Unordnung ist noch die kleinste Sauerei

Unbewartete Hütte

Chaotische Zustände in unbewarteten Berghütten: Im Vergleich zu manchen Winterräumen ist das Mischabelbiwak (Bild) aufgeräumt. (Foto: Natascha Knecht)

Heute möchte ich an den Anstand gewisser Alpinisten appellieren. Im Winter bleiben viele SAC-Hütten entweder ganz oder bis auf gewisse Wochen unbewartet. Alle Hütten verfügen jedoch über einen so genannten Schutzraum. Die Tür steht immer und jedem offen. Hier finden die Alpinisten, was sie für eine weitgehend angenehme Übernachtung brauchen: Schlafplätze mit Matratzen und Wolldecken, Heiz- und Kochofen, Holz zum Feuern, Pfannen, Teller, Tassen, Besteck, Esstisch, Stühle, Bänke. Alles sehr simpel zwar und man muss sein Essen selber mitbringen und kochen. Aber wenigstens hat man eine warme Bleibe, muss nicht in der winterlichen Hochgebirgskälte biwakieren und das Material dafür auch noch mitschleppen. Schutzräume sind ein Angebot, das man schätzen sollte, wenn man es annimmt. Leider benehmen sich gewisse Leute so inakzeptabel, dass es solche unbewarteten Unterkünfte künftig möglicherweise nicht mehr in der heutigen Form geben wird.

Zu faul zum Abwaschen, Aufräumen, Putzen: Klar will jeder am Morgen so rasch wie möglich auf die Tour aufbrechen und klar macht es keinen Spass, Wasser für den Abwasch zu schmelzen und das gebrauchte Geschirr sauber zu hinterlassen. Aber für die Nächsten die hier übernachten wollen, ist es nichts als widerlich, auf dreckige Pfannen mit eingetrockneten Essensresten zu treffen. Es gehört auch zur Fairness, das veranstaltete Chaos vor dem Verlassen der Hütte aufzuräumen, die Wolldecken zu falten, gebrauchte Heftpflaster und Siffiges vom Boden aufzuwischen.

Jeder Zweite bezahlt die Übernachtung nicht: Früher gab es in Schutzräumen ein Kässeli, wo jeder das Geld für die Übernachtung und für das gebrauchte Holz einwerfen konnte. Inzwischen liegen in vielen – auch in den Sommerbiwakschachteln – Einzahlungsscheine auf, mit der Bitte, die Taxe zu überweisen, weil die Kasse mehrfach aufgebrochen wurde. Dass es einige Leute nötig haben, die paar Franken zu stehlen, ist traurig. Aber es kommt noch schlimmer: Offenbar erachten es ganz viele nicht für nötig, für die Übernachtung zu bezahlen (je nach Hütte, Mitgliedschaft in einem Alpenverein und Alter zwischen 8 und 28 Franken pro Person). Es gebe zwar keine verlässlichen Zahlen, sagt Bruno Lüthi, Kommunikationsleiter der SAC-Hütten. «Aber aufgrund des Holzbestandes gehen wir davon aus, dass etwa jeder Zweite die Taxe nicht überweist.» Lüthi nennt Beispiele, wo der Hüttenwart genügend Holz bereitgestellt hatte, damit 40 bis 50 Personen heizen und kochen können. Sich im Hüttenbuch eingetragen und die Taxen bezahlt hätten aber nur 20 Personen. Trotzdem sei das Holz weg, also ein Indiz, dass bedeutend mehr Leute da waren.

Mobiliar verheizt: Holz steht bereit zum Heizen und Kochen und sollte sparsam gebraucht werden. Manche kümmert das nicht. Sie legen unermüdlich Scheite nach, obschon in der Hütte längst Sauna-Temperaturen herrschen und sie Fenster oder gar die Türe öffnen müssen, um nicht zu überhitzen. Hinzu kommt: Solange nicht alle ihre Übernachtung bezahlen, hat der Hüttenwart keinen Indikator, ob noch genügend Holz vorhanden ist. Das führte schon dazu, dass gar keines mehr da war und die Leute stattdessen das Mobiliar in den Ofen schoben, um nicht zu erfrieren.

Diebstahl und Vandalismus: «Das hat sich tendenziell gebessert», sagt Bruno Lüthi, «aber nicht generell.» Was nicht niet- und nagelfest ist und in den Rucksack passt, wird gerne mitgenommen: Pfannen, Geschirr, Wolldecken, etc. Es sei auch schon vorgekommen, dass Leute vom Schutzraum in die abgeschlossene SAC-Hütte eingebrochen sind – auf der Suche nach Essbarem oder einer Flasche Wein.

Toilette: Sie befindet sich ausserhalb des Schutzraums. Wenn Neuschnee fällt, muss der Weg freigeschaufelt werden. Das ist manchen zu anstrengend. Sie verrichten ihre Geschäfte wild rund um die Hütte, ohne daran zu denken, dass die Nächsten, die eintreffen, sauberen Schnee brauchen, um Wasser zu schmelzen.

