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Wie von der Todeszone verschluckt

Natascha Knecht am Mittwoch den 21. März 2012

Der Aargauer Cedric Hählen (rechts) und der Österreicher Gerfried Göschl: Letztmals wurden sie am 9. März 2012 am Gasherbrum I auf rund 7800 gesehen. (Foto: Archiv Gerfried Göschl)

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser

Der heutige Beitrag fällt mir nicht einfach zu schreiben. Dass der Aargauer Höhenbergsteiger Cedric Hählen (30), der Österreicher Erfolgsalpinist Gerfried Göschl (39) und der Pakistani Nisar Hussain am Gasherbrum I verschwunden sind, geht mir nahe, obschon ich keinen der drei persönlich kannte. Fremd waren sie mir trotzdem nicht.

Über Cedric Hählen wie auch über Gerfried Göschl habe ich hier bei «alpin im Outdoorblog» schon berichtet: Vergangenen Mai als Hählen den Kangchendzönga-Gipfel (8586 Meter) erreichte und vergangenen Juli als sich Göschl für die Rettung eines pakistanischen Trägers eingesetzt hatte, der an einem Lungenödem erkrankt war und von seinen japanischen Auftraggebern im Stich gelassen wurde. Wenige Tage danach stand Göschl auf dem Gasherbrum I, den er nun mit Hählen im Winter überschreiten wollte.

Seit ihrer Abreise in den Karakorum im Januar 2012 verfolgte ich ihre Expedition am elfthöchsten Berg der Erde gespannt mit. Via Home-Teams und Webseiten informierten Hählen und Göschel regelmässig von ihrem ehrgeizigen Unternehmen, der ersten Winterüberschreitung des 8080 Meter hohen Gasherbrum I (auch Hidden Peak genannt). Noch niemand hatte es geschafft, einen der 14 Achttausender im Winter zu überschreiten. Die beiden schickten Bilder und Filmaufnahmen, so authentisch und qualitativ, wie es sie bis dato aus solch eisigen Höhen noch selten zu sehen gab. Ein echtes Abenteuer, das wir zu Hause in den warmen und geschützten Stuben miterleben durften.

Hier die Links:
- 3 Videos bei Servustv.com
- Blog von Cedric Hählen
- Blog von Gerfried Göschl

Gasherbrum

Am 8. Februar erschlossen sie ihre Route am Gasherbrum bis auf 6650 Meter: Nisar und Gerfried steigen in der extrem steilen Eisflanke zu Cedric hoch. (Foto: Archiv Gerfried Göschl)

Ihre Bedingungen am Gasherbrum waren extrem. Lange war nicht sicher, ob in diesem Winter überhaupt ein Gipfelsturm möglich wird. Schlechtes Wetter, Temperaturen bis minus 35 Grad, die bei Windgeschwindigkeiten von 100 km/h gefühlten minus 60 Grad entsprechen. In den Hochlagern schliefen sie zusammengepfercht in einem Zweimannzelt, erwachten von Eis und Reif überzogen. Sie stiegen mühsam am Berg auf und ab, bis in die Headwall und zurück ins Lager, deponierten ihre Ausrüstung, wurden von den starken Böen fast weggefegt und konnten trotz der enormen physischen und psychischen Belastung nur wenig Proviant mittragen. «Aber wir haben uns das selber ausgesucht», sagte Göschl in einer Videonachricht.

Cedric Hählen

Erwachen im eiskalten Hochlager am 9. Februar: Cedric am Morgen mit Eis und Reif überzogen. (Foto: Archiv Gerfried Göschl)

Gerfried Göschl

Kampf gegen die Kälte und die dünne Luft: Gerfried Göschl bevor er und sein Team das letzte Mal gesehen wurden. (Bild: Archiv Göschl)

Nisar Hussain

Der dritte im Team: Nisar Hussain aus Pakistan. (Bild: Archiv Gerfried Göschl)

Die Hoffnung stirbt zuletzt und ist theoretisch noch erlaubt

Am Freitag, 9. März 2012 dann endlich der grosse Tag, ein kurzes Schönwetterfenster hatte sich aufgetan: Das Team brach vom dritten Hochlager auf zum Gipfel – ebenso zwei Alpinisten der polnischen Expedition, denen an diesem Tag die erste Winterbesteigung des Gasherbrum I gelungen ist, ein historisches Ereignis. Von Hählen, Göschl und Hussain fehlt hingegen seither jedes Lebenszeichen. Letztmals wurden sie rund 250 Höhenmeter unter dem Gipfel gesehen als sie noch beim Aufstieg waren. Da sie für ihre geplante Überschreitung das gesamte Material mit sich trugen, kamen sie sehr langsam voran, pro Stunde weniger als hundert Höhenmeter. Niemand weiss, ob sie den Gipfel erreicht und überschritten haben, auf welcher Seite des Berges sie sich befinden, was geschehen ist. Weil das Wetter umschlug, konnte die Suche erst Tage später starten. Aber weder die pakistanischen Köche, die bis ins Camp 2 aufstiegen, noch die Polen, noch die zwei Helikopter-Teams konnten Spuren finden. Abgeflogen wurde die Nord- und die Südflanke bis über 7000 Meter Höhe.

Gasherbrum

Ihre neue Route am 8080 Meter hohen Gasherbrum. (Grafik: Archiv Gerfried Göschl)

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, und theoretisch bleibt die Möglichkeit bestehen, dass die drei plötzlich lebend auftauchen. Noch am 13. März hatte Ueli Steck der «Blick»-Leserschaft erklärt, in dieser Höhe könne man problemlos zwei bis drei Wochen überleben. An Ausrüstung mangle es ihnen schliesslich nicht. Solange Gas und Essen vorhanden sind, könne man die Situation gut aushalten, so Steck.

