900 Milliarden hoch: Europas zweiter Schuldenberg

Das Risiko steigt mit den Schulden: Behelfmässig geschlossene Bancomaten der Barclays Bank in London. Foto: Chris Helgren (Reuters)

In diesen Frühlingstagen vor sieben Jahren informierte die griechische Regierung ihre EU-Partner und Brüssel, dass sie ohne finanzielle Unterstützung nicht in der Lage sei, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es war der Anfang der Euro-Staatsschuldenkrise.

Heute leben wir zwar mit der Gewissheit, dass die unmittelbaren Risiken des unvorstellbar hohen Schuldenbergs der Eurostaaten eingedämmt sind. Denn die Europäische Zentralbank garantiert seit 2012, dass sie im Notfall alles unternehmen wird, um eine Eurokrise abzuwenden. Dazu zählen auch unbegrenzte Staatsschuldenaufkäufe bankrotter, aber reformwilliger Regierungen, sogenannte Outright Monetary Transactions (OMT).

Die Regierungen haben ihrerseits mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus einen gemeinsam finanziell gespeisten «europäischen Währungsfonds» geschaffen, der im Notfall Kredite vergibt, um Zahlungsbilanzprobleme und damit allseits befürchtete Staatsbankrotte zu verhindern.

Nicht nur die Staatsschulden wachsen

Sieben Jahre später ziehen wir aber auch die Erkenntnis, dass die Staatsschulden nicht abgebaut wurden. Im Gegenteil: Sie haben in den meisten Ländern seither zugenommen. Der Schuldenberg ist heute höher als im Frühjahr 2010.

Die Schulden europäischer Staaten im Vergleich. Quelle: Thomson Reuters

Darüber hinaus ist ein zweiter Schuldenberg entstanden: die faulen Kredite in den Bilanzen vieler Banken in Europa. Wie der Chart zeigt, hat sich ihr Anteil («Non-performing loans», NPL) an den gesamten Ausleihungen von Banken in Griechenland, Italien und Portugal mehr als verdoppelt.

Anteil von «Non-performing loans» (NPL) an den Gesamtausleihungen von Banken. Quelle: Thomson Reuters, Weltbank

Tatsächlich konzentriert sich dieses Kreditrisiko auf einzelne Eurostaaten. Das bestätigt auch die folgende Aufstellung der NPL in 115 Banken, die von der EZB beaufsichtigt werden. Sie bietet einen informativen Überblick über Höhe und Zusammensetzung dieses zweiten Schuldenbergs in Euroland. (Die Werte in der Grafik und der Tabelle weichen zum Teil leicht voneinander ab, weil die Weltbank und die EZB-Bankenaufsicht für ihre Erhebungen unterschiedliche Definitionen verwenden.)

NPL von Banken unter EZB-Aufsicht. Quelle: ECB (PDF-Link)

Hier die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Summe der notleidenden Kredite beläuft sich auf 900 Mrd. €.
  • Davon konzentrieren sich mehr als 70% in vier Ländern. Italiens Banken sind doppelt so exponiert wie die Institute in den restlichen drei Staaten: Auf sie entfallen 271 Mrd. € oder 30% der europäischen NPL. Frankreich und Spanien bringen es auf je rund 136 Mrd. € (15%) sowie Griechenland auf 114 Mrd. € (13%). Im Falle Frankreichs machen die faulen Kredite gemessen an den Gesamtausleihungen französischer Banken aber nur 3,8% aus («Gross NPL ratio»).
  • Sechs Länder sind wirklich gefährdet: Griechenland und Zypern, wo 47% resp. 40% der ausgeliehenen Kredite notleidend sind. Ebenfalls in Gefahr sind Portugal, Irland, Slowenien und Italien, wo diese Anteile zwischen 20 und 16% liegen.
  • Entscheidend ist die Höhe der Bank-Rücklagen zur Absicherung gegen Kreditausfälle. Sie sind in der fünften Kolonne («Impairments») aufgeführt. Werden sie berücksichtigt, ergibt sich der Nettoanteil notleidender Kredite («Net NPL ratio», in der siebten Kolonne). Sloweniens Situation entschärft sich hier. Italien (8,5%) steht ebenfalls etwas besser da als Portugal und Irland (rd. 11%). Griechenlands und Zyperns Banken bleiben klar am exponiertesten.
  • Die Aufstellung legt auch offen, wie die Situation in Spanien rechtzeitig entschärft wurde. Die Regierung hatte 2012/13 vom ESM 41 Mrd. € bezogen, um den heimischen Bankensektor zu rekapitalisieren. Dort steht heute zwar längst nicht alles zum Besten, wie der massive Geldbezug in der letzten Liquiditätszuteilung der EZB – Stichwort: «T-LTROs» – belegt. Aber dass Spaniens Wirtschaft wieder wächst, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass die Banken des Landes ihre Kreditrisiken stark abbauten und wieder normale Geschäfte führen können.

Für den zweiten Schuldenberg Europas gilt das Gleiche wie für den ersten: Das Risiko einer Explosion ist zwar allgegenwärtig, aber relevanter ist die alltägliche lähmende Wirkung. Die Überschuldung behindert das Wirtschaftswachstum der betroffenen Staaten. Sie ist verantwortlich dafür, dass dort die internationale Konjunkturerholung derzeit zu wenig mehr als einer Stagnation führt.

180 Kommentare zu «900 Milliarden hoch: Europas zweiter Schuldenberg»

  • Franz Gödl sagt:

    Schön für Sie, Ahn, wenn Sie an einen funktionierenden, demokratischen Rechtsstaat glauben. Bin gespannt, wie Sie aus der Wäsche schauen, wenn Sie aus diesem Traum aufwachen…

  • Franz Gödl sagt:

    Anh, da verstehen Sie etwas ganz falsch oder wollen es so verstehen. Weil man Eigenverantwortung nimmt und sich kritisch gegenüber dem System äussert, klebt noch lange keine braune Farbe an seinem Gedankengut. Es ist eben so, dass sich die Mehrheit und dazu zähle ich auch Sie, die Eigenverantwortung nicht nimmt, kaum vorausschaut und hofft, wenn alles an die Wand fährt, Väterchen Staat einem dann schon wieder auf die Beine hilft. Wer hinterfragt, der ist gegen Demokratie, der ist Nazionalsozialist, wahrscheinlich hängt man ihm noch andere Etiketten um, damit die Meinung möglichst an Wert verliert und irgendeinen ekligen Anstrich erhält. Genau dadurch helfen Sie, dass das System noch schneller gegen die Wand fährt. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Ihnen dafür.

    • Anh Toàn sagt:

      Ja gell, eigentlich gab es noch nie irgendwo braune, weder vorher noch nachher, es ist immer niemand ein faschist, nurt kritsisch gegen das System

      Und wenn die Rechten dann Kriege anzetteln und Freiheiten beschränken (Sie wissen schon Nachrichtendienstgestz und so) sind die Linken schuld, weil sie das System sich korrumpieren liessen.

      Genauso wie die Linken schuld sind, was die Rechten, die eigentlich nur die Besorgten sind, tun, sind die Rechten schuld, wenn ich die in die Fresse haue, weil ich bin halt besorgt.

  • Kristina sagt:

    Non Performing Loans? Dann ist ja alles gut. Bis zu den nächsten wählen. Fuer den Markt gilt einfach folgendes: Crunchen oder Cashen. Frage mich gerade unter welchem Stein diejenigen hocken, die Crunchen und Cashen.

  • O. Gröflin sagt:

    Mit Sparmassnahmen bei Löhnen/Gehältern und Renten (das wird als überfällige „Reformen“ des Arbeitsmarktes und des Rentensystems betrachtet) werden in zahlreichen Kändern weitere Bankkredite an Private zwangsweise notleidend, interessanter Aspekt des herrschenden „regressiven“ Modells?

  • A. Koch sagt:

    „Inflate or die“… Die globale Schuldenfalle ist schon lange zugeschnappt und hält uns im Würgegriff, bis das momentane System zusammenbricht. Je länger unsere „Finanzeliten“ diesen unausweichlichen Zusammenbruch hinauszögern, desto krasser wird der „re-set“ ausfallen.

    Viel mehr gibt’s mMn dazu nicht zu sagen. Schöne Ostern an alle !!!

    • Carlo sagt:

      @A. Koch
      Glauben Sie im Ernst, dass ein Zusammenbruch, der 2008 und Folgejahre wie einen Kindergeburtstag aussehen lässt – ein „re-set“ kennt?

      • Monique Schweizer sagt:

        Carlo: Es gibt immer einen Re-set, denn das Leben geht einfach weiter!
        Deutschland hat sich alleine im 20. Jahrhundert ein paarmal geresettet: 1924, 1933 (gut das war ein etwas suboptimaler Reset), ab 1945
        England ab 1945, Argentinien nach 2002, Uruguay 2003, USA 1971, Russland 1998, Island 2008….
        Und es gibt in den letzten paar hundert Jahren noch viele andere Beispiele!

        • Carlo sagt:

          @Monique Schweizer
          Mag sein, dass „das Leben“ danach weitergeht – aber wohl unter massiv veränderten Vorzeichen. Desweiteren finde ich historische Vergleiche immer etwas hinkend – vor allem wenn man 80 und mehr Jahre zurück in die Geschichte geht.
          Einzelne Länder (vor allem Entwicklungsländer) sind freilich immer wieder mal am Rand des Bankrotts gelandet und haben sich mehr oder weniger „aufgerappelt“. Aber wir sprechen hier von planetaren Dimensionen unter ökonomischen und auch technologischen Bedingungen, die noch nie in der Geschichte der Menschheit vorherrschten (niemand weiss was unter solchen Bedingungen passiert – nicht einmal der Papst). Schon die gigantischen Rettungsaktionen der grossen Staaten nach 2008 waren historisch ohne Vergleich und mehr als ein Wink mit dem Zaunpfahl….

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Passend zur Dowjonesrekordjagd wird auch bei den US-Staatsschulden gerade die 20`000er Marke momentan gekratzt: 20`000 „Milliarden“ $ um „exakt“ zu sein.
            Die gesammten Schulden der US-Bürger (private Schulden noch dazu gerechnet) belaufen sich auf bald 70 Billionen $. Alleine die durchschnittlichen Zinszahlungen pro Bürger belaufen sich jährlich auf 7633 $, während die durchschnittlichen Ersparnisse einer Familie sich auf 9572 $ belaufen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Und die total National Assets der Amis belaufen sich auf aktuell 130 Bio $ oder 407’000 pro Citizen!
            Siehe zweitunterste Zeile (haben Sie gar dieselbe Seite benutzt anhand Ihrer Zahlen?)
            http://www.usdebtclock.org/
            .
            Oder wenn Sie es noch etwas detaillierter haben wollen mit allen Akteuren schauen Sie sich mal die Tabelle „Estimated financial position, Q1 2014“ an (ist leider von 2014, aber die Vermögen (gut auch Schulden) sind noch höher geworden)
            https://en.wikipedia.org/wiki/Financial_position_of_the_United_States
            .
            Die USA sind nach wie vor die reichste Nation der Welt, da können Sie die 68.6 Bio Totalverschuldung noch solange überbewerten, die werden nicht so schnell untergehen.
            .
            Sie sehen, ich nehme es nicht nur mit „einfachen Punchingballs“ auf!

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Jetzt müsste man nur noch wissen wieviele Prozent der Bevölkerung sich diese Assets aufteilen und auch den Anteil an Foreigners die Assets in den USA besitzen.
            Sie können davon ausgehen, dass die Schulden um einiges „demokratischer“ auf die Bevölkerung verteilt sind als die Vermögen.

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Von den üblichen doomsday Propheten gibts schon genug. Die meisten dieser Pseudopropheten sind übrigens ziemlich marktgläubig und kritisieren immer nur Oberflächenphänomene. Am Schluss sind immer die bösen Politiker, Zentralbanker oder „gierigen Manager“ Schuld an der Misere.
            Ich aber behaupte, dass grundlegende Mechanismen der Kapitalverwertung schon seit geraumer Zeit nicht mehr funktionieren und DESWEGEN die Aufblähung des fiktiven Kapitals, die massiven und langen Zinssenkungen, die Finanzspritzen, die gewaltigsten Konjunkturankurbelungsprogramme in der Geschichte.
            Ich sage gerade das Gegenteil von Herrn Huber: Ohne die massiven Interventionen des Staates und der grossen ZB`s gäbe es den Kapitalismus nicht mehr.

