Kann man übergewichtig und fit sein?

Dicke und Sport: Übergewicht schliesst Fitness nicht aus.

Wie sieht ein trainierter Läufer aus? Schlank, schlaksig, drahtig – würden wohl die meisten sagen. Aber stimmt das wirklich? Ich begegne im Wald vielen Läuferinnen und Läufern, die diesem Klischeebild überhaupt nicht entsprechen. Da sprinten auch Leute durch die Gegend, die einiges an Gewicht mit sich schleppen. Es ist schon etliche Mal passiert, dass mich eine solche Person locker überholt hat. Für mich ein Indiz, dass Übergewicht offenbar wenig Einfluss auf die Körperfitness nimmt.

Wie sieht «fit» also aus? Manche Ärzte sagen, dass Menschen mit einem Body-Mass-Index über 25 aufgrund ihres Übergewichts früher oder später gesundheitliche Probleme bekommen, egal wie oft sie Ausdauersport treiben. Andere sagen, dass auch schwere Menschen, die regelmässig trainieren, einen gesunden Herz-Kreislauf haben können und möglicherweise sogar länger leben als unsportliche, schlanke Menschen. Kürzlich stiess ich in der amerikanischen Ausgabe des Magazins «Runner’s World» auf einen Bericht. Sie wollten von zwei Experten wissen:

Kann man übergewichtig und trotzdem körperlich fit sein?

«Ja», sagt Glenn Gaesser, Ph.D., Direktor des Healthy Lifestyles Research Center der Arizona State University.
«Nein», sagt Amy Weinstein, M.D., M.P.H., Assistant Professor. Sie führt eine Gesundheitsklinik und erforscht an der Harvard Medical School den Einfluss von Fettleibigkeit und Sporttraining auf Erkrankungen.

Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:

Übergewichtig und gesund – geht beides?

JA: Fast alle gesundheitlichen Beschwerden, die von Übergewicht verursacht werden, kann man mit einem moderaten Training mildern oder ganz verschwinden lassen. Wer regelmässig trainiert, verbessert seine Fitness automatisch. Etwa 30 Minuten rasches Gehen an fünf Tagen pro Woche. Oder 20 bis 30 Minuten Laufen an drei Tagen pro Woche.
NEIN: Meine Forschung zeigt, dass Sport die von Übergewicht verursachten Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden nicht gänzlich verschwinden lässt. Weshalb das so ist, wissen wir noch nicht. Möglicherweise sind gewisse Hormone und Proteine verantwortlich.

Kann ein Übergewichtiger einem Schlanken davonlaufen?

JA: Das ist möglich, wenn der schwerere Läufer die besseren Voraussetzungen mitbringt: Ein grösseres Lungenvolumen, eine höhere Laktatschwelle und einen besseren Laufstil. Gene spiele eine entscheidende Rolle, ebenso die Lauferfahrung.
Nein: Eine übergewichtige Person wäre schneller, wenn sie weniger wiegen würde. Theoretisch entspricht jedes gesparte Kilo Körpergewicht einem Meter mehr pro Minute laufen. Schafft ein Läufer 5 Kilometer in 20 Minuten, wäre er fünf Sekunden schneller, wenn er ein Kilo leichter wäre.

Ist es besser zu trainieren oder abzunehmen?
JA: Sport kann das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Das Gewicht spielt dabei keine Rolle. Regelmässiges Training hat einen positiven Einfluss auf Cholesterinspiegel, Blutdruck, etc., selbst wenn man kein Gewicht verliert.
Nein: Abnehmen ist empfehlenswerter. Es gibt über 50 medizinische Krankheiten, die von Übergewicht verursacht werden – von Diabetes und Arthritis bis Reflux und gewissen Krebsarten. Wer nur schon drei oder fünf Kilo abnimmt, verbessert seine Gesundheit mehr als durch Sporttraining. Am besten ist beides: Abnehmen und trainieren.

Sind Sie eher der Typ «Ja» oder der Typ «Nein»?

