollen wir uns einmal generell auf die wichtigsten saisonalen Effekte fokussieren. In der Investorengemeinschaft existiert eine Vielzahl von „Bauernregeln“, die eine erfolgreiche Kapitalanlage zu garantieren versprechen. Der Jahresbeginn stellt sozusagen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zu den simpelsten Tipps für Investitionsentscheidungen zählt die Verhaltensregel „Sell in May and go away“. Aber wir haben ja erst Anfang April, und so wollen wir uns einmal generell auf die wichtigsten saisonalen Effekte fokussieren.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1495" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/iStock_000002363167Small-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />In der Investorengemeinschaft existiert eine Vielzahl von „Bauernregeln“, die eine erfolgreiche Kapitalanlage zu garantieren versprechen. Der Jahresbeginn stellt sozusagen die Blütezeit dieser Regeln dar, nicht zuletzt deshalb, weil es gilt, die erwartete Performance einzuschätzen.<span id="more-1488"></span></p>
<p>Die Grundidee dieser Faustregeln besteht darin, anhand von finanziellen oder nicht-finanziellen Indikatoren einen Hinweis dafür zu erhalten, wohin sich die Finanzmärkte in der nahen Zukunft (sprich im laufenden Jahr) bewegen werden. Eine bekannte nicht-finanzielle Regel ist beispielsweise der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Super_Bowl_indicator" target="_blank">„Super Bowl“-Indikator </a>: Der Super Bowl wird zwischen dem Gewinner der American Football Conference (AFC) und dem Gewinner der National Football Conference (NFC) am ersten Sonntag im Februar ausgetragen.</p>
<!-- Start Shortcoder content -->
<div style="width: 40%; float: left">
<span style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-weight: bold; color: #333333; margin-right: 15px;">Aktuell im eny Lab:</span>
<div style="border-top: 1px solid #CCCCCC; padding-top: 10px; padding-bottom: 0px; margin-right: 15px;">
<div style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:11px;">
<script id="feed-1366036530610735" type="text/javascript" src="http://rss.bloople.net/?url=http://www.enylab.ch/de/rss-all&detail=-1&limit=4&showtitle=false&type=js&id=1366036530610735"></script>
</div>
</div>
</div>
<!-- End Shortcoder content -->
<p>Die Super Bowl-Regel besagt, dass der Aktienmarkt sich im laufenden Jahr positiv entwickeln wird, falls das Team der NFC gewinnt, und dass mit einer negativen Aktienmarktentwicklung gerechnet werden muss, falls das Team der AFC gewinnt. Die Statistik zeigt, dass nach dem Sieg der Baltimore Ravens der S&amp;P 500 Index im Jahr 2013 um rund 2.35% an Wert verlieren dürfte.</p>
<h4><strong>Bauernregel für alle Investoren: Die “Januar-Regel”</strong></h4>
<p>Eine der ebenfalls bekanntesten Regeln, die zu Jahresbeginn immer wieder in den Medien diskutiert wird, ist die sogenannte <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/January_effect" target="_blank">„Januar-Regel“</a> . Sie besagt vereinfacht, dass die Performance im Januar ausschlaggebend für die gesamte Jahresperformance auf dem Kapitalmarkt ist: „As goes January, so goes the year“.</p>
<div style="text-align: -webkit-auto;" align="center"><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/130319-Saisonale-Effekte-2_img.jpg"><img class="wp-image-1504 aligncenter" title="Saisonale Effekte" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/130319-Saisonale-Effekte-2_img-1024x346.jpg" alt="" width="516" height="174" /></a></div>
<p>In 58% der untersuchten Perioden folgte auf eine positive Januar-Rendite eine positive Jahresperformance, oder einer negativen Rendite im Januar eine negative Gesamtjahresrendite. Für den CAC 40 ist im untersuchten Zeitraum sogar eine Übereinstimmung von 74% auszumachen.</p>
<h4><strong>Höchste Tagesrenditen im April und im 4. Quartal</strong></h4>
