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Der Startvorteil Deutschlands

Markus Diem Meier am Montag den 25. Juni 2012

Die Unterzeichnung des «European Recovery Acts» als Teil des Marshall-Plans durch US-Präsident Harry S. Truman im Jahr 1948

Was bringt ein Schuldenerlass für Länder wie Griechenland? Wenig, heisst es vor allem in Deutschland. Dabei war es gerade dieses Land, das einem gigantischen Schuldenerlass unter anderem seinen wirtschaftlichen Wiederaufstieg verdankt.

Ein spannender Beitrag  des an der London School of Economics lehrenden deutschen Wirtschaftshistorikers Albrecht Ritschl macht dies deutlich. Verfasst hat er den Text mit dem Titel «Germany, Greece and the Marshall Plan» als Reaktion auf die Behauptung des Wirtschaftsprofessors Hans-Werner Sinn in der «New York Times», Griechenland habe von Deutschland bereits mehr Unterstützung erfahren, als Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg durch den Marshall-Plan der USA. Die Auseinandersetzung fand statt auf «Free Exchange», einem Blog der Zeitschrift «The Economist».

Hier die Kernpunkte und was das alles für die Eurozone für heute bedeutet:

  • Die Unterstützung durch den Marshallplan – im Sinne des Gesamtpakets – für Deutschland war sehr viel umfassender als das, was Deutschland im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt Griechenlands für dieses Land bisher an Krediten gesprochen hat. Albrecht Ritschl:

Is Sinn right to say that Greece has already received one—or a 115-fold one, as he argues?  The answer (...) is a resounding no. Greece has clearly not received a Marshall Plan, and certainly not 115 of them. Nor has anyone else.

  • Wie aus Ritschls Ausführungen deutlich wird (und von Sinn in seiner Replik auf Ritschl nicht widerlegt werden konnte), bestand der grösste Teil der Unterstützung für Deutschland weniger in den direkt aus den USA empfangenen Krediten, als vielmehr in einem gigantischen Schuldenerlass. Die Marshall-Kredite aus den USA – von denen nicht nur Deutschland profitiert hat – verfolgten vor allem den Zweck, diesen Schuldenerlass für die Franzosen und die Briten erträglich zu machen.

What Mr Sinn is invoking is just the outer shell of the Marshall Plan, the sweetener that was added to make a large political package containing bitter pills more palatable to the public in Paris and London. The financial core of the Marshall Plan was something much, bigger, an enormous sovereign debt relief programme. Its main beneficiary was a state that did not even exist when the Marshall Plan was started, and that was itself a creation of that plan: West Germany.

  • Den Schuldenerlass bewerkstelligten die Amerikaner über zwei Wege: Einerseits dadurch, dass sie durch die Wertfestlegung der neu geschaffenen Deutschen Mark Deutschland mit einem Schlag massiv von Schulden entledigten. Ritschl:

Currency reform in 1948—the U.S. Army put an occupation currency into circulation, and gave it the neutral name of Deutsche Mark, as no emitting authority existed yet—wiped out domestic public debt, the largest part of the 300% of 1938 GDP mentioned above.

  • Zum Zweiten legten die Amerikaner fest, dass Auslandschulden durch die Deutschen erst nach der Begleichung der Marshall-Kredite bedient werden sollten.

Recipients of Marshall Aid were (politely) asked to sign a waiver that made U.S. Marshall Aid a first charge on Germany. No claims against Germany could be brought unless the Germans had fully repaid Marshall Aid. This meant that by 1947, all foreign claims on Germany were blocked, including the 90% of 1938 GDP in wartime clearing debt.

  • Um einen Aussenhandel Deutschland dennoch zu ermöglichen (wer hätte sonst den Deutschen weiter Kredit gegen Einkäufe eingeräumt?), errichteten die Amerikaner eine Zahlungsunion, für die letztlich erneut die Marshall-Plan-Mittel gebürgt haben:

But given that Germany’s debt was blocked, the countries of Europe would not trade with post-war Germany except on a barter basis. Also to mitigate this, Europe was temporarily taken out of the Bretton Woods currency system and put together in a multilateral trade and clearing agreement dubbed the European Payments Union. Trade credit within this clearing system was underwritten by, again, the Marshall Plan.

  • Die Amerikaner sorgten schliesslich dafür, dass die deutschen Schulden der Jahre ab 1933 nicht mehr zurückbezahlt wurden – während auf jene der Jahre zuvor nur geringe Zinssätze festgesetzt wurden:

In 1953, the London Agreement on German Debt perpetuated these arrangements, and thus waterproofed them for the days when Marshall Aid would be repaid and the European Payments Union would be dissolved. German pre-1933 debt was to be repaid at much reduced interest rates, while settlement of post-1933 debts was postponed to a reparations conference to be held after a future German unification. No such conference has been held after the reunification of 1990. The German position is that these debts have ceased to exist.

Wieso lag den Amerikanern soviel daran, Deutschland von seinen Schulden zu befreien? Der Grund war klar die Erfahrung vor dem zweiten Weltkrieg, bzw. die Entwicklung, die zu diesem geführt hat. Ritschl zieht Parallelen zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung von Deutschland damals zu jener  in Griechenland:

But why did the Americans do all this, and why did anyone in Europe consent to it? America’s trauma was German reparations after World War I and the financial mess they created, with the U.S. picking up the bill. Under the Dawes Plan of 1924, Germany’s currency had been put back on gold but Germany went on a borrowing binge. In a nutshell, Germany was like Greece on steroids. To stop this, the Young Plan of 1929 made it riskier to lend to Germany, but the ensuing deflation and recession soon became self-defeating, ending in political chaos and German debt default. A repetition of this the Marshall Planners were determined to avoid. And the U.S. led reconstructions of Germany and Japan have become the classical showcases of successful liberal intervention.

Hier der Versuch einer Zusammenfassung: Der Dawes-Plan der USA aus dem Jahre 1924 hatte zwei Folgen, die das damals noch instabile Deutschland nach dessen Hyperinflation für Anleger scheinbar noch attraktiver machten, als es Griechenland nach dessen Eintritt in die Eurozone auf den Finanzmärkten geworden ist. Erstens wurde die neu eingeführte Reichsmark an Goldreserven gebunden und zweitens wurde mit einem «Transferschutz» dafür gesorgt, dass Deutschland durch seine zu leistenden Reparationszahlungen nicht ernsthaft wirtschaftlich gefährdet werden konnte. Ausserdem erhielt Deutschland im Rahmen dieses Plans auch hohe Kredite aus den USA. Die Folge des Dawes-Plans war wie in Griechenland nach dessen Eintritt in die Eurozone ein gewaltiger Boom der Wirtschaft bei gleichzeitig stark ansteigenden Leistungsbilanzdefiziten und einer damit stark steigenden Aussenverschuldung.

