Skifahren für Zweijährige?

Mamablog

Auch der Stemmbogen hat seine Tücken. Foto: mouse_sonya (iStock)

«Fährt er schon Ski?» ist eine Frage, die mir in letzter Zeit mit Blick auf den Zweieinhalbjährigen an meiner Hand öfters gestellt wird. Klar, es ist wieder Saison. Dennoch erwischt mich die Frage jedes Mal – na ja – ein bisschen kalt, halt.

Doch wie geht dieses Lied: «Alles fahrt Schii, alles fahrt Schii, Schii fahrt die ganzi Nation!» In einem Land, in dem so ein Song zum Klassiker wurde, ist es eigentlich kein Wunder, dass Kinder frühestmöglich trainiert werden in Sachen Wintersport. Auf dass «d Mamme, de Bappe, de Sohn» (und bestimmt auch die Tochter) noch mit Schnuller in den Schnee können, die Ski zwar an, aber die Windeln noch nicht aus.

Nun, wir hatten es mit unserer ersten Tochter versucht. Ein Windelkind war sie zwar nicht mehr. So lange hatten wir unserem elterlichen Ski-Enthusiasmus immerhin die Stirn geboten. Doch mit etwa vier Jahren stand sie zum ersten Mal auf Brettern am Hang. Oder vielleicht sollte ich eher sagen: «am Berg».

Nicht im Reinen mit den Rossignols

Man kennt sie, die Szenen von verzweifelten Eltern und ihren ebenso verzweifelten Kindern beim Skifahren: Schon mehrmals hatten wir mitfühlend bis schmunzelnd beobachtet, wie von unten her Tipps gerufen wurden und irgendwann die Drohung: «Jetzt steh endlich auf, sonst fahr ich weiter!» Das Kind derweil brüllend im Schnee liegend, ein einziges Tohuwabohu von Armen, Beinen, Brettern und Stöcken. Und nun hörten wir uns plötzlich selbst schreien: «Talski belasten, Talski belasten!» Das Kind war vier, wie gesagt, und – gelinde gesagt – nicht im Reinen mit seinen Rossignols. Also ziemlich überfordert und schon rein altersmässig kaum in der Lage, zu wissen, wo ihm der Kopf steht, geschweige denn, wo oben und unten ist. Die Steigung der Piste war geschätzte fünf Prozent, doch das ganze Unterfangen fühlte sich für uns Eltern bald an wie ein pädagogischer Steilhang. Kurz gesagt: Es war ein Desaster. Dabei wollten wir doch bloss unsere eigene Freude am Skifahren weitergeben.

Die Lösung? Ab in die Skischule! Dachten wir. Die meisten Skischulen nehmen Kinder ja bereits ab drei Jahren auf, mancherorts gibt es gar «Windelskischulen» für Kinder ab zwei. Doch unsere Tochter sträubte sich standhaft. Hätten wir Druck aufgesetzt, wäre sie wahrscheinlich eines dieser unglücklich dreinschauenden Kleinen geworden, die auch kein plüschiger Snowli-Schneehase mit Wackelohren dazu bringen kann, auf dem Zauberteppich nicht zu zaudern. Also gaben wir es auf.

Wehe der Schneewehe

Bestimmt gibt es Kinder, denen ein Skihelm bereits in die Wiege gelegt wurde. Sie rasen wahrscheinlich die schwarze Piste hinunter, bevor sie gehen und «Schnee» sagen können, und haben Spass dran. Ja, bestimmt gibt es sie. Doch unsere gehören nicht zu ihnen. Auch die zweite Tochter nicht: Aus Versehen ein verirrtes Flöckchen im Kleinkind-Gesicht, schon war die Lust auf die weisse Pracht buchstäblich von der Schneewehe verweht. Ähnlich jetzt der Junior: Bei ihm arbeiten wir daran, nicht nur im Stillstand auf dem Schlitten zu sitzen, sondern auch in Zeitlupe zu fahren.

Gut ausgerüstet: Mädchen auf einem Skilift. Foto: FamVeld (iStock)

Allerdings sind wir gelassen geworden. Auch dank einem späteren Aha-Erlebnis mit der ersten Tochter: Nur zwei Jahre später, als sie sechs war, reichten wenige (freiwillig und enthusiastisch besuchte) Stunden Skischule aus, um aus dem vormals im Schnee verknäuelten Etwas einen wendigen Pisten-Schreck zu formen. Unser Erstaunen war gross. Jenes des Skilehrers hielt sich in Grenzen. Eigentlich, so erklärte er, mache Ski fahren lernen unter sechs Jahren gar nicht viel Sinn. Die Kinder seien weder kognitiv so richtig in der Lage, die Anweisungen zu verstehen, noch motorisch so weit, sie umzusetzen. Nun, wenn sie Spass dran haben: Warum nicht? Ansonsten könnte man sich also den Stress auch ersparen, bis sie etwas älter sind und den Hügel bald ohne emotionale Hals- und Beinbrüche schaffen. Das nahmen wir uns bei unserer zweiten Tochter gern zu Herzen. Mit Erfolg.

Mittlerweile fahren beide so gern Ski, dass ich wieder geneigt bin zu denken: «Es get halt nüt Schöners, juhe, juhe, als Sunneschiin, Bärge und Schnee.» Gelegentlich lassen sie sich gar kleine Tipps von uns Eltern geben. Wir unsererseits wundern uns, warum vor Wintersport mit Kleinkindern eigentlich keine amtlichen Warnungen ausgesprochen werden.

Heute kommt es mir nicht mehr in den Sinn, unser Kleinkind auf die Bretter zu stellen. Die eingangs geschilderte Frage nach seinen Stemmbogen-Kompetenzen kommt daher meist unerwartet. Nach einer Antwort muss ich allerdings nicht mehr lange suchen: klar «Nein»!

Welches sind Ihre Erfahrungen mit Ski fahrenden Kleinkindern?

Lesen Sie dazu auch das Posting von Rinaldo Dieziger «Ein Tiroler Alptraum» – und morgen Mittwoch im Outdoorblog: «Skischule oder selber beibringen?»

111 Kommentare zu «Skifahren für Zweijährige?»

  • Sila sagt:

    ökologisch-ökonomische. Gut möglich, dass wir mal mehr auf Langlauf umsteigen…. bin aber froh, können unsere Kinder unterdessen einigermassen sicher Skifahren.

  • Sila sagt:

    Natürlich verpasst man kaum etwas, wenn das eigene Kind nicht schon mit 2 oder 4 in den Skikurs, Musikkurs, Frühenglisch, Schach u.ä. geht. Vielfältige Bewegungserfahrung und Anregung ohne Leistungsdruck und Zwang und Lernen, eine Frustrationsgrenze zu überwinden, tut den Kindern schon gut. Es ist doch normal, wenn Eltern ihre Kinder zu ihren Hobbys mitnehmen! Natürlich müsste das nicht sein, aber das ist doch auch eine Chance für das Kind, wenn es nicht übermässig gezwungen wird! Skifahren stellt für mich eine Möglichkeit dar, gemeinsam als Familie im Winter draussen zu sein und gelegentlich dem Mittellandnebel zu entfliehen. Das könnte man auch mit Schlitteln oder Langlaufen – mir und mittlerweilen auch unseren Kindern macht halt Skifahren Spass. Argumente gegen Skifahren sind für mich

  • Maresa sagt:

    Ich habe meinen Sohn mit 18 Monaten das Schifahren gelernt. Ganz besonders wichtig ist die richtige Ausrüstung. Vor allem Schuhe , welche volle Bewegungsfreiheit erlauben, sowie keine Carvingskier. Die ersten Schritte werden am erfolgreichsten im Wohnzimmer am Teppichboden geübt.
    Sowie das Aufstehen und die Erklärung vom Pflug ( das Bremsen ) Danach bei geeigneten Schneebedingungen das erste Mal auf eine ebene Schiwiese . Lassen sie ihrem Kleinkind Zeit bis es selbstständig gehen und auf ganz leicht geneigtem Hang aufsteigen kann. Danach kommt der Pflug und ihr Kind wird es Ihnen danken… Die Erklärungen sollen in kindlicher Sprache erfolgen.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Mit 18 Monaten erst? Meine bretterten im Alter von 90 Tagen schon die schwarze Piste runter!

