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Mehr Spass am Pass

Outdoor-Redaktion am Donnerstag den 12. Juli 2012

Heute begrüssen wir Gastbloggerin Anette Michel. Die leidenschaftliche Rennvelofahrerin liebt das Pässefahren. Was dabei auf der Strecke bleibt und was ein Mountainbike retten kann, lesen Sie hier.

Fahrradfahrer sind am 27. Juli 2006 auf der Sustenstrasse durchs Meiental in Richtung Passhoehe unterwegs.  (KEYSTONE/Martin Ruetschi)   === ,  ===

Keine Passstrasse ohne motorisierten Verkehr: Ein Auto braust an Fahrradfahrern vorbei. (Bild: Keystone)

Berg- oder Pässefahrten sind die Königsdisziplin im Radsport. Die grossen Rundfahrten werden in den Bergen entschieden, allen voran die Tour de France. Gerade diese Woche führt die aktuelle Tour in die Alpen, wo sich der Kreis der Favoriten entscheidend einengt, bevor sich voraussichtlich der endgültige Sieger in den Pyrenäen herauskristallisieren wird.

Ich selbst bin hauptsächlich der Pässefahrten wegen dem Radsport verfallen; lebte ich in Holland oder Dänemark, würde ich das Velo wohl nur als praktisches Transportmittel benützen. Zwar finde ich die flache (oder auch kaum besser: hügelige) Anfahrt zum Pass meist nur als anstrengend. Kommt dann noch Gegenwind hinzu, so tun mir rasch alle möglichen und unmöglichen Körperstellen weh. Und dann ist da auch noch der Verkehr.

Die Bergfahrt selbst ist herrlich: In einem regelmässigen Rhythmus, den zu definieren mir meist nicht schwer fällt, bergauf zu pedalen, und dabei die alpiner werdende Umgebung zu geniessen, um danach als Belohnung für die Anstrengung die Kurven herunter zu fliegen, gehört für mich zu den schönsten Freizeitbeschäftigungen.

Besonders an Wochenenden ist jedoch leider auch in der Steigung nichts vom Vogelgezwitscher und dem Plätschern der Bergbäche zu hören – umso lauter dafür das Dröhnen der Motorräder. Nirgendwo, habe ich den Eindruck, sind die Töffs so zahlreich und aggressiv unterwegs wie in der Schweiz. Es gibt nämlich auch die gemütlichen Töff-Jungs, die ruhig durch die Berge tuckern und überhaupt nicht stören. Der aggressive Lärm aber nervt – umso mehr, je grösser die Anstrengung beim Radeln bereits ist. Offenbar bin ich aber auch älter und anspruchsvoller (oder empfindlicher) geworden – früher hat mich der Krach nicht derart gestört. Heute kann ich eine Passfahrt in Lärmkulisse nicht mehr geniessen, statt Entspannung finde ich etwas, das eher Richtung Genervtheit geht.

Als Konsequenz radle ich nur noch selten und wohlüberlegt über die schönen Alpenpässe. An Wochenenden kommt beispielsweise der Pragelpass in Frage – der ist samstags und sonntags für den motorisierten Verkehr nicht durchgehend befahrbar. Macht man von Glarus aus dem Umweg über die Schwammhöchi, kann man auch den Verkehr bis zum Klöntalersee vermeiden. Ein Trick ist auch, besonders früh aufzustehen, um vor den Auto- und Töfffahrern (in der Regel so ab 10 Uhr) unterwegs zu sein.

Oder das Passfahren unter der Woche: Der einzige Nachteil dabei ist, dass bei der Anfahrt im Flachland viel mehr Schwerverkehr an einem vorbeidonnert als an Wochenenden. Auf einer solchen Tour über die Ibergeregg an einem Donnerstag war die Stimmung nach rund 50 km in Schwyz vor dem Aufstieg bereits völlig im Keller. Als ich meinem Kollegen aus der Bäckerei einen lachenden Spitzbuben brachte, fand er, einer mit einem «Lätsch» sei passender.

Ohne lange Anfahrt aber sind Passfahrten unter der Woche durchaus eine tolle Sache. Mit guter Planung kann man auch Einmaliges erleben. Dieses Jahr beispielsweise konnte ich am Tag vor der Öffnung auf den Klausenpass radeln. Ein andermal war der Albulapass noch wegen eines Bergsturzes gesperrt, auf den Zweirädern kamen wir aber problemlos und ungestört drüber.

Ein weiteres Highlight sind die durch den Verein Freipass organisierten Passtage für Velofahrer. Nur sind das leider viel zu seltene Ereignisse, in die der Verein teilweise jahrelanges Lobbying steckt. In der Schweiz gibt es 2012 zwei Freipässe: den Slowup Albula und den Freipass Klausen, beide im September. Das Fernziel von Freipass ist, an jedem Wochenende einen Pass für den nicht-motorisierten Verkehr freizuhalten, alle anderen Pässe würden den motorisierten Plauschfahrten noch immer zur Verfügung stehen. Dieses pragmatische Ziel ist leider noch in weiter Ferne.

Als ruheliebender Gümmeler muss man sich sicher auch eingestehen, dass die Strassen nicht für die Rennvelopneus über die Alpen gelegt wurden. Und dass, wer Verkehrslärm nicht mag, sich halt ein Mountainbike kaufen soll. Ich habe das nun auch getan. Und trotzdem: Ich setze mich viel lieber aufs Rennrad, es fährt sich halt so herrlich leicht!

Anette Michel ist Umweltnaturwissenschaftlerin und im Bereich Energieeffizienz tätig. Daneben hat sie mehrere Jahre als Velokurierin gearbeitet und dabei ihre Leidenschaft fürs Fahrrad entdeckt. Sie fährt seit fünf Jahren in ihrer Freizeit Rennvelo.

