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Steuerstreit: Warum bricht die Schweiz ein?

Tobias Straumann am Dienstag den 7. Februar 2012
Bereits in den 30er-Jahre war Steuerflucht ein Thema: Zürcher Paradeplatz um 1930.

Bereits in den 30er-Jahren kam die Schweiz wegen unversteuerter Vermögen unter Druck: Zürcher Paradeplatz um 1930. (Bild: Postkarte)

In den 1930er-Jahren kam die Eidgenossenschaft unter Druck wegen unversteuerter Vermögen, die auf den Konten von Schweizer Banken lagen. Was tat sie? Sie verankerte das Bankgeheimnis im ersten eidgenössischen Bankengesetz von 1935. Von nun an war das Weitergeben von bankinternen Informationen strafbar.

Heute ist die Schweiz wieder unter Druck wegen der unversteuerten Vermögen auf Schweizer Bankkonten. Was tut sie? Sie zeigt sich kooperationsbereit und weicht das Bankgeheimnis auf.

Wie ist das unterschiedliche Verhalten zu erklären?

Man wird die Frage erst in ein paar Jahren beantworten können, wenn der Ausgang der Geschichte bekannt ist. Aber erste Überlegungen lassen sich heute schon anstellen. Ich sehe drei grosse Unterschiede zwischen damals und heute:

1. Die Stellung der USA: Die Schweizer Banken waren bereits 1930 wichtig für die grenzüberschreitende Vermögensverwaltung. Der Schweizer Bankier Felix Somary schrieb 1929: «Zürich dürfte wohl als der relativ stärkste Vermögensverwalter des Kontinents anzusprechen sein.» Aber die Kunden stammten fast alle aus den benachbarten Staaten, vor allem aus Deutschland und Frankreich. Die Steuerflucht aus Frankreich war bereits vor dem Ersten Weltkrieg bedeutend gewesen, in den 1920er-Jahren kamen die Vermögen aus Deutschland hinzu. Kriegskosten, politische Unruhen und Hyperinflation (1923) hatten das Vertrauen in den Staat unterhölt.

Die grosse Zunahme der Vermögen und Konten in den 1920er-Jahren zeigt die unten stehende Grafik. Der Erste Weltkrieg gilt deshalb in der schweizerischen Bankengeschichte als Wasserscheide.

Hinzu kam, dass die USA sich damals noch nicht als globale Führungsmacht begriff. Erst mit dem Eintritt in den Zweiten Welkrieg im Dezember 1941 begann das «amerikanische Zeitalter». Erst jetzt drängten die USA darauf, dass ihre Wertvorstellungen global verankert werden.

2. Die Einigkeit der grossen europäischen Staaten: In der Zwischenkriegszeit waren Deutschland und Frankreich, die am stärksten auf die Rückerstattung von unversteuerten Vermögen drängten, in vielen anderen Themen zerstritten. Sie versuchten zwar im Rahmen des Völkerbunds, Druck auszuüben und internationale Regelungen durchzusetzen, aber da die Niederlande und Grossbritannien mit der Schweiz ein Bündnis eingingen, blieben die Versuche chancenlos.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Bemerkung des Schweizer Botschafters in Den Haag. 1924 schrieb er an Aussenminister Motta, dass man in Holland die Aufhebung des Bankgeheimnisses nie tolerieren würde. So etwas sei nicht vereinbar mit dem holländischen Charakter. (Quelle: Christophe Farquet, Le secret bancaire en cause à la Société des Nations (1922-1925), Traverse: Zeitschrift für Geschichte – Revue d’histoire 1 (2009), S. 110.) Heute sind selbst die Holländer auf der Seite Deutschlands und Frankreichs, und die Briten freuen sich über den Niedergang des Finanzplatzes Schweiz.

3. Der politische Stil: Wenn man sich mit der Geschichte der Zwischenkriegszeit beschäftigt, fällt sofort auf, wie entschlossen alle Länder ihre nationalen Interessen in den Vordergrund stellten. Es gab zwar den Völkerbund, aber er war eine relativ schwache Institution. Die USA waren nie Mitglied, die Sowjetunion erst ab 1934, und Deutschland und Frankreich waren wie erwähnt in vielen Fragen (v. a. Kriegsschuldfrage) uneins. In diesem Kontext fiel es selbst kleinen Ländern wie der Schweiz relativ leicht, aussenpolitisch kompromissloser aufzutreten als heute, wo jedes Land durch zahlreiche Verträge eingebunden ist. Gleichzeitig hat die Rücksichtslosigkeit der grossen Staaten gegenüber den kleinen Staaten seit der Finanzkrise markant zugenommen. Wenn es den Grossen schlecht geht, sind sie weniger interessiert an rechtsstaatlichen Verfahren als in guten Zeiten.

Dazu kommt, dass die Menschen damals aus einem anderem Holz geschnitzt waren als heute. Sie hatten den Ersten Weltkrieg durchlitten, machten sich keine Illusionen über die Stabilität in Europa und waren auf schwierige Zeiten vorbereitet. Heute haben wir kaum mehr die Nerven, aussenpolitische Konflikte über eine längere Zeit durchzustehen. Die Generation, die jetzt am Ruder ist, hat keine grösseren Krisen erlebt. Vielleicht wird die aktuelle Krise zu einem «defining moment» für die künftige Politik wie die 1930er-Jahre. Aber auch diese Frage wird man erst in ein paar Jahren beantworten können.


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Keine Kommentare zu „Steuerstreit: Warum bricht die Schweiz ein?“

  1. Hans Herbst sagt:

    Es ist ja gut, wenn einmal jemand ganz sachlich Parallelen und Unterschiede der Situationen in den 30ern und heute herausarbeitet. Dennoch wundere ich mich sehr, dass mit keinem Wort Themen wie Globalisierung und wirtschaftliche Vernetzung der Schweiz angesprochen werden. Auch hatten die Schweizer Banken seinerzeit keine vergleichbaren, auf relativ grosse Geschäftseinheiten abgestützte, Aktivitäten in den USA selbst. Da nützt eine neue mentale Nervernstärke wenig, wir sind heute wirtschaftlich erpressbar. Aber wenn mit “defining moment” gemeint ist, dieser wirtschaftlichen Erpressbarkeit mittelfristig entgegenzuwirken, ist dagegen nichts einzuwenden.

  2. Urs sagt:

    Vereinfacht dargestellt lassen sich beide Seiten verstehen. Die Seite derer die um jeden Preis jegliche Steuern und Abgaben vermeiden wollen und die andere Seite die ein gewisses Verständis für die Steuer- und Abgabesysteme aufbringen kann und halt einfach bezahlt…

    Die einen haben Angst vor einen verschwendersichen Staat mit faulen Beamten. Die anderen denken das sich mit Steuern und Abgaben so manches gemeinsam finanzieren lässt was sonst nur den Vermögenden vorbehalten wäre.

    Von daher sind Progressive Steuern und Abgaben nicht mal das schlechteste. Könnte man noch transparenz, kontrolle und Regelmöglichkeiten einbauen und die MEhrheit sich nicht durch Lobbying hintertreiben lässt würde das alles ganz gut funktionieren.

    Das ganze wurde aber im Sinne der Neoliberalen Vollendung dermassen pervertiert das man sich sogar herabgelassen hat die etwa +40 auch von der OECD legitimierten Steueroasen als systemisch erklärt hat um den Steuer- und Abgabeunwillgen (Schmarotzern) das Leben maximal zu erleichtern…

    Erfolg basiert ebena uch auf einer guten Portion Glücl und nicht wie das imemr heruntergebetet wird einzig und allein auf gutes Unternehmerisches Denken und Handeln. Von aher sind ebenauch progressive Steuern udn Abgaben und die konsequente Verfolgung von Sündern unerlässlich um ein gewisses Ganzes aufbauen und betreiben zu können…

    Wie frech und systematisch sich die Steuerhinterziehung in den vergangen ca. 30 jahren entwickelt hat kann man etwa an den heruntergewirtschafteten Gesellschaften der ehenaligen GUS Länder inkl. Russland erkennen. Die liegen vom Zivilgesellschafltichen Standpunkt her alle am Boden und sind dem globalen Steuer und Standortwettbwerb (der auch dank der Steueroasen erst möglich wird) ausgeliefert und gehen einen mehr oder weniger schnellen Weg in die Armut und Abhängigkeit von global agierenden Investoren…

    Die Armut in Europa breitet sich schnell aus, leider immer noch verdeckt von listigen und heimtückischen Meldungen über Verbesserungen eben dieser Situation… statische ;ärchen halt die permanent heruntergebetet werden um nur ja keine Kritik aufkommen zu lassen…

    Bezahlen dafür tun nach wie vor die anderen (denkt sich der erhabene Mittelständler)… die anderen sind die Minderheit kapitalistisch Geschädigter die in den Medien nicht als Fehleentwicklung des Systems dargestellt werden sondern als Eigenverantwortlich Selbstverschuldete faules arbeitscheues Gesindel dargestellt… Ja man hat das ganze so perfektionert das selbst geschädigte auf das heftigste ihr Selbstverschulden proklamieren und dabei vergessen das es oft nicht mehr darum geht Renditen und Profite zu erwirtschaften sondern diese stetig zu vermehren…

    Es sind eben diese permanenten Ströme von erwirtschaftetem Wohlstand und Profiten die sich in den legitimierten und systemischen Steueroasen gemütlich tummeln und allen anderen halt immer weniger vom ganzen Erfolg lassen… eine bekannte und langjährige Entwicklung die bereits zum einen oder anderen Bankrott ganzer Nationalstaaten geführt hat…

    Schade nur, das sich einzig die USA mit ihrer Macht und einflussmöglichkeiten damti beschäftigen die Steueroasen in anderen Ländern zu eliminieren, die Clienten im eigenen Land aber mit Samthandschuhen anfassen… es waren auch die neoliberal.konservativen Einflüsse aus den USA welche die ganze Steuroasensystematik erst haben aufleben lassen… einhergehend mit dem ganze Shareholdervalue und seinen bösartigkeiten…

    • Anh Toan sagt:

      @Urs: Die Armut in Europa breitet sich schnell aus, leider immer noch verdeckt von listigen und heimtückischen Meldungen über Verbesserungen eben dieser Situation… statische ;ärchen halt die permanent heruntergebetet werden um nur ja keine Kritik aufkommen zu lassen…

      Eigentlich mag ich Ihren Kommentar, den zitierten Teil aber nicht: Einfach zu behaupten, die Statistiken, welche das Gegenteil dessen belegen, seien Märchen und damit logischerweise das Gegenteil der Fall, ist mir zu trivial.

      Gehen Sie in die Details, werden sie festellen, dass Zu- oder Abnahme von Armut in erster Linie eine Frage von Armutsdefinition ist. Versucht man eine absolute Definition (Zugang zu Nahrung, Unterkunft, Basismedizin) und überprüft dies anhand harter, in den meisten Ländern nur schwer zu fälschender Armutszahlen (Lebenserwartung, Körpergrösse und Gewicht, Kindersterblichkeit) gibts in Europa kaum Armut. Auch in den USA bedeuten Lebensmittelmarken eben gerade Zugang zu Nahrung, wer Lebensmittelmarken erhält, ist nicht absolut arm. Relative Armut sehe ich, diese ist aber meines Erachtens konstant, solange die Kriterien nicht verändert werden: Relative Armut lässt sich nur definieren als weniger haben als x Prozent der Bevölkerung. Solange x nicht verändert wird, bleibt die relative Armut konstant. (Occupy versucht im Kern, 99% als relativ arm, im Vergleich zu den 1% “Normalreichen” darzustellen)

      Gelingt es Ihnen, oder sonst jemandem, hier schlüssige Argumente zu liefern (Zunahme absoluter Armut in Europa, oder Erläuterungen zu meinem allenfalls mangelhafter Mathekenntnissen in Sachen “relativ”, bringt eine leichte Veränderung der Kriterien, wie Definition relativer Armut im Verhältnis zu 99%, also Streichung des reichsten 1% aus der Berechnung ein wesentlich anderes Bild ), müsste ich einige meiner Positionen überdenken. Ich sehe in Europa einen auf hohem Niveau nur noch langsam wachsenden, vielleicht gar stagnierenden Wohlstand, während der Wohlstand in Schwellenländern von tiefem Niveau deutlich schneller wächst. Da ich kein legitimes Vorrecht der westlichen Welt auf Wohlstand sehe, erscheint mir die Entwicklung richtig.