Doch am 15. März brachen die Teams am Gasherbrum die Suchaktion ab, sechs Tage nachdem die drei das letzte Mal gesehen wurden. Die Frau von Familienvater Gerfried Göschl schrieb:

«Es ist jetzt an der Zeit, der Realität ins Auge zu sehen. So schwer es uns allen auch fällt sie gehen zu lassen, wir haben keine andere Wahl.»

Noch nicht aufgegeben hat das Home-Team von Cedric Hählen. Es schrieb gleichentags:

«Die Situation ist für uns alle unbeschreiblich schwer. Viele Zeitungen berichten über das Unglück am Berg. Viele haben bereits mit den Bergsteigern abgeschlossen.

Wir aber können nicht einfach abschliessen, da es noch gar keine Gewissheit gibt. Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben und sind voller Zuversicht, dass wir Cedric und seine Kameraden finden und werden alles versuchen, um sie lokalisieren zu können. Die Zeit drängt – jeder Tag zählt.

Wir glauben daran, dass Cedric lebt!

Wir bitten Euch alle, schickt ihm Kraft, Wärme, viele positive Gedanken und Zuversicht, diese Stunden in der Kälte auszuhalten und die Hoffnung, dass er weiss, dass wir nach ihm suchen und ihn nicht aufgegeben haben. Wir sind ununterbrochen daran, Mittel zu finden, welche uns bei der Suche unterstützen.

Gebt Cedric nicht auf! Cedric, gib du Dich nicht auf!

Ich wünsche den Familien viel Kraft in dieser ungewissen und schweren Zeit!

Hier noch das Video der beiden polnischen Bergsteigern Adam Bielecki (28) und Janusz Golab (43), welche als erste den Gasherbrum I im Winter besteigen konnten. Die Aufnahmen zeigen eindrücklich, wie hart die Bedingungen in dieser Höhe sind.

65 Kommentare zu „Wie von der Todeszone verschluckt“

  1. RENZO sagt:

    Jeder welcher ein solch extremes Hobby ausführt weiss, dass eine so heikle Bergbesteigung die Letzte sein könnte. Ich hoffe jedoch mit ihnen sowie ihren Angehörigen und Freunden, dass sie wohlbehalten, gesund und unverletzt zurückkehren werden.

    • Daniel Huber sagt:

      Hobby? Andere nennen sowas schlichtweg Leichtsinn oder Suizidalität. Ich bin nur froh, habe ich in meiner Umgebung niemanden, der mich oder meine Angehörigen solchen Belastungen aussetzt. Ich möchte nicht regelmässig um das Leben meiner Liebsten bangen müssen, nur weil sie auf dem Rekordtripp sind. Mir tun die Angehörigen leid.

      • Pascal Imfeld sagt:

        Erstmal schicke ich allen viel Kraft! Den Angehörigen und natürlich Cedric und seinen Begleitern.
        Gebt nicht auf!

        Ich selbst bin Bergsteiger, natürlich nicht in solch extremen Höhen. Und doch ist es so. Jeder kennt das Risiko! Angehörige und Besteiger.
        Jeder geht aber immer davon aus dass man wieder gesund zurückkehrt.

        Ich wehre mich wehemnt dagegen dies irgen wie als Leichtsinn oder Suizidalität zu nennen. Dem ist nicht so. Alle sind definitiv besser vorbereitet als die meisten die sich auf der Strasse bewegen. Da spricht niemand als Leichtsinn.
        Wenn ich die Unfallstatistik auf der Strasse ankucke, wie viele dabei tödlich verunglücken, ist dies ebenfalls purer leichtsinn und geht desewegen einer weniger auf die Strasse? Nein! Sobal ich auf die Strasse gehe setzte ich mich einem Risiko aus!
        Hört auf mit solch blödsinnigen Beurteilungen! Vorallem diejenigen die keine Ahnung davon haben und es schlichtweg nicht einschätzen können was Sache ist.

        Also gebt nicht auf! sucht weiter! Die Hoffung bleibt! Wird sind bei euch!

  2. markus müller sagt:

    “Noch niemand hatte es geschafft, einen der 14 Achttausender im Winter zu überschreiten.” das hat möglicherweise einen grund. wenn man es trotzdem versucht ist man mutig bis leichtsinnig und muss die konsequenzen kennen und tragen. auch die hinterbliebenen müssen das. natürlich ist es schade um die drei. aber ich verstehe diese gespielte internet-anteilnahme echt nicht. anteil nehmen können deren bekannte und freunde. aber nicht jeder internetfuzzi auf der ganzen welt der sich etwas verbunden fühlt mit jemandem den er mal auf youtube gesehen hat. genau dasselbe mit der belgischen schulklasse. natürlich ist es schlimm. natürlich schockiert es im ersten moment. aber dieses fremd-anteilnehmen ist einfach pervers. wir sprengen in afghanistan seit 10 jahren kinder und frauen in die luft und niemand nimmt auch nur ein bisschen anteil!

