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Kunst rüstet auf

Ewa Hess am Mittwoch den 16. November 2016

Die Wahl, diese Wahl, liebe Leserinnen und Leser von Private View, konnte die Kunstwelt nicht anders als mitten ins Gesicht treffen. Kaum hat im Kalender das Datumfensterchen auf den 9. November, also 11/9 gewechselt (als eine zufällige Gegenformel zu 9/11), machte sich auf den Social Media die Betroffenheit breit.

Der deutsche Fotokünstler Wolfgang Tillmans verbreitete das Bild der Freiheitsstatue in Tränen, Tania Bruguera verzierte die Karte der USA mit einem schwarzen Band. Es kamen viele weitere dazu – und alle diese Zeichen liefen auf die eiskalte Erwartung hinaus, welche den Fans der Fernsehserie «Game of Thrones» bekannt vorkommen wird: «Winter is coming.» Der Winter kommt, zieht euch warm an, der Kulturkrieg hat angefangen.

Kommt der Kultur-Winter? Bange Erwartungen begleiten die Überraschungswahl in den USA

Kommt der Kulturwinter? Bange Erwartungen begleiten die Überraschungswahl in den USA. Bild: Game of Thrones/Cantrous via youtube

Ob das wirklich so schlimm wie erwartet kommt, wird man noch sehen. Einfach wird es allerdings nicht, denn bestimmt gehört die Kunstgemeinschaft zu jener Schicht der Bevölkerung, die neuerdings als «Elite» bezeichnet wird, ein Wort, das einen despektierlichen Beiklang bekommen hat. Nach einer neuen Auslegung gehören die Milliardäre ja nicht zur Elite, sondern zum Volk. Das heisst, sofern sie nicht in ihrer Vermessenheit die Welt retten wollen. Sondern einen gesunde Egoismus an den Tag legen.

Nun, um gute Beziehungen zu den Milliardären wäre die Kunst eigentlich nicht verlegen. Diejenigen, die Gegenwartskunst sammeln, gehören allerdings meistens zu der weltrettenden Sorte. Denn obwohl die Kunstgemeinschaft ebenso heterogen ist wie jede andere Gruppe, sind ihr querbeet zwei Werte heilig: Empathie und Inklusion. Die Gegenwartskunst ist ja aus den extremen Sensibilitäten der verschiedenen europäischen und amerikanischen Avantgardebewegungen gewachsen. Das Mitgefühl für alles Menschliche ist ihr darum ein Grundwert. Sie zieht auch stets die Differenz der Ähnlichkeit vor, die Solidarität der Ausgrenzung.

Demgegenüber steht nun die Fremdenhassrhetorik Donald Trumps, sein sexistischer und autoritärer Habitus. Die hässliche Wahlkampagne hat viele geopolitische Fronten in den USA aufgerissen, die auch einen Ausblick auf die kommende Präsidentschaft erlauben. Es wird in Trumps Regierungszeit bestimmt um mexikanische Einwanderer gehen, um Islam als Religion, um aufmüpfige Minoritäten, um den protektionistischen Umgang mit der amerikanischen Wirtschaft.

 

Gee Vauchers weinende Freiheitsstatue wurde zum Symbol der Betroffenheit der Künstler auf den Social Media, Sara Levys Porträt «Bloody Trump» sorgte schon im vorfeld der Wahlen für eine Kontroverse (dreweatts, widewalls)

Gee Vauchers weinende Freiheitsstatue (von 2006) wurde zum Symbol der gegenwärtigen Betroffenheit der Künstler auf den Social Media, Sara Levys Porträt «Bloody Trump» sorgte schon im Vorfeld der Wahlen für eine Kontroverse (dreweatts, widewalls).

Zu Kultur hat sich der gewählte Präsident noch nicht geäussert. Aber Hand auf Herz, was hat die Kunst von diesem Paradigmenwechsel zu erwarten? Man erinnert sich noch gut an die Zeit, als New Yorks ehemaliger Bürgermeister Rudy Giuliani dem Brooklyn Museum befehlen wollte, Chris Ofilis Werk «The Holy Virgin Mary» aus einer Ausstellung zu entfernen, weil er den Gebrauch von Elefantenkot darin als «krank» empfand. Das Museum hat damals widerstanden, mit Giuliani als Justizminister (mit einer solchen Nominierung wird gerechnet) könnte ein solcher Streit bald anders enden.