Der Young-Plan von 1929 entspricht etwa der Schubumkehr, die in der Eurozone mit der weltweiten Finanzkrise stattgefunden hat. Er war auch eine Folge der stark steigenden deutschen Aussenverschuldung. Mit ihm wurde der «Transferschutz» abgeschafft. Deutschland verschrieb sich in der Folge einem strikten Deflationskurs, der ins wirtschaftliche und politische Chaos führte. Ritschl:

As far as historical analogies go, what Southern Europe received when included in the euro zone was closer to a Dawes Plan. And just like in Germany in the 1920s, the Southern Europeans responded with a borrowing spree. In 2010 we didn’t serve them a Marshall Plan either, but a deflationary Young Plan instead.

This latter-day Young Plan is not even fully implemented yet. But we see the same debilitating consequences its precursor had around 1930: technocratic governments, loss of democratic legitimacy, the rise of political fringe parties, and no end in sight to the financial and economic crisis engulfing these states, no matter how many additional aid packages are negotiated. Woe if those historical analogies bear out.

Europe should learn from history. But it needs to learn fast. There might be no recovery unless debts are reduced to manageable proportions. That is what ended the Great Depression in Europe in the 1930s, and that is what in all likelihood is needed again.

Eine gewaltiger Schuldenerlass für Länder an der Peripherie der Eurozone als Minimalvoraussetzung einer wirtschaftlichen Genesung? So etwas ist mit Deutschland heute nicht zu haben. Die Ironie der Geschichte ist, dass es Deutschland war, das einer solchen weitsichtigen Entschuldungspolitik durch die Amerikaner verdankt, nach dem Zweiten Weltkrieg nicht in einer Schuldenfalle hängen geblieben zu sein. Zum letzten Mal Albrecht Ritschl:

The Marshall Plan had an outer shell, the European Recovery Programme, and an inner core, the economic reconstruction of Europe on the basis of debt forgiveness to and trade integration with Germany. The effects of its implementation were huge. While Western Europe in the 1950s struggled with debt/GDP ratios close to 200%, the new West German state enjoyed debt/ GDP ratios of less than 20%. This and its forced re-entry into Europe’s markets was Germany’s true benefit from the Marshall Plan, not just the 2-4% pump priming effect of Marshall Aid. As a long term effect, Germany effortlessly embarked on a policy of macroeconomic orthodoxy that it has seen no reason to deviate from ever since.


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Keine Kommentare zu „Der Startvorteil Deutschlands“

  1. Alois Krieger sagt:

    Der Unterschied heute ist aber, dass die Schulden nicht von sinnlosen Kriegen sondern von sinnlosen Staatsausgaben herrühren. Wenn jetzt die Schulden erlasen werden, dann ist das Problem nicht beseitigt. Es muss Druck aufrechterhalten werden, wenn die Südstaaten in der Eurozone bleiben wollen – ausser man will den Süden dauerhaft mit Mitteln aus dem Norden über Wasser halten.

    Der Süden muss konkurrenzfähiger gemacht werden, werden die Schulden erlassen und bleibt es beim Alten, dann wird einfach ganz Europa geschwächt.

    • Barbara Gschwendtner sagt:

      Sie haben den Kern des Problemes angesprochen. Es geht nicht darum, ein zerbombtes in Ruinen befindliches Land wiederaufzubauen, sondern, ein absolut marodes, korruptes, nicht konkurrenzfähiges und ineffizientes Land zu modernisieren. Ohne Druck von aussen ist das absolut ilusorisch, da es sich vornehmlich um ein kulturelles und soziologisches Problem handelt. Man kann den Griechen durchaus die Wahl überlassen, weitermachen wie bisher aber zukünftig in Eigenverantwortung, oder, massive Aufbauhilfe, aber nur unter Abgabe der notwendigen Souveränität (ausmisten: personell und strukturell, funktionierende Strukturen aufbauen durch Länder die über entprechende Systeme verfügen, Kontrolle, Transparenz). Andernfalls kann man die zukünftig gewährten Mittel genausogut ins WC kippen = gleicher Effekt

      • Fred Jung sagt:

        Barbara Gschwendtner, 25.06./12.01 h

        Verehrte Frau Gschwendtner, sie haben absolut recht mit dem was sie da schreiben, jedoch, die allermeisten die sich hier und anderswo artikulieren, wollen der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Die arbeitsamen, sparsamen und tüchtigen werden verunklimpft und dem Schlendrian und der Korruption wird versteckt gehuldigt. Glaube niemand dass die Schweiz ungeschoren davonkommt ! Es könnte für viele ein böses Erwachen geben.
        Mit dem WC haben sie vollkommen recht!!!!!

        • Reto Derungs sagt:

          … und gleich noch einen obendrauf: Hätten Merkel und Co. Gewähr dafür, dass ihre Zahlungen an eine Population mit der den Deutschen eigenen Mentalität ginge, könnte man sie als Investition in die Zukunft verstehen. Aber so, wie man innerhalb der Wendekreise das ganze Jahr ernten kann und Vorratshaltung überflüssig ist, neigen die Menschen, je näher sie den Tropen sind, zu unbekümmertem Hedonismus. Die mediterrane Leichtigkeit des Seins ist uns verständlicherweise nur solange sympathisch, als diese ausserhalb unseres Verantwortungsbereichs abläuft. Es ist ja nicht so, dass der Eine besondere Lust empfindet, wenn er um halb sieben bei Dunkelheit und Graupelschauern in die Mine muss, Werte schöpfen geht für den andern, der sich in seinem Bett noch einmal wohlig dreht, da er immer noch nicht weiss, wo sich seine Amtsstube überhaupt befindet.

      • Bena Habena sagt:

        Ja, theoretisch ist es so wie Sie es schreiben, aber wer Griechenland intimer kennt, weil er dort lebt und “täglich” mit der staatlichen Verwaltung zu tun hat, der weiss, dass auch kein Druck von Aussen dieses durch und durch korrupte , marode, nicht konkurenzfähige Land zu ändern vermag. Griechenland kann sich nur selbst ändern oder es bleibt was es ist… Dass diese veränderung nicht stattfindet, dafür sorgen auch jetzt im Moment wieder die alten Selschaften, die alle Pöstchen bvesetzt halten, selbst wenn sie gerade krankheitsbedingt dispensiert davon sind…. Alle Griechen die selbstverantwortlich tätig sein können – haben resigniert und wandern aus! – Wir in Mitteleuropa – wo Deutsch gesprochen wird – gehen fälschlicherweise immer von uns selber aus – und denken, wenn man da und dort ein wenig schraubt, dann ist das alles in kurzer Zeit wieder Justiert und läuft dann wie geschmiert. Falsch!!!!! Hier, in Griechenland ändert niemand was! Es bleibt alles so wie es ist! Es gibt nur eine Lösung: Schuldenerlass zu 100% und Ausschluss aus der Eurozone. Griechenland ist im grunde genommen ein wie ein Drittweltland in Afrika – nur mit dem Unteschied dass es zur EU gehört! Dass dies wirklich so ist, merkt jeder sofort, der in GR lebt und von der verwaltung abhängig ist!!!