    • RENZO sagt:

      Markus Müller – ich denke, das Sie es jedem Einzelnen überlassen können, ob er Anteilnahme (echt oder gespielt) bekundet. Wie wollen Sie wissen und gleichzeitig behaupten, dass NIemand (fast NIemand) Anteil an (für Sie wichtigeren) Begebenheiten und Vorkommnissen nimmt. Also gehen Sie mit Wörtern wie “pervers” und “gespielt” etwas vorsichtiger um, denn Sie haben mit Ihrem Kommentar sicher nicht den besten Eindruck (jedenfalls bei mir) hinterlassen :-(

      • markus müller sagt:

        sorry für den begriff ‘pervers’ aber mir fällt leider kein anderer dazu ein, wenn halb europa die fahnen auf halbmast setzt wegen 22 kinder und gleichzeitig bomben nach afghanistahn schickt die zehntausendmal mehr leid anrichten und das schon seit jahren. wohlgemerkt handelt es sich im unterschied zu dem car-UNFALL um absichtlich begangenen mord. aber da schreit keiner. da setzt niemand die fahnen auf halbmast. DAS mein herr IST pervers. und gespielt ist es allemal. diese internet-betroffenheit wo man mal kurz eine sekunde von irgendwas auf der welt scheinbar berührt wird und dann gleich in anteilnahmegejammer verfällt, obwohl einem nichts und wieder nichts mit dem ereignis verbindet. ob ich bei ihnen einen guten eindruck hinterlasse ist mir so lang wie breit.

        • RENZO sagt:

          Sorry Herr Müller – ich habe von Ihnen keine andere Antwort als die erhaltene Platitüde erwartet……………weder lang noch breit :-)

          • markus müller sagt:

            ja herr renzo, das ist genau eure strategie. so macht ihr es immer. man könnte ein buch über die opfer aller us-nato-kriege füllen und ihr würdet über die falsch gewählte titeltypografie streiten. weder lang noch breit. völlig korrekt.

            jeder darf sich betroffen fühlen. aber muss man das gleich der ganzen welt mitteilen? für mich ist das ein armutszeugnis.

        • Christoph sagt:

          Es kamen mehr Menschen in Afghanistan ums Leben, bevor der Westen dort einmarschiert ist. 150’000 Flüchtlinge gab es jedes Jahr, mindestens so viele sind verhungert, mehr als eine kleine Notiz war dies den Medien damals nicht wert. Perversion hat verschiedene Facetten.
          Es gibt auch Menschen, die bei einem Spielfilm weinen wenn der Held stirbt, weshalb nicht auch um einen Internetbekannten? Ich weiss nicht, ob es Tote kümmert was wir hier tun, die Hinterbliebenen leiden auf jeden Fall.
          Aber ich gebe Ihnen recht, dass man nicht um jeden Menschen der auf dieser Welt stirbt dasselbe Mass an Trauer schenken kann, wie jemandem der einem nahe steht. Das wäre nicht auszuhalten.

          • markus müller sagt:

            und genau aus rücksicht auf die hinterbliebenen sollten alle die nicht hinterblieben ihre klappe halten. keine blogs schreiben und schon gar nicht mit eingebildeten betroffenheitsfloskeln darauf antworten. diejenigen die jemanden verloren haben leiden echtes leid. und nicht diese internetspannerichschreibeinenblogdarüberbetroffenen. die sind bloss zuschauer, sonst gar nichts. solche die bei einem unfall danebenstehen und betroffen sind, aber am abend dann wieder fröhlich am tv schauen und schon lange vergessen was passiert ist. ein tatsächlich betroffener erlebt das ganze etwas anders.

          • Christoph sagt:

            Menschen sind halt verschieden. Es gibt auch welche, die jubeln bei jedem Match ihres Fussballclubs und können nach 10 Meter rennen kaum noch atmen. Darf man sich über eine Leistung, an der man keinen Anteil hat, freuen?
            Auf Ereignisse die einen nicht direkt betreffen, darf man auch betroffen reagieren. Man kann es auch sein lassen, jedem das seine. Mir ist es zum Beispiel Wurst, wenn die Allierten in Afghanistan mal eine Bombe falsch platzieren. Kann passieren, im Gegensatz zu früher immer noch eine Verbesserung. Diese Aussage finden wiederum andere völlig daneben.
            Wenn es Frau Knecht also nahe geht, dass die drei Alpinisten verschollen/tot sind, dann darf sie das auch äussern. Ich glaube nicht, dass sich ein Hinterbliebener dadurch gekränkt fühlt, wer sich lieber abschottet, der liest das auch nicht (sofort).

          • markus müller sagt:

            der kleine unterschied zwischen afghanistan und den drei bergsteigern ist, das wir in afghanistan mitverantwortlich sind. ich will nicht wissen wieviele waffen und kriegsgeräte aus der schweiz für wieviele tote auf der welt verantwortlich sind. daran verdienen wir kräftig mit. oder das wir die ressourcen dieser länder stehel. somit betrifft uns ein krieg in afghanistan eben doch mehr als drei bergsteiger die ihr leben auf eigene faust riskieren. aber wie gesagt, es geht mir eigentlich mehr darum was algren weiter unten so treffend formuliert: diese eingebildete betroffensein von schicksalen zu denen man keine verbindung hat.

          • Christoph sagt:

            Sie liefern Waffen nach Afghanistan und einer der Drei ist mit Ihnen verwandt? Sie prangern Dinge an, die Sie selbst nur zu gerne tun. Sie verletzen Menschen und geben sich betroffen, obwohl es Sie nichts angeht.

