Töchter als Scheidungsrisiko

Hart für Mädchen: Väter lassen sich eher scheiden, wenn das erste Kind eine Tochter ist.

Eltern lassen sich eher scheiden, wenn das erste Kind eine Tochter ist.

In meinem Bekanntenkreis haben sich in letzter Zeit sechs Paare getrennt, die insgesamt 13 Kinder haben. Interessanterweise handelt es sich bei den Kindern um 11 Mädchen und nur zwei Buben. Zufall?

Eine Studie aus den USA aus dem Jahr 2005 hat gezeigt, dass sich Väter eher scheiden lassen, wenn ihr erstes Kind eine Tochter ist. Sie halten zudem eher um die Hand ihrer schwangeren Freundin an, wenn sie wissen, dass sie einen Jungen erwarten. Kurz: Buben haben eine stabilisierende Wirkung auf die Ehe. Eine weitere Untersuchung bestätigt dies: Drei Jahre nach der Geburt des ersten Kindes waren die Eltern eher geschieden, wenn es ein Mädchen war.

Väter bevorzugen Söhne

Auch wenn das Geschlecht des Kindes statistisch gesehen das Scheidungsverhalten der Eltern beeinflusst: Der Unterschied ist zu gering, als dass er in meinem Bekanntenkreis sichtbar werden würde. Abgesehen davon, dass hier keine Daten aus der Schweiz untersucht wurden. Interessant finde ich die Zahlen dennoch.

Warum bleiben Bubeneltern eher zusammen? Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erklären die statistischen Erkenntnisse mit zwei Theorien: Erstens würden die Väter männliche Nachkommen bevorzugen. Das sieht man nicht nur daran, dass sie eher heiraten, wenn ein Stammhalter unterwegs ist. Auch verbringen zum Beispiel Väter in Kalifornien pro Tag fast 40 Minuten mehr Zeit mit ihren 6- bis 12-jährigen Kindern, wenn es Buben sind.

Mütter bevorzugen Bubenväter

Zweitens beeinflussen Söhne nicht nur das Verhalten der Väter, sondern auch das der Mütter. Wenn sie Söhne haben, bleiben sie eher verheiratet. Einerseits wohl deswegen, weil sich die Bubenväter eben mehr um ihren Nachwuchs kümmern. Das freut und entlastet die Mütter. Andererseits aber auch, weil sie der Meinung sind, dass Buben einen Vater brauchen. Und damit liegen sie nicht falsch: Teenagerjungs, die bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, werden eher delinquent. Bei Mädchen gibt es diesen Zusammenhang nicht.

Auch wenn es viele andere Gründe gibt, sich scheiden zu lassen – oder eben nicht: Ich kann die Erklärungen gut nachvollziehen. Auch bei uns ist es so, dass mein Mann gefühlt mehr Zeit mit dem Sohn verbringt als mit der Tochter. Nicht deshalb, weil er ein Bub ist, sondern weil sie ein gemeinsames Hobby haben, das oft länger als 90 Minuten dauert. Auch traue ich mir zu, mit einem pubertierenden Mädchen klarzukommen – Holz anfassen! –, denn ich war ja selbst mal eins. Aber wenn ich mir so die Teenagerjungs in meinem Bekanntenkreis anschaue, bin ich mir sicher, dass die Anwesenheit meines Mannes in dieser Zeit sehr wertvoll sein wird.

Lesen hier Töchterväter mit, die sich haben scheiden lassen? Oder Bubenmütter, die der Söhne wegen verheiratet geblieben sind? Oder Eltern von zwei Söhnen und zwei Töchtern, die all diese Studien für Humbug halten? Ich bin auf Ihre Kommentare gespannt.

*****

pushDie neusten Mamablog-Beiträge können Sie sich auch aufs Handy pushen lassen. So einfach gehts: Die App des «Tages-Anzeigers» aufs Smartphone laden, «Einstellungen/Allgemein» anwählen, danach «Push» und «Mamablog» – fertig. Die App finden Sie im App Store (Apple) oder im Play Store (Android).