      In Vietnam krepieren noch immer junge Erwachsene, weil die zur Behandlung notwendigen 500USD nicht aufbringbar sind. Mangels Erwerbstätigkeit des verstorbenen Vaters, fehlt das Geld für die Schulbildung der Kinder, was deren Chancen, aus der Armut zu gelangen, nahezu auf Null schwinden lässt. Da muss ich heulen

      In Europa wird von Armut geredet, weil nicht alle Eltern ihren Kindern ein I-Phone kaufen können, weil nicht jeder sich ein Schleudertrauma, ein Burn Out Syndrom, oder zumindest ein Depressiönchen wegen Mobbing nehmen kann, weil physisch Geforderte nicht das neueste Rollstuhlmodell für den Preis eines Kleinwagens erhalten auf Staatskosten erhalten, weil man einer drogenabhängigen Sozialhilfeempfängerin sagt, ihre Wohnung im Zentrum Zürich sei zu teuer, sie könne auch in Schlieren wohnen. Da muss ich nur nicht Kotzen, weil ich weiss, dass die meisten Europäer mangels Anschauung schlichtwegs keine Vorstellung mehr haben können, was tatsächlich Armut ist. Denn sie wissen nicht, warüber sie labern.

      • Anh Toan sagt:

        Ergänzung weil gerade im Newsticker: Rekordzulassungen Neuwagen in der Schweiz: Wir sind so arm! Es geht uns immer schlechter! Dies ist auf die 1% Reichen zurückzuführen, welche nichts anderes tun, als wöchentlich einen Neuwagen zu kaufen!

        • Rudolf Mühlemann sagt:

          Beeindruckend, was Sie geschrieben haben, Anh Toan. Es ist deshalb beeindruckend, weil es vom ersten bis zum letzten Buchstaben der Wirklichkeit entspricht. Ohne auch nur eine Spur von Arroganz anklingen zu lassen, muss gesagt werden, dass die in Zentral- und Nordeuropa lebenden Bürger, die in bestimmten Forderungs-Bereichen zu “Wutbürgern” mutiert sind, (meines Wissens eines Wortschöpfung des SPIEGELS), nicht wissen, was sie tun. Diese Spezies ist auch deshalb äusserst schädlich, weil Frustration zwangsläufig zu Destrukivität führt. Die Begriffe “Armut” und “Gerechtigkeit” sind in unseren Breitengraden im Sinne der Begrifflichkeit ein “Nonvaleur”.

        • Regula sagt:

          @ Anh Toan lol !! Danke fuer den reality check. Der Schweize weiss wirklich nicht, was arm ist. Arbeite seit drei Jahren Im Golf. Die Inder sind die clerks, die Bangladeshis duerfen nur als Gaertner angeheuert werden. Und trotzdem bekomme ich vom Tankstellenwart ein Laecheln, sehe ich die Maenner lachen, und am Ende des Monats ueverweisen sie einen guten Teil Ihres Geldes (sfr 150 pro Monat !!) nach Hause an Frau und Kinder, die Sie nur alle zwei Jahre sehen. Give me a break. Armut in der Schweiz? Schweizer haben wirklich allen Realitaetssinn verloren! Wir sollten uns wider einmal in Bescheidenheit ueben.

      • Urs sagt:

        Hr. Toan,

        das mit den Armen hier… und dort. Ich finde Sie vermsichen da stets die Richen und Armen in den verschiedenen Regionen und sielen deren Ansprüche und Rechte gegeneinander aus indem Sie der einen Gruppe stets ein gewisses Recht absprechen ihren Standard halten zu wollen ohen dabei zu beürcksichtigen das es viele menschen gibt die eigentlich Teilen wollen… es aber eben nicht können.

        Da wird gerne mal empfohlen einfach Produkte aus gewissen Ländern, Branchen oder Unternhemen nicht mehr zu kaufen. Damit wird ein Konsumboykott werwechselt bzw. Missbraucht mit dessen Unverbindlichkeit (nichts anderes ist ein Konsumboykott) die verbindichen Systematiken Demokratischer Mitsprachrechte zu ersetzen. Nicht gut… bei nächster sich ergebender gelegenheit entzieht man sich wieder… und macht weiter wie bisher.

        Mich stört etwa auch, das in den Internationalen Handelsverträgen (WTO usw.) keinerlei Soziale Mindeststandards definiert worden sind. Die existieren da schlicht und einfach nicht… erinnert man sich daran mit welcher Dreistigkeit die WTO Verträge und andere Machenschaften (Raubzüge durch Privatisierungen die dort verbdindlich festgeschrieben worden sind) an den Bürgern vorbei ratifiziert worden sind so finde ich, das dem Standardbürger in manchen Fällen zuviel Verantwortung übertragen wird wo dieser niemals eine hatte… nicht mal eine Chance war da vorhanden…

        Die definition der Warenkörbe aus deren Index sich etwa die Inflation, Preissteigerungen und eben auch die Teilhabe am erwirtschafteten Wohlstand u.a. in Form von Lohnerhöhungen ergeben sollten sind dermassen ausgestalltet das die sehr kostenintensiven Aspekte des tägliche Lebens dort nicht enthalten sind. So entsteht Armut die sich in keiner Statistik wieder findet. Die Aussteuerung bzw. verlagerung von Arbeitslosen(statstiken) in prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Arbeit auf Abruf,Sozialämter, Arbeitsprogramme, Weiterbildung etc. sind weitere bündel von Massnahmen um die Welt schöner und netter zu machen als sie in wirklichkeit für viele ist…

        Meiner Meinung nach werden nicht nur die Bürger in Europa sondern eben auch die in Asien über mehrere Tische gezogen und das mit einer solchen Geschwindigkeit das die entstehnde Reibungswärme wohl noch als Nästwärme empfunden werden soll…

        Bankgeheimnis und die Auslegung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung schädigen am Ende mehr Menschen als für unsalle gut ist… wiederum störend für mich, das Verhalten der USA versus den CH Banken bei dem Eindruck nicht loswerde das hier der Dreck vor fremden Türen gewischt werden soll anstatt der eigene…

        Letztens habe ich gelesen.. das, hinter jedem Russischen Spion sitzt ein Amerikanischer Spion… was die Schlussfolgerung zulassen muss, das die Bösewichte nicht immer gleich erkennbar sind und blindes Vertrauen in die Angelegenheiten der Atlantischen Fraktion nicht ohne Vorbehalte angebracht sind…

    • Bruni sagt:

      Das “shareholder Value” muss die höchste Priorität einer Aktiengesellschaft sein. Nicht die Manager Gehälter und Boni also. Heute sind es die Gross- Aktionäre,die gemeinsam mit den Managern am Werk sind und tonangebend. Das müssen wir ändern. Blocher war gerade dran, als er abgewählt wurde. Ich halte das für den Hauptgrund seiner Abwahl. Er wollte nämlich das Wahlrecht der Kollosse einschränken. Die Linke macht zwar mehr Lärm, aber profitiert von seiner Abwahl hat die Rechte, die Managerkaste.

  3. Oliver Schärli sagt:

    Der “defining moment” war der Kollaps der Lehman Bros. Bank am 15.9.2008. Das war der Auftakt zur gewaltigsten Finanzkrise aller Zeiten, der die Staaten nur mittels enormer Staatsausgaben (Bailouts, Konjunkturprogramme usw.) einigermassen Herr werden konnten. Diese Ausgaben waren aber nicht gratis zu haben, sondern um den Preis weiter explodierender Staatsdefizite. Parallel dazu gingen aufgrund der Wirtschaftskrise die Steuereinnahmen zurück. Dass die Staaten nun alles daran setzen, die ihnen zustehenden Steuereinnahmen auch wirklich einzukassieren, ist vor diesem Hintergrund nur allzu verständlich. Und bei allem Patriotismus: Der Unterschied zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist einem vernünftigen und aufgeklärten Menschen nun wirklich nicht mehr stichhaltig zu erklären. Ausserdem hat sich die Schweiz unter dem Diktat einer rückwärtsgewandten SVP in der Welt isoliert und realisiert nun – viel zu spät – dass sich das globale Umfeld in den letzten 20 Jahren in einem Masse verändert hat, wie vielleicht nie zuvor in der Geschichte der Staaten. Und dieser Wandel ist noch lange nicht abgeschlossen. Auch wenn die SVP dieses Bild zeichnet, die Schweiz ist längst keine Insel der Glückseligen mehr. Wir sind den Veränderungen ebenso ausgesetzt wie alle Staaten. Entweder wir passen uns an die neuen Gegebenheiten an oder wir werden dereinst einfach vom Strom der Geschichte weggespült. Es sind schon ganz andere Reiche zugrunde gegangen. Sic transit gloria mundi …

  4. Anh Toan sagt:

    Immer ist die Rede vom Bankgeheimnis, es geht aber eigentlich um die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Verschweigt ein Steuerpflichtiger Vermögens- oder Einkommensteile, gilt dies in der Schweiz nicht als Delikt (kein Strafverfahren, sondern “administrative” Busse). Diese Sicht kommt aus der Erkenntnis, dass das Verschweigen von Steuerfaktoren, wenn auch in geringem Umfang, eine durchaus menschliche Verhaltensweise ist, ein Staat der die Mehrheit seiner Bürger kriminalisiert, ist ein Unrechtsstaat. Beim Steuerbetrug geht es um Hinterziehung mit betrügerischen Mitteln (gefälschte Urkunden, Tarnkonstrukte usw.), dies gilt auch in der Schweiz als strafbares Delikt. In all Ihren Doppelbesteuerungsabkommen hat die Schweiz immer diesen Vorbehalt angebracht, darauf hingewiesen, es gebe keine Rechtshilfe bei Hinterziehung, nur bei begründetem Anfangsverdacht auf Betrug. Bis diese Abkommen gekündigt/geändert sind, verletzen ausländische Staaten diese völkerrechtlich gültigen Vereinbarungen, wenn sie von der Schweiz Auskunft zu Konten verlangen, von denen sie nicht einmal die Inhaber kennen: Es gibt keinen begründeten Anfangsverdacht ohne einen Beschuldigten. Darum wird auch nicht ein Rechtshilfegesuch an die Schweiz gestellt, sondern die Banken mit Strafverfahren übersät. Sie wollen von der Schweiz etwas, dass sie im Inland nicht durchsetzen könnten. (Ähnliches gilt auch für Deutschland, kämen die CDs mit den Daten von deutschen Banken, müsste die deutsche Staatsanwaltschaft aktiv werden, auch Deutschland hat ein Bankgeheimnis).