57 Kommentare zu «Kann man übergewichtig und fit sein?»

  • Ed sagt:

    da „fit sein“ und „fit aussehen“ zwei paar schuhe sind, kann mann fett und fitt sein, ja. oder alt und fit: http://superstrong.ch/bodybuilding-im-alter-ed-popps-cook-erklart-wies-geht/

  • Marsupilami sagt:

    Interessantes Thema! Wenn ich mich so im Fitness rumschaue haben wir eigentlich die komplette Bandbreite der Körperumfänge von Spargeltarzan bis Rollmops.
    Als erstes ist festzustellen: Es ist doch gut, dass alle was für ihre eigene Gesundheit tun, unabhängig von ihrem Gewicht!!
    Da ist „Mr. Eiweiss-Mucki“ an den Hanteln, „Roadrunner“ auf dem Stepper und der „Kugelblitz“ schwitzt auf dem Indoor-Velo.
    Allerdings haben alle andere Ziele…der eine möchte Schwarzenegger nacheifern, der andere ans Ironman und der dritte möchte bloss ein paar Kg loswerden. Allerdings ist die Fitness der 3 Leute völlig unterschiedlich: Eiweiss-Mucki stöhnt schon nach 30min auf dem Stepper, Roadrunner ächzt unter Hanteln und muss von Eiweiss-Mucki befreit werden während Kugelblitz vielleicht wohl doch noch 50min durchhält auf dem Stepper und die Roadrunner auch unter den Hanteln hervorholen könnte. ;-)

    Soviel zur Fitness…was aber nicht heisst, das übergewichtige Menschen nichtdestotrotz höhere Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Krankheiten haben und sich öfters Selbstillusionen hingeben (Rund na und? insbesondere bei Frauen, die Weibliche Rundungen mit Dick verwechseln). Denn ein paar Kg zuviel stören niemand und sind ok aber die meisten, die sich angegriffen fühlen, haben deutlich mehr auf den Rippen. Es gibt zwischen Spindeldürr und Fett noch andere Stufen, man muss nicht die beide Extreme ansteuern…

  • Otto Liebschitz sagt:

    Rundliche Leute sind in de Regel sympathischer und lebensfroher.

    • Daniel Küttel sagt:

      Ist dem wirklich so oder ist das nur eine subjektive Wahrnehmung der Dinge? Aus meiner Sicht sind die eher rundlichen Leute gut im sich verstellen. Sie lachen und geben vor mit ihrer Körperform und Lebenseinstellung glücklich zu sein, aber erwischt man sie in einer schwachen Minute, dann sieht man all den Frust den sie mit sich rumtragen und die Ratlosigkeit wie man den möglichst schnell wieder wegbekommt. Auch das ist nur rein subjektiv von mir.

      • Otto Liebschitz sagt:

        In der Regel ja, natürlich gibt es auch andere, da haben Sie recht, und nicht jedem ist wohl in seiner Form. Immerhin haben sie keinen Stress, sonnenbebrillt und wettergegerbt das Weisshorn hoch zu müssen und dabei jedem zu beweisen, wie fit sie sind (sie sind es eh nicht, das sieht ja jeder – und aufs Weisshorn fährt vielleicht sogar eine Bahn). Aber sie sind gemütlicher, haben Zeit für einen Schwatz und die Sorgen des anderen. Und schätzen ein Glas Bier durchaus. Kommen Sie mal bei einer Wanderung mit.

        • Luise sagt:

          Dieses Klischee von rund und gemütlich ist so was von daneben! Auch wer schlank ist kann ein gemütlicher Mensch sein und bei ein paar Bier Spass haben!

  • Alain Burky sagt:

    Der BMI ist ein statistischer Mittelwert (Grundlage irgend einer oder mehrerer Studie/n) und sagt demzufolge nicht viel ueber
    ein Individum aus.
    Es gibt auch viele Intelligenz-Test, bei denen meistens ihre „Erfinder“ gut abschliessen.
    Serioese Wissenschaft funktioniert anders …

  • Marcel sagt:

    Bitte bitte vergesst endlich diesen unsäglichen BMI. Das ist ein rein statistisches Mass, und es wurde nie dafür definiert, ein Individuum zu bewerten. BMI funktioniert für die gesamte Bevölkerung – wenn es um den einzelnen geht, muss die Muskel- und Fettmasse gemessen werden.
    Das leuchtet ein, wenn man einen kräftigen, trainierten Athleten neben einen gleichgrossen und gleichschweren unfitten Typen stellt: gleicher, wahrscheinlich zu hoher BMI.
    Leider ist der BMI wie vieles: einfach zu verkaufen aber völliger Blödsinn wenn falsch angewendet!

