Brücken statt Mauern

Politblog

Das menschliche Antlitz Europas wahren: Freiwillige Flüchtlingshelferin auf der Insel Lesbos. Foto: Darrin Zammit Lupi (Reuters)

Vor fast 157 Jahren kommt ein Schweizer Geschäftsmann an einem Schlachtfeld vorbei. Sardinien-Piemont und Frankreich hatten gegen Österreich gekämpft. Noch immer liegen 38’000 Verwundete und Sterbende auf dem Schlachtfeld, ohne dass ihnen jemand Hilfe leistet. Unser Geschäftsmann organisiert die Hilfe – aus der Umgebung, den Dörfern, spontan, von Zivilistinnen. Er erreicht, dass gefangene Militärärzte freigelassen werden zur Versorgung der Verwundeten. Nach der Losung «Tutti fratelli» pflegt man alle, unbesehen der Herkunft, Österreicher, Italiener, Franzosen.

Das Erlebnis der Schlacht von Solferino prägte den Schweizer Geschäftsmann, den Genfer Henry Dunant – und es führte innert weniger Jahre zur Gründung des Roten Kreuzes und schliesslich 1864 auf Einladung des Schweizer Bundesrates zum internationalen Treffen, an dem die erste Genfer Konvention unterzeichnet wurde.

In einer Situation des konkreten Leidens standen Menschen hin, freiwillig, und halfen. Die folgende Unterstützung dieses Engagements – auch durch die offizielle Schweiz – ist ein Teil dessen, was wir heute unter dem Namen humanitäre Tradition immer wieder beschwören.

Ist es ein Zufall des Schicksals, dass es heute wieder Freiwillige sind, die das menschlichste Gesicht Europas und der Schweiz verkörpern? Die die in Idomeni oder auf Lesbos gestrandeten Flüchtlinge versorgen? Letzten Samstag hörte ich an einer Solidemo auf dem Bundesplatz eindrückliche Zeugnisse. Studierende, Mütter, Väter, die für Tage oder Wochen ihre Familien hier verlassen hatten, um zu helfen. Sie glaubten nicht etwa übermütig, allein die Welt verändern zu können. Sondern sie wussten einfach: Wenn die grösste humanitäre Flüchtlingskatastrophe seit Jahren vor den Toren Europas passiert, können wir nicht einfach wegschauen.

Als Politiker erschreckt mich vor allem dies: dass Staaten nicht das Gleiche tun. Und Ressourcen für konkrete Hilfe einsetzen statt für Abwehr. Selbst wenn Europa alle aus dem Land vertriebenen Syrienflüchtlinge aufnehmen würde – logistisch wäre das bewältigbar: Fünf Millionen sind ein Prozent von über 500 Millionen Einwohnern ganz Europas. Ein Mensch auf hundert. Eine grosse Herausforderung. Sicher. Aber sie wäre zu meistern. Zumindest bis in Syrien endlich wieder Frieden einkehrt.

Stattdessen werden die bereits gestrandeten Flüchtlinge mit Tränengas und Gummischrot an der Weiterreise aus Griechenland gehindert, die Neuankömmlinge nun in einem menschenrechtswidrigen Deal der EU mit dem türkischen Autokraten Erdogan zwischen Griechenland und der Türkei hin und her geschifft. Absurd: Damit eine Syrerin sicher aus der Türkei in die EU reisen kann, muss ein anderer syrischer Flüchtling für teures Geld im Schlauchboot auf der Überfahrt nach Griechenland sein Leben riskieren und sich in Frontex-Schiffen wieder zurückschaffen lassen.

Ich hoffe, die offizielle Schweiz findet doch noch die Grösse, eine Koalition von willigen europäischen Ländern zu zimmern, mit denen gemeinsam wir zumindest den zwölftausend Gestrandeten, den Männern, Frauen, Familien in Idomeni eine Zukunft in Sicherheit und Würde anbieten können.

Und ich hoffe, dass wir endlich der Realität ins Auge zu schauen wagen: Safe Passage, sichere Fluchtroute, ist nicht eine weltfremde Forderung. Sondern im Gegenteil der einzig realistische Weg, den Schleppern das Handwerk zu legen. Mehr Zäune, Tränengas und Militär bringen das Elend in und um Syrien nicht zum Verschwinden. Sie werden nur dazu führen, dass die Fluchtrouten teurer werden und gefährlicher.

111 Kommentare zu «Brücken statt Mauern»

  • Jean-Claude Beer sagt:

    Seit der Zeit von Henri Dunant: die Politiker organisieren die Kriege, die Rüstungsindustrie macht das Geschäft, und die Freiwilligen sollen dann helfen… Irgend etwas stimmt doch nicht…

  • Cristian sagt:

    Interessant ist ja auch, dass ständig betont wird, welch wichtige Aufgaben die Armee auch in Friedenszeiten hat, z.B. im Fall von Naturkatastrophen oder humanitären Krisensituationen. Wenn die gegenwärtige Situation keine Krisensituation ist, wann dann? Warum nicht WK Soldaten als Helfer schicken? Sanitäter, Köche und Logistiker eine reale Herausforderung meistern lassen, anstatt nur zu üben?

    Keine Ahnung, ob es völkerrechtlich möglich wäre, dass Schweizer Soldaten im Ausland solche Dienste leisten, aber sinnvoll schiene es.

  • Roland K. Moser sagt:

    Brücken statt Mauern?
    Heute braucht es Mauern statt noch mehr Überbevölkerung und noch mehr Multi-Kulti.
    Die Probleme in den Herkunftsländern der Flüchtlinge und Asylbewerber werden durch deren Aufnahme nicht gelöst sondern noch schlimmer.

    • Paul Levi sagt:

      Sie wollen keine Überbevölkerung und nicht noch mehr Multi-Kulti. Dafür sind Sie bereit unsere humanitäre Tradition und die Kriegsflüchtlinge draussen im Elend zu lassen? Die Schweiz ist das reichste Land der Welt, aber trotzdem ist das Boot voll und die Notleidenden sollen selber schauen. So eine Meinung kann man haben, doch mal schauen ob die mehrheitsfähig ist.
      Die Probleme in den Herkunftsländer werden noch schlimmer durch die Aufnahme der Flüchtlinge. Das verstehe ich nicht. Z.B. in Syrien wird die Situation noch schlimmer, wenn Notleidende nicht mehr versorgt werden müssen? Keine Ahnung, was gemeint sein soll.

      • Simon Gwerder sagt:

        Der „Reichtum“ konzentriert sich auch hier bei einigen paar wenigen. Lassen wir kaum integrierbare Massen unkontrolliert einmarschieren dann kümmert das die mit dem Geld am wenigsten. Und wenn, dann ziehen sie einfach weg nach Australien, Amerika oder sonst wo.

        • Paul Levi sagt:

          Selbst wenn man die Reichsten weglässt, haben wir ein sehr sehr hohes Niveau, was man ja nur schon am Lebensstandard sieht. 2 Autos zu haben pro Haushalt ist keine Ausnahme, sondern Standard. Alle haben 1-2 Handys und es gibt kaum noch Leute ohne Internetanschluss. An solchen Sachen erkennt man den Wohlstand.
          Diese hohle Drohung, dass die Reichen wegziehen kann ich nicht mehr hören. Sollen Sie doch. Es gibt kaum bessere Orte als die Schweiz und wem die Heimat so egal ist, dass er deswegen wegzieht, der soll doch.

      • Dieter Sprenger sagt:

        @ P. Levi ; Die stattfindende Flüchtlingswelle hat verschiedene Ursachen und ist komplex. Es gibt keine einfache Lösungen oder Antworten. Ebenso ist und bleibt es ein Irrtum wer glaubt unter dem Label der humanitären Tradition möglichst viele Flüchtlinge in das Land zu holen um damit das Elend zu lösen. Wer aus einem Land flüchtet, flüchtet mit den Problemen und verursacht folglich weitere Probleme in den Gastländern. Grundsätzlich ist jeder Staat mit deren Regierungen für seine Bevölkerung selbst verantwortlich, allenfalls mit benötigter Hilfe von anderen Ländern. Zudem kann Europa niemals allen welche noch kommen möchten eine eigene Existenz mit Arbeit und Verdienst anbieten. Damit wird der innere Frieden unnötig mit einem sozialem Pulverfass wissentlich strapaziert und gefährdet !

    • iain Campbell sagt:

      Naja, das Boot ist voll: So hat die Schweiz während des zweiten Weltkrieges reagiert, und unzählige Juden in den sicheren Tod geschickt. Heute will keiner verstehen, wie unsere Väter (und Mutter) so agierten konnten. Jetzt wollen wir Syrier, Afghanen und Iraker, die den sicheren Tod entflohen sind, zurückweisen und in Elend vegetieren lassen – haben Sie die Camps mal gesehen? Denken Sie daran, wie Sie sich eines Tages vor unseren Kindern rechtfertigen werden.

