Zum Dank an die «Papierliausländer»

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Von wegen leichtfertige Vergabe des Schweizer Passes: Die kommende Abstimmung ist eine Gelegenheit, Hürden abzubauen. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Am 12. Februar stimmen wir darüber ab, ob wir jungen Menschen, deren Grosseltern vor Jahrzehnten in die Schweiz gekommen sind, eine erleichterte Einbürgerung ermöglichen. Solche Menschen sind überall um uns herum, in der Schule, im Job, im Sportverein, ohne dass wir sie als solche erkennen. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich erfahre, dass Bekannte, die ich für Schweizer hielt, noch immer «Papierliausländer» sind.

Auch für die Betroffenen selbst ist das eine merkwürdige Situation. Ihre Wurzeln sind hier in der Schweiz, sowohl ihre Eltern als auch sie selbst sind hier geboren und zur Schule gegangen – und sie sprechen oft nicht mal mehr die Sprache ihrer Grosseltern. Es macht schlichtweg keinen Sinn, diese Menschen bei der Einbürgerung gleich zu behandeln wie jemanden, der erst seit zwölf Jahren in der Schweiz lebt.

Abbau von Willkür und Bürokratie

Es handelt sich bei dieser Vorlage nicht um eine leichtfertige Vergabe des Schweizer Passes. Auch jemand, der erleichtert eingebürgert werden will, muss gut integriert sein und die Werte unserer Verfassung achten, die Gesetze einhalten, nicht von Sozialhilfe abhängig sein und so weiter. Die Einbürgerung geschieht also nicht automatisch, aber es würden einige der Hürden abgebaut, die dazu geführt haben, dass diese jungen Menschen bisher noch nicht offiziell zu Schweizern wurden. Das sind aus meiner Sicht insbesondere die folgenden zwei:

  • Erstens ist der Einbürgerungsprozess in der Schweiz bürokratisch und oft willkürlich. In den Kantonen und Gemeinden gelten unterschiedliche Vorschriften, in einigen gibt es Erleichterungen für die dritte Generation, in anderen keine – jedes Mal ist aber ein zeitraubender und langwieriger Prozess zu durchlaufen, der auch viel kostet. Für eine Familie mit zwei Kindern beispielsweise kann es ein beträchtliches Hindernis sein, wenn neben dem administrativen Aufwand auch noch Kosten von bis zu 7000 Franken anfallen.
  • Zweitens entsprechen die Fristen im Einbürgerungsprozess nicht mehr dem modernen Lebensstil. Denn bis anhin gilt: Jedes Mal, wenn jemand in eine andere Gemeinde zieht, auch wenn sie nur ein paar Kilometer entfernt ist, beginnt die jahrelange Frist wieder von vorne, die man für einen Einbürgerungsantrag abwarten muss. Gerade jungen Leuten, die für berufliche Tätigkeiten oder fürs Studium den Wohnort wechseln, werden so unnötig Steine in den Weg gelegt.

Mit dem erleichterten Verfahren werden diese bürokratischen Hürden gesenkt und durch klare, einheitliche und faire Regeln ersetzt, die dem hohen Integrationsgrad der dritten Generation viel eher gerecht werden.

Stärkung der Demokratie

Junge Menschen, deren Familien seit Generationen positiv zu unserem Wohlstand und zu unserem gesellschaftlichen Leben beitragen, sollen auch politisch aktiv mitgestalten können. Die Schweiz war schon immer ein Land mit Menschen unterschiedlicher Abstammung – wir definieren uns als Willensnation mit einer starken und direkten Demokratie. Diese Demokratie sollten wir stärken, statt immer mehr Menschen von den politischen Entscheidungen auszuschliessen.

Als Glarner wünsche ich mir, dass die jungen Menschen der dritten Generation, die hier geboren und mit uns zur Schule gegangen sind, Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit oder im Sportverein sind, auch mit uns an der Landsgemeinde mehren und mindern können. Am 12. Februar geht es nicht um Ausländer – das sind sie nur auf dem Papier. Die jungen Menschen der dritten Generation gehören zur Schweiz so wie wir alle auch. Deshalb sage ich Ja zur ihrer sinnvollen erleichterten Einbürgerung.

83 commentaires sur «Zum Dank an die «Papierliausländer»»

  • Zufferey Marcel dit :

    Was für eine Diskussion: In den USA erhält jedes Kind, dass auf amerikanischem Boden geboren worden ist, automatisch einen Pass- und wir stimmen darüber ab, ob die dritte (!) Generation von Ausländern in den Genuss einer erleichterten Einbürgerung kommt: Ein Armutszeugnis!

    • Nicolas Richard dit :

      Sind die USA der Massstab für unsere Gesetze? In diesem Fall wollten sich die 1. und die 2. Generation nicht einbürgern lassen, wollten sich also nicht wirklich integrieren. Seien Sie doch ehrlich: Bei den Männern ging und geht es darum, der Militärpflicht bzw. dem -ersatz zu entgehen. Deshalb ist nicht einzusehen, weshalb es eine erleichterte Einbürgerung braucht. Sie können sich ganz normal einbürgern lassen, so sie es denn wollen.

      • Tomas Enderlin dit :

        @Nicolas Richard: Haben Sie den Text nicht gelesen? In der heutigen mobilen Zeit kann es nicht sein dass ich meine Fristen verliere wenn ich in die Nachbargemeinde ziehe. Dies ist ein Gesetz von vorgestern und gehört wirklich abgeschaft. Und somit kann ja das ganze Prozedere in Frage gestellt werden und darüber stimmen wir ab! Dass alle Rechts von der Mitte dageben sind ist ja auch klar.

      • Josef Marti dit :

        Wichtig wäre auch dass jeder zum Zeichen der Integration einen Cervelat verspeisen muss, und das ohne das Gesicht zu verziehen.