    Warum werden die USA mit ihren widerrechtlichen, vertragswidrigen Anliegen dennoch ihre Ziele erreichen? Nicht alleine, weil sie die grösste Macht (militärisch und wirtschaftlich) dieser Welt sind, auch nicht nur, weil die Schweiz klein und allein ist, sondern vor allem, weil die Schweiz in dieser Frage selbst gespalten ist: Steuerhinterzieher werden als Schwerstkriminelle bezeichnet, Banker sind “Bankster” Reiche sind Boniabzocker und Steuerbetrüger. Geschickt wird der Eindruck erweckt, den NY und Florida Staatsanwaltschaften, ginge es darum, die Steueransprüche des Staates gegenüber reichen Steuerhinterziehern durchzusetzen. Bleibt dann ein grosser Fall hängen, bei welchem wirklich ein Pflichtiger grosse Vermögensbestandteile versteckt hat, berichtet die Presse logischerweise über diesen spektakulären Fall (Deutschland: Zumwinckel). Nicht berichtet wird über den Fall der in der Schweiz lebenden Witwe eines UNO Beamten, welche in den USA Kapitalgewinnsteuern auf ihre CHF Konti in der Schweiz zahlen soll, weil sie da geboren wurde vor achtzig Jahren, oder des Schweizers der in USA eine Greencard hat, welcher sein BVG Guthaben in der Schweiz belässt und in den USA nicht deklariert. Obwohl der Schweizer in den letzten Jahren vielleicht Verluste auf sein BVG Guthaben erzielte, waren es in USD noch immer Gewinne, und damit Kapitalgewinnsteuerpflicht in den USA. Fälle in der Dimension der letzten zwei (US Witwe in der Schweiz, Schweizer in den USA) dürften die grosse Mehrheit dieser Konten sein, wirklich grosse Steuerbetrüger werden eine winzige Minderheit sein.

    Die USA führen einen Wirtschaftskrieg zur Verteidigung der US Staatsinvestitionen in die US Finanzwirtschaft. Ausländische Banken sollen dazu gebracht werden, keine Beziehungen zu US Bürgern zu unterhalten, “buy amarican!”. Der US Kriegspropagandamaschinerie gelingt es, diesen Krieg gegen ausländische Banken als Krieg gegen böse Steuerhinterzieher darzustellen, genauso wie es Ihnen gelingt, ihr gelingt ihre Kriege um Einfluss in der Welt als Krieg gegen Drogen, Krieg gegen terror darzustellen. Nicht im Sinne eines Masterplans, sondern resultierend aus populistischer Eigendarstellung diverser Exponententen der US Politik, von Staatsanwälten (politisches Sprungbrett in den USA), über Steuerfahnder bis zum Präsidenten, der versucht, mit solchen Aktionen von seiner faktischen Handlungsunfähigkeit abzulenken. Da die bösen Steuerhinterzieher auch in der Schweiz unbeliebt sind, kann kein CH-Politiker dem ernsthaft etwas entgegnen, er würde sich als Verteidiger der „Bankster“, „Boniabzocker“ oder Steuerhinterzieher viel zu vielen Angriffen aussetzen.

    Die Banken haben sich aber selbst zur Zielscheibe solcher Angriffe gemacht. Sie haben die rechtsstaatlich durchaus wünschenswerte Abgrenzung zwischen Steuerhinterziehung und -Betrug ausgenutzt, um aktiv auf Möglichkeiten zu Steuerhinterziehung hinzuweisen. Ihre Werbung war teileise darauf ausgerichtet, nicht die Qualität der Dienstleistung, sondern den Schutz vor dem Fiskus in den Vordergrund zu rücken. Auch dies war legal, sie hätten jedoch erkennen sollen, dass ihre Konkurrenz dem nicht auf Dauer einfach zusieht. Ich bin aber überzeugt, am aktivsten in diese Richtung waren nicht die eigentlichen Schweizer Banken, sondern die schweizer Niederlassungen ausländischer Banken. Diese Niederlassungen werden ausschliesslich geführt, um Ausländer vom Schutz des CH Bankgeheimnis und der CH Doppelbesteuerungsabkommen profitieren zu lassen. Israelische Banken finden sich drei auf der Liste der US Staatsanwaltschaften, dazu die schweizer Niederlassung von HSBC, wir werden sehen, ob tatsächlich auch gegen diese vorgegangen wird. Die schweizer Niederlassungen der US Banken bleiben verschont, die wollen ihre Präsenz in der Schweiz sogar ausbauen, vermutlich liegen aber genau dort die grössten dem US Fiskus nicht deklarierten Vermögen.

  5. Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Die Antwort , dünkt mich, ist die: Unsere PolitikerInnen sind zu jung und zu unerfahren. Sie haben keine wirklich ernsthaften Kämpfe, Kriege oder Krisen miterlebt. Sie haben nicht die Lektionen gelernt, dass Länder nicht Freundschaften pflegen, sondern Interessen. Sie haben die wesentlichen Grundzüge der Politiologie nicht durchbuchstabiert, kaum je etwas über die machiavellischen Mechanismen, über den kalten Krieg, Verrat, die Heuristik des Schreckens gehört- schlicht einfach all das nötige Rüstzeug, um in der Politik, wenn es wirklich brennt, zu bestehen. Spätestens seit dem Fall Göldi hätten eigentlich auch die Hinterletzten im Bundesrat merken müssen, dass die Politik jederzeit alle Versprechen brechen wird, wenn es die Situation erfrodert. Dass nicht geradliniiges Wahrheitsstreben und oder globale Integrität das Herz der Staatenlenkung ausmacht, sondern List, Macht- und Profitdenken. Es gibt keine ehrlichen Staaten. Die USA heucheln und lügen genauso wie China oder Russland. Sie machen es einfach nur besser. Dies alles nicht zu durchschauen, sind schwere Mankos. Das was jetzt auf uns zukommt, erfordert höchste politische Kompetenzen. Es braucht die Haltung eines Staatdieners, der dem Staat und seinen Bürgern dient. Der das Wohl der Andern über das eigene stellt. Der die Wahl zwischen Unrecht und Vorteil – und das damit verbundene seelische Dilemma – täglich durchbuchstabiert hat. Macht wollen sie alle, aber den Preis dafür bezahlen, leider nur die Wenigsten. Die Erfahrung zeigt, dass viele – wenn nicht sogar die meisten – schnell das sinkende Schiff verlassen, wenns brenzlig wird. Ein Phänomen, das man rundum beobachten kann. Leute, das ist ein ungeheuer schwieriger Job! Etwas mehr Ehrfurcht und Andacht bei der Vereidigung wäre daher gut angebracht gewesen. Es geht um viel mehr, als “nur” um das Bankengeheimnis. Da draussen ist ein Wolfsrudel, das nur darauf wartet, unser Land in Stücke zu reissen und auszurauben. Ich bin Pfarrer. Und ich bete regelmässig für unsere Oberen. Sie haben es mehr als nötig.

    • Bob Baumeister sagt:

      Herr Bruno Waldvogel-Frei,

      Brilliant!

      “Ein die Menschen schädigendes Herz soll man nicht haben! Aber ein sich vor den Menschen in acht nehmendes Herz ist unverzichtbar!”
      “Die Wahrheit ist ein so kostbares Gut, dass sie hinter einem riesigen Berg von Lügen versteckt werden muss!”
      In diesem Sinne ist es genau jetzt und heute unverzeihlich so verstaubte Schriften wie LeBon-36Strategeme-Machivelli-Sunzi-u.v.a. mehr einfach zu ignorieren; naiv sich zu sehr auf “Fortuna-Fairness-Gerechtigkeit” zu vertrauen….

    • Keller Oliver sagt:

      Herr Waldvogel, Sie sind mir ja vielleicht ein Kauz! Sie predigen von der Kanzel herab, man merkt gut, dass Sie schon lange nicht mehr unter den Menschen sind. Unser Politiker sind also nicht krisenresistent? Jede Zeit gebiert ihre Menschen, diese passen sich an die Umgebung an. Die Zeiten des kalten Krieges, als niemand eien Jota nachgeben durfte, auch um den Preis unserer Erde nicht, sind vorbei, neue Bedrohungen sind entstanden, die Erde ächzt unter den Habgierigen, auch hier will niemand nachgeben, soviel wie möglich, nicht soviel wie nötig, scheint die Devise zu sein. Ihre Aufgabe indes ist es nicht, die Wolfsrudel zu benennen, Sie scheinen vielmehr mit den Wölfen zu heulen, beteuern aber, für die andern zu beten. Legen Sie ihren Schafspelz ruhig ab und treten Sie mutig ins Wolfsrudel über, gute Biologen haben Sie längst an Ihrer Räude erkannt.

  6. Markus Grimm sagt:

    ..weil wir NAIVE Politiker haben ! diese sind im schweizerischen Konsenssystem (was im INland ja richtig ist) gross geworden. im Ausland (wo heute die totale Konfrontation vorherscht) sind Konsensverhandlungstaktiken (welche dank der CH-Inlandkonsensfindung auch noch leicht durchschaubar sind) komplett fehl am Platz und lassen die Schweiz Mal fuer Mal schlecht aussehen (wir werden regelmaessig erpresst und zahlen einfach!)
    Kurzum, gegenueber dem Ausland braucht es (leider) viel aggressivere Verhandlungstaktiken – sonst werden wir regelrecht ausgeraubt !

  7. Pascal Meister sagt:

    Vermögende Bürger von Kontrollstaaten wie den USA und Deutschland müssen sich fragen, ob sie nicht besser gleich in ein freieres Land umziehen. Denn das Bankkundengeheimnis ab den 30er-Jahren diente vor allem dazu, Menschen mit Vermögen vor ihrem eigenen Staat zu schützen. Es müsste eine Art Recht der Bürger geben, Vermögenswerte allenfalls betragsmässig zu versteuern, aber deren exakten Standort geheim zu halten für harte Zeiten – auch um die Werte vor dem Zugriff ihres eigenen Staats zu schützen, falls sich das Regime oder die Rechtsstaatlichkeit total verändert. Wer als Bürger all sein Vermögen offenlegt, kann (gerade in den USA) in fragwürdigen Gerichtsverfahren mit Schadenersatz usw. alles verlieren.

    • Andreas Dombek sagt:

      @Pascal Meister

      Nun, Ihrer doch recht eigentümlichen Auslegung des Bankgeheimnisses möchte man eine etwas andere Sicht dagegenhalten.

      Das vor ca. 80 Jahren kreierte Bankgeheimnis war eher eine innerschweizerische vorbeugende Maßnahme, damit nicht schweizerische Bankmitarbeiter fremden, hier besonders ausländischen Ermittlern, bankinterne und für diese räuberischen Aktivitäten gefährlichen Informationen zukommen lassen können. Bitte bleiben Sie mit Ihrem Satz am Boden: „….. diente vor allem dazu, Menschen mit Vermögen vor ihrem eigenen Staat zu schützen…..“

      Es kann hier die Erkenntnis gewagt werden: Dieses „Bankgeheimnis“ diente zur Verdunkelung von Finanztransfers vom Ausland in die CH. Nachdem im Ausland damals schweizerische Finanzagenten und sogar Bankdirektoren verhaftet wurden, machte man das schweizerische Bankensyndikat dicht, innländisch rechtssicher und in der Außenwirkung leider bezüglich der Redlichkeit nicht sauber.

      Da sei die Frage erlaubt: Was macht den historischen Unterschied, als wenn die in einem fremden Land eingedrungenen großdeutschen Truppen das Geld dieses Landes entwenden oder etwas „eleganter“ und unblutiger sich helvetische Trickser und Bänkster aus solchen Quellen auch bedienen.

