Ungleiches Europa

Never Mind The Markets

Hier prallen die Gegensätze aufeinander: Sozialwohnungen und der Finanzdistrikt Canary Wharf in London. Foto: Jas Lehal (Reuters)

Politische Entscheidungen nur mit ökonomischen Faktoren erklären zu wollen, ist problematisch. Beim Brexit, der Trump-Wahl oder der Masseneinwanderungsinitiative ging es immer auch um Fragen der Souveränität, der Demokratie und der Identität.

Gleichwohl ist es frappant, wie stark die ökonomischen Faktoren mit dem Stimmverhalten korrelieren. Nehmen wir das Beispiel Grossbritannien. Die regionalen Daten der europäischen Wirtschaft sprechen eine so eindeutige Sprache, dass man sich nicht mehr darüber wundern muss, warum die meisten Regionen ausserhalb Londons für den Brexit stimmten.

Die erste Grafik von Eurostat zeigt das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf. Man sieht sofort, dass in Grossbritannien der Unterschied zwischen reichen und armen Regionen besonders ausgeprägt ist. Es hat dunkelviolette Gebiete (am ärmsten) und dunkelblaue Gebiete (am reichsten). (Die leicht missverständliche Abkürzung NUTS steht für Nomenclature des unités territoriales statistiques.)

http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/images/d/da/Gross_domestic_product_%28GDP%29_per_inhabitant_in_purchasing_power_standard_%28PPS%29_in_relation_to_the_EU-28_average%2C_by_NUTS_2_regions%2C_2014_%28%C2%B9%29_%28%25_of_the_EU-28_average%2C_EU-28_%3D_100%29_RYB2016.png

 

Grossbritannien ist aber nicht das einzige Land, das dieses grosse Gefälle kennt. Auch in Italien und Spanien hat es dunkelblaue und dunkelviolette Gebiete. Auch in Deutschland und Frankreich gibt es ein grosses Gefälle, wenn auch weniger ausgeprägt als in Grossbritannien.

Was in Grossbritannien dazu kommt, ist, dass die reichste Region (London) enorm viel reicher ist als der Rest des Landes, wie die zweite Grafik zeigt. Selbst die Region Paris kann nicht im Entferntesten mit London mithalten. Im europäischen Vergleich geht es also den britischen Haushalten gar nicht so schlecht, aber der Abstand zur reichen Elite ist enorm gross.

Figure 2: Disposable income of private households relative to population size, by NUTS 2 regions, 2013
(purchasing power consumption standard (PPCS) per inhabitant), Source: Eurostat (nama_10r_2hhinc)

http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/images/b/bf/Disposable_income_of_private_households_relative_to_population_size%2C_by_NUTS_2_regions%2C_2013_%28%C2%B9%29_%28purchasing_power_consumption_standard_%28PPCS%29_per_inhabitant%29_RYB2016.png

 

Am aussagekräftigsten ist aber wohl die dritte Grafik. Sie zeigt, wie sich das verfügbare Einkommen der Haushalte von 2008 bis 2013 entwickelte. Es ist ein ausgezeichneter Indikator, um die Wirkungen der diversen Finanzkrisen sichtbar zu machen.

Grossbritanniens Rückgang ist besonders frappant, vor allem wegen der einheimischen Immobilienkrise. Ebenfalls stark betroffen wurden Irland und Spanien, ebenfalls hauptsächlich wegen der einheimischen Immobilienkrise, aber auch wegen der Eurokrise. Am stärksten betroffen sind Griechenland und Italien. Die Gründe der griechischen Tragödie sind bekannt, in Italien sind die Ursachen komplexer. Interessant ist, dass auch einige Regionen in den Niederlanden Federn lassen mussten. Auch hier ist eine einheimische Immobilienkrise die Hauptursache.

http://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/images/d/d8/Change_in_disposable_income_of_private_households_relative_to_population_size%2C_by_NUTS_2_regions%2C_2008%E2%80%9313_%28%C2%B9%29_%28overall_difference_in_purchasing_power_consumption_standard_%28PPCS%29_per_inhabitant_between_2008_and_2013%29_RYB2016.png

 

Die Ironie an der ganzen Sache ist, dass die schwächeren Regionen eigentlich jetzt nur noch auf den verachteten Donald Trump hoffen können. Wenn der neue Präsident ein grosses Infrastrukturprogramm lanciert und die Unternehmenssteuern senkt, wird die US-Wirtschaft einen Boom erleben, von dem auch Europa für eine gewisse Zeit profitieren wird. Wenn er nichts dergleichen tut, wird es für Europa politisch immer schwieriger.

191 Kommentare zu «Ungleiches Europa»

  • Hans Lips sagt:

    Korrigenda: Die kosten uns 2 Milliarden pro Jahr.(Die EUArbeitslosen)

  • Hans Lips sagt:

    Was ich immer noch nicht verstehe, warum immer diese Statistiken ohne die Schweiz?Für uns Schweizer ist nur dieser Vergleich interessant. Wir zahlen doch an Eurostat und deshalb erwarte ich auch dass endlich eine Gegenleistung für unsere Zahlungen erfolgt.
    Die Schweiz steht in vielem sehr schlecht da.In vielen Gebieten Europas ist die Arbeitslosigkeit nicht mehr höher als bei uns. Wir haben 40’000 EU Arbeistlose hier und die kosten uns pro Jahr.Was zum Teufel macht unser Parlament?Warum schicken wir die nicht heim, so wie das Belgier schon lange mit Franzosen macht.Die neuen Regeln die Europa jetzt diskutiert sind gegen unsere Interessen.Die EU EXPORTIERT ihre Arbeitslosen in die Schsweiz.

  • M. Stadelmann sagt:

    Für alle, die noch nicht verstanden haben, dass wir bereits in einem neuen Zeitalter der Deglobalisierung ankommen sind:
    https://www.welt.de/wirtschaft/article160059914/Warum-Deutschland-sich-neu-erfinden-muss.html

  • Reto Stadelman sagt:

    Wenn man davon ausgeht, dass die Automatisierung dazu führt, dass der Mensch sich selber aus der Wirtschaft weg rationalisiert (was eine umstrittene These ist, aber gehen wir einfach mal davon aus), dann werden die Menschen sich halt dort engagieren, wo sie nicht verdrängt werden können. Das wäre dann das zwischenmenschliche. Die Politik. Politik wird zu einem Beruf werden. Es geht für den Menschen nicht mehr darum, in seinem Job etwas nützliches zu produzieren (schon heute z.B. in Konzernen beobachtbar), es geht für ihn nur noch darum, sich einen Teil des Kuchens abzuschneiden. Wie man das rechtfertigen kann: egal! Hauptsache man erhält sein Stück.

    • Reto Stadelman sagt:

      Dem entsprechend ist auch die politische Entwicklung wenig verwunderlich. Konfrontation wird gesucht. Das ist nur logisch. Das ist die Zukunft unserer Arbeitswelt. Es hört sich zwar krank an, aber es ist logisch. In den Krieg zu ziehen und sich zu nehmen was die automatisierte Wirtschaft produziert, wird unsere Arbeitswelt sein. Produzieren können Algorythmen und Maschinen schon heute besser, also muss man sich die Kontrolle über diese und die Ressourcen sichern. Das funktioniert nur über Politik und Krieg.

      • Reto Stadelman sagt:

        Alternativ wäre natürlich ein anderes Wirtschaftsmodell. Ein Grundeinkommen. Eine demokratische Marktwirtschaft. Aber wenn ich mir den Zustand unserer Spezies so ansehe, dann glaube ich, dass wir das gar nicht wollen. Wir wollen die Konkurrenz und den Kampf…

  • M. Stadelmann sagt:

    Was der Artikel nicht zeigt, sind die Leistungsbilanzen der einzelnen Staaten des Euroraumes. Diese korrelieren nicht nur stark mit der Grafik 3, sondern sind auch ursächlich für sinkende Einkommen in defizitären Staaten verantwortlich. Mit flexiblen Währungskursen wäre das Bild der verfügbaren Haushaltseinkommen gemessen in einer Drittwährung zwar immer noch ähnlich, jedoch in Lokalwährung würden die Haushalte sinkende Einkommen kaum merken. Der Euro ist die grösste Fehlkonstruktion, weil schwache Staaten nur noch durch sinkende Löhne wettbewerbsfähiger werden können. Die PFZ verschäft das Problem noch, weil daduch die Löhne in starken Staaten ebenfalls unter Druck kommen. Zudem ist der Euroraum auch von ausserhalb wirtschaftlich unter Druck, weil weltweit ein Abwertungskrieg herrscht.

    • Anh Toan sagt:

      Ist das GBP auch eine Fehlkonstruktion?

      Die PFZ kritisieren Sie wiederholt, den Binnenmarkt an sich aber nicht? Portugal haette gerne PFZ, aber keine importe aus Hollands Landwirtschaft.

      Für alle wäre es besser, nur die Vorteile haben zu können. Welch‘ tiefe Erkenntnis.

      • M. Stadelmann sagt:

        Der Binnenmarkt, also Freihandel im Euroraum, befürworte ich nur solange, wie die Leistungsbilanzen der daran teilnehmenden Staaten einigermassen ausgeglichen sind (Geben und Nehmen in Balance). Flexible Wechselkurse helfen diese Balance zu finden. Fällt dieser Ausgleichsmechanismus weg, können nur Kapitalströme das Ungleichgewicht kompensieren. Solange der Kapitalstrom in Form von privaten ausländischen Direktinvestitionen passiert, kann man nicht allzuviel sagen, sofern man diesen moderen Imperialismus nicht kritisiert will. Wenn aber das private Kapital auch nicht mehr z.Bsp. nach Griechenland fliessen will, bleibt nur die Transferunion. Konkret ist das eine Teilenteignung der einen Volkswirtschaft zu Gunsten einer andern. Fazit: Binnenmarkt und flexible Wechselkurse bedingen einander.

        • Josef Marti sagt:

          Auch bei uns in der CH enteignen wir die guten Volkswirtschfaten BS, ZH, VD usw zugunsten der faulen BE,VS etc. sprich somit Transferunion. In einer Währungsunion geht das gar nicht anders. Wir könnten natürlich auch das Euro Modell mit Griechenland probieren; sprich wir geben VS und BE jeweils nur Darlehen mit harten Auflagen für Strukturreformen damit diese Kantone endlich wettbewerbsfähig werden. Dann müsste halt BE die Hälfte seiner Staatsangestellten entlassen, die Infrastruktur so herunterfahren und mit innerer Abwertung das Lohnniveau und Lebensstandard 30% reduzieren.

          • M. Stadelmann sagt:

            Genau. Und nur weil unsere Nation eine lange Geschichte hat und auf geografisch sehr kleinem Raum lebt, funktioniert dieser Ausgleich mit „Volksenteignungen“ einigermassen. Doch einige Geberkantone mucken schon wieder auf. Was oben noch nicht angesprochen wurde, ist der freie Kapitalverkehr und der Steuerwettbewerb. Ersteres ist für den Ausgleich von Ungleichgewichten in den Leistungsbilanzen notwendig, Letzeres nicht. Der interkantonale Finanzausgleich ist hier Zulande nämlich primär der Preis für den Steuerwettbewerb und weniger dafür, dass der Berner weniger produktiv ist als der Zürcher. Das Kapital konzentriert sich eben an steuergünstigen Orten.

          • Josef Marti sagt:

            Nein, der Steuerwettbewerb ist nicht allein ausschlaggebend. Betr. BE besteht das Problem dass zuviel Bauern und Bauernland nicht abgeschafft werden können, da diese vom Bund geschützt sind. Andernfalls könnte auch BE sehr wohl produktiver werden und mit verbesserten Anreizen mehr Industrie ansiedeln, das wollen Sie aber nicht, ganz krass in der Stadt BE, wo seit jeher jeder Hebel in Bewegung gesetzt wird um die Wirtschaft zu vertreiben. Es handelt sich hier um einen ganz krassen Fall von parasitärem Schmarotzertum.

          • M. Stadelmann sagt:

            Nun, Herr Marti, mit ihrem typischen Berner Familiennamen verzeihe ich ihnen den Ausdruck „parasitäres Schmarotzertum“.

        • J. Kuehni sagt:

          Ein Binnenmarkt („innerer Markt“) konstituiert per Definition eine „Volkswirtschaft“. Darin können allenfalls Regionen sich unterschiedlich entwickeln aber nicht die eine Volkswirtschaften eine andere „enteignen“. Ohne gemeinsame Währung, Transferzahlung und PFZ gibt es keinen wirklichen Binnenmarkt, da können Sie noch lange Währungen auf- und abwerten, Herr Stadelmann. In Europa existiert ein einigermassen „echter“ Binnenmarkt bei Gütern, mit allen Vorteilen einer adäquaten „Economy of Scale“, weswegen europäische Konzerne in diesen Bereichen weltweit konkurrenzfähig sind. Bei Dienstleistungen ist der Markt national immer noch fragmentiert, einer der Hauptgründe, wieso es keine europäischen Alternativen zu Google, Apple, Facebook, AirBnB etc. gibt.

        • J. Kuehni sagt:

          Ihre Forderung nach ausgeglichener Balance als Voraussetzung eines grossen Binnenmarktes ist unrealistisch. So einer funktioniert nirgends ohne „künstliche“ Umverteilungs-Massnahmen, nicht einmal in „kleinen“ Binnenmärkten. Und eine Rückkehr zu den kleineren, „gewachsenen“ Märkten Europas wird Sie vor der Konkurrenz aus grösseren leider auch nicht schützen: Jedes einzelne Land Europas ist zur Wahrung seines Wohlstandes auf Aussenhandel angewiesen, aber nur Fantasten (und Brexiteers) glauben daran, dass die separaten Nationalstaaten gegenüber den USA und China bessere Termini aushandeln können als die EU.

