Wie man Rechtspopulisten stoppt

Geert Wilders schnitt bei den Wahlen in den Niederlanden schlecht ab – Jesse Klaver (rechts) sorgte für einen Überraschungserfolg. Foto: Remko de Waal, Robin van Lonkhuijsen (EPA, Keystone)

Mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist ein narzisstischer Rechtspopulist in höchste Sphären aufgestiegen. Dort politisiert er, als gäbe es kein Morgen. Auch in unseren europäischen Nachbarländern rechnet man mit dem Durchmarsch von Extremisten. Doch immer häufiger stossen sie auf Widerstand. Den Anfang machte Österreich. Dort wurde im Dezember Alexander van der Bellen nach einem harten Duell zum Bundespräsidenten gewählt. Der frühere Grünen-Chef steht für sozialen Ausgleich, Respekt und demokratische Traditionen. Damit ist er glaubwürdiger als sein Konkurrent von den «Freiheitlichen», ein antieuropäischer Putin-Fan.

Auch bei den Wahlen in den Niederlanden letzte Woche war die Überraschung perfekt. Den grössten Sprung nach vorne machte nicht wie erwartet der rechtspopulistische Geert Wilders, sondern die grünlinke Partei von Jesse Klaver. Sie hat in einer polarisierten Situation am meisten zugelegt. Und das, ohne Werte wie Gerechtigkeit, Weltoffenheit und starken Umweltschutz zu verraten. Diese Präzisierung ist wichtig. Denn viele Parteien bekämpfen den Rechtspopulismus, indem sie ihn imitieren. Damit stärken sie die destruktiven Kräfte. Im Normalfall wählt man von zwei ähnlichen Angeboten doch lieber gleich das Original.

Aufgezwungene Themen

Es geht auch anders. Die beste Antwort auf den Rechtstrend ist nicht die Anpassung, sondern das Aufzeigen von konkreten Alternativen. Viele Menschen sind heute besorgt über eine wirtschaftliche Entwicklung, die sie abhängt oder in einen erbitterten Konkurrenzkampf zwingt. Nicht rechte Fremdenfeindlichkeit kann diese Situation verbessern. Nein, es braucht mehr Schutz, mehr globale Gerechtigkeit, mehr (Weiter-)Bildung, starke gemeinschaftliche Institutionen und Spielregeln, die ein faires Zusammenleben ermöglichen. Jeder Fussballer weiss ja: Ein Spiel ohne Regeln ist ein Spiel, bei dem der Skrupelloseste gewinnt.

Die Wahlen in den Niederlanden zeigen schön, wie die rechtspopulistische Mechanik funktioniert. Mit Tabubrüchen und Provokationen verschaffen sich Ego-Patrioten wie Trump, Wilders oder Orban mediale Aufmerksamkeit und zwingen anderen Parteien ihre Themen auf. Sind sie einmal an der Macht, dann werden demokratische Institutionen und Werte, aber auch die Grenzen des Anstandes systematisch durchlöchert. Spätestens hier gehen vielen Menschen die Augen auf. Auch in der Schweiz.

Kleine Sensation im Wallis

Seit dem Rechtsrutsch im Oktober 2015 hat insbesondere die SVP alle grossen Auseinandersetzungen verloren. Die Durchsetzungsinitiative scheiterte genauso wie die Unternehmenssteuerreform oder der Kampf gegen die erleichterte Einbürgerung der 3. Generation. Selbst peinliche Burka-Plakate konnten das Blatt nicht mehr wenden. Die nächsten Niederlagen sind bei der Energiestrategie oder der Völkerrechtsabschaffungs-Initiative bereits absehbar. Das sind gute Nachrichten. Denn sie zeigen, wie man den Rechtspopulisten Paroli bieten kann. Nicht mit Nachäffen. Sondern mit Fakten, leidenschaftlichem Engagement und vor allem mit Rückgrat. So wie die olympiakritischen Grünen im Kanton Wallis, die sich für das neue Raumplanungsgesetz und die Zweitwohnungsinitiative ins Zeug legten und – trotzdem – bei den Wahlen im März ihre Sitze vervierfachen konnten. Eine kleine Sensation.

«Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind», hat Plato einmal gesagt. Diese Erkenntnis wurde durch die US-Wahlen schmerzhaft bestätigt. Überall auf der Welt zeigen deshalb konstruktive Kräfte den Trumps, Erdogans, Freysingers und Wilders parteiübergreifend die Rote Karte. Wir müssen noch viel mehr und noch viel stärker werden!

50 Kommentare zu «Wie man Rechtspopulisten stoppt»

  • Malena sagt:

    Wenn ich mich nicht irre hat die Linke in Holland insgesamt verloren, der Gewinn der Grünen ging zulasten der PvdA. Und auch in den USA, der Türkei oder dem Wallis ist nicht gerade ein Linkstrend spürbar. Dabei ist die Analyse ja richtig: Die beste Antwort auf den Rechtstrend ist das Aufzeigen von konkreten Alternativen. Bedeutet der Rechtsrutsch, dass die Linke keine genügend konkrete Alternative hat? Oder dass der durchschnittliche Wähler diese nicht erkennt (ich muss auch grad überlegen, irgendetwas mit Anti-Faschismus, Rassismus, Sexismus…). Wilders und Freysinger wurden mehrheitlich von Mitte- und gemässigten Rechtswählern gestoppt. Die Linke tut gut daran, mit ihnen einen Dialog zu führen anstatt mit innerlinken Verteilkämpfen weitere Löcher in das sinkende Schiff zu bohren.

    • Cecil Braun sagt:

      „Wenn ich mich nicht irre“ – Tun sie aber. Nicht nur ist die PVV weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sondern die liberal-konservative VVD hat – obwohl immer noch stärkste Kraft – viele Stimmen eingebüsst.
      Sie wollen linke Lösungen hören? Wie wäre es mit verbindlichen Mindestlöhnen? Kein Grund mehr Ausländer einzustellen, wenn sie nicht billiger als Schweizer sind…

      • Realist sagt:

        Ups, lauter NL-Kenner hier. Frau Braun, auch wenn es weh tut, im grossen Bild hat Malena recht. Rutte ist noch weiter nach rechts gerutscht, im übertragenen Sinne klar rechts von Merkel. Damit konnte er Wilders ausgebremsen. Die paar Linken und das in der Not hochgejubelte grüne Jüngelchen tut der Regierung auch gut. Der Rest ist abgestraft und zu vernachlässigen. Der Mitte-Rechtsblock wird die NL regieren.

    • Herbert Anneler sagt:

      Mir gefällt dieser Beitrag. Me too ist nie eine gute, nachhaltige Strategie gegenüber der Rechts-(und Liks-)Extremen! Geduld, Offenheit, Rückgrat, langfristiges Denken, Haltung des Dienens sind und werden die Grundlagen der Zivilisation bleiben. Zeitweise können sich antizivilisatorische Extreme durchsetzen, überdauern werden sie nie, weil sie aus der Tierwelt-, nicht aus der Menschenwelt stammen. Und der Grossteil der Menschen verstehen sich eben nicht als Kampfameisen oder Termiten, sondern auch als geistige Wesen – als Menschen!

  • Rolf Rothacher sagt:

    Einmal mehr biegt sich Regula Rytz die Welt zu recht. Während sie den Populismus von Rechts anprangert, verschweigt sie den ebenso starken Populismus von Links. Ob Beppe Grillo in Italien oder die kommunistischen Bewegungen in Spanien und Portugal. Und schon gar nicht versteht sie, wie die Grünen seit Jahrzehnten rein populistisch mit Fake-News agieren, um den Menschen Angst einzujagen, mit Waldsterben, AKWs, Klimawandel usw.
    Frau Ryth: In den letzten 30 Jahren gab es ausser Fukushima keinen einzigen schlimmen AKW-Unfall und das bei 600 in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken. Die ständige Angstmacherei der Grünen ist Populismus in Reinkultur. Doch die Menschen beginnen (endlich), Ihrer Angstmacherei nicht mehr zu trauen. Da helfen auch keine Pamphlete gegen Rechts-Populisten.

    • Ralf Schrader sagt:

      Sie scherzen. Es gibt in Europa und den USA nicht einmal ’normale‘ Linke, geschweige denn linke Populisten. Beppo Grillo und links. Das ist ein guter Witz.