      • Daniel Huber sagt:

        @Andreas Dombek

        … in den Höhen der Hypermoral – Wenn Auschwitz in der Schweiz (hinter den Geranien) liegt. (© Muschg)

        • Andreas Dombek sagt:

          @Daniel Huber

          Das alte Problem mit der höherwertigen Moral beim Ausräubern fremder Finanzkassen: Ist es die der Herrn im feldgrauen Tuch oder die der im feinen Zwirn? (©A.Dombek)

          • Daniel Huber sagt:

            @Andreas Dombek

            Da Sie meinen ersten Kommentar nicht verstanden haben. Hier eine Antwort auf Ihre Frage im Klartext.
            Die Schweiz hat niemanden ausgeräubert. Der historische Unterschied besteht u.a. darin, dass die grossdeutschen Truppen neben dem Geld noch Millionen von Menschenleben “entwendeten” und grosse Teile der Welt in Schutt und Asche gelegt haben.

            “Ist es die der Herrn im feldgrauen Tuch oder die der im feinen Zwirn? (©A.Dombek)”
            Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? (Bertolt Brecht)

          • Andreas Dombek sagt:

            @Daniel Huber

            Herr Huber, auch Sie haben wohl meinen Sinninhalt nicht richtig verstanden. Natürlich hat „die Schweiz“ niemand ausgeraubt. Aber, um dieses direkte und indirekte Problem geht es, schweizerische Personen und gewisse Institutionen haben in anderen Staaten „Raubzüge“ durchgeführt. Man unterstellt doch nicht „der Schweiz“ dieser Aktionen, sondern ist sehr verwundert, dass al zu viele Ihrer Landsleute diese Vorgänge anderer Schweizer leugnen und sich auch noch eine moralische Exkulpation ausstellen.

            Uns beiden ist es doch klar, dass die durch die großdeutsche Verbrecherorganisation um Hitler erfolgten Diebstähle überhaupt nicht mit den derzeit gemeinten Vorgängen vergleichbar sind. Das schwingen einer Nazi-Keule würde auch hier nichts nützen, da es in dem zuvor gemeinten Schreiben um das jetzige schweizerische Problem der unrechtmäßigen fremden Steuergelder geht. Mehr nicht.

            Als Deutscher muss ich mich oft den Verbrechen (!) „meiner“ Vorfahren stellen. Es könnte doch auch ein heilsamer Vorgang in der CH sein, sich den Verfehlungen (!) „seiner jetzigen“ Landsleute zu stellen. Mehr nicht.

            Vor 85 Jahren war die allerlukrativste Entscheidung die Gründung einer Schweizer Bank, jedoch heute ist es das Weißgeldwaschen in diesen. (©A.Dombek)

      • Anh Toan sagt:

        @Andreas Dombek: Die schweizerische Sicht des Bankgeheimnisses und der Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -betrug steht in gültigen Staatsverträgen, sowohl mit den USA als auch Deutschland. Die Informationen welche die USA versuchen, mittels Strafklagen gegen die banken zu erhalten, bzw. sich Deutschland mittels Ankauf widerrechtlich angelegter Datensammlungen erworben hat, könnten mittels Rechtshilfeverfahren in Verfahren gegen die Hinterzieher basierend auf den Doppelbesteurungsabkommen nie erlangt werden. Sie könnten von den Steuerbehörden auch nicht von den lokalen banken verlangt werden (“Blindes Fischen” bei Banken ist, soweit ich weiss, weder den deutschen noch den US Steuerbehörden im Inland erlaubt). Im Ausland werden die Gehilfen angeklagt, ohne Haupttat gibts keine Gehilfenschaft.

        Auf Deutsch gesagt, haben die Deutschen gestohlen und die Amerikaner erpressen die Schweiz, statt die Verträge (Doppelbesteuerungsabkommen) zu künden und neu zu verhandeln.

        Ich ziehe unmoralische Staaten Unrechtsstaaten vor.

        Ob heute andere Kriterien

        • Andreas Dombek sagt:

          @ Anh Toan

          Großer Bruder, ob die Schweiz ein Unrechtsstaat ist, müssen Sie selber wissen.

          Die von Ihnen in klarer Aussage beschriebene Sicht „der Schweiz“ bezüglich der steuerlichen Hinterziehung bzw. des Betruges ist dem Wortlaut nach sicherlich stimmig. Aber diese seltsame innerschweizerische Selbstschutzmaßnahme ist nicht Vertragspunkt mit z. B. Deutschland. Man kann die Sicht des schweizerischen Vertragspartners zur Kenntnis nehmen, aber man wird diese nicht vertragsmäßig erfüllen sollen / müssen, weil es keine solche Punkte gibt.

          Aber, und hier die „unmoralische“ Tat z. B. von Deutschland, welches Ihrer Diktion nach die besagten CD „unrechtmäßig“ erworben hätte. Der Logik, zumindest dem dt. Recht nach, ist es möglich und legitim, sein ihm von Dritten entwendetes Eigentum zurück solcherart zu erweben. So arbeitet bei besonderen Vorgänge die schweizerische Polizei auch. Die Besitzverhältnisse sind dinglich klar, die Entwendung erfolgte im dt. Rechtsgebiet durch teilweise schweizerische Institutionen unter Kenntnis und sogar Duldung schweizerischer Regierungsstellen. Die Hinterfragung, warum ein Nachbarland beim anderen Nachbarland solche Rechtsbrüche toleriert und duldet, würde Aufgrund der notwendigen Klarheit hier in dieser Ebene sicherlich von etlichen Schweizern einen Aufschrei auslösen.
          Zur CD kann man sagen, dass „die Deutschen“ diesen Datenträger, wenn überhaupt, bestenfalls nach schweizerischen Empfinden „gehehlt“ hätten, jedoch „die Schweizer“ jahrzehntelang fremdes Steuergeld in Deutschland und natürlich auch in anderen Ländern „gestohlen“ oder mindestens den auch ihnen bekannten Tatbestand solcher Rechtsbrüche „gefördert, unterstützt, teilweise Hilfsleitungen hierzu angeboten und sogar durchgeführt“ haben.

          Die Situation mit den USA ist eventuell vergleichbar, aber eine Aussage, man hätte nur aus altruistischen Gründen den armen Amis geholfen, ihr Steueraufkommen zu verkleinern, löst sicherlich in der Welt nur noch lautes Gelächter aus.
          Schade, dass etliche Schweizer da Probleme haben. Das hätten sie aber nicht nötig.

          Nur noch vorbeugend: Habe in D und CH sog. „Info-Veranstaltungen“ in dieser Richtung (Umsiedlung in die CH / Steueroptimierung) informationshalber besucht. Habe auch auf dt. Boden, also im dt. Geltungsbereich dt. Gesetze, anhören können, wie zwei Mitarbeiter von schweizerischen Steuerämtern dt. Interessenten Tipps, Hinweise, Adressen und Namen von Schweizern, Bängstern und sonstigen Gesindel gegeben haben, damit, wie die beiden Schweizer sagten „…. Ihr dt. Steueramt (Finanzamt) nichts merkt, dass Ihr Geld dann bei uns sein wird….“. Besonders verwerflich ist hierbei, diese „freundschaftliche“ Sache erfolgte bei einer schweizerischen-deutschen Feier zur gutnachbarschaftlichen Veranstaltung zur Zusammenarbeit und weiteren Vertiefung zwischen den Ländern.

          Salopp könnte man sagen: Wer solche „Freunde“ hat, braucht sich vor seinen Feinden nicht zu fürchten.
          Noch ein tröstlicher Schmankerl für unverbesserliche Schweizer, welche dem Abfluss des eigentlich unredlichen fremden Geldes ins Ausland nachtrauern. Vermutlich mit einer großen Gewissheit werden von den nach Deutschland abgehenden Pauschalversteuerungen dem Schweizer Fiskus dann auch noch (m.E. zu unrecht!) 25 % des Betrages als sog. „Beuteteilung“ verbleiben. In Schweizerzeitungen hat man sicherlich dazu noch kein Wort lesen können. Also eigentlich ein gutes Geschäft, für die CH unabdinglich, für D ein schwacher Trost.
          Für wenig Schweizer Leistung beim Zinsermitteln einen Haufen deutsches Geld. Wetten, dass die Bängster schon an neuen Fluchtstrategien arbeiten……!

          • Hampi sagt:

            Andreas Dombek sagt:
            7. Februar 2012 um 20:25

            Wäre ich Deutscher, würde ich mich bestimmt auch, bei einem gelegentlichen Anflug von nationalem Zusammengehörigkeitsgefühl, über die Schweiz aufregen.

            Aber der Kauf/Handel von gestohlenem Gut ist “Hehlerei”. Und so gar ganz bestimmt, wenn, wie in diesem Fall, der Käufer weiss, dass es gestohlenes Gut ist.

            Das ist nicht schweizerisches Empfinden, das ist die “Deutsche Sprache”.

          • Andreas Dombek sagt:

            @Hampi

            Aber Hampi, bei meiner Betrachtung zum Thema gibt es keine Aufregung über die Schweiz. Eventuell einen kleines Zipfelchen von Enttäuschung bezüglich Lippenbekenntnisse über gewisse Beutezüge im schweizerischen nachbarschaftlichen Umfeld. Mehr nicht.

            Aber Ihre Haltung bezüglich des Kaufes des gestohlenem Gut der besagten CD bereitet vielen anderen Menschen doch Kopfschmerzen. Die Aktion ist nun mal keine „Hehlerei“, sondern eine rechtlich sanktionierte und duldbare Notwehrmaßnahme, um wieder in den bisherigen Besitzstand zu erlangen, welcher vor dem „Diebstahl“ geherrscht hatte. Als Schweizer würde ich mich nicht über das abfließende Geld ärgern, denn es ist auf schändliche Art und Weise in die bestimmten Banken geströmt, sondern darum, die Sache so schnell und unauffällig als möglich zu beenden. Es könnte sehr peinlich werden, wenn zu viele Machenschaften von gewissen Akteuren ans Licht kommen würden. Von Bundesbern, Bankenaufsicht, gewisse Banken und sonstiges Gesindel. Nichts ist hierbei unmöglich. Hampi, Gras drüber wachsen lassen.

            Noch’n Nachtrag: Die „CD als Ding“ ist sicherlich nach schweizerischen und deutschen Recht „gestohlen, aber bei einem Wert von einigen Rappen / Euro-Cent wird keine Staatanwaltschaft ein Verfahren eröffnen, oder kennen Sie ein entsprechendes Verfahren? Der Inhalt jedoch gehört der dt. Steuerverwaltung. Eigenen Besitz kann man nicht „stehlen“, natürlich auch nicht „hehlen“ aber in diesem Sonderfall musste man es halt „zurückkaufen“. Nicht unschwierig diese Cause, aber logisch, rechtlich, menschlich und berechtigt. Amen.

            Vergessen Sie nicht: Die schweizerische Finanzverwaltung wird sicherlich bei der „Beuteteilung“ auch noch einen fetten Batzen von vielleicht 25 % erhalten. Viel Geld für wenig Aufwand. Mit vollem Munde schimpft sich schlecht, denn man kann sich dabei verschlucken. Wenn dieses Trauerspiel in Bundesbern beendet ist, ist Ende gut. Da schweigt man doch besser, oder?
            Da ich die Schweiz liebte und trotz dieser Verfehlung noch weiterhin mag, werde ich meine „deutsche Sprache“ besser im Sack lassen.

          • Hampi sagt:

            Andreas Dombek sagt:
            8. Februar 2012 um 15:00

            Oberflächlich gesehen ist ihre Ansicht völlig verständlich und nachvollziehbar. In Zeiten, wo Menschen, wegen Krisenstimmung und staatlichen Kürzungen, unter Stress stehen, ist es völlig logisch, dass Steuerhinterzieher als Blitzableiter herzuhalten haben.

