Liebe Studentinnen, heiratet einen Handwerker!

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Auch um das Auto braucht man sich nicht mehr zu kümmern, wenn man so einen richtigen Handwerker zu Hause hat. Foto: Katarzyna Bialasiewicz (iStock)

Die Politik versucht mit allen Mitteln, Studentinnen hin zu einer Karriere zu bewegen, und baut das Angebot an Kita und Mittagstischen laufend aus. Doch das Problem ist ganz woanders, da kann keine noch so gut gemeinte Tagesbetreuungs-Massnahme helfen. Fakt ist doch, dass die meisten dieser hoch qualifizierten Frauen ihren späteren Ehemann während der Ausbildung oder in der Arbeitswelt kennen gelernt haben. Ihr Ehemann ist also ähnlich oder besser qualifiziert. Meistens ist der Mann ein, zwei Jahre älter, sodass er beruflich einen Karrierevorsprung hat. In der Schweiz verdienen Männer im Durchschnitt mehr als Frauen. Somit ist sehr wahrscheinlich, dass er das bessere Einkommen hat. Wenn nun so langsam die biologische Uhr bei der Frau zu ticken beginnt (und die startet bei den Frauen meist früher), dann beginnt man zu überlegen:

Möchten wir das Kind die ganze Woche fremdbetreuen lassen, damit wir beide unsere Karriere weiterverfolgen können?
Falls nein: Wer soll Teilzeit arbeiten?

Viele der Frauen stehen nun vor dem Dilemma, dass sie zwar ihre Karriere weiterverfolgen, doch ihr Kind nicht jeden Tag in die Kita bringen möchten. Der Ehemann verdient mehr als sie – also ist es fast logisch, dass dann die hoch qualifizierte Frau ihr Pensum reduziert und sich mehr um die Kinder kümmert.

Die Lösung liegt also woanders: bei der Partnerwahl!

Liebe Studentinnen, ihr müsst ganz einfach einen Handwerker heiraten. Wenn so langsam die Karriere in Schwung kommt, aber der Kinderwunsch immer drängender wird, dann sieht die Sache plötzlich anders aus. Er hat schon lange Jahre auf seinem Beruf gearbeitet, hat einiges erreicht, kämpft mit den ersten Rückenschmerzen – und hey, warum nicht mal was anderes versuchen? Ausserdem: Sie hat das höhere Einkommen, wäre ja blöd, darauf zu verzichten.

Der starke Mann als Rückgrat der Familie

Ja, ich kenne all die Vorurteile: Man möchte doch einen Partner, der ebenfalls gebildet ist und mit dem man über die Arbeit diskutieren kann – das geht mit einem Handwerker nicht. Das ist Blödsinn! Zudem gibt es hoffentlich noch etwas anderes als die Arbeit – und wenn die Kinder erst da sind, hat sich das Thema sowieso erledigt.

Was noch? Ach ja, die Frau wird zur Domina, die den armen Mann unterdrückt, und er verliert seine Männlichkeit. Da muss ich nur lachen. Der Maurer, der Hunderte von Kilos gestemmt hat und furchtlos auf dem Geländer herumgeklettert ist, wird so schnell zur Memme? Man muss ihm nur einen neuen Sinn geben, worauf er stolz sein kann – indem er etwa das Rückgrat der Familie sein darf.

Auch sonst kann man nur gewinnen. Die Spielzeuge sind repariert, die Kinder lernen catchen und auf Bäume klettern, Rasenmähen und Bäumeschneiden wird erledigt, die defekte Waschmaschine läuft wieder … und so weiter. Einfach beim Putzen und Aufräumen muss man manchmal ein bisschen die Augen zudrücken …

Deshalb, liebe Politiker: Investiert statt in Kinderkrippen lieber in Speeddating zwischen Studentinnen und Handwerker!

287 Kommentare zu «Liebe Studentinnen, heiratet einen Handwerker!»

  • Mody Bühler sagt:

    Also wenn der Sex mit dem Handwerker besser ist würde die Idee aufgehen.

  • Hans Meile sagt:

    Hoffe doch sehr, dass der Artikel mit einem gewissen Augenzwinkern verfasst wurde. Ein Handwerker ist also nichts wert im Vergleich zu einem Akademikerin (welche ja ziemlich sicher ein phil-I-Studium absolviert hat, oh welch Klischee!). Und sauber putzen kann der arme Kerl dann auch nicht. Die arme Akademikerin ist hingegen schon überfordert, wenn sie einen Schraubenzieher in die Hand nehmen muss.

  • Rebekka sagt:

    Was für ein Schwachsinn und zwar von A-Z! Gruss von einer Akademikerin, liiert mit einem Handwerker.(Der übrigens ganz gut ohne Kontrolle und Augen-zu-drücken putzt…)

  • Hans Hintermeier sagt:

    Hab den Artikel nochmals gelesen. Witzig ist auch, dass sie sich darüber beklagt, dass Frauen, welche einen Hausmann zu Hause haben, als Dominas angesehen werden. Im Artikel bestätigt sie dann aber gerade dieses Bild:
    Sie ist diejenige, welche ein Auge zudrückt, wenn er nicht sauber geputzt hat. Sie kontrolliert, ob er sauber geputz hat? (ui, was passiert wohl, wenn sie kein Auge zudrückt, weil sie z.B. einen schlechten Tag hat).
    Sie impft ihm Ideen ein „hey, warum nicht mal was anderes versuchen?“ und versucht ihn auf verschiedenste Arten zu manipulieren: „Man muss ihm nur einen neuen Sinn geben, worauf er stolz sein kann – indem er etwa das Rückgrat der Familie sein darf.“ Sie bestimmt, was er sein darf?
    Das tönt für mich nicht nach einer Partnerschaft auf Augenhöhe.

  • Alexander Wetter sagt:

    Realität und Fakten beweisen anderes : Akademiker, 185 cm min, 200’000 / Jahr min : das kann funktionieren – Geld ist auch (oder vorallem?) in diesem Bereich ein überzeugendes Argument

  • fabian sagt:

    Der tägliche feministische Sexismus.
    Den nächsten Artikel bitte von einem Mann, der empfiehlt Ausländerinnen aus Osteuropa zu heiraten, weil die so gut kochen, hübsch und gebärwiIlig sind und dem Mann beim Karrieremachen den Rücken freihalten.
    Mässi.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ist schon widersprüchlich; wenn eine Frau eine Hausfrau ist, dann ist sie gemäss den Feministinnen ein „Huscheli, Frauchen“, wenn ein Mann ein Hausmann ist, dann ist er ein richtiger Mann. Wenn eine Frau eine Hausfrau ist, dann geht man davon aus, dass der Mann der böse Patriarch ist und sich die Frau emanzipieren muss. Wenn ein Mann ein Hausmann ist, dann darf man auf keinen Fall darauf schliessen, dass die Frau dominant ist.
    Ist das „Neudenk“ d.h. das neue flexible Werte- und Logiksystem der politischen Korrektheit/Feminismus?

    • Hans Hintermeier sagt:

      Es ist eben wieder so ein feministischer Widerspruch: zuerst haben sie die Haushaltsarbeit/Carearbeit (Kinderbetreuung) stark abgewertet (Frau verblöde zu Hause) und nun will man genau diese Tätigkeit den Männern schmackhaft machen!
      Wahrscheinlich werden Hausmänner auch besser akzeptiert sein in der Gesellschaft, wenn die feministische Abwertung der Hausarbeit/Carearbeit und Kinderbetreuung aufhört.

      Es ist eben auch typisch: Eine Frau, die den Männern sagt, wann sie richtige Männer sind. Man stelle sich vor ein Mann würde einen Artikel schreiben, wann Frauen richtige Frauen sind.

      • Claudi sagt:

        Ein schönes Beispiel wie HH es schildert, ist grad heute im Tagi zu finden.
        http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/wenn-eine-mutter-die-familie-verlaesst/story/28059771
        Frauen, die ihre Männer und Kinder verlassen, werden neuerdings von den Medien als progressive Avantgarde dargestellt. Würden dieselbe Medien das bei Männer auch so darstellen? Eher nicht.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Ja, nach der alleinerziehenden Supermama als neuem, gesellschaftlichen Standard nun das Umgekehrte: Die Supermama, die Vater und Kinder verlässt. Alles im Geiste von #regrettingmotherhood undso. Ich persönlich kenne zwei Fälle, in denen sich die Mutter aus dem Staub gemacht hat und nichts mehr von sich hören liess, buchstäblich gar nichts mehr. Die heute erwachsenen Kinder hassen ihre Mütter bis heute dafür. Dass diese Mütter keinen roten Heller Unterhalt bezahlen mussten, versteht sich schon fast von selbst: Das ist halt modern so!

    • Urs M. sagt:

      Feminismus baut auf diesem heuchlerischem Sexismus gegenüber Männern auf. Deshalb lehne ich den ganzen zeitgenössischen Feminismuskram auch ab. Wenn ich wählen müsste zwischen Trump und Stokowski, dann lieber Trump.

  • Claudi sagt:

    Handwerker, ihr armen Schweine. Da dominieren die AkademikerInnen schon Politik und Establishment und Gesetzgebung, und dann müsst ihr euch noch solche geringschätzenden Kommentare anhören. Geht nächstesmal einfach wählen.

  • Sander sagt:

    Das Wesentliche wurde in den Kommentaren bisher noch kaum angemerkt:

    Die „Logik“ des Beitrages geht schon deswegen Fehl, weil Handwerker hierzulande in der Regel ziemlich gut verdienen. Nicht selten mehr, als Studierte…

  • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

    Ich sehe das Problem nicht. Männer lachen sich ja auch seit Generationen hübsche (weniger dotierte, zB Hirn, Geldbörse etc.) Frauen an, bei denen sie als Super-Hero (egal welches Attribut dazu führen mag, zB Geldbörse, Muckis, Titel, Haus, Auto etc.) auftrumpfen können. Jetzt machen es manche Frauen nach. Na und? Es braucht immer zwei, die dem Treiben zustimmen. Soll sie Sugar-Mama sein und er es klever anstellen, dann sind alle happy. Auch seine hübsche Liebhaberin, die er sich anlachen wird, wenn die Kiddies in Schulen et Co. beschäftigt sind. Denn: als Handwerker muss man es ja können… ich meine, das Handwerk des (H)Aushalten 🙂

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ok, aber wenn ein Mann fremd gehen muss, weil er sein Hausmanndasein nicht erträgt, dann ist es mit seinem Selbstwertgefühl nicht weit her.

      • Claudi sagt:

        Fremdgehen hat nichts mit Selbstwertgefühl zu tun. Menschen tun es, weil sie können und wollen. Im Gegenteil, wer nicht fremdgeht unterwirft sich dem Diktat einer kulturellen Ideologie.

      • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

        Wie, nicht erträgt? Er hat einfach Zeit dafür, weil sie nicht Zeit hat, sondern Karriere. Dass sie dann dabei vergisst, dass er vielleicht ab und zu auch etwas Aufmerksamkeit will (nicht nur es schöns Sport-Autoli als Pendant zum Collier), dann hat er genügend Zeit, offen für Aufmerksamkeiten zu sein. Ganz unbewusst versteht sich, oder „die Spinne spinnt ihr Netz, ohne von der Fliege zu wissen“. Aber mit Verlaub, geht manchen „Hausfrauen“ auch so. Der CEO Mann ist mit Arbeit & Unternehmen „verheiratet“, sie hat Zeit und wachsende Bedürfnisse. Ein funktionierendes System reloaded: Sie ernährt, er wirtschaftet. Sie hat den Titel, er ein Gspusi. Hausmänner haben von Hausfrauen nicht nur das Haushalten gelernt, sondern auch die Vorzüge von interessanten Yogakurs-Teilnehmerinnen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Claudi

        Wenn Ihre Theorie den Tatsachen entsprechen würde, müsste es so sein, dass offene Beziehungen funktionieren und das tun sie eben fast nie, weil der Mensch nicht so funktioniert. Geht der eine Partner fremd, können Sie sich sicher sein, dass dieser vor Eifersucht ausrastet, sobald er davon erfährt, dass die bessere Hälfte ebenfalls in verbotenen Gefielden jagd.

        Sind beide Partner mit Gschpusis des Anderen einverstanden, so ist meistens trotzdem mindestens 1 Part eifersüchtig.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Treue entspringt auch nicht der gesellschaftlichen Diktatur, sondern dem persönlichen Wunsch nach Sicherheit, Beständigkeit und lebenslanger Liebe.

        Warum soll das nicht möglich sein? Wenn ich meine Kinder ein Leben lang liebe, müsdte das ja auch bei einem Partner möglich sein, obwohl natürlich beim Partner der Schwierigkeitsgrad erhöht ist, weil die Liebe gegenüber einem Partner nie bedingungslos ist.

        Vielleicht ist es auch einfacher, einfach fremd zu gehen, als die Beziehung zu pflegen?

        Und ja: je mehr Sexualpartner jemand braucht um sich selber zu bestätigen, der hat ein Problem mit seinem Selbstwert. Keiner sext mit Hinz und Kunz, nur weil ihm langweilig ist. Wenn man zuviel Zeit hat, dann sucht man sich ein Hobby oder Nebenjob.

      • Susi sagt:

        Ich schliesse mich Claudi hier natürlich völlig an. Und Tamar, man kann den Spiess auch umdrehen und sagen: Wenn man sich wirklich liebt und sich in einer Beziehung völlig sicher fühlt, dann verträgt es eben auch aussereheliche Kontakte, denn die sind schlicht keine Bedrohung für den anderen. Und nein, die hat man nicht, um den Selbstwert aufzumöbeln, es gibt noch unendlich viele andere Gründe. Als Gegenpart ist man mit dem anderen Grosszügig und gönnt ihm, was ihm gut tut. Es ist nämlich vielmehr die Eifersucht, die mit einem mangelnden Selbstbewusstsein zu tun hat, nicht das Bedürfnis nach Kontakten mit anderen.

      • DontJustStandThereAndNodTamely sagt:

        @TvS und @ Claudi interessant. Eigentlich spielt es ja keine Rolle, wer wen heiratet, solange man nicht nur zum Zweck der Selbstverwirklichung heiratet (Er: ich kann Karriere machen, sie hütet Heim, Herd & Kind. Sie: ich kann Karriere machen, weil er mir nicht im Wege steht), ausser beide „Vertragspartner“ willigen ein. Es gibt sicherlich viele CEO-Gattinen, die gerne ins Zumba gehen… Aus Langeweile, mangelndem Selbstwertgefühl, Gelegenheit, Willen, Lust, you name it. Und es gibt die CEO-Gatten, same same but different. Solange offen, respektvoll, regelmässig kommuniziert wird. Wie glücklich sind Ehen Aka+Aka, NonAka+NonAka, Aka+NonAka? Ich (Aka) fand immer etwas an meiner jeweiligen Lebensabschnittspartnerin, das mich störte (Aka od. NonAka). Sie fanden bei mir noch mehr 🙂

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Hmm ok, ich mag mich erinnern, dass Sie eine solche Vereinbahrung in Ihrer Partnerschaft erwähnt haben und bei Ihnen funktioniertdas offenbar. Chapeau.

        Nur könnte man den Spiess umdrehen und sagen, dasses bei wahrer Liebe keine ausserehelichen Kontakte braucht. Klar, Sex hat nicht immer mit Liebe zu tun. Abee wenn ich weiss, dass ich meinem Partner sehr weh tun würde, dann verzichte ich halt aus Liebe zu ihm auf Nebenmänner. Nicht weil mir die Gesellschaft das diktiert oder erwartet, sondern aus Liebe.

        Andere wiederum gewähren ihren besseren Hälfte ein Gspusi. Auch aus Liebe. Wss ist richtig, was ist falsch? Richtig ist doch das, was für beide richtig ist.

      • Susi sagt:

        @Tamar: „sagen, dasses bei wahrer Liebe keine ausserehelichen Kontakte braucht.“

        Ja, wenn man Sex mit Liebe gleichsetzt, aber das tun wir eben nicht. Und ob man das „braucht“ oder nicht, ist nochmal ein anderes Thema, aber es gibt so viele Dinge, die man zwar nicht wirklich braucht, die aber Spass machen. (Für mich ist es sowieso kein grosses Thema, ich bin tendenziell eher der monogame Typ.) Ich habe einfach auf Ihre Kommentare reagiert, weil sie für mich die Botschaft enthielten, „Treue“ sei das einzig Richtige, und ich finde, es ist halt komplexer. Aber in Ihrem letzten Abschnitt relativieren Sie das ja. 🙂

  • Zufferey Marcel sagt:

    Paare mit Kindern wiesen von 2012 bis 2014 im Mittel über ein verfügbares Haushaltseinkommen von 9’736 Franken pro Monat aus, wie das Bundesamt für Statistik schreibt. Gut, das ist eine recht grobe, statistische Berechnung. Trotzdem: Ein CEO-Gehalt samt Boni und Aktien-Bezugsoptionen dürfte nicht Platz haben in diesem Durchschnittswert:

    Was verstehen wir also genau unter dem langsam unerträglich inflationär gebrauchten Begriff Karriere?