      • Realist sagt:

        Herr Schrader, Sie erstaunen. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Linke ein populistischer Haufen. Oder hören Sie aus dieser Ecke Aufforderugnen wie: „Erstmal Leistung zeigen, dann kann man etwas fordern“ ? Tendenziell wollen diese immer Mittel verteilen, an deren Generierung sie keinerlei Beteiligung hatten. Quasi aus der Gnade der Geburt heraus.

        • Josef Marti sagt:

          Das trifft ja wohl eher auf die Rechte zu, dank der Gnade der Geburt hockt man auf geerbtem Kapital- Boden- und Firmenbesitz seit Generationen und kassiert leistungslose Besitzeinkünfte solange genug Dummköpfe arbeiten um Mieten und Dividenden zu generieren.

    • Richard sagt:

      @Rothacher: Im Trump Fake News oder Alternative Facts Lager. Tschernobyl flog vor 31 Jahren in die Luft. Den Zeitrahmen sehr gut gesetzt. 2 Katastrophen bei 600 Reaktoren ist doch eine ziemlich hohe Quote. Man stelle sich vor 2 von 600 Passagierflugzeugen würden abstürzen. Niemand würde mehr fliegen…
      Zudem ist hat eine solche Katastrophe Auswirkungen, welcher nicht nach ein oder zwei Jahren vorbei sind. Eher 200 bis 300 Jahre, wenn überhaupt….

    • Cecil Braun sagt:

      Und in den letzen 31 Jahren? 1986 inklusive? Wie steht es dann? Bisschen anders, hmm?

    • Peter Karrer sagt:

      Sie liefern hier ein schönes Beispiel, wie man sich „Statistiken“ zurechtbiegen kann. In leider etwas plumper Manier, aber trotzdem eine schöne Illustration, wenn im selben Kommentar dann noch Fake-News zu dem Thema angeprangert werden.
      You just made my day!

    • Franz Marke sagt:

      Bis heute ist in jedem 100. gebauten Nuklearraktor eine Kernschmelze aufgetreten. Einer davon steht eingemauert in der Schweiz. Ich würde mal den Mund nicht so voll nehmen. Und was heisst „ausser Fukushima“? Klar, Unangenehmes ausblenden hilft immer… Kein Mensch hat eine Ahnung, wie man das aufräumen will! In den Ruinien ist die Strahlung so stark, dass die eingesetzten Roboter ausfallen(!), noch immer werden neue Tanklager gebaut für das radioaktive Abwasser, mit dem auch niemand etwas anfangen kann, schauen Sie sich das bitte mal in Google Maps an. Man schätzt die Gesamtkosten auf 200 Mia$, 160’000 Menschen wurden vertrieben. Aber die Grünen seien Populisten…

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Der Klimawandel und das Waldsterben als Fake-News? Sie haben sich als Gesprächspartner soeben selbst erledigt.

  • Maier Tom sagt:

    in diesem Sinne war die Wahl Trumps in den USA nicht das Schlechteste, es zeigt allen vernünftigen auf was passiert wenn die Rechten an die Macht kommen. Viele sind erwacht. Hoffen wir es reicht schon für Frankreich und Deutschland. Und ach ja, .. auch für die Schweiz.
    In diesem Sinne: Lieber Trump, mach weiter so – zeig allen was uns erwartet wenn wir Leute wie Dich an die Macht lassen!

    • P Herrmann sagt:

      „Lieber Trump, mach weiter so – zeig allen was uns erwartet wenn wir Leute wie Dich an die Macht lassen…….
      Nur nicht zu lang, 4Jahre wie bei bei Blocher werden zu überleben sein. Und „mid terms“ kommen die lange Nase heraufgekrochen!

  • Samuel sagt:

    Ahja…. aber wenn die Linke, insbesondere die JUSO, provoziert, ist das natürlich etwas völlig anderes. Denn die vertreten ja die „richtigen“ Positionen.

  • Ralf Schrader sagt:

    Die Demokraten hatten ihre Zeit und haben sie nicht genutzt. Sie haben statt dessen den Neoliberalismus zugelassen. Nun beginnt die Zeit der Autokraten, bzw. die hat längst begonnen, nun beginnt deren Siegeszug.