  • Werner Haas sagt:

    Ich meine es kommt immer auf die Veranlagung an (Gene). Ein Kollege von mir 70 jährig hat sein Leben lang ausdauernd Sport betrieben (Klettern, Radfahren Joggen). Jetzt hat er Probleme sich zu bewegen da er in den Gelenken Rheuma hat. Man sollte nicht auf diese Wissenschaftler hören, egal ob sie jetzt das eine oder andere erzählen. Dass Leben geniessen, denn irgendwann ist für alle Schluss.

  • Moby Dick sagt:

    Diese Abwehrreaktion betrefffs BMI bringt doch nichts; es braucht einfach ein objektives Mass. Dann nehmen Sie doch das ästhetische Mass: im Grunde genommen sieht jeder wann er „zu dick“ ist. Dies sollte man angehen und man fühlt sich, wenn man ehrlich ist mit sich selber, wohler und ist gesünder. Ein Mensch, der das Leben wirklich geniesst, hat doch kein Uebergewicht. Zum Genuss gehören doch nebst Essen und Trinken auch Bewegung, Sex und Zufriedenheit mit sich selber.

    • Moby Duenn sagt:

      Gott sei Dank sind sie im aesthetischen Mass absolut top. Aussen und innen, nicht????

  • Werner sagt:

    Der Body Mass Index wird auch Bullshit Mass Index genannt.

  • Thomas Bieber sagt:

    Ein Auto braucht hat einen 30-Liter-Tank und braucht fünf Liter Benzin für einhundert Kilometer. Wer 600 Kilometer fahren will, leert also 30 Lliter Benzin in den Tank, um diese Distanz zurückzulegen. Befüllt er den Tank nur mit 20 Litern, schafft er die Strecke nicht. Befüllt er den Tank mit 40 Litern, läuft der Tank über, und es gibt eine Sauerei.

    So ist es auch mit dem Menschen. Man braucht für einen bestîmmten Tagesablauf zum Beispiel 2800 Kalorien. Da ist es nicht zielführend, nur 1900 aufzunehmen, und es ist unsinnig, 3500 aufzunehmen.

    Jetzt ist das geklärt und man kann sich anderen Problemen zuwenden.

  • Nina sagt:

    Viele Sportler mit grosser Muskelmasse haben einen BMI der über 25 liegt und gelten daher als übergewichtig. Aber sie haben mehr Muskeln als Fett und ich denke da liegt der Kern der Sache.
    Ich bin (noch) übergewichtig und habe erst angefangen zu laufen. Bin noch langsam aber kann immerhin schon 50min am Stück rennen. Bin mir sicher, dass viele schlanke Menschen dies nicht machen könnten.

    Generell gilt schlank = fit und dick = unfit sicher nicht. Jemand mit beträchtlichem Übergewicht wird beim Laufen aber sicher langsamer sein als jemand, der leichter ist.

  • Hans Herbst sagt:

    Halbwahrheiten, sonst nichts…. Dass ein hohes Gewicht Gelenke und Bänder übermässig beansprucht, ist unbestritten. Umgekehrt kann man auch gegen diese Überlast Gelenke durch Training stabilisieren. Nicht zuletzt wären Leistungssportler wie die Klitschko-Brüder, so mancher Zehnkämpfer, Ruderer oder auch kleine, muskulöse Turner aufgrung ihres BMI krank.
    Mir scheint, dieser ganze BMI-Zauber hat mehr mit Mode als mit Gesundheit zu tun. Man schaue sich einfach das Bildness von unserem guten alten Tell einmal an. Mit seinen vielen Muskeln wäre der nach BMI heute auch ein kranker Mann. Der BMI ist wohl mehr Ausdruck einer dekadenten Kultur… und einer Medizinindustrie, die gesunden Menschen gern das Kranksein einredet.