          • M. Stadelmann sagt:

            Flexible Wechselkurse regeln die Balance zwischen Volkswirtschaften, egal wie gross oder klein diese sind. So einfach ist das und dennoch versuchen Politiker diese auf alle möglichen Arten zu manipulieren um ihre Partikularinteressen durchzusetzen. Bei Freihandel sind flexible Wechselkurse umso wichtiger. Erst das zusammenführen unterschiedlicher Volkswirtschaften zu einem einzigen Währungsraum macht Finanzausgleich notwendig. Die PFZ hat nur sehr entfernt etwas mit dem Binnenmarkt zu tun. (Sie meine anderen Kommentare zur PFZ) Sie sollten Frau Merkel nicht alles glauben, was sie den lieben langen Tag von sich gibt.

          • J. Kuehni sagt:

            Nochmals: Verschiedene Volkswirtschaften können nur dann einen echten Binnenmarkt haben, wenn sie sich zu einer einzigen Volkswirtschaft zusammenschliessen. Alles andere sind multilaterale/partielle Handelsvereinbarungen. Warum will überhaupt irgendjemand einen grösseren Binnenmarkt? Weil die Balance zwischen Volkswirtschaften eben nicht bloss von flexiblen Wechselkursen geregelt werden (träumen Sie weiter), sondern auch vom politischen Kräfteverhältnis und in mancherlei Hinsicht von der Funktion einer Economy of Scale.

          • J. Kuehni sagt:

            Ich widerspreche Leuten, die uns vorgaukeln, man könne die Vorteile eines grossen Binnenmarktes mitsamt Economy of Scale ohne gemeinsame Währung, PFZ und Transferausgleich haben. Ich widerspreche ebenfalls Leuten, die behaupten, die relative Grösse und das politische Gewicht einer Volkswirtschaft spiele bei der Gestaltung von Handelsbeziehungen keine Rolle. Was für ein unglaublicher Unfug! Entweder leben die in einer ökonometrischen Bubble (bestenfalls) oder sind einer Ideologie aufgesessen, nach der die Sphären der Politik und Ökonomie fein säuberlich getrennt werden können (schlechtestenfalls).

          • J. Kuehni sagt:

            Für richtig pervers halte ich jene, die mantramässig den freien Verkehr von Kapital und Waren über alle Grenzen hinweg befürworten, die Leute aber hinter nationalen (warum nicht gleich kantonalen) Grenzen einsperren möchten. Ja da würden sich die Oligarchen so richtig die Hände reiben.

          • J. Kuehni sagt:

            Sie können es sich hier einfacher machen, Herr Stadelmann und klar propagieren: „Ich will keine EU und kann mir keine andere politische Einheit als den Nationalstaat vorstellen. Als Konsequenz daraus verzichten wir auf den europäischen Binnenmarkt und damit die gebündelte Verhandlungsmacht der EU auf dem globalen Markt. Viel Glück jedem einzelnen Land für sich selbst.“

            So einfach wäre das.

          • J. Kuehni sagt:

            Die Schweiz hat kürzlich als eines der ersten europäischen Länder ein Freihandelsabkommen mit China abgeschlossen, die Schweiz hält sich wohl daran, China (nach allem was man so hört) nicht, und die Schweiz kann nicht das Geringste dagegen tun, ausser das Abkommen wieder zu künden und den Zugang auf den chinesischen Markt grosso modo zu verlieren. Und der Wechselkurs ist ebenfalls nur von KPC’s Gnaden „flexibel“.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Kuehni: Der Binnenmarkt ist ja genau Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Transferausgleich ist eine Symtombekämpfung. Mit der PFZ versucht man ebenfalls die negativen Folgen eines solchen Binnenmarktes auszubügeln, indem man Humankapital exportieren will, Menschen wie Ware behandelt. Dass das nicht funktioniert, sieht man schon in der Schweiz: der deutschschweizerische Arbeitsmarkt ist relativ stark vom westschweizer und tessiner Arbeitsmarkt entkoppelt. Menschen wollen in ihrer Heimat bleiben, sie lehnen das neoliberale und linksideologische Weltbild ab. Das heisst aber nicht, dass man technische Handelhemmnisse nicht trotzdem abbauen soll, zum Beispiel um ihre „Economy of Scale“ zu nutzen und gegenüber den Grossen konkurenzfähig zu bleiben.

          • J. Kuehni sagt:

            Ja eben. Sie wollen „technische Handelshemmnisse“ (schöner Euphemismus für was? Arbeitsrecht? Vertragsrecht? Umweltstandards?) abbauen und von einer Economy of Scale profitieren, aber keinen Binnenmarkt. Logik brauchen wir hier nicht, wir diskutieren ja bloss Ökonomie.

      • M. Stadelmann sagt:

        Die PFZ hat mit dem Binnenmarkt zunächst gar nichts zu tun. Sie hilft jedoch den difizitären Staaten ihre Arbeitslosigkeit auszulagern, was zu einer gewissen Entlastung führt. Insofern hat die PFZ nicht nur Negatives. Man vergisst jedoch, dass die PFZ entsprechenden Lohndruck auf die Löhne der wirtschaftlich starken Staaten bewirkt, so dass diese nach aussen hin noch stärker werden. In der Summe ist das für die Defizitländer wahrscheinlich ein Nullsummenspiel. In den Überschussländern ist jedoch der Arbeitnehmer der Verlierer, weil der Lohnzuwachs nicht dem Produktionsgewinn entspricht. So einfach ist das, und doch so schwierig zum verstehen.

        • Anh Toàn sagt:

          „In den Überschussländern ist jedoch der Arbeitnehmer der Verlierer, weil der Lohnzuwachs nicht dem Produktionsgewinn entspricht. So einfach ist das, und doch so schwierig zum verstehen.“

          Und in den Defizitländern ist ohne PFZ der Arbeitnehmer der Verlierer, weil sein Lohn abgewertet werden muss, zumindest für alles, was er von aussen kauft, also Medikamente, Gesundheitskosten: das sehen wir doch in den Freihandelsverträgen der dritten Welt: Wir verdienen gutes Geld an was wir dorthin verkaufen, und die dürfen bei uns nicht verkaufen, was sie haben: Arbeitskraft.

          • M. Stadelmann sagt:

            Das Grundprinzip von Freihandel muss eine ausgeglichene Leistungsbilanz beinhalten, sonst muss ein einseitiger Kapitalstrom die Defizite kompensieren. Das nenne ich moderner Imperialismus. Hält dieser Zustand zu lange an, kommt es längfristig zu Spannungen (Siehe aktuell Trump gegen China). Wenn in einem Defizitland die Importe zu teuer werden, eröffnet das neue Marktchancen im Defizitland. Aber genau das verhindert der Abwertungskrieg der Überschussländer.
            Humankapital zu exportieren ist eine perverse Ausrede ein solches System zu rechtfertigen. Implizit negiert man damit die Frage, ob Heimat, Kultur, Völker eine Flagge haben. Damit sind wir in der schönen neuen Welt der ehemaligen Geschäftsfüherin von Avenir Suisse Katja Gentinetta. Wollen sie sich da einreihen?

          • Linus Huber sagt:

            Sie erkennen dies gut Herr Stadelmann. Es fehlen seit der Aufgabe des Goldstandards die Mechanismen, die aufgebauten Ungleichgewichte zu eliminieren oder abzubauen. Das Mittel der Abschreibung wird von den Kreditoren als absolut inakzeptabel betrachtet, da dies nicht nur die Risikoprämien und damit Zinsen hochschnellen liesse, sondern auch riesige Löcher in die Bilanzen der Banken reissen dürfte, obwohl es schlussendlich darauf hinauslaufen muss, denn die Alternative besteht in der Verarmung/Verelendung der Bevölkerung eines Staates. Dass dies den Boden für gesellschaftliche Verwerfungen ebnet, dürfte nicht sonderlich schwierig zu erkennen sein.

          • Anh Toàn sagt:

            M. Stadelmann „Implizit negiert man damit die Frage, ob Heimat, Kultur, Völker eine Flagge haben.

            Das Volk ist eine Lüge, die Eliten haben dem Pöbel erzählt, er sei ein Demos, damit sie eine Kratie installieren können.

            Ja, Heimat hat keine Flagge, ich habe viele Heimaten, aber keine Flagge. Und einem Volk bin ich auch nie begegnet, nur Menschen. Bei den Fremden weiss man ja nie, woran man ist, weil die alle anders sind. Wären die alle gleich (Kultur) wären sie einem ja leicht vertraut.

          • M. Stadelmann sagt:

            Anhaltend unausgeglichene Leistungsbilanzen sind auf lange Sicht für beide Seiten schlecht. Zuerst verliert das Defizitland, indem die Arbeitslosenzahlen steigen, weil die Arbeitsleistung durch den Kapitalzustrom ersetzt wird. Die Bevölkerung verarmt allmählich. Kann dieses Land die eigene Währung, aus welchen Gründen auch immer, nicht abwerten, ist die letzte Waffe die Handelschranke. Nimmt man diese auch weg, sind wir bei Griechenland angelangt. Ein Teufelskreis ohne entkommen. Längerfristig bleibt nur noch der Schuldenschnitt. Spätestens dann verliert auch das Land mit den Überschüssen, weil es das Auslandvermögen abschreiben muss. Werden die Abschreibungen vom Gläuber nicht akzeptiert, gilt das Recht des Stärkeren. In diesem Sinne ist China wesentlich besser dran als die Schweiz.

          • Anh Toàn sagt:

            Nein, weil die Arbeitskräfte weg können, gibt es nicht mehr Arbeitslose, und es entsteht auch wieder neues. Es gibt Leute, die sagen mit Ihrer Argumentation, es brauche einen Nord- und Südeuro: Die Graphiken oben zeigen, Dunkeldeutschland müsste in den Südeuro, Mailand, Turin, Barcelona und Madrid in den Nordeuro. Es gibt immer Wirtschaftszentren wenn es Wirtschaftliche Entwicklung gibt. Und es gibt Regionen aus denen die Leute wegziehen. Die Frage ist nur, wie hoch die Mauern dazwischen sind.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: Es tut mir leid für Sie, dass ihre Heimaten keine Flaggen mehr kennen. Dann sind Sie einer der Entwurzelten.

            Wenn sie die Existenz von Völkern negieren, wird es schon sehr kompliziert. Am besten beschäftigen Sie sich mal mit Ur- und Frühgeschichte. Für die gemeinsame Disskusionsbasis müssen wir dann wohl sprichwörtlich bei Adam und Eva beginnen.

            Und ihre Aussage zu Kultur errinnert mich an Mao’s Kulturrevolution und den grossen Schritt nach vorn.

          • Anh Toàn sagt:

            „Werden die Abschreibungen vom Gläuber nicht akzeptiert, gilt das Recht des Stärkeren. In diesem Sinne ist China wesentlich besser dran als die Schweiz.“

            Das gelte auch für Deutschland, oder Holland auch Italien und sogar Frankreich, genau darum brauchen die alle die EU, um nicht das Feld für die Scharmützel der Grossmächte zu sein, wo Stellvertreterkriege geführt werden.

          • Anh Toàn sagt:

            Ja, hätte Eva nicht mit dem Apfel…

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: Unter der Voraussetzung, dass alle Leistungsbilanzen der am Binnenmark teilnehmenden Staaten ausgeglichen wären – und das ist wohl nur mit flexiblen Wechselkursen erreichbar – nur dann würde eine PFZ möglicherweise für Gesamteuropa funktionieren. Alles andere ist Augenwischerei.
            Einen Nord- Südeuro würde die Situation zwar etwas entschärfen, aber nicht vollständig lösen. Die Volkswirtschaften (Nationen) brauchen wieder ihre eigene Währung. Punkt. Es führt kein Weg daran vorbei.

          • Anh Toàn sagt:

            „Entwurzelt“ – Ich finde „entfesselt“ treffender.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Nationen brauchen eine eigene Währung, aber wer braucht eine Nation?

          • Linus Huber sagt:

            Herr Stadelmann, Sie sind ein Geduldsengel. 🙂

          • Anh Toàn sagt:

            Linus Huber: „Sie erkennen dies gut Herr Stadelmann. Es fehlen seit der Aufgabe des Goldstandards die Mechanismen…“

            Der eine @M. Stadelmann verlangt flexible Wechselkurse nationaler Volkswirtschaften, der andere fordert Goldstandard, für alle nationalen Volkswirtschaften, ohne Widerspruch zu ernten: Da war ich versucht, absurdes Theater zu erkennen, da die Mathe lehrt, dass wenn alle einen Goldstandard einhalten, die Wechselkurse sich nicht bewegen: „Wenn das Resultat proportional ist, st es gut“ haben wir im Gymi den Mathelehrer nachgeäfft. Aber es ist nicht absurd, der kleinste gemeinsame Nenner der beiden, ist die Nation, wenn die Nation ist, ist es gut.

          • Anh Toàn sagt:

            @Marti: ich geh‘ nicht Flüchtlinge auffischen im Mittelmeer, weil dies sizilianische Fischer besser könnten als ich, wenn man sie liesse. Aber ich hau den Braunen in den Kommentarspalten auf die Fresse, weil ich das besser kann, die gehen mir auf den Sack mit ihrer Kriegstreiberei: Nationen gibt es nur in Abgrenzung zu anderen Nationen, gibt es andere Nationen, gibt es einen Grund zu töten und zu sterben. Nationen sind die gleichen Lügen wie Religion, wie göttlich gewollte Königreiche. Darum steht zuberst in unserer Verfassung: „Im Namen Gottes des Allmächtigten!“, unsere Willensnation sei Gottes Wille nicht unser Wille, das haben die Nationalen sich rationale Atheisten nennenden, nie gelesen.

          • Anh Toàn sagt:

            Auch das hinter diesem Satz das einzige Ausrufezeichen der ganzen BV steht, haben die nicht bemerkt, wenn sie von Nation schwafeln. Das vernünftige Volk sagt, Gott hätte diese Nation so gewollt, ein Gott, an welchen sie nicht glauben. Das ist absurdes Theater der Realität.

