Energiestrategie auf Abwegen

Produktions- und Speicherdefizite: Windenergieanlage beim Nufenenpass. (Bild: Keystone/Olivier Maire)

Vor sechs Jahren hat der Bundesrat beschlossen, die Schweizer Energieversorgung fundamental umzubauen. Unter anderem soll der Strom aus Kernkraftwerken, welcher heute 38% zur gesamten Stromerzeugung beiträgt, durch einen massiven Ausbau der neuen erneuerbaren Energien und substanzielle Verbrauchsreduktionen ersetzt werden.

Energie, und insbesondere Strom, ist eine zentrale Ressource für den Industriestandort Schweiz. Trotz wiederholten Hinweisen der Wirtschaft über den gesamten politischen Prozess hinweg hat es das Parlament nicht geschafft, eine realistische Vorlage für den Ersatz des wegfallenden Stroms zu erarbeiten.

Drei gewichtige Punkte gegen das neue Energiegesetz:

  1. Mit hoher Dringlichkeit stellt sich die Frage nach der künftigen Versorgungssicherheit mit Strom. Diese ist mittelfristig gefährdet. Die Schweizer Kernkraftwerke gehen schrittweise vom Netz. Damit entfallen Produktionskapazitäten im Umfang von 25 TWh. Selbst wenn die sehr ehrgeizigen Ausbaupläne der Energiestrategie erreicht werden, liefert die Produktion aus neuen erneuerbaren Energien im Jahr 2035 lediglich 11 TWh. Sie leistet somit weder betreffend Menge noch Qualität einen genügenden Beitrag an die Versorgungssicherheit. Strom aus Sonne und Wind hat zwei entscheidende Schwachstellen: Es gibt ihn nur, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Zudem kann er nicht saisonal gespeichert werden. Auch ein noch umfangreicherer Ausbau von Sonnen- und Windenergie würde das Problem nicht lösen. Das hat man im Januar 2017 in Deutschland eindrücklich gesehen: Sonne und Wind lieferten gerade einmal 2% des benötigten Stroms, obwohl die installierte Kapazität bei rund 25% liegt. Der Rest kam aus Kohlekraftwerken – CO2 lässt grüssen. Die Daten des Bundesamtes für Energie zeigen, dass die inländische Produktion im Jahr 2035 den Bedarf an Strom nur etwa von Mai bis August wird decken können. Während rund acht Monaten muss die Schweiz den fehlenden Strom anders beschaffen. Dazu gibt es im Moment nur zwei Möglichkeiten: aus Gaskraftwerken oder durch Stromimporte. Damit entpuppt sich die Energiestrategie 2050 als reine Importstrategie von Gas oder Strom. Allerdings zeichnet sich gemäss des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber auch in den heutigen Stromexportländern in den Wintermonaten eine Mangellage ab. Bereits ab 2025 dürften Deutschland und Frankreich nicht mehr in der Lage sein, der Schweiz im Winter Strom zu liefern.
  2. Der Bundesrat geht davon aus, dass das Problem der saisonalen Speicherung in den nächsten Jahren gelöst sein wird. Das ist Wunschdenken. Innovation kann man nicht einfach bestellen. Fakt ist, dass aktuell keine geeignete saisonale Speichertechnologie existiert, die in grossem Massstab wirtschaftlich betrieben werden kann. Wann dazu marktfähige Lösungen bereitstehen, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Vor diesem Hintergrund ist es besonders bedenklich, dass die Energiestrategie keine zusätzlichen Anreize schafft, in die Entwicklung dieser Technologie zu investieren. Stattdessen subventioniert sie unter anderem die Solarenergie mit Milliardenbeträgen, welche die sommerliche Stromschwemme zusätzlich vergrössert und die einheimische Wasserkraft in den Verlust treibt.
  3. Das Energiegesetz enthält ehrgeizige Ziele zur Reduktion des Energie- und des Stromverbrauchs. Doch wie diese erreicht werden sollen, ist völlig unklar. Dem Stimmvolk wird damit die Katze im Sack verkauft. Nur eines ist sicher: Das Gesetz verpflichtet den Bundesrat, aktiv zu werden, sollten die Verbrauchsziele nicht erreicht werden. Als Folge droht eine Flut an neuen Regulierungen und Verboten. Planwirtschaft und Bürokratie sind das Resultat, welches den Wirtschaftsstandort Schweiz und die Exportwirtschaft massiv belasten wird. Das ist besonders ärgerlich, denn die Schweizer Industrie hat bewiesen, dass sie das Thema Energieeffizienz sehr ernst nimmt.

Das Energiegesetz ist voller Widersprüche und Wunschvorstellungen. Es setzt die falschen Prioritäten, führt zu einer Regulierungsflut und treibt die Kosten in die Höhe. Es verfehlt klar sein Ziel und hat deshalb an der Urne am 21. Mai 2017 ein deutliches Nein verdient.

150 Kommentare zu «Energiestrategie auf Abwegen»

  • Remo sagt:

    Herr Hess, Sie berichten sehr einseitig und verdrehen die Tatsachen. Bei Punkt 2 sagen Sie schlichtweg die Unwahrheit. Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern geht Mitte 2017 die grösste (Batterie) in der Schweiz ans Netz. Das Kraftwerke Linth-Limmern hat dann in etwa die gleiche Leistung wie das Kernkraftwerk Leibstadt. Die Speicherung von Energie kann gelöst werden, dass hat AXPO gezeigt und dafür 2.1 Mrd. ausgegeben.

    • Benedikt Jorns sagt:

      Die Speicherkapazität von Stauseen fürs Winterhalbjahr ist durch das Stauvolumen bestimmt. Linth-Limmern kommt leider nicht auf die hohen Volumen unserer bisher grössten Stauseen. Für die saisonale Stromspeicherung hat die Axpo keine uns helfende Lösung.

      • Louis Odermatt sagt:

        Richtig Herr Jorns. Und ist limitiert vorallem durch die unteren (Tal-)Staubeckengrösse. Es wird kaum möglich sein, in diesen bewohnten Gebieten, die Becken massiv zu vergrössern. Schliesslich sind wir hier nicht in China, wo wegen des Baus des 3 -Schluchten Staudamms etliche Dörfer evakuiert und dann versenkt wurden.

    • Peter Hirsch sagt:

      Lieber Remo! Sie entlarven sich mit Ihrer Aussage selber als Unwissend – oder wahlweise – als Träumer. Das CC-Netzwerk (Thinktank bestehend aus Ingenieuren und Ökonomen) hat deshalb eine Rechenhilfe erstellt. Ich möchte Ihnen diese gerne ans Herz legen. Sie finden sie hier:
      http://c-c-netzwerk.ch/images/ccn-blog_articles/224/Hring_Rechenhilfe.pdf

      • Lea Giger sagt:

        Sind die von ihnen genannten Ingenieure und Ökonomen welche die Grande Dixence Speicherkraftwerke als Pumpspeicher betrachten unwissende Träumer oder gut bezahlte Lobbyisten?

        • Peter Hirsch sagt:

          Liebe Lea! Schön schwach. Ich denke, Sie wissen worauf ich hinauswollte. Warum sollten das Lobbyisten sein? Bitte erklären Sie uns, wie das mit der saisonalen Speicherung funktionieren soll.

          • Lea Giger sagt:

            Da nicht wie bei Thinktanks üblich eine Zukunftsvision skizziert wird und weil sich die bisherigen Beiträge vehement (oft wie hier mit hanebüchenen Annahmen) gegen die ES2050 wenden, gehe ich davon aus, dass es Lobbyisten sind.
            Pumpspeicher sind ähnlich wie Akkus. Bei Überproduktion BRAUCHEN sie Strom (früher Nachts Kern+Kohle. In Zukunft Wind und Solar bei Überangebot) welchen sie speichern und bei Bedarf (früher Mittagszeit. In Zukunft kurze Dunkelflauten) abgeben. Der GD ist ein KRAFTWERK welches dann Elektrizität PRODUZIERT, wenn sie gebraucht wird (früher im Winter für E-Heizungen und beim Ausfall von Grosskraftwerken (KKW letzter Winter). In Zukunft während langen Dunkelflauten).
            Falls ich nicht erraten haben sollte, worauf du hinaus wolltest, kannst du gerne Fragen.

      • Martin sagt:

        @Hirsch: Ich habe auf Ihren Link geklickt und sah „Tesla Powerwall“. Nicht Ihr Ernst oder? Wie wär’s denn mit H2? Wäre wohl um einiges günstiger und länger haltbar, als eine „Tesla Powerwall“. Also Batterien als Speicher kommen für mich nicht in Frage. Sie verlieren ihre Ladekapazität und in der Herstellung sehr giftig und teuer.

      • peter sagt:

        @Hirsch: im Rechnen scheinen diese Rechenhelfer nicht sehr stark zu sein. Die Fakten:

        Derzeit liefern bei 8km2 Solarfläche die Solar- und Windkraft 1,6% resp. 0,16% des Elektrizitätsbedarfes von 66`000 GWh pro Jahr.

        Um mit Solarstom den Elektrizitätsbedarf der Schweiz zu decken, bräuchten wir aus der BFE- Einspeisestatistik hochgerechnet zirka 480km2 Solarflächen.

        Im Winterhalbjahr bräuchten wir aus der BFE- Einspeisestatistik hochgerechnet bei sehr tiefem Sonnenstand, Bewölkung, Nebel, Schnee und Regen zirka 4000 km2 an Solarpanels

    • Hansjürg sagt:

      Und wie lange bringt Ihre grösste Batterie diese 1000 MW?
      Wenn die Pumpleistung bekanntermassen gleich gross wie die Turbinenleistung ist, sind das auch 1000 MW und wenn wie die NZZ am 4.9.2016 schrieb der See in 45 Stunden vollgepumpt wäre, ist er in 45 Stunden auch wieder leer! Und was machen Sie dann? Verdrehen von Tatsachen hilft dann auch nicht mehr weiter!

    • Sacha Maier sagt:

      Werter Remo, wenn Sie schon anderen vorwerfen, unvollständige Angaben zu liefern, dann sollten Sie das aber nicht selber tun. Der obere Muttsee fasst 92 Mio. m³. In der Maschinenkaverne Limmern hat es vier Maschinen zu 250MVA, die je 47m³/s Druckwasser konsumieren. Damit ist das Speicherwerk rechnerisch in der Lage, während 5.7 Tagen das Leistungsäquivalent eines 1GW-KKW zu liefern. Dann muss wieder hochgepumpt werden. Für PV/Windkraft bräuchte es aber eine Jahreskapazität. Das ist ein Faktor von 64.5 zu wenig. Wenn Sie uns noch erzählen würden, wo genau Sie in der Schweiz die restlichen 65 Muttseen hinstellen wollen, dann hätten Sie echte Informationen geliefert.

    • Eric Vieira sagt:

      Speicherkapazität von Lindt-Limmern: ca. 1500 MW oder 1.5 GW max (Wiki). Gegenüber 25 TW ist das ein Tropfen in der Wüste. Die Gesamtspeicherkapazität reicht nie und nimmer! Herr Hess hat absolut recht!

  • Rudolf Wildberger sagt:

    Danke für die sehr gute Zusammenfassung der Schwachstellen der ES2050.

    • Benedikt Jorns sagt:

      Ja, Sie haben Recht. Hans Hess sieht die Entwicklung der Stromversorgung sehr klar. Schade steht er nicht stärker im Rampenlicht. Schon lange Zeit befasse ich mich intensiv mit der langfristigen Energie- und Stromversorgung in der Schweiz, in andern europäischen Ländern und weltweit. Sowohl mein Physik- wie auch mein Nationalökonomie-Studium an der Uni Bern helfen mir dabei. Ich komme zu den genau gleichen Schlüssen wie Hans Hess.

    • Daniel Hangartner sagt:

      Können Sie uns bitte noch die Schwachstellen der jetztigen Energieversorgung aufzeigen. Solch einseitige Kommentare sind dem Populismus näher als einer sinnvollen Diskussion!