    • Anh Toàn sagt:

      @Maresa: Gefällt mir Ihr Post: Richtige Ausrüstung, „vor allem Schuhe“, richtiges Gelände, richtige Schneedingungen, „Zeit lassen“:

      Der typische Unterländer setzt seine Kinder mal mindestens 1.5 Stunden ins Auto, dann Schuhe anziehen und mit dem ganzen übrigen Kasumpel zur Talstation, spätestens im Gedränge zur Gondelbahn hat Kleinkind dann eigentlich schon keinen Bock mehr. Und bucht man eine Woche, muss es auch bei Schneetreiben und ohne Sicht, man hat ja so gebucht und muss jetzt ausnutzen. Dazu erwarten Mami und Papi möglichst rasche Lernfortschritte, damit sie selber wieder das Skifahren geniessen können.

      Gerade um das richtige Gelände zu finden, braucht es sehr gute Ortskenntnisse: Wo ist es nicht zu steil, wo hat es nicht zu viele Leute. Wissen fast nur Einheimische.

  • Grina sagt:

    Egal ob Ski, Velo/Like a Bike , Trottinett, etc. es ist das Selbe: ein Kind muss Freude am Lernen des Geräts haben. Sonst gibt’s für beide Seiten nur Frust. Das hat mein Vater (ausgebildeter Skilehrer) schon immer gesagt. Ich kenne ein Mädchen, das mit gerademal 2 Jahren enorm viel Freude am Skifahren hatte und fast nicht zu bremsen war. Unser kleiner Sohn (3.5) ist noch nicht so weit. Kürvli machen und Bremsen lernen will er nicht, lieber Schnee schaufeln und mit dem Bob den Hang runtersausen. So what. Ist doch toll, dass er etwas anderes gern im Schnee macht. Er soll sicher nicht wegen meines Ergeizes unbeingt jetzt schon Skifahren lernen – oder gleich ganz die Freude daran verlieren.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

      Gerade in der Freizeit sollte in erster Linie die Neigung das Verhalten bestimmen und nicht die FamilienbefehlshaberInnen. Fuer geseunde (Wehr-)BuergerInnen unerlaessliche Leibesertuechtigung sollte bis zum Alter von 25 Jahren mindestens einen halben Tag pro Woche von der Lohnsklaverei befreiend obligatorisch sein. Der Sammler und Jaeger musste sich noch bewegen, wenn er nicht verhungern wollte. Die Zivilisation hat dieses Defizit zum Wohle von Buerger, Volk und Vaterland mit Pflichtsport statt Zwangsarbeit auszugleichen

  • mira sagt:

    Wir haben jeweils mit 3 Jahren angefangen. Bei der Tochter – ein zierliches Kind – war es zu früh, sie schaffte pro Tag max. 1 Stunde Skischule… Erst mit 5 war sie kräftig genug, 2-3 Stunden Skischule am Morgen durchzuhalten. Wir haben es immer wieder angeboten, aber keinen Zwang ausgeübt. Beim Sohn – ein kräftiges Kind – war es genau richtig. Er machte die 2-3 Skischul-Stunden von Anfang an mit und fuhr nachmittags nochmals 1-2 Stunden „alleine“ blaue Piste. Jedes Kind ist individuell was Konzentration und Kraft angeht. Daran müssen sich die Eltern halt orientieren.

  • Björn Tiemann sagt:

    Da es einfach sehr Spass macht, einen Tag in der Natur mit der Familie mit Skifahren zu verbringen, haben wir unseren Kindern früh das Skifahren beigebracht, ab ca. 2.5 bis 3 Jahren. Es geht schon, braucht etwas Geduld, aber ein Zwang soll es natürlich nicht sein (war es auch nicht). Von der Skischule haben wir nach anfänglich schlechten Erfahrungen abgesehen. Ist dann auch cool, wenn sie mit 5j die steilen Pisten runterfahren können.

  • Tom sagt:

    Unsere bald 3-jährige Tochter findet es sau lustig, auf den Ski rumzurutschen. Der Spass dauert ca. 10min, dann will sie Pause und evlt. später nochmals rumrutschen oder auch nicht. So passt das für mich. Solange sie Spass halt, kann sie auf den Ski stehen, aber ohne Freude daran, bringts nichts. Sie darf, wann immer sie will (und es Schnee hat), aber sie muss ganz sicher nicht. Ich will’s ja nicht für die Zukunft versauen.

  • Susi sagt:

    Sollte mein Mann wider Erwarten auf die Idee kommen, mit mir Ski fahren zu wollen, dann werde ich ihm einfach das hier zeigen:

    https://www.youtube.com/watch?v=KRHuYB2Pm0g

  • säm sagt:

    «Wehe der Schneewehe», «die weisse Pracht», «buchstäblich von der Schneewehe verweht»? – Please!

  • Susi sagt:

    Ich war auch so ein Ski-Kind. Wenn ich mein Fotoalbum anschaue: Als Baby bei Mami auf der Piste am Rücken im Traggestell, ohne Helm. (Geschichte dazu: Sturz auf dem Eis, Klein-Susi blutet im Gesicht, Geschrei, Blut im Schnee, schimpfende Leute und eine beschämte Mutter). Dann ein Foto mit knapp 2 Jahren und Skis an den Füssen. Später jede Skisaison in der Skischule. Ich hasste es; beim Geruch und Geräusch von Ski-Equipment, beim Wort „Rossignol“ läuft es mir noch heute kalt den Rücken runter. Obwohl ich eigentlich gar nicht schlecht fuhr, aber ab ca. 14 Jahre hab ich mich geweigert und ging auf den Pferdehof reiten, während der Rest der Familie weiterhin auf der Piste weilte. Mein Bruder fuhr leidenschaftlich gerne, auch Snowboard. So sind die Kinder verschieden.

    • Susi sagt:

      Meine Schwiegereltern finden, Skifahren lernen im Kleinkindalter gehöre zur Schweizer Sozialisation. Also gingen sie mit unserer Tochter ab knapp 3 Jahren ins Kinderhotel, wo sie jeweils den ganzen Tag auf den Skis verbringt mit den Hauseigenen Skilehrern. Sie ist für ihr Alter sehr gross, fährt gerne und stellt sich anscheinend extrem gut an, hat bis jetzt immer das Rennen gewonnen, obwohl sie ab 4 mit der älteren Gruppe fahren durfte. Seit sie 5 ist, fährt sie die blaue Piste, mittlerweile vielleicht die rote, keine Ahnung, sie ist grad wieder in den Ferien jetzt, während mein Mann und ich sturmfrei haben. Manchmal fällt der Apfel doch weit vom Stamm…
      🙂

  • Leo Schmidli sagt:

    Wir alle meinen Bescheid zu wissen, kennen aber nur unsere kleine Welt. Ich war neulich mit Kindern (2+4 Jahre) in den Bergen. Skifahren wollten wir die Kinder ausprobieren lassen (auf deren Wunsch), von einer Skischule wurde uns abgeraten. Also nur das Material gemietet. Der Vermieter hat uns vorgewarnt, dass die meisten Eltern (!) zu optimistisch sind, sich alles rosarot ausmalen und schon nach sehr kurzer Zeit enttäuscht das geliehene Material zurückbringen. Ich denke, das Problem liegt hier an den übersteigerten Erwartungen.
    Wir sind mit den Kindern auf den Kinderhügel, der Kleine hatte nach zwei „Abfahrten“ genug, die grosse hatte mehr Ausdauer. Wir mussten sie dann bremsen.
    Fazit: Ohne Erwartungen ausprobiert, kein Druck vorhanden.