          • Anh Toàn sagt:

            Und wer Nationen als Lüge diffamiert, ist ein Status Quo Verteidiger, das geht, weil man als Status Quo die bestehende lineare Entwicklung nimmt, als wären die abruptive oder lineare oder circuläre, falls dies kein Widerspruch wäre Entwicklungen besser. Damit wird die Entwickung zu internationaler Kooperation die irgendwann in Föderalismus endet, statt Konfrontation, weil immer mehr Menschen genug vom töten und sterben haben für die Nation, negativ konnotiert. Und die „Messenger“ werden erschossen als obrigkeitsgläubige Weltregierungsfanatiker, und wenn diese zurückschiessen, bestätigt das Heulen über „Schiessen auf den Mann“ die Treffer.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: sie reden ja wie ein Teenager.

          • Anh Toàn sagt:

            Mag sein ich rede wie ein pupertierender Teenager, die stellen Wahrheiten in Frage, Sie reden wie ein Pfaffe, der seinen Schäfchen erzählt, es sei so einfach sei das, aber für die Schäfchen halt doch so schwer zu verstehen. Nun Pfaffen erzählen Lügen, manche wissen es, andere wiederholen im Wahrheitsglauben, den Schäfchen: Der Herr ist mein Hirte und mein Hirte ist mein Herr und ich bin ein Schaf.

          • Anh Toàn sagt:

            „So einfach ist das, und doch so schwierig zum verstehen.“ – das haben Sie geschrieben. Wenn einer bei Volkswissenschaft angewandt auf die Realität sagt, es sei einfach, hat er entweder keine Ahnung oder er lügt.

            @Maiko Laigun: sehen Sie, der Huber bekommt jetzt Hilfe. Glauben Sie Trolle werden nicht besser, wenn Sie daran glauben, dass die aktuellen sich weiterhin genauso verhalten wie die aufgeflogenen? Auch Trolle lernen.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: die grundlegenden Mechanismen der Volkswirtschaft wären einfach zu verstehen. Aber ein paar mächtige Herren wollen eine ganz andere Politik als die Volkswirte es vorschlagen. Darum wird in den MSM nicht darüber gesprochen. Höhren Sie mal einem Hans Werner Sinn etwas zu. Sie sind wahrscheinlich noch jung und viel zu gutgläubig. Schauen Sie was mit Leuten in Deutschland passiert, die mehr direkte Demokratie vordern: Die werden aufs übelste diffamiert mit Sätzen wie: „Mit solchen Leuten spricht man nicht“ (Merkel, 2015). Ich gebe Ihnen einen Rat: schauen sie genauer hin. Ihre Frage zum Buchungssatz von Helikptergeld zielt in die richtige Richtung.

        • Anh Toàn sagt:

          Hat nicht die Schweiz mit der Abschaffund der Zölle zwischen den Kantonen, auch die Personenfreizügigkeit eingeführt, trotz Regionen mit enorm unterschiedlichem Wirtschaftspotential. Ich glaub schon, aber hab keine Lust, die alen Verfassungen des 19. jahrhunderts hervorzuholen. Und dann den CHF, lange vor AHV, Bundessteuer und Finanzausgleich.

          Konnte ja nicht funktionieren, hätten doch die Volkswirte gesagt?

      • M. Stadelmann sagt:

        Grossbrtitanien ist ein klassisches Defizitland mit eigener Währung, gleich wie die USA. Weil diese beiden Länder für Direktinvestitionen der Überschussländer zunehmend weniger attraktiv werden, haben sie eine negative Zahlungsbilanz, was auf den Wechselkurs drückt (Beim Dollar ist die Geschichte noch etwas komplexer, da Weltwährung). Da in der Folge die Überschussländer ihre Währungen nun auch massiv abwerten um ihre Exporte nicht zu gefährden (bestes Beispiel ist die Schweiz, aber auch Japan und China), kommen wir in einen Handels- und Abwertungskrieg. Logische Folge: es kommt ein Trump, der Handelsschranken aufziehen will, um so die heimische Wirtschaft zu schützen. Es ist eine Verteidigungsstrategie, die auch der Schweiz schaden wird, nur darf man nicht vergessen wer der Agressor ist.

        • Anh Toàn sagt:

          Agressor ist China?

          Das sagt der Donald auch.

          Die Schlitzaugen geben sich nicht mehr mit Reis zufrieden, und versuchen, ein Stück vom Kuchen zu bekommen:

          Genau diesen Währungskrieg gäbe es doch dann in ganz Europa, ohne Euro. Was wäre dann besser?

        • M. Stadelmann sagt:

          Richtig. Der Agressor im Handels- Abwertungskrieg ist u.a. China und die Schweiz. Insofern hat Trump recht, jawohl. Wie sie über China denken ist mir eigentlich egal, aber zwischen den Zeilen lese ich, dass Sie dieses Land gewaltig unterschätzen. Vielleicht ist ihnen entgangen, dass China in den letzten Jahren riesige Auslandvermögen aufgebaut hat. Ganz im Stile des modernen Imperialismus. Das konnte China nur tun, weil sie nach aussen über Jahrzehnte eine unterbewertete Währung hatten (Exporte) und nach innen die Wanderarbeiter unfair entlöhnten (PFZ lässt grüssen).

          • Josef Marti sagt:

            Das beweist eben, dass der Kapitalismus am stärksten und durchschlagskräftigsten ist wenn er autoritär von einer kommunistischen Partei geführt wird.

          • M. Stadelmann sagt:

            Es zeigt vor allem auch, wer der neue Herrscher der Welt werden will.

          • Anh Toàn sagt:

            Ich unterschätze China nicht, aber letztlich verfolgen die halt auch die einzige vernünftige Strategie, solange es Nationalstaaten gibt, nämlich die Weltherrschaft anzustreben. (Wie beim Gefangenendilemma). Ob die Scharmützel zwischen China und den USA wohl mal wieder in Vietnam geführt werden?

            Nun denn, irgendwo bei einem kleinen, gegen Russland vielleicht in Polen, im Nahen Osten bekommt Putin Syrien und die USA den Iran endlich zurück: Die Kleinen haben in dem Spiel keine Chance, allein, darum brauchen sie die EU. Oder Sie machen es wie die Schweiz, wir sind neutral, uns ist egal wer die Welt beherrscht, wir machens mit allen.

        • M. Stadelmann sagt:

          Die Frage ob es in Europa auch ein Währungskrieg ohne Euro gäbe, hinge in erster Linie vom Verhalten der Deutschen Bundesbank ab. Möglicherweise würden die sich, auf Druck der Politik, tatsächlich ähnlich verhalten wie die SNB jetzt hier zulande und als grösste Investorin im Ausland auftreten um den heimischen Export anzukurbeln. Aber um genau diesen heiklen Punkt zu umgehen, befürwortet Deutschland am stärksten den Euro. Merkel sagt: „Fällt der Euro, fällt Europa“. Gemeint ist aber: Fällt der Euro, so finanzieren wir Deutschen die Defizitstaaten der EU nicht mehr mit deutschem Volksvermögen. Die Südländer müssten dann wieder auf eigenen Beinen stehen. Genau das wäre aber mehr Chance als Risiko, v.a. für die Jungen Arbeitslosen.

    • Josef Marti sagt:

      Das war ja Sinn und Zweck der Währungsunion, die Lohnquote maximal nach unten zu nivellieren um die leistungslosen Besitzeinkünfte sprich Zinsen, Mieten/Pachten, Profite zu maximieren. Folgerichtig wurde genau deshalb kein Transferausgleichsmechanismus installiert sondern ein explizites bailout Verbot erklärt und ein ruinöser Steuerwettbewerb installiert. Stiglitz nennt es Ideologie, es müssen sich alle gegenseitig zu Boden konkurrieren damit die Profite maximal steigen weil nur dann das propagierte heilbringende trickle down eintritt welches für alle den versprochenen Wohlstandsgewinn erbringt.

      • Charles Louis sagt:

        Die Währungsunion war das trojanische Pferd des Kapitals um einerseits die schon bestehenden riesigen Differenzen zwischen Hotspots der Verwertung und Peripherie der Akkumulationsmaschine (wenigstens vorübergehend) scheinbar zu „lösen“, andererseits die „verwöhnten“ Massen der noch vorhandenen Hotspots wieder zu „disziplinieren“ und den nicht so „verwöhnten“ Massen der Peripherie das Blaue vom Himmel auszumalen – falls sie nur brav auf Kredit konsumieren, unbezahlte Überstunden leisten und ihre Gewerkschaften zur Hölle schicken würden.
        Gleichzeitig wurden in den „priviligierten“ Ländern die sozialen Leistungen massiv runter gefahren (unter Sozialdemokraten wie Schröder und Blair) und Steuergeschenke an die Wohlhabenden verteilt.

        • Josef Marti sagt:

          Was sich diese neoliberalen Schwachköpfe nicht vorstellen konnten ist, dass sich nicht nur Löhne mit der Zeit nach unten nivellieren können sondern dass auch Zinsniveaus bereits sehr kurzfristig nach unten konvergieren könnten, und dadurch zuerst einmal einen inflationären Bauboom mit nachfolgend inflationierenden Preisen und Löhnen genau das Gegenteil des Beabsichtigten verursachen würden.

      • M. Stadelmann sagt:

        „Sinn und Zweck der Währungsunion“

        ich würde es eher so formulieren, dass sich damals bei der Euroeinführung Partikularinteressen der Privatwirtschaft gegenüber dem Volksinteresse durchgesetzt haben. Nicht zuletzt weil die Linke sich vielmehr für ideologische Ziele als für Marktwirtschaft interessiert. Jetzt sehen und spüren wir einfach immer deutlicher Auswirkungen einer solchen Politik. Wir sind aber weit entfernt davon wirklich Gegensteuer zu geben. Viel mehr tönt es, allen voran aus dem grossen Kanton: „Mehr vom Gleichen“

  • Anh Toàn sagt:

    Die Graphiken zeigen, dass sich die unterschiedlichen Entwicklungen nicht an nationalen Grenzen festmachen lässt, auch nicht an der Euro Mitgliedschaft (siehe UK)

  • Charles Louis sagt:

    Begriffe wie „Immobilienkrise“, „Finanzkrise“, „Tragödie Griechenlands“ erklären im Prinzip wenig.
    Was verbindet denn so unterschiedliche Länder wie Griechenland, Italien oder England? England war schon industrialisiert als die Griechen noch vorwiegend von Landwirtschaft lebten. Heute „leben“ viele Griechen vorwiegend von Tourismus und Schiffahrt (wie schon vor 50 Jahren) und Englands „Industrie“ besteht vorwiegend aus Finanzindustrie und Rüstungsindustrie (beides Überbleibsel des einstigen „Imperiums“). Redet noch irgendeiner von der Stahlindustrie in Sheffield? Oder der englischen Autoindustrie? Range Rover und Jaguar gehört jetzt den „Indern“ (Tata) – so viel zur Ironie der Geschichte.

    • Charles Louis sagt:

      Finanzkrise, Immokrise, Schuldenkrise – sind alles schon Folgeerscheinungen von „Rettungsversuchen“ der Vergangenheit. Griechenland, England (mit Ausnahme London und südliche Küstenregion), der „Osten“ Europas, Spanien, grosse Teile von Italien waren schon im letzten Jahrhundert nicht mehr Teil der „Competition“ zwischen den Industriegiganten – höchstens als billiger Dienstleister oder Zuliefererregion war und ist man überhaupt auf der Landkarte. Die „Lösungen“ der Vergangenheit erweisen sich als Chimären – die „blühenden Industrielandschaften“ von denen die Ideologen nach der „Wende“ faselte waren eine glatte Lüge.

      • Charles Louis sagt:

        Desweiteren hat sich auch das Märchen des „erfolgreichen kapitalistischen Westens“ als einheitlichem Block in Luft aufgelöst. Vielmehr sieht man wie die dauerhaften Krisenerscheinungen von der Peripherie Europas immer mehr Richtung Zentrum wandern. Auch das fast „einheitliche dunkel und hellblau“ in Deutschland täuscht darüber hinweg, dass man sich in einem Land befindet, dass immerhin den grössen Billiglohnsektor Europas aufzuweisen hat und die Einkommens- und Vermögensunterschiede Ausmasse angenommen haben, die jeder Beschreibung spotten.

  • Max Bader sagt:

    Sehr interessante Zahlen bzw. Grafiken. Vor allem die dritte Grafik ist interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass Italien z.B. viel stärker zu leiden hatte, als beispielsweise Spanien.

  • seebueb sagt:

    „Wenn der neue Präsident ein grosses Infrastrukturprogramm lanciert und die Unternehmenssteuern senkt, wird die US-Wirtschaft einen Boom erleben“

    Alle Welt sagt, dass senken der Unternehmenssteuern die Wirtschaft belebt, aber bislang habe ich keine einzige Studie gesehen die das untermauert. Hingegen Piketty sagt genau das Gegenteil, basierend auf einem Meer an Daten. Mich erinnert das irgendwie an den Homo Oeconomicus, Trickle Down und einiges mehr, was sich mittlerweile als haltlose Phantasie herausgestellt hat.

    Kann mir jemand namhafte Quellen nennen, die die (Teil-)Behauptung von TS untermauern, am besten der Autor selbst?

    • J. Kuehni sagt:

      „Mich erinnert das irgendwie an den Homo Oeconomicus, Trickle Down und einiges mehr, was sich mittlerweile als haltlose Phantasie herausgestellt hat.“

      Z.B. der Kommunismus hat selbige Erkenntnis (haltlose Phantasie) um ca. 35 Jahre überlebt, leider scheint dasselbe beim Neoliberalismus Reagan-/Thatcher’scher Prägung der Fall zu sein. Siehe Team Trump, Theresa May, François Fillon et al.

      Die einfache Wahrheit (und ich stehe eigentlich nicht auf solche) ist, dass wir schlicht keine anderen Ideen zu Gebote haben. Generäle, Ökonomen und Politiker schlagen immer die gestrigen Schlachten, und die Rückkehr zur vorgestrigen ist leider auch keine Lösung.