      • Dieter Sprenger sagt:

        Ihre Behauptung dass alle Afghanen , Syrer und Iraker geschweige den andere Nationalitäten dem sicheren Tod entflohen sind , entbehrt jeder Grundlage . Selbstverständlich haben echt Verfolgte anrecht auf Schutz . Dies berechtigt jedoch nicht dass sich Schutzsuchende ihre Asyl Destination selbst aussuchen können . Zudem darf man die bestehenden Camps in den Erstankunfts Staaten welche unter UNO Aufsicht sind auch nicht Unterschätzen ! Denken sie jedoch auch daran , dass durch eine hohe Zuwanderung aus ganz anderen Kulturkreisen enorme Probleme entstehen . Diese Probleme und Lasten müssen eines Tages unsere Kinder sowie die kommenden Generationen bewältigen und tragen. Wie sollen wir uns dann Jahrzehnte später für die Gegenwärtigen begangenen Fehler dieser laschen Blindheit rechtfertigen ?

  • Peter Gruber sagt:

    Wirtschaftsflüchtlinge sind nicht in Not, deshalb will auch niemand mehr helfen. Diese Leute, aus Afrika und dem Nahen Osten, gehören nicht hierher, nicht integriert, sondern gestoppt oder heimgeschafft.

    • Cristian sagt:

      Sorry, haben Sie in den letzten 4 Jahren ein einziges Mal eine Zeitung gelesen oder die Nachrichten geschaut und mitgekriegt was in Syrien abgeht? Wirtschaftsflüchtlinge sind das sicher nicht, da spielt es auch keine Rolle wer an diesem Krieg Schuld trägt.

      Ihr Kommentar zeugt von völliger Ahnungslosigkeit!

      • Markus Haller sagt:

        Cristian,immer wieder farge ich mich warum du und deine gerechten Freudne denn noch in der Schweiz/Europa sind.Es steht jedem frei sein Zeugs zu packen und den Leuten vor Ort zu helfen.EInfach hier zu sitzen und ständig zu monieren kanns auf die Dauer ja auch nicht sein.Würde jeder selbserannte Sozi in Europa seine Pflicht wahrnehmen und dem ständigen Gefasel auch Taten folgen lassen hätten wir einige Probleme weniger,zum einen euch und zum andere junge,muslimische Männer die in Westeuropa sowiso nichts verloren haben!Ich wünsche dir viele Töchter für die Zukunft,vielleicht änder sich dein Weltbild dann schlagartig….

        • Cristian sagt:

          Meinen Vorschlag wie man (resp. die Schweizer Armee) sinnvoll helfen könnte sehen Sie weiter oben.

        • Paul Levi sagt:

          Ziemlich abstruse Forderung. Wie genau soll man denn vor Ort helfen? Dort in den Krieg ziehen, damit bald wieder Frieden herrscht? Auf welcher Seite und mit welchen Mitteln? Vor Ort die Leute ernähren? Unter welchem Schutz und mit welchen Mitteln? Die Forderung ist total weltfremd. Was ist mit den anderen weltweiten Konflikten? Soll man auch dorthin gehen?
          Das ist ja gar nicht nötig, denn die Schweiz hilft ja vor Ort. Und man kann den Leuten auch in der Schweiz helfen.
          Wieso haben muslimische Männer in Westeuropa nicht verloren? Gerade die Schweiz zeigt ja gut auf, dass die Integration von Muslimen super funktioniert. Nehmen sich ein Beispiel an H. Dunant, denn der half jedem unabhängig von der Herkunft.

          • Simon Gwerder sagt:

            Super integriert? Wo? Eine Studie hat ja gezeigt, dass jeder Fünfte offen für die Einführung der Scharia ist. 2/5 sehen die Religion über dem Schweizer Gesetz. 1/5 machte keine Aussage und nur den Rest kann ich als ansatzweise „integriert“ bezeichnen.
            Obwohl die Studie noch nicht mal die heute ankommenden arabischen und afrikanischen „Flüchtlinge“ miteinbezogen hat.

          • Paul Levi sagt:

            Wie heisst denn diese angebliche Studie und wo findet man sie? Der BR hat vor etwa einem Jahr einen Bericht geliefert, wo er bestätigte, dass die Muslime gut integriert sind.
            Wie oft wurde in der Schweiz die Einführung der Scharia verlangt? Und wie oft wurde ein Gerichtsurteil aus religiösen Gründen nicht anerkannt? Beides kann man an einer Hand abzählen. Daher bleibe ich bei meiner Aussage, dass die Muslime gut integriert sind, was übrigens auch damit zusammenhängt, dass die meisten aus sekulären Gegenden wie Balkan oder Türkei kommen.

          • Dieter Sprenger sagt:

            Werter Herr Levi, sie können die heutigen Zeiten niemals mit den damaligen Zeiten unter H. Dunant vergleichen. Zudem befinden sich Millionen meist junger Männer aus reinen wirtschaftlichen Gründen auf der Flucht und der kleinere Teil davon sind echt Verfolgte direkt kommend aus dem Syrien Krieg. Das Hauptproblem lautet u.a. Überbevölkerung in diesen Staaten ! Zu diesen Gründen besteht kein Anspruch auf Asyl. Wenn schon ist ihre Forderung betreffend angeblichem Schutz völlig absurd mit falschen Hoffnungen noch weitere nicht echt Verfolgte nach Europa zu locken ! Zudem wenn zu viele kommen und keine Chance auf eine eigene Existenz besteht, kann auch keine erfolgreiche Integration stattfinden. Als Konsequenz bilden sich Parallelgesellschaften. Alles andere ist und bleibt eine Illusionen.

      • Hofstetter Josef sagt:

        Christian, Ich glaube, Sie lesen keinen Zeitung, sind nicht draussen oder in Einkaufszentren, wo Sie z.B. jede Menge junger Eritraer sehe, alle mit den Handy unterwegs, elegant angezogen, meistens Lederjacken, also solche welche nicht aus einem Kriegsgebiet kommen, sondern lediglich Wirtschaftsflüchtlinge sind.Alle diese sind sofort heimzuschaffen. Wenn wir den tausenden von Wirtschaftflüchtlingen nicht mehr die Türen weit öffnen, sondern sofort handeln, dann kann hat es für echte Flüchtlinge genügend Unterkünfte und die würden auch akzeptiert. Alle diese sollen beim Aufbau in Ihrem Land mithelfen, auch gewisse Syrische hätten genügend Arbeit in dem von Assads Truppen zurückeroberten Land.

        • Matthias sagt:

          Ach Gottchen … Die Sache mit den Lederjacken haben wir doch schon bei den Tamilen zur Genüge gehört. Wenn Sie keine dunkelhäutigen Menschen sehen mögen, dann schauen Sie halt in die andere Richtung. Und geniessen Sie den fast beschämenden Wohlstand der Schweiz, den wir immer noch haben, obwohl seit Generationen immer wieder Flüchtlinge in die Schweiz gekommen sind, mal mehr mal weniger, wie die Weltgeschichte eben so spielt. NB: Selbstverständlich haben die Leute Handys. Jede(r) Afrikaner(in) hat eins, zuhause und erst recht in der Fremde oder auf der Flucht, da es eine Notwendigkeit ist, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, sich zu informieren und orientieren etc. etc. Und heutzutage ist ein (gebraucht gekauftes?) Smartphone nun wirklich kein Luxus mehr!

        • Cristian sagt:

          Syrien ist nicht Eritrea.

      • Dieter Sprenger sagt:

        @ Cristian ; genau genommen zeugt ihr Kommentar von völliger Ahnungslosigkeit . Gesamthaft handelt es sich bei den meisten Flüchtlingen um Wirtschaftsflüchtlinge , ausser einigen anderen aus den betreffenden syrischen Kriegsgebieten ! Doch selbst diesen einst echt Verfolgten gewährt der Libanon oder die Türkei als Erstankunftsstaat deren notwendigen Schutz. Wenn diese jedoch nun auch noch weiter über mehrere sichere Staaten nach Mittel – und Nordeuropa reisen , bedeutet dies im Klartext dass diese Flüchtlinge den Status als echt Verfolgte verlieren . Das Asylrecht darf nicht dazu missbraucht werden, die EU weite gültige PFZ gleich auf die restliche Welt auszudehnen ! Zudem besteht kein Anrecht darauf dass Flüchtlinge gleich ihre Asyl Wunsch Destination selbst bestimmen können .

    • Paul Levi sagt:

      Komisch, dass diese Leute aber von den Experten als Flüchtlinge anerkannt werden, besonders die Leute aus Syrien. Wem soll man also mehr vertrauen, dass er Recht hat? Dem fremdenfeindlichen Wutbürger der alles tut um ja keine Flüchtlinge aufnehmen zu müssen, oder den Experten des Bundes?

    • Martin Cesna sagt:

      @ Hr. Gruber:
      Vielleicht sollte man dem, der auch Ihnen das Wort „Wirtschaftsflüchtling“ in den Kopf gepflanzt hat, einen auf die Mütze geben.
      Man sollte nicht jeden geistigen Mist sich in seinen Kopf stecken lassen.

      • Dieter Sprenger sagt:

        Wenn schon umgekehrt Herr M. Cesna . Echte Schutzsuchende haben keinen Anspruch auf Asyl Wunsch Destinationen . Doch dem ist nicht so , folglich beweisen diese damit selbst dass es sich um Wirtschaftsflüchtlinge handelt !

