Woher rührt die häufige Blasenentzündung?

Die weibliche Blase ist besonders empfänglich für Erreger. Foto: Raisa Durandi

Stammt die Entzündung von rektalen Bakterien oder «nur» vom Hallenbad?

Die Blasenentzündung (auch Zystitis genannt) ist vor allem bei Frauen relativ verbreitet, gut jede dritte hatte schon mal damit zu tun. Für manche ist es ein sich wiederholendes Leid, das mehrmals pro Jahr auftreten kann. Gerade im Alter und nach den Wechseljahren nimmt das Risiko zu, da durch den Abfall des Östrogenspiegels die Schleimhaut in der Harnröhre dünner wird und somit Keime leichter zur Blase gelangen.

Dass Frauen weit häufiger unter einer Blasenentzündung leiden als Männer – bei denen sie allerdings oft hartnäckiger ist –, ist hauptsächlich auf anatomische Gründe zurückzuführen. Die weibliche Harnröhre ist mit bis zu 4 Zentimetern Länge wesentlich kürzer als die männliche, welche im Schnitt 20 cm misst. Das heisst, bei der Frau müssen Entzündungserreger einen viel kürzeren Weg bis zur Blase zurücklegen. Zudem liegt die Öffnung der Harnröhre bei Frauen näher bei der Analregion, wo solche bakteriellen Auslöser häufiger vorkommen.

Übertragung durch Sexualkontakt

Zu den Symptomen einer Zystitis gehören Schmerzen sowie der Drang zu vermehrtem Wasserlassen. Blut im Urin kann ebenfalls als Folge der gereizten Blasenschleimhaut auftreten, kommt aber insgesamt seltener vor. In Bezug auf die Ursachen gibt es eine Reihe von Faktoren, die das Risiko einer Zystitis beeinflussen können. Nebst den bereits genannten anatomischen Gegebenheiten der Frau gibt es eine Reihe von Keimen oder Erreger, die teilweise auch durch Sexualkontakte übertragen werden können (z. B. Gonokokken oder Hefepilze).

Zudem begünstigen diverse andere Faktoren die Entstehung einer Blasenentzündung: Dazu gehören ein geschwächtes Immunsystem zum Beispiel aufgrund von Stress, eine körperliche Überlastung, chronische Krankheiten wie Diabetes, oder hormonelle Veränderungen aufgrund des Menstruationszyklus und der Menopause.

Vorsicht bei der Intimhygiene

Weitere häufig genannte Ursachen sind: eine übertriebene Intimhygiene mit aggressiven Seifen, welche die natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute beeinträchtigen, eine geringe Flüssigkeitszufuhr, wodurch die Harnwege nicht ausreichend durchgespült werden, sowie häufiger Geschlechtsverkehr, bei dem die mechanische Reizung der Schleimhäute es den Darmbakterien erleichtert, in den Harntrakt aufzusteigen. Dies wird oft auch als «Honeymoon-Cystitis» bezeichnet.

In den allermeisten Fällen ist eine Blasenentzündung harmlos und auch ohne Antibiotika schnell auskuriert. In ungünstigen Fällen jedoch kann die Infektion auf Harnleiter und Nieren übergehen, wodurch es zu einer Nierenentzündung kommen kann. Zudem sollten Kinder, Schwangere, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und generell Männer immer den Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen.

Einer Blasenentzündung vorbeugen können Frauen, indem sie auf eine intakte Vaginalflora achten. Trinken Sie viel; vor allem Kräuter- und Früchtetee oder Cranberry-Saft. Leeren Sie zudem die Blase nach dem Geschlechtsverkehr und waschen Sie den Intimbereich mit warmem Wasser (aber ohne Seife) aus.

Sexualwissenschaftlerin Andrea Burri beantwortet einmal wöchentlich eine Leserfrage zum Thema Sexualität und Liebe. Diese wird vertraulich behandelt und ohne Namensnennung publiziert. Schreiben Sie uns auf sexologisch@tages-anzeiger.ch.

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76 Kommentare zu «Woher rührt die häufige Blasenentzündung?»

  • Claudia sagt:

    Ein Tipp gegen alle, die häufig von Blasenentzündungen geplagt nehmen und eine Alternative zu Antibiotika suchen: D-Mannose
    http://www.srf.ch/sendungen/puls/koerper/d-mannose-ist-so-wirksam-wie-antibiotika
    Hat mein Problem langfristig gelöst.