    • J. Kuehni sagt:

      Damit Europa eine autonomere Wirtschafts- und Sicherheitspolitik (lies weniger von den USA abhängig) verfolgen könnte, müsste es seine Einigung politisch komplettieren, mitsamt föderaler Struktur und Transferausgleichssystem, resp. hätte dies schon vor ca. 10 Jahren tun sollen und danach mit dem nötigen politischen Gewicht (adäquat zur technologischen und wirtschaftlichen Realität des 21. Jahrhunderts) eine Umverteilungspolitik wie von Piketty definiert und in Fortsetzung der sozialen Marktwirtschaft & Sozialpartnerschaft, die in allen europäischen Staaten immer noch eine hohe Akzeptanz hat, umsetzen. Stattdessen heisst der Schlachtruf jetzt: Nationalegoisten aller Länder, vereinigt euch (oxymoron fully intended).

      • Linus Huber sagt:

        „Generäle, Ökonomen und Politiker schlagen immer die gestrigen Schlachten“

        Da stimme ich mit Ihnen überein. Die letzte grosse Schlacht des Westens lag im Gedankengut des Nationalsozialismus. 🙂

        • Monique Schweizer sagt:

          Huber: Sie sind ja wirklich 1945 und beyond! Seither hat der „Westen“ doch noch einige Schlachten geschlagen Korea, Indonesien, Kuba, Vietnam, der ganze Ostwestkonflikt, der Kampf gegen Terrorismus usw. usw
          Ob ich jetzt dem IS, Steinzeitkommunisten (wie Nordkorea) oder den Nazis in die Hände falle ist doch Hans wie Heiri – würde die Nazis sogar noch bevorzugen, wenn ich wählen könnte.
          Ich behaupte ja nicht, dass der Westen immer nur die „Guten“ waren!
          Es gibt keine letzten grossen Schlachten, denn es laufen praktisch immer auf der Welt irgendwelche Schlachten ab, auch wenn WK II vermutlich der bedeutendste historische Event im 20. Jh war.

          • Linus Huber sagt:

            @ Monique

            Das waren Scharmützel im Verhältnis zu WW2 und schwerlich von weitreichender Bedeutung. Die Rechtfertigung all dieser Einmischungen in die inneren Angelegenheiten von Staaten beruht auf dem Feindbild einen „Hitler“ zu verhindern, wofür man bereit ist, Elend in jenen Staaten zu verbreiten und als Resultat internationalen Terrorismus und Flüchtlingsströme in Kauf zu nehmen.

          • J. Kuehni sagt:

            Ja genau: Die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten (die auf dem Feindbild Hitler) beruht und bloss „Scharmützel“ produziert, ist viel schlimmer als das, was vorher war, da verbaten sich die Staaten gegenseitige Einmischung und opferten dafür gleich hunderte von Millionen auf dem Altar der nationalvölkischen Selbstbestimmung. Da ist es doch beruhigend, dass wir heutzutage mit von Putin bezahlten Fake News die pseudointellektuelle-yet-idiot-Deutungshoheit der (demokratischen) Staaten zersetzen können und unsere tribalen „Wahrheiten“ in ebensolchen Echo-Chambern selber basteln können, auf dass der letzte Schulversager der Überzeugung sein kann, sein Nobelpreis werde bloss von einer internationalen Kabale von liberalen Gutmenschen verhindert. Alles klar? 8-))

          • Linus Huber sagt:

            Genau wie Sie sagen Herr Kuehni

            „Generäle, Ökonomen und Politiker schlagen immer die gestrigen Schlachten“

            Abgesehen davon, dass die offizielle Rechtfertigung dieser Kriege meist reine Propaganda darstellt, könnten Sie sich vorstellen, dass wir dadurch möglicherweise anders gelagerte Gefahren unterschätzen, z.B. die Gefahr der Balkanisierung Europas aufgrund des durch die Einmischungen befeuerten internationalen Terrorismus und der ebenfalls damit verbundenen Flüchtlingsströme? Ich will hier dies nicht als die wahrscheinlichste Variante darstellen, sondern einzig darauf hinweisen, dass man sich vielleicht nicht zu stark einzig auf eine Gefahr fokussieren sollte, welcher sich die meisten Menschen eh schon sehr bewusst sind.

          • Anh Toàn sagt:

            Ja, das ist wichtig, wieder mal an Flüchtlingsströme und im gleichen Satz auch noch Terrorismus zu errinnen. Weil davon redet niemand. Wegen den paar Scharmützeln laufen die weg. Nicht das Flüchtlingsboot im Mittelmeer ist voll, unsere Hängematte ist voll.

          • Linus Huber sagt:

            Die Konsequenzen und Zusammenhänge der Kriegstreiberei (Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten) wird tatsächlich zu wenig thematisiert und stark tabuisiert, respektive hauptsächlich unter unter dem Gesichtspunkt, welcher der Agenda der Globalisten zuträglich ist, betrachtet.

    • Marcel Senn sagt:

      Seebueb: Habe Trumps Wirtschaftsprogramm mal nachgerechnet über einen Zeithorizont von 10 Jahren.
      Wenn er 3.5% Wachstum pa hinkriegt über 10 Jahre, 4.4 Bio Steuern senkt und noch rund 1.5 Bio $ Infrastrukturprogramm macht haben die USA dann zwar gegen 27 Bio $ Schulden, aber gemessen am BIP würde die Schuldenlast von aktuell rund 105% auf ca. 85% des BIP sinken.
      Kommt dann natürlich auch noch drauf an inwieweit die Zinsen steigen würden, denn bei der hohen Verschuldung aller Akteure würde dann auch kräftig was an Kaufkraft abgeschöpft.
      3.5% Realwachstum über 10 Jahre muss man auch zuerst noch hinkriegen, vor allem müssten die Mittel- und Unterschicht mehr Kaufkraft bekommen, die Superreichen wissen eh schon nicht mehr wohin mit ihrem Geld und konsumieren zu wenig.

      • Marcel Senn sagt:

        Ergänzend: Diese Rechnung geht von 2% Inflation aus, rund 0.6 Bio Budgedfizit pa (wie aktuell) und 1.5 Bio Infrastrukturausgaben.
        .
        Aber eben Excel ist geduldig und meistens kommt es anders als man denkt 😉
        .
        Wo Trump definitiv geschwindelt hat, war dass er dazu auch gleich noch alle Schulden abbauen könne mit seinem Programm – das ist Bulls…t – zumindest mit den Parametern die er angekündigt hat im Wahlkampf — mal schauen was er dann als Präsident für ein Wirtschaftsprogramm wirklich durchzieht, aber vermutlich wirds auch in die Richtung gehen.
        Der Impakt der Importzölle könnte ihm allerdings inflationsmässig (und in der Folge dann auch (Schuld)zinsmässig) einen Strich durch die Rechnung machen.

        • Anh Toàn sagt:

          3.5% Wachstum ist für eine entwickelte Nation im Schnitt über 10 Jahre, und dann noch ohne Zuwanderung auch sehr ambitioniert, da müssen die aber ranmachen, die Fettleibigkeitsrate muss deutlich sinken dafür.

          • Anh Toàn sagt:

            Und ob Investitionen in Mauern (zu Mexiko und um neue Gefängnisse) sehr produktiv sind, frag ich mich auch.

          • Anh Toàn sagt:

            Klar die Kohle muss unter die Leute, warum nicht mit Mauern bauen, aber das wäre in meinen Augen mal wieder ein praktischer Fall von subotimalen staatlichen Investitionen zur Wirtschaftsförderung.

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Muss ja nur zum Schein die Wirtschaft ankurbeln zumindest für 4 Jahre und wenns klappt wird er sogar wiedergewählt und kann dann sein eigenes Portfolio steuermässig so optimieren, dass er nur noch läppische Beträge bezahlen muss und sein Clanvermögen vor dem gierigen Staat grossenteils in Sicherheit ist.
            Nachhaltigkeit ist doch für einen Trump eher ein Fremdwort (ausser beim Clanvermögen).
            Aber ich räume dieser trumpschen Köpenickiade zumindest gewisse Erfolgschancen ein – on the shorter run – nachher wird dann wieder ein Schwarzer, ein Latino oder eine Frau gewählt, die den Scherbenhaufen wieder aufräumen dürfen!
            Business as usual…

          • Anh Toàn sagt:

            Ich glaub nicht, dass es Trump um seine Kohle geht, dem geht es ums Ego. Und das sind immer die gefährlichsten.

            Also Schulden mit neuem Schuldenmachen abbauen will, das kommt nur intellektuellen Idioten in den Sinn, schallt es doch sonst aus dem Trumpfanblock?

            Die Steuerregel, welche im Ergebnis Reinvestion von im ausland erzielten Gewinnen in den USA besteuert, zu überarbeiten, könnte unternehmerische Investitionen bestimmt fördern. Sorgen bei Trump macht mir nicht sein Wirtschaftsprogramm.

  • Monique Schweizer sagt:

    Nehme mal an dieser signifikant erigierte Ausreisser in Graphik 2 in Grossbritannien werden wohl die „Masters of the Universe“ in der Financial Mile in London sein!
    Die schlagen ganz Rest-EU-Europa um Längen!
    Einmal mehr ein Beweis, dass diese ganze Banksterindustrie nur zur Schaffung von mehr Ungleichgewichten taugt, dazu noch fähig ist ganze Volkswirtschaften an den Rande des Ruins zu treiben und ansonsten meist fast völlig nutzlos sind, da die Boni schon längst verteilt sind bis die Probleme dann mal an die Oberfläche kommen.

    • M. Stadelmann sagt:

      Seien Sie froh, dass die Schweiz auf der Grafik 2 fehlt. Der blaue Punkt von Zug würde die anderen Länder wohl auf eine Linie mit schwachem Rauschen reduzieren. Hier sind es v.a. die Rohstoff Handelsfirmen, die mit ihren riesigen Gewinnen zu den hohen Haushaltseinkommen führen würden (natürlich nur rein rechnerisch). Es ist das System das falsch ist und in einer unheiligen Allianz von FDP und SP in der Schweiz mitgetragen wird.

      • Monique Schweizer sagt:

        Falsch Herr Stadelmann – nicht der Kanton Zug wäre zuoberst sondern Basel Stadt mit 167’000 Fr. BIP/Einwohner!
        .
        Basel Stadt liegt auch auf Nr. 1 verglichen mit allen Länderbips auf der Welt weit vor der No 1 Qatar 145’000 $/EW und vor Luxembourg 102’600 $, Liechtenstein 89’400 $ etc.
        Gut Zug liegt allerdings mit 155’000 Fr. auch noch vor Qatar.

        • M. Stadelmann sagt:

          Danke fürs recherchieren der Zahlen. In Basel ist es wohl die Pharmaindustrie mit ihrer hohen Marge, die das BIP/Kopf derart ansteigen lässt.

    • Linus Huber sagt:

      „Einmal mehr ein Beweis, dass diese ganze Banksterindustrie nur zur Schaffung von mehr Ungleichgewichten taugt“

      Hierbei bin ich 100% einig mit Ihnen. Naiv dürfte die Idee sein, dass dies unabhängig und losgelöst davon abläuft, was man ganz allgemein als Anreizstruktur bezeichnet, für welche federführend die Zentralbanken zuständig sind.

      • Marcel Senn sagt:

        Huber: „…für welche federführend die Zentralbanken zuständig sind.“
        Das ist eben Ihr Denkfehler, sie überschätzen die Einfluss der Zentralbanken weit.
        Wieviele Prozent der Darlehen/Kredite werden z.B. zum Zentralbankenleitzins verliehen. Praktisch keine!
        Der Kreditmarkt hat somit gewisse „Gestehungskosten“ wie jede andere Firma auch und eine Marge einerseits aus Risküberlegungen heraus und dann natürlich eine Gewinnmarge, die auch vom Markt bestimmt werden kann.
        Und auch die welweite Geldmenge M1 mit 27.8 Bio Narrowmoney viel zu klein angesichts globalen Verschuldungen ausstehend von rund 230-240 Bio $!
        Der Einfluss von Zentralbanken am Geldgeschehen ist bei 25-30% zu sehen, 35-45% dürften aus Finanzinnovationen + Kreditvergabe der Banken geschehen + 25-40% ist nachfragebedingt

        • Linus Huber sagt:

          Nein, ich überschätze den Einfluss der Zentralbanken keineswegs, jedoch Sie sind offensichtlich nicht in der Lage, wie die unterschiedlichsten Aspekte der Geldpolitik das Verhalten der Akteure beeinflusst. Im letzten Artikel habe ich nur ein kleines Beispiel erwähnt und schon ging das Gezeter los, welch negativen WIRKUNGEN dies haben würde. Aus meiner Sicht bewegen sich Ihre diesbezüglichen Argumente einzig auf der oberflächlichsten Ebene und zeugen davon, dass Sie nicht die geringste Ahnung von 2./3. Runden-Effekten, welche sich je nach Rahmenbedingungen einstellen. Daher ist es auch sinnlos mit Ihnen darüber zu diskutieren.

          • Anh Toàn sagt:

            Lassen Sie uns doch an Ihrer Weisheit teilhaben und erzählen uns, wie hoch das FED, die EZB, die BoJ, die BoE und die Nati den einzigen Zinssatz, den sie bestimmen können (Verzinsung der Sichteinlagen von Banken), festlegen sollten.

          • Marcel Senn sagt:

            Anh: Genau Huber soll uns mal mit konkreten Werten, Vorgaben und seinen „2./3. Runden Effekten“ teilhaben lassen.
            Sein moralisierendes Elfenbeinturmgelabber kennen wir jetzt ja alle bis zum Erbrechen!
            .
            Mich näme es z.B. wunder wie der Huber vom Turm die Korrelation zwischen der aktuellen US Credit Card Interest Rate bei Verzug von fetten 16.28% und dem FED Leitzinssatz von 0.5% sieht.
            Huber erklären Sie mir mal die 15.78% Differenz und den Einfluss wenn das FED jetzt die Zinsen nochmals erhöhen würde. Oder sind die 15.78% dann einfach Ihre 2. und 3. Rundeneffekte, die ich ja angeblich nicht sehe?
            Falls das zu anspruchsvoll ist, kann es auch die Differenz zw. den 0.5% und den Studentloan Zinsen von 4-6% sein.
            Huber erklären Sie uns mal die Welt in der Praxis!!

