Ja zum Kinderwagenverbot in Szenebeizen!

mamablog verbot

Achtung, Satire!

Das Spannende am Mamablog ist es, sein eigenes Weltbild mit dem von vielen anderen Menschen abzugleichen. Ansichten kennenzulernen, die im Kreis, in dem man verkehrt, nicht vorhanden sind. Auf Gedanken zu stossen, die man sich selber nicht gemacht hat. Der Meinungsaustausch ist immer dann am lehrreichsten, wenn ein Thema polarisiert. Der Blog von gestern tat es. Und ich danke der Leserschaft für die angeregten Kommentare, auch wenn ich filetiert wurde.

Ganz offensichtlich habe ich die Realität und die Machtverhältnisse in dieser Stadt total verkannt. Zürich erstickt unter einem Tsunami an verzogenen Gören und geradezu rüppelhaften Müttern und ich beklage mich über ein Kinderwagen-Verbot:

Ich sehe nicht ein, was Mütter oder Väter mit ihrem wilden, ungezogenen und meist randalierenden Nachwuchs in einer Bar zu suchen haben. (Henri)

Diese Bars sind ja oftmals “Fick-Kontaktstellen” – selbstverständlich vergeht einem jegliche Lust aufs poppen, wenn man gleich am Nebentisch ein dringend zu vermeiden wollendes Ergebnis davon sieht…(:-) Saba)

In einem anderen, sehr kleinen vegetarischen Restaurant habe ich mit eigenen Augen gesehen, wie eine Frau ihrem Baby während (!) dem Mittagessen die vollgekoteten Windeln auf der Sitzbank gewechselt hat. (Ninon)

Ein Kinderwagenverbot ist wohl die letzte Konsequenz, sich gegenüber der Flut an erzieherisch verwahrlosten Kindern und deren Eltern entziehen zu wollen. (ingo berner)

Wie konnte ich nur übersehen, dass die  1,3 Kinder, die in Zürich pro Frau noch auf die Welt kommen, den Erwachsenen den wohlverdienten Feierabend versauen, wenn nicht das ganze Leben, weil sie sich in Bars hinter Kinderwagenburgen verschanzen, weil sie Diskotheken und Clubs zu Kleinholz schlagen. Weil die dazugehörenden Mütter bei jeder Gelegenheit hinterhältig ihren Busen zücken. Und wenn das nichts nützt, die Gäste der Szenebeizen in die Flucht jagen, in dem sie mal schnell dem Nachwuchs auf dem Nachbarstisch die verkackte Windel wechseln.

Wahrscheinlich gehe ich einfach zu wenig aus. Wahrscheinlich bin ich als Mutter so verblendet, dass ich die Realität nur mehr verzerrt wahrnehme. Und die Gefahr der hochtoxischen Dosis an ungezogenen Bengeln verharmlose. Vielleicht wähne ich mich in meiner Verblendung nur in Zürich und lebe eigentlich in Bern oder Basel oder Luzern oder gar im Ausland. Dort nämlich scheint das Problem mit den ungezogenen Eltern nicht so gross zu sein. Da sitzen und trinken und essen Eltern und Kinderlose in denselben Lokalen. Manchmal sprechen sie sogar miteinander. Und am Nebentisch sitzt ein Punk oder ein Rentner. Und niemand stört das.

Aber den Anfängen muss man wehren. Sonst stehen nachts plötzlich so viele Kinderwagen in Zürcher Szenebars wie Minarette in der Schweiz.

Geschätzte Leserinnen und Leser
Der Mamablog lebt von Ihnen und Ihren Kommentaren. Deshalb finden wir es bedauerlich, dass die Umgangsformen in den Diskussionen in letzter Zeit zu wünschen übrig lassen. Pointierte Meinungen und zugespitzte Formulierungen sind erlaubt – nicht aber Beschimpfungen und persönliche Angriffe. Wir bitten Sie um gegenseitigen Respekt. Besten Dank. Die Redaktion

190 Kommentare zu «Ja zum Kinderwagenverbot in Szenebeizen!»

  • silvio näf sagt:

    fantastisch das alle hier beteiligten so wohlerzogene kinder sind. ich als junger papa nimm mir die erlaubniss, meinen kindern eine normale kindheit zu bieten. eine kindheit in der man auch an grenzen stossen darf um grenzen zu erfahren. auch wenn sich jemand daran stört. denn dieser jemand war auch mal kind und nervte das halbe zugabteil weil die windeln voll waren oder die poster zum klettern einladen.

    ich habe kein verständniss für solche intolleranz!

    aber ihr könnt euch freuen. spätestens wenn ihr alt seid, wird es leute geben die sich an euren rollstühlen stören, keine lust haben euren verkackten hintern zu reinigen und eine maximale altersgrenze von 65 fordern.
    kann ich nur hoffen das meine töchter eure ahv nicht finazieren müssen.

    himmeltraurig sowas!

  • Andrea Mordasini sagt:

    Dass man sich über so was Normales wie Kinder aufregen kann, ist traurig! Ich bin selber Mutter zweier Kleinkinder und habe bis jetzt unterwegs noch (fast) nie schlechte Erfahrungen gemacht – egal ob im ÖV, auch zu Stosszeiten, noch im Restaurant (auch in einem trendigen). Meistens wird mir, auch unaufgefordert, Hilfe beim Ein- und Aussteigen angeboten. Kann es vielleicht sein, dass Bern kinderfreundlicher als z.B. Zürich ist? Oder liegt es bloss daran, dass ich meistens freundlich und aufgeschlossen bin? Zudem habe ich keinen SUV, sondern einer der schmalsten Kiwas überhaupt oder bin mit dem Buggy unterwegs. Dass es Kinderwagenverbote geben muss, ist armselig und zeugt von wenig Vertrauen gegenüber Eltern. Mir käme es jedenfalls nie in den Sinn, meine Kinder in eine verrauchte, lärmige und stickige Bar mitzunehmen. So viel zum Thema „gesunder Menschenverstand“. Zudem lasse ich mich nicht gerne bevormunden, sondern entscheide noch immer selber wo ich mit meinen Kindern hingehe und was ich mit ihnen unternehme.
    Denn „Nuggi rausgejagt“ haben mir aber die vielen teils sehr kinder- und familienfeindlichen Leserkommentare im 20 Minuten und dem Mamablog, viele sogar von Frauen! Da ist doch tatsächlich von „Gofen“ die Rede und dass HAUSfrauen gefälligst gemäss ihrem Namen mit ihren Kindern zu Hause bleiben sollen. Andere wiederum setzen Kinder mit Hunden und Rauchern gleich und möchten gleich alle aus sämtlichen Restaurants verbannen. Dass Raucher ihre Gesundheit und jene Dritter durch Passivrauchen gefährden, ist hinlänglich bekannt. Dass Kinder gesundheitsschädigend sein sollen, ist mir jedoch neu. Bei solchem Geschreibsel kommt mir als eigentlich sehr tolerante Person die Galle hoch und ich frage mich ernsthaft, ob diese SchreiberInnen nie Kinder sein durften oder gleich als wohl erzogene Erwachsene auf die Welt kamen. Es muss ja niemand Kinder (so fest) mögen wie ich. Es versetzt mir zwar schon einen Stich wenn ich höre, dass Menschen wenig bis nichts mit Kindern anfangen können. Aber so ist es nun mal und ich akzeptiere das.
    An alle Nörgler und stressgeplagten Pendler: Ich verstehe sehr gut, dass ihr nach einem anstrengenden Arbeitstag eure Ruhe braucht. Auch ich ziehe ein ruhiges und halbleeres einem überfüllten und stinkigen Tram vor, schon nur wegen der Kinder. Es lässt sich halt nicht immer vermeiden. Und glaubt mir, freiwillig zwängt sich niemand mit Kinderwagen zu Stosszeiten in den ÖV! Steckt Euch doch die Stöpsel Eures Ipods in die Ohren und schliesst die Augen. So seht und hört ihr keine schreienden und quengelnden Kleinkinder .Seid doch einfach ein bisschen toleranter und rücksichtsvoller, Kinder sind unsere Zukunft, die Gäste von morgen – vergesst das bitte nicht – Danke

    Mit ein wenig mehr Mit- und Füreinander statt Gegeneinander wird das Zusammenleben noch viel einfacher, schöner und vor allem lebenswerter! In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes und erholsames Wochenende!

  • Daniel Peter sagt:

    Ich kann den Vorschlag, dass Eltern verpflichtet werden während der Schwangerschaftszeit einen Erziehungs- oder Lebenskurs zu besuchen, nur begrüssen.

  • Olga sagt:

    Ich finde es absolut nicht verwerflich, dass manche Gastronomen sich für ein absolutes Kinderverbot entscheiden. Die Bedürfnisse der Kunden und die Ausrichtung des Lokals stehen doch im Mittelpunkt. Wenn ein Restaurant eher auf Geschäftsessen, Szeneleute, anspruchsvolle Gäste etc. ausgerichtet ist, verstehe ich nicht warum Mutti unbedingt mit dem Kinderwagen dazwischen sitzen muss und sich nicht für ein kinderfreundliches Lokal, das ihren und den Bedürfnissen des Kindes entspricht, entscheiden will. Ich finde das sehr intolerant,den Menschen gegenüber, die keine Kinder (bzw. kinderfreie Zeit) und auch keine Lust auf Kindergeschrei haben, wenn sie sich den Luxus einer Latte,eines Glas Wein oder ein leckeren Essen gönnen wollen.

    Fakt ist ja auch, dass man sich nicht, wenn man keine Lust auf Kinder hat, in den Stadtpark ins Eiscafe am Spielplatz setzt und Toleranz für das eigene Ruhebedürfnis einfordert.

  • Georg sagt:

    Kann mich leider bezüglich der Qualität von Auguste nicht äussern, beim „hm…, “ höre ich jeweils mit dem Lesen auf. 😉
    Das wirkt für mich immer sehr darauf bedacht, einen Anschein von Nachdenklichkeit zu erwecken und es nervt mich persönlich auch schlicht.

    Verstehe aber auch nicht, warum man jemandem das Recht absprechen will, sich zu äussern.

    Also, lieber R. Strasser: Dann lesen Sie diese Kommentare doch einfach nicht.

  • Anastasia C. sagt:

    @Hans Rudolf Meier: Danke für dieses Kompliment,durch meine forsche höre ich so etwas nicht oft.

  • Hans Rudolf Meier sagt:

    @ Anastasia C. :
    Sie sind mir sympathisch (und das kommt im Kommentar-Tschungel der Schweizer Online-Portale nicht häufig vor)

  • Anastasia C. sagt:

    @Roland Strasser: Augustes kommentare waren bisher besser und lustiger,als alles was ich bisher von ihnen gelesen habe. bringen sie doch etwas gutes,wenn sie schon so ein maestro sind.

  • Roland Strasser sagt:

    @auguste: eine blog-community als beauty contest? hmmmm. hab ich mir so noch nie überlegt. an einer solchen party wären sie jedenfalls derjenige, der selten etwas sagt (dafür andere mit erdüsschen bewirft und für sich kichert) und dann ist es nicht wirklich so, dass ihre statements (siehe 20.46) ausser zurechtgedroschenen phrasen irgendwelche erkenntnis enthielten, die von irgendeiner relevanz für die diskussion wäre.
    und jetzt mag ich mich mit ihnen nicht mehr auseinandersetzen. ausser sie bringen mal argumente! oder sie äussern mal eine…huch…menung! guten tag.

  • max sagt:

    @auguste

    Eben genau, das meine ich, man kann trial and error nur nutzen, wenn man das lange Ende im Auge behält.

    Pipi Langstumpf trug dieses trial and error vor, um zu rechtfertigen, warum sich Goofen ungezogen im Restaurant benehmen dürfen und warum die Mütter das wohlwollend fördern sollten und warum gefälligst all die anderen Gäste verständnisvoll Teil dieser Experimentierwiese sein sollen.

    Auch Punktlandungen müssen geübt sein, auch da gab es vorher ein trial and error. In der Kybernetik werden ähnliche Unterscheidungen beschrieben, wenn man das Kalibrieren mit dem Regulieren vergleicht.

  • Auguste sagt:

    hmm…, max, es widerstrebt mir etwas, mich gegenüber dritten über pipi langstrumpf auszulassen, aber weil ihre beiträge ein gerüttelt mass an erfahrung und gesundem elternverstand ausdrückten und im alltag die erziehung von kleineren kindern (meine söhne sind 7 und 6) tatsächlich oft „trial and error“ situationen sind, neige ich stark dazu, mich ihren ansichten anzuschliessen und nicht denen von roland strasser. übrigens, die „trial and error“ methode kann man nur in betracht ziehen, wenn man weiss, was am langen ende dabei heraus schauen soll. das ist keineswegs ziellos. punktlandungen gibt es in der erziehung sowieso nicht, ausser beim militär, aber da hat man ganz andere mittel und methoden zur verfügung, um zum ziel zu kommen.

  • max sagt:

    @auguste

    Kurzum, Sie meinen Roland Strasser sei ein Flegel. Ich lese sein Einwürfe anders, mehr von der realen erziehungsorientierten Seite. Wenn er sich lustig macht über Pippi Langstrumpfs „trial and error“, dann finde ich das gerechtfertigt. Sie meint nämlich, herumpröbeln ersetze Konventionen und guten Anstand.

    Nun kann eine Mutter beliebig pröbeln, wenn man vorher kein Ziel definiert wird man den error nicht bemerken. Pippi Langstrumpfs Vorstellung von gelungener Erziehung enthält implizit einen logischen Fehler.

  • Laura A. sagt:

    @Marlen Frey: Was ist den schon dabei? Wenn ich in eine wie Sie es schreiben, „Fick-Kontaktstellen“ meinem Kind die Brust gebe, weiss das Gegenüber gleich was ihn erwartet und somit ist die Katze aus dem Sack.

  • Auguste sagt:

    hmm…, roland strasser, wie wärs mit einem kleinen denkanstoss?

    wenn man nicht genau weiss, wie man sich in gesellschaft angemessen zu benehmen hat, dann mag das folgende vielleicht helfen:

    in einer blog-community sollte man sich so verhalten, dass wenn man mit den leuten, mit denen man sich austauscht, diskutiert, evtl. sogar streitet im realen leben unter einem dach zusammentreffen würde, dass man nicht derjenige ist, von dem sich alle abwenden, wenn sie sein namensschild gelesen haben – und auch die erdnüsschen und das getränk wieder mitnehmen, dass sie eigentlich anbieten wollten.

    mit beinahe jedem auftreten hier, hinterlassen sie das bild eines sozial unreifen. dass sie sich in dieser rolle offenbar auch noch gefallen, macht das ganze nicht angenehmer. auch sollten sie vielleicht berücksichtigen, dass man sich intellektuel nur soweit herauslehnen sollte, wie man noch sicheren boden unter den füssen hat.

    nehmen sie ein time-out, denken sie ein bisschen nach und treffen sie die richtige entscheidung.

  • Eni sagt:

    @ Roland Strasser
    Habe leider immer noch keine Antwort von Ihnen auf meine Frage vom 8.Februar 11.40h beim Thema ‚Kinder müssen draussen bleiben‘
    Schade

  • Roland Strasser sagt:

    @Auguste: es wirkt schon ein bisschen, ihre einwürfe erscheinen grad viel origineller, wenn man nur matsch im hirn hat. Halelujah!

  • Marlen Frey sagt:

    „Diese Bars sind ja oftmals “Fick-Kontaktstellen” – selbstverständlich vergeht einem jegliche Lust aufs poppen, wenn man gleich am Nebentisch ein dringend zu vermeiden wollendes Ergebnis davon sieht…(:-) Saba)“
    Bester Kommentar ever. Verhütung mal anders! 😀

  • maurer sagt:

    super beitrag roland strasser, ziehr nur weiter am joint, noch matschiger kann ein hirn eigentlich nicht werden…..

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ach Roland, du hast sowas von keine Ahnung…..
    Aber gräm dich nicht, bist nicht der Einzige!

    Was macht eigentlich so ein gestandenes Mannsbild wie du im Mamablog, ist doch weibisch?

  • Auguste sagt:

    hmm…, könnte es sein, dass das mit dem hirn schneller passierte, als sie meinen, roland strasser?

  • Roland Strasser sagt:

    @pippi langstrumpf: oh, verkünderin von einer neuen, besseren welt. kämpferin wider alles alte, bünzlige und reaktionäre. wie kann ich auch so progressiv-aufgeschlossen-aufgeklärt-unverstockt werden wie du. o please tell me how! vorschlag: ich fange mal an ebenso mainstream-links zu denken wie du, vielleicht bin ich dir dann ein kleines bisschen näher. und in zukunft mach ichg einfach nur noch, wozu ich lust habe und was mir spass macht, dann entstocke ich vielleicht auch schon bald. als lebensphilosophie reicht ja „trial and error“, es gibt keine werte mehr, alles ist relativ und (moment…*tief am joint zieh*) mein hirn wird langsam ganz matschig….jupiiiieh!

    hu-hu, schöne neue welt. in bewunderung, ein (ziemlich gut) dressiertes äffchen 🙂

  • maurer sagt:

    unschön vom beizer. auf der anderen seite kommt das halt davon, wenn man mutter UND szenetussi zugleich sein will.