    • Maria sagt:

      Ja genau, beim 4 jährigen Sohn waren wir auch zu optimistisch, haben ihn nach 2 Tagen aus der Skischule genommen. Daher wollten wir bei der jüngeren Tochter bewusst länger warten … mit 3 1/2 wollte sie aber dann unbedingt auch auf die Ski und siehe da, sie konnte nach einem Tag Kurven fahren und bremsen. Der grosse Bruder hatte genug Trockenübungen mit ihr zu Hause gemacht Sie liebte die Skischule obwohl sie jeweils mit grossem Abstand die Jüngste war. So sind die Kinder verschieden und es gibt kein richtiges Alter um die Kinder auf die Skis zu stellen….

      • Thomas Staub sagt:

        Richtig. Unsere Kinder freuen sich auf die Skischule und es ist eine tolle Zeit. Unser Sohn seit er 2.5 Jahre alt ist, die Tochter ging mit 4 zu ersten mal in die Skischule. Skischule ist viel Spass, Spiel und Abwechslung. Man sollte als Eltern NICHT versuchen den Skilehrer zu spielen. Das machen andere besser, viel besser. Wir Eltern geniessen dafür das Skifahren in vollen Zügen. Und danach zeigen uns die Kinder was sie gelernt haben.

  • 13 sagt:

    Wir haben (einmal mehr) die Erfahrung gemacht, dass halt jedes Kind anders ist. Wir fahren selber nicht, weshalb wir auf die Skischule angewiesen sind. Mein ältestes Kind ging ab 4 in die Skischule, war seit dem ersten Tag mit grossem Eifer dabei und fährt heute gerne und inzwischen ganz solide. Das zweite haben wir ebenfalls mit 4 geschickt und nach zwei Tagen wieder rausgenommen, da es nur geweint hat. Es fror, das Fahren gefiel ihm nicht, und es wollte keinesfalls auch nur 10 Min alleine bleiben. Ein Jahr darauf wollte es immer noch nicht, probierte es aber 2 Tage mit Freunden von uns und es gefiel ihm. Heute sagt es, es wolle dann nächstes Jahr in die Skischule gehen. Wir werden mal sehen.

  • Sportpapi sagt:

    Eine ganz komische Geschichte. Zuerst also gehen die Eltern mit dem Kind selber auf die Piste und überfordern es offensichtlich (Talski belasten…?). Dann hat es gerade keine Lust auf Skischule, also muss es auch nicht. Und schon wird verallgemeinert, als ob das völlig normal wäre. Und man findet noch einen Skilehrer der erklärt, dass vor 6 Jahren Skifahren sowieso nicht sinnvoll ist. Soso.
    Sicherlich ist es nicht nötig, dass ein Kind so früh auf Ski steht. Aber vielleicht will es, vielleicht ist man aber auch schlicht wegen der Geschwister sowieso da. Und dann schaut man halt, was geht, ohne das Kind zu überfordern. Und wenn man keine Ahnung hat, dann halt wirklich in den Gruppenunterricht der Kleinsten auf dem Zauberteppich.

    • Sportpapi sagt:

      Ausserdem lässt sich das natürlich beliebig ausweiten. Warum sollte ein Kind bereits Trotti oder Fahrrradfahren lernen in dem Alter? Geht doch mit sechs Jahren oder später viel schneller. Sich selber anziehen, Schuhe binden, usw.
      Letztlich geht es individuell um eine altersgerechte Förderung. Aber einfach alles lassen, nur weil das Kind vielleicht eher ängstlich ist, das führt vermutlich auch nicht zum Ziel.

      • Habig Regula sagt:

        @Sportpapi: Da sind wir fast beim gleichen Thema wie gestern. Sie schreiben „führt vermutlich auch nicht zum Ziel“, und da müssen alle Eltern wohl zuerst definieren, was ihr Ziel ist. Unseres war immer, dass die Kinder lernen, was für sie selber gut ist und was nicht, das ist schon mal nicht für alle gleich, und dann akzeptieren, dass andere Menschen anders sind, und dass das ok. ist. Es wäre für mich ein Unding, ein ängstliches Kind zu irgendeinem Sport zu zwingen, nur weil ich ihn mag, was sollte denn das bringen? Ich bin wieder beim gleichen Punkt wie gestern: die lebenswichtigen Dinge wie Impfungen und später Schule und Hausaufgaben müssen durchgesetzt werden, alles andere, auch Velofahren, ist Beilage und kann auch weggelassen werden, wenn das Kind absolut nicht will.

      • Sportpapi sagt:

        @Regula Habig: Es ist zu unterscheiden, ob ein Kind unbedingt nicht will, oder was der Grund ist, dass es gerade jetzt nicht will. Das hat ja meistens weniger mit dem Thema, und viel mehr mit dem Umfeld zu tun. Also: Will das Kind nicht Skifahren? Oder hat es Angst? Oder will es nicht stürzen, nicht überfordert werden? Oder will es einfach nicht weg von den Eltern? Je nachdem ist eine andere Strategie gefragt. Da kommen Sie aber nicht weiter, wenn Sie das „ich will nicht“ einfach unhinterfragt akzeptieren und mit dem Kind wieder gehen.
        Zumal für mich viel wichtiger ist, wie es dem Kind während dem Unterricht geht, und in welcher Laune es zurückkehrt.

      • Sisifee sagt:

        @ SP: Ein „Ich will nicht“ kann ich mit meiner 3 1/2jährigen, verbal gewandten Tochter analysieren. Mit dem älteren Sohn hätte das in diesem Alter vielleicht funktioniert, mit dem mittleren gar nicht. Bei einem zweijährigen Kind würde ich ein „Ich will nicht“ beim Skifahren sehr schnell mal stehen lassen und es am nächsten Tag wieder probieren. Oder im nächsten Jahr. Man vergibt wirklich nichts dabei.

      • Sportpapi sagt:

        Zwei ist ja auch wirklich unterste Grenze. Da macht es auch in meinen Augen noch wenig Sinn.

    • Sisifee sagt:

      Zentral sind für mich zwei Punkte: Das Kind will und man schaut, was geht, ohne es über einen längeren Zeitraum zu überfordern. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, finde ich auch Skifahren mit 2 in Ordnung.
      Im übrigen gibt es auch bei grösseren Kindern Momente der Überforderung. Der 8jährige unserer Freunde hatte extrem zu kämpfen in den ersten zwei Tagen, hat viel geweint – aber es schlussendlich gepackt. Was hat er sich gefreut, als er Ende Woche sogar aufs Podest gefahren ist! Ich denke, dass er dabei etwas gelernt hat, was unendlich wertvoll ist: Eine ¨Herausforderung zu meistern.

    • 13 sagt:

      Skifahren mit 2-4 Jahren ist altersgemässe Förderung? Klar, wenn es dem Kind Spass macht, sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht, aber es sollte kein Muss sein. Auch das Trotti- oder Velofahren in dem Alter soll das Kind nicht. Es darf natürlich, aber was schlimm daran sein sollte, wenn ein Kind „erst“ mit 6 Velofahren lernt, erschliesst sich mir nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja, das ist altersgerechte Förderung, zumindest was Trotti und Fahrradfahren (Like a bike) anbelangt. Natürlich kann man es aber auch später noch lernen.
        Aber irgendwann geht es dann nicht mehr so einfach, das ist auch klar.
        Von schlimm habe ich aber nicht gesprochen. Sondern mich über die heutigen Aussagen gewundert die heissen, vor sechs Jahren bringt gar nichts. Und das ist nun mal völlig daneben.