Hüttenordnung

Die Regeln wären klar, nur hält sich nicht jeder daran: Hüttenordnung in der Schutzhütte auf dem Panixerpass. (Foto: nk)


Auszug aus dem Einmaleins einer Übernachtung in einer unbewarteten Hütte
(aus dem neuen Buch «Hütten der Schweizer Alpen» von Remo Kundert und Marco Volken):

  • Auch bei unbewarteten Hütten meldet man sich mit Vorteil an. Das ermöglicht den Eigentümern eine gewisse Planung und erspart Ihnen eine böse Überraschung für den Fall, dass die Hütte bereits vollständig von einer angemeldeten Gruppe belegt ist. Die beschränkten Platz- und Kochmöglichkeiten setzen bei Andrang ein grosses Mass an Absprache und soziale Fähigkeiten voraus. Wer die Hütte als letzter verlässt, ist verantwortlich für ihren ordentlichen Zustand.
  • Gespaltenes Holz ergibt einen besseren Brennwert als grosse Holzscheite, das Kochen mit Deckel spart bis zu 70 Prozent Energie. Auch hier gilt der Grundsatz, dass man den Abfall selbst wieder ins Tal schafft. Lassen Sie Lebensmittel nur dann in der Hütte zurück, wenn es sich um haltbare Esswaren handelt, die von späteren Hüttenbesuchern realistischerweise gebraucht werden können.
  • Leider kommt es immer wieder vor, dass viele Hüttenbenützer die Übernachtungstaxe bei unbewarteter Hütte nicht bezahlen. Wenn diese Entwicklung anhält, werden viele dieser Schutzräume in Zukunft nicht mehr allen offen stehen – wie dies in den übrigen Alpenländern bereits weitgehend der Fall ist.

Ihre Meinung interessiert uns!

59 Kommentare zu «Unordnung ist noch die kleinste Sauerei»

  • Boris sagt:

    Gebt den Berggängern auch die Möglichkeit alles sauber zu hinterlassen.

    Ich war im Frühjahr 2012 auf der Margherita Hütte auf 4554m im Winterraum. (nicht übernachten, nur Pause gemacht).
    Sehr positiv: Gasbetriebener Heizstrahler. Sonst auch recht sauber, und ein Lebensretter auf über 4000m bei schlechtem Wetter.

    aber:

    Der Mülleimer war übervoll (keine Ersatzmüllsack, kein Besen weit und breit).Gebt den Tourengängern auch die Möglichkeit Sauberkeit herzustellen.

    Wohin dann mit dem unserem Müll? , genau, mit runter nehmen. (haben wir auch gemacht)

    Gäbe es einen weiteren Müllsack würde dieser genutzt werden. Ich denke nicht die meissten Berggängern keine manieren mehr haben, aber es ist wie immer : Ein paar wenige machen das meisste Theater/Chaos – und diese fallen leider auf.

    Ansonsten war es auf der Hütte recht sauber. Liegt wahrscheinlich daran dass nicht Greti und Bleti dahin kommen….

  • Aschi sagt:

    War gestern auf kleinem Skigipfel. „Guten Tag“ sag ich zu den etwa 6 Anwesenden. Kaum einer antwortet. Das ist „Bergsteigen heute“ wie auch der Umgang mit den Hütten.

  • S. Bernhard sagt:

    Kann nicht aus Erfahrung sprechen was SAC Hütten angeht, aber auf Weltreise, unter anderem auch in gänigen Backpacker Hostels habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Wenn nicht ein eigens angestelltes Personal die Küche und Waschräume täglich oder mehrmals täglich auf Vordermann bringt, wird es sofort schmuddelig bis ekelhaft.
    Da besteht offenbar zwischen den Gründergenerationen solcher Einrichtungen und den aktuellen Benutzern ein Erziehungsunterschied. Man (auch Frau) hat verlernt, den Sachen Sorge zu tragen und hinter sich selbst aufzuräumen.
    Diesem bedauernswerten Trend wird sich auch die SAC nicht entziehen können.

  • Business_Man sagt:

    Take the money and run!! – So wird’s seit ca. 25 Jahren gelehrt und doziert an den Unis wie Harvard HSG, usw. Die meisten Abgänger glauben bis heute daran.

  • Rogoter sagt:

    Diese Entwicklung ist wirklich zu bedauern. Es gibt viele unbewartete Hütten, die mit dem Herzblut und in Fronarbeit von SAC-Mitgliedern über Jahrzehnte aufgebaut wurden.
    Je mehr Leute nun in die Berge pilgern, desto mehr schwarze Schafe kommen mit. Es kommt sogar vor, dass jemand seine alten La Sportiva gegen ein neues Paar austauscht. Bald muss also der Schuhraum auch abgeschlossen werden? Schade, schade, um das Vertrauen und die Kameradschaft unter Alpinisten.
    Sollte solche Appelle wie in diesem Artikel unerhört bleiben, hilft wirklich nur noch das Schliessen der Hütten oder mehr Kontrolle. Dass diese nicht mit Überwachungskameras geschehen kann, versteht sich wohl von selbst.