      • Rudolf Wildberger sagt:

        @Hangartner: Die Schwachstelle unserer jetzigen Stromversorgung wurde bis jetzt von den Befürwortern der Energiewende und ES2050 genügend breitgeschlagen. Diese können für Interessierte als bekannnt vorausgesetzt werden (alte AKW’s). Aber die ES2050-Träumer unterschlagen immmer Grösseenordnungen. Der Versuch, darauf und die Folgekosten hinzuweisen mit dem Poulismusvorwurf niederzbügeln zeugt entweder von technischem Unverstand oder ideologischen Scheuklappen oder beidem zusammen.

        • Dani Heusser sagt:

          SVP-Parteisoldaten haben halt SoVielPech (SVP) das sie nun nicht mehr in die Ferien dürfen, kalt duschen müssen, im Sommer und im Winter frieren und zudem noch kein Geld haben (ausser Martullo-Blocher). Alle anderen dürfen JA stimmen und weiter das Leben und die schöne Schweiz geniessen!

  • Matthias sagt:

    Und wieder ein Gegner, der zwar motzen kann, aber keinen Alternativvorschlag hat. Mein lieber Herr Hess: Die heutigen AKWs werden sowieso früher oder später abgeschaltet. Ein neues wird in der Schweiz aus wirtschaftlichen und politischen Gründen bis auf weiteres nicht gebaut werden. Es gibt nun zwei Möglichkeiten: Entweder wir warten einfach ab und schauen dann, was wir machen, wenn die AKWs nach und nach abgeschaltet werden. Oder aber, wir beginnen jetzt, in alternative Energiequellen zu investieren. OK, _vielleicht_ schaffen wir es nicht. Das wissen wir aber erst, wenn wir es versucht haben. Doch wenn wir einfach nichts machen, dann schaffen wir es _garantiert_ nicht. Welche Variante bietet nun die besseren Chancen für die Zukunft?

    • Hansjürg sagt:

      „O.k. vielleicht schaffen wir es nicht!“
      Und wie gross schätzen Sie dieses Risiko? 50% oder mehr wie 50%?
      Ich kann Ihnen eine Alternative vorschlagen, etwas das wir schon versucht haben und wir auch schafften, zu 100%. Eine Alternative basierend auf den bisherigen Erfahrungen, sauberer Strom, vorhanden wenn Sie ihn brauchen und soviel wie Sie brauchen, in der Schweiz produziert, aus neuen KKW und der bestehenden Wasserkraft.

      • Hansli sagt:

        @Hansjürg Nur wird aus Kostengründen kein neues AKW gebaut.

      • Dani Heusser sagt:

        Kühlschrank -62,5%, Geschirrspüler -50%, Waschmaschine -45,7%, Tumbler – 60%, Umwälzpumpe – 76,7%, Lampen -90%. Das sind die Energieeinsparungen seit 1990 bei diesen Geräten. Das heisst Energieeffizienz und ist das Gegenteil von eiskalter Dusche. Das grosse Potential liegt bei der Sonnenergie und beim Stromsparen. Unklar für mich was die SVP in den letzten Jahre für ein nachhaltige Energieversorgung geleistet hat. Ausser zu Träumen, dass es mit den AKW’s schon noch irgendwie gut kommt.

    • Martin rohner sagt:

      Wer rechnen kann ( eroi, Energiedichte, etc. ) weiss, dass es nicht einmal ansatzweise reicht, die installierte Bruttoleistung zu ersetzen! Bei alternativen Energien ( Energie kann ja nicht erzeugt werden) muss mindestens der Faktor 3-4 installiert werden ( siehe DK, DE usw.)! Selbst dann haben sie die Verfügbarkeit noch nicht gelöst – kein Wind, keine Sonne und nach spätestens 7 Tagen sind sämtliche Speicherseen in der Schweiz leer!
      Zum Vorwurf, dass die sog. Gegner keine Lösungen anbieten – diese werden angeboten, gehen aber meist gewollt im hysterischen Geschrei einiger unter! Das Land, welches uns mit PV beliefert setzt selber auf eine komplett andere Technologie! Think about it…

      • Mario Rothacher sagt:

        Nennen Sie bitte einen Investor welcher hier in ein neues AKW investieren will? Jeder, welcher rechnen kann, wird dankend ablehnen. Und Investoren können in der Regel gut rechnen…

    • Matthias sagt:

      Wie gesagt … „Neue AKW, neue AKW, neue AKW!“, was anderes fällt den Herren nicht ein. Dass dies finanziell und politisch sowieso eine Illusion ist, begreifen sie auch nicht. Sorry, das hilft nicht weiter. Ich denke halt einfach, dass Sie das Potential von PV und Wind massiv unterschätzen​, wie auch die zukünftigen Möglichkeiten, Energie zu speichern und dezentral Strom zu produzieren und zu puffern. PS: Das Land, welches soviele AKWs im Bau hat, installiert auch seit Jahren mehrere grosse Windturbinen täglich (!) und mehr jährliche PV-Kapazität als alle anderen Länder zusammen. Ausserdem haben die Kapital bis zum Abwinken, keine politischen Hindernisse für Grossprojekte und einen gigantisch steigenden Energiebedarf. Die Verhältnisse da sind halt ein bisschen anders als bei uns.

      • Martin rohner sagt:

        @Matthias
        So tragisch das ist und zynisch es klingen mag – ich fürchte, besagtes Land geht weniger ideologisch an die Sache ran und diversifikiert(!) seine Erzeugung. Sie und vie andere möchten jedoch genau das Gegenteil davon.
        Die sog. Erneuerbaren sind eine Ergänzung, mehr nicht.

      • Matthias sagt:

        @rohner: Ich bin Ingenieur („nur“ für Software, aber immerhin 😉 ). Ich denke nicht, dass ich diese Sache besonders ideologisch sehe. Ich glaube einfach, dass AKWs eine sehr ineffiziente Methode sind, um Strom zu erzeugen, da viel zu teuer, zu gefährlich und mit bis jetzt (nach 50 Jahren!) weiterhin ungelöster Abfallentsorgung. Und wer nun hierzulande ein neues AKW finanzieren würde, haben Sie auch noch nicht gesagt. Klar sind die neuen EE in der Schweiz nur eine Ergänzung – nämlich zur schon sehr starken Wasserkraft. In Südeuropa wird dagegen PV eine grössere Bedeutung haben, während aus Nordeuropa viel Windenergie ins Netz gespeist werden wird. Grundsätzlich kann mit EE (inkl. Wasser) in Europa viel mehr Energie produziert werden, als wir verbrauchen. Man muss nur wollen.

      • Matthias sagt:

        @rohner, Fortsetzung: Last but not least: Notfalls müsste man halt – wie in der ES vorgesehen – für eine Übergangszeit ein, zwei moderne Gaskraftwerke bauen, was – verglichen mit AKWs – relativ schnell und billig zu haben wäre. Fazit: Mir scheint die ES (ganz unideologisch) halt vernünftig. Und die einzige „Lösung“, die ich bis jetzt von Ihnen gehört habe, ist eben die vage Andeutung man solle ein neues AKW bauen, ohne nähere Erklärung, wie das finanziell oder politisch zu bewerkstelligen wäre. Sonst haben Sie nix? Oder sollen wir einfach den Kopf in den Sand stecken und das Beste hoffen? Möglicherweise sind Sie ja selbst ideologisch verblendet, so dass Sie die Lösung nicht sehen, obwohl Sie direkt vor Ihnen liegt?

        • Martin rohner sagt:

          Hi Matthias, nur um Missverständnisse auszuschließen, ich halte PV für ein diversifiziertes(!) Netz durchaus tauglich und besitze deshalb selber eine PV Anlage. ABER zur Deckung der Grundlast völlig ungeeignet – auch das sehe ich als Betreiber tagtäglich.
          Ja, moderne Anlagen wie die in China im Bau befindlichen würden uns mit dem bestehendem Atommüll, welcher eigentlich ein wertvoller Rohstoff ist, Energie für min. 100Jahre liefern und erst noch die endlagerproblematik entschärfen.
          Schreiben Sie sich mal ein Programm, welches den eroi, erntefaktor, die Speicherdichte und co. Für ihre Idee errechnet. 😉
          Es ist eine schöne Vision, eine tolle Utopie! Doch Visionen und Utopien lösen keines der Probleme! Deshalb wäre es Zeit für eine nüchterne Berechnung und Betrachtung

  • Alain Michel sagt:

    Die sogenannten erneuerbaren Energien werden die Lücke nicht schliessen können. Die Alternative zur Kernkraft heisst fossile Energie. Man muss sich vor Augen führen wie Europa heute aussehen würde, hätten wir in den letzten 50 Jahren auf Öl, Gas und Kohle gesetzt anstatt auf Kernenergie: Die Luftqualität wäre bedeutend schlechter, durch hohe Anteile Ammoniak, Benzol, Blei, Feinstaub, Kohlenmonoxid, Ozon, Schwefeldioxid und Stickstoffoxide in der Atmosphäre. Die Folge davon: saurer Regen, damit schlechte Wasserqualität, Waldsterben, Asthma bei Kindern… Überlegen wir uns gut, ob wir diesen Weg wirklich gehen wollen. Verschliessen wir nicht den Blick vor den neusten Innovationen in der Kerntechnologie. – Es ist mir ein Anliegen als Familienvater: Nein zur Energiestrategie.

    • Roman sagt:

      Was meinen sie mit „sogenannte erneuerbare“? Wie kommen Sie darauf, dass die einzige Alternative fossile Energie sei? Im englischen ist der Unterschied besser verständlich „sustainable“ und „not sustainable“. Sprich, das eine lässt sich per Definition für immer aufrecht erhalten, das Andere nicht. Es macht doch keinen Sinn, auf etwas zu setzen, das sich auf lange Sicht nicht aufrecht erhalten lässt!

    • Benedikt Jorns sagt:

      Sie beurteilen unsere Stromversorgung in der Schweiz gleich wie ich. Es gibt heute keinen Grund, neue Kernkraftwerke zu verbieten. Offenheit für kommende Entwicklungen sowohl bei den erneuerbaren Energien wie bei der Kernenergie ist die beste Energiestrategie.

      • Patrick Bussmann sagt:

        Es wird kein Technologieverbot geben. KKW’s der alten Genaration gehören aber früher oder später abgeschaltet, ein Neubau wäre ein völliger Unsinn, das sehen auch Betreiber und Investoren so.

    • Sandro Berchtold sagt:

      Herr Alain Michel, was ist den genau die Alternative zur Energiestrategie 2050? Genau wie Herr Hess schwingen sie grosse Reden, aber im Endeffekt bringen sie keinen vernünftigen Lösungsvorschlag… Die AKW werden altersbedingt in den nächsten 10-20 Jahren alle vom Netz gehen, und was dann? Neue werden auch in 20 Jahren sicherlich keine mehr gebaut in der Schweiz, da politisch chancenlos und ökonomisch unsinnig. Eine Alternative, die sie nennen, und die bestimmt auch niemand will (ich auch nicht), sind Dreckstrom-Importe. Also was bleibt noch? Der Bau von Gaskraftwerken ist auch ausgeschlossen, aus den gleichen Gründen wie bei den AKW und es wäre auch klimapolitisch völlig unsinnig. Also bleibt uns noch der Ausbau von einheimischen Erneuerbaren Energien im Inland….darum JA zur ES2050.

      • Rudolf Wildberger sagt:

        @Sandro Berchtold: Die grosse Rede zeigt immmerhin, das die ES2050 eine Illusionn ist. deshalb muss man sich ohne Denkverbote auch mit anderen Lösungen beschäftigen wie z.B. Ausbau der konventionellen Kraftwerke (Kohle, Gas). Diese Kraftwerke müssen so oder so gebaut werden als Backup wegen fehlender Langfristspeichermöglichkeiten. Mit einer erzwungenen ES2050 könnte sich das Problem von selbst lösen durch Wirtschaftseinbruch wegen fehlender Konkurrenzfähigkeit. Diesen Effekt hatte Ostdeuschland ebenfalls inklusiive sauberer Luft nach der Übernahme der DDR durch die BRD. Damals wurden auch blühende Lanschaften und das Blaue vom Himmel versprochen.

