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	<description>Ein Newsnetz Weblog</description>
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		<title>Die Mimosen-Mutter</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 01:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Carte Blache]]></category>
		<category><![CDATA[Gastblogger]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Carte Blanche von Nicoletta Cimmino*
Es passierte im 6. Schwangerschaftsmonat auf einer Zugfahrt von Zürich nach Bern. Ich brach in Tränen aus, weil ich in der Zeitung von einem Walfischbaby las, das seine Mutter verloren hatte und jetzt irrtümlicherweise ein Schiff für ebendiese Mutter hielt. Auf der Suche nach Wärme und Muttermilch schwamm dieses Walfischbaby [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine <a href="../index.php/category/carte-blache/" target="_blank">Carte Blanche</a> von </em><em>Nicoletta Cimmino</em><em>*</em></p>
<div id="attachment_22025" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-22025" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb11.jpg" alt="mb1" width="640" height="473" /><p class="wp-caption-text">Nach der Schwangerschaft scheinen sich gewisse Gefühle zu intensivieren: «Crying Girl», ein Werk des Malers Roy Lichtenstein.</p></div>
<p style="text-align: left;">Es passierte im 6. Schwangerschaftsmonat auf einer Zugfahrt von Zürich nach Bern. Ich brach in Tränen aus, weil ich in der Zeitung von einem Walfischbaby las, das seine Mutter verloren hatte und jetzt irrtümlicherweise <a href="http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,573000,00.html" target="_blank">ein Schiff für ebendiese Mutter hielt</a>. Auf der Suche nach Wärme und Muttermilch schwamm dieses Walfischbaby also einem Schiff hinterher und würde früher oder später elendlich und total erschöpft verhungern.</p>
<p style="text-align: left;">Mein Sitznachbar gegenüber schaute ganz betreten aus dem Fenster – (heulende Frauen, zumal noch schwanger&#8230; schwierig)  –  und ich putzte mir verschämt den Rotz weg.  Meine Arbeitskollegin, der ich entsetzt davon erzählte, lachte mich liebevoll aus. Die allgemeine Erklärung meines Umfelds war: «Schwangerschaftshormone».</p>
<p style="text-align: left;">Von wegen! Unsere Tochter hat soeben den 3. Geburtstag gefeiert, meine Schwangerschaft ist lange vorbei. Das zweifelhafte Talent aber, <strong>in den ungeeignetsten Momenten in Tränen auszubrechen, das hab ich behalten</strong>. Fachleute haben bestimmt einen Begriff dafür, ich nenne es «postnatale Mimösligkeit». Es ist, als hätte jemand bei mir den Emotionen-Knopf aufs Maximum aufgedreht. Und jetzt klemmt er.</p>
<p>Das ist ganz schön anstrengend, finde ich. Hat etwa im Supermarkt «ds Lia ihres Mami verlore», bange ich innerlich mit dem Kind und fühle ganz mit der Mutter, die ich im Geiste schon ganz irr vor Sorge durch die Regale hetzen sehe. Früher hätte ich so eine Lautsprecherdurchsage glatt überhört, ausser «ds Lia» wäre mir schreiend und heulend in der Weinabteilung im Wege gestanden.</p>
<p>Und wenn auf dem Spielplatz ein Bub in hohem Bogen von der Schaukel fliegt und sich dabei das Bein aufschlägt, dann blutet nicht nur sein Knie, sondern <strong>ein bisschen auch mein Mutterherz</strong>.  Früher waren Spielplätze für mich andere Planeten, auf denen für meine Spezies nichts zu holen war.</p>
<p>Nun ist es ja nicht so, dass ich vor meiner Zeit als überemotionales Muttertier eine Reinkarnation von «Cruella De Vil» gewesen wäre, die sich aus Dalmatinerwelpenfell einen Pelzmantel nähen will. Aber es fiel mir unendlich viel leichter, fremdes Leid wieder zu vergessen oder mit Zynismus zuzudecken.</p>
<p>Manchmal schäme ich mich ein bisschen für diesen neuen Daseinszustand. Wäre gerne cooler. Ist ja nicht sehr hip, dieses ganze Gefühlstamtam. Es ist irgendwie unmodern. Und sowieso: Eine Geburt verändert heute ja am Besten gar nichts.  Bitte nicht die Kleidergrösse. Und schon gar nicht den Charakter, Himmel hilf!</p>
<p>Mein Trost: Ich bin nicht allein. Wir sind Viele. Das Phänomen der postnatalen Mimöseligkeit ist weitverbreitet. Wenn ich davon erzähle, ernte ich meistens wissendes und verständnisvolles Nicken.</p>
<p>Meine Kollegin übrigens, die mich nach der Walfischbaby-Szene geneckt hatte, die schrieb mir ungefähr eineinhalb Jahre danach ein SMS. Sie habe jetzt gerade heulen müssen. In der Zeitung sei ein verwaistes Zwergäffchen abgebildet gewesen. Sie war damals hochschwanger. Und ich dachte: Willkommen im Club, du Mimose!</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-21823" title="NicolettaCimmino" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/NicolettaCimmino.JPG" alt="NicolettaCimmino" width="135" height="180" /><em>* </em><em>Nicoletta <span>Cimmino</span> arbeitet bei Schweizer Radio DRS als Produzentin und Moderatorin des Nachrichtenmagazins «Info3», auf DRS3.<br />
Die 37-jährige Bielerin ist verheiratet und hat eine Tochter.</em></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Die-MimosenMutter/story/24143221/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Die-MimosenMutter/story/24143221/pixel.gif?nocache=1328786449" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Sex lass nach!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 01:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Teenager]]></category>

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		<description><![CDATA[Renata liebt Ervin und Ervin liebt Renata. Und darüber regt man sich bis weit über die Grenzen Österreichs auf. Denn Renata Juras ist 43 und Ervin Unterlechner gerade mal 16 Jahre alt. Als das ungleiche Paar zum ersten Mal Sex miteinander hatte, war Ervin 13. Der Stiefvater des Teenagers zeigte die Frau an, worauf diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22036" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-22036" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/Mamablog1.jpg" alt="Mamablog" width="640" height="346" /><p class="wp-caption-text">Sex zwischen Teenagern ist in den USA nicht immer problemlos: Ellen Page und Michael Cera scheren sich im Film «Juno» nicht um Konventionen.</p></div>
<p>Renata liebt Ervin und Ervin liebt Renata. Und darüber regt man sich bis weit über die Grenzen Österreichs auf. Denn Renata Juras ist 43 und Ervin Unterlechner gerade mal 16 Jahre alt. Als das ungleiche Paar zum ersten Mal Sex miteinander hatte, war Ervin 13. Der Stiefvater des Teenagers zeigte die Frau an, worauf diese zu 22 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Doch das Paar begann sich schon bald wieder zu sehen und hatte auch keine rechtlichen Schritte mehr zu befürchten, denn in Österreich liegt das Schutzalter bei 14 Jahren &#8211; <strong>diesen Sommer erwarten die beiden ihr erstes gemeinsames Kind</strong>, weshalb Renata und Ervin aktuell wieder für <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article13637175/Die-verbotene-Liebe-einer-Frau-ueber-40.html">Schlagzeilen </a>sorgen.</p>
<p>In den USA hätte die Liebesgeschichte von Renata und Ervin wohl ein anderes Ende genommen. Denn wenn es um Sex mit Teenagern geht, kennt die US-Justiz kein Pardon. Dabei spielt es keine Rolle, wie gross der Altersunterschied zwischen dem Paar ist: Unterliegt man dem Schutzalter &#8211; was von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden geregelt wird &#8211; <strong>ist sogar der Sex zwischen Gleichaltrigen verboten.</strong> Wie weit dieses Verbot gehen kann, musste Ken Thornsberry (mittlerweile 26 Jahre alt) aus Royal Oak, Michigan, am eigenen Leib erfahren.</p>