        • Carlo sagt:

          @Monique Schweizer
          Das letzte und einzige mal in der Geschichte als die USA gleichviel Schulden (Federal, State, Local) gemessen am GDP stemmten war 1945 – nur zahlten sich diese gewaltigen Investitionen in die grösste Kriegsmaschine der Welt, als auch der massiven Unterstützung der Briten und Russen, später mehr als aus: Man war nun ein globales Imperium, welches sogar das ehemalige der Briten in den Schatten stellte. Desweiteren gab es weder chinesische, noch europäische, noch russische, noch südamerikanische Konkurrenz. Über 50 % der weltweiten Industrieproduktion war made in USA. Auch Erdöl hatte man noch mehr als genug…

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Erdöl hat (und eben nicht „hatte“!!) die USA immer noch am meisten weltweit. In den offiziellen Statistiken (wie z.B. BP Energy Report) werden nur die „oazapapften“ Quellen angegeben – aktuell rund 55 Mrd Fass.
            Nur gemäss unabhängigen Studien (z.B. Rystad Energy) haben die USA mit 264 Mrd Fass (inkl. noch vermuteter förderbarer Reserven) die weltweit höchsten Reserven vor Russland mit 256 Mrd Fass. Saudiarabien wird mit 212 Mrd Fass einiges tiefer eingestuft als deren Veröffentlichungen (seit 1988 zw. 260-268 konstant 🙂 Mrd Fass).
            https://www.rystadenergy.com/NewsEvents/PressReleases/united-states-now-holds-more-oil-reserves-than-saudi-arabia

          • Monique Schweizer sagt:

            „oazapften“ sollte das natürlich heissen.
            Und Sie können sich sicher sein – Erdbebenzunahme infolge Fracking und Grundwasserverschmutzung hin oder her – die Amis werden noch jeden möglichen Tropfen rausfracken um ihren Lebensstil aufrecht zu erhalten.
            .
            Die US-Schulden sind übrigens incl. Locals und States schon bei 23.2 Bio $ und da kommen noch geschätzte 8.6 Bio „Agency Debts“ dazu womit wir auf 31.8 Bio wären oder ca 168% des GDP. Die ganzen unfunded Liabilities (implizite Schulden) aus den Sozialversicherungen, Medicare, Mediaid noch nicht inbegriffen. Das sind nochmals fette 105 Bio $ oder ca 554% des BIP dazu (gut die müssen erst in Zukunft erarbeitet werden).

            Dann wären wir bei 722% des US BIP Verschuldung….
            http://www.usgovernmentdebt.us/debt_central.php#agency

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Desweiteren muss man noch bedenken, dass 1945 die Amerikaner ihre Schulden vorwiegend selber gestemmt haben (ähnlich wie heute die Japaner) – dies führt freilich zu tieferer Zinsbelastung. Heute hingegen werden fast ein Drittel der gesammten Staatsschuld von Ausländern gehalten – mit steigender Tendenz.

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Niemand weiss wieviel Erdöl die Saudis tatsächlich noch bunkern, da sie ihre Zahlen schon seit Ewigkeiten nicht mehr korrekt publizieren.
            Desweiteren ist es nun mal Fakt, dass die USA weit mehr Erdöl importieren als exportieren – dies sieht mir aber nicht nach allzu „energieunabhängig“ aus. Fracking lohnt sich auch nur ab einem gewissen Preis, der nun schon seit langem nicht mehr erreicht wurde. Desweiteren sind diese Schätzungen auch mit Vorsicht zu geniessen.

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Höchstwahrscheinlich nicht soviel wie sie eben doch publizieren (eben seit 30 J die 260-268 Mrd Fass) die Saudis, denn ansonsten müssten sie nicht mittlerweile Mrd von Litern Meerwasser in die Quellen reinpumpen, damit das Oel noch einigermassen gut gefördert werden kann.
            .
            Die wollen jetzt noch schöne Zahlen präsentieren, damit sie beim Aramco IPO nochmals fett Kasse machen können, aber die wissen selber, dass sie bald mal von der Oelabhängigkeit bei den Einnahmen wegkommen müssen, wenn sie nicht wieder als Kameltreiber enden wollen…

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Schon mal den wöchentlichen RIG Count angeschaut?? Die Anzahl Bohrlöcher ist wieder kräftig am steigen. Bei 50-55$ lohnt sich für gewisse Fracker & Shaler das Business schon wieder, zudem wird die Gas- und Oelindustrie durch verschiedenste versteckte indirekte Subventionierungen massiv unterstützt!!! Sie sollten mal etwas mehr unter der Oberfläche kratzen und die Details des Business anschauen!!
            .
            Die Gross IIP gibt gut Auskunft nach Kategorien:
            Ausländer haben Assets im Wert von 32 Bio in Amiland und Amis 23.9 Bio im Ausland gibt eine NIIP von minus 8.1 Bio
            Detailkenntnisse müssen Sie sich hier bitte selber erarbeiten:
            https://www.bea.gov/newsreleases/international/intinv/intinvnewsrelease.htm

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Ich weiss nur, dass 75 % aller Frackingölförderer in den USA (vor allem Texas) bis 2017 dicht machen mussten und der Preis mindestens 100-120$ pro Barrel (also mindestens Verdopplung) betragen müsste, dass sich dieser Trend wieder signifikant umkehren könnte. Dies ist aber in den nächsten Jahren höchst unwahrscheinlich.

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Interessant finde ich auch dass Sie mit keinem Wort auf die Vermögensverteilung in den USA eingehen.
            Stellen Sie doch mal die Vermögensverteilung gegen die Schuldenverteilung und dann reden wir weiter. Alles andere ist Augenwischerei…

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Kann ja nicht auf alles eingehen. Logisch ist mir die Vermögensverteilung in Amiland sehr bewusst mit einem Vermögens-GINI von rund 82 (soweit ich das im Kopf habe) – noch nicht ganz so schlimm wie in Russland wo Putin, Medwejew und seine 110 Oligarchen den V-GINI auf gut 92% raufgetrieben haben und der Medianrusse noch ein Nettovermögen von rund 900 US$ hat – also weniger als in gewissen afrikanischen Ländern.
            In Amiland werden total (alle Akteure) akt. rund 2.5 Bio Zinsen bezahlt pro Jahr – das sind 13.1% vom BIP – vor 5 Jahren warens noch um die 18% des BIP!
            Die Sklaverei wurde zwar mal abgeschafft, dafür blüht die Zinssklaverei umso mehr auf.
            Aber wenn ich auf die Vermögensverteilung noch detaillierter eingehen müsste, dann würde das den Rahmen hier sprengen

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Sie werdens nicht glauben aber ich habe schon einige Analysen betreffend Vermögensverteilung nach Dezilen gemacht also kein Grund mich so leicht abschätzig wie ein Punchingball zu behandeln – da müssen Sie schon etwas früher aufstehen, wenn Sie mir da Paroli bitten wollen!
            Zeigen Sie mir doch mal, was Sie ausser den üblichen Gemeinplätzen, die Sie hier von sich geben noch so drauf haben!
            Ich habe mir mein Wissen in harter Knochenarbeit durch tausende Zahlenfriedhöfe, Studien, Szenarien mittels eigenen komplexen Exceltabellen selber erarbeitet und Sie – einfach nur was angelesen??

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo: Sie wissen nicht viel von Fracking oder Shale Oil – einfach was in oberflächlichen MSM Berichten halt so kommt.
            Mittlerweile gibt es schon Frackinggebiete, die schon mit 20$/ Fass den Break Even erreichen – gut das wird ein kleinerer Teil sein und die Schiefersandöle in Kanada haben weit höhere Werte – aber es ist nichts wie es scheinen mag.
            Hier noch was für Sie zur Weiterbildung zum Thema
            http://finanzmarktwelt.de/neues-vom-oelmarkt-fracker-werden-immer-besser-sinkende-us-nachfrage-55712/

          • Carlo sagt:

            Freilich gibt es den technologischen Fortschritt. Nur sind das bis jetzt alles Behauptungen, die sich in der Realität erst noch weisen müssen. Ich würde jedenfalls nicht in eine Frackingbude investieren, die behauptet, dass sie schon ab 20 $ pro Barrel profitabel operiere. Exxon und Shell und die Energiebehörde wollen wohl auch ein bisschen „Phantasie in die Märkte“ bringen…
            Tatsache ist: Die Frackingindustrie in den USA produziert im Vergleich zur OPEC geradezu lächerliche Quantitäten.
            Alles andere ist Spekulation und muss erst mal den Realitycheck absolvieren.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Monique Schweizer/Fracking
            Erstens verwechseln Sie das break even einer Bohrung mit break even einer Shale-Firma und Zweitens vergessen Sie das Fracking extrem kurzlebiges Geschäft ist und der Output pro Bohrung schon nach kurzer Zeit rapide sinkt, bei einigen der grossen Abbaugebiete sogar um 8-9% pro Monat. Langfristig gesehen wird sich die Shaleindustrie als Eintagsfliege erweisen, weil es zu viele negative Aspekte gibt,z.B die Finanzierung der Bohrechte, sollte die Fed tatsächich die Zinsen noch 2-3 erhöhen, wird es für die Shaleind. kritisch sein..Der gesamt break even ist zwar von cca 80$ auf etwa 35 $ gesunken aber die alleinige Steigerung der Bohreffizienz wird zum überleben nicht reichen.

          • Jan Svoboda sagt:

            @Monique Schweizer/Fracking
            noch kleine Bemerkung 2010-2015 gab es in der Shaleindustrie etwa 5.5 Billionen $ Finanzierungkosten, die meisten dieser Kredite hat man vergeben beim WTI Preis zwischen 110 bis 150 $. Wenn der Preis unter 60 $ bleibt werden, konservativ gerechnet, mindestens 20% der Kredite NPA sein und die Verluste von 1 Billion$ + werden die der Subprimekrise im Immomarkt 2007 übersteigen. Denn cash flow bei 50 $ WTI ist was anderes als bei 150 $. Dann good luck.

          • Monique Schweizer sagt:

            Svoboda: Dass ein Fracking Bohrloch in der Regel nach 3 Jahren zu über 90% ausgesaugt ist, das ist mir schon bewusst, dann wird einfach nebenan weiter perforiert.
            Auch dass die anfängliche Euphorie (Oel für 250-400 Jahre für die USA etc. wie es noch vor 7-8 Jahren tw. hiess) masslos übertrieben war ist mir klar.
            Der RIG Count hat sich zumindest seit dem Tief letzten Mai wieder mehr als verdoppelt, auch wenn er immer noch einiges unter den 2014er Hochs liegt.
            .
            Sonst wird der Fracking/Shale Industrie noch etwas mehr politisch nachgeholfen mit verdeckten Subventionen wie das heute schon passiert. Ich tippe bei Fracking/Shale auf ein mittleres Szenario zwischen der totalen Euphorie & den ganz düsteren Prognosen.
            Eigenes Oel ist immer noch günstiger als kriegerisch erkämpftes

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Die nächsten paar Jahre werden Sie in eine Glaubenskrise stürzen, die Ihnen einiges abverlangen wird.

          • Linus Huber sagt:

            Damit dürfte Monique nicht alleine konfrontiert werden – 😉

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo & Huber: Nur seid Ihr beide Dauerpessimisten, die sicher schon ab 2012 oder gar noch früher eine Glaubenskrise und Zusammenbrüche herbeiredeten und jetzt haben wir 2017& „the big one“ ist immer noch nicht gekommen.
            .
            Ich halte es nicht für völlig ausgeschlossen, dass es in den nächsten Jahren dazu kommen könnte, aber sicher nicht mit so 100% Sicherheit wie Ihr!
            .
            Dann wartet Ihre beiden doch mal weiter auf Godot!
            Ansonsten gibt es noch die göttlich kreative Kunst der Buchführung – die ZB absorbieren noch weiter NLP’s & lagern die irgendwann in „Bad Central Banks“ aus – nichts ist unmöglich, aber das übersteigt Eure Vorstellungsfähigkeiten!
            .
            Carlo: Vergessen Sie es – eine Glaubenskrise werde ich sicher nicht bekommen, denn Sie überschätzen meinen Glauben doch ziemlich!

          • Monique Schweizer sagt:

            Carlo & Huber: Nachdem wir ab 2008 schon soviel vorher bis anhin „undenkbare Rettungsaktionen und Lösungen“ von Staaten und Zentralbanken erlebt haben, glaube ich, dass der Kreativität der Zentralbanker (& tw. der Politiker, aber die sind doch im Allgemeinen (noch?) einiges weniger kreativ!) keine Grenzen mehr gesetzt sind!
            .
            Ihr Problem Herr Huber ist doch, dass Sie wie ein Querschnittsgelähmter an Ihren österreichischen & anarchokapitalistischen Prinzipienrollstuhl gefesselt sind und daher sowohl geistig als auch körperlich gar nicht mehr die Flexibilität haben, „the Unthinkable“ zu denken und daher in einer Endlosschlaufe in ihrem vorgegebenen limitierten Bewegungsradius auf Ihrem nebelumhangenen Elfenbeinturm dahinvegetieren und immer dasselbe daherlamentieren!

          • Linus Huber sagt:

            „Kreativität der Zentralbanker keine Grenzen mehr gesetzt sind!“

            Die Grenzen werden durch die Bevölkerungen gesetzt werden, sofern sie in einem immer totalitärem System sich überhaupt noch wehren können. Die vermeintliche „Kreativität“ beinhaltet nichts weiter als „Geld drucken“ und mit diesem Spiel des zeitlichen Verschiebens wirklicher Problemlösungen das Gefahrenpotential zukünftiger Verwerfung zu intensivieren. Natürlich haben diese Zentralplaner noch einige Pfeiler im Köcher, ob es sich um ein schrittweises Verbot von Bargeld, die totale finanzielle Transparenz jeden Durchschnittsbürgers oder weitere Zwangsmassnahmen betrifft. Die Frage heisst jedoch nicht, inwiefern sie ihre feuchten Träume verwirklichen können, sondern ob es dem Wohle der Bevölkerung dient.