      • Alain Michel sagt:

        Ich bin für den Bau von Kernkraftwerken der neusten Generation (Gen. III+). Diese bieten inhärente Sicherheit (IsKR) und sind dank Innovationen wie der Helium-Kühlung wesentlich ökonomischer. – FYI: Es bräuchte 1’200 Windkraftanlagen alleine um das KKW Leibstadt zu ersetzen (installierte Leistung = 1’200 MWe). Diese ES2050 hat mit der Realität einfach gar nichts zu tun. NEIN zu diesem Gesetz!

  • Hansli sagt:

    Ich habe wieder einmal gelesen warum die Energiestrategie nicht funktionieren sollte. Aber wieder ist kein einziges Wort der Gegner zu ihren Plänen des AKW-Ersatzes zu lesen. Und wird nicht mit Fakten argumentiert. Kohlekraftwerke eignen sich nicht um Angebotsdefizite bei Dunkelflaute auszugleichen. Dafür hat Deutschland Gaskraftwerke. Zudem soll mir einmal einer der Gegner erklären warum wird wegen der Dunkelflaute weiterhin mit Atomstrom die teuerste Produktion fördern sollten oder mit Kohlekraftwerke die umweltschädlichste. Ich habe keine Ahnung warum man nicht Wind und vor allem Solar fördert und für den Notfall halt ein paar Gaskraftwerke bereithält. Wobei man alternativ auch Wind- oder Solarstrom importieren könnte. Auf diese Idee kommt keiner der Gegner.

    • Hansjürg sagt:

      Auf diese Idee kommt kein Gegner, weil die Idee vollkommen untauglich ist. 1. Weht der Wind und scheint die Sonne dann geschieht das auch anderswo und dann hat es zuviel Strom der weg muss, nur wohin? Dann passiert das Gleiche wie in Deutschland der Abnehmer kriegt Geld, dass er den Strom abnimmt (nur sind Sie und ich keine Abnehmer) und 2. die Leitungen, die den Windstrom aus Nordeuropa zu uns bringen sollen/können/müssten gibt es noch gar nicht und ob sie wirklich gebaut werden, ist gar nicht sicher.

      • Hansli sagt:

        @Hansjürg Weder Laufkraftwerke, AKW, noch Kohlekraftwerke können bei Überproduktion angestellt werden. Warum ist die kurzfristige Überproduktion nur bei Solar und Wind ein Problem? Leitungen kann man bauen.

        • Hansjürg sagt:

          Als die Schweiz 1992 beschloss die Neat zu bauen, sprach man von der Umlagerung der Gütertransporte auf die Schiene, von den neuen Zubringerlinien in Deutschland (Rheintalbahn) und Italien, die unsere Nachbarn bereit seien zu bauen. Heute, 25 Jahre später haben die noch gar nichts gemacht, selbst Italien nicht, obwohl die Schweiz das dort mitzahlt (??).
          Bei den Stromleitungen ist es noch viel schlimmer, denn Bayern will davon schon gar nichts wissen und weigert sich schlicht gegen eine Trassenführungen durch sein Land!

    • Martin sagt:

      @Hansli: Ich sags Dir weshalb. Die grösste Effizienz in Sachen Stromproduktion haben AKWs und Wasserkraft. Danach folgt lange nichts. Erst dann folgen Solarzellen und wieder lange nichts und zum Schluss Windenergie. AKWs und Wasserkraft können unter allen Wetterbedingungen und zu jeder Tages-/Nachtzeit Strom erzeugen, also genau dann, wenn er benötigt wird. Das können Solarzellen (Photovoltaik) und Windenergie eben nicht. Solarzellen sind abhängig vom Wetter. Schon nur bewölkter Himmel kann die Stromproduktion um 30% einbrechen lassen. Wind ist eben so abhängig vom Wetter. Das ist zu unsicher für ein Stromnetz. Das Stromnetz würde instabil werden und Blackouts wären die Folgen.

      • Hansli sagt:

        @Martin AKW werden aus Kostengründen keine neuen gebaut. Speicherkraftwerke liefern noch viel grössere fluktuierende Strommengen. Das scheint für das Netz verkraftbar. Langsamer ansteigende und absteigende Solar- und Windstrom hingegen soll dann zu viel Fluktuation bringen.
        Mit Solarzellen auf dem Dach wird in Zukunft ein Grossteil der Einfamilienhäuser vom Stromnetz abgekoppelt. Das wird in einigen Jahren der Standard in Europa sein.

        • Martin sagt:

          @Hansli: 1. Die Haushalte verbrauchen nur 1/3 des CH Stroms. Wenn die Solarzellen auf den Hausdächern keinen Strom liefern, greifen auch sie auf das öffentliche Stromnetz zu. 2. Was auch immer „fluktuierende Strommengen“ sein mögen. Es geht darum, dass die Netzbetreiber bei Bedarf auf den Knopf drücken können, um die Kraftwerke hochzufahren und Strom anbieten zu können. Wenn es aber bspw. nicht windet, kann kein Strom aus Windkraftanlagen bereit gestellt werden. Es entsteht ein Strom Defizit. Dies führt dann zu Stromausfällen. So einfach ist das. Das heisst, dass wir Stromkraftwerke haben müssen, die den Strom dann bereit stellen können, wenn wir in brauchen und nicht dann, wenn das Wetter stimmt. Deswegen sind Solarzllen und Windräder ungeeignet dafür.

          • Hansli sagt:

            Diesen Winter waren 2 AKW abgeschaltet. Der Strom wurde aus dem Ausland importiert. Die Speicherseen wurden in diesem Winter geleert um den Strom teuer nach Frankreich und Italien zu verkaufen. Heisst wir haben diesen Winter Strom importiert und exportiert. Aber bei Wind und Sonne wird behauptet, man müsse dann alles zu 100% im Inland bereitstellen.

  • Sacha Maier sagt:

    Aus fachlicher Sicht sind die Ausführungen von Herrn Hess korrekt. Allerdings schliesse ich aus den fehlenden Lösungsvorschlägen, dass er nie in der Energietechnologieforschung tätig war und somit auch nicht weiss, dass die Energiebranche in Sachen Desinformation, Unterdrückung wissenschaftlicher Fakten und aggressivem Lobbyismus die Zigarettenindustrie um Längen schlägt. Es geht ja um sehr viel Geld. Diese Erkenntnisse haben mich übrigens meine Forscher-Karriere und meinen Job gekostet. Auch wurde unser Institut 2012 geschlossen. Und zwar, nachdem wir in unserer aneutronischen Apparatur He-4 spektrometrisch nachweisen konnten. Die offizielle Begründung war Proliferationsgefahr. Inoffiziell sah man die Mineralölsteuer gefährdet. Solange wir unseren Deep-State haben, wird die Kohle bleiben.

    • Benedikt Jorns sagt:

      Ca. 85% der weltweiten Energieversorgung geschieht heute mit Kohle, Erdöl und Erdgas. Viele ökonomisch schlecht entwickelte Länder werden ihren Energiebedarf noch stark erhöhen. Die Förderung von Forschung und Entwicklung im gesamten Bereich der nicht fossilen Energien ist wesentlich wichtiger als die „Subventionitis“ von Photovoltaik-Anlagen und nicht immer sinnvollen Gebäudesanierungen. Ein klares „Nein“ zur Energiestrategie 2050 !!!

      • Hansli sagt:

        China und Indien bauen Wind und Solar massiv aus. Sogar Saudi Arabien will den Strom zukünftig Solar erzeugen. Solar-Hausanlagen stehen in Entwicklungsländer vor dem Durchbruch, da günstiger als Dieselgeneratoren.

        • Adrian sagt:

          Dann zahlt doch einfach den Preis für Strom aus Diesel und zwar für alle! Dann braucht es auch keine Subventionen mehr. Allerdings kann man den Werkplatz Schweiz dann auch gleich zu machen!

        • Sacha Maier sagt:

          Werter Hansli, die Sonneneinstrahlung ist auch eine Funktion der geographischen Breite. So eigenen sich Länder mit einer Lage von ca. 23°N…23°S besonders gut zur Solarstromproduktion. Saudi-Arabien und Teile von China und Indien gehören dazu. Da lohnen sich sogar solarthermische 7/24/365-Anlagen mit Flüssigsalzspeicher. Bern liegt auf 46°47′ N. Damit ist die Schweiz eher weniger geeigent. Auch mit off-shore Windanlagen hat unser Land geographische Probleme. Bleben wir also beim realistischen und wahrscheinlichsten Szenario: Dem Import von billigem Kohlestrom aus DE, IT, PL, und CZ und dessen preislicher Veredelung durch die Stromhändler. Kohle reicht übrigens noch für ca. 400 Jahre. Erst dann werden moderne, sichere und abfallfreie Nukleartechnologien erlaubt sein. Vorher nicht.

  • Dominique Stettler sagt:

    Wer für dieses Gesetz stimmt, stimmt gegen den Industriestandort Schweiz. Insbesondere die Gewerkschaften müssten sich vehement für die zuverlässige Stromversorgung einsetzen, damit nicht noch mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden. Nach Annahme dieses Gesetzes gibt es keine Industrie mehr in der Schweiz. Wer glaubt (und es geht um „glauben“), mit Windrädern und Sonnenfängern könne das Wegfallen des AKW-Bandstroms kompensiert werden, ist entweder unwissend oder der grünen Ideologie verfallen. Der Stromverbrauch der Haushalte macht nur ca. einen Drittel aus, die restlichen zwei Drittel entfallen auf Mobilität, Industrie, Gewerbe und Dienstleistungen, alles Bereiche, in denen der Stromverbrauch zunehmen wird. – Entscheidend ist jetzt, den Bau von Gaskraftwerken zu planen.

    • Roman sagt:

      Teufel an die Wand malen bringt uns nicht weiter. Gaskraftwerke werden ja nicht verboten mit dem Gesetz. Warum soll das Gesetz dem Industriestandort schaden? Genau das Gegenteil ist doch der Fall! Das Wachstum im Bereich der Erneuerbaren war in den letzten 5 Jahren exponentiell und hat unzählige neue lokale Arbeitsplätze geschafft. Warum bitte sollte sich der Trend plötzlich umkehren?

      • Martin rohner sagt:

        Der Dienstleistungssektor hat in dem Bereich zugelegt, die Wertschöpfung findet aber leider in China statt. Davon hat die Industrie wenig und auch der Dienstleister wird bei doppelt so hohen Energiepreisen leiden. Leider zeichnet sich dieser Weg bei dem vorgeschlagenen weg ab, siehe De und Dk…

    • Sandro Berchtold sagt:

      Herr Stettler, ihnen ist schon klar, dass neue thermische Grosskraftwerke (sowohl AKW wie auch Gaskraftwerke) in der Schweiz sowohl ökonomisch unsinnig wie auch politisch chancenlos sind? Zudem sind Gaskraftwerke rein schon aus klimapolitischen Gründen ein absolutes No-Go. Bandstrom ist ein veraltetes Konzept, dass längst überholt ist. Was benötigt wird, sind flexible Kapazitäten, wie z.B. Wasserkraft und Pumpspeicher, Batterien, Smart Grids, Lastabwurf (sog. demand-response), etc. Aber veraltete und inneffiziente Technologien wie AKW oder Gaskraftwerke sind absolut nicht nötig. Der Ausbau einer dezentralen, auf Erneuerbar Energien ausgerichtete Energieversorgung wird sich über kurz oder lang durchsetzen. Genau deshalb sollten wir auch der Energiestrategie 2050 zustimmen.

  • Hansjürg sagt:

    Mit Annahme der Energiestrategie 2050 würde ein Worstcase-Szenario Realität. Die Schweiz bisher ein Musterland der erneuerbaren Energie – gut 60% wird mittels Wasserkraft erzeugt – hat keine Kohlekraftwerke in Reserve, die bei wochenlangen Flauten und Nebellagen im Herbst einspringen können und weil bis Frühling das Wasser als Schnee vom Himmel kommt, wären die Stauseen auch bald leer.
    Wer das Buch „Blackout“ gelesen hat, weiss, was nach drei Tagen auf unseren Strassen passiert. Bleibt zu hoffen, dass es dann die Richtigen trifft.