            Die Vorstellung, dass all unsere Probleme vor allem auf die entganganen Milliarden von Steuerhinterziehern zurückzuführen sind, ist attraktiv („Mob-geeignet“) für eine breite Bevölkerungsschicht.

            Unter der Oberfläche kann man aber klar erkennen, dass der Staat rechtens „Hehlerei“ betreiben darf. Und zwar beim Verfolgen der eigenen Bürger. Was also den Bürger kriminell macht, darf der Staat. Da klingeln bei mir die „Big-Brother“-Alarmglocken.

            Meine Logik:

            Definition Hehlerei bei Wikipedia: „Unter Hehlerei versteht man den Handel mit Sachen, die gestohlen oder unterschlagen wurden und sich nicht im Eigentum der Handelnden befinden.“

            Deutsches Gesetz: „Die Hehlerei ist im deutschen Strafrecht in § 259 StGB geregelt. Auch der Versuch der Hehlerei ist in Deutschland strafbar, § 259“

            Bitte sagen sie mir, wo/wie ich irgendetwas nicht richtig verstanden habe!

          • Andreas Dombek sagt:

            @Hampi

            Zur Ihrer Frage: Es scheint sich m. E. bei Ihnen um eine gewisse Nichtnachvollziehbarkeit zu handeln, bei welcher fremde Steuerpflichtigen unter direkter und indirekter Hilfe durch Schweizer Institutionen unversteuerte Gelder in die Schweiz verbrachten. Die Schweiz schützte sich danach gegen sog. „Angriffe“ durch ein eigentümliches Rechtsempfinden und ein hausgemachtes Sonderrecht, das ansonsten wohl in keinem anderen Land der Welt, außer vergleichbar nur noch einem ehem. Schurkenfürstentum gab.

            Und nun zum springenden Punkt: Wenn man als ein Schweizerbürger dieses fremde Geld augenscheinlich als eigenes Geld betrachtet und sich sogar der eigentlich unter gezieltem Rechtsbruch erfolgten Hinführung in die Schweiz nicht bewusst ist, diese Sache einfach opportunistisch in Kauf nimmt oder einfach die kriminelle Herkunft freudianisch verdrängt, dann kann in solch einer unkritischen Denkweise z. B. die dt. Bestrebung des Geldes „Heim ins Reich“ zu holen, sicherlich schon als Unrecht erscheinen.
            Der Eindruck vieler Europäer ist nun dieser, dass man das tatsächliche fremde Geld in der CH inzwischen als eigenes betrachtet und dort 1.001 Argumente findet, die geschädigten bzw. bestohlenen Staaten bei der Heimholung des Geldes als geldgierig, neidig nach „schweizerischem“ Geld lechzend, feindlich gesinnt oder gar als Unrechtsstaaten diffamiert. Da erschrickt man ob solchen Realitätsverlustes.

            Würde beispielsweise das schweizerische Bundesbernetwa das hier gemeinte fremde Geld z. B. mit einer Klage beim europ. Gerichtshof sichern und behalten wollen, würde es sich wegen des lächerlichen Vorwurfes der sog. „Hehlerei“ gegen den tatsächlichen Besitzer eine blutige Nase holen.
            Beim wirklichen Eigentum gibt es nun mal keine Hehlerei, für den Klagenden jedoch rechtliche Probleme bei der Aneignung, Verhehlung und Behinderung sowie Verweigerung bei der Rückführung der Gelder an die rechtmäßigen Besitzer. Bei solch einem öffentlichen Affentheater würde dann die klagende Schweiz sehr nackt da stehen. 1.001 mal schlimmer als bei dem nachrichtenlosen Vermögen.
            Es würde wie beim Andersen-Märchen mit des Kaisers neuen Kleidern enden: Mit einer äußerst peinlichen politischen Nacktheit. Hampi, tun Sie das der Schweiz nicht an. Hier noch eine Bitte: Schauen Sie in den schlauen Quellen unter der Berücksichtigung von Ursache und Wirkung auch mal bei den Stichwörtern „Betrug, Unterschlagung und Diebstahl“ nach.

            Zum Schluss sei die Frage zum Titel gestattet: Warum bricht die Schweiz ein? Dieser Titel spielt wieder etwas mit einer unterstellten und Heiterkeit verursachenden Opferrolle. Oder hat man in Wirklichkeit doch etwa das rechtlich dünne Eis unter den Sohlen des betreffenden Bänkstergesindels gemeint?

          • Anh Toan sagt:

            @Andres Dombek: An Geld wird durch Vermischung mit anderem Geld Eigentum erworben. Dies ist eine “Erfindung” der Römer, welche nicht nur die CH-Rechtsordnung, sondern die meisten Rechtsordnungen dieser Welt als sinnvoll betrachten: Klaue ich einen Hunderter, habe aber schon einen Hunderter in der Tasche, ist sobald ich den Hunderter in meine Tasche stecke, nicht mehr ersichtlich, welcher geklaut, und welcher meiner war. Somit ist Hehlerei mit Geld weitgehend ausgeschlossen, dass Geld, dass Steuerhinterzieher, Bankräuber oder wer auch immer zur Bank bringen, ist nicht fremdes Geld. Dass gegen diese Personen Forderungen ausstehen (des Staates auf Steuern, bzw. der Bank auf Rückzahlung) ändert daran nichts.

            Aber auch nur mit richtigen Deutschkenntnissen wird klar, dass Steuerhinterziehung kein Diebstahl ist: Ein Dieb nimmt etwas weg: Die Sache war alles vorher beim anderen und nachher beim Dieb. Das Geld, das der Staat nicht für Steuern erhalten hat, war aber immer beim Steuerpflichtigen: Er hat es nicht weggenommen, sondern nicht weggegeben, das ist aber kein Diebstahl.

            Sie sind das beste Beispiel dafür, wie mit geschickter Polemik der Blick des Bürgers auf die wesentlichen Fragestellungen komplett vernebelt wird. An anderen Orten machen Sie schlaue Kommentare, hier bewegen sie sich auf Stammtischniveau (darum mein “Prost!”), daran ändert auch nichts, dass Sie edle Tropfen trinken.

            Noch ein kleines Schmankerl für Sie als Deutscher: Deutschland ist der grösste Hersteller von Luxusautos: Bestimmt wurden viele Porsches, viele Mercedes, viele BMW, viele Volkswagen (meine natürlich Audi, Bentley und co) mit hinterzogenem Steuergeld oder noch schlimmer mit Diktatorengeldern bezahlt. Ein Strafverfahren gegen die deutschen Autohersteller, wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung ist notwendig. Dies gilt natürlich auch für die CH Uhren- und Schmuckindustrie, genauso wie für Luxusherbergen, Gourmettempel etc.

            Wenn derjenige der die Regeln macht, sich nicht an diese hält, wer sollte es dann tun?

          • Andreas Dombek sagt:

            @Anh Toan

            Oh, Großer Bruder. Lassen Sie mich als unterstellter Stammtisch-Bruder fragen, welche Verrenkungen haben Sie wohl machen müssen, um bei Ihrer Schreibe auf das Niveau einer Reisstroh-Matte zu gelangen.

            Die mir angedichtete sog. geschickte Polemik ist doch zuviel der Ehre. In dieser sog. Polemik verwende ich teilweise exemplarisch „kontra-argumentative Beweisführungen anscheinend verzweifelter Schweizer“, die diese sonderliche Finanztransaktion (vulgo „Diebstahl“ und Bruch bestehender dt. Gesetzte) mit eigener moralischen Überlegenheit und moralischer Dekadenz der Returnierung durch die zuvor geschädigte Seite abbürsten.

            Großer Bruder, Sie als studierter Jurist können die hier gemeinte Unrechtmäßigkeit doch nicht mit so einer schwächlichen Argumentation beiseite schieben. Es geht derzeitig doch gar nicht mehr ums Detail, ob fremde Steuerpflichtige ihr unversteuertes Gelb selber oder durch z. B. schweizerische / liechtensteinische Erfüllungsgehilfen und / oder Erfüllungsinstitutionen in die Schweiz / Liechtenstein gebracht haben. Es geht hier um das ganze Problem der verzweifelten Argumentation, der Geschädigte sei doch der wirklich Schuldige am ganzen Dilemma. Glauben Sie, es ist nicht leicht, in diese riesigen Nebelwand wenigstens kleine Licht- und Durchblicke zu ermöglichen. Es geht doch im Innersten darum, nicht eingestehen zu können / wollen, diese Vorgänge als Unrecht zu erkennen. Ich spreche nicht von anerkennen!

            Auch Ihre Replik hat leider, wirklich leider, keine erkennbare Aufklärung in wesentlichen Fragestellungen gebracht.
            Nun, Ihr recht pittoresker Witz mit den hinterzogenen Steuergeldern und den dt. Autos (natürlich ohne Bentley, da britisch!) löst hier eine sehr heftige Reaktion des Zwerchfells aus. Überlegen Sie doch, bei Berücksichtigung solch einer vergleichbaren Argumentation / Witzqualität müssten sicherlich 7 von 10 der Schweizer Banken sofort den Betrieb einstellen. Von den güldenen Armbanduhren auf den Handgelenken sehr vieler Zuhälter, Mörder, Geldschieber und Diktatoren der Welt möchte man da nicht sprechen.
            Man wird in Ihrem Schreiben den Verdacht nicht los, Sie versuchen hier eine gewisse interessante Variante der Haarspalterei wegen der Nichtverantwortung bezüglich dieser Sache („Diebstahl“). Aber es gibt ein Problem: Der Schweizergrind hat offensichtlich keine Haare mehr. Ihre interessanten Beiträge werden ich gerne weiterlesen, auch wenn man sich bei diesem Punkt offensichtlich nicht einig werden wird.

            Nachtrag: Würden Sie in der CH wohnen, würden Sie eventuell als kleinen Trost die besagte Weinflasche seiner liechtensteinischen Durchfälligkeit von mir erhalten, da ich eigentlich kein Alko trinke.

          • Anh Toan sagt:

            “Auch Ihre Replik hat leider, wirklich leider, keine erkennbare Aufklärung in wesentlichen Fragestellungen gebracht”

            Dies war nie meine Absicht, meine Absicht war, darzustellen, dass die Dinge nicht so einfach sind, wie von Ihnen dargestellt:

            Dem durchaus schützenswerten Interesse des Staates an der Vollständigkeit des Steuersubstrates, stehen genauso schützenswerte andere Interessen entgegen. Es geht um die Regeln, welche entwickelt: wurden, um die absolute Macht des Staates zu begrenzen, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte (nicht Demokratie, die definiert wie staatliche Macht entsteht). Ich bin mir bewusst, eine konservative Wertanschauung zu vertreten, meine grösste Angst sind nicht individuelle Bösewichte, die gibts immer, sondern ein willkürlicher Staat. Ich warne vor dem grossen Bruder, der Schutz des Bürgers vor einem willkürlich Staat ist grundlegender Bestandteil unserer Rechtsordnungen. Ohne Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte wäre Demo0kratie nichts anderes als Diktatur der Mehrheit. Die Entwicklung in diese Richtung macht mir mehr Sorgen als Steuerhinterziehung, die gabs schon immer und wird es immer geben. Deren Umfang hängt in erster Linie von der Glaubwürdigkeit des Staates bei den Bürgern, in zweiter Linie von der Höhe der Steuern ab. Gerade die Glaubwürdigkeit des Staates wird durch illegale Methoden bei der Steuereintreibung reduziert, was zu mehr Steuerhinterziehung führt.