  • Charlie B. sagt:

    Oder eine Lösung wie bei den mobility Autos wo man eine Chipkarte an ein Lesegerät hält und schwupp geht die Tür auf. Man müsste sich halt vorher registrieren damit man eine solche Karte bekommt.

  • Christian Duerig sagt:

    Jede Hütte lässt sich überwachen. Informieren Sie sich über Spy Gadgets, und teilen Sie durch Plakate mit, dass die Hütte überwacht wird. Kontrolle ist besser als Vertrauen. Das Vertrauen von früher gibt es nur in den Erzählungen. Also: Spy Gadgets und Plakate (mehrsprachig !)

  • Marlon sagt:

    Ich find die Vorschläge zur Kamera-Überwachung saugut!!! Da muss der SAC halt einfach mal mit dem Zeitgeist und dem Stand der Technik mitgehen. Wie bereits festgestellt, gibt es ja der technischen Möglichkeiten genug!! Die Leute bekommen doch eh nicht mit, wo sie im städtischen Raum und in Gebäuden überall überwacht werden. Dann kann man das in den paar Hütten doch auch einführen. Das Bisschen zusätzliche Überwachung tut sozusagen niemandem weh!! Auch elektronische Schließ-(& Schieß-)Mechanismen sind unbedingt zu erwägen, via Handy abrufbare Codes – ist doch super! Ohne Handy geht eh niemand in die Berge! Und den finanziellen Aufwand für die technische Realisierung hätte der SAC nach paar Monaten sicher wieder reingeholt, da das ja dann auch endlich mit dem Bezahlen klappen würde. Tja, manchmal muss man der Zahlungsmoral halt etwas auf die Sprünge helfen. Und wer nicht dort übernachten will, muss das ja, wie schon gesagt, auch nicht tun. Immerhin gibt es auch noch die Möglichkeit an den Zugangswegen der Hütten Hinweisschilder aufzustellen: „Diese Hütte wird aus hygienischen Gründen Video-überwacht.“
    Viel spaß wünsche ich!
    Ich für meinen Teil kann meine Vorredner Markus nur zustimmen und finds im Zelt und ohne die ganzen „Bergfreunde“, wie sie hier sich tummeln, eh fui schöner.

  • Aschi sagt:

    @Peter Tscherrig: Guter Beitrag. Habe noch bei Sepp Tscherrig (Turtmannhütte) in einem Wochenkurs meinen ersten 4000er bestiegen. Verzicht auf Winterräume ist die einfachste Lösung und auf dem Internet kann sich jeder orientieren. Bergführer können allenfalls einen Schlüssel beziehen zur Hütte. Schaufel nicht vergessen um die Türe freizulegen.

  • Als Sohn eines Bergführers und Hüttenwarts bin ich auf einer SAC Hütte aufgewachsen. Das Thema der Winterraumtouristen ist nicht neu.
    – Eine riesen Sauerei (Abfälle überall, Geschirr nicht abgewaschen, rund um die Hütte alles versaut)
    – Notproviante weggezehrt und verunreinigt
    – Notholz und teils Mobiliar abgefackelt
    – Benutzung nicht bezahlt
    Zu allem Übel müssen diese Leute oftmals noch gerettet werden.

    Der Winterraum war angedacht für Alpinisten welche in Not geraten sind und nicht als „Gratis-Feriehaus“. In der heutigen Zeit wo wir die Wetterlagen besser abschätzen und die Mobilverbindungen optimal sind ist der Bedarf an Notunterkünfte geringer geworden. Hütten und Hüttenwarte haben gelernt. Als Nothütte oder Winterräume dienen die alten Bereiche der Hütten, wo das Minimum zum Überleben vorhanden ist. Es braucht also nicht Holz und Gas wo sind „Winterraumtouristen“ tagelang einnisten und wohlfühlen können und in bekannter Manier alles zurücklassen.

    Als Erbauer und Besitzer der neuen Anenhütte hatte ich beim Neubau die Auflage keinen Winterraum bauen zu dürfen. Zuerst war ich sehr erstaunt, jedoch die Erklärung der Behörde welche von den Bergrettern angewiesen war erwies sich einleuchtend.
    Zu den Zeiten wo die Berghütten nicht bewartet sind, dürfen die Hütten nicht ein Angebot sein für Leute welche sich unnötig in Gefahr bringen. Alpinisen welche im Winter Sonderleistungen erbringen, verbringen nicht viel Zeit in Winterräumen, sondern steuern ihr Ziel direkt an und sind bereit und auch in der Lage in einem Biwak zu überleben.

    Schade ist es, dass ein paar wenige immer alles vermiesen, was für viele anständige Alpinisten nützlich gewesen wäre.