      • 13 sagt:

        Nun ja, wir hatten als Kinder keine Trottis und lernten kurz vor der Schule Velofahren. Zwischen irgendwann und im Kleinkindalter liegen ja ncoh viele Jahre (lernt ein 6j wirklich schwerer als ein 4j?). Das ist die Erfahrung dieses Skilehrers und ich kann sie ehrlich gesagt nachvollziehen. Dieses immer früher, schneller, besser muss auch nicht unbedingt sein.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ein Sechsjähriger lernt einfacher als ein Vierjähriger. Mit zunehmendem Alter kann gezielter gelernt werden, werden Anweisungen besser verstanden – auf der anderen Seite nimmt meist die Angst vor Stürzen zu.
        Insofern ist zuwarten nicht schlimm.
        Auf der anderen Seite fehlen halt dann x-fach Bewegungserfahrungen. Die 10000 Stunden bis zur Meisterschaft sind hier ein Thema.

      • Susi sagt:

        „vor sechs Jahren bringt gar nichts“ stimmt tatsächlich nicht. Unsere Tochter fuhr bereits bevor sie 3jährig war und wurde, bevor sie 5 war, also bei ihrer dritten Saison, vom Skilehrerteam mit der Gruppe „auf den Berg“, also auf die Erwachsenen-Piste, mitgenommen. Wie gesagt, blaue Piste und noch nicht mal 5.
        Sie war nebst den Skiferien, in welchen sie morgens und nachmittags unterrichtet wurde, auch noch einmal wöchentlich hier lokal auf den Skis gestanden, Skikurs im Brunni. Alles offensichtlich mit grossem Lernerfolg. Da stimmt eine solche Aussage einfach nicht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Ok, für diejenigen, die das Skifahren ihrer 4jähriger nicht als Vorbereitung für eine Profikarriere anschauen, bleibt es also dabei: Wenn es dem Kind keinen Spass macht, ist es schlicht nicht nötig. Zumal ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen bleibt, dass ein 4jähriger, der eine Woche lang gefahren ist und dann ein lang Jahr gar nicht, wirklich im nächsten Jahr darauf aufbauen kann. Bei älteren Kindern oder solchen, die öfters gehen wie bei Susis Tochter sieht es anders aus.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ 13

        Ob ein Kind, welches ein Jahr nicht mehr auf den Skis gestanden hat, auf den vorjährigen Skiversuchen aufbauen kann, höngt wie alles andere auch vom Kund ab: mein Grosser hat jedesmal grosse Fortschritte gemacht und sogar Levels übersprungen, wöhrend mein Sohn jeweils Mühe hatte, an seinem Können vom Vorjahr anzuknüpfen, wobei bei ihm wohl auch die Unfallvergangenheit eine Rolle spielte.

      • Sisifee sagt:

        @ 13: Doch, das geht schon mit dem Anknüpfen ans Vorjahr. Wir fahren – wenn es nicht bis ins Zürcher Oberland schneit – auch nur in den Skiferien. Beide Jungs fahren – nach 1, 2 Stunden zumindest – dort weiter, wo sie aufgehört haben. wie TvS sagt, ist auch das wohl verschieden.

  • Jan sagt:

    Was willst du machen? Wenn jemand im „Freundeskreis“ ein Bild ihres 2 Jährigen auf Ski im Facebook bringt und der eigene 3 Jährige noch nie auf Skiern stand, dann weiss man was man zu tun hat.

  • Reincarnation of XY sagt:

    WWB ? – Waschweibblog? Kein Thema zu lapidar, um irgendwie noch 100 andere Eltern anzuschwärzen?
    Sie hatten keinen Erfolg ihr Kleinsten fürs Skifahren zu begeistern?
    Dann werden sicher 100 andere Eltern ihre Kleinsten dazu zwingen.

    Wie kann man nur so die Welt sehen. Wenn meine Kinder keinen Spass an Fussball haben, denke ich doch nicht, dass alle Fussballkinder nur von Eltern dazu getrieben werden.
    Ich kann meinetwegen darüber schreiben, dass meine Kinder trotz meiner Versuche nichts mit Fussball anfangen können und wir jetzt etwas anderes gefunden haben, aber ich muss doch nicht stets subtil und direkt die anderen Familien anschwärzen, bei denen das nicht so ist wie bei mir.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ganz bei Ihnen: jedes Kind ist verschieden. Mein Grosser stand mit 3.5 Jahren zum 1. Mal auf den Skis und war offensichtlich ein Naturtalent, der heute sehr gut Ski fährt, obwohl er nur eine Woche jährlich die Möglichkeit dazu hatte, weil ich selber nicht Ski fahre. Der Kleine hat mit 5.5 J damit angefangen und tat sich etwas schwerer, obwohl auch er von Anfang an gerne gefahren ist.

      Wichtig ist doch einfach, dass die Kinder Spass haben daran. Persönlich plädiere ich für Skischule, da ich öfters beobachtet habe, dass die Eltern in ihrem eigenem Egoismus die Kinder überfordern, da man selber möglichst schnell selber Abfahrten bewältigen möchte und die wertvollen Ferien nicht den Kindern zuliebe am Idiotenhoger verschwenden wollen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Zudem glaube ich, dass in Skischulen mehr Wert auf anständiges Benehmen auf der Piste gelegt wird, als wenn die Eltern selber unterrichten.

  • Jane Bissig sagt:

    Ist das mit dem Skifahren nicht sowieso langsam vorbei, so klima- und umwelttechnisch? Ich habe jedenfalls keine Lust, mein Kind im Kunstschnee aus Bächen abgezapftem und in Stauseen gut abgestandenem Wasser spielen zu lassen.

    Inzwischen gibt es ja vielerorts auch kein Skilager mehr. Und wenn doch, hat es hoffentlich genug Gspändli, zumindest da, wo auch „AusländerInnen“ wohnen, die auch „nur“ schlitteln oder schlöfeln. Der soziale Druck ist also auch nicht mehr so gross. (Hoffe ich mal. Und sonst wird meine Haltung dann vielleicht nochmal überdacht)

    • Sportpapi sagt:

      Was meinen Sie mit sozialem Druck?
      Nach wie vor gehen Gruppen von sportlichen Jugendlichen jedes Wochenende auf Schnee – z.T. auch für Touren etc. Aber da muss man ja nicht dazugehören, wenn man nicht will.
      Aber: Den Kindern die Chance zu geben, das später einmal selber zu entscheiden, das möchten wir – und deshalb gehen wir zumindest eine Woche im Jahr zum Skifahren.

      • Jane Bissig sagt:

        Ich meine wenn alls relevanten Gspändli Skifahren will es vielleicht auch gern und denkt, es verpasst was wichtiges. Dann tät ich vielleicht doch wieder auf die Piste gehen. (Hat ja schon was Schönes auch. Die Unlust und der Unwille an dem Wahnsinn teilzunehmen sind einfach stärker)

        Aber Skifahren ist ja glaubs wirklich nicht etwas, mit dem man so früh wie möglich anfangen muss und sonst ist es verloren. Lernen sogar Erwachsene noch. Von daher: Mal sehen was die Schuljahre dann bringen.

      • Ka sagt:

        @ jane bissig. meine Eltern konnten sich Skifahren nicht leisten, so lernten wir erst im Skilager Skifahren, also mit 12 Jahre. Ich behaupte mal, dass ich nicht schlecht fahren, es war aber eine grosse Anstrengung. Wenn ich nun meinen Kindern zuschaue, die es mit ca. 4 Jahren erlernten, dann muss ich sagen, dass es viel einfacher geht. Also je älter, desto anstrengender. War mal mit Freunden aus Brasilien hier Skifahren, echt das Aufstehen ist als Erwachsener viel mühsamer und die Helfenden haben bei den Kindern die Beine auch einfacher entwirrt 😉

      • Jane Bissig sagt:

        @Ka: Grummel 🙂 Wir werden sehen. Es gibt ja auch nette kleine Lifte, die nur öffnen wenn es Schnee hat. Aber jetzt mit zwei J. arbeiten wir gerade noch am Schlitteln und Schnee überhaupt erstmal anfassen und darauf gehen.