  • Heidi Herrmann sagt:

    Gemäss Webseite der Auckland University of Technology ist Frau Burri nicht Assistenzprofessorin, sondern wisssenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für klinische Forschung.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Leider hat die Autorin einen wichtigen Faktor vergessen: die Sauberkeit des Sexualpartners.

    • Widerspenstige sagt:

      Doch, das hat die Sexologin erwähnt:
      ‚Nebst den bereits genannten anatomischen Gegebenheiten der Frau gibt es eine Reihe von Keimen oder Erreger, die teilweise auch durch Sexualkontakte übertragen werden können (z. B. Gonokokken oder Hefepilze).‘

    • Karl von Bruck sagt:

      Sie hat ausdruecklich auf die „Flitterwochenkrankheit“ hingewiesen, wozu ich noch einen erleuternden Beitrag verfasst habe, der jedoch prompt vorzensuriert wurde. Sex ist nur erwuenscht um zur Aliquelle Kind zu kommen. Aber sonst will man damit in Ruhe gelassen zu werden, und es sollen auch Interessierte nicht davon lesen duerfen….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Fltterwochenkrankheit bezieht sich aber auf die Häufigkeit von Sex, bei der es durch Reizungen der Geschlechtsorgane zu Blasenentzpndung kommen kann. Ich aber spreche auf die Sauberkeit des Penis an, bezw wie gründlich sich Männer unter der Vorhaut waschen. Ich möchte da behaupten, dass Frauen mit beschnittenen Männer weniger Beschwerden haben.

        Und wenn Ihre Frau nur Sex zur Zeugung haben möchte, sollten Sie vielkeicht Ihre Frau auswechseln. Ich jedenfalls kenne mit wenigen Ausnahmen nur Frauen, welche Sex auch noch jenseits der Kinderplanung praktizieren und zwar freiwillig und gerne.

      • Karl von Bruck sagt:

        @vS – Ja, aber seit der Entpflichtung von den ehelichen Pflichten, nur noch fuer Zusatzgeschenke vom Putzen bis zum Diamentencollier….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, wenn Mann seine Frau nicht finanzieren kann und sie erwerbstätig sein muss, dann kann er auch mitputzen. Wenn Frau nicht arbeiten muss, dann soll sie putzen. Hat nichts mit Sex zu tun, sondern mit gerechter Arbeitsteilung.

        Ich mache selber einen Grossteil vom Haushalt, trotz Hofarbeit und Teilzeitpensum im Verkauf, aber mein Partner hilft mir auch Tisch abräumen oder Wäsche hochtragen. Was ich sicher nicht haben müsste, ist ein Mann, der abends die Füsse hochlegt, während ich nach der Arbeit noch den ganzen Haushalt machen würde.

        Und: ich kann mir nicht vorstellen, dass es einem Mann Spass macht, wenn Frau für die lästige Pflicht sich einfach auf den Rücken legt und die Beine breit macht und fertig.

  • Karl von Bruck sagt:

    Es ist darauf zu achten, dass das Schlafzimmer moeglchst nahe beim WC ist. Auch ManN steht sonst lieber nicht auf, besonders wenn zur Unbequemlichkeit auch noch gefroren werden muss. Ganz falsch ist, es ab Mittag nicht mehr zu trinken, damit man in der Nacht nicht muss. Die Nieren werden oft schon mit der Dauermedikamentendopingkele zum Aushalten der je laenger je brutaleren Lohnsklaverei bis zum Platzen ueberlastet (der Bedarf an Drittweltnieren laesst gruessen). Mindestens 2 Liter alkfrei pro Tag Trinken, in kurzen Abstaenden vom Aufwachen bis zum Einschlafen….

  • Elisa sagt:

    Kennt jemand den Zusammenhang von im Meer baden und Blasenentzündung? Habe ich von verschiedenen Frauen unabhängig von einander gehört und würde mich interessieren, ob das auch jemand kennt.

    • tststs sagt:

      Feuchte Badehose ist ideales Biotop für Keime.
      Behauptung: Meer ist schlimmer, da Pool/Chlorwasser Keime eher abtötet

      • Christoph Bögli sagt:

        Lässt sich pauschal so nicht sagen, das hängt von der spezifischen Wasserqualität ab. Pools können schnell zu regelrechten Zuchtbecken für Fäkalbakterien o.ä. werden, gerade auch Kinderbecken. Mit entsprechenden Risiken. Letztlich also eine Frage der Nutzerdichte, des Wasseraustauschs und etwaigen anderen Faktoren (z.B. Abwasserzuflüsse in natürliche Gewässer).