  • Dietmar Bärtsch-Pfender sagt:

    Frau Schiess ist einer der vielen Gründe, weshalb Trump & Co. gewählt wurden – Arroganz der vermeintlichen Elite. Oder sollte das lustig sein (nein, ich selbst bin Akademiker, nicht Handwerker)?

  • Anh Toàn sagt:

    Unter Karriere verstehe ich Ziel CEO eines Grosskonzern, akzeptables Ergebnis Geschöftsleistungsmitglied eines mittleren Unternehmens. Wer dahin will, ordnet sein ganzes Leben der Karriere unter, auch in welchem Land er lebt, welcher Stadt, Arbeit und Networking an Wochenenden und Abenden.

    Bei einem Mann sind Frau und Kinder nützlich dabei, die Karriereziele zu erreichen: Die finanziellen Verbindlichkeiten halten ihn an seinen Karriereambitionen, er geht keine Risiken ein mit Selbständigkeit oder 5 Jahre Weltreise zur Selbsterfahrung. Nichts gibt einem Mann mehr Anstrich von Seriosität, wir Frau und Kinder.

    • Anh Toàn sagt:

      Eine mutter, die sich nicht um ihre kinder kümmert, sondern von Sonntag abend bis Samstag Mittag mindestens arbeitet, gilt als unseriös, nicht vertrauenswürdig. Auch wenn die Kinder woanders gut betreut sind. Also sind Kinder der Karriere einer Frau schädlich.

      Wer Karriere macht, sieht seine Kinder ohnehin kaum, ob Mann oder Frau, dem Mann aber nützen die Kinder bei der Karriere, der Frau schaden diese.

      (Ich verstehe nicht, in wiefern dieser Teil den Regeln verstösst)

  • Fritz Weber sagt:

    Was soll ich mit einer Studentin, ich will mich doch mit meiner Partnerin über das Leben und die Realität unterhalten und austauschen können? Es werden ja immer weniger nützliche Fächer „studiert“ darum haben wir ja auch seit ca. 14 Jahren einen Fachkräftemangel und „müssen“ diese fremdausgebildet aus dem Ausland holen. Also Mädels, studiert was gscheites und lasst uns den Fachkräftemangel ausgleichen und einfürallemal vergessen, bitte!
    Keine Ahnung was für negativerlebnisse Frau Schiess mit Handwerkern gemacht hat aber offensichtlich sind diese tiefschürfend, zum Glück wird Ihre allgemeine Infrastruktur von Handwerkern im Schuss gehalten das Sie immer zur Arbeit gehen kann und überhaupt irgend etwas in Ihrem Alltag machen kann 😉

  • Peter sagt:

    Alles kein Problem, meine Frau und ich teilen uns die Hausarbeit. Ich gehe einkaufen und koche jeden Tag, dafür arbeite ich halt etwas weniger.

  • Malena sagt:

    Frau Schiess, Sie verdienen grossen Respekt dafür, dass Sie trotz der vielen Anfeindungen die Kommentare nicht zensieren sondern direkt freigeben! 🙂

  • Monika Diethelm-Knoepfel sagt:

    Leider ertragen es viele Männer nicht, wenn ihre Frau mehr verdient oder einen höheren Rang auf der Karriereleiter erreicht. Frauen haben damit im Allgemeinen keine Mühe, darum findet der Arzt wohl leichter eine Verkäuferin als umgekehrt.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das mag so sein, aber wie bereits mehrfach erwähnt wurde, auf der anderen Seite wollen sich im gleichen Masse viele Frauen nicht auf Männer einlassen, die beruflich unter ihnen stehen. Noch weniger können sich wohl vorstellen, sich als primäre oder einzige Einkommensquelle der Familie zu betätigen, ebenso ist wohl die Vorstellung nicht populär, dem Mann den Haushalt und die Kinder zu überlassen.

      Gibt natürlich auch Gegenbeispiele, aber trotzdem haben zu viele noch solch Denkweisen stark verinnerlicht. Ändern lässt sich das nur, wenn man bei sich selbst beginnt. Gerade falsch ist es darum, zuerst mal auf das andere Geschlecht zu zeigen, das angeblich nicht will, statt zu hinterfragen, ob man diesbezüglich wirklich so aufgeschlossen ist..

    • Urs M. sagt:

      Frau Diethelm-Knöpfel, ihre Aussage bleibt Behauptung. Geradesogut könnte man umgekehrt sagen, dass Frauen es nicht ertragen, sozial nach unten zu daten. Männer hingegen haben keine Mühe, eine Frau zu ehelichen, die mehr verdient oder besser gebildet ist, Männer suchen das sogar.

  • Walter sagt:

    Guter Artikel mit lustige Sichtweise! Innert weniger Stunden mehr als 200 „Schaum vorm Mund“-Kommentare geben eine erschreckendes Bild betreff der Unlockerheit und Humorfreiheit in hiesigen Breiten ab. Mein Tipp: Heiratet eine(n) Ausländer(in)! Und dann einfach leben! Alles wird sich ohne grosses Gezanke und Prinzipienreiterei fügen…

    • Hans Müller sagt:

      Achso, wenn ein sexistischer Text von einer Frau geschrieben wird, dann ist das Humor! Nur bei Männern wäre das dann Sexismus. Danke für Ihre superlockeren Kommentar und den Gratistipp, auf den die Welt gewartet hat. Natürlich dienen solche Artikel rein der Provokation. Ohne Provokation keine Kommentare, ohne Kommentare keine Reichweite/Klicks, ohne Reichweite keine Werbeinnahmen. Kein Wunder wird nur selten zensiert. Die Autoren würden das wohl öfters gerne, aber eben, dann rollt der Rubel nicht… Blödes Dilemma.

      • Synn sagt:

        Über die Schreibe mag man diskutieren (mich stört sie nicht) aber der Inhalt ist durchaus eine Überlegung wert 😉 Und dennoch finde ich es immer noch wichtiger den Menschen zu wählen den man liebt und der zu einem passt. Nach Beruf auzusuchen nur damit man den Alltag mit Kindern (die vielleicht nie kommen) dann mal einfacher gestalten kann, ist für mich zu viel Planung „auf dem Reissbrett“…

  • Anja Meyer sagt:

    Oehm…. Ehemalige Studentin hier. Ich kann Kindern sehr wohl beibringen, auf Baeume zu klettern, und Spielzeug flicken grad auch. Danke sehr.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Ich nehme an, ein solch sexistischer Text wird ohne Umschweife der Fachstelle für Gleichstellungsfragen gemeldet?

  • Marcel Du Pont sagt:

    Der kindliche Ansatz dieses Primarschulaufsatzes ist wenn auch für eine erwachsene Frau fragwürdig, dennoch bewundernswert. Natürlich wird hier Logik auf der Ersatzbank gelassen.
    Frauen und Karriere ist schon mal der erste Denkfehler. Ja, es existiert. Es gibt aber auch Leute die zwei Lotto Sechser landen.
    Aber sehen wir mal von diesem Absurdum ab, dann landen wir beim nächsten: Erfolg = Finanziell mindestens in der Mittelschicht (>300k/Jahr), was wiederum bedeutet, dass man sich für Handwerk und Hygiene Personal leisten kann.

    Diese frei erfundene „erfolgreiche Karrierefrau“ kann sich also die Hilfe daheim kaufen, was zusätlich den Effekt hat, dass sie für jeweils eine kurze Zeit nicht wie sonst immer alleine und ohne Freude daheim rumockt.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Ihrem Chliche zufolge müsste sich Ihre unterbeschäftigte Ehefrau auch mit den Handwerkern im Haus vergnügen. Was soll sie denn sonst den ganzen Tag tun, wenn Nanny auf die Kinderchen schaut, die Putzfrau die Bude in Schuss hält und der Koch kocht? Irgendwann ist der Termin beim Coiffeur oder der Nageltante zu Ende.

    • Marcel Du Pont sagt:

      Es ist sowieso nur ein Gedankenexperiment. Wir sprechen hier von einem Einhorn das von einem Dodo geritten wird und Gold in der Toilette hinterlässt.

      Karrierefrau ist ein in der Literatur erfundenes Geschöpf. Wer längere Zeit in verschiedenen GL und VL Posten daheim war, weiss das. Ausnahme zur Regel ist natürlich der meist sehr offensichtliche Quoten-Rock.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Also, eine Freundin von mir ist eine Karrierefrau, ohne Quotenrock, aber auch kinderlos. Ich bin mit Ihnen einig, dass mit Kindern nicht beide Elternteile eine Karriere haben können.

      • Marcel Du Pont sagt:

        Richtig. Und somit wird die Arbeit aufgeteilt. Und wie wird dies am gewinnbringendsten getan? Indem jeder die ihm von der Natur gegebenen Talente nutzt.
        Somit: Der Mann der aus einer langen Reihe von Abertausenden Männern stammt, die schon immer für den Nachwuchs kämpfen mussten ==> Ab in das Schlachtfeld „Karrier“.
        Die Frau, die Talente hat, die für ein Kind unabdingbar sind, mal abgesehen von der Milch Mobility, auch Geduld, Zuneigung, Verständnis für unfähige Kleinkreaturen… halt alles was wir nicht haben resp uns weniger interessiert.

        Man soll wegkommen vom gehypten „jeder kann und soll alles“. Erstens ist es falsch, zweitens ist es nicht wirtschaftlich.

      • Balu sagt:

        Ach, le monsieur du pont wieder – unser hochstapler vom dienst…

  • Simon Affentranger sagt:

    Uiuiui. Habt ihr da nicht jemanden, der die Artikel gegenliest oder redaktionell begleitet oder sowas? Oder geht das unter Glosse?

  • Adi sagt:

    Was für ein selten dämlicher Artikel!
    Viel mehr Vorurteil geht kaum…
    Zudem soll es auch Männer mit Uniabschluss geben, die keine zwei linke Hände haben und sich um die Kinder kümmern.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Wenn ich da einige Kommenrare lese, frage ich mich, ob gewisse „Studierte“ überhaupt soweit studieren können, dass sie in Häusern wohnen, welche von Handwerkern gebaut wurden und Nahrung essen, welche von Bauern produziert werden, wekche sich 365 Tage den A…. aufreissen für ihre Tiere.

    Was wäre ein Architekt ohne Maurer, oder ein Arzt ohne Putzfrau? Sie wären Nichts! Genauso wie eine kranke Putzfrau auf den Arzt angewiesen ist und der Maurer auf einen Bauzeichner.

    Anstatt dieser Standesdünkel zu zelebrieren, wäre es schön, wenn man jeden Mensch als wervoll und keine Arbeit als überflüssig oder würdelos betrachten könnte.

    Danke.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Übrigens ist mein Partner mit Leib und Seele Bauer und um einiges belesener und in der Politik informierter als viele Akademiker welche etwas Besseres sein wollen. Zudem haben alle 4 seiner Geschwister eine höhere Ausbildung, 3 davon Uniabschluss und 2 sind hochbegabt.

      • fabian sagt:

        tamar, einerseits sich über standesdünkel enervieren, andererseits aber dann doch mit uniabschluss und hochbegabung blöffen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ fabian

        Nein gar nicht. Damit wollte ich nur hervorheben, dass Nachwuchs von Bauern nicht zwingend Handwerker werden müssen, weil sie für eine akademische Bildung zu wenig intelligent sind, oder nicht gefördert werden. Mein zukünftiger Schwiegervater gilt übrigens ebenso als hochbegabt, hat aber trotzdem „nur“ ds buure gelernt, weil er das so wollte.

        Hätte ich einen Dünkel wöre ich wohl kaum mit meinem Partner zusammen und würde mich hier als Akademikerin verkaufen, anstatt frei zu sagen, dass ich nur eine Verkaufslehre absolviert habe.

    • Christoph Bögli sagt:

      Also ich lese unterm Strich deutlich mehr Standesdünkel der „Büetzer“ gegenüber den „Studierten“. Das beginnt schon bei diesem Minderwertigkeitskomplex, dass Akademiker ja so arrogant wären und ständig auf andere herunterschauen würden, was so im Normalfall überhaupt nicht zutrifft. Und geht dann nahtlos weiter in all den Klischee und Hasstiraden, dass akademische Ausbildungen wertlos und alle an der Uni lebensunfähig wären. Ich kenne beide Milieus, aber habe im akademischen Umfeld nicht einen Bruchteil der Herablassung gegenüber den anderen erlebt wie unter „Büetzern“. Die wenigsten Akademiker kämen auf die Idee, die Arbeit eines Automechs oder Bäckers lächerlich zu machen, umgekehrt meint aber praktisch jeder, besser übers Klima, Medizin und Recht Bescheid zu wissen..

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ok, mit dem brotlosen akademischen Titel haben Sie Recht, aber ich masse mir an, dass ein einigermassen intelligenter Mensch sein Studium mit Bedacht wählt, zum Zwecke dereinst seine Brötchen zu verdienen, ohne davon Rückenschmerzen zu bekommen.

        Was Ihren Einwand der Geringschätzung vin Handwerkern gegenüber Akademikern angeht kann ich Ihnen versichern, dass es sich dabei nicht um Geringschätzung sondern um Neid handelt. Es ist tatsächlich nicht immer einfach, sich in der niederen Arbeiterklasse für Niedriglohn den Rücken krumm zu buckeln und -wenn überhaupt- als Krüppel in Rente zu gehen, während die Gutverdienerfraktion bequem im Bürostuhl jicht nur mehr Geld verdient, was nicht nur ein unbekümmerrtes Leben zur Folge hat,

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        sondern auch den angenehmen Nebeneffekt, dass man nach der Pensionierung noch gesund genug ist um das Leben zu geniessen und auf die Seite geschobene Hobbies zu pflegen.

        Ich weiss das so genau, weil ich selber einst zu dieser Truppe gehört habe. Meine einzige Entschuldigung datür ist, dass ich in meinem Hamsterrad drehte, arbeitete eie ein Tier um meinem damaligem Partner die Schulden zu tilgen. Damals bin ich noch dem Irrtum aufgesessen, dass mit grösserem Einkommen alles besser wäre. Heute weiss ich, dass niemand genug verdient, als dass mein Ex nicht mehr ausgeben könnte als rein kommt.

        Heute ist mein Leben immer noch bescheiden und arbeitssam, aber (fast) frei von Neid.

      • Hansli sagt:

        @Tamar von Siebenthal
        Handwerker gehören zu der Gutverdienerfraktion. Im Bürostuhl wird keinesfalls mehr verdient.

      • Christoph Bögli sagt:

        @TvS: Was Sie beschreiben ist eher ein Hilfsarbeiter, der als mehr oder weniger ungelernte Arbeitskraft auf dem Bau oder im Lager einfachste, aber physisch harte Arbeit für Niedriglöhne verrichtet. Aber doch nicht Handwerker! Ein gut ausgebildeter Handwerker dürfte kaum substantiell weniger verdienen als die meisten mit Uni-Abschluss. Und wenn er/sie im Betrieb aufsteigt oder der eigene Chef ist, dann sitzt auch ein Handwerker oft den halben Tag im Büro. Anders herum tun das längst nicht alle Akademiker, in meinem naturwissenschaftlichen Umfeld stehen viele tagelang im Labor oder draussen und verrichten auch physisch anspruchsvolle Arbeit. Die klassischen „Büro-Gummis“ sind doch eher die ganzen KV-Leute..

        Das mit dem (diffusen) Neid mag aber zutreffen, worauf auch immer genau..

    • Synn sagt:

      Der beste Kommentar hier, danke!