    • Stefan Rüegger sagt:

      Sie wollen Druck aufrecht erhalten. Haben Sie sich auch mal überlegt, auf wem genau Sie diesen Druck aufrecht erhalten wollen? Auf den griechischen RentnerInnen, welche nach einem Leben voller Arbeit (die GriechInnen arbeiten nicht weniger als wir) nun die Rente zusammengestrichen bekommen? Auf den griechischen Arbeitnehmenden, deren Mindestlöhne um bis zu 30% gekürzt wurden (von einem Mindestlohn zu leben ist schon ohne 30%ige Kürzung schwierig)? Oder doch eher der griechischen Jugend, in der jedeR zweite arbeitslos ist (ohne dass die Jugend sich irgend etwas zu Schulden kommen lassen hätte)?

      Natürlich fällt es leicht, von Deutschland oder der Schweiz aus die merkelsche Austeritäts-Politik zu propagieren. Es zeugt aber auch davon, dass Ihnen und Ihren GesinnungsgenossInnen jeglicher Sinn für die Lebensrealitäten der Menschen in Griechenland und anderen durch Ihre Ideologie bedrohten Staaten fehlt. Hier gehts um Menschen, Herr Krieger!

      • Helga Hanson sagt:

        Herr Rüegger, im Prinzip stimme ich Ihnen zu. Sie haben aber eine Lebensrealität vergessen: und das ist die Tatsache, dass viele Griechen, vor allem die reichen, so wenig Steuern als möglich zahlen wollen und ihr unversteuertes Geld lieber im Ausland anlegen, auch in der Schweiz, auch in Deutschland, und somit ihren eigenen Landsleute großen Schaden zufügen. Ohne genügend Steuereinnahmen und Geldeinlagen kann kein Staat bzw. bank funktionieren. Und noch etwas, die andere Realität ist, dass die bereits von Deutschland mit-finanzierten, bzw. mit-garantierten (mindestens 200 Milliarden Euro von Deutschland alleine – was für eine lächerlich kleine Summe, finden Sie nicht auch?) gar nicht beim griechischen Bürger ankommen, sondern gleich bei Banken, vor allem ausländischen, landen. Wie wäre es denn, wenn die Politiker und wir uns mal den internationalen Finanzsektor vornehmen würden. Sie haben nämlich spekuliert, sie haben in 2008 die Welt an den Rand des Ruins geführt, sie haben das Geld verliehen ohne genügend Sicherheiten zu haben usw. usw. Daher finde ich es etwas eigenartig, dass immer nur Deutschland und Frau Merkel kritisiert werden, aber nicht die Banken und Spekulanten. Mir, als deutscher Steuerzahler, geht das so langsam auf die Nerven. Wenn wir solidarisch sein sollen, dann möchte ich gerne, dass es Alle sind.

      • adrian wehrli sagt:

        Ausnahmsweise muss ich Herr Krieger hier recht geben, nur der grauenvolle Schlussstrich hilft hier noch. Dass die Hälfte der Jugend arbeitslos ist, der Renter Ihre Rente schrumpft und der Mensch leidet, ist eine Tatsache, die aber nicht verändert werden kann. Der billige Schnaps (Kredite) sind geflossen und nun ist der Kater hier. Nur ist der Kater mittlerweilen so gross, dass es gefährlich wird aufzuhören weiterzusaufen. Lösung? Keine. Aber je früher es zum Eklat kommt umso kürzer ist der Kater.

        • Stefan Rüegger sagt:

          Der Kater? Ohne Witz, der Kater? Sie meinen: desto weniger Menschen werden bei diesem Himmelfahrtskommande ihren Job verlieren, ihre Zukunft, ja ihr Leben? Denn genau das fordern Sie, nichts anderes: Griechenland soll brennen auf dem Altar der entarteten Finanzmärkte!
          Natürlich braucht es Reformen. Aber wenn die EU so weitermacht, wird es bald nichts mehr zu reformieren geben. Die EU hat Griechenland (und Irland, Portugal, Spanien…) in die Währungsunion aufgenommen. Und in dieser Währungsunion sitzen alle im gleichen Boot. Nun die Schwächsten zu strangulieren oder gleich über Bord zu werfen um selber noch etwas länger mit dem Status quo zu überleben ist doch abartig.

      • Alois Krieger sagt:

        Herr Rüegger: Die Griechen haben es in der Hand, aus der Währungsunion auszutreten. Dann bezahlen die Deutschen auch einen Preis (bei der Rettung von Banken). Aber danach muss Griechenland seine Staatsausgaben aus Steuern bezahlen. Welche Variante schmerzvoller ist, kann ich nicht beurteilen. Aber man kann nicht sagen, dass Deutschland dafür verantwortlich ist.

    • Andres Müller sagt:

      “Der Unterschied heute ist aber, dass die Schulden nicht von sinnlosen Kriegen sondern von sinnlosen Staatsausgaben herrühren”

      Welche sinnlosen Staatsausgaben meinen Sie?

      • Alois Krieger sagt:

        Schauen Sie mal die ARD Dokumentation zu Griechenland. Es wird zwar am Anfang dramatisiert und es werden Bettler am Strassenrand in Athen gezeigt, die es schon vor 10 Jahren gab. Aber später sind Interviews von Leuten, die erklären wie der Staat funktioniert. Ein ehemaliger Segelsportler, der Hafenmeister ist, aber eigentlich einen anderen Job hat. Offenbar ist das normal, er spricht offen darüber. Dann die Zustände im Finanzamt. Beamte, die nur einmal pro Monat auftauchen, um den Gehaltscheck abzuholen.

        Griechenland hätte jetzt 10 Jahre lang billige Kredite bekommen, die effektiv schon von Nordeuropa subventioniert wurden. Anstatt damit sinnvolle Investitionen zu tätigen wurden Verwandte und Günstlinge der Politiker in immer neue Ämter gesteckt. Auch hat Griechenland ein hohes Militärbudget ohne ernsthafte Bedrohung.

  2. Linus Huber sagt:

    Der Vergleich zum Marshall Plan hinkt auf verschiedenen Ebenen.

    1. Es ist nicht zu unterschätzen, dass der Sieger natürlich uneingeschränkte Macht besitzt und dementsprechend die politischen und wirtschaftlichen Strukturen des zukünftigen Deutschen Staates nach ihren Vorstellungen verwirklichen konnten. Durch dieses Vorgehen konnten sich die USA nicht zu beziffernde Vorteile für die kommenden Jahre sichern.

    2. Die Anhäufung hohen Staatsschulden während des Krieg wurden begleitet mit hohen Sparanstrengungen im privaten Bereich. Der Grad an Austerity im persönlichen Bereich hatte schon etwa 15 Jahre lang gedauert und erlaubte es, dass sich in den folgenden Jahren ein Boom auf der Basis von erhöhtem Konsum entwickelte. Die heutige Situation hat jedoch noch keine spartanische Lebensweise erlebt.

    3. Es bestand keine Überproduktion im Konsumentenbereich, wie dies heute weltweit die Situation ist, womit erfolgreiche und profitable Investitionen zur Verfügung standen. Heute besteht eher ein Überhang im Bereiche der Produktionskapazitäten, wodurch z.B. ein solches Programm für Griechenland eher zweifelhaft erscheint.