90 Kommentare zu „Mehr Spass am Pass“

  1. Philippe sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Du sprichst mir aus der Radfahrerseele – und das frühmorgens um 06.20h….! Aber leider sind wir Velofreaks ja nicht immer auf dem Rad unterwegs sondern auch mal mit einem weniger umweltfreundlichen Gefährt. Nur; damit fahre ich kaum zum Vergnügen einfach mal von da nach dort, und schon gar nicht über die Pässe. Trotzdem verstehe ich die mit den heissen Stühlen unter ihren (meist) noch knackigen Hintern. Ich bin früher auch mal Motorrad gefahren, und am liebsten über Pässe….. Es hatte einfach viel weniger Verkehr.

    Nervig sind, wie überall, die Rücksichtslosen. Und die, die man erst hört, und dann aber richtig, wenn sie kurz vor dem überholen den Gasgriff bis zum Anschlag drehen. Das sind dann Momente wo die lockere Lenkerhaltung und das rhythmische Treten einer plötzlichen Verkrampfung weichen. Gut zu wissen, dass der Rahmen und der Lenker stabil sind! Der Puls – eh schon bei 150 – ritzt dann die dunkelrote Zone. Durchatmen und weiter treten! Die lieben und lauten Zurufe an die Adresse des Durchgeknallten auf dem Boliden hören nur die ebenfalls aufgeschreckten Vögel. Na denn, vermutlich treffe ich ihn oben in der Beiz, und dann hört er was. Oder auch nicht. Was bringts? ICH habe nämlich etwas geleistet! Und die Komplimente von wildfremden Leuten gelten MIR! Sie lassen den Töfffahrer mit seiner charmanten Begleitung erblassen und ICH stakse klappernden Schrittes cool und mit lässigem Blick auf die Natur und die “armen” Töfflibuebe über die Sonnenterrasse. Soooo schööön!

    • K. Meggler sagt:

      Es gibt noch soviele schöne motorfahrzeugfreie Pässe bzw. Übergänge, aber am besten nicht verraten … jeder soll wieder mal in die Karte schauen. Denn wenn wir wieder zuviele sind, haben wir ein Problem mit den Wanderern oder anderen Mitbürgern (darum verstehe ich auch nicht so einseitige Anliegen oder so Internetangebote wie die freipass-Seiten). Den Pass für sich gewünscht, aber zu faul um zu planen …. Und ich freue mich über die Tipps der kleinen Pässe, jetzt weiss auch jeder wo es nächstes Mal durchgeht …

  2. Eric Kurer sagt:

    Dieser Artikel von Frau Michel entspricht leider den Tatsachen. Ich vermisse aber den gesundheitlichen Aspekt von solchen Passfahrten. Ein Sportmediziner würde bestimmt bestätigen, dass die bei einer Velo-Passfahrt ‘geschluckten’ Abgase auf die Dauer dem Körper Schaden zufügen können…. Also dann doch lieber in der auto- und töfffreien Natur biken!

  3. Ueli sagt:

    Noch ein Tipp, die Grosse Scheidegg von Meiringen nach Grindelwald! Ja habe mir auch ein Bike zugelegt und fahre kleinere Pässe, hat meistens weniger Verkehr dafür meistens ruppiger.

  4. Roland K. Moser sagt:

    Hoi Annette
    Ich kann Dich hochoffiziell beunruhigen. Aus der 8 Millionen Schweiz soll die 10 Millionen Schweiz werden. Bei gleicher Verkehrsdichte pro Einwohner haben wir in 15 Jahren also 25 % mehr Verkehr auf den Strassen. In der Schweiz leben jetzt schon doppelt so viele Leute, wie es vernünftig ist. Vermutlich wird demnächst das Waldgesetzt geändert, damit noch mehr zubetoniert werden kann.

  5. Luise sagt:

    Ein wohl unlösbares Problem… und die Rücksichtslosen sind unbelehrbar. Als ich kürzlich mit dem Rennvelo auf dem Grimselpass ankam, applaudierte mir eine Gruppe Biker… Aber vor allem in den Tunnels kämpfte ich oft gegen Panik an, wenn ich von weitem Motorräder mit der Lautstärke eines Fliegers heranbrausen hörte.

    Bleibt wohl nur: Morgens so früh wie möglich losfahren und/oder kleine Pässe wählen, wie z. B. der Glaubenbühlpass von Langnau aus.

  6. Fabien sagt:

    Sehe es genau gleich wie die Autorin. Wenn nur das Wochenende in Frage kommt, ist der Pragel das Nonplusultra. Zum Einfahren ohnehin einer der besten Pässe, da man sich dem See entlang erholen kann. Unter der Woche sind aber eigentlich alle Pässe erträglich, man sollte einfach nicht allzu spät losfahren. Einzelne Töfffahrer stören nicht, das Schlimme sind die Rudel.

  7. Werni sagt:

    Und hier kommt noch ein Tipp: Die Hauptstrasse des San Bernardino ist auch fast autofrei, da daneben und das wird viel vergessen, die Autobahn durch die Tunnels fährt. Auf der Hauptstrasse fahren somit viel weniger Autos und auch Töffs. Die Autobahn sieht man selten und somit ist es angenehm ruhig. Auch der Splügen dünkt mich nicht übermässig befahren. Viel Spass

  8. Jonas Reich sagt:

    Der Pragel ist am Wochenende nur halb autofrei, dh. die wesentlich härtere Westrampe von Schwyz her ist offen. Der Verkehr hält sich aber sehr in Grenzen, da die Strasse ziemlich eng ist und die Aussicht eher beschränkt.

    • Max sagt:

      Ist die Strecke von Schwyz her zum empfehlen?
      Ich denke da an eine Route Glarus-Schübelbach-Sattelegg-Willerzell-Ibergeregg-Schwyz-Pragelpass-Glarus

      Was meint ihr?

      • Angie sagt:

        Mir ist die Anfahrt von Schwyz zu steil. Aber es sollen auch schon Leute mit Kinderanhänger gesehen worden sein.