            Ich will darauf hinweisen, dass das Thema komplex ist, weder Steuerhinterzieher noch deren Gehilfen verteidigen, ich verteidige meinen persönlichen Anspruch, vom Staat entsprechend den Gesetzen behandelt zu werden. Dieser ist mir persönlich verdammt wichtig, viel wichtiger als die Vollständigkeit des Steuersubstrates.

            Ob eine Reismatte so urteilen würde?

          • Andreas Dombek sagt:

            @ Anh Toan

            Große Reisstroh-Matte, mit Gewissheit kann man sagen, dass Ihre hochwertigen Schreiben mit größter Wahrscheinlichkeit nicht an Stammtischen gelesen werden. Ihr ergebener Stammtisch-Bruder.

            Ihre Besorgnis bezüglich der persönlichen Freiheiten kann / muss man voll zustimmen. Auch Ihre Befürchtungen vor dem sog. „Großen Bruder“ kann auch ich uneingeschränkt unterstützen. Die dt. Vergangenheit im NS-Regime und der DDR-Diktatur ist allgemein bekannt und bestätigt auch richtigerweise so Ihre Sorge. Auch die nicht zu vergessende schweizerische Fichenaffäre lässt einen warnend aufhorchen. Sie sehen, so weit sind wir nicht auseinander, auch wenn ich wohl einen Daumenbreit weiter zur Ihren linken Seite stehe.

            Aber, und wieder dieser nicht leicht zu bändigende sowie springende Punkt: In dem grundsätzlichen Sinninhalt dieses Themas geht es m. E. um eine Steuerhinterziehung mit extrem vielen Facetten, Ebenen, Spielern, Aufzügen, Staffagen, Nebelschwaden, Kleidern, Masken, Musike und riesige Trommeln und Pauken, Stimmen, Sprachen und sonstigen Bühnenzaubern sowie extrem vielen Souffleure und Einflüsterer. Auch gibt es verschiedene Drehbücher zum Spiel und auch noch unendlich viele Regisseure in diesem Affentheater, also ist es eigentlich ein gigantisch- bombastisch-tolles Spiel.

            Einerseits ist dieses Ding ein hochpolitisches Spiel, birgt für die Schweiz noch etliche Ladungen an (sprengstofftechnischen und juristischen) Schadenspotenzialen, anderseits muss man als betroffener Zuschauer und abdererseits gleichzeitig Mitspielender sich Gedanken machen, warum immer wieder geldwerte Requisiten von einem bestimmten Mitspieler von dieser Bühne mit nach Hause in seine Schatulle genommen werden. Um das geht es hier eigentlich. Und da dünkt es mich, tut sich dieser Spieler mit den flinken Fingern doch sichtlich und lesbar etwas schwer, ein Erkennen über solch eines unüblichen Spieles als nicht ganz redliche Handlung zu erlangen. Man bittet doch nur um ein Spiel nach allgemeinen internationalen und gutnachbarschaftlichen Regeln. Dat ises. Mehr nicht.
            Manchmal sollte man doch sich scheinbar komplex gebende Probleme mit einfachen Model- und Strukturansichten untersuchen und gegebenenfalls mit simplen Mitteln lösen.

            Auch sollte ich wohl noch tiefer in das schweizerische Gedankengut über das Steuerproblem eindringen, andererseits möchten bitteschön etliche Schreiber den fast schon obligatorischen schweizerisch-pawlowschen Beißzwang beim Thema fremde Steuergelder ablegen.

          • Anh Toan sagt:

            @Andreas Dombek. Vielen Dank für den Austausch

            Ich denke, Sie sind nicht Linker als ich, Sie sind jünger. Sie haben die Idee, dass es den Mächtigen immer nur darum geht, einen (anderen) Schuldigen zu finden für die Probleme. Ob Jude oder Bankster oder Nigger oder Kommunist oder Asylant oder Steuerhinterzieher. Das Ziel der Mächtigen ist immer das gleiche: mehr Macht!

          • Andreas Dombek sagt:

            @Anh Toan

            Großer Bruder, es war mir eine große Freude mit Ihnen das verbale Florett zu kreuzen. Ansonsten stimme ich Ihrer Aussage uneingeschränkt zu, außer einem eingeschlichenem Fehler.
            Sie wissen doch nicht, ob ich ein kommunistisch-jüdischer, schwarzhäutiger und steuerbetrügender Bankheini bin!

          • Andreas Dombek sagt:

            Noch’n Nachtrag: …..natürlich mit Asylantenstatus…..

        • Anh Toan sagt:

          @Andreas Dombek: Ichj habe nicht gesagt, der Erwerb der Daten CD sein unmoralisch, dies ist schlicht und einfach Unrecht. Unmoralisch mag das Verhalten der Schweiz, bestimmt einzelner Exponenten im Finanzplatz sein, Moral ist jedoch kein relevantes Kriterium zur Beurteilung von Handlungen von Staaten, ganz im Gegensatz zum Recht.

          Und wenn Moralisten die Moral über das Recht setzen, wird der Staat zum Unrechtsstaat. Es ist natürlich viel verdienstvoller, reiche Steuerhinterzieher zu verfolgen, als sowas abstraktes wie den Rechtsstaat zu verteidigen. Es ist viel einfacher, die Verwerflichkeit von Steuerhinterziehern und deren Gehilfen darzulegen, als eines der wichtigsten Merkmale eines nicht absoluten Staates: Die Rechtsstaatlichkeit! Ja, lasst sie uns mit @Eric Cerf (07.02 14.38) auf den Müllhaufen der Geschichte werfen, braucht doch niwemand, kostet bestimmt nur Geld und bringt nichts. Prost!

          • Andreas Dombek sagt:

            @Anh Toan

            Gut, lassmermal die weiter Auseinandersetzung mit der CD und lasst uns mit @Eric Cerf (07.02 14.38) und Ihnen dieses Paradoxon vom Bankgeheimnis und Rechtsstaatlichkeit in einer unheimlichen Verquickung auf den Müllhaufen der Geschichte werfen. Benötigen tut es tatsächlich niemand, kostet es doch nur die Schweiz benötigte europäische Solidarität und Freundschaft. Lasst dies Sach „a schöne Leich“ sein.

            Hab einen guten alten Tropfen seiner liechtensteinisch-fürstlichen Durchfälligkeit, eines wohl (hoffentlich) inzwischen reuigen alten (Steuergeld-) Sünders, beiseite gestellt. Wohl bekommt’s.

  8. L. Schaefer sagt:

    Die Schweiz war schon immer ein Parasit mitten im Fleisch Europas und versucht es weiterhin verzweifelt zu sein – ein elendes Gehabe !

  9. Dumme Menschen machen immer die gleichen Fehler, – intelligente Leute machen genau gleich viel Fehler aber immer neue.

    • Urs sagt:

      Also wenn ich mir die Neoliberale Indoktrination der vergangen 30 Jahre so ansehe und mit welcher verbissenheit auch heute daran festgehalten wird zweifle ich zumindest ein bischen an dieser Aussage… oder verwechsle ich jetzt grade was….
      :-)

      • ArnoNyhm sagt:

        Quatsch
        Es gibt nur schlaue Leute.
        Manche sind vorher schlau andere nachher.
        Z.B. der Herr Hummler der ist jetzt auch ziemlich schlau.

  10. paul-dieter mehrle sagt:

    Sollte es wirklich so schwer zu verstehen sein?!In nahezu allen Staaten dieser Erde ist derjenige kriminell, der seinen Anteil an der Steuerlast zum Schaden der anderen Mitbürger eigenmächtig verkürzt und der damit beiträgt,den sozialen Frieden einer Gesellschaft zu unterminieren und sie zu destabilsieren. Und zwar unabhängig von dieser sophistischen und schönrednerischen Unterscheidung “Steuerbetrug” und “Steuerhinterziehung”.Und wer diesen i, eigentlichen Sinne asozialen Menschen hilft,die Früchte ihrer Schäbigkeit zu verstecken,darf sich doch nicht wundern , wenn man ihn auffordert,diese Früchte wieder dem eigentlich Berechtigten , nämlich den hintergangenen Gemeinwesen, zurückzugeben. Sich dagegen auf “Soluveränität” zu berufen, ist eigentlich eines normal Denkenden unwürdig. Gerade die so argumentieren ,sollten sich die Entstehungsgeschichte des Konstrukts “Art.47″ zu Gemüte führen und dann doch stutzen,wer Initiator und Wegbereiter gewesen ist.-..Übrigens .Wenn die CH glaubt, diese Steuerhinterziehungsfrage u. die damit einhergehende Destabilisierung der betroffenen Staaten lasse die CH unbeschadet, täuscht sie sich. In einer globalisierten Welt wird eine abrutschende Gesellschaft,zumal in einem Nachbarstaat recht rasch auch die CH erfassen u.mitreißen.Da hilft keine Alpenfestung u.keine Souveränität.Und dann leiden letztlich alle , auch die Bürger der Schweiz, die zu ihrem wohl überwältiugenden Teil weitsichtig genug sind,zu begreifen, daß der Weg von 1934- auch wenn er die letzten Jahrzehnte Wohlstand mitgebracht haben mag- letztlich zum Irrweg geworden ist.Et respice finem.

  11. mueller sagt:

    ich empfehle zu diesem globalen thema shaxsons buch “schatzinseln”… wer mischelt wie und wo mit…!
    mfg

  12. Lidija Jametti sagt:

    Die Schweiz zerbricht nicht. Die Schweiz ist schon so gespalten, dass sie nicht mehr zerbrechen kann. Man sehe nur den Fall Hildebrand an. Die SVP riskiert einige eigenartige Manöver um den Mann zu entfernen. Sie riskiert gar die IRS Angriffe auf die CH Banken um in dieser mehr als heikler Situation die EWS aus dem Sattel zu werfen. Sie sind sich einig, das in diesem Fall alle Mittel sind korrekt um an das Ziel zu kommen. EWS ist nicht diplomatisch geschult und sie wissen, dass die Frau den Banken der Schweiz so viel Unangenehmes bereiten wird, dass man sie im nachhinein nicht schon wieder wählen würde.
    Die Herren sind sich so sicher, dass die Amis so viel Geld aus den CH Banken pumpen würden bis es allen im Parlament einleuchtet, dass die Arbeitsplätze in der Schweiz weniger werden und das die Kantone auch noch weniger bekommen und wenn es ganz schief gehen sollte, dann wird die SNB oder der Kanton ZRH eventuel ZKB stützen müssen.
    Aber im Ernst. Die Amis sind drauf und dran so viel Mäuse aus der Schweiz zu pumpen, wieviel sie brauchen wenn die Schweiz bei ihnen die US Kampjets kaufen würden. Aber eben. Herr VBS Chef ist auch ein SVP Mann, der auf diese Idee sicher schon gekommen ist, unternimmt aber nichts. Ich verstehe ihm nicht ganz, wenn er aus dem zur Verfügung stehenden Arsenal der weltweit besten Kampfjets sich für nur auf dem Papier bestehenden Grippen entscheiden will.
    Gibt es denn niemandem mehr in der Schweiz, der klar denken kann? Falls man die Situation mit Syrien mit dem Iran nicht bald eindämmen würde, dann droht der EU eine lange Zeit der Konfrontation, militärischen Konftrontation mit den NATO Kräften in der Region
    Iran, persische Golf und Mittelmeer, zu einem militärischen Engagements praktisch gezwungen zu werden, das durch die US Politk. Um an die Rohstoffe des Irans und Afganistan zu kommen sind den AMI,s alle Mittel heilig. Das falls die Schweiz das noch nicht begriffen hat. Die Schweiz besteht aus den vielen Parteien und dem Stimmbürger. Und wenn das Parlament nichts besseres im Sinn habe als ihre politische Tricksli zu leben, dann kann man sagen, dass es höchste Zeit ist sich im internationalen Umfeld richtig zu positionieren und mit Spielchen treiben endlich aufhören.
    Es ist höchste Zeit sich geeint und einig zu geben auch nach aussen.