159 Kommentare zu «Töchter als Scheidungsrisiko»

  • Kathryn Janeway sagt:

    Wenn das Kind ungeplant ist, wird es eher ein Mädchen (Sex ein paar Tage vor dem Eisprung – weibliche Spermien leben länger) ansonsten eher ein Junge (Sex beim Eisprung – männliche Spermien schwimmen schneller).
    Stabilität, Commitment und gemeinsame, bewusste Entscheidung ein Kind zu zeugen, scheinen mir jedenfalls eine logischere Erklärung für die geringere Scheidungsrate, als dass das Geschlecht des Kindes einen Einfluss auf die Stabilität und Commitment in der Elternbeziehung hätte.

  • Luc sagt:

    Keine bisherigen Kommentare umfassend gelesen, aber eine Meinung zum Thema habend, erlaube ich mir ein Ich-Finde-Dies-Humbug-Statement. Und zwar erstens, weil ich überzeugt bin, dass die entsprechende Statistik statistisch (wie so oft in solchen Zusammenhängen) nicht ganz zuverlässig ist bzw. nicht die (ganze) Wahrheit abbilden kann. Und zweitens, weil der Mensch – Vater, Mutter, Junge, Mädchen – so eigen ist, dass er sich in solchen Zusammenhängen nicht auf sein Geschlecht reduzieren lässt. Mein Sohn ist in vielerlei Hinsicht ein sehr mädchenhaftes Kind (was das ist, definiere ich jetzt gerade ganz anders als Sie) und meine Tochter verhält sich oft „männlich“. Mein Mann und ich? Keine Ahnung, wie wir so sind, aber wir sind jedenfalls noch verheiratet.

  • Enrico sagt:

    Was Nadia Meyer da schreibt, ist wohl tiefste sexistische Schublade. Was das wohl über Sie sagt ?
    Geh dann mal ins Bett und lese noch was tolles, aber dieses Mamablog gebrünzle überlasse ich Euch !

  • Nick sagt:

    Da 80% der Scheidungen in der CH von Frauen eingereicht werden, müsste man sich fragen, ob die Frauen als Hauptverursacher der Scheidung auch eine Vorliebe für das Geschlecht ihrer Kinder bei der Scheidung mitbringen.
    Während ich keinen Mann kenne, der seine Töchter nicht mindestens so gern hat, wie seine Söhne.
    Bei den wenigen Männer, die ich kenne, welche selber um die Scheidung fragten (im Gegensatz zu den Hunderten von Männern welche von der Frau geschieden wurden, aus Geldgier der Frau, oder weil die Frau fremdgehen wollte), war der Grund nie die Kinder, sondern das Verhalten der Ehefrau gegenüber Mann und Kind.
    Im heutigen, menschenrechtswidrig reglementierten, Beziehungsmarkt ist die Ehe an sich kein Wert mehr, sondern nur noch der Zugang der Frau zu Geld, Macht und evt. Kind.

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Schöner Allgemeinplatz, es gibt ja schliesslich keine fremdgehenden Männer und auch keine Männer, welche ihre Frauen und Kinder schlecht behandeln……

      Naja, so kann Mann es sich auch schönreden.

  • Statistiker sagt:

    Wenn ich im Studium nicht auch Statistik belegt hätte, würde ich jetzt behaupten, die Statistik widerlegen zu können 🙂
    Ich habe 6 verheiratete und 2 geschiedene Geschwister, die beiden geschiedenen haben 2 bzw. 3 Töchter. Selber habe ich auch 2 Töchter, und bin seit 13 Jahren verheiratet.