Auch soll der neu gewählte Präsident vor den Künstlern seines Landes wenig Respekt hegen. Er soll sie für «elitistisch und pseudo» halten, wie der Journalist Richard Johnson vom Portal Page Six kolportiert. Im Verlauf des Wahlkampfs wurde die Performance-Künstlerin Marina Abramovic vom Trump-Lager des Satanismus verdächtigt. Die Renoirs, die sowohl in Melania Trumps Büro wie im goldgeschmückten Flugzeug ihres Gatten hängen, werden allgemein für Reproduktionen gehalten. Donald Trump würde lieber in Immobilien investieren, da gäbe es einen besseren Return on Investment, verriet vor einem Jahr die «Vanity Fair» in einem Porträt.

Mitgefühl und Experimentierlust: Shirin Neshats «Women of Allah», Chris Ofilis «The Holy virgin Mary».

Mitgefühl und Experimentierlust, die heiligen Werte der Kunst: Shirin Neshats «Women of Allah», Chris Ofilis «The Holy Virgin Mary». (interartive, saatchi)

Eine Konfrontation mit dem neuen Polit-Establishment könnte für die Erfolg gewohnte Kunstszene also zu Blessuren führen. Und das ist vielleicht ganz gut so. Denn kritische Kultur hat oft eine Rolle in der Geschichte gespielt, wenn es darum ging, autoritäre Macht herauszufordern. Nur: Diese Kraft schien der westlichen Kunst in der letzten Zeit zu fehlen.

Das stellt unter anderem auch der New Yorker Kritiker Nato Thompson fest, in seinem erstaunlich aktuellem Buch «Culture as Weapon», soeben im Verlag Melville House erschienen. Darin beschreibt der künstlerische Leiter der sehr aktiven Nonprofit-Organisation Creative Time, wie die Kulturproduktion seit den frühen 1900er-Jahren langsam den Künstlern abhandenkam und zur Domäne von Public Relations, Werbung und Marketing wurde. Seither ist Kultur vor allem ein Mittel, um den Profit zu mehren und die Unzufriedenheit zu bemänteln.

Die Gegenwartskunst kann sich selbst durchaus vorwerfen, sich mit diesem Status quo blendend arrangiert zu haben. Wenn ihr heute angekreidet wird, sie sei zur überteuerten Spekulationsware verkommen, hat das schon eine gewisse Richtigkeit, egal, wie ehrlich jeder einzelne Künstler um seine Aussage zu ringen vermag. Höchste Zeit also, die Waffe Kunst wieder selbst in die Hand zu nehmen und sie als ein Werkzeug des gesellschaftlichen Fortschritts einzusetzen.

Aktivistische Kunst und Street Art mischen sich in die Politik ein.

Aktivistische Kunst und Street-Art mischen sich in die Politik ein. (massmediaandeducation, Banksy)

Die anstehende Trump-Präsidentschaft könnte dabei als ein wirksamer «wake-up call» fungieren. Kalte Zeiten sind nicht selten ein Ansporn zur kulturellen Erneuerung. Wir erinnern uns an den Prägnanzsprung in der britischen Kunst in den Thatcher-Jahren. Grossartig wütend wendeten sich die Young British Artists damals gegen soziale Ungerechtigkeiten aller Art – in einer eiskalten Lagerhalle im Norden Londons. Der Name dieser Ausstellung, «Frieze», passt zu Winter, doch ironischerweise trägt jetzt eine kommerzielle Messe den Namen. Schade, denn Worte und Bilder, die einer inneren Notwendigkeit und nicht einem Gewinnstreben entspringen, werden einfach besser gehört und gesehen.