  • bernhard moser sagt:

    Wegschauen tue ich nicht. aber ich habe schon letztes Jahr gefragt: Wer übernimmt die Verantwortung?
    Was in Idomeni passiert ist ein Skandal. Es ist aber bewusst von Griechenland auch provoziert! Weil die Busse die dort bereitstehen müssen gemäss der Organisation „Schwizerchrüz“ von den Flüchtlingen bezahlt werden, wo sie dann in ein Lager irgendwo in Griechenland gefahren werden. Im Klartext die Griechen räumen nicht auf und Mazedonien (ein Staat der von Griechenland seit seiner Gründung geschnitten wird) muss die Drecksarbeit machen!
    Selbstverständlich nehmen wir KEINE „Flüchtlinge“ aus Idomeni auf, weil das sind Leute (ich selber würde es nicht zitierfähig ausdrücken) die Europa erpressen wollen. Wenn wir dies tun, dann sind bald verweigerte Händedrücke unser kleinstes Problem.

    • Noé Zogger sagt:

      Ah, das heisst, sie befürworten, dass Mazedonien eine „Mauer“ aufstellt. diese Bilder sind klar in Idomeni, aber die Leute an der Mauer schon in Mazedonien und Mazedonier schiessen von Mazedonien aus nach Griechenland Tränengas und Gummigeschosse. Ja klar, sie haben doch keine Ahnung von der Flüchtlingssituation in GR. Bewusst provoziert, denk ich nicht, da die GR „Regierung“ ja das Verhalten von Mazedonien kritisiert und nun diese Flüchtlinge anderswo unterzubringen. Wenn 10% der Bevölkerung GRs Flüchtlinge sind, dann ist das nicht von Griechenland aus provoziert, sondern von EU und deren Anhängern. Griechenland als ärmstes Land der EU baut Flüchtlingsstädte auf und leisten selbstverständlich humanitäre Hilfe. Bedenken macht mich die Kriegsbeteiligten, die keine Flüchtlinge wollen…

      • bernhard moser sagt:

        Viele Fehler z.B. Rumänien ist das ärmste Land in der EU. Griechenland hat z.B. gegenüber der Türkei auch ein Grenzzaun gebaut (Baubeginn schon 2012! Das ist aber nicht so schlimm wie wenn Mazedonien einen Zaun baut! Die Griechen tun(oder würden es tun) genau das Selbe, leider ist die linksradikale Regierung nicht besser als z.B. Deutschland. Selbstverständlich stampfen die Flüchtlingsstädte aus dem Boden, dafür kriegen die auch GELD aus Brüssel. Und Mazedonien hat nur das getan was Österreich, Ungarn und Serbien tun, sie schützen ihre Grenzen, würden sie es nicht tun würden diese Leute einfach an der Serbischen Grenze stehen. Und vielleicht werden wir in Chiasso bald das Selbe machen wie Österreich am Brenner, oder die Flüchtlinge stehen dann am Rhein, um nach Deutschland zu schwimmen.

        • Astrid Meier sagt:

          Moser hat völlig Recht. Der aktuelle Sturm auf die makedonische Grenze wurde ausgelöst, weil unbekannte Private einmal mehr die Flüchtlinge zur Grenzüberschreitung aufriefen und damit ihr Leben gefährdeten. Wo die Regierungen und grossen Hilfsorganisationen abwesend sind, übernehmen private Kleinorganisationen. Darunter sind anarchistische und linksradikale Gruppierungen, welche die Flüchtlinge für Ihre politischen Ziele missbrauchen. Schande, dass Griechenland und der Rest Europas nach Jahren noch keine angemessene Infrastruktur aufbauen konnte! Schande, dass traumatisierte Menschen und alleinreisende Kinder auf diesem reichen Kontinent keine Hilfe finden!

  • werner boss sagt:

    Ja herr Glättli, vor 157 Jahren, leider haben Sie nicht bemerkt, dass 157 Jahre später die Welt eine ganz andere ist! statt um die Erforschung der noch fast unbekannten und zum Teil unbewohnten Welt, geht es um die letzten Plätze, wo noch etwas grünes spriesst! Die “ Flüchtlinge “ lassen keinen Zweifel offen, dürfen wir nicht einmarschieren, dann kommen wir mit Gewalt !

    • Cristian sagt:

      Herr Boss, melden Sie sich in diesem Blog aus einer fernen Zukunft, in der nichts mehr spriesst? Dann kommen Sie doch zu uns, im Jahr 2016 gibt es noch viele schöne Plätze! Und die Welt um 1860 „fast unbekannt und zum Teil unbewohnt“ – Na ja, wenn’s der Argumentation dient darf man ja die Geschichte zurechtbiegen, wie man will…

      • werner boss sagt:

        Ja lieber Christian,so ist es halt, redet man Klartext, wird man als Rüpel beschimpft, bedient man sich einer indirekteren Schreibweise, dann verstehen es die gebildeten nicht mehr!

  • Hansruedi Schwitter sagt:

    ….. Und dass der eine oder andere neue Krieg ausbricht, z.B. Griechenland – Mazedonien etc. Frieden braucht Ausdauer und Geduld, die Alternative ist Krieg und noch mehr Flüchtlinge.

  • Robert Mühlemann sagt:

    Glättli hat völlig recht. Man muss sich schämen, Schweizer oder Europäer zu sein. Es geht hier nur noch um kleinliches Verteidigen von Wohlstand und Bequemslichkeit, statt um Menschlichkeit.
    Wenn die Schweizer jetzt schon jammern, wie jammern sie dann, wenn sie wirklich einmal Probleme haben? Und wollen sie dann auch mit Polizei und Tränengas empfangen werden?

    • verena guran-fierz sagt:

      Herr Glättli ist ein Sozialist, der Weltrecht, Weltchancengleichheit, Brot für alle, ob sie arbeiten oder nicht, etc propagiert. Sozialismus ist ein materieller Ersatz für das geistige Christentum. Die Kirche ,umgekehrt, ist zum Sozialamt geworden, inkl. Papst. Das braucht enorme (Ablass)Gelder, von denen die am meisten profitieren, die sie verteilen. Herr Glättli ist ein ewiger Student und verdient sein leben nur mit Reden. Tartuffe.
      Christentum ruft zur Eigenverantwortlichkeit auf.
      Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst, nicht mehr!
      Sind blutig zerstrittene Muslime unsere Nächsten? Lieben sie ihre Feinde? Nicht besonders—Und— warum funktionieren die Mobiltelefone und Facebook in all den Fluchtländer so gut? Wer bezahlt die Abonnemente? Wird wohl bekannt sein ,aber vertuscht.

  • Gordon sagt:

    Danke. Inspirierend.

  • Rico Hauser sagt:

    Der Titel ist völlig falsch. Humanitäre Tradition ja, aber alles hat Grenzen. Wenn Hunderttausende fremdkultureller Flüchtlinge anrennen und Millionen sich auf den Weg machen, sind unsere europäischen Werte entschieden gefährdet. Nicht integrationswillige, intolerante Immigranten, die ihre eigenen Normen über alles stellen (Köln war nur die Spitze eines Eisbergs) dürfen von uns keine Toleranz erwarten. Höchste Zeit dass dieses Experiment abgebrochen wird.

    • Hanspeter Müller sagt:

      „… sind unsere europäischen Werte entschieden gefährdet“. Zu den europäischen Werten gehört die Menschenrechtskonvention und die humanitäre Tradition des Roten Kreuzes. Die einzigen, die diese Werte gefährden sind jene, die sie wie Sie mit Füssen treten, indem sie flüchtende Frauen und Kinder hungern und frieren lassen und mit Tränengas traktieren. Dunant hat damals auch nicht gefragt, was ihm selber im Portemonnaie bleibt, und hat darauf bestanden dass alle Verletzten versorgt werden egal auf welcher Seite sie standen.

      • Maira Roggwiler sagt:

        @Mueller: Meinen Sie nicht, dass ein gewaltiger Unterschied besteht zwischen vor-Ort helfen (wie Dunant auf dem Schlachtfeld) und alle Beteiligten permanent nach Hause zum Wohnen einladen?

      • Tullio Bernasconi sagt:

        Unsere europäische Werte und humanitäre Tradition bringen in wenigen Jahren Europa zum kollabieren.

        • Anh Toàn sagt:

          Was wären unsere Werte wert, wenn wir diese aufgeben müssten, um sie zu verteidigen?

        • Astrid Meier sagt:

          Unsere europäischen Werte und die humanitäre Tradition sind im Jahr 2016 eben kollabiert. Es ist an der Zeit, dieser Tatsache ins Auge zu sehen. Und wenn wir sie aufgegeben haben, gelten sie auch für uns nicht mehr. Dabei geht es nicht darum „alle zu uns einzuladen“. Ausser Privaten sind schlicht keine Europäer vor Ort um Griechenland (oder vorher Italien) bei der Bewältigung des Problems zu helfen. Europa war und ist unfähig, humanitäre und verwaltungstechnische Hilfe zu senden und in der Krise zur Einheit zu finden. Dafür stornieren wir die Ferien in Griechenland…. Was gehen uns die Probleme eines europäischen Landes an, das selber am Abgrund steht.

      • Simon Gwerder sagt:

        „Menschenrechtskonvention und die humanitäre Tradition“ – genau die sind gefährdet.
        Die Toleranz begräbt sich selbst.