    • Eleonore Grossmann sagt:

      Wenn Sie damit meinen, dass Ihre geschiedenen Geschwister 100% Töchter hatten, dann bestätigt das genau das hier beschriebene Phänomen…

      Ein Gegentrend wäre es, wenn die geschiedenen Geschwister vor allem oder 100% Söhne hätten…

  • Lukas O. Bendel sagt:

    Ich bin/war Vater von 3 Mädchen und heute geschieden: Wie ich meine Ex-Frau heiratete, wussten wir, dass es ein Mädchen ist und ab kurz nach der Geburt der ersten Tochter reduzierte ich mein Arbeitspensum und kümmerte mich 3 Tage die Woche um die Kinder – meine Ex-Frau erholte sich in der Zeit, das meinte ich zumindest. Dann fand ich heraus, dass sie mich betrogen hatte; trotzdem versuchten wir nochmals einen Neubeginn, jetzt in „meiner“ Stadt.
    Kurz darauf reichte sie die Trennung ein! Ganz klar: Weder unsere Töchter noch ich konnten etwas dafür!
    Heute – bald 17 Jahre später – lebe ich wieder in einer Beziehung und habe ein Mädchen und einen Jungen. Wieso wir noch immer zusammen sind – auch ohne Trauschein; und wieso es unseren Kindern gut geht? Weil die jetzige Frau nicht so faul ist!

  • Lukas O. Bendel sagt:

    Es überrascht wenig, dass (gerade in eine sozial“wissenschaftlichen“ Untersuchung) einmal mehr den Männern/Vätern die Schuld an Scheitern der Ehe (wie eh an allem) anzuhängen versucht wird. Dabei zeigen alle Statistiken zu den Schweizer Scheidungen seit Jahren, dass es mehrheitlich die Mütter sind, welche eine Scheidung einreichen. Also wäre wissenschaftlich gesehen, die Motivation der Mutter zu untersuchen – aber eine Mutter hinterfragt man in der Schweiz natürlich nicht, sie muss ja gemäss vorherrschendem Mythos die Gute, Aufopfernde, Liebende ja Betrogene oder gar Geschlagene sein.
    Den Autorinnen dieses Pamphlets kann ich nur sagen: „Get real“!

    • Tamar von Siebenthal sagt:

      Naja, es ist ja auch simpel, die Schuld demjenigen zu geben, welcher die Scheidung einreicht. Man ist nicht dadurch ein guter Partner/eine gute Partnerin, indem man nicht die Scheidung einreicht, sondern dadurch, dass man alles tut, famit es nicht zu einer Scheidung kommt.

  • Sara sagt:

    Ich bin geschieden, wir haben zwei Töchter. Sind die nun Schuld weil sie keine Söhne/ sprich Männer sind??

  • Christoph F Schaer sagt:

    Interessante Kommentare, mir gefiel: Adina @ Elodie sehr gut
    Wir haben 2 Mädchen (Teenager) & einen Jungen; 17 Jahre verheiratet 🙂
    Ich denke, es ist als Eltern wichtig Zeit & Inhalt für gemeinsame Momente zu finden. Da ich geschäftlich viel in Übersee reiste, haben wir sogar den Wohnsitz verlegt, um mehr Zeit als Familie zu finden.
    Neben deren individuellen Ausbildung mit Ballet usw. gibt es gemeinsames Skifahren (in der Schweiz waren wir bei jedem Wetter Sa od. So. auf den Skiern), nun gibt es gemeinsamen Pferdesport am Wochenende (eine kleine Kunst Teenager samstags um 0800 aus dem Bett zu bringen ;). Musizieren, Tennisspielen, Abenteuer in der Familie gehören für mich dazu; kürzlich nahmen wir 1 Wo KiteSurf Unterricht & mein Sohn meinte, für einen „alten Mann“ sei ich recht gut.

  • Andreas K. Heyne sagt:

    Wir haben 5 Kinder grossgezogen, 2 Mädchen, 3 Buben. Weder meine Frau noch ich hätten je eines hergegeben, eher hätten wir uns vierteilen lassen. Doch wie viel Zuwendung ein Kind braucht, ist nicht geschlechtsbedingt, sondern erstens individuell verschieden und ändert sich auch je nach der Altersstufe – manchmal sehr schnell.
    Mit 5 Kindern hat man auch keine Zeit für Ehestreit. Darum feiern wir dieses Jahr goldene Hochzeit – mit 5 Enkelkindern. Auch 2 Mädchen und 3 Buben.