  • Alain Surlemur sagt:

    Somancher Handwerker dürfte besser verdienen als seine Frau mit einem Studienabschluss in einem brotlosen Blümchenfach. Gilt natürlich auch anders rum. Auf Absolventen/-innen mit Spezialgebieten wie „Ungarische Malerei der 14. Jh“ oder Ähnlichem hat der Arbeitsmarkt nicht gerade gewartet. Die Generation Praktikum lässt grüssen…

    • Christoph Bögli sagt:

      Immer diese platten Klischees. Solche Ihrer Fantasie entsprungenen Exoten-Abschlüsse gibts so häufig wie auf der anderen Seite eidgenössisch diplomierte Korbflechter. Dass Problem ist vielmehr, dass man nicht mal abwegige Studienfächer erfinden muss, die Entlohnungen ist auch in sehr vielen „bodenständigen“ Studiengängen zumindest mittelfristig nach dem Abschluss alles andere als exorbitant. Nicht zuletzt auch in den ach so „harten“ (und „männlichen“) MINT-Fächern. Gleichaltrige Handwerker mit ordentlicher Aus- und Weiterbildung überholt man Akademiker wenn überhaupt erst langfristig..

      • lala sagt:

        Zumal gleichwertige „Handwerker“ (bzw. „nicht Akademiker“) die sich ordentlich Fortbilden akademisch im Endeffekt nur wenig zurückliegen aber oftmals ~10 Jahre mehr Berufserfahrung haben.

        Hängt natürlich stark von der Branche ab.

  • Jänu sagt:

    Wenn es um die Interessen und Bedürfnisse der Mütter und Frauen geht, ist der Mamablog ernst, getragen, hat einen Hang zum Pathos oder gipfelt ist Forderungen. Klischees werden verurteilt, Gewohnheiten in Frage gestellt. Alles durchaus zu recht.
    Wenn es aber um die Väter und Männer geht, dann geht es nur unernst. Selbst die Männer im untergeordneten Papablog machen einen auf spassig oder oberflächlich.
    Die Interessen der beiden Geschlechter kollidieren mitunter. Nichts ist einfacher, als die Anliegen des anderen einfach nicht ernst zu nehmen.
    Aber immer schimmert die eigenen Einstellung durch die Texte. Was im Kleide der Gleichberechtigung daherkommt, ist oft nur ein Vertauschen der Rollen.

    • Katrin Schiess sagt:

      Ich verspreche Ihnen, ich versuche einen sachlichen und tiefgründigen Artikel über Männer zu schreiben (ernst gemeint, ich nehme es als Herausforderung an). Beispielsweise über die Vorurteile und Selbstzweifel, die ein Vollzeit-Hausmann haben kann (klar, Hausfrauen wie Hausmänner haben Selbstzweifel, darauf will ich nicht hinaus). Wie auch beispielsweise, dass viele dann unterstellen, dass die Frau der dominante Part in der Beziehung ist – ein Vorurteil, dem ich immer und immer wieder begegne, und von dem man eigentlich nur heulen könnte, wenn man es nicht ins lächerliche zieht.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Vorurteile? Sie haben sich (als Karrieristin?) mit einem Hausmann aber auch die mit weitem Abstand seltenste Familienkonstellation auf der ganzen Welt ausgesucht! Wundern Sie sich also nicht, dass Ihnen (potentielle) Arbeitgeber und andere Menschen mit Erstaunen begegnen. 99,5% aller Paare leben schliesslich ein anderes Modell..!

      • Jänu sagt:

        Mir wäre umgekehrt lieber: Mit der selben Lust, mit der man Mann oder Vater nicht ernst nimmt, sollte auch mit der Frau oder Mutter umgegangen werden: Weniger leiden, Vorwurf und Anklage, mehr amüsierte Distanziertheit, Selbstkritik und Sich-selbst-nicht-ernst-nehmen.
        Ihr Artikel stört mich nicht einmal. Es ist der Grundtenor hier. Er würde gut in ein Umfeld passen, das einen souverären Umgant pflegt.

  • genervte Akademikerin sagt:

    Ich glaube, ich lese hier nicht richtig!!! „Man möchte doch einen Partner, der ebenfalls gebildet ist…“. So was dummes habe ich seit langem nicht mehr gehört, weil es heisst, dass Handwerker nicht gebildet sind? Sie wissen also, wie man, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, einen Sturz für eine Wand berechnet, die der Maurer aufbricht und dann Stahlträger reinmauert, verputzt und sauber abschliesst? Soviel Schwachsinn und Beleidigungen in einem einzigen Artikel habe ich noch nie gelesen. Und übrigens kenne ich tausende Akademiker die nur Blödsinn erzählen, sobald Sie den Mund aufmachen. Sie scheinen studiert zu sein, weil Ihnen sämtliche soziale Kompetenz fehlt und es Ihnen nicht im geringsten wichtig erscheint – obwohl dieser Faktor einer der Wichtigsten überhaupt ist.

    • Katrin Schiess sagt:

      Sie haben falsch gelesen: es ist als Vorurteil deklariert.
      Genau das ist ja der Punkt, dass unterschwellig viele genau das immer noch meinen, obwohl es hinten und vorne nicht stimmt.

  • Christoph Bögli sagt:

    Mal abgesehen von den generell eher realitätsfremden Ideen und platten Klischees, hinkt der Vorschlag schon an der Annahme, dass „sie das höhere Einkommen [hat]“. Was wohl oder übel völlig am heutigen Arbeitsmarkt vorbei geht. Bis jemand nach dem Studienabschluss mehr verdient, als ein ordentlicher Handwerker, vergeht im Normalfall etliche Jahre, bei vielen Studiengängen (insbesondere auch vielen mit starkem Frauenüberhang) gelingt es sogar nie. Insofern wäre das eher ein Eigentor, denn wenn der Handwerker um die 30 gut im Geschäft ist und ordentlich verdient, wäre wohl klar, dass die quasi mittellose Studentin bzw. Post-Studium-Praktikantin/Arbeitslose mit den Kindern zu Hause bleibt..

    • Christoph Bögli sagt:

      Alles weitere ist auch eher sonderbar, alleine da die Partnersuche ja kein einseitiges Wunschkonzert ist und sich Partnerschaften logischerweise primär innerhalb ähnlicher sozioökonomischer Milieus und Lebensentwürfe ergeben. Hinzu kommen meist noch archaische Präferenzen, nach denen sich Frauen typischerweise eher nach oben orientieren während für viele Männer eine beruflich und intellektuell überlege Partnerin eher unangenehm ist. Das ist nüchtern betrachtet natürlich lächerlich, lässt sich aber trotzdem nicht so einfach ausknipsen..

      • Katrin Schiess sagt:

        @ Christoph Bögli
        Sie haben absolut recht: nüchtern betrachtet ist es völlig lächerlich. Aber dennoch spiegelt es sich immer und immer in der Gesellschaft wieder. Wie ein anderer Kommentar (sorry, weiss nicht mehr wer) ausgeführt hat, ist das heiraten zwischen den sozialen Schichten seit 1960 stark abnehmend (Klischee: Arzt + Krankenschwester und umgekehrt). Die Vorurteile existieren, und insbesondere hochgebildete Frauen haben (gemäss diversen Studien, ist also nicht von mir) hier oftmals falsche und unrealistische Ansprüche – die erst noch mit ihrer Lebensplanung kollidieren. Im Prinzip ist es sogar nur tragisch.

    • Melanie Schweizer sagt:

      Entschuldigen Sie bitte, aber in meinem Kollegenkreis (Frauen mit ETH Abschluss) verdienen ausnahmslos alle Frauen mehr als ihre Freunde (Handwerker oder Männer mit Studienabschluss in Soziologie oder anderen Sozialwissenschaften) und das nur 2 Jahre nach dem Abschluss. Aber Sie scheinen ja zu wissen wie der Wind weht. Und ja wir bekommen bald Nachwuchs und wir werden beide weiterarbeiten, obwohl es finanziell mehr Sinn machen würde wenn nur ich 100% arbeiten würde.

      • Christoph Bögli sagt:

        Na dann Gratulation. Leider scheint man aber an der ETH nicht zu lernen, dass eine subjektiv verzerrte Stichprobe aus zwei, drei befreunden Paaren nicht wirklich repräsentativ für die Gesellschaft ist und damit nicht unbedingt zur umfassenden Schlussfolgerung extrapoliert werden sollte. Denn oft genug bestätigt der Ausreisser bloss den Trend.

        Im übrigen hinkt Ihr Vergleich generell. Im Bezug auf meine Aussage wäre es ja eher interessant, ob die Handwerker- oder Soziologie-Freunde nun mehr verdienen..

  • Lia sagt:

    wie wär’s, jemanden zu heiraten, den man liebt????

  • Robert Wall sagt:

    Für mich gibt’s nur eins: Eine Frau die Karriere machen will interessiert mich nicht. Ich würde die ganze Sache umdrehen: Männer, nehmt eine Hausfrau – nicht studiert, aber schlau, lieb und fürsorglich zu den Kindern und lasst die Finger von Studentinnen…das kommt nicht gut raus – die wollen den 5er und s’Weggli, sind immer viel zu kompliziert. Mit studierten Frauen gibt’s nur Probleme. Und sonst: auf Kinder verzichten – dann sind die ganzen Diskussionen eh überflüssig – Männer haben kein Problem damit, Frauen wollen immer ums verrecken Nachwuchs in die Welt stellen – ist auch verständlich, so sind sie programmiert. Deshalb liebe Männer, bei Studentinnen: immer Gummi drum und wenn ohne, dann erst nach der Menopause 😉 – und sonst – viel Spass beim Hausfrauen suchen!

    • Sportpapi sagt:

      Ich stelle mir gerade diese Studentinnen nach der Menopause vor…

    • 13 sagt:

      Auch gut, dann aber bitte nicht jammern beim Alimente bezahlen 😉

      • Hans Hintermeier sagt:

        Wird spannend, ob die Aut orin ihrem Mann Alimente bezahlen müsste? Oder vielleicht nur stark abgespeckt, wie z.B die Regelung bei der Witwerrente, aber wohl kaum im gleichen Unfang, als wenn es eine Frau betreffen würde.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Auch wenn ich mich wiederhole: Nein, das wird sie natürlich nicht müssen, oder allerhöchstens vorübergehend während der Trennung. Schliesslich wird ja ohnehin sie die Obhut erhalten (oder höchstens alternierend), wodurch klar sein wird, dass er arbeiten und verdienen kann…..einige Jahre aus dem Beruf raus?….Tja, Pech….

      • Hans Hintermeier sagt:

        Warum wird sie die Obhut erhalten?

      • tina sagt:

        weil frauen immer alles kriegen und männer nichts. oder?

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Wie soll ich Ihnen etwas erklären, was ich selber nicht verstehe? Ist aber meine Erfahrung.

    • Vierauge sagt:

      Herr Wall, Sie tun mir leid.
      „mit studierten Frauen gibt’s nur Probleme“ – wen haben Sie denn alles kennengelernt? Meine Frau ist studiert, und wir lieben uns schon seit vielen Jahren, was sogar 2 Söhne nicht wesentlich ändern konnten. Du so geht es zahlreichen Paaren in unserem Bekanntenkreis.

    • arbeiter sagt:

      Wie bitte Robert Wall???Die Frauen wollen immer Kinder, ist mir als gestandene Frau wirklich neu, der Mann muss doch zeigen, ob er Mann ist oder nicht, daher unbedingt Kinder. Da ich sehr früh entschlossen hatte, keine Kinder zu haben, da ich einen äusserst interessanten Beruf habe, hörte ich nur, eine Emanze zu sein, und dies vor gut 20 Jahren. Juhui, ich bin unabhängig, fordere keine Alimente und bin heute überaus glücklich in einer Beziehung, beidseitig ohne Kinder. Gruss, kein Hausfraueli

  • Vaterunser sagt:

    Ich bilde mich grad vom Akademiker zum Handwerker um, mei wird ich begehrt sein.

    • Karl von Bruck sagt:

      Eine Juristin geht zum „ihrem“ Automechaniker.

      „Der Motor macht ein komisches Geraeusch.“

      Der Mech hoert hin und sagt:

      „Entriegeln Sie die Motorhaube!“

      Er oeffnet die Haube, dreht an einer Schraube, worauf der Motor wieder rund leuft.

      „100 Franken“.

      „Hundert Franken, Sie Wucherer, fangen wir mal mit einer detaillierten Rechnung an!“

      „OK, koennen Sie haben!“

      ‚An einer Schraube gedreht 0.50 CHF; gewusst wo 99.50 CHF“….

      Das Wissen des Handwerkers wird weit unterbewertet, wie frueher (ein kleiner Teil) des Wissens und der Erfahrung einer Krankenschwester….

  • Habig Regula sagt:

    Ohne einen einzigen anderen Kommentar zuerst gelesen zu haben (das mache ich neugierig nachher): Jetzt habe ich mich beim Lesen verschluckt vor Lachen. Ich stelle mir vor, ein Student/angehender Akademiker hätte diesen Blog geschrieben – dann wären wir genau an dem Punkt, an dem alle Frauenbewegten hier wieder aufheulen könnten „er will ein FRAUCHEN, Hilfe, was hat der nur für ein Frauenbild“ – und Mutter Habig könnte sich wieder über das „Frauchen“ ärgern. Stört diese „Männchenbild“, das die Texterin hier entwirft, niemanden? Als ob Handwerker kräftig und gutmütig und nicht sehr hell sein müssen … Ausserdem spricht sie von nach oben und unten heiraten – ist das 19. Jahrhundert denn immer noch nicht vorbei?

    • Frank sagt:

      Die Sichtweise ist in der Tat interessant. Man stelle sich vor, ein Mann würde hier Akademikern mit Karriereplan empfehlen, Handwerkerinnen zu heiraten. Weil die dann irgendwann eh mit kaputtem Rücken Kinder haben und hinter den Herd stehen wollen.

      • P.Meier sagt:

        Oder ein männlicher Akademiker würde seinen Lesern empfehlen, keine Akademikerin sondern eine Kleinkindererzieherin oder Köchin zu heiraten. Ja, da wäre der Aufschrei gross…

      • Frank sagt:

        Noch besser: Ihr akademischen Männer, heiratet junge Ausländerinnen. Die schmeissen den Haushalt, machen sich hübsch für euch, gebären Kinder und unterstützen euch in eurer Karriere.

      • Karl von Bruck sagt:

        @Frank – Bingo!

        Und lasst euch Eure Wehrpflicht nach Soeldnertarif vergolden, statt mit einer Stange Bier pro Tag und nix fuer Die Stange. Dann koennt ihr Euch nicht nur eine auslaendische Ehefrau, sondern in der Verlegung auch einen artgerechten Spielplatz leisten….

    • Lia sagt:

      ach, ein Blog wird nicht gelesen, wenn er nicht provoziert. Ich bin tatsächlich studiert und habe einen Handwerker geheiratet. Nicht aus karrieretechnischen Überlegungen (er ist zwar knapp 10 Jahre älter, verdient aber genauso viel wie ich und ich arbeite nun Teilzeit), sondern weil er ein intelligenter, liebenswerter, charmanter Typ ist, in den ich mich verliebt habe. Handwerker sind genauso intelligent wie Hochschulabgänger, ihre Talente liegen einfach auf einer anderen Ebene.

      • Habig Regula sagt:

        @Lia: das meine ich genau, darum habe ich mich gegen die Darstellung der Handwerker im Text gewehrt. Zur Provokation: es ist mir schon klar, dass der Blog dann eher gelesen wird, aber manchmal finde ich es einfach nicht lustig. Eine ernsthafte Herangehensweise ohne diese ewige Locker-Flockigkeit wäre auch einmal interessant; vor allem wäre es super, nur ein einziges Mal einen Text zu lesen, der nicht irgendwie Gruppen gegeneinander ausspielt und gegenüberstellt, sondern die gleichberechtigte Suche nach dem besten Weg thematisiert, auf Augenhöhe.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @HB: schliesse mich dem an (ganzer Beitrag von Ihnen, denke genau gleich).

      • Hans Hintermeier sagt:

        Habe natütlich HR gemeint

  • Reto Stadelman sagt:

    Ich halte die Idee von Katrin Schiess für sehr gut. Aber leider ist sie unrealistisch. Das Beuteschema einer Frau war und ist dass ER erfolgreicher sein muss. Ich gehe jetzt nicht so weit und behaupte, dass das in den Genen der Frau liegt, aber einen Funken Wahrheit dürfte diese Behauptung schon haben. Bis sich die Gesellschaft dahingegen wirklich öffnet, ist es noch ein sehr langer weg. Und auch wenn keiner davon spricht: Männer haben Angst davor da mitzuspielen. Wie einfach und leicht kann man als Versager abgestempelt werden? Und wie leicht ist es heutzutage für Frau einen Mann zu verlassen? Da kommen also mit der Ehe (die ich definitiv nicht für überholt halte) noch einige Probleme auf uns zu…

    • Christoph Bögli sagt:

      Wenn man schon Stereotype bemühen will trifft das aber auch anders herum zu: Das Beuteschema des typischen Mannes war und ist, dass die Frau zu ihm aufschauen soll. Insofern bestehen solche Hürden beiderseitig.