  • Regula sagt:

    Ein herrlicher Beitrag, ich musste beim Lesen ganz schön schmunzeln. Dies natürlich als Halterin eines 10monatigen Sabberkackers, den ich in Zukunft auch gerne mal auf einem edlen Bartischli wickeln werde 😉

  • Anastasia C. sagt:

    ich sehe ja keine pornos. ich höre nur porno-rap,das ist ein unterschied. finde ich. sie können natürlich, das essen was sie wollen. den döner vergleich brachte ich nur,um zu veranschaulichen,das ich trotz meinem musik-geschmack nicht auf den kopf gefallen bin.

  • max sagt:

    @Anastasia C.
    Vielleicht esse ich darum nicht Döner, weil ich kein Gourmet bin?

    Lesen finde ich sicher eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, allerdings füllt mich lesen mit so viel Phantasie und mit eigenen Bildern, dass mir Porno zum Gähnen langweilig vorkommt.

  • Anastasia C. sagt:

    @max: wenn die musik von Herrn Romeike (so der bürgerliche name von Org69), das grösste problem auf dieser welt wäre, dann hätten wir es sehr friedlich,oder???
    nur so als info: ich gehe gerne ins museum, lese seeeeeeeeeeeehr viel,wie zum bsp. Bulgakov,Sorokin und verschidene Sachbücher, aber zum ausgleich tut mir der Porno-Rap gut.
    so wie ein gourmet, zum bsp. ab und zu einen döner isst.

  • max sagt:

    @Matthea:
    Sie schreiben über Blicke, die Ihnen andere zuwerfen. Wie wollen Sie wissen, dass das böse Blicke sind?

    Wenn ich ein Kind täubelen sehe, dann schaue ich hin und überlege, ob ich zu dem Kind etwas sage oder nicht. Wenn sich die Mutter schon kümmert, gehe ich weiter. Wenn die Mutter woanders ist, dann gehe ich zu dem Kind und frage, was los ist. Ich habe mehrmals erlebt, dass Mütter grad mit dem Einkauf sehr beschäftigt waren, etwas aussuchten oder mit der Verkäuferin redeten und grad froh waren, wenn jemand anderes den Wildfang auffing, der rennend aus dem Laden wollte. Aber immer zuerst werfe ich der Mutter einen kritischen Blick zu, überprüfe die Situation und überlege mir, ob mein Handeln angemessen ist.

    Wenn ich jetzt also zu Ihnen Frau Matthea hinüberblicke, wie wollen Sie wissen, ob ich tadelnd oder hilfsbereit bin? Sie werden einen eindringlichen und prüfenden Blick sehen. Aber solange ich kein Wort sage, werden Sie alles mögliche meinen, was mein Blick bedeute.

    Wo ist der Vater Ihres Kindes, und warum hilft der nicht mit?

  • max sagt:

    @Anastasia C.
    Also, danke erstmal für den Link. Also, wenn ich da lese von „nebenbei auch noch Pornos produziert“ und Rapmusik mit „stark explizitem Inhalt“, dann habe ich dann doch ein wenig Bedenken wegen Ihrem noch jugendlichen Alters.

  • max sagt:

    @Mia
    Gleichfalls, von wegen den anderen belehren und korrigieren. Wenn ich eine Frau an technischen Dingen herumfigureetlen sehe, dann werde ich oft ganz nervös. Dennoch sind die meisten beleidigt, wenn ich gerne helfen möchte.

    Und was Sie meinen ist die ewige Putzfrage? „Sie fragt Schatzi hesch hüt d’Chuchi scho putzt.“ Er stolz vom Sofa aus: „klar, schon als ich am Mittag nach hause kam.“ Und schon geht der Krach los. Warum?
    Männer putzen, um den Dreck wegzumachen. Frauen pützerlen bis es blizt und blankt. Warum denken Sie, spielt all die Fernsehwerbung für diese super luftibus-verschwindibus-blitzblank-glitzer-zwitscher-Putzmittel immer mit Frauen? Sicher nicht, weil nur Frauen putzen, sondern weil richtige Männer wissen, dass man das alles genausogut mit Schmierseife machen kann.

    @Anastasia C.
    Als die Sekretärin meines Vaters heiraten wollte, da wurde sie zusammen mit ihrem zukünftigen zu einem freundlichen und sehr gediegenen Nachtessen zu uns nachhause eingeladen. Dann erklärte mein Vater seiner Sekretärin:
    „Erna, Du hast jetzt drei Jahre Zeit, Deinen Fredy zu erziehen. Was eine Frau in den ersten drei Jahren nicht hinbekommt, wird sie das Leben lang nicht schaffen.“
    So weit ich weiss, sind die beiden nach vielen Jahrzehnten noch immer glücklich verheiratet.

  • Anastasia C. sagt:

    @max: Orgi69 findet man in youtube auch unter dem namen KIng Orgasmus One,dabei handelt es sich um einen deutschen Rapper mit stark explizitem Inhalt,der nebenbei auch noch Pornos produziert. In den Kreisen in denen ich verkehre (Langstrasse und so…), wird er noch gerne gehört.

  • Anastasia C. sagt:

    @gargamel. ich kiffe im gegensatz zu Orgi69 nicht.

  • max sagt:

    @agathon
    Zu meinen aktuellen privaten Verhältnissen und zur Frage, ob ich Kinder habe ja oder nein, da habe ich mich bewusst nie geäussert.

    Ich schreibe eher zuviel als zuwenig in diesen Blog. Ich beschreibe immer persönliche Beobachtungen, Erlebnisse und fasse Geschichten in Worte, die mir Menschen aus fünf Kontinenten anvertraut haben. Dann ziehe ich Schlussfolgerungen und Verallgemeinere.

    Ich denke eher nicht, dass Sie besonders viel von mir gelesen haben. Wenn ich mit gleichgültigen und permissiven Eltern, mit verwahrlostem Schulsystem und mit überflüssigen und brandgefährlichen Kinderkrippen ein Problem habe und das auch sehr deutlich äussere, dann heisst das weder dass ich verbittert, noch traumatisiert, vielleicht kinderlos oder vielleicht auch kinderreich bin. Es heisst nur, dass ich sehr viel gesehen, sehr viel erlebt habe und dass ich mit Bestimmtheit weiss, dass der Wohlstand hier in der Schweiz viele Leute bequem, naiv und unbeholfen macht.

    Ich beschreibe auch ab und zu Erlebnisse, die ich mit Kindern hatte und vielleicht lesen Sie halt gelegentlich eine von diesen Geschichten.

    @Laura A.
    Danke den für das Kompliment. Und ja, ich habe von Ihren Berichten schon viel neues gelernt. Als richtiger Mann darf man sehr wohl von erfahrenen Frauen lernen.

    @Anastasia C.
    Leider kann ich nicht mithalten. Was ist Orgi69 ? Gibt es vielleicht online etwas, youtube oder so. Geben Sie mir bitte einen Link. Also, ich finde es in Orndung, ob Sie noch ein Teenie sind oder nicht mehr. Das hier ist ein Mamablog und kein Striplokal und kein Säuferspunten. Sie haben Ihre eigenen Beobachtungen und Gedanken vorzubringen und wir Leser sind dann einverstanden oder nicht, belustigt oder verärgert wie immer und es gibt keinen Grund, auf Ihrem Alter oder Ihrer Jugend herumzuhacken.

    @Nicole Althaus: Also ich bin heute morgen grad in unserer Innenstadt an den beiden Schicki-Micki-Bars und an zwei Szenespunten vorbeigegangen. Ein Kindswagenverbot gibt es nirgends. Bei den Schicki-Micki-Fick-Kontaktstellen sind allerdings die Eingänge so schmal, dass ein moderner Infanterie-Radschützen-Buggy nicht hindurchkäme.

    Wir haben hier einen militanten städtischen Denkmalschutz. Der bewacht jeden Quadratzentimeter Fassaden- und Schaufensteroberfläche eifersüchtig. Ich nehme an, ein Kindswagenverbots-Schild würde einen eingeschriebenen Brief von einem unterbeschäftigten städtischen Beamten auslösen, mit Fristen, kostenpflichtigen beschwerdefähigen Verfügungen und Rechtsmittelbelehrungen. Anschliessend käme dann ein verwaltungsrechtliches Verfahren, Bussen und ein behördlich verfügter Rückbau des beanstandeten Verbotsschildes.

    Ich denke eher nicht, dass die Schilder wegen den Wirten fehlen.

  • Athina sagt:

    @Urs: Habe mich eher zur eigenwilligen Grammatik von Beno geäussert, sehr amüsant… Nein, auch ich würde nie in der Öffentlichkeit stillen, aber wer tut das schon in Szenebars? Ich meine, wirklich, gibt es diese Mütter die sich vor allen Augen entblössen? Wenn ja, versteh ich die Entrüstung gut. Der Kommentar von Beno war allerdings unnötig und kam herablassend rüber.

  • gargamel sagt:

    @anastasia: nö, ihr alter kenn‘ ich, weil sie es genannt haben… schon vergessen? weniger kiffen, meine liebe… 😉

  • Anastasia C. sagt:

    @Mia: sie ärmste und ich dachte, der spruch „männer kann man nicht erziehen“, sei ein klischee.

  • Mia sagt:

    @anastasia c.: meistens tun die Männer das eher, wenn es eben nicht ein blosses „mithelfen“ ist. Mann lässt sich nicht gerne von der Frau sagen, was er tun muss, auch wenn sie es besser weiss… Frau muss da also manchmal alle Augen zudrücken, den Perfektionismus runterschrauben und sehr lehr schlucken. Habe ich lernen müssen. Aber es geht wirklich auch mit ungebügelten Abtröggnigstiechli, und wenn die Kinder rumlaufen wie die Clowns, weil er ihnen das am Morgen durchgehen liess…

  • Anastasia C. sagt:

    @Mia: ich denke, das sie da recht haben und ich hoffe doch sehr,das wenn ich kinder haben sollte, der mann bei der erziehung mithelfen wird.

  • Mia sagt:

    @anastacia c.: das sind auch zwei Paar Stiefel, kinderfeindlich Beizen und lästernde Nachbarinnen ;)). Man muss halt einfach ins Schublädchen passen auf dieser Welt, und tut man das nicht, ist man exponiert. Ich passe nun halt einfach einmal nirgendwo ins Schema. Man gewöhnt sich daran, aber wenn die Kinder reingezogen werden, macht es einem sehr viel mehr aus. Es arbeiten heute ja viele Frauen, wer kann schon von einem einzigen Normallohn noch leben. Also kommt es auch sehr aufs Umfeld an. Schauen Sie, dass sie in einem kinderfreundlichen und kinderreichen Quartier wohnen, wenn Sie Kinder wollen, das erleichtert viel! Habe ich zwar auch, aber in einem Einfamlienhäuschen-Quartier, wo bei den meisten ein Lohn halt ausreichte, das war der Nachteil.

  • Anastasia C. sagt:

    @Gargamel: schon lustich,das sie mein alter nur aufgrund der äusserung,über einen meiner lieblings-RAPPER zu kennen glauben.
    dieser blog ist öffentlich und ich finde, ich darf in der öffentlichkeit meine meinung äussern. so lange man sich in diesem blog gegenseitig beleidigt, geht das doch in ordnung.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Mia: Es erging mir ganz ähnlich, obwohl ich nicht morgens um fünf aufstehen musste (aber manchmal abends bis um 19 h arbeitete). Es gab viel Neid und Eifersucht, auch von der Tagesmutter, ich suchte dann für meinen jüngeren Sohn eine Krippe, da hatte dieser Stress ein Ende. Es gab sonst noch genug Schwierigkeiten, und als Alleinerziehende muss frau ja immer alles allein durchstehen.

  • gargamel sagt:

    gerät langsam etwas ausser rand und band, der thread hier… teenies, die von ihrem lieblingssänger erzählen (und gleich noch den besten witz des tages liefern: „ich bin 20! ich bin ganz sicher kein teenie mehr!“), laura a. gesteht mäxchen ihre liebe, beno und urs möchten gerne titten (ohne kind, natürlich) sehen, gianin und strasser irgendwie auch und schreiben deshalb über stripklubs… was für ein zoo!

  • Anastasia C. sagt:

    @Mia: ihre geschichte stimmt mich traurig. ich bin zwar kinderlos,doch würde es mir nicht im traum einfallen,über eine arbeitende mutter zu lästern.
    weil ich später trotz kinder auch arbeiten will.
    was ich mit meinen bisherigen aussagen ausdrücken wollte,war das kinder einfach nicht überall hingehören…

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Michael: Kann ich alles unterschreiben.

    Wenn ich die verschiedenen Einträge der regelmässigen männlichen Teilnehmer hier so lese, stelle ich einfach fest, dass bei einigen eine grosse Wut herrscht auf die Welt, die nicht so ist, wie sie sie gerne hätten. Dieser Wut wird Ausdruck verliehen mit zum Teil grenzwertigen Beiträgen, was Höflichkeit anbelangt.

    Bevor Ihr vor lauter Schaum vor dem Mund nicht mehr denken könnt: Wie wärs mit einem Anti-Agressionstraining?

    Ich meine das nicht zynisch, es gibt mir wirklich zu denken, wie gewisse Männer sich hier äussern. Die Welt ist im Umbruch, nicht alles Neue ist zwangsläufig besser, aber mit so einer verbitterten, negativen Einstellung kommt niemand weiter. Dass die alten Rollenmodelle nicht mehr gefragt sind, mit dem Mann als Chef des Hauses, sehe ich als ehemaliges Kind eines solchen Chefs nur positiv. Stärke und Eigenständigkeit sind keine exklusiv männlichen Eigenschaften, auch Frauen stehen sie sehr gut! Und ja, sogenannt starke Männer haben auch überhaupt keine Probleme mit ebensolchen Frauen, warum sollten sie? Das Problem haben die Ewiggestrigen Komplexhaufen, nicht wahr?

  • Mia sagt:

    Ich finde das, was Matthea so erlebt, traurig. Und dann erst noch, dass man sie nicht ernst nimmt, sondern hinterfragt, ob das wirklich so war, sie da nicht das Gras wachsen hört, etc. Eine junge Mutter mit Kindern in dem Alter, die sie früh morgens zur Krippe bringen muss, hat doch weiss Gott schon genug um die Ohren.

    Als ich vor vielen Jahren in der gleichen Lage war, musste ich auch viel einstecken – als einzige Mutter der Nachbarschaft, die arbeiten gehen musste. Gehässige Bemerkungen gab es immer wieder. Meine Kinder, die bei einer Nachbarin untergebracht waren (nur halbtags, Tagesmutter) kamen immer mal wieder heim und erzählten, was so über mich gelästert wurde, vor den Kindern. Ich musste das dann runterschlucken und den Kindern irgendwie erklären, denn das hat sie belastet. In einer Krippe fällt dies weg.

    Irgendwie waren es öfter Frauen, die gehässig wurden, immer etwa der ähnliche griesgrämige Typ, und irgendwann kam ich zum Schluss, dass Eifersucht der Grund sein muss. Ich war hübsch, schlank, lachte gerne, hatte tolle Kinder und einen tollen Job – das war das, was sie sahen. Dass ich jeden Abend um 8 ins Bett fiel, weil ich – damit ich trotz einer 70% Stelle am Nachmittag Zuhause sein konnte – bereits um 5 aufstand und arbeiten ging, das zählte nicht.

    Man kann lange versuchen, hier drüber zu stehen, es schmerzt dennoch.

  • Reto K. sagt:

    Immer mit der Ruhe…

    Über das Recht, Kinderwagen in privaten Einrichtungen zu verbieten, mag man ja geteilter Meinung sein. Dass es dabei zu hitzigen Wortwechseln kommen kann, ist daher verständlich.

    Dass hier aber sämtliche Benimm- und Anstandsformen über Bord geworfen werden, stimmt mich doch eher nachdenklich… und – sehr subjektiv – davon ausgehend, dass die meisten der hier gelesenen, vehementen Pro-Verbots-Statements von Herr und Frau Stadt-ZürcherIn stammen, schätze ich mich glücklich, dass meine Tochter die Zeit, in welcher sie auf einen Kinderwagen angewiesen ist, mehrheitlich in Zürich’s Agglomeration erleben darf…

  • Anastasia C. sagt:

    @evil: ich bin 20 jahre alt,also sicher kein teenie mehr. übrigens kenne ich leute,die sind über 25 und schätzen Orgi69 sehr!!!