      • Hanspeter Müller dit :

        Wer sagt denn, dass sie sich nicht einbürgern lassen wollten? Vielleicht hatten sie einfach nicht 7000 Franken zm Verjubeln auf dem Konto, sondern investierten diese Geld in die Bildung ihrer Kinder und bezahlten das Studium damit? Es gibt Familien, die müssen Prioritäten setzen mit dem Geld.

        • Nicolas Richard dit :

          Die Gebühren sind selbstverständlich vom Einkommen abhängig. Es werden ja jährlich Tausende einfacher Büezer-/innen aus dem Balkan eingebürgert. Bei 7000 Fr. muss das Einkommen sehr hoch sein.

          • Antonio Paci dit :

            Nein, die Gebühren sind NICHT vom Einkommen abhängig. Sie sollten sich informieren.

        • Angelina Brigante dit :

          das ist genau so,es ist eine geldfrage,auch wenn es weniger als 7000.– ist,hinzu kommt noch ein grosser aufwand mit papieren. über 50 jahre bin ich in der schweiz -meine heimat, der schweizerpass wäre ein geschenk,aber das verlange ich auch nicht.

      • Kurt Schwob dit :

        @Nicolas Richard: Seien Sie doch ehrlich: Das neue Gesetz ist so bemessen, dass niemand mehr dem Militärdienst entgehen kann: Die erleichterte Einbürgerung nach diesem Gesetz ist nur bis zum Alter von 25 Jahren möglich. Ihr Argument ist also keins mehr.

    • Thomas Stäubli dit :

      Nur ist der US-Pass oft eine Belastung, von der sich die Betroffenen nur allzu gerne wieder befreien. Er ist ein Freibrief fürs US-Steueramt, sich zu bedienen. Wenn jemand in der Schweiz gut integriert ist, dann kann er/sie doch problemlos das Einbürgerungsverfahren durchmachen. Wenn der CH-Pass einem dies nicht wert ist, dann lässt man es eben bleiben.

    • 1-800-CallGary dit :

      In den USA wird seit drei Jahrzehnten gefordert, die Einbürgerung, basierend auf die Geburt im Land, abschaffen.
      Die Kosten sind enorm.

    • Hans Müller dit :

      In den USA gibt es auch noch die Todesstrafe. Unbeschränkte Sozialhilfe gibt es dort nicht und Kriminelle werden sofort und ohne Federlesens ausgeschafft. Für Straftaten, wo man in der Schweiz Therapiestunden und eine bedingte Strafe erhält, kassiert man dort oft lebenslänglich, manchmal ohne Parole. Zudem töten Polizeibeamten dort willkürlich Schwarze auf Verdacht hin und die Bevölkerung ist bis auf die Zähne bewaffnet. Was wollen Sie uns also mit Ihrem USA-Vergleich sagen? Ein Armutszeugnis ist doch vielmehr, dass in der Schweiz die Dritte Generation noch nicht eingebürgert ist, weil die erste und zweite Generation oft die Sprache kaum beherrscht, oft schlecht integriert (ausser innerhalb ihrer Auslandsgruppe) ist und sich nie um die Einbürgerung bemüht hat.

      • Liz Mon dit :

        « Einbuergerung » wird von vielen Schweizer_innen* als Assimiliation missverstanden, d.h. es wird Angepasstheit oder gar Mitlaeufertum erwartet. « Integration » hingegen vollzieht sich wie ein Paartanz, beide (!) Seiten muessen wollen – es reicht nicht, wenn sich nur die Auslaender_innen* bemuehen.
        Bei der Einbuergerung geht es um nicht weniger als die Frage, ob Menschen als vollwertiges, souveraenes Mitglied der Gesellschaft akzeptiert werden – mit ihren Staerken und Schwaechen, mit Rechten und Pflichten, denen sie nachkommen oder auch nicht, und mit ihren anderen, ausserschweizerischen Identitaeten! Ich bin angepisst, wieviele hier mit Nein antworten und keine Verantwortung fuer ihre Umwelt uebernehmen.

      • Hans Müller dit :

        Mon: Nun, wenn Sie schon mit dem Paartanz Vergleich kommen: Ich habe den Tanzpartner nicht gewählt, der hat sich mir eigentlich ungefragt aufgedrängt, da muss ich also gar nichts « wollen ». Und Assimiliation hat nichts mit « Mitläufertum » zu tun, sondern mit Anstand, Respekt und Wertschätzung dafür, dass man hier Leben darf. Bin ich irgendwo zu Gast, verhalte ich mich respektvoll, und das sollte man auch dann tun, wenn man dann bleiben darf. Ich bin auch angepisst, wenn ich sehe, wie sich Zugewanderte hier teilweise aufführen, als hätten sie ein Menschenrecht darauf, uns zu verachten (weiss ich aus bester Quelle) und gleichzeitig schamlos von sämtlichen Vorteilen, die die Schweiz bietet, zu profitieren, und dann trotzdem noch aktiv darauf hinwirken, dass diese Vorteile zerstört werden.

        • Liz Mon dit :

          Stimmt Herr Müller, Sie wurden wohl nicht persönlich gefragt. Aber die Schweiz, also auch Sie ganz persönlich, profitieren davon, dass Ausländer_innen* hier arbeiten (Strassenbau, Gesundheitswesen, Gastronomie, Landwirtschaft, etc.), und das seit Jahrzehnten. Dass sie hier dazu leben müssen, und dass Ihnen nicht alle geheuer sind, mag für Sie ein unangenehmer Nebeneffekt sein. Aber wie geht der Schweizer Spruch mit « z Füfi u z Wegli » nochmals? Schade eigentlich, dass Sie Ausländer_innen* scheinbar mit Scham- und Respektlosigkeit gleichsetzen. Ich möchte nicht wissen, wievielen Ihnen unbekannten anständigen und herzensguten Menschen Sie mit Ihrer Art zu reden eigentlich unrecht tun, ohne denen je eine echte Chance zu bieten.