          • markus müller sagt:

            @ christoph
            nimm die ruag: von deren gewinnen profitieren wir alle. nimm das irakische oder lybische öl, dass wir durch kriege gewonnen haben und nun als plastik und benzin und medikamenten uns zugute kommen. ich fühle mich auch als europäer mitverantwortlich für die kriege die europa und der westen gegen den osten führt. dies eher ideologisch. wohingegen die drei bergsteiger das risiko selber auf sich nehmen und so niemand anders verantwortlich ist.

        • Dom aus NYC sagt:

          Wow, Mr. Müller, how cold are you!!! Ihr fehlendes Mitgefühl ist pervers und ist völlig unabhängig von anderen Schrecklichkeiten in dieser Welt.

          • markus müller sagt:

            als us-bürger solltest du lieber ruhig sein. kein land hat mehr menschen auf dem gewissen wie die usa. und dabei verliert ihr jeden krieg den ihr beginnt.

          • algren sagt:

            Ich muss gestehen, dass ich es ähnlich sehe und empfinde wie markus müller: Diese geheuchelten Betroffenheitsrituale von Menschen, die vorgeben, an jedem noch so fernen Unglück mitzuleiden, sind in der Tat nur noch widerwärtig und für die wirklich Betroffenen eine Beleidigung.

    • Sandra sagt:

      Es ist jedem selber überlassen, ob er den drei Bergsteigern seine Wünsche und Hoffnungen auf der Homepage ausspricht.
      Für die Angehörigen ist jeder, der so denkt eine grosse Stütze – ob er die Bergler nun kannte oder ihn die ganze Situation auch mitnimmt.

      Sie, Herr Müller, müssen das nicht verstehen. Hier ist nichts gespielt. Die Anteilnahme und Zuversicht kommt bei allen von Herzen. Sie müssen das nicht verstehen, da dass bei Ihnen ja nicht der Fall zu sein scheint.

      • Sarah sagt:

        Nicht jeder US-Bürger ist ein Soldat oder Mörder! Und tiefes Mitgefühl kann man für jeden Menschen empfinden, ob man ihn gekannt hat oder nicht!!! Vielleicht sollte jemand, der solch ein Mitgefühl nicht kennt sich besser zurückhalten mit Anschuldigungen!
        Ein Verlust ist immer unglaublich schmerzhaft, ob ein Mensch am Berg, in Afganistan oder sonstwo auf der Welt umkam. Wie leicht ist es doch über andere Menschen zu richten und sich selbst durch solche unsachlichen Aussagen (Herr Müller) in den Mittelpunkt zu spielen.

  3. KEYIF sagt:

    Korrektur zum ersten Bild: Cédric ist der im ersten Bild rechts. Der Linke ist Gerfried. Wünschen wir den drei Bergsteigern viel Kraft, dass sie unversehrt sind und dass sie es trotz allem noch ins Tal schaffen mögen.

  4. Werte Angehörige

    Ich weiss, diese drei Super Alpinisten haben keine unnötigen Risiken auf sich genommen. Sie wussten was Sie tun, und
    waren diesem Unternehmen auch gewachsen, alle waren ja bereits mehrmals auf 8000er.
    Ich war selbst im 1988 auf dem Gipfel des Gasherbrum 2 8035m. Ich verstehe jeden leidenschaftlichen Bergsteiger, der in
    diese Höhen steigt… es ist einfach eine Faszination ohne Ende… weil ich diese Gegend kenne, waren und sind meine Gedanken bei den dreien.

    “Menschen, die die Berge lieben, sind in tiefster Seele frei… jene die im Tal geblieben kennen Ihre Sprache nicht…”

    Bestimmte Leute sollen bitte Ihre Kommentare in der Schublade lassen… weil man spürt daraus nur Neid… weil Sie
    selbst nie im Himalaya waren… und selbst nie auf 8000m waren. Alles was nicht selbst erlebt wurde, ist und bleibt Theorie.
    Also ich bitte die Kritiker, ins Flugzeug zu steigen, und einen 8000er anzugehen… dann reden wir weiter…

    Cedric, Gerfried und Nisar haben keine Fehler gemacht !!!

    Den Angehörigen wünsche ich in diesen schweren Stunden viel Kraft und Energie…
    und alles, alles Gute.

    Mit den besten Grüssen
    Raphael Wellig / http://www.raphaelwellig.ch

    • markus müller sagt:

      ich war schon im himalaja und gehe diesen sommer wieder hin. aber ich werd mich hüten auf einen 8000er zu steigen. ich lebe gerne und ich setze nicht, schätzungsweise mein halbes leben aufs spiel, für einen kick der ein paar tage dauert. wenn die drei gestorben sind, haben sie leider fehler gemacht. schade um die drei, aber ganz im ernst: man muss sich bei solchen extremtouren nicht wundern. das risiko ist im vornherein klar. wissen was man macht ist nur ein ganz kleiner teil. der rest erledigt die natur und die ist gnadenlos und da kann man sich noch so vorbereiten, da ist man völlig ausgeliefert. jeder der was anderes behauptet belügt sich letztlich selbst.

      • Markus Vogel sagt:

        Herr Müller, fliegen Sie zufälligerweise über Lukla, das “Tor” zum Himalaya? Der Flugplatz wurde gerade wieder als gefährlichster der Welt eingestuft. Ich hoffe Sie sind sich allen Gefahren bewusst!

        • markus müller sagt:

          keine angst, ich fliege nicht über lukla. und wenn ich trotzdem abstürtze, dann behaltet eure betroffenheitsbekundungen für euch. das würde euch nämlich nichts angehen.