<p>Seine Geschichte ist dermassen absurd, dass sie kürzlich sogar dem Nachrichtenmagazin «Newsweek» eine mehrseitige <a href="http://newsweek.tumblr.com/post/16470025656/sex-with-a-freshman-6-years-in-jail">Reportage </a>wert war. Ken ist 18, als er sich in die 14-jährige Lester verliebt. Die beiden wissen, dass sie gegen das Gesetz verstossen würden, wenn sie zusammen schliefen. Sie tun es trotzdem. Lesters Vater beschliesst eine sofortige Trennung des Paars und zeigt Ken an, als sich dieser gegen seinen Willen weiterhin mit seiner Tochter trifft.</p>
<p>Der ungehorsame Teenager wandert für ein Jahr ins Gefängnis. Und wird anschliessend drei Jahre auf Bewährung gesetzt. Drei Jahre, in denen er &#8211; als offiziell registrierter Sexualstraftäter &#8211; keinen Kontakt zu Minderjährigen haben kann, schon gar nicht zu seiner Freundin Lester. Doch nach seiner Entlassung beginnt das Paar sich wieder zu sehen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Nur weiss man auch aus eigener Erfahrung, dass vor allem für Teenager, <strong>das Verbotene eine noch viel stärkere Anziehungskraft ausübt</strong>.</p>
<p>Lester und vor allem Ken verbrennen sich jedoch ganz gehörig die Finger, wobei er jetzt nicht mehr so «glimpflich» davonkommt: Ken verbringt über sechs Jahre hinter Gittern. Letzters Jahr im August wird er aus dem Gefängnis entlassen und ist jetzt zwei Jahre auf Bewährung. Er trägt eine elektronische Fussfessel und als verurteilter Sexualtäter darf er sich nicht in die Nähe von Kindern begeben, muss zweimal wöchentlich einen Verhaltenskurs besuchen, darf kein Mobiltelefon mit integrierter Kamera benutzen (er könnte ja heimlich Fotos von Kindern und Jugendlichen machen!) und die Nutzung von Facebook oder anderen Social-Media-Foren ist ihm auch verboten. Zu gross ist die Gefahr, dass er sich unter einem falschen Profil an Minderjährige ranmachen würde.</p>
<p>Seine Freundin, die stets beteuert hat, einvernehmlichen Sex mit ihm gehabt zu haben, unterliegt inzwischen nicht mehr dem Schutzalter. Doch eine Wiederaufleben ihrer Romanze &#8211; wie im Fall des österreichischen «Skandalpaares» Renate und Ervin – ist ausgeschlossen: Ein Richter hat Lester offiziell zum Opfer ernannt &#8211; Ken darf während der Bewährung keinen Kontakt zu ihr haben.</p>
<p><strong>So unglaublich dieser Fall auch tönt, ist er kein Einzelfall.</strong> Allein im Staat Michigan gibt es 1341 registrierte jugendliche Sexualstraftäter. Wieviele von ihnen tatsächlich ein Verbrechen begangen haben oder einfach nur Sex mit ihrem Freund oder ihrer Freundin hatten, weiss man nicht. Kens Mutter kämpft seit der ersten Verurteilung ihres Sohnes für eine Lockerung dieser Gesetze. Denn laut der Staatsanwaltschaft ist sie indirekt mitschuldig am ganzen Dilemma. «Kinder müssen das Gesetz berücksichtigen und Eltern müssen ihre Kinder unter Kontrolle halten», so die lapidare Bemerkung des Staatsanwaltes auf ihre Frage, ob die Regelung nicht zu streng sei.</p>
<p>Dass es nicht ganz einfach ist, Teenager «unter Kontrolle» zu halten, wissen wohl auch andere amerikanischen Eltern. In den letzten Jahren haben sich in allen 50 Bundesstaaten <strong>Eltern-Organisationen formiert, um ihre Kinder zu schützen:</strong> Vor einer unverhältnismässig strengen Gesetzgebung.</p>
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		<title>Wann hören Sie auf zu schnarchen?</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 01:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Papablog]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.
Am Stützpunkt der Fliegerabwehr in Payerne fiel es mir zum ersten Mal auf: Jeder zweite Mann schnarcht. Rekrutenschule. 1997. Ich machte die Phase vom besinnungslosen Kantischüler zum abgebrühten Handgranatenspezialisten durch. Die Tage waren lang, die Nächte kurz: Chrrr, chrrr, chrrr.
In 17 Wochen lernte ich, wie man sich mit Sturmgewehr, Cervelat und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/papablog/">Papablog</a> von Rinaldo Dieziger.</p>
<div id="attachment_21994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21994" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb_wp.jpg" alt="mb_wp" width="640" height="342" /><p class="wp-caption-text">Spätestens im gemeinsamen Schlafzimmer wird Schnachen zum Problem: Bettszene aus dem Film «Wanderlust» (2012) mit Jennifer Aniston und Paul Rudd.</p></div>
<p style="text-align: left;">Am Stützpunkt der Fliegerabwehr in Payerne fiel es mir zum ersten Mal auf: <strong>Jeder zweite Mann schnarcht</strong>. Rekrutenschule. 1997. Ich machte die Phase vom besinnungslosen Kantischüler zum abgebrühten Handgranatenspezialisten durch. Die Tage waren lang, die Nächte kurz: Chrrr, chrrr, chrrr.</p>
<p>In 17 Wochen lernte ich, wie man sich mit Sturmgewehr, Cervelat und Sackmesser gegen Invasoren verteidigt. Und wie man in einem Schlafsaal mit 20 Schnarchern von einer Nacht am Strand von Waikiki träumt. Mit Dosenbier und Discman (damals noch). Wir waren eine verschworene Einheit. Man sagte mir, dass ich dazugehöre. Dass ich einer der krassesten bin. Einer der ganz brutalen Schnarcher.</p>
<p>Wir traten im Morgenrot daher und lachten darüber. Ein paar Jahre später zog ich in den Krieg. Als ich zum ersten Mal mit einer Frau zusammenzog. Das gemeinsame Schlafzimmer – ein Guantanamo. <strong>Ich folterte mit Schlafentzug</strong>. Terror. Horror. Wir setzten Abwehrwaffen ein: Oropax. Oder: «Ich gucke noch einen der besten Filme aller Zeiten (Kabel 1) und komme dann nach.» Oder: «Ich esse noch einen Cervelat und schlafe auf dem Sofa.»</p>
<p>Es half alles nichts. Wir waren keine Einheit. Meine Frau gehört nicht zu den 30 (!) Prozent der Frauen, die schnarchen. Trotzdem wurde sie schwanger. Und ich sägte munter weiter am Ast, auf dem unser Eheglück sass. Unbewusst. Ich schlief. Tief und fest. Das ist ja das Gemeine am Schnarcherdasein. Du tust etwas Schlimmes <strong>und merkst es selber nicht</strong>. Bis es dir jemand sagt. Immer wieder.</p>
<p>So ging ich zu den HNO. Hals-Nasen-Ohren-Ärzten. Die Operation verlief glimpflich. Vollnarkose. Sie schnitten mir ein Stück Fleisch aus dem verengten Rüssel. Seither atme ich die volle Alpenluft. <strong>Doch das Schnarchgeräusch blieb</strong>. Die Binsenwahrheiten im Umfeld gewannen an Fahrt: weniger Burger, weniger Bier, weniger Bauch. Unverlockend. Ich versuchte es mit Nasenspray, Nasenpflaster, Globuli, Fisherman’s Friend, Meerrettich und suchte weiter.</p>
<p>Und dann fand ich Arthur Wyss. Der gelernte Elektroniker aus Bern hat das ganze Leidensprogramm durchgemacht: CPAP-Beatmungsgerät, Operationen an Nase, Halszäpfchen und Gaumensegel. Von einer Beatmungsmaschine abhängig sein wollte er nicht. Wer will schon jede Nacht aussehen wie ein Alien von H.R. Giger? So begann er selbst zu experimentieren. Im Nachtzug nach New Delhi sah er einem Mann beim Sutra Neti zu, einem Nasen-Rachen-Putzritual im Hata-Yoga. So kam er auf die Idee für seine <strong>Anti-Schnarch-Spange</strong>. Ein simpler Draht, den man in den Mund einsetzt.</p>