      Im übrigen, Unterhaltspflichten bestehen geschlechtsneutral, auch einen Hausmann kann man nicht einfach so sitzen lassen..

      • Karl von Bruck sagt:

        @Boegli

        Es trifft zu, dass das Gesetz ueber die Unterhaltspflichten geschlechtsneutral ist. Die Juxtiz ist es jedoch nicht, sondern pluendert mehrverdienende Maenner aus, derweil auch mehrverdienende Frauen kaum je nennenswert in (Ex)sippenhaftung auf ihrem zukuenftigen Einkommen genommen werden….

  • Sabine sagt:

    Das Thema Gender ist eine elitäre Diskussion unter Akademikerinnen. Die Feminismusdebatte wird von Akademikerinnen geführt, nie von Handwerkern oder Handwerkerinnen. Das Thema Karriere bei Frau (oder Mann) mit Kindern ist ebenfalls ein akademisches. Dieser BIog wird von AkademikerInnen geschrieben.

    Ich würde mal behaupten, das Wissen über die Nöte und Anliegen von HandwerkerInnen ist in gewissen Kreisen sehr rar, diese werden in den Medien kaum thematisiert. Generell werden die Meinungen von wenig Gebildeten mit Verachtung gekonntert und abgetan, siehe bloss die Wahl von Trump, Brexit oder die MEI-Abstimmung.

    Und jetzt hier: Der Handwerker ist der Tscholi, der akademischen Frauen strategisch geehelicht die Karriere und Selbstverwirklichung ermöglichen soll?

    • Selina sagt:

      Ganz deiner Meinung, Sabine. Ja hier auf dem Mamablog tummeln sich vor allem Akademiker/innen, Handwerker/innen hätten die Zeit dazu gar nicht, die sind nämlich am arbeiten. Staune immer wieder, wieviel Zeit die Stammschreiber manchmal tagtäglich hier mit kommentieren verbringen. Die meisten von ihnen sind ja mehr oder weniger voll berufstätig…

    • Hansli sagt:

      Ich stimme ihnen absolut zu, dass diese Diskussion sehr akademisch ist. Bei den mir Bekannten Handwerkern im Dorf und in der Verwandtschaft stellt sich die Diskussion wer zuhause bleibt nicht. Das ist klar die Frau, alles anderer ist abgehobenes Feministinnen-Gequatsche.

      • Sabine sagt:

        Hansli, dumpfes Macho-Gehabe scheint mir genauso überflüssig wie abgehobene Feministinnendiskussionen. Irgendwie zweifle ich die Echtheit ihres Pseudonyms und ihrer Aussage an.

      • Hansli sagt:

        Das ist kein Macho-Gehabe sondern eben Tatsche ausserhalb der Akademikerblase. Wie Sie schreiben ist die Diskussion über die Rollenverteilung sehr akademisch. Und noch absurder wenn neue Rollenvorstellung dann noch umgesetzt werden. Da kenne ich dann nur Akademiker. Das ich wegen den Kindern Teilzeit arbeite, stösst nun einmal vor allem bei Nicht-Akademikermännern so ziemlich auf Unverständnis. Und eigentlich nicht nur da, in vielen Landesteilen der CH kann man sich eine neue Rollenaufteilung nicht vorstellen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wenn sich Leute nicht an Diskussionen beteiligen oder ihre Argumente nicht verständlich äussern können (allenfalls weil sie gar keine haben), dann ist es halt auch schwierig, diese wahrzunehmen. Wenn jemand immer nur still ganz hinten auf seinem Bänkchen sitzt und die Faust im Sack macht, aber nichts sagt, dann ist das primär Selbstverschulden. Man kann ja nicht jedem alles aus der Nase ziehen.

      Im übrigen, die von Ihnen angesprochenen Kreise haben vielfach auch deswegen gar kein Interesse an solchen Diskussionen, weil sie eh meinen, Frauen sollten gefälligst still sein und brav am Herd stehen. Auf der Grundlage lassen sich natürlich schlecht Gleichberechtigungsthemen diskutieren.

      • Sabine sagt:

        Bögli, für viele Leute sind andere Dinge drängender als über Karrierelaufpläne und Selbstverwirklichung von AkademikerInnen zu debattieren.

        „…weil sie eh meinen, Frauen sollten gefälligst still sein und brav am Herd stehen.“ Ich glaube, dieses Vorurteil sagt am meisten über jenen, der sowas behauptet.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Hansli

        Nur blöd, dass sich ein Handwerker keine Hausfrau leisten kann. Handwerker brauchen fleissige Frauen, welche nicht auf ihren krumm gearbeiteten Buckel leben und sich einen faulen Lenz machen.

      • Hansli sagt:

        @Tamar von Siebenthal Ein Handwerker verdient schnell einmal mehr als den CH-Medianlohn.
        @Sabine Ich empfehle Ihnen einmal den Aufenthalt ausserhalb Ihrer Blase. Meine Berufskolleginnen werden regelmässig wegen ihrem Geschlecht diskriminiert. Aber eben, dass es für die Frau am Herd wichtigere Dinge im Leben gibt, das verstehe ich.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Sabine: Das Problem ist, dass Themen wie Gleichberechtigung durchaus alle sehr viel angehen würden. Wenn man diese ignorieren, überlässt man die Richtung der Debatte kleinen Interessensgruppen. Darum geht es viel zu oft um Partikularinteressen weniger Damen in der Teppichetage, statt dass die Situation von arbeitenden Frauen (und Männern) thematisiert würde.

        Auf „dringendere Probleme“ verweisen ist da m.E. deplatziert, weil das durchaus fundamentale Probleme sind. Leider ist da der „Arbeiterklasse“ durchaus etwas das (progressive) Denken abhanden gekommen. Über Jahrzehnte war diese die treibende Kraft hinter dem gesellschaftlichen Fortschritt. Heute erschöpft sich das Denken da leider häufig darin, Ausländer blöd zu finden und einen Ratenvertrag fürs neue Iphone zu finden..

  • Cybot sagt:

    Der Ansatz ist nicht schlecht, aber falsch gedacht. Ob die Karrierefrau einen Handwerker oder einen anderen Akademiker heiratet, ist völlig irrelevant. Entscheidend ist, ob sie einen Mann heiratet, der selbst Karriere machen will oder nicht. Ein Handwerker kann genauso aufsteigen und Karriere machen, wie manche trotz Studium gerne darauf verzichten. Als Fachspezialist kann man genauso zufrieden sein und heute auch gut verdienen. Aber es ist halt eine Tatsache, dass es Frauen gibt, denen man damit nicht gut oder ambitioniert genug erscheint.

  • P.Meier sagt:

    Die Kongenialität ist für eine funktionierende Beziehung wichtig. Für ein erfolgreiches Universität Studium benötigt man ein IQ von 120, das ist weit entfernt von dem Durchschnitts IQ der Handwerker. Was auch damit zusammenhängt, dass die meisten Leute die langfristig als normaler Bauarbeiter auf dem Bau arbeiten kaum richtig Deutsch sprechen und schrieben können. Natürlich gibt es die die auf dem Bau Karriere machen, wie z.b. Elektriker die eine Weiterbildung zum Polier machen und danach 10`000 CHF und mehr verdienen. Von so einem Lohn kann eine Absolventin der Geisteswissenschaften nur träumen, also würde in dem Fall die Frau aus finanziellen Überlegungen zuhause bleiben.

    • Papperlapapi sagt:

      In welcher Welt braucht man für ein erfolgreiches Studium einen IQ von 120? Ich habe selbst studiert, mein IQ liegt bei etwa 100, wie der der Meisten.
      Vielleicht brauchts für einen Spitzenabschluss in der Physik mehr.
      Für ein Medizinstudium hats gut gereicht, da brauchts vor allem Fleiss……
      Können Sie den richtig „schrieben“???……

      • P.Meier sagt:

        @ Papperlapapi
        Ein Medizinstudium in der Schweiz ist mit einem IQ von 100 nicht möglich. Es mag schon Menschen mit einem IQ von 110 oder weniger geben, die ein Universität Studium schaffen, aber die müssen sehr fleissig sein und studieren Geistes- und Sozialwissenschaften, aber keine MINT Fächer.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man kann mit einem IQ um 100 sehr wohl Mediziner werden. Was unterscheidet einen Chirurg von einem Handwerker? Praktisch nichts.

      • Susi sagt:

        Ja. Ich wäre für den MINT-Bereich glaub auch zu dum gewesen.

      • Papperlapapi sagt:

        @Meier
        Nur zur Klarstellung, falls sie etwas anderes andeuten wollen:
        Ich habe in der Schweiz studiert. Sogar am Nabel der Welt, in Zürich….

  • Alpöhi sagt:

    Mann ist nur noch ein „richtiger“ Schweizer, wenn mann studiert ist. Handwerkliche Berufslehre, das war einmal… Stichwort „Fachkräftemangel“ lässt grüssen. Jugendliche, die das Zeug hätten fürs Gymi, sich aber für eine anspruchsvolle Lehre mit BMS entscheiden, werden schräg angeguckt.

    Wo soll also frau einen schweizer Handwerker hernehmen?

    • 13 sagt:

      Ähm, meines Wissens hat die Schweiz eine der tiefsten Akademikerquoten in der westlichen Welt.

      • Reto Stadelman sagt:

        Was wiederum am Bildungssystem liegt. Seit man nach der Lehre nicht mehr chancenlos ist, jemals ein Studium zu machen, steigt auch hierzulande die Akademikerquote steil an.

      • 13 sagt:

        Richtig und ich befürworte das sehr. Ist aber auch keine Erklärung dafür, warum Alöhi davon ausgeht, dass es keine Handwerker mehr gibt.

      • Alpöhi sagt:

        Schauen Sie sich doch mal um in den Berufsschulen. Früher ™ hiessen die Handerwerkerlehrlinge Hans, Peter, Kurt usw. Heute heissen sie Dragan, Nenad, usw. Nichts gegen Ausländer – aber ich frage mich halt: wo sind denn die Schweizer hingekommen?

      • 13 sagt:

        Ist dass denn in Akademikerkreisen so anders oder einfach eine Folge der sich ändernden Bevölkerung? Wir hatten bereits 2001 an der Ius-Uni eine Gruppe von rund 15 (von insgesamt 200) Studenten mit einem -ic-Nachnamen, dazu kamen natürlich noch die italienischen, französischen, deutschen etc.

    • Sportpapi sagt:

      Alpöhi meint ja die cleveren, schulisch guten, die im Handwerk ihren Weg machen. Und die für Frauen interessant sind.
      Ich kenne ein paar solche, die jetzt in der Lehre sind. Alle drei konnten sich die Stellen aussuchen, weil es tatsächlich nicht viele gute Sek-A-Schüler gab, die sich bewarben.

  • lala sagt:

    Die meisten „Handwerker“ aus meinem Freundeskreis, die nach mittlerweile ~15 Jahren Erfahrung meist auch Teams/Abteilungen leiten o.ä., verdienen mehr als meine „studierten“ Freunde.
    Die meisten „guten“ Handwerker mit etwas Ehrgeiz werden relativ zügig Hochbefördert. So richtig aufm Bau/im Dreck sind eigentlich nur noch diejenigen, die das gar nie anders wollten und Ihren Job lieben oder dann diejenigen die gar nie Verantwortung tragen wollten.

    Mit letztgenannten soll Akademikerin jetzt also Ihre Familie Gründen?

    Lach

  • Andi Meier sagt:

    Die Autorin bedenkt nicht, dass es für AkademikerInnen wesentlich einfacher ist, einen Teilzeit-Job zu finden, als für HandwerkerInnen. Sie impliziert auch, dass der Handwerker seinen Job gerne aufgibt, da er ja nicht so interessant ist und weniger gut bezahlt wird. Auch wenn sie das Gegenteil behauptet, läuft es doch darauf heraus, dass sie jungen Frauen empfiehlt, einen zu heiraten, der weniger verdient, damit sie die dominante Rolle in der Beziehung einnehmen können. Er „darf“ dann (mit ihrem Segen) das Rückgrat der Familie sein. Es bleibt zu hoffen, dass Entscheidungen in einer Partnerschaft nicht nur von den Finanzen oder Rollenbildern bzw. dem Kampf gegen solche abhängen.

    • Katrin Schiess sagt:

      Aber genau da ist es wieder! sie empfiehlt jungen Frauen einen zu heiraten, der weniger verdient, damit sie die dominante Rolle in der Beziehung einnehmen kann. Die dominante Rolle!
      Warum gehen Sie automatisch davon aus, dass dann die Frau die dominante Rolle hat?

      • Katrin Schiess sagt:

        Apropos: Projekte leiten, Linienverantwortung oder wichtige Kundendossiers erhalten Frauen in der Privatwirtschaft meistens nur, wenn sie mindestens 80% arbeiten. Hier ist Flexibilität gefragt, und dass man seine Termine nach den Kunden richten kann. Teilzeit arbeiten ist genau hier das Problem

    • Katrin Schiess sagt:

      Die Autorin impliziert übrigens nicht, dass der Handwerker den Job aufgibt, weil er weniger interessant ist, sondern weil er i.d.R. schon länger darauf gearbeitet hat und einiges erreicht hat.
      Der Akademiker hingegen tritt ca. 10 Jahre später ins Berufsleben ein, und hat mit Mitte 30 (Kinderwunsch der Frau ist langsam vordringlicher) erst ein paar Jahre gearbeitet. Dann möchte er die Karriere noch nicht beenden, bevor sie überhaupt begonnen hat.

      • lala sagt:

        Welche Karriere endet denn bitte mit Mitte 30/40?
        Da fängt es doch erst richtig an, wenn man nicht gerade selfmade was aufgestellt hat kommt man vorher ja, egal auf welchem weg und mit was für Diplomen, kaum an die interessanten Positionen. Nur schon weil ein „normaler“ 25-30 jähriger kaum die Autorität ausstrahlt um grössere Teams/Bereiche zu führen.

    • Andi Meier sagt:

      @ Katrin Schiess: Ich gehe eben gerade nicht davon aus, dass jene/r mit mehr Einkommen automatisch eine dominante Rolle innehat. Der Artikel impliziert es.

  • 13 sagt:

    Hmmm, in vielen Dingen ist der Blog sicher richtig. Es kann grundsätzlich von Vorteil sein, wenn es einem nichts ausmacht, seine beruflichen Ambitionen zurückzustellen. Und erst recht macht es oftmals Sinn, die Aufgabenverteilung von anderen Faktoren als dem Geschlecht abhängig zu machen. Ob man dies wirklich schon bei der Partnerwahl berücksichtigen muss? Eher nicht. Wenn es zwischen zwei Menschen passt, dann kann man de Rest, wie wer geht arbeiten, wieviel etc. schon irgendwie organisieren.
    Ich denke aber eher, dass Menschen teilweise zu viel vom Partner erwarten. Er muss die Erfüllung der Träume sein, in jeglicher Hinsicht, was kein Mensch bieten kann.

    • 13 sagt:

      Wir sind so ein Paar, ich top-ausgebildet, hoffentlich bald zwei Stufen über dem Uniabschluss, er zwar kein Handwerker, aber mit vergleichbarer Lehre. Und obwohl ich mich hüten würde, Ausbildung mit Bildung zu verwechseln, entsprechen wir vielfach dem Klischee, indem ich diejenige bin, die eher mal ein Buch liest oder politische Vorstösse verfolge, aber ist doch egal. Wir finden immer noch viele Gemeinsamkeiten und wenn ich eine Abstimmung diskutieren will, rufe ich halt eine Freundin an oder spreche mit meinen Arbeitskollegen. Ich bin sicher, dass auch ein Akademiker nicht überall auf meiner Linie wäre.

    • tina sagt:

      nein. dieser blogtext ist in vielem ganz sicher überhaupt nicht richtig

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Na ja, richtig ist auf jeden Fall, dass eine Frau, die Kinder und Karriere will mit einem Mann, der weniger als sie verdient, sehr gut bedient ist. Denn dann hat sie bei der Diskussion den finanziellen Aspekt auf ihrer Seite. Heiratet sie einen Mann, der seine Karriere verfolgt und keine Bereitschaft zeigt, zurückzustecken, bleibt ihr die Wahl zwischen selber zurückstecken, sei es beim Job, sei es bei der Familie oder dann zwischen Kita und Nanny jonglieren. Und auch wenn hier immer behauptet wird, sie alleine würde wählen, so sind die Optionen nicht immer toll.