      • Thomas sagt:

        Die umgekehrte Richtung ist etwas leichter, aber immer noch happig genug. In “Deiner” Richtung stehen an der Sattelegg und vor allem am Pragel sehr steile Rampen an. Viel Spass!

        • Marcel sagt:

          Der Pragelpass ist auf der Schwzer Seite auf seine Art landschaftlich einmalig. Doch diese Rampe würde ich nur hoch fahren, da sie extrem unübersichtlich, eng und steil ist.
          Bei der Ibergeregg könntest du ja via Ilgau nach Muotathal fahren. Hat deutlich weniger Verkehr und ist etwas kürzer.

  9. Fritz sagt:

    Wann werden endlich die Lärmgrenzwerte für Töffs festgelegt oder 30km/h für Töffs an Pässen?
    Steht man oben auf dem Klausen hört man die Töffs schon 10 Minuten bevor sie kommen. Das ganze Tal, die ganze Natur ist lärmverschmutzt. Das muss aufhören.
    Auf der einen Seite braucht man einen Führerschein für den Dackel aber dieser Lärm (Körperverletzung!) geht einach so durch…

  10. Philipp Rittermann sagt:

    velöler gehören nicht auf pass-strassen.

    • Miguel sagt:

      Warum nicht ?

    • Roland K. Moser sagt:

      Alkis auch nicht.

      • Philipp Rittermann sagt:

        verbohrte, intollerante ex-trinker auch nicht.

        • Roland K. Moser sagt:

          Genau! Ich habe vor ca. 12 Jahren mit dem Rauchen und vor 2 Jahren mit dem Alkohol aufgehört. Deshalb ist alles viel besser und viel schöner.
          Und genau deshalb vertrage ich weder Zigarettenrauch noch die Paranoia-Realitätsverlust-Hormonverschiebungs-Alkis.
          Mit dem Töff fahren habe ich Mitte der 90er aufgehört – Töff verkauft und MTB gekauft. Das war ein sehr guter Entscheid. Ein Rennvelo hatte ich schon.

        • Philipp Rittermann sagt:

          natürlich wird herr moser mal kompostiert – brennen tut er nicht, er trinkt ja keinen tropfen alkohol! :)

    • Thomas sagt:

      Weil Rittermann sich immer mit provozierenden Kommentaren grosstun muss.

      • Hobbyläuferin sagt:

        Haha Thomas, genau das habe ich in diesem Moment auch gedacht.

        Es ist egoistisch zu sagen, der gehört nicht da hin.
        Die Welt gehört allen und doch niemandem, wieso ist teilen so schwierig.
        Und wieso kann nicht einen der vielen Schweizer Pässe pro Wochenende gesperrt werden für Töfffahrer?

        Ich bin weder das eine noch das andere. Ist mir ja egal.

    • Heinz sagt:

      ach herr rittermann, ihre etwas duemmlichen komentare sind vielleicht ganz amuesant, sie tun aber wirklich ueberhaupt nichts zur sache. mittlerweile ist ihre masche wohl allen klar, sie wollen einfach provozieren. lassen sie sich etwas originelleres einfallen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        meine kommentare sind nicht “etwas dümmlich”, herr heinz, sie sind unter-aller-sau. ich möchte damit aber eher polarisieren als provozieren…oder so..oder auch nicht…ach, sind wir ehrlich, hängt von meiner jeweiligen tagesform ab.

  11. Herzlichen Dank für diesen schönen Blog von Anette Michel, natürlich freuen wir uns über die Erwähnung des Vereins FreiPass (ich bin Präsident). Wir haben eine Seite aufgeschaltet mit ganz oder teilweise motorfahrzeugfreien Passstrassen in der Schweiz, es gibt viel mehr als man erwartet: http://www.freipass.ch/aktuell_autofreiepaesse_karte_mit_hotels.html Meine persönlichen Tips sind Vorder Höchi und Kunkelspass.

    Drückt uns die Daumen, dass wir – langsam aber sicher – weitere Passstrassen wenigstens für einen Tag in der Saison für die velofahrenden Gäste vorbehalten können! Es ist bekannt, dass derartige Velotage beste Werbung für jede touristische Region sind und enorm Volk anziehen, also neue Gäste in die Region holen.

    • RedOrbiter sagt:

      Hall Hr. Bischof
      Ich danke Ihnen und Ihrem Verein für Ihr grosses Engagement für Autofreie Pässe.
      Als wir im Frühling am Klausenpass unterwegs waren (bevor der Pass offen war) hat dort ein Wirt den Freipass Anlass vom letzten Jahr in den höchsten Tönen gerühmt. Gewaltiger Umsatz, guter Anlass usw.
      Ansonsten meide ich die Autopässe genau aus den gleiche Gründen wie die Autorin des Artikels hier. Ich fahre dort möglichst nur an Randzeiten oder nur wenn es halt nicht anders geht.
      Genau deshalb gilt meine Leidenschaft fast ausschliesslich dem Mountainbiken.
      Die Gefahr von Autos oder Töffs abgeschossen zu werden ist kleiner. Lärm und Gestank entfallen oder sind stark vermindert.

      cu RedOrbiter

  12. Mike sagt:

    Velöler gehören nicht auf Passstrassen?? Sie haben wohl nicht alle Tassen im Schrank! Die Autorin schreibt zwar, “dass die Strassen nicht für die Rennvelopneus über die Alpen gelegt wurden”, richtiger wäre aber, “dass die Strassen nicht für Plauschfahrten über die Alpen gelegt wurden”. Wenn die Strassen also schon zum Plausch missbraucht werden, frage ich mich, mit welchem Recht man dabei auch gleich noch Umwelt und Mitmenschen tyrannisiert. An sonnigen Sommerwochenenden gibt es in der Schweiz keinen Berggipfel, auf dem man nicht vom Motorenlärm aus dem Tal bedröhnt wird. Eine zunehmende Seuche sind auch die Oldtimertreffen und anderen Plauschvehikel. Schleudern hundertmal soviel Dreck aus dem Auspuff wie ein normales Motorfahrzeug, trotzdem erwartet die Besatzung, dass man fröhlich zurückwinkt. Die treffendere Antwort wäre der Mittelfinger. Falls das jemanden stört, ich finde es etwa gleich “freundlich” wie die Dreckwolke im Gesicht.