<p>Eine Analyse der täglichen (stetigen) Renditen des SMI zeigt zudem, dass im untersuchten Zeitraum die Monate April, Oktober, November und Dezember die höchsten durchschnittlichen Tagesrenditen aufweisen.</p>
<p>Auch in diesem Jahr wird sich der Investor folglich die Frage stellen müssen, ob er seine Aktiengewinne nicht bald wenigstens teilweise realisieren will. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sell_in_May_and_go_away " target="_blank">„Sell in May and go away&#8230;“</a> lautet die entsprechende Faustregel. Empirisch betrachtet sollte aber noch zwei Monate zugewartet werden, also erst Ende Juli verkauft werden. Deshalb wird die Regel noch ergänzt mit <em>„&#8230;but remember to come back in September“</em>, um für das letzte Quartal vorbereitet zu sein.</p>
<h4><strong>Wie soll ein professioneller Investor mit diesen saisonalen Effekten umgehen?</strong></h4>
<p>Weshalb soll jemand nicht nach einer der oben genannten Regeln investieren? Die Statistiken sehen doch überzeugend aus, oder etwa nicht?</p>
<p>Es gibt mehrere Probleme mit Entscheidungsregeln dieser Art. Die grösste damit verbundene Gefahr sei kurz herausgegriffen: man sollte grundsätzlich sehr vorsichtig sein bezüglich Entscheidungsregeln, die auf rein statistisch nachgewiesenen Zusammenhängen beruhen, denen aber jegliche ökonomische Logik abgeht: <em>Korrelation ist nicht mit Kausalität zu verwechseln!</em></p>
<p>Es gibt keinen denkbaren Grund, weshalb der Gewinner des Super Bowl die Aktienmarktentwicklung vorhersagen können sollte. Hüten Sie sich vor vorschnellen Fehlinterpretationen pseudowissenschaftlicher „Beweise“. Genauere statistische Untersuchungen zeigen beispielsweise auch, dass der Januar-Regel keine statistisch signifikante Prognosefähigkeit zugeschrieben werden kann.</p>
<p>Aber zur Unterhaltung an einer Cocktail Party eignen sich solche Regeln alleweil.</p>
<p><span style="color: #888888;">Zwei Dokumente zur Nachlese:</span><br />
<span style="color: #888888;">- Maurice Pedergnana, Roger Rissi, <a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/130316-Seasonal-Effects.pdf">Investors Crave Simple Rules</a><a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/130316-Seasonal-Effects.pdf"><span style="color: #888888;"><br />
</span></a>- Maurice Pedergnana, Roger Rissi, <a href="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/04/130326-Bauernregeln-für-Börsianer.pdf"><span style="color: #888888;">Bauernregeln für Börsianer</span></a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie das EFD unser Geld kriminalisiert</title>
		<link>http://blog.bazonline.ch/publiblog/index.php/1473/wie-das-efd-unser-geld-kriminalisiert/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 09:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Geiger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Volkswirtschaftslehre wird Geld definiert als Zahlungsmittel, das im Rahmen des nationalen Zahlungsverkehrs generell zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen sowie zur Abdeckung anderer Verpflichtungen akzeptiert wird. Was aber, wenn das Eidgenössische Finanzdepartement EFD die Verwendung des einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels als ungesetzlich erklärt? Vor gut hundert Jahren hat in der Schweiz mit Gründung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><strong>In der Volkswirtschaftslehre wird Geld definiert als Zahlungsmittel, das im Rahmen des nationalen Zahlungsverkehrs generell zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen sowie zur Abdeckung anderer Verpflichtungen akzeptiert wird. Was aber, wenn das Eidgenössische Finanzdepartement EFD die Verwendung des einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels als ungesetzlich erklärt?</strong></p>