  • Severin Brunner sagt:

    Das übergewichtige fit sind ist eine absolut hanebüchene These. Ich glaube daran, dass man auch übergewichtig sein kann und gesund. Aber sicher nicht fit.

    • Frau Ich sagt:

      Wie schon gesagt, kommt halt immer draufan was man als ‚fit‘ bezeichnet. Klar ist sicher, dass es sehr viele Übergewichtige gibt die viel fitter sind als viele der sogenannten Normalgewichtigen.

      • Daniel Küttel sagt:

        Dem kann ich nur 100% zustimmen. Viele der Menschen die sich heute eigentlich im gesellschaftlich „gesunden“ Körpermass befinden, halten ihr Gewicht nicht mit Sport sondern mit FDH und Hungern. Ich kenne viele Frauen die essen nix zmorgen, am Mittag gibts nen Shake und am Abend was Kleines mit wenig Kohlenhydrate. Wenn ich die dann Frage ob sie mit mir was sportliches machen, dann sind die schon nach 50min Badminton oder 30min Joggen komplett fertig und ausser atem. Daher glaube ich eben schon dass man auch als Übergewicht eben FIT sein kann. Viele Menschen sind heute eben mehr Schein als Sein. ;o)

      • Severin Brunner sagt:

        naja, was heisst das schon. Jemand, der schlank ist, muss nicht automatisch sportlich sein, das ist ja wohl klar. Aber, dass jemand sportlich (=fit) ist, der übergewichtig ist, das glaube ich überhaupt nicht. Er ist vielleicht trainiert, aber sicher nicht fit.

        • Daniel Küttel sagt:

          Um wo liegt denn jetzt bitte wiederum der Unterschied zwischen trainiert und fit sein? *kopf kratz* Also für mich ist trainiert ein Synonym für fit.

          • Severin Brunner sagt:

            fit bedeutet für mich sportlich und gesund. Es kann mir niemand sagen, dass es gesund ist, mit übermässig viel Pfunden intensiven Sport zu treiben …

    • Tom sagt:

      Ich bin 44, 187 cm gross, und 101 kg schwer. Samstags war wieder mal ein 12min-Lauf angesagt (ich trainiere 2x pro Woche): knapp 3100 m gelaufen. Ist doch in Ordnung, oder nicht? Wieviele meter bringen Sie hin? Was heisst „Fit“?

      • Severin Brunner sagt:

        ich meine mit fit richtig fit. Austrainiert.

        • Belga sagt:

          Na ja, fit im Sinne von Gesund ist man mit Übergewicht (hier müsste man aber genau definieren ab wann jemand Übergewicht hat – 5kg zuviel sind sicher nicht schlimm) sicher nicht. Sportlich und trainiert kann man aber schon sein. Ich schleppe >30 kg zusätzlich herum und hänge beim Wandern, Skaten und Radfahren die meisten meiner Freunde (Normalgewichtler) und auch viele die man Unterwegs trifft locker ab. Im Ausdauer Bereich ist da einiges möglich. Schwierig wird es z.B. beim Sprinten oder beim Klettern.
          Aber ich jogge z.B. im Moment nicht, da dies bei meinem Gewicht einfach viel zu stark auf die Gelenke geht. Und wer weiß was sonst noch in meinem Körper alles unter meinem Gewicht leidet das sich erst später bemerkbar machen wird…
          Aber es ist ja auch nicht so das ich dick sein möchte, wie einem das ja so gerne vorgeworfen wird. Ich habe zum Glück in den letzten Monaten auch mal wieder >15 kg abgenommen… Aber es ist ein ewiger Kampf mit sich selbst um Diziplin und ertragen des Hungers… Der viel Zeit und Kraft kostet und einfach in beruflichen Stresssituationen nicht immer gewonnen werden kann.

          • Luise sagt:

            Normal essen heisst nicht hungern. Schwergewicht auf Gemüse, Salat, Obst und Proteine legen, dazu regelmässig Sport und schon purzeln die Kilos.