        • Liz Mon dit :

          Und genau weil Sie nicht « tanzen » wollen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie Zugewanderte als schlecht integriert wahrnehmen. Der Punkt dieser Analogie ist ja gerade, dass es keine gelungene Integration geben kann ohne beide Seiten, aber Sie wollen die Schuld nur bei den anderen sehen. Sie sehen die anderen als nicht integrationswillig an, aber haben Sie sich überlegt, dass es den anderen ebenfalls verleiden mag, wenn Sie im Vornherein schon kläffen? Und dieses Dilemma, in dem Sie und ich jetzt feststecken, findet tausendfach statt in diesem Land. Schade.

          • Hans Müller dit :

            Ich nehme Zugewanderte nicht als schlecht integriert wahr. Sie sind teils schlecht integriert. Mit Betonung auf teils. Das ist auch ein reines Mengenproblem. Längst müssen wir uns ja den Zugewanderten anpassen und nicht umgekehrt. Warum wohl werden sogar Abfallentsorgungsbroschüren in Dutzenden von Sprachen verfasst? Warum sprechen Schweizer Kinder an Schulen heute Schweizerdeutsch mit Balkanakzent? Warum wohl müssen wir uns mit religiös motivierten EGMR-Gerichtsprozessen herumschlagen? Es gibt keinen Grund, Einbürgerungen weiter zu erleichtern, egal welcher Generation. Das zieht nur Begehrlichkeiten nach sich. Kommt die Vorlage durch, kommt die Linke in ein paar Jahren mit der Idee der Einbürgerung durch Geburt oder sowas in der Art. Und so geht das dann weiter.

        • R. Lopez dit :

          @Hans Müller: Ich bin in der Schweiz geboren und besitze « noch » keinen CH-Pass. Leben tue ich erst seit 44 Jahren in der Schweiz. Ich bin also Ihrer Meinung nach nur zu Gast in der schönen Schweiz. Mmmmhhhh… wie erkläre das meinen Kindern (–> sind ja nur 4. Generation – seitens der Mutter, welche auch Ausländerin ist), dass sie in der Schweiz nur zu Gast sind. Bitte helfen Sie mir auf die Sprünge!
          Bin von der aktuellen SVP-Kampagne ziemlich schockiert und glauben Sie mir auch ziemlich angepisst!!!!! Vergleichen Sie bitte Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen. Ich habe mit Burkas, so ziemlich nichts am Hut! Einfach nur pathetisch und grotesk!!!!!!!

  • Marc Burnach dit :

    Bevor man die Einbürgerung immer und immer wieder erleichtert, sollte endlich die Doppel-Staatsbürgerschaft abgeschafft werden. Es kann doch nicht sein, dass Neo-Schweizer besser gestellt werden als gebürtige Schweizer. Wer Schweizer werden will, der soll sich entscheiden müssen und zwar ohne wenn und aber.

    • Gisela Ahorn dit :

      Das liegt leider nicht in unserer Macht. Die Schweiz kann nicht bestimmen wie andere souveräne Staaten ihr Bürgerrecht handhaben. Mitunter ist es auch gar nicht so einfach seine Staatsangehörigkeit abzugeben.

      • Kurt Leutenegger dit :

        An die Doppelstaatsbeführworter.
        Die Schweiz kann wirklich nicht bestimmen ob ein anderer Staat den Bürger entlässt, richtig.
        Sie kann aber ein Gesetz erlassen das ein Schweizer Bürger keine zweite Staatsbürgerschaft haben kann., auch Auslandschweizer. Es geht auch nicht an, das Auslandschweizer Doppelbürger die Geschicke der Schweiz mitbestimmen können.
        Wenn ein Schweizer Doppelbürger für den anderen Staat spioniert wäre somit die erleichterte Ausbürgerung gewährleistet.
        Es gibt einfach nicht den Fünfer und das Weggli.

    • Josef Marti dit :

      Doppelte Staatsbürgerschaft kann man gar nicht abschaffen wenn der andere Staat die doppelte Bürgerschaft akzeptiert. Solche Staaten bürgern ihre Leute nicht aus nur weil sie irgendwo anders einen neuen Pass erhalten.

    • Hanspeter Müller dit :

      Ihr Kommentar tönt so wie wenn Sie neidisch wären auf jene, die zwei Staatsbürgerschaften haben. Was macht das für einen Unterschied ob man eine oder zwei hat? Man liebt nicht eine mehr oder weniger wenn man noch eine zweite hat. Oder wären Sie auch dafür das erste Kind weg zu geben, wenn Sie ein zweites bekommen? Weil lieben kann man ja nur eines?

      • Nicolas Richard dit :

        Die Antwort heisst « one man (woman) – one vote ». Dieser anerkannte Grundsatz wird bei doppelter Staatszugehörigkeit durchbrochen, da diese Bürger in zwei Staaten stimm- und wahlberechtigt sind, was einfach inakzeptabel ist. Ein Politiker könnte auch in zwei Staaten gleichzeitig ein Amt bekleiden. Welchem gegenüber ist er dann loyal, der Schweiz oder einem EU-Staat?

        • Christoph Bögli dit :

          « One man, one vote » bezieht sich auf die Entscheidung des US-Bundesgerichts, dass Wahldistrikte die gleiche Populationsgrösse haben müssen damit Stimmen das gleiche Gewicht besitzen. Hier verstösst gegen dieses Prinzip also maximal unser Ständemehr. Man sollte sich darum evtl. informieren bevor man irgendeinen Slogan heraus posaunt.