    • Philipp Rittermann sagt:

      das bringt die thematik wohl auf den punkt. schade, dass viele unter der rücksichtslosigkeit weniger zu leiden haben. deshalb gilt leider auch hier – „vertrauen ist gut, kontrolle ist besser.“

  • Alpenkalb sagt:

    Na ja in Italien wars schon immer etwas schlimmer. Und seit der Osten offen ist grassiert das Phänomen leider total.

  • Xaver Barmettler sagt:

    …Wer die Hütte als letzter verlässt, ist verantwortlich für ihren ordentlichen Zustand….

    Gemäss dieser Logik hat derjenige die Sauerei angerichtet, welcher als Letzter die Hütte verlässt. Dass sich das nicht jeder bieten lässt, ist logisch, verstänlich und glasklar!

  • Georg Stamm sagt:

    Jeder von uns weiss, dass Anstand ein rares Gut geworden ist. Sogar bei den Alpinisten. Dass ist traurig und man frägt sich, wie lange es so weitergeht.

  • maendli sagt:

    Der SAC hat die Konsummentalität der Berggänger mit herangezüchtet, die Hütten sind Beiz, Hotel, Eventlokal etc. Wo keine Hütten sind, wird auch keine Sauerei hinterlassen. Ergo?

  • jörgi sagt:

    Ein leidiges Thema und jeder Hüttenwart ist in der Lage, einige Muster-Schweinereien von seinem Winterraum zum Besten zu geben. Wer in diesem Zusammenhang von Kameraüberwachung, RFID Chip, codierten Schlüsseln mit PIN und sonstigem elektronischen Schnickschnack redet, hat noch nicht manches Biwak oder eine SAC-Unterkunft im Winter betreten.
    Macht eintätige Touren und nehmt für längere Unternehmungen ein Zelt mit, die paar Kilo extra an Gewicht für Essen, Schlafsack und Essen wiegen wenig, im Vergleich zum kuulen, hautnahen „Erlebnis pur“ in der Natur.

  • björn sagt:

    Der Winterraum ist ja nicht zuletzt ein Schutzraum und sollte deshalb immer offen bleiben für Notfälle. Wenn das Problem ausgeprägter wird könnte man den SAC Ausweis mit einem RFID Chip ausrüsten und so in Zukunft den Eintritt in diese Räume regulieren. Der Ausweis könnte auch gleich als Zahlungsmittel genutzt werden und im Sommer ev. das Hüttenbuch digitalisieren. Ausländer und nicht SAC Mitglieder müssten sich einen Tagespass kaufen vor der Tour z.b. im Internet oder beim Hüttenwart. Für den Notfall sollte eine Türöffnung dennoch möglich sein z.b. duch hinterlassen von Kreditkarten oder Handynummer. Die Massnahmen kosten natürlich etwas und sind wahrscheinlich nicht 100% fehlerfrei, immerhin besser als verriegelte Winterräume.

  • hallo mitenand

    ich danke natascha für das sehr gute thema.

    es wird so kommen wie es natascha auf den punkt bringt, das die hütten und der winterraum geschlossen bleiben. in den
    1970 und 1980 jahren habe ich die biwaks noch sauber angetroffen. dann auf einmal ein wandel… aufeinmal habe ich
    die biwaks verschmutzt angetroffen. was heisst hier verschmutzt… zum teil sah es schlimmer als im saustall aus.
    ich habe biwaks und winterräume so angetroffen wie es natascha beschreibt.

    wichtig wäre auch, wenn sich die sektionen organisieren, und so oft wie moeglich, abwechslungsweise jemanden am
    wochenende in ihr biwaks schicken würden, um zum rechten zu schauen.
    die sünder sollen hart angegangen werden, und mit mehrkosten belangt werden.

    ich hoffe, das wir bald wieder saubere winterräume und biwaks antreffen werden.
    ich wünsche allen viel spass, und gute touren.

    gruss von
    raphael wellig http://www.raphaelwellig.ch

    • Philipp Rittermann sagt:

      guten tag herr wellig

      gute idee. ich habe gerade mit reinhold (messner) telefoniert. wir bilden nun zusammen ein paar yetis für diese aufgabe aus! die wirken auch abschreckend und fressen hin-und-wieder mal einen säumigen berggänger.

      und ich danke der frau knecht natürlich auch herzlich für das sau-gute thema! :)

  • Joachim Adamek sagt:

    Da rücksichtslose, asoziale Typen in der Regel den kostenlosen Luxus lieben, reicht es manchmal, die Ausstattung der Winterräume und Biwaks drastisch zu reduzieren. Klar, das kann nur die vorletzte Option sein.

  • Jutta Maier sagt:

    Die richtige Konsequenz aus dieser Situation ist, Hütten nur noch offen zu haben, wenn ein Hüttenwart zugegen ist. Zumindest für die Bergwelt wäre das die beste Lösung.
    Die Schutzräume der SAC Hütten sind vermutliche die letzte Bastion einer Schweizer Eigenart, die durch die Globalisierung zum Untergang verdammt ist. Ich zumindest bin noch als Jungendliche aus dem Haus (Miethaus mit 16 Parteien!), ohne die Tür abschliessen zu müssen.
    Auch die REGA kämpft mit unbezahlten Rechnungen, dort sogar in Millionenhöhe. Die Schuldiger kommen meist aus dem Ausland.