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Sie kommen mir vor wie so ein Hardcore-Christen-Fundi, der an den Kreationismus glaubt (dass die Welt vor rund 10000 Jahren erschaffen wurde) und sämtliche wissenschaftliche Methoden wie radiometrische Altersbestimmung, Isochronmethode, Eiskerndatierung und Dendrochronologie in Frage stellt.
            Ihr „die Zentralbanken sind an allem schuld“ Weltbild ist in etwa ähnlich simpel gestrickt. Will dabei nicht mal ihre 2. und 3. Runden Effekte in Abrede stellen, die es sicher gibt, aber von Ihnen meiner Meinung nach auch als viel zu hoch eingeschätzt werden.

          • Anh Toan sagt:

            In Hubers Welt wäre Novartis frei, die Mitarbeiter in Pillen tu bezahlen, welche die dann beim Bäcker in Brot tauschen können. Dann braucht es keine Banken und Zentralbanken.

          • Linus Huber sagt:

            Dieser Blog ist nicht dazu da, Ihnen die Grundlagen und Prinzipien ökonomischer Zusammenhänge beizubringen; lesen Sie ein Buch.

          • Anh Toàn sagt:

            Hab‘ ich schon mit 13: „Die Antwort kennt nur der Wind“ von Johannes Mario Simmel. Welches haben Sie gelesen?

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Was für ein Buch? Wie man jeder konkreten Frage mit irgendwelchen Vorwänden und Bezügen auf irgendwelche angeblich in Marmor auf immer und ewig gemeisselten Prinzipien aus dem Wege gehen kann mit ein paar schwülstigen Sätzen.
            Darin sind Sie tatsächlich der Grossmeister im Forum Huber!
            Ich will aber nicht so enden wie Sie als selbstgerechter Pudding den man nicht an die Wand nageln kann!

          • Linus Huber sagt:

            Natürlich könnte ich antworten, wobei gleich die nachfolgenden einfältigen Fragen kommen, wobei die Antworten eben nicht ein paar Sätze darstellen könnten, wenn Grundkenntnisse fehlen, sondern einen enormen Aufwand darstellen und den Rahmen dieses Blog wohl sprengen. Des weiteren sind Sie gar nicht gewillt Ihr Gedankengut hinterfragt zu wissen, sondern verfallen, wenn in die Enge getrieben, in Ihrer Argumentation auf die persönliche Ebene. Lesen Sie z.B. Frederic Bastiats oder Murray N. Rothbards diverse Thesen und Ausführungen (gratis auf im Internet abrufbar).

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Dass Sie uns jetzt einen von Margareth Thatchers Lieblingsökonomen näher bringen wollen, verwundert mich nicht wirklich.
            .
            „Des weiteren sind Sie gar nicht gewillt Ihr Gedankengut hinterfragt zu wissen“
            .
            Hahaha – das sagen ausgerechnet Sie! Ich habe Sie schon unzählige Male mit x konkreten Beispielen und Grössenordnungen versucht aus der Reserve zu locken, damit sie mal konkret Stellung beziehen.
            Aber ausser den immergleichen moralgeschwängerten Sprüchen kommt nicht viel, ich gehe mittlerweile davon aus, dass Sie ausser Ihrer hauchdünnen Maske hinter der Sie sich permanent tummeln eben gar keine echten Wissensreserven mehr haben, darum geben Sie auch die immer gleich lauwarm gequirrlte Luft von sich.

          • Marcel Senn sagt:

            Und wenn Sie uns dazu noch Rothbard empfehlen, den Vordenker des Anarchokapitalismus, dann zeigt mir das eigentlich nur auf, dass Sie ein zutiefst dissozialer Charakter sind und wir Sie zu recht anfeinden. (zumindest wie ich und noch ein paar andere hier im Forum die Welt sehen – dies einfach als Ergänzung damit Sie uns nicht gleich wieder IYI’s bezeichnen – was Sie zwar sowieso tun, aber wen kratzt das schon)
            .
            Nein lieber Linus Huber – so wie Sie möchte ich definitv nie im Leben werden, da gäbe ich mir vorher die Kugel, wenn ich die ersten Anzeichen einer solchen Charakterdeformation an mir erkennen würde!!

          • Linus Huber sagt:

            Eben, wie gewohnt, entweder die Methode „Kill the messenger“ oder Absacken auf die persönliche Ebene.

          • Marcel Senn sagt:

            Sie praktizieren übrigens genau dasselbe einfach mit Ihrer beharrlichen Ignoranz und absolut geistiger Unflexibilität die Sie regelmässig an den Tag legen!
            .
            Aber wissen Sie was – machen wir einen Deal – ich kommentiere Sie nicht mehr, Sie kommentieren mich nicht mehr und dann sind wir nicht mehr nur geographisch rund 20’000 km auseinander!

          • Josef Marti sagt:

            Also Herr Senn. Sie sind wirklich ungerecht und undankbar. Sie sollten eigentlich Herrn Huber wirklich dankbar sein, ohne ihn wäre der Blog extrem langweilig. Und der AT wüsste den ganzen Tag nicht was machen, am Schluss müsste er noch runter ins Mittelmeer und nach Flüchtlingen Ausschau halten um sie aus dem Wasser zu fischen, das wäre einiges anstrengender als hier im Blog Maulaffen feil zu halten.

          • Marcel Senn sagt:

            Sorry Herr Marti – aber mit Anarchokapitalisten kann ich jetzt wirklich überhaupt nicht anfreuden. Eine solche Ideologie empfinde ich in etwa gleich fremd, menschenverachtend und bedrohlich wie diejenige des islamischen Staates oder des Nationalsozialismus. Der jetzige Spätkapitalismus mit seiner zunehmend inegalitären Einkommens- und Vermögensverteilung ist schon ziemlich grenzwertig (was NMTM immer wieder mal thematisiert) Anarchokapitalismus wäre noch um zwei Potenzen verschärft. Nur noch Trumps + Blochers die das sagen hätten, den Rechtsstaat könnte man dann endgültig vergessen.
            Darum wettert er auch immer gegen unsere angebliche „Obrigkeitsgläubigkeit“. Zudem diese romantisch verklärte Freiheitsbaumbejubelung & das Blut von Patrioten & Tyrannen.
            Ich mags nicht mehr hören!
            .

          • Linus Huber sagt:

            Sofern Sie keinen kompletter Unsinn proklamieren, werde ich mich definitiv zurückhalten.

          • Linus Huber sagt:

            @ Josef

            Danke für die Blumen – 🙂

            Ihre Schreibweise beinhaltet ebenfalls oft unterhaltsame inhaltlich korrekte jedoch politische unkorrekte Aussagen, welche bei mir aufgrund der darin erkennbaren ehrlichen Überzeugung ein Lächeln auslösen (Danke). Die Wahrheit scheint oft zu schmerzen, wenn sich das eigene Gedankengut mit demjenigen der kurzfristig orientierten, prinzipienfreien und planungswütigen Entscheidungsträger deckt.

          • Charles Louis sagt:

            @Huber
            Der alte, rein ideologische Konflikt, zwischen den Anhängern von Keynes und den sogenannten Monetaristen – gehört in die historische Mottenkiste.

  • Josef Marti sagt:

    Um das Establishment zu retten wird jetzt Draghi seinen Landsleuten zu Hilfe eilen und Staatsanleihen ankaufen um den Anstieg der Neuverschuldungskosten zu bremsen, sodann werden Wertberichtigungen in den Bilanzen der maroden Banken aufs Konto Staatsschulden umgebucht. Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren ist jetzt in Italien das oberste Gebot der Stunde um die Finanzmärkte bei Laune zu halten.

  • Martin Thalmann sagt:

    Aufgrund der immer grösser werdenden Kluft zwischen Arm und Reich wird es so oder so bald (max. 10 Jahre) zu einem Krieg im Westen kommen. Wir sind in (neo)feudalen Zeiten. Was auf uns zukommt sehen wir an den immer zahlreicher auftauchenden rechts-nationalen Parteien.

  • Roswitha Kunz sagt:

    Interessante Vergleichzahlen, die jedem Globalisierungskritiker recht gibt.
    (Herr Staumann, bitte mit Link-Aktivierung zu den Eurostatistik-Zahlen/Grafiken in der Quellenangabe.)

  • Charlotte sagt:

    Die Differenz wäre noch grösser. Gemäss der Weltbank Statistik wurden 2015 folgende Beträge von Privatpersonen von der Schweiz überwiesen:

    Österreich 347 Mio.
    Belgien 307 Mio.
    Bosnien 67 Mio.
    Kroatien 54 Mio.
    Tech. Republik 75 Mio.
    Dänemark 28 Mio.
    Deutschland 1,3 Mrd.
    Frankreich 1,8 Mrd.
    Ungarn 126 Mio.
    Italien 870 Mio.
    Kosovo 296 Mio.
    Luxemburg 58 Mio.
    Mazedonien 31 Mio.
    Niederlande 33 Mio.
    Portugal 452 Mio.
    Serbien 360 Mio.
    Spanien 537 Mio.
    Schweden 95 Mio.

    Dazu kommen noch alle, hauptsächlich Flüchtlingsländer dazu, allein nach Nigeria gehen 78 Mio. und das bei 80 % (?) Sozempfänger. Total gingen 2015 8.6 Mrd. via „Remittances“ ins Ausland. Dazu kommen noch AHV, IV und ALV Zahlungen in Mrd. Höhe.

    Kein Wunder blockt die EU mit allen Mitteln die MEI ab.

    • M. Stadelmann sagt:

      Die 8.6 Mrd. an Auslandüberweisungen sind Peanuts innerhalb der Zahlungsbilanz der Schweiz. Der Schweiz sind 2015 unter dem Strich 72 Mrd. allein in der Leistungsbilanz mehr zugeflossen als weg. Dazu kommen noch 21 Mrd. Kapitalzuflüsse (hier sind die 8.6 Mrd. schon abgezogen). Gesamthaft macht das 93 Mrd. allein fürs Jahr 2015. Jetzt könnte man ja denken, das ist gut für die Schweiz. In Wirklichkeit bringt das aber viele Probleme mit sich, z. Bsp. einen viel zu starken Frankenkurs. Darum musste die SNB 2015 allein 94 Mrd. Franken an Notenbankgeld schaffen, damit wir nicht in eine Deflation kommen und der Frankenkurs nicht durch die Decke ging. Freihandel ist nur solange gut, wie Geben und Nehmen unter Volkswirtschaften ausgeglichen sind. Sonst haben beide Seiten ihre eigenen Probleme.

      • Josef Marti sagt:

        Wegen der Situation als Fluchthafen liegt 2015 eine verkehrte Kapitalbilanz vor indem trotz Leistungsbilanzüberschuss von 73 Mia unter dem Strich netto 21 Mia Kapital importiert wurde. Das führt zu einer Aufblähung der Devisenreserven pro 2015 bei der SNB von 94 Mia, somit ist die Zahlungsbilanz ausgeglichen.

        • M. Stadelmann sagt:

          Jawohl richtig erfasst. Aber die Zahlen zeigen ja, wie verkehrt unsere Welt ist. Pro Kopf musste die SNB allein im 2015 Devisenreserven von ca. 12000.- (ca. 25’000.- / Haushalt) schaffen. Aber dieses Geld verteilt sie ja nicht in der Schweiz an die Bürger, sondern kauft damit ausländische Devisen und Aktien. Die SNB muss erstmals in der Geschichte zur Investorin im Ausland werden, damit unsere Firmen die Gewinne auf hohem Niveau halten können. Die PFZ verhindert steigende Löhne. Und zudem werden mit der Unternehmersteuerreform III die steuern gesenkt um noch mehr Kapital ins Land zu locken. Krank nicht? Wenn die SNB die CHF 12’000.- / Kopf an alle Inländer auszahlt, bin ich mit dieser Politik einverstanden, sonst nicht!!

          • M. Stadelmann sagt:

            In den nächsten Jahren wird die SNB noch viele weitere 100te von Miliarden schaffen müssen, denn mit dieser Politik wird sich niemals ein Gleichgewicht einstellen können. Ich behaupte in weniger als 3 Jahren wird die SNB über 1 Bilion Devisenreserven in ihrer Bilanz haben. Das entspricht fast 300’000.- CHF pro Haushalt. Vor dem Jahr 2008 waren es im Schnitt gut 10’000.- pro Haushalt. Die Differenz ist die Menge, die jeder Haushalt in den letzten 8 Jahren zuviel gearbeitet hat bzw. zu wenig verdient hat. Die Zahlen zeigen auf, wie unglaublich falsch unser Politik in den letzten 20 Jahren war.

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: Dafür hat die SNB jetzt auch ein historisch rekordhohes Eigenkapital von rund 88 Mrd oder 10’500 Franken pro Einwohner!
            Und wieso sollte man ihre 12’000 pro Kopf an die Bevölkerung auszahlen? Haben Sie da irgendwelche Ponyhofphantasien?
            Das Problem ist doch die schweizerische Fünferli und Wegglipolitik, darum hat die SNB schon im Frühjahr 2010 rund 135 Mrd noch bei einer inoffiziellen Untergrenze v. 1.40 verpülverlet – so ganz in Hedge Fund Manier – wo P. Hildebrand vorher gearbeitet hat.
            Die Alternative wäre eine Rezession va. ab 2011 gewesen, hätte sicher AL gebracht aber auch weniger Masseneinwanderung und Bauwahn.
            Das wollte aber weder SNB, Politik und Bevölkerung und darum hat die SNB jetzt einen grossen Devisenberg va in Bonds und Aktien angehäuft.