          • Monique Schweizer sagt:

            Na logisch Huber – Sie hätten zum „Wohle der Bevölkerung“ vermutlich auch lieber einen Zusammenbruch des Finanzsystems und in Folge eine grosse Depression wie in den 30er Jahren gehabt seit 2008/09 nur um Ihre starren Prinzipien ums verrecken dursetzen zu können.
            Aber zum Glück hört ja niemand auf Sie!

          • Jan Svoboda sagt:

            @Monique Schweizer
            der Zusammenbruch des Finazsystems kommt so oder so, es ist infantil zu glauben, man könnte sich durch Bilanzenfälschung und Notenpresse zur Prosperität durchdrücken. Der Glaube an die uneingeschränkte Möglichkeit der Notenbanken die Geldmengen unbegrenzt zu erweitern ist zwar sehr verbreitet, hat aber mit der Realität übehaupt nichts zu tun. Eigentlich sind die ZB längst irrelevant, sie sind zwar in der Lage die Dinge noch zu veschlimmern, das ist aber schon alles.

          • Linus Huber sagt:

            @ Jan & Carlo

            Nassim Taleb sieht die Problematik ähnlich wie ich, aber erläutert sie bedeutend fundierter; Dezentralisierung dürfte tatsächlich der Weg sein, welcher eine mögliche Lösung offeriert. Hier der Link:

            https://medium.com/@nntaleb/on-neo-cons-and-their-mental-defects-d12685585b11

        • Jan Svoboda sagt:

          „total National Assets der Amis belaufen sich auf aktuell 130 Bio $ “
          Sie glauben offensichtlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Da die Amis ein Grossteil ihrer Industrie nach Asien verschoben haben und die meisten „Assets“ nur aus Finanz-und Immocolateral bestehen, werden diese „Assets“ nach dem Platzen der Kreditblase um 90% zusammenschmelzen. Einen Vorgeschmack davon wie es sich mit dem Wert solcher Assets verhält sieht man bereits im kommerziellen Immomarkt, z.B. ein in Pittsburgh 2005 eröffnete Shopping Mall, damals 192 Millionen $ bewertet wurde kürzlich im Zwangsverkauf für 100 $ !!! verkauft.

          • Carlo sagt:

            @Jan Svoboda
            Gut auf den Punkt gebracht. Kapital, welches tatsächlich im hier und jetzt Mehrwert generiert ist eben was anderes als fiktives Kapital, welches nur ein Versprechen auf zukünftige Einlösung darstellt.

          • Monique Schweizer sagt:

            Svoboda: Und Sie glauben, dass eine Schwalbe (resp. ein paar gescheiterte Shoppingcenters) schon einen Frühling machen.
            Das mit den Malls ist ja ein alter Hut.
            http://www.deadmalls.com/
            .
            Die durchschnittlichen US Hauspreise zumindest liegen schon wieder über den Werten von 2007, aber diesmal mit einer etwas vermutlich seriöseren Finanzierung als damals, als am Ende jedem mex. Hilfsarbeiter noch eine Villa aufgeschnorrt wurde.
            .
            Um 90% dahinschmelzen werden allerhöchstens Ihre Zitronenfalterphantasien. Dass gewisse Wertschwankungen normal sind, bestreite ich ja nicht, aber Sie wollen sich hier einfach als Prince of Darkness aufspielen mit ihren masslos übertriebenen Werten

          • Carlo sagt:

            @Monique Schweizer
            Noch zum fiktiven Kapital, dass sie weltweit auf 35 Billionen veranschlagen:

            Currency and credit derivatives USA
            625 Billionen

          • Jan Svoboda sagt:

            @Monique Schweizer
            vielleicht ist es ihnen entgangen aber der Detailhandel in den USA hat bereits Tausende Supemärkte und Hunderte Shopping Malls geschlossen, von wegen eine Schwalbe. Dass der Markt für Privathäuser schon wieder eine Blase hat entstehen lassen und von einer soliden Finanzierung weit entfernt war werden Sie noch bald genug erfahren. Erst jetzt werden die Konditionen restriktiver gehandhabt, zu spät, und gerade das bringt die Kreditblase wieder zum platzen, gegenüber 2006 sind die Monatszahlungen um mehr als 30% gestiegen und das nötige Einkommen um Hypothek zu kriegen um 66%.

          • J. Kuehni sagt:

            @Svoboda:
            Stimmt. Malls motten reihenweise ein, die Amis shoppen lieber online…

            https://www.nytimes.com/2017/04/17/opinion/why-dont-all-jobs-matter.html?_r=0

            The Times They Are A-Changin’…

          • Jan Svoboda sagt:

            @Kuehni
            das ist aber nicht der Punkt, viel wichtiger sind die Berge der faulen Krediten die diese Entwicklung hinterlässt, subprime Krise 2.0

  • Olivier Fuchs sagt:

    Diese Kurven könnten auch von der Fahrtgeschwindigkeit eines Supertankers stammen. Ein erster Versuch eines Ausweichens . Aktuell versucht man zu bremsen, und es ist unklar, ob die Bremsleistung reicht, den Zusammenstoss zu vermeiden.

  • Peter Krummbuckel sagt:

    Das Gold wird seit 2 Jahren totgesagt und der Preis steigt und steigt. Wer kauft Gold? Was bedeutet der fast unendliche Anstieg? Wird da etwas umgeschichtet? Was der Mensch noch nie selbst gesehen oder erlebt hat, hält er für unmöglich.

    • Monique Schweizer sagt:

      Unendlicher Anstieg?? Wie realitätsfremd sind denn Sie — der Goldpreis ist aktuell wieder mal auf dem gleichen Stand wie im August 2010 – zwischendurch war er mal einiges höher, dann wieder einiges tiefer, aber was Sie hier herbeiphantasieren halte ich auch für „unmöglich“ um es in Ihren Worten auszudrücken!
      .
      Wieso schauen Sie sich nicht mal einen Chart an bevor Sie hier kommentieren?

      • Carlo sagt:

        @Moniquie Schweizer
        Sie finden aber auch immer wieder die einfachen Punchingballs…

        • Monique Schweizer sagt:

          Für Sie werter Carlo werde ich mich auch gerne etwas mehr anstrengen – sind leider noch nicht alle meiner Antworten freigeschaltet worden, aber zu Ihrem „Punchingball“ werde ich definitiv nicht 😉
          Sie müssen aber eine sehr gute Zahlenargumentation bringen, denn mit den ganz grossen Zahlen kenne ich mich ziemlich gut aus und da macht mir niemand so schnell ein X für ein U vor!

          • Linus Huber sagt:

            An Erbsenzählern besteht wahrlich kein Mangel.

          • Monique Schweizer sagt:

            Linus: An phantasielosen sturköpfigen Prinzipienreitern mit Rezepten von vorgestern mangelts hier im Forum auch nicht…

          • Linus Huber sagt:

            Prinzipien existieren nicht um angenehm zu sein, sondern basieren auf dem Erfahrungsschatz der Menschheit und bezwecken uns vor grundlegenden meist kurzfristig orientierten Fehlentscheiden zu warnen. D.h. nicht, dass man sie nie verletzen darf, sondern dass man dies mit grosser Vorsicht und nach reiflicher Ueberlegung sowie im Bewusstsein der möglichen Konsequenzen tut.

  • Carlo sagt:

    Ich empfehle jedem sich mal den Vortrag von Norbert Trenkle für die „Teleakademie“ (ZDF / ARD) auf youtube anzuschauen.
    Mir scheint, dass hier vielen nicht einmal klar ist wieso das Finanzkapital eine so gewichtige Rolle im heutigen Kapitalismus spielt.

  • Rolf Zach sagt:

    Viel wichtiger als die Zahlen der Non-Performing Loans, ist zu beachten, ob eine Bank ihren Cash-Flow aufrechterhalten kann und ob ihre Kunden ihr Geld nicht kündigen.
    Ich gebe ein Beispiel. Die Kantonalbank von Bern hatte noch vor 60 Jahren eine wesentliche Beteiligung an der BLS, die wurde in ihren Büchern bei der Gründung der BLS mit 500 Franken Nennwert in ihr Beteiligungs-Portefeuille aufgenommen.
    Eine Aktie war 1939 noch 5 Franken wert, aber bei der Bank verblieben sie in ihren Büchern mit 500 Franken. Hat dies jemand überhaupt aufgeregt? Aus dem erarbeiteten Cash-Flow konnte die Bank ihre Ausgaben bestreiten und die Kunden liefen nicht davon. Die Liquidität blieb gewahrt. Solange der Wirtschaftsprüfer die Sache akzeptiert, kann man durchaus eine solche Entwertung überstehen.

    • Rolf Rothacher sagt:

      Die Zeiten haben sich jedoch geändert: heute gilt True&Fair Bewertung, d.h. die Aktien müssten heute auf 5 CHF abgeschrieben werden (oder nicht mehr bediente Kredite müssen im Wert nach unten korrigiert werden). Wenn eine Bank hohe Abschreibungs-Verluste tragen muss und in die Roten Zahlen gerät, ist der Cash-Flow den Anlegern herzlichst egal (der Cash-Flow nützt ja vor allem den Aktionären): das Vertrauen schwindet und die Leute holen sich ihr Geld ab.

      • Anh Toàn sagt:

        Wenn eine Bank oder sonst ein Unternehmen einen hohen Cash Flow hat, kann es immer Aktionäre finden. Wer Eigenkapital beschaffen kann, geht nicht pleite.

  • M. Vetterli sagt:

    0.5 Bio müssen somit noch wertberichtigt werden. Dem sollte man eigentlich noch das Total des verlustabsorbierenden Eigenkapitals der Banken gegenüber stellen. Dank BRRD (Bail-in) müssen Bankzusammenbrüche von bedeutenden Instituten ja nicht mehr befürchtet werden.
    Viele Banken in der Euro-Zone sind ausgesprochen gesund und können auch einen gewissen Anteil risikoreicher Kredite zu Firmen ausserhalb ihres Rayons (Landesgrenzen) sprechen.
    Aber eigentlich müssen Unternehmen ihre Finanzierungen auch nicht nur via Fremdkapital bewerkstelligen. Geldzufuhr via frischem Eigenkapital ist doch eine viel ehrlichere Sache.
    Zusätzlich können die Staaten des Südens durch Strukturanpassungen die Unternehmen wieder fit trimmen und auf diesem Weg Teile der heute notleidenden Kredite auf die Länge wieder zu Wert führen.

  • Antonio E. Boller sagt:

    Und von den 600 Billionen an Derivaten und den horrenden US Schulden, welche die USA einmal wieder durch Kriegstreiberei kaschieren wollen, spricht man nicht… Bezeichnend das man nun nach dem „arabischen Frühling“ und der Ukraine-Inszenierung, welche Europa in vielerlei Hinsicht extrem geschwächt haben, einen oben drauf setzt!
    Sprecht es doch einfach endlich offen aus: Unser Geldsystem ist ein Flop von nie dagewesenen Ausmass und um endlich Frieden in der Welt zu schaffen, muss dieses 300 jährige Misssystem endlich gestürzt werden, Guthaben und Schulden global ausgeglichen werden! Weg mit dem Finanzpocker welcher nur Ungerechtigkeit schafft!

    • Marcel Senn sagt:

      Bollner: Die „600 Billionen“ Derivate sind auch eine Mär, weil diese Zahl nur alle positivierten Notionals sind.
      Der ebenfalls positivierte Gross Market Value beträgt noch 20.7 Bio (Ende Juni 16) und der noch relevantere Gross Credit Exposure nur noch 3.7 Bio $
      Siehe Zahlen BIS Statistical Report S. 11 oben (Details für einzelne Derivatekategorien im Report)
      http://www.bis.org/publ/otc_hy1611.pdf

      Die USA (alle Akteure) haben Gross Assets in der Grössenordnung von über 190 Bio $ abzüglich Schulden von total 66 Bio $ also net Assets von rund 125 Bio $ – sind also nach wie vor netto das reichste Land der Welt!
      .
      Sie haben einfach keine echte Ahnung wie die Zahlen wirklich aussehen, daher sind Sie hier etwas am hyperventilieren. Aber verständlich, Sie sind nicht der einzige!

    • Vadim Koslov sagt:

      @Boller Ihr Vorschlag: Wer ein Haus auf Hypothek gekauft hat ist plötzlich Schuldenfrei dafür wird jemandem der für ein Haus spart das Geld genommen?

      Ja, das könnte Diskussionen über „Gleichheit“ auslösen..