          Nach Ihrer Logik müsste man im übrigen auch die Stimmrechte auf verschiedenen föderalen Ebenen ablehnen, da vielfach Interessenskonflikte zwischen Gemeinden, Kanton und Bund bestehen. Was natürlich Unsinn ist. Ich sehe die Sache eher anders herum: In zwei Staaten zugehörig und stimmberechtigt zu sein, dürfte tendenziell dazu beitragen, diese Staaten näher zueinander zu bringen und damit Konflikte abzubauen.

        • Michael Kümin dit :

          Es gibt tatsächlich Politiker, die in zwei Staaten aktiv sind. Wieso das schlecht sein sollte, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Diese Leute können zwischen den verschiedenen Kulturen vermitteln.
          Das Prinzip  »one man one vote » gilt nur innerhalb einer politischen Ordnung. Solange niemand bei einer Wahl seine Stimme doppelt abgeben darf, ist die Wahlgleichheit intakt.

        • Marcel Maier dit :

          um Himmels willen. Jetzt wird schon die Loyalität der Doppelbürger thematisiert? Wie oft kommt es denn vor, dass eine Ausländische Wahl (Abstimmungen gibt es da ja sehr sehr wenige) einen direkten Einfluss auf die Schweiz hat?
          Als direkt betroffener kann ich sagen: Das politische Geschehen in der Schweiz hat für mich Priorität, weil ich hier lebe und das Land liebe. Wahlen in meinem 2. « Heimatland » (das ich nur von den Ferien kenne) verfolge ich zwar, beteiligt habe ich mich aber nur 1x, weil der Aufwand schlicht zu gross war (da muss man auf einem Konsulat oder der Botschaft vorbei).
          Und auch im Ausland ticken die Leute gleich wie hier: würde sich eine Person zur Wahl stellen, die ständig im Ausland lebt, wird sie vom Volk kaum gewählt…

        • Kurt Schwob dit :

          @Nicolas Richard: Dieses Argument finde ich stichhaltig; allerdings kann die Schweiz nicht verfügen, dass z.B. ein Franzose mit Wohnsitz in der Schweiz nicht in Frankreich wählen darf. Wohl aber kann sie dafür sorgen, dass die ca. 900 000 Schweizer im Ausland hier nicht stimmberechtigt sind, wo sie ja auch keine Steuern zahlen. Wir sollten das tun – das wäre doch gewiss in Ihrem Sinne.

    • Paul Levi dit :

      Ich verstehe das nicht. Wo hat ein gebürtiger Schweizer ein Nachteil? Was wird im weggenommen, wenn ein Ausländer zwei Pässe hat? Das ist doch reiner Neid.
      Wenn ein Ausländer seinen Pass abgibt, dann müsste er ein Visum beantragen, um seine Verwandten besuchen zu können. Ist das wirklich sinnvoll?
      Im Gegenzug müssten dann aber auch alle Auslandsschweizer den Schweizer Pass abgeben. Dann müssten Sie auch ein Visum stellen, um in die alte Heimat zu reisen, und zurück wandern in die Schweiz wäre dann nicht mehr möglich. Wollen Sie das?

    • Liz Mon dit :

      Herr Burnach, Sie goennen anderen die Doppelbuergerschaft nicht, weil Sie sich dann mit Ihrem Nur-Schweizer-Sein schlechter gestellt fuehlen « muessen ». Es ist aber Ihre Wahl, « nur Schweizer » zu sein. Sie koennten sich auch entscheiden, ins Ausland zu ziehen und dort einige Jahre zu leben, und ploetzlich auch das Beduerfnis nach einer zweiten Staatsangehoerigkeit verspueren. Einigen Auslandsschweizer_innen* ist es so ergangen – was ist mit ihnen, sollen sie den Schweizerpass abgeben?

  • Oliver dit :

    Lieber Herr Burnach,
    was spricht Ihres Erachtens denn gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft? Und wo wäre denn der Neo- Schweizer denn besser als der gebürtige Schweizer (die dritte Generation ist überwiegend in der Schweiz geboren) gestellt? Letztendlich geht es doch nur um politische Mitbestimmung, was wäre daran denn so abstossend? Die 3. Generation lebt und arbeitet ja in diesem Land mit allen Rechten und Pflichten; nur muss sie sich politisch `fremdbestimmen` lassen, auch in Angelegenheiten die sie direkt betreffen.

    • Hofstetter Josef dit :

      Rechte und Pflichten, das ist ja der Grund, weshalb sich viele nicht einbürgern lassen wollen. Zudem finde ich es nicht richtig, dass man in zwei Staaten wählen und abstimmen kann. Wer sich einbürgern lassen will, der muss und kann auf die zweite Staatsbürgerschaft verzichten.

      • Marcus Ballmer dit :

        Wie viele mit einem zweiten Pass gehen denn in zwei Staaten wählen und abstimmen? Entschuldigung, aber Sie konstruieren ein Problem, das keines ist. Zweitens: es gibt gute Gründe, weshalb man seinen ursprünglichen Pass behalten möchte, die nichts mit Wahlen und Abstimmungen zu tun haben. Das können Sie sich in Ihrer kleinen, heilen Welt nicht vorstellen, aber es ist so. Drittens: Haben Sie oder die Schweiz irgendeinen Nachteil durch die Doppelbürger? Nein? Wozu also die Prinzipienreiterei?

        • Hofstetter Josef dit :

          Marcus Ballmer; Es gibt mehr als Sie weismachen wollen, welche als Doppelbürger in beiden Staaten abstimmen und wählen. Es ist nach meiner Ansicht nicht richtig, dass man dies kann. Entweder entscheidet man sich für den Staat, indem man lebt und ein gutes Einkommen hat, oder man verlässt dieses Land. Es geht den meisten ja nur um Profit und, dass man je nach Lust und Laune sich absetzen kann, wenn es z.B. Brenzelig wird.