    • Sisifee sagt:

      Meine Eltern konnten sich Skifahren nicht leisten, ich habe es nur häpp-chläpp gelernt und mit 12 wieder aufgehört. Das ist wirklich nicht so lässig, und es gibt nach wie vor Schnee im Winter, wenn halt auch weniger. Ich will auch, dass meine Kinder die Wahl haben, und auch wenn ich mich lieber auf stillen Loipen tummle, finde ich die Februar-Woche im Schnee und an der Sonne einfach gesund und wohltuend. Meine Kinder lieben es und ich freue mich von Herzen an ihrer Begeisterung!

    • Ka sagt:

      Winterferien sind die erholsamsten Ferien im Jahr. In der dunklen, neblig-feuchten Jahreszeit sitzen wir hier im Unterland den lieben langen Tag in den beheizten Wänden, da wiegt die frische Luft, Sonnenschein und prächtige Weitsicht umso mehr auf. Die Berge sind unser grosses Plus in der Schweiz, dieses Geschenk geniessen zu können, geben wir gerne unsern Kindern weiter, indem wir ihnen ermöglichen, Skifahren zu lernen.

      • Sisifee sagt:

        Aeh. Ja. Eigentlich schon. Musste ich mir auch sagen, als ich von meinen daheimgebliebenen Nachbarn gehört habe, wie kalt und grau es hier war. Als wir aber oben waren und den Spagat zwischen meinem sturzbedingt lädiertem Knie, einem Grippe-Kind, einem ungeduldigen 11jährigen und einer 3jährigen Anfängerin meistern musste, habe ich zwischendurch auch über die Skiferien geflucht: Zu kurz, zu teuer, Materialschlacht, anstrengend!!!! Ich möchte ans Meer! ;-)))

      • Ka sagt:

        🙂 gibt auch in den Skiferien Hindernisse, stimmt schon. Aber zu Kurz, zu teuer, Spagat zwischen den Kindern und zu viel Energieverbrauch (Flug)stimmt leider bei den Ferien am Meer auch 🙁

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        In meinem jetztigen Wohnort findet das Skilager während der regulären Schulzeit statt und ist für alle. Kinder obligatorisch. Für Kinder, deren Eltern nicht Ski fahren gibts es Anfängergruppen. Es mag sein, dass bei den ausländischen Kindern der nichtfahrende Elternanteil überwiegt, aber da schon in der Mittelstufe mit dem Obligatorium angefangen wird, haben auch jene Kinder die Möglichkeit Ski fahren zu lernen, bei denen diese Sportart kulturell nicht verankert ist.

      • Jane Bissig sagt:

        @TvS: Ich glaube in der Stadt ist das eben nicht mehr so mit den Skilagern.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Das mag sein, aber hat wohl kaum einen Zusammenhang damit, dass es eben Städte sind. Das Käffli indem ich wohne hat zwar nur 3509 Einwohner, aber es ist trotzdem kein Skiort, so dass die Kinder auswärts ins Lager müssen.

        Vielleicht hat es eher damit zu tun, dass man Stadtkindern nichts mehr zumuten möchte oder zutraut. Könnte ja sein, dass das Buebeli Heimweh bekommt. Als an meinem vorherigen Wohnort der Lehrer ankündigte, dass er mit der Klasse anfangs 6. eine Woche in einer SAC Hütte verbringt, konnte ich pber die Reaktionen einiger Mütter nur staunen: für diese war es ein Problem, dass es dort oben keinen Natelempfang hatte und sie so sich nicht täglich 5 Mal nach dem Befinden ihrer Kinder erkundigen konnten. In der 6. Klasse sehr bedenklich.

      • Jane Bissig sagt:

        Jetzt sind Sie aber ein wenig fies. In der Stadt gibt es auch spannende und „gefährliche“ Sachen zu erleben. Nicht alle StädterInnen sind Weicheier. Und auch auf dem Land gibt es überbehütende Eltern.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich meine das nicht verallgemeinernd. Ich wohnte vorher zentral ländlich, die Naherholungsgebiete waren zu Fuss und mit regionalem ÖV einfach zu erreichen. Trotzdem gab es bei meinen beiden Buben Kinder in der Klasse, die offensichtlich auch mit 12 Jahren noch nie weiter als 1 km zu Fuss unterwegs waren. Das finde ich bedenklich, aber vielleicht spielt es halt eine Rolle, dass finanzstarke Eltern mit ihren Kindern andere Dinge unternehmen, als auf dem Hausberg bräteln zu gehen.

        Es waren ja auch nicht die Mehrheit der Klasse, sondern jeweils 3 oder 4.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und ich bin selber eine totale Überglucke und musste oft Todesängste ausstehen, weil ich einfach nicht wollte, dass meine Kinder solche Hösis wie ich werde. Auch wenn ich meine Kinder am liebsten in Watte gepackt hätte, so wusste ich doch, dass man seinen Kundern keinen gefallen tut.

  • Martina Müller sagt:

    Absoluter Irrsinn kleinen Kindern so etwas zuzumuten, dabei geht es nicht um die Kinder sondern das Ego der Erwachsenen

    • Susi sagt:

      „Absoluter Irrsinn“? Genau! Grenzüberschreitender Machtmissbrauch!!

      😀

      • Reincarnation of XY sagt:

        genau diese Reaktion wollte der Text doch hervorrufen
        Titel – schlimme Geschichten … und voila

        „so etwas zumuten“
        „nur um das Ego der Erwachsenen“

      • Susi sagt:

        Wenigstens keine Bilder oder Filmli von heulenden Kindern auf Skis… 😉

      • Reincarnation of XY sagt:

        ja genau, das hat noch gefehlt…
        wie die heulenden Kinder auf den Plakaten von den Lehrplan 21 Gegnern

  • Chris Fogg sagt:

    Es geht darum, dass die Eltern so schnell wie möglich selber Skifahren gehen wollen. Darum ist die Skischule für sie eher die KITA um das Kind abzugeben. Die Skilehrer tun mir jeweils sehr leid mit solchen Kleinen die sich in ihrem Skianzug fast nicht selber bewegen können. Purer Egoismus der Eltern.

    • Sisifee sagt:

      Ach was. Dieses Urteil ist viel zu pauschal. Die Skischulen verdienen ja auch dran und können ablehnen, wenn sie wollen. In unserem Skigebiet gibt’s erst mal Schnuppertage für alle unter 4 und die SkilehrerInnen melden sich, wenn es für sie nicht geht – auch bei grösseren Kindern. Kinderhort gibt’s da auch.

    • Sportpapi sagt:

      Aha. Als unsere Jungs jeweils im Unterricht auf dem Zauberteppich waren, waren aber die meisten Eltern in Zuschauerdistanz anwesend…
      Und selbst wenn – wieso sollten die Eltern nicht auch mal zwei Stunden allein Skifahren dürfen?

    • 13 sagt:

      Wenn es dem Kind gefällt, ist ja auch nichts dagegen einzuwenden (gleiches gilt bei der Kita). Aber es gibt nun mal halt auch wirklich Eltern, die das Kind da parken, um selber fahren zu können, unabhängig wie es dem Kind geht. Ich erlebte in der Schule meines Sohnes auch zwei Kinder (Geschwister), welche Tag für Tag weinend da zurückgelassen wurde, nach einer Stunde wusste die Skilehrerin nicht weiter und rief die Eltern an, die Mutter kam dann 30 Min. und beschimpfte die Kinder, dass sie nun wieder nicht haben fahren können, weil „sie immer so ein Theater machen“. Entschuldigung, aber da würde ich eher Solo-Ferien der Eltern empfehlen. Klar, darf man mal etwas für sich machen, aber als Eltern trägt man dann die Verantwortung, dass das Kind dann so betreut wird, dass es ihm gut geht.