    • Sandro Berchtold sagt:

      Herr Hansjürg, ihnen ist schon klar, dass die AKW altersbedingt sehr bald vom Netz gehen… was dann? noch mehr Dreckstrom-Importe? geringere Versorgungssicherheit und Blackout? also Nichtstun hat bis heute noch keine Probleme gelöst… und das Erneuerbare Energien die Energieversorgung sicherstellen können steht ausser Frage, sehen sie nur mal nach Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Portugal, etc. da funktioniert es prima mit Erneuerbaren, wie Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft und von Blackouts kann keine Rede sein in diesen Ländern (ganz im Gegenteile, einige haben die zuverlässigsten Energieversorgung der Welt). Wenn sie uns eine vernünftige Alternative aufzeigen können, was übrigens auch Herr Hess nicht kann, dann können wir gerne darüber diskutieren.

  • N. Zimmermann sagt:

    Und was ist/sind die Alternative(n)? Schade, dass hierzu keine Stellung bezogen wird, wie die Energie zukünftig bereitgestellt werdensoll. Neue Kernkraftwerke erscheinen mir nämlich nicht zielführend, solange die Lagerung des Atommülls nicht sichergestellt ist.

    • Dominique Stettler sagt:

      Lesen Sie doch den Text von Herrn Hess nochmals. Die Alternativen zu den AKWs heissen Stromimport (falls verfügbar) oder Gaskraftwerke (das wäre das erste Mal, dass in der Schweiz Strom mit fossiler Energie erzeugt wird, denn Biogas reicht nicht aus). So sieht nun mal die Realität aus – nicht die in die Zukunft extrapolierten Wunschträume der Linken und Grünen. Es genügt, nach Deutschland zu schauen, wo Kohle für die Grundlast verbrannt wird.

    • Hansjürg sagt:

      „Neue Kernkraftwerke erscheinen mir nämlich nicht zielführend, solange die Lagerung des Atommülls nicht sichergestellt ist.“
      Herr Zimmermann dann kann man also mit der Planung neuer KKW beginnen, denn der Atomüll kommt dorthin, wo der bereits vorhandene und der vorgesehene Atommüll aus den aktuellen KKW hingeht!
      Oder was wollen Sie denn mit dem Material aus Mühleberg ab 2019 machen?
      Ich bin mal gespannt, was dazu unseren Grünen einfällt. Sowas nennt man dann auch Lackmus-Test

      • Benno Stechlich sagt:

        „Herr Zimmermann dann kann man also mit der Planung neuer KKW beginnen, denn der Atomüll kommt dorthin, wo der bereits vorhandene und der vorgesehene Atommüll aus den aktuellen KKW hingeht!“?! Was soll diese völlig unqualifizierte Aussage? Selbst der Ungebildetste sollte wissen, dass unser Atommüll in unsicheren Provisorien gelagert wird. Man kann vom Atomstrom halten was man will, aber neue A-Werke bauen ohne die Lagerung endlich zu lösen wäre wirklich idiotisch. Nur die Allerdümmsten machen zweimal denselben Fehler. Und wer soll die Atomkraftwerke bauen? Die Privatwirtschaft wird sich in der aktuellen Lage schwerlich bereit erklären in ein Verlustgeschäft zu investieren. Und ihr rechten Wirtschaftsliberalen wollt doch nicht plötzlich, dass sich der Staat in die Wirtschaft einmischt.

        • Hansjürg sagt:

          Lassen wir mal das Bauen auf der Seite und widmen uns den Atommüll! Da selbst der Ungebildetste angeblich weiss, dass unser Atommüll in unsicheren Provisorien gelagert wird, frage ich Sie, wollen Sie den dort belassen und mit dem von Mühleberg und den anderen KKW ergänzen?
          Weil, wie Sie sagen, nur die Allerdümmsten so einen Fehler machen, haben Sie sicher eine bessere Lösung, nicht war? Nun die letzte Frage, wenn Sie eine bessere Lösung haben – Sie werden den Müll doch nicht in diesen unsicheren Provisorien belassen wollen – was spricht denn dann dagegen, wenn Sie statt z.B. 10 Kubikmeter dort 20 Kubikmeter (von evtl. weiteren KKW) Müll lagern?

          • Mario Rothacher sagt:

            Hansjürg: Heute weiss man noch nicht wo man diese 10 Kubikmeter (ein bischen gar wenig) sicher lagern will. Weltweit gibts noch keinen einzigen Endlagerort. Aber Sie ignorieren das Problem und wollen weiterhin solchen „nichtlagerbaren“ Abfall produzieren. Vogel-Strauss-Politik.
            Falls man wirklich mal eine Lösung finden würde, dann kann man auch wieder anfangen über neue AKW’s zu diskutieren. Vorher aber ganz sicher nicht! Probleme vergrössern und nur vor sich herschieben ist keine Lösung.

    • Benedikt Jorns sagt:

      Heute werden Brennstäbe in Kernkraftwerken bereits ersetzt, wenn 5% des nutzbaren Brennstoffs verbraucht worden sind. Die in Entwicklung stehenden Reaktoren der 4. Generation werden den Brennstoff wesentlich besser nutzen können. Erst dann sind unsere zwischengelagerten Brennstäbe „Atommüll“. Die provisorisch ausgemusterten Brennstäbe werden heute im Zwischenlager so lange gekühlt, bis sie ab ca. 2050 provisorisch eingepackt ohne Kühlung ins Tiefenlager gebracht werden können. Erste Reaktoren der 4. Generation werden heute getestet. Man verlangt von ihnen, dass der dann verbleibende „Atommüll“ eine Halbwertszeit von max. 100 Jahren hat. Dichte Verpackungen von Brennstäben halten ungefähr 2’000 Jahre.

    • Sacha Maier sagt:

      Herr Zimmermann, diese Information wird Sie möglicherweise schockieren, aber neben der (verbreiteten) Fissionsreaktion von U-235 un Pu-239 gibt es auch sehr abfallarme und sogar abfallfreie exotherme Nuklearreaktionen. Man denke nur an den Th-232/U-233 Zyklus, oder an die D-T-, oder p-B-Reaktion. Diese Systeme wollen dummerweise die Atommächte nicht haben, weil damit kein waffenfähiges Pu-239 produziert werden kann. Für eine preiswerte Produktion wird eine breit abgestützte zivile Uranwirtschaft benötigt. Bis zum Ende der Kohle in 400 Jahren wird es darum immer 40 Jahre gehen, bis diese Technologien freigegeben werden. Den heutigen Abfall können sie wegen des Pu-239 gar nie vernünftig endlagern, weil 20 Halbwertszeiten bereits rund 0.5 Mio. Jahre betragen. 1kg ist dann zu 1mg zerfallen.

  • Hannesn Walther sagt:

    Das Problem von Hess ist, dass er aus einzelnen Erfahrungen der Vergangenheit die Zukunft projezieren will. Dass dies über einen solch langen Zeitraum völlig absurd ist, haben in der Schweiz die Textil-, die Uhren- sowie die Maschinen- und Elektroindustrie erfahren müssen. In diesen Industrien haben viele die neuen Entwicklungen verschlafen, weil sie wie Hess die Vergangenheit in der Zukunft fortschreiben wollten! MIt dieser Einstellung ist Hess der Totengräber der Industrien, derern Verband er vorsteht! Einfach schwach!

    • Hansjürg sagt:

      Das Problem unserer Grünen ist, dass sie OHNE JEGLICHE Erfahrungen die Zukunft projizieren wollen. Dass dies über einen solch langen Zeitraum völlig absurd ist, dazu muss man erst gar keine Vergleiche heran ziehen.

  • Roman sagt:

    Bei der ES2050 geht es nicht nur um Strom! Wenn sämtliche Transportmittel von heute auf morgen elektrisiert werden, würden wir morgen 80% weniger Energie dafür benötigen, weil fossile Treibstoffe aufgrund der Thermodynamik Gesetze besonders in kleineren Anlagen (wie z.B. Autos) nur sehr ineffizient genutzt werden können. Fossile Kraftwerke sind einiges effizienter als Auto-Motoren. Deshalb wäre es rein aus Sicht des CO2 Ausstosses selbst besser, Kohle zu verstromen und damit Auto zu fahren, statt Benzin zu verbrennen. Ausserdem gibt es ja auch bessere und billigere Varianten für die Stromproduktion statt Kohlestrom. Viele Elektroautos bieten entsprechend viel Speicherkapazität, mit welcher erstmals ein Loadmanagement möglich wird, z.B. indem Laden am Mittag billiger gemacht wird.

  • Paul Meyer sagt:

    Zu Punkt 3: Ja, es stimmt, dass ein Teil der Schweizer Wirtschaft Energieeffizienz ernst nimmt. Und genau diese Unternehmen engagieren sich für ein JA. Herr Hess positioniert sich als Sprachrohr der gesamten Wirtschaft, obwohl er in Wahrheit nur eine Gruppe Visionsloser vertritt.

    • Peter Hirsch sagt:

      Das stimmt so leider nicht. Befürworter der Energiestrategie aus der Wirtschaft lassen sich in drei Gruppen unterteilen:
      1. Gruppe: Sie sind von der KEV befreit, weil sie enorm viel Strom verbrauchen und kaufen günstigen Kohlenstrom im liberalisierten Strommarkt. Sie lassen sich die Energiestrategie von Haushalten und Gewerbe bezahlen (Stahl Gerlafingen).
      2. Gruppe: Sie haben keine Probleme mit den Mehrkosten, denn sie verrechnen diese einfach dem Kunden weiter, weil sie Binnenmarkt orientiert sind. Ausserdem nutzen sie die verfehlte Energiestrategie als Greenwash-Marketing (Ikea, Migros, Coop, Banken, Versicherungen).
      3. Gruppe: Sie schielen auf Gewinne durch Investitionen, die subventions-getrieben getätigt werden (Planer, Installationsbranche).
      Noch Fragen?

  • Louis Odermatt sagt:

    Dieser Mann hat absolut recht. Diese ES2050 ist keine Strategie, sondern ein Märchenbuch für Utopisten und Illusionisten – und eine Gebrauchsanleitung für Subventionsjäger. Hier geht es nicht um nationale Interessen und echte und seriöse Zukunftsplanung unserer Energiesicherstellung, sondern um die Partikulärinteressen weniger und – um eine widersinnige und demokratiefeindliche Super-Ermächtigung des Staates. Die ES2050 wird nicht funktionieren. Man kann keine im Winter fehlenden gewaltigen 12 TWh/Jahr Strommenge mit instabilem Solar und Wind abdecken. Das ist physikalisch, wirtschaftlich, aus Natur-& Heimatschutzgründen, im Endeffekt eben auch juristisch unmöglich. Zumindest in unserer Verfassungsumgebung. Also ES2050 ablehnen und ehrlicherweise 3 GasKW für die Zwischenzeit planen.

  • Sandro Berchtold sagt:

    Das Herr Hess und Swissmem gegen die ES2050 sind, überrascht wirklich nicht…Ich frage mich jedoch, wie Herr Hess die erwähnten Probleme lösen möchte? Deshalb die 3 wichtigsten Fragen an Herr Hess:
    1. die Schweizer AKW werden in den nächsten 10-20 Jahren altersbedingt vom Netz gehen, wie soll die Schweiz die Energieversorgung dann sicherstellen? Mit Abwarten und Nichtstun werden sicherlich keine Probleme gelöst…ganz im Gegenteil. Was ist also die Alternative Herr Hess?
    2. Innovative Speichertechnologie existieren bereits und werden sehr bald kommen, zudem wird mit der ES2050 auch die Schweizer Wasserkraft gestärkt. Nochmals: was ist also die Alternative Herr Hess?
    3. Ohne Anreize funktioniert es auch bei der Industrie nicht, darum die Richtwerte. Oder was ist ihre Lösung Herr Hess?