  13. Adam Schmid sagt:

    Ebenfalls relativ verkehrsarme Pässe wären Col du Lein, Croix de Coeur, Moosalp, Ächerli und Umbrail, wobei die Fahrbahn nicht immer optimal und überdies relativ eng ist. Aber wenn man ein wenig vorsichtig fährt, kommt man auch mit dem Aston Martin durch.

    • Adrian sagt:

      Lieber nicht mit dem AM! Da die Moosalp hier erwähnt wird möchte ich noch anfügen: sehr schöne Strecke mit eindrücklichem Panorama auf viele 4000er wenn man von Visp und Stalden her drüber fährt. Und dann eine wirklich sehr schönes kleines Restaurant mit den besten Cremeschnitten der Welt! Das darf man sich nicht entgehen lasen! Und für die, welche mit dem Velo fahren, sind die Kalorien schon “vorverbrannt” ;-) ))

      • Adam Schmid sagt:

        Stimmt eigentlich, mit dem Daihatsu Copen hat man weniger Stress und kommt irgendwann auch in den Genuss dieser galaktischen Aussicht.

  14. Thomas sagt:

    Von den grossen Alpenpässen habe ich mich wegen des nervtötenden Motorverkehrs zuerst verabschiedet. Aber auch auf den kleineren Pässen (Ibergeregg, Sattekegg, Pragel, Glaubenberg etc) hat der Verkehr derart zugenommen, dass ich mittlerweile ganz aufs Mountianbike umgestiegen bin. Wichtig ist mir dabei, aber die grösstmögliche Rücksichtsnahme (Anhalten, Grüssen, Warten) gegenüber den Wanderern, denn sonst käme ich mir vor wie einer der hier viel geschumpfenen Motorradfahrer.

    PS: Ich bitte alle Mountainbike ebenfalls um grösste Rücksichtsnahme, damit die Akzeptanz weiter zunimmt.

  15. Quael Dich Du Sau sagt:

    Noch ein Tipp – Vordere Hoehe im Obertoggenburg, immer autofrei.

  16. huerzi sagt:

    Zitat: “Ein andermal war der Albulapass noch wegen eines Bergsturzes gesperrt, auf den Zweirädern kamen wir aber problemlos und ungestört drüber.” Echt cool! Denn erstens erfolgt die Sperrung eines Passes ja nie aus Sicherheitsgründen, sondern zweitens einfach so aus Spass und drittens gilt das Strassenverkehrsgesetz bekanntlich nicht für Velofahrer. Was sich in der Stadt schon längst etabliert hat – Rotlicht überfahren, Befahren von Einbahnstrassen und Trottoirs usw. -, gilt jetzt also auch in der Bergwelt. Toll! Und sollte trotz oder wegen Sperrung ein Velofahrer zu Schaden kommen, dann findet sich sicher irgendwie irgendwo ein böser Autofahrer, den man dafür haftbar machen kann.

    • Frank sagt:

      Bin selbst passioniert Rennvelofahrer und teile ansonsten die Ansichten der Autorin, die im Übrigen sehr schnell mit ihrem Velo unterwegs ist, aber dieser Punkt in dem Artikel ist mir auch negativ aufgefallen. Die Einstellung, dass Strassensperrungen wegen eines Felssturzes o.ä. eigentlich nur dazu dienen, Velofahrern autofreies Pässefahren zu ermöglichen, ist nicht nur ausgesprochen dumm sondern noch dazu ziemlich asozial. Am Ende darf dann wieder die REGA ausrücken, die vielleicht deswegen gerade ein paar unverschuldet in Not geratenen Personen nicht helfen kann. Von jemandem mit Hochschulabschluss hätte ich etwas mehr Vernunft erwartet.

  17. Emanuel sagt:

    Vielen Dank für den Artikel!
    Ich fahre auch fürs Leben gerne Rennrad, denn Rennradfahren (und allg. Radsport) hat so viele Vorteile: Gesundheit, Naturerlebnis, Umweltverträglichkeit, Erfahren von Grenzen, Spassfaktor, etc. Trotz dieses hervorragenden Leistungsausweises und dem viel besseren Nutzen/Kosten Verhältnis gegenüber dem motorisierten Verkehr beträgt die Verkehrsleistung des Radfahrens am Gesamtverkehrsaufkommen nur gerade ca. 2.5% (Autofahren ca. 70%). Leider ist unsere Verkehrspolitik wegen dieser Dominanz des motorisierten Verkehrs auch zugunsten der motorisierten Verkehrsteilnehmer ausgerichtet und das bekommt man als Rennradfahrer zu spüren, zumal man auf gewissen Radwegen nicht gut mit dem Rennrad fahren kann/will (hohes Tempo, schlechter Belag, Kieselsteinchen).
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Fahrbedingungen im Sommer abends nach 19 Uhr am besten sind: relativ wenig Verkehr und angenehme Temperaturen. Am besten, man fährt ein hohes Tempo, so wird man weniger oft von Autos überholt. Was mich ehrlich gesagt am meisten stört beim Rennradfahren ist nicht der Lärm von Töffs und Autos, sondern sind Ampeln und der Rückstau von Autos, der immer wieder zum Abbremsen führt. Töffs sind hier weniger das Problem, da sie viel weniger flächenbeanspruchend sind gegenüber Autos.
    Ich denke aber, dass die Wahrnehmung des motorisierten Verkehrs anders ist beim Fahren von Alpenpässen verglichen mit der Region Basel. Auf den Alpenpässen sind schon viel mehr Töffs anzutreffen, die es mal ordentlich krachen lassen. Das kann natürlich den Spass am Rennradfahren trüben.