  • Eddie sagt:

    werden die langfristigen schäden für die gelenke (hüfte, knie, fuss) auch berücksichtigt?

  • Christian Duerig sagt:

    FORSCHUNG
    Sie zeigt, dass Normalgewicht die beste Voraussetzung für Gesundheit ist. Wer sich dieser Tatsache bewusst ist, der schaut darauf, dass er sein Normalgewicht erreicht. Übergewicht ist eine Zivilisationskrankheit. Übergewichtige sollten sich vom Arzt darüber aufklären lassen.

    • Moby Duenn sagt:

      Ich bin Forscherin und muss ihnen leider widersprechen. Uebergewicht ist zu einem grossen Teil in ihrem Genom programmiert. Lernen sie noch etwas ueber die Forschung auf diesem Gebiet bitte.

  • Daniel sagt:

    Also wenn ich da sehe, was man auf einer Begtour manchmal antrifft? Egal ob Männlein oder Weiblein, da frage ich mich manchmal schon wie die diese Tour mit ihrem Gewicht durchhalten können?

    • Ich sagt:

      Tja lieber Daniel, es sind halt nich alle, die Du für Dick anschaust, Weicheier. Ich wäre manchmal auf einer Bergtour auch froh wenn ich nicht so viel Gewicht mitschleppen müsste. Aber bis jetzt bin ich auf jeden ‚Hoger‘ gekommen, auch mit ein paar Kilo Übergewicht. Hauptsache es macht Spass!

  • Christian Borer sagt:

    Ich wiege 76kg, bei einer Grösse von 171cm. Das sind also 6kg Übergewicht. Trotzdem überhole ich bei Wettkämpfen jedemenge spindeldürre Athleten!!

  • yvonne chopard sagt:

    …Bewegung ist wichtig aber nur solange es Spass macht, laufen, wandern, von mir aus biken, aber friedlich und gelassen, denn die verbissenen Gesichtsausdrücke von manchen Hobbysportlern lernen einem beinahe das Fürchten- und da glaub ich kaum, dass der Körper die Schinderei bekömmlich findet. Freude soll man sich machen und nicht um Leistungsbeweise kämpfen.
    Die Lust am Leben wäre ein guter Begleiter!!

    • Luise sagt:

      Das mit den verbissenen Sportlergesichtern ist ein Klischee, das sich offenbar nicht ausrotten lässt. Heisst das, man geht zwar dick, aber mit „glücklichem“ Gesichtsausdruck durchs Leben?

  • Moby Dick sagt:

    Abgesehen davon, dass Dicke mehr schwitzen, Probleme mit Knie- und Hüftgelenken bekommen, Fussprobleme (Plattfüsse usw.) haben und allgemein weniger leistungsfähig sind, gibt es doch nur eine Antwort: bitte abnehmen, weil die Krankenkassen-Kosten mit zunehmendem Uebergewicht der Gesellschaft bald ins Unermessliche steigen.

    • bitta sagt:

      und was bitte definiert dick? hier wird von „übergewicht“ gesprochen, das ist nicht gleich dick. ausserdem haben gerade dünne frauen später vermehrt probleme mit osteoporose, frauen mit etwas speck weniger. es gibt nicht nur schwarz oder weiss..

      • Moby Dick sagt:

        Früher gab es in unserem Schulhaus 1 – 2 üebergewichtige Kinder, nicht pro Klasse, sondern insgesamt. Heute sind es gegen 40 % a l l e rller Schulkinder. Dies ist wohl kaum genetisch bedingt, sondern angegessen, zusammen mit Mangel an Bewegung. Deren Lebensweise entspricht derjenigen ihrer Eltern. Dies meine ich mit „dick“, also alles Selbstverschuldete.

        • Thomas Bieber sagt:

          Kinder sind nicht „schuld“, wenn sie fett sind. Da sind die Erziehungsverpflichteten schuld.

      • Berthold Morte sagt:

        Dick:
        Männer: mehr als 18% Körperfett. Frauen mehr als 21% Körperfett.