      • Marcel Senn sagt:

        Koslov: Immerhin sind die schweizer Privathaushalte mit einer Verschuldung von rund 128% des BIP und auch absolut mit rund 100’000 Franken die privat höchstverschuldeten Haushalte der Welt!
        .
        Ob das wohl dem Herr Boller auch bewusst ist?

        • Rolf Rothacher sagt:

          Sie erzählen Unsinn, denn Sie reden von Haushalten, meinen jedoch Personen. Und dann stellen Sie den Schulden keinerlei Vermögen entgegen. Doch von den 100’000 Privatschulden sind 98’000 Hypotheken auf Wohngebäude, bei denen im Schnitt bereits 40’000 Eigenkapital investiert wurden, so dass wir hier von 138’000 Vermögen zu 100’000 Schulden sprechen. Hinzu kommen rund 80’000 Pensionskassen-Vermögen, sowie weitere rund 50’000 Durchschnittsvermögen pro Einwohner.
          Den 100’000 CHF stehen also aktuell pro Einwohner Werte in Höhe von 270’000 CHF entgegen.

          • Marcel Senn sagt:

            Rothacher: Den Unsinn gebe ich Ihnen gleich zurück, denn Sie erzählen teilweise Bullshitzahlen!
            Einwohner Schweiz Ende 2015 8.33 Mio
            Gemäss SNB Ende 2015 Vermögen/Schulden der privaten Haushalte:
            Forderungen (Geldwerte Mittel, 2&3 Säulen, Wertschriften) 2.343 Bio CHF
            Immobilien 1.868 CHF
            Total Aktiven 4.21 Bio
            Verpflichtungen (Schulden) 0.817 Bio = 98’000 Einwohner
            Reinvermögen der privaten Haushalte 3.394 Bio =407’400 pro Einwohner

            Tabelle 6 Seite 22
            https://www.snb.ch/de/mmr/reference/finrechnung2015/source/finrechnung2015.de.pdf

          • Marcel Senn sagt:

            Rothacher: Wir sind zwar das Land mit den höchsten Vermögenswerten der Welt pro Einwohner, aber eben auch das Land mit den höchsten Schulden in absoluten Zahlen und in % des BIP gesamthaft der privaten Haushaltsschulden – und die heissen im Fachbegriff nun mal Verpflichtungen (oder Schulden) der privaten Haushalte!
            .
            Darum wehe der Schweiz sollte es je zu einer grösseren Korrektur von 20-30+% am Immomarkt kommen, mit dem Leverage würde das ein finanzielles Blutbad für viele inkl. weiterer Abwärtsspirale im Immomarkt geben, denn die Eigenmittel sind dann zuerst weg und die Schulden bleiben – man kann nicht wie in Amiland nur den Hausschlüssel und ein Formular an die Bank schicken und der Fall ist erledigt!

          • Josef Marti sagt:

            @Senn: Sie wollen wohl unserem professionellen Bankenlobbyisten Rothacher Angst einjagen und sein Geschäft vermiesen. Stellen Sie sich vor die MEI würde tatsächlich so umgesetzt dass die Bevölkerung wieder schrumpfen würde; die 20-30% Einbruch könnten dann durchaus eintreten. Deshalb ist das von der Finanzwirtschaft dirigierte Geschäftsmodell Schweiz ohne permanentes Migrationsschneeballsystem am Arsch, aus einem solchen Exponentialwachstum gibt es kein Entrinnen ausser den Totalabsturz.

          • Marcel Senn sagt:

            Marti: Dass unser Herr Rothacher Bankenlobbyist ist, wusste ich gar nicht.
            Gerade darum sollte er sich eigentlich etwas besser bei den grossen Zahlen auskennen.
            .
            Was ich bei diesen ganzen Durchschnittszahlen nicht berücksichtigt habe ist übrigens noch der Fakt, dass die unteren 5 Dezile (oder 50% der Bevölkerung) weniger als 4% der Nettovermögen der Privaten Haushalte besitzen (gut das dürften eh mehr die Mieter sein) und sich die Hyposchulden bei einem Immoeinbruch vor allem auf das 6. bis 8. Dezil fatal auswirken würde. Den ganz Reichen dürfte ein Einbruch zwar auch von der Höhe sehr schaden, aber die würdens finanziell einiges lockerer überleben.

          • Marcel Senn sagt:

            Anmerkung: Das 6. bis 8. Dezil von unten aus betrachtet, was in etwa der mittleren bis oberen Mittelklasse entspricht, also diejenigen die sich z.B. eine 4.5 Zi Wohnung für 1 bis 1.5 Mio+ und ähnliches mit hohem Hypoanteil gekauft haben, dank den tiefen Zinsen und sehr gutem Einkommen.

          • Linus Huber sagt:

            In der ersten Phase einer solchen Wertberichtung dürften die Reichen tatsächlich wenig nehmen. Nur greift diese Einschaetzung zu kurz, denn der soziale Frieden dürfte nicht zuletzt aufgrund fallender Staatseinnahmen wie offensichtlicher Unterdeckung der Sozialsysteme gefährdet sein und die „Jagd“ auf die Reichen verschärfen, was wiederum das Erfolgsmodell der Schweiz tangiert. Die Angelegenheit ist bedeutend komplexer als ein paar Zahlenreihen.

          • Linus Huber sagt:

            … wenig leiden (nicht … wenig nehmen)

  • Marcel Senn sagt:

    Wenn man die Non-Performing Bank Loans weltweit so anschaut, haben die doch im Vergleich zur Jahrtausendwende (damals satte 9.65%) doch ziemlich abgenommen mit aktuell 3.9%.
    Nur 2007 bevor die Finanzkrise anfing, waren sie mit 2.7% auf dem Tiefststand und bewegen sich seither zw. 3.7 -4.3%

    http://data.worldbank.org/indicator/FB.AST.NPER.ZS

    • Rolf Zach sagt:

      Verdienstvoller Hinweis mit dieser Statistik der Weltbank. Wenn man so die Liste der einzelnen Länder so durchschaut, fällt einem auch vor allem die osteuropäischen Länder der EU auf, die den Euro haben (Baltikum/Slowakei) oder nicht haben (Polen/Rumänien), die ihren NPL Satz merklich reduziert haben. Ob die Zahlen von China so merklich besser sind als diejenigen von Europa bezweifle ich. Ich glaube mehr der Eurostat als dem Statistischen Amt von China.

      • Marcel Senn sagt:

        Zach: Stimmt: An den chinesischen Statistiken beisse ich mir auch regelmässig die Zähne aus und traue denen nicht wirklich immer über den Weg! Besuche ab und zu mal die PBOC Seite.
        .
        Auf der anderen Seite wenn man sieht was die alles auf die Beine stellen – z.B. einen Megaflughafen in Peking innert 40 Monaten und dann mit dem BER-Desaster vergleicht, dann haben die den Europäern schon einiges voraus…

  • Josef Marti sagt:

    Das ist in Wirklichkeit überhaupt kein Problem da über die vorangetriebene Bankenunion („zugweise Vergemeinschaftung der Kosten einer zukünftigen Bankenrettung“) die nordeuropäischen Bankkunden und Steuerzahler für alle Ausfälle geradestehen. Genauso stehen sie über die ständig anwachsende nicht fällig stellbare Targetforderung der D Bundesbank für alle Bank- und Staatsschulden des Südens gerade. Die innerhalb der Währungsunion fehlenden Transfermechanismen müssen logischerweise auf diese Art zwangsläufig durch die Hintertür eingebaut werden.

    • Rolf Zach sagt:

      Wie war das mit dem Risiko der Schweizer Steuerzahler bei der Rettung der UBS mit diesen US-Schrott-Hypotheken? Die FED hat einfach den Markt dieser Schrott-Hypotheken gestützt, indem sie die den gefährlichsten Schrott der US Banken einfach in ihre Bücher übernahm und so ermöglichte, dass sich der US-Immobilienmarkt erholte. Kredit schlägt die Währung! Das gleiche erleben wir jetzt in Spanien und sogar Erholung bei den Krediten der Länder, wo die Kreditsumme konsumiert und nicht investiert wurde. Man muss eigentlich die Brutto-Zahl der Non-Performing Loans unter 15 % drücken und dies wird in den nächsten 5 Jahren geschehen. Die grösste Gefahr sind Kriege in der Nachbarschaft von Europa und Verrückte wie Mme Le Pen, die durch verängstigte Wähler an die Macht kommen.

  • Dani Keller sagt:

    Chart 1 zeigt wieder einmal, dass die Maastricht Kriterien ein nutzloses Papier ist, die EU nicht mal die eigenen Verträge einhält, und somit ein unzuverlässiger Partner in allen Belangen ist. Und mit diesen will die Schweiz noch einen „Rahmenvertrag“ abschliessen…. einfach lächerlich und traurig, dass wir einen so verblendeten Bundesrat haben. Bereits mit den Bilateralen I und PFZ wurde die Schweiz über den Tisch gezogen, und man tut immer noch so in Bern, als ob die Bilateralen I ein Erfolg seien…

    • Josef Marti sagt:

      Daran ist die Landesverräterfraktion aus FDP/SP schuld. Das uralte linksextreme Motto „macht aus dem Staat Gurkensalat“ hat va. die FDP am konsequentesten umgesetzt.

      • Rolf Zach sagt:

        Ich weiß nicht, Herr Marti, ob Ihnen Ihr Kommentar ernst ist oder Ironie. Was Herr Keller als seine Überzeugung verficht, ist eigentlich blanker Unsinn
        und nur richtig, wenn man es differenziert in jedem einzelnen Teilgebiet beurteilt. Was in dieser Frage am wichtigsten ist, sind unsere Schweizer Interessen und da muss man sagen, wir wären mit dem EWR Vertrag von 1992 besser gefahren als mit den Bilateralen. Die Bilateralen sind immerhin besser als gar nichts und die EU außer Deutschland lauert nur darauf, dass wir ihn aufgeben, dies hat nicht nur wirtschaftliche Gründe, sondern ebenso administrativ-politische. Er stört! Wenn wir ihn verlassen heißt es, entweder gar nichts oder EU-Mitgliedschaft, wobei die EU wegen unserer Landwirtschaft inständig hofft, dass wir nie beitreten wollen.

      • Vadim Koslov sagt:

        Klar für hohe Staatsverschuldung ist die Partei Schuld die den Staat möglichst klein halten will..

        • Josef Marti sagt:

          Sie sind wohl auch einer dieser FDP Weichsinnigen die alles wie ein Spatzenhirn herunterbeten was man Ihnen vorkaut. Es gibt kein Land mit so tiefer Staatsverschuldung wie die CH. Ausser Sie wollen Kasachstan oder Somalia als Vorbild predigen.

        • Monique Schweizer sagt:

          Koslov: Die Eidgenossenschaft hat aktuell rund 105 Mrd Schulden, das entspricht in etwa den Militärausgaben und den Landwirtschaftssubventionen der letzten 13 Jahre, also den Lieblingsausgaben der Partei, die den Staat möglichst klein halten will…

          • Josef Marti sagt:

            Natürlich kommen die anderen Gebietskörperschaften auch noch hinzu; wenn man den Zahlen glauben soll ist die BIP Staatsschuldenquote 45%, und vor über 10 Jahren soll sie über 60% gewesen sein, die CH erweist sich also als eine richtige Geldvernichtungsmaschine. Rekordhalter ist immer noch Japan mit 250%.
            Kommt hinzu dass für Länder mit sehr hoher positiver Nettoauslandsposition und damit ohne Aussenschulden und chronischen LB Überschüssen die Staatsschulden ohnehin vollkommen irrelevant sind.