  • RHA sagt:

    Solange die Soziopathen an der Spitze der Wirtschaft mit Milliarden profiten in der Lage sind Politik nach ihrem Geschmack einzukaufen hat Europa keine Chance Politik zu machen für die eigentlichen Wertschöpfer der Gesellschaft. Jeder weis wer das ist.

  • Martin Frey sagt:

    Leider lässt die Autorin erneut das Format vermissen, dass andere grüne Exponenten im In- und Ausland dieser Tage auszeichnet. Wahrscheinlich motiviert dadurch, dass von der bewundernswerten Statur und der klaren Haltung eines Cem Özdemir, aber auch eines B. Glättli, etwas auf die eigene Farblosigkeit abfällt. Im Artikel wird unterschlagen, dass die Linke in Holland massiv verloren hat, und der Gewinn der Grünen nur auf Verschiebungen innerhalbe des rotgrünen Lagers beruht. Die Aussage „Im Normalfall wählt man von zwei ähnlichen Angeboten doch lieber gleich das Original.“ ist in dem Kontext schon fast bösartig. War es doch primär die stringente Haltung und überzeugende, rechtsliberale Politik von Rutte, die entscheidend dazu beigetragen hat, dass Wilders eine Abfuhr erhielt.

  • Andreas Ziegler sagt:

    Ehrlich statt linkspopulistisch wäre es, wenn Rytz erwähnen würde, dass die Sitzgewinne im Wallis aufgrund des neuen Wahlgesetzes zustande gekommen sind, das kleine Parteien wie die Grünen bevorzugt. Dies auf Kosten von CVP und SP, die beide Sitze im Grand Conseil verloren haben. Freysinger hin oder her, die SVP hat im Parlament zugelegt. Von einem Trend hin zu Links-Grün zu sprechen, sei das national oder international, ist Manipulation. Die wirtschaftsfeindliche Politik der Grünen, die die sichere Stromversorgung gefährdet, dazu die immer neuen Verbote, Gebühren und Steuern sowie der ganze Gender-Gugus sind die Positionen, gegen die sich der arbeitende Mittelstand wehren muss.

    • Cecil Braun sagt:

      Nope. Das sind Positionen, die der Mittelstand unterstützem sollte, möchte er nicht mehr länger ausgebeutet werden.
      Die Bürgerlichen sind seit langem in der Überzahl, gebessert hat sich nichts.

    • Hans sagt:

      Ich kann ja nachvollziehen, dass sich Frau Rytz über die Abwahl Freysingers freut. Daraus aber einen Trend ableiten zu wollen ist völlig verfehlt; Freysinger hat sich schlicht und einfach nicht als Exekutivpolitiker bewährt und hat nun die Quittung dafür erhalten.

  • Theo sagt:

    In der Schweiz haben wir kein Problem mit „Rechtspopulismus“ auch wenn Linksorientierte immer wieder versuchen bürgerliche Parteien – allen voran die SVP – in genau jene Ecke zu stellen.
    Es würde interessieren, wie man gegen sozialistische Gewalt vorgehen kann.
    „Linke Fäuste gegen rechte Hetze“ heisst im Klartext „Sozialistische Gewalt gegen Andersdenkende“.

    • Cecil Braun sagt:

      Simpel. Einfach nicht braune Parolen brüllend mit Kahlrasur durch die Stadt laufen.

      • Theo sagt:

        @ Cecil Braun:
        Es gibt in der Schweiz keine Glatzköpfe, die die Strassen unsicher machen und trotzdem kommt es zu sozialistischen Gewaltaufrufen.
        Sind die Sozialisten einfach eine gefährliche Partei. Die SP hat sich von den Machenschaften der JUSO (von vergangenem Wochenende), wo Familien in ein gewalttätige Demo gelockt wurden, nicht distanziert.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    man verhindert extreme strömungen – links und rechts – mit einer ausgewogenen politik FUER die gesamt-bevölkerung. die eu- und insbesondere hier die ehemaligen kolonial-staaten, haben es nachhaltig verpasst, einem teil ihrer bürger rechnung zu tragen. integration über ghettoisierung funktioniert nicht und ruft sowohl links- als auch rechts-„populisten…“ auf den plan. nachhaltige intergration mit chancengleichheit geht nur über kontingente. die migration muss europaweit eingedämmt werden.

