Wirtschaft


Never Mind the Markets

Bankenstress reloaded

Markus Diem Meier am Mittwoch 8. September 2010

Und wieder steigt die Sorge um die europäischen Banken. Wieder gelten sie als gefährdet. Wieder haben die Aktien der Finanztitel mit Kursstürzen reagiert. Was soll das? Haben die nicht eben einen Unbedenklichkeitsstempel in Form von bestandenen Stresstests erhalten?

Cartoon: RJ Matson, The St. Louis Post Dispatch

Rückblende:  Noch im Frühling galten die Banken Europas als extrem gefährdet. Selbst die ansonsten zurückhaltende Europäische Zentralbank schrieb in einem Bericht, im Mai sei  die Wahrscheinlichkeit eines gleichzeitigen Ausfalls von zwei oder mehr grossen und komplexen Bankgruppen sehr hoch gewesen. Vertrauen musste her. Was die Amerikaner können, das können wir auch, haben sich die Politiker in Europa gesagt und wie die Amerikaner einen Stresstest auf die Beine gestellt. Die Banken sind gesund und die Zweifel ungerechtfertigt, das sollten diese Tests belegen. Und siehe da, das Resultat kam heraus wie gewünscht. Die befürchteten Überraschungen blieben aus, die Aktien der Finanzhäuser legten endlich, endlich wieder zu und alle waren glücklich.

Ähm, nein, nicht ganz. Wie immer gab es da einige Nörgler, die sagten, die ganze Übung sei eine Farce. Wirkliche Stresssituationen wie ein Staatsbankrott seien gar nicht geprüft worden. Dafür haben wir Verständnis: Wie hätte das denn ausgesehen, wenn man ein solches Szenario offiziell für möglich hält?

Und jetzt das:

An examination of the banks’ disclosures indicates that some banks didn’t provide as comprehensive a picture of their government-debt holdings as regulators claimed. Some banks excluded certain bonds, and many reduced the sums to account for “short” positions they held — facts that neither regulators nor most banks disclosed when the test results were published in late July.

Laut dem «Wall Street Journal» haben die Banken beim Test nicht ihr ganzes Risiko offengelegt. So haben einige zum Beispiel Positionen, mit denen sie auf eine Abwertung von gefährdeten Staatsobligationen spekuliert haben («short» Positions) von ihren Beständen an solchen abgezogen. Ebenfalls unberücksichtigt blieben zum Teil jene Risikopositionen, die die Banken im Auftrag von Kunden handelten und jene, die bei Tochtergesellschaften lagerten.

Macht doch Sinn, oder? Nein, nicht wenn der Zweck der Übung sein soll, Vertrauen zu schaffen. Dann hätte man alles offengelegt – und dabei die Unterscheidungen klar gemacht. So sieht man das offenbar auch auf den Märkten , nicht nur die Titel der Banken sind nach der Meldung eingebrochen, abgestürzt ist auch der Gradmesser für das Vertrauen in die Europäische Union – der Euro.

Kein Wunder, denn die Banken haben laut «Wall Street Journal» keine Regeln gebrochen.

Representatives of several banks said they were simply following the guidance provided by the Committee of European Banking Supervisors, the London-based group that coordinated the tests. A CEBS spokeswoman declined to comment.

Die Politik hat gute Zahlen verlangt.

Wie stehts denn um die Staaten, deren Obligationen in den Bankbilanzen für Stress sorgen: nicht gut. Die Ängste vor einem Staatsbankrott zum Beispiel von Griechland manifestieren sich noch immer in extrem hohen Risikozuschlägen – die Rendite der 10-jährigen griechischen Staatsanleihe befindet sich fast wieder auf dem dramatischen Niveau des Frühlings:

Quelle: Bloomberg

Wem können wir trauen?

14 Kommentare zu „Bankenstress reloaded“

  1. Uwe Brock sagt:

    Wem können wir trauen? Ah gute Frage… und nun, welche Antwort darf es denn sein? Die bisherige, Neoliberal angehauchte, welche denn Staaten (gerne auch mit Demokratischen Strukturen) nach wie vor einen gewissen Stabilitäts und Intelligenzstatus abspricht oder doch endlich mal Alternativen welche einen gewissen Bezug zur Vergangenheit als Realitätsfaktor hinzuziehen?