          • Monique Schweizer sagt:

            Marti: Offizielle CH Staatsverschuldung ist 33.6% (Q3 16) vom (Bund inkl. Kantone und Gemeinden).
            OECD rechnen dann aber noch dann noch AHV, IV etc dazu und kommen auf 45.3% aber nach irgendwelchen standartisierten Verfahren – 12% mehr wären rund 80 Mrd mehr Schulden – der AHV Ausgleichsfond hat aber per Ende 2016 noch 34.8 Mrd Guthaben, gut die IV ist ein paar wenige Mrd im Fass, aber sicher keine 78 Mrd
            .
            Ehrlich gesagt weiss ich nicht genau wie die OECD Funktionäre auf 45.3% kommen.
            Würde man die gesamte explizite und implizite Staatsverschuldung nehmen, hätte die CH eine Gesamtverschuldung um die 200% (gut die Zahlen sind leider schon ein paar Jahre alt)
            https://www.nzz.ch/finanzen/anleihen/implizite-staatsverschuldung-das-versteckte-schuldendilemma-ld.15909

          • Monique Schweizer sagt:

            Marti: Ja die Schweizer Net International Investment Position ist wieder kräftig gestiegen auf 854.3 Mrd CHF gemäss SNB Q4 16 und wir dürften damit weltweit ca auf Rang 6 der höchsten NIIP’s sein.
            Spitzenreiter bei der positiven NIIP ist übrigens genau auch jenes Japan mit rund 3 Billionen U$ und gemäss BIS 216.1 % Governement Debt at market value (andere Quellen geben 250% an, aber davon sind über 100% interne Schulden – was genau hier der Unterschied ist, kann ich auch nicht sagen)
            Rang 2 und 3 sind übrigens Deutschland und China mit +/- 1.6 Bio $
            .
            Dafür gerät Amiland immer tiefer in die Sch….e mit aktuell 8.1 Bio Minus
            https://www.bea.gov/newsreleases/international/intinv/intinvnewsrelease.htm

  • Alexander sagt:

    Die untere Hälfte des Mittelstandes gehört im Westen zu den Globalisierungs-Verlierern, wir haben negative demographische Entwicklung und Baby-Boomer sind 2011 im Pensionsalter angekommen. Die Elterngeneration von China’s 1-Kind-Politik steht vor der Pensionierung, deren Wirtschaftswachstum verlangsamt sich und Trump droht mit Währungs-/Handelskrieg.
    Wir halten uns mit Immobilien-/ Börsen-Blasen noch knapp über Wasser und am Bond Markt wird mit Billig-Kredit Rendite im grossen Stil herbei gehebelt.
    Das hat mittlerweile überall zu geopolitischen und innenpolitischen Spannungen geführt aber unsere Politiker kümmert das alles einen feuchten Sch…
    Lösung: Hyperinflation? Goldige Zeiten 😉

    • Marcel Senn sagt:

      Alexander: Ihre Hyperinflationsthese ist Unsinn, weil historisch gesehen galoppierende Inflationen oder gar Hyperinflationen primär dort vorgekommen ist, wo ein Land massiv in Devisen verschuldet war und dann die einheimische Währung hyperinflationierte.
      Weimarer Rep. Schuld in Goldmark – Papiermark inflationierte massiv
      Ungarn Ende 40er Jahre
      Südamerika va. Argentinien 1989, Brasilien 1983, Bolivien etc und aktuell Venezuela und auch Argentinien.
      .
      Da aber die EU in der Hartwährung € verschuldet ist, ist das Risiko einer Hyperinflation gering, in den USA dito.

      • Rolf Zach sagt:

        Ich kann das Wort Verlierer der Globalisierung nicht mehr hören. Alle reden davon und jeder versteht etwas anderes dabei. Oder ist es eine Europäisierung?
        Anscheinend ist im Waren- und Dienstleistungsfluss völlig gleichgültig, wie das Verhältnis von lokalen, regionalen, landesweiten, kontinentalen und globalen Konsumausgaben verteilt ist.
        Schauen wir doch einmal in meinen Dorf die Anzahl der Autos an, die mit dem lokalen Kantons-Schild herumfahren. Es ist die überwiegende Mehrheit, dann kommen die anderen Kantone und wenig aus dem grossen Kanton, bei den Lastwagen ist es ein wenig ausgebreiteter, aber trotzdem noch ziemlich kantonal. Diese Relationen kann man als Beispiel in der Volkswirtschaft durchaus verwenden. Schaut auf das ganze und nicht auf die höchstens 10 % global.

      • Alexander sagt:

        Danke für den Input. Ich respektire jede Meinung, selbst wenn ich sie nicht selber teile.
        Mit Inflation hält man Schulden unter Kontrolle, doch nach 8 Jahren „Notfallmassnahme“ mit Tiefzinspolitik duch Zentralbanken sollten langsam Fragen gestellt werden?!?
        Was ich meine mit Hyperinflation ist, dass die Probleme im Westen so vielfältig und so massiv sind, dass man einen weiteren Crash mit allen Mitteln verhindern wird.
        Wir nähern uns einer Rezession (oder sind schon mittendrin) und Zinsen können wohl kaum noch gesenkt werden, also bleibt nur noch Geld-drucken als Stimulation übrig.
        Wollen wir ein Kilo Silber darauf wetten, dass wir in Q4 Hyperinflation haben werden?

        • Linus Huber sagt:

          Ja, Alexander, Sie überlegen weiter als einzig die offensichtliche gegenwärtige Situation zu analysieren. Ich gehe mit Ihnen einig, dass die gegenwärtige Gangart die Anzahl an Optionen reduziert, wodurch (wie 2008) im Zeitpunkt der nächsten Krise, neue geldpolitische Instrumente an Zwangsmassnahmen gefunden werden, welche sehr wohl hyperinflationären Charakter ausweisen mögen.

          • Anh Toàn sagt:

            @Huber: „…. dass die gegenwärtige Gangart die Anzahl an Optionen reduziert….“

            Darum fahre ich immer Vollgas, denn je schneller ich bin, umso mehr kann ich bremsen. Würde ich ganz langsam fahren, könnte ich gar nicht mehr bremsen.

            Übrigens, Ihr Post beginnt mit „Ja, Alexander“ um zu Enden mit, dass es

            a) eine neue Krise brauche
            b) neue geldpolitische Instrumente an „Zwangsmassnahmen“ (schön wäre doch, wenn geldpolitische Instrumente rein freiwillig wären, Negativzinsen nur abgerechnet werden, wenn es gewünscht wird vom Gläubiger)

            und dann mögen, könnten, dürften, diese neue Instrumente (die noch keiner kennt) sehr wohl inflationären Charakter aufweisen.

            Also sagen Sie: Die bisherigen geldpolitischen Instrumente habe keinen inflationären Charakter.

            Du verstehen?

          • Anh Toàn sagt:

            „Sie überlegen weiter als einzig die offensichtliche gegenwärtige Situation zu analysieren“

            Nein, Alexander sagt, die gegenwärtige Situation werde im q4 in einer Hyperinflation enden.

            Schwierigkeiten mit Lesen? Etwas lesen UND dessen Inhalt, Aussage verstehen?

            „Neue geldpolitische Instrumente an Zwangsmassnahmen“

            Warum nicht einfach neue geldpolitische Instrumente?

            Man könnte keinen negative Konnotation einbringen: Die Säcke, machen Zwangsmassnahmen! Das ist doch gegen Menschenrechte, Freiheit und überhaupt!

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Nichts neues aus dem fernen Osten. Huber wartet immer noch auf Godot ähm den grossen Crash, die Hyperinflation, den €-Zusammenbruch usw usw….
            .
            Selbst der vermeintliche Heilsbringer und König der Wendehälse – Donald der Erste ist sich schon am überlegen ob er Frau Yellen 2018 nicht doch besser im Amt lassen würde, vermutlich weil er in seiner Dilettantentruppe niemand geeigneteren gefunden hat und auch Ivanka keinen Rat weiss, was Daddy in der Angelegenheit zu tun hat!
            .
            In dem Sinne frohe Ostern Linus — lassen Sie sich heute gemäss Landessitte auf den Philippinen auch wieder mals ans Kreuz nageln? Vielleicht ergäbe das mal ein paar neue Denkinputs….

          • Linus Huber sagt:

            1. Wie Sie fahren interessiert niemanden.

            2. Ich sage nicht, dass es eine Krise braucht, sondern eine solche ist unvermeidbar bei dieser prinzipienfreien Gangart; einzig der Zeitpunkt ist nicht vorhersehbar.

            3. Natürlich ist Geldpolitik Zwang und Umverteilung; die Frage lautet, ob dies überhaupt erwünscht ist, und wenn ja, in welchem Ausmasse und zu wessen Gunsten die damit erzeugte Umverteilung von der Bevölkerung erwünscht ist.

            4. Inflationäre Geldpolitik wurde seit Jahrzehnten angewendet. Nur heisst dies eben nicht, dass sich die Inflation in den vom Staat verwendeten Parametern melden muss. Bei Hyperinflation handelt es sich nicht in erster Linie um Inflation per se, sondern um den Verlust an Vertrauen in eine Währung.

            Alexander denkt weiter, Sie nicht.

          • Linus Huber sagt:

            Sicher doch Marcel, Sie warten nicht auf Godot, denn diesen haben Sie in Ihrer Obrigkeitsglaeubigkeit in den IYIs, welche derart erfolgreich die Situation beherrschten, dass es zu keiner systembedrohenden Krisen kam, bereits gefunden. Anstelle diesen Umstand zu erkennen, unterstellt man vorzugsweise anderen, dass sie auf Godot warten, was natürlich nicht nur kein Argument, sondern kompletter Unsinn ist.

          • Marcel Senn sagt:

            Werter Linus – die Endlosschlaufe mit der Obrigkeitsunterstellung und den IYI nervt doch langsam etwas & hat bei mir schon allenfalls beabsichtigte „erzieherische Wirkungen“ verloren! Dafür auch Ihnen mal eine rote Karte!
            .
            Sie geben uns dauernd das Gefühl, dass Sie auf einen „Erlöser“ warten, der den ganzen Turm zu Babel mittels Hyperinflation, Massenbankrotten etc. eincrashen lässt um ein prinzipienstarres Welt(gold?)konstrukt in Ihrem Sinne zu erbauen!
            .
            Würde mal drauf setzen, dass Sie mit aktuell 64 Jahren bei einer geschätzten Restlebenszeit von 25-35 Jahren dies nicht mehr erleben werden & diesen Planeten unvollendeter Dinge verlassen werden müssen.
            Aber wenn der Weg das Ziel sein sollte, dann können Sie ja weiterhin auf ihre neue Systemordnung warten & warten & warten!

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Irgendwie erinnern Sie mich an Bannon, von dem heute im Tagi stand:
            „Er scheint der Theorie anzuhängen, dass alle 80 Jahre eine grosse Katastrophe die Menschheit in eine tiefe Krise stürzt. Um danach gereinigt und geläutert aus ihr emporzusteigen. Er ist für totale Deregulierung im Inneren, sieht sich als Kämpfer gegen das Polit-Establishment in Washington. Und wenn es nach ihm ginge, würden die USA den Rest der Welt einfach sich selbst überlassen.“
            .
            Aber schon nach nicht mal 100 Tagen ist er in Ungnade gefallen (er selber hat mal gemeint bis in den Herbst könne er sich halten)!
            Wenn sich ein Bannon am Ende nicht durchsetzen kann, dann wird es eben auch ein Huber mit seinen Theorien nicht, weil sie eben nicht funktionieren. Aber das sehen Sie als Theoretiker nicht

          • Anh Toàn sagt:

            @Linus Huber „1. Wie Sie fahren interessiert niemanden.“

            zeigt, dass Sie einen Text nicht verstehen können. Das war eine Antwort auf ihr „„…. dass die gegenwärtige Gangart die Anzahl an Optionen reduziert….“, nicht eine Beschreibung meines Fahrstils. (Würde es meinen Fahrstil beschreiben, wäre es eine Lüge)

          • Linus Huber sagt:

            Marcel: Sie scheinen die Idee zu vertreten, dass ich irgend etwas durchzusetzen versuche. Weit gefehlt; ich versuche nur die Zusammenhänge zu erläutern. Es wundert mich, dass Sie nach eigenen Angaben auf die Problematik der Hypotheken hinwiesen und somit eigentlich einen Indikator, welche mit zur Krise 2008 führte, erkannten, jedoch wie heute offensichtlich die Gefahr einer sich anbahnenden systembedrohenden Krise nicht zu erkennen schienen. Ähnlich dürften Sie dies heute handhaben, indem Sie gewisse einzelne Aspekte erkennen, jedoch den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen.

          • Linus Huber sagt:

            Anh: Natürlich verstehe ich Ihren Vergleich nicht, weil er nicht als Antwort taugt.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Sie gewichten die Problemfelder einfach anders als ich. Sie gehen davon aus, dass die Abkehr 1971 vom Teilgoldstandard und die Wiedereinführung der flex. Wechselkurse, die Macht der Zentralbanken inkl. verfehlter Zinspolitik die „Erbsünde“ ist (dass heisst nicht, dass ich keinen Impact der ZB sehe, aber eben einen weit geringeren). Für mich war die „Erbsünde“ der Big Bang und all die sonstigen Deregulierungen im Finanzsektor, die dann zu betrügerischem Hypovergaben mit allen Folgen geführt haben und auch die €-Zone noch tiefer ins Elend gerissen haben (war def. nicht die einzige Ursache. Die € Erbsünde war, dass der € ein politischer Entscheid war und kein austarierter ökonomischer).
            .
            Sie sehen einen dunklen Tannenwald und ich sehe einen Mischwald mit vielen Baumarten

          • Linus Huber sagt:

            Sicher doch Marcel, ich verstehe Ihr Gedankengut ganz gut. Sie erkennen in Zentralplanung und Macht Konzentration einzig die offensichtlichen unmittelbaren Vorteile, während ich die unmittelbaren Vorteile zwar auch sehe, jedoch ebenfalls die darin versteckten Nachteile, welche als 2./3. Runden-Effekte auftreten, und daher vorsichtig bin in einer positiven Beurteilung zentralistischer Eingriffe und Machtanmassungen der Regierungen.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Wieso gehen Sie zur Abwechslung nicht mal auf die 2./3. Rundeneffekt einer deregulierten Finanzindustrie ein?
            .
            Vielleicht hätten Sie sich gestern doch besser zusammen mit all den Fililpinos kreuzigen lassen sollen, das hätte vielleicht bei Ihnen die längst überfällige und benötigte Bewusstseinserweiterung auslösen können, anstatt dogmatisch und realitätsfern störrisch immer denselben Quark breit und breiter zu treten!
            .
            Ich werde auf jeden Fall genüsslich beobachten wie die von Ihnen so verehrte „iron Lady“ May von der Machotante sich in den nächsten 23 Monaten zur bleiweichen Pragmatikerin wandelt (resp. verwandeln muss), wenn sie ihr Land nicht an die Wand fahren will. Sie Huber würden glaub jedes Land an die Wand fahren – zum Glück sind Sie kein Machthaber!