      • Sportpapi sagt:

        Das erinnert mich gerade daran, wie wir mal in einem grossen Einkaufszentrum einkaufen waren, und die Kinder dort auf eigenen Wunsch in der Kinderhüeti abgegeben haben (ein seltenes Vergnügen, sonst mussten sie meist mitkommen).
        Nach kurzer Zeit wurden wir ausgerufen und mussten die Kinder abholen – sie hatten keine Lust mehr…
        (es stellte sich dann heraus, dass die Tom und Jerry-Filme abgestellt waren….)

      • 13 sagt:

        Hmmm, ich sehe irgendwie gerade den Zusammenhang nicht. Ihre Kinder blieben auf eigenen Wunsch dort und wurden auch abgeholt, als sie nicht mehr wollten.

    • Susi sagt:

      @Chris Fogg: Hä, ich verstehe nicht. Sollen die Eltern denn in der Skischule dabei sein und dem Skilehrer nach Möglichkeit auch noch reinfunken?
      Würde ich gerne Skifahren, wäre es das erste, was ich täte: Das Kind, wenn es alt genug ist, in die Skischule schicken. Dort lernt es nämlich besser fahren, als wenn die Eltern versuchen zu „unterrichten“ und die Eltern können ungestört eine Stunde allein fahren. Was genau soll daran so schlimm und egoistisch sein? Wenn das Kind gern in die Skischule geht, ist doch allen gedient.

      Dieses Haltung, man müsse sich nur noch aufopfern und seine eigenen Bedürfnisse verleugnen finde ich total fehl am Platz.

      • Susi sagt:

        P.S.: Ich selbst hasste als Kind Skifahren und insbesondere die Skischule. Aber ich ging da immer ohne Diskussion, ohne Gejammer hin, weil ich genau wusste, dass diese eine Stunde freies Fahren für meine Eltern das Highlight des Tages und darum sehr wichtig war. Da kann man als Kind den Eltern auch mal etwas zuliebe tun.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Chris Fogg

        Ist es nicht nur dann Egoismus, wenn die Kinder dazu gezwungen werden? Was spricht dagegen, wenn die Kinder Spass daran haben? Und bezieht sich das Parken denn nicht auf ganz viele Bereiche?

        Mir wäre es jedenfalls lieber gewesen, dass bei meinen 2 bisherigen IKEA Besuchen mehr Eltern auf die Idee gekommen wären, ihre Kinder in der Hüeti zu deponieren, anstatt stundenlang greinende, gelangweilte Kinder durch den Laden zu schleifen.

  • Sisifee sagt:

    Ich kann das exakt unterschreiben. Unsere Jungs haben mit 5 und 6 1/2 angefangen und das Skifahren sehr schnell gelernt.
    Unsere 3 1/2 jährige Tochter wollte nacheifern, wir konnten die Skischule von Tag zu Tag buchen und sie konnte selbst entscheiden, ob sie hingeht oder Pause macht. Irgend ein Kind hat immer geweint in der Gruppe – das muss wirklich nicht sein. Frühförderung in Ehren, aber der Spass daran sollte schon sein.

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Also ein Kind pro Gruppe hat geweint? Und Sie sind sicher, dass Ihr Kind im Verlaufe der Woche in der Zeit, da es nicht in der Skischule war, dafür vielleicht mit den Eltern schlitteln oder sonst irgendetwas, nie geweint hat?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Unser Kind weinte mit 3.5 auch wenn es zu Hause spielte, mindestens einmal im Tag.
        Es war aber sehr stolz, als es die Herausforderung Skifahren tatsächlich gepackt hat. Verwundert über sich selbst, dass es mehr konnte, als es gemeint hat. Und wollte unbedingt wieder gehen.
        Tat gut fürs Selbstvertrauen, für die Koordination und für das Wohlbefinden.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, RoXY. Ich hatte in den letzten Jahren wirklich ausgiebig Gelegenheit, beim Skifahren der Jüngsten zuzuschauen. Das war nun ganz sicher alles andere als eine Qual für die (meisten) Kinder. Auch wenn vielleicht mal eines den Unterricht frühzeitig abbrach (was ja auch akzeptiert wurde).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich bin ja so was von einverstanden mit ihnen!
        Die anderen Eltern, sind ja auch Eltern, so wie wir.
        Weshalb ist es bei den Schreiberinnen so IN stets deren Kompetenz anzuzweifeln? Skifahren für 2jährige? wird provokativ gefragt.
        Und wieder dieses Raunen: ja seht nur mal, wie total inkompetent doch die anderen Eltern sein müssen. UNSERE Kinder waren mit 4 noch nicht bereit dafür …. folglich IST das so, und das MUSS jetzt mal gesagt werden. Ja, ja…. nur Rabeneltern begreifen das nicht.

        Liebe Eltern lasst euch von solchen Schwarzmalern nicht beeinflussen. Seid mutig, probiert etwas – es gibt tausende die haben positive Erfahrungen gemacht. Nur schreiben die nicht einen Blog darüber.

      • Sisifee sagt:

        Nein, es hat ständig irgendein Kind geweint, eines der Kinder, ca. 2 jährig, eigentlich non-stop. Und nicht geweint aus Müdigkeit, oder weil man mal hinfällt oder am Anfang Angst auf dem Zauberteppich hat – ich hatte nicht den Eindruck, dass das Kind Spass hatte.
        Auch unsere Tochter hat die ersten 70 Minuten durchgebrüllt, worauf wir sie rausgenommen haben. Das hatte so einfach keinen Sinn gemacht. Am zweiten Morgen ging mein Mann in Absprache mit der Skilehrerin mit, den dritten Morgen hat sie auf eigenen Wunsch pausiert, am vierten ging sie selbständig auf den Zauberteppich und am fünften rutschte sie stolz den Berg hinunter. Sie hat auch zwischendurch geweint, aber eben nicht ständig. Die Bilanz ist – entgegen meiner Skepsis – sehr positiv.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich meinte eigentlich nicht Sie, sondern die Bloggerin. Ihren Text, ihre Art, die Sache darzustellen.
        Sie sagt es ja dann auch: unter 6 Jahren mache es eigentlich keinen Sinn. Das ist ihre Botschaft.
        Und sie bringt lauter negativ Beispiele, die diese Botschaft bestätigen sollen: unter 6 Jahren ist es mehr Kinderquälerei, als etwas anderes.

        Nun das ist definitiv nicht wahr. Wir hatten sehr positive Erfahrungen gemacht, obwohl die Kinder (und vor allem der Vater!) bisweilen arg überfordert waren. Und obwohl unsere vorsichtigen Kinder, alles andere als Schwarzpistenblocher sind.
        Also: stimmt nicht! Für viele ist es ein Gewinn schon unter 6 damit anzufangen.

    • Susi sagt:

      Sisifee: „Irgend ein Kind hat immer geweint in der Gruppe“

      Daran erinnere ich mich auch. Irgendjemand stand immer an Hand, kam nicht mehr weiter und heulte vor sich hin. Oder man stand in der Reihe, während der Skilehrer irgendetwas erklärte und ich in meiner Stinklaune und meinem ADS nicht zuhörte und nur vor mich hinträumte. Einmal hatte er erklärt, dass wir jetzt einen Skilift überqueren. Ich hatte nicht zugehört und fuhr apathisch in der Gruppe mit, ohne mich umzuschauen. Und – Zack!- verursachte ich eine Bügelllift-Massenkarambolage, bei welcher insgesamt fast 10 Leute (inkl. ich) in einen Menschen-Ski-Klumpen mutierten.
      Auf diesen Schock und meine Schuldgefühle bekam ich auch noch einen heftigen Zusammenschiss vom Skilehrer. Uinei.

      • Susi sagt:

        Nicht „an Hand“, sondern „am Hang“

      • Jane Bissig sagt:

        Arme Klein-Susi! Selber habe ich das Skifahren mehr oder weniger stressfrei (ab vierj. oder so) von meinem Vater und später im Skilager gelernt. Aber ich fühle mit Ihnen. Bei mir war es der Schwimmunterricht…

      • Susi sagt:

        @Jane Bissig: Das ist jetzt wirklich lustig! Bei mir war es nämlich mit dem Schwimmen so! Von meinem Vater und dann in der Schule gelernt, grosse Leidenschaft, später sogar Wettkampf geschwommen! Aber ich kann es mir sehr gut vorstellen, das muss mindestens so schlimm wie Skifahren sein, wenn man es nicht mag!