<p>Bei der Anpassung musste ich fast kotzen, mein Sitznachbar gab auf. Nach zwei Wochen spürte ich nichts mehr. <strong>Seither herrscht Ruhe im Schlafzimmer</strong>. The War Is Over.</p>
<p>Das Schweizer Fernsehen hat Arthur Wyss im Juni 2011 <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a72117e0-ee77-4469-bf94-f54677d4f50b" target="_blank">porträtiert</a>. Zu seiner Homepage und einem Termin für die Anpassung geht es <a href="http://www.velumount.ch" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-21981" title="rinaldo" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/rinaldo.jpg" alt="rinaldo" width="150" height="150" />Rinaldo Dieziger (36) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten <a href="http://www.supertext.ch" target="_blank">Textagentur</a> im Internet. Er ist letztes Jahr Papa einer Tochter geworden und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.</em></p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Von Idioten umzingelt</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 01:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Klar, es ist sehr amerikanisch. Und dass sich einer eine goldene Nase verdient mit unbedarften Strichmännchen und mittelmässigen Verfilmungen seiner Stories, wurmt auch. Trotzdem, ich muss es fast neidlos zugeben, die Dinger sind pädagogisch wertvoll: Gregs Tagebücher. Wenn vielleicht nicht für die Kids, so doch für ihre Eltern. Dabei ist das Strickmuster denkbar einfach: Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21961" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/Mamablog.jpg" alt="Mamablog" width="640" height="354" /><p class="wp-caption-text">Gregs Tagebücher machen Lust aufs Lesen: Illustration aus dem Buch «Von Idioten umzingelt». (Baumhaus Verlag)</p></div>
<p>Klar, es ist sehr amerikanisch. Und dass sich einer eine goldene Nase verdient mit unbedarften Strichmännchen und mittelmässigen Verfilmungen seiner Stories, wurmt auch. Trotzdem, ich muss es fast neidlos zugeben, die Dinger sind pädagogisch wertvoll: Gregs Tagebücher. Wenn vielleicht nicht für die Kids, <strong>so doch für ihre Eltern</strong>. Dabei ist das Strickmuster denkbar einfach: Ein egoistischer, selbstverliebter Junge erzählt in fiktiven Tagebüchern, was er von sich und der Welt hält. Die Welt, das sind sein beiden Brüder, seine Eltern, seine Freunde, Lehrer, Verwandte und Nachbarn. Aus Gregs Sicht alles Loser, versteht sich. Er selbst nennt sein Werk natürlich nicht Tagebuch, das wäre ja was für Weiber und Weicheier, sondern Memoiren. Schliesslich wird er als Erwachsener sowieso mal berühmt, nur weiss das ausser ihm noch keiner.</p>
<div id="attachment_21963" class="wp-caption alignleft" style="width: 192px"><img class="size-medium wp-image-21963" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb4-182x300.jpg" alt="mb4" width="182" height="300" /><p class="wp-caption-text">Gregs Tagebuch 1, Jeff Kinney, Baumhaus Verlag, 218 Seiten.</p></div>
<p>Geschrieben sind die Bücher von einem erwachsenen Gamedesigner, selbst Vater und Comiczeichner (sicher nicht einer der Begnadetsten, aber das passt perfekt zu Gregs Selbstüberschätzung). Das klingt alles nicht sonderlich spektakulär, ist es aber. Jeff Kinney, so heisst der Autor, schafft es, <strong>Millionen von lesefaulen Jungs mit Lesefieber zu infizieren</strong>, wenn vielleicht auch nur für die Dauer der Lektüre (immerhin gibt es bereits sechs Bände mit so reisserischen Titeln wie «Von Idioten umzingelt» oder «Ich war’s nicht»). Danach spielen einige sogar noch ein Weilchen mit dem Gedanken, selbst ein berühmtes Tagebuch zu veröffentlichen, denn was der kann, können sie natürlich schon lang. Diese literarischen Anwandlungen halten vielleicht nicht ewig, aber immerhin.</p>
<div id="attachment_21964" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-21964" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb1-300x199.jpg" alt="mb1" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">In der Ringerklasse: Szene aus dem Film «Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt» (2010). Greg ist der dritte von rechts.</p></div>
<p>Das Beste an den Büchern ist aber nicht der Effekt auf die Kids, sondern der auf die Eltern. So bös durchschaut gefühlt habe ich mich schon lange nicht mehr. Und so lustig auch nicht. Mein Lieblingsbeispiel ist der Entscheid von Gregs Schule, alle Spielgeräte vom Spielplatz zu entfernen, an denen sich je ein Kind verletzt hat. Das hat zu Folge, dass nach kürzester Zeit gar nichts mehr da steht und alle Kids in den Pausen wie im Knast langsam im Kreis herumgehen müssen. Hauptsache, es ist nicht gefährlich. Aus dem gleichen Grund gibt es in der Mensa auch eine erdnussfreie Zone und die Pommes Frites werden durch «Extrem Sport Sticks» ersetzt, Karottensticks in einem Sack mit einem coolen Skater drauf. Aus der Sicht eines Erwachsenen mag das alles nachvollziehbar sein, <strong>aus der Sicht eines Elfjährigen ist es einfach Kinderquälerei </strong>und muss sabotiert werden. Ebenso wie die Ermahnungen, selber Geld für Computerspiele zu verdienen, lieb zum kleinen Bruder zu sein, frische Unterwäsche anzuziehen und nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher zu sitzen.</p>
<p>Gregs Gegenstück ist sein braver Freund Rupert. Er ist Einzelkind einer Familie von <strong>politisch Ultrakorrekten</strong> und von unkaputtbarer Naivität. An Halloween darf er nur mit einer riesigen Leuchtantenne auf dem Rücken aus dem Haus, ein bisschen so wie ein Hund mit Leuchthalsband, und spielen tut er nur mit harmlosem Kram für Kleinkinder. Logisch, ist Greg da immer der Unruhestifter und Rupert der nervig Nette. Und logisch, hassen Ruperts Eltern Greg und er sie zurück.</p>
<p>Kurz, die Bücher sind eine wunderbare Anleitung dazu, wie wir Erwachsenen <strong>auf keinen Fall</strong> sein wollen. Darüber täuscht auch das Uramerikanische des Settings nicht hinweg. Viel Spass beim Lesen!</p>
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		<item>
		<title>Wo Windelberge sich erheben</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 19:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[

Meine Tochter hat vor Kurzem entschieden, dass sie nun gross genug sei fürs Klo. Was mich als werdende Zweifachmutter innerlich frohlocken liess, werde ich doch auch künftig nicht im Akkord wickeln müssen. Dass wir durch den jüngsten Entwicklungsschritt die Umwelt ein ganzes Stück weniger belasten, wurde mir hingehen erst bewusst, als ich kürzlich den Dokumentarfilm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21944" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/wp-admin/Herkömmliche Wegwerfwindeln belasten nicht nur das Riechorgan, sondern auch die Umwelt. Höchste Zeit, auf ökologisch sinnvollere Produkte umzusteigen.."><img class="size-full wp-image-21944 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mamablog2.jpg" alt="mamablog2" width="600" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Herkömmliche Wegwerfwindeln belasten nicht nur das Riechorgan, sondern auch die Umwelt. Höchste Zeit, auf ökologisch sinnvollere Produkte umzusteigen. (Bild: Screenshot aus der Arte-Dokumentation «Leben ohne Schadstoffe?»)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p>Meine Tochter hat vor Kurzem entschieden, dass sie nun gross genug sei fürs Klo. Was mich als werdende Zweifachmutter innerlich frohlocken liess, werde ich doch auch künftig nicht im Akkord wickeln müssen. Dass wir durch den jüngsten Entwicklungsschritt die Umwelt ein ganzes Stück weniger belasten, wurde mir hingehen erst bewusst, als ich kürzlich den Dokumentarfilm <a href="http://videos.arte.tv/de/videos/wickeln_windeln_wegwerfen-6353290.html" target="_blank">«Wickeln, Windeln, wegwerfen»</a> auf Arte gesehen habe.</p>