    • gioia sagt:

      Sehr geehrter Herr Wellig
      Sie können mit Ihrem Leben tun und lassen, was Sie wollen. Sobald Sie Kinder haben, wie dies ja für einen der beiden Bergsteiger gilt, zählen andere Prioritäten. Das ist einfach Egoismus pur und hat nichts mit Neid oder fehlendem Verständnis für die Schönheiten des Himalaya-Gebirges zu tun. Mir tun diese Kinder einfach unendlich leid. Die Ehefrau wusste, welche Risiken sie mit dieser Beziehung einging, abe auch Sie ist zu bedauern.

      • Hallo Herr, Frau Gioia

        Klar, ich habe eine 12 jährige Tochter, und die ist Mega stolz auf Ihren Papa… sie gibt mir sogar noch mehr kraft…
        und erst noch eine Hausgeburt gemacht…
        Jeder ist ein freier Mensch, und ein Individium… aber Sie wissen halt nicht… das die ganze Faszination des
        Bergsteigens… für einen Aussenstehenden nicht nachvollziehbar ist… man kann es sich gar nicht erklären…
        und es ist doch wunderschön… wenn man Leidenschaft nicht begründen kann… man muss das auch nicht.

        Viel Spass in den Bergen.
        Gruss von
        http://www.raphaelwellig.ch

    • markus müller sagt:

      jetzt merk ich erst warum mich ihr beitrag stört herr wellig. sie möchten eigentlich mitleid bekunden, was ich durchaus ok finde. nur leider tun sie das nicht. nein im gegenteil plagieren sie damit, schon im himalaya gewesen zu sein, ein siebensiech zu sein, dinge zu wissen wovon andere keinen blassen schimmer haben (die tiefe seelenfreiheit – so spricht übrigens jeder drogensüchtige) der genau weiss wovon er spricht und dann noch davon, dass alle anderen bloss neider seien, die eigentlich so sein möchten wie sie – in ihren augen natürlich. eigentlich ist ihre mitleidsbekundung, die eigentlich von demut zeugen sollte, bloss ein egomanisches schreiben. darum finde ich es daneben.

      • hallo herr müller

        das es nicht von grösse zeugt, unter einem pseudonym solche rundschläge zu formulieren, das finde ich persönlich
        ganz mies.

        mit den besten grüssen
        raphael wellig
        http://www.raphaelwellig.ch

        • markus müller sagt:

          von grösse zeugt es auch nicht gerade auf einem betroffenheitsblog etwas eigenwerbung zu machen. im übrigen ist es im internet stets klüger ein pseudonym zu verwenden. man wird noch sehen warum.

          • Simon Honegger sagt:

            lieber markus müller.

            gehen sie nach draussen, weg vom Computer. Vielleicht lernen sie da mal das Leben kennen, und dass nicht alles rational begründet werden kann. So geht es manchen Leuten auch beim Bergsteigen, man kann dem Alltagstrott entfliehen. Als Bergsteiger ist man betroffen, wenn andere ihr Leben lassen müssen, weil sie ihre Träume versucht haben zu verwirklichen. Die drei haben es versucht und wohl nicht geschafft.

            Leben sie IHREN Traum, Herr Müller… Vielleicht hilft das ihnen die drei Jungs zu verstehen.

          • markus müller sagt:

            @ honegger: ich war auch schon draussen, keine sorge. und auch keine sorge um mein verständnis für die drei jungs. die bewundere ich nämlich. aber ich heuchle keine betroffenheit. betroffen sind deren hinterbliebene und deren hinterbliebene allein. alle anderen – und üben sie auch denselben sport aus – nicht.

  5. Joachim Adamek sagt:

    Auch ich habe mich ständig informiert, seit die drei abgängig sind. Ich kann verstehen, weshalb Frau Göschl bereits letzte Woche ihre Hoffnung aufgab. Als die pakistanischen Suchteams letzten Freitag unterwegs waren, hatten sie klare Sicht und haben niemanden gesehen. Für mich unvorstellbar, dass die drei schon so weit abgestiegen waren, dass sie übersehen wurden. — Ich würde mich freuen, wenn das Home-team von Herrn Hählen recht behalten sollte. Den Familien und Freunden der drei Kletterer
    wünsche ich wie auch immer viel Kraft.

  6. Niki sagt:

    Abenteuer ja, aber mit professionellem Risikomanagement.
    Risikobereitschaft ist von fundamentaler Bedeutung für die Entfaltung einer freien demokratischen Gesellschaft. Konsequentes Sicherheitsdenken endet letztlich in der totalitären Diktatur (“alles unter Kontrolle haben”).

    • Gut Hansruedi sagt:

      Hallo Niki. Sehr guter Kommentar. Diese Philosophie geht leider oft in der angestrebten Nullrisikowelt unter. Ich habe lieber viel Risiken und viele Chancen als kein Risiko und keine Chance.

  7. Patrick Baumann sagt:

    Lieber Herr Müller,
    Sie haben recht. Die Vermissten sind ein Risiko eingegangen, das ist klar. Sie haben etwas versucht, das nur wenige wagen. Aber dank solchen Menschen sind wir, wo wir sind! Wenn alle so Sicherheitsbewusst wie Sie wären, Hr. Müller, wäre der Mount Everest noch nicht bestiegen und Amerika noch nicht entdeckt worden.
    Mfg P. Baumann

  8. Werner van Leyen sagt:

    Sorry für die Alpinisten und die Angehörigen, aber scheinbar sterben allein in der Schweiz etwa drei mal soviele Leute am Berg wie im Strassenverkehr. Während die Autofahrer dabei immer mehr gegängelt und mit horrenden Bussen überzogen werden, scheint es nicht die geringste Verfügung oder Erlassenschaft zu geben welche es den “Hobby”-Kletterer etwas schwerer macht sich umzubringen. “Jedem das Seine” sagt der Teufel, und setzt sich nackt in die Brennesseln.