  • Hans Leser sagt:

    Auf die Frage: „Haben wir diese Zeiten nicht hinter uns?“ … kann ich nur sagen: Nein, Gottseidank nicht!

    Denn SO wie sich diese kaputte Gesellschaft ohne Werte und Anstand in den letzten Jahrzehnten benimmt, passt schon lange nicht mehr in eine Kuhhaut. Den Linken sei Dank!

  • Urs sagt:

    @Laura A. Ja, in der Tat, Max bringt es auf den Punkt. Im Gegensatz zu Ihnen, in weiss Gott wievielen Foren!

  • Roland Strasser sagt:

    @laura a.: das war jetzt filmreif herzig. ich sehe es ähnlich: der max schreibt, was halt einfach einer schreiben muss! sonst wäre das hier eine traurige mono-veranstaltung. ein thema, eine pespektive, eine auffassung, eine meinung.

    kein mensch hätte sich über das kinderwagen-piktogramm echauffiert, wenn nicht Frau Althaus & konsorten auf den plan getreten wäre.

    interessant ist doch am vorgang, dass weil EIN wirt ein verbotsschild raushängt gleich die anti-verbots-pro-laisserfaire-liga aufschreit (als ginge sie das etwas an) und – indem sie (und das können die linken halt schon sehr gut) eine potenziell diskriminierte opfergruppe konstruiert und sich zu deren sprachrohr stilisiert – in calvinistischem eifer solch fehlbares verhalten in einem hexen-schauprozess verteufelt und anti-verbot-kodizes erlässt, die noch viel schlimmer sind, als das ursprüngliche verbot jemals war.

    es braucht keine neuen verbote und gegenverbote. es braucht mehr autonomes denken à la: hey, gibt es wirklich ein problem oder werde ich mal wieder verarscht? betrifft es mich wirklich oder ist das ganze eine schmierige inszenierung (z.b. eines blog-betreibers)?
    tja, wenn wir autonom denken, dann fallen wir vielleicht auch nicht auf Frau Althaus‘ morgige fortsetzung des scheinproblems herein. gute nacht!

  • Henri sagt:

    @Nicole Althaus
    Vielen Dank, dass mein Post vom 8. Februar 2010 um 21:14 an so prominenter Stelle zitiert wird – zwar etwas gar drastisch zusammengekürzt – beinahe bis zur Unkenntlichkeit – dennoch, eine seltene Ehre.

    Die Anzahl Einträge zu den beiden Themen zeigt deren Blockbuster-Potential, und darum geht es ja wohl auch irgendwie – wir brauchen ja alle unsere Zuwendungen mittels Einschaltquoten. Allerdings
    sind Einschaltquoten ja nicht immer das Mass der Dinge, und schon gar nicht für Inhalt und Gehalt.

    Jedoch scheint mir, dass das insistieren auf diesem Thema eher auf ein persönliches Problem bzw. Betroffenheit und Ärger Ihrerseits deutet denn auf ein allgemeines reales Problem der in der Stadt lebenden Eltern.

    Nach meinem dafürhalten (und einzelne Post sind hier ja auch in diese Richtung abgeglitten) gibt es speziell in der Stadt Probleme, welche Eltern eigentlich bedeutend mehr beschäftigen müssten als ein Zutrittsverbot einer Bar:

    Schulklassen, in welchen kaum noch ein geordneter Unterricht möglich ist, Verkehr, welcher immer mehr zunimmt, weil die Stadt weiterhin fröhlich Raum für neue Arbeitsplätze bereitstellt für Leute, welche in der Stadt gar keinen Wohn-Platz mehr finden und darum Pendeln müssen, steigende Klein-Kriminalität verbunden mit steigender unmässiger Gewalt, weiterhin Stadtflucht junger Eltern, weil günstiger Wohnraum fehlt, zunehmende allgemeine Ressourcenknappheit besonders in der Stadt infolge ungebremster Zuwanderung (Details: man frage B. Girod), Eventitis und Hyperaktivität, was die Wohnqualität ganzer Stadtteile beeinträchtigt – die Liste liesse sich noch lange weiter fortsetzen.

  • Henri sagt:

    max 9. Februar 2010 um 11:56

    100% Zustimmung!

    Betsy 9. Februar 2010 um 13:10

    Vielen Dank für die Antwort – ich war schon am zusammenstellen einer geeigneten Replik, aber Dein/Ihr Post trifft voll ins Schwarze!

  • Laura A. sagt:

    @agathon
    wenn du dir die Zeit nimmst, die vielen Kommentare vom max zu lesen, wirst du feststellen, dass er alles andere als humorlos ist, dass er scharf denken kann und einstehen kann für das, was er als richtig ansieht, auch wenn er damit manchmal allein auf weiter Flur und in den Augen vieler altmodisch ist. Wenn er denn Kinder hätte. wären die keine bedauernswerte Geschöpfe, sondern Geschöpfe, die bestimmt von der Stärke seines Charakters und von der Klarheit seiner Gedanken profitieren könnten. Ich finde es bedenklich, wenn man Menschen, die eine andere Sichtweise auf Dinge haben, schlecht macht, das zeigt in erster Linie das eigene Unvermögen sich in andere Menschen hinein zu versetzen und das Unvermögen andere Meinungen zu respektieren.

  • Urs sagt:

    @Athina: Da muss ich Beno recht geben. Ich mag auch lieber „freihängende“ Titten, ohne das ein Kind daran nuggelt! Und das mit dem Wegschauen….. Was sind das für Mütter die mit Kind in so eine Bar rumhangen? Es gibt eben Orte an denen solches nicht akzeptiert wird. Solche Ego-Mütter sollten nun wirklich mal ihren Selbstverwirklichungstrip anderswo ausleben.

  • agathon sagt:

    @max
    Nun, erstens scheinen Sie Kinder nicht zu mögen. Zweitens stelle ich immer wieder fest, dass frustrierte Leute ihren eigenen Weltschmerz immer einer bestimmten Ecke anlasten. Bei Ihnen sind es nun mal alle Linken und Alternativen. Und die sind dann so ziemlich an allem schuld was Max widerfährt. Und bei mir kommen Ihre Kommentare doch ziemlich aggressiv rüber.
    Sei’s drum, Hauptsache es ist Ihnen danach wohler. Und ich wünsche Ihnen, dass Sie irgendwann wieder zu Ihren Emotionen finden.

  • max sagt:

    @agathon

    Sie meinen, ich sei verbittert, weil ich die Wahrheit über unsere Schulen schreibe? Das ist nur die Zusammenfassung aus einer Reihe von Gesprächen mit Eltern, Schülern und aus dem Schuldienst geflüchteten Lehrern. Ich bin höchstens realistisch und emotionslos.

    Ansonsten kann ich ihren Anwurf nicht wirklich zuordnen. Was soll ich geschrieben haben, was Ihnen nicht in den Kram passt? Und warum meinen Sie, meine Kinder müssten Ihre Meinung von einer heilen Welt teilen?

  • Athina sagt:

    @ Beno: „an dem ein Kind saugt“? meinst du „an dem Titten“ oder „an dem Mutter“?!? Dann schau eben nicht hin, so einfach ist das.

  • Roland sagt:

    @Otto: Dann muss es uns unverschämt gut gehen, dass solche Themen als unangenehm gelten Mut aufgebracht werden muss, um dies zu thematisieren!

  • agathon sagt:

    Mein Gott Max! Welches traumatische Erlebnis in deiner Kindheit hat dich so negativ, humorlos und verbittert gemacht?
    Ich hoffe dass du selber keine Kinder hast und nie welche haben wirst. Es wären bedauernswerte Geschöpfe!

  • dani sagt:

    Ich würde mich ja freuen, wenn mehr Leute mit dem Kinderwagen in der Stadt und in Restaurants unterwegs sind. Schliesslich wird die Stadt so lebenswerter und man durchbricht diese komische Vorstellung, dass die Erwachsenenwelt strikt von der Kinderwelt getrennt werden muss.

  • emanuele jonathan pulver sagt:

    ich glaube was man nicht vergessen darf ist die erziehung, welche sich in den letzten jahren veraendert hat. ob aufgrund gesetzesgebungen, oder gesellschaftlichem wandel, die laisez-faire einstellung ermutigt die kleinen charakteren zu einer bunten entwicklung die oft aus den zuegeln faehrt. die notbremse wird viel zu spaet angezogen und da kann man einem arbeitendem erwachsenen der sich ausruhen will eher nicht den vorwurf machen einen ausser kontrolle geratenem energiebuendel beim mitagessen oder am feierabend nicht sehen / hoeren will.

    ich hatte waehrend mehreren monaten sowohl in zuerich wie auch in london in „szenigen“ restaurants gearbeitet wo wekkend’s am brunch die ganze familienarmeen angeritten sind. es waren die schlimmsten momente des berufslebens, and don’t get me wrong, ich mag kinder sehr gerne, aber der ballungsraum der urban mums mit mclaren kinderwagen ist eine welt fuer sich (und deren familien).

  • börni sagt:

    Irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, dass hier einige mit Ironie nicht klarkommen…

    ich fand den heutigen Eintrag cool, echt zum lachen! Nur nicht zu ernst nehmen, auch nicht sich selber!

    Danke übrigens, Frau Althaus, für Ihren Blog!

  • elena sagt:

    Dass sich eine Cornelia Nydegger (Mutter von 3 Kindern und 4 Tageskindern!) fragt, ob sie sich hier äussern soll oder darf, deutet vage darauf hin, dass gewisse vom Titel ‚Mamablog‘ irritiert scheinen: Vielleicht verirren sich deshalb huäräsiäch richtige Männer hier? Ich mein, wieso verirrt sich ein richtiger Mann denn sonst im Mamablog? Ich würde mich keine Sekunde von einem Papablog angesprochen fühlen und mich sicher nicht dort äussern. Bin doch gopferdammi eine richtige Frau! Und das Schild? Nun, wenigstens weiss man da, woran man ist – was man hier nicht mehr behaupten kann:-)

  • heidi reiff sagt:

    Errinnerungen

    Vor etwa 3 Jahren war ich im Zoo mit meinem Enkelkind, sie war etwa 8 Jahre alt, euphorisch besuchten wir auch das Affenhaus, ein Gorilla hat sich da extrem aggressiv verhalten, wir haben entschlossen, das Affenhaus zu verlassen, könnte ja sein, dass Tiere in Gefangenschaft sich einfach anders verhalten, wir Homosapiens mögen ja auch nicht, wenn wir eingesperrt werden .

  • Matthea sagt:

    @LILA: Ichwürde gerne immer darüberstehen. An guten Tagen schaffe ich das auch, oft auch ohne Gegenkommentar (nicht immer einfach). Aber an etwas dünnhäutigeren Tagen bin ich einfach fassungslos über so unmotivierte Ablehnung und ja, Angriffe.

    @lisi: Ich denke das Sie wohl recht haben :-). Aber DAS war ein negativer Blick!

  • Chris sagt:

    Ich tue mir das freiwillig nich an, mit den Kindern in eine Szenen-Beiz zu gehen (auch wenn sie jetzt dann rauchfrei sind). Denn Stress den sie bei mir auslösen, weil sie sich dort benehmen wie sich Kinder eben benehmen erspar ich mir lieber und gehe mal ohne Kinder mit meiner Frau hin. Den Rest der Zeit besuchen wir Restaurant, die entsprechend kinderfreundlich eingerichtet sind. Ein Verbot ist schon etwas übertrieben.

  • BigMac sagt:

    Es geht bei den „Kinderwagen-Verboten“ wohl um dasselbe, wie bei vielen anderen eigentlich unnötigen Ver- und Geboten: Es ist bequemer und wesentlich risikoloser, etwas generell zu verbieten, als im Einzelfall unbequeme Entscheide fällen zu müssen. Als Wirt ist es für mich einfacher, ein pauschales „Kinderwagenverbot“ zu verhängen, als mich mit jeder 10. oder 20. Familie auf eine Diskussion bezüglich dem Benehmen der Kinder einlassen zu müssen. Im Grunde ist es Schade, das sowas überhaupt nötig ist, aber entweder wissen immer weniger Eltern, was sich mit Kindern gehört und was nicht oder die Gesellschaft als ganze ist empfindlicher geworden. Beides dürfte wohl zutreffen, wobei man „empfindlicher“ vielleicht mit „egoistischer“ ersetzen müsste.

  • Eni sagt:

    @ Pipi Langstrumpf

    Dass ich situationsgerecht gehandelt habe haben leider andere Leute nicht so empfunden. Sie waren der Meinung, dass ich den Tatort schnellstmöglichst zu verlassen hätte. Ja, sehr gerne aber wie? Man durfte meinen Sohn während dieser Anfälle nicht anfassen bis er ein gewisses Stadium erreicht hat. Wie hätte ich ihn da aus dem Einkaufswgen rausnehmen, in den eigenen Kinderwagen verfrachten und dann noch die Einkäufe verstauen sollen? Kräftemässig wäre dies einfach unmöglich gewesen. Mir dummen Ratschlägen waren alle zur Hand, bis ich dann gesagt habe, dass alle, denen das Geschrei zuviel ist gehen können. Mir wars eigentlich auch zuviel, aber ich war ausser den Verkäuferinnen die einzige die halt eben den Ort NICHT verlassen konnte.

  • max sagt:

    @gargamel

    Ich wohne nicht in Zürich und habe ein erhebliches Interesse, mehr darüber nicht bekanntzugeben. Zürcher Volksschulpolitik bekomme ich tatsächlich nur von weitem mit.

    Dass Lehrer mit administrativem Müll zugedonnert werden, weiss ich. In meinem Freundeskreis und meiner Verwandtschaft sind genügend Gesprächspartner, die sich genau aus diesen Gründen aus dem Beruf verabschieden.

    In unserem Kanton wird das gesamte Erziehungswesen von linken Parteien dominiert und geführt. Auch all die absurden Modernisierungen werden regelmässig mit pädagogisierend verbrämter linker Ideologie begründet. Immer wieder müssen die Lehrer die Erziehungsdirektion zurechtweisen.

    Dazu kommen noch diese Elternräte, die ebenfalls auf dem links-alternativen Mist gewachsen sind und den Eltern erlauben, bei allem und jedem den Lehrern und den Schulen dreinzureden und die Arbeit auch noch verdreifachen. Wie gesagt, ich kann nur aus meiner eigenen Beobachtung reden und die gilt nicht für Züri.

    Wenn Sie weniger Administration und mehr Zeit für den Unterricht einfordern, dann ist das doch genau das: ***mehr Effizienz***.

    Bei uns werden viele bewilligte Lehrerstellen nicht besetzt, weil die Lehrer nicht mehr wollen und abspringen. Es liegt nicht am Geld, definitiv.

    Und ich bin einverstanden, dass Klassengrössen von 28 Schülern ein Skandal sind. In der Grundschule sollten Klassen nie grösser als 20 Schüler haben und auch das nur, wenn die Problemfälle in die Kleinklasse gehen.

  • Otto sagt:

    @Roland: da nimmt mich aber wunder, was Sie unter Erwachsenenniveau verstehen. Und wer sagt denn, das dieses „Erwachsenendiveau“ bedeutet, dass die Erwachsenen fähig sind, Weitsichtigkeit und Toleranzgrenzen zu sehen? WO ist denn diese Toleranzgrenze? Wer bestimmt sie? Eine Norm (etwas normales) definiert sich meines Wissens darin, dass eine Mehrheit eine einheitliche Meinung zu etwas hat. Dass die Mehrheit aber automatisch richtig liegt möchte ich doch sehr bezweifeln.

    Wieso der Dank an Frau Althaus? Weil sie und andere den Mut haben, auch unangenehme Themen anzusprechen und zu thematisieren. Und vielleicht auch mal die Meinung und Normen der Mehrheit in Frage stellt. Wie zum beispiel nervende Kinder. Ob im Zug, restaurant oder wo auch immer. Soviel zum Thema

  • max sagt:

    @Otto

    Ein Kind das weint im Zug, ist für mich nicht dasselbe wie ein Goof der im Restaurant herumrennt, WC Papierrollen abwickelt, mit Müttern, die ihren Kindswagen mitten im Spunten so abstellen müssen, dass der Kellner darüber stolpert..

    Also gehe ich davon aus, dass ihre anderthalbjährige Nichte weinte und nicht, dass sie am herumschreien und Mais machen war und sogar wenn, dass das auch nicht einfach eine Stunde lang anhielt.

    Kurzum, an ihrer Stelle mit einer weinenden Nichte, hätte ich diesem motzenden Passagier kurz und bündig gesagt:
    „Halt dr Latz du Schafseckel u lueg für die eiget Brunz.“ Ich finde, richtige Männer dürfen grob und deutsch und deutlich werden. Was recht ist, ist recht.