          • Mario Cello dit :

            Was für Profit? Ich habe meine alten Pass noch, weil ich irgendwie daran hänge, weil ich es ohne Zutun geschenkt bekommen habe. Wenn es brenzlig wird, kann man auch als Schweizer an vielen Orten « abhauen ». Man muss sich nur informieren. Es ist nur Neid. Wenn ihr einen 2ten Pass wollt, migriert mal ein paar Jahre. Niemand wird hier bevorzugt.

  • Diego Hauser dit :

    Von einem Co-Präsidenten einer Jungpartei würde ich erwarten, dass er sich über die Begriffe, die er in seinem Beitrag verwendet, informiert, bevor er sie verwendet. Wer mit der grossen Kelle des Begriffs « Willkür » um sich schlägt, sollte also verstehen, was damit rechtlich gemeint ist, und sollte genau begründen, inwiefern irgendetwas am Verfahren willkürlich sein könnte. Ansonsten verzichtet man besser auf Begriffe, die man offenkundig nicht versteht.

  • r.meier dit :

    Es gibt viele Ausländer,die den roten Pass gar nicht wollen,weil sie fest mit ihrer Heimat verbunden sind,gerade junge Männer,die keinen Militärdienst leisten wollen,und auch keinen Militärpflicht-Ersatz,auch stinkt ihnen auch,im Zivildienst eingesetzt zu werden,also.nur profitieren wollen,ohne Gegenleistung zu erbringen,ein teures Auto zu fahren,da spielt Geld keine Rolle,

    • Michael Kümin dit :

      Es geht bei dieser Vorlage ja eben genau um die, die sich einbürgern lassen wollen und und bereit sind, die Pflichten, die damit verbunden sind, auf sich zu nehmen.

    • Marcus Ballmer dit :

      So, so, es « gibt viele Ausländer », die angeblich nur profitieren wollen und eine Gegenleistung zu erbringen. Wie viele sind es denn? Haben Sie irgendwelche Angaben dazu? Oder ist es einfach nur Ihr – bedeutungsloses – Gefühl?

    • Paul Levi dit :

      Klar gibt es Ausländer die den Pass nicht wollen. Und? Sollen diese gezwungen werden, den Pass zu beantragen? Diese Erleichterung gilt nur bis 27, damit die Eingebürgerten trotzdem Militärdienst leisten müssen.
      Es geht ja nicht um diese die den Pass nicht wollen, sondern um die die ihn wollen und bei der 3. Generation macht es Sinn diese erleichtert einzubürgen.

    • Kurt Schwob dit :

      @r.meier: Sie haben recht: Manche wollen den Pass nicht. Warum wir deswegen jenen, die ihn wollen, das Bürgerrecht verweigern sollen, ist mir allerdings nicht klar. Die Sache mit dem Militärdienst ist bereits in Ihrem Sinn gelöst: Das neue Gesetz lässt die erleichterte Einbürgerung nur bis zum Alter von 25 Jahren zu, d.h. die Militärdienstpflicht greift noch.

  • Claudia dit :

    Ich wurde als 15-jährige eingebürgert. Kinder kann man erleichternd einbürgern und meiner Meinung nach sollten dies auch andere Eltern tun, die schon bereits als 2. Generation hier sind. Meine Eltern sind eingewandert und hatten schon bemerkt, dass wir vollblütige Schweizer sind. Aber zusätzlich erleichternde Gesetzte braucht es meiner Meinung nach nicht.

    • Felix dit :

      Meine Frau kam von D. Fünf Jahre nach der Heirat konnte sie erleichtert eingebürgert werden. D anerkannte nicht mal die in CH geschlossene Ehe, den EU Pass verlor sie ebenfalls. Sie stört dies nicht, sie ist CH aus Ueberzeugung und braucht auch nur einen Pass. Fazit CH Pass ja, wenn anderer Pass abgegeben wird.

    • Antonio Paci dit :

      Auch Kinder von Ausländern werden heute auf dem ordentlichen Weg eingebürgert. Da sie ein Kind waren, haben sie sich wohl nicht gross damit auseinandergesetzt. Fragen Sie Ihre Eltern.

  • Bruno Eicher dit :

    « Auch jemand, der erleichtert eingebürgert werden will, muss gut integriert sein und die Werte unserer Verfassung achten, die Gesetze einhalten, nicht von Sozialhilfe abhängig sein und so weiter. »

    Sorry, aber dieses Märchen brauchen Sie keinem zu erzählen, der einmal an einer Gemeindeversammlung mit Einbürgerungen teilgenommen hat. Ich sehe in meiner Gemeinde (in der Ostschweiz), was für Leute ohne mit der Wimper zu zucken eingebürgert werden.

    • Paul Levi dit :

      Sorry, dann haben Sie aber echt keine Ahnung, wie so ein Verfahren läuft. Bis jemand vor die Gemeindeversammlung kommt, wird diese sehr genau durchleuchtet.

  • Katy Remel dit :

    Das sollte doch selbstverständlich sein!!

  • H. Ziegler dit :

    Gegenrecht: Alle Auslandschweizer mit dopelter Staatsgürgerschaft müssen den CH – Pass abgeben (einige 100 000! ) !

    • Danny dit :

      Sind das nun einige 100 Tausend Auslandsschweizer welche als Schweizer im Ausland eingebürgert wurden, oder sind das Ausländer welche in der Schweiz eingebürgert wurden und nun wieder im Ausland leben? 😉

    • Rahel S dit :

      Genau das befuerchte ich als Auslandschweizerin! Auch wenn ich seit 13 Jahren im Ausland wohne, bin ich im Wesen/ Herzen Schweizerin und werde das auch bleiben. Die Gruende fuer Doppelbuergerschaft sind vielfaeltig- desshalb koennen einfaeltige Leute dies wohl kaum verstehen.