          • Linus Huber sagt:

            „Wieso gehen Sie zur Abwechslung nicht mal auf die 2./3. Rundeneffekt einer deregulierten Finanzindustrie ein?“

            Bin ich dies nicht schon derart oft, dass es bereits langweilen dürfte. Der Wechsel vom Gold- zum PhD-Standard ermöglichte eine Geldpolitik (unilaterale Macht Anmassung der US-Regierung), welcher zunehmend dem Finanzsektor diente, wodurch sich deren Forderungen (Deregulierung bei gleichzeitigem Ausbau der indirekten Subventionierung) ungehindert durchgesetzt werden konnten, was kurzum zur „financialization“ der Wirtschaft führte.

          • Marcel Senn sagt:

            Nur hat sich das System mit der Teilgoldanbindung 1971 totgelaufen. Sicher wegen den Amis, aber wir können uns unsere Welt nun mal nicht auslesen und die Amis sind nun mal einfach da. Aktuell mit dem unkontrollierbaren Onkel Donald wirrer denn je zuvor und wir müssen mit den Amis nun mal leben, so wie wir mit Vulkanausbrüchen, Erdbeben und anderen Katastrophen leben müssen.
            Darum ist Ihr ewiges PhD Lamento inzwischen wirklich sehr sehr langweilig und es müssen neue Lösungsansätze her, eben z.B. wie man die Financialisation einigermassen in den Griff bekommt, damit die Kollateralschäden nicht zu gross werden.
            Alles andere sind Ponyhofträumereien von Linus aus dem fernen Osten, die uns auch nicht weiterbringen.
            Pragmatisch denken war wohl noch nie Ihre Stärke!
            Cappiche Huber?

          • Linus Huber sagt:

            Na ja, wir dürften uns wohl darin unterscheiden, dass Sie die ökonomische Doktrin, welche in erster Linie dazu dient, die Machtanmassung und -erweiterung von Regierungen mit abstrusen Theorien zu rechtfertigen, während ich dieses sich verdingende Verhalten der massgebenden Ökonomen nicht nur nicht akzeptiere, sondern grundlegend in Frage stelle. Kritik bedingt, dass man die Zusammenhänge erläutert und nicht einfach all den gepredigten Unsinn akzeptiert.

            Dies hat nichts mit pragmatisch oder dogmatisch sondern mit der Fähigkeit kritisch zu denken und argumentieren zu tun, welche die Grundlage einer gut funktionierenden Demokratie bildet.

          • Linus Huber sagt:

            … rechtfertigen, kritiklos akzeptieren, während ….

          • Anh Toàn sagt:

            „Na ja, wir dürften uns wohl darin unterscheiden, dass Sie die ökonomische Doktrin, welche in erster Linie dazu dient, die Machtanmassung und -erweiterung von Regierungen mit abstrusen Theorien zu rechtfertigen.“

            Na ja, Sie Herr Huber und ich dürften uns darin unterscheiden, dass Sie ihre Doktrin, welche in erster Linie dazu dient, die demokratisch gewählten Organe und gestaltenden Gesetze als willkürliche Machtanmassung darzustellen, um den Umsturz dieser demokratischen Ordnung zu rechtfertigen.

            Die Lynchjustiz als patriotische Pflicht gegen machtanmassende Politiker.

            Sie schleudern nichts als Schmutz auf die demokratisch legitimierten Staatsorgane, man sollte Ihren schmutzigen Mund mal tüchtig mit Seife auswaschen.

          • Anh Toàn sagt:

            Na ja, wir dürften uns wohl darin unterscheiden, dass Sie die Doktrin des Nationalstaates, welche in erster Linie dazu dient, die Machtanmassung und -erweiterung von Regierungen mit abstrusen Theorien eines „Volkes“ zu rechtfertigen, während ich dieses sich verdingende Verhalten der massgebenden Historiker nicht nur nicht akzeptiere, sondern grundlegend in Frage stelle. Kritik bedingt, dass man die Zusammenhänge erläutert und nicht einfach all den gepredigten Unsinn akzeptiert.

          • Anh Toàn sagt:

            „… rechtfertigen, kritiklos akzeptieren, während ….“

            kritiklos akzeptieren, rechtfertigen tun Sie Herr Huber die Doktrin des Nationalstaates, den Gott wollte, oder die natürliche Ordnung, hat Deutsche und Österreicher und Deutschschweizer und Südtiroler gemacht, Friesen und Dänen und Holländer.

            Da behaupten Sie dann eine natürliche Ordnung, welche halt die menschliche Natur sei, dabei gibt es sowas gerade mal zweihundert Jahre, die Lüge der gottgewollten Monarchie wurde mit der Lüge des gottgewollten Nationalstaates ersetzt (Im Namen Gottes des Allmächtigen, God bless America). Dies dient einzig machtbessenen Politikern.

            Sie stört Geldpolitik und Sozialpolitik, Ihre Denk- und Sichtweise begrenzt sich auf Fragmente, vor lauter Wald und Bäume und so, gell!

          • Monique Schweizer sagt:

            Anh: Meine Worte – sie haben Hubers wunde Punkte gut getroffen!

          • Linus Huber sagt:

            „Umsturz dieser demokratischen Ordnung“

            Wenn Sie sich derart stark auf die Demokratie berufen wollen, dürften Sie die politischen Reaktionen der Bevölkerungen begrüssen, wie z.B. Brexit oder Trump. Leider erkenne ich wenig Freude, wenn sich die Demokratie erneuert (obwohl es im ersten Schritt der Neuorientierung wohl einzig um die Auflösung der Verkrustung geht). Wenn Sie die Bedeutung der Demokratie wirklich ernst nehmen, würden Sie deren Ausbau und nicht Untergrabung befürworten. Jedes gesellschaftliche System korrumpiert sich aufgrund des Faktors Mensch über Zeit, sofern keine regelmässig grundlegenden Reformationen stattfinden. Sie scheinen die gleichförmige Entwicklung als positiv zu betrachten und erkennen den totalitären Aspekt darin nicht.

          • Anh Toàn sagt:

            „Brexit“ und Demokratie:

            Das britische Volk wurde zu einer Konsultativabstimmung aufgerufen, und zwar nicht entsprechend einer verfassungsmässigen Kompetenz, sondern weil es der damalige Cheffe, der Cameron, sich damit seiner Verantwortung entzog. Dann hatte die Konsultativabstimmung ein anderes Ergebnis als von Cameron erhofft, und dann war diese plötzlich nicht mehr konsultativ. Brexit hat gar nichts mit Demokratie zu tun, noch weniger aber Trump: Warum war es ein demokratischer Vorteil, dass Trump und nicht Clinton gewählt wurde? Ist für Sie Trump demokratisch legitimierter als es Obama war? Ihr Post lässt es vermuten.

            Wenn Le Pen gewinnt, ist es demokratisch sagt der Huber, gewinnen andere, ist es Machtanmassung von IYI’s.

          • Anh Toàn sagt:

            Eigentlich müssten Sie, wären Sie konsequent, die Abschaffung der Demokratie durch das türkische Volk als Sieg der Demokratie feiern.

            Da wurde doch abgestimmt in der Türkei. also ist supi-dupi-Demo.

          • Anh Toàn sagt:

            Sie haben sich ja als Fan von Frau May geäussert, welche gegen Brexit war, bis für den Brexit zu sein ihr bessere Karrierechancen ermöglicht. Sie hat Neuwahlen ausgeschlossen, nur um welche zu verkünden, als ihr diese vorteilhaft zur Sicherung ihrer Macht erschienen.

            Aber da klatscht der Huber Beifall!

          • Anh Toàn sagt:

            Da verbeugt sich der Huber tief, weil er meint die Volks-und D3emokratieverteidiger stehen vor ihm, dabei stehen sie genau hinter ihm und effen ihn in den Hintern.

          • Linus Huber sagt:

            Es mehren sich die Anzeichen, dass der Status Quo, welcher durch die gleichförmige Entwicklung zunehmender Zentralisation Richtung totalitärer Gesellschaftsordnung und der damit einhergehenden unterschwelligen Untergrabung demokratischer Werte in Frage gestellt wird. Gesellschaftliche Bewusstseinsveränderungen sind ein langsamer Prozess und dürften sich über mehrere Wahlzyklen mit gelegentlichen Rückschlägen und Verfehlungen abspielen. Die Legitimation der Regierung unterliegt in einer Demokratie dem Volkswillen, welcher zunehmend die heutigen Entscheidungsträger in Frage stellt. Der Unterschied liegt nicht darin, dass die Legitimation in Frage gestellt wird, sondern inwiefern man daran Kritik üben darf. Aus Ihrer Sicht wohl nicht; aus meiner Sicht ist es geradezu Pflicht.

          • Anh Toàn sagt:

            „Kritik“ und generalisierende Rundumschläge (IYI, Zentralisten, Machtanmassende Poltiker, Doktringläubige Zentralbanker und unterwürfige Oekonomen sind aber zwei paar Stiefel).

            Aber Sie sind ein Guter, ganz sicher kommen Sie in den Patrioten- oder Demokratenhimmel.

          • Linus Huber sagt:

            Dank der hohen Anzahl an gut konditionierten „Fans“, besteht bei den entsprechenden Enfscheidungstraegern gar kein Bedarf sich bis anhin ernsthaft etwelcher grundlegender Kritik zu stellen, sondern einzig oberflächliche Aspekte werden berücksichtigt. Um das gängige Gedankengut überhaupt in Frage zu stellen, reichen zimperliche Kleinigkeiten an Kritikversuchen schwerlich aus um die angeeignete Überheblichkeit zu überwinden.

        • Marcel Senn sagt:

          Alexander: Diese Hyperinflationstehesen begleiten uns schon spätestens seit 2012. Ich gehe daher auf Ihre Silberwette nicht ein, weil ich Sie nicht schädigen will.
          Die Geldumlaufgeschwindigkeit z.B. in den USA ist tiefer als in den 30er Jahren – MZM gerade mal auf rund 1.3 vom BIP.
          Gut die weltweiten Zentralbanken sind zwar etwas aufgebläht mit insgesamt 25 Bio $, aber ich bin mir sicher im schlimmsten Falle könnte man einen Teil allfälliger Non-Performing Loans auch noch in Bad Central Banks aus- oder endlagern.
          .
          Und wieso bitte soll es Hyperinflation gegen? Das Warenangebot ist in der Menge so gross wie nie zuvor – alle unterbieten sich in den Preisen, der Preisdruck gewaltig – also keine guten Voraussetzungen für Inflation geschweige denn Hyperinflation.

          • Marcel Senn sagt:

            Alexander: Oder vertreten Sie tatsächlich die Meinung dass über 24% Niedrigstlohnempfänger, Praktikanten, ein € Jobber in Deutschland Inflation auslösen könnten mit ihren paar Kröten.
            Dito die über 40 Mio Studenten (bei einer Workforce von 153 Mio Amis) in USA die mit über 1400 Mrd zu 4-6% verschuldet sind bald eine Hyperinflation auslösen könnten.
            Die weltweite Broad Money Menge hat gar nicht so dramatisch zugenommen. Seit 2000 von damals rund 100% des GDP auf 123% 2015 – nur wurden seit damals auch viele Assets geschaffen, wenn man die kumulierten Capital Expenditures mal anschaut. Alleine was seither alles in China gebaut wurde – der reine Wahnsinn und das sind Werte die ca 30-50 J bestehen bleiben.
            http://data.worldbank.org/indicator/FM.LBL.BMNY.GD.ZS

  • Hannes Berchtold sagt:

    So lange wir am Schuldgeld-System festhalten ist es nur eine Frage der Zeit, bis es einmal krachen wird. Und dann wird es ungemütlich. Das Problem ist doch, dass in diesem Schuldgeldsystem durch den Zinseffekt bewirkt wird, dass nicht die Guthaben, aber die Schulden laufend anwachsen. Und das ist auch der Grund, weshalb es ohne Wachstum nicht geht.
    Wenn BR und SNB zur Vollgeld-Initiative jetzt bemerken, dass die Einführung von schuldenlosem Geld ein unnötiges und unkontrollierbares Risiko sei, so mutet das merkwürdig an in Anbetracht der Tatsache, dass das Floaten der Märkte mit Schuldgeld (quantitive easing) wohl noch ein viel grösseres Problem ist, dessen Lösung wir vor uns herschieben. Wo liegt denn – ausser der allgemeinen Polemik das „Problem“ im Vollgeld denn wirklich?