  18. SomeintPhia sagt:

    Vor 25 Jahren hab ich mich bei den “Gümmelern” (die ja zum Teil nicht mal mit Helm fahren!!!) verschiedet und bin seitdem mit dem Mountain Bike unterwegs. Den Entscheid hab ich nie bereut, denn die Fahrten durch Wälder, vorbei an Feldern und auch Tausende von Höhenmetern “fressend”, entschädigen für manch stressigen Tag und sind Erholung pur.

    Nicht auf der Strecke bleiben natürlich die guten Manieren, wie Anhalten, Warten und Grüssen sodass die Wandersleut, die meinen, die Wege seien nur für sie, überrascht sind.

    • Ivo sagt:

      Die Biker mit Motor, die kaum gerade auf dem Fahrrad sitzen können nehmen in letzter Zeit auch massiv zu. Die fahren dann mit blockiertem Hinterrad die Waldwege runter und verwüsten vieles. Schuld sind dann wieder alle Biker. Das nervt mich in letzter Zeit auch, vorallem in den Aglos zu beobachten.

      • SomeintPhia sagt:

        Noch viel schlimmer sind jene Biker mit Motor, die auch mit dessen Unterstützung nicht wirklich vom Fleck kommen. Und wenn sie dann mal schnell unterwegs wären, nicht mehr die Kraft haben, um schnell reagieren und bremsen zu können.

    • Thomas sagt:

      Meine Worte :-)

  19. Marcel sagt:

    Kenne das Problem. Bin früher viel über die Sattelegg gefahren. Da fahren einem teilweise die Motorräder mit wenigen Zentimeter Abstand vorbei.

    Das Hauptproblem ist schon die steigende Bevölkerungszahl und die gestiegenen Freizeitbedürfnisse. Dadurch gibt’s im Flachland noch weniger Platz und alle weichen in die Berge aus.

    Ich selber organisiere dieses Jahr ein Oldtimertreffen mit über 100 Fahrzeugen in Disentis. Da fahren wir natürlich auch über die Pässe. Jedoch bringen wir auch viel Umsatz in den Tourismus vor Ort. Man muss immer auch beide Seiten sehen,

    Bin sonst nicht so für Verbote, finde aber den FreiPass eine gute Sache. Für mich wäre diese Sache noch ausbaubar.

  20. Stef sagt:

    Alle Stakeholders sollten ihre Berechtigung haben, sofern sie mit gleichen Ellen gemessen werden. Leider ist das für die Motorradfahrer nicht der Fall. Ihre überhöhten Lärmemissionen (die bei weitem nicht mit denjenigen anderer Fahrzeugteilnehmer verglichen werden können) müssten dementsprechend finanziell belastet werden, was den unnötigen Freizeitverkehr massiv reduzieren würde. Das gleiche gilt übrigens auch für die Privatfliegerei…

  21. Ivo sagt:

    Ich fahre nach wie vor gerne mit dem Rennrad über Pässe. Allerdings sollte man einige Regeln beachten. Ich fahre normalerweise mit mindestens 1m Abstand zum rechten Rand. Das verhindert, dass irgendwelche Autofahrer noch knapp überholen, auch wenn bereits Gegenverkehr kommt. Denn dann sind sie gezwungen in die Gegenfahrbahn zu fahren. Zudem wird man auch von Autos viel früher gesehen, gerade in Rechtskurven. Wenn man in Rechtskurven extrem rechts am Strassenrand klebt wird man oft erst im letzten Moment gesehen, da man viel später in den Sichtbereich kommt.

    • Adam Schmid sagt:

      Dieser Fahrstil ist leider einfach nicht ganz SVG-Kompatibel und trägt auch nicht gerade zum beiderseitigen Verständnis bei.

      • Ivo sagt:

        Tut mir leid Herr Schmid, aber da schreiben sie wirklich völligen Blödsinn. Sollten sie trotzdem recht haben dann nennen sie mir den entsprechenden Passus im SVG. Und an alle, die mir nicht glauben empfehle ich die Suche nach den Stichworten “pro velo sicher velofahren”. Dort kann man dann den Abschnitt “«Rechts» fahren” lesen. Dort steht ganz deutlich, dass man mind. 70cm Abstand halten soll zum rechten Rand, empfohlen 1m.

        • Adam Schmid sagt:

          Art. 34 Abs. 1 Satz 2 SVG. Ob pro velo, n.b. ein privater Verein, eine abweichende Meinung vertritt, ist grundsätzlich irrelevant.

          • Ivo sagt:

            Und der Blödsinn geht weiter. Ich lese da nirgends etwas über einen konkreten Abstand. Der einzige Satz, der etwas über den Abstand aussagt ist: “Sie haben sich möglichst an den rechten Strassenrand zu halten…”. Das heisst aber nicht, dass ich auch wenn ich Gefahr bin, am rechten Rand kleben bleiben muss. Da ich aber in Gefahr bin, wenn ich extrem rechts fahre, tue ich es nicht. Ich halte mich aber trotzdem noch an das Gesetz. Schliesslich fahre ich trotzdem noch möglichst am recht Strassenrand. Einfach so, dass ich mich nicht gefährde.
            Zudem gibt es die genau gleichen Vorschläge nicht nur auf der Pro Velo Homepage. Man findet sie auch auf diversen kantonalen Polizeiseiten und auch beim FVS.

          • Adam Schmid sagt:

            Hiesige Radstreifen sollten gemäss den gesetzlichen Vorschriften bzw. Richtlinien des ASTRA mindestens 1.25 Meter bzw. im Normfall 1.5 Meter breit sein. Man fährt dort normalerweise in der Mitte bzw. sogar eher rechts um nachfolgenden Radfahrern das Überholen zu erleichtern. Somit sollte der gebotene Abstand zum Fahrbahnrand ziemlich klar definiert sein.