    Liest man sich so durch die Geschichte stellt man schnell fest das Gier und Selbstregulierung noch nie etwas zustandebrachten welches den Eigennutz ausklammert. Besonders dann wenn andere für den Schaden aufkommen. Auch in diesem Aspekt hat sich nicht’s geändert obwohl doch alle so gerne Attribute wie Modern und Fortschrittlich an aktuellen Gesellschaftliche Strukturen anhängen.

    Warum eigentlich?

    Das so mancher modern Staat nach aktueller neoliberaler Ausprägung nicht weit entfernt von einstigen Feudalsystemen ist (die Steuerzahler und somit alle anhängig Beschäftigten werden Grundsätzlich in Anspruch genommen) dürfte sich ebenfalls so langsam in der Realität der Bürger festigen. Um solcher Art aufkommendes Selbstständiges Denken im Keim bzw. Zweifel zu ersticken gibt es einige bewährte Methoden… Medienkompetenz als einer der Bausteine um auf einigermassen eigenen Füsse stehen zu können.
    Es werden aber auch gewaltige Ressourcen aufgebracht um uns alle Tag für Tag von der Konkurrenz- und Alternativlosigkeit aktueller Oekonomischer Systeme zu Ueberzeugen. Selbst dann wenn viele herkömmliche Indikatoren bereits seit langem das genaue Gegenteil Beweisen…

    Wachstum als einer der Hauptgötzen die stets angebetet werden. Stellt man nur schon dies in Frage wird es ziemlich fundamental. Man fängt also schnell mal an an den fundamenten zu graben. Das löst zumindest Stirnrunzeln, gerne aber auch Agressionen aus. Kommunist ist ein dabei gerne verwendetes Attribut. Doch die einstige Alternative, eine Reise nach Moskau-Einfach gibt es nicht mehr. Geht es uns deswegen nun besser?

    Selbstregulierung welche moralische Planken völlig ausklammert soll dann genau welches Ziel haben? Die OECD mit ihren Standards, die so manches Weisswaschen was nicht Weiss sein sollte, trägt ebenfalls nicht dazu bei das wir aus der Sackgasse herausfinden. Der IMF mit seinen unzähligen negativ Referenzen welche eine Nation nach der anderen beinahe Bankrott (für die Bevölkerung) zurückgelassen hat kann es ja auch nicht sein. Es sind als eine ganze Reihe bekannter Organisationen wie WTO, IMF OECD und andere reformbedürftig. Sicher aber nicht die Menschen die in den heruntergewirtschafteten Ländern leben. Die meisten können nämlich nicht’s für diese Bankrotterklärungen. Und die Anklage und/oder Schuldzuweisung a la “wir haben über unsere Verhältnisse gelebt und müssen alle vorhanden Gürtel enger schnallen” zielt sehr Konkret an der eigentlichen Ursache vorbei… Reformieren müssen sich primär diejenigen die aktuell noch die Antworten liefern.

  2. Geld, Geld und nochmals Geld. Als Tauschmittel ist ja nichts dagegen einzuwenden, aber die weltweite Fehlkonstruktion des modernen Geldes führt regelmässig alle paar Generationen in den Crash. Die Fehlkonstruktion liegt darin, dass Geld zwei widersprüchlichen Zwecken zu dienen hat: Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel. Eine Folge davon ist die Zinsknechtschaft, welche eine Umverteilung von unten nach oben mit sich bringt: wer hat, dem wird gegeben. Das System des Zinseszins ist nichts anderes als ein Schneeballsystem, und kann deshalb nicht nachhaltig funktionieren:

    Kennen Sie den Josephs Rappen ? Nehmen wir einmal an, dass Joseph anlässlich der Geburt seines Sohnes Jesus im Jahre 1 ein Sparbuch eröffnet hätte, das sich jährlich zu 1% verzinst. Nehmen wir weiter an, dass Joseph als nicht sehr reicher Zimmermann einen Rappen darauf eingezahlt und dann keine weiteren Ueberweisungen mehr getätigt hätte. Lassen wir die Inflation jetzt einmal ausser Acht. Was wäre das Sparbuch von Jesus heute wert ? im Jahre 2 wären daraus 1.01 Rappen geworden, im Jahre 3 kämen 1% auf 1.01 Rappen hinzu und so weiter. Rechnen wir das einmal aus: 1.01 ^ (aktuelles Jahr-1), also im Jahre 2007: 1.01 ^ 2006 Rappen. Das ergibt stolze 4’663’111.58 Franken.
    Nun ist 1% aber eine eher lausige Verzinsung. Gehen wir doch einmal von 3% aus, dann erhalten wir über denselben Zeitraum 1.03 ^ 2006 Rappen also 564’252’000’000’000’000’000’000 Franken. Wie viel wäre das in Gold ? Angenommen der Goldpreis betrüge 680 Dollar pro Unze Feingold (1 Unze = 28.34954077 Gramm 1 Dollar = 1.25 Franken). Jetzt vergolden wir also 451’401’000’000’000’000’000’000 Dollar. Beim obigen Preis erhalten wir 663’825’000’000’000’000’000 Unzen also 18’819’144 Milliarden Tonnen Feingold. Zum Vergleich: Das über die gesamte Menschheitsgeschichte angesammelte Feingold ergäbe einen Würfel von knapp 20 Meter Kantenlänge. Bei einer Dichte von 19.3 Gramm pro Kubikzentimeter Gold ergibt dies gerade einmal die Grössenordnung von 150’000 Tonnen Gold. Bei 3% Verzinsung würde das Sparbuch 120 Milliarden mal mehr wert sein als überhaupt Gold verfügbar ist.
    Weil aber selbst 3% Verzinsung oftmals nicht als genügend angesehen werden, wollen wir zum Abschluss doch einmal mit 5% rechnen. Diesmal erhalten wir 1.05 ^ 2006 = 32’043’100’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000 Rappen, also 320’431’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000’000 Franken. In Gold aufgewogen wären dies 1’068’710’000’000’000’000’000’000’000’000’000 metrische Tonnen. Die Masse der Erde beträgt in etwa 5’975’000’000’000’000’000’000 Tonnen. Das Sparbuch hätte demnach einen aktuellen Wert von 178’894’000’000 Erdkugeln in Feingold. Diese knapp 179 Milliarden Erdkugeln würden aber ein wenig kleiner als die Erde sein, da Gold eine höhere Dichte als die Erde aufweist. Wollen wir also die Grösse der Erdkugel beibehalten, müssen wir weiter rechnen: Die Erde hat eine mittlere Dichte von 5.5 Gramm pro Kubikzentimeter. Gold ist also 3.51 mal dichter als die Erde. Wenn wir die Strecke von der Erde zur Sonne mit aneinander gereihten goldenen Erdkugeln füllen würden, so können wir dies bei einem Aequatorradius der Erde von 6378.137km sage und schreibe 2’173’519 mal tun !

    Von nichts kommt nichts – oder doch ? Wenn Ihnen ein Verkäufer eine Rendite von beispielsweise 18% verspricht werden Sie stutzig, und vermuten mit Recht ein Schneeballsystem dahinter. Wenn Ihnen aber 5% versprochen werden, erachten Sie dies als im Rahmen liegende Rendite und nicht etwa als ein gefährliches Schneeballsystem. Es ist dies dennoch – einfach etwas langsamer. Kann aber ein System, das ungebremst exponentiell wächst, überhaupt Bestand haben ?

    • roger sagt:

      Uns fehlt böse gesagt bloss ein Krieg, damit wir das Spiel neu starten könnten, beziehungsweise den steil ansteigenden Teil der Hyperbel wieder verlassen können.
      Nicht, dass ich mir so etwas wünschen würde. Eher als Erklärung, warum wir dieses Mal voll in den Hammer der Hyperbel gelaufen sind.

  3. Boby Chaser sagt:

    Es macht langsam spass hier diesen Blog und die Leserkommentare zu verfolgen! Und gibt mir Mut, dass es doch mehr Menschen da draussen gibt, die den Braten gerochen haben! Denn dieser ist mächtig verschmorrt!

    @Daniel Hugentobler
    das Rechenbeispiel kommt mir bekannt vor, hab ich neulich bei qpress gelesen.

    das ganze hat übrigens Xavier Naidoo mit “Verschieden” auch schon besungen… schade, dass seine Message wohl nicht “gehört” wird. Das Publikum ist einfach zu stark abgestumpft und denken viel zu wenig autark!