  • Bloch sagt:

    Habe ich etwas verpasst? Was schlägt denn Herr Hess als Alternative vor? Einfach aussitzen? Wie er richtig schreibt werden die AKWs schrittweise vom Netz gehen. Alpiq, Axpo und BKW haben ihre AKW Pläne versenkt. Alpiq will gar die AKWs verschenken, weil sie nicht mehr rentabel betrieben werden können. Die Energiestrategie zeigt auf, wie wir damit umgehen können. Mich überzeugt der Weg, auf nachhaltige Energieträger zu setzen und das beschränkt sich ja auch nicht auf Sonnen- und Windenergie. Innovationen kann man sicherlich nicht bestellen, aber man kann Rahmenbedingungen so setzen, dass aus kreativen Ideen Innovationen entstehen können. Also ein klares JA zur Energiestrategie von meiner Seite.

    • Röschu sagt:

      @Bloch
      Vielen Punkten Ihres Beitrags stimme ich zu. Nur bin ich äusserst skeptisch ob ein neues Gesetz, dass auf starker Förderung/Subventionierung einerseits und strikten Verboten andererseits beruht, wirklich die erhoffte Lösung bringt.
      Ich persönlich bin bisher eigentlich immer mit dem Motto ‚das Eine tun, aber das andere nicht lassen‘ gut gefahren. (Wer garantiert, dass die Probleme der erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit gelöst werden? Wer sagt uns, dass in den nächsten Jahren nicht eine sichere Methode zur Erzeugung von Atomstrom und eine Lösung des Entsorgungsproblems gefunden wird?)
      Deshalb NEIN zur ES2050, die uns direkt in eine Sackgasse manövriert.

  • Martin sagt:

    Danke Herr Hess, für diese klaren Worte! Genau da sehe ich auch das Problem. 40% AKW Strom mit ein paar Windrädern und Solarzellen ersetzen zu wollen, ist einfach eine Utopie. Wir würden in Sachen Strom vom Ausland abhängig werden. Auf der einen Seite will man weniger CO2 und die Ölheizung reduzieren, auf der anderen Seite AKWs abbauen, diese mit Windrädern und Solarzellen ersetzen und Bio-Gas Anlagen bauen. Sollte dieses Gesetz angenommen werden, endet es in einem Desaster! Ob dieses Desaster pro Familie nun CHF 40.- oder CHF 3200.- kostet, das spielt dabei keine Rolle. Wir werden am Schluss entweder Kohlstrom haben oder einfach im Dunkeln sitzen. Ich kann nur hoffen, dass diese Energiewende abgelehnt wird und zwar deutlich!

  • Daniel Heusser sagt:

    Wenn wir unsere Spezies nicht verraten wollen, dann müssen wir mehr einheimische und vor allem NUR NOCH SAUBERE Energie einsetzen. Wenn wir wie Steinzeit-Menschen denken, werden wir auch so handeln. Wann besinnen wir uns wieder darauf, dass wir Menschen sind? Wir greifen nach den Sternen und erreichen das Unmögliche seit Menschengedenken. Die ES 2050 will den wegbrechenden Atomstrom mit möglichst vielen sauberen und einheimischen Alternativen ersetzen. Mit jeder PV-Anlage, jeder sinnvoll installierten Windanlage brauchen wir etwas weniger CO2-schädliche Importe. Nichts tun ist da wohl der völlig falsche Ansatz. Wir können 100% des Stroms in 20 Jahren einheimisch produzieren, wenn wir heute mit dem Ausbau der Erneuerbaren beginnen. Erklären Sie doch Ihren Enkeln, warum Sie dagegen sind.

  • Benedikt Jorns sagt:

    Sowohl Hans Hess wie auch ich sind gerne bereit, Forschung und Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energie, der Kernenergie und der Energiespeicherung zu fördern. Doch „Subventionitis“ wie in Deutschland oder früher in Spanien ist keine gute Basis für den Fortschritt.

    • Sandro Berchtold sagt:

      Herr Jorns, ihnen ist schon bewusst, dass dank der Energiestrategie 2050 die Subventionen zeitlich begrenzt (also auslaufen) werden und das System marknäher gestaltet wird? Bei der Ablehnung der ES2050 werden die Subventionen bis in alle Ewigkeit weiterlaufen… zudem ist unser System in keinster Weise vergleichbar mit Deutschland oder Spanien. Ich frage mich schon, was sie als Alternative zu bieten haben? Wie möchten Sie denn die wegfallenden AKW ersetzen? Mit Abwarten und Tee trinken löst sich bekanntlich kein Problem… oder hoffen sie auf aussichtslose neue AKWs in der Schweiz? oder sind sie allenfalls ein Freund von noch mehr Dreckstrom-Importen (denn das blüht bei einem Nein zur ES2050 ganz bestimmt…). Also ich werde klar für die ES2050, weil wir schlicht keine Alternative haben.

      • Benedikt Jorns sagt:

        „Subventionitis“ umfasst sowohl die im Parlament diskutierten Subventionen, wie auch Lenkungsabgaben und garantierte Abnahmepreise, selbst dann „Superkids“wenn die zeitweise Überproduktion im Sommerhalbjahr wegen der drohenden Spannungsüberschreitung zu einer Abschaltung unserer Flusskraftwerke führt. Dass die Subventionen bei einem „Nein“ zur Energiestrategie unbegrenzt weiter geführt würden, ist ein schlechter Witz im Abstimmungskampf. Nach einem „Nein“ wäre das Parlament sofort bereit, das beschlossene Ende der Subventionierung auch dann vorzunehmen.

  • Wellingtonia sagt:

    Die Wirtschaft, die Strombranche und politisch nahe stehende Gruppierungen fordern mit Vehementz eine sichere Energieversorung !
    Die selben beziehen den Strom – da Grossabnehmer – am freien Markt zu einem Bruchteil der Kosten ihrer Eigenproduktion.
    Warum investieren Stromlieferanten derart wenig Geld in die inländischen neuen Erneuerbaren ?
    Milliarden fliessen in die neuen Erneuerbaren im Ausland.
    Unterstellt man den Verantwortlichen der Strombranche gute Absichten, kommt der Schluss – mit den Gewinnen aus den ausländischen Beteiligungen werden die nachgewiesenen Defizite aus der inländischen Stromproduktion korrigiert.
    Warum sollen defizitäre Produktionsstätten weiter betrieben werden – wenn Produktionsüberschüsse aus dem Ausland uns als Kleinkunden tiefste Strompreise bescheren ??

    • Esther Hug sagt:

      @Wellingtonia: Es kommt physikalisch kein Strom aus 1000 km entfernten Windrädern bei uns an. Also wollen Sie noch mehr billigen Kohlestrom aus D importieren? Und gleichzeitig einen auf CH-Energiewende machen? Ganz schön scheinheilig…

      • Wellingtonia sagt:

        Liebe Frau Hug
        Lesen Sie irgendwo in meinem Beitrag, dass der Strom aus den ausländischen neuen Erneuerbaren – in die Schweiz transportiert wird.
        Ihre Scheinheiligkeit ist eher eine Unterstellung und passend zu den Lügenplakaten am Strassenrand.

  • Daniel Heusser sagt:

    43% weniger Energie PRO KOPF heisst jährlich lediglich 1.7% weniger Energie verbrauchen. Problemlos machbar und für unser Portemonnaie ein Geschenk! Ich kenne kein Gegen-Argument, dass ich meinen Kindern auftischen könnte, warum man gegen sauber und erneuerbar aus dem eigenen Land sein könnte. Einzige Erklärung bleibt, dass einzelne Gegner persönlichen Profit aus dem Status Quo machen und es mit erfundenen Horror-Szenarien schaffen, andere für sich zu mobilisieren.

  • Lea Giger sagt:

    Ihre Zahlen zu Deutschland sind falsch.
    Im Januar lag der Wind und Solaranteil bei 17% (leicht unter dem Jahresdurchschnitt von 21%) nicht bei 2%.
    Für Zahlenfans hier der D Strommix vom Januar 2017. 15,4% (7,95TWh) Wind, 2% (0,87TWh) Solar, 9,2% (4,7TWh) Biomasse, 3% (1,41TWh) Wasserkraft, 10,9% (5,58TWh) Gas, 48,2% (24,86TWh) Kohle und 11,1% (5,7TWh) Kernenergie.
    Und im Jahr 2016. 14,3% (77,84TWh) Wind, 6,9% (37,53TWh) Solar, 8,7% (47,01TWh) Biomasse, 3,6% (19,09TWh) Wasserkraft, 8,5% (46,35TWh) Gas, 42,9% (234,24TWh) Kohle und 14,7% (80,04TWh) Kernenergie.
    Link mit Quellenangabe folgt.
    PS:Gewaltige Ausfälle gab es im Januar tatsächlich, sie betrafen die Kernenergie in F und CH. Dank zuverlässiger Produktion in D und unseren Speichern konnte die Situation jedoch gemeistert werden.

  • Daniel Hangartner sagt:

    Die aufgezeigten Bedenken bezüglich der Energieversorgung sind sicher gerechtfertigt, aber ich bin zuversichtlich dass diese gelöst werden können. Wenn ich die Argumentationen der Gegner vergleiche, auch die von Hans Hess, dann tönen diese immer gleich. Sie haben oftmals dasselbe Muster. Einwenig Angstmacherei gepaart mit Verzerrung der Tatsachen. Dazu noch eine grundätzlich statische Haltung ohne alternative Vorschläge, welche so ganz und gar nicht zur Schweiz passt. Also zu meiner fortschrittlichen, modernen und innovativen Schweiz passt einzig ein JA zur ES2050! Gestalten wir zusammen aus einer Strategie ein umsetzbares Projekt!

    • Martin sagt:

      @Hangartner: Das Problem ist, dass die EW2050 schon eine Strategie hat, aber die falsche! Deswegen bin ich dagegen. Sie will zu viel auf einmal, was einfach nicht machbar ist. Was ich unterstützen würde, wäre: Subvention der Wasserkraft, damit unsere Kraftwerke in Schuss bleiben. Unterstützung von Geothermie Anlagen, wo das möglich ist. Weiterhin Subventionierung der Gebäudesanierungen (Doppelverglasung usw.) und auch eine machbare Lösung, um den Heizölbedarf zu reduzieren. Aber das Stromnetz wird nicht angefasst! Auf keinen Fall! Unser Stromnetz ist so wichtig wie die Nationalbank! Da pfuscht niemand drin rum aus irgendwelchen ideologischen Gründen. Wenn wir die Energiewende annehmen, können wir überhaupt nichts mehr mitbestimmen. Es ist ein Diktat aus der EU. Ganz klar: NEIN!

      • Daniel Hangartner sagt:

        @ Martin – Eine Strategie ist der Wille etwas zu ändern und logischerweise auch zu verbessern. Nun scheint die Verbesserung tatsächlich nicht eindeutig zu sein, aber auch du scheinst teilweise gutes in der Strategie gefunden zu haben. Gewisse Argumente scheinen etwas übereifrig formuliert zu sein, weil es kein Diktat der EU ist. Es ist viel mehr eine fortschrittliche Entwicklung für ein Welt die dies auch bitter nötig hat.

        • Martin sagt:

          @Hangartner: Ich sehe das so: Als erstes hat man eine Idee. Darauf hin prüft man die Fakten oder konsultiert Spezialisten. Danach kann man eine Strategie festlegen. Eine Strategie ist für mich ein Plan, wie man ein Ziel am besten erreicht. Aber bei der EW 2050 wurde ganz offensichtlich a. keine Experten befragt oder b. die falschen. Das ist copy/ paste aus Deutschland und selbst in Deutschland geht es in die Hose! Das ist keine Strategie, das ist ein Himmelfahrtskommando!

          • Röschu sagt:

            Sehr richtig, Martin. Meiner Meinung nach liegt das Problem darin, dass viele unsere Politiker nach Fukushima in blinden Aktionismus ausgebrochen sind. Daraus resultierte dann die ES2050. Da wir in einer Demokratie leben, haben wir nun die Möglichkeit dies zu korrigieren. Bleibt nur zu hoffen, dass wir dies auch tun und am 21.5. NEIN sagen.