    4. Der Lebensstandard in Europa nach dem 2. WK lag auf einem sehr tiefen Niveau. Die USA musste sogar Nahrungsmittel notfallmaessig nach Europa senden um ein menschliches Desaster zu vermeiden. Wir leben heute in Europa noch sehr wohl, womit sich die Umsetzung solcher Massnahmen wie der Marschall Plan verfrüht sind.

    5. Wir leben in einer Kreditblase, wie sie kaum je in der Geschichte vorkam, auf jeden Fall nicht nach dem 2. WK. Natürlich hatte man hohe Staatsschulden nach dem Krieg, diese Schulden wurden aber wie erklärt begleitet von sehr spargewohnten Buergern in der westlichen Welt über die vergangen vielleicht 15 Jahre.

    6. Die Demographischen Aspekte und die damit verbundenen massiven Versprechen der Regierungen gegenüber ihren Buergern sind in keiner Weise angesprochen, aber haben einen essentiellen Effekt auf sämtliche Massnahmen.

    Kurz-gefasst: Die Zeit ist noch nicht reif für solche Ideen und die Analyse weist verschiedene Schwächen auf, wobei ich natürlich schon dafür bin, dass Griechenland seine Schulden restrukturiert, jedoch nicht in erster Linie auf dem Rücken der Bevölkerung, sondern vorerst zulasten der Bankaktionaere und Bankbondholder.

  3. peter berger sagt:

    Aus Deutschland wurden nach dem Kriege Billionenwerte an Patenten, Vermögen und Sachwerten (ganze Fabriken abgebaut/weggefahren) entnommen. Der Marschallplan wurde nur aufgelegt weil die UDSSR an der Elbe stand und der Westen einen neuen Krieg fürchtete. Aufgebaut haben Deutschland die Trümmerfrauen, ihre Männer waren gefallen oder in Gefangenschaft. Deutschland zahlt heute noch versteckte Reparationen z.B. für Israel, aktuell 9 U-Boote ohne bezahlung.
    Seit 1981 bekommt Griechenland massiv Fördergelder aus der EU. Deutschland für die heutige Situation von Griechenlad verantwortlich zu machen ist schlicht infam.

    • Ueli der Knecht sagt:

      @Peter Berger
      Der erste Teil Ihrer Analyse geht in Ordnung: Der Marschallplan war sicherlich kein christliches Hilfsprogramm, sondern eine gewaltige Bereicherungsmaschine.
      Der zweite Teil ist aber nur die halbe Wahrheit. Natürlich ist Deutschland nicht ausschliesslich für die heutige Lage in Griechenland verantwortlich – aber die durchgepaukten Austeritätsprogramme (mit D-Land als Zuchtmeister) haben die Situation extrem verschlimmert.

      • Anh Toan sagt:

        “…haben die Situation extrem verschlimmert.”

        Im Vergleich zu was? Für Wen wäre auch noch interessant

        - Einer unkontrollierten Staats- und Bankenpleite und Euro Austritt?
        - Einem unlimitierten Zugang zu Eurobonds?

        Klar wäre mit letzerem die aktuelle Lage der Südländer besser, fraglich ist wie lange!

        Und warum redet niemand mehr von Portugal, Irland, den baltischen Staaten, da, so ist mein Eindruck, soll sich die Lage zumindest stabilisiert haben, trotz oder wegen den Sparmassnahmen?

        • Linus Huber sagt:

          Ich denke nicht, dass sich irgend etwas stabilisiert in einem dieser überschuldeten Länder. Ich denke, die meisten dieser Staaten warten ab, wie es den gegenwärtig im Blickpunkt stehenden Ländern ergeht und werden sobald sich die Gelegenheit bietet, ihre Schulden auch “restrukturieren” (resp. zu einem grossen Teil abschreiben).

          Schrittweise verliert die Bankenlobby in ihrem Versuch, ganze Völker zu versklaven. Jede Wahl wird enger bis es kippt.

          • Anh Toan sagt:

            @Linus Huber: Wenn sich nichts stabilisiert hat, so zumindest die Zinssätze der Staatsanleihen.

            Sie sind Faktenresistent!

          • Linus Huber sagt:

            Sie verwechseln temporäre Erscheinungen mit längerfristigen Entwicklungen.

            Manchmal erwecken Sie in mir das Gefühl, dass es sich bei Ihnen um einen Erbsenzähler der 1. Liga handelt. Aber verharren Sie ruhig auf Ihrem Weltbild, welches weder politische noch soziale Veränderungen auch nur im Ansatz vorauszusehen in der Lage ist..

  4. Eric Schmid sagt:

    wie war das nochmals? Wann haben die Deutschen ihre “Schulden” des 1. Weltkrieges beglichen? Letztes Jahr, vorletztes Jahr? Come on, die Deutschen werden wohl für die nächsten 200 Generationen die “A..löcher” der Welt sein.

    • adrian wehrli sagt:

      … und da machen Sie einen ganz ordentlich Job. Und wenn sie die WM gewinnen, dann kann man *TRuthan zur Balzzeit” auch noch als Attribut nehmen.

  5. Ueli der Knecht sagt:

    Die ersten fünf Kommentare sind an Ignoranz und fehlendem Wissen kaum noch zu toppen. Nichts wird einem erspart:
    Primitiver Rassismus (die faulen Südländer!) geht Hand in Hand mit kleinbürgerlichem Sparfetischismus (als wäre der globale Kapitalismus mit seinen gigantischen Defizitkreisläufen – die speckige Sparkassenfiliale von nebenan!)…
    Vox populi -

    • Anh Toan sagt:

      Ignoranz und fehlendes Wissen gleich auf ein mal, das ist wirklich nicht zu toppen.

      Allenfalls durch die Dummheit der Griechen, statt Tsipras doch wieder Nea Demokratia und Pasok zu wählen?

      Ich werde lieber als faul denn als dumm bezeichnet, anders sehen dies wohl Protestanten, die sind aber nicht prägend in Europas Süden.

      (Ich teile Ihre Kritik an obigen Kommentaren teilweise, nur errinnert Ihre Kritik an den Esel, der den anderen Langohr schimpft.)

    • Fritz sagt:

      muss gestehen, dass ich ihren Kommentar im Vergleich zu den von Ihnen angesprochenen als einzigen mit Ignoranz und fehlendem Wissen sehe. Auch ihr nicht minder primitive Rassismus (der kleinbürgerlichem Sparfetischismus!) zeigt eindrücklich wer hier mit menschenverachtender Sprache gegen Andersdenkende vorgeht und selbige Diffamiert ich finde sie sollten sich schämen und bei den von ihnen in derart niderträchtiger Art angegriffenen Kommentatoren entschuldigen müssen. Mich wundert es, dass die Redaktion solche primitiven Kommentare überhaupt publiziert.