    • Vadim Koslov sagt:

      Die Schulden wachsen durch Zinsen ohne die Guthaben? Wer erhält dann die Zinsen? Nicht etwa die Kreditgeber?

    • Carlo sagt:

      @Hannes Berchtold
      1. Schulden = Guthaben
      2. Das Kapital braucht per se Wachstum wie der Fisch das Wasser. Die Aufblähung des fiktiven Kapitals ist nur eine logische Reaktion des Systems, da die klassische Verwertung von Kapital schon seit Jahrzehnten nicht mehr so funktioniert wie sie nach Lehrbuch funktionieren sollte. Seit 2008 spitzt sich diese Situation noch einmal dramatisch zu, da sich das fiktive Kapital freilich nicht vollständig von der Realakkumulation verabschieden kann und wenigstens den Schein wahren muss, dass diese gigantischen Spekulationen sich noch in der Zukunft realisieren können. Je grotesker das Verhältnis zwischen fiktivem Kapital und sich tatsächlich verwertendem Kapital wird – um so grösser wird auch die potentielle Fallhöhe an den Börsen. Das fiktive Kapital ist nun der Kern der gesammten Unternehmung (es übersteigt um das zigfache die GDPs aller grossen Volkswirtschaften).

      • Monique Schweizer sagt:

        Carlo: Der Gesamtwert aller Börsenkotierten Unternehmungen weltweit beträgt aktuell rund 71 Bio $ (bei einem Price Book Value von 2.0 – also rund 35 Bio sind Eigenkapital und 35 Bio „Spekulation“ resp. der abdiskontierte Barwert zukünftiger Ertragserwartungen ) – das Welt GDP rund 75 Bio $ und zu Kaufkraftparität sogar rund 119 Bio $!
        .
        Auf welcher Grundlage erträumen Sie hier sich also ein mehrfaches fiktives Kapital vom GDP in ihrem marxistischen Universum herbei?
        Ich mag Marx ja auch, aber er lebte in einer anderen Zeitepoche und war Theoretiker mit dem Spezialgebiet „die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen“ und des Kapitals aus einer Perspektive des 19. Jahrhundert, wo der kleine Mann noch keine Aktien hatte.

        • Carlo sagt:

          Currency and credit derivatives USA:
          625 Billionen $

          US-GDP:
          18.9 Billionen $

          33 X 18.9 = 625

          • Marcel Senn sagt:

            Ja Carlo – so eine Schwachsinnrechnung stellt jemand auf der keine Ahnung von Derivaten resp Derivatestatistikmethoden hat
            .
            Lesen Sie doch mal meinen Kommentar auf die Antwort von Herrn Boller (12.4. 17 15:40)
            Oder dies hier
            http://www.bis.org/publ/otc_hy1611.pdf

            PS Ich habe ein paar Jahre mit Derivaten und habe auch mit Derivatestatstiken gearbeitet – habe also eine gewisse Ahnung – Sie vermutlich kennen die vermutlich nur vom hörensagen!

          • Carlo sagt:

            @Marcel Senn
            Ihr Paper sagts ja selber:

            Alle Derivate (credit, commodity, equity, currency) beliefen sich schon 2013 auf 700 Billionen $, 2016 dann unter 500 Billionen $.
            Wieso sollten diese 2017 nicht wieder auf 625 Billionen $ gestiegen sein? Habe die Infos von debtclock.org… – die können sich freilich auch um ein paar Billiönchen irren. Jedenfalls kein Grund hier gleich ausfällig zu werden und sich als den „Superexperten“ aufzuspielen!

          • Carlo sagt:

            @Marcel Senn
            Für die Berechnung der Derivatesumme wird bei debtclock.org sogar die BIS explizit genannt. Also was zum Teufel wollen Sie noch mehr?

          • Carlo sagt:

            @Marcel
            explizit als Quelle genannt.

          • Carlo sagt:

            @Marcel Senn
            Interessant als „Nichtexperte“ finde ich, dass zwei Zahlen offensichtlich miteinander korrelieren: Monetary Base und Currency + Credit derivatives.
            Monetary Base: seit 2000 um 537% gestiegen.
            Currency+Credit Derivatives: seit 2000 um 595% gestiegen.

          • Carlo sagt:

            @Martin Senn
            Was Sie eigentlich sagen wollten – bevor Sie sich in Beleidigungen und arrogantem Expertengehabe verausgabten – war wohl:
            „the cost of replacing all outstanding contracts at current marketprices – rose to 20.7 trillion $.“

          • Linus Huber sagt:

            @ Carlo

            Bleiben Sie gelassen. Wohl jeder Leser dürfte die Diskussion korrekt einstufen und die
            Inhaltliche Schwaeche, welche bei herablassendem Verhalten meist vorliegt, leicht erkennen.

          • Carlo sagt:

            @Linus Huber
            Unsere Blogexpertokratie (ob nun Frau Schweizer oder Herr Senn) hält sich halt für die crème de la crème…- die Herrschaften kennen sich mit „grossen Zahlen“ und Statistiken aus und sind überhaupt sehr versiert wenns um Erbsenzählerei geht – der Preis, den sie für ihr „Talent“ bezahlen, scheint mir die Unfähigkeit zu sein das „big picture“ in den Fokus zu bekommen, da dies eine gewisse kreative Spekulationsfähigkeit voraussetzt, die man eben nicht im Ökonometrieunterricht erlernt. Damit will ich nicht behaupten, dass man einfach ins Blaue hinaus spekulieren sollte – aber die „Wahrheit“ besitzt eben selber immer eine gewisse Unschärfe, die man mit Erbsenzählerei und schönen Förmelchen, die in der Theorie „stimmen“, nicht einfach weghexen kann.

  • Carlo sagt:

    Das sich real verwertende Kapital hängt schon längstens am Tropf des fiktiven Kapitals. Das fiktive Kapital ist ein verbrieftes Versprechen darauf, dass es sich in Zukunft verwerten wird (freilich muss dies angesichts der Summen, die auf Verwertung harren, immer mehr zu einem irrwitzigen Versprechen mutieren). Der Dowjonesindex ist wohl um 100% überbewertet – ähnlich siehts beim DAX und anderen wichtigen Indices aus…
    Das Kapital muss immer mehr in die Spekulation ausweichen und sich künstlich „verdoppeln“ um überhaupt noch so etwas wie „Wachstum auf dem Papier“ zu generieren. Die Schuldenberge und faule Kredite sind nur die Kehrseite der Medaille auf die auch noch einmal spekuliert werden kann…

    • Bernhard Piller sagt:

      Was heisst, der „Dowjonesindex“ oder der „DAX“ sei wohl 100 % überbewertet? Wenn die Währung zusammenbricht, sind die Inhaber dieser Aktien immerhin noch Inhaber von Realwerten. Desgleichen mit Gold oder Immobilien. Die Regierung können nichts anderes machen als Schulden weginflationieren – und es wird ihnen gelingen.. Da hilft nur die Flucht in Realwerte.

      • Carlo sagt:

        @Bernhard Piller
        Wenn „die Währung zusammenbricht“ bricht auch der ganze spekulative Überbau in sich zusammen. Normalerweise funktioniert die Geschichte aber genau 180 Grad in die andere Richtung…
        Desweiteren sind diese gehandelten „Realwerte“ an den Börsen eben meist überhaupt nicht so „real“, da sich erst in der Zukunft noch weisen müsste, dass Kapital überhaupt verwertet werden kann. Man spekuliert immer mehr auf zukünftige Verwertung – die „realen Werte“ sind überhaupt nicht mehr das Zentrum des Geschehens.
        Das GDP der USA müsste in den nächsten 10 Jahren jedes Jahr um 5-6 % wachsen, sodass die Rechnung der Spekulanten aufgeht. Nun – der Glaube stirbt zuletzt…

  • Martin sagt:

    Und was ist mit BIZ Basel III? 127 Banken in ganz Europa machen da mit. Wieso steht nirgends, dass sich deren Bilanzen massiv verbessert haben? Viele italienische Banken hinken noch etwas hinterher, aber auch in Italien wird das teilweise umgesetzt. Ich frage mich, weshalb jetzt wieder von schlechten Schulden bzw. non performing loans geschrieben wird?

  • Anh Toàn sagt:

    „Entscheidend ist die Höhe der Bank-Rücklagen zur Absicherung gegen Kreditausfälle.“

    Und um das zu beurteilen, würde ich gerne die Zusammensetzung der NPL haben: Eine Hypo, deren Zinsen nicht bezahlt werden, dürfte ohne handfeste Immobilienkrise höchstens zu einem geringen Ausfall führen, während bei einer Ausleihe an ein Unternehmen, welche nicht bedient wird, ein Totalverlust deutlich wahrscheinlicher ist.

    • Rolf Zach sagt:

      Dieses Phänomen der besseren Werthaltung der Hypotheken bestätigt sich immer wieder bei einer Erholung des Immobilienmarkt. Gehen die Immobilien bei einer Erholung um 10 % im Preis hinauf, sind bereits viele Hypotheken im grünen Bereich, siehe die USA und Spanien.

      • Anh Toàn sagt:

        Private Schuldner bedienen ihre Schulden nicht, weil andere Einkommen wegfallen oder sich reduzieren, insbesondere das Erwerbseinkommen, oder zusätzliche Kosten entstehen durch Krankheit in der Familie, oft auch aus Kombinationen. Damit vermindert sich der Wert der Sicherheit, eben der Immobilie bei Hypotheken, nicht. (Bei um 50% sinkenden Immobilienpreisen verliert die Bank „nur“ 37.5% bei einer Hypo von 80 Prozent (das ist vielerorts sehr hoch in EU)

        Bei Unternehmenskrediten gibt es auch Sicherheiten (Debitorenzession, Abtretung von Warenlagern), deren Wert ist aber deutlich unsicherer. Vor allem aber ist ein Unternehmen auf Kapital angewiesen, bedient es seine Kredite nicht, ist es fast immer pleite.

        Man muss viel mehr wissen, um die Wertberichtigungen zu beurteilen.

  • Jens sagt:

    Bilanzen haben bekanntlich zwei Seiten. Den Schulden stehen Guthaben der Anleger gegenüber. Ist anscheinend in Vergessenheit geraten. Warum wohl?

    • Hans Kast sagt:

      Wenn die Guthaben einmal den ‚richtigen‘ Anlegern gehören (sprich z.B. den Pensionskassen!), dann wirds gefährlich! Wetten?

    • Christoph Bögli sagt:

      Es geht im Artikel um Kredite mit hohen Ausfallrisiken. Natürlich haben die Banken diese Kredite als Guthaben in den Büchern, aber gerade das sorgt für das riesige Risiko, denn wenn die Kredite nicht mehr bedient werden können kösen sich auch die Guthaben in Luft auf. Was die Banken schnell mal mit in den Abgrund reissen könnte und wiederum deren Investoren bzw. Einlagen in Gefahr bringt, mit den üblichen, fatalen Kettenreaktion.

    • Marcel Senn sagt:

      Jens: Die kumulierten Weltschulden aller Akteure dürften aktuell gegen 240 Bio $ betragen. Das kumulierte Weltvermögen aller Akteure um die 450-480 Bio $ — darum funktioniert die ganze Schuldenbonanza auch noch.
      Problematisch wirds dann wenn einzelne Akteure mit über 100% ihrer Aktiven überschuldet sind, dann kann es zu Kettenreaktionen kommen, die andere dann auch mitreissen und die Aktiven in Folge dann tiefer bewertet werden, was wiederum eine weitere Abwärtsspirale nach sich zieht. 2008/09 hatten wir ja mal ein Müsterli davon.

      • Linus Huber sagt:

        … und Herr Senn?

        Wollen Sie hier uns etwa klar machen, dass die Erhöhung zentralistischer Planung und Zwangsmassnahmen diese Abwärtsspirale verhindern wird und die Entwicklung zu einem totalitären System von den Bevölkerungen anstandslos hingenommen wird? Oder was genau wollen Sie implizieren?

        • Marcel Senn sagt:

          Huber: Was kommen Sie jetzt wieder mit Ihrem langweilenden zentralplanerischen Gelabber und Ihren totalitären Phantasien. Ihren Obrigkeitsgläubigkeitschrott und die IYI, die 2/3 Runden-Effekt haben Sie noch vergessen zu erwähnen um ihr Standardklischeerepertoire zu komplementieren.
          .
          Wenn ich die aktuelle Situation mit derjenigen der grossen Depression der 30Jahre v.a. in USA und D 1931/32 vergleiche, dann geht es den meisten in den industrialisierten Ländern doch nach wie vor verdammt gut!

          • Linus Huber sagt:

            Aufgeschoben heisst leider nicht aufgehoben. Aber ich verstehe Ihre Einstellung gut, dass einzig das jetzt und heute zählt und wie es der nächsten Generation ergeht/ergehen wird, bedeutungslos ist. Um wieder einmal einen ketzerischen Vorschlag zur allgemeinen Empörung zu platzieren: Vielleicht sollte bei Wahlen/Abstimmungen die Stimme derjenigen, welche die Verantwortung für Kinder tragen/trugen, doppelt zählen um die kurzfristig orientierte Denkweise ein wenig zu reduzieren.