  • Frederic sagt:

    @Tamar von Siebenthal
    Ihre Argumente in Ehren, sie sind aber immer nur eine Seite der Medaille. Im Grunde haben Sie sich den Vater ihrer Kinder ausgesucht. Je mehr Sie über sich erzählen, desto mehr hört sich das für mich als Rechtfertigung Ihrer Entscheidung (den Vater der Kinder aus der Geschichte herauszuschreiben) an.
    Meine Geschichte als geschiedener, alleinerziehender Vater zweier Söhne (13 +15) hört sich anders an. Meine Gene haben ihre (meiner Ex) Gene gefunden und mich mehr oder weniger gesteuert. Meine Ex hat sehr gute Gene, worauf ich sehr dankbar bin. Meine Ex wollte einen Neuanfang mit einem anderen Mann und hat mir die Kinder bei der Scheidung freiwillig überlassen, was gerade im femininem Umfeld gar nicht verstanden wurde.

    • Frederic sagt:

      Die Angriffe auf meine Ex aus Frauenseite haben mich immer empört. Mit meiner Ex (wie übrigens mit allen Ex’s) habe ich ein freundschaftliches Verhältnis, inklusive ihren neuen Partnern. Man muss wissen wann es zu Ende ist und darf es nicht persönlich nehmen. Das einzig negative ist höchstens, dass die ex Partnerinnen untereinander sich nicht ausstehen können.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Idt doch gut, wenn man als Eltern noch gut auskommt. Also, was wollen Sie?

        Ich war übrigens sb dem 1. Tag alleinerziehende Mutter, auch schon während meiner Ehe und sah irgendwann keinen Nutzen mehr, meinen Alten zu behalten, also habe ich ihn entsorgt, wie es sich für Überflüssiges gehört. War ein gutes Gefühl, wenn Ende Geld kein Monat mehr übrig war.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mich stört die Bezeichnung intakte Familie in Bezug auf die Zweielterfamilie. Ich empfinde meine Familie mit meinen 2 Buben und mir als intakter, als msnvhe Familien mit beiden Elternteilen. Warum sollte es besser sein für Kinder, eine zerstrittene und lieblose Paarbeziehung ihrer Eltern miterleben zu müssen, als in einer harmonischen Einelterfamilie. Es wäre spannend, über die Deliquienzrate von Buben zu forschen, welche in Zweielternfamilien mit Säufern, Schlägern, Rassisten und Puffbetreibern aufwavhsen müssen.

    • Frederic sagt:

      Sind Sie so sicher dass Ihre Kinder das im Rückblick auch so als harmonisch darstellen werden? So wie Sie über Männer sprechen, kann ich kein Harmonie- Bedürfnis Ihrerseits feststellen. Respekt gegenüber andern muss vorgelebt werden, es ist auch wichtig wie man zuhause über andere spricht. Wie Sie über Männer sprechen wissen wir ja jetzt, und sonst so? Aber immer schön „Rassisten“ rufen, dann ist man gut und brav.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Nun, in meiner jetztigen Beziehung leben wir ebenfalls in Harmonie. Im Übrigen spreche ich bei meinen Buben nicht schlecht über ihren Erzeuger. Dazu spreche ich hier nicht schlecht über Männer, sondern erzähle, wie es mit meinem Ex war. Das können Sie deuten wie die wollen. Ich habe viel zuviel an diese Kreatur verschwendet, da brauche ich mich nicht rechtfertigen.

        Ja, mein Ex würde alles abstreiten, aber das Meiste könnte ich belegen. Rassist habe ich als Beispiel genannt wie Puffbetreiber. Was er alles von diesen Beispielen verkörpert soll Sie nicht belasten. Nur Eines: für mich ist mein Ex weniger als Dreck, so wie er mich wie Dreck behandelt hat.