  • Wilhelm Zollinger dit :

    Einbürgerung ist kein Problem wenn diejenigen bereit sind den Ausländertpass abzugeben. Kein Schweizer kann zwei Pässe besitzen weil unsere Politiker nicht für die Schweiz sondern fürs Ausland Politisieren

    • 1-800-CallGary dit :

      Meine Tochter hat zwei Pässe.
      Beide gültig.

    • Diego Hauser dit :

      « Kein Schweizer kann zwei Pässe besitzen […] »

      Was erzählen Sie hier für einen hanebüchenen Unsinn? Jeder Schweizer, der Doppelbürger ist, besitzt zwei Pässe.

    • Paul Levi dit :

      Bei dieser Vorlage geht es aber nicht um doppelte Staatsbürgerschaften. Also sagen Sie jetzt trotzdem Nein und schaden damit den Ausländer der 3. Generation und nur weil Sie etwas gegen doppelte Staatsbürgerschaften haben. Man schlägt also den Sack und meint den Esel.
      Dann müssten aber alle Auslandsschweizer auch ihren Pass abgeben. Wenn diese dann in ihre alte Heimat zurück wollten, müssten sie ein Visum stellen und zurück wandern ginge gar nicht mehr. Wollen Sie das?

  • Roland Berra dit :

    Bereits die zweite Generation sollte automatisch eingebürgt sein. Sind Leute die den Schweizer Pass schnell durch Geld oder Beziehung wie einige unsere Politiker, bessere Schweizer als andere ? Je reicher man ist je mehr man entwickelt egoistische Tendenzen und man sollte sich dagegen wehren.

  • Kurt Leutenegger dit :

    1. Wer sich der Mentalität des Wohnlandes anpasste und nie mehr ins Ursprungsland zurück will, wird alle Hürden überwinden um den Wohnlandpass zu erlangen.
    2. Die/der Antragsteller kann keine 2. Nationalität besitzen, entweder Schweizer oder Ursprungsnationalität. (Gesetz ändern)
    Die Erfahrungen der Deutschen während der Wahlen des Türkischen Präsidenten Erdogan müssen wir uns in Zukunft ersparen.
    Also keine 2. Staatsbürgerschaft, dadurch verkleinert sich auch die Gefahr von Paralellgesellschaften.
    Es ist doch so, entweder ist das Herz im Wohnland und man setzt sich für dieses Land ein, oder im Ursprungsland, beides geht nicht.

    • Paul Levi dit :

      Das ist doch lächerlich. Ob jetzt mit 1, 2 oder 3 Pässen, das ändert absolut nichts am Bilden von Parallelgesellschaften. Lustig ist ja, dass gerade Leute wie Sie dafür sorgen, dass Ausländer ausgegrenzt werden und damit sogar Parallelgesellschaften fördern.
      Da man keine überzeugenden Argumente gegen das neue Gesetz gefunden hat, kommt man jetzt mit der doppelten Staatsbürgerschaft, obwohl da ja gar nicht das Thema ist. Dann müsste man aber den Auslandsschweizern die einen 2. Pass haben, auch den CH-Pass weg nehmen. Wollen Sie das? Diese könnten dann nie mehr in die alte Heimat zurück wandern und bräuchten für die Einreise ein Visum.

    • Rahel S dit :

      Glauben Sie mir- es geht beides! Ich bin Auslandschweizerin mit einem zusaetzlichen Pass. Ich bin mit der Schweiz eng verbunden, obwohl ich im Ausland lebe. Vielleicht werde ich sogar einmal zurueck kehren, das waere schoen. Trotzdem habe ich- auch einen Pass meines Wohnlandes – aus buerokratischen Gruenden, weil ich mitbestimmen will, weil meine Kinder hier aufwachsen etc.

    • Franz Marke dit :

      Zu 1.) Sind Sie besonders begriffsstutzig? Allein die Anforderunegn zu den Mindestwohnfristen sind für junge Leute selten einzuhalten. Sollen die also auf Ausbildung und Berufsanfang verzichten, nur um die Mindestwohndauer in einer Gemeinde einzuhalten? Sie können natürlich fordern, dass diese Leute gefälligst « alle Hürden » zu überwinden haben. Was müssen Sie denn überwinden?

  • Rico Hauser dit :

    Kulturkampf oder gar Terror sind für die Schönwetterparteien Begriffe, die es für sie gar nicht gibt. Gerade in so unsicherem Zeiten gilt: Trau schau wem ! Das trifft insbesondere auf nicht integrationswillige Gruppierungen zu, bei denen patriarchalische, antidemokratische oder sonst rückwärtsgewandte Normen hartnäckig bewahrt werden. Da ist eine Einzelbeurteilung durchaus notwendig, ob jemandem das Stimm- und Wahlrecht erteilt werden darf ! Die Linken und Grünen hoffen ja nur auf neue Wähler.

    • Paul Levi dit :

      Wenn man keine guten Argumente hat, dann wird fies argumentiert. Einerseits indem man Einbürgerungswillige in die Nähe von Terroristen rückt und andererseits indem Lügen verbreitet werden. Die Linken hoffen nicht auf Wähler, denn Eingebürgerte wählen keineswegs mehr Links als Ur-Schweizer. Es ist schade, dass die Diskussion auf so tiefem Niveau erfolgt.