  • Zufrieden sagt:

    Eine Kollegin hatte gefühlte 12 Blasenentzündungen pro Jahr, mit anschliessender Antibiotika Kur. Meine Mutter sagte zu ihr, sie solle mit frischer Petersilie ein Tee machen und Trinken. 3x hat sie das gemacht und wie durch ein Wunder hat sie seit seit 4 Jahren keine einzige Blasenentzündung mehr bekommen.
    Meine Mutter hat den Tipp vor 50 Jahren bekommen und sie hat seit damals nie mehr eine Blasenentzündung bekommen.
    In der Hoffnung bei anderen Betroffenen wirkt dieser fast kostenlose und natürliche Tipp auch, ist das mein erster Leserbrief Beitrag.

    • Widerspenstige sagt:

      Danke für diesen Beitrag, welcher einigen Zweiflern ein wenig den Wind aus den Pharmasegeln nehmen dürfte, Zufrieden. Solche Fakten sind halt wenig spektakulär und es lässt sich damit wenig Geld verdienen. Das Krankenwesen freut’s, die Prämienzahlenden weniger. Aber bald ist Schluss mit dem System.

  • Tina Balmer sagt:

    Also das mit den Cranberries in verschiedenster Form ist nicht vollends belegt aber Cranberry-Kapseln können z.B. helfen, allfälligen Fischgeruch nach Fisch-/Meeresfruchtkonsum zu reduzieren (wer das kennt, weiss was ich meine ;)). Angeblich können viele Frauen das TMA in diesen Dingen nicht richtig verdauen, habe das mit den Kapseln ausprobiert, funktioniert bei mir. Meine Taktik bei Zystitis: Beim ersten Ziepen sofort Urotib mit etwa einem Liter Wasser einnehmen, warm halten. Bei Bedarf Abends die etwas gewöhnungsbedürftige „Geheimwaffe“ von Oma: Vollbad einlassen (bitte kein Schaumbad; ich gebe eine Handvoll NaHCO3 und etwas Kamillosan rein), grosse Kanne Brennesseltee daneben stellen, reinliegen, trinken und Urin einfach laufen lassen. Ekliger Gedanke aber es ist wirklich effektiv.

    • Tina Balmer sagt:

      Also nicht in den Tee liegen bzw. den Tee und nicht das Vollbad trinken, die Zeichenbegrenzung hat da die Klarheit etwas eingeschränkt. Das NaHCO3 (Natriumhydrogencarbonat für die Nicht-Chemiker) kann man übrigens für so viele Dinge benutzen (z.B. gegen saures Aufstossen), dass es sich ohnehin lohnt, das Zeug in einer grosszügigen Menge im Hause zu haben.

    • Widerspenstige sagt:

      Die Wirksamkeit von Antibiotika bei Blasenentzündung ist ebenso nicht vollends belegt (Nebenwirkungen sind ja bekanntlich nicht so ohne weiteres belegbar). Cranberrysaft ist äusserst effizient bei Blasenschwäche, Nierensteinen und auch bei Blasenentzündung kombiniert mit Brennesseltee wie erwähnt und sonstige Heilkräutertees mindestens 1,5 – 2 Liter pro Tag während der Akutphase getrunken. Ich habe am eigenen Körper das gemacht und sogar einen Nierenstein so aus der Harnröhre von selber mit dem Urin abgehen gesehen. Der Notarzt wollte mich sofort ins Spital nachts während einer Nierenkollik einweisen lassen, wogegen ich mich gesträubt habe. Der kleine Stein ging innerhalb 10 Tagen schmerzlos mit dem Urin weg. Ich vertraue auf meinen Körper und seine Immunitäts- und Abwehrmechanismen.

      • Sportpapi sagt:

        „Die Wirksamkeit von Antibiotika bei Blasenentzündung ist ebenso nicht vollends belegt.“ Ach ja?

      • tststs sagt:

        Ich schreibe ja sonst nicht vor, wie sich Leute zu fühlen haben, aber wenn ein Nierenstein schmerzlos abgeht, war es wohl eher ein „Nierensplitter“…

        @SP: „Verhebed“ sicher nicht, aber aus eigener Erfahrung kann ich schon bestätigen, dass Antibiotike nicht sonderlich geholfen haben. Auf was ich aber schwöre, sind in diesem Fall „Schmerztabletten“, vor allem muskelentspannende!