  • Beno sagt:

    Wenn ich schon mal Titten sehen möchte, dann sicher nicht die einer Mutter, an dem ein Kind saugt! Mütter mit Kinder gehören nun def. abens nicht in eine Bar!

  • evil sagt:

    @ Anastasia C. DU verstehst also zürich, was ich zwar bezweifle und vermute, anhand deines oft geäusserten musikgeschmackes, dass du noch ein teenie bist. vielleicht bist du ja am falschen ort? wie wäre es mt dem jugendhaus? da gibt es bestimmt keine mütter mit babys.

  • Michael sagt:

    Wenn es nach vielen hier ginge, dann wäre das so, dass Familien mit Kidz nichts in In-Kneipen, Gourmettempel und Restaurants mit weissen Stoffischtüchern zu suchen hätten und nur in McDonalds, Migros/Coop oder Zoo-/Freibad-/Eisbahnrestaurants dürften.

    Solche Aussagen empfinde ich als extrem familienfeindlich und sind aus meiner Sicht gesellschaftsschädigend. Erinnert mich etwas an die Apartheid in Südafrika.

    Wir gehen mit unseren Kids (7/9/10) regelmässig in obige „verbotene“ Etablisements, die Kids schätzen gutes und trendiges Essen und Ambiente, selbst die kleinste zieht sich selber schön an. Es ist ein Familien-Event. Ich werde meinen Kindern nicht das Schöne vorenthalten, nur wegen einiger. Ich könnte über viele tolle Abende und nette Begegnungen berichten. Natürlich sind meine Kinder manchmal laut, aber noch immer leiser, als die betrunkenen und prahlenden Businessleute am Nebentisch.

    Ich verstehe auch die Rammler, denen wir einen Strich durch die Rechnung machen, weil die Partnerin dann plötzlich mehr als nur das eine will und Freude an unserer kleinen bekommt und auch so eine möchte… solche Gesichter habe ich schon gesehen und dann schmutzle ich…

    Noch was für die ohne Kinder. Selbst die best erzogensten Kinder sind manchmal laut und nicht kontrollierbar. Sie spüren, ob sie gemocht werden und reagieren auf ihre Art.

  • Roland sagt:

    @Otto: Wozu der Dank an Frau Althaus? Dein Erlebtes entspricht der Mehrheit der heutigen Eltern, in Bezug auf Toleranz, Weitsicht und Erwartung. Da es sich anscheinend um erwachsene handeln, gehe ich davon aus, dass dementsprechend die Toleranzgrenze und Weitsicht dem Erwachsenenniveau entspricht und sie fähig sind, die Situation richtig einzuschätzen und zu handeln.

    Um auf das Thema zurückzukommen, begrüsse ich ein Verbot von Kinderwagen in Szenenbeizen. Denke aber, dass so ein Verbot völlig überflüssig wäre. Viel mehr sollten Elter die ein Nachholbedürfnis oder ihre Selbstverwirklichung noch nicht abgeschlossen haben, erst gar nicht Kinder haben. Was solche Eltern der Gesellschaft anrichten sieht man heute überall, vor allem in den Schulen.

  • lisi sagt:

    @Matthea, sind Sie denn sicher, dass diese Blicke immer genau das Aussagen. Oft interpretieren wir nämlich genau unsere eigenen Gefühle in die Blicke der anderen.

    Vor Jahren waren wir im Frühling in Zypern, Familienurlaub mit 3 relativ kleinen Kindern. Wir haben ein Hotel mit Familienrabatt etc. gebucht, gingen also davon aus, dass es dort Familien hat. Es hatte aber fast „nur“ CH-Rentner. Also habe ich meinen Kindern eingetrichtert am Pool nicht rumzuschreien, im Frühstückssaal nicht zu springen, nie zu viel auf den Teller legen etc. etc. Das dürfen sie sowieso nicht, aber es war mir in dieser Situation einfach noch viel wichtiger. Trotzdem fühlte ich mich die ersten beiden Morgen beobachtet. Am dritten Morgen kam ein älteres Ehepaar zu uns an den Tisch und ich dachte ach du Schreck worüber stören die sich wohl? Da strahlten die beiden uns an und wollten uns ein Kompliment machen wie freundlich und lieb unsere Kinder doch seien. Von da an war ich viel entspannter und die meisten (97%) der Gäste freuten sich über unsere Rasselbande. Das war mir ein Lehrblätz. Klar ich habe auch kein Kind auf dem Tisch gewickelt, vielleicht wären danach nicht mehr alle so begeistert gewesen. Aber nicht jeder Blick ist ein negativer Blick.

  • Gianin sagt:

    Um der ganzen Sache noch den Gipfel der Bösartigkeit etwas näher zu bringen, sollten wir „Kinderhasser“ ja ev. den Müttern mit Kindern in den Bars nicht im Weg stehen, ev. steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ihren Vater kennenlernen oder etwas Zeit mit ihm verbringen können ja erheblich….

  • Otto sagt:

    Szene gestern im Zug. Ich war mit meiner 1 1/2 Järigen Nichte im Zug unterwegs. Zuerst fanden sie alle herzig und toll. Als es dem Mädchen im Zug nicht mehr so gefiel und anfing zu weinen, fanden es die Leute plötzlich nicht mehr so lustig und ein anderer Passagier vom Abteil hinter uns sagte sogar, wenn wir in ein anderes Abteil gehen würden, hätte er es ruhiger…

    Ja, Kinder sind herzig und toll und lustig und was auch immer, aber sobald sie sich nicht so verhalten wie wir möchten oder uns genehm ist (da heisst es dann sehr schnell, man hätte sie nicht im Griff), nerven sie, sind unerwünscht, werden abgeschoben etc.

    Meiner Meinung nach ist es kein Wunder, dass es immer mehr Gewalt, Ausgrenzung etc. gibt, denn wenn sich jemand nicht wie gewünscht verhält, wird er abgeschoben und ist unerwünscht. Dies ist das Vorbild, das wir unseren Kindern und Jugendlichen geben.

    @Frau Althaus: Danke Ihnen und ihren Kolleginnen und Kollegen für diesen immer wieder sehr Denkanstossenden Blog.

  • Gianin sagt:

    @Roland Strasser: Klar, man sollte den Kindern nichts vorenthalten, sie sollen die freie Auswahl haben und sich in jegliche Richtung entwickeln können… hahaha…

  • Roland Strasser sagt:

    @Gianin: ja genau, und all die toleranten und „progressiven“ und politiisch korrekten eltern besuchen dann natürlich mit ihrem nachwuchs zusätzlich einen gayclub und eine lesbenbar…LOL!

  • LILA sagt:

    @Matthea: aber da stehen Sie doch drüber. Es gibt doch im ganzen Leben immer wieder absolut unqualifizierte Kommentare zu allem und jedem. Was solls? Solange sich Leute noch über solche „Peanuts“ Gedanken machen – geht es uns doch allen blenden!

    Und wenn Sie einen schlechten Tag haben, dann legen Sie sich vorher ein paar ebenso unqualifzierte Rückmeldungen (so alt wie sie aussehen, möchte ich gar nicht werden – oder Mund zu sie stinken etc.) bereit und schon ist der schlechte Tag, nicht mehr ganz so übel.

  • Cornelia Nydegger sagt:

    Bin Mutter von drei Kindern (eins haben wir verloren, sonst wärens noch mehr). Dazu vier Tageskinder. Ob ich mich hier überhaupt äussern soll, darf? War immer viel los bei uns. In der Zwischenzeit sind alle grösser, verständiger, einsichtiger und mit genügend „Training“ daheim schaffen sie es auch, sich ausser Haus angemessen zu benehmen, so dass man sie ohne Probleme der Öffentlichkeit zumuten darf. Ob in einem Lokal oder sonstwo.
    Ich habe mich in der ersten Zeit freiwillig zurückgenommen und meine Bedürfnisse zurückgestellt. Freiräume habe ich mir anders geschaffen.
    Wurden meine Kinder unruhig und fingen irgendwo an zu schreien, so habe ich meist das Feld geräumt. Mein Ego hat das ganz gut vertragen – und die anderen habens vermutlich geschätzt :-). Eigenartigerweise hat mich das Geschrei meiner Kinder mehr gestresst als das der anderen. Ist bis heute so geblieben.
    Ich verstehe den Aufschrei jener Mütter, die sich angegriffen fühlen und die Stadt als kinderfeindlich ansehen. Andererseits ist der Besuch eines Lokals aber doch auch nicht wirklich der Inbegriff der Lebensfreude? Es gibt doch sicherlich andere Möglichkeiten?
    Die Nerven der Menschen liegen blank, viele sind gestresst und ein schreiendes Kind in einem In-Lokal nach Feierabend ist vielleicht nicht ganz das, was sich die geplagten Arbeitnehmer erhoffen. Und das meine ich ganz und gar nicht ironisch. Vielleicht kann es helfen, sich in die Situation des anderen hineinzuversetzen? Ich habe mich einfach bemüht, Rücksicht zu nehmen und bin damit meistens gut gefahren.
    Eine gewaltige Prise Humor hilft auch – in jeglicher Situation – in beiden Lagern.
    Und wenn sich die Fronten vielleicht doch verhärten – sich selbst bleiben, seinen Standpunkt vertreten, freundlich aber bestimmt und den persönlichen Wert nicht davon abhängig machen, ob man bestimmte Orte aufsuchen kann, darf oder soll. Das Leben lehrt jeden einzelnen die Lektionen, die zu lernen sind. Früher oder später. Ob mit oder ohne Kinder. Gemeinsam gehts besser.

  • Gianin sagt:

    Man könnte ja spezielle Eltern – Kinder Nachmittage in abgeschirmten Rahmen anbieten, gegen Aufpreis mit Möglichkeit zum anfassen um ein Gefühl für das ganze zu bekommen 🙂 – somit wäre „Alles für Alle“ am besten gedient.

  • Gianin sagt:

    Stripclubs: Hab ich nicht gerade heute gelesen wie schlecht die Jugend augeklärt ist etc.? Sollte da die Aufklärung und alles was damit zusammenhängt nicht gleich mit der Muttermilch indoktriniert werden, im Stripplokal ginge das ja gleich mit guten Veranschauungsbeispielen und Musikalischer unterstützung ohne, dass es jemandem (Lehrer/Eltern) allzu peinlich wird wenn sie sich als Bsp. aufführen müssten 🙂

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Konsens: Grosse Bereicherung für unsere Gesellschaft sind. Nein mehr als das, sie sind unsere Zukunft!

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: dann ist für mich die sache klar. ich tue es mir nicht an,sondern gehe gerne hin. aber ich bin auch ihrer meinung das kinder eben nicht überall hingehören,aber trotzdem eine GROSSE BEREICHRUNG FÜR UNSERE GESELLSCHAFT SIND!!!

  • Roland Strasser sagt:

    @pippi langstrumpf: weil wir dressierte äffchen sind, und bünzlige dazu!
    @Anastasia: Stripclubs nur mit den Buben, und erst wenn sie ca. 15 sind 🙂

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Anastasia: Nicht mal mit meinem Hund ginge ich in ein Striplokal, nein, Spass beiseite, natürlich nicht, es gibt viele Orte, wo ich mit meinen Kindern nie hingegangen bin. Allerdings ginge ich auch allein nicht in ein Striplokal, frau muss sich nicht alles antun, nur weil es die Möglichkeit gibt, aber das ist ein anderes Thema……

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi Langstrumpf: darf ich sie das fragen: würden sie mit ihren kindern den in ein strip-club gehen???

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ja klar, jeder im richtigen Schublädli….

    Warum so verbissen, ich begreif‘ es nicht.

  • Gianin sagt:

    @Roland Strasser: dem kann ich mich ebenfalls anschliessen

  • Roland Strasser sagt:

    vielleicht kann man ja mal langsam eine Typisierung vornehmen, in Kongruenz zur in diesem Blog mehrheitlich herrschenden Meinung:

    1) No-Kidz-Area: Cüplibars, In-Kneipen, Gourmettempel, Restaurants mit weissen Stoffischtüchern, Absturzkneipen, Clubs, Striplokale, Szenebars, enge und/oder verrauchte Lokale

    2) Kidz-Tagsüber-Okay-Area: Quartierbeizen, Restaurants ohne weisse Stofftischtücher, Tea-Rooms, Pizzerien

    3) Kidz-immer-willkommen: McDonalds, Migros/Coop, Zoo-/Freibad-/Eisbahnrestaurants

    Ich bin nämlich auch gegen Verbotsschilder.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Falsch geraten, ich finde, Zürich ist eine sehr schöne Stadt, nur gewisse Einwohner dort erregen meinen Widerwillen.

  • Gianin sagt:

    Hinter eine Bar/Restaurant Eröffnung steht meist ein Konzept, welches auf eine Gruppe ansprechen und anziehen soll, somit ist es Sache des Betreibers, ob er/sie Familien da haben will oder nicht, friss oder stirb.

  • rapunzel sagt:

    Ein ( hoffentlich ) Sachdienlicher Hinweis:
    Das Kinderwagenverbotsschild in der mehrfach genannten Bar wurde schon kurz nach der Eröffnung montiert. Das muss sicher schon 10 Jahre her sein.

  • Anastasia C. sagt:

    ihr problem ist das sie zürich nicht mögen (oder nicht verstehen???)

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Anastasia: das ist aber dein Problem. Soll ich mal aufzählen, was mich noch so alles stört auf dieser Welt, ich wüsste gar nicht, wo anfangen.

  • Anastasia C. sagt:

    nur ein kleiner hinweis: ich bin nicht-raucherin, doch trotzdem stört es mich,wenn man kinder überallhin mitnimmt!!!

  • evil sagt:

    @mathea danke,
    wollt ihr mir nun sagen, dass mutter oder vater keinen anständigen espresso oder cappuccino mehr trinken darf und somit auch keine kaffeebar mehr betreten darf? naja ihr wisst ja was ab 1. mai in dieser stadt los sein wird, dann werden sich die wirte wohl ganz freudig auf die mütter und väter stürzen, die cafes und bars werden leer sein, die raucher hängen nur noch draussen ab und werden alle gehwege versperren. der nächste blogkrieg ist dann schon in aussicht. kampfbugy gegen rumhängende raucher während die restaurants plötzlich alle familienfreundlich werden. siehe london, berlin, rom, madrid.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Noch eine Richtigstellung: Schreiende Kinder stören mich nicht in erster Linie in meiner wohlverdienten Ruhe, sondern es stört mich, dass man Kinder einfach schreien lassen kann, ohne sich darum zu kümmern, warum sie das tun und ohne ihre Bedürfnisse zu erkennen (@Eni, das haben sie ja nicht getan, sie wussten, wenn er einen Anfall hat, muss man ihn in Ruhe lassen, d.h. Sie haben situationsgerecht reagiert).

    Als ich schwanger war mit meinem ersten Kind, empfahl mit ein Freund das Buch von Jean Liedloff „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“. Die Autorin schildert darin, wie bei einem Indianerstamm in Südamerika, wo sie längere Zeit lebte und forschte, (sie ist Ethnologin) die Kinder kaum weinen, weil sie keinen Grund haben, da ihre Bedürfnisse erkannt und befriedigt werden. Das Buch hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen und war mir ein wichtiger Leitfaden, weil ich wusste, ich würde mit einem dauernd schreienden Kind nur schlecht umgehen können. Meine Kinder waren zum Glück keine Schreikinder und haben relativ schnell durchgeschlafen. Das Wissen darum, dass ich aktiv etwas tun kann, wenn mein Kind schreit, hat meine Nerven und die meiner Kinder entschieden geschont. Die Trotzanfälle mit auf dem Boden wälzen kamen erst später, so zwischen 3 und 4 Jahren, und haben mich nicht übermässig gestresst. In diesem Alter kann man mit Kindern schon recht gut sprechen und sie können sich auch verständlich artikulieren. Mein erstes Kind hatte nie Trotzanfälle und war überhaupt sehr pflegeleicht, erst mit dem zweiten erfuhr ich, was es heisst, wenn Kinder so richtige Ausraster haben.

  • michael sagt:

    Da will einer in seiner Bar keine Kinderwagen. Und man tut so, als ob das der einzige Ort gewesen wäre, wo man mit Kinderwagen hin kann, und demzufolge fühlt man sich jetzt diskriminiert.

    Wie schwierig die Diskussion mit den verschiedenen Lagern sein kann sehen wir ja in den Kommentaren zu den beiden Artikeln. Offenbar ist das Thema sehr konfliktgeladen. Und Konflikte müssen nicht immer und jederzeit ausdiskutiert und verhandelt werden, und sie lassen sich auch nicht immer lösen. Dass es Konflikte gibt ist normal, doch es gibt auch Situationen, wo es legitim ist, sie gar nicht erst aufkommen zu lassen. Dann greift man eben zu der Lösung wie der Betreiber jener Bar.