            Art. 7 Abs. 1 VRV präzisiert das in Art. 34 Abs. 1 SVG festgehaltene Rechtsfahrgebot ebenfalls noch ein wenig, insbesondere unter welchen Umständen davon abgewichen werden darf. War dies bei Ihnen immer der Fall?

            Die rege Verwendung des Begriffes “Blödsinn” Ihrerseits lässt nebenbei vermuten, dass Sie zur Fraktion der eher messianisch eingestellten, sich tendenziell wenig an die irdischen Normen haltenden Radfahrer gehören, welche sich insbesondere in den Städten unzählige Freunde gemacht hat.

          • Eni sagt:

            @ Adam Schmid

            Ja, es ist ganz super toll, wenn ich auf dem Velostreifen fahre und dann von Autos so nah überholt werde, dass desse rechte Räder den gelben Streifen überfahren.

          • Adam Schmid sagt:

            Und wenn man dann noch mindestens 1 Meter Abstand hat vom Strassenrand, wie oben ja empfohlen, wird es sicher noch toller …

          • Ivo sagt:

            @Schmid: Ich fahre ca. 18000km pro Jahr mit dem Rennrad und hatte noch nie im Leben eine Busse, noch eine Verwarnung, noch einen Unfall wo mich eine Schuld traf. Zudem fahre ich ab und zu mit zwei Kollegen die bei der Pollizei sind und die fahren auch so. Ich sehe darin absolut keine Probleme. Wenn andere Radfahrer überholen wollen und das innerhalb das Radstreifens tun, der 125cm breit ist, dann haben sie auch einen an der Klatsche. Das ist nämlich viel zu nahe – zum Überholen kann man die ganze Spur nutzen. Wenn Autos Radfahrer so überholen, dass ihre Räder noch innerhalb des Radstreifens sind, gehört denen der Ausweis entzogen. Weiter ging es im Artikel um Pässe und dort hat es oft keine Radstreifen. Denn wo keine Radstreifen aufgemalt sind, da fahren die Autos tendentiell am rechten Rand. Bei Radstreifen haben die meisten schon ständig einen Abstand von 150cm zum rechten Rand. Ergo kann man als Radfahrer auch näher am Rand fahren bei Radstreifen. Aber um diese Situation geht es nicht, da wie gesagt bei weitem nicht alle Pässe und Strassen Radstreifen haben. Und wie gesagt, bei 1m Abstand vom Rand haben auch die Autofahrer sehr oft einen grossen Abstand beim Überholen, denn dann können sie sich nicht mehr vorbeidrücken. Ich denke ich fahre genügend um das kennen.

        • Adam Schmid sagt:

          18’000 km pro Jahr auf dem Velo. Das erklärt einige. Es wird somit langsam Zeit, dass entsprechende Warnhinweise auf dem Rahmen angebracht werden müssten.

  22. Angie sagt:

    Diese motorisierten Plauschfahrten halten mich leider auch davon ab, öfters Pässe zu fahren. Ich finde diese Entwicklung wirklich sehr schade.

  23. MotorradundMTBFahrer sagt:

    Schon mal daran gedacht, dass der Unterhalt dieser nationalen Pass-Strassen eine Menge Geld kostet, und dies hautpsächlich durch den motorisierten Verkehr mittels Vigniette und Verkehrssteuern bezahlt wird?

    Aber trotzdem: Genau wie bei der gesamten öffentlichen Infrastruktur wird es auch hier in den nächsten Jahren nicht ohne Toleranz funktionieren. So wie es mich als Motorradfahrer nervt, wenn die Spanndex-Fraktion mal wieder schlenkernd und in geschlossener 3-er Reihe auf den Pass schnauft, nerven mich als Moutainbiker die militanten Wanderer, die partout kein Verständnis für die Bekloppten auf 2 Rädern haben. Wer lange genug sucht, findet immer irgendwo jemanden, der einem auf den Keks geht.

    Aber wie so oft: einen (mentalen) Gang zurückschalten und daran denken, dass das Hobby eigentlich zum erholen da ist, hat mich schon vor manchen Ausrastern bewahrt.

    Und wer sich damit partout nicht abfinden kann, soll sich selbst (und allen Anderen) einen Gefallen machen, und sich eine andere Freizeitbeschäftigung oder einen anderen Wohnort suchen. Für Egoisten aller Art gibt es sogar eigene Regierungsformen.

    Mir persönlich gefällt es hier aber bis jetzt ganz gut. Auch wenn ich dafür auf einer einwandfrei gewarteten Pass-Strasse an einem Wochenende nicht ganz so vorwärts komme wie Valentino Rossi, oder nicht wie Nick Beer durch den Wald rauschen kann.

  24. Cybot sagt:

    Kauf doch auch ein Motorrad, macht eh viel mehr Spass. ;-)

    • Philipp Rittermann sagt:

      stimmt! :)

    • Adam Schmid sagt:

      Motorradfahren ist gefährlich und ein Platzregen vermiest den ganzen Ausflug.

      Velofahren ist ebenfalls gefährlich und zudem ist man so schneckenlahm unterwegs.

      Ich würde somit ein anständiges Cabriolet in’s Auge fassen – die Aussicht stimmt, man kommt brauchbar voran und kann während der Fahrt problemlos am Navi spielen, telefonieren, fernsehen, Musik hören, essen, trinken, fummeln und und und

      • Emanuel sagt:

        ….. und Unfälle provozieren! Wenn man zuviel gleichzeitig macht, stellt man für andere Verkehrsteilnehmer ein Risiko dar. Wenn man im Auto sitzt, ist man sich gar nicht bewusst, wie viel Bewegungsenergie da erzeugt wird, da man ja keine körperliche Belastung hat. Das führt leider dazu, dass man als Autofahrer sein eigenes Gefahrenpotential gegenüber anderen (schwächeren) Verkehrsteilnehmer unterschätzt und unvorsichtig fährt.