      • Jane Bissig sagt:

        Das Schwimmen lernte ich schliesslich mit 10 J. im See mit einer gleichaltrigen Freundin. Für Wettkämpfe reichte es nie. Aber ich schwamm später unzählige km als Kompensation für geschwänzten Turnunterricht. Weil da wiederum die Sportarten mit Bällen und Teams…

      • Sportpapi sagt:

        @Jane Bissig: Ich sehe schon, als Sportlehrer hätte ich an Ihnen viel Freude gehabt.
        Das Problem ist aber, dass wir als Eltern doch eigentlich die Aufgabe hätten, unseren Kinder auch Erfahrungen und die Teilhabe zu ermöglichen in Gebieten, die uns selber nicht so fasziniert haben.

      • Sisifee sagt:

        Ahj. Auch ich habe solche Skiunterrichts-Erinnerungen, inkl, Massenkarambolage, abgestelltem Lift und schrägen Blicken. Wohl mit ein Grund, wieso ich mit zwölf aufgehört habe.
        Ich finde aber, dass die Skikurse, so wie ich sie mit meinen Kindern erlebe, nicht vergleichbar sind. Die Jungs fahren in Gruppen von 7-10 Kindern, bei unserer Jüngsten waren es 5 Betreuerinnen auf 8-10 Kinder. Ich bin jedes Jahr positiv überrascht über die warmherzigen und motivierenden SkilehrerInnen – die auch mal ein Kind in den Arm nehmen, wenn nötig.

      • Jane Bissig sagt:

        @Sportpapi: Ja, natürlich. Ich gehe sogar ins Hallenbad mit dem Kind und werde auch in Zukunft dafür sorgen, dass es Erfahrungen machen kann, vielleicht halt mit anderen Leuten. Da ist es zum Glück nicht nur von mir abhängig. Und: Es gab einmal einen Sportlehrer, bei dem ich ein klein wenig Freude am Tschutten bekam. Aber ohne Jungs. Ist eine Hassliebe mit dem Sport und den TurnlehrerInnen. Ersteres immer noch.

      • Sportpapi sagt:

        Auffällig ist jedenfalls schon, wie viele Leute hier Frühförderung im Skifahren kritisch sehen, die selber mit Skifahren wenig anfangen können.
        Wo sind die Mütter und Väter, die berichten, wie begeistert ihre Kleinsten auf dem Skiern stehen?

      • Susi sagt:

        @S.P.: „Wo sind die Mütter und Väter, die berichten, wie begeistert ihre Kleinsten auf dem Skiern stehen?“

        Hier! Da! Ich! Nicht gelesen oben, Kommentar 10:30h? Bin die Mutter eines Skihasenkindes.
        Ich weiss es aber nur vom Hörensagen, von Fotos und Filmlis, habe es nie live erlebt.

      • Sisifee sagt:

        @ SP: Ich sehe da keinen Zusammenhang, auch nicht bei den Posts oben. Meine Jungs fahren begeistert jede Piste runter – mit ihrem Vater, meine Tochter hat die Freude daran entdeckt, noch vor zwei Jahren hat sie sich geweigert, mit Schnee überhaupt in Berührung zu kommen (Skiferien in der Beiz). Ich möchte dass sie, anders als ich, später die Wahl haben, ob sie fahren oder nicht. Die „Frühförderung“ sehe ich da kritisch, wo die Kinder eben überfordert oder unter Druck gesetzt werden. Erstens ist Skifahren grundsätzlich kein zwingendes Muss, zweitens kann man es etwas später ebenso gut noch lernen.
        Meine Kinder spielen kein Instrument, während ich mit 6 schon was konnte auf der Violine und heute oft am Klavier sitze. Die Talente und Leidenschaften dürfen so liegen, wie sie eben liegen.

      • 13 sagt:

        @ Sisifee
        Kann ich so unterschreiben. @ SP: Wie ich geschrieben habe, habe ich doch selber ein Kind, welches mit 4 Jahren mit Herzblut dabei war und heute, 4 Jahre später, immer noch sehr gerne fährt und keine Gelegenheit auslässt. Und das, obwohl die Eltern nicht fahren. Wie Sisifee geschrieben hat, stehe ich aber der „Förderung“ (also von aussen) sehr skeptisch gegenüber, weil ich den Sinn nicht sehe. Wo der eigene Wunsch und Begeisterung dabei sind, sollte man es den Kindern auch ermöglichen, wenn man die (finanziellen und organisatorischen) Ressourcen hat.

      • Sportpapi sagt:

        „Auffällig ist jedenfalls schon, wie viele Leute hier Frühförderung im Skifahren kritisch sehen, die selber mit Skifahren wenig anfangen können.“
        Darum gings. Schön, dass eure Kinder trotzdem Skifahren durften. Andere bleiben vermutlich gleich ganz im Unterland.

      • Carolina sagt:

        Ist es wirklich eine unserer Kernaufgaben als Eltern, Kindern alles nahezubringen – auch Dinge, die wir selber nicht mögen? Vor allem im sportlichen Bereich? Nö, das habe ich immer anders gesehen.
        Einmal haben wir uns das als Schnee-, Kälte- und Skihasser angetan und haben mit den Kindern Skiferien gemacht, sie in die Skischule geschickt, uns selber um sie gekümmert, wenn sie nicht in die Schule wollten etc. Fanden wir doof – wir wären lieber gleich in den Apéro gegangen oder ins Wellness.
        Damals haben wir beschlossen, dass sie alles an Sportlichem machen dürfen, was sie wollen – wir unterstützen sie immer. Aber wir sind nicht dafür zuständig, ständig Probetrainings in allem anzubieten. Und so hat tatsächlich jedes unserer drei Kinder seine Nischen gefunden, manchmal hat es ein

      • Carolina sagt:

        /2 wenig geharzt, ein wenig gedauert, aber alle drei betreiben heute verschiedene Sportarten mit Begeisterung. Und aus der, die damals in den Skiferien am weinerlichsten und zaghaftesten war, ist sogar eine begeisterte Snöberin geworden – was wir voll unterstützt haben, von der Schneebar aus.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Ich weiss nicht wie das geht. Wenn man Kinder nicht in den Schnee führt, sind sie nicht da. Die stehen nicht am Morgen auf und wollen Skifahren, und gehen dann selber auf den Zug (mit welchem Material?), um dann irgendwo einen Anfängerunterricht zu besuchen.
        Wer mit den Eltern nicht Skifahren geht, wird es vermutlich nie lernen, nie davon begeistert werden.
        Mein Glück in der Situation war, wir bereits an der Primarschule ein Skilager hatten. Gibt es heute nicht mehr, dem Lehrer ist es zu aufwändig geworden. Und als ich ihn zuletzt getroffen habe, hat er gesagt: „Ist es wirklich Aufgabe der Schule, den Kindern das Skifahren näher zu bringen…“
        Also – man muss gar nichts. Aber dann bleibt den Kindern diese Welt meist verschlossen.

      • Sportpapi sagt:

        Und noch ein Nachtrag: Ist es nicht gerade unsere Aufgabe, den Kindern auch Welten zu zeigen, die sie zu Hause nicht einfach nebenbei mitbekommen?
        Ich freue mich jedenfalls, mit dem Sohn auch mal zur Musikstunde zu gehen und unterstütze, dass er fleissig übt. Ich gehe mit den Kindern in den Zoo, was mich gar nicht interessiert. Ich bin froh, malt und bastelt meine Frau gerne mit ihnen, so dass ich das auslassen kann (denn natürlich ist es egal, wer etwas abdeckt – Hauptsache man tut es).
        Und mit der Unterstützung ist es so eine Sache. Ich habe auch Eltern im Sportverein, die unterstützen ihre Kinder im Sport. Aber sie sind nie dabei, schauen sich nie an, was die Kinder da tun. Selten, dass diese Kinder es dann bis ins Erwachsenenalter dabei bleiben.