<p><strong>4000 bis 6000 Windeln verbraucht ein Kind</strong>, bis es trocken wird. Die Wegwerfwindeln machen damit «einen erheblichen Teil des Siedlungsmülls» aus, wie das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt auf seiner <a href="http://www.aue.bs.ch/fachbereiche/fachuebergreifendes/umweltinformation/umwelttipps/kleider_und_koerperpflege:_haut-_und_umweltfreundlich/windeln.htm" target="_blank">Homepage</a> mitteilt. Aber Pampers und Co füllen nicht nur Abfallsäcke und Müllwagen, sondern stellen wegen der verwendeten Materialien auch ein <strong>echtes Umweltproblem </strong>dar. Die immer dünner werdenden, immer saugfähigeren Windeln bestehen nämlich heute nicht mehr grösstenteils aus Zellstoff, sondern aus Kunststoffen. Das verwendete Polyethylen etwa wird aus Erdölderivaten hergestellt. Landet dieser Stoff auf der Mülldeponie – und in vielen Ländern ist dies heute noch der Fall – bleibt er dort etwa 300 Jahre liegen, ehe er sich zersetzt. Wird er hingegen verbrannt, entstehen klimaschädliche Stickoxide.</p>
<p><strong>Wir Eltern verschmutzen also täglich die Welt, in die wir unsere Kinder hineingeboren haben</strong>. Ohne uns dessen bewusst zu sein. Denn während wir mit Werbung für die saugfähigsten Windeln überhäuft werden, klärt uns niemand darüber auf, was für einen Schaden die praktischen Wegwerfartikel anrichten. Dabei gäbe es durchaus Alternativen. <a href="http://www.bambini-shop.ch/shop/de/shop.php" target="_blank">Biowindeln</a> zum Beispiel: Ihre Folie besteht aus biologisch abbaubarer Pflanzenstärke, der verwendete Zellstoff wird aus FSC-Holz hergestellt und ist chlorfrei gebleicht. Sie sind allerdings so teuer, dass sich nur die wenigsten Familien diese Art des Umweltschutzes leisten können.</p>
<p>Doch auch Migros und Coop bieten seit einer Weile ökologisch verträglichere Produkte zu günstigen Preisen an. Die Coop Oecoplan Windel zum Beispiel soll die Umwelt <strong>um 30 Prozent weniger belasten</strong> als eine herkömmliche Wegwerfwindel. Grund: Der verwendete Zellstoff besteht auch hier aus nordeuropäischem FSC-Holz und wird mit Sauerstoff gebleicht. Zudem verwendet Coop bei der Herstellung Ökostrom und produziert die Windeln in der Schweiz, wodurch die Transportwege verkürzt werden. Auch das Verpackungsmaterial wurde laut Coop «aufgrund von Ökobilanz-Resultaten ausgewählt» und auf ein Minimum reduziert.</p>
<p>Obwohl Eltern sonst schnell für Umweltanliegen zu begeistern sind, scheinen sie bei den Windeln die Notwendigkeit nicht zu sehen: «Die Oecoplan-Windeln machen rund 2 Prozent der Windelkäufe aus, es handelt sich also immer noch um ein <strong>Nischenprodukt</strong>», teilt die Coop-Pressestelle auf Anfrage mit. Trotzdem: Wenn es doch möglich ist, umweltfreundlichere Windeln herzustellen, und die Anbieter sonst so gerne ihre ökologischen Bemühungen unterstreichen, weshalb stellen sie dann nicht das gesamte Eigensortiment um und nutzen das als Verkaufsargument? «Wir sind an der Sache dran», sagt Coop, «in kurzer Zeit die nötigen Rohstoffe für diese erhöhten Mengen zu erhalten, ist aber gar nicht so einfach.»</p>
<div id="attachment_21921" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><img class="size-medium wp-image-21921 " title="vallemonte_stoffwindel" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/vallemonte_stoffwindel-300x300.jpg" alt="vallemonte_stoffwindel" width="210" height="210" /><p class="wp-caption-text">Öko muss nicht beige sein: Stoffwindel von Totsbots bei Vallemonte.ch.</p></div>
<p>Vielleicht liegt die Lösung jedoch gar nicht in der Zukunft, sondern vielmehr in der Vergangenheit: bei den <strong>Stoffwindeln</strong>. Die modernen Stoffwindeln sind genauso einfach zu wechseln wie Wegwerfwindeln und halten genauso dicht. Einziger Nachteil: Man muss sie waschen. Stinkt einem das im wahrsten Sinne des Wortes, kann man diese leidige Aufgabe einem <a href="http://windelservice.ch/index.html" target="_blank">Windelservice</a> übertragen, der die dreckigen Stoffwindeln wöchentlich abholt und einem gleichzeitig eine Ladung sauberer Windeln liefert. «Mit einem solchen Lieferservice belaste ich die Umwelt doch zusätzlich», mögen Sie nun sagen. Ja und nein, denn dafür werden die Windeln garantiert möglichst umweltschonend (sprich: in vollen Waschladungen) gereinigt und zudem über längere Zeit benutzt, was ihre Ökobilanz nochmals verbessert.</p>
<p>Das immer wieder gehörte Argument, dass die klassische Stoffwindel keineswegs umweltfreundlicher sei als die Wegwerfwindel, da sie eben gewaschen werden muss, stimmt natürlich bis zu einem gewissen Grad. Beim Energieverbrauch schneidet die Stoffvariante tatsächlich nicht besser ab als die Plastikwindel. Wenn es ums Entsorgen geht, haben die Stoffwindeln jedoch klar die Nase vorn: ein paar Kilo Stoff gegenüber bis zu einer Tonne Plastik pro Kind – der Fall ist klar.</p>
<p>Das Entsorgungsargument ist es denn auch, das die britische Regierung zu konkreten Massnahmen veranlasst hat:<strong> In Grossbritannien werden junge Eltern neuerdings in Kursen und mit Gutscheinen dazu aufgefordert, Stoffwindeln zu benutzen</strong>. Nicht nur aus Umweltschutz-, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen: Die Aufklärung der Eltern kostet den Staat deutlich weniger als der Abbau der Windelberge.</p>
<p>Und auch die Eltern profitieren finanziell, denn auf die gesamte Windelzeit hochgerechnet sparen Stoffwindelbenutzer trotz hoher Anfangsinvestition circa <a href="http://www.vallemonte.ch/stoffwindeln/umweltbilanz/index.html" target="_blank">720 Franken</a>. Werden die Windeln des Erstgeborenen später noch fürs Geschwisterchen benutzt, erhöht sich diese Zahl nochmals deutlich. Und nicht zuletzt <strong>spart man hierzulande auch einiges an Abfallgebühren</strong>, wenn man auf Wegwerfwindeln verzichtet.</p>
<p>Es gibt also mehr als genug Gründe, den Babypo künftig in Stoff statt in Plastik zu wickeln. Man müsste die Eltern bloss darüber informieren. Sollte der Staat also eine Aufklärungskampagne nach britischem Vorbild starten und Eltern vielleicht sogar mit finanziellen Anreizen dazu bewegen, umweltfreundlicher zu wickeln? Die Grünen zumindest würden eine solche Kampagne begrüssen und könnten sich vorstellen, «den Import und die Herstellung von Windeln zusätzlich zu besteuern, für die umweltfreundliche Produktion hingegen steuerliche Anreize einzuführen», wie Martina Fleischli von der Grünen Partei Schweiz sagt. Oder müsste man sogar konkrete <strong>Richtlinien für Wegwerfwindeln</strong> erlassen, die umweltschonendere Materialien vorschreiben? Was denken Sie?</p>
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		<title>Jeanne d’Arc statt Tiger Mom</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 01:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Carte Blache]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Carte Blanche von Clack-Autor Ralph Pöhner*.