    Und wie viele Meter muss man in Zürich an besagtem Ort weitergehen, um einen Platz zu finden, wo man auch mit Kinderwagen willkommen ist? Oder geht es darum dass Eltern an jedem Ort zu jeder Zeit mit ihren Kindern und was das so mit sich bringt akzeptiert sein müssen? Wer immer und jederzeit Toleranz für sich und sein eigenen Bedürfnisse fordert wird letztlich selber intolerant gegenüber denjenigen, die sich dem eben nicht aussetzen wollen. Solange es Alternativen für alle gibt, ist doch das okay.

  • Matthea sagt:

    Ich habe es satt dass die Diskussion so auf Szenebeizen runtergebogen wird. Es ist überall so. Ich habe heute mit meinem Grossem im Kampfbuggy (2.5 Jahre und wegen Eifersucht ausnahmsweise drin) und dem Kleinen im Tragsack den bis auf uns und eine ältere Dame menschenleeren ersten Stock vom Einkaufszentrum Berninaplatz betreten und wurde mit einem empörten „na gohts no“ begrüsst. Weiss immer noch nicht wieso, weil ich Kinder habe? Einen Kinderwagen? Einkaufen gehe um 10:30?? Beim Verlassen hat der Grosse getäubelt und geweint weil er aus dem Wagen rausmusste, hat mir den empörten Blick eines Mannes eingetragen. War auch der einzige dort ausser uns. Jeden Abend wenn ich die Kinder von der Krippe hole, böse Blicke im Tram auch wenn dort fast alle aussteigen, es genug Platz hat und ich neben dem Wagen stehe und nicht sitze. Mitleidige Blicke auf die Kleinen am Morgen und gemurmelte Bemerkungen von „Rabenmutter“ bis „Schlampe“ am Morgen (o.k. nicht täglich aber im Schnitt mindestens 2x pro Monat).
    Ich muss Frau Althaus leider widersprechen: die Kinderfeindlichkeit ist nicht latent, die ist voll ausgebrochen.

  • Jeannette sagt:

    Wenn die „latente Kinderfeindlichkeit“ wirklich existiert, gibt es dafuer ja vielleicht auch einen guten Grund. Vieleicht habe eineige Leute einfach genug davon den Kinderwagenterror zu akzeptieren. es ist schon seltsam. Wenn man einene Hund adoptieren will, muss man zum Hunde Erziehungskurs gehen. nur Kinder produzieren, das darf jeder. Wenn man das oft strafbare benehmen mancher Jugendlicher anschaut, ist es kalr, dass hier eineige Eltern voellig versagt haben. Vielleicht sollte man deshalb Kurse verlangen, damit Windelwickler lernen, dass es nicht nur voellig unhygienisch ist, verkotete Kinderaersche auf Restaurantstischen zu putzen, sondern auch absolut egoistisch, unhoeflich und arrogant.

  • Sam sagt:

    Verstehe wirklich nicht wieso bei jedem noch so profanen Thema die Emotionen einiger Blogteilnehmer überkochen. Und nicht nur dass, viele lassen auch jeglichen Anflug von Humor vermissen. Eigentlich hat es mir am Anfang Spass gemacht hier zu kommunizieren. Aber so…
    Mal schaun, vielleicht wirds wieder besser.

  • Anastasia C. sagt:

    @Roland Strasser: bisher hat nich Auguste langweilige und überflüssige kommentare von sich gegeben, sondern SIE!!!

  • Roland Strasser sagt:

    @Auguste: bin ich froh, dass ich ihre langweilige anwesenheit demnach sicher nie an der rämistrasse zu gewärtigen habe, sondern nur hier…

  • Roland Strasser sagt:

    @betsy: stimmt, nicht sie haben gesagt, Frau Althaus sei eine linke, das war jemand anderes, sorry!
    @gargamel: agitation und propaganda? wenn man jemanden mit sachlichen argumenten „filetiert“ (wie Althaus das selber formuliert), und es nichts nutzt, weil er/sie anderntags mit dem gleichen dogmatischen bullshit wiederkehrt, ohne neue argumente, dafür mit trotzigen verunglimpfungen – ja, dann müsste man vielleicht schon agitprop betreiben. aber niemand hier tut das, soweit ich das sehe, oder?

  • gargamel sagt:

    @betsy: da bin ich mir nicht so sicher: wenn nämlich genau diese mütter mal alleine zu einem gemütlichen nachtessen gehen möchten, wird ihre toleranz vermutlich plötzlich an einem kleinen ort sein…

    aber sei dem wie dem sei: um für sich selber vernünftige regeln anwenden zu können, wird natürlich eine gewisse vernunft vorausgesetzt… und da meine eigene misanthropische einstellung davon ausgeht, dass ca. 70% der menschen gedankenlose, egoistische dummbeutel sind, funktioniert der trick mit dem gesunden menschenverstand eh nicht… leider…

  • Betsy sagt:

    @ Roland Strasser: Bitte zeigen Sie mir umgehend die Stelle, wo ich über Linke jammere.

  • Betsy sagt:

    @ Gargamel: Was Sie schreiben, tönt vernünftig. Das ganze hat aber einen Haken: Müttern, die ihr Kind auf dem Esstisch wickeln, ist es egal, wenn das andere ebenfalls tun, sie tun es ja schliesslich auch („ist ja alles ganz natürlich und erst noch bio)“. Es ist ihnen egal, anderen Leuten Einblick auf ihre intimen Körperteile zu gewähren, denn sie stört es ja nicht, auf tropfende Brustwarzen zu blicken („im Urwald läuft man ja auch nackt rum, wieso nicht an der Bahnhofstrasse?“). Es ist ihnen egal, wenn in einem Restaurant Kinder schreien, denn sie werden sowieso nie mehr irgendwo in Ruhe ein Gespräch führen oder ein Buch lesen oder ein gediegenes Essen geniessen, dann sollen es auch nicht andere tun.

  • Anastasia C. sagt:

    was ich noch anmerken will: es gibt genug kinderfreundliche orte in der stadt zürich, mir fallen da zum bsp. das „Kafi Für Dich“ ein. aber KINDER GEHÖREN NICHT ÜBERALL HIN. ob der besitzer dieses cafes in der nähe der bahnhofstrasse kinder in seinem cafe haben will oder nicht. sollte uns eigentlich egal. die stadt zürich ist gross genug, da findet jeder seine beiz. oder anders gesagt will jemand in diesem blog, trotz toleranter ader,in der gleichen beiz wie ich abhängen und sich Orgi69 und Frauenarzt anhören???

  • gargamel sagt:

    @strasser:

    a) yup, den kategorischen imperativ hätt‘ ich auch noch auführen können… kam mir nicht in den sinn…

    b) auch sie: denken sie, agitation und propaganda (von links oder von rechts) trage irgendetwas zu tragfähigen lösungen bei?

  • Roland Strasser sagt:

    @gargamel: das handlungs- und normenprüfkriterium nach kant (der sog. kategorische imperativ) für alle verunftbegabten wesen lautet: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“.

    @betsy, max et al.: es bringt nichts, immer zu jammern, wie intolerant die linken sind und wie totalitär sie sich gebärden. jedenfalls ist es am wirkungsvollsten, sie dort zu stören, wo sie die deutungs- und meinungsführerschaft zu haben glauben: sozialwesen, erziehung, kultur, bildung und medien.

  • gargamel sagt:

    @max: hören sie doch auf mit diesen unhaltbaren schuldzuweisungen an „die linke“, die sind erstens nicht wahr und tragen zweitens nichts zu einer lösung bei.
    – die volksschule hat zuwenig geld zur verfügung – daran ist kaum die linke schuld – sparen ist gefährlich (wie wir von bruno stanek wissen, alles andere als ein linker) und solche experimente mit unserem bildungssystem zu machen ist grobfahrlässig
    – lehrer werden mit einem imensen administrativen aufwand eingedeckt – selbstverwaltung, bizarr aufwändige & in ihrer aussage fragwürdige beurteilungssysteme, etc. – wohl auch eher kein linkes projekt
    – dass schulen wie betriebe auf „effizienz“ getrimmt werden sollen ist wohl auch keine linke idee – aber eine nicht funktionierende idee
    – ernst buschor, auf dessen kappe ein das einläuten der berüchtigten reformitis im bildungswesen des kantons zürich geht, war alles andere als ein linker

    natürlich gibt’s auch linke, dumme ideen im bildungswesen, keine frage. aber ihre ewige „die linke ist an allem üblen schuld“-leier ist 1. pure propaganda und 2. wenig hilfreich die probleme im bildungswesen zu lösen…

  • max sagt:

    @Auguste

    Meinen Sie Verwaltungsräte mit Schreianfällen, Verwaltungsräte im Kindswagen und an der Mutterbrust?

  • Vesuvio sagt:

    Genau: Kinderwagen sind ein machtsymbol wie die Minarette. Achtung Platz da Mami kommt. Und nein: ich habe nichts gegen Kinder. Wenn sie sich anpassen! 🙂

  • Auguste sagt:

    hmm…, wäre man doch nur auch so konsequent bei verwaltungsräten von grossbanken z.b.

  • max sagt:

    @gargamel:

    Das unsere Volksschulen den sozialen Kitt in diesem Land machten, da bin ich einverstanden. Dass unser Land schaden nehmen kann ohne diesen Kitt ist mir klar. Nur haben unsere Kinder das Recht, in der Schule das Lesen, Schreiben, Rechnen zu lernen. Wenn unsere Schulen diesen Auftrag nicht mehr erfüllen, so ist es die Pflicht der Eltern, für Abhilfe zu sorgen.

    All die vielen Aufgaben, die den heutigen Schulen aufgebürdet werden sind linkes pseudopädagogisches Propaganda-Geschwätz. Die Wahrheit ist, dass in diesem Chaos nicht einmal mehr die Grundaufträge erfüllt werden, geschweige denn irgendwelche Zusatzaufgaben. Die Schule wird zum Selbstzweck und zur Profilierungswüste für linke Politiker.

    Hier sind wir so weit, dass die Lehrmeister in technischen Berufen flächendeckend einen Eignungstest verlangen. Sie haben keinerlei Vertrauen in die Abschlusszeugnisse der Schulen mehr. Und immer wieder fliegen Gewerbeschüler hinaus, weil sie in der Schule nicht mithalten können. Besonders die Schwäche beim Rechnen fällt auf.

  • gargamel sagt:

    eigentlich ist’s ja ganz einfach:
    die eigene persönliche freiheit hört dort auf, wo sie die persönliche freiheit des anderen einschränkt.
    bzw.
    was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
    bzw.
    tu mit deiner freundin nicht, was du nicht willst, dass ein anderer mit deiner schwester tut… ähm, moment, der letzte spruch gehört in eine andere kategorie… 😉

  • Mephisto sagt:

    Ich habe Verständnis für beide Seiten. Ich selbst bin Familienvater und bin der Meinung dass eine Szenebar nicht gerade das perfekte Umfeld für ein Kleinkind ist (mal ganz abgesehen vom Passivrauch der ja bald der Vergangenheit angehört). Ich habe aber auch Verständnis wenn eine Mutter sich sagt „so jetzt geh ich mal 20-30 Min. ein Cüpli trinken mit einer Kollegin“. Das muss auch mal drinliegen. Schlussendlich ist es halt eine Frage des Masses und der gegenseitigen Toleranz. Etwas, was in dieser Gesellschaft leider immer mehr abhanden gekommen ist. Jede Interessengruppe verlangt von der anderen Interessengruppe Verständnis und Rücksichtnahme. Das funktioniert aber nicht mehr! Ein Kleindkind das länger als 4-5 Min. ununterbrochen schreit ist meiner Meinung nach eine Zumutung in einer Bar. Diese Mutter sollte das Lokal freiwillig kurz verlassen oder nach Hause gehen. Umgekehrt erwarte ich aber auch von den anderen Gästen ein gewisses Verständnis. Die Frage ist jetzt halt wo die Grenze liegt. Das kann man halt nicht verallgemeinern.

  • gargamel sagt:

    kinder mit tobsuchtsanfällen beim einkaufen stören mich sowas von gar nicht, erwecken allerhöchstens mein mitleid für die eltern. das sind situationen in denen a) die eltern mit ihrem ausrastenden nachwuchs nicht einfach fluchtartig die szenerie verlassen können und b) ich mich nicht in meiner wohlverdienten ruhe gestört fühle.

    wenn aber dieselben eltern in z.b. einem restaurant nach spätestens 5 minuten (und 5 minuten kinderwutanfall sind lang) nicht mindestens mal mit dem kleinen monster an die frische luft gehen, bis es sich wieder beruhigt hat, so hört auch bei mir die toleranz auf. das ist nur noch respektlos und unflätig den anderen gästen gegenüber.

    und eigentlich brauchts bloss ein wenig gesunden menschenverstand, um das einzusehen.

  • Eni sagt:

    @ Pipi Langstrumff

    Mein grosser hatte auch Schreianfälle von 16 monaten bis 3 Jahre. Sie waren sehr selten aber dauerten bis zu 1 Stunde. Er klinkte dann völlig aus und war nicht mehr ansprechbar. Ein mal ging ich mit vollem Einkaufswagenzur Kasse und ich bemerkte Anzeichen dass es losgehen könnte, ich wusste aber auch, dass wenn er in Ruhe gelassen würde, dass es dann nicht ausarten würde. Da kam eine ältere Dame und fragte meinen Sohn welche Laus ihm denn üer die Leber gelaufen sei. Ich bat die Dame mehrmals meinen Sohn in ruhe zu lassen, da er sonst einen Tobsuchtsanfall bekommen werde. Antwort: Nein, das glaube sie nicht, mit Kindern müsse man reden. Und sie hat nich t aufgehört meinen Sohn zu bequatschen bis es losging. Er begann zu schreien und hörte nich mehr auf. Der Kommentar der Dame: Da hat wohl jemand schlechte Laune, warum nehmen Sie ein schreiendes Kind zum Einkaufen mit, das ist ja eine Zumutung. ja, das Geschrei ging allen Anwesenden durch Mark und Bein und ich stand da und konnte nichts tun.

  • Auguste sagt:

    @ michael

    hmm…, man würde wohl vorher eingesprerrt werden, weil man sich und das kind fahrlässig in gefahr bringt, sich an der rämistrasse zu tode zu langweilen.

  • Daniel sagt:

    Bin vor einigen Jahren am Wochenende in eine spanische Bar/Kneipe im Kreis 4 gestolpert. Der Laden war voll. An der Bar und sonst wo’s Platz hatte standen fröhlich palavernde (spanische) Szenis mit Ihren Bierflaschen und Rotweingläsern. Zentral im Raum war ein grosser Holztisch, wo sich eine Familie mit mehreren Kindern plus Freunden installiert hatte und sich sichtlich wohl fühlte. Gestört hatt’s keinen.
    Generelle Aussagen wie „Kinder gehören nicht in eine Bar“ sollte man wirklich mal überdenken. Ist es denn besser, wenn Papa allein saufen geht und Mama mit den kleinen zuhause sitzt? Macht euch mal ein bisschen locker, Leute..

  • Betsy sagt:

    Dieser Blog ist ein anschauliches Beweismittel, wie es um die Kommunikations- und Sozialkompetenz gewisser Eltern bestellt ist, und wie ihr Welt- und Selbstbild aussieht.

    „die latente Kinderfeindlichkeit in dieser Stadt an den Pranger zu stellen.“ (Nicole Althaus) – weil ein einziges Restaurant von ca. 2000 ein Kinderwagenverbotszeichen auf die Türe klebt.

    „Im Grunde schimmert an der Aufregung derjenigen, die sich über Eltern mit Kindern in Restaurants, Bars etc. ärgern, etwas ungemein Kleingeistiges durch.“ (Lidija) – natürlich, wer nicht meiner Meinung ist, der ist kleingeistig.

    „… die Selbstgefälligkeit und das Selbstverständnis mit dem manche Bewohnerinnen und Bewohner das Recht auf Platz, Ungestörtheit und Privatsphäre an öffentlichen Orten einfordern.“ (nochmals Lidija) – alle sind selbstgefällig, ausser ich und meinesgleichen.

    Und der Süden ist ja so kinderfreundlich, drum hat Italien ja auch die niedrigste Geburtenrate der Welt.

    Nicole Althaus schreibt: „Das Spannende am Mamablog ist es, sein eigenes Weltbild mit dem von vielen anderen Menschen abzugleichen. Ansichten kennenzulernen, die im Kreis, in dem man verkehrt, nicht vorhanden sind. Auf Gedanken zu stossen, die man sich selber nicht gemacht hat.“ – Genau, um dann mit Genuss festzustellen, ich bin ja so tolerant, weltoffen und grossgeistig, und alle anderen, die die Welt nicht so sehen wie ich, sind kleinkarierte Spiesser und die Zürcher sind kinderfeindlich.