  • Hans sagt:

    Ich hoffe wir können demnächst darüber lesen, wie man Linkspopulisten, insbesondere die Grünen, inklusive Frau Rytz, stoppt.
    Wer meint, die Grünen seien nicht linkspopulistisch, soll sich mal vor Augen halten, wie diese Partei mit immer neuen aufgebauschten Schreckensmeldungen die Bevölkerung verängstigt, obschon es der Umwelt besser geht denn je. Es ist genau dasselbe Muster, mit dem von rechtspopulistischer Seite z.B. die Angst vor Ausländern bewirtschaftet wird.

    • Cecil Braun sagt:

      Der Umwelt geht es nicht „besser denn je“, das ist schlicht gelogen. Weltweit verschwindet der Wald, die Weltmeere sind mit Plastik verschmutzt, das Polareis schmilzt und zu 75% leergefischt und unser Klima bewegt sich in Richtung dessen der Venus.

      • Hans sagt:

        Ja, Herr Braun, weltweit mag der Wald verschwinden, in der Schweiz hat er massiv zugenommen. Die Plastikentsorgung ist ebenfalls vorbildlich organisiert und die Klimahysterie kann man ohnehin nicht mehr ernst nehmen.
        Die Schweiz hat ihre Aufgaben im Umweltbereich weitgehend gemacht und es nützt der globalen Umwelt herzlich wenig, wenn wir uns mit immer noch mehr Einschränkungen, Vorschriften, Abgaben und Steuern um Wohlstand und Konkurrenzfähigkeit bringen. Die Grünen sind hierzulande schlicht überflüssig geworden.

        • Hans Berner sagt:

          Wir leugnen einfach alles, was uns nicht in den Kram passt, oder bezeichnen einfach alles, was unserer Argumentation nicht dienlich ist, als Hysterie.

    • Peter Karrer sagt:

      Was die Schweiz angeht, könnte man mit einer oberflächlichen Betrachtung tatsächlich zum Schluss kommen, dass es der Umwelt besser geht, als noch vor 40 Jahren. Fragt sich nur, gegen welche Wiederstände diese Verbesserungen durchgesetzt werden mussten. Es sind im Wesentlichen immer noch dieselben Kreise, welche auch heute noch bei jeder Gelegenheit Zeter und Mordio schreien, wenn der Umwelt- und Naturschutz das eigene Gärtchen tangiert. Spontan fallen einem Landwirtschaft (schwer bürgerlich dominiert) und Industrie/Gewerbe (mehrheitlich bürgerlich dominiert) ein.
      Wenn Sie die beschauliche Schweiz mal verlassen und sich statt in Tourismusdestinationen und Resorts mal in anderen Regionen im Ausland aufhalten, sieht die oben zitierte Bilanz sehr viel düsterer aus…

      • Hans sagt:

        Werter Herr Karrer, trotz grösstenteils bürgerlicher Parlamentsmehrheiten hat die Schweiz heute eine der strengsten Umweltgesetzgebungen der Welt. Vermutlich gibt es kein anderes Gebiet, das eine derart dichte Besiedelung mit einer derart hohen Umweltqualität kombiniert.
        Was Umweltprobleme im Ausland angeht, ist es Aufgabe der dortigen Regierungen für Ordnung zu sorgen. Da nützt es nichts, wenn wir hier die sektiererischen Grünen wählen!

    • Franz Marke sagt:

      Die Luftqualität und die Gewässer haben sich verbessert, aber eben, weil man mit Rausgasentschwefelung, Autokatalysator und Kläranlagen massiv investiert hat. Wenn wir nun deshalb grad nicht am Ersticken sind, zeigt das also in Ihren Augen, die Grünen hätten gelogen? Verquer…

  • Enzo Corriere sagt:

    Und wenn dann die neue, rechtslastige Führung der FDP endlich auf Nachäffung der Rechtspopulisten verzichtet, ist meine ehemalige Partei auch wiederum für einen breiten Mittelstand wählbar. Eine schlechte Kopie der SVP braucht nämlich niemand. Da wählt man doch viel besser das Original.

  • Karl Gruber sagt:

    Man hätte auch noch den neuen SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzlerkandidaten Martin Schulz anführen können, der mit klaren und nicht schwammigen Forderungen zugunsten benachteiligter Bevölkerungsgruppen den Vormarsch der AFD deutlich gebremst hat. In Abwandlung eines geflügelten Bundesratswortes könnte man sagen: Hoffnung herrscht!