Erwartungsgemäss wird der Run auf die teuren Blue Chips der Gegenwartskunst anhalten – denn die Zeiten bleiben unsicher und die Kunst ist ein passabler Geldanker. Es liegt also an den Künstlern selber, aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit herauszutreten und die Saat der Toleranz, der Experimentierlust und fragiler Menschlichkeit in die Welt zu tragen. Und bitte, Ohio, Michigan und Pennsylvania dabei nicht vergessen!

Man nimmts mit Humor: Wir werden es überstrählen! Ein Artwork der Gemeinschaft @libertymaniacs.com

Man nimmts mit Humor: Wir werden es überkämmen! Ein Artwork der Gemeinschaft @libertymaniacs.com

 

Inside Venedig

Ewa Hess am Dienstag den 12. Mai 2015

Insider-Talk ist an den Eröffnungstagen der Biennale in Venedig die schönste Nebensache. Die US-Sammler, hiess es im Vorfeld, würden alle erst zur Art Basel im Juni (Art Basel: 18. bis 21. Juni) nach Europa kommen und dann die Biennale besuchen. Entweder sind sie alle trotz der Ankündigung in der letzten Minute doch noch in den Flieger gehopst, oder aber sie machen in der Menge nur einen kleinen Prozentsatz aus. Jedenfalls – es gab auch ohne sie genug Menschen an der dreitägigen Preview (Galeristen, Kuratoren, Künstler, Kulturmanager und Journalisten), um Pavillons und auch die Vaporettos in dicht gedrängte Sardinenbüchsen zu verwandeln. Hier einige Gesprächsthemen, die uns (Giovanni Pontano und mir) in Venedig die Ohren streiften.

Was: Eröffnung der 56. Biennale d’Arte di Venezia  – «All the World’s Futures»
Wann: 5. bis 8. Mai 2015 (die Biennale dauert bis 22. November)

1. Wem nützt die frühere Eröffnung? Als offizielle Begründung des vorgezogenen Eröffnungstermins der Biennale (Anfang Mai statt Anfang Juni) wird die Anbindung an die Weltausstellung in Mailand angegeben. Leicht düpiert suchte die Art Basel im Vorfeld das Gespräch mit Paolo Baratta, dem väterlichen Präsidenten der Biennale (so kam es Private View zu Ohren). Wie käme es den Baslern in den Sinn, war die entrüstete Antwort, dass eine Anbindung der Biennale an eine kommerzielle Veranstaltung wie eine Kunstmesse überhaupt erwägenswert wäre? Hm. Ist das nicht ein bisschen scheinheilig? Schliesslich funktionierte das Prinzip «See it in Venice, buy it in Basel» seit Jahren reibungslos, ohne dass sich jemand daran störte. Der wahrscheinlichste Profiteur der Verschiebung wird wohl die Kunstmesse Frieze in New York sein, wohin viele unmittelbar nach der Biennale-Eröffnung abgereist sind.

Kritisches Werk der Gruppe Gulf Labor, Liste der Sponsoren, der Kurator Okwui Enwezor und Präsident Paolo Baratta

Kritisches Werk der Gruppe Gulf Labor: «Who is Building the Guggenheim Abu Dhabi», Lange Liste der Sponsoren, Kurator Okwui Enwezor (immer so elegant wie seine Schau) und der Präsident Paolo Baratta.

2. Wer bezahlt das alles? Selten hat man die Biennale so elegant gesehen – die Wände im Arsenale gestrichen und repariert, der Garten dahinter maniküriert, Installationen, etwa die von Chris Ofili, gepflegt in die Umgebung eingeblendet. Hat die alte Biennale, sonst chronisch unterfinanziert, etwa einen neuen Sugar Daddy? Von den Insidern hört man, dass der diesjährige Kurator Okwui Enwezor sich nicht nur als ein unerschrockener Kapitalismuskritiker, sondern auch als ein brillanter Fundraiser bewiesen hat. Es ist offensichtlich ein Vorteil, wenn man einen Schrank voll elegant geschnittener Anzüge sein eigen nennt wie der smarte Nigerianer. Oder vielleicht gilt einfach in der kapitalistisch geeinten Welt nach dem Gesetz der Angebotsverknappung: «Marx sells!». Die am Eingang präsentierte Liste der Geldgeber ist jedenfalls lang (darunter die Schweizerinnen Maja Hoffmann mit ihrer Luma-Foundation sowie ihre Schwester Vera Michalski mit der nach ihrem verstorbenen Mann benannten Literatur-Stiftung Jan Michalski). Die Sponsorenliste zeigt dennoch nur einen Teil der Wahrheit. Die mächtigen Galeristen berappen mittlerweile sehr viel aus eigener Tasche – die Produktion, die Installation, die Transportkosten, die Empfänge… Es ist wohl kein Zufall, dass in der Hauptschau viele der ausgestellten Künstler von sechs führenden Galerien repräsentiert werden: den Galerien Gagosian, David Zwirner, Pace, Marian Goodman, White Cube und Hauser & Wirth.