  • Xavier Grandjean sagt:

    Herr Glättli vermengt hier zwei völlig unterschiedliche Dinge: Humanitäre Hilfe vor Ort (1) und Einwanderung von Personen mit einer völlig konträren Religion zu unseren Traditionen (2). Humanitäre Hilfe vor Ort oder in Grenznähe – mit Lagern, Betten, Medikamenten, Fachpersonal, etc – JA. Schliesslich wird der Krieg in Syrien nicht ewig dauern und die Leute müssen ihr Land ja wieder aufbauen. Aber Aufnahme von Gedankengut und religiösen Strömungen, die unsere Kultur und deren Gebräuche (wie z.Bsp. Hände schütteln) nicht respektieren – NEIN.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Nur leider ist es so, dass die gleichen Politiker die wie Sie argumentieren gerade daran sind die humanitäre Hilfe vor Ort zusammen zu streichen und die Gelder einzusparen. Wo bleibt da die Ehrlichkeit?

      • Heinz Strehner sagt:

        Die Ehrlichkeit lautet: Explosion der Sozial- und Asylkosten. Sie sollten vielleicht auch mal andere Zeitungen lesen. Der Stutz wächst nun mal nicht auf den Bäumen.

        • Hanspeter Müller sagt:

          Wo dass der Stutz wächst spiel überhaupt keine Rolle. Wichtig ist, wo er von wem versteckt ist! Es hätte genug Geld, wen nicht jene Politiker, die am lautesten schreien wir hätten kein Geld, nicht gleichzeitig alle Hebel in Bewegung setzen würden ihre off-shore Privilegien zu behalten und ihre Millionen gleich versteuern würden wie Otto Normalbürger.

  • Paul Meier sagt:

    Es sind keine ‚gestrandeten Flüchtlinge‘ die gegen ihren Willen in Idomeni festgehalten werden. Es sind Migranten die mit aller Gewalt versuchen die Grenze zum Nicht-EU Staat Mazedonien zu überschreiten um Richtung Deutschland weiterzuziehen. Dazu werden sämtliche Register gezogen. Kinder werden in vordester Front instrumentalisiert, der Presse werden täglich dramatischste Situationen geboten die diese dankbar ablichtet und den Behörden wird Unentschlossenheit vorgeworfen. Ich weiss nicht was an der Aussage ‚Die Grenze bleibt zu‘ unklar oder unentschlossen ist. Dabei könnte man sich unspektakulär und friedlich in sichere und gut versorgte Camps zurückziehen. Aber eben, dort sind keine Journalisten und man müsste sich eingestehen dass die Grenze tatsächlich zu ist.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Wenn Sie Flüchtlinge aus Syrien immernoch als Migranten und Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnen sollten Sie auch dazu stehen, dass Sie damit unsere europäischen christllichen Werte und humanitären Traditionen verraten. wenn Sie das tun wollen ist das ok. Ich stehe zu unserer Tradition und werde sie verteidigen.

      • Paul Meier sagt:

        Wie weit muss gemäss Ihrer humanitären Tradition ein Syrer flüchten um in Sicherheit zu sein? Türkei, Griechenland, Mazedonien? Meine humanitäre Tradition sagt mir dass wir Flüchtlinge aus Nachbarstaaten aufnehmen sollen bis sie zurückkehren können. Aber nicht die ganze Welt.

        • Paul Levi sagt:

          Flüchtlinge aus Nachbarstaaten? Falls also irgednwann in einem Nachbarstaat Krieg ausbrechen würde, dann aber erst dann würden sogar Sie sich daran erinnern, dass wir eine humanitäre Tradition haben und dann würden Sie Flüchtlinge aufnehmen.
          Flüchtlinge die in Italien oder Griechenland sind, gehen uns ja nichts an, denn dort sind sie ja nicht mehr gefährdet. Mit anderen Worten man lässt die Länder die zufälligerweise im Süden von Europa sind im Regen stehen und stiehlt sich aus der Verantwortung.
          OK, man kann dieser Meinung sein. Nur hat das null und nix mit humanitärer Tradition zu tun. Wir werden sehen ob diese Vogel-Strauss-Politik mehrheitsfähig ist.

        • Sportpapi sagt:

          Lustigerweise stammt die Aussage „das Boot ist voll“ aus einer Zeit, da die Flüchtlinge wirklich aus dem Nachbarland stammten. Geholfen hat es ihnen auch nicht.

  • Anton Schneider sagt:

    Herr Glättei kriegt einmal wieder ein Carte blanche, in der er andere haltlos als menschenverachtend anklagt, Tatsachen verschweigt und nichts für eine umsetzbare Lösung vorschlägt. Das Kalkül der „Aktivisten“ ist auffangen: In einem Flugblatt von „Aktivisten“ werden Flüchtlinge aufgefordert die Genzen zu stürmen. Wie von Aktivisten damit geplant, kommt es an der Grenzen zu scheusslichen Gewaltszenen. Noch scheusslicher ist, dass diese illegale, absolut hinterhältige Aktivisten-Aktion von Politikern schamlos ausgenutzt wird. Herr Glättli – was denken Sie sich dabei? Sie wollen 5 Millionen Syrer aufnehmen – Sie wissen doch, dass die Minderheit der Flüchtenden aus Syrien stammt! Ihre Stimmungsmache – es ist keine (Real)Politik – schadet mE an Laib und Leben gefährdete Menschen.

  • Hj sagt:

    Hr Glättli, Sie haben natürlich Recht mit Ihrem humanitären Anliegen, keine Frage. Ob aus Tradition oder nicht – menschliches Leid ist womöglich zu verhindern.
    Aber – und das ist der entscheidende Punkt – leiden die Zehntausend in Idomeni mehr als die Hunderte Millionen von Afghanistan bis Cote d’Ivoire, die es (noch) nicht bis dahin geschafft haben?
    Jeder Bürger einer Gesellschaft hat Anrecht auf ein Mindestmass an Fürsorge – das ermöglichen die unterschiedlichen Sozialsysteme, die wiederum die Bürger nähren/finanzieren.
    Aber hat jeder Bürger der ganzen Welt dieses Anrecht? Nein
    Jedem Bürger einer Gesellschaft gehört zudem ein Teil des staatlichen Volksvermögens/Einkommens und in Demokratien können/sollen deren Bürger offen und transparent über dessen Gebrauch befinden

    • Hanspeter Müller sagt:

      „Jedem Bürger einer Gesellschaft gehört zudem ein Teil des staatlichen Volksvermögens/Einkommens“. Richtig. Und was ist, wenn genau dieses Geld auf Schweizer Banken gehortet wird anstatt der Bevölkerung zur Verfügung zu stehen? Sind Sie dann konsequenterweise auch dafür, dass die entsprechenden Regelungen in der Schweiz verschärft und angepasst werden?

      • Margot sagt:

        Hanspeter Müller. Ich habe auch ein Sparkonto auf einer CH Bank, aber das Geld gehört mir! Volksvermögen ist die Infrastruktur und die Sozialwerke, die kann man nicht endlos teilen. Sie sollten in der Rubrik Ausland das lesen: „Wenn sich das Meer beruhigt“. Leider helfen solche Hinweise bei Ihnen, Herrn Glättli und Co nicht, es wird eisern festgehalten, dass es alles Flüchtlinge sind.

  • Paul Meier sagt:

    Herr Glättli macht mindestens drei Denkfehler in seinem Blog:
    1. Die Flüchtlinge wollen nicht ins 500 Millionen Europa. Wie Sie auf den immer wieder hochgehaltenen Kartons lesen können wollen sie ins 80 Millionen Deutschland das letztes Jahr bereits von 1 Million quasi gestürmt wurde.
    2. Die EU schafft es ja nicht einmal untereinander minimale verbindliche Flüchtlingskontigente festzulegen. Aber Oesterreich wird von der EU gerügt obwohl sie Flüchtlinge aufnehmen. Und die letztes Jahr einmalig beschlossene Verteilung der 160’000 funktioniert bis heute nicht.
    3. Alle Migranten die keine Chance habe auf offiziellem Weg aufgenommen zu werden, kommen weiterhin illegal übers Mittelmeer. Was machen Sie mit denen? Lassen Sie diese dann ertrinken?

  • Nicole Zehnder sagt:

    Das Ziel der Grünen ist ein anderes, bunteres, vielfältigeres und somit besseres Europa. Dies ist das Credo der Grünen in Deutschland. Die Grünen in der Schweiz sehen das genau gleich. Deshalb: Nein zur Masseneinwanderung, denn sie zerstört den Sozialstaat und die Identität der Schweiz, führt zu mehr Kriminalität und religiösen Konflikten und letztlich zur Abschaffung der Schweiz.

  • Dimitri Papadopoulos sagt:

    Herr Glättli träumt. Auch am Tag und mit offenen Augen. Selbst wenn nur Menschen kämen, die wirklich an Leib und Leben persönlich bedroht wäre – Europa hat weder die Möglichkeit noch die Verpflichtung, alle Verfolgten dieser Welt aufzunehmen und zu versorgen.
    Dies ist aber nicht der Fall, die meisten wollen einfach ein besseres Leben; das ist ihr gutes Recht. Aber auch wir Europäer haben ein gutes Recht, uns zuerst um uns selber zu kümmern. Aus Rücksicht auf unsere eigenen Kinder und Enkel dürfen wir unseren von linken Politikern wie Glättli bedrohten Wohlstand nicht auch noch verschenken an Menschen, denen wir nichts schulden.