      • Ueli der Knecht sagt:

        @Fritz
        Das Kleinbürgertum ist für sie also eine Rasse. Vielleicht sollten Sie Wikipedia konsultieren…

    • Alois Krieger sagt:

      Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Wo liegt das Fehlwissen? Ist es Rassismus, wenn man Fehlleistungen der südlichen Staaten anprangert? Es gibt viele Griechen, die im Ausland sehr erfolgreich sind. Dass man alle Griechen als faul anschaut, wenn die Beamten dort nichts tun, dann ist das Rassismus? Das ist dasselbe, wie wenn man Leute, die die Siedlungspolitik Israels kritisieren als Antisemiten beschimpft.

  6. peter berger sagt:

    Ueli der Knecht sagt@Da ist sie wieder die Rassismuskeule (inflationär). Fehlendes wissen wird durch die internatonal gleichgeschaltete Presse gfördert. Nein, ich zähle mich nicht zu den Rassisten und bin sogar ein geeintes Europa und den Euro, aber selbst Sie müsssen zugeben dass in Griechenland vieles schief lief und immer noch schief läuft.

  7. Barbara Gschwendtner sagt:

    @ Ueli der Knecht

    Man sollte mit “causa de conocimiento” (= Wissen aus Erlebten) sprechen und nicht einfach darauf los poltern. Ich kenne sowohl die spanische Kultur, da ich dort 10 Jahre gearbeitet und gelebt habe, als auch den mitteleuropäischen Kodex, da ich dort insgesamt 20 Jahre gelebt und gearbeitet habe. Der Druck von dem ich spreche – lesen Sie sich nochmal meinen ersten Kommenatr durch – bezieht sich weder auf Rentner noch Mindestlohnbezieher, sondern auf ein absolut korruptes, ineffizientes und nicht konkurrenzfähiges gesellschaftliches, politisches UND wirtschaftliches System. HIER muss angesetzt werden, ansonsten ist der Effekt gleich NULL, im Gegenteil, sie alimentieren und verlängern ein zum Tode verurteiltes System. Wie das geschehen könnte, habe ich ansatzweise aufgezeigt. Ein Marshallplan für Griechenland – das gilt im übtigen genauso für Spanien – muss mit einer strukturellen Erneuerung beginnen.

  8. Barbara Gschwendtner sagt:

    @ Ueli der Knecht

    Noch ein paar Zahlen zum Reflektieren.

    E – 45 Millionen Einwohner – 17 Autonomien – 450.000 bezahlte Berufspolitiker
    D – 82 Millionen Einwohner – 16 Bundesländer 150.000 bezahlte Berufspolitiker
    GR – 11,5 Millionen Einwohner – 1.000.000 Beamte

    • Cornelis Bockemühl sagt:

      …wobei ich dann mal annehmen würde dass “Beamte” auch die Lehrer, Feuerwehrleute, Strassenkehrer usw. umfasst. Wenn nicht sogar noch die Lokführer und Kondukteure, Offiziere und Piloten…

      Dies mit der Zahl der Berufspolitiker zu vergleichen ist ein mehr als hinkender Vergleich!

      • Barbara Gschwendtner sagt:

        Was hier hinkt ist, dass Sie mit keinem Wort auf meine Argumente eingehen.
        Die Zahl der griechischen Berugfspolitiker können Sie im übrigen bequem im Internet recherchieren, genaus so wie die Anzahl der Beamten in D oder E.

        • Cornelis Bockemühl sagt:

          Ok, man könnte noch manches recherchieren!

          Ich verstehe nur nicht warum Sie im Fall von E und D die Zahl der BERUFSPOLITIKER heranziehen und diese dann mit der Zahl der BEAMTEN in GR vergleichen!

          Denn “Beamte” sind in jedem Land anders definiert: Auch bei uns wurden früher viele Leute “Beamte” genannt die es heute nicht mehr sind. Die aber noch immer da sind und genau dasselbe tun. Und gerade weil GR sich mit strukturellen Reformen schwer tut hat es wohl kaum die Abschaffung des Beamten-Status für viele Berufe nachvollzogen die im Rest von Europa in den letzten Jahrzehnten “Mode” war! Oft ja eh nur eine Umbenennung.

          Kurz: Wenn schon Zahlen, dann auch sinnvolle miteinander vergleichen, nicht Äpfel mit Kälbern! ;-)

      • Anh Toan sagt:

        Ein in Spanien lebender Schwede (hat aber auch spanische Wurzeln), hat auf facebook vorgestern gepostet:

        Allemagna 81.471.834 habitantes 145’000 politicos
        Espagna 46 milliones habitantes 445’568 politicos

        Quelle war Sarcasmo – Ironia eine spanische NGO.

    • Ueli der Knecht sagt:

      @Barbara Gschwendtner

      Noch ein paar weitere Zahlen zum “reflektieren”:

      D – Alleine im Bundesland BaW sind 600`000 Beamte für die KFZ-Steuer zuständig.
      – Fast alle Lehrer in den westlichen Bundesländern D-Lands sind Beamte.
      – Geschätzte Gesammtzahl der Beamten in D-Land: 8 Millionen oder 10 % der Gesammtbevölkerung.

      • Ueli der Knecht sagt:

        @Barbara Gschwendtner

        Noch eine Zahl zum “reflektieren”:
        “Erwerbstätig” in D-Land (dazu gehören auch die paar Millionen Arbeitslose) sind: 40 Millionen Menschen.
        Ergo sind summa sumarum 20% der erwerbstätigen Bevölkerung in D-Land Beamte.

        • Andreas Dombek sagt:

          @Ueli der Knecht

          Entschuldigung, Ueli, ein guter Rechenknecht sind Sie augenscheinlicht wohl leider nicht. Beim Anblick Ihrer Rechenkünste hat mich wegen einer gigantischen Lachattacke fast der Schlag getroffen. Nach der Behandlung meinte der Notarzt, Ihre Texte sollten zwingend folgende Warnung voranstellen: „Dieser humoristische Text gefährdet Ihre mentale Gesundheit“

          Auf die Schnelle hier einige kleine Zahlenwerte zwecks Korrektur Ihrer Zahlenfantasien, bezogen auf das Jahr 2003 betreffend aller im öffentlichen Dienst (Arbeiter, Angestellte und beamte) im Bund, bei den Ländern und Gemeinden sowie direkt und indirekt zu diesen Institutionen gehörenden sonstigen, wie z. B. kulturellen, institutionellen, forschenden sowie in Institutionen der EU, NATO, Streitkräfte uäm. tätigen Mitarbeiter.
          Die Angaben zu der vergleichbaren Betrachtung in der Schweiz haben eine geringere Basis! Soll heißen: In den dt. Zahlen sind mehr Mirarbeiter und größere Bereichen einbezogen!

          In 2003 in CH sind 0,53 Mio., d. h.: 77.730 im ö.t. Bedienstete / 1 Mio. schw. Bewohner.

          In 2003 in Dt. sind 4,81 Mio., d. h.: 58.860 im ö.t. Bedienstete / 1 Mio. dt. Bewohner.

          In 2010 ist in Dt. der Anteil der ö. t. Mitarbeiter in Summa auf 3,11 gesunken!

          In 2010 in Dt. sind 3,11 Mio., d. h.: 38.840 im ö.t. Bedienstete / 1 Mio. dt. Bewohner.