      • Carolina sagt:

        Widerspenstige, willkommen zurück! Habe Sie vermisst – ganz ehrlich! Auf in den Kampf!? 🙂

      • Sama Moreno sagt:

        Bei bakteriellen Blasenentzündungen mit nicht immunen Bakterien nützt Antibiotika sehr wohl – das ist nachgewiesen.
        Und deshalb sind Antibiotika immer noch Mittel der Wahl, wenn Hausmittel nichts nützen oder es vorgeschädigte Nieren gibt, denen man eine eingewanderte Entzündung nicht zumuten und deshalb nicht riskieren sollte

      • Widerspenstige sagt:

        tststs, zwischen Nierenkollik, welche höllisch schmerzte bis zur Ohnmacht und der Notarzt nur mit einer Morphiumspritze einigermassen erträglich machte, bis zum Hausarztbesuch am nächsten Tag und bis zum Steinabgang liegen Welten. Dazwischen wurde ich geröngt, dann in einem medizin. Zentrum Ultraschall und in einer entfernten Stadt nüchtern früh morgens ein MRI über mich ergehen lassen. Dann stand fest, dass sich der kleine Oxalstein (kein Splitter) in der Harnröhre eingeklemmt hatte. Nach Rücksprache mit dem Hausarzt war nach 10 Tagen eine OP im Spital angesagt. Diese Zeit habe ich mit besagter Eigenkur verbracht. Ich empfehle niemandem, dasselbe mit sich zu machen ohne ärztl. Vereinbarung. Mein anthroposophische Hausarzt kennt mich schon lange u liess mich machen.

      • Widerspenstige sagt:

        Carolina, auf in den Kampf – what else? 😉

    • tststs sagt:

      Ist überhaupt nicht eklig… Urin ist was vom „saubersten“, das es gibt… Konsequenterweise müsste man dann eher die Käsefüsse ausserhalb der Wanne lassen 🙂

      • Tina Balmer sagt:

        @tststs
        Ich bin mittlerweile auch nicht mehr angeekelt und würde zum Beispiel in der Wildnis zum schnellen Reinigen einer Wunde eher frischen Urin als Bergbachwasser nehmen. Dennoch wird uns ja immer wieder vorgebetet, dass es völlig „gruusig“ sei, in die Wanne oder die Dusche zu pinkeln – wohlgemerkt obwohl man sich alleine darin befindet. Als ich das mit dem Tee und dem Bad zum ersten Mal hörte, fand ich das jedenfalls absolut jenseits und ich denke mal, viele können sich mit dem Gedanken nicht so anfreunden oder würden niemals offen zugeben, „sowas“ zu tun. Es lohnt sich aber definitiv, über den eigenen Schatten zu springen, insbesondere all jene, die schon mal vor Schmerz und Frust heulend so lange auf dem Klo sassen, dass die Füsse einschliefen.

  • nana sagt:

    Bei wiederkehrender Zystitis empfehle ich, die Energieebene anzuschauen (TCM). Antibiotika sind kurzfristige Akut-Heilmittel, die die Ursachen meistens nicht angehen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Genau, und vielleicht noch die Sterne dazu befragen, welche Zuckerkügelchen man am besten einwirft, gell? Die typischen Ursachen in diesem Fall sind übrigens gerade bei Frauen klar, wie im Artikel beschrieben, irgendeine „Energieebene“ braucht man dafür nicht..

      • beatrice sagt:

        warum so negative? soll doch jeder schreiben duerfen was er will. es gibt eben auch leute, die nach alternative-heilmethoden suchen, bevor sie zur antibiotika-keule greifen.

        der mensch besteht nicht nur aus einem koerper aus fleisch und blut, deshalb lohnt sich ein ganzheitlicher blick allemal.

        und astrologie hat also jetzt nichts mit alternativen heilmethoden zutun.

      • Christoph Bögli sagt:

        @beatrice: Das war nicht „negativ“, sondern einfach nüchtern-spöttisch. Aber ok, Tatsachen schmerzen manchmal und gerade Verfechter „alternativer“ Geldmach-Methoden fühlen sich extrem schnell auf die Füsse getreten.

        Und nein, der Mensch besteht nicht aus „Fleisch und Blut“, sondern aus unzähligen verschiedenen Gewebearten, spezialisierten Zellen, Botenstoffen, kiloweise Bakterien, usw. Das ist natürlich komplex, aber gerade darum sollte man von zu einfachen „Wahrheiten“ und haltlosen Behauptungen Abstand nehmen.