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Immerhin gefällt mir Ihr „ketzerischer“ Vorschlag mit dem Mehrfachstimmrecht für Eltern noch einiges besser als der Vorschlag gewisser Rechtsbürgerlicher, die nur noch Steuerzahlern ab einem bestimmten Steuersubstratniveau das Stimmrecht einräumen wollen. Das wäre doch echt ätzend!
            .
            Auf der anderen Seite gilt es bei Ihrem Vorschlag aber auch die Volxweisheit zu berücksichtigen: „Dumm fi…t gut und verhütet schlecht!“

          • Linus Huber sagt:

            „Dumm fi…t gut und verhütet schlecht!“

            🙂 Je älter ich werde, desto dümmer möchte ich werden, allerdings mit Verhütung.

          • Franz Goedl sagt:

            Wieso ist in diesem Blog niemand fähig, dem Huber eine sachliche Antwort zu geben ohne den Kommentar mit abwertenden Bemerkungen und Adjektiven zu spicken? Muss sich jeder mal selber fragen, weshalb man das macht. Hat es eventuell doch eine Portion Wahrheit in Hubers Aussagen, die einem nicht schmecken?

          • Anh Toàn sagt:

            @Franz Goedl Linus Huber weiter oben

            „Es mehren sich die Anzeichen, dass der Status Quo, welcher durch die gleichförmige Entwicklung zunehmender Zentralisation Richtung totalitärer Gesellschaftsordnung und der damit einhergehenden unterschwelligen Untergrabung demokratischer Werte in Frage gestellt wird.

            Es ist bestimmt wahr, dass die zunehmende Zentralisation den Status Quo der Entwicklung fragt, was das wohl heissen soll

          • Franz Gödl sagt:

            Ich kann verstehen, was Huber meint. Zudem ist es sachlich. Aber selten wird auf sachliche Art und Weise darauf geantwortet oder diskuttiert. Ich finde das ungerechtfertigt und unschön. Ich staune, dass sich Huber immer noch die Mühe macht, manch Schlafendem oder Vogel-Strauss die Augen öffnen zu wollen denn er erntet nur Häme. Zugegeben, das Timing von Huber ist nicht perfekt aber lieber 10 Jahre zu früh sich auf ein solches Szenario einstellen als 10 Minuten zu spät.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich kann sehr sehr gut, viel zu gut verstehen, was der Huber meint. Das sind genau die Formulierungen auf einschlägigen „Alternativen“ Medien.

            Die braune Liesl kenn‘ ich am Geläut.

          • Anh Toàn sagt:

            Nich wahr Herr Goedl, wenn doch das aktuelle System korrumpiert ist, wenn doch die lineare Entwicklung zu totalitärer Gesellschaftsordnung und Untergrabung der Demokratie führt, und dies ein Status Quo ist, eine festgefahrene Situation, Ergebnis der Gefahr kollektivistischen Gedankengutes in der Demokratie, kann nur eine starke Hand diesen gordischen Knoten lösen. Denn er ist Resultat der früher oder später eintreffenden Korrumpierung jedes Systems.

            Heil Huber unser Führer!

          • Anh Toàn sagt:

            unser Führer öffnet unsere schlafenden Augen, erklärt der Löli Franz uns. verdankenswerterweise macht er sich diese Mühe, in Endlosschleife, owohl ihm dieser Dank versagt bleibt, unser guter Führer, der uns beschützt vor unserem kollektivistischen, zentralistischen Gedankengut.

            Wer schützt mich vor meinem Beschützer sollte nicht nur die Prostituierte sich fragen.

          • Anh Toàn sagt:

            Und noch was zu „sachlich“ Herr Goedl: Hier ist ein Wirtschafsblog, was der Huber zu volkswirtschaftlichen Themen beisteuert, ist:

            Goldstandard, Goldstandard, Goldstandard
            und wers nicht glaubt ist ein egoistischer, soziopathischer, indoktrinierter, obrigkeitsgläubiger undemokratischer elitärer intellektueller Idiot.

            Das nennen Sie sachlich?

          • Anh Toàn sagt:

            „Wer schützt mich vor meinem Beschützer“, wenn mein Beschützer der demokratische Rechtsstaat ist, welcher für Recht und Ordnung und auch sozialen Ausgleich sorgt? De Menschenrechte, als über der Macht des Souveräns stehende unentziehbare und unverzichtbare Rechte.

            Und genau dies wollen Huber und Co. ändern. Sie spielen sich als unsere Beschützer auf, um uns unseren Schutz vor unseren Beschützern zu nehmen.

          • Franz Gödl sagt:

            Ahn, Sie tun es schon wieder: Sie versuchen mich zu beleidigen, weil ich nicht Ihrer Meinung bin. Damit zeigen Sie, dass Sie in der schwächeren Argumentationslage sind. Sie haben leider nicht viel Konstruktives in diesem Blog hinerlassen. So siehts aus.

          • Linus Huber sagt:

            Sind wir nicht an all die unzähligen Unterstellungen gewohnt.

            1. Natuerlich kann es sich um nichts als einen Nazi (braune Liesl) handeln, ansonsten man richtige Argumente finden müsste.
            2. Natuerlich sucht diese Person eine Position der Macht (Fuehrer); es darf und kann sich nicht einzig um die Freude an der sachlichen Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Standpunkten handeln..
            3. Der Goldstandard ist die einzige Devise, welche er vertritt; dass es sich nicht darum sondern um die Limitierung der Machtkonzentration handelt, wird, da offensichtlich nicht erwünscht (warum wohl?), als nicht relevant ignoriert.
            4. „Geld drucken“ ist wohl keine Endlosschlaufe der unbemerkten Umverteilung und eh, solch Umverteilung ist einzig ein Hirngespinnst dieses Ketzers.

          • Anh Toàn sagt:

            „Sind wir nicht allk die Unterstellungen gewohnt“

            Ja genau, die Opferrolle, ich bin nämlig kein Rassist, ich hab‘ doch einen weissen Nigger.

          • Anh Toàn sagt:

            Wenn Sie ständig braune Hintern lecken (Farage, Le Pen, AfD, Wilders) erkennt man das braune auf Ihrer Zunge.

          • Linus Huber sagt:

            „Opferrolle“

            Warum ich bei solch banaler Argumentation eine Opferrolle suchen soll, entzieht sich. meinem Vorstellungsvermoegen.. Sie bezeugen Ihre Vorurtei ohne mein Zutun gut genug..

          • Anh Toàn sagt:

            Warum Sie es sollen, weiss ich nicht, aber Ihr Kommentar drückt es: „Sie (bzw sagen Sie „wir“, bentzen den pluralis majestatis“ oder massen sich an, eine grosse Gruppe zu vertreten, deren Sprecher, deren Führer zu sein) sind Unterstellungen gewohnt“ Sie sind Opfer von Unterstellungen.

            Wissen Sie was, wenn mir einer sagt, ich sei ein Linker, fühle ich mich nicht als Opfer, auch wenn ich mich gar nicht als Linken sehe, aber wenn mir einer sagt, ich sei ein naiver Gutmensch, ein Netter, haue ich ihn voll in die Fresse, dann weiss er, er hat sich geirrt.

          • Anh Toàn sagt:

            Verstehst Du Huber? Wenn ich mich nicht wie ein Netter äussere, werde ich nicht wie ein Netter wahrgenommen, gell Herr Löli.

            Würden Sie sich nicht wie ein nazi äussern, würden Sie nicht als solcher wahrgenommen.

          • Franz Gödl sagt:

            @Ahn: so lächerlich mussten Sie sich noch nie benehmen. Wohl voll in die Wunde gegriffen. Ihnen kann man gar kein Klisché anhängen und keine Etikette aufdrücken und Kraftausdrücke sind bei Ihnen auch nicht nötig, denn Sie schiessen sich jeweils selbst ins Out. Aua.

          • Linus Huber sagt:

            Die Rejektion von Unterstellungen mit der Unterstellung, die Opferrolle einnehmen zu wollen, zu beantworten, stellt wohl eine weitere Steigerung dar, und kann man bestenfalls mit einem mitleidigenden Laecheln kommentieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich erzähl Ihnen mal was von Opfer: Frau Cox Ermordung und Hubers Beitrag: Patrioten,
            hängt die Zentralisten Bürokraten an den Freiheitsbaum!

          • Anh Toàn sagt:

            Als Frau Cox tot war, hat der Huber mitleidig gelächelt, sich ganz still gefreut, endlich mal Verantwortung auf persönlicher Ebene für die machtanmassenden Politiker.

            Und jetzt heult er, weil ihm „unterstellt“ wird, ein Brauner zu sein, und dann heult er noch mehr, wenn man sich lustig macht darüber, dass es heult, das Huberchen.

            Die Afd isch nämlig ganz demokratisch, die will Volksabstimmungen, das sind nämlig keine Braunen, die haben nichts gegen Nigger, die wollen die Nigger aus Eritrea und Syrien einfach nicht bei sich haben, das ist doch Assoziationsfreiheit ihrer überlegenen Rasse.

            Es gibt gar keine Braunen, nur besorgte Bürger, Patrioten, die sich Gedanken machen, dass minderwertige Nigger unserer gutes Blut vergiften.

          • Linus Huber sagt:

            Wie kommen Sie auf die wahnwitzige Idee, dass ich heule?? Einzig weil ich Ihre Unterstellungen, mit welchen Sie lernresistent fröhlich weiterfahren, zurückweise, heisst dies nicht, dass ich heule, sondern einzig, dass Sie mit solch unsachlicher Argumentsmethode bei mir erfolglos sein werden.

        • Anh Toàn sagt:

          Ist die AfD eine braune Partei?
          Ist Orban ein Fasachist?
          Halten Sie America 1st, la france d’abord für berechtigte Standpunkte der Vertretung der Interessen der nationalen Bevölkerung, für die Pflicht jeder nationalen Regierung und was ist dabei der Unterschied zu Deutschland über alles?

          Ich unterstelle Ihnen gar nichts, ich werte Aussagen die Sie wiederholt gemacht haben, wie alle regelmässigen Leser dieses Blog wissen und ich mit copy/paste jederzeit belegen könnte, als faschistisch, als braunes Gedankengut. Sie werten dies als patriotisch: Patriotismus aber ist die Tugend der Boshaften, von Kim Jong über Afewerki, Mao Hitler und Stalin, Nixon und Putin, Assad, alles Patrioten, genauso wie die „Patriotischen Muslime gegen die Californisierung des Morgenlandes“ kurz IS.

          • Anh Toàn sagt:

            Ist die AfD eine braune Partei?

            Ja oder Nein?

          • Anh Toàn sagt:

            Zu feige für eine Antwort?

          • J. Kuehni sagt:

            „und was ist dabei der Unterschied zu Deutschland über alles?“

            Im am wenigsten schlechten Fall die Mittel, die zur Erreichung des Zwecks als legitim erachtet werden.

            Ich warte ebenfalls schon lange auf irgendeine Erklärung von Herrn Huber bezüglich solcher „Details“; Wie genau eine (z.B. von Trump ausgelöste) Katharsis zu einer „Erneuerung der Demokratie“ führen soll und wie hoch denn die Kosten dafür ausfallen dürfen, damit die Kur nicht schlimmer wird als das Übel, dass sie zu beseitigen vorgibt.

          • J. Kuehni sagt:

            „Patriotischen Muslime gegen die Californisierung des Morgenlandes“ kurz IS.

            Perfekt.
            Auf Ihrem Mist gewachsen?

          • Anh Toàn sagt:

            Naja, beeinflusst durch Red Hot Chilli Peppers, „Californication“: Der moderne westliche Lebensstil (Individulismus statt Familie, Selbstverwircklichung und Selbstgestaltung (Von Schönheitsop bis zu Homoehe) statt dienen und gestalten der Gesellschaft, ist wesentlich von Kalifornien geprägt ^(It’s understood that Hollywood sells californication) und setzt sich global durch.

          • Anh Toàn sagt:

            J Kuehni

            „Im am wenigsten schlechten Fall die Mittel, die zur Erreichung des Zwecks als legitim erachtet werden.“

            Wenn etwas zuerst zuvorderst oder zuoberst steht, ist jedes nützliche Mittel durch die übergeordneten Interessen legitimiert. Nur untaugliche Mittel sind nicht legitim.
            America 1st stammt übrigens von offenen US Nazis

          • J. Kuehni sagt:

            Der „Witz“ daran ist, dass genannte Selbstverwirklichungs-Atomisierung die Voraussetzung für Fakenews und „alternative Realitäten“ erst schafft: Die selbstapprobierten Abendland-Verteidiger zertrümmern zusammen mit den Morgenland-Taliban unter tatkräftiger Mithilfe von Onkel Vladimir und mit den Mitteln der Californication den Status Quo (den ach so unerträglichen). Was danach kommt, darüber hat jede(r) seine eigene Vision, je nach Echo-Blase in der er/sie sich bewegt. Manche mögen auch einfach Mad Max.

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