          Fazit:
          Eine Diskussion zu den aussagekräftigen Verhältnis-Zahlen ist sicherlich nicht nötig, da hier eine extrem dünne Eisdecke vorhanden ist. Eventuell sollte man vor dem Begehen der Eisdecke doch besser deren Dicke messen.

          Aber es bleibt wieder die eine für mich unfassbare Frage offen: Wie kommen hier in diesem Blog neben der sog. Experten-Troika auch noch einige Blog-Schreiber zu solch fantastischen Drogen?

          • Ueli der Knecht sagt:

            @Andres Dombek
            Sie sollten doch nicht die “Ehrenbeamten” vergessen! Aber es freut mich, dass Ihnen dass Beamtentum so am Herzen liegt. Mathematik liegt ihnen wohl auch – eine Karriere als Politiker scheint gesichert.

          • Andreas Dombek sagt:

            @Ueli der Knecht

            Ehre und Mathematik im Beamtentum und der Politik? Da müssen wir wohl beide lachen!

            Was mich inzwischen so seltsam dünkt, ist der Verdacht, auch Sie bringen hier das Beamtentum mit den Beschäftigten im öffentlichen Dienst durcheinander. Nicht jeder öffentlich Beschäftigte ist Beamter, aber jeder Beamter ist im öffentlichen Dienst.

            Aber, und hier die Quintessens, in der Schweiz sind somit wesentlich mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig als in Deutschland. Folgende Frage würde ich gerne von Ihnen beantwortet bekommen, wie Sie zu den sagenhaften 600.000 Beamten in Ba-Wü kommen, welche die KFZ-Steuer verwalten sollen. Meiner Schätzung nach dürften es höchstens ca. 15 bis 25.000 sein.

            Meine Vermutung bezüglich der Fehler im Zahlenwerk ist diese, dass bei schneller und unüberlegter Schreibe so manch ein Eidgenosse den Größen-Faktor von ca. 11,4 zwischen D / CH einfach vergisst bzw. sogar bewusst unterschlägt. So wie z. B. auch bei der öffentlichen Verschuldung.
            D mit gigantischen ca. 2,1 Bio €! Untersucht man dagegen den vergleichbaren Stand in der CH so kommt man „nur“ zu ca. 200 Mrd €. Gefühlt ist das natürlich ein viel, sehr viel kleinerer Zahlenwert. Da lacht das Schweizerherz. Untersucht man hingegen die vergleichbare Relation, kommt man zu einem Verhältnis von ca. 185 Mrd. € für D gegenüber von ca. 200 Mrd. € für die CH. Und das auch noch ohne Wiedervereinigung und all den anderen politischen Sondermaßnahmen, Kriegsfolgekosten und Nötigungen sowie subtilen Erpressungsversuchen in finanzieller Hinsicht. Also ist die Pro-Kopf-Verschuldung in D etwas kleiner als in der CH. Und hier lacht wiederum das deutsche Herz, ist aber zugleich doch sehr traurig ob diesen mathematischen Nachweises, den man anstellen muss, um auf Ungereimtheiten bei Schweizernachbarn in deren Diskussionen um deutsche Belange hinweisen muss.
            Tja, den Balken im eigenen Auge kann man oft nicht sehen, jedoch den winzigen Splitter im Auge des Nachbarn.

          • Ueli der Knecht sagt:

            @Andres Dombek
            Sie sind auf dem Holzweg Herr Dombek! Da Frau Gschwendtner in ihrer “die-Griechen-sind-doch-selber-Schuld-Analyse” Äpfel mit Birnen verglich, wollte ich zeigen, dass man sogar einfach mit falschen Zahlen operieren kann – frei nach Lenin: Ich traue nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe.

          • Andreas Dombek sagt:

            @Ueli der Knecht

            Ha, ha. Guter Witz!

  9. Michael Schwarz sagt:

    Das Problem in EU ist das Tempo, welches man am Problem angeht. Der Austritt Griechenlands wird die restlichen EU-Länder finanziell entlasten. Die Verhandlung mit Griechenland neu auf zunehmen, ist verschwendete Zeit, wenn die Griechen die finanzielle Unterstützung aus EU will, müssen sie die Vereinbarung anhalten, wenn nicht, werden die Griechen finazielle Unterstützung verweigert – die Griechen haben ein Disziplinproblem.

    Der Austritt Griechenlands wird die Situation in EU stabilisieren, das Vertrauen des Anlegers wieder zurück gewinnen, was wiederum auf sinkende Verzinsung zu Folgen haben wird. Es ist zur Zeit wichtig, dass die EZB das Anleihkaufprogramme wieder aufnimmt, um die Situation in der EU-Zone zu stabilisieren.

    • Michael Schwarz sagt:

      Die Deutscher haben weder finanzielle Ressouce noch die Möglichkeit alle EU-Länder, die übermass verschuldet sind, zu helfen. Die EU-Politiker müssen endlich zusammenarbeiten, anstatt gegenseitig die Verantwortung zu zuschieben. Nach fast 4 Jahren haben die EU-Politiker immer noch nicht verstanden, wie die EU-Schuldkrise beendet wird.

      Die Zusammenarbeit zwischen den Politikern der EU-Länder hat bis heute nie richtig funktioniert. Die Schuldkrise ist auch eine struktuelle Krise, die nur durch einen Strukturwandel beendet werden kann. Dies verlangt einen engen Zusammenarbeit der EU-Politiker und alle in einer Richtung sich bewegen. Zurzeit ist aber so, dass alle in aller Richtung sich bewegen wollen, das ist der Grund warum die Situation in EU nicht viel verändert hat. In Gegenseit die Situation verschlechtet sich, weil keine Konsens zwischen den EU-Politikern gefunden werden kann.

  10. Thomi Horath sagt:

    Was ist das Problem? Könnte es sein, dass auch die Schweiz einen Schuldenerlass beantragen müsste, würde man ihn den griechischen Banken gewähren?

    • adrian wehrli sagt:

      ?? Was ist das für ein Käse ?? Die Schweiz hat mit Ihren Beteiligungen (swisscom, usw) und direkt/halbdirekt Verflüssigbaren Werten genug Geld um die Schuld aufzuwiegen.

  11. Adolf Adenauer sagt:

    Der Marschallplan wird bezüglich der deutschen Entwicklung völlig überbewertet, was als Teil der amerikanischen Nachkriegspropaganda bis heute nachwirkt.

    1. Die Kredite an D über ca 3.5 Mrd Dollar waren deutlich weniger, als jeweils F und GB bekamen, welche aber im Gegensatz zu D kaum Kriegsschäden hatten.

    2. Die deutschen Verluste durch Landraub, Patentraub, Ressourcenraub, Anlagenraub, etc. beliefen sich auf ein Vielfaches
    davon.

    3. Die Schulden, die man D erliess waren zu Unrecht entstandene und total überhöhte Forderungen aus dem Versailler Vertrag und Kredite für Hitlers Aufrüstung, welche von USA durchaus wohlwollend unterstützt wurde, da man gegen den Stalinismus ein Bollwerk brauchte.