  • Hugentobler Martin sagt:

    Wir sind sehr wohl humanitär!
    Die Flüchtlinge sind in der Türkei sowie in Griechenland in Sicherheit. Diejenige in Griechenland befinden sich bereits sogar in der EU. Auch die in Indomeni. Sie müssten halt einfach nur den Asylantrag stellen. Das Recht dazu gibt ihnen Art. 14 AEMR. Es ist jedoch kein Menschenrecht, sich den Ort dazu selber auszusuchen, wenn man sich bereits in Sicherheit befindet. Gerade die Familien mit Kindern, welche sich eigentlich in Sicherheit befänden, sollten vom Angebot in der Türkei oder Griechenland Gebrauch machen. Aber aus egoistischen Gründen nehmen sie lieber den Tod ihrer Kinder in Kauf. Haben die Kinder den nicht auch Menschenrechte? Und sind sie mal als Flüchtling anerkannt (auch in Griechenland gilt dies), können sie einen Reiseausweis beantragen.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Sind diejenigen Syrischen Flüchtlinge, die von der Türkei nach Syrien ausgeschafft werden auch in Sicherheit? Wie sollen die Flüchtlinge in der Türkei einen Asylantrag stellen, wenn die Türkei den Flüchtlingsstatus als solchen gar nicht kennt? Und Sie wissen schon, dass das mit dem Reiseausweis nicht stimmt, oder?

      • Martin Hugentobler sagt:

        Das mit dem Reiseausweis stimmt sehr wohl. Innerhalb von Schengen können sie sich sogar niederlassen wo sie wollen, wenn sie nachweisen können, für sich sorgen zu können. Umherziehen für die besten Sozialleistungen ist nun mal kein Menschenrecht. Das mit dem Flüchtlingsstatus in der Türkei stimmt leider. Hier müsste man international Druck ausüben, dass die Syrer als Flüchtlinge anerkannt werden. Schliesslich hat die Türkei die Genfer Konventionen unterzeichnet. Sie sind dort jedoch in Sicherheit. Leider im Moment nur als Gäste und ohne aktive Integration seitens der Türkei. Nur als Perspektivlosigkeit in die EU wollen, ist dann aber nichts anderes mehr als Migration aus wirtschaftlichen Gründen, so zynisch dies tönen mag. Und Glättli schreibt über Indomeni. Und das ist unbestreitbar EU.

        • Hanspeter Müller sagt:

          Reisefreiheit gilt erst nach Anerkennung als Flüchtling und das ist noch immer keine Niederlassungsfreiheit. Was Sie schreiben ist schlicht nicht wahr. Vor Anerkennung und bei Vorläufig Aufgenommenen gilt zudem die Niederlassungsfreiheit nicht einmal innerhalb der Schweiz, die können den Kanton nicht frei wählen. Und nein, Flüchtlinge sind in der Türkei nicht sicher. Rückschaffungen von Familien mit Kindern nach Syrien sind keine Sicherheit und erst noch gegen die Menschenrechtskonvention.

          • Martin Hugentobler sagt:

            In der Schweiz können anerkannte Flüchtlinge nach 5 Jahren einen Antrag für die Niederlassungsbewilligung beantragen (bei guter Integration). Und eigentlich steht es hier gar nicht zur Debatte, ob und wie. Sind Flüchtlinge in Sicherheit, und ich dachte bis jetzt immer Griechenland sei ein sicheres Land, sind die Konventionen erfüllt. Oder nicht? Den Anspruch der Flüchtlinge aus sicheren Ländern wie Griechenland oder Italien weiter nach Norden zu wandern betrachten Sie als was? Ich als Migration aus wirtschaftlichen Gründen, nett ausgedrückt. Nicht so nett ausgedrückt, Sozialgeldoptimierung.

          • Hanspeter Müller sagt:

            Wenn ich die Szenen von Idomeni sehe zweifle ich, dass Griechenland ein sichers Land ist. Zudem werden aktuell gerade Flüchtlinge ohne Beurteilung ihrer Situation in die Türkei zurückgeschafft. Also ist Griechenland kein sicherer Staat für Flüchtlinge.

  • Ann Sophie Leopoldsky sagt:

    Ein eher enttäuschender Artikel ohne neue Erkenntnisse. Den unangenehmen Fragen weicht Herr Glättli routiniert aus:
    Ist es nicht mehr legitim, die eigenen Landesgrenzen gegen illegale Grenzuebertritte zu sichern? Welches Signal will Europa aussenden: Sind alle Migranten, unabhängig Ihrer Herkunft und Motivation, herzlich willkommen? Wenn nein, was soll mit den Afghanen, Iraker usw passieren, die bereits in Europa angekommen sind? Wie viele Migranten kann ein kleines Land wie die Schweiz aufnehmen, finanziell und gesellschaftlich? Etc.
    Politiker wie B Glättli, die einer ehrlichen und sachlichen Diskussion konsequent ausweichen, befeuern die asylkritische Haltung der Bevölkerung massiv und machen sich letztlich selber zum Totengräber der humanitären Tradition der Schweiz.

  • C. Bock sagt:

    Es gibt diejenigen die über die Flüchtlinge klagen und schimpfen, deren reale Probleme wegdiskutieren („Wirtschaftsflüchtlinge“ usw.) und unüberwindliche Mauern bauen wollen. Diese haben eigentlich gar kein Problem, weil sie ja auch garnichts tun, aber sie klagen darüber.

    Und es gibt die anderen, die sich den Problemen stellen und mit grossem Einsatz die Not lindern helfen. Diese Leute haben tatsächlich jede Menge Probleme mit den grossen Flüchtlingsmassen, aber sie klagen nicht, sondern helfen!

  • Romy sagt:

    Mit dem Geld der Steuerzahler lässt sich gut von „Humanität“ reden. Herr Glättli würde lieber mal vor Ort seine Humanität zeigen oder selbst Flüchtlinge bei sich auf seine Kosten aufnehmen. Ihm ist wohl entgangen, dass es sich zur Hauptsache um Wirtschaftsflüchtlinge handelt die sich in die sozialen Hängematten legen wollen, wenn man in die Welt hinausposaunt, wie reich die Schweiz sei. Glättli täte gut daran, sich mal humanitär gegenüber randständigen Schweizer zu betätigen die keine bezahlbare Wohnung finden, statt unkontrolliert andere Kulturen zu bevorteilen und diesen Tür und Tor zu öffnen.

  • Basil Steiner sagt:

    A classic Glättli….Wie üblich sucht man nach dem Sinn für die Realität in seinen Aussagen vergeblich.Auch wie Europa eine Flut von mehreren Millionen muslimischen Flüchltingen finanziell aber vor allem auch gesellschaftlich stemmen kann,wird verschwiegen.Was ist mit Frauen- und Schwulenrechten wenn der Islam immer weiter einzug hält?Die Rot/Grünen müssen sich ja wirklich eine goldene Nase verdienen mit dem Ganzen Flüchtlingswesen,wenn Sie offensichtlich so mir nichts dir nichts bereit sind,die Sicherheit,Kultur und Werte einer noch friedlichen und bunten Gesellschaft zu opfern um die eigene Profilierungsgier und das streben nach Macht sowie Geld immer weiter voranzutreiben ohne Rücksicht auf Andere….On top nennen die sich dann allen Ernstes noch ‘‘sozial‘‘!!

  • Daniel Bühlhardt sagt:

    Ich bin es ganz einfach leid meinen linken Freunden versuchen zu erklären,wohin uns Ihre blinde und sureale Politik hinbringen wird. Lasst die einfach machen,auch wenn es bedeuted,dass wir in 30 Jahren Bürgerkrieg und die Scharia haben,dass künftig Frauen,Gays oder Andersdenkende verfolgt und getötet werden und schlussendlich der Faschismus,diesmal in religiöser Form,in Europa erneut Einzug hält.Für all das wäre ich bereit nur um die schockierten und angsterfüllten Gesichter unserer Guntmenschen zu sehen wenn sich Ihre Ideologie und Weltvorstellungen innert Wochen in Luft auflösen und Sie,wie üblich,im Chaos die Schuld bei den Anderen suchen!

    • C. Bock sagt:

      Ein klassischer Schuld-bei-den-Anderen-Such-Kommentar:

      1. die „Linken“ und „Gutmenschen“

      2. natürlich die Ausländer – im Zweifelsfalls sowieso immer…

      Hauptsache ich bin selber ein Schlechtmensch – und an garnichts schuld (weil ich ja auch garnichts mache!)

      • Charlotte sagt:

        Herr Bock, ihr Name tönt nicht gerade muslimisch, oder haben sie konvertiert? Es ist genau diese Haltung der Flüchtlinge die mich rasend macht. Nur fordern, und wenn sie es haben, noch mehr fordern, vorallem, dass sich gefälligst die CH-Bevölkerung resp. Christen ihren Gepflogenheiten anpassen müssen. Wie viele „Flüchtlinge“ sind über 10 Jahre, z.T. in 2. Generation von der Soz abhängig? Eben, nichts machen, und wenn sie nicht Ärzte, oder sonst was mit Villa und Mercedes werden, sind eh die anderen schuld.

  • Peter Gruber sagt:

    Schön zu sehen, wer die verblendete und völlig falsche Meinung vom im Elfenbeinturm hockenden Glättli noch teilt – ich denke es sind noch ca. 10% der Bevölkerung, und täglich werden es zum Glück weniger, das lässt mich hoffen.