    • Realist sagt:

      Sie meinen den Wahlkampf-Martin, Presssezitat: “ Man sollte Anwesenheitsgelder bei Sitzungen des Bundestags einführen, dann wäre er auch da – wie in Brüssel“ Klare Forderungen= Fehlanzeige. Nur das Geld der schon länge dort lebenden, das verteilt er werbewirksam vorab. Das ist Populismus in Reinkultur. Die „benachteiligten“ Gruppen, wer soll das sein? Die die immer mehr wollen und nichts dafür tun? Pseudoflüchtlinge, die Übergriffe auf Frauen als normal ansehen und NoGo Areas in Städten festzementieren? Mein Gott Herr Gruber, fahren Sie mal nach D und gehen Sie Nordessen auf die Strasse, oder in Duisburg Meiderich. Zum aufwärmen reicht schon ein Besuch am Essener Bahnhof mit weiblicher Begleitung. Diese lassen Sie 3m Vorsprung. Das feinste Angebot werden weiche Drogen sein.

  • Zet Winter sagt:

    Frau Rytz wettert über Populismus, dabei strotzt dieses Pamphlet geradezu nur so von Populismus und Polemik. Beispiele:
    Gerechtigkeit, Weltoffenheit, Anstand (moralische Worthülsen); starke gemeinschaftliche Institutionen (= mehr Staat); Spielregeln (welche? die der Linken? die von Frau Rytz?); faires Zusammenleben (Realitätsverweigerung – LaLa Land ist ein Film & Shangri-La ein Mythos); Fakten (als wäre Frau Rytz keine Politikerin?); demokratische Institutionen und Werte werden systematisch durchlöchert (sind nicht gerade die Linken für Zentralismus und EU? wo genau diese direkt demokratische Rechte an Brüsseler Bürokraten abgegeben werden sollen?).
    Oder: «Der Zugang zur Macht muss Menschen vorbehalten bleiben, die nicht in sie verliebt sind», und das aus dem Munde von Frau Rytz, lach!

    • Cecil Braun sagt:

      Wo lesen sie etwas von Lala-Land und Shangri-La? Kann es sein, dass sie sich nicht grundlos mit denen auskennen?
      Was ihre Populismus-Definition betrifft: Kaufen sie sich doch mal ein Wörterbuch, ja?

  • S.Schweizer sagt:

    Ursache/Wirkung ist ein Naturgesetz Frau Rytz. Rot/Grün unterstützt das internationale Interessen (Konzerne + Schiedsrichter) über nationale gestellt werden und das internationale Institutionen, wie die UNO+Nato, Kriege + Genozide als „Humanitäre Intervention“ legitimieren dürfen. Das und Ihr Konzept der Schutzverantwortung hat die Menschen- und Völkerrechts-Debatte erst ausgelöst, denn das Recht des Individuums wird zunehmend über das Recht des Kollektiv (Völkerrecht) gestellt. Wer seit dem MEI Resultat angefangen hat die direkte Demokratie in Frage zu stellen waren u.a. Sie und Ihre Anhänger. Sie rufen keine Nationen, keine Grenzen (ergo kein Völkerrecht) d.h. wer die Auflösung aller Staatsformen wünscht, will uns direkt in ein totalitäres System führen. Ich bin froh um jeden Gegenwind.

    • Hans Berner sagt:

      «Das Recht des Individuums wird zunehmend über das Recht des Kollektiv (Völkerrecht) gestellt.» Wissen Sie überhaupt, von was Sie schreiben? Das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nichts zu tun! Im einen Fall geht es um das Verhältnis zwischen Bürger und Staat (zum Schutz des Bürgers), im anderen Fall um das Verhältnis von Staaten untereinander und gegenüber supranationalen Organisationen.