  4. Patrick Ryf sagt:

    Mann muss sich mal vorstellen, dass der Madoff, der auch die Nasdaq-Börse gegründet hat, über 50 Jahre ein Schneeball-System betreiben konnte und die Behörden wollen von nichts gewusst haben. Sie wurdem aber mehrere Male darauf hingewiesen und haben nichts unternommen. Die gleichen Leute, die den Glass Steagall Act unter Clinton abgeschafft haben, beraten jetzt den Obama. Oder letztlich dieser Flash-Crash, der ganz offensichtlich eine Manipulation war. Banken, die nur über 2% Eigenkapital verfügen, scheinen mir nicht sehr Vertrauenswürdig und die Behörden, die dies bewilligt haben, sind ebenso unglaubwürdig. National-Banken tauschen ihr echtes Sach-Geld Gold in Fiat-Geld zu Tiefst-Preisen. Und dann dieser ganze Bailout-Betrug. Das Zulassen einer Derivaten-Blase von unvorstellbaren Ausmassen. Dieses schwarze Loch ist noch nicht einmal im Fokus der Diskussion, obschon es eigentlich das Hauptproblem ist. Short Naked Sales, Hig Frequenzy Trading usw. UND UND UND Jetzt soll die Schweiz noch 17 Millarden in den korrupten IWF zahlen. Wer hier noch mit macht, gehört des Hoch-Verrats angeklagt. Wenn wir weiterhin solchen Leuten vertrauen, werden wir bis auf die Unterhosen ausgenommen werden und unsere Kinder werden Sklaven sein. Hier ist ganz eindeutig kriminelle Energie am Werk. Der Kaiser ist nackt aber keiner wagt es zu sagen, bis ein Kind ausspricht, dass der König gar keine Kleider trägt. Wenn nicht eine informierte Öffentlichkeit diesem ausser Kontrolle geratenem Finanz-Monster Einhalt gebietet, wird es Alles verschlingen. Es braucht jetzt Medienschaffende, die den Mut haben, wie das kleine Kind einfach die nackte Wahrheit zu sagen.

  5. Stefan Werner sagt:

    Banken haben genau zwei volkswirtschaftlich wichtige Aufgaben: (1) Das Geld von denen, die zuviel haben via Kredite auf die zu verteilen, die zuwenig haben und (2) den Zahlungsverkehr organisieren.

    Wenn wir für diese beiden Aufgaben eine nicht-gewinnorientierte und unter politischer Aufsicht stehende Institution (vergleichbar mit Wasserwerk oder Stromnetz) gründen, dann brauchen wir den Banken gar nicht zu trauen, weil es uns ja dann egal sein kann, auch wenn eine beliebig grosse Bank hopps geht. Ich verstehe nicht, wieso Staaten sich in solchem Mass von Privatfirmen abhängig machen.

    Ein Untergang der UBS wäre in einer normalen Marktwirtschaft eine grossartige Chance für kleinere, regional verwurzelte Banken gewesen. Diejenigen Anleger, die immer noch mehr Rendite wollen und den Hals nie voll kriegten, hätten halt ihren Einsatz verloren, aber es musste ja klar sein, dass hohe Gewinnchancen auch hohes Risiko bedeuten. Dass der Staat wg. “too big to fail” UBS-Anlagen zu risikofreien hochrentablen Superpapieren mit Staatsgarantie gemacht hat, das ist das eigentliche Problem.

    Also: gesellschaftlich wichtige Aufgaben von gewinnorientierten Privatunternehmen lösen und dem künstlichen Wettbewerb entziehen (vgl. Ihren letzten Blogeintrag) und dann die Banken normal arbeiten und ggf. normal untergehen lassen. Dann gibt es auch keine Vertrauenskrise mit globalen Auswirkungen mehr.

  6. neo sagt:

    Den Blog von Herrn Diem lese ich mit Vergnügen, da er sich bemüht seinen Mitbürgern verständlich zu machen wie unser “schönes” System funktioniert. Seine Leserschaft (Kommentare) ist leider nicht so qualifiziert und verbreitet
    Unsinn.
    1. Ein Leserkommentar sollte immer Bezug auf den Text nehmen.
    2. Kapital und Staat sind Kopf und Zahl derselben Münze.
    3. Es gibt kein “schaffendes” und “raffendes” Kapital.
    4. Weniger Text ist mehr Inhalt.

    • Patrick Tigri sagt:

      Nö, Unsinn ist, was *Sie* sagen.