            Etwas zynisch könnte man sagen, dass die Befürworter der ES2050 auf einen weiteren KKW-Unfall in der Woche vor der Abstimmung hoffen sollten…

  • Eric Vieira sagt:

    Es wird viel von den Befürwörtern als Argument benutzt dass von den Gegnern keine Lösungsansätze kommen. Erstens: dies rechtfertigt keinesfalls Unsummen öffentlicher Gelder zu investieren in Technologien die zwar vorhanden sind, aber das Problem garantiert nicht lösen können. Zweitens: dazu wird Kernergie (Flüssigsalzreaktoren) künftig verboten, obwohl intensiv geforscht wird, und wo das Potential für eine inhärent sichere CO2 freie Energieproduktion bezüglich Energiedichte, saisonale- und witterungsunabhängige Verfügbarkeit am höchsten ist. Das Problem extrem langlebiger Nuklearabfälle würde zusätzlich weitgehend gelöst. Bis diese Technologien reif sind, laufen unsere AKWs immer noch, und man kann sie ersetzen mittels Geld das nicht vorher falsch eingesetzt wurde.

    • Hansli sagt:

      Die Atomindustrie hat bisher kein einziges Verbrechen erfüllt. Teuerste Stromproduktion, Milliarden Forschungsgelder für nichts, extrem gefährlich, keine Lösung für Abfälle, zig gebrochene Vorhersagen über sichere Reaktoren. Dagegen hat die Solar- und Windenergie die Ziele schneller erfüllt als vorhergesagt und der Kosten fallen schnell.

      • Louis Odermatt sagt:

        Hansli: Alles falsch, was geschrieben. Besser informieren: Alle Länder mit hohen AKW-Produktionsanteilen haben die tiefsten Strompreise. D und DK – die „Weltmeister“ bei EE haben in Europa (und damit in der Welt) die höchsten Verbraucher-Strompreise. Lösungen für Abfälle sind technisch reif und machbar, werden aber politisch immer noch blockiert. Instabiler PV- und Windstrom sind in keinem Land der Welt ohne massive Subventionierung UND ohne stabilisierendes (teures) 2. Grosskraftwerksnetz realisiert. Heutige AKW sind bei uns extrem risikoarm.

        • Hansli sagt:

          @Odermatt Die Kosten für die Entsorgung der AKW und die mehrerer hunderttausend Jahre Endlagerung sind im Strompreis nicht enthalten. Nicht einmal das Gau-Risiko ist abgedeckt. Informieren Sie sich über den Neubau von AKW. Bereits dreifache Kostenüberschreitung in Finnland und noch kein Ende der Bauzeit absehbar. Massive Subventionen in England, damit überhaupt ein AKW geplant wird. Die Sicherheit ist daran erkennbar, dass alle paar Jahre ein AKW explodiert. Der letzte Gau betraf Japan mit einem gleich hohen Sicherheitsbewusstsein wie bei uns.

          • Eric Vieira sagt:

            @ Hansli: Sie sind offensichtlich selbst nicht/falsh informiert: In Japan wurde ein klares Problem bezüglich Verbindungen zwischen Stromindustrie und Überwachungsbehörde als einer der Hauptursachen dieser Katastrophe nachgewiesen. Sämtliche Sicherheitsanforderungen der Behörde wurden schlicht und einfach nicht ausgeführt. In der Schweiz setzt sich der ENSI durch. Es wurde letzlich viel Geld investiert um die Sicherheit zusätzlich zu verbessern. Man hat von Fukushima gelernt und es wurde konsequent durchgesetzt. Mit der FSR Technologie wird die Abfallmenge um 80% reduziert mit Halbwertszeiten um die 50J statt Hundertausende von Jahren.

          • Lea Giger sagt:

            @Eric Vieira: Die grosse Nähe zwischen Überwacher und Nuklearindustrie war und ist in allen mir bekannten Ländern auch in der Schweiz ein grosse ungelöstes Problem. Nicht nur in der Hightech Nation Japan.
            Bei uns fallen mir spontan folgende ein: Unbefristete Betriebsbewilligung für Mühlberg und Beznau, trotz fehlendem Endlager wurden Kernkraftwerke 1985 nicht abgeschaltet, ungenügende Katastrophen annahmen (zB. Erdbeben mit Überflutung, Absturz von Grossflugzeugen) und weiterbetrieb trotz fehlender Nachrüstungen (Fehlende zweite Notkühlung, Risse im Reaktordruckbehälter…).

            Nochmals, da wir in den nächsten Jahren zusätzlich Elektrizität brachen (KKWs vom Netz und E-Mobilität), können wir nicht Jahrzehnte warten bis es evtl. möglich sein könnte FSR zu bauen!

    • Lea Giger sagt:

      Seit 60 Jahren wird damit gerechnet, dass Flüssigsalzreaktoren ähnlich wie Fusionsreaktoren noch 40 Jahre Forschung benötigen. Bis dahin sind unsere heutigen KKWs jedoch definitiv nicht mehr betriebsfähig.
      Statt weiter Geld für deren Erforschung zu verbrauchen, halte ich es für sinnvoller damit eine Anschubfinanzierung für vorhandene Massnahmen zu ermöglichen (Wärmedämmung, Solarwärme, Biogas (WKK), Holzfernwärme, PV, Wind) und offen für sichere schnellumsetztbare Zukunftstechnologien zu sein (EFahrzeuge+Speicher, Smartmeter, Wasserstoff…).
      Zudem haben viele Kleinanlagen den Vorteil, das Prognosen zuverlässiger sind als bei Grosskraftwerken, welche von einer Sekunde abschalten können oder wenn wegen Sicherheitsbedenken mehrere bauähnliche geprüft werden müssen (letzter Winter in F).

      • Martin rohner sagt:

        China baut aktuell 32(!) flüssigsalz Reaktoren. Es ist also kein technisches, sondern ein politisches Problem! Siehe Alina Weinberg…
        Der Verweis auf h2 finde ich „putzig“ , werden dich in dem Bereich ebenfalls seit Jahrzehnten Milliarden verbrannt, ohne dass ein gangbarer( bezahlbarer) weg eingeschlagen wurde. Nur um Missverständnisse auszuschließen, ich bin PV Besitzer, mag keine nuklearbeteiebenen wassserkocher und finde h2/brownsches Gas sehr interessant. Aber es löst Weder das abfallproblem, da z.b dienuklearmedizin weiterhin Reaktoren benötigt und endlagern keine Lösung ist. Belgien hat übrigens eine transmutationsanlage in betrieb, technisch machbar, doch steht die Lobby, PV und Atom dem im Wege, da Status quo sehr lukrativ!

        • Lea Giger sagt:

          Soviel ich weiss ist in China nur ein 2MW Prototyp (2MW haben mittlere Windkraftwerke) geplant, welcher statt 2015 im Jahr 2020 gebaut sein soll. Wenn alles funktioniert, werden später mittlere Pilotanlagen gebaut um Erfahrungen zu sammeln uns daraus kommerzielle Kraftwerken zu entwickeln.
          Alina Weinberg ist mir unbekannt.
          Offenbar habe ich zu sehr gekürzt: Ich dachte nicht an Wasserstofffussion sondern an so langweiliges wie Elektrolyse (bei Überproduktion), Einspeisung ins Gasnetz, Brennstoffzellen und Verbrennung.

          • Martin rohner sagt:

            Alvin Weinberg handy vertipper….
            H2 brownsches Gas ist langweilige Elektrolyse. 😉

  • werner boss sagt:

    Die ganze Energieproblematik zeigt uns doch unmissverständlich auf, dass wir einfach am Ende des Wachstums angelangt sind ! Alle Effizienzmassnahmen sind nur noch Kosmetik und gehen zu Lasten des Unwägbaren. Trotzdem werden heute wieder tausende zusätzliche Arbeitsplätze gefordert, auch für die, welche wir nicht gerufen haben und trotzdem werden diesen Sommer die Autos und Motorräder wieder für nichts und wieder nichts über die Alpenpässe donnern und der Natur noch den Rest geben !

  • Bruno Imhof sagt:

    Rekapitulieren wir der Vollständigkeit halber die Gründe für eine Befürwortung:
    – Wir brauchen eine zuverlässige Energieversorgung – 2050 stellt eine massvolle Lösung dar die funktioniert.
    – Das Gesetzt verringert die Auslandabhängigkeit und sichert hiesige Arbeitsplätze, besonders in der Bauwirtschaft
    – Für die CH, den Innovationsweltmeister ist die Energiewende eine grosse Chance, das neue Gesetzt schafft Investitionssicherheit im Energiebereich
    – Eine praktikable Alternative zur Energiestrategie 2050 seitens der Gegnerschaft ist in Sicht – was ist, wenn die AKW auslaufen? Mehr ausländischer Kohlenstrom?
    – Störende Subventionen laufen gezielt aus, somit martkwirtschaftlich vertretbar

    • Martin rohner sagt:

      Wo bitte liegt die Innovation bei der Installation von bald 70 Jahre alter Technologie (PV, Wärmepumpen )? Alle im Gesetz festgeschriebene Punkte sind vor allem. Dienstleistungen, schlimmer noch, das Gesetz verhindert(!!!) Innovation durch Technologieverbote!

  • Gusti Brösmeli sagt:

    Nachdem der RASA Initiative kein Gegenvorschlag zur Sanktionierung der MEI Umsetzung angehängt wurde, ist unsere „Demokratie“ sowieso nur noch ein Witz.
    Erdogan lässt solange wählen, bis ihm das Ergebnis passt. Bern lässt abstimmen und tut dann so als wär nichts gewesen. Hans was Heiri.
    Stimmt was ihr wollt, aber verfallt nicht der Idee, dass das irgend einen Einfluss auf irgend etwas haben könnte.

  • Dominique Stettler sagt:

    Kein Industriestaat kann auf thermische Grosskraftwerke verzichten. Es ist illusorisch, zu glauben und zu hoffen, mit dezentraler Stromeinspeisung auf der untersten Ebene (Verteiler in Gemeinden und Städten) könne man die Stromversorgung für Haushalte, Industrie, Gewerbe und Mobilität sichern. China z.B. will höchstens 10% Erneuerbare, was vernünftig ist. Die PV-Anlagen, Windturbinen und Batterien für Europa werden dort mit AKW- und Kohlestrom hergestellt. Es ist irreführend, wenn Grüne behaupten, der Solarstrom sei viel günstiger. Das ist er bloss, weil die Anlagen nicht mehr aus Deutschland bezogen werden. Von der Energie für den weiten Transport wird nie gesprochen. So wenig wie über die Landschaftsverschandelung. Deshalb sind Natur- und Heimatschutz gegen diese Anlagen.

  • Stefan Schmid sagt:

    Sonne und Wind sind keine zuverlässigen Stromlieferanten. Das ist wohl jedem klar. Also: da schon der Ersatz der AKW durch neueste Technologie politisch nicht durchsetzbar ist, bleibt nur der Bau von Gaskraftwerken. Man sollte schleunigst damit beginnen!

  • peter sagt:

    Nur die bei Bedarf auch wirklich verfügbare Energie ist nützliche Energie.

    Die Flatterenergien stören, gefährden und verteuern die Netzstabilität.

    Einzig die Lagerfähigkeit der Stauseen und der Brennstoffe mit hohen Energiedichte (Heizoel, Uran) gewährleisten die Versorgungssicherheit bei länger anhaltenden Lieferengpässen.

    1 voller Heizoeltank ermöglicht die unabhängige Wärmeversorgung für 1-3 Jahre

  • P. Schmid sagt:

    Während die Schweizer AKW Leibstadt und Beznau I diesen Januar überhaupt keinen Strom produziert und sogar noch viel Strom für die Nachkkühlung verbraucht haben, haben die Dänischen Windfarmen bereits im Januar 2014 über 61% des Strombedarfs gedeckt.
    Dänemark hat kein einziges Speicherkraftwerk, handelt weniger Strom als die Schweiz und hat eines der stabilsten Netze der Welt.
    Die Schweizer Speicherkraftwerke können übrigens mehr Strom produzieren als die Schweiz maximal benötigt und deren Speicherreserven reichen monatelang. Deshalb können sie ja auch ungeplante AKW-Ausfälle problemlos überbrücken.