      • 13 sagt:

        Sehen Sie, ich kenne viele Paare mit den verschiedensten Lebens- und Rollenmodellen. Sie Akademiker, er nicht oder umgekehrt, beide in Teilzeit, beide in Vollzeit, Frau in Teilzeit, Mann Vollzeit oder umgekehrt oder einer zu Haus. Aber nur bei zwei ist es so, dass beide die gleiche Ausbildung mitbringen und es dann doch die Frau ist, die eine wirkliche Karriere hinlegt, während er zurücksteckt und eines davon ist kinderlos.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Auch der stolze Handwerker, der vielleicht weniger verdient, wird üblicherweise trotzdem voll arbeiten wollen.
        Mir scheint, dieses progressive Aufbrechen von Rollen, die Idee von gemeinsame Kinderbetreuung usw. ist doch eher eine intellektuelle Geschichte und kommt bei Handwerkern vermutlich nicht so gut an.
        Ich kenne zudem viele Männer, die es gut und richtig finden, dass die Kinder von den Eltern betreut werden. Aber vor die Wahl gestellt, sie jeden Tag in die Krippe zu geben, oder doch selber mehr als einen Tag zu übernehmen, würden die meisten das erste wählen. Frauen nicht.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Wird er auch noch in Vollzeit arbeiten wollen, wenn das bedeutet, dass unter dem Strich weniger Geld in der Kasse ist, als wenn er zu Hause ist, da sämtliche Subventionen dank ihrem guten Lohn wegfallen? Ich halte Männer eigentlich nicht für stur und unvernünftig. Weder Handwerker noch Akademiker.
        Allerdings haben wir schon festgestellt, dass wir uns nicht in den gleichen Kreisen bewegen und ich Ihr doch offenbar sehr konservatives Umfeld so nicht kenne.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Gut möglich, dass wir uns nicht in den gleichen Kreisen bewegen. Obwohl Sie nach meinem Wissen in Bern in tiefster Provinz wohnen, und ich in Zürcher Agglo – also eher anders herum, als erwartet.
        Aber ja, mich wundert eigentlich immer wieder, wie relevant offenbar bei Fragen der Rollenverteilung sein soll, ob kurzfristig (!) ein paar Fränkli mehr oder weniger verdient werden können. Wäre das mehr als nur ein Scheinargument, würden die meisten Entscheidungen ganz anders ausfallen…

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich wohne doch nicht in tiefster Provinz, was haben die Zürcher nur für ein Bild von Bern 😉 , sondern in einem Dorf mit 4’000 Einwohner, 5 km von der nächsten Stadt entfernt. Als mein Umfeld betrachte ich aber weniger meine Nachbarn (das ist dann vielleicht die Städterin in mir), sondern meine Freunde, Familie, Kollegen etc., Menschen mit denen ich mich wirklich austausche. Und na ja, dieses sucht man sich halt eher nach persönlichen Vorlieben. Bereits darum kann es nicht das Gleiche sein.
        Und ein paar Fränkli sind gut. Wenn einer mehr als das Doppelte verdient wie der andere, wie in unserem Fall, sieht es etwas anders aus.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich hatte das so im Kopf aufgrund Ihrer Erzählungen, wie das im Dorf so zugeht. Und was es alles nicht gibt. Aber danke für die Präzisierung. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        „Wenn einer mehr als das Doppelte verdient wie der andere, wie in unserem Fall, sieht es etwas anders aus.“
        Ja, dann schon. Aber auch dann werden viele Männer nicht reduzieren wollen – und dafür die Kinder jeden Tag in die Betreuung geben. Männliches Selbstverständnis halt, das nicht nur vom Lohn abhängt.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Das bestreite ich gar nicht. Wobei das auch nicht die Männer wären, die eine Frau heiraten würden, die eine bessere Ausbildung hat als sie selber. Und doch bin ich froh, gibt es Ausnahmen. Und ich lerne interessanterweise immer mehr davon kennen, was mich freut. Daher bleibe ich optimistisch, dass es irgendwann auch für Männer wie Sie normal ist zu fragen: „Und? Wie macht ihr das mit der Familie und dem Job? Arbeitet jemand von Euch Teilzeit?“ 😉

      • Sportpapi sagt:

        213: Sie lernen immer mehr Handwerker kennen, die gerne reduzieren und zu Hause den Haushalt schmeissen?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Ich lerne immer mehr Männer kennen, die gerne reduzieren und zu Hause den Laden schmeissen, entweder je in Teilzeit oder hauptsächlich. Es sind nicht immer Handwerker, aber auch.

    • Katrin Schiess sagt:

      Heiraten soll man den Mann, den man liebt, mit dem man ähnliche Wertvorstellungen teilt und mit dem man sich eine Zukunft vorstellen kann.
      ABER: man sollte sich, wenn man Single ist, auch mal breiter umschauen, und nicht dort schon Auswahlkriterien wie „guter Beruf“, „Status“, „gutes Aussehen“ haben.

  • Nicole Sena sagt:

    Ich bin genau so eine, die „nach unten“ geheiratet hat. Obwohl dieser Ausdruck sehr abwertend ist. Ich habe selbst Biologie studiert und promoviert und mein Mann ist Hauswart mit Teilzeitpensum. Unsere Tochter geht seit sie 7 Monate alt ist fast täglich in die Kita und wir sind alle sehr glücklich mit diesem Setting. Gerade der Fakt dass mein Mann kein Akademiker ist, schätze ich sehr. Denn abends möchte ich mich über andere Themen als meine Arbeit unterhalten – diese Gefahr besteht bei uns gottseidank nicht. Zudem schätze ich mich mehr als glücklich, einen sehr praktisch und zupackend veranlagten Mann an meiner Seite zu haben.
    Dennoch – 100% berufstätig und fürsorgliche Mutter eines 2.5 Jahre alten Mädchens zu sein ist eine stark fordernde Doppelbelastung.

    • Nicole Sena sagt:

      Nachtrag: geheiratet habe ich aber den Menschen, in den ich mich verliebt habe. Sein Beruf war mir vor 10 Jahren piepegal. Und das sollte doch absolut im Vordergrund stehen!

    • tina sagt:

      ob ein akademiker in der lage ist, sich mit nicht akademikern zu unterhalten (auch über berufliches), ist eine frage des willens und könnens des akademikers

      • Nicole Sena sagt:

        Genau. Nur möchte ich abends über andere Themen sprechen. Nur so kann ich abschalten. Es gibt sooo viele andere Themen, die mich (uns) interessieren. Ich stelle mir nur vor, dass es schwieriger sein könnte, über anderes zu sprechen, wenn beide aus dem gleichen „Lager“ kommen.

      • 13 sagt:

        @ tina
        „ist eine frage des willens und könnens des Akademikers“
        Und auch des Nicht-Akademikers, nicht? Wenn das Interesse da ist, informiert man sich, hört dem anderen zu und kann genauso gut mitreden. Aber eben, wie ich unten ausgeführt habe, spielt das eh Rolle, wenn man nicht gerade das Gleiche studiert hat. Ich habe einen Uniabschluss, aber könnte zu Arbeit einer Biologin nicht mehr beitragen als N.S.s Mann.

      • Martin Frey sagt:

        @tina:
        „ist eine frage des willens und könnens des akademikers“
        Gemäss meiner Erfahrung braucht es dafür zwei.

      • tina sagt:

        herr frey, natürlich, normalerweise und genau das ist meine argumentation. es war ja nicht meine idee, dass akademiker sich nicht mit nicht-akademikern unterhalten können, sondern das wurde hier ja von anderen behautet und darauf reagierte ich

      • tina sagt:

        ich meine, ich bin eben ja auch der ansicht, dass sich eine professorin in weissdergeierwas nicht über elektrotechnik unterhalten kann, mangels fachwissen. hier wurde aber von bestimmten leuten behauptet, dass akademiker generell sich nicht mit nicht-akademikern unterhalten können oder irgendwie unterfordert seien. also sage ich: wenn das ein akademiker behauptet, liegt es an seinem willen und können, und nicht am nichtakademiker. aber manche können das einfach nicht, und sie können nichts dafür. aber auch das liegt nicht am nicht-akademiker

      • Martin Frey sagt:

        @tina:
        Ich habe heute Dünkel in AkademikerInnenkreisen kritisiert. Aber glauben Sie mir, ich habe in meinem Leben mindestens so oft Vorbehalte, Vorurteile und herablassende Bemerkungen von Nichtakademikern gegenüber Akademikern vernommen. Das gibt es auch, und nicht zu knapp.
        Wenn die Unterschiede in Partnerschaften sehr gross sind, dann braucht es sehr viel Aufwand, Willen, und tgl. Arbeiten daran, dass dies einem langfristig nicht in die Quere kommt. Und zwar von beiden Seiten, unentwegt. Egal ob es um Milieu, Bildungsunterschiede, Herkunft, Religion, Weltanschauung oder was auch immer geht. Ich sage nicht dass es unter solchen Prämissen nicht gut kommen kann. Aber es macht die Sache definitiv nicht einfacher.

      • tina sagt:

        hat denn hier irgendjemand behauptet, akademiker seien unter dem niveau von handwerkern? hier gingen die behauptungen nunmal in die andere richtung, und darauf reagierte ich. meine güte.

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Wurde das so gesagt oder haben Sie das nur so gehört? Weil eigentlich hat N.S. lediglich gesagt, sie würde mit ihrem Mann nicht über ihre Arbeit sprechen, nicht dass sie sich grundsätzlich nicht unterhalten könnten. Im Gegenteil, hätten sie viele anderen Themen.
        Und trotzdem, das Interesse muss von beiden kommen. Mein Mann zückt das Handy oder geht freiwillig, die Kleine zum Mittagsschlaf begleiten (inkl. selber eine Stunde schlafen), wenn ich mit einer Freundin juristische oder politische Themen anspreche. Wir würden seine Meinung gerne hören, ihn interessiert es nicht. Auch gut, wir haben andere Gemeinsamkeiten.

  • Flori Antha sagt:

    Einen grossen Teil der pikierten Kommentare auf dieser Seite kann ich nicht recht nachvollziehen. Die Autorin stellt ja erst einmal Tatsachen dar: die meisten Frauen haben/suchen einen Partner, der mindestens eine gleich hohe Bildung und Berufsposition hat und im Durchschnitt zwei bis drei Jahre älter ist. Daraus ergibt sich die beschriebene Dynamik. Ob nun der Vorschlag der Autorin wirklich zielführend ist, das ist wohl eine andere Frage. Vielleicht doch lieber flächendeckende Kinderbetreuung….

    • Katrin Schiess sagt:

      Der Ansatz mit der flächendeckenden Kinderbetreuung gefällt mir. Dazu ein paar Gedanken (Achtung, Sarkasmus): wie stellen wir dann aber sicher, dass die Kinder nach den richtigen Wert- und Moralvorstellungen erzogen wurden, wenn wir sie am Wochenende abholen? Gibt es unterschiedliche Kinderkrippen, so die für die Revoluzzer, die für die Anti-Autoritären, die nach Jesper Juul mit empathischer Begleitung, und die Militärakademie? 🙂

      • Habig Regula sagt:

        @Frau Schiess: Warum eigentlich wieder „Achtung Sarkasmus“? Das Problem würde sich mir tatsächlich stellen, hätte ich je Kinder in eine Krippe gegeben: ich hätte überhaupt nicht gewollt, dass sie gehirngespült werden, so à la „Zucker pfui, hurra Sellerie“ und sich dann nicht einmal mehr getrauen, Kuchen zu essen. Es bringt Kinder tatsächlich in einen Konflikt, wenn Eltern und Kindergarten/Schule sehr gegensätzliche Standpunkte vertreten, das habe ich bei einigen Hütekindern erlebt, die zuvor in einer Krippe waren. Gerade im Krippenalter sind sie noch kleiner und können das je nachdem nicht einordnen. Also, warum Sarkasmus? Es bräuchte tatsächlich Lösungen für alle.

      • Flori Antha sagt:

        @Habig: solche schrägen Dinge habe ich bisher noch nie bei Kindern erlebt, die in Krippen oder Horten waren. Nur bei Kindern, die das zu Hause eingetrichtert bekommen haben.

    • Habig Regula sagt:

      @Flori Antha: Ich kann natürlich nicht mit flächendeckenden Beobachtungen aufwarten, das stimmt schon, zudem kamen meine Hütekinder naturgemäss alle aus der gleichen, einzigen Krippe in der Umgebung. Aber die Vehemenz, mit der einige von ihnen hell entsetzt darauf hinwiesen, dass sie in der Krippe gelernt haben, dass man nach dem Essen nie Süsses essen darf, eigentlich überhaupt nie, und nie etwas anderes als Leitungswasser trinken dürfe, hat mich schon befremdet. Sie wirkten da gar nicht locker oder so, dass sie zwischen den Regeln in der Krippe und anderswo irgendwie einen Unterschied zu machen wussten. In so einer „Militärakademie“ würde ich meine Kinder eben nicht betreut haben wollen.

  • Random Guy sagt:

    Ein Körnchen Wahrheit steckt schon drin. Nicht bei den Zuschreibungen an Handwerker und Akademikerinnen, aber bei der Partnerwahl. Viele gut ausgebildete Frauen Ü30 sind single, weil sie unbedingt einen Partner mit noch höherem Status wollen. Aber es gibt nun mal viel zu wenig Männer, die einen solchen Status haben und nicht schon liiert sind. Da müsste sich frau eher nach einem Getrennten oder Geschiedenen umsehen (der möglicherweise Kinder hat und eine Vergangenheit). Oder eben nach jemandem mit einem „minderen“ sozioökonomischen Status.

  • Peter Aletsch sagt:

    Machen sie ja, auf jeden Fall die Lehrerinnen: ich kenne keine, die einen richtigen Intellektuellen genommen hat – ihr meistbevorzugter ist der Schreiner. Ist ja noch so ähnlich und kreativ wie das Basteln in der Schule. – Kann ein Automech heute, wo alles elektronisch ist, einen Motor reparieren? Was, wenn der Gschtudierte selber mit komplizierten Apparaten zu tun hat: Gaschromatographie, Geoseismik, Kernspinresonanzspektroskopie und Teilchenbeschleuniger?

  • Katrin Schiess sagt:

    Im Vordergrund einer Beziehung steht die Liebe, gemeinsame Interesse, Wertschätzung und das Vertrauen.
    Es ist jedoch so, dass heute nach vorprogrammierten Kriterien rasch vorsortiert wird. Nicht gross genug, falscher Beruf, nicht sportlich genug -> und weg damit! Man gibt sich gar nicht die Chance…

  • Karl Auer sagt:

    Ich, gelernter Elektromonteur und meine Frau, Dr. der Molekularbiologie, sind seit 9 jahren verheiratet. Ich, also der einfache Geist, Sie das Genie.
    Sie verdient mehr als ich auch wenn sie „nur“ teilzeit arbeitet.
    Meine Männlichkeit also am Boden? Mit nichten!
    Aber Männer die den Mama Blog lesen heben sich sowieso von der Masse ab, also sind sie intellektuell eventuell auch nicht Mittelmaß.

    viel wichtiger als „was jemand ist, ist wie sich jemand benimmt“

    • Nicole Sena sagt:

      Thumbs up! Genau so erlebe ich das auch. Und mein Mann ist sogar stolz auf mich und freut sich über meine Erfolge. Die klassische Rollenverteilung hat sich doch schon längst überholt, auch wenn sie noch in sehr vielen Köpfen fest verankert ist.