<p align="LEFT"><span style="font-family: 'Times New Roman', serif; color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignleft size-medium wp-image-1478" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/03/HiRes1-261x300.jpg" alt="" width="261" height="300" /></span></span>Vor gut hundert Jahren hat in der Schweiz mit Gründung der Schweizerischen Nationalbank der Staat das Monopol über das Geld als Zahlungsmittel übernommen. Seit der Jahrtausendwende ist dieses Monopol im Bundesgesetz über die Währung und die Zahlungsmittel vom 22. Dezember 1999 geregelt. <span style="font-family: 'Times New Roman', serif; color: #000000;"><span style="font-size: medium;"><span id="more-1473"></span></span></span>Dort steht:</p>
<p align="LEFT">“Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:</p>
<ol>
<li>die vom Bund ausgegebenen Münzen;</li>
<li>die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;</li>
<li>auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.”</li>
</ol>
<p align="LEFT"><!-- Start Shortcoder content -->
<div style="width: 40%; float: left">
<span style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-weight: bold; color: #333333; margin-right: 15px;">Aktuell im eny Lab:</span>
<div style="border-top: 1px solid #CCCCCC; padding-top: 10px; padding-bottom: 0px; margin-right: 15px;">
<div style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:11px;">
<script id="feed-1366036530610735" type="text/javascript" src="http://rss.bloople.net/?url=http://www.enylab.ch/de/rss-all&detail=-1&limit=4&showtitle=false&type=js&id=1366036530610735"></script>
</div>
</div>
</div>
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<p align="LEFT">Nur für diese drei genannten Zahlungsmittel besteht eine gesetzliche Annahmepflicht. Natürlich kann man auch mit Hilfe von Banküberweisungen bezahlen, und die meisten Leute tun das bei grösseren Beträgen auch. Dabei können aber für den Zahlungspflichtigen und den Zahlungsempfänger mannigfaltige Kredit- und Liquiditätsrisiken entstehen, beispielsweise im Falle des Konkurses einer in die Zahlung involvierten Bank oder bei staatlichen Eingriffen. Bis vor kurzem schienen solche Überlegungen eher theoretischer Natur. Seit die amerikanischen Behörden willkürlich Dollarüberweisungen blockieren und spätestens „seit Zypern“ sind solche Risiken sehr real.</p>
<h4 align="LEFT">Schweizer Banknoten müssen angenommen werden</h4>
<p align="LEFT">Die Annahmepflichten für die gesetzlichen Zahlungsmittel sind in Artikel 3 des Gesetzes geregelt. Dort steht unter anderem: „Schweizerische Banknoten müssen von jeder Person unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“</p>
<p align="LEFT">Nun schlägt das Eidgenössische Finanzdepartement EFD in einem „Bundesgesetz zur Umsetzung der 2012 revidierten Empfehlungen der Groupe d&#8217;action financière“ unter dem Titel „Zahlungen bei Kaufgeschäften“ verschiedene Regeln vor, welche der erwähnten unbeschränkten Annahmepflicht diametral widersprechen. Da steht etwa: „Beim Kauf eines Grundstücks […] ist die Zahlung des Teils des Kaufpreises, der 100&#8217;000 Franken übersteigt, über einen Finanzintermediär nach diesem Gesetz abzuwickeln.“ Oder: „Beim Kauf einer beweglichen Sache […] ist die Zahlung des Teils des Kaufpreises, der 100&#8217;000 Franken übersteigt, über einen Finanzintermediär nach diesem Gesetz abzuwickeln.“</p>
<p align="LEFT">Ein Verkäufer, den ein Käufer mit Bargeld im Betrag von über 100‘000 Franken bezahlen will, steht also vor der Wahl, entweder gegen das eine oder das andere Gesetz zu verstossen. Beide einhalten kann er nicht. Das führt zur Frage, wie verdreht das Denken im EFD sein muss, wenn die Verwendung des einzigen gesetzlichen Zahlungsmittels ungesetzlich erklärt wird.</p>
<h4 align="LEFT">Gegen Geldwäscherei und Terrorismus?</h4>