        Zu letzterer Kategorie gehören „alternative Heilmethoden“ leider fast durchwegs, weil diese auf unbelegten, widerlegten oder schlicht absurden Hypothesen beruhen und Wirksamkeit nicht nachgewiesen werden kann. Also gleich esoterisch sind wie Astrologie.

      • beatrice sagt:

        @herr bögli,

        na dann, werfen sie immer schon munter allerlei medis in sich rein und schauen sie jaaaa nicht genauer hin woher all die wehwehchen herkommen koennten.

        und mit ‚der mensch besteht nicht nur aus fleich und blut‘ meinte ich eher nicht den physischen koerper. und weil alles zusammenspielt: koerper, geist, seele…. heisst es ja auch ganzheitlich!

        *augenrollenmitgeraeusch*

    • Widerspenstige sagt:

      nana, das sehe ich auch so und TCM ist älter als die westliche Schulmedizin.

      • Roman Günter sagt:

        Ist TCM nicht in erster Linie eine billige Alternative für die verarmte Bevölkerung Chinas, welche sich damals keine medizinische Versorgung leitsten konnte? Entwickelt wurde diese Methode in den 50er Jahren, ist also nicht so alt, wie immer wieder suggeriert wird. Sollten Sie die Methoden des alten Chinas meinen, so wage ich zu bezweifeln, dass sie in unseren Breitengraden angewandt wird oder überhaupt anwendbar ist, da sie auf regionalen (China) Herausforderungen basiert. Die Verbindung von moderner Medizin mit einer psychologischen Betreuung ist sicher nachhaltiger. Damit werden ja auch Kräutersude und Tees explizit nicht ausgeschlossen.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Christoph Bögli

        ….alternative Geldmachermethoden? Ja klar und die Pharmalobby sind Wohltäter und verschenken ihre Produkte? Wie ist das mit diesem Medi für HIV Infizierte? Von 14 USD auf 270 USD für eine Tablette.

        Ich behandle unser Nutzvieh oft mit grossem Erfolg mit Homöopathie. Ist viel günstiger als Medikamente.

  • tststs sagt:

    Tipps einer ehemaligen Schwerstbetroffenen:
    1) Nicht lang rumdoktern, spätestens nach der 3. Entzünding innert kurzer Zeit direkt zum Urologen (kann andere Ursachen ausschliessen).
    2) Impfkur machen (rund 3 Monate Tabletten, schützt vor den gängigsten Erregern.)
    3) Während der Entzündung: NICHT (ich wiederhole: NICHT) zu viel trinken. Man denke daran: Jedes Bisi ist nicht nur Durchspülen der Leitung, sondern auch Reizung. Mehr als 1.5l sind absolut unnötig!
    4) Intimbereich waschen, nienieniemals AUSwaschen!

    • Martin Frey sagt:

      @ tststs:
      1) sehe ich, grad bei Frauen, nicht so. Es gibt, wie im Text angetönt, viele Gründe für gehäufte Harnwegsinfekte, die meisten brauchen nicht grad einen Urologen zur Abklärung.
      Bei Männern ist das anders.
      2) Es gibt keine Impfung dagegen. Was Sie antönen ist etwas anderes, aber man kann es versuchen. Die Datenlage ist jedoch äusserst dürftig, wie übrigens auch für Cranberry.
      3) Wie kommen Sie denn darauf? Genug Trinken (dh. bis 2l) wirkt zwar eher prophylaktisch, aber schaden tut es auch nicht. By the way, oft reicht dazu auch ein banales Brufen o.ä.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Rein interessenhalber: Worin unterscheiden sich Blasenentzündungen bei Männern von denjenigen der Frauen, ausser natürlich dass sie seltener sind?

      • hobbyläuferin sagt:

        Natürlich gibt es eine Impfung. Urovaxom heisst die Tablettenkur (oder so ähnlich).

        Ich gehöre ebenfalls zu den Schwerstbetroffenen (ca. 12 mal pro jahr). seit der Impfung ist endlich endlich nur noch ca. 1-2mal jährlich.

      • tststs sagt:

        @MF:
        1) Ich schreibe ja: Nur wer innert kürzester Zeit oft leidet, sollte nicht lange rumdoktern.
        (Ich hatte innerhalb von 2 Jahren über 30 Entzündungen, z.T. verschleppt, z.T. neu „entstanden“). Hätte ich mir sparen können, wäre ich gleich zum Urologen.
        Was mich gleich zu 2) bringt: Äh doch, gibt es, habe ich geschluckt und bin seither beschwerdefrei (2 kleine Entzündungen innert 15 Jahren).
        3) Der Harnleiter ist keine Röhre, sondern ein flacher Kanal. Jedes Mal also wenn Bisi durchgeht, wird er geweitet und durch die Reibung des Bisis (ja, auch Bisi macht Reibung) gereizt. Pinkeln Sie mal Blut, und dann wissen Sie wieso man den Mittelweg zwischen genug Flüssigkeit (Reinigung) und nicht zu viel Flüssigkeit (Reizung) sucht.