          • Linus Huber sagt:

            @ Stadelmann

            Sie dürften nicht falsch liegen; es sollte tatsächlich nicht die Aufgabe einer Zentralbank sein, sich wie ein Hedgefond zu verhalten. Wenn die Schwächung der Währung das Ziel sein soll, ist der eingeschlagene Weg nicht unbedingt vorteilhaft, sondern das Risiko, welches jede Investition in sich trägt, wäre vielleicht besser auf der individuellen Ebene angesiedelt um die System-Risiken tief zu halten. Dieses Vorgehen wird nicht erwogen, da es die von den Pseudointellektuellen geliebte Machtkonzentration reduzieren würde.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Huber: Die Fremdwährungspositionen der SNB unterliegen zudem dem Währungsrisiko. Verluste gehen direkt zu Lasten des Eigenkapitals der SNB, und die Eigenkapitaldecke ist ja nicht gerade berauschend. Wenn ein Grossteil der geschaffenen „Währungsreserven“ hingegen im Inland als Bürgerdividende in den Wirtschaftskreislauf gebracht würde (quasi elektronische Banknoten – die Vollgeld Initiative lässt grüssen), hätte die SNB keine Risiken in der Bilanz. Eine solche Ausschüttung käme dem von der Linken geforderten Grundeinkommen schon recht nahe. Das einzige Problem dabei: auch so würde sich die Schweiz am Abwertungskrieg zwischen den Volkswirtschaften an vorderster Front beteiligen. Wäre aber immerhin besser als die IST-Situation.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Senn: Das sind keine Ponyhofphantasien. Wenn die Schweiz sich dafür entscheidet, sich an vorderster Front am Abwertungskrieg der Währungssysteme zu beteiligen, dann soll sie bitte die Bürger, die eine solche Politik tragen müssen, entsprechend entschädigen. Das Pulver, wie Sie so schön sagen, soll jeder Bürger selber verschiessen. Was nützen uns Volksinvestitionen von rund einer Viertel Million CHF pro Haushalt im Ausland, wenn niemand auf diese Investitionen zugreifen kann?
            Die Menschen spüren das sie total über den Tisch gezogen werden, aber kaum jemand versteht wirklich, was konkret schief läuft. Auch die Politiker verstehen es nicht. Darum kommen dann so hohle Sätze wie: „wir müssen den Menschen unsere Politik besser erklären…“. Pustekuchen! Erstmal das Gehirn einschalten.

          • Josef Marti sagt:

            @Stadelmann: Den Währungsabwertungskrieg kann die SNB unmöglich gewinnen ausser die CH taucht wirklich in eine grosse Rezession und Arbeitslosigkeit ab. Wenn aber der FW Turm der SNB einfach wieder in CHF umgetauscht würde ginge der CHF gigantisch durch die Decke. Dieses Szenario mit Niedergang der Exportindustrie, Tourismus und Detailhandel usw. erreicht man auch mit Ihrer Bürgerdividende. Wenn schon müsste man einfach den CHF als Umlaufswährung sukzessive durch den Euro und Dollar ersetzen.

          • Josef Marti sagt:

            Eine weitere Möglichkeit ist, das System auf den Kopf zu stellen und Vollgeld einzuführen. Gemäss economiesuisse würde damit der CHF total abstürzen. Was will man mehr, das Problem wäre ja dann gelöst, die Exportindustrie würde jubeln.

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: Das grössere Risiko der SNB ist wohl, dass rund 80% v.a. in Staatsanleihen angelegt sind mit einer Duration von akutell 4.3. Wenn die Zinsen steigen und/oder Länder in Zahlungsschwierigkeiten kommen, dann hat das vermutlich mehr Verlustpotential als nur Fremdwährungsschwankungen. Gut der kombinierte Fall wäre noch verheerender, auf der anderen Seite hat die SNB ja einen Währungsmix – geht der € runter geht der $ ua. meist rauf. Gut die rund 20% Aktien sind auch noch risiko- und chancenbehaftet.
            .
            Doch irgendwelche Geldverteilungsaktionen an die Bevölkerung sind Ponyhofphantasien! Und so dünn ist die EK Decke mit 88 Mrd nicht, zumal die SNB auch mit Unterkapital weitermachen könnte.
            Die Alternative zur SNB-FX Politik wäre eine Rezession ab ca 2011 gewesen

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: Wir haben aber über 3.5 Mio Haushalte in der CH. Ergo sind es „nur“ 200’000 pro Haushalt.
            Die aktuelle SNB Politik ist nur der geldgewordene Ausdruck der schweizerischen Mentalität – wir wollen am liebsten das Fünferli, das Weggli und die Bäckerstochter auch noch gleich dazu!
            Wobei die Bäckerstochter in Ihrem Falle noch Ihre Geldverteilungsphantasien an die Bevölkerung wären.
            .
            Bin ehrlich gesagt auch nicht wirklich glücklich über die aktuelle SNB-Politik, aber ist nun mal so und wenn die Eigenkapitalreserven weiterhin ansteigen so hat es wenigstens genügend Puffer für Schocks aller Art an den Märkten. Die Geld- und Zinspolitik der SNB ist zwar suboptimal, aber immerhin machen es die SNBler noch gut indem sie noch Eigenkapital generieren sonst wärs katastrophal.

          • Anh Toàn sagt:

            @M. Stadelmann: Die Bürger tragen das Geld dann wieder auf die Bank….

          • Anh Toàn sagt:

            Die Bürger insgesamt tragen doch so schon viel Geld zur Bank, verteilt man es denen, konsumieren die nicht mehr, sondern tragen es nur zur Bank. Die untersten Einkommensschichten würden es am ehesten konsumieren, die BV verlangt eigentlich auch die Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, also wäre so eine Ausschüttung umgekehrt zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu machen. Aber das dürfte wohl die Nati gar nicht entscheiden, wer denn wieviel Geld bekommt, pro Kopf Verteilung ist nur eine Möglichkeit, nicht die Beste: Das wäre Gewinnausschüttung und da spricht der Finanzminister mit und der sagt, gib das Geld wenn schon mir, ist schliesslich Staatsgeld und ich ha‘ Schulden, und von rechts würde gerufen: monätere Staatsfinanzierung! Kommunismus!

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Senn: Zunächst zu den Ponyhofphantasien: Ben Bernanke, der frühere Fed Chef, ist Ihnen wahrscheinlich ein Begriff. Er hat genau dieses Szenario für Japan vorgeschlagen. Er nennt es Helikoptergeld (der Begriff ist wohl aber schon älter). Japan ist in einer ähnlichen Lage wie die Schweiz: grosse Überschüsse in der Leistungsbilanz, riesige Auslandvermögen, Ausweitung der Devisenreserven um die eigene Währung zu schwächen und damit im Export konkurenzfähig zu bleiben. Ponyhofphantasien eines einstigen Fed-Chefs? Wenn schon Abwertungskrieg, dann soll die eigene Bevölkerung davon profitieren und nicht Risikopositionen in die Bücher der SNB nehmen, die dem Wechselkurs, den Unternehmensrisiken, den Zinsrisiken und einem möglichen Schuldenschnitt der Defizitländer ausgesetzt sind.

          • Linus Huber sagt:

            @ Josef

            „Den Währungsabwertungskrieg kann die SNB unmöglich gewinnen ausser die CH taucht wirklich in eine grosse Rezession und Arbeitslosigkeit ab.“

            Da dürften Sie falsch liegen, wenn der politische Wille besteht, kann man jede Währung entwerten. Die Frage liegt einzig darin, wie dies bewerkstelligt wird, respektive wer davon profitieren soll, denn „Geld drucken“ ist einer der bedeutendsten und zugleich am wenigsten beachteten Umverteilungsmechanismus.

          • Anh Toàn sagt:

            „Finanzminister“ redet mit, dass ist die Politik und das letzte, was eine rechtsbürgerliche Mehrheit machen würde, ist die Einkommen der Untersten zu erhöhen. Im gegenteil, man senkt die Mittel für Prämienverbilligungen bei der Krankenkasse, ein neuer Militärflugi konsumiert nämlich viel nachhaltiger.

          • M. Stadelmann sagt:

            @Josef Marti: Die Vollgeld-Initiative, die ich befürworte, will das verbriefte Kreditgeld der Geschäftsbanken mit Notenbankgeld ersetzen. In der Folge kann die SNB die Geldmenge wieder selbständig steuern. Weiter will die Initiative E-Geld einführen, damit der elektronische Zahlungsverkehr auch ausserhalb der Bankbilanzen geführt werden kann und damit das „to big to fail“ Problem endlich gelöst wird. Die Initiative hat aber nichts mit der Geldmengenpolitik jener Staaten mit Leistungsbilanzüberschüssen zu tun, über die wir hier diskutieren.

            Und hören Sie mir ja mit der economiesuisse auf. Dieser Lobbyistenverein sagt alles, nur nicht die Wahrheit.

          • M. Stadelmann sagt:

            @Senn: ein schweizer Haushalt hat 2.2 Personen. Rechnen Sie pro Kopf mal 2.2 dann haben Sie pro Haushalt.

            Zum EK der SNB: in den 88 Mrd. sind die kommenden Ausschüttungen an die Kantone noch nicht berücksichtigt.

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: Vielleicht sollten Sie zuerst mal googeln bevor Sie irgendwas behaupten.
            Die BOJ hat von 457 Bio Yen Assets gerade mal 6 Bio Yen in Foreign Currency

            http://www.boj.or.jp/en/about/account/zai1611a.pdf

            Und mit gerade mal 3 Bio Yen EK auf 457 Bio Yen Assets doch eine wirklich dünne EK Decke (0.6%) im Vergleich zur SNB mit immerhin noch rund 12.5%.
            Und wieso sollte die CH Helikoptergeld einsetzen? Um die SNB-EK-Decke zu schwächen oder die Teuerung in die Höhe zu treiben? Ich sehe keinen Grund dazu. Das wäre erst das allerletzte Mittel in einer längerandauernden schweren Rezession oder gar Depression.
            Bernanke und auch Draghi sagen noch viel wenn der Tag lang ist.
            .
            Die 1 oder max 2 Mrd Ausschüttungen an die Kantone sind im Verhältnis zu 88 Mrd doch Peanuts.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: Leistungsbilanzüberschüsse einer Volkswirtschaft zeigen an wieviel zuviel diese Menschen produziert haben gegenüber dem was sie verbrauchen. Die Gründe mögen vielfältig sein, vielleicht weil sie schon gesättigt sind, vielleicht aber auch weil man ihnen einen gewissen Konsum vorenthält. In tiefen Einkommensschichten ist der Konsum sicherlich nicht gesättigt. Fakt ist, es ist von dieser Volkswirtschaft geschaffener Mehrwert. Im Moment ist es so, das dieser Mehrwert von der SNB wieder in Ausland gebracht wird um das Gleichgewicht im Wechselkurs zu erreichen. Das Investistionen im Ausland der SNB, also den Kantonen und deren Bürgern. Eine Bürgerdividende führt aber genauso zu Kapitalabfluss in Form von Ferien und Importprodukten und damit zu einem neuen Gleichgewicht.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Senn: ich habe mich nie zur Eigenkapitaldecke der BOJ geäussert, es zeigt aber wohin die Reise geht, wenn die SNB so weitermacht wie bisher.

            Das Schaffen von Notenbankgeld schwächt die Eigenkapitaldecke nicht per se. Eine in Umlaufbringung an die Bürger ist Bilanzneutral und ohne Risiken verbunden, weil die immer in CHF gerechnet wird. Es wird lediglich die sich in Umlauf befindende Geldmenge erhöht. Erst wenn damit Fremdwährungspositionen gekauft werden, geht die SNB Risiken aller Art ein. Und erst dann wird die Eigenkapitaldecke relevant, weil sie mit den aufgenommen Risiken schnell dahin schmelzen kann.

          • M. Stadelmann sagt:

            „„Geld drucken“ ist einer der bedeutendsten und zugleich am wenigsten beachteten Umverteilungsmechanismus“

            @ Huber: Leider ist das so.

          • Anh Toàn sagt:

            Die Nati darf nicht, es wäre eine Gewinnausschüttung, und darüber entscheidet die Politik, und die will sparen.Das Volk verlangt es, es wre geen den Volkswillen: Die wollen nicht einmal zwei Wochen Ferien mehr, schon gar kein BGE, das wäre doch immerhin ein bedingungsloses Einkommen, wenn auch nicht in existenxsichernder Höhe: Wollte die Politik, den inländishen Privatkonsm ankurbeln, wäre dies ein leichtes: MWST Satz von 2.3% abschaffen.

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: Geld drucken wird erst zu einem Umverteilungsmechanismus wenn dann mal Inflation einsetzt, denn die bekommen die unteren Schichten viel mehr zu spüren als die oben.
            Aber aktuell passiert ja nichts dergleichen – die Geldumlaufgeschwindigkeit ist einfach permanent am sinken.
            Betreffend BOJ wollte ich auch auf die geringen FX-Reserven hinweisen, die doch eine ganz andere Strategie als unsere SNB fährt. Dass die nur so ein mikriges EK haben habe ich auch eher zufällig gesehen – wenn die SNB auch nur 0.6% hätte wäre das auch ein eher beunruhigendes Zeichen für die CH mit der aktuellen Strategie.
            .
            Anh: Dass das schweizer Stimmvolk einen Hang zum Masochismus hat, ist mir auch schon aufgefallen. Darum wäre eine SNB-Geldverteilung wirklich Perlen vor die Säue geworfen..

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: Nein, eine Bürgerdividende im Sinne von Helikoptergeld ist keine Gewinnausschüttung. Es ist eine Erhöhung der Geldmenge, die flächendeckend verteilt wird. Es ist eine direkte Umverteilung von oben nach unten, ohne den Staat dazwischen zu schalten. Das gesamte Volksvermögen wird dabei um einen gewissen Betrag entwertet, der dann gleichmässig verteilt wird. Wer sehr viel hat verliert praktisch nur, wer nichts hat gewinnt nur. Eine lineare Vermögenssteuer ohne Bürokratie. Der Preis für eine auf Überschüsse ausgerichtete Politik, die einen Währungsabwertungskrieg verlangt.