        • Adam Schmid sagt:

          Na, voll in die Ironiefalle gepatscht, aber das war zu erwarten, schliesslich sieht man nur sehr selten lachende Velofahrer, vor allem wenn es bergaufwärts geht.

          • Emanuel sagt:

            Vielleicht nicht während dem bergauffahren, aber spätestens danach. Dank den Glückshormonen Dopamin und Serotonin! Es ist ja keine Neuigkeit, dass Sport (ich meine Ausdauersport, nicht Motorsport) glücklich macht.

  25. Markus sagt:

    Vielen Dank Frau Michel für den hochinteressanten Beitrag! ich hofffe wir werden hier noch mehr von ihnen lesen!

  26. dirk sagt:

    .nach vielen Jahren Pässe in der Schweiz mit dem Rennrad, oftmals spontan zusammen mit Schweizern und /rinnen hat´s mich letztes Jahr am Susten erwischt. an einem Morgen um etwa 9.00 Uhr losfahrend , zuvor noch im Brienzer See geschwommen, haben mich auf dem Weg zur Passhöhe unzählige Lamborghinis, Ferraris-Porsche und grosse Motorräder überholt.
    Die ganze Geschichte war für die Katz´, so genervt war ich danach am Cafe hoch oben.
    Dagegen schön(verkehrsmässig) die Fahrt am Tag zuvor nach Grindelwald oder davor von Locarno über den Nuven und Grimsel
    nach Brienz.
    Aber auch die Motorsportler müssten doch kapieren, das ´sowas im Hinblick auf die herrliche Natur Unsinn ist.
    Die Kühe werden doof>Susten und die Zeigen, Gemsen und Rehe geben kein Milch mehr.
    Von den unlegbaren Eiern ganz zu schweigen.
    Ein Schweizer Motorradfahrer hat mir vor zwei Jahren bei Käsestand am Grimsel beim Kaffee erzählt, die deutschen hätten alle einen Suv. Wofür? Kein Schnee! Und ein Motorrad in den Bergen würden sie nicht beherrschen, keine Kurventechnik; können nur geradeausfahren ..schnell, schnell!
    Wir haben gelacht danach. Aber letztes Jahr nach dem gesammelten Lärmmischmasch am Samstagmorgen hätte auch mein Schweizer bmw-Kutscher nicht mehr gelacht.

  27. dirk sagt:

    .nach vielen Jahren Pässe in der Schweiz mit dem Rennrad, oftmals spontan zusammen mit Schweizern und /rinnen hat´s mich letztes Jahr am Susten erwischt. an einem Morgen um etwa 9.00 Uhr losfahrend , zuvor noch im Brienzer See geschwommen, haben mich auf dem Weg zur Passhöhe unzählige Lamborghinis, Ferraris-Porsche und grosse Motorräder überholt.
    Die ganze Geschichte war für die Katz´so genervt war ich danach am Cafe hoch oben.
    Dagegen schön(verkehrsmässig) die Fahrt am Tag zuvor nach Grindelwald oder davor von Locarno über den Nuven und Grimsel
    nach Brienz.
    Aber auch die Motorsportler müssten doch kapieren, das ´sowas im Hinblick auf die herrliche Natur Unsinn ist.
    Die Kühe werden doof>Susten und die Zeigen, Gemsen und Rehe geben kein Milch mehr.
    Von den unlegbaren Eiern ganz zu schweigen.
    Ein Schweizer Motorradfahrer hat mir vor zwei Jahren bei Käsestand am Grimsel beim Kaffee erzählt, die deutschen hätten alle einen Suv. Wofür? Kein Schnee! Und ein Motorrad in den Bergen würden sie nicht beherrschen, keine Kurventechnik; können nur geradeausfahren ..schnell, schnell!
    Wir haben gelacht danach. Aber letztes Jahr nach dem gesammelten Lärmmischmasch am Samstagmorgen hätte auch mein Schweizer bmw-Kutscher nicht mehr gelacht.

  28. Campi sagt:

    Was mir als Pässegümmeler die Freude vermehrt trübt, sind die m.M.n. zunehmenden Töfffahrer die glauben, Motorrad fahren ist schöner, wenn alle im Tal das mithören (müssen). Ich denke, dass viele Auspuffanlagen manipuliert sind. Warum holen sie sich “ihren” Sound nicht via Kopfhörer direkt in den Helm, sie hören ja auch sonst nichts von der Umwelt. Und auch der vom SVG leider nur empfohlene Sicherheitsabstand von 1m beim Überholen wird oft nicht eingehalten. Ich lamentiere hier halt, weil mir die “Opfer/Täter-Symmetrie” sehr unausgewogen scheint, aber wir wollen und sollten eigentlich alle unsere schöne Bergwelt geniesen können. Mit Verständnis und Rücksichtnahme wäre das zu schaffen :-)

  29. Dani sagt:

    Tip:
    Pässe fahren wenn sie noch nicht vom Schnee geräumt sind. Geht leider nur im Frühling… Einfach hinauffahren bis zur Schneeschleuder. Wohnte ein Jahr in Meiringen und genoss die Fahrten Richtung Grimsel und Susten!

    • Jörg Boll sagt:

      Weiterer Tip: jeweils die Webcams anschauen. Wenn auf der Passhöhe Fahrzeuge des Strassenunterhaltdienstes geparkt sind, dann klappt es ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeiten meist problemlos. Oft werden dann nur nur Leitplanken angeschraubt, während die Strecke bereits perfekt geräumt ist.