      • Carolina sagt:

        Wie immer bedienst Du natürlich die üblichen Clichées, SP! Implizite Vorwürfe, wir begleiteten unsere Kinder nicht adequat; wenn wir sie nicht dem Skizirkus aussetzen, werden sie es nie lernen etc. etc…….. Ich finde im nachhinein (und so handhaben wir es auch mit unserem jüngeren Sohn jetzt noch), dass wir unseren Kindern eigentlich kein grösseres Geschenk machen konnten als sie laufenzulassen, ihnen die Freiheit zu lassen, ganz unterschiedliche Welten kennenzulernen – z.B. in dem sie bei den Pfadis waren, in Skilagern etc. Und wenn sie etwas entdeckten, was sie machen wollten, haben wir sie (relativ) bedingungslos unterstützt und, ja, daran teilgenommen (bitte lass doch diese dummen Unterstellungen und impliziten Supervater-Selbstbeweihräucherungen). Und manchmal auch sanften Druck

      • Carolina sagt:

        /2 ausgeübt haben, wenn sie einer Sportart keine Chance geben wollten bzw zu schnell aufgeben wollten.
        Ich beharre darauf: Kinder wohlwollend (und auch erzieherisch) zu begleiten bedeutet nicht, ihnen alle Welten zu erschliessen – es bedeutet, ihnen die Freiheit, die Neugier, das Interesse an neuen Welten mitzugeben. Ich reise ja auch nicht mit ihnen auf alle Kontinente dieser Erde, damit sie alles gesehen haben – sie waren in jungen Jahren schon erstaunlich kompetent darin, für sich selber zu entdecken, was sie neugierig gemacht hat. Und sie haben noch ein ganzes Leben, um ihre eigenen Entdeckungen zu machen.

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Was soll ich jetzt damit anfangen? Du hattest Lust, zu meinem Standpunkt eine Gegenposition einzunehmen, was völlig ok war. Wenn auch in sich widersprüchlich und damit schwer verständlich (von „nicht unsere Aufgabe“ bis volle Unterstützung).
        Und dann gebe ich eine meiner Meinung nach ganz sachliche Replik, und du fühlst dich gleich mehrfach angegriffen?
        Einmal mehr, wenn es um meine Aussagen geht. Du merkst aber schon, dass das Problem meist eher bei deiner Wahrnehmung und vor allem Interpretation liegt, als wirklich bei dem, was ich schreibe?
        Und es geht keineswegs um Supervater, wenn ich aufzeige, wie ich meine Haltung im Alltag umsetze. Aber natürlich werde ich diesbezüglich nicht in erster Linie anführen, wo ich daneben greife.

  • Markus sagt:

    Warum wird Wintersport immer mit nur mit Skifahren assoziert? Es gibt auch Langlaufen, Schlitteln, Schneeschuhlaufen, Eislaufen, etc.

    • Random Guy sagt:

      Das liegt wohl an der im Text erwähnten „Alles fährt Ski“-Ideologie. In den 70ern und 80ern war das machbar, bezahlbar und breiter gesellschaftlicher Konsens. Sowas bleibt dann halt lange in den Köpfen, sicher noch 15 bis 20 Jahre. Also etwa solang, bis die gegenwärtigen Eltern pensioniert, die Schneekanonenreservoirs leer und die Monsterbahnen Konkurs gegangen sind.

      • Reincarnation of XY sagt:

        in den 80ern lernten wir in der Schule, dass man sehr bald nicht mehr Skifahren könne
        Wegen dem Klima, dem fehlenden Schnee – unter 2000m in wenigen Jahren schon nie mehr.

        35 Jahre später fahren mehr als damals. Und gerade kürzlich fuhr ich mit den Kindern auf 1000m.
        Ah…. die miesepetrigen Schwarzmaler …. stets nach dem Motto: Was mir nicht gefällt, muss schlecht sein und hat keine Zukunft.
        Wärt ihr nicht so eingeschränkt, würdet ihr euch wenigstens erinnern, dass all eure düsteren Vorhersagen bereits von euren Geistesgenossen früherer Generation vorausgesagt wurden.

      • Jane Bissig sagt:

        @RoXY: Das mit den Schneekanonen und dem Wasser ist ein echtes Problem und das wird nicht besser. Ich bin die Letzte, die für Spassverbote ist. Sünde muss sein! Geniessen Sie das Skifahren (mit Kindern oder ohne). Aber die Negativpunkte für das Ökokarma gibt es halt einfach. Wir müssen alle mit Widersprüchen leben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        bis anhin hat es die Menschheit so gemacht:
        neue Probleme
        neue Lösungen
        neue Probleme
        neue Lösungen

        und die Weltuntergangspropheten hatten nun schon zig tausendmal nicht recht behalten – aber klar irgendwann einmal haben sie dann recht und dann werden sie sagen: „seht nur wir haben es schon vor 100’000 Jahren vorhergesagt, selber Schuld dass ihr die letzten 100’000 Jahre nicht mit einer dystopischen Schau durchs Leben gegangen seid“

    • Sisifee sagt:

      Pssst! Sonst haben wir die fast menschenleeren, prächtigen Engadiner Loipen nicht mehr lange für uns ;-))!

      • plop sagt:

        Sisifee: gerade sind da zwei Kinder mit der Grossmutter unterwegs auf den Loipen im Bevertal, da ich das Skifahren wenig unterstützen mag… Aber ja, pssst! Auch von den schönen Eisbahnen im Engadin will ich jetzt nichts berichten…

    • Susi sagt:

      „Langlaufen, Schlitteln, Schneeschuhlaufen, Eislaufen“? Weiche von mir, …

  • anna lou sagt:

    2jährige auf Skiern? Das funktioniert glaub wirklich nur, wenn man als Walliser oder Bündner zur Welt kam. Meine Beobachtung ist, dass zu kleine Kinder meist oft weinen, genau dann aufs Klo müssen, wenn’s los geht und nicht wirklich glücklich dreinschauen. Oft falscher Ehrgeiz, warum nicht einfach bis 5 oder 6 Jahre warten und dann machte Spass und das Lernen geht doppelt so schnell. Ich habe mit 30 Jahren von Ski auf Snowboard gewechselt und habe es sogar in diesem Alter noch gelernt.

    • Mia sagt:

      Lustig, ich bin Bündnerin und wir gehen aus wohntechnischen Gründen mittlerweile im Wallis Skifahren und tatsächlich hatte unsere Tochter mit 2.5 Jahren Spass. Einfach mit einem Seil um den Bauch die kaum befahrene Schlittelpiste runter mit uns „Alten“ auf dem Schlitten hinterher. In jeder Kurve bremsten wir sie, drehten sie um 180 Grad uns sie fuhr singend weiter…
      Unser Sohn war „erst“ mit 3.5 Jahre begeistert und lernte es nicht weniger schnell.
      Fazit: das Alter spielt keine Rolle, Spass sollte es machen.

      • Martin Frey sagt:

        „Fazit: das Alter spielt keine Rolle, Spass sollte es machen.“
        Genau. Sollte bei anderen Freizeitaktivitäten unseres Nachwuchs ja auch so sein.
        Wir haben unterländergemäss so mit 3.5-4 Jahren mit der Schneegewöhnung begonnen, unseren Nachwuchs aber seither konsequent in die Skischule gegeben. Uns wäre jedoch nie aufgefallen, dass es den Kindern nicht Spass gemacht hätte. Selbst bei grösstem Schneetreiben nicht, bei dem wir Erwachsene uns schon lange in der Schneebar verkrochen haben. 😉

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.