          • Marcel Senn sagt:

            Stadelmann: „Bürgerdividende“ aus Nationalbankgeldern – da kommt mir schon das nackte Schaudern.
            Erstens braucht die SNB den Grossteil ihres EK als Schwankungsreserve für die FX/Wertschriftenschwankungen.
            Zweitens ist Ihre von oben nach unten Verteilung schlichtweg eine Illusion, weil die damit erhöhte Kaufkraft auch die Inflation ankurbeln würde und die schwächsten in der Gesellschaft trifft die Inflation am meisten im Alltag, weil denen das Geld dann anstatt am 25. jeweils schon z.B. am 23. des Monats ausgehen würde.
            Geld giesskannenmässig zu verteilen ist doch was ziemlich ineffizientes. Die Dividende an die Kantone zu überweisen kann man noch halbwegs gutheissen aber ans Volk direkt ist einfach nur dumm oder nur in absoluten Ausnahmesituationen in einer schweren Wirtschaftskrise

          • Linus Huber sagt:

            „Geld drucken wird erst zu einem Umverteilungsmechanismus wenn dann mal Inflation einsetzt“

            Das ist nun wirklich Voodoo-Economics und stimmt natürlich überhaupt nicht, sofern mit Inflation, wie dies sicherlich hier zutrifft, die Veränderung des Konsumentenpreisindexes gemeint ist. „Geld drucken“ beinhaltet immer Umverteilungseffekte (normalerweise von unten nach oben), selbst wenn die Wirkung nicht offensichtlich erkennbar sein sollte.

          • Linus Huber sagt:

            „Geld giesskannenmässig … ans Volk direkt ist einfach nur dumm oder nur in absoluten Ausnahmesituationen in einer schweren Wirtschaftskrise.“

            1. Natürlich entsteht dadurch ein Umverteilungseffekt von oben nach unten, denn verhältnismäßig erhält der weniger bemittelte mehr.

            2. Dieser Vorgang wird ja nicht bewerkstelligt, einzig um eine Umverteilung von oben nach unter zu erzeugen, sondern in erster Linie um die Währung zu schwächen.

            3. Diese Idee „outside the box“ der eigenen Überzeugung als „dumm“ hinzustellen ist „dumm“. Man mag sie gut oder weniger gut finden, wie man das Aufkaufen von Währungen, Regierungsanleihen und Aktien durch die SNB als gut oder weniger gut betrachten mag.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Senn: ihr Denken ist tief im 20. Jahrhundert verankert, irgendwo zwischen der Hyperinflation im Deutschen Reich und dem Bretton-Woods-System mit dem pseudo Goldstandart. Lesen Sie nach wie ein modernes Währungssystem und Fiatgeld funktioniert. Dann verstehen sie auch wie Notenbankgeld funktioniert. Vielleicht erkennen Sie dann auch warum die Welt so ist, wie sie eben ist. Erst wenn man das Verstanden hat, versteht man auch, dass man Notenbankgeld ohne weiteres an die Bürger verteilen kann. Natürlich gibt das Inflation. Es ist ja gerade das erklärte Ziel die Währung zu schwächen. Aber unter dem Strich, frisst bei Überschussländern die Inflation niemals den erhaltenen Geldbetrag auf. Selbstverständlich ist dieses Rezept auf Defizitländer nicht anwendbar. Dort führt es zu Hyperinflation.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Senn: überigens gibt es einen ähnlichen Vorgang in Aktiengesellschaften beim Schaffen von neuen Aktien. Dort nennt man das Verwässerung.

          • Anh Toàn sagt:

            Stadelmann: Wie bucht die Notenbank Helikoptergeld? Aufwand an Bargeldumlauf? Das dürfen die nicht, das wäre Geld verschenkt, dass manchen Banken nicht, auch nicht Notenbanken, die verleihen allenfalls Geld.

          • Anh Toàn sagt:

            @Stadelmann: Der Bargeldumlauf muss gebucht werden, in den Passiven der Nationalbank, im Haben, wo wird das Soll gebucht?

            Ein Teenager im ersten KV Lehrjahr weiss, jede Habenbuchung braucht eine Sollbuchung, ist die nicht in den Aktiven (Eine Forderung gegen jemanden) ist sie im Aufwand: Wird Aufwand bebucht, braucht es eine Rechnung eines Lieferanten, ein Lohn für einen Mitarbeiter, eine Gegenleistung, sonst ist es Schenkung und damit, wenn an die Eigentümer, eine Gewinnausschüttung, wenn an andere, eine Veruntreuung.

            Die Notenbanker dürfen dennoch über allfällige Effekte von Helikoptergeld reden, aber dieses beschliessen ist ihnen verboten.

          • M. Stadelmann sagt:

            @ Anh Toàn: Ich nehme an, Helikoptergeld würde gleich verbucht wie die Inumlaufbringung von Banknoten. Beides ist Notenbankgeld. Aber ganz ehrlich gesagt: ich weiss es nicht, wie man das verbucht. Möglicherweise wäre es aus rechtlicher Sicht eine Schenkung. Und es ist auch gut möglich, dass hier rechtliches Neuland betreten wird. Möglicherweise braucht es sogar eine Gesetzesänderung mit Zustimmung des Parlaments. Aber die SNB legt ihr Mandat sowieso sehr grosszügig aus, indem sie einfach plötzlich als Grossinvestorin im Ausland agiert. Das ist eine völlig neue Geldpolitik und sie hat niemanden um Erlaubnis gefragt. Helikoptergeld wäre eine ähnliche Geldpolitik aber ohne Risiken. Eines weiss ich gewiss: machbar ist es!!

  • M. Stadelmann sagt:

    Guten Tag Zensierer

    Warum wird mein Kommentar zensiert?

    Freundliche Grüsse

    • Marcel Senn sagt:

      Gibt kaum Zensur hier, aber dieses Blogprogramm lässt ein paar unbedeutende Schlüsselwörter einfach nicht durch. Keine Ahnung wieso, ob der Programmierer geschlampt hat oder wieso – aber ist allen die hier schreiben meist schon mehrfach passiert.

  • M. Stadelmann sagt:

    Unberücksichtigt bleiben die enormen Ungleichgewichte in den Zahlungsbilanzen der einzelnen Staaten. In der Schweiz können die riesigen Leistungsbilanzüberschüsse (2015: CHF 9000.-/Kopf) nur mit Kapitalabflüssen privater Investoren kompensiert werden. Solche Auslandinvestitionen sind im Prinzip zukünftige Forderungen von Inländern ans Ausland die aber faktisch nicht mehr zurückzuhohlen sind, da sonst das Ungleichgewicht noch wächst. Seit 2008 will auch privates Kapital nicht mehr als Ausgleich abfliessen. Flexible Wechselkurse würden das Ungleichgewicht korrigieren, mit negativen Folgen für den Export. Die SNB hält dagegen und schafft Devisen, die sie ins Ausland abführt (2015: CHF 12’000.-/Kopf). Abwertungskrieg u. Umlagerung von unten nach oben in Reinkultur. Bravo Internationalisten!!

      • Josef Marti sagt:

        Mitterand hat seinerzeit die DM und die D-Bundesbank als „force de frappe“ (Atomwaffe) bezeichnet.

      • Josef Marti sagt:

        F war damals der D Bundesbank hoffnungslsos ausgeliefert. Ohne deren Mithilfe konnte schon zu BrettonWoods Zeiten und später im EWS die Wechselkursparität des Franc nicht gehalten werden. Hatte die Bundesbank gezögert weil sie stets allergisch auf Inflation war blieb den handelsdefizitären Franzosen nichts anderes übrig als ihre Devisenreserven zu verbraten und die Zinsen zu heben auf Kosten der Binnenwirtschaft, andernfalls musste abgewertet werden und die Spekulanten machten Kasse.

      • M. Stadelmann sagt:

        Das der Euro nicht funktionieren kann, war unter Volkwirtschaftlern schon vor der Einführung rel. unbestritten. Die europäischen Politiker wollten den Euro trotzdem, angeführt vom Grosskapital der Nordstaaten und unter unwissendem Beifall Linken, die ihre eigenen ideologischen Ziele verfolgten. Eine unheilige Allianz. Mein Kommentar kritisiert aber nicht einmal den Euro-Wirtschaftsraum, sondern der Rest der Welt, wo Flexible Wechselkurse theoretisch noch bestehen würden, aber von den Zentralbanken faktisch ausgeschalten werden, indem die wirtschaftlich starken Länder unmengen an Devisen schaffen und ganze Imperien im Ausland einkaufen, um ihre Währung vor einer zu starken Aufwertung zu schützen. Wir befinden uns in einem weltweiten Währungs-Abwertungskrieg. Die Chinesen haben es vorgemacht

      • M. Stadelmann sagt:

        Leistungsbilanzüberschüsse sind auf Dauer nicht gut für eine Volkswirtschaft. Es bedeutet nämlich, dass die Menschen dieser Volkswirtschaft insgesamt deutlich mehr produzieren als das sie verbrauchen (können). Mit anderen Worten produzieren sie zu billig bzw. sind die Löhne zu tief. Die zu hohen Firmengewinne müssen im Ausland investiert werden, damit die Währung nicht aufwertet. Das umgekehrte gilt für Länder mit Defiziten. Diese müssen die Löhne senken um wieder wettbewerbsfähig zu werden, am einfachsten geht das mit einer Währungsabwertung. Nun werten alle ihre Währung gleichzeitig ab. In der Schweiz ist das ganze u.a. in Schieflage geraten, weil unter dem Druck der Zuwanderung sich die Löhne nicht mit dem Produktivitätsgewinn entwickelt haben.

      • Monique Schweizer sagt:

        Helmers: Ist ja schön wenn Sie in den MSM Medien wieder mal einen Kommentar finden, der Ihnen passt.
        Nur bringt uns die Meinung eines Wirtshistorikers in der aktuellen Situation nicht viel weiter. Falls es zu einer europäischen Währungsreform käme (also dem Ende des €) wie könnten die hochverschuldeten Länder (va. Club Med) dann mit ihren neuen Schwachwährungen ohne wirklich substantielle Schuldenschnitte der Gläubiger ihren Verbindlichkeiten je nachkommen? Das wären dann so quasi Fremdwährungsschulden und die erzeugen dann fast immer in der einheimischen Währung eine galoppierende Geldentwertung bis hin zur Hyperinflation – Beispiele in der Geschichte gibts mehr als genug – das sollten die Herrn Historiker eigentlich wissen, sofern sie denn was von Wirtschaft verstehen!

        • Josef Marti sagt:

          Deshalb ist ja das Verhindern von Abschreibungen alleroberstes Gebot und Erfolgsrezept in der Eurozone indem man es bis zum St. Nimmerleinstag auf nächste Generationen schiebt. Dies ist auch das erfolgreichste Mittel, um die Umverteilung von unten nach oben via Sozialisierung von Verlusten weiterhin zu garantieren. Die Bankenrettung in Irland hat im betreffenden Jahr 2010 ein rekordhohes Staatsdefizit von 33% des BIP generiert. Eine effizientere Volchsabzockete Maschinerie kann man sich gar nicht vorstellen.

          • Marcel Senn sagt:

            Die Iren sind vom Armenhaus Westeuropas in den 80er Jahren zu einem der Staaten mit einem der höchsten BIP/Kopf bis ca. 2007 aufgestiegen, hatten ein paar nette Jahre und jetzt ist halt die Rechnung gekommen.
            Sicher haben Banken, Politiker etc einen Anteil an dieser Entwicklung, allerdings haben Teile der irischen Bevölkerung auch in einem massenhysterisch anmutenden Wahn mit dem Glauben an immer höhere Immopreise da auch kräftig mitgemischt.
            Die Mär vom fast schweiss- und mühelosen Wohlstandszugewinn findet immer wieder ihre Anhänger. Ohne die gäbe es auch keine derartig grossen Blasen die dann platzen + Depressionen + Lähmung hinterlassen.
            War bis 2006 des öfteren beruf. in Irland unterwegs + mir damals schon gedacht, dass das mit dem schnellen Reichtum nicht nachhaltig sein wird

          • Linus Huber sagt:

            Nette Formulierung, Josef.

          • Linus Huber sagt:

            Schön ist der Umstand, dass heute niemand mehr verantwortlich ist, respektive zur Verantwortung gezogen wird; cool 🙂

          • Marcel Senn sagt:

            Huber: Was Sie wieder alles nicht von Ihrem umnebelten Elfenbeinturm aus gesehen haben:
            http://www.independent.co.uk/news/world/europe/ireland-bankers-jailed-financial-crisis-2008-anglo-irish-bank-a7163711.html

            Mit den unheimlich bürokratischen Typen und Mädels von der AIB musste ich übrigens auch zusammen arbeiten — die waren echt nervig und schleimig!
            .
            Und das irische Volk wurde für seine Gier nach dem schnellen leistungsfreien Reichtum auch genügend zur Verantwortung gezogen.
            Leider hats wie üblich neben den Mitverursachern auch viele Unbeteiligte getroffen!

          • Linus Huber sagt:

            Ach so, weltweit betrachtet die paar Ausnahmen sollen jetzt die Regel repräsentieren – lächerlich.

          • Margot sagt:

            Ist so und zeigt sich deutlich an den Target 2 Salden Ausständen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/233148/umfrage/target2-salden-der-euro-laender/
            Deshalb jubelt die Wirtschaft auch über den € und die meisten haben keine Ahnung von Volkswirtschaft und wissen das gar nicht.

          • Josef Marti sagt:

            @Margot: Wusste gar nicht dass die Target 2 Salden in D wieder derart angewachsen sind. Es handelt sich um eine nicht fällig stellbare Forderung der D Bundesbank gegenüber dem EZB System resp. letztlich gegen das südeuropäische Banksystem. Die Zunahme des Saldos bedeutet immer eine Rückzugstendenz der Investoren aus Südeuropa so dass die Finanzierung von Handelsdefizit und Lebensstandard aus der eigenen Notenpresse (der nationalen Notenbanken) substituiert werden muss. Somit wiederum ein Musterbeispiel des Verhinderns von Abschreibungen.

  • J. Kuehni sagt:

    Eine flächendeckend gleichförmige ökonomische Entwicklung hat es in der Menschheitsgeschichte noch nie irgendwo gegeben: Ohne Loser kann es eben per Definition auch keine Gewinner geben, ohne ausgedünntes Hinterland kein konzentrierter Wirtschafts-Hot-Spot. Was einen entscheidenden Unterschied macht, ist die politisch ausgehandelte Antwort auf diesen Fakt. Kurzum: welches Staatswesen kann am effizientesten von Reich zu Arm umverteilen, ohne die Ressentiments auf beiden Seiten zu stark zu überreizen.