  • Welschfreundlich sagt:

    Der Anstand und Rücksicht geht überall verloren, LEIDER!! ERZIEHUNG heisst das WORT, und das fängt zu Hause in der Familie an.

    • bitta sagt:

      Blödsinn. Erwachsene Menschen haben einen Charakter, der entscheidet, ob sie die genossene Erziehung anwenden oder eben nicht. Ich kenne genügend Beispiele, die von den Eltern sehr streng und anständig erzogen wurden, und sobald erwachsen, zu den grössten Rowdies und „ischmrdochegal“-Menschen wurden. Hört endlich auf, die Eltern für alles verantwortlich zu machen – zumal Wanderer im mittleren Alter noch von einer Elterngeneration erzogen wurde, die vor den 68ern gross wurde.

  • Marc Schinzel sagt:

    Danke, Frau Knecht, für Ihre interessanten Ausführungen. Diesen gibt es nichts hinzuzufügen. Sie haben mich auf die Idee gebracht, die Schutzräume selber einmal zu benutzen, und zwar in der Art, wie man sie benutzen sollte.

  • Christian sagt:

    …hmmmm… ich kann das so nicht bestätigen. OK, ich bin diese Saison nur wenige Male in einer unbewartete Hütte übernachtet, fand aber Winterraum immer in geordnetem Zustand und habe diesen ebenfalls so verlassen. Ich bezahle auch jede Übernachtung und kann niemanden nennen, der das nicht tut. Ich hoffe, dass die Personen, die nicht bezahlen in der MInderheitbleiben und dass die Winterräume nach wie vor zu verfügung stehen.

  • Aschi sagt:

    Der SAC ist heute ein Massen-Tourismusunternehmen mit Sponsoren wie AKW-Besitzern. Der Umsatz ist wichtig. Die Kundschaft der Hütten meist konsumorientiert. Naturerlebnis und Kameradschaft treten in den Hintergrund. Wahrscheinlich werde ich nach 50 Jahren Vereinszugehörigkeit meine Clubmitgliedschaft beenden. Clubhütten meide ich schon seit langem. Besser ist es bei einem Bergbewohner ein Zimmer zu mieten. So bleibt auch etwas Geld in den Bergtälern. Die als modern gefeierte Monte Rosa Hütte wird wegen der übermässigen Besucherzahl zu einer unzulässigen Umweltbelastung (Versorgungsflüge, Abwässer, Littering auf Pfaden usw.). Die Vallothütte (Mt. Blanc) und St. Josephshütte (Grossglockner) boten jedoch schon vor 50 Jahren verschissene Winterräume. Sauhunde gab es schon immer.

  • Beobachterin sagt:

    Eine solche Schweinerei hätte man von echten Naturfreunden nicht erwartet. Einfach traurig sowas!

  • Boris sagt:

    „Wer die Hütte als letzter verlässt, ist verantwortlich für ihren ordentlichen Zustand.“ – was für ein Satz !
    Dass heisst ich muss nur schnellstmöglich morgens gehen und kann Chaos hinterlassen ???
    Der Letzte ist dann der Dumme ???Kein Wunder sieht es bei den Hütten so aus, und der letzte geht, weil ihn eh niemand kontrollieren kann???

    Liebe Frau Knecht, bitte korrigieren !

    • bitta sagt:

      wieso soll Frau Knecht hier was korrigieren, wenn es so in der Hütte steht? Ausserdem ist das überall so. Wer zuletzt geht, muss sicher stellen, dass alles sauber ist. Wenn eine Gruppe sich nicht gemeinsam aufs Putzen einigen kann, ist er selbst schuld, wenn er alles allein machen muss.

      • Roland K. Moser sagt:

        Wie wäre es, wenn jeder seinen Dreck selbst putzt und dies nicht dem „Zufall“ überlassen wird, nämlich derjenige, der die Hütte zuletzt verlässt?

        Ich finde diese Einstellung ziemlich primiitiv, dass der letzte der die Hütte verlässt, diese auch putzen muss, obwohl er evt. kein Staubkorn hineingetragen hat. Meinen Sie nicht auch?

      • bergamir staihogor sagt:

        Die Gruppe ist selbst schuld, wenn sie darauf vertraut, dass der letzte alles aufputzt.

  • Jorge sagt:

    Zeitgeist – da lässt sich nicht viel dagegen ausrichten. Oder denkt hier wirklich jemand, mit einem Aufruf an die Eigenverantwortung würde sich etwas ändern?

    Geniesst das Angebot, solange es noch vorhanden ist.