Camille Norment spielt Glasharfe, eines der virtuosen Gemälde von Adrian Gheni, Pamela Rosenkranzs rosa Installation im Schweizer Pavillon

Camille Norment spielt Glasharfe in nordischen Pavillon, eines der virtuosen Gemälde von Adrian Ghenie, Pamela Rosenkranz’ rosa Installation im Schweizer Pavillon.

3. What’s new? Zu den viel besprochenen Entdeckungen der Biennale gehört, da sind sich viele Kritiker einig, «unsere» Pamela Rosenkranz. Ihre eindrückliche Installation im Schweizer Pavillon ist zudem auch beim weniger profilierten Publikum das Gesprächsthema der Eröffnungstage: Wie hat man den Pavillon in eine Zisterne voller rosa Flüssigkeit verwandeln können? Sind der Flüssigkeit psychoaktive Substanzen beigemischt? Manche Besucher fühlen sich nach einem Blick in die blubbernden rosa Fluten euphorisiert, andere benommen. (Die Meinung Ihrer treuen Berichterstatterin: «Our product» ist eines der besten Exponate der Länderpavillons, denn eine pointierte Aussage paart sich darin mit einem formal starken Auftritt.) Weitere starke Auftritte: die Glasharfenmusik-Installation im nordischen Pavillon. Die Künstlerin heisst Camille Norment, und sie wurde von der Schweizer Chefin der norwegischen Kunstbehörde ausgewählt, Katya Garcia-Anton. Im rumänischen Pavillon staunt man über die malerische Virtuosität von Adrian Ghenie. Ein Blick in seinen «Darwin’s Room» voller pastosen, aber seltsam verzerrten Porträts, und man hat das Gefühl, in Francis Bacon’s interessantem Alptraum die Hauptrolle zu spielen.

Das Fotografieren verbindet die Welten: In der von Christoph Büchel als "Erste Moschee in der historischen Stadt Venedig» installiertem isländischen Pavillon

In Christoph Büchels «Erster Moschee in der historischen Stadt Venedig».

4. Provokation oder nicht? Der Beitrag des Schweizer Künstlers Christoph Büchel gibt nicht nur den Besuchern der Biennale viel zu reden, sondern beschäftigt auch die italienischen Behörden, die eine baldige Schliessung der als isländischer Beitrag zur Biennale deklarierten Kirche ankünden (Kirchenschliessung? Pipilotti Rists nackte Wilde in der Kirche San Stae 2005 lassen grüssen). Büchels «Erste Moschee in der historischen Stadt Venedig» ist indes bestimmt keine leere Provokation. An der Eröffnung erleben die Besucher eine gefühlsgeladene Feier der islamischen Gemeinde Venedigs, die Reden kommen direkt aus den Herzen der hier versammelten Moslems. Eigentlich kaum vorstellbar, dass es in Venedig, dieser Stadt, die als Tor zum Orient der islamischen Kultur so viel zu verdanken hat, bisher keine Gebetsstätte für die hier lebenden Moslems gab. Büchel trifft mit seiner Intervention ins Schwarze. Er legt den Finger in die Wunde, mietet eine ausrangierte katholische Kirche (die Santa Maria della Misericordia) und richtet sie als eine Moschee ein.  Voller Dialogbereitschaft sind die Reden des Imams, des Präsidenten der islamischen Gemeinschaft und der Botschafterin von Pakistan an der Eröffnung. Die Moschee soll eigentlich bis November offen bleiben (aber eben), in dieser Zeit hofft die Glaubensgemeinschaft zeigen zu können, dass sie nur Friedliches im Sinn hat. Eine grosse Gemeinsamkeit zwischen dem Kunstvolk und den Damen im Kopftuch: Sie fotografierten alles wie besessen mit ihren Handys.