      • Katrin Schiess sagt:

        Kleiner Nachtrag: Ich erlebe es auch bei uns. Mit meinem Mann (der übrigens den Artikel toll findet) bin ich ein klasse Team, und er ist stolz auf mich. Aber wie Du, Nicole, sagst, ist die klassische Rollenverteilung in vielen Köpfen sehr stark verankert. Ich kenne (fast) niemand, der ein ähnliches Setting hat. Und ich höre die vielen Vorurteile immer mal wieder, insbesonders das mit der dominanten Frau und dem armen Mann, der die Männlichkeit abgibt… (obwohl es überhaupt nicht der Realität entspricht)

      • Nicole Sena sagt:

        @Kathrin: genau. Zwar kam noch nie eine Bemerkung in Richtung unmännlich. Aber von einigen Müttern, welche nicht verstehen wollen/können, dass unsere Tochter 4 Tage/Woche in die Kita geht und wir alle damit glücklich sind. Zum Glück sind viele Männer in unserem Umfeld aufgeschlossener als ihre Partnerinnen und achten meinen Mann gerade für seine Entscheidung, mehr Zeit zuhause zu verbringen, noch mehr. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch andere Männer gerne tun würden. Ein ähnliches Setting wie unseres habe ich aber noch nicht gesehen. Aber es geht mehr und mehr in diese Richtung und die klassische Rollenverteilung wird mehr und mehr aufgebrochen. Treibend sind dabei die Väter, wobei die Mptter eher bremsen… vieles liegt definitiv an uns Müttern selbst…

    • tina sagt:

      ich bin mir recht sicher, dass die frau molekularbiologin von elektronik nichts versteht, richtig? 🙂

      • Karl Auer sagt:

        Chchch…. häää was…. du solltest mal unsere gespräche hören.
        Sie so, ENac, gen-chip, pipetieren und soweiter.
        Ich so, gelb-grün ist die Erdung, blau der Null-Leiter, schwarz die Phase.
        Häää… was…. auf beiden seiten.
        Wenn beide keinen Plan von dem haben was der andere kann, kann es auch kein „ich bin besser als du“ gefühl geben.
        Besser in was? Gen-chip? Ok und wer schliesst das gerät an das du dazu brauchts?
        Ohne mich kannst du gar nichts forschen. Und was du forscht ist cool aber erwarte nicht das ich es verstehe.

        Viel spass mit akademikerinnen. Die machen party, da kann sich manch ein handwerker noch eine scheibe davon abschneiden…

  • Lorena sagt:

    Ich kann das bestätigen 🙂
    Meine Ehe mit einem Besser-Verdienenden Bürogummi ist gescheitert… er wollte Kinder aber nicht auf Karriere verzichten…. ich wollte nicht nur Hausfrau sein…
    Nun bin ich mit einem Pfleger zusammen und es ist wunderbar. Könnte mir sogar vorstellen, Kinder zu kriegen, denn dann würde er noch so gerne zu Hause bleiben – und ich verdiene ja eh mehr 😉

  • Susi sagt:

    In so vielen Kommentaren lese ich heute, dass man mit einem Handwerker an seiner Seite auf Ablehnung/Mitleid aus dem natürlich akademischen Umfeld stosse, ja, dass es einem sogar peinlich sein könnte, wenn man jemanden ohne Doktortitel vorstellt (wie wunderschön, dass das dann nicht der Fall war…)

    In was für einer elitären und dünkelhaften Welt leben wir eigentlich? Lago mio.

    • Susi sagt:

      Wenn mein damaliger Freund grad im Uniquartier tätig war, ass er manchmal mit mir und meinen Studienkollegen in der Mensa Zmittag. Er trug dabei seine Arbeitskleidung („Übergwändli“), das ihn auf den ersten Blick als Handwerker identifizierte. Es war nie auch nur ein Thema bei mir und meinem Umfeld. Das wäre ja noch schöner, sowas.

    • Katrin Schiess sagt:

      Es gibt zwei Aspekte: zum einen lernt man sich i.d.R. im Berufsleben und Studium kennen, man ist also eher unter „Gleichgesinnten“. Aber zum anderen, ja, wir sind in einer katastrophal elitären und dünkelhaften Welt.
      Wir haben alle Möglichkeiten offen, und denken, dass wir nur das Beste auswählen können / wollen. Zuviel Wahlfreiheit. Und dann gibt es einen riesigen Kriterienkatalog, und nach dem wird gnadenlos aussortiert. Ich verweise nur auf den Artikel „Je klüger, desto einsamer: Gebildete Frauen stellen zu hohe Ansprüche bei der Partnerwahl“…

      • tina sagt:

        hust. vielleicht genügen ja jene gebildeten frauen nicht den ansprüchen. weil vielleicht bildung nicht alles ist

      • Susi sagt:

        @Katrin: „Und dann gibt es einen riesigen Kriterienkatalog, und nach dem wird gnadenlos aussortiert.“

        Ja, da stimme ich zu, und dieses Aussortieren muss nicht mal mit der Bildung zu tun haben. Ich habe zu diesem Thema schon krasse Geschichten gehört, vor allem, was online dating betrifft. Da haben manche Leute eine Art Liste, die erfüllt werden muss. Eine Freundin von mir erwähnte einem grad kennengelernten Date gegenüber irgendetwas Belangloses, worauf er sofort das Weite suchte. („Ich mag lieber Schoko-Eis als Vanille.“ – „Was?? Sorry, in dem Fall wird das nichts mit uns.“)

      • Katrin Schiess sagt:

        @ Susi
        Ja, das mit dem Aussortieren hat nichts mit Akademikerinnen zu tun. Man könnte auch mal einen Blog schreiben „hört auf, auf den perfekten Partner zu warten – erstens will der perfekte Partner Euch wahrscheinlich gar nicht, und zweitens verschwendet ihr viele schöne Jahre mit einem nicht-ganz-so-perfekten, der Euch aber auch glücklich macht“

      • Susi sagt:

        @Katrin: „Man könnte auch mal einen Blog schreiben „hört auf, auf den perfekten Partner zu warten…“

        Gute Idee! (Aber bitte umgekehrt auch auf Männer münzen!)

  • Hansli sagt:

    Sorry, aber ein Handwerker verdient im Kinderwunschalter einer Studentin deutlich mehr. Bevor man einen solchen Artikel schreibt, sollte man sich wenigstens über Löhne informieren.

    • Cybot sagt:

      Die meisten sind mit dem Studium längst fertig, bevor sie ins Kinderwunschalter kommen. Und vielleicht müsste man halt auch das Muster überdenken, dass der Mann immer älter sein muss.

  • Jänu sagt:

    „Man muss ihm nur einen neuen Sinn geben, worauf er stolz sein kann – indem er etwa das Rückgrat der Familie sein darf.“
    Wenn sich ein Mann so etwas umgekehrt erlauben würde, er wäre seines Lebens wohl nicht mehr sicher. Welch Männerbild: Kann hundert Kilo stemmen, ist darum keine Memme. Da fehlt doch noch etwas „shades of grey“: Sein Schweiss glänzt auf den dicken Muskeln unter der gebräunten Haut und die Hose ist meist ausgebeult.

  • Littleblackheart sagt:

    Zwar (unnötig) provokativ geschrieben aber es hat ein Körnchen Wahrheit – jedenfalls wenn akademische Karrieren involviert sind. Persönlich kenne ich jedenfalls kein Paar wo die akademische Karriere der Frau den Vorzug ueber die akademische Karriere des Mannes gehabt hätte (umgekehrt jedoch mehrere). Und von wegen „nach unten heiraten“ – ich habe meinen Partern ganz am Anfang auch einmal gefragt ob es ihn stört, dass ich einen Doktortitel und Karriereambitionen habe und er nicht und er meinte bloss solange es mir nicht peinlich ist (war es nie!) wenn ich ihn in meinem Arbeits/Sozialen Umfeld als Nichtdoktor vorstelle und er keine solchen Karriereambitionen hat würde es kein Problem sein – Thema erledigt.

  • Zimy sagt:

    Ich habe das Gefühl, der Artikel strotzt vor Vorurteilen gegenüber Handwerkern. Er impliziert, dass die studierte Tätigkeit automatisch höherwertig ist als das Handwerk,dass es kein erfüllender Job ist und dass die Handwerker nur drauf warten, es aus irgendeinem Grund aufgeben zu können. Das Problem bei der Entscheidung, wer zu Hause bleibt, ist doch oft, dass beide ihren Job gleichermassen lieben. Und ausserdem kommen mir die Kitas zu negativ weg. In eine gute gehen die Kinder gerne. Dann ist es kein Problem, wenn sie jeden Tag dort sind.

    • Cybot sagt:

      Die Vorurteile gegenüber Akademikern sind nicht weniger präsent. Zum Beispiel dass jede/r, der studiert hat, automatisch Karriere machen will.

  • Roxy sagt:

    Ich glaube den heutigen Beitrag kann man unter Narrenfreiheit abhacken.

    • tina sagt:

      ich kann über dieses elitäre gewitzle einfach nicht lachen

    • maettu sagt:

      Sorry, ich denke das Ziel des Blogs ist es, der Leserschaft eine andere Perspektive auf das „Gender“ Thema zu geben und sich damit auseinanderzusetzen. Dass in so einem kurzen Beitrag nicht alle Aspekte gewürdigt werden ist klar und dass sich hier auch „Fauxpas“ einschleichen (siehe Beitrag HH unten, ist auch mir sauer aufgestossen!) ist leider unvermeidlich.

      • Susi sagt:

        @maettu: „Sorry, ich denke das Ziel des Blogs ist es, der Leserschaft eine andere Perspektive auf das „Gender“ Thema zu geben und sich damit auseinanderzusetzen.“

        Indem man einfach in die Kerben anderer Klischees haut? *Daumenhoch*

      • Katrin Schiess sagt:

        Merci!
        Und sorry wegen dem „Fauxpas“, kann echt mal vorkommen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Sorry mättu – da hat sich nicht der eine oder andere Fauxpass eingeschlichen. Es ist einfach nur dämlich. Macho-Sprüche, wenn sie von einer Frau kommen.

        Das Thema wäre: Liebe Frauen, die ihr Karriere machen wollt, heiratet einen Mann der keine solche Ambitionen hat.
        Was wir aber zu lesen bekommen sind weibliche Macho-Sprüche. Der nützliche Handwerker, der schon spurt, wenn man ihm nur verklickert, dass er etwas Wichtiges tut. Und den es ja – im Gegensatz zur ach so wertvollen Akademikerin im Arbeitsmarkt eh nicht braucht.

        Stellen Sie sich mal vor, ein Mann hätte 1:1 dasselbe geschrieben unter dem Motto: wie besorg ich mir eine zufriedene Hausfrau, damit ich ungestört Karriere machen kann.

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Stellen Sie sich mal vor, ein Mann hätte 1:1 dasselbe geschrieben unter dem Motto: wie besorg ich mir eine zufriedene Hausfrau, damit ich ungestört Karriere machen kann.“

        Ja, am besten eine mit einer entsprechenden Ausbildung (Krankenschwester, Kleinkinderzieherin, Putzfrau, Koch, Konditorin, Innendekorateurin), damit ihre Fähigkeiten im trauten Heim so richtig greifen können.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Super Susi – Sie sind einfach erfinderisch. Hätt ich Sie nur in meinen jungen Jahren als Beraterin gehabt. Eine Frau die was gelernt hat, das man im Haushalt auch brauchen kann…. ach, das würde mein Leben erleichtern. Man sollte diesen Tipp allen jungen Männern geben (vor allem denen die studieren!)

        @Frau Sch. – was genau ist denn jetzt der Fauxpass in ihrem tollen Text? Ist doch eigentlich wie aus einem Guss. Von A bis Z im gleichen Geist geschrieben.

    • Katrin Schiess sagt:

      @ Reincarnation
      Wow, merci. Der Fauxpas ist bei der Formulierung bzgl. dem Rückgrat. Er „darf“ nicht das Rückgrat sein (das ist tatsächlich von aussen her den Sinn gegeben, man „gibt die Erlaubnis“), sondern er ist es einfach effektiv. Aus eigenem Antrieb und eigenem Selbstverständnis.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Respekt – Sie stellen sich der Kritik (das kann Sie nur besser machen)
        Ja, der ganze Satz, der schon mit „Man muss ihm…geben. Er darf…. “
        So redet man über Kinder, über Unmündige. Dadurch wird die Aufzählung seiner Qualitäten in ein sehr schiefes Licht gerückt. Und zum Schluss: Tüpfelchen auf dem i – ihr Aufruf an die Politiker.
        Drehen Sie es einfach mal um. Ein Mann schreibt dasselbe, so wie es Susi noch wunderschön ausgeschmückt hat. – Geht gut, bei einem spassigen Bier… aber sonst?
        (Nichts für ungut. Sie haben es nicht so gemeint. Aber wenn Sie genau lesen, hört es sich so an.)

      • Katrin Schiess sagt:

        Sie haben recht, es ist die Einleitung „man muss ihm … geben“. Merci für den Tipp, werde ich das nächste Mal (hoffentlich) besser machen!
        Das mit dem Aufruf an die Politiker hingegen ist nur eine logische Konsequenz – da man sich ja weniger trifft im Arbeitsalltag (weniger, nicht gar nicht), müsste man hier ansetzen… 🙂

  • Hausfrau sagt:

    Mein lieber Schwan! Ich hoffe das ist von der Autorin sarkastisch gemeint. Ansonsten kann ich nur entsetzt den Kopf schütteln ob der Aussagen: Der Wert des Partners wird an der Ausbildung fest gemacht. Studieren & Wissen ist top. Lernen & notabene Könnte flop.
    Wir essen Lebensmittel aus der Landwirtschaft und dem Gartenbau. Wohnen in Häusern von Handwerkern gebaut. Und alles was wir nutzen läuft und ist, weil irgendwo sich jemand nicht scheute die Hände schmutzig zu machen.
    Ein Studium ist teuer und der Nutzen erschliesst sich mir nicht immer. Also besser diese KostenverursacherInnen ohne echte Wertschöpfung an den Herd stellen…

  • Malena sagt:

    Kommt halt drauf an was man vom Mann erwartet:
    – Intelligente und gebildete Unterhaltung
    – Beteiligung an der Kinderbetreuung
    – Geld
    – Bewunderung
    – Sicherheit
    – Prestige, z.B. zu Parties mit wichtigen Leuten mitgenommen werden
    – etc.
    Meistens im Leben kann man nicht alles haben. „Nach unten“ heiraten und mit mitleidigen bis abschätzigen Reaktionen im Umfeld umgehen können erfordert eine charakterliche Stärke, die nicht jederfrau gegeben ist.

    • Susi sagt:

      Malena: “ „Nach unten“ heiraten und mit mitleidigen bis abschätzigen Reaktionen im Umfeld umgehen können“

      Wie kommen Sie denn darauf, von solchen Reaktionen auszugehen?

      • Martin Frey sagt:

        Meine Erfahrungswerte decken sich mit denen von Malena, Susi. Löbliche Ausnahmen gibt es natürlich immer.

      • Susi sagt:

        @Martin: Meine nicht, und ich nahm das nie als Ausnahme wahr.

      • mila sagt:

        Mit meiner nicht. Ich wollte mehr oder weniger bewusst nie einen Akademiker. Und wurde dafür nie bemitleidet. Aber gut, meine beiden Männer waren keine Handwerker. Doch auch das wäre in meinem persönliche(re)n Umfeld kein Grund für irgendwelche Abwertungen gewesen. Die Frage ist mich ergo, in was für Kreisen man verkehrt… oder verkehren will.

      • Malena sagt:

        @susi: ich heisse den dünkel ja nicht gut – ändert aber nichts daran dass es ihn gibt. wie kommen sie denn darauf, dass es solche reaktionen nicht gibt? ich wette weder sie noch ich können mit sicherheit sagen, wieviele % der frauen (oder analog männer) bildung, sozialem status und geld eine zentrale rolle beimessen bei der partnerwahl, und sich diesbezüglich mit ihren freundinnen vergleichen. sind es 20%, 50%, 80%?

      • Susi sagt:

        @Malena: Ich habe jetzt wirklich nochmals gründlich überlegt und kann das halt aus meinem Umfeld einfach nicht bestätigen. Ich habe verschiedene Akademikerinnen im Freundeskreis, die (nebst mir) mit Handwerkern zusammen waren, da war aber nie eine solche Tendenz, dass man sich grosszügig fühlt, weil man das quasi „hinnimmt“. Klar gab es Leute, die meinen Partner nicht mochten, aber das waren solche, die bei jedem meiner Männer irgend ein Haar in der Suppe fanden.
        Dass es diese Tendenz gibt, höre ich heute auch wieder, und ich glaube es, auch wenn mir da der klare Erfahrungswert fehlt.

      • Susi sagt:

        @mila: „Die Frage ist mich ergo, in was für Kreisen man verkehrt… oder verkehren will.“

        Da liegt wohl der Hund begraben.
        Ein Beispiel: Ich kenne genug Leute mit Doktortitel, aber sie nennen diesen sicher nicht, wenn sie sich vorstellen. Offenbar wird das aber in gewissen Kreisen so praktiziert. (vgl. Beitrag von Littleblackheart um 08:44)

      • Martin Frey sagt:

        Meine Erfahrungen sind einfach die, dass viele Frauen (nicht alle) tendentiell auf Männer herunter sehen die es „weniger weit“ gebracht haben im Leben, genauso wie sie oft (nicht alle) auf Männer herunter sehen die kleiner sind als sie. Dies wird spätestens dann relevant wenn es ums Heiraten geht. Nach wie vor sehe ich, wie Frauen tendentiell nach „oben“ heiraten, wie es über Jahrhunderte der Fall war. Der ölverschmierte muskelpepackte Mechaniker ist dann oft nicht mehr so en vogue.
        Lustigerweise sind ja auch die, die diese Dünkel durchaus glaubhaft von sich weisen, jeweils nach der jugendlichen Sturm- und Drangphase auch nicht längerfristig mit Leuten liiert, die es bezüglich Prestige und Bildung weniger „weit“ gebracht haben.