<p align="LEFT">Offensichtlich geht es dem EFD um eine höhere Sache, nämlich um die „Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung.“ Diese Formulierung wird von den Behörden immer dann verwendet, wenn es darum geht, die Privatsphäre der Bürger und Einwohner auszuspionieren. Mit Drogenhandel, organisiertem Verbrechen, Terrorismus und ähnlichen Scheusslichkeiten, welche durch die Geldwäschereigesetzgebung angeblich bekämpft werden sollen, hat das schon lange nichts mehr zu tun.</p>
<p align="LEFT">Im neuen Gesetz steht dazu: Der Finanzintermediär ist verpflichtet, Art und Zweck des Kaufgeschäftes zu identifizieren. Falls der Bank eine Transaktion ungewöhnlich vorkommt, muss sie die Sache einer Überwachungsstelle melden. Die Bank wird damit definitiv zum Hilfspolizisten des Staates gegen seine eigenen Kunden. Kein Bürger oder Bewohner der Schweiz soll ein grösseres Finanzgeschäft tätigen können, ohne dass die Bank und damit letztlich der Staat dieses Geschäft nachvollziehen und überwachen kann. Nachdem neuerdings auch Steuerdelikte zu Vortaten der Geldwäscherei erklärt werden sollen, ist die Absicht hinter dem neu aufgelegten Kampf gegen das Bargeld nur allzu klar.</p>
<p align="LEFT">In Artikel 5 der Bundesverfassung steht: „Staatliches Handeln muss […] verhältnismässig sein.“ Und: „Staatliche Organe und Private handeln nach Treu und Glauben.“ Von diesen Grundsätzen sind die vorgeschlagenen Regeln zur Bargeldverwendung meilenweit entfernt. Es geht um mehr als um Zahlungsverkehr, es geht um Vertrauen.</p>
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		<title>Antizyklisch anlegen oder dem Trend folgen?</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 14:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Weber</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publiblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Trendfolge-Modelle sind für Anleger eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen antizyklischen Anlagephilosophien. Hinter dem Modell der relativen Stärke steht eine einfache Annahme: Anlagen, die in der Vergangenheit eine gute Rendite erzielt haben, werden das auch in Zukunft tun. Die meisten aktiven Anleger konzentrieren sich auf die Suche nach unterbewerteten Titeln. Die Investition zu einem tiefen Kurs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Trendfolge-Modelle sind für Anleger eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen antizyklischen Anlagephilosophien. Hinter dem Modell der relativen Stärke steht eine einfache Annahme: Anlagen, die in der Vergangenheit eine gute Rendite erzielt haben, werden das auch in Zukunft tun.</strong></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1465" title="Foto: iStockphoto" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/03/iStock_000005067253Small-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" />Die meisten aktiven Anleger konzentrieren sich auf die Suche nach unterbewerteten Titeln. Die Investition zu einem tiefen Kurs und der spätere Verkauf zu einem hohen Kurs ist eine sinnvolle und einleuchtende Handelsstrategie. Dieses antizyklische Verhalten ist aber in der Praxis nicht einfach umzusetzen. Die Antwort auf die Frage, ob eine Aktie hoch oder tief bewertet ist, setzt aufwändige Analysen voraus. Und selbst wenn die Analyse richtig ist, können Jahre vergehen, bis der Markt die Über- oder Unterbewertung mit fallenden oder steigenden Kursen korrigiert.<span id="more-1462"></span></p>
<h4><strong>Den Schwung der Gewinner ausnutzen</strong></h4>
<p>Das Modell der relativen Stärke geht einen anderen Weg. Anleger, die sich daran orientieren, gehen nicht antizyklisch vor, sondern folgen einem laufenden Trend. Sie kaufen einen Titel, der sich in einem bereits etablierten Aufwärtstrend befindet. Sie gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt, weil die Faktoren, die den Kurs in der Vergangenheit positiv beeinflusst haben, dem Titel weiterhin Schwung verleihen (Trendkontinuität). Relative Stärke bedeutet also, dass eine Investition relativ zu anderen Investitionen eine bessere Voraussetzung (Stärke) hat. Diese Stärke wird oft auch als Momentum bezeichnet. Das ist ein einfaches Phänomen, das aber gut belegt ist: Es ist tatsächlich so, dass Aktien, die in der Vergangenheit eine gute Rendite erzielt haben, häufig auch in Zukunft überdurchschnittlich abschneiden.</p>