  13. Rolf Schumacher sagt:

    In der Zwischenkriegszeit diente die Schweiz als “NEUTRALE” Drehscheibe der internationalen Oolitik und Wirtschaft. Bereits damals gab es die dominierende Schattenweltregierung (JP-Morgan, Bank of America, Federal Reserve, BIS, deutsche Bank, Rothschild-Bank (Bank of England, Standard Oil, Ford etc). Ihre Ideologie, der neoliberale Kapitalismus hatte sich aber noch nicht festgen können. Das Volk träumte den alten Zaren, Kaisern und Königen nach, andere grouppierten sich zum sozialistischen Aufstand. Die obgenannte Schattenweltregierung hatte es also mit den beiden Gespenstern Royalismus und Sozialismus zu tun. Ihr Ziel war es das Volk zu verFUEHREN und im Rückenwind faschistisch-populistischer Führer (Volksverführe nach der Art Blochers) den neoliberalen globalen Weltkapitalismus ein für allemal zu verankern. Man wusste, dass Europa eine harte Nuss war. Die Schweiz war ein neutrales Land mit guter Infrastruktur, zentral gelegen und mit funktionierenden Finanzplätzen. Die Shweiz war Mittel zum Zweck der Weltschatenregierung. Ueber sie (Bank für internationale Zusammenarbeit) konnte JP-Morgan und die Bank of America u.a. Hitler direkt unterstützen. Im Gründungsdirektorium der BIZ sass Hijalmar Schacht, welche auch Präsident der deutschen Bank und gleichzeitig Reichsfinanzminister war (werden sollte). Bereits in den 30 er Jahren war klar, dass man mittels Krieg, angezettelt durch von der Weltfinanzregierung aufgestellte Faschisten (Mussolini, HItler) den Sozialismus und Royalismus ein für alle Mal wegfegen wollte. Da die Schweiz Hauptdrehscheibe für die Kriegsfinanzierung war, konnte es nicht sein, dass wegen der Köchlinaffäre 1932 die Finanzplätze in der Schweiz bedroht würden. Das Bankkundengeheimnis wurde international akezptiert, weil es der Weltfinazregierung auch den nötigen Schutz gab.
    Heut ist die Situation fundamental anders. Die Schweiz ist ein emanzipierter Staat mit funktionierende direkter Demokratie und einen Hand zum Vertreter humanitärer Anliegen. Die Schweiz ist nicht mehr ein Freund, sondern oft auch ein Störfaktor der internationalen Weltschafttenregierung (JP-Morgan-Chase, Bank of America, Royal Bank of Scotland, Unicredit, Santander). Die Schweiz ist dieser Weltschattenregierung eine zu grosse, unberechenbare Konkurrenz geworden. Berechenbar ist eine Regierung nur, wenn sie genug gut infiltriert ist mit eigenen, loyalen Leuten. Zu loyalen Leuten zählen Menschen, welche sich der Weltschattenregierung mit Eigenblut verpflichtet haben. Ob das durch ein Mafiaritual, hoher Freimaurerlogenritual oder Skulls and Bones geschieht ist egal. Der Zweck der Bruderschaft ist immer derselbe. Gegen absolute Verschwiegenheit und Loyalität gibt es Geld im Ueberfluss. Der Preis des Weltregierungsbruders ist, dass man Ethik und Moral (das Gewissen), völlig aufgben muss. M.a. Worten, wenn wir einen vom Volk wählbarern Präsidenten hätten, dann wäre unser Finanzplatz kaum derart unter Beschuss. Denn Ein Volkswahlkampf ist mit Geld manipulierbar. Und ein einzelner Präsident kann schneller im Sinn der internationalen Weltschattenregierung operieren. Tut er es nicht, muss man auch nur eine Person eliminieren.
    Auf dieses Problem habe ich seit der UBS-Fusion hingewiesen, oft und wiederholt. Man hat mich als Verschwörngsspinner bezeichnet, der aus Neid und Hass Blocher-Ospel-Spuhler attackiert. Die Geschehnisse scheinen mir aber recht gegeben zu haben. Denn Ospel war ebenfalls nur ein naivers Mittel zum höheren Zweck. Ospel wuchs seine Verantwortung schnell über den Kopf. Er opferte die Swissair, liess die politische Schweiz in ein 60 Milliardenloch stürzen und wagte es uns mit voller Wucht uns der US-Justiz auszuliefern. Den zweite Naivling, welchen die Weltfiannzrgierung missbrauchte war alt BR Merz. Nur dank ihm konnte das Bankgeheimnis so schnell ausgöhlt werden. Nun war der Weg frei für Blocher (Welfinanzabgeordneter für die Schweiz) mit Grübel die Uebernahme der UBS druch die italienishce Mafia ((Chosa Nostra-USA(Bank of America)) vorzubereiten. Nachdem Sergi Ermotti als Vizepräsidnet der Unicredt fliehen musst (weil diese wegen massiver Geldwäscherei angeklagt wurde) öffnete Logenbruder Grübel die UBS Türen (auf Geheisss von Oben) weit auf. Sergio kam wurde CEO (ohne dass jemand die dubiosen Geschäfte des Ermotti in Russland, Türkei, Rumänien, Bulgarien, Ukraine, Italien etc wirklich geprüft hätte). Das Villiger Feigenblatt musste weichen. Der alte Weltregierungsbruder und ehemalige UBS-Risikomanager Philip Lofts, welcher Naivling Ospel (Köchlin) das 60 Milliardenloch beschert hatte, wurde erneut als Risikomanager der UBS eingesellt.
    Show must go on!!! Bereits unter Grübel, aber erst recht unter Bank of America Ermotti floss Information der Konkurrenz direkt zur US-Finanzaufsicht. Konad Hummler wähnte sich und seine Kunden in Sicherheit, als er damals der Ospel-UBS treue Kunden abnahm. Er fühlte sich derart in falscher Sicherheit, dass er der UBS viel zuviel Imformation anvertraute. Die Wegelin Bank wurde geopfert, der Finanzplatz Schweiz war nachhaltig geschädigt. Profitieren sollen Banken wie Unicredit und Bank of America. Politisch marschierte Blocher seine Attacken auf die schweizer Institutionen im Auftrag der Weltschattenregierung. Endlich schaffte er es Hildebrand wegen einer Lapalie zum Rücktritt zu bewegen. Jener Hildebrand, der den SFR gut verteidigte, die Banken (CH-Wirtschaft) gekonnt durch die Krise führte und im Stab-Fund das Milliarden-UBS Loch füllte. Blocher hat nach der UBS Gründung und deren Uebernahme druch den berechenbaren, naiven Marcel Ospel-Köchlin für die Weltfischattenregierung die erste grosse Hürede genommen. Die zweite war der Rücktritt von Hildebrand.
    Das Ziel. ist wahrscheinlich, dass die Weltschattenregierung den Finanzplatz Schweiz und die Devise sfr kontrollieren will. Mit Sergio Ermotti (Bank of America) auf der einen Seite und Brady Dugan (JP-Morgan) auf der anderen Seite stehen zwei mögliche Piplines direkt zur Weltschattenregierung (Wallstreet) offen. Sergio Ermotti hat bewiesen mit seinen Unicreditdeals, dass er zu allem fähig ist. Ich glaube, dass er eine ganz grosse Bedrohung für uns ist. Bei Brady Dugan bin ich mir nicht so sicher.
    Lösung: Wenn wir als unabhängige Schweiz überleben wollen. Dann dürfen wir keine too big to fail Riesen erlaubne. M.a. Worten, wenn eine Bank für die Schweiz (wegen deren Grösse) zur Bedrohung wird muss sie als internationale Bank speziellen Gesetzen unterworfen sein. Wenn ein CEO we Sergio Mafiotti das Zepter führt, müsste man eine solche Bank sogar dazu bewegen können ihren Firmenhaptsitz ins Ausland zu verlegen. Wenn der UBS-Hauptsitz in Milano wäre, wüssten die Kunden wenigstens mit was für Kräften sie es zu tun haben.
    b) müssen unsere Gesetze gegen Bankkundenbrecher (insbesandere, wenn sie wie im Fall Hildebrand, damit politische Erpressungen bewirken wollen) hart und schnell greifen. Blocher-Lei gehören verurteilt und eingesperrt.
    c)Fehlabre CEOS (Ospel) sollen ausgeliefert werden, wenn sie im ausländisches Gesetz gebrohen haben und wenn sie schweizer Gesetz brechen von unserer Justiz hart bestraft werden.
    Nur so können wir gewährleisten, dass die Souveränität über unser Land uns von der intenationalen Weltfiananzregierung weggeschnappt wird. Blocher-Ermotti sind offensichtlich eine Gefahr für die Schweiz, das kann man nicht mehr Schönreden.

    • smart sagt:

      Herr Schumacher, Ihre Geschichten zeugen von Wahnvorstellungen. Sie schreiben von einer “Weltfinanzregierung” gesteuert aus den USA welche Hitler und Mussolini als Instrumente eingesetzt hätten. Können Sie mir noch erklären warum dieselben USA danach keinen Aufwand und kein Opfer scheun durften und eine riesen Kraftakt leisteten um diese Herren wieder zu entmachten?
      Oder wenn Blocher auch ein Vertreter dieser “Weltfinanzregierung” sein soll, warum hat es dann dieses in Ihren Augen so mächtige Finanzkonglomerat nicht geschafft, ihn noch ein paar Jährchen länger in der CH-Regierung zu belassen? Und wenn Sie tatsächlich meinen sollten der Herr Hildebrand sei weniger verstrickt gewesen in der internationalen Finanzwelt als ein Ermotti oder Dougan, dann biegen Sie sich definitiv Ihre eigenen Wahrheiten zurecht.

      Ich wünsche Ihnen gute Genesung, gegen Wahnvorstellungen gibt es Medikamente.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Nach dem zweiten WK war die halbe Welt (oder noch mehr) massiv verschuldet bei einigen wenigen US-Banken. Die Finanzplätze in Europa waren fest in US-UK Hand. Der Sozialismus, als abschreckendes Beispiel hinter die Berlinermauer verbannt und die Konsvervativen und Royalisten mit dem Wiederaufbau ihrer Länder beschäftigt und voll von den neuen Herrschern aus den USA abhängig. Das Ziel war erreicht, die neuen Herrscher der Welt waren die grossen Banken und vor allem auch NOTENBANKEN. Die Politik wurde mit dem Ende des 2 WK zu einem Handlanger der Wirtschaft. Und den Puls der Weltwirtschaft schlug und schlägt die Wallstreet. Mission accomplished müssen sich die Finanzlobbyisten 1945 hinter dem Rücken Churchills, Roosevelts zugeraunt haben.

  14. Gautier Irgendwo sagt:

    Unfassbar, trotz eigener Regierung, eigenem Parlament, den zahllosen Parteien
    werden wir mit anderen Worten nun sogar im eigenen Land immer öfter
    fremdbestimmt.

    • Andreas Dombek sagt:

      @ Gautier Irgenddort

      So eng darf man es nicht sehen. Man kann es auch so begreifen: Das aus der Schweiz gekrochene Böse kehrt aus den ausgelutschten Ländern wieder zurück.