  • Michael sagt:

    Ich finde es etwas problematisch, wie hier gleich losgeschrieen wird, von wegen Kinderwagenverbot. Der Blogpost an sich ist in meinen Augen eine verzerrte Darstellung der Wirklichkeit (ja ich weiss, ist wohl gewohlt, Gut finde ich ihn trotzdem nicht).

    Der Aufschrei vieler Eltern etc., welche jetzt alle anderen als Kleingeistig bezeichnen verstehe ich nicht.
    Das Verbot eines Kinderwagens in einer Bar hat sicherlich auch praktische Gründe, die gar nichts mit dem Kind zu tun haben:
    Stellen wir uns vor, dass das ganze Restaurant von Kinderwägen verstellt ist. Wie soll da der Kellner noch durchkommen, wie soll die Qualität des Services erhalten bleiben?
    Schon mal überlegt, dass Toleranz auf Gegenseitigkeit beruht?
    Toleranz heisst nicht, dass man jegliches Verhalten von Kindern und deren Eltern ertragen muss, sonder auch, dass eben diese Gruppe auch Rücksicht nimmt auf die Nicht-Eltern. Dieses Bewusstsein scheint hier in den Kommentaren noch nicht so wirklich vorhanden zu sein.

    Mann muss sich natürlich auch die Frage stellen: Gehört ein Kind tatsächlich in eine Bar, also eine Institution welche primär dem Genuss von Alkoholika dient?

    Um das ganze auf die Spitze zu treiben:
    Was würde man wohl sagen, wenn man ein Kind in die Kronenhalle Bar (oder irgendein gehobenes Restaurant/Bar) mitnimmt und es dazu sogar noch auf einem Tisch wickeln oder stillen würde?
    Ich hoffe mal, dass man den Eltern mit dem Rausschmiss droht.
    Nicht weil ich Kinder nicht mag, aber weil Toleranz und Verständnis nicht nur für Eltern da ist, sondern auch für alle anderen Gäste

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Auguste: Sie meinen Herrn Nielsen….

  • Jürg sagt:

    Ein Hauptgrund liegt wohl darin,dass gewisse Eltern auf Teufel komm raus unbedingt Kinder wollen, ohne auf das bisherige Trendylife zu verzichten. In ihrem Selbstverwirklichungswahn ignorieren sie nach der Mutter/Vaterschft, dass Kinder und lieb gewonnene Gewohnheiten manchmal schlecht oder gar nicht zusammen gehen. Nur so kann ich es mir erklären,dass man(n) / frau z.B. mit einem 4 Monate alten Kind von Zürich nach Bali fliegt und empfindlich reagiert, wenn die Mitpassagiere ob des unaufhörlichen Geschreis nach einigen Stunden genervt nach anderen Sitzplätzen verlangen.

    Eltern mit gesundem Instikt vertagen ihre Bedürfnisse auf Momente ohne Kinder oder legen diese gänzlich ab. Nur leider scheint die Gruppe mit intaktem Instiktverhalten zunehmen kleiner zu werden. Nur so kann ich mir erklären, dass ganze Mamigruppen sich mit Kinderwagen und Einkaufstaschen genau zu Zeiten des stärksten Publikumsverkehrs in den ÖV quetschen, der Trendlounge abhängen oder sich an anderen neuralgischen Punkten mit ihre Wonnepfropfen ausstellen. Sehen und gesehen werden – darum gehts und nicht um das Kind.Dieses ist nun mal da, wohin sollte man es den versorgen, wenn einem der Sinn nach was anderem steht.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @gargamel: Ja klar, das versteht sich von selbst, dass es Kindern in der Krise zu Hause am wohlsten ist. Ich wollte einfach klar machen, dass Kinder mehr sind als kleine Maschinchen, die richtig funktionieren, wenn der Input stimmt.

    Ich ärgere mich auch über Eltern, die ihre Kinder in der Oeffentlichkeit zetermordio schreien lassen, über zehn Minuten oder länger und nichts tun, einfach nichts! Unerwünschtes Verhalten durch nicht beachten zu stoppen, funktioniert nicht immer, zuerst muss abgeklärt werden, was der Grund für das Schreien ist. Aber manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass die Eltern die Aufmerksamkeit geniessen, die sie durch ihr schreiendes Kind bekommen. Für solche Aktionen habe ich absolut KEIN Verständnis. Ich war und bin der Meinung, dass ein schreiendes Kind ein Bedürfnis hat, das es zu erkennen gilt, in den allermeisten Fällen kann dem Schreien relativ schnell abgeholfen werden (meine Erfahrung mit zwei nun erwachsenen Söhnen, der eine mit einem starken Trotzkopf gesegnet). Das funktioniert aber nur, wenn man/frau sich wirklich auf das Kind einlässt und im zeigt, „ich nehme dich ernst, ich helfe dir, du kannst aufhören zu schreien“. Wie gesagt, meistens hat es funktioniert, aber auch mir blieben laute und peinliche Szenen in der Oeffentlichkeit nicht erspart, ein Kind, das sich schreiend auf dem Boden wälzt, ist immer eine Attraktion, in solchen Situationen bin ich jeweils einfach weiter gegangen, irgendwann hat er gemerkt, dass er damit nichts erreicht. Das ist die Herausforderung in der Erziehung, möglichst situationsgerecht zu agieren, manchmal gelingt es, manchmal nicht.

  • Auguste sagt:

    hmm…, die äffchen-frage aus ihrem mund zu lesen pipi langstrumpf…

  • gargamel sagt:

    @max: ich will jetzt hier keine schuldiskussion vom zaun brechen, aber 3 sachen zu ihrem obigen post möcht ich doch noch erwähnen:

    die aufgaben, die der schule zu unserer zeit (nehm‘ mal an, sie sind auch irgendwo zwischen 40 und 50) zugewiesen wurden sind komplett verschieden von denen, die ihr heute aufgebürdet werden, die gesellschaftliche situation ist ebenso komplett anders (unsere 2 einzigen ausländer waren italienische, in der schweiz geborene kinder).

    ich hab‘ in stäfa mal 3. real im praktikum unterrichtet: 1/3 der klasse war unfähig einen kurzen, einfachen text mehr oder weniger flüssig zu lesen und den inhalt zu verstehen. stäfa ist jetzt nicht gerade eine grossstadt.

    ich bin ein grundsätzlich ein grosser anhänger unseres (ursprünglichen) schulsystems, bei dem reich und arm, professorenkinder und maurerkinder in dieselbe schule gehen. das war ein wichtiger teil des sozialen kitts der schweiz. das dieses system immer mehr untergraben wird, wird uns als „volk“ nicht gut tun…

  • Nicole Althaus sagt:

    @Dani Kobler: Ich habe einige Kommentatoren persönlich angeschrieben. Und zwar mehrmals, bevor diese Zeilen veröffentlicht wurden. Und eine beträchtliche Zahl befindet sich auf der Spam-Liste. Die Zeilen, welche die Redaktion – und nicht ich allein – „darunterpappen“ beziehen sich auch nicht unbedingt auf die gestrigen Tage. Wie gesagt: Mit Polemik hat niemand ein Problem, es sind die persönlichen Angriffe unter der Gürtellinie (der Kommentatoren gegeneinander übrigens, nicht gegen die Autorinnen – die wissen schon wie damit umgehen), die nichts mit der Blogdiskussion zu tun haben, die nicht erwünscht sind.
    Ja, das mit dem Interview haben wir diskutiert. Mir gings aber heute drum die latente Kinderfeindlichkeit in dieser Stadt an den Pranger zu stellen. Und die Reaktionen auf den Blog zeigen, dass es letztlich nicht um den einen Ort geht, sondern um das Auftreten von Müttern an öffentlichen Orten.
    Klar: ungezogenen Kinder gibt es genau so wie rüppelhafte Mütter. Aber stellen die Tischwicklerinnen wirklich die Mehrheit in dieser Stadt?

  • Lidija sagt:

    Im Grunde schimmert an der Aufregung derjenigen, die sich über Eltern mit Kindern in Restaurants, Bars etc. ärgern, etwas ungemein Kleingeistiges durch. Grossstädte haben zwar eine ganze Menge Probleme, aber in vielen herrscht auch so etwas wie Gleichmut und Toleranz, vielleicht sogar Akzeptanz. Wenn ein Kinderwagen in die Metro rollt oder eine Mutter sich mit Kindern ins Restaurant setzt, dann rückt man halt etwas zur Seite. Natürlich wird von niemandem verlangt, Windelnwechseln am Nebentisch oder die Zerstörungswut kleiner Randalierer zu ertragen. Und wenn die Eltern es nicht schaffen, ihre Kinder in Schach zu halten, dann sagt man es eben Und zwar höflich, und nicht so, als hätten diese Eltern den ganzen Tag nichts anderes getan, als zu planen, wie sie einem am wirkungsvollsten den Apéro versauen. Was mich hier in Zürich immer wieder in Zusammenhang mit Kindern (und auch mit Tieren, Jugendlichen, Strassenmusikanten etc. ) erstaunt, ist die Selbstgefälligkeit und das Selbstverständnis mit dem manche Bewohnerinnen und Bewohner das Recht auf Platz, Ungestörtheit und Privatsphäre an öffentlichen Orten einfordern. Vielleicht ist Zürich einfach nur zu schnell gewachsen, und viele müssen erst noch begreifen, dass sich der Traum von dörflicher Ruhe und Ordnung in der Stadt eigentlich nur auf dem Friedhof verwirklichen lässt.

  • Thomas M. sagt:

    Es gibt Leute, die sind intolerant gegenüber Kindern und es gibt Leute, die sind intolerant gegenüber denen, die ihre Kinder nicht mögen, und wenn die zwei Gruppen aufeinanderprallen, dann knallt es wie hier im Blog.

    Das Infinito fand ich schon unsympathisch, bevor ich Vater wurde. Ich finde aber, es ist deren gutes Recht, Kinderwagen zu verbieten, so wie auch Restaurants das Rauchen verbieten dürfen. Dann geht man einfach nicht hin. Gerade in Zürich gibt es ja genügend andere. Wenn das in einer kleinen Ortschaft mit nur einer Beiz passiert, wäre es tragischer.

    Noch ein Tipp: Das New Point Restaurant (nicht Take away) bei der Kaserne ist sehr kinderfreundlich und schmeckt Kindern auch sehr gut als Alternative zum Mac. Gibt einfach keine Spielecke.

    @max: Einfach noch zum Thema Schulen (Ich bin im Vorstand des Elternrates einer Stadtzürcher Schule): Die Schulen sind kantonal organisiert, d.h. Struktur und Lerninhalte sind vom Kanton vorgegeben. Seit kurzem gibt es auch Schulevaluationen, welche vom Kanton in allen Schulen alle vier Jahre durchgeführt werden. Unsere Schule wurde als sehr gut evaluiert.

    Der Hauptgrund, warum Leute wegziehen (offizielle Wegzügerstatistik) sind die mangelnden grösseren Wohnungen.

  • Roland Strasser sagt:

    @gargamel: gut gesagt (12.21).

  • Alexandra sagt:

    Verbote für Kinder / Kinderwagen in Lokalen ist ein Schwachsinn. Dennoch stellt sich mir die Frage, wo der gesunde Menschenverstand manchmal bleibt. Ich erwarte, dass jeder und jede sich ein bisschen überlegt, wann und wo es wie angebracht ist, sich zu verhalten. Ich setze mich gerne in Szenebars, ebenso oft bin ich auch im Migros-Restaurant anzutreffen. Nur erwarte ich von den Lokalitäten etwas Verschiedenes und passe mein Verhalten an.. Im Migros-Restaurant hocke ich mich nicht schick hin, fange an zu rauchen etc.
    Dasselbe erwarte ich von Müttern und Vätern in einem netten Lokal. Kinder, gerne. Wenn sie aber anfangen, unruhig zu werden, anfangen zu schreien, sich nicht „benehmen“ – dann ist das vielleicht auch nicht gerade der kinderfreundlichste Ort. Es stellt sich schon die Frage, ob das überhaupt gerecht ist, ein Kind in eine lärmige, rauchige, enge Bar mitzunehmen… Öfters ists mir aufgefallen, dass ich mit Freundinnen irgendwo sitze und ein Kind dauernd um den Tisch rumrennt, fast die Gläser runterschlägt und das Szenemami / Szenepapi keine Anstalten macht, es da wegzuholen und sich zu entschuldigen.. Schliesslich möchte ich mich auch ein bisschen entspannen und plaudern können an meinem freien Abend / Nachmittag.

    Nichts gegen Kinder, wirklich nicht, und Verbotstafeln find ich das Letzte, aber ein bisschen Abschätzen und Urteilen der Lage und des Ortes würde manchen gut tun..
    Und dem Kind die Brust geben oder gar Wickeln am Kaffeetisch, das muss echt nicht sein..

  • Dani Kobler sagt:

    @ Nicole Althaus: Nachdem diese Bar schon den zweiten Artikel provoziert hat, könnten sie nicht den Besitzer dazu befragen was ihn zu diesem Kinderwagen Verbotskleber bewegt hat? Dann hätten wir neben der Pro und Contra Seite noch den Auslöser.
    Ich könnte mir vorstellen das seine Antwort etwas ist in der Art:
    – das es in der Vergangenheit mal 2 … 3 Vorfälle gab wo eine Gruppe von Müttern das Lokal als Treffpunkt gewählt hatte, mit ihren Kinderwagen überstellt hatten und er deswegen an diesem Tag kaum Umsatz machte.
    – die Feuerpolizei irgendwelche Vorschriften gemacht hat.
    – und er im Grunde ein ganz netter Kerl ist, der vielleicht zuhause selber einen Kinderwagen samt Inhalt rumstehen hat.

    Und zu den Verboten und Geboten: Es ist halt leichter ein Schild anzubringen statt die paar wenigen, die sich quer verhalten, aufmerksam zu machen oder gar zurecht zuweisen.
    Beispiele gibt es genügend, auch hier auf dem Blog. z.B. die paar Zeilen die sie neuerdings unter die Artikel pappen.
    Man kann an die gesamte Leserschaft um Respekt bitten, man könnte die paar Rüpel aber auch unmittelbar im Kommentar oder per Email zurechtweisen und im Wiederholungsfall sperren.

  • max sagt:

    @gargamel:
    Nachtrag: Bei uns auf dem Land können die Kinder Ende Realschule mehr als in der Stadt Ende Sek! Die Aussage, dass in unserem Kanton die Kinder Ende neunte Klasse kaum ordentlich Lesen, Schreiben, Rechnen können bezieht sich auf die städtischen Schulen.

  • Roland Strasser sagt:

    @Pippi Langstrumpf: trial and arror als erziehungsmethode, na super! man kann es auch anders nennen: gleichgültigkeit, laisser-faire und das prinzip hoffnung, das das arme kind dann schon irgendwie zurecht kommt. und solcherart „erzogene“ jugendliche, müssen sich dann durch alle drogen, schaufenstereinschlagen und lehreabbrechen „trial-and-erroren“? welch widerliche verwahrlosung jeglicher zivilisatorischer verantwortung. ÄCHZ!

  • max sagt:

    @gargamel
    Ich kann nur über die Schulen hier reden. Die Schulen in Zürich kenne ich nicht.

    Tatsache ist, dass diese Stadtregierung hier selber sagt, dass nur noch zusätzliche Gratis-Kinderkrippen mehr junge Eltern in der Stadt halten können.

    Da wo ich wohne, gibt es in Reichweite, je 15 Minuten Fussweg, 4 Privatschulen. Eine weitere ist 10 Minuten mit dem Fahrrad.

    Im Unterschied zu dem, was ein Schreiber vor ein paar Tagen schrieb, schicken sogar die Bewohner von Sozialwohnungen ihre Kinder in die Rudolf-Steiner-Schule. Dort können sie a) zum Sozialtarif hin b) können sie in Naturalien bezahlen. Die Rudolf-Steiner-Schulen betreiben eine eigentliche institutionalisierte Naturalwirtschaft. Dabei wird kein Geld umgesetzt und man kann Schulbeiträge, wie auch Einkünfte, Löhne etc. an Steuerbehörden und Sozialversicherungen vorbeischleusen (und das bei aller Sympathie für Rudolf-Steiner-Schulen und deren Pädagogik).

    Die Realität in diesem Kanton ist heute, dass Kinder Ende der neunten Klasse kaum ordentlich Lesen, Schreiben, Rechnen können. Um das doch noch nachzuholen, müssen sie ins Gymi. Anlässlich der Matura haben sie dann mit 19-jährig das Niveau erreicht, das zu unserer Zeit in der Sek ende neunte Klasse die Norm war. Die Schulzeit wird zusammen mit HarmoS von 9 auf insgesamt 14 Jahre erhöht. 14 Jahre braucht dieser Kanton heutzutage, um das den Kindern beizubringen, was man seinerzeit in 9 Jahren konnte!