    • Franz Marke dit :

      « Nicht integrationswillige Gruppierungen zu, bei denen patriarchalische, antidemokratische oder sonst rückwärtsgewandte Normen hartnäckig bewahrt werden ». Ich dachte zuerst, Sie sprächen von SVP-Wählern, aber die sind ja schon CH-Bürger. Habe ich also etwas falsch verstanden.

  • Wenger Othmar dit :

    So lange Betroffenen bei solchen angeblichen Einbürgerungen den alten Pass behalten können, ist das ganze Prozedere doch nur ein primitives Falsch-etikettieren. Man betrügt auf alle Fälle die Gesellschaft, in die ein solcher staatsbürgerlicher Zwitter angeblich integriert wird. Er kann ja nachträglich höchstens ein fünfzigprozentiger Schweizer sein. Kein Mensch kann ja be-kanntlich gleichzeitig auf zwei Hochzeiten tanzen.

    • Paul Levi dit :

      Effektiv ist eben genau umgekehrt. Leute die im Ausland aufwachsen, tanzen nicht auf 2 Hochzeiten, sondern auf gar keiner. In der Schweiz wird man nicht akzeptiert, da man den falschen Namen und/oder die falsche Hauptfarbe hat und im Heimatland der Eltern wird man nicht akzeptiert, da man doch zu fremd geworden ist. Leute wie Sie, helfen noch zusätzlich diese Leute auszugrenzen.
      Das Beantragen vom Schweizer Pass ist ein Bekenntnis zur Schweiz und sollte deshalb gefördert werden. Das man aus Verbundenheit zum Heimatland und aus praktischen Gründen (Visa) den alten Pass behalten will, ist etwas ganz normales, dass keinem Schweizer in irgend eine Form weh tut. Sonst müsst man Auslandschweizer ja auch den Pass wegnehmen.

  • Berna Öz dit :

    Ich bin 1967 als Tochter einer Schweizerin und eines Türken in Schaffhausen auf die Welt gekommen, ich hatte kein Anrecht auf das Schweizer Bürgerrecht zu diesem Zeitpunkt.
    Mit 10 Jahren wurde ich eingebürgert, ich musste auf dem Polizeiposten , fragen beantworten, wie z.b wie es mir in der Schweiz gefällt. Dieses Ereignis hat mich sehr geprägt obwohl ich dieses Jahr 50 Jahre alt werde, da ich nichts anderes als die Schweiz kannte und auch kein türkisch sprach und keinen Bezug zur Türkei hatte .
    Ein gewisses Umdenken muss schon stattfinden aber… trotzdem finde ich, dass man nicht jeden leichtfertig einbürgern sollte, diese Zeit sollte noch sein um die Kandidaten zu überprüfen, aber unnötige Hürden wie Kantonswechsel , das sollte man überdenken.

  • Sportpapi dit :

    Wie tun nun immer so, als ob die Ausländer in der Schweiz sich alle unbedingt einbürgern lassen wollten.
    Eigentlich sollte das nicht ein Recht, sondern eine Pflicht sein. Aber auch nicht so viel Geld kosten. Und nicht von der Willkür (ja, bewusst gewählt) einer Gemeindeversammlung abhängen. Und sicherlich sollte die Zeit in der Schweiz zählen, nicht ob man immer in der gleichen Gemeinde wohnhaft war.
    Zu den « guten Schweizern » – wie viele Schweizer müssten da eigentlich das Bürgerrecht abgeben?
    Zuletzt: Ich bin auch gegen Doppelbürgerschaften. Aber ich gehe davon aus, auch viele Auslandschweizer nutzen das gerne.

  • Nadine Binsberger dit :

    In- und Ausländer sind weder objektive noch brauchbare Kategorien. Das zeigt sich schon daran, dass es überhaupt Papierli braucht, um festzustellen, ob jemand zur einen oder zur anderen Kategorie gehört. Zudem hat der Homo Sapiens die allermeiste Zeit seit seinem Erscheinen auf dem Planeten Erde weder mit nationalstaatlichen Grenzen noch überhaupt sesshaft gelebt. Auch heute sind die erfolgreichsten Menschen weder sesshaft noch an Nationen gebunden oder monokultur-orientiert.

  • Michael dit :

    Was hat der schweizer Pass den für Vorteile ? Steuerlich sind die Langzeitausländer in der Schweiz den Schweizern doch gleichgestellt. Nur dürfen Sie nicht wählen und müssen nicht zur WK. Und sonst ? Was man für eine innere Einstellung gegenüber dem Land hat, von dem man den Pass hat, stellt so ein Pass doch nicht sicher !

  • Fausto Frisella dit :

    Alles Quatsch! Was wir brauchen ist eine mehrtägige Spielshow. Je mehr Aufgaben man richtig löst, desto weniger muss man am Ende bezahlen. Dazu gehören Kenntnisse von Stadt/Land/Fluss, den Kantonstrachtenerkennungstest, die Dialektimitationsprüfung, eine Partie « Ciao Sepp » und einen « Schieber », die korrekte Handhabung des Sackmessers, das Zubereiten eines Fondues… und wer dabei jodelt bekommt 500p extra. Nach dem Schweizerischen Zweitagemarsch muss man am Eidgenössischen Feldschiessen mitmachen, bei 57p Kranz und Pass in einem, inkl. Bratwurst, Bier und Hymne singen. – Darum herum würde ein Markt entstehen, ähnlich dem der Fahrlehrer, aso so Theorie- und Praxiskurse. Schweizer müssen auch mitmachen, wenn sie versagen, wird der Pass geschreddert und sie müssen sich neu einkaufen.

  • Franziska Schmocker dit :

    Bevor die Grünen von Integration reden sollten sie sich mal die Einbürgerung in Basel näher anschauen – reine Schikane. Das Basel weltoffen und modern ist, lediglich schein. Die Praxis ist leider das Gegenteil.