      Als Trost möchte man Ihnen mitgeben, dass natürlich dieses Böse eine kleine Minderheit in Ihrem Land war, aber es war leider sehr, sehr stark, mächtig und hatte das politisch-finanztechnische Establishment auf seiner Seite. Als Trost gilt: Alles hat seine Zeit, die Sause, aber auch der Kater danach. Mit der Zeit geht der Schmerz, denn nüchtern lebt’s sich besser.

  15. Eric Cerf sagt:

    @ irgendwo: Oh je schon wieder eine/r, der nicht begreifen kann, dass der Patient CH-Bankgeheimnis nach 79 Jahren nach langer Krankheit am sterben ist. Die nun bereits 4 Jahre andauernde globale Finanzkrise ist schuld, dass der Finanz-Tumor im Ausland weiter wuchern konnte, bis zum bevorstehenden Exitus. Es ist sonnenklar, tausende Bänker müssen deswegen nach anderer Buez ausschau halten. Es wäre ebenfalls sehr gerecht, dass CH-Bürger genau so an die Kasse kommen, wie Ausländer, die so manches Jahrzehnt ihr Land mit Hilfe unserer Banken beschissen haben. Die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug ist a priori ein böser Witz und gehört schon lange auf den Müllhaufen der Geschichte.

    • Rolf Schumacher sagt:

      Wenn sie das Bankkundengeheimis opfern, opfern sie die materielle Privtasphäre der Menschen. Banken sollten sich auf Kundendienstleistung fokussieren, die Justiz und Politik auf Gesetzesbrecher. Es ist nicht Aufgabe der Banken Kunden anzuzeigen.
      Und noch was: Wenn man das Bankundengeheimnis brechen will, muss das auch für die USA-UK-I-D-FR-E Banken und Trusts und andere Geldversteckinstitutionen gelten. Wenn die Restwelt das Bankkundengeheimnis nicht fallen lässt, müssen wir unser Bankgeheimnis auch nicht preisgeben!

  16. Hoffmann sagt:

    In D hat jemand der überwiegend auch in D lebt auch Steuern zu zahlen. Egal woher die Einnahmen kommen, auch Zinsen auf einem Schweizer Bankkonto müssen in D versteuert werden. Wer das nicht tut gilt hier als Krimineller=Steuerhinterzieher.

    Warum sollte die CH ihren Nachbarstaaten also nicht bei der Jagd auf Kriminelle helfen? Umgekehrt funktioniert dies doch auch. Schweizer Steuerbehörden haben auch schon geklaute CDs von dt. Steuerbehörden genommen u. die eigenen Bürger überprüft. Ein Schweizer Gericht in Lausanne hat dies auch als richtig bewertet.

  17. Andres Müller sagt:

    Den USA fehlt es an Geld, auch weil die Republikaner vor Jahren begonnen hatten die obersten 1% vor Steuern zu begünstigen. Obama ist es bisher nicht gelungen die Politik seiner Vorgänger rückgängig zu machen. Es ist der Regierung aber gelungen die Steuerbehörden derart zu beeinflussen, dass die Kommissare wenigstens gegen die Steuerflucht vorgehen wollen.
    Diese inneramerkanische Auseinandersetzung und der Teilerfolg der Regierung bildet den Hintergrund für den Zugriff auf die Schweizer Banken. Wie Hildebrand an der letzten Notenbanksitzung anmerkte, die Krise in Europa ist nicht die grösste Gefahr für die Schweiz. Interessant war diese Aussage deshalb, weil die SNB an jenem Tag nicht beschlossen hatte den Wechselkurs auf über 1.20 zum € anzuheben. Hildebrand wurde gebeten nach seinem Ausscheiden aus der SNB in der äusserst einflussreichen Gruppe der 30 zu verbleiben. http://www.group30.org/

    Der Hintergrund, warum Hildebrand dort weiterhin partizipieren kann wirft ein ungünstiges Licht auf die Schweiz und dessen Zukunft als Drehscheibe in der obersten Liga des Weltfinanzsystem. Ich werde es hier im Blog aber nicht im Detail ansprechen, welche Argumente die group of 30 aufführte um Hildebrand zum Verbleib zu bewegen, der geneigte Leser möge hier selbst recherchieren. Für die Schweiz von Bedeutung ist aber das Bild das man in diesem wichtigen Gremium von den Aktivitäten der Schweizer Banken aufführt, nämlich einem Verhalten dass die Finanzinstitute mit aller Kratt gegen die höheren Eigenkapitalregeln kämpfen und dass man die Interessen der Schweiz und die Interessen der Grossbanken zunehmend trennt.
    Hildebrand wird gelobt für seinen Einsatz um den Banken höhere Verpflichtungen als Basel III aufzubürden.

    Man versteht die Gefahr die für die Schweiz als Nation ausgeht und benennt sie als Problem der Bankenmacht-Globalisierung.
    Die Interessen von UBS und Credit Suisse werden nicht mehr unbedingt mit den Interessen der Schweiz gleichgesetzt. Man hält die Schweizer Politik aber als derart von der Finanzlobby dominiert, dass dies nicht zum langfristigen Nutzen des Landes entwickeln könne. Die group of 30 sind gleichwohl an einer starken Schweiz interessiert, da eine handfeste Finanzkrise in der Schweiz das globale Finanzsystem weiter destablisieren würde. Daher versucht man den Schweizer Finanzplatz gezielt abzuspecken, insbesonders Weissgeldstrategien zu etablieren.

    In der Schweiz hat man noch immer nicht kapiert, das Zeitalter der Steuerparadise neigt sich dem Ende zu und zwar nicht wegen einer starken USA, sondern wegen der geschwächten vereinigten Staaten von Amerika. In diesem Umfeld benötigen US -Politiker Argumente und Erfolge vor dem Volk, ansonsten werden sie nicht wiedergewählt. In den 70er Jahren führte der sogenannte Nixon-Schock zum Verlassen der Goldstandard und schliesslich zum Aufbau der grössten Finanzblase welche die Weltgeschichte je erfasst hat. Mit der Einführung der sogenannten Credit default Swap Papiere damals ist der grösste Derivate-Berg entstanden der je von Menschenhand geschaffen wurde -und der sich nun angesichts der Griechenland-Krise als vollkommen wertlos herausstellen könnte. Die Notenbanker und Ökonmen in der grroup of 30 sind anders als viele denken keine mit der Finanzindustrie verschworene Denkfabrik, sondern dort spelt sich etwas ab das von den Journalisten bisher weitgehend übersehen wird, ein Machtkampf zwischen den Banken und mehr oder weniger verantwrtungsbewussten Ökonomen, den Technokraten des westlichen Liberalismus.

    Dieser Artikel von Hildebrand in der NewYork Times verdeutlicht diesen Kampf und macht ihn für euch vielleicht etwas transparenter:
    http://www.nytimes.com/2011/12/21/business/global/a-fight-to-make-banks-hold-more-capital.html?_r=2&pagewanted=2&sq=philipp%20hildebrand&st=cse&scp=1

    Wie soll sich die Schweiz politisch in der Sache der Steueraffären entwickeln, im Interesse der Schweizer Bevölkerung? Aus meiner Sicht führt nichts an einem bankenkritischeren Weg vorbei, die Institute müssen sich entschlacken und die Bankenglobalisierung muss durch Regulation im internationalen Umfeld auf eine verantwortbare Geschäftstätigkeit ausgerichtet werden. Steuerfluchtgelder sollten in der Schweiz nichts mehr zu suchen haben, insofern ist das Steuerrecht bei der Steuerhinterziehung zu ändern und in das Strafrecht zu überführen. Sollte dies geschehen, so kann der Bankkunde auch wieder besser vor Verfolgung geschützt werden. Trotz aller dieser Massnahmen bleibt aber die systemisch relevante Gefahren auf den Finanzmärkten noch ungelöst. Diese kommen von der US$ -Blase die sich nach dem Nixon -Schock entwickelt hat und den CDS deren Derivate sich nun wieder als Massenvernichtungswaffe scharf gemacht haben.

  18. Amadie Clutè sagt:

    Als pensionierter fremdarbeiter in diesem schönen Lande muss ich folgendes festellen. Zu meiner Zeit ging es einfach so:
    Wir arme Teufel kamen in die Schweiz um hart zu arbeiten und um gutes Geld zu verdienen. Die besseren brachten ihr Geld und niemand fragte dannach. Und so war es gut.
    Heute sieht es so aus: Aus dem Ausland kommen zuviele Leute die gar nicht arbeiten wollen, sondern um Helvetia mühelos zu melken. Bei den Banken ist es genau so und zwar: Deutsche, US Amerikaner bringen ihr Geld nach Asien, Südamerika oder einfach in manche US-Staten wo das Bankgeheimnis Atombombensicher ist. Die Schweiz wird einfach das Nachsehen haben.
    Unsere Politikerinnen sind einfach zu schwach und Wohlstandgedopt um entgegen zu wirken und die Genossen wollen die Ueberwindung des Kapitalismus…. Niemand tut etwas weil sie einfach vom Wohlstand kastriert sind und wenn sie es merken werden ist die Katastrofe schon da.

  19. Michael Schwarz sagt:

    Die Schweizer Banken haben seit letzte 70 Jahren im Luxus gelebt mit unversteuerten Vermögenswerten Ihrer Kunden. Sie missbrauchten das Bankgeheimnis als Verkaufsargument, und sie waren extrem erfolgreich bis heute. Die USA hat eigentlich mit den Schweizer Banken vor 10 Jahren abrechnen sollten. Aber aus politischen Interessen mit Schweiz hat sie diesen Vorhaben bis heute verschoben.

    Die Schweizer Banken verlieren seinen wichtigsten Verkaufsargument, sowie werden Sie mit anderen Banken gleich gestellt, das ist die Grundvoraussetzung für einen fairen Wettbewerb. Das muss die Schweizer Banken erst lernen, wie so was funktioniert, weil sie zu lange unten der Schutzschirm des Bankgeheimnisses und hinter dem Verfassung versteckt haben. Da fängt das Problem, weil die Schweizer Banken in der Vergangenheit nicht die fähige Leute ausgebildet haben, für solche Herausforderung. Das ist auch der Grund warum die emotionale Bindung zur eigen Bank verlor.

  20. Bruno Bänninger sagt:

    Bricht die Schweiz ein? Oder brechen Banken mit Politikern ein? Könnte es sein, dass die CH-Eliten in Banken und Politik immer noch überzeugt sind, sie seien die Besten weil intelligenter, schlauer, kluger und seien deshalb dem Rest der Welt weit überlegen? Könnte es sein, dass deshalb immer erst aus der Defensive heraus unter massivem Druck verhandelt werden muss? Könnte es sein, dass die Eliten dass Zuhören und das Gespür um heikle Situationen rechtzeitig zu erkennen verlernt haben? Nach dem UBS-Debakel wäre die Chance gewesen, sofort aktiv auf die USA zuzugehen. Dieses Vorgehen hätte garantiert die USA nicht provoziert. Wer die USA-Mentalität a fond kennt, weiss, dass Lösungen “light” damals möglich gewesen wären. (Siehe Fürstentum Lichtenstein) Diese Chance ist vertan. Die Situation wird durch die aktuellen Verzögerungstaktiken unserer Politiker täglich gefährlicher. So kommen wir nicht aus der Defensive heraus.

  21. hanna juch sagt:

    Um was geht es eigentlich? Deutschland und auch USA wollen im Ausland gelagertes Geld wieder haben? Hausfrauenrezept: Steueramnestie! So kann das Geld elegant zurückfliessen ohne dass der Besitzer das Gesicht verliert! Altes Schweizerrezept hat sich schon bewährt! Wir sind der Staat, wir wollen doch anständig und respektvoll miteinander umgehen?

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