    • Markus sagt:

      Selbstmord (am Berg) oder Mord (auf der Strasse) sind wohl keineswegs zu vergleichen.

    • Markus Vogel sagt:

      Sorry, aber das ist totaler Quatsch.
      Verkehrstote in Bern (2011) 62, Tote in den Berner Alpen 20. Das Verhältnis ist gerade umgekehrt…

      • Johann sagt:

        Keine Ahnung ob die Besteigung des Mount Everest der Menschheit etwas gebracht hat. Habe jedoch sehr starke Zweifel, dass dadurch die Menschheit irgendwie im Lebensstil oder Verhalten beeinflusst worden wäre. Tja, manchmal sollte man gewisse Dinge einfach stehen lassen und nicht antasten. Ist vielleicht auch mal einen Gedanken wert.

  9. Phil Istre sagt:

    at niki: Risikobereitschaft mag Maxime des ideokratischen Marktliberalismus sein, mit der Entfaltung einer “freien demokratischen Gesellschaft” hat das wohl wenig zu tun. Überhaupt ist ihr ideologischer Exkurs hier ziemlich fehl am Platz. Wenn einer sein Leben aufs Spiel setzt, zwecks Intensievierung des Lebensgefühls, schafft das sicher keine politische Freiheiten. Vielleicht ist es Ausdruck einer existentialistischen Sehnsucht des Subjekts (und somit philosophisch), vielleicht ist es aber auch ein übersteigerter Geltungsdrang des Individuums (und damit pathologisch).

  10. Olivier Schmid sagt:

    Anmerkung: Die 8000er im Himalaya sind bereits alle im Winter bestiegen worden.

    • herr schmid, der gasherbrum I liegt im karakorum und ist der erste achttausender, der dort im winter bestiegen werden konnte.

      • Martin sagt:

        Simone Moro (+2 andere) haben Gasherbrum II letzten Winter bestiegen. Aber da Karakorum wohl allgemein im groeberen Sinn als Teil des Himalaya angesehen wird, stimmt es trotzdem nicht, dass alle Himalaya 8000er im Winter bestiegen wurden. Es fehen K2, Nanga Parbat (beide vergeblich versucht diesen Winter, ein Russe ist am K2 gestorben) und ich glaube, am Broad Peak war auch keiner im Winter.

  11. Roland Anderegg sagt:

    Ich wünsche allen Angehörigen ganz viel Liebe, Licht und Kraft in dieser Zeit.
    Wir denken an Cédi und geben die Hoffnung nicht auf!

    Chum scho Cédi, kämpf!

    P.S. Ich danke all den konstruktiven Kritikern für Ihre Anteilnahme, bitte sie aber, Ihre Lebensweisheiten dort einzubringen, wo sie auch Anwendung finden können. Herzlichen Dank!

    • Ledergerber Christa sagt:

      Ich kann mich Ihnen nur anschliessen. Solange die Familie hofft und glaubt, solange tun wir das auch. Vielleicht lernen wir alle etwas aus diesem Blog – jeder wie er kann.

  12. Mara Johannson sagt:

    Sehr geehrter Herr Müller,
    fahren Sie Auto? Wenn ja, sollten Sie sich solche Einträge ersparen.
    Ich glaube nicht, dass das jemanden hilft.
    Es ist immer schlimm sein Kind zu verlieren, ob ein Berg es behält oder der Strassevrkehr oder auf natürliche Art und Weise. Ich glaube, das sollten Sie berücksichtigen.
    Cedric, ich glaube daran, dass du lebst und heimkommst.
    MJ.

  13. Egloff Karl sagt:

    Auch ich hoffe noch auf ein Wunder und wünsche den Zurückgebliebenen viel Kraft.
    Da auch ich Bergführer war und zwar nicht mit Raphael, sondern mit Diego Wellig, Volken Kilian, Bruno Jelk, Louis Weh etc. in Ecuador, Argentinien, Chile und Peru 6000 er bestieg, stört es mich ganz besonders, dass hier Kommentare zugelassen werden, die fremd des Themas, Rundumschläge verteilen, nur um sich wichtig zu machen. Keiner der Betroffenen wartet auf unser Mitleid, hat nach unserer Meinung gefragt. Es ist ein Thema mit dem wir Bergsteiger, und alle die damit beruflich oder profan zu tun haben, sich befassen sollten. Damit kann man dann auch Niemandem in die Schuhe schieben, dass sein Mitgefühl nicht echt sei.

  14. Chris sagt:

    Was veranlasst Ueli Steck zur Aussage, bei solchen Bedingungen (Höhe, Temp., Wind) können die drei mit Essen, Zelt und Gas problemlos 2-3 Wochen überleben? 1. Geplant waren drei Biwaks, also hatten sie sicher nicht genügend Gas und Essen dabei 2. Hat es noch nie gegeben 3.Reinhold Messner: Es sei unmöglich bei einer Temperatur von minus 50 Grad Celsius eine Woche lang zu überleben. Pakistan Alpine Club president Manzoor Hussain:”Frankly, there is no possibility of them surviving a night or two up there,” he said. Und die verstehen auch was vom Bergsteigen.