  30. dirk sagt:

    Es stimmt, am San Bernardino ist es rel. ruhig auch am gr. San Bernardo> Autobahn als Verkehrsalternative für Kfz.- Und die wenigen Autos winken o. beglückwünschen den Cyclisten oben.
    Eine Erwähnung zum Gedanken ein mtb zu nehmen und in die Pampa zu rasen:
    Ein Zivi in Solothurn in der Herberge hat es ´mal ganz drastisch beschrieben; er selbst auch Besitzer eines gebrauchten teuren Rennmtb. hat keine Lust mehr auf irgendwelche Crossgeschichten auf der Alm. Alles sei verfahren, viele würden abseits der Wege trailen. Es sähe nachher einfach schlimm aus.
    Insofern schien uns beiden in Übereinstimmung das Rennrad als eine einigermassen naturfreundliche Lösung zur (Über).Durchquerung von……..Bergen und Tälern!

  31. Peter sagt:

    Bin selber Velofahrer, Motorradfahrer und Autofahrer. Das Problem liegt klarerweise (wie bei so vielem in der Schweiz) in der allgemeinen Intoleranz. Je nach gewähltem Verkehrsmittel erscheint einem diese dann halt einfach ein bisschen anders.

    Was jedoch immer stört:
    1) Zu laute Motorräder (vielfach die eher knapp motorisierten, so im Stil von ‘wenn schon nicht so richtig schnell dann wenigstens so richtig laut’). Laut ist out, denn Lärm macht krank
    2) Wohnmobile welche den Pass mit 30 km/h befahren, eine ewig lange Schlange hinter sich bilden, und doch nie auf die Seite fahren
    3) Der Autofahrer unmittelbar dahinter, welcher nicht in der Lage oder willens ist das 30 fahrende Wohnmobil zu überholen, und allen dahinter fahrenden Verkehrsteilnehmern das (sichere) Überholen dadurch verunmöglichen
    4) Jegliche Art von Kurven schneidenden Fahrern
    5) Velofahrer welche keine Radwege benützen wollen, obwohl sie dies eigentlich ja sollten und die dadurch den allgemeinen Verkehrsfluss stören (auf Passstrassen ist das natürlich weniger ein Thema)

    Was immer hilft:
    1) Von vorn herein wenig befahrene Strassen aussuchen, davon gibt es nämlich genug, gute Planung hilft hier Wunder (und moderne Navigationstechnik macht das heutzutage eigentlich auch recht einfach)
    2) Mal ein paar Minuten auf die Seite fahren, die wunderbare Aussicht geniessen und warten bis sich die Verkehrslage etwas beruhigt hat
    3) Einen Wochentag frei nehmen und am Wochenende nacharbeiten (für die welche das können)

    Gegen zu laute Motorräder habe ich leider auch noch kein Heilmittel gefunden. Mich erstaunt ohnehin, dass der Staat so etwas zulässt. Besonders bei einer im Moment sehr beliebten Marke kann ich mir fast nicht vorstellen, dass dies mit rechten Dingen zugeht, denn einen grossen Teil der fernöstlichen Motorräder kann man ja kaum mehr hören (solange sie im halbwegs legalen Bereich bewegt werden).

    Meiner Meinung nach eher unbegründet ist die verbreitete Angst vor Motorradfahrern, erwiesenermassen sind diese ja weit häufiger Opfer als Verursacher von Unfällen.

    Happy Passfahrt allen (und die Toleranz nicht vergessen)

  32. Arnold Konrad sagt:

    Ich kenne beides.
    Frueher mehr Motorrad, heute deutlich mehr Rennrad.
    Ich habe immer etwas Watte im Ohr. So wird das aufhaeulen der Mottorraeder ertraeglicher. Stinken tun sie halt immer noch. Es gibt ja auch viele coole Motorbiker. Skiefahrer und Snowboardfahrer moegen sich ja auch.
    Ich wuensche allen tolle Erlebnisse in unseren schoenen Bergen!

  33. Alexander Graf sagt:

    Die Anzahl der Motorräder in der Schweiz hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt, ein sehr problematischer Trend.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/11/03/blank/key/fahrzeuge_strasse/bestand.html

  34. Ruedi Moser sagt:

    Kriegt hier der Motorradfahrer sein Fett wenigstens noch einigermassen differenziert weg (“es gibt auch gemütliche”) , sind es in Wanderforen die MTB-Fahrer. Auch Velofahrer sind nicht heilig aus Sicht der Fussgänger, wenn sie mit 35 km/h auf dem Rennvelo in Zürich an einer Familie auf dem eigentlich den Fussgänger vorbehaltenen Trottoir vorbeifliegen. Es ist alles eine Frage der Perspektive und schlussendlich der gegenseitigen Rücksichtsnahme.

    Grosse Mühe habe ich aber, wenn immer gesagt wird, man sei doch der grüne Velofahrer und SlowUPs wären daher super um die Natur zu schonen, die Anreise aber per PKW aus der gesamten Schweiz erfolgt. Am Murtensee-Slowup sind jeweils Fahrzeuge vom TG bis nach GE auf den Parkplätzen. Einige sind dazu vielleicht sogar mit dem Auto über den Pass gefahren…

    Als Motorrad- und Rennvelofahrer sehe ich beide Seiten… Ich bevorzuge daher mit dem Fahrrad kleinere Pässe wie das Ächerli. Mit dem Motorrad versuche ich mit viel Abstand zu überholen. Die Strasse gehört nun mal allen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      …mir ist beim passfahren mit dem suv schon mal ganz blöd die beifahrertür aufgegangen….beim überholen der radler… :)

  35. Ben sagt:

    Es ist eine Frechheit wie unsere schönen Pässe von Töfffahrern akustisch gequält werden. Eine Lärmabgabe pro Verkehrsobjekt ist dringend nötig! Es ist absolut unverständlich, dass es in der heutigen Zeit noch erlaubt ist, die Landschaft gratis mit Lärm zu verunstalten. Eine Abgabe von Fr. 30- 50.– pro Töff und Pass wäre angemessen. Zusätzlich wäre es angemessen die Lärmzonen zeitlich zu beschränken z.B 10-12 Uhr.

    Ps. Dieselben Töfffahrer die den Lärm in den Alpen produzieren hängen zuhause ihr Plakat “Südanflug nie” aus dem Fenster raus.

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