  • Baeder sagt:

    Na ja – auch der SAC sollte sich elektronischer Möglichkeiten erinnern. Türschliessanlage mit codiertem Schlüssel und PIN-Eingabe wären nicht so schlecht, und auch bezahlbar, wenn man die sonst verlorenen Gelder zusammenrechnet. Es gibt sicher eine gute Lösung, die machbar ist. Tüfteln an einem guten System. Wer hat hier gute Ideen, die er dem SAC weitergeben kann?

    • Rainer sagt:

      Tür = Vereinzelungsschleuse mit Code
      SMS an eine SAC Mehrwertnummer = persönlicher Code als Antwort. Somit auch gleich die Bezahlung erledigt.
      Wenn man dann drin ist und raus will, muss man erst wieder „auschecken“, sonst lässt einen das System nicht wieder rein (wie im Hochsicherheitsbereich einer Bank oder eines Rechenzentrums…) und damit kann man den Code auch nicht „sharen“.

      Cool wäre das schon irgendwie, aber was wenn die Batterie alle ist, oder die Leute kein Mobile haben, oder kein internationales Roaming freigeschalten ist. Oder das Mobile schlicht mit GSM nix anfangen kann? Vom Wartungs- und Betriebs-Aufwand ganz zu schweigen…

      Fürchte, es gibt keine Lösung für das Problem.

  • Boris sagt:

    Einzahlungsscheine für Ausländer ? Dies funktioniert einfach nicht!
    Trotz gutem Wille ist da eine Bezahlung nicht / sehr schlecht möglich.

    Oder was würden wir machen, wenn auf einer französischen Hütte ein französischer Einzahlungsschein liegt ?

    Wieso keine Video-Überwachung einführen (und klar deklarieren) ?
    Dies sollte zumindest für ein bisschen mehr Ordnung/weniger Vandalismus sorgen.
    Jeder dem das nicht passt, muss ja nicht im Winterraum übernachten.

    Appelle alleine funktionieren leider nicht, wie die Erfahrung zeigt.

    In diesem Sinne – auf einen sauberen Winterraum !

    • Markus sagt:

      Mmh, also die Einzahlungsscheine die ich kenne, haben eine IBAN Nummer drauf mit der man auch internationale Zahlungen machen kann. Ich glaube auch nicht, dass wirklich die Hälfte der Leute a) aus dem Ausland kommt und b) kein Bargeld dabei hat. Nein, da müssen Sie die Schuldigen auf unserer Seite des Zaunes suchen.

    • Stefan sagt:

      Einzahlungsscheine funktionieren in Deutschland nicht so ohne weiteres. Ich habe 2 Wochen, 3 Telefonate, 2 Gänge zum Schalter an der Bank benötigt um das Geld zu überweisen.
      Zusätzlich kostete es mich mehr als 10 EUR Gebühren (bei ca. 20 EUR für die Nacht im Winterraum).

      Kann mir durchaus vorstellen das andere da schon längst „aufgegeben“ hätten.

  • Kamran Safi sagt:

    Naja das war ja vorauszusehen. Meiner Meinung nach sollte man die Winterräume abschliessen und die Leute, die eine Tour planen, müssen den Schlüssel vorzeitig mit Anmeldung bei den Sektionen besorgen (Pincode wäre einfacher). Dann kann man auch gleich ein Depot einkassieren (bei Einzahlung gibts Pincode oder Schlüssel) und vor allem kann man mit einem Feedbackformular herausfinden wer möglicherweise eine Auffrischung in Anstand und Rücksicht braucht, da man weiss wer wann in den Hütten war. Macht alles natürlich kompliziert, aber wenn Leute ihre Bequemlichkeit über die Rücksicht stellen, dann ist das halt so. Lieber muss ich meine Tour sauber planen und schauen, dass ich die Schlüssel habe, als dass ich Hütten für andere aufräumen muss. Im Notfall kann man bei Pincodes die Nummer der Hütte bei der Rega oder der an der Tür angeschlagenen Nummer erfragen, so erfriert keiner vor der Hütte.

  • sugus sagt:

    Das man überhaupt eine Hüttenordnung braucht, zeigt, dass diese „Naturverbundenen“ Menschen nur Fun wollen. Alles andere interessiert sie nicht. Trahgisch. Eigentlich sollten solche Hütten einfach … zu sein. Verriegelt. Sollen diese Leute doch das Zelt mitnehmen und selber schauen, wie sie zum Essen und warm schlafen kommen. Basta!

    • Markus sagt:

      Mach ich schon lange so, dass ich das Zelt immer mitnehme. Nicht weil ich nichts bezahlen will, sondern weil ich mir mit dem Zelt meine Gesellschaft für die Nacht selber aussuchen kann (nämlich niemand), und ich mir nicht die ach so spassigen Bergfreunde anhören muss.