  • Jörg Hanspeter dit :

    Obwohl ich für strenge Einbürgerungsregeln bin, finde ich gewisse Regeln idiotisch, z.B. wie lange ich in der selben Gemeinde wohnen muss. Doppelte Staatsbürgerschaft sollten wir auf keinen Fall akzeptieren, entweder man bürgert sich hier ein oder nicht. Stimmrecht für Auslandschweizer sollte auch abgeschafft werden.

  • Marcos dit :

    Ein Merkwürdigkeit bei den Einbürgerungen: Man erhält den Schweizer Pass, also Rechte/Pflichten der ganzen Schweiz, die Regeln der Gemeinde gelten hingegen bei der Einbürgerung. Das ist meiner Meinung nach Föderalismus ad Absurdum geführt.

    Die neue Regelung begrüsse ich daher. Einbürgerungen sind Sache des Bundes, wobei die Gemeinde durchaus noch angefragt werden soll. Die Regeln soll aber der Bund machen.

  • Hans Müller dit :

     » Auch jemand, der erleichtert eingebürgert werden will, muss gut integriert sein und die Werte unserer Verfassung achten, die Gesetze einhalten, nicht von Sozialhilfe abhängig sein und so weiter.  » Diese « strengen Regeln » gelten auch für die erleichtert Eingebürgerten der ersten und zweiten Generation. Trotzdem ist die Schweiz voll schlecht integrierter, sozialhilfeabhängiger und auch straffälliger Neo-Schweizer. Zudem soll mir einer erklären, warum ein bürgerlicher Wäher der SP und den nicht wählbaren « bürgerlichen » Grünliberalen Neowähler im grossen Stil zuschanzen soll durch eine solche Einbürgerungsaktion.

    • Anna dit :

      Das ist ja lächerlich. Es gibt genügend Untersuchungen, die zeigen, dass ein hoher Anteil der « Neo-Schweizer » am liebsten SVP wählen.

      • Hans Müller dit :

        Dann zeigen Sie mir mal diese « genügend Untersuchungen », danke. Ausserdem: Selbst wenn, das ist ja genauso wenig in meinem Interesse, ich muss auch keine SVP-wählenden Neo-Schweizer haben, ebensowenig wie renitente Neo-Schweizer muslimischen Glaubens, die bis nach Strassburg gehen, um ihr archaisches Weltbild zu verteidigen. Und: Wenn ich mir die extremistischen Politiker von links und rechts so ansehe, stelle ich fest, dass nicht wenige von ihnen Secondos, Terzos oder Eingebürgerte sind. Also ich hab’ absolut keine Lust dazu, sowas auch noch zu unterstützen.

        • Liz Mon dit :

          Hans Mueller, Namen bitte. Abgesehen davon, dass die meisten « Secondos, Terzos und Eingebuergerte » wohl kaum extremistisch sind sondern einfach normale Menschen mit ihren jeweiligen Eigenheiten wie andere auch. Sie scheinen fahrlaessigerweise von einer kleinen exponierten Gruppe auf die Ihnen unbekannte, weil unauffaellige Mehrheit schliessen zu wollen.

  • ruf dit :

    Es gibt mehrere Beispiele von Eingebürgerten, die sich politisch betätigen, sogar nach Bern gewählt wurden. Das finde ich so etwas von Daneben. Möglicherweise werden wir dann eines Tages von Eingebürgerten (sprich Ausländern) regiert. Non, merci.

  • Widmer Odette dit :

    Aurélia
    Wenn ich die Kommentare lese muss ich wirklich sagen,dass viele Schreiber vergessen haben wie Herr Lumengo SP aus Biel damals Nationalrat wurde.
    Zudem hat die Stadt Biel / Bienne am meisten Eingewanderte, da zweisprachig.Es sind nicht die Eingew. die das Problem sind, sondern die Politiker und die Wirtschaft die es nicht fertig bringen diesen Menschen eine Chance zu geben um zu arbeiten.Damit diese nicht zum Sozialamt gehen müssen.Denn wer bezahlt dies alles,das sind die Steuerzahler.Letztes Jahr stand im Bieler Tagblatt,dass 80% der Steuern ans Sozialamt geht.Zusätzlich werden auch die Politiker von den Steuern bezahlt.Also ist es höchste Zeit,dass Sie diesen Menschen endl. eine Chance geben.Auch Poli. könnten als Bp. vorangehen und Menschen bei sich aufnehmen.

  • Wolfgang Marienfeld dit :

    Ich möchte mich sehr gerne den positiven Kommentaren zur erleichterten Einbürgerungen der 3. Generation anschliessen. Wenn mann die Geschichte der Schweiz anschaut stelle ich immer wieder fest, dass schon immer die Ausländer ( früher Gastarbeiter ) massgeblich an der positiven Entwicklung und Gestaltung der Schweiz massgeblich beteiligt waren. Ich selber habe Emigrationshintergrund und bin seit 1963 in der Schweiz. Ich bin inzwischen pensioniert und hier zu Hause. Ich finde es geschmacklos wenn die politischen Gegner mit Burkaplakaten gegen die Befürwortung werben.

  • Dan Bourque dit :

    Ich sehe nicht ein, warum man Einbürgerungen überhaupt erleichtern sollte, egal für wen. Die Einbürgerungszahlen sind in den letzten Jahren stark angestiegen, jedes Jahr kommen 50’000 dazu. Wer also Schweizer werden will, soll ruhig dieses Verfahren durchlaufen und auch den entsprechenden Betrag bezahlen, ist selbstverständlich. Dazu kommt, dass die Schweiz seit Jahren förmlich von Ausländern überrannt wird, 70’000 netto pro Jahr aufgrund der PFZ, die 30’000 Asylanten im Schnitt pro Jahr noch nicht einmal eingerechnet.

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