 Waren Sie schon mal mit einem Kind in Paris? Dann fiel Ihnen vielleicht ein Phänomen auf, das in Schweizer Städten längst verschwunden ist: In den Parks gibts diskrete Schildchen, die das Betreten des Rasens verbieten. Wer also dort sein Kind, wie bei uns üblich, über die Wiese rennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine <a href="../index.php/category/carte-blache/" target="_blank">Carte Blanche</a> </em><em>von <a href="http://www.clack.ch" target="_blank">Clack</a>-Autor Ralph Pöhner*.</em></p>
<div id="attachment_21888" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21888" title="LAETITIA-CASTA-01" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/LAETITIA-CASTA-01.jpg" alt="LAETITIA-CASTA-01" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Eine sehr französische Mutter: Model und Schauspielerin Laetitia Casta, mittlerweile dreifache Mama (unser Bild zeigt sie 2009 in Cannes, als sie mit ihrer zweiten Tochter schwanger war). </p></div>
<p><em> </em>Waren Sie schon mal mit einem Kind in Paris? Dann fiel Ihnen vielleicht ein Phänomen auf, das in Schweizer Städten längst verschwunden ist: In den Parks gibts diskrete Schildchen, die das Betreten des Rasens verbieten. Wer also dort sein Kind, wie bei uns üblich, über die Wiese rennen lässt, gibt ihm besser den Rat mit, weit entfernt von gewissen Herren mit blauer Uniform und Képi herumzutoben.</p>
<p>Was fällt sonst noch auf in Paris? Zum Beispiel, dass<strong> Spielplätze dort Raritäten</strong> sind. Und wenn vorhanden, muss man dort manchmal allen Ernstes Eintritt bezahlen.</p>
<p>Und weiter? Statt auf dem Spielplatz findet man Kinder im Museum. Oder im Restaurant (nein, damit ist nicht McDonald&#8217;s gemeint).</p>
<p>Kurz: Wer mit Kindern nach Frankreich reist, stösst auf ganz leicht verschobene Zustände. Und in diesen Verschiebungen wiederum spiegelt sich offenbar etwas Grundsätzliches: <strong>Die Franzosen erziehen ihre Kinder anders als wir</strong>. Denn sie sehen sie anders an.</p>
<p>Gut möglich, dass sich daraus bald eine neue Debatte entwickelt darüber, wie wir mit unserem Nachwuchs umgehen, umgehen sollten – und was dies über unsere Gesellschaft besagt. Auch bei uns. Denn nach den letztjährigen Wortgefechten über die chinesischen Tigermütter (Lesen Sie auch: <strong><a href="http://www.clack.ch/ressort/artikel/Leben/1627/fuenf_fragen_zur_tigermutter" target="_self">«5 Fragen zur Tigermutter»</a></strong>) findet nun ein Buch in der angelsächsischen Welt grosse Beachtung, welches die französischen Eltern zum grossen Vorbild stilisiert: Es stammt von der US-Journalistin Pamela Druckerman und heisst<em> «French Children Don&#8217;t Throw Food» </em>(in der britischen Ausgabe) respektive<em> «Bringing Up Bébé» </em>(in der US-Version).</p>
<p>Der Amerikanerin, die jahrelang in Paris lebte, war aufgefallen, dass die Kinder dort verblüffend gut erzogen schienen – während die Eltern keineswegs strenger mit ihnen umgingen als Eltern in ihrer US-Heimat. Die Kleinen kamen ins Restaurant und widmeten sich dort zivilisiert dem<em> «Sauté de boeuf et légumes»</em>, zugleich schien es undenkbar, <strong>dass eine Französin ein Telefongespräch unterbrechen musste</strong>, weil es hintendran quäkte. Und auf den Spielplätzen konnte Druckerman bald erkennen, wer von wo war. Die Französinnen tranken entspannt ihren Kaffee beim <em>kiosque</em> nebendran, die Ausländerinnen wetzten ihren Kleinen hinterher, um Katastrophen und grössere Flurschäden zu verhindern.</p>
<p>Und ja: Sogar die Säuglinge schliefen, wenn sie Französinnen und Franzosen waren, in der Nacht eher durch.</p>
<p>Woran liegt das? Druckermanns Ergebnisse führten zurück zur grundsätzlichen Haltung, welche eine Gesellschaft gegenüber ihren Kindern einnimmt. In einem Satz: In Frankreich muss sich das Kind der Erwachsenenwelt unterordnen – während sich das Verhältnis im englischen Sprachraum (und ja, auch in der Deutschschweiz) umgekehrt hat. Bei uns setzte sich ein Selbstverständnis durch, in dem <strong>das Kind zum König</strong> wurde – was wiederum die ganze familieninterne Dynamik verändert hat: <em>«La famille, c&#8217;est moi». </em></p>
<p>Dass sich Erwachsene von gelangweilten Kindern im Gespräch unterbrechen lassen, käme den Franzosen nicht in den Sinn. Im Elternbett haben die Kleinen nichts verloren. (Lesen Sie auch: <strong><a href="http://www.clack.ch/ressort/artikel/Liebe/3808/sex_schlecht_ehe_schlecht" target="_blank">«Sex schlecht? Ehe schlecht?»</a></strong>) Und die Idee, dass es <strong>e</strong>inerseits Menus und andererseits Kindermenus gibt, erscheint den Franzosen ebenfalls skurril. Die Unterschiede gehen bis hinein in den <em>Sound</em> («Ça suffit!!!» statt «Könntest du <em>bissoguet </em>endlich&#8230;»), aber gerade weil sich in Frankreich nicht alles ständig um die Kinder dreht, waren die Erwachsenen viel entspannter – so der Eindruck der Amerikanerin.</p>
<p>«Die Französinnen leiden sicherlich nicht unter denselben ständigen Schuldgefühlen», folgert Druckerman. Das führt im Alltag dazu, dass Maman nicht im Renault-Alpine-GT-Tempo losrennt, wenn das Baby in der Nacht schreit, sondern erst mal schaut, ob sich das Problem von selber löst. Mit dem Nebeneffekt, dass französische Babys nach einer gewissen Zeit offenbar tatsächlich besser durchschlafen.</p>
<p>Und es schlägt sich schliesslich in zahlreichen Konventionen nieder – <strong>mit gewaltigen Folgen für die gesellschaftliche Rolle der Frau</strong>. Die kleinen Unterschiede werden am Ende sehr, sehr grundsätzlich.</p>
<p>Stillen? Finden die Ärzte und Geburtskliniken in Frankreich nicht so wichtig. Mutterschaftsurlaub? Krippen? Schulsystem? Klar, das wird so organisiert, dass man das Arbeitsleben leicht daneben durchbringt: Erwachsenenwelt vor Kinderwelt – auch hier. (Lesen Sie auch: <strong><a href="http://www.clack.ch/ressort/artikel/Leben/145/wie_eltern_das_arbeitsleben_vermiest_wird" target="_blank">«Wie Eltern das Arbeitsleben vermiest wird»</a></strong>)<strong><br />
</strong></p>
<p>Dass die Kinder in Frankreich unerschütterlich Spinat-Quiche verspeisen – dies ist also das eine. Das andere: Frankreich ist das Land mit der höchsten Geburtenrate in Europa; und zugleich liegt die Frauenerwerbsquote dort weit über dem Durchschnitt der EU. Nimmt man die Altersgruppe zwischen 25 und 55 – also die der Mütter –, so ist es das einzige Land ausserhalb Skandinaviens, in dem skandinavische Verhältnisse herrschen.</p>
<p>Kein Wunder, wird<em> «Bringing Up Bébé»</em> in den Ländern, wo es bereits veröffentlicht ist, weit herum beachtet.<a href="http://www.economist.com/node/21543122?fsrc=scn/tw/te/ar/nonnonandnon" target="_blank"> </a>Der «Economist» gab dabei zu bedenken, dass sich hier nur eine bourgeoise Schicht spiegle, ein Blick in die <em>banlieues</em> hätte Druckermans schöne Bilder rasch zerstört. Und die Autorin, so der Kritiker, hätte auch mal darauf hinweisen können, dass <strong>der Wettbewerbsgedanke</strong> in Frankreich vielleicht ein bisschen zu kurz kommt.</p>
<p>Tatsächlich, so betont Druckerman, seien französische Eltern keineswegs streng, ehrgeizig, drakonisch – nichts da von Tigermüttern: «Sie geben den Kindern einfach einen klaren Rahmen, in dem sie lernen und sich entwickeln müssen.»</p>
<p>Völlig überzeugt zeigte sich dagegen die «Huffington Post», wo Debra Olliver das Buch aufnahm – eine Autorin, die nach langen Frankreichjahren selber mehrere Bestseller über die französische Kultur veröffentlicht hatte. Olliver fühlte sich prompt an eigene Erfahrungen und Fehler erinnert. So  geschehen, als ihre Kinder bei einem Primarschul-Ausflug mit der zweisprachigen Schule von Paris nach England reisen sollten. Sie, die besorgte Amerikanerin, verbot es. Worauf die Rektorin antwortete: <strong>«Madame, einen unabhängigen Geist kann man nicht kultivieren, wenn man ein Kind zurückhält» </strong>– und dann nachsetzte: «Wir haben dieses Problem nur mit angelsächsischen Müttern.»</p>