    Darüberhinaus muß gesagt werden, daß man ein zusammengebombtes Industrieland mit Griechenland nicht vergleichen kann.
    Die Hellenen werden seit Anfang der 80er Jahre von der EU unterstützt, ohne bis heute eine leistungsfähige Produktion aufgebaut zu haben.

    • müller sagt:

      Schuldet die Welt Deutschland noch Geld für den 2. Weltkrieg? Ihre Aussagen stimmen mich bedenklich (v.a. Versailler Vertrag).

    • Linus Huber sagt:

      Sie sagen es. Die Idee, dass weitere Unterstützung einen boomenden Industrie-Staat aus Griechenland machen würde, gehoert in den Bereich der Fantasie.

      Dies bedeutet in meinen Augen nicht, dass man nicht einen grossen Teil der Schulden abschreiben muss, da einfach nicht rückzahlbar. Jedoch muss Griechenland (wie der Rest von Europa) langsam lernen einen ausgeglichenen Haushalt zu führen. Dies wird eintreffen, ob mit oder ohne EURO.

  12. Andreas Estermann sagt:

    @Krieger, Gschwendter und alle anderen Verblendeten. Niemand bestreitet, dass Griechenland Probleme hat und dass diese von den Griechen selbst gelöst werden müssen. Niemand weiss das besser als die Griechen selbst, denn diese leiden unter den ineffizienten Strukturen ihres Landes am meisten. Was Griechenland jedoch benötigt ist eine “Starthilfe” und zwar eine Ehrliche. Ein Schuldenerlass wie in Deutschland vor vielen Jahren genossen hat. Der Masse wird eingetrichtert, dass “die Deutschen” für den überbordernden Staatsapparat der Griechen zahlen müssen. Nein. Der deutsche Steuerzahler zahlt für korrupte Unternehmen wie Siemens welche die griechischen Infrastrukturprojekte dank korrupter Politiker wie Samaras Papandreu und wie sie alle heissen zu weit überteuerten Preisen installieren konnten. Und wo mir wirklich die Galle hoch kommt ist wenn ich sehe wie die Europäischen Medien den Griechen Angst machen, damit diese ja nicht jene Partei wählen welche dem ganzen ein Ende setzen könnte! “Die Deutschen” zahlen nicht für die Griechen, sondern für ihre eigenen Banken und ihre eigenen Unternehmen welche nicht auf die Gewinne verzichten wollen welche sie sich durch Korruption erschlichen haben.

  13. Andres Müller sagt:

    Heute ist ein Marshall-Plan kaum mehr möglich, weil es den politischen Exponaten an vielem fehlt was 1948 selbst im US -Militär noch vorhanden war, eine gewisse humanistische Bildung und emptionale Intelligenz.

    Der Zustand in der Politik von heute muss ich als emotionales Abu Ghraib bezeichnen, ein Zustand zunehmender sarrazinischer Verwahrlosung des Kollektivs und zunehmendes Abhandenkommen sozialer Gerechtigkeit. Viel mehr noch, das Wort Sozial wurde von Rechtspolitikern zum Unwort verarbeitet, seit Jahren -aber auch Leute wie Ex Kanzler Schröder sind von sozialen Weg abgekommen. Der Erfolg der geistigen Umnachtung des westlichen Demokratibewusstseins und das Verständnis zum Miteinander haben schliesslich Leute wie Breivik beeinflusst -und das wird nicht das Letze gewesen sein. Die Zeit nach den Wirtschaftszusammenbrüchen Ende der 20er Jahre hat schon einmal ein solches Klima indiziert, wie auch der periodischen Genozid an Juden, wird auch die faschistoide Gedankenpresse nicht zum letzten mal ihren schlechten Atem verbreitet haben.

    • Linus Huber sagt:

      Hi Andres

      Ich stimme Ihnen zu. Wir sind wohl verdammt, erst miteinander zu streiten (hoffentlich nicht allzu kriegerisch) bevor wir uns einigen können auf den Umstand, dass Kooperation vorteilhaft ist.

      Jeder versucht, seinen vermeintlich rechtmäßig erworbenen Anteil des Kuchens für sich zu sichern, wobei nicht erkannt wird, dass der Kuchen viel zu viel Luft (Kreditvolumen) enthält, wodurch nach dem Abschreiben von unrueckzahlbaren Krediten auch die Kreditgeber nominale Einbussen erfahren. In Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten erhöht sich das Potential von Konflikten und eine realistische Zusammenarbeit wird immer schwieriger.

      Wie es heisst in Socionomics:

      Nicht Kriege machen Menschen aggressiv sondern aggressive Menschen machen Krieg.

    • Thomas ernst sagt:

      @Andres

      Der realexistierende Sozialismus Stalins hat mindestens soviele Menschen auf dem Gewissen wie der von Ihnen bemühte Rechtsextremismus. Da ihr Sozialisten aber auf dem linken Auge blind seid, blendet ihr diese Realität systematisch aus. Schade.

      Die Überlegung zur nicht vorhandenen Bildung und dem emotionalen Abu Ghraib sind durchaus scharfsichtig, leider wird’s dann einseitig und polemisch. Nun ja…

  14. müller sagt:

    Mit dem Ende des Krieges waren nicht plötzlich alle entnazifiziert. Im Gegenteil: viele Richter, Äzte, Politiker u.v.m. konnten nahtlos an ihrer Karriere weiterfeilen. Diesem Deutschland hat man Vertrauen geschenkt (was hätte man anders tun sollen?). Hier nun zu sagen, dass es besser ist ein Land, dass Europa in ein Katastrophe sondergleichen geführt hat die Schulden zu erlassen, als den Griechen eine Verschnaufspause zu gönnen, kann ich nicht nachvollziehen. Wie verschieden die Gründe auch sind, die Lösung muss die gleiche sein. Wenn zwei Leute im Rollstuhl sitzen, dann kann es keine Unterschiede geben, ob dies durch eine Krankheit oder einen selbstverschuldeten Unfall geschah. Wenn man in die Zukunft blicken will, dann benötigen beide einen Rollstuhl.

    • Alois Krieger sagt:

      Wenn der eine der beiden aber mit dem Rollstuhl gleich wieder mit 50km/h den Berg hinabfährt, dann lässt man ihn lieber noch eine Weile im Bett liegen!

  15. Heinrich Zwahlen sagt:

    So einen naiven Unsinn habe ich selten gelesen ..als ob die Amerikaner das aus lauter Nächstenliebe für die Deutschen und Europa gemacht hätten: es ging doch vor allem darum den Einfluss der Soviets einzudämmen und das hat man sich mit dem Schuldenerlass erkauft. Dafür war dann Deutschland (und Europa) eine besetzte Zone und es ist heute immer noch Teil der Nato. Reiner strategischer Eigennutz der Amis also..

  16. Andreas Dombek sagt:

    Die wahre Aussage zum Thema hat eigentlich einen extrem problematischen Kern.