  • Hansjürg sagt:

    Gestern wurde ein Artikel im Tagi zu Idomeni wie folgt begonnen: „Bilder wie im Krieg, Schutzbedürftige versuchen die Absperrungen zu überwinden.“ Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Schutzbedürftige, die über 2000 km durch das Ferienland Türkei reisten, sich in einem EU-Land aufhalten, wollen mit Gewalt Grenzzäune niederreissen. Ja, wer brachte denn diesen „Krieg“ dorthin – diese „Schutzbedürftigen“. Diese absichtliche Falschinformation, diese bewusste Meinungsmache trieb meinen Adrenalinspiegel in ungewohnte Höhen und liess bei mir den Gedanken aufkommen, mich auch als Volontär zu melden, bei den Grenzschützern in Mazedonien.

  • Reto Stadelman sagt:

    Demnach schocken mich Nachrichten von Tränengaseinsätzen und Gummischrot nicht. Die betroffenen Länder machen nur das, was ein Staat machen muss (und die EU auch tun sollte): Sie verteidigen ihre Grenzen. Auch das die Menschen hoch gepokert und ihr restliches Geld Schleppern in den Rachen geschoben haben, lässt mein Herz kalt.
    Was mich aber wütend macht ist, wenn Länder die von mir vorgeschlagenen Punkte 1 und 2 nicht durchsetzen… Denn wenn man das nicht tut, dann ist man grausam! Gebt den Menschen Hilfe vor Ort. Dann ist eine Flucht unnötig. Aber seid auch nicht naiv: Selbst die besten Camps in Syrien würden Wirtschaftsmigranten nicht abhalten…

  • Florian Müller sagt:

    Ja, „wo bleibt die humanitäre Tradition Europas?“ Was überhaupt ist Europa? Während 37 Jahren meines Lebens endete Europa in Wien, bereits Ostberlin war Teil des Ostblocks, das nicht mehr als Europa wahrgenommen wurde. Und wo begannen nun die Zäune zu wuchern? Ungarn, Slowenien, Mazedonien und, leider, auch Österreich. Vielleicht hat die Vergangenheit doch mehr mit Gegenwart und Zukunft zu tun als uns lieb ist.

  • Barbara sagt:

    Dem normalen Bürger werden viele Informationen über die „Flüchtlinge“ vorenthalten. In den Nachrichten werden immer nur Sequenzen und Ausschnitte gezeigt, stets das gängige Bild der “ traumatisierten schutzsuchenden Familie aus Kriegsgebiet“ . Wer es erträgt, kann sich die kritischen Filme im youtube ansehen. Stichwort fake refugees. Ich als in Norddeutschland lebende Schweizerin habe Angst um die Sicherheit meiner Tochter, hier passieren jeden Tag Überfälle auf Frauen und Mädchen, viele Meldungen gelangen nicht in die deutschen Medien und in die Schweiz schon gar nicht. Ins Schwimmbad getrauen wir uns nicht mehr, die Gegenden um die Flüchtlingsheime sind no-go-Areas. Das Deutschland, das es noch vor zwei Jahren gab, gibt es nicht mehr. Wer wird diesen Wahnsinn stoppen? Und wann?

    • Anh Toàn sagt:

      Auf YouTube finden sich täglich neue Berichte über Ufo’s: Dem normalen Bürger werden diese Informationen vorenthalten. Ich lasse mein Kind nicht mehr aus dem Haus, sonst wird es in eine ferne Galaxie entführt. Wir sollten uns dringend den wirklichen Bedrohungen zuwenden

      • Reto Stadelman sagt:

        Das ist jetzt ein bisschen unfair. Klar gibt es viel Müll auf YouTube, aber es gibt tatsächlich auch gute Beiträge, die sich kritisch mit der Flüchtlingsfrage auseinandersetzen. Die „Junge Freiheit“ hat zum Beispiel ein Video mit dem provokativen Namen „die Flüchtlingslüge“ hochgeladen.
        Wahrheiten werden darin natürlich auch nicht mehr gezeigt als bei anderen Meinungsbeiträgen. Selektiv sind nicht nur linke Zeitgenossen. Aber es ist ein guter Kontrast zu den Beiträgen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Und genau das fehlt in unseren Leitmedien mehrheitlich.

  • Martin Cesna sagt:

    Vieles, was sich hier als Angst vor Flüchtlingen deklamiert, ist eigentlich die Angst, dass die Schweiz selber langsam zum Vertreibungsland für Ärmere werden könnte: Reduktion der Sozialhilfe, sich ständig vermindernde Arbeitsstellen, massive Bevorzugung der Geldhabenden in Sachen Steuern und die ständig steigenden Mieten und Lebenskosten sind Schweiz-eigene Probleme, die selber zu lösen sind, statt die ganze Problematik an irgendwelche Ausländer und Asylanten zu delegieren.
    Ein Prozent Asylanten sind kein Gegenargument für 5-10% langsam verarmende Bürger im Land aufgrund struktureller Probleme und Bevorzugung des eigenen Moneten-Adels.
    Aber, eben, es ist viel einfacher, auf potentielle Asylanten zu zielen zur Ablenkung, statt die staatseigenen Probleme zu lösen.

    • Reto Stadelman sagt:

      Unser Geldadel, der tatsächlich ein Problem ist, macht die Wirtschaftsmigration nicht besser. Hilfe vor Ort ist die einzige Lösung. Wiederaufbauhilfe statt Asylgelder sollte die Devise lauten.
      Was den Geldadel angeht: Ich vertrete seid langem die Meinung, dass die beste Politik für den Mittelstand KEINE Politik wäre… Jede Entscheidung unserer Politiker, egal in welche Richtung, bringt einem Grossteil der hier Lebenden nur Nachteile. Es sei denn, sie hätten:
      A Ein Konto mit mehreren Millionen
      B Wäre ein Migrant, egal aus welchem Land
      Am besten natürlich wäre die Kombination der beiden Eigenschaften… Damit fahlen als wählbare Parteien SP, Grüne, SVP und FDP gleich mal weg. Da bleibt nicht mehr viel…

  • Chris Müller sagt:

    Ich bin auch dafür, dass die Weltgemeinschaft Länder die an eine Krisenregion angrenzen sehr grosszügig mit Geldern unterstützt und anständige Flüchtlingslager bereitstellt. Die dort lebenden Kinder sollen eine Schule besuchen können und jugendliche eine Lehre absolvieren oder irgendwie sinnvoll betätigen können.
    Fakt ist aber auch, dass Europa und der hiesige Arbeitsmarkt auf grösstenteils schlecht qualifizierte und vielleicht nicht anpassungswillige Migranten nicht gewartet hat.
    Die Migrations- und Flüchtlingskarawane hat sich ja komischerweise nicht in Richtung Golf- oder arabische Halbinsel in Bewegung gesetzt.

    • Charlotte sagt:

      Herr Müller, die Lager bestehen schon über 5 Jahren. Warum müssen die Lager bereit gestellt werden? Von wem? Warum können/müssen die Flüchtlinge nicht mithelfen? Das gleiche mit den Schulen. Da genügen auch Zelte für den Schulunterricht. Warum können sich die Flüchtlinge nicht selbst organisieren? Hier in Eruopa geben sie allen wie studiert etc. sie sind. Internet ist wohl auch nur für Fluchtwege interessant, aber für ein Crowdfunding für Schulmaterial etc. nicht.

  • Anh Toàn sagt:

    Die Aristokraten im Ancien Régime haben auch geglaubt, sie könnten ihre Vorrechte gegenüber den dummen Tölpeln mit Mauern bewahren. Dann stürmte die Vernunft die Mauern (Bastille).
    Die hätten besser Brücken gebaut. Hätten dann mindestens ihre Köpfe behalten können.

    • Peter Gruber sagt:

      Sie meinen also die Brüsseler Aristokratie wird bald gestürmt? Nun, da mögen Sie hoffentlich Recht behalten!

    • Reto Stadelman sagt:

      Das Ancien Régime war eine sehr kleine Elite und nicht ein ganzes Volk. Den damaligen Klassenkampf mit dem gleichzusetzen, was heute bei der Migration passiert, funktioniert nicht. Vor allem auch deswegen nicht, weil Europa z.B. Syrien nicht unterdrückt oder etwas stiehlt.

      • Anh Toàn sagt:

        1920-1946 waren die Franzosen les chefs. Nach dem 2. WK haben dann Engländer, Franzosen, Amis und Russen die Grenzen Syriens gemalt, denen gesagt, ihr seit jetzt Syrer, macht was draus. Die Russen haben dann das System gestützt. Zur Zeit werfen Franzosen und Briten Bomben in Syrien, mit den Amis den Russen.

        Seit etwa 1971 war Assad Senior Cheffe, gestützt vor allem von den Russen. Seine Wahlergebnisse schwankten zwischen 97 und 99.9 Prozent. Nach seinem Tod nun dessen Sohn. Der hatte dann „nur“ noch am Anfang 97 und bei der letzten Wahl noch 87 Prozent. (Wer glaubt es?)

        Aber sonst hat „Europa“ da gar nicht unterdrückt.

        Wie auch in Ägypten, Tunesien, Algerien (L’etat c’est moi“ sagte de Gaulle in Nordafrika und darum waren die Franzosen bei den Siegern am Ende des 2. WK)

      • Anh Toàn sagt:

        Zählt man zum Adel noch den Klerus und das privilegierte Bürgertum (Bourgoisie), kommt man auf etwa 5-7 Prozent. Heute sind auf der Welt etwa 15 Prozent (Europa ohne Rumänien / Bulgarien z.B, USA/Kanada, Japan, Korea ein paar Aussies und Kiwis) so grob 1 Mia, welche unendlich viel mehr haben, als die anderen etwa 6 Milliarden.