      • tststs sagt:

        Und übrigens, diese elenden Empfehlungen… Wussten Sie, dass sich diese 1.5-2l Mengenangabe nicht auf reine Flüssigkeit bezieht (also z.B. 1.5l Tee), sondern die gesamte Flüssikeitsaufnahme durch den Tag meint. Wer normal isst, muss also kaum einen ganzen Liter trinken….
        Aber ja, das ist eine andere Baustelle…

      • Tina Balmer sagt:

        Wichtig ist auch, dass man nicht bei der ersten Linderung aufhört mit den gewählten Massnahmen, so habe ich mir nämlich einmal eine Nierenentzündung eingefangen; mich schauderts 15 Jahre später immer noch, wenn ich an diese Schmerzen denke.

      • Martin Frey sagt:

        @tststs, hobbyläuferin: Urovaxom ist keine Impfung im klassischen Sinne, sondern beruht auf der oralen Einnahme von Bakterienlysaten von Escherichia coli, dem häufigsten Erreger von unkomplizierten Harnwegsinfekten. Damit erhofft man sich quasi das Immunsystem etwas zu sensibilisieren und somit zu stimulieren. Mehr nicht. Die Evidenz bzws. der erhoffte Effekt ist, eben im Gegensatz zu klassischen Impfungen, eher bescheiden, aber bei häufigen Rezidiven sicher einen Versuch wert, wie gesagt.
        @13: Harnwegsinfekte bei Männern sind nicht nur viel seltener sondern typischerweise auch kompliziert, die Verläufe länger und schwerwiegender, oft assoziiert mit Prostataentzündungen, Abflussstörungen und dergleichen. Sie brauchen in aller Regel eine Abklärung sowie antibiotische Therapie.

      • tststs sagt:

        @MF: Was meinen Sie, weshalb benutze ich den Begriff „Impfkur“ und nicht „Impfung“…

        Und eben, ab wann ist eine Entzündungsserie „schwerwiegend“?! Wie oft muss man/frau zum Arzt gehen, bis man merkt dass es sich um ein chronisches Problem handelt?

        Und den muss ich noch nachschieben (ist überhaupt nicht fies gemeint, auch wenns so tönt): Sie wissen schon, dass der Urolog nicht der Arzt für Männer ist, sondern der Arzt für alle die Probleme mit den harnbildenden und -ableitenden Organen haben…

      • Martin Frey sagt:

        „Sie wissen schon, dass der Urolog nicht der Arzt für Männer ist, sondern der Arzt für alle die Probleme mit den harnbildenden und -ableitenden Organen haben…“

        Ja, tststs.
        Sie mögen das als Semantik ansehen, aber das Wort „Impf-“ ist dem Kontext auf fachlicher Sicht einfach fehl am Platz. Aber sagen Sie dem, wie Sie wollen. Wir meinen dasselbe.
        🙂
        Nebenbei, es gibt ein weit überlappendes Gebiet der Fachgebiete Gynäkologie und Urologie im Bereich der Harnabflussstörungen, Kontinenzprobleme usw. Nur so.

      • tststs sagt:

        @MF: Ja, die cheibe Semantik… Ich weiss ja, was Sie meinen; aber das wichtigste ist eben: wir haben uns gefunden 🙂

        Und ja eh, natürlich gibt es Überlappungen; bei Frauen ist es eh so, dass die Hälfte bei Entzündung zum Hausarzt gehen, die andere Hälfte schwört in solchen Fällen auf den Gynäkologen!

    • Gast sagt:

      Ich habe auch mindestens zehn Jahre lang unter ständigen, sehr schmerzhaften Blasenentzündungen gelitten, bis mir eine Apothekerin Urovaxom empfohlen hat. Bei mir hat es sehr gut gewirkt und ich bin jetzt seit vielen Jahren beschwerdenfrei. Ich würde Urovaxom allen Frauen mit dem gleichen Leiden wärmstens empfehlen.