      • Martin Frey sagt:

        @mila:
        „Doch auch das wäre in meinem persönliche(re)n Umfeld kein Grund für irgendwelche Abwertungen gewesen.“
        Abwertungen sehen Sie erst, wenn es soweit ist. Und das war ja bei Ihnen nicht der Fall. Die Probe aufs Exempel steht also noch aus. 😉

      • Martin Frey sagt:

        Littleblackheart hat die Sicht der Männer m. E. treffend formuliert:
        „…ob es ihn stört, dass ich einen Doktortitel und Karriereambitionen habe und er nicht und er meinte bloss solange es mir nicht peinlich ist.“

        Männer hätten grundsätzlich mit einem solchen „Bildungsgefälle“ weniger ein Problem, wenn man es ihnen nicht zu spüren gibt. Dafür wiederum haben sie ein feines Gespür. Die Männer, die von vornerein „Studierte“ ablehnen, möchten sich dem Risiko von Erniedrigungen gar nicht aussetzen.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi:
        „Ich kenne genug Leute mit Doktortitel, aber sie nennen diesen sicher nicht, wenn sie sich vorstellen.“
        Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie schnell sich das Verhalten der Leute (Frauen) ändern kann, wenn sie erst merken, dass jemand einen Doktortitel hat.
        Persönlich finde ich das furchtbar.

      • tina sagt:

        herr frey: wenn mann studiert hat ist das schön, aber man hat es damit auch noch überhaupt nirgends hin gebracht.

      • Susi sagt:

        @Martin: „Lustigerweise sind ja auch die, die diese Dünkel durchaus glaubhaft von sich weisen, jeweils nach der jugendlichen Sturm- und Drangphase auch nicht längerfristig mit Leuten liiert, die es bezüglich Prestige und Bildung weniger „weit“ gebracht haben.“

        Ich weiss nicht, ob sie unter anderem mich damit meinen. Falls ja, liegen Sie auf jeden Fall falsch, mein Mann ist kein Akademiker und ich verdiene mehr als er, obwohl ich weniger arbeite.
        Der Grund, warum ich nicht mit dem Sanitär zusammenblieb, war (neben anderen) vor allem der, dass ich bereits früh Differenzen spürte, was beispielsweise Erziehung anging. Hatte wohl weniger mit seinem Beruf als mit seiner Persönlichkeit zu tun.

      • mila sagt:

        Ich denke, ich hätte eine einzige Freundin, die mich in so einem Fall mitleidig anschauen würde. Aber dieser Kontakt findet nur noch sporadisch statt, und hätte sich ehrlicherweise vermutlich inzwischen auch über-lebt (sie lebt bezeichnenderweise in einem reinen Akademiker-Milieu, seit Ewigkeiten ohne Beziehung, weil, die Männer, die… Sie verstehen?). Für alle anderen lege ich jederzeit meine Hand ins Feuer. Und was irgendwelche weiter entfernten Bekanntschaften oder völlig Fremde denken würden, wäre mir persönlich schnurzpiepegal. Aber deswegen halte ich mich wiederum nicht für ‚charakterstark‘. Wieso auch.

      • Martin Frey sagt:

        @tina:
        „wenn mann studiert hat ist das schön, aber man hat es damit auch noch überhaupt nirgends hin gebracht.“
        Da pflichte ich Ihnen völlig bei.
        @Susi:
        „Ich weiss nicht, ob sie unter anderem mich damit meinen.“
        Nur wenn Sie sich angesprochen fühlen sollten… 😉
        Ich glaube Ihnen das aufs Wort. Wie ich sagte, es gibt sicher zig sehr aufgeschlossene Frauen wie Sie für die das nicht zutrifft. Ich kenne auch solche. Aber die Norm ist das gemäss meiner Erfahrung wirklich nicht unbedingt, auch wenn sich diese Stereotypen in den Köpfen etwas aufgeweicht haben.
        Und fragen Sie mal in Ihrem ehemaligen studentischen Umfeld, wer mit 40+ noch mit dem Handwerker zusammen ist und eine Familie gegründet hat.

      • Susi sagt:

        Ich muss allerdings noch etwas ergänzen, ich habe durchaus hohe Ansprüche, die hängen einfach nicht mit der Bildung zusammen. Aber ich finde es toll, dass mein Mann gewisse herausragende Talente hat, dass er beispielsweise ein Piano-Tastengott ist (oder Nummer 300 beim Quizduell, während ich mich auf Platz 500’000 oder so tummle).
        Insgesamt brauche ich das schon in gewissen Bereichen.

      • Susi sagt:

        @Martin: „Und fragen Sie mal in Ihrem ehemaligen studentischen Umfeld, wer mit 40+ noch mit dem Handwerker zusammen ist und eine Familie gegründet hat.“
        Ich kenne mehrere, doch. Verheiratet, mehrheitlich mit Schreinern. (Mein Stiefvater ist auch einer.) Oder Familie gegründet und irgendwann geschieden von welchen. Wie das generell so üblich ist, unabhängig vom Bildungsstatus.

      • Martin Frey sagt:

        @Susi:
        „Wie das generell so üblich ist, unabhängig vom Bildungsstatus.“
        So sollte es sein. Wie gesagt, sind ja nicht meine Stereotypen.

    • tina sagt:

      ausdruck „nach unten heiraten“ ist total deplatziert. nur weil jemand studiert hat, hat er noch lange nicht irgendeine bessere stellung in der gesellschaft. er hat eine bessere allgemeinbildung in schulischer hinsicht, er hat eine spezialisierung durchlaufen, aber ähm praxis? ist damit nicht vorhanden erstmal. ein besserer lohn? wieviele hängen auf der uni in assistentenstellen fest und wissen nicht wohin mit sich

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich muss MF recht geben. Der Dünkel fängt unweigerlich irgendwo an und ist manchmal fast nicht zu vermeiden.
        Und es kommt natürlich darauf an, WAS man studiert und dann daraus macht. Lehrer, Sportlehrer, Angestellter in einem Architekturbüro – das ist sehr nahe bei nicht-akademischen Berufen.
        Wenn sich hingegen eine Chefärztin, mit einem Maurer an der Seite, mit ihresgleichen treffen würde, müsste der Maurer unglaublich gewitzt sein, mit Hausverstand und Charisma gesegnet, dass er sich in diesem Umfeld wohlfühlen würde.

        Zu hohe „Standesunterschiede“ gehen selten gut. Ist auch in finanzieller Hinsicht so.

      • Malena sagt:

        Lustig dass Sie gerade die Chefärztin als Beispiel nehmen: Ärzte sind doch die Handwerker unter den Akademikern… 😉

      • Martin Frey sagt:

        @Malena: Aber Hallo! 😀
        „Ärzte sind doch die Handwerker unter den Akademikern..“
        Sie müssen nicht die Chirurgen als alleinigen Massstab nehmen, nur weil die in allen Serien vorkommen 😉

      • Malena sagt:

        @MF: auch wenn meine Aussagen oben z.T. falsch verstanden wurden: ich hab viele Sympathien für Handwerker, finde diesen Aspekt des Ärzteberufs überhaupt nicht negativ… 🙂 Und im Vergleich zur durchschnittlichen GeisteswissenschafterIn sind Ärzte in meiner Erfahrung eher nicht überinterllektuell, sondern recht bodenständig. Und natürlich werden sich jetzt sowohl einige ÄrztInnen wie einige GeisteswissenschafterInnen beleidigt fühlen – ist bei den heutigen Befindlichkeiten kaum zu vermeiden… 🙂

      • Martin Frey sagt:

        Ich glaube, ich habe Sie nie falsch verstanden, Malena. Andere schon.
        Ich gebe nur zu bedenken, dass es, analog den Geisteswissenschaften, auch unter den Medizinern viele teils sehr verschieden gestrickte Menschen gibt. 🙂
        Wenn jemand sich deswegen betupft fühlt, dann ist das halt so.

      • tina sagt:

        ob man gewitzt ist oder nicht, hängt nun wirklich nicht vom bildungsgrad ab.
        hochmut ist eine frage des charakters

      • mila sagt:

        Mich hat eigentlich nur betupft, weshalb es eine Charakterstärkefrage sein soll, ob man als Akademikerin mit einem Mann ohne akademischem Abschluss zusammen ist. Und ich schätze es nicht, alle Menschen über einen Kamm zu scheren (die Sache mit der Abwertung). Auch wenn es eine (gesamt-)gesellschaftliche Tendenz in eine bestimmte Richtung gibt.

      • tina sagt:

        ich rege mich endlos auf. ich habe ja mit vielen medizinern zutun. könnt ihr euch eigentlich vorstellen, wie unwitzig und lahm und unpraktisch veranlagt, wie überheblich und eingebildet und autistisch die zum teil sind? da muss ein handwerker sich gar keine mühe geben um gewitzter zu sein

      • Reincarnation of XY sagt:

        warum reden eigentlich alle von Ärzten, wenn ich von der Chefärztin redete?

        im übrigen habe ich nie grösseren Dünkel erlebt, als unter Handwerkern. Im Gegensatz zu den meisten hier, war ich nämlich tatsächlich Handwerker und habe einige Jahre als Handwerker auf der Baustelle gearbeitet.
        Man findet Dünkel überall. Und es gibt überall solche und solche. Aber am meisten erlebte ich ihn bei denen „mit Dreck uf dä Zungä und Stoub i dä Lungä“. Man hatte dort den Dünkel, dass die Gschudierte und Sesselfurzer ein Dünkel hätten, während man sich selbst für die Einzigen hielt, die wirklich arbeiten.
        Sozialromantischer Kitsch ist schön, wie jeder Kitsch. Aber die Realität ist meistens anders.

      • Martin Frey sagt:

        Auch hier, absolut einverstanden, Roxy.
        „Man findet Dünkel überall. Und es gibt überall solche und solche. Aber am meisten erlebte ich ihn bei denen „mit Dreck uf dä Zungä und Stoub i dä Lungä“.“
        Das habe ich auch gegenüber tina um 12:16 versucht, darzulegen. Das eine macht einfach das andere nicht besser.

      • Martin Frey sagt:

        @mila: Ich finde es toll, dass Sie eben nicht alle Menschen über einen Kamm scheren.
        „Mich hat eigentlich nur betupft, weshalb es eine Charakterstärkefrage sein soll, ob man als Akademikerin mit einem Mann ohne akademischem Abschluss zusammen ist.“
        Aber trotzdem ist die Realität halt oft die, dass Beziehungen, die im Umfeld Fragen aufwerfen können (um es mal allgemein zu formulieren), nur zu oft Charakterstärke auf beiden Seiten bedingen. Dies beschränkt sich ja beileibe nicht auf den Bildungsstand.

    • Noldi Schwarz sagt:

      Dieser Kommentar zeigt, dass die Dame keine Ahnung hat, was ein Handwerker ist. Es gibt Handwerker, die Uhren zusammenschrauben, Teile für medizinische Geräte herstellen, die Autos, Züge, Flugzeuge und Busse zum fahren und fliegen bringen, komplexe Produktionsanlagen im Schuss halten. Schlicht, all das, was Akademiker täglich gebrauchen und verwenden, aber nie daran denken, dass da Leute mit Wissen, Fingerfertigkeit, Zuverlässigkeit, Erfahrung und Köpfchen dahinter stehen. Ohne Handwerker würde das Leben still stehen Ohne Akademiker würde es in den meisten Bereichen weitergehen.

      • Martin Frey sagt:

        Ich bezweifle, dass die geschilderten Dünkel Malenas Dünkel sind.
        Ansonsten aber haben Sie völlig recht, Herr Schwarz.

    • Sportpapi sagt:

      Ich glaube ja schon auch, dass viele Frauen nicht unbedingt Statuserwartungen haben. Aber sie finden halt, ein richtiger Mann sollte sich schon auch beweisen, etwas ehrgeizig, erfolgreich sein…
      Und das kommt letztlich auf das Gleiche heraus.

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi:
        „Und das kommt letztlich auf das Gleiche heraus.“
        Bingo! (Sorry, Herr vB.)

      • mila sagt:

        Komisch, das. Ich habe keine Vorstellung davon, was ein ‚richtiger‘ Mann ist, schon gar keine Vorgaben, wie er sich zu ‚beweisen‘ hätte. Und hätte mein Mann nach einer ‚richtigen‘ Frau gesucht, wäre er ziemlich sicher nicht bei mir gelandet, denke ich. Für alle Menschen, die mich interessieren, gilt eigentlich dasselbe: sind sie leidenschaftlich, brennen sie für (zumindest) eine Sache so richtig lichterloh? Das kann der Beruf sein, das kann in einer ‚Karriere‘ münden. Aber ‚Karrierismus‘ aus Prinzip finde ich abstossend.

        Würde ich aber, sagen wir mal, einen ‚brotlosen‘ Künstler durchfüttern? Das käme ganz auf den Menschen an. Einen Phantasten ohne jede Aussicht auf Broterwerb in irgendeiner Zukunft nicht. Einen guten Vater, der darin (zeitweise) Erfüllung findet, schon.

      • mila sagt:

        Ich werde ja genau benommen exakt so ‚durchgefüttert‘. Weil ich Freude daran habe, meine Tochter in dieser ersten Lebenszeit intendiv zu begleiten, weil wir uns einig sind, dass dies für sie die beste Lösung ist, die wir ihr zur Zeit bieten können. Macht mein Mann mich damit auch ‚glücklich‘? Ja, aber das ist sekundär. Ein schöner Bonus quasi, den ich auch wirklich sehr schätze. Aber gönnerhaft ist nichts daran, weder von der einen noch von der Seite. Selbst würde ich ja nie, wie oben geschildert, ‚gönnerhaft‘ auftreten wollen.

      • mila sagt:

        Oder kurzum: (jovial gönnerhafter) Paternalismus, der nie weit von (stumpfsinnigen) Chauvinismus entfernt ist, geht mir so ziemlich auf den Wecker. Auch bei Frauen. Ich halte entsprechend recht wenig vom Text.

  • Ka sagt:

    Solange wir unsere Persönlichkeit in unserer Gesellschaft hauptsächlich über den Beruf den wir ausführen, definieren, steckt wohl in jeder Beziehung der Wurm drin. Im Sinne einer langanhaltenden Ehe ist es empfehlenswert, den Menschen zu heiraten, den man mit all seinen Vorzügen und Fehlern liebt und wertschätzt, unabhängig von der Tätigkeit die gerade zum Broterwerb dient. Auf dieser Basis ist eine gleichberechtigte Partnerschaft möglich. Wenn wir das Machtverhältnis von Mann zu Frau einfach umkehren von Frau zu Mann, ist niemandem gedient.

  • Susi sagt:

    Ich war zwei Jahre mit einem Handwerker (Sanitär Servicemonteur) zusammen. Das war interessant für beide; er war das erste Mal mit einer Akademikerin zusammen und fand das aufregend, ich mochte die Geschichten aus seinem Alltag und natürlich gefiel mir das Männlich-Brachiale (vgl. Foto oben, Muskeln etc.) Es zeigte sich aber, dass unsere Welten zu verschieden waren; er hatte noch nie im Leben freiwillig ein Buch gelesen, unser Filmgeschmack war sehr verschieden, last but not least konnte ich mich mit der rechts ausgerichteten politischen Haltung in seinen Kreisen nicht abfinden. Ob/inwiefern dies alles mit unseren Berufen zu tun hatte, kann ich nicht genau sagen, aber ich spürte den Wunsch, mit jemandem zusammen zu sein, dessen Interessen/Hobbys meinen mehr gleichen.

    • Random Guy sagt:

      Tönt plausibel. In der Geschichte der Evolution (und die ist halt ein paar Hunderttausend Jahre älter als wir Menschen) gibt es ein Gesetz, das sich immer und immer wieder durchsetzt: Gleich und gleich gesellt sich gern. Und heiratet/bindet sich gern. Die Soziologen nennen das „Homogamie“ (Heirat unter Gleichen). Tatsächlich hat die soziale Durchmischung der sozioökonomischen Schichten seit etwa den 1960ern massiv abgenommen. Der Arzt heiratet die Krankenschwester nicht mehr, und auch die Juristin nicht den Kältetechniker. Das scheint eine Entwicklung zu sein, die stärker ist als inviduelle Ausnahmen oder Romanzen.