      • Frederic sagt:

        Jetzt aber noch einmal ernsthaft, Tamar von Siebenthal, aus irgend einem Grund haben Sie diesen Typen als Vater Ihrer Kinder ausgewählt. So wie Sie ihn beschreiben, ist er so etwas wie der „Harry Hasler“ mit seinem „Ami- Fass“ (Auto). Das Auto wird es ja wohl nicht gewesen, sein. Kommt er aus einer reicheren Familie und Ihre Kinder können mal was Erben? Aussicht auf Erbe kann sehr wohl für Frauen ein Grund sein. Frauen sind dazu bestimmt, den bestmöglichen Erzeuger ihrer Kinder auszulesen. Geld kann auch den Kindern eine gute Zukunft bieten. Es gibt noch Intelligenz und gesunde Sportler- Gene. Bitte geben Sie uns einen Typ in welche Richtung wir denken sollen, Ihre Aussagen geben sonst keinen Sinn.

    • Sportpapi sagt:

      @Tamar: Was für Gegensätze. Also hier die „harmonische“ Einelternfamilie, da Streit und Hass und Männer, die Säufer, Schläger, Rassisten und Puffbetreiber sind.
      Und was, wenn die Mütter Säuferinnen, Schlägerinnen, Rassistinnen, Puffbetreiberinnen sind, und doch die Kinder zugewiesen bekommen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Sportler

        Selbstverständlich ist das auch auf Mütter bezogen. Normalerweise schreibe ich das auch so hin. Nur ging es ja jetzt um die erhöhte Deliquienz von Buben, welche ohne Vater aufwachsen, zu fehlenden Müttern wird hier keine Studie erwähnt.

        Auch greife ich ja nicht die Männerwelt per se an, sondern erzähle, wie ich es erlebt habe.

        Natürlich können Sie wie Andere hinterfragen, warum ich so lange bei diesem Mann geblieben bin, was für mich selber unbegreiflich ist, aber absprechen können Sie mir meine Vergangenheit nicht. Auch sind Sie nicht verpflichtet, mir Glauben zu schenken oder mir Zusprache zu geben. Also?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ach ja, ich kenne übrigens ein Säuferpaar, eo darum gestritten wurde, wer die Tochter nehmen muss und die KESB ist hat sehr spät mit Fremdplatzierung reagiert. Der kleine Halbbruder meiner Schwägerin lebt mehr oder weniger auf der Strasse, da die Mutter eine Prostituirte ist. Der inzwischen verstorbene Erzeuger hat sich ebenso „gut“ um den Sohn gekümmert wie die Mutter.

        Ich denke, dass die Kinder in der Regel jenem Elternteil zugesprochen wird, wo es den Staat weniger kostet. Deswegen wird auch die alkoholkranke Mutter bevorzugt, wenn der Vater arbeitsfähig ist.

        Und bei alkoholkranken Paaren, wird das kleinere Übel bevorzugt.

      • Sportpapi sagt:

        Also was?
        Die meisten Familien haben völlig normale Mütter und Väter. Also warum vom Schlimmsten ausgehen?
        Machen wir bei den Alleinerziehenden ja auch nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und wie schon oft erwähnt: es gibt bestimmt Väter, die sich gerne um ihre Kinder kümmern würden nach der Scheidung, aber ich erlebe das mehrheitlich anderst und zwar nicht nur bei meinen Kindern. Es ist mit dem Richterspruch des GSR einfach nicht getan. Entweder man teilt sich die Sorge, oder man lässt es bleiben. Rosinen picken geht einfach nicht. Ich konnte auch nicht einfach meine Kinder einfrieren wenn ich etwas „besseres“ vorhatte.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Das möchte ich doch hoffen, dass die meisten Kinder normale Eltern haben.