      1. Nein. Ein Kommentar kann durchaus neue Aspekte aufbringen (wie es zum Beispiel Ihrer tut, doh)
      2. Nein. Ein Staat funktioniert nicht im Prinzip nach kapitalistischen Grundsätzen.
      3. Doch, klar tut es das. Wahrscheinlich gibt es noch mehr Arten.
      4. Nein, nicht zwangsläufig. Manchmal schon, aber oft nicht.

      Sie nehmen sich sehr wichtig, was? Und Sie halten sich für den Weisheit-mit-Löffeln-Fresser, was?

  7. Hampi Sulser sagt:

    Die Frage, wem man trauen kann, würde wohl zurzeit mehrheitlich sinngemäss so beantwortet, dass man niemandem trauen sollte.

    Diese Tatsache ist verantwortlich für die momentane Patt-Situation: Einerseits werden, wegen fehlendem Vertrauen, weniger Investitionen getätigt und die Konsumenten halten sich zurück. Andererseits verhindert die negative Stimmung, dass die Finanzmärkte zusammenbrechen (Pessimisten sind flat/short).

    Die Angst um den Bankensektor ist zurzeit proportional ungefähr so übertrieben, wie sie vor der Krise UNTERtrieben war.

    Die Situation der Verschuldung der Länder ist bedenklich. Aber diese Bedenklichkeit ist nur ein momentaner psychologischer Eindruck. Genau so richtig oder falsch, wie vor der Krise der psychologische Eindruck bestand, dass die damalige (zum Teil auch hohe) Verschuldung der Länder völlig unbedenklich war.

    Der Gedanke, dass Griechenland bankrott ist, kann heutzutage die Märkte terrorisieren. Aber es ist gut möglich, dass Griechenland in ein paar Jahren die Zahlungsunfähigkeit erklärt und dass das die Märkte völlig kalt lassen wird (zumindest überrascht wird keiner mehr sein).

    Aus diesem Grund glaube ich, dass die entscheidende Frage sein wird, ob und wann wir uns mit der neuen finanziellen Realität (mehr Schulden, weniger Kredite) psychologisch abfinden werden.

    Und wenn das der Fall sein wird, dann beginnt wieder eine neue Runde im alten und abgeleierten Kreis!

  8. Mark Althaus sagt:

    Seit nun drei Jahren wird das ganze globale Finanzsystem nur mehr durch solche Tricks, Inflation (nicht erarbeitete Geldschöpfung), Manipulation und nicht einzuhaltende Versprechungen am Leben erhalten. Und jede Lüge wird noch so gerne geglaubt, weil sonst alles den Bach runter geht. Das Pferd ist tod, die Politik hat auf Druck der Banken aber die Regeln geändert wann ein Pferd als tod gilt, damit man es weiter reiten kann. Aber der arbeitende Bürger wird auf kriminelle Art betrogen. Irgendwann wird dem Finanz- und Polit-Eliteklüngel nicht mehr geglaubt. Möglicherweise werden die Banken selbst das Kartenhaus zum einstürzen bringen, durch Kapitalflucht in Rohstoffe und Gold. Dann werden wir beim Brotpreis sehen wieviel Luftgeld kreiert wurde.

  9. René Zellweger sagt:

    Guter Artikel, danke! Tja, wem können wir trauen? – Ich befürchte, einmal mehr werden wir erst in der Retrospektive sehen, wem wir hätten trauen können.

  10. Bertolt Brecht sagt:

    So lange Banken durch das Grosskapital gelenkt werden
    So lange Regierungen durch Banken gesteuert werden
    So lange Staaten bei Banken Schulden haben
    So lange Banken ihr virtuelles Geld selber “drucken”
    So lange Banken Off Balance Transaction legal durchführen dürfen
    So lange aufgeklärte Bürger dieses Treiben mit offenen Augen zulassen
    So lange wird sich rein gar nichts ändern

  11. Ramon sagt:

    Hier einige Lektüren die nicht dem Mainstream entsprechen und ich gerade deshalb empfehlen kann:

    Über das Geldsystem (witzig erklärt)
    http://www.youtube.com/watch?v=70VPBU11U-E

    Über den Staatsbankrott der USA
    http://www.youtube.com/watch?v=eb1n1X0Oqdw&feature=channel

    Über grundsätzliche Zusammenhänge dieser Welt (Geld, Wirtschaft, Technologie, Politik, Religion, Krieg etc)
    http://www.zeitgeistmovie.com/

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