<p>Am Ende, so Olliver, reisten die französische Kinder nach England, und die englischsprachigen Kinder blieben in Frankreich. Die ausländischen Eltern froren auf dem Spielplatz, die französischen Eltern genossen drei kinderfreie Tage.</p>
<p>Erwachsenenwelt, Kinderwelt: Freiheit zu geben heisst, Freiheit zu gewinnen. Dass Frankreichs Nationalheldin ein Mädchen war, ein Kind, das die Heere des Königs in die Schlacht gegen England führte – das ist dabei noch das kleine symbolische <em>aperçu</em>.</p>
<p>Lesen Sie mehr zum <strong>Thema Erziehung </strong>auch <a href="http://www.clack.ch/index.php/blog/tags/tag/Erziehung" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Weiter Links</strong><br />
Buch von <a href="http://www.pameladruckerman.com/" target="_blank">Pamela Druckerman</a>: <em> <a href="http://www.pameladruckerman.com/books/" target="_blank">«French Children Don&#8217;t Throw Food»</a></em><a href="http://www.botschaft-frankreich.de/spip.php?article159" target="_blank"><br />
Frauenerwerbsquote</a> in der EU<br />
Artikel der <a href="http://www.huffingtonpost.com/debra-ollivier/bringing-up-bebe_b_1224589.html" target="_blank">«Huffington Post»</a><br />
Beitrag im <a href="http://www.economist.com/node/21543122?fsrc=scn/tw/te/ar/nonnonandnon" target="_blank">«Economist»</a></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-21905" title="ralphpöhner" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/ralphpöhner.jpg" alt="ralphpöhner" width="150" height="150" />*Ralph Pöhner ist Mitgründer des Online-Magazins <a href="http://www.clack.ch/" target="_blank">Clack.ch</a> und  der Wirtschafts-Site <a href="http://www.finews.ch">finews.ch</a> sowie regelmässiger Autor von «Die Zeit».</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich krieg die Krippen-Krise</title>
		<link>http://blog.bazonline.ch/mamablog/index.php/21853/die-krippen-krise/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 01:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es scheint, als habe sich Otto Ineichen in ein Wespennest gesetzt: Der Luzerner FDP-Nationalrat möchte (mit der von ihm initiierten Stiftung Speranza) in den nächsten zwei Jahren 100 bezahlbare Krippen realisieren. Nach ersten Anpassungen – die Kinder sollen laut aktuellem Stand ausschliesslich von einheimischen Fachkräften betreut werden, was vom Verband Kindertagesstätten der Schweiz (KiTaS) sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21875" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21875" title="Kinderhort" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb.jpg" alt="Otto's Kinderposten: FDP-Nationalrat Ineichen will 100 Billig-Krippen eröffnen. (Archivbild: Keystone)" width="640" height="460" /><p class="wp-caption-text">Otto's Kinderposten: FDP-Nationalrat Ineichen will 100 Billig-Krippen eröffnen. (Archivbild: Keystone)</p></div>
<p>Es scheint, als habe sich Otto Ineichen in ein Wespennest gesetzt: Der Luzerner FDP-Nationalrat möchte (mit der von ihm initiierten Stiftung Speranza) in den nächsten zwei Jahren 100 bezahlbare Krippen realisieren. Nach ersten Anpassungen – die Kinder sollen laut aktuellem Stand ausschliesslich von einheimischen Fachkräften betreut werden, was vom Verband Kindertagesstätten der Schweiz (KiTaS) sehr begrüsst wurde – soll im April dieses Jahres die erste Ineichen-Krippe in Beromünster LU ihren Betrieb aufnehmen.</p>
<p>Doch statt Wohlwollen löste die Meldung diese Woche heftige Kritik aus. Auch die Kommentar-Schreiber von <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Ottos-Kinderkrippen/story/14418689#kommentar" target="_blank">Newsnet</a> liessen sich nicht zweimal bitten und machten ihrem Unmut und ihren Sorgen Luft: Von «Discount-Krippen» war da die Rede, die nur mit Billigpersonal und somit erheblichen Qualitätseinbussen auf Kosten der armen Kinder geführt werden können. Ineichen habe keine Ahnung; eine seriöse Krippe zu realisieren, die weniger koste als bisher, sei gar nicht möglich. Und schon werden sie heraufbeschworen, <strong>die Horrorszenarien von vernachlässigten, achtlos in einer Ecke stehen gelassenen Kindern</strong> mit vollen Windeln und laufenden Nasen, neben denen die völlig überforderten und ungenügend ausgebildeten Betreuerinnen verzweifeln.</p>
<p>Zugegeben, gewisse Einwände sind berechtigt. Und es ist mit Sicherheit sinnvoll, ein sehr wachsames Auge auf dieses Projekt zu werfen, schliesslich geht es um das Wohl der Kinder – und dieses gilt es auf jeden Fall zu gewährleisten. Die Vorstellung, sein Kind in falsche Hände zu geben, bereitet ein sehr ungutes Gefühl. Aber muss man deshalb eine neue und angesichts der grossen Nachfrage sinnvolle Idee von Anfang an zunichte machen? Nein.</p>
<p><strong>Denn Krippenplätze sind absolute Mangelware und dringend nötig.</strong> Wer im Augenblick, wie die Schreibende etwa, in der Stadt Zürich einen Krippenplatz sucht, muss sich mit einem Platz auf der Warteliste zufrieden geben. Vor allem Babyplätze sind rar und die Chance, sein Kind termingerecht per Ende Mutterschaftsurlaub unterzubringen, sind äusserst gering. Man hätte sich halt schon vor zwei Jahren anmelden müssen, heisst es nicht selten von Seiten der Kitas. Tja, aber vor zwei Jahren sah das eigene Leben vielleicht noch ganz anders aus und das Projekt «Kinder haben» war noch nicht komplett durchdacht, berechnet und voll durchorganisiert. Wie kopflos!</p>
<p>Ginge es nach einem Grossteil des Motz-Chores, dann gäbe es gar keinen Grund zum Jammern, denn die Lösung liegt auf der Hand: <strong>Die Mutter bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder.</strong> Was bei den aktuellen Betreuungspreisen, rein rechnerisch, durchaus Sinn machen würde. Denn oft geht ein Grossteil des Lohnes für die Krippenrechnung drauf. Aus welchem Grund sollte die Mutter überhaupt weiterhin arbeiten gehen? Vielleicht weil sie ihre Arbeit mag? Weil sie sich teilweise auch über ihre Arbeit definiert und es ihr Bestätigung und Befriedigung gibt? Weil es vielleicht auch für eine gute Balance in der Partnerschaft sorgt? Oder weil sie vielleicht einfach keine Lust hat, «nur noch» Vollzeit-Mutter zu sein.</p>
<p>Achtung, wer mit diesen egoistischen Argumenten kommt, stösst auf kein Verständnis und wird mindestens genauso heftig gebasht wie Otto Ineichen. Der hat es ja sogar noch gewagt, zu erwähnen, dass er mit seinem Krippenprojekt Müttern den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern möchte – <strong>eine doppelte Provokation</strong> für alle Traditionalisten, Schwarzmaler und Dauernörgler.</p>
<p>Ich meinerseits hoffe, dass Ineichens Krippen-Projekt erfolgreich starten kann und entgegen aller Unkenrufe den Ansprüchen von Kindern, Eltern und Betreuern gerecht werden wird. Nur so schöpfen vielleicht andere innovative Köpfe <strong>den nötigen Mut, um bestehende Modelle mit neuen Ideen zu bereichern</strong>. Dies natürlich in der Hoffnung, dass in der Stadt Zürich möglichst schnell ein paar neue Krippen eröffnet werden und ich nicht zwei Jahre auf der Warteliste versauern muss.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Die-KrippenKrise/story/24379102/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Die-KrippenKrise/story/24379102/pixel.gif?nocache=1328102827" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		</item>
		<item>
		<title>Wundersame Geburt</title>
		<link>http://blog.bazonline.ch/mamablog/index.php/21798/wundersame-geburt/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 01:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Marti</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Papablog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Papablog von Michael Marti.