  • Tischhauser sagt:

    Bravo Frau Knecht, dass Sie das Problem um Fairness und Sauberkeit in Hütten offen legen. Es ist Zeit, die Dinge beim Namen zu nennen. Wegschauen ist eben bequemer, als hinschauen und zur Ordnung zu rufen. Mit der Hüttensauberkeit ist es wie beim zunehmend unkontrollierten Littering. Dieses hat nur solche Ausmasse angenommen, weil sich niemanden mehr traut, sur Place die Sünder zur Ordnung zu rufen. Nein, wegschauen ist bequem und birgt kein Konfliktpotential. Wirklich geholfen ist dabei niemandem. Es braucht wieder mehr Mut und Zivilcourage. Und beginnen muss man schon bei den Kindern, was später Wirkung haben soll. Der fehlende „Hüttenzauber“ ist das Verdikt des Wegschauens. Anstand fusst auf Erziehung.

  • Ali Ferkous sagt:

    Tja, die Zeiten, als Alpinisten die Naturfreunde-Sektion der High Society darstellten, sind seit Ende des letzten Jahrhunderts definitiv vorbei – mit der Masse schwindet auch die Klasse, nicht nur die des Geldes, sondern auch die des Benehmens. Im Gleichschritt mit dem vom SAC geförderten Alpin-Massentourismus (bringt höhere Umsätze auf den clubeigenen „Berghotels“) schwindet die heile Bergwelt und die soziale Kontrolle funktioniert nicht mehr. Immerhin, etwas Positives ist der Entwicklung abzugewinnen – statt „Bünzli“-Verhalten sind auch in den Schweizer Bergen internationale Zustände eingezogen: im Torres-del-Paine-Nationalpark war das hölzerne Mobiliar in den unbewarteten Schutzhütten schon vor 20 Jahren allesamt verfeuert, bei uns wird das wohl in den nächsten Jahr auch eintreffen.

    • Peter Deubelbeiss sagt:

      @Ali Ferkous: wenn respekt- und rücksichtvolles Verhalten Anderem/Anderen gegenüber was bünzlihaftes bedeutet für Sie, dann nenne ich mich gerne „Bünzli“ und hoffe, dass Sie noch rechtzeitig aus Ihrer resignativen und besserwisserischen Einstellung schlüpfen können bevor es zu spät is.t

      • Ali Ferkous sagt:

        Da habe ich bei Ihnen, dem nicht aufgefallen ist, dass das „Un-Wort“ in Anführungs- und Schlusszeichen gesetzt ist, offensichtlich eine Saite angespielt. Anführungs- und Schlusszeichen wollen heissen: Was in der Schweiz von Schweizern (+ die -innen wollen wir nicht vergessen) als bünzlihafte Sozialkontrolle, etc., wahrgenommen wird – das nehmen viele Ausländer, welche die Schweiz näher kennen, als Interesse am Gemeinschaftsleben wahr… Alles klar, PD?

        • Peter Deubelbeiss sagt:

          @Ali Ferkous: Da hab ich tatsächlich ungenau gelesen und stimme Ihnen vollumfänglich zu. Bitte entschuldigen Sie.

  • Schorsch Baschi sagt:

    Traurig, wenn man das so liest. Traurig, dass es immer wieder solche Egoisten gibt, unter denen dann die „Anständigen“ leiden müssen. Weiter scheint mir es absolut unter jeder Sau zu sein, wenn nicht bezahlt wird. Ich frage mich, was das für Leute sind. Wie führen die sich in unserer Gesellschaft aus, wenn die in so abgelegenen Hütten sich wie Schweine aufführen. Aber ein Appell an an die Egoisten und Grüsel nützt nichts. Das ist denen egal. Es bleibt zum Schluss nur eine Lösung. Solche Hütten, wenn die unbewartet sind, einbruchsicher abzuriegeln. Leider werden dann halt die Anständigen darunter leiden. Aber, das ist in einer solch egoistischen Gesellschaft nicht mehr anders möglich.

    • Angela Nussbaumer sagt:

      Bitte nicht die Sau und Schweine als Schimpfwort verwenden, lieber Schorsch Baschi. Schweine sind sehr saubere Tiere und innerhalb ihrer Spezies befolgen sie Regeln, sofern sie artgerecht leben dürfen. Habe als Hüttenwartshilfe erlebt, was Menschen selbst in einer bewarteten Hütte anrichten können. Die grässlichsten „Hinterlassenschaften“ an WC-Trennwänden nach dem Besuch gewisser Mösteler werden mir zeitlebens in Erinnerung bleiben. Es war so abscheulich, dass ich die Fäkalien nur vor Ekel laut fluchend wegzuputzen vermochte. Winterräume und nichts bezahlen… und das noch von Leuten, die offensichtlich genug Geld haben, um sich Tourenausrüstung mit allem Drum und Dran sowie ein Auto zur Anfahrt leisten zu können – und dann am Montag am Arbeitsplatz laut damit angeben, was für eine „sportliche“ Leistung sie in den Bergen erbrachten.
      Zum Glück sind meine guten Erinnerungen in der Mehrzahl. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht jene büssen müssen, die sich anständig benehmen, aufräumen und bezahlen als Dank dafür, ein geheiztes Dach über dem Kopf gehabt zu haben.
      … am liebsten würde ich die Frevler in die kalte Nacht raussperren.