  • Eleonore Grossmann sagt:

    hat man nach vielen Geburten ein erhöhtes Risiko von Blasenentzündung?

    • Margrith sagt:

      Ja, wenn sich Blase oder Gebärmutter dadurch gesenkt haben. Habe diese Entzündungen erst nach den Geburten gehabt. DUrch die Senkungen kann evtl. die Blase nicht ganz geleert werden und der verbleibende Rest dient als Nährboden.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich hatte auch nach drei Spontangeburten mit dadurch gesenkter Gebärmutter (geknickt war sie schon immer, sagte mir die Gyn) keine Blasenentzündungen mehr. Die tauchte regelmässig in meiner Kindheit auf und meine Mutter verabreichte mir damals STAGO (kann heute noch in der Drogerie bezogen werden). Das ist wohl sehr individuell vorkommend. Ein möglicher Grund könnte auch die Kahlrasur sein, welche die natürliche Schutz- und Reibungsfunktion dadurch verliert und Bakterien leichter eindringen können. Eine Teilrasur ist da von Vorteil, nebst anderen Gründen …

  • Selina sagt:

    Habe ich mich irrtümlich in den Medizinblog verirrt??

    • Muttis Liebling sagt:

      Mehr unautorisierter Erste- Hilfe- Kurs.

      • Blog-Redaktion sagt:

        @Selina: Ab kommender Woche wird die Sexologisch-Kolumne von Andrea Burri im Blog «Von Kopf bis Fuss» zu finden sein. Die Redaktion

      • 13 sagt:

        Das freut mich auch gerade sehr. Eine gute Nachricht.

      • Karl von Bruck sagt:

        Eingeknickt vor dem Krampfadernzensurdruck. Wie wird man ohne Sex auf natuerliche Weise Mama?

      • Karl von Bruck sagt:

        Warum wird die Sexologisch-Kolumne der letzten Woche mit den nachzensurierten Kommentaren und ohne definitiv amputierte Kommentarspalte in den anderen Blog verschoben?

      • Karl von Bruck sagt:

        …palte „nicht“ in…

      • Sportpapi sagt:

        @Blog-Redaktion: Kann man machen. Aber es wirkt tatsächlich so, als hätte man der anhaltenden, in meinen Augen nicht berechtigten Kritik nachgegeben.
        Als ob alles, was hier verhandelt wird, immer mit Mutter- oder Elternschaft zu tun hat.

      • Carolina sagt:

        Liebe Blog-R:
        Könnten Sie bitte KvB gleich mitverschieben? Das wäre nett!

      • Adina sagt:

        Liebe Redaktion,
        Ich persönlich fand das nicht gut dass letzte Woche keine Kommentare mehr abgegeben werden konnten. Es ist doch hier ein Meinungsblog, also soll man sagen dürfen.
        Ja, kann sein es ist schwierig manchmals die dumme Kommentare auszusortieren, aber das sollte nicht der Grund sein warum diese Sexologisch Kolumne zum anderen Blog verschoben wird.

      • Selina sagt:

        gute Idee, Carolina!

    • Widerspenstige sagt:

      Eine Mama ist ein Neutrum und hat weder eine Sexualität noch eine Blasenentzündung oder sonstiges, was mit dieser unteren Region zu tun hat. Das sollte doch inzwischen hinlänglich bekannt sein, Selina. Sie ist unsichtbar und deshalb dürfen nur Themen hier behandelt werden, welche ins helvetische Schublädli passen.

      Ich wünsche viel Spass darin weiterhin.

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        Ja, richtig, eine Mama ist in erster Linie die Mutter mind. eines Kindes. Und als Mama ist sie tatsächlich nicht mehr.
        Nur empfehle ich jeder Frau ihre Identität nicht nur in der Mamarolle zu suchen, sondern auch noch mehr zu sein als eine Mutter. Falls ich je unter einer Blasenentzündung leiden sollte, ich war bisher verschont, so habe ich diese nicht als Mama sondern als Frau. Und als Frau lese ich nicht nur Dinge, die mich aufgrund meiner Mutterrolle interessieren, sondern auch andere, die mich aufgrund anderer Rollen, die ich ausübe, betreffen. Der Mamablog sollte aber auf Familienthemen beschränkt sein. Die LeserInnen hingegen sollten breiter interessiert sein und zusätzlich anderes lesen.