        So krass unterschiedlich finde ich dies nicht. Halt nicht mehr „sehr kleine“ Elite sondern eine ziemlich kleine Elite. Aus unserer westlichen Sicht sind etwa 75 Prozent der Weltbevölkerung bitterarm, von Asien über Afrika bis Südamerika.

        • Anh Toàn sagt:

          Es ist nicht so, dass die ganze Welt irgendwie ähnlich reich ist wie wir, sagen wir mal reich wie Sizilien oder Portugal und irgendwo gibt’s ein paar arme Länder. Die ganze Welt ist arm, und irgendwo gibt es ein paar reiche Länder.

          • Stadelman Reto sagt:

            @Anh Toàn
            „Give a man a fish and you feed him for a day, teach a man to fish and you feed him for a lifetime.“
            Genau nach diesem Motto sollte man auch die Asylpolitik betreiben. Die Menschen hierherholen und dann jeden Tag einen Fisch geben? Klingt nicht nach einer prickelnden Lösung. Besser wir bringen ihnen bei, wie sie bei sich zuhause fischen können.
            Ich gebe offen zu: Das ist kein einfaches Unterfangen und nicht selten sind die Kreise, die jetzt eine härtere Gangart fordern, auch die ersten die Protektionismus, Entwicklungshilfe etc. bekämpfen. Aber wenn es wieder mal soweit ist, dann können sie mich zu ihren Unterstützern zählen. In der Migrationsfrage aber werden wir wohl nie gleicher Meinung sein.

          • Stadelman Reto sagt:

            „Ich sehe in meinem CH Pass nichts als ein Geburtsvorrecht auf Zugang zum CH-Arbeitsmarkt.“
            Aber genau das ist er. Sehen Sie, wir sind irgendwo immer noch Tiere. Und daher bilden wir Sippen, Kantone, Nationalstaaten. Wir können versuchen das alles abzuschaffen, aber das ist irgendwo einfach (noch) gegen unsere Natur.
            Genau so wie die Verteilungsgerechtigkeit, Politik etc. sich immer noch am ES in uns orientiert und nicht am Überich. So sind wir Menschen nunmal. Alles andere als perfekt…
            „…das Angebot an Arbeitskraft wird knapp gehalten um die Preise dafür hoch zu halten…“
            Und da sind sie dagegen? Arbeit ist das EINZIGE was 95% von uns anbieten können. Die Logik des Marktes ist nutzlos wenn die Verteilungsgerechtigkeit nicht erhalten bleibt.

          • Anh Toàn sagt:

            @Reto Stadelmann: „Und da sind sie dagegen? “

            Die Frage ist nicht, ob ich oder wir dafür sind oder dagegen, die Frage ist, ob wir es aufrecht erhalten können, in einer Welt, die immer kleiner wird.
            Ich glaube nicht, dass wir unsere Vorrechte auf Dauer verteidigen können. Noch jede Mauer wurde gestürmt, noch jede Burg wurde geschleift, die Angreifer sind auf Dauer immer im Vorteil.

        • Stadelman Reto sagt:

          Ich bestehe darauf, dass die Unterschiede von damals zu heute gewaltig sind. Die Technologie hat „das Proletariat“ in vielen Bereichen von der Versklavung befreit. Heute arbeiten keine Schwarzen mehr auf Baumwollplantagen oder Leibeigene auf Ländereien von Grafen oder Königen. Wobei es natürlich auch Negativbeispiele gibt, wie die Fischerei-Sklaven in Asien. Aber das sind eher Ausnahmen. In Tat und Wahrheit gibt es eher zu wenig als zu viel Arbeit.
          Was wir tun müssten, wäre armen Ländern Protektionismus zu erlauben. Diese Länder sollen ihre Wirtschaftspolitik so gestalten, wie sie es für richtig halten. Damit kommen wir aber wieder weg von der ach so tollen Globalisierung… Davon abgesehen: Was könnten wir realistisch gesehen sonst noch tun?

          • Anh Toàn sagt:

            „Was wir tun müssten, wäre armen Ländern Protektionismus zu erlauben.“

            Oder Ihnen erlauben, bei uns das zu verkaufen, was sie haben, nämlich landwirtschaftliche Produkte und Arbeitskräfte. Genau hier schotten wir aber unsere Märkte ab. Ich sehe in meinem CH Pass nichts als ein Geburtsvorrecht auf Zugang zum CH-Arbeitsmarkt. Braucht, wer hier geboren ist und Zugang zu einer sehr gute Ausbildung hatte, tatsächlich noch Schutz vor der globalen Konkurrenz auf diesem Markt? Letztlich ist das doch ähnlich zu einer „closed shop“ Klausel, welche die Arbeitsplätze in einer Fabrik einzig den Mitgliedern einer Gewerkschaft erlaubte. das Angebot an Arbeitskraft wird knapp gehalten um die Preise dafür hoch zu halten, Gewerkschaften sind so Kartelle. Mindestlöhne ziehe ich vor.

          • Anh Toàn sagt:

            Wissen Sie, Herr Stadelmann, obwohl ich oft den „Linken“ zugeordnet werden, sehe ich mich wenn schon als Liberaler (FDP ist nicht liberal): Ich bin für Zulassung von Einwanderung in unsere Arbeitsmärkte, die Einwanderung in Sozialsysteme stört mich auch, wird aber durch unsere Politik des Protektionismus für den Arbeitsmarkt sogar gefördert: Die Schweiz hat etwa 100 Jahre damit gelebt, dass man in jedem Kanton der Schweiz arbeiten darf, für Sozialhilfe musste man zu seiner Heimatgemeinde. Sowas schwebt mir vor, auch wenn zur Zeit nicht mehrheitsfähig. Meine Frau aus Vietnam hat mit vier Jahren Schulbildung und elementaren Englischkenntnissen einen anständig bezahlte Arbeit (mit PK etc. alles i.O), am Anfang im Stundenlohn, gefunden.

          • Rolf Zach sagt:

            An Toàn. Erstens die Grenzziehungen wurden durch Sykes-Pictet Abkommen 1916 für dem fruchtbaren Halbmond gemacht. Was die Entwicklung der Wirtschaft betrifft, kann man ja Ägypten mit Korea vergleichen. Unter Nasser wollte man unbedingt diese Geldsäcke aus Griechenland, Italien und Armenien unbedingt loswerden. Das Volk jubelte, als man diese Ungläubigen zum Teufel schickte und das Textilgewerbe ruinierte. Besser ein frommer Muslim sein ( Frauen tragen streng immer Hidschab) und Alexandria darf nie eine sündige Metropole wie Mailand werden. Nein, wir sind gute Moslems und haben die beste Baumwolle der Welt, aber dies in Mode weltweit profitabel umzusetzen ist verboten. Wir lieben solche Leute, die als Flüchtlinge mit Grundsätzen kommen. Sie sind eine Bereicherung für unsere Volkswirtschaft.

          • Anh Toàn sagt:

            @Rolf Zach: Wenn wir sagten, wer hier Arbeit findet, darf kommen, aber es gibt nichts vom Staat, hätten wir vielleicht ganz viele fleissige und sparsame Asiaten, die doch ganz gut zu unseren Protestanten passen, und keine dieser Faulen und Dummen, die ja (angeblich) nur zu uns kommen, weil es hier alles gratis gibt. Das würde sich da schnell rumsprechen.

            Übrigens glaube ich nicht, dass sich ein Araber unter den gleichen sozialen und wirtschaftlichen Umständen anders verhält als ein Asiate. Hier denken Sie Herr Zach in meinen Augen zu „rassistisch“, nicht im Sinne eines verwerflichen Gedankengutes, ich halte Ihre Ansichten da für zweifellos legitim, begründ- und diskutierbar. Aber Sie kennen bestimmt das „Standford Prison Experiment“.

  • Ronnie König sagt:

    Ein guter Kommentar! Und, unser Verhalten hat mit zunehmendem Reichtum an Edelmut eingebüsst. Bis zu diesem Flüchtlingsstrom war die Stimmung zwar die letzten Jahre schon mit weniger gutem Willen durchsetzt. Man hielt anderen Staaten den Mahnfinger vors Gesicht und belehrte. Die weniger reichen oder fast armen Staaten in Europa tun gutes wie Griechenland oder Italien, Spanien. Andere nehmen gerne Gelder aus dem EU-Topf, aber wollen möglichst selber nix helfen, ob bei Flüchtlingen oder eigenen armen Säcken wie Ungarn/Balkanländer. Wir halten uns für zivilisiert, aber ganz offensichtlich ist dieser Lack sehr dünn, wenn es dann drauf ankommt. Noch können wir ohne grosse Einbussen helfen, aber müssen dazu alle Bedürftigen wirklich nach Europa kommen? Ganz plötzlich? Und wie weiter dann?