    • tina sagt:

      susi, ob jemand liest hat doch nichts mit handwerker oder nicht zutun. auch braucht man für viele handwerkliche berufe keine muskeln und verschiedene welten müssen ja wirklich auch nichts sein, nur weil man verschiedene berufe hat. oder halt ebenso sehr wie ein lastwagenchauffeur und eine gärtnerin.

      • Susi sagt:

        @tina: „ob jemand liest hat doch nichts mit handwerker oder nicht zutun.“
        Darum schreibe ich ja am Ende, dass ich insgesamt nicht sagen kann, ob diese Differenzen mit unseren Berufen zu tun hatte. Meine Erfahrung mit diesem Mann war halt, dass weder er noch sein Umfeld Gefallen an Büchern fand. Wie gesagt, wir waren sehr verschieden.

      • Susi sagt:

        ah, und P.S. : Von wegen Muskeln, ich weiss schon, dass es für viele handwerkliche Berufe keine Muskeln braucht. Aber ich stehe nun mal auf Muskeln und mein Ex hatte seine von der Arbeit, der machte keinen Sport. Ich habe ja nur von meinem konkreten Beispiel gesprochen, und von Dingen, die uns bei der anderen Person angezogen hatte, nicht von allen Akademikern oder Handwerkern. Aber mein Ex entsprach in den meisten Belangen einfach den gängigen Klischees des klassischen Handwerkers.

      • tina sagt:

        ja eben, weil du geschreiben hast, du kannst nicht sagen ob es mit berufen zutun hat, schreibe ich: nein, hat es nicht :). definitiv nicht.

      • Susi sagt:

        Ja, stimmt, mir fällt da sogar ein Germanist ein, der nicht gerne liest.
        (Aber er hat Muskeln. Ev. hängt es damit zusammen? 😎 )

      • tina sagt:

        das interessiert mich jetzt aber auch! wenn ich so bedenke, mit wem ich mich über bücher unterhalte: nein, kein muskelprotz dabei, tatsächlich

      • tina sagt:

        die umfrage ist eröffnet:
        wer kennt muskelprotze die gern lesen?
        (das mit dem germanisten schockt mich imfall)

      • Susi sagt:

        Das mit dem Germanisten ist befremdlich, ja.

        Und spontan kommt mir tatsächlich auch kein Leserattenmuskelprotz in den Sinn.

      • Sportpapi sagt:

        Ich.

      • Carolina sagt:

        Mein Mann. Fragt sich nur, was er liest 😉

      • Susi sagt:

        @Carolina: Muskelprotz-Ehemann?
        Cool!

    • Lichtblau sagt:

      Lustig. Ich kenne karrieregeile Manager, die noch nie einen Roman gelesen haben (und sich selbst stolz als Kulturbanausen bezeichnen) und eher schmalbrüstige, weltfremde Wissenschaftler, die das auch nicht tun. Mit herzensguten Handwerkern hatte ich privat noch nicht näher zu tun (aber warum nicht?). Trotzdem wurde hier eine ganze Gruppe vergessen, die sich bestens als Väter eignen: Männer mit künstlerischen Berufen. Maler, Musiker, freischaffende Autoren oder Fotografen sind in der Regel nicht bildungsfern, haben ihren Kindern was zu bieten und verfügen oft über Tagesfreizeit. Wenn sogar beide Eltern in diesem Bereich arbeiten: perfekt.

      • Lichtblau sagt:

        Übrigens habe ich den Beitrag von Frau Schiess gerne gelesen, er wird hier etwas arg zerzaust. Immerhin hat schon lange kein Mamablog mehr soviele Kommentare generiert – und die sind immer ein Lesevergnügen.

  • Hans Müller sagt:

    Achso. Wenn Frau zu Hause bleibt und Hausfrau ist, ist das mimimimi. Wenn Mann zu Hause bleibt und Hausmann ist, ist das megacool und modern. Wenn Frau Mann lächerlich macht oder zum manipulierbaren Objekt degradiert, das man nur ein bisschen beschäftigen muss, ist das modern. Umgekehrt ist es der größte Skandal und Sexismus pur. Ich liebe diese flexiblen Wertesysteme. Und nachher wundern sich alle, wie ein Trump Präsident werden kann. Nun, dreimal darf man raten: das Spiel kann man in beide Richtungen spielen.

    • Hausfrau sagt:

      Sie haben es falsch gelesen.

      Wenn Frau das macht ist es ein Opfer. Hingabe an die Familie. Und da Frau ja studiert hat auch noch Verschwendung.

      Wenn Mann Zuhause bleib dann ist er Mittel zum Zweck. Ein manipulierter Hampelmann. Aber immerhin spart es Rentenleistungen der IV.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Der letzte Satz macht es noch besser: „Anstatt in Kinderkrippen in Speeddating zwischen Studentinnen und Handwerkern investieren..“
        Heisst: „Die Wirtschaft braucht Akademikerinnen, auf Handwerker kann der Arbeitsmarkt getrost verzichten.“

        Man könnte den Gedankengang ja auch anders ausdrücken. Im Sinne von „liebe Frauen, die ihr Karriere machen wollt, heiratet doch einen Mann der nicht solche Ambitionen hat.“
        Das wäre ok, darüber könnte man diskutieren. Aber die Gute tritt mit ihrem pseudo-lustigen Artikel in jedes nur mögliche Fettnäpfchen. Da frage ich mich dann, was Bildung bringt…

    • mark tailor sagt:

      absolut ihrer meinung. und es hilft auch ungemein, wenn frau mal alle geschlechtsgenossinnen ausklammert, deren erklärtes ziel es ist, sich als assistentin in einer bank / versicherung / anwaltskanzlei etc den gutverdienenden typen zu angeln, der eben deutlich besser verdient und ein leben mit kinderwagen zwischen starbucks, sprüngli und globus ermöglicht.

  • Markus sagt:

    Der Bericht lässt für mich nur einen Schluss zu:
    Frau Schiess scheint keine Ahnung von den Löhnen im handwerklich-technischen Gewerbe zu haben.
    Ein Maurerpolier/Bauführer verdient z.B. weit über 100’00/Jahr, dazu kommen meist noch noch Zusatzleistungen (Auto, Spesenentschädigung, etc.).

  • Jürg. sagt:

    1. Teilzeitarbeitende Handwerker sind so selten dass es vielleicht einfacher wäre das Schulsystem so anzupassen dass die die Gymnasialquote von Mädchen und Jungs ausgeglichen wäre.
    2. Im Haushalt genügt der Mann sowieso nicht den Ansprüchen der Frau:
    „Ihr Mann schmeisst den Haushalt und ver-/erzieht die zwei Kinder.“

    • 13 sagt:

      @ Jürg
      Inwiefern ist die gymnasiale Quoten unter den Geschlechter unausgeglichen und liegt es nicht oft auch daran, dass die Alternativen für Mädchen oftmals mit Ausnahme des KVs eher Tieflohnstellen sind, was bei Jungs nicht unbedingt der Fall ist? Und was hat das mit Teilzeithandwerker zu tun?

      • Jürg. sagt:

        Die Jungs am Gymi begegnen 40% mehr Mädchen.. wäre vielleicht einfacher hier anzusetzen als zu erwarten das jemals Teilzeit im grossen Stil für Handwerker möglich sein sollten.

  • tina sagt:

    es ist handwerkern nicht in die wiege gelegt worden, waschmaschinen zu reparieren. ebensowenig wie studieren bedeutet, dass man querfeldein alles besser weiss. sorry.

  • Carla sagt:

    Der Ansatz ist interessant. Es ist unabhängig von der Ausbildung von Vorteil, wenn die Eltern Zuhause etwas handwerkliches Geschick beweisen. Ansonsten ist Lernbereitschaft auch eine ganz wunderbare Eigenschaft….

  • Ladybird sagt:

    Als würde sich die Liebe an Spielregeln halten 😉
    Ich hatte die fixe Idee, mich niemals mit einem Mann einzulassen, der das Gleiche studierte wie ich. Weil ich dachte, wie langweilig, dann werden wir uns immer um die gleichen Themen drehen, gleich ticken, stets über den Berufsalltag sprechen. Also: Mein fester Entschluss, solche Studenten nicht zu beachten. Blöd dann halt, wenn man sichausserhalb der Uni beim Sport kennenlernt und sich sofort verliebt, ohne um dessen Studienfach zu wissen 😉 Ja, wo die Liebe hinfällt! Und jetzt kann ich sagen, es war das Beste: Gerade in der Zeit als ich wegen den Kleinen nicht berufstätig war, fühlte ich mich dank seinen Erzählungen vom Berufsalltag noch voll dabei, integriert und nicht aussen vor.

  • Hans Hintermeier sagt:

    „Was noch? Ach ja, die Frau wird zur Domina, die den armen Mann unterdrückt, und er verliert seine Männlichkeit. Da muss ich nur lachen. Der Maurer, der Hunderte von Kilos gestemmt hat und furchtlos auf dem Geländer herumgeklettert ist, wird so schnell zur Memme?“

    Was für ein Männlichkeitsbild! Hunderte von Kilos stemmen und furchtlos auf dem Geländer herumklettern macht einen Mann zu einem Mann?

    Wie beschrieben (6:40), wird er zur *Memme* (was für ein do ofes Wort!), wenn er leicht manipulierbar ist, was ja im Artikel gerade angestrebt wird (es werden Tipps gegeben, wie man ihm einen neuen Stolz/Sinn von aussen zuführen kann, damit er mitmacht).

    Sie nimmt die Handwerker wirklich nicht sehr ernst.

    • tina sagt:

      furchtlos auf dem geländer: mit einer waschmaschine in der linken hand, und mit der rechten repariert er sie, während er auf dem geländer stehend ähm mauert. jawoll

    • 13 sagt:

      Was für ein Frauenbild: die fiese hinterlistige und eiskalte Manipulantin, die ihre Reize spielen lässt (ist ja das einzige, was beim Speeddating funktioniert), um von den Männer genau das zu bekommen, also je nach persönlicher Vorliebe und Ausbildungsstandard den Geldbeschaffer oder dann den Kinderbetreuer und dabei die Interessen/Wünsche des Gegenübers völlig ausser Acht lässt oder zu ihren Gunsten interpretiert.

      Wieder einmal in diesem Blog frage ich mich ernsthaft, ob wirklich so viele Familien matriarchalisch organisiert sind und auch, warum die Männer sich das gefallen lassen?

      • mila sagt:

        @13: 🙂

      • Hans Hintermeier sagt:

        Hä? Ich habe mich auf den Text bezogen und dies extra noch in Klammern erwähnt. Habe nirgends geschrieben, dass die Frauen so sind.

      • 13 sagt:

        @ H.H.
        Ich meinte nicht Ihres, sondern das der Autorin. Sie lasen daraus, dass sie ein komisches Männerbild hat, Dem stimme ich zu. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass auch ihr Frauenbild nicht gerade positiv erscheint.

  • Schnyder sagt:

    Der Wunsch nach Planungssicherheit in der Liebe passt zur bürgerlich-biederen Vorstellung einer Beziehung in unserer Gegenwart.
    Meine, inzwischen schon Utopie gewordene Vorstellung einer Beziehung:
    Sich mutig fallen lassen in die Gegenwart und (m)annehmen was da kommt.

  • Hans Hintermeier sagt:

    „Man muss ihm nur einen neuen Sinn geben, worauf er stolz sein kann – indem er etwa das Rückgrat der Familie sein darf“

    Tönt für mich schon sehr manipulativ/konditionierend/ gewährend. Einen Sinn/Stolz kann man sich nur selbst geben, man kann ihn nicht von aussen jemand anderem zureden, damit man seine eigenen Ziele verwirklichen kann. Das ganze tönt für mich eher nach einem knallharten Businessplan, der zielstrebig vorangetrieben wird, als nach Liebe.

    Ich denke es ist eben individuell: es kann sicherlich gut gehen in einer Konstellation Handwerker und Akademikerin (es kommt auf die Personen an), dafür muss jedoch meiner Meinung nach die Frau sicherlich ihre manipulative/lenkende Haltung (wie im Artikel beschrieben) aufgeben, weil sie ihn so nicht wirklich für voll nimmt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      🙂
      und jung Vaterwerden sollte er dann auch nicht, sondern warten bis die Gelenke so richtig ruiniert sind 😉

      grundsätzlich finde ich es vor allem wichtig dass Beide miteinander entscheiden wie sie, ihren Möglichkeiten entsprechend, Lohn-Haus-Familien-und übrige-Arbeit aufteilen wollen/können. Es bloss vom höheren Gehalt (was, nehme ich mal an, bei akadem Berufen auch reduziert noch zu vielem reicht) abhängig machen ist versperrt vielleicht den Blick aufs offene Land.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Und was macht die Studentin welche jetzt schon weiss, dass sie die Kinderbetreuung nicht nur „nicht tgl an die Kita abgeben“, sondern sich auch selbst darin betätigen möchte- also sehr wohl auf eine Teilzeitmöglichkeit hofft? Am liebsten ergänzend mit ihm?

  • Doris sagt:

    Theorie und Praxis. Unser Sohn, damals Heizungsmonteur, heiratete eine Wirtschaftsstudentin. Die beiden ergänzten sich anfänglich sehr gut, er war für das Praktische zuständig, sie gab ihm Einblicke in das Unileben. Doch langweilte sich die junge Frau schon bald, da keine intellektuell hochstehenden Diskussionen möglich waren. Und der junge Handwerker vermisste bei ihr den Realitätsbezug im praktischen Alltag. Auseinandergelebt, geschieden. Es ist immer gut, ähnliche Interessen/ähnliche Bildung zu haben, um zu verstehen, was den Anderen bewegt.

    • Ladybird sagt:

      Ja, das tönt einleuchtend mit den ähnlichen Interessen, wie Sie es so offen schreiben. Trotzdem: Es gibt einfach kein Patentrezept für die Liebe und deren Haltbarkeit. Sonst würden wir uns ja alle noch so gerne an ein solches Rezept halten und es umsetzen.
      Sowohl Gegensätze können verbindend und bindend sein, genauso wie auch Gemeinsamkeiten.
      Sie wissen ja wie das ist, je nach Konstellation der Liebenden zitiert man das eine oder andere Sprichwort:
      „Gegensätze ziehen sich an“ versus „Gleich zu Gleich gesellt sich gern“ 🙂

    • Stevens sagt:

      @Doris: Da bleibt einfach die Frage offen, weshalb wohl das umgekehrte Modell (Mann mit Uniabschluss, Frau mit Lehrabschluss) sehr häufig ist und oftmals bestens funktioniert (so auch bei mir)…

    • 13 sagt:

      Lag es wirklich daran? Ich frage mich immer wieder, inwiefern ein Neurochirurg seiner Frau, die Staatsanwältin ist, wirklich von seinem Job erzählen kann und inwiefern sie auf den „gleichen intellektuellen Niveau sind“? Oder der Automechaniker und die Floristin? Sind sie einander wirklich näher? Bei beiden Paaren in meinem Umfeld, die sich gerade scheiden lassen, haben beide Partner einen KV-Abschluss. Liegt es nicht einfach daran, dass es sonst nicht passt? Ich hatte mal eine längere Beziehung mit einem Mann mit Lehrabschluss (Pflege) und bei so manchen Diskussionen liess mich (Juristin) sein Allgemeinwissen vor Neid erblassen und ich musste recherchieren, um überhaupt folgen zu können.

  • Robert Mächler sagt:

    Na da muss sich viel manifestiertes „Wissen“ bei den Frauen korrigieren. Es geht doch nicht nur um Kohle, Männer werden da zu trophäen! Was, deiner ust nur Koch, Sanitär oder Mechaniker? Dort beginnt das eigentliche Problem! Es versetzt mich immer wieder in Staunen, was solche „ungebildete“ alles auf dem Kerbholz haben, dass ich mich vielfach frage, woher dieses Wissen kommt, aber hey, er war trotzdem nicht auf der HSG Business School. Und da er keine 150’000 + verdient ist er nicht der Richtige. Zeit und Leidenschaft hätte er, aber eben. Wänn dann die Scheidung mit 40+ kommt und man zwei Kinder hat ist es dann plötzlich nicht mehr ok, dass der Schatzi so viel arbeitet.

    • Susi sagt:

      R.M.: „Was, deiner ust nur Koch, Sanitär oder Mechaniker?“
      Keine Ahnung, mit was für Frauen Sie zu tun haben, aber ich kenne solche Gespräche nicht.

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