  15. Beat Boschung sagt:

    Den betroffenen Familien wünsche ich viel Kraft für diese harte Zeit.
    Den betroffenen Kindern wünsche ich, dass sie irgendwann mal begreifen, weshalb ihre Väter sowas tun müssen und sie als Kinder die Leidtragenden davon sind.

  16. Mirjam sagt:

    Solche Kommentare von einem Herrn Markus Müller sollte man auf diesem Blog schlichtweg löschen. Einfach unter dem Niveau. Ich wünsche den betreffenden Familien viel Kraft in diesen schweren Zeit des Hoffen und Bangens von ihren Liebsten.

    • markus müller sagt:

      danke auch ihnen dafür dass sie mir meine meinung den dingen gegenüber so uneingeschränkt gönnen. ich dagegen finde ihren beitrag ein absoluter hohn gegenüber den leuten die einen lieben mitmenschen verloren haben. das ist und sollte auch in zeiten des internets, privatsache bleiben. das geht sie, mirjam, schlicht nichts an. diesen respekt den angehörigen gegenüber, meine liebe, ist mein niveau. und im gegensatz zu ihnen, liebe mirjam, fordere ich nicht, dass ihre beiträge gelöscht werden, auch wenn sie mir nicht passen. auch das nennt man respekt.

  17. Chris sagt:

    Auf der HP von G. Göschl äussert sich Raphael Wellig folgendermassen zu einem kritischen Kommentar eines CH-er Bergführers bezüglich der G1-Expedition und dem Lifestyle von G.G.: ….Alles liebe und herzliche Anteilnahme
    Raphael Wellig
    (Nebenbei: Herr M. Müller Bergführer, sollte besser nichts schreiben. Weiss er nicht, dass seine Berufskollegen z.B. am 12.7.2007 an der Jungfrau, einen Lawinenunfall verursachten mit 6 Toten Rekruten). Also kritisieren sie nicht andere bezüglich Rundumschlägen, wenn sie das genau Gleiche machen!

  18. Chris sagt:

    Frau Knecht, wieso haben sie den zeitlichen Ablauf des (versuchten) Summitpush nicht korrekt beschrieben? Am 8.3 starteten sie den Gipfelversuch von Lager2 (Süden) auf 7000m (Überq.) um 0300 und wollten um 1200 auf dem Gipfel sein. Aber, 1030: 450hm vom Gipfel entfernt. 9.3: 1200h: Alex Txikon sichtet die 3 200-250hm unter Gipfel. (Polnische Exped. stieg in der Nacht vom 8.-9.3  auf der Normalroute (Norden) auf und absolvierte von 0000-0830 die 1080hm bis zum Gipfel.) Zusf.: 8.3 (0300-1030: zu langsam!Schon Lager3 war unplanmässig) 8.-9.3 (10.30-1200: zw. 200-250hm in 25.5h, dramatisch langsam!!). Zum Risiko dieser Exped.: GG:”Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie.”

  19. floolo sagt:

    also ich denke, dass ueli in dem interview gemeint hat, dass die bergsteiger eine schlechtwetterfront gut überstehen könnten- auch wenn sie 2 wochen dauert . dies trifft aber nun nicht mehr zu , da nach besserung des wetters leider auch kein lebenszeichen zu finden war. ich denke familie göschl geht den richtigen weg – man wird sie nicht mehr lebend finden. das ist eine traurige wahrheit und ich wünsche allen beteiligten kraft und spreche mein beileid aus.

  20. Joachim Adamek sagt:

    Viele Beiträge diese Woche über die G1 Winter-Expedition der Extrembergsteiger Göschl und Hählen enthalten interessante Gedanken, scharfe Beobachtungen und begründete Forderungen. Auch wenn die Positionen zuweilen gegensätzlich sind, ich möchte kaum einen Beitrag missen. Fr. Ledergerber kann ich vergewissern, dass mich der Blog angehalten hat, mich noch einmal sehr intensiv mit dem Projekt der drei Extrembergsteiger zu beschäftigen. Herr Göschl, Herr Hählen und Herr Hussain sind zweifellos Ausnahmebergsteiger. Sie haben sich sehr gründlich auf die Expedition vorbereitet, und der Erfolg wäre ihnen zu wünschen gewesen, denn es ging ihnen nicht zuletzt um eine Weiterentwicklung des Alpinismus. Das habe ich begriffen. Auch die Zerrissenheit, die Göschl unterwegs immer wieder zugesetzt hat, sehe ich heute klarer.
    Allen englischsprachigen Leser|innen möchte ich zu diesem Thema die Website “Karakorum Climber News” empfehlen.

  21. Eni sagt:

    Vielleicht ist es für die Angehörigen ein Trost zu wissen, dass sie dafür gestorben sind, wofür sie gelebt haben.

  22. Chris sagt:

    Herr Adamek, 1. Jeder, der so eine Unternehmung ernsthaft durchführen will, ist hoffentlich ein Ausnahmebergsteiger und hat die Exp. seriös vorbereitet 2. Es wäre eine Pionierleistung (1. Überq. eines 8000er im Winter gewesen), aber eine Weiterentwicklung wohl kaum? 3. Die HP’s von Cedric und Gerfried sind informativer als http://karakorumclimb.wordpress.com/
    Gab es möglicherweise zu grosse Niveauunterschiede? (..Kurz vor 16 Uhr steige ich auf dem 6800m hohen Grat aus. Auf der andern Seite ist es gleich steil und ich steige wieder 5m ab um eine zuverlässige Verankerung anzubringen. Mit Ausnahme von knapp 70 Höhenmetern habe ich nun seit einer Höhe von 6100m alles selber fixiert…Kommentar von Cedric zum Durchstieg der “Headwall”).