  • P. Schmid sagt:

    Selbst wenn Herr Hess sämtliche Kirchtürme durch Minaretten ersetzen würde, könnten seine Ölscheiche trotzdem nicht ewig liefern.
    Und selbst wenn Herr Hess das Bundeshaus einem pauschalbesteuerten Uran- oder Gasoligarchen als Zweitwohnung übergeben würde, könnte der ebenfalls nicht ewig liefern.

  • P. Schmid sagt:

    Im Januar, Februar und Dezember 2016 haben die Solar- und Windkraftanlagen in Deutschland übrigens stets über 40 mal mehr Strom produziert, als das AKW Mühleberg bzw. jeweils 25% des Deutschen Strombedarfs gedeckt.
    Quelle: Fraunhofer ISE, ÜNB, EEX
    Beznau I und Leibstadt haben demgegenüber diesen Januar nur Strom verbraucht und gar nichts gedeckt.
    Während Deutschland Exportweltmeister ist, sitzt Frankreich auf einem maroden Kraftwerkspark und hat eine Rekordarbeitslosigkeit.

    • Hansjürg sagt:

      Apropos Exportweltmeister Deutschland: Sigmar Gabriel der damalige Wirtschaftsminister dieses Weltmeisters sagte am 17. April 2014 bei einem Besuch des Unternehmens SMA Solar in Kassel:
      „Die Energiewende steht kurz vor dem Aus. Die Wahrheit ist, dass wir die Komplexität der Energiewende auf allen Feldern unterschätzt haben. Die anderen Länder in Europa halten uns sowieso für Bekloppte.“
      Sie nehmen es mir doch nicht übel, wenn ich dieser referenzierten Aussage mehr Glauben schenke als Ihren nicht referenzierten Phantasieangaben engros?

  • P. Schmid sagt:

    Die Schweiz betreibt seit über 40 Jahren AKW. Trotzdem fehlen immer noch 16000 Mio Franken im Stillegungsfonds. Für die nie gebauten AKW Graben und Kaiseraugst sind die Steuerzahler sogar gezwungen worden 577 Mio Franken zu zahlen, obwohl damit keine einzige kWh produziert worden ist. Gemäss KEV-Geschäftsbericht hat Windenergie im Jahr 2014 für tatsächlich produzierten, unabhängigen Strom gerade mal 9 Mio Franken erhalten – nicht aber von den Steuerzahlern, sondern von den Stromkonsumenten.

  • P. Schmid sagt:

    Das neue AKW in England erhält insgesamt eine Subvention von umgerechnet 180 Milliarden Franken und hat eine Bauzeit von mindestens 10 Jahren. Mit diesem Betrag kann man über 10 mal so viel Windkraft finanzieren. Das heisst: Wesentlich mehr Brennstoffverbrauchsreduktion in viel kürzerer Zeit, mehr Versorgungssicherheit, keine teure Energieträgerimportabhängigkeit, keine horrenden Rückbau- und keine Endlagerkosten, kein Kühlwasserbedarf und keine unbezahlbaren Restrisiken.

  • P. Schmid sagt:

    Österreich produziert übrigens bereits doppelt so viel Strom und Bayern über 4 mal mehr Strom mit seinen Dächern als das AKW Mühleberg.
    Unsere Wasserkraftwerke können doppelt so viel Strom produzieren wie im Schnitt verbraucht wird (BFE) und deren Speicherreserven reichen monatelang. Es gibt keine Dunkelflauten, die nur schon eine Woche andauern – allerdings ist 50% der Schweizer Atomkapazität monatelang und völlig ungeplant ausgefallen.

  • Peter sagt:

    Was spricht gegen Atomkraftwerke. Es gibt kein CO2, es produziert am meisten Strom und es ist eine konstante Stromquelle. Das Netz ist stabil. Wenn wir mehr AKW’s hätten, müssten wir uns nie mehr Sorgen um die Stromversorgung machen. Dann kann die Energiestrategie mit ihrer Sanierung kommen, aber so wie es jetzt ist, ist die ES2050 für die Tonne.

    • P. Schmid sagt:

      Die AKW haben ja so oder so eine unbefristete Betriebsbewilligung. Was wollen Sie denn noch?
      Neue AKW werden nicht gebaut, weil sie ein Mehrfaches von erneuerbaren Energien kosten.
      Selbst amortisierte AKW (sprich die beiden modernsten AKW der Schweiz, Leibstadt und Gösgen) können ja nicht einmal verschenkt werden, obwohl sie eine unbefristete Betriebsbewilligung haben.
      Auch in China, wo Atomenergie mit Abstand am stärksten subventioniert wird, hat die Windstrom- bereits 2012 die Atomstromproduktion überholt.

      • Jan Schlink sagt:

        Was spricht gegen AKW? Sie haben anscheinend das Endlagerproblen gelöst. Gratulation!

      • Peter sagt:

        Wir können die Energie nicht mal speichern. Wir haben viel zu wenige Speicherseen, um die überflüssige Energie zu speichern. Wenn es im Winter mal eine Woche windstill und bewölkt ist, dann können wir nicht mal mehr ein Licht anzünden.
        Dann müssen wir wieder Strom importieren und die CO2-Bilanz wird schlechter.

        • Martin rohner sagt:

          @ Schmid
          Wo haben sie denn die Info her??? China baut in den nächsten 20 Jahren über 60 kkw’s, aktuell befinden sich alleine 32 msr Reaktoren in Planung und Realisierung.

          • Peter sagt:

            Lesen sie Artikel, die sich professionell mit der Energiestrategie befasst. Man sollte sich auch abseits von den Poltiker informieren. Beispielsweise hat Doris Leuthard vor einiger Zeit gesagt man müsse Gaskraftwerke bauen, um das KKW vollkommen zu kompensieren, aber jetzt erwähnt die niemand mehr. Was ist passiert ? Dazu kann man Speicherseen nicht einfach ausbauen.

  • Esther Hug sagt:

    Ich sag es ja nicht gerne, aber nach der Lektüre dieses Energiegesetzes 2016 resp. den E-Strategiefragmenten 2050, die darin verpackt sein sollen, fühle ich mich an gelenkte Demokratien oder sogar an Diktaturen erinnert. Dieses „Ermächtigungsgesetz“ gäbe dem BFE Macht bisher in der CH nie dagewesener Art. Mitdiesem Gesetz werden für die nächsten 33 Jahre Parlament & Volk komplett bygepasst. Wir hätten es hier effektiv mit der Machtübernahme einer kleinen Clique von Lobbyisten & Beamten zu tun, die unter Zuhilfenahme jeden absurden Argumentes- angeblich im nationalen Interesse- eine irreversible Festlegung unserer künftigen Lebensform diktieren wollen. Eine solche Selbst-Ermächtigung kritisieren wir z.B. bei Erdogan aufs schärfste. Lassen wir das bei uns nun für die nächsten 33 Jahre zu?

    • Martin sagt:

      @Hug: Gut erkannt Frau Hug! Auch mir ist das ein Dorn im Auge. Wird dieses Gesetz angenommen, werden die Windkraftanlagen wie Pilze aus dem Boden schiessen und eine Einsprachemöglichkeit gibt es nicht mehr. Am Ende werden sich die Leute mit Ideologie durchsetzen und die ganze Landschaft und das Stromnetz zerstören. Wir werden umzingelt von Windrädern und Solarzellen im Dunkeln sitzen. Deswegen ganz klar: NEIN!

    • Jan Schlink sagt:

      Ich sag es ja nicht gerne, aber dieser Kommentar ist so daneben, dass es weh tut. Sie beschreiben ein Szenario, welches weder im Gesetz abgebildet ist, noch irgendwie realistisch oder nur bereits angedeutet wurde. Hören Sie doch auf Ängste zu schüren, bringen Sie Fakten zu den Dingen, die auf dem Tisch liegen. Danke

      • Röschu sagt:

        @Jan Schlink
        Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen, der neue Gesetzestext enthält viele Passagen, die dem Bundesrat quasi eine ‚Blankovollmacht‘ ausstellen. Nach Annahme kann der Bundesrat über Vieles einfach so entscheiden ohne Zustimmung von Parlament oder Volk.

        Das Gesetz ermächtigt den Bundesrat im Übrigen auch dazu in einigen Punkten das geltende Rechte ausser Kraft zu setzen (z.B. Art 14, Abs. 2). Dies halte ich für einen sehr gefährlichen Trend.

      • Martin sagt:

        @Schlink: Leider sind die Verfasser dieser EW 2050 Faktenresistent. Da kann man noch so viele Fakten auf den Tisch legen, sie werden grosszügig übergangen. Wer die Gefahr nicht sieht, die von geplanten Umstellungen im Stromnetz ausgeht, der hat einfach keine Ahnung. Diejenigen, die solche Stromnetze bauen, überlegen sich auch etwas dabei und sind nicht von der Atomlobby. Aber genau das wird sehr gerne unterstellt! Wenn die Dummheit weiterhin so grassiert, dann war’s das mit der schönen Schweiz! Aber das interessiert die Idealisten eben herzlich wenig. Aufwachen bitte!

  • Johannis Nöggerath sagt:

    Wir sind beeindruckt: 36’000 Gesuche für PV-Anlagen sind beim BFE hängig. Alle wollen Subventionen dafür. Frage: Was bringt das eigentlich? Also, Leute mal kurz rechnen: 1 qm PV Fläche bringt bei uns ca. 150 kWh/a. Gehen wir bei jedem Gesuch von 50 qm aus (was eher hoch ist), so gibt das eine (unregelmässige) Strommenge bei 1 Gesuch (1 Dach) von 7,5 Mio Wh/a. Erwähnte 36’000 Gesuche à 50qm brächten also 270 GW/a( instabilen Strom) für den Sommer. Das sind 0,27 TWh/Jahr vorallem im Sommer, die saisonal NICHT für den Winter gespeichert werden können. Die KKW produzieren im WinterHJ konstant ca. 12 TWh/Jahr. Im Winter brauchen wir gesamt etwa 35 TWh/Halbjahr. Speicherseen sind leer, PV trägt im Winter minimal bei. Wie soll das mit instabilem, winteruntauglichem PV jemals funktionieren?

  • The road to 2050 sagt:

    Von einem Wirtschaftskapitän mit MBA würde ich erwarten, dass statt lediglich ein „NEIN NEIN NEIN“ auch ein Vorschlag kommt, wie die Herausforderung zu lösen ist.
    Fakt ist: 1. Die AKWs werden ersetzt werden müssen – und dies aus wirtschaftlichen Gründe NICHT durch neue AKWs. 2. Kohlestrom wollen wir alle nicht.
    3. Wenn wir nur 4% der jährlichen Importe (13 Mia CHF) an fossilen Brennstoffe mittels ES2050 einsparen, hat sich das Investment von 40 CHF bereits gelohnt .Vorschlag: Wir setzen auf / fördern den Werkplatz Schweiz&dessen Innovationskraft bezüglich Erneuerbarer Energie. Wir setzen & fördern Batteriespeicher (im Haushalt, im E-Auto, als Speicherkraftwerk).Falls das alles nichts nutzt, bauen wir innert 2-3 Jahren ein Gaskombikraftwerk. Let’s pioneer it!

    • Martin sagt:

      @The road to 2050: 1. AKWs betreffen das Stromnetz, fossile Brennstoffe Automobilisten und die Heizung. 2. Wenn wir schon weniger Strom produzieren, wie wollen wir dann die Ölheizungen auch noch reduzieren? Wenn wir wirklich viel Energie sparen wollten, müssten wir: a. Die Heizungen optimieren. b. Die Warmwasseraufbereitung effizienter gestalten. c. Die Industrie müsste ihre Stromfresser effizienter gestalten. Da diese aber nicht mehr bezahlen müssen, werden sie auch nichts unternehmen.

      • Wellingtonia sagt:

        Wo sehen Sie heute noch Stromfresser in der Industrie die auch in 5 Jahren noch am Markt existieren möchte ?
        Die Ölheizungen werden aufgrund stiegender Kosten automatisch durch andere Wärmeerzeuger ersetzt.
        Richtig Grosskunden werden für ihren Strom nicht mehr bezahlen müssen – dies können Sie an den Lügenplakaten entlang der Strassen ablesen.
        Stichwort Subventionen – kennen Sie den Subventionsumfang in die AKW’s der Schweiz.
        Kennen Sie den schöngerechneten Preis einer kWh aus den schweizerischen AKW’s.
        Kennen Sie den abgesegneten Fehlbetrag im Stillegungs- und Rückbaufonds zu den AKW’s?