    • J. Kuehni sagt:

      Gegenwärtig wird in die andere Richtung umverteilt und zwar auch in den „besten“ Demokratien.

    • Lou Elgers sagt:

      Der Ausdruck Flächendeckend ist gut -. Freier Kapitalverkehr: Das heisst, einem Staat die Hohheit über Kapital entziehen. Und – allein mit der ,,Grundfreiheit,, (Diktat), freier Personenverkehr, wird logischerweise ein Staat aufgelöst. Wer trägt die Schäden und Belastungen von Infrastrukturen und Sozialeinrichtungen ? An allen Ecken zeigen sich Friktionen. EU und Juncker sagen es so: Zustände schaffen, von denen es kein Zurück gibt. Behüte uns. Wer gegen solches Diktat ist, wird bequemerweise als Nationalist abgetan – aber Europa kann nur seitwärts, vertraglich zusammenwachsen und nicht (wieder) von oben per Diktat !

      • J. Kuehni sagt:

        Sie unterschätzen möglicherweise die technologische Komponente als Nexus der „Auflösung“ von Staaten: Dazu gehört eben auch die Aushebelung einer gewissen Informationshoheit gegenüber dem „Nationalvolk“ die für selbiges Zusammengehörigkeitsgefühl unabdingbar ist. Wo wäre eine solche heute noch gegeben, Mr. Elgers, vor allem wenn die neusten Entwicklungen in diesem Bereich berücksichtigt werden (> Fake-News > FB/OCEAN-Messaging)?

        • Lou Elgers sagt:

          Wir reden von diktiertem Einheitseuropa und Systemen die nicht zusammenpassen . . .

        • Linus Huber sagt:

          Sicher doch, „Fake News“ sind einzig akzeptabel, wenn deren Ursprung Regierungen selber sind; die „Fake News“ Story ist lächerlich, denn es geht nicht um „Fake News“ selbst, sondern diese Begründung verdeckt den eigentlichen Grund, nämlich den Verlust der Themenkontrolle der Regierungen (via Massenmedien) einerseits und den Umstand, dass ihre Heere an pseudointellektuellen Idioten, welche nicht einmal mehr den Wald vor lauter Bäumen erkennen können, um ihre Machtpositionen bangen müssen andererseits.

      • J. Kuehni sagt:

        Der Nationalstaat des 19. Jahrhunderts ist nicht die Antwort auf die Probleme des 21. Oder bloss unter Bezahlung eines unverhältnismässig hohen Preises (>> Nordkorea).

        • Linus Huber sagt:

          Sie glauben wohl, dass ein Nationalstaat verdammt ist, sich abzuschotten, nicht weltoffen sein zu können, keinen Handel betreiben zu wollen, sich jeder technologischen Entwicklung zu entziehen etc. etc. Vielleicht sollten sich über Ihr Narrativ ein wenig Gedanken machen. Die graduelle Auflösung von Nationalstaaten dürfte mit einem erheblich höheren Potential an gesellschaftlichen Verwerfungen und Instabilität geschwängert sein.

          • J. Kuehni sagt:

            Jedenfalls stelle ich fest, dass alle, die gegenwärtig der Re-nationalisierung das Wort reden, dies immer mit dem Mittel der Abschottung zu erreichen gedenken. Eigentlich wollen die bloss die „Anderen“ aussperren und vergessen, dass sie damit auch die „Eigenen“ einsperren. und natürlich schwafelt jeder von denen – genauso wie Sie Herr huber – davon, dass man danach weiterhin ungehindert auf alle möglichen Märkte Zugang bekommt, als wäre ein eng ausgelegter Nationalismus jemals etwas anderes als Protektionismus und Revanchismus gewesen.

          • Linus Huber sagt:

            Ich weiss nicht genau, was Sie unter Abschottung verstehen. Ist z.B. die Sicherung der Staatsgrenze eine Abschottung, oder wollen Sie sämtliche Grenzen und damit Staaten schrittweise eliminieren? Schwebt Ihnen eine Welt und eine Weltregierung vor?

          • J. Kuehni sagt:

            „Ist z.B. die Sicherung der Staatsgrenze eine Abschottung“.

            Kommt drauf an, mit welchen Methoden welche Ziele verfolgt werden, nicht wahr…

          • Linus Huber sagt:

            Was meinen Sie nun wieder; entweder sichert ein Staat seine Grenzen und hat Kontrolle ueber den Zutritt oder nicht. Das Ziel ist selbsterklärend.

          • J. Kuehni sagt:

            Braucht der Staat zur Grenzsicherung eigentlich eine (Zentral-)regierung, Herr Huber, oder bevorzugen sie als libertärer Anarchist die spontane Bildung von bewaffneten Bürgerwehren und -Milizen? Dürfen letztere eigentlich Nato-Stacheldraht kaufen oder wäre das politideologisch inkorrekt und die Grenzen allein durch Kalaschnikovs von Papa Putin’s Gnaden zu sichern? Dürfen Sie ihre Goldbarren noch ausser Landes bringen oder nur ohne gehen, wo doch der bestenfalls libertär-anarchistische Staat seine Grenzen entweder sichert oder nicht, was auch immer das heissen mag?

          • Anh Toàn sagt:

            „Das Ziel ist selbsterklärend“ Je eben – die braune Liesl kenn‘ ich am Geläut.

          • Linus Huber sagt:

            @ Kuehni

            So wie Sie den Zutritt zu Ihrer Wohnung sichern, respektive kontrollieren wollen, dürfte der Staat die Grenzsicherung wohl als eine der grundlegendsten und essentiellen Aufgaben betrachten. Ob und inwiefern und zu welchem Ausmasse man die Aufgaben einer Regierung als positiv oder negativ betrachtet (z.B. Gefahr des überspitzten Kollektivismus), dürfte eine andere Diskussionsebene darstellen, aber ohne Grenzsicherung schafft der Staat sich schrittweise ab. Solch eine Entwicklung mag dem Gedankengut eines Globalisten entsprechen, wobei er sich nicht der damit verbundenen Konsequenzen und Gefahren bewusst sein dürfte. Die Diskussion der verwendeten Mittel sollte nicht zur Ablenkung vom diesbezüglichen Grundsatzentscheid verwendet werden.

    • J. Kuehni sagt:

      Wie sieht die relative Kaufkraftverteilung in Europa im Vergleich zur Karte 1 eigentlich vor 25, 50, 75, 100 Jahren aus? Vermutlich nicht allzu anders: Die zentralistischen „Stadtstaaten“ Paris und London sind blau, deren Hinterländer rot, Spanien, ebenso wie der Süden Italiens und Griechenland ebenfalls tiefrot, während der Verteilungskontrast in den föderalistischen Gebilden Mitteleuropas kaum zutage tritt (möchte gerne eine entsprechende CH-Karte sehen).

      Interessant wäre die Frage, ob und wie die Bandbreite der Verteilung insgesamt geschrumpft oder gewachsen ist.

      • Josef Marti sagt:

        Ist ja wohl im Föderalismus mit installiertem Transferausgleichsmechanismus nicht besonders verwunderlich. In der CH haben sich die neoliberalen Schwachköpfe aus purer Dummheit ihren vielgerühmten mantrahaft heruntergebeteten Steuerwettbewerb mit dem NFA kastriert und ad absurdum konterkariert. Ab so viel Dämlichkeit kann man sich nur krumm lachen.

        • J. Kuehni sagt:

          Transferausgleichsmechanismen haben auch andere, weniger föderalistische Staatsgebilde. Der Unterschied besteht öfters bloss dahingehend, ob ein Nationalstaat bloss über ein übermächtiges oder mehrere kleinere urbane Zentren verfügt. Am extremsten sind dabei eben UK und Frankreich (und vermutlich Russland).

  • J. Kuehni sagt:

    „Der neoliberale Raubzug und Feldzug der Demokratieabschaffer gegen die Menschheit im Dienste des internationalen Kapitals ist im vollen Gang“…

    Und zwar mit Zustimmung von konservativen Mehrheiten in allen westlichen Demokratien, teilweise seit 40, andernorts seit mindestens 25 Jahren, basierend auf einer kruden, marktfundamentalistischen Supply-Side-Ideologie, nach deren Kerngehalt der Staat nichts und der Markt alles kann.

    Da muss man sich dann auch nicht mehr wundern, wenn’s mit der Demokratie, deren Forum eben der Staat und nicht der Markt ist, bergab geht.

    • J. Kuehni sagt:

      … gehört zu Josef Martis Kommentar um 10:16

    • J. Kuehni sagt:

      Ich glaube, diese „neoliberalen Demokratieabschaffer“ (hint, hint: „Vaterlandslose Globalisten-Elite“) gibt es tatsächlich irgendwo, aber die könnten ohne unsere aktive und passive Beihilfe gar nix ausrichten. Wann hat denn der vielgerühmte CH-Souverän denen konkret auf die Finger geklopft, Herr Marti? Mit der Lex Minder?

      • Josef Marti sagt:

        Hab ich ja gesagt, die Daten sprechen für sich, der Trend geht einfach viel langsamer. Ansonsten hätten wir schon lange neben der privilegierten Dividendenbesteuerung auch Steuerrabatte auf Zinseinkünften wie in Deutschland. Das kommt aber als nächstes sollte sich der Souverän mit Rentenalter 67 und UStR wiederum verarschen lassen. Dann verdient es das Volch nicht anders als dass man es auseinander nimmt wie eine Weihnachtsgans.

      • J. Kuehni sagt:

        Oder bei der USTII? Oder mit der Ablehnung von Mindestlohn, 6 Wochen Ferien, 1:12, Einheitskrankenkasse, Pauschal- und Erbschaftsbesteuerung? Oder vielleicht mit der kontinuierlichen Unterstützung einer von einem Multimilliardär *gekauften* Bauern-(sorry: Banker-)Partei zur stärksten politischen Kraft im Lande seit bald 20 Jahren?

      • J. Kuehni sagt:

        Ich stelle eigentlich bloss ihre Korrelation von direkter Demokratie und „verlangsamter“ Neoliberalisierung der CH in Frage, Herr Marti. Dabei vergisst man leicht, dass die Schweiz nicht erst seit gestern ein Fluchtparadies für alle möglichen Schurkengelder ist, sondern auch sonst schon seit langer Zeit als hypereffiziente Nutzniesserin von dubiosen „Standortvorteilen“ auffällt: Notabene beim Einfahren von Steuersubstrat, dessen wirtschaftliche Basis in anderen Ländern liegt.

        • J. Kuehni sagt:

          Dabei handelt es sich sozusagen um unser „Erdöl“, mit dessen Profiten die lokale Bevölkerung gekauft und ruhig gehalten werden kann. Basisdemokratisch abgesegnet.

        • Josef Marti sagt:

          Sie wollen aber nicht ernsthaft behaupten dass es diesbezüglich in GB, Irland, Luxemburg anders aussieht?

        • J. Kuehni sagt:

          Nein, aber das Kindergartenargument „Ich nicht, die anderen auch“ zieht bei mir nicht. Und wie gesagt: Ich bezweifle Ihre Korrelation „Direkte Demokratie/verlangsamter Neoliberalismus“. Der keltische Tiger ist zwotausendacht auf die Schnauze gefallen, Luxemburg und der Stadtstaat London aber trotz Mangel an direkter Demokratie nicht (und ironischerweise könnte bei London ausgerechnet eine kürzlich abgehaltene Volksabstimmung zum Downfall führen).

        • Josef Marti sagt:

          Nachtrag: Sehr wohl gab es Bremsspuren, so wurde in der Legislatur 03-07 sowohl der BVG Umwandlungssatz wie auch das berühmte Steuerpaket (welches auch von der Wischi Waschi CVP unterstützt wurde) an der Urne versenkt. Abgesehen davon ergibt sich die Verlangsamung nur schon aus dem trägen plebiszitären Gesetzgebungsprozess und dem je nach Vorlage ärgerlichen Ständemehr. Genau das wollte ja Renzi ändern in dem er die Verfassung auf den Kopf stellen wollte um den neoliberalen Raubzug endlich zu beschleunigen.

          • J. Kuehni sagt:

            Bringen Sie weitere Beispiele, Herr Marti, lasse mich diesbezüglich gerne eines besseren belehren.

      • Monique Schweizer sagt:

        Ironie der Geschichte: in der Schweiz wurde der vaterlandslose Globalistenelite mit dem EWR Nein 1992 ausgerechnet durch durch den Scheinpatrioten Blocher und seinen Automobilkartellamigos zum Durchbruch verholfen. Seither können die uns mit hohen Kartellpreisen schön abzocken.
        Dass sich FDP und SVP mit Händen und Füssen gegen Parlellimporte wehren ist auch eine Eigenschaft der vaterlandslosen Gobalistenelite – aber dann das noch mit irgendwelchem Folklorepatriotismus zu kaschieren, das ist der Gipfel der Frechheit! Aber zum Glück gibts immer noch mehr als genug dumme Wähler hierzulande die dieses Spiel nicht durchschauen (wollen)!

        • Josef Marti sagt:

          Die Sonntagsliberalen zusammen mit den SVP Generalimporteuren können sich auf gegenseitige Rückendeckung mit den Direktzahlungsbezügern verlassen wenn es darum geht den politischen Gegnern die Mittel zu entziehen und sich die Taschen zu füllen. Die Treichler, Jodler und Schwinger müssen jetzt mobilisiert werden für Rentenalter 67 und UStR.

  • Josef Marti sagt:

    Der neoliberale Raubzug und Feldzug der Demokratieabschaffer gegen die Menschheit im Dienste des internationalen Kapitals ist im vollen Gang, ich würde sogar sagen dass diese Entwicklung erst am Anfang ist, das kommt noch knüppeldick. In der CH ist der Trend wegen der plebiszitären Referendumsdemokratie deutlich langsamer so dass sich die Lohnquote gemessen am Volkseinkommen bisher erstaunlich robust gehalten hat. Die EU verzeichnet seit 20 Jahren eine kontinuierliche Erosion der Lohnquote. Wenn man berücksichtigt, dass in dieser Lohnquote auch die explodierenden Managergehälter und Bankerboni enthalten sind dann ist die Entwicklung um so krasser.

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