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<div style="width: 40%; float: left">
<span style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-weight: bold; color: #333333; margin-right: 15px;">Aktuell im eny Lab:</span>
<div style="border-top: 1px solid #CCCCCC; padding-top: 10px; padding-bottom: 0px; margin-right: 15px;">
<div style="font-family:Arial,sans-serif; font-size:11px;">
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<p>Bei dieser Anlagephilosophie erübrigt sich die Analyse, ob ein Titel über- bzw. unterbewertet ist. Hingegen muss die Güte des aktuellen Trends aus den historischen Daten gelesen werden. Ein einfaches Beispiel mit einem begrenzten Anlage-Universum illustriert das konkrete Vorgehen: Das Universum besteht aus sechs Anlageklassen, nämlich aus Immobilien Schweiz, Gold, Zinswerte Ausland, Zinswerte Schweiz, Aktien Welt und Aktien Schweiz. Alle diese Anlagen werden als Exchange Traded Funds (ETF) an der Schweizer Börse gehandelt.</p>
<p>Am Monatsende wird die relative Stärke der sechs Anlageklassen erhoben. In unserem Beispiel wird sie ermittelt, indem die Rendite des letzten Monats mit 30 Prozent gewichtet wird, die Rendite der letzten drei Monate mit 40 Prozent und die Volatilität (Schwankungsbreite) mit 30 Prozent. Die Rendite soll möglichst hoch sein, das Risiko und die Volatilität möglichst tief. Daraus ergibt sich eine Rangliste der sechs Anlageklassen. Am Anfang des folgenden Monates fliesst der gesamte Anlagebetrag in die Anlageklasse, die den ersten Rang belegt und somit die grösste relative Stärke aufweist. Das bedeutet, dass die Kursentwicklung in der Vergangenheit das einzige Beurteilungskriterium ist.</p>
<p>Ende Februar 2013 sieht diese Rangliste wie folgt aus:</p>
<ol>
<li>Aktien Schweiz</li>
<li>Aktien Welt</li>
<li>Zinswerte CHF</li>
<li>Zinswerte Ausland</li>
<li>Immobilien Schweiz</li>
<li>Gold</li>
</ol>
<p>Anleger, die diese Strategie anwenden, würden also im März 2013 den gesamten Anlagebetrag in Schweizer Aktien investieren. Der Erfolg eines Anlegers, der ausschliesslich diesem einfachen Modell gefolgt wäre, ist eindrücklich: Seit Anfang 2000 hat sein Portfolio seinen Wert mehr als verdoppelt (siehe Grafik).</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter  wp-image-1463" title="Investition nach relativer Stärke" src="http://blog.bazonline.ch/publiblog/wp-content/uploads/2013/03/TA-Blog-200313.png" alt="" width="682" height="460" /></p>
<h4><strong>Sinnvoll kombinieren mit anderen Ansätzen </strong></h4>
<p>Da der gesamte Betrag auf eine Anlageklasse konzentriert ist, ist das Modell natürlich auch mit hohen Risiken verbunden. Es ist deshalb nicht sinnvoll, alles nach dieser Strategie zu investieren. Das System der relativen Stärke eignet sich aber hervorragend, wenn man es kombiniert – mit anderen Trendfolge-Ansätzen oder mit klassischen antizyklischen Ansätzen.</p>
<p>Die Strategie der relativen Stärke wurde im Ansatz bereits 1967 von Robert A. Levy entwickelt (relativ strength as a criterion for investment selection, Journal of Finance, Volume 22-4, Dezember 1967). Private Anleger können sie aber erst heute sinnvoll anwenden. Einfache Instrumente wie ETF eignen sich perfekt für die Umsetzung solcher Konzepte, und mit einer günstigen Transaktionsplattform sind auch die Kosten kein K.O.-Kriterium mehr.</p>
<p>Fazit: Sowohl antizyklische als auch Trendfolge-Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Für welchen dieser beiden Anlagephilosophien sich ein Anleger entscheidet, hängt oft von seinen persönlichen Überzeugungen ab.</p>
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