Es ist ja heute gang und gäbe, dass Papa mit in den Gebärsaal geht – auch wenn die Meinungen, ob dies tatsächlich Sinn macht, immer noch geteilt sind, auch bei den Frauen übrigens.
Denn Studien lassen vermuten, dass der Mann eigentlich nur Probleme schafft bei der Niederkunft der Partnerin. Etwas verkürzt gesagt: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/papablog/">Papablog</a> von Michael Marti.</em><br />
<div id="attachment_21830" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21830" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mbA2_wp.jpg" alt="mbA2_wp" width="640" height="383" /><p class="wp-caption-text">Die Gebärende bestimmt, wer dabei sein darf: Katherine Heigl gibt im Film «Knocked Up» den Tarif durch.</p></div></p>
<p>Es ist ja heute gang und gäbe, dass <strong>Papa mit in den Gebärsaal</strong> geht – auch wenn die Meinungen, ob dies tatsächlich Sinn macht, immer noch geteilt sind, auch bei den Frauen übrigens.</p>
<p>Denn Studien lassen vermuten, dass der Mann eigentlich nur Probleme schafft bei der Niederkunft der Partnerin. Etwas verkürzt gesagt: Steht der Mann an der Seite seiner niederkommenden Partnerin, dauert die Geburt länger und die Gebärende hat grössere Schmerzen – weil die Anwesenheit des Mannes bei der Frau einen <strong>zusätzlichen Stress</strong> verursacht. (Wir haben diese These <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/5936/manner-mussen-draussen-bleiben/">hier </a>schon einmal im Mamablog diskutiert).</p>
<p>Es gibt also gute Gründe, <strong>als Papa draussen zu bleiben,</strong> wenn die Mama gerade am Gebären ist. Insbesondere für diejenigen mutigen Männer, die sich entgegen des Zeitgeistes tatsächlich zu diesem Schritt zur Seite entschliessen wollen, stellten wir die untenstehende Video-Strecke zusammen: Die Ausschnitte aus Spielfilmen führen allen vor Augen, welches Spektakel sich mitunter im OP abspielt – zumindest, wenn dieser in einem Studio Hollywoods steht.</p>
<p>In Realität mag alles anders sein, aber dass man mit Recht vom Wunder der Geburt spricht, zeigt sich spätestens dann, wenn Arnold Schwarzenegger einem Kind das Leben schenkt oder Extraterrestrische zur Welt kommen. Viel Spass!</p>
<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=52425' name='Bildstrecke_52425' id='Bildstrecke_52425' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-8018" title="MICHAEL-MARTI_100" src="/mamablog/wp-content/uploads/2009/12/MICHAEL-MARTI_100.jpg" alt="MICHAEL-MARTI_100" width="100" height="100" /><em><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/?s=Michael+Marti" target="_blank">Michael Marti,</a> 44, ist Stellvertretender Chefredaktor von Newsnet und Vater von zwei Töchtern. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.</em></p>
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		<title>Und wenn alle von der Brücke springen?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 01:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Schulhaus unserer Kinder haben neunundneunzig Prozent der Kids ein iPhone. Ein 4s, versteht sich. Das behaupten zumindest meine Kinder. Und beim anderen einen Prozent, das keines hat, handelt es sich – logisch! – um meine Tochter und meinen Sohn. Das ist natürlich masslos übertrieben. Ich habe mich mal etwas umgehört und festgestellt, dass zufällig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21791" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21791" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mb_wp.jpg" alt="mb_wp" width="640" height="379" /><p class="wp-caption-text">Wer nicht hat, was die anderen haben, fühlt sich schnell ausgeschlossen: Mädchen ohne und mit iPad. (Bild: Brad Flickinger)</p></div>
<p>Im Schulhaus unserer Kinder haben neunundneunzig Prozent der Kids ein iPhone. Ein 4s, versteht sich. Das behaupten zumindest meine Kinder. Und beim anderen einen Prozent, das keines hat, handelt es sich – logisch! – um meine Tochter und meinen Sohn. Das ist natürlich masslos übertrieben. Ich habe mich mal etwas umgehört und festgestellt, dass zufällig alle Kinder, die ich persönlich kenne, auch kein Smartphone haben. Trotzdem: Für meine Kinder zählt die gefühlte Zahl. Oder besser <strong>die Sorge, andere könnten etwas haben, was sie nicht haben</strong> und die Angst, deswegen nicht dazuzugehören. Das Problem vom Wollen, was andere haben, scheint eine menschliche Urknacknuss zu sein. Immerhin verlangen schon die zehn Gebote, dass man nichts begehren soll, was dem Nächsten gehört. Weder Frau, noch Haus, noch Esel, noch sonst nichts.</p>
<div id="attachment_21788" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-21788" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mb12-225x300.jpg" alt="mb1" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Und ein iPhone braucht heute auch jedes Kind: Gebet am Smartphone-Altar.</p></div>
<p>Bei uns drehen sich die Fragen natürlich nicht um Esel oder Frauen und auch nicht nur ums reine Besitzen. Vielmehr geht es unter anderem darum, warum ALLE anderen Kinder bis spät abends im Dunkeln unterwegs sein dürfen, ausser meine, warum ALLE ohne Helm mit dem Tretroller rumbrettern dürfen, ausser meine oder warum ALLE anderen Familien einen Flachbildschirm haben, statt ein Röhren-Monster vom Flohmarkt, wie wir. (Ja, warum eigentlich?). All diese Fragen kann ich nachvollziehen. Aber ich denke trotzdem nicht daran, <strong>die Familie auf Budgetspaghetti-Diät zu setzen, um iPhones und Fernseher zu kaufen</strong>. Auch halte ich an der Forderung nach Helm auf dem Velo, Schal im Winter und anderen langweiligen mütterlichen Vernünftigkeiten fest.</p>
<p>Was ich jedoch sehr ernst nehme, sind die Sorgen der Kids, was den Kampf ums Dazugehören angeht. Denn letztlich geht es ja nicht um das Telefon oder die falsche Winterjacke, sondern vor allem darum, <strong>was andere von einem denken</strong>. Sich damit auseinanderzusetzen, dass andere anders sind, tun und denken, ist eine grosse Herausforderung. Und weil das Thema wohl ebenso alt ist, wie der aufrechte Gang, haben wir die gängigen elterlichen Sprüche dazu schon als Kinder selbst verpasst gekriegt und geben sie weiter:</p>
<ul>
<li>Wir sind eben nicht die anderen.</li>
<li>Jede Familie ist anders.</li>
<li>Es gibt nun mal verschiedene richtige Arten, Dinge zu tun. Und wir tun sie so, wie <em>wir</em> sie tun.</li>
<li>Und wenn alle von der Brücke springen, würdest du das dann auch machen, nur weil es alle tun?</li>
<li>Wer schon als Kind alles hat, kann sich ja auf gar nichts mehr freuen.</li>
</ul>