  • peter sagt:

    Im Juli 2015 wurde in Griechenland das Bargeld „rationiert“, die Griechen durften pro Tag 60 Euro am Automaten abheben, etwas war niemand zuvor in Europa je für möglich gehalten hatte.

    Wir können bei Annahme dieses „Energiegesetzes“ davon ausgehen, dass wir bald „Griechische Verhältnisse“ mit „rationierungen“ in der Energieversorgung haben werden, was heute niemand für möglich hält……

    • Jan Schlink sagt:

      Was ist das für eine abstruse Parallele samt hahnebüchener Annahme? Haben Sie das aus der SVP Zeitung zur Energiestrategie?

      • peter sagt:

        @Jan Schlick: Lesen sie das neue Energiegesetz, es umfasst 48 Seiten gegenüber dem heute gültigen mit 20 Seiten, da sind die hanebüchenen Vorgaben geschickt getarnt dargestellt.
        Ausufernde Planungen wie z.B. Zonen für Windkraftanlagen und Nutzungsplanungen auf Stufen Bund, Kanton und Gemeinden, ein gefundenes Fressen für Planer und ineffizienten Bürokratismus von Datenerhebungen, Auswertungen und „Massnahmen“ auf allen Stufen.
        Es braucht wenig Phantasie, um die „Zeichen an der Wand“ zu sehen, „Energiezonen“, weiter ausgedehnterer Zwang zu Fernwärmeanschlüssen etc.

      • peter sagt:

        @ Jan schlick: Beispiel Art 45: Sie erlassen Vorschriften über die sparsame und effiziente Energienutzung in Neubauten und in bestehenden Gebäuden! das sind „Gesetzliche Grundlagen=Freipässe“ für endlose Willkür und energetische Bevormundung.

        Diese Muster kennen wir vom UVEK bereits aus Via Secura und den daraus z.T völlig weltfremden „Massnahmen“

  • Jan Schlink sagt:

    Niemand behauptet, es werde einfach. Aber zu behaupten, wir könnten das Speicherproblem bis 2035 nicht lösen, ist ziemlich rückwärtsgewandt. Denn Verharren bedeutet Rückschritt, in punkto Klimawandel und bez. Innovatiosdruck. Ein Ja zur ES ist ein Wegweiser in eine smartere Zukunft!

    • Andreas sagt:

      Umgekehrt ist es aber ein „über den Tisch Ziehen“, wenn von den Befürwortern des Energiegesetzes den Leuten vorgegaukelt wird, das saisonale Speicherproblem sei bis 20135 mit Sicherheit lösbar, wenn bisher noch nicht einmal Ansätze für eine geeignete Lösung existieren.
      (Pump)speicherwerke sind dafür (zumindest ohne massiven Ausbau der Speicherkapazität) ebensowenig geeignet wie Akkus und andere Speicherformen (Power to Gas) stecken in den frühesten Kinderschuhen… Es ist richtig, dass das Energiegesetz ein Wegweiser ist, wohin die Entwicklung aus heutiger Sicht gehen soll, sinnvoller wäre es aber, wenn darin die Verpflichtung formuliert würde, optimale Konzepte für die Versorgung und Umwelt zu finden, anstelle bereits auf einzelne noch nicht ausgereifte Konzepte zu setzen.

    • Röschu sagt:

      Einfach mal einem neuen Gesetz zustimmen und hoffen, dass dann bis 2035 schon irgendjemand eine Lösung findet, halte ich für äusserst naiv.

    • Röschu sagt:

      Nachtrag:
      Ist es denn nicht auch rückwärtsgewandt zu behaupten, dass wir die derzeit vorhandenen AKW-Probleme in den kommenden Jahren nicht lösen können?

  • Andreas sagt:

    Sehr gute Zusammenstellung der Probleme des neuen Energiegesetzes durch Herr Hess!
    An alle Befürworter: Sie werfen den Gegnern der Energiestrategie immer wieder vor, keine Lösung zu präsentieren – die Lösung besteht darin, in einem ständigen Prozess und unter Nutzung aller Energie-„quellen“ eine für Umwelt und Energieversorgung optimale Strategie zu finden und nicht – wie im Energiegesetz vorgesehen – durch einseitigen Förderung der sogenannten „neuen erneuerbaren Energien“ ohne die entsprechende Förderung geeigneter Speichertechnologien eine „Scheinlösung“ zu präsentieren.
    Das Dilemma besteht also darin, dass weder Befürworter noch Gegner des neuen Energiegesetzes wirklich tragfähige Lösungsansätze präsentieren, sondern einseitig ihre festgefahrenen Positionen vertreten…

  • Christoph Rytz sagt:

    Es braucht die Energiestrategie 2050, und zwar jetzt: sie fördert einheimische, saubere und bezahlbare erneuerbare Energie. Damit stärkt die Schweiz den Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig wird die Energieeffizienz verbessert. Und sie reduziert die Abhängigkeit von milliardenteuren Energie-Importen wie Erdöl und Uran aus teilweise fragwürdigen Ländern. Daher Ja zur Energiestrategie am 21. Mai 2017.

  • Röschu sagt:

    „Es braucht die Energiestrategie 2050, und zwar jetzt: sie fördert einheimische, saubere und bezahlbare erneuerbare Energie.“
    In der Theorie tönt dies alles wunderbar und schön. In der Praxis könnte es aber durchaus dazu führen, dass dann vermehrt Strom aus Kohlekraftwerken importiert werden muss. Vorsicht vor dem Kobra-Effekt!

  • Dani Heusser sagt:

    Herr Hess es ist sehr einfach ein besseres Gesetz zu fordern und nur zu kritisieren ohne auch nur einen einzigen Verbesserungsvorschlag darzulegen. Nun das macht die SVP nicht anders und somit muss man davon ausgehen, dass es eher darum geht den Uran- und Erdöldindustrie ihre Pfründe zu sichern als wirklich einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Schweiz zu leisten. Wo bleibt die eisige Duschen für die SVP, die regt zum Denken an!

    • peter sagt:

      @Dani Heusser:
      1. Ein selbständig denkender und handelnder Mensch braucht KEIN Gesetz, um Energie einzusparen.
      2. Lesen sie beispielsweise „MASTERPLAN ENERGIE
      DER STADT ZÜRICH“, dann sehen sie das absurde „Ziel“ weiter als die 2000 Watt-Gesellschaft…
      3. Lesen sie „Verkehrsperspektiven 2040“ des Bundesamtes für Raumplanung, Personenverkehr Zielvorgaben für das Jahr 2040: ÖV +51,5%, LV +32%, MIV +18,1%, wobei heute der MIV praktisch 75% der Verkehrsleistung im Personenverkehr erbringt. „Gesteuert“ wird das zukünftige „Mobilitätsverhalten des Menschen“ vom Bund dank umfangreichen „Gesetzlichen Gundlagen“ durch Abklassierung von Strassen, künstlichen Verkehrshindernissen, Parkplatzabbau, Parkplatzverteuerung, baldige Benzinpreiserhöhungen etc. etc.

  • Roland K. Moser sagt:

    Es braucht nicht viel, um ein NEIN in die Urne zu legen:
    Es soll sich jeder mal überlegen und ausprobieren, wie er seinen Energieverbrauch von akutell 100 % um 43 % auf dann 53 % senken kann.
    Es ist schlichtweg nicht möglich.

  • Rolf Oehen sagt:

    Zugegeben, die Angelegenheit ist sehr komplex und, wie man sieht, gleichsam unterschiedlich, ja völlig «beliebig» darstellbar. Was mich ärgert, ist das komplette Ausblenden der Nuklear-(entsorgungs-) Problematik! Nachdem was in Tschernobyl und Fukushima passiert ist, wurde mir klar, dass die Priorität genau auf diese Problematik gelegt werden muss! Auf nichts Anderes! Was nützt der Menschheit eine «sichere Energieversorgung» bei einem Katastrophenfall gleichen Ausmasses – speziell in unserer völlig überbevölkerten Welt? Ein einziger Fall und alles steht still. Nichts geht mehr für Jahrzehnte – Jahrhunderte – Jahrtausende. Wer weiss es? Wer garantiert, dass die einmal «beerdigten» Atomfässer nie durch Erdbeben, Zerfressen der Hülle oder durch terroristische Aktionen Probleme bringen werden?

    • Peter sagt:

      Das ist ja mal sehr realistisch. Wir müssen mit einem Kleinrisiko leben. Es gibt viele Dinge, die alltäglich funktionieren und es gibt ein Risiko, dass es falsch geht und etwas schlimmes passiert. Dazu haben wir nie solche Naturkatastrophen, wie Fukushima sie hatte.

  • Rolf Oehen sagt:

    Kommt hinzu, dass bis heute scheinbar niemand diese Fässer unter «seinem» Boden haben will. Sie stehen (fast) überall um die heutigen stromproduzierenden Atomanlagen herum. Ein Skandal, ja eine Fehlpolitik ohne Vergleich! Die Fachleute sprechen/schreiben von einer «Halbwertszeit von 150’000 Jahren». Also ein Zeitraum, welcher niemand auf dieser Erde deuten, interpretieren oder gar verstehen kann. Unser «Wissen über alte Zeiten» reicht gerade mal bis zu den alten Griechen / Ägyptern. Also ca. 4-6’000 Jahre zurück. Dass aber die Befürworter diesen Abfall über unglaublichen Zeitraum von 150’000 Jahren als heisseste Kartoffel den kommenden Generationen aufbürden werden, scheint niemanden zu kümmern. Ein absoluter Wahnsinn, ja eine ungeheuerliche Gemeinheit gegenüber unseren Nachkommen!

    • Peter sagt:

      Was machen ihnen denn diese Fässer. Also ich habe noch nirgends gelesen, dass diese Endlager ein Leck gehabt hätten und jemand gestorben ist. Es wird mit der Sicherheit heutzutage sowieso übertrieben, wir könnten auch mit diesem Atommüll an der Oberfläche warscheinlich leben. Dazu muss man halt die negativeren Punkte vom AKW einstecken. Der Strom fällt nicht einfach vom Himmel und wir können ihn nutzen ohne etwas zu tun.

  • Rolf Oehen sagt:

    Die franz. Fachleute, welche kürzlich die 2. Hülle (Sarkophag) unter absolut schwierigsten Bedingungen in Tschernobyl bauten, glauben, dass dieser max. 100 Jahre hält. Dieser 2-3 Mia. Euro-Irrsinn muss also 1’500 Mal wiederholt werden… und, wohnen kann dort trotzdem niemand. Das neue Gesetz hat ev. Mängel. Es löst das heutige Abfallproblem auch nicht und neueste (Wind/Solar-) Technologien bringen wahrlich auch keine Verschönerung in unsere Landschaften. Aber es verunmöglicht wenigstes den Bau weiterer Atomkraftwerke. Schon dies rechtfertigt ein klares Ja!

  • Rolf Oehen sagt:

    Ich glaube an den techn. Fortschritt.Nur, der Druck muss erhöht werden. Die franz. Fachleute, welche kürzlich die 2. Hülle (Sarkophag) unter absolut. Horror- Bedingungen in Tschernobyl bauten u. von „150’000 Jahren Halbwertszeit“ sprachen (…) glauben, dass dieser neue „Schutz“ max. 100 Jahre hält. Dieser 3 Mia. €-Irrsinn muss also 1’500 Mal wiederholt werden… und, wohnen kann dann dort trotzdem nie jemand. Das neue Gesetz hat ev. Mängel. Es löst auch das heutige A-Abfallproblem nicht u. neueste (Wind/Solar-) Technologien bringen auch keine Verschönerung in unsere Landschaften. Auch gut möglich, dass wir «morgen» etwas weniger Strom z.V. haben werden pro Kopf, aber ein klares NEIN verunmöglicht wenigstes den Bau weiterer Atomkraftwerke. Für mich schon die halbe Miete ohne Strahlen…

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