  23. Joachim Adamek sagt:

    Chris, tut mir sorry, dass ich nicht früher antworten konnte. Natürlich kommen nur äusserst erfahrene, leistungsstarke und hochmotivierte Bergsteiger auf den Gedanken, im Winter auf den G1 über die Südflanke zu gehen. Ich habe auf die Hochbegabung der drei hingewiesen, um anzudeuten, dass sie wohl besser einzuschätzen vermochten, ob sie den Anforderungen der Tour gewachsen sind, als irgendwelche Leute, die von den örtlichen Verhältnissen keine Ahnung haben und die Unternehmung sofort mit Wahnsinn gleichsetzen.
    Auf die HP’s von Herrn Hählen und Herrn Göschl bin ich in der Vergangenheit immer gerne gegangen, besonders auf die von Herrn Göschl, weil er stets sehr ausführlich und sachlich von seinen Touren und Projekten berichtet hat. Auf die “Karakorum Climber News” habe ich nur deshalb hingewiesen, weil sie sehr umfassend von den Rettungsversuchen nach dem 9. März berichtet hat und was sonst so passiert ist. Auf der HP von Herrn Hählen sucht man diese Informationen vergeblich.
    Ein besonderer Verdienst von Herrn Göschl ist — und das ist zugegebenermassen die höchst subjektive Sicht eines Hobbyalpinisten—, dass er der blinden, geistlosen Gipfelstürmerei eine klare Absage erteilt hat und in der Projektplanung neue Wege ging. Darauf habe ich abgezielt, als ich meinte, dass er um eine Weiterentwicklung des Alpinismus bemüht war. Ich habe Herrn Göschl nie persönlich kennengelernt, aber ich kenne einige, die ihn auf Touren erlebt haben, und sie waren allesamt begeistert. Wiederum ist es mein höchst persönlicher Eindruck, dass Herr Göschl es verstand, mit den Stärken der anderen zu arbeiten.
    Sein letztes Projekt ging es schief. Vermutlich kamen mehrere Dinge zusammen. Die drei waren knapp unter dem Gipfel, als sie bemerkten, dass eine Schlechtwetterfront aufzog. Keine Ahnung, weshalb sie nicht abgestiegen sind. Vielleicht war dies nicht möglich. Vielleicht haben sie sich auch der Hoffnung hingegeben, den Gipfel noch rechtzeitig zu erreichen. ….

  24. Chris sagt:

    Hoi Herr Adamek, mir kommt an dieser Exp. so einiges seltsam vor…Könnte sie auch interessieren: http://mobil.derstandard.at/1332323368216/Das-ist-ein-Tod-der-nicht-weh-tut Gruss Chris

  25. Karl sagt:

    @Markus Müller, Ich mag die Berge und die Schweiz und die Leute dort! Dich mit Deiner bescheuerten Meinung würd ich am liebsten in einer Gletscherspalte für immer versenken, Karl

  26. Dani Kobler sagt:

    Und Frau Knecht, ist und war das Alles?
    Man schreibt einen Blogartikel, lässt die Leser kommentieren, ist betroffen, hofft das beste, betont ihre Professionalität, wird die 3 in guter Erinnerung behalten.
    Und jetzt, 2 Wochen später, keine Fortsetzung.
    In einem Privaten Hobby Blog stört es mich nicht wenn der Autor heute ein super wichtiges Thema aufgreift, sich aufregt und empört und morgen hat er es schon vergessen und ist beim nächsten super wichtigen Thema.
    Aber dieser Blog läuft unter Tagesanzeiger (und ja ich kenne den Unterschied zwischen einem Blog und einem Zeitungsartikel) und da erwarte ich mehr.
    Sie sind Journalistin.Was soll diese Unverbindlichkeit? Dranbleiben (ist das nicht ein Motto vom Tagi) darf erwartet werden.
    Sie schreiben u.a.:
    … Beitrag fällt mir nicht einfach zu schreiben ….geht mir nahe …Fremd waren sie mir trotzdem nicht …. Ich wünsche den Familien viel Kraft …
    Ohne (traurige, das hab ich inzwischen nachgelesen) Fortsetzung kommt das obige sehr unglaubwürdig daher.
    Ich weiss das wir in einer Zeit Leben in der die News alles ist und sotewas wie Nachbetrachtung altmodisch erscheint.
    Wieviele Artikel gibt es darüber wann das nächste iPhone kommt? 1000. Wieviele Artikel am Tag des Verkaufsstarts? 100. wieviele Testberichte nach 2 Wochen? 10. wieviel Langzeittestberichte 1 Jahr danach? Einer.
    Und bitte jetzt nicht sagen das der Leser es so will. Ich glaube nicht das ich der Einzige bin den es interessiert was in Fukushima 1 Jahr später ist (wo ist das Schiff mit dem verstrahlten Wasser), wie geht der Aufbau in L’Aquila, was hat die Kohäsionsmilliarde bewirkt, wie es den Angehörigen der Soldaten vom Rottalsattel geht.
    Natürlich stimmen ihre Leserzahlen, die Artikel werden ja auch rege Kommentiert. Was würde aber passieren wenn ein Artikel nicht gratis sondern 10 Rp kosten würde? Und stehen Preis und Qualität nicht in einem Verhältnis.
    Bitte mehr Verbindlichkeit und Tiefe, und Grüsse all denen die auf einen derart alten Artikel geklickt haben.

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