<p>Ich finde eigentlich alle ziemlich o. k. Und so drängt sich eine andere Frage auf: Wenn wir glauben, was wir unseren Kindern da sagen, warum ist es uns als Eltern dann nicht auch Wurst, was andere haben, tun und denken? Gerade in Erziehungsfragen ertappe ich mich durchaus bei Zweifeln, ob ich nicht doch zu bemutternd bin, zu streng, zu lasch, zu chaotisch zu wasweissichwas. Und das, obwohl ich im Grossen und Ganzen durchaus dahinter stehe, wie wir es machen. Die Antwort ist eigentlich simpel: <strong>weil wir soziale Wesen sind</strong>. Solange wir eingebunden sind in ein Netz aus Familie, Freunden und Nachbarn, wird es immer Momente geben, in denen uns eben nicht egal ist, was andere denken. Ich finde es daher durchaus sinnvoll, den Kindern gegenüber einzugestehen, dass die Meinung der andern auch für uns Erwachsene nicht immer leicht wegzustecken ist. Darum haben wir der obigen Liste noch ein Lied angefügt, das mir in dieser Frage oft mehr hilft, als alle Erziehungsweisheiten zusammen. Es ist von Mani Matter. Hier die gekürzte Fassung: «Dr eint het Angscht, dr ander chönnt lache. Dr ander het Angscht, dass dr eint chönnt lache. Und alli mache si alls wo si mache us Angscht dervor, dass öpper chönnt lache. Es isch im Grund ja grad das zum lache, dass si geng Angscht hei, das öpper chönnt lache. Und was si o mache, dass niemer söll lache: Es nützt ne drum alles nüt.»</p>
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		<title>Ledig mit Kindern</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 19:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Geht es nach Nationalrat Antonio Hodgers (Grüne), wird es in der Schweiz bald keine Geschiedenen mehr geben: Er hat einen Vorstoss eingereicht, in dem er fordert, dass der Zivilstand «geschieden» künftig durch «ledig» ersetzt wird. Auf die Idee kam Hodgers durch einen Freund, dessen Ehe gescheitert ist. «Er liess sich im Alter von 30 scheiden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21765" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21765 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mb11.jpg" alt="Hin und her: Salma Hayek wurde im September 2007 Mutter, löste im Jahr darauf die Verlobung mit dem Kindsvater François-Henri Pinault – den sie im Februar 2009 dann doch heiratete. (Bild: AFP)" width="640" height="460" /><p class="wp-caption-text">Hin und her: Salma Hayek wurde im September 2007 Mutter, löste im Jahr darauf die Verlobung mit dem Kindsvater François-Henri Pinault – den sie im Februar 2009 dann doch heiratete. (Bild: AFP)</p></div>
<p>Geht es nach Nationalrat Antonio Hodgers (Grüne), wird es in der Schweiz bald keine Geschiedenen mehr geben: Er hat einen <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wer-sich-scheiden-laesst-soll-wieder-ledig-werden/story/10350056">Vorstoss eingereicht</a>, in dem er fordert, dass der Zivilstand «geschieden» künftig durch «ledig» ersetzt wird. Auf die Idee kam Hodgers durch einen Freund, dessen Ehe gescheitert ist. «Er liess sich im Alter von 30 scheiden und hatte immer mit einem <strong>Makel</strong> zu kämpfen», so der Politiker gegenüber <a href="http://www.blick.ch/news/politik/geschiedene-sollen-wieder-als-ledig-gelten-192557" target="_blank">Blick.ch</a>.</p>
<p>Es mag ja sein, dass manch einer seine zerbrochene Ehe und die hässliche  Scheidung lieber aus seinem Gedächtnis und folglich auch aus allen  juristischen Formularen streichen würde. Aber dass jemand im Jahr 2012  in der Schweiz geächtet wird, bloss weil er den Titel «geschieden»  trägt, wage ich doch stark zu bezweifeln. Ganz im Gegenteil hätten wohl  eher diejenigen Paare Grund zur Klage, die im Konkubinat zusammenleben  und auf offiziellen Formularen meist nur das Kästchen <strong>«ledig»</strong> ankreuzen können, da sie nun mal weder verheiratet, noch verwitwet, noch geschieden sind. <strong>«In fester Partnerschaft»</strong> ist auf juristischen Formularen keine Option, auch wenn sie im wahren Leben längst zur Realität geworden ist.</p>
<div id="attachment_21766" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-21766 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mb2.jpg" alt="War eineinhalb Jahre lang Mutter und ledig: Salma Hayek mit Tochter Valentina." width="300" height="450" /><p class="wp-caption-text">War eineinhalb Jahre lang Mutter und ledig: Salma Hayek mit Tochter Valentina.</p></div>
<p>Ich gehöre selber in diese Kategorie und habe schon einige Male schräge Blicke ernten dürfen, wenn ich – schwanger und/oder mit Kind – «ledig» als Zivilstand angeben musste. Natürlich sollte man das ignorieren, und doch macht es einen zuweilen wütend. Nicht, weil man als Alleinerziehende abgestempelt wird, denn schliesslich sind Single-Mütter und -Väter genau gleich viel wert wie verheiratete Eltern. Nein, mich ärgert vielmehr die Tatsache, dass in vielen Köpfen immer noch die Meinung vorherrscht, <strong>es habe zu heiraten, wer eine Familie gründe</strong> – was sich in genau diesen Situationen und auf eben diesen Formularen stets aufs Neue manifestiert.</p>
<p>Ausserdem fühlt es sich falsch an, nicht die ganze Wahrheit auf das Stück Papier bringen zu können. Meinen Mann – denn ja, so nenne ich ihn trotzdem, schliesslich ist er weder mein Partner (zu geschäftlich), noch mein Freund (zu unverbindlich), sondern eben der Mann, der zu mir gehört – ausschliessen zu müssen, mich auf dem Formular <strong>als Einzelperson zu deklarieren</strong>, obwohl wir doch gemeinsam durchs Leben gehen.</p>
<p>Natürlich könnten wir letzteres Problem mit einer Heirat sofort lösen. Und wer weiss, vielleicht werden wir eines Tages tatsächlich noch vor den Altar treten. Aber ganz sicher nicht aus der <strong>Motivation </strong>heraus, auf juristischen Formularen künftig eine passendere Zivilstandsbezeichnung vorfinden zu dürfen oder damit irgendwelche gesellschaftlichen Erwartungen zu erfüllen.</p>
<p>Also gilt für uns weiterhin: «Ledig» ankreuzen und <strong>sich glücklich schätzen</strong>, dass man es als vollzählige Familie sein darf. Und die fragenden Blicke je nach Laune ignorieren, oder das Gegenüber über die eigentlich doch gar nicht so unübliche Lebensform des Konkubinats aufklären. Und wer weiss, vielleicht schafft es «in fester Partnerschaft» irgendwann einmal doch noch in die Gruppe der offiziellen Zivilstandsbezeichnungen. Schön wärs, wenn auch nicht lebensnotwendig. Wie das auch die Ausmerzung von «geschieden» nicht ist.</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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