        Mein Einwand bezieht sich darauf, dass alleinerziehenden Müttern dauernd vorgebetet wird, welchen erhöhten Risiken ihre Kinder ausgesetzt sind, währenddessen auch die schlechtesten Zweielternfamilien in solchen Statistiken nicht vorkommen.

        Das Beste für Kinder ist eine funktionierende Zweielternfamilie, das 2. Beste ist eine funktionierende Einelternfamilie. Eine nicht funktionierende Familie ist immer das Schlechteste, unabhängig davon, ob die Eltern zusammen sind oder nicht

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Frederic

        Schliessen Sie von sich auf Andere? Mich hat Geld noch nie intetessiert, sofern ende Geld kein Monat übrig ist. Männer mit Geld beeindrucken mich auch nicht, was übrigens reiche Männer immer sehr beeindruckt hat.

        Bei mir war es einfach Liebe, später eine Mischung aus Hörigkeit und Pflichtgefühl.

        Übrigens: mein Ex hat dermassen über die Verhältnisse gelebt, dass höufig kein Geld da war um Essen zu kaufen. Als ich nach der Trennung auf dem sozialhilferechtlichem Existenzminimum lebte, fühlte ivh mich wie eine Königin. Wohlgemerkt bei einem Einkommen von 3500.- für 3 Personen.

  • Walpurga Kubik-Breznik sagt:

    Man könnte die im Artikel erwähnten Schlussfolgerungen, wonach Buben die Ehe stabilisieren, auch aus einem anderen Blickwinkel deuten, dann würde die Frage lauten: Könnte es sein, dass sich Tochtermütter eher scheiden lassen, weil Bubenväter die Tochter und Frau “ eher“ vernachlässigen? Bei diesem Fokus wären es die Bubenväter, welche die Ehen destabilisieren und nicht die Kinder. Weder die männlichen noch die weiblichen. Man könnte auch fragen, ob sich bei den erwähnten Scheidungsfällen mehr Mütter oder mehr Väter zur Scheidung entschliessen. Aus dem Artikel wird leider nicht klar, was die Autorin bezweckt. Die einzige These die sie aufstellt: “ Buben wirken stabilisiernd auf Ehen“ wird mit den willkürlich aufgezählten Zahlen und Vergleichen nicht erhärtet.

  • Roger sagt:

    Ich habe 2 Mädchen, habe mir immer 2 Mädchen gewünscht. Grund: Ich bin kein stereotypischer Mann, mag weder Fussball noch Icehockey, der einzige Bund meiner Zeitung, den ich nicht lese, ist der Sportteil. Ich habe Sprachen und Literatur studiert, was ja stereotypisch eher eine Frauendomäne ist. Daher wollte ich wohl unterschwellig lieber Mädchen als Buben, weil ich den Girls mehr von meinen Passionen weitergeben kann. Jeden Samstag am Spielfeld zu stehen und den Jungs beim tschüttelen zuzusehen wäre mir ein Graus. Also zumindest ich kann nicht bestätigen, dass Männer eher Jungs wollen.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Wieso denken Sie, dass Ihr Sohn Ihre Leidenschaft zu Büchern und Sprachen nicht teilen würde? Ebenfalls Gefangener von Stereotypen, modernen Männlichkeitsbildern? Es gsb zu allen Zeiten auch intellektuelle Männer, nicht nur Sportler. Das gehörte schon immer auch zum Mann-Sein.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Natürlich müsste es heissen „Leidenschaft für“.

        Übrigens führt genau diese Haltung zu stereotype threat.