Eine kleine Provokation vielleicht doch: Die Inschrift über der Eingangstüre der Kirche sagt: «Sacrosanctae Vaticanae Basilicae Perpetuo Aggregata», also für ewig dem Vatikan zugeordent. Immerhin aber ist die Kirche privat, sie funktionierte schon vor der Moschee nicht als Kirche. Rechts: Die neue Inschrift

Eine kleine Provokation vielleicht doch: Die Inschrift über der Eingangstüre der Kirche sagt: «Sacrosanctae Vaticanae Basilicae Perpetuo Aggregata», also für ewig dem Vatikan zugeordnet. Die Kirche ist aber jetzt im Privatbesitz, sie funktionierte schon vor dem Funktionswechsel nicht als Kirche. Links: Die neue Inschrift im Inneren der Kirche/Moschee.

5. François Pinault schafft es. Was? Nichts weniger als die beste und die schlechteste Schau der Biennale beizusteuern. Der französische Luxusmagnat unterhält in Venedig bekanntlich zwei Museen: die Punta della dogana und den Palazzo Grassi.  Der vietnamesische Künstler und Kurator Danh Vo (gemeinsam mit Caroline Bourgeois) zeigt im ehemaligen Zollamt Venedigs eine Schau, die zu den durchaus schwierigen Räumlichkeiten wie ein italienischer – pardon französischer – Massanzug passt. Eine Abfolge quer durch die Kunstgeschichte, nicht ganz unbescheiden machen Danh Vos Werke einen beträchtlichen Anteil davon aus – doch sie bilden einen passenden roten Faden. Wie eine Faust aufs Auge daneben die Martial  Raysse gewidmete Schau im Palazzo Grassi. Musste Pinault hier eine alte freundschaftliche Verpflichtung seinem alten Spezi Raysse gegenüber einlösen? Während man dessen ältere Arbeiten aus den Swinging Sixties noch mit einem Augenzwinkern als chic wahrnehmen konnte – so überkommt einen zunehmend ein ungutes Gefühl: je älter der Künstler, desto jünger die Modelle. Die nicht enden wollende Schau entlarvt zudem das malerische Talent des Künstlers als ein eher bescheidenes. Quel dommage.

Je älter der Künstler, desto jünger die Models: Martial Raxsses spätes Werk. Links: Ein Blick in Danh Vos Schau «Slip of the Tongue» mit einem Werk von Martin Wong

Je älter der Künstler, desto jünger die Models: Martial Raysses spätes Werk. Rechts: Ein Blick in Danh Vos Schau «Slip of the Tongue» mit einem Werk von Martin Wong.

6. Und zu guter Letzt doch noch eine kleine Vorschau auf die ART BASEL: Wie wir erfahren, wird Hauser & Wirth die berüchtigte Roth-Bar im edlen Hotel Trois Rois in Basel einbauen! Und in der Elisabethenkirche wird ein Werk von Isaac Julien vorgeführt, ein der Brasilianischen Architektin Lina Bo Bardi gewidmeter Film «Stones Against Diamonds», den der englische Fast-Turnerpreis-Gewinner (2001) mit Hilfe von Rolls Royce realisiert hat (was etwas kurios anmutet, weil es der gleiche Isaac Julien ist, der die Marx-Lesung der Biennale orchestriert hat). Doch der Film ist sehr schön – in Venedig lief er im schon, im Palazzo Malipiero-Barnabò.

Ein Still aus Isaac Juliens Film: die romanitsche Architektin in den Eishöhlen Islands

Ein Still aus Isaac Juliens Film: die romanitsche Architektin Lina Bo Bardi (gespielt von Vanessa Myrie) in den Eishöhlen Islands.