        • Kathy sagt:

          @Berthold: das kannst du so nicht pauschalisieren. bei frauen 50+ ist ein körperfettanteil von 21-26% sehr gut, bei frauen unter 20 Jahren wäre er mittel.

      • Luise sagt:

        Mir ist nicht klar, warum man Übergewicht schönredet. Weil es so genannt politisch korrekt ist? Wenn es immer mehr Dicke gibt heisst das nicht, dass das gut ist. Sie können eine gewisse Zeit einigermassen fit sein, aber die gesundheitlichen Probleme durch Übergewicht werden nicht ausbleiben.

  • Alain Burky sagt:

    Selbstverstaendlich – kann man das.
    Aber in einer Welt, die bereits Raucher (=ca. 30% der Erwachsenen) als „krank“ definiert,
    ist das eben „schwerer“ geworden.

    • Thomas Bieber sagt:

      Alain Burky, was sind denn Raucher, wenn nicht krank? Geniesser? Ha! Dann schauen Sie sich mal die Zitterer an, wenn sie ein paar Minuten ohne Tabak ausharren müssen… ;-)

      • Alain Burky sagt:

        Als Sport-Interessierter kennen Sie sicher den Kettenraucher Johan Cruyff ;-)

  • Cornelia Lange sagt:

    Dass übergewichtige Menschen genauso fit sein können, wie schlanke weiss ich aus eigener Erfahrung. Wenn es um Sprinterqualitäten geht, dann verliere ich. Wenn es aber um Zähigkeit und Ausdauer geht, dann kann ich mithalten. Ich fahre Mountainbike und kann 3 Std. ohne Pause berauf fahren – zwar langsam aber immerhin. So mancher Spargeltarzan steigt vorher ab… Im Kraftraum stemme ich 240 kg „locker“ 12 mal – habe so genannte „Mucki-Wunder“ beobachtet und die legen sich max. 180 kg auf. Also, die äussere Hülle sagt nicht allzu viel über die Kraft, Ausdauer oder Beweglichkeit aus und es wäre schön, man würde nicht einfach kategorisch abgewertet werden.

    • Berthold Morte sagt:

      Sie stemmen wahrscheinlich beim normalen Aufstehen schon mehr als die „so genannten Mucki-Wunder“. Dass Sie jedoch 240kg freies Gewicht 12 mal stemmen (welche Übung das auch immer sein soll), glaube ich Ihnen nicht.

      • Daniel Küttel sagt:

        Also da muss ich jetzt auch mal nachfragen. :o) Reden wir hier von Reissen, Stossen oder vom Zweikampf? Für eine Frau sind 240 Kilo echt krass, wobei es jetzt auf ihr eigenes Gewicht ankommt. Respekt. Also hier finden sich die Weltranglisten für die Frauen.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Weltrekorde_im_Gewichtheben

        Dort sieht man eben dass bei den Frauen der Rekord (Schwergewicht) 327 Kilo sind und das im Zweikampf. Im Reissen und Stossen ist 187 bzw 146 KG Schluss.

        Wobei jetzt aber für mich Gewichtheben auch nicht zwingend etwas mit körperlicher Fitness zu tun haben muss. Jetzt kommt es wieder drauf an was sie unter Fit verstehen und ich. :o) Für mich ist jemand rundum Fit wenn er Kraft, Geschicklichkeit und Ausdauer in einer Person vereinen kann.

      • Andy Schmid sagt:

        Ich denke, Frau Lange meint die Beinpresse, da sind die 240 kg „geradeaus“ zu stemmen mit beiden Beinen realistisch.

        • Daniel Küttel sagt:

          Ja allerdings. Hab mich gerade durch die ganzen Übungen durchgedacht und genau auf die bin ich nicht gestossen obwohl ich auch da am meisten Gewicht auflegen kann. *grummel* Danke für den Hinweis.

    • Juan Fernandez sagt:

      Klar doch. Und isch stemme locker 400 kg, aber natürlich einhändig. Und essen tue ich nur Obst und Naturejoghurt.