  • gargamel sagt:

    @pipi langstrumpf: …aber es ist doch nicht unbedingt nötig, dass die umgebung diese „krisen“ mitdurchstehen muss, oder? will heissen: wenn ich an einem öffentlichen ort bin, so ist es meine pflicht als elter dafür zu sorgen, dass sich meine kinder in einem sozial verträglichen rahmen verhalten. wenn das nicht geht (gibt immer „ausfälle“), dann verlasse ich diesen ort mit meinen kindern. toleranz geht immer auf zwei seiten.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Doch, ungezogenes Verhalten bei Kindern ist normal, weil sie Grenzen austesten wollen/müssen, damit sie sich zu eigenständigen Menschen entwickeln können. Wie wir Erwachsenen damit umgehen, ist die Frage und ständige Herausforderung. Es gibt dafür, wie für so viele komplexe Probleme, keine einfache Gebrauchsanweisung, Erziehung funktioniert auf weiten Strecken nach dem Prinzip von try and error, unabdingbar ist wohl immer Respekt, Geduld, Liebe und eine gewisse Bereitschaft, Krisen durchzustehen im Wissen, dass es wieder besser kommt, das Kind sich entwickelt und wir uns mit ihm. Es wurde schon oft gesagt, aber ich möchte es gerne wiederholen: Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran rupft.

    Kinder, die sich nicht auch ungezogen verhalten, unterlassen das in den meisten Fällen nicht, weil sie so gut erzogen sind, sondern aus Angst vor den Folgen, aber Angst und Furcht sind schlechte Gründe, die Einsicht dagegen braucht Zeit. Wer will schon fertig dressierte kleine Aeffchen……

  • gargamel sagt:

    @max: obiges bezieht sich auf ihren kommentar von 11:29…

  • J_Randi sagt:

    @Rahel. Eine Mischung aus poetischer Ironie und realer Satire.

  • Pascal Sutter sagt:

    Dieses Land braucht definitiv mehr freche, aufmüpfige und unvoreingenommene Kinder. Was ich hier lese ist mehr als beängstigend.

  • gargamel sagt:

    @max: das ist quatsch, oder zumindest eine arge verallgemeinerung der situation (aber ich vergass: sie sind ja anhänger des holzschnittes…)
    ich darf das so sagen, da ich a) lehrer war, b) immer noch viele lehrerkollegen habe die in der stadt oder auf dem land tätig sind c) im bekanntenkreis familien habe, die in der stadt oder auf dem land leben.

    quintessenz aus diesen gesprächen ist:
    – es gibt schulen mit üblem ruf auf dem land und in kleinstädten (uster z.b. ist sehr berüchtigt) und solche mit gutem ruf in den städten sowie umgekehrt.
    – auch in den üblen schulen gibt’s lehrer/klassen, die gut funktionieren, sowie umgekehrt.
    – neue dumme ideen (botellons etc.) kommen zwar meist aus der stadt, erreichen aber das land mit immer kürzeren verzögerungen..

    und btw: für alles was schiefläuft in diesem land eine imaginäre „linke“ (die es so sowieso nicht gibt, die einzige partei mit kadavergehorsam befindet sich auf der anderen seite des politischen spektrums, und sogar dort gilt der nicht mehr ganz so streng wie auch schon) verantwortlich zu machen grenzt schon an verleumdung… dieses land hat noch nie eine auch nur annähernde linke mehrheit gehabt.

    der holzschnitt bzw. schwarz/weiss-malen taugt nicht wirklich zum ernsthafetn lösen von problemen.

  • Rahel sagt:

    @ J_Randi

    Ist jetzt aber nicht ganz ernst gemeint Dein Kommentar, oder?

  • max sagt:

    @Kirstin

    Nein, es ist NICHT normal, wenn sich Kinder ungezogen verhalten.

    Ungezogenes Verhalten zuhause wie in der Öffentlichkeit zeigt nicht die Natur des Kindes sondern es zeigt die Gleichgültigkeit, die Permissivität und die Verantwortungslosigkeit der Eltern.

    Und genau wegen der 5% unfähiger Eltern, die sich auf ihre Unfähigkeit noch etwas einbilden und wunderschöne intellektuelle Rechtfertigungen für ihre verschrobene Gesinnung vortragen, genau wegen solcher Leute brauchen Wirte auch solche Verbote. Mit diesen 5% täglich ständig neue Diskussionen führen zu müssen ist für einen Geschäftsmann eine Zumutun, die er sich halt ersparen möchte.

  • J_Randi sagt:

    Kinder sind doof. Zuerst stören sie alle mit ihrem unendlichen Geheul, dem unappetitlichen Schmatzen an der Brust, und ihren abscheulichen Aussonderungen aller Art. Dann ärgern sie durch nie aufhören wollende Fragerei, Streiterei, Anmalerei, Kaputtmacherei. Dann kommts noch dicker. die Kinder stören jetzt durch aufreizende Kleider, anstössiges Verhalten und lautes Musikhören. Dann beginnen sie zu trinken, kiffen, Fenster einschlagen, prügeln. Anschliessend schmarotzen sie entweder und lassen sich ihren fürchterlichen lifestyle vom Staat bezahlen, oder sie zocken alle ab, die ihnen über den Weg laufen. Und zu guter letzt stellen sie dann selbst Kinder auf die Welt, noch mehr Kinder die noch mehr stören. Gott-oh-Gott.

  • Kirsten sagt:

    @max, 10:48
    Es tut mir leid, aber ich kann beim besten Willen nicht erkennen was es mit links-alternativem Emanzentum, anmassender Aufdringlichkeit und mangelhafter eigener Kinderstube zu tun haben soll, wenn man mit seinen Kindern eine Örtlichkeit besuchen möchte an der man für sein Essen genauso bezahlt wie alle anderen.

    Ich sage nicht dass ich mit meinen Kindern unbedingt in eine solche Bar gehe, aber ich finde es erschreckend als was Kinder anscheinend betrachtet werden – als lärmende, störende Un-Personen, die gefälligst mit ihren Erziehungsberechtigten zuhause zu bleiben haben, bis sie durch ihr Kind-Sein niemanden mehr stören?

    Ich ziehe es vor mit meinen Kindern zuhause zu essen – einfach weil es für Kinder eine Qual ist, solange still sitzen zu bleiben bis die Erwachsenen fertig gegessen und getrunken haben. Aber dennoch gibt es Situationen wo ich mit ihnen ins Restaurant/Bar/Cafe gehen möchte. Und dann ziehe ich mich weder in die Coop noch ins McDonalds zurück. DAS ist eine Kultur die ich meinen Kindern ganz sicher nicht vermitteln möchte

    Es IST normal dass Kinder herumtoben und mit Essen spielen, das liegt in ihrer Natur. Und was Randale ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Aber sie bestätigen ja mit ihrer Aussage wiederum genau das was ich sage – es mangelt an Verständnis für normales Kinderverhalten. Genauso wie es anscheinend an Verständnis mangelt für Eltern, die nicht bereit sind über eine gewisse Anzahl an Jahren in Klausur zu begeben, um die arme Gesellschaft vor ihren Kindern zu schützen.

    Nur weil man ein Kind hat, heisst es nicht dass man gewisse Rechte abzugeben hat. Man hat ein mehr an Verantwortung, aber nicht nur der Gesellschaft gegenüber – die im übrigen auch will dass Kinder produziert werden. Wer selbst keine Kinder zur Gesellschaft beisteuern will, sollte sein eigenes Mass an Selbstgerechtigkeit und Aufdringlichkeit überprüfen – anderen die Arbeit überlassen, und dann sich beschweren dass diese Arbeit Spuren hinterlässt? Höchst interessant…

    Insgesamt dreht sich die Diskussion doch darum, dass alle Parteien keine Einschränkung ihrer Lebensqualität wollen. Aber das deshalb die eine Partei der anderen mangelhafte Kinderstube und Aufdringlichkeit vorwirft, finde ich reichlich fehl am Platz. Solche Vorwürfe sind in keiner Diskussion hilfreich.

  • Brige sagt:

    ich bin selbst mutter von 2 kindern im alter von fast 6 und 2 1/2 jahren. ich persönlich habe gar nicht das bedürfnis, mit den kindern in eine solche in-bar zu gehen. wozu auch? für mich doch mehr stress als in-sein… diese ausflüge in die welt der schönen und reichen und coolen behalte ich mir für meine kinderfreien abend vor. ich glaube, ich tue auch meinen kindern damit einen gefallen. ich glaube, es bräuchte gar kein kinder-verbot, sondern lediglich den gesunden menschenverstand der mütter…

  • guk sagt:

    ach, es scheint mir ein makel der zeit zu sein: das stigmatisieren aller möglichen gruppen. leben, doch nicht leben lassen. schlecht sind sie alle: die dicken, die dünnen, die armen, die allein erziehenden, die stillenden mütter, die nicht stillenden mütter, die sanften väter, die nicht präsenten väter, die ausländer, die nachbarn, die lehrer, die eltern allgemein, die kinderlosen, die alten, die noch nicht ganz so alten, aber auch nicht mehr jungen, die arbeitslosen … wer will kann die liste ergänzen. nur man selbst ist gut und unverstanden, bedrängt und eingeengt von all dem anderen.
    übrigens: ich gehöre zu mehreren der oben erwähnten gruppen. wer weiss, vielleicht gehören all diejenigen, die mit dem finger zeigen, zu mehreren gruppen …
    natürlich ist es eine frage wert, ob man mit kindern ein lokal aufsuchen will oder nicht. doch eine allein gültige antwort gibt es dafür wahrscheinlich nicht – eher scheint mir ein erfahrungsaustausch möglich. in gewisse lokale würde ich persönlich kinder nicht mitnehmen, in andere wiederum auf jeden fall, denn sie gehören zu DIESER gesellschaft und sollten überall willkommen sein. dennoch denke ich, dass eltern ein paar regeln befolgen sollten, damit sie auch auf ebensolchen respektvollen umgang pochen können. am tisch wickeln finde ich nun mal selbst nicht besonders appetitlich (hab ich auch erlebt, wenn auch zugegebenermassen nur einmal), da ich in einem speiselokal doch eher die kulinarischen düfte bevorzuge. aber ein lachendes, kreischendes oder auch weinendes kind gehört zu uns allen … und wird auch kinderlosen mal die rente sichern 😉

  • max sagt:

    @gargamel
    Also in der Stadt hier schickt kein vernünftiger Erwachsener seine Kinder in die öffentliche Schule. Unsere städtischen Schulen dienen nicht der Vermittlung von Grundfähigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen. Unsere städtischen Schulen sind einzig noch Spielwiese für die sozial- und integrationspolitischen Experimente der Linken.

    Das ist der Hauptgrund, warum dreiviertel der jungen Paare die Stadt verlassen, sobald sie Kinder haben oder sobald die Kinder ins Schulalter kommen. Der einzige Grund zum Bleiben sind die Ganztagesangebote der städtischen subventionierten professionellen Kinderbetreuungsanstalten.

    Was für die Zeit meiner eigenen Kindheit galt, gilt heute nicht mehr. Kinder in Zürich, Bern oder Basel grosszuziehen halte ich für verantwortungslos. Solothurn, Neuenburg, Luzern da kann man sich das noch vorstellen.

    @Sam
    Auch andere Städte haben Schicki-Micki-Fick-Kontaktstellen, aber in denen sieht man kein Baby-Radschützen-Kampfbuggies. Also hat es auch keine solchen Verbotsschilder.

  • Stefan W. sagt:

    Also, Dieser Blogeintrag wirkt jetzt aber fast ein wenig dünnhäutig 😉

    zu
    „Aber den Anfängen muss man wehren. Sonst stehen nachts plötzlich so viele Kinderwagen in Zürcher Szenebars wie
    Minarette in der Schweiz.“

    Vermutlich hält der Wirt es für einfacher, Kinderwagen ganz zu verbieten, als bei drei drin befindlichen Kinderwagen dem vierten den Zutritt zu verwehren und das dann dem erbosten schiebenden Elternteil zu erklären….

  • mira sagt:

    Also, ich verstehe die Aufregung um das ganze Thema nicht so ganz. Mir würde es nie in den Sinn kommen, mich mit Kindern in ein Lokal zu vertrockneten, Cappucino-schlürfenden Deux-Piece-Weibern zu setzen. Das würde ich den Kindern einfach nicht antun wollen. Da geht es besser in ein kinderfreundliches Restaurant. Wenn ich ohne Kinder unterwegs bin, dann bevorzuge ich auch „Erwachsenen-Bars“, allerdings müssen sie rauchfrei und „vertrocknete-Deux-Piece-Weiber“-frei sein.

  • Auguste sagt:

    @ roland strasser

    hmm…, in anlehnung an ein zitat meiner mutter: „wenn sie entäuscht sind, ist eine kleine welt enttäuscht.“

    @ juhee

    hmm…, wir bemühen uns ja, aber es ist nicht so einfach auf das niveau ihrer letzten beiträge herunter zu kommen.

  • Gus sagt:

    Wer will den schon in eine nach Rauch stinkende Bar mit Kindern. Ich gehe nie in solch ekelriechende Löcher. Mit einem Kind würde ich erst recht nicht.

  • Mingalabar sagt:

    Frau Althaus trifft den Nagel ein weiteres Mal auf den Kopf. Es scheint, als sei uns jegliches gesundes Augenmass abhanden gekommen. Wechseln wir nicht laufend unsere Rollen und fordern dannin der einen Rolle die Toleranz und Rücksichtsnahme ein, die wir in der anderen nicht gewillt sind, zu gewähren.
    Was mich aber wirklich stört, ist die Haltung der Wirte ihren Gästen gegenüber. Mal ist an den schwindenen Umsätzen die Wirtschaftskrise schuld, dann das kommende Rauverbot, mal die gestiegenden Rohstoffkosten oder Sozialabgaben, mal die Hygiene- oder Bauauflagen. Aber nie ist es ihr eigenes Verhalten. Ein Restaurant wie die beschriebene Kaffee-Bar, und viele weitere auch, meide ich, mit oder ohne Kind, mit oder ohne Wirtschaftskrise. Ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, nicht willkommen zu sein. Die Sprache ist ja immer ein guter Spiegel und Gradmesser: das Wort „Gasthaus“ wird bei uns kaum mehr verwendet.

  • Sam sagt:

    Klar ist es ein zürcher Problem, hat ja sonst nirgends eine Szene und somit auch keine Szenebars. 😉

    Meine Meinung zum Thema: Solange das Kind nicht alles zerstört und die Mutter/Vater bezahlt sucht sich jeder selber aus wo er hingeht. Wobei ich der Meinung bin, dass Restaurants für alle offen sein sollten und Bars nicht für Kinder gemacht sind.

    Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit Kindern in Restaurants. Wohne seit 10 Jahren in Zürich und hatte noch nie ein solches Problem. Bin allerdings auch nicht einer, dem diese Sachen immer ins Auge fallen und der sich fast schon freut sich endlich wieder über etwas aufregen zu können. Diese spezielle Gattung ist doch das grösste Problem. Hauptsache etwas finden an dem man sich stören kann. Keine Toleranz für niemanden ausser sich selbst. Wie man auch in den Kommentaren sieht wächst die population derjenigen stetig und das nicht einmal nur in Zürich…

  • gargamel sagt:

    @max: darf ich ihren beitrag so interpretieren, dass sie mir recht geben, dass es auch in einer stadt möglich ist kindern ein kindgerechtes aufwachsen zu bieten bzw. aufwachsen auf dem land noch keine garantie für ein „gelungenes“ (was immer das bedeutet) leben ist? dann wären wir ja mal annähernd einer meinung und ich kann das kreuz an die decke malen…

  • C. sagt:

    mir ist nicht ganz klar, was mütter mit kleinkindern in szene-bars zu suchen haben…..finde ich nicht kinderfreundlich und dient lediglich der eingenen ego-befriedigung..

  • max sagt:

    @gargamel:

    Beim Zigarettenrauchen [!] wurden fünf Sek-Schüler bei uns erwischt, das gab eine Riesengeschichte und der Klassenlehrer hat uns alle und nicht nur die fünf Sünder ins Gebet genommen. Heute dürfte ein Lehrer so etwas nicht einmal mehr kommentieren, von wegen… Gras ? – erst im Gymi, in der Stadt, vorher nicht einmal gewusst, was das ist. Heroinabhängigen gab es einen einzigen Achtklässler in der Primarschule. Saufen im Turnverein und Jugendmusik, da kann ich nicht mitreden, weil ich dort kaum Kontakt hatte. In der Pfadi gab es das nicht.

    Ah ja, dafür haben damals die 12-jährigen grosszügig das Schutzalter unterlaufen, im Skilager unter den Augen der Lehrer. Das wäre der Skandal gewesen. Hat nie jemand etwas mitbekommen.