      • Selina sagt:

        @ 13, danke, besser hätte ich es nicht ausdrücken können!
        @Widerspenstige: nicht so gehässig, ich darf ja wohl noch meine Meinung ausdrücken. Ich bin definitv kein hinterwäldlerisches Hausmütterchen das sich nur über seine Rolle als Mama definiert. Aber in einem MAMA-Bloge erwarte ich entsprechende Themen, für alles andere gibt es genug andere Blogs, Foren oder so im Netz. Hatte mich ja beinahe schon ans „Sexologisch“ gewöhnt. Aber das heutige Thema hat ja nur am Rande überhaupt etwas mit Sex zu tun. Deshalb hat es mich heute doppelt gestört!

      • Karl von Bruck sagt:

        Bingo!

      • Widerspenstige sagt:

        Aber, aber 13 …. ich bin doch sonst sehr auf Ihrer Linie und schätze es deshalb sehr, dass Sie dran bleiben. Ich habe mich deshalb auch rar gemacht, weil es Kommentierende wie Sie hier gibt.

        Beim Thema Sexualität, wie es die Sexologin hier einbringt, weichen die Meinungen über Sinn und Unsinn in einem Mamablog seit Beginn weit auseinander. Ich habe einfach noch immer nicht begriffen, wieso das Thema nicht hier auch aus diversen Perspektiven näher unter die Lupe genommen werden darf. Auch eine Blasenentzündung kann diverse Ursachen haben und ist nicht immer nur biologisch bedingt. Da spielen Beziehungsprobleme mit ein u ist somit ein MBthema. Deshalb für mich irritierend, wie dagegen argumentiert wird.
        Selina, die Redi hat eingelenkt u passt sich an …

      • Karl von Bruck sagt:

        @Selina

        Sie koennen ja Beitraege, die Ihnen nicht in den Kram passen, oder gegen deren Autore Sie allergisch sind, einfach nicht lesen, statt mitzuzensurieren, was andere gern lesen wuerden….

      • Adina sagt:

        @WS: „Eine Mama ist ein Neutrum“ Bingo!!! Wir Mütter sind Heilige, vom Kopf bis Fuss!
        Schön dass Sie wieder da sind, ich habe Sie doch vermisst 🙂

      • 13 sagt:

        @ Widerspenstige
        Ich habe nie die Meinung vertreten, dass Sex hier keinen Platz hat. Nur fand ich es schade, dass sich Frau Burri gar nicht bemüht hat, bei der Themenauswahl familienrelevante zu wählen, von denen es so viele gäbe. So wie es aufgegleist wurde, passte es meiner Meinung nach hier nicht rein, auch wenn so mancher Beitrag sehr lesenswert war. Und ich bin froh drum, dass die Redaktion offenbar auf die Leser hört. Es gibt bestimmt Orte, wo es besser passt. Vom Kopf bis Fuss ist doch nicht schlecht und wer will, kann sie weiterhin lesen.

      • Selina sagt:

        Ich zensuriere niemanden und wer will, kann ja ab nächster Woche Andrea Burris Kolumne im anderen Blog lesen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Es wurde nicht auf die Leser gehört, sondern auf eine kleine Gruppe Leserinnen.
        Nicht dass es wirklich relevant ist, ob und wo diese Beiträge erscheinen. Aber die anhaltende Kritik war schon seltsam, sind wir uns doch gewohnt, dass ganz viele Themen hier nur einen losen Zusammenhang mit Elternschaft/Muttterschaft haben.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Da bin ich anderer Meinung. Erstens kann ich mich jetzt nicht an soviele Artikel erinnern, die kaum Zusammenhang mit dem Familienleben haben, Sie dürfen mir aber da gerne Beispiele nennen, und zweitens kann ich mich erst recht nicht erinnern, dass es bisher üblich war, dass eine Autorin, welche immerhin wöchentlich publiziert, stets sachfremde Beiträge liefert.

      • Karl von Bruck sagt:

        Die Verschiebung ist auch eine Reichweitenzensur. Der Kopfbisfussblog kann nicht in allen Newsnetzeitungen angeklickt werden….

      • Widerspenstige sagt:

        Das ist nicht dasselbe wie hier, 13, und vergessen Sie nicht, dass die Sexologin keine eigene Familie hat und deshalb aus ihrem Forschungsgebiet berichtet.

        Alina, danke 😀

      • Karl von Bruck sagt:

        Sexualitaet und Sexualhygiene sind zwar fuer Ketzer- und Bigotten-Familienfrauen nur noch Freifach, aber fuer den Familienerhalt immer noch eusserst wichtig….

    • Selina sagt:

      @Blog-Redaktion: danke, ein weiser Entscheid!

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