    • Raul Bärlocher sagt:

      Aufgrund der Wortwahl geht es bei den 12 Wiederholungen mit 240kg wahrscheinlich um die Beinpresse, allenfalls um die Kniebeuge. Stimmts ? Die Leistung entspricht in etwa einem 1RM von nicht ganz 340kg und das ist erstaunlich nahe beim gegewärting Weltrekord für Kniebeuge. Daher denke ich, dass es sich bei der besagten Übung wahrscheinlich um eine Beinpresse handelt und zwar auf einer Maschine, bei der man das eigene Körpergewicht nicht mithebt und bei der die Gewichtsplatten in Pfund angeschrieben sind. Stimmts ?

      Was Frau Lange über die Mucki-Wunder schreibt, die lediglich 180lbs heben, erstaunt mich nicht. Es gibt sehr viele Trainierende, welche in erster Linie die Vorderseite der Oberkörpers und die Arme trainieren und alles andere entweder vernachlässigen oder sogar ganz weglassen. So gibt es dort, wo ich regelmässig hingehe, einen jungen Mann mit so grossen Oberarmen, dass er Mühe hat, seine Hände in die Hosentaschen zu stecken. Seine Beine aber sind dünner als die eines Supermodels, (Na gut, jetzt habe auch ich ein wenig übertrieben).

  • Daniel Küttel sagt:

    Weiss man denn auch wie die beiden „Ja“ und „Nein“ Sager das Wort „körperlich fit“ definieren? Es kann ja sein dass der Professor vom Healthy Lifestyles Research Center ganz andere Eckpunkte betrachtet als die Frau Amy Weinstein. Es war noch gar nicht so lange her, da kam im Fernseh eine Reportagenserie über 3 unterschiedliche Menschen, die sich auf einen Marathon vorbereitet haben. Einerseits ein etwas alterndes Torwart, dann eine junge Frau die kaum Sport getrieben hat und ein Mann der etwas beleibter war aber erstaunlicherweise von allen drei die besten Voraussetzungen mitgebracht hat und auch ärztlich am fitesten attestiert wurde.

    Es ist ein Irrglaube das etwas fülligere Menschen nicht auf fit sein können, genauso wie das steigende Alter eine gute körperliche Fitness ausschliesst. Aber wohl ist es eine Tatsache dass wenn die etwas Übergewichtigen mit jedem Kilo an weniger Gewicht ihre Leistung verbessern können. Doch da besteht für mich nochmals ein Unterschiede: „Leistung“ und „körperliche Fitness“ sind für mich Birnen und Äpfel und sollten nicht zusammen verglichen werden. Ich bin jetzt mal dreist und behaupte: Wer sein Höchstniveau an Leistung im Berufssport erreicht hat lebt körperlich weniger gesund als jene Person die sich einfach aus Spass fit hält und eben auch mal wegen seinem Übergewicht sein eigentliches Höchstniveau erreichen kann.

    Im Endeffekt ist doch nur das Eine wichtig: Hauptsache die Menschen halten sich fit und haben SPASS daran.

  • maurena salzmann sagt:

    Ob man als Frau beim Sport nun abnehmen oder sich einfach bewegen will, so ist die Suche nach Sportklamotten in gewissen Grössen doch ein einziges Trauerspiel. Am schlimmsten ist es bei der Wanderbekleidung, und das obwohl längst nicht nur schlankes und rankes durch die Berge streift….

    • Maja sagt:

      Im Gegenteil viele Wandere sind dick weil sien nur von Restaurant zu Restaurant wandern.

      • maurena salzmann sagt:

        LOL, das geht natürlich gar nicht…und dann lassen sie noch Geld in den Restaurants liegen, tzzz….

    • Genau so ist es, gute Sportbekleidung ab Grösse 44 bekommt man in der Frauensportabteilung leider selten bis nie, deshalb schaut sich Frau bei den Männern um.

      • jennifer smith sagt:

        versuchen sie auch mal für eine Frau mit grosser Oberweite einen passenden sportBH zu kaufen! Sie finden nichts, alles immer nur „Kindergrössen“. Und wenn mal etwas grosses vorhanden ist, sind die einfach nur extremst teuer! (Man kann auch grosse oberweiten haben ohne Fett Übergewichtig zu sein) von Natur aus!

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