  • Markus Bättiger sagt:

    Es erstaunt, dass Fr. Rytz nicht Populismus bekämpfen will, sondern Rechtspopulismus. Vielsagend, dass Linkspopulismus ausgeklammert wird.
    Fr. Rytz geht es damit um Stigmatisierung, nicht um Populismus, denn Sie klammert „Tabubrüchen und Provokationen“ der Linken einfach aus. So wirbt die Linke in der Schweiz mit in AKW rasenden Passagierflugzeugen, mit behinderten Bundesräten, nackten Wirtschaftsführern, blutverschmierter Leuthard, zertretenen Menschen, Giftgefäss mit Totenkopf und SVP-Beschriftung. Linke Jungparteien verhalten sich immer wieder strafbar (illegale Demos, Vandalismus, Hausfriedensbruch). Die Linke will rückwirkendes Recht einführen, die Eigentumsgarantie abschaffen, den Kapitalismus überwinden. SVPler werden zusammengeschlagen, Demos und Anlässe angefriffen.

  • Fredi sagt:

    Nun, nicht das ich Populisten und Rechtskonservative und -nationale gut finde, aber dieser Artikel ist nun wirklich plump. Mit dem Titel „Wie man Rechtspopulisten stoppt“ trampelt Frau Rytz in altbekannter Politikermanier auf den „anderen“ herum.
    Frau Rytz kommen Sie doch wirklich auf den Punkt und zeigen einmal auf, mit welchen Mitteln man Rechtspopulisten stoppt. Welche politischen Inhalte haben Sie und Ihre Partei dann dagegen anzubieten.
    Wenn man Polupisten stoppen will, müssen gute politische Inhalte und Forderungen her, die überzeugen und keine lieben Gute Nacht Geschichten, seid lieb und nett und betet für den Weltfrieden.
    Ihre Partei rettet die Demokratie nicht mit dem ÖKO-Strom.

  • Isidor Knickli sagt:

    Frau Rytz träumt. Wilders hat sich von 10 auf 13 Prozent verbessert und seine Partei zur zweitstärksten in den Niederlanden gemacht, also keineswegs schlecht abgeschnitten. Der Neuling Klaver hat zwar tatsächlich von 0 aus fast 7 Prozent der Stimmen erreicht. Doch hat er das nur auf den Ruinen der Sozialdemokraten geschafft, welche von 25 auf knapp 6 Prozent regelrecht abgestürzt sind. Wilders konnte seine Partei also festigen, während die Linke inzwischen vollkommen zersplittert ist und KEINE EINZIGE der linken Parteien auch nur annähernd das Resultat von Wilders erreichen konnte.

  • Roland K. Moser sagt:

    Und wie stoppt man Linkspopulisten wie die Sozialistischen Populisten SP, die Grünen Populisten GP und die Grün-Liberalen Populisten?
    Nur so wegen dem Gleichgewicht und so…
    Wenn die Rechtspopulisten Anlässe haben, kommen jeweils Hunderte Linkspopulisten und machen Terror, umgekehrt nicht. Wer ist jetzt das Problem? Die Linken!

  • Peter Meier-Schlittler sagt:

    „Trump ein narzisstischer Rechtspopulist“. Eine näher an der Wahrheit liegende Beschreibung wäre: Trump, Wilders, Petry, Le Pen, Pepe Gillo, …usw., als Antwort auf eine jahrzehntelange der Vetternwirtschaft und dem Eigennutz zunehmend verfallene unfähige „Führungsriege“ – so weit das Auge reicht. Kürzlich habe ich eine Aufschlüsselung gesehen, wofür z.B. die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehgebühren in Deutschland verwendet werden – mir haben sich dabei die Haare gesträubt und ich stellte mir die Frage, wie lange sich wohl die Menschen diese Zwangsabgaben noch bieten lassen wollen? Ob es wohl bei uns auch so ist?

  • Markus Schudel sagt:

    Wie kann man Sie stoppen, Frau Rytz? Sie vergleichen „Rechtspopulisten“ welteit und werfen alle in den gleichen Topf: Einer SVP steht es beispielsweise fern, den Koran zu verbieten, wie das Wilders in Holland gefordert hat. Aber das übersehen Sie grosszügig. Da kommt es auf Differenzierung plötzlich nicht mehr so drauf an. Ich verstehe natürlich, dass Sie und die Grünen verzweifelt nach neuen Wirkungsfeldern suchen. Leider haben sich mittlerweile alle Parteien ein paar ökologische Punkte aufs politische Pamphlet gesetzt und Sie sind schlicht und einfach: OBSOLET! Bitte danken Sie ab.

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