  • Ronnie König sagt:

    Und auch die Flüchtlinge machen sich da etwas zu wenig Gedanken! Sehen vor allem Vorteile und blenden weniger Gutes gerne aus, oder reklamieren dann hier. Nicht alle. Haben einige Länder früher schon Mühe mit Integration bekundet, so ist nun in der Krise wohl auch nichts besser geworden. Altlasten hat es offenbar genug, nun noch neuen aufhalsen? Im Herzen wollen viele helfen, aber wie soll dies gelingen, scheitern wir schon an eigenen Problemfällen. Da beschleicht nun manchen das Gefühl, dass das Abendland dadurch in Gefahr gerät. Verständlich. Aber haben wir nicht auch die Möglichkeit hier etwas grundsätzlich zu verändern, dass fast alle irgendwie profitieren könnten? Wenn wir wollen ist sehr viel möglich. Nur die Welt retten, das werden wir sicher nicht schaffen!

  • Peier Roland sagt:

    Ich hoffe auf einen Lichtblick, dass diese humanitäre Tradition Europas endlich der Vergangenheit angehört. Soll mir einmal jemand den ROI dieser unnützen Uebungen aufrechnen.

  • regli rouge sagt:

    Die Türkei ist sicher genug, in Afghanistan gibt es nicht nur überall Talibans, es gibt sichere Gebiete im Iran und im Irak. 80% der Menschen sind ärmer dran als diese Leute, die Tausende oder Zehntausende von Franken für ihre Wirtschaftsmigration hinblättern. Jedes Jahr werden mehrere Millionen NEUER Menschen in Armut geboren. Schon das zeigt, dass das Problem nicht durch Aufnahme all derer, die kommen wollen, sondern nur mit Hilfe vor Ort gelöst werden kann.

  • Galbier Baschi sagt:

    Das Problem ist die Zumutbarkeit, welche heute so tief angesetzt ist, dass 80% der Menschheit Bleiberecht in der CH hätte.
    Schlussendlich sind Menschen und Gesellschaft selber für sich verantwortlich. Letztere kann entscheiden, im Rahmen eines „Gesellschaftsvertrags“ soziale Härtefälle zu „versorgen“ (Sozialhilfe, IV). Dies ist auch gut so, ebenfalls, dass in gewissem Masse Asylanten aus Kriegsländern aufgenommen werden. Dazu gehören Flüchtlinge aus z.B. Irak/Afgh./Eritrea sicher nicht (unsichere Orte gibt es auch in FR/Banlieus).
    Geht die Einwanderung so weiter, wird die CH wirtschaftlich, sozial und kulturell an die Wand gefahren. Abertausende von hauptsächlich jungen Männern (!) bzw. Muslimen mit rückwärtsgewandtem Hintergrund werden die Gesellschaft grundlegend ändern.

  • Peter Schwarz sagt:

    Es ist natürlich viel einfacher ein guter Mensch zu sein, als ein Warner, der die Langzeitfolgen des Handelns miteinbezieht. Es ist Krieg in Syrien richtig. Genaugenommen ein Religionskrieg. Die Menschen sind auf der Flucht und Europa sollte seinen Beitrag leisten. Flüchtlingslager in den Umliegenden Staaten ausbauen zur Not auch eines in der Aegäis würde jedoch reichen. . Die Flüchtlinge kommen nicht, weil sie keine andere Wahl hätten, sondern schlicht weil sie können. Die Bevölkerung in Afrika wird in den nächsten 25 Jahren um 1 Mia. steigen und damit auch die Zahl der Konflikte. Europa wird mit aktuellen Konzepten sicher unter der Migrationsflut zusammenbrechen.
    Zum Islam, wer keine Angst vor ihm hat, kennt ihn nicht.

  • verena guran-fierz sagt:

    Noch ein Kommentar? O.K. Alle beschäftigen sich mit Menschen , deren Herkunft und Gedanken wir nicht kennen. Es werden täglich mehr: Hunderttausende, Millionen, Milliarden, die durch oft selbstverschuldete Not und Kriege in alle Richtungen flüchten. An Tiere, Pflanzen, Erde, Wasser, kurz, die Lebensgrundlagen denkt niemand. Mit dem für den Weltasylzirkus verschwendeten Geld könnte man die halbe Welt aufforsten, resp. die Leute können das selbst tun. Das Wort „Baum“ habe ich noch in keiner einzigen, auch millionenteuren Klimakonferenz gehört. Dafür reisen die globalen Schwätzer in klimatisierten Flugzeugen in tropische Länder mit klimatisierten Hotels und Konferenzsälen. Darum „Klimakonferenz“

  • beat lauper sagt:

    Seit dem Ende des westphälischen Kriegs hat es Europa geschafft nicht nur ein Nationalstaaten System aufzubauen, sondern dieses sogar für die Globalisierung effizient zu gestalten mit dem Öffnen der internen Grenzen. Die Tradition Europas ist aber eine von Grenzen, nicht von Brücken und angesichts von europäischer Geschichte würde ich die humanitäre Tradition doch kleingedruckt schreiben.

  • Hartmann Sonja sagt:

    Seit 50 Jahren nimmt Europa Flüchtlinge aus aller Welt auf. Vielleicht sollte die Welt sicherer werden, damit es gar nicht solche Flüchtlingsströme, resp. ungewollte Entwurzelungen gibt. Viele dieser „Flüchtlinge“ sind immr noch nicht integriert und das Fremdsein noch voll da. Vietnamesen, Kambotschaner, Afrikaner, Srilankesen, Kurden, Ex-Jugoslawen usw: vielleicht sind es neben der PFZ einfach zu langsam viele? Schon mal daran gedacht? Ist ja überall so; am Anfang hilft man, doch bei viel zu vielen hört man irgendwann auf. Europa kann nicht die Welt retten!

  • Ulrich Konrad Schweizer sagt:

    Wenn die Hilfsbereitschaft der Helfenden überfordert wird, dann schlägt es ins Gegenteil um. Insbesondere, wenn viele von denen, welche Hilfe fordern, dazu gar nicht berechtigt sind.

  • Guran-Fierz Verena sagt:

    Die eine unserer Irakerinnen, höchstens 30, unglaublich beleibt, ihr Mann ca 10 Jahre älter, stark und gesund, bekommt „bald ihr 3. Kind“. Die Leute seien „den unzumutbaren Zuständen ihrer Heimat entflohen“, heisst es.
    Ein anderer Iraker, anerkannter Flüchtling, mit Haus in der Heimat, wo er regelmässig hinfährt, erzählte vor 3 Jahren auf SRF2 ,stolz vom Leben in dem Villenquartier, inkl. „Frauen aus Rumänien und Bulgarien, die dort arbeiten“.
    Wir werden alles bezahlen, nicht nur den Aufenthalt der Familie, sondern die Kosten für Geburt und Nachsorge. Ev brauchen die Leute „sofort“ eine eigene Wohnung, denn mit einem Neugeborenen kann man nicht gut in einer Zivilschutzanlage wohnen. Dass es unverantwortlich ist, während der Flucht Kinder zu zeugen, ist offenbar kein Thema.

  • Guran-Fierz Verena sagt:

    Wo sind die Antworten von Herrn Glättli persönlich? Ist er „Paul Levi“? Diese Diskussionen kann man ewig weiterlaufen lassen, ohne jeden Nutzeffekt. D.h., immerhin sieht man, dass die meisten Menschen mit irrealen Theorien nichts anfangen können. Es gälte, den Politikern klare Vorgaben zu machen, wie sie mit der Flüchtlingssituation auf längere Frist umzugehen haben.
    Auf längere Frist, das ist das Problem. „Gouverner c`est prévoir“ hiess es einmal. Jetzt haben wir nur momentane Reaktionen, möglichst solche, die den jeweiligen Politiker in ein vorteilhaftes Licht tauchen und mediengerecht aufbereitet werden können. Die Probleme sind sehr komplex, beinhalten die unmöglichen Forderungen der „Menschenrechte“ und religiös fundierte Machtenfaltung. Milchbüechlirechnung genügt nicht

  • Guran-Fierz Verena sagt:

    Ja die „Menschenrechte“– Worauf beruhen sie und wer will und kann sie garantieren? Sie erwecken eine „kindlliche Erwartungshaltung“, die lähmt. Geld für etwas zu erhalten, wofür man nichts getan hat, korrumpiert die Betroffenen zusätzlich, bringt aber den die Seligkeit auf Erden versprechenden viel Geld und Macht durch politische Aemter .
    In Brüssel herrscht gefährlicher Notstand in den Gefängnissen und glech daneben glitzern die Büropaläste der EU, deren überbezahlte beamte offenbar keine Steuern entrichten, sonst müsste Belgien reich sein.
    Nicht wahr Herr Glättli?

  • Guran-Fierz Verena sagt:

    Etwas geht meistens vergessen: Politik handelt IMMER von Geld und Macht.
    Bei uns geht es um Milliarden, die die Angestellten der Sozialindustrie verdienen. Welche Qualifikation haben Mitarbeiter der Asylorganisation Schweiz, an die der Kanton Zürich die Betreuung der Flüchtlinge auslagert?
    Zweitens: Abgesehen davon, dass für Muslime Landnahme und Islamisierung zusammengehören, haben sie ein eigenes Finanzsystem, das das unsrige leicht unterwandern kann, wie das der Mafia. Aber: Auch sie werden konkurrenziert von den Chinesen, auch in Afrika. Mit Menschenliebe hat alles nichts zu tun. Mit Naturliebe noch weniger, obwohl die Natur die einzige Kraft ist, die das Ueberleben der explodierenden Menschheit ermöglicht.Pflanzt Bäume!! das gilt immer noch.

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