  • SoonToBeMum sagt:

    Ich verstehe das Problem nicht ganz, natuerlich wuerde es mich nerven, wenn ich in ein Kaffee oder in eine Beiz gehen will und muss (woertlich) ‚Draussen vor der Tuer‘ stehen. Falls ich je einmal in diese Situation kommen werde, wuerde ich lieber mein Geld anderswo ausgeben, wo ich mich und Kinderwagen auch wohlfuehle. Aber es gibt ja auch Beizen, wo man sich auch ohne Verbotstafeln nicht willkommen fuehlt…

    Gerne wurde ich noch hinzufuegen, dass im Ausland nicht alles besser ist und Kinder in Lokalen nicht mehr willkommen sind als in Zuerich! In Grossbritannien zum Beispiel, wo ein Lokal, welches Alkohl verkauft eine spezielle (Familien)Lizenz haben muss, falls Kinder ueberhaupt reingelassen werden! Und mit Kinder meine ich Alter 0-18 -was ich noch viel muehsammer finde!!

    Anstatt mich ueber die paar Beizen oder Leute aufzuregen, die das Gefuehl haben, dass sie kein Kinderspielplatz sind, wuerde ich die Sache ein bisschen pro-active angehen. Wenn ich in Zuerich wohnen wuerde, zum Beispiel ein neuer Blog aufzuschalten mit allen Orten die zum Beispiel SEHR kinderfreundlich sind…

  • Auguste sagt:

    @ mia

    hmm…, betrachten sie es als kleines „danke schön“ für ihren „aussperren-einzeiler“ von gestern. der war perfekt.

  • gargamel sagt:

    @max: ausserdem kann man auch in der stadt so wohnen, dass man in 5 minuten im wald ist und die stadt zürich hat (zumindest hatte sie das zu meiner zeit) mehrere pfadiabteilungen…

  • Mia sagt:

    Ich lach mich tot… echt. Vor allem, wenn ich mir die 6 und 10 -jährigen Kinder von Nicole Althaus in Kampfwagen und an Busen so vorstelle…. Auguste, Du bist der Hammer.

  • Lina sagt:

    Ich bin ja sooo froh, dass die Zürcher offensichtlich keine anderen Probleme haben, als spielende Kinder in Beizen. Ich dachte eigentlich immer, Kinder wären eine Bereicherung für unsere Gesellschaft!

  • max sagt:

    @Kirsten
    Eben das meine ich mit links-alternativem Emanzentum, mit anmassender Aufdringlichkeit und mangelhafter eigener Kinderstube: Wenn Mütter es auch noch normal finden, wenn ihre Kleinen im Restaurant herumtoben, mit Essen spielen, randalieren, die Kellner bei der Arbeit behindern.

  • gargamel sagt:

    max, manchmal habe ich schon das gefühl, dass sie in einer idealisierten parallelwelt aufgewachsen sind… ich bin auch ein landei und wohl kaum viel jünger als sie, aber gekifft wurde schon damals, gesoffen sowieso (turnverein und jugendmusik erleichterten den einstieg) und zu den herointoten vom platzspitz haben wir (meine generation landeier) auch unseren nicht unwesentlichen beitrag geleistet…

    stadt böse / land gut deucht mich schon eine etwas einfache und ziemlich verklärte weltsicht zu sein…

  • Auguste sagt:

    hmm…, in der schummrigen ecke flirtet ein pegasus mit einem pony, daneben zwickt’s die königin von saba im string, ein junger muslim steht mit seinem minarett mit voll aufgedrehtem muezzin an der bar, an einem tischchen schüttelt dr. ulrich schlüer den kopf und liest die schweizerzeit bei einem glas wasser, ein kellner, marke latin-lover mit schürze, klebt neue abziehbildli neben die türe und zur tür herein stürmt nicole althaus mit einem dreiräderigen kinderkampfwagen, in dem die kacke so richtig am dampfen ist, jederzeit bereit busen oder notebook zu zücken, um in dem laden mal so richtig „aufzuräumen“. bis gestern kannte ich die bar infinito noch gar nicht. mir scheint, ich hab da beinahe was verpasst…

  • Juhee sagt:

    Ich bin VOLLKOMMEN ihrer Meinung, Frau Althaus. Sehr gut auf den Punkt gebracht! Blogs sind leider oft SEHR ernüchternd und das fröhliche allseitige Mitschreiben führt zu einem leider erbärmlichen Niveau.

  • Kirsten sagt:

    Das Plakat finde ich sehr amüsant, ebenso den dazugehörigen Artikel. Polarisieren ist gut, Neutralität und Distanz – darf hier in diesem Blog ruhig fehlen. Weiter so, Frau Althaus, ich lese ihre Blog-Einträge mit stetem Vergnügen.

    Was ich durchaus interessant finde ist die Häufigkeit mit der sich normal verhaltende Kinder als schlecht erzogene Goofen dargestellt wurden. Mitunter wurde im selben Atemzug noch die fehlende Sozialkompetenz der sich nicht kümmernden Eltern erwähnt.

    Mir drängt sich da die Frage auf – wenn nun jemand so offensichtlich keine Ahnung von Kinderverhalten hat, und Personen, die ebendiesen Kindern ebendieses Verhalten gestatten, fehlende Sozialkompetenz vorwirft – wem mangelt es da woran?

    Den Kindern an guter Kinderstube, den Eltern an Sozialkompetenz weil sie ihre Kinder nicht sozialverträglich am Gängelband halten, oder den sich durch kreischende Kinder auf den Deux-Pieces getretenenen kinderlos auftretenden Cappuccino-Schlürfern, die Kinder samt Eltern in die Coop, Migros oder MCDonalds dieses Landes verbannt sehen wollen, an Akzeptanz für die bestehende Gesellschaft?

    Herrje, Fragen über Fragen.

  • Staunemann sagt:

    Na, na Frau Althaus. Schön, dass sie wieder mal ihren Gesinnungsgenossen gezeigt haben, was sie für eine tolle linke Mutti sind. Das haben sie aber doch schon beim Köppel-Bashing gemacht. Deshalb ersparen sie uns doch ihre politische Position und erfreuen sie uns mit ihren manisch-depressiven Beiträgen des Mutterseins.
    Die einzige Parallele zu Minarett-Initiative ist, dass es wirklich viele Mütter gibt, die sich als die Auserwählten anschauen, nur weil sie ein Kind geboren haben und deshalb mit der gleichen Fanatik auftreten, wie ein Teil der Moslems die allen Ungläubigen den Tod wünschen.

  • max sagt:

    Wer in der Stadt Kinder grosszieht, ist echt selber schuld. Da hat es noch ganz andere und grössere Probleme. Schlechte öffentliche Schulen, Kiffen auf dem Pausenplatz, Gewaltkriminalität. Ganz zu schweigen von den fehlenden Möglichkeiten sich auszutoben in der freien Natur, im Wald, am See, lustigen Blödsinn machen ohne beaufsichtigt werden zu müssen.

    Nur das Thema hatten wir ja schon und Frau Althaus meinte, Zürich sei die Medienhauptstadt der Schweiz und als Journalistin müsse sie doch. Vielleicht muss sie als Journalistin auch in Schicki-Micki-Bars.

  • gargamel sagt:

    ich glaube, die ganze sache ist echt ein zürcher problem, bzw. ein zürcher in-szene-problem…

    mir persönlich ist’s halt ziemlich egal, ob eine in-bar ein kinder(wagen)-verbot erlässt, da ich mich selber in diesen (vorsicht! polemik!) banker/werber/fashion-people lokalen überhaupt nicht wohlfühle, da berührt mich so ein verbot wirklich nur äusserst peripher. und weils vermutlich einigen hier im blog so oder ähnlich geht, schlagen sich halt auch nur wenige auf die seite von frau althaus und es sieht so aus, als würde der grossteil der kommentatoren die aktion der barbetreiber begrüssen…

    ich gehe allerdings davon aus, dass die wenigsten hier apartheid-regeln („mütter und ihr nachwuchs sind hier unerwünscht und werden nicht bedient“) in gasthäusern gutheissen…

  • Yvee sagt:

    Vorschlag: Mc Donalds! Kinderfreundlich, Rauchfrei, Spielplatz und Kaffee vorhanden… Oder ist es evtl zu laut für die Eltern wegen dem Kinderlärm??? *grins

  • peter sagt:

    die antwort auf die kommentare ist so überspitzt wie der eigentliche artikel… hoffentlich.

  • rena sagt:

    Ja, schade, dass viele der Kommentare dermassen aus dem Ruder laufen. Auch wenn ich nicht tagtäglich in der „Weltstadt“ Zürich bin, fiel mir bei meinen Besuchen/Ausflügen (oder wie man’s immer nennen möchte) auch nicht auf, dass es nur ungezogene Gören und Bengel gibt. Nein, es sind wohl einfach Kinder, die irgendwann mal trötzeln und plären (hat ja nicht zwingend mit Ungezogenheit sondern wahrscheinlich vielmehr mit den kindlichen Entwicklungsphasen zu tun, nicht wahr).

    Jänu, meine Meinung bleibt bestehen. Szenebars sind wohl nichts für kleine Kinder, aber weniger wegen der Bar an und für sich, sondern weils wohl angenehmere und spannendere Orte für Kids gibt.

    Danke für die spitzen und treffenden Worte auf den gestrigen Blog hin. War wirklich auch etwas erstaunt…

  • zysi sagt:

    Aber den Anfängen muss man wehren. Sonst stehen nachts plötzlich so viele Kinderwagen in Zürcher Szenebars wie Minarette in der Schweiz.

    selbsterkenntnis kann helfen, bin da zuversichtlich frau althaus

    da ich kein metzger bin ohne gewähr, aber vor dem filetieren kommt erst mal das ausnehmen und die speckschwarte dran….

  • Roland Strasser sagt:

    @ Frau Althaus: „Ansichten kennenzulernen, die im Kreis, in dem man verkehrt, nicht vorhanden sind. Auf Gedanken zu stossen, die man sich selber nicht gemacht hat.“ – aber Ansichten, die in ihren Kreisen gelten revidiert oder irgendwelche neuen Schlüsse gezogen haben Sie nicht, Frau Althaus? Klar nicht.

    Aber klar, wenn man mit seinen Ansichten allein steht, sind all diese Schweizer Bünzlis und Hinterwäldler. Der Hinweis aufs „Ausland“ zieht nicht, weil die Belege fehlen.
    Auch anderen Meinungen den Platz einzuräumen, die sie verdienen, das wär doch Journalismus, nicht?

    Trotzig ist das. Bin enttäuscht.

  • Mia sagt:

    Grins. Natürlich kann man das mit dem Minarett-Verbot vergleichen. Ein paar wenige polarisieren die Meinungen, darunter zu leiden hat die Mehrheit der Unauffälligen. Manchmal denke ich, es fehlt am Zivilcourage der Allgemeinheit, die, die sich daneben benehmen, in die Schranken zu weisen. Lieber hängt man ein Verbotsschild raus.

  • Salome sagt:

    Völlig übertrieben und meilenweit am Thema vorbei.
    Evtl. hätten Sie die Beiträge der Leser etwas genauer durchlesen sollen.
    Für mich ist dieser Blog erledigt, weil er einfach nur ein Tummelplatz für dummes Geschwätz ist.

  • max sagt:

    Übrigens: Das Plakat ist witzig. Selten so gelacht.

  • Shlomo Grünbaum sagt:

    @ Hansueli: „… ein ticken mehr Distanz…“ LOL

    @ Frau Althaus: genau, stimmt so.

    Die … -Verteilung ist doch überall genau gleich. Mit dem Unterschied, dass in Rom, z.B., der Umgang mit Babes ein viel lockerer ist… Mir würd nie einfallen mein Kind in der Beiz zu wickeln…

  • Nicole Althaus sagt:

    @ gargamel: uUPs. Wo sie Recht haben, haben Sie Recht. Ist schon korrigiert. Danke

  • gargamel sagt:

    @frau althaus: ein thema kann meiner meinung nach zwar polarisieren, aber eher nicht polemisieren…

    mit besserwisserischen grüssen 😉

  • max sagt:

    Ich weiss noch immer nicht, ob sich das Verbot gegen Kinderwagen richtet oder gegen ungezogene Kinder oder gegen der Mütter, die sich dem Erwachsenwerden verweigern und ihre Kinder nicht erziehen.

    Nach meinem Dafürhalten sind nicht die Mehrheit der Mütter schlechte Mütter. Aber die auffällige, allzugut sichtbare Minderheit drängt sich auf und hält ihren Lebenstil, ihre politisierende Gesinnung und ihre Unefahrenheit für das Mass aller guten Dinge. 5% unmögliche und aufdringliche Eltern haben dann die Konsequenz, dass auch alle anderen zu leiden haben.

    Ist wie bei den Schusswaffen: Es gibt pro Jahr in der Schweiz 10 oder 15 mit Schusswaffen ermordete und dafür sollen ein paar hunderttausend verantwortungsbewusste Waffenbesitzer mit Verboten, Vorschriften und lautstarker politischer Beschimpfung eingedeckt werden.

    Oder es ist wie bei den al Kaida: Ein halbes Dutzend sprengen Flugzeuge in die Luft und Millionen Flugpassagiere müssen sich strapaziösen Kontrollen und Vorschriften unterziehen.

  • Martin A. sagt:

    @Nicole Althaus
    Filetiert, oder nicht – das hängt davon ab wieviel man erträgt. Schockierender ist vielmehr der oftmals sehr rüde Tonfall mit dem eine andere Meinung kundgetan wird. Bzw. die fremde Meinung runtergemacht wird. Ich muss sagen, dass mehrmals jene unangenehm aufgefallen sind, die sich über den mangelnden Anstand anderer Mütter (die Väter wurden meistens verschont – Glück gehabt) beklagten.

    Der Minarettverlgleich ist lustig in dem Sinne als dass er viele Kommentare bringen wird. Er hinkt aber. Aber eine Journalistin in einem solchen Blog soll ruhig ein wenig provozieren. Sie werden offenbar gerne filetiert :-). Auch wenn mir egal ist, wieviel Kinder rumturnen (ich muss ja nicht dort einkehren) finde ich aber nach wie vor, dass ein Wirt selber über ein Kinderwagen oder eben Kinderverbot entscheiden kann. Statt dauernd zu lamentieren, dass man benachteiligt werde muss man solche Schuppen einfach meiden und nicht weiterempfehlen.

    Und ja, sie haben recht. Auffällig waren häufig waren Kommentare vertreten bei denen man den Anschein hatte, dass die Stadt in einem Chaos von ungezogenen Kindern versinkt. Mir ist das auch nicht so aufgefallen bis anhin. Auffälliger benehmen sich da vielmehr einige Erwachsene mit ihren Saubannerzügen. Ob die alle mal in Restaurants als Kinder rumgelungert sind … Dieser abendteuerliche Verknüpfung wurde ja auch gemacht. Aber das ist ein anderes Thema.

  • Hansueli sagt:

    Sehr geehrte Frau Althaus,

    ich fand Ihren gestrigen Artikel, wie auch alle Ihrer anderen, super geschrieben. Es gelingt Ihnen immer wieder auch für nicht-Eltern äusserst interessante Themen anzustossen. Das Sie gestern von einigen Kommentatoren in teilweise unverschämter Weise „filetiert“ wurden bedauere ich, und kann ich ab einem gewissen Punkt ebenfalls nicht mehr nachvollziehen. Auch wenn es durchaus legitim ist, eine eigene Diskussion über die allgemeine Meinung in den Kommentaren zu führen, so fühle ich aus Ihren Zeilen, dass Sie in erster Linie vor allem tief getroffen sind und Ihrem Unmut Luft machen möchten. So sehr ich dies auch nachvollziehen kann finde ich es jedoch schade, dass Sie den Mamablog als Ventil gewählt haben. Ich weiss es ist einfach gesagt, aber über einen ticken mehr Distanz hätte ich mich sehr gefreut.

    An dieser Stelle möchte ich Ihnen aber auch ein grosses Kompliment für den tollen Blog und Ihre interessanten und reflektierten Beiträge machen! Ich lese hier sehr gerne.

  • rabenmutter sagt:

    Es ist fast zwei Jahre her, da wurde schon mit „unternehmerische Freiheit“ argumentiert: http://rabenmuetter.blogspot.com/2008/05/kinderverbot-im-szene-restaurant.html

    Es bleibt uns Eltern wohl nichts anderes übrig, als uns im Mac oder Migros-Restaurant zu treffen…

  • lambada sagt:

    Als ich drei war und mal draussen auf meine Mutter warten musste, habe ich auch die Arme verschränkt, eine Schnute gezogen, mit den Füssen gestämpfelt und getäubelt… 🙂
    Irgendwann kommt man aus dem Stadium raus, nicht?

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