      • Urs M. sagt:

        treffend beobachtet, herr hintermeier. die scheinbar aufgeschlossensten männer pflegen die ärgsten stereotypen gegen ihre mitmänner. da hört die akzeptanz schnell auf.
        solche männer erinnern mich immer an theunert, den feministen, der gegen die männer in der schweiz poltert.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Urs: vielleicht tue ich Roger Unrecht, aber für mich macht es den Eindruck, dass er irgendwie einem modernen Zeitgeist/Wertung aufgesessen ist, nämlich, dass Mädchen/ Frauen die besseren Menschen, respektive Jungen/Männer weniger intellektuell sind. Für einen Akademiker dünkt mich das noch bedenklicher (Woher hat er das bloss?). Er bezeichnet sich ja noch als Ausnahme (ist sicherlich toll, sich als einer der Wenigen zu fühlen) und fühlt sich dem, was er als „weibliches Wesen“ bezeichnet sehr nahe (was ihn zu einem besseren Menschen macht?). Anstatt heute beide Geschlechter als gleichwertig zu betrachten, wird es von „modernen“ Männern einfach ins Gegenteil verdreht und sie sehen im Weiblichen das Heil.

    • Logan Grundy sagt:

      Unter meinen Freunden kenne ich keine Männer, die sich etwas aus dem Zuschauen bei Fussball oder Sport im Allgemeinen machen – auch wenn sie selbst sportlich aktiv sind. Das mag daran liegen, dass allesamt alte Schulfreunde oder Kommilitonen sind. Wer den Ball am Sonntag wo reingemacht hat – damit sind nunmal viele intellektuell unterfordert und gelangweilt. Hätten Sie etwas anderes als Sprachen studiert, wären Sie wohl eher in den Genuss adäquater männlicher Gesellschaft gekommen. Ihr Weltbild und die von Ihnen vorgetragenen Stereotype gründen auf Ihrer einseitigen Lebenserfahrung. Sie tun mir leid. Gut, dass Sie nicht wissen, was sie verpassen. Gut für Sie. Ausschliessliche Frauengesellschaft würde mich mangels Witz und Humor wahrscheinlich in eine Depression stürzen. 🙂

    • Peter Meier sagt:

      Mein Ex-Boss, ein ziemlich grobes A….loch, hat ebenfalls zwei Töchter und interessiert sich nicht für Fussball oder Hockey. Der hat jedoch nicht studiert und liest sicher auch keine Gedichte (das fände er nämlich schwul) , sondert sieht sich am liebsten Serien wie Games of Thrones an. Holzfällersendungen auf Dmax findet der auch toll. Was will ich damit sagen? Nun lieber Roger, Sie denken scheinbar genauso in Schwarz-Weiss-Kategorien wie mein ehemaliger Chef. BTW: ich stehe auf Fussball und bin extrem froh, dass ich nun einen neuen Chef haben darf.

    • Sportpapi sagt:

      @Roger: Dann ist für Ihre Kinder zu hoffen, dass die stereotypisch männliche Seite eher von Ihrer Frau abgedeckt wird..

      • Roger sagt:

        Nun kommt mal wieder runter. Ich verglich mich doch mit einem stereotypischen Paps, also dem traditionellen, wie er im alten Bilderbuch steht. Und ja, um bei den Stereotypen zu bleiben: Wo ich Sprachen und Literatur studiert habe hat meine Frau in Naturwissenschaften promoviert. Eine Praxisassitentin meiner Frau spielt begeistert Fussball, das ist doch völlig OK. Soll sie auch. Es ist nun mal aber so, dass Mädchen und Jungs bewusst oder unbewusst in Rollen gedrängt werden, nicht mal nur das familiäre Umfeld, auch das weitere soziale (Schule, Kollegen, Wohngegend, etc.) haben einen grossen Einfluss. Meine Töchter dürfen machen, was sie wollen, solange sie anständig sind. Ausser mit einem Jungsozialisten anbändeln oder einen Katholiken heiraten.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Ausgesprochen interessante- und zum Teil überraschende Fakten zu Scheidungen und Trennungen hier from the UK:

    https://www.relate.org.uk/sites/default/files/separation-divorce-factsheet-jan2014.pdf

    Aber die Briten sind ein etwas spezielles Inselvölkchen und (in dieser Beziehung) nicht 1:1 vergleichbar mit Kontinentaleuropa, wie wir spätestens seit dem Brexit wissen. Trotzdem ausgesprochen lesenswert, wirklich 😉