  • Kurt Mueller sagt:

    Es gibt doch bestimmt die Moeglichkeit, mit Hilfe von Ueberwachungskameras aufzuzeichnen, wer die Huetten belegt.

    • Nathalie sagt:

      Alle sind immer gegen Ueberwachungskameras, aber es ist nun mal so, dass viele Menschen, wenn sie sich denn unbeobachtet fühlen, sich wie die letzten Schweine benehmen. Da wo es viele Menschen gibt übernimmt diese Aufgabe die existierende Gruppe, ohne Kontrolle vergessen/wissen viele nicht mehr wie sich zu benehmen haben. Pauschal gesagt: Der Mensch ist von Natur aus faul und egoistisch.

    • Ali Ferkous sagt:

      Ausgezeichnete Idee – weil sich gewisse Leute nicht benehmen können, wird am Hauptsitz des SAC in Bern ein 24/7 Überwachungszentrum eingerichtet, damit man sieht, wer im Biwak XY gerade in seiner Nase bohrt. Falls die Nasenbohrer das Biwak verlassen, ohne Aufzuräumen, wird ein Heli mit einer Doppelpatrouille Rambos losgeschickt, welche die asozialen Alpinisten zur Rückkehr ins Biwak und zur Ausführung der Hüttenarbeiten zwingen. Muss ich mir das in etwa so vorstellen? M( (facepalm)

    • Thomas sagt:

      Ueberwachungskameras sind überall nur nützlich, wenn auch jemand auf den Bildschirm schaut oder das Bildmaterial zeitnah sichtet.
      Und wie soll das dann funktionieren, wenn der Ueberwacher per Kamera feststellt, dass jemand die Hütte unaufgeräumt verlässt? Internpranger? Bilder unter dem Titel Hüttengrüsel im Blick? SAC-Polizei per Heli?
      Nein, nein und nochmals nein!
      Das einzige auf was wir hoffen dürfen ist Vernunft und vielleicht in jeder unbewarteten Hütte ein grosses Plakat, auf welchem nicht nur die Hüttenordnung, sondern auch die Folgen von deren Nichteinhaltung für die nächsten Gäste aufgezeigt werden. Aehnlich wie das Natascha hier im Blog getan hat.

      • Strix sagt:

        Erfinden Sie die Webcam, die ohne Empfang und mit Batterie einen Winter lang Bilder sendet? Eine Dampfcam 2.0? Mit Übertragung via Satellit?

  • Philipp Rittermann sagt:

    oh-oh. sind bergsteiger schweine?! naturerlebnis ohne ordnung. ich denke es wird so kommen wie frau knecht im letzten satz prognostiziert.

  • Alex Zatelli sagt:

    Die, die dieses System missbrauchen, verhalten sich absolut richtig in den Augen der massgebenden Ökonomen unserer Zeit. Man ziehet den maximalen Vorteil und versucht so wenig wie möglich beizutragen. Regeln sind für Dummköpfe, das ist die Botschaft. So widr die Welt mittlerweile organisiert, also warum nicht auch die Berghütte? Aprés moi ….

    • Ali Ferkous sagt:

      Wie sich ein linkischer Linker Ökonomie vorstellt: in der UdSSR hat das alles viel besser geklappt, seit Gorbatchov den Sozialismus abgeschafft hat, mussten nun alle Biwaks in der GUS geschlossen werden! :-D

    • Christoph Bögli sagt:

      Von welchen „massgebenden Ökonomen“ sprechen Sie denn da bitte? Ihre Vereinfachung ist ziemlicher Humbug und etwa die spieltheoretische Grundlage eines solchen Angebots relativ klar: Das System funktioniert nur solange zumindest jeder regelmässige Nutzer einen Beitrag leistet. „Schwarzfahrer“ und egoistische Elemente sind zwar auch unvermeidlich, gerade unter einmaligen Nutzern, aber halt nur solange diese eine ausreichend geringe Minderheit darstellen, die zu verkraften ist und einen stabilen Zustand ermöglicht. Nehmen diese überhand bricht das System zusammen und damit auch der Nutzen für jeden Einzelnen. Das ist relativ banal und kein Ökonom bei Verstand wird etwas anderes behaupten..

      • Reto Stadelman sagt:

        @Bögli
        Diverse Neoliberal angehauchte Ökonomen behaupten dass aber tagtäglich. Sie greiffen den Staat überall an wo dieser den Missbrauch von Ressourcen und Anderem verhindern will, stellen das funktionieren sozialer Marktwirtschaft in der jeder etwas Beiträgt in Frage und Leben den absoluten Egoismus vor.
        So siehts aus Herr Bögeli, der Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft schaffen sich selber ab, wie Sie es ja auch richtig festgestellt haben.
        Gruss eines FDP Sympathisanten und dedizierten Fan des NORMALEN Kapitalismus und sozialer Marktwirtschaft.

    • Maya Suter sagt:

      @zatelli – leider absolut wahr. Zu beobachten in jeder gemeinschaftlichen Einrichtung.

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