    Es wird nahezu nur auf Deutschland als „den“ Empfänger des Marshall-Plans hingewiesen. Da D in der besagten Zeit in 5 Besatzungszonen zerrissen war, an Russland und Polen ca. 40 % seiner Ostgebiete als Okkupationsbeute abgeben musste und dann auch noch nicht einmal als ein völkerrechtliches Subjekt existent war, kann wirklich beim besten Willen kein analoger Vergleich mit dem heutigen Griechenland durchgeführt werden.

    Untersucht man die absoluten und relativen Empfangsleistungen aus dem MP bei einigen Ländern, wird man erstaunt sein. D ist nicht der unterstellte riesengroße und alleinige Nutznießer dieser US-amerikanischen Zahlungen.
    Zum Vergleich: D 100%, A 350(!),GR 350%(!!), J 150%, F 250%, und GB 300%.

    Ein besonders interessantes Detail ist, dass das Land des „ersten Opfers und des großen Widerstandes“, Österreich, relativ mehr Leistungen aus dem MP erhalten hat als z. B. Großbritannien. Auch aus diesem kleinen Hinweis kann man eine andere Zielstrebung der USA erkennen, als es in diesem Artikel suggeriert wird. Die Ökonomisten sollten erkennen, dass es auch noch die Politik gibt.

    Ein delikater Aspekt auch bei Griechenland. Auch dessen Empfangsleistungen sind ca. 350 % größer als die an Deutschland. Diese Aussage soll ja keine Exkulpation der deutschen Gesamtverantwortung sein, aber man muss heutig auch nicht jede Unrichtigkeit kritiklos hinnehmen. Wenn es eine griechische Schwierigkeit oder Unfähigkeit zur Selbsorganisation geben sollte, dann hat diese wenigstens eine lange Tradition.

    Beim Erlassen der Schulden durch die USA an das ehem. Dt. Reich ist der gesamtheitliche Komplex des nicht durchgeführten Friedensvertrages und der folgenden Verzichterklärungen der entsprechenden Länder auf finanzielle Wiedergutmachung durch Deutschland richtig zu deuten. Ohne solch eine Entscheidung hätte man ein neues Europa nicht aufbauen können.

    Hätten die damaligen Länder ihre finanzielle Gier nicht hinten angestellt, hätte es sicherlich heutzutage im Herzen von Europa ein teutonisches Palästina-Gebiet von bis zu 80 Mio. wurzellosen Menschen. Da sei für die Schweiz die andere „Schweiz des Orients, der Libanon“ doch ein mahnendes und trauriges Beispiel. Alles hat seinen Preis, auch der Frieden.

  17. Martin Holzherr sagt:

    Einen Schuldenschnitt braucht es bei mehreren PIIGS-Staaten. Auch wenn die Euorkrise kaum mit dem Nachkriegseuropa verglichen werden kann, eine Gemeinsamkeit gibt es. Es braucht heute – wie dazumals – einen Neuanfang, den Reset.
    Am wahrscheinlichsten ist ein Schuldenschnitt falls der Euro zerfällt, die Länder dann wieder ihren früheren Nationalwährungen einführen und zugleich die Haftung und Kontrolle für ihre Finanzen ab diesem Zeitpunkt übernehmen. Aber auch wenn der Schuldenschnitt von den Gläubigern ohne Währungsreform einigen PIIGS-Ländern gewährt wird, wäre die Auflage wohl, dass die Begünstigten ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Finanzhilfen mehr erhalten.

  18. Michael Schwarz sagt:

    Die Situation in EURO Zone verschlechtet sich zusehend, es besteht die Ansteckungsgefahr auf den EU-Ländern, die finanziell gesund sind. Die Macrodaten aus Deutschland und UK lässt man auf verschlimmste zu vermuten. Die EU-Politiker müssen mit jedem Preis verhindern, dass die Situation in EU sich weiter verschlechtet, die stabilisierte Massnahme rasch einleitet, und die Abgleitung ins Rezession und Insovenz verhindert.

    Die Deutscher und andere EU-Länder, die finanziell gesund sind, müssen jetzt bemühen, das europäische Banksystem zu retten, und die Situation in EU-Zone zu stabilisieren. Die Zeit rennt uns weg, die Massnahmen müssen schnell kommen, ansonst gibt es ein Systemzuammenbruch – wenn das europäische Banksystem in Gefahr ist, ist auch die Integration der EU in Gefahr. Deshalb muss jetzt die EZB das Anleihkaufprogramme wieder aufnehmen und dafür sorgen, dass der Kapitalmarkt sich beruhtigt wird.

    • Michael Schwarz sagt:

      Wie vor über 2 Jahren in diesem Blog kommentiert habe, dass das Gleichgewicht nicht durch expansive Geldpolitik oder psychologische und ökonomische Verhaltensmanipulation erreicht werde. Solche Idologie stammt aus 1930er von Keynes und 60er Friedman der Chicago school. Der Monetarismus der 60er verbergt viele Probleme, die wir erst nach 2008 bewusst werden. Die Geldversorgung der Zentralbank löst die strukturelle Probleme im Wirtschaftssystem nicht, dies wirkt wie eine Schmerzlindende Pille, die Symptom ist zwar kurzfristig verschwunden, aber ohne die Krankheit zu heilen.

      Das schieht auch in EURO-Zone, als die EU-Schuldkrise ausbrach, versuchten die EU-Politiker die Situation schön zu reden, wodurch haben sie die wertvolle Zeit nicht genutzt das strukturelle Problem aktiv zu lösen und eine wichtigen Reforme einzuleiten, kurzzusammengefasst, man muss der Krankheit bekämpft, nicht Symptom zu lindern.

  19. Martin Holzherr sagt:

    Wenn der obige Artikel den Schluss nahe legen will Deutschland sei heute in einer ähnlichen (komfortablen) Situation wie die USA nach dem zweiten Weltkrieg und müsse nun das Richtige für Europa tun und ebenso generös handeln wie dazumal die USA, dann ist der Artikel und damit auch sien Autor auf dem Holzweg.

    Klar wenn da nur Griechenland wäre gäbe es kein unüberwindbares Problem. Doch einige PIIGS-Länder und selbst Frankreich gehen einen Weg, der ihre Volkswirtschaften nicht kompetitiver macht. Francoise Hollande will beispielsweise noch mehr Staat auch in der Wirtschaft. Solche Fehlentscheidungen kann Deutschland nicht ausgleichen, auch wenn es noch so viel guten Willen hat (oder besser gesagt hätte): Alles spricht für den Zerfall der Eurozone. Und der Grund ist der Egoismus der europäischen Nationalstaaten und die fehlende Bereitschaft die Souveränität zugunsten Europas hintanzustellen. Deutschland ist bei weitem nicht der Hauptschuldige. Hollande hat den Konflikt auf den Punkt gebracht als er sagte (nicht wörtlich): Merkel will Eurobonds am Schluss nach Ausformung einer Fiskalsgemeinschaft, ich will sie am Anfang.
    Merkel weiss sehr wohl, dass Frankreich seine Souveränitätsansprüche nicht genügend zurückstecken wird, wenn es nicht dazu gezwungen wird – deshalb die Eurobonds am Schluss.
    Die Aussichten für die Eurozone sind vor diesem Hintergrund mehr als trüb.

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