  • Stahl sagt:

    Stabile Beziehungen bringen 14% mehr Jungen auf die Welt als Mädchen. Ist die Frau alleinerziehend, gebärt sie eher Mädchen.
    http://www.ovuquick.de/tipps-zum-schwanger-werden/junge-oder-maedchen/junge-oder-maedchen-wie-das-geschlecht-beeinflussbar-ist
    http://www.nber.org/papers/w10920.pdf

  • Elodie sagt:

    @Adina: Klar muss man sich anstrengen wenn man etwas will, was aber realistisch und umsetzbar ist. Aber es gibt auch Dinge, die man nicht erzwingen kann im Leben und wenn die Situation nicht „gesellschaftlich“ ist, muss man sich nicht verrückt machen lassen, denn die Gesellschaft ist nunmal beschränkt im Denken, das sieht man tagtäglich. Ein Kind wächst mit einem gesunden Denken auf, wenn man mit einem gesunden Menschenverstand ihnen vorlebt, egal ob mit einem oder zwei Elternteile. Was ich sagen möchte ist, dass es unabhängig davon, ob ein Kind mit beiden Elternteilen aufwächst oder nicht, ein guter Mensch werden kann. Es gibt Kinder, die von einem Elternteil aufgewachsen worden sind, die viel besser sind als andere! Es gibt alle Varianten. Liebe ist das Schlüsselwort!

    • Adina sagt:

      @Elodie „Was ich sagen möchte ist, dass es unabhängig davon, ob ein Kind mit beiden Elternteilen aufwächst oder nicht, ein guter Mensch werden kann.“ Natürlich kann es! Meine Mutter zB, ihr Vater starb ja im Krieg als sie erst 6 Jahre alt war. Der Vater hat ihr trotzdem gefehlt, das war auch deutlich.

    • Adina sagt:

      @Elodie: „Lieber Alleinerziehend als mit einem Partner, der keinen gesunden Menschenverstand hat.“ OK, sehr verständlich dass man die Trennung im Betracht zieht wenn man Angst um das Wohlbefinden des Kindes hat, also wenn der Vater dem Kind Schaden zufügen kann. Aber auch das will gut überprüft und überlegt sein. Kein Mensch ist perfekt, und man muss abwägen ob’s jetzt fürs Kind besser ohne Vater oder mit dem schlechten Vater ist…

  • Tamara sagt:

    Es gibt noch einen anderen Grund warum die Buben einer Scheidung entgegenwirken. Die Fehler ihres Mannes kann die Frau bereits am heranwachsenenden Sohnemann erkennen und somit besser akzeptieren.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Stimmt, Buben bräuchten einen Vater als Vorbild, nur; was, wenn der Vater ein schlechtes Vorbild ist, ist es dann nicht besser, wenn sie ohne Vater aufwachsen? Bei meiner Ehe jedenfalls, habe ich keinerlei Vorteile sehen können, weder für meine Kinder, noch für mich. Deswegen erachte ich die Trennung auch heute noch als das Beste für alle, ausser für meinen Ex. Ich bin sogar der Meinung, dass für meine Buben je weniger Vater, desto besser ist.

    • Claudi sagt:

      oje, bei derart viel feministischer Weltfremdheit empfehle ich Psychiatrie. Ihre Kinder tun mir leid.

      • Christoph Bögli sagt:

        Was hat das mit Feminismus zu tun? Es ist eine banale Tatsache, dass Kinder zwar grundsätzlich profitieren, wenn beide Elternteile sich um sie kümmern. Gleichzeitig geht das aber von idealen Eltern aus, während in der Realität teilweise ein Elternteil alleine besser sein kann, als zwei verkorkste..

      • Elodie sagt:

        @Claudi: Das hat doch gar nichts mit Feminismus zu tun, es ist Realität, es gibt wirklich schlechte Väter und schlechte Mütter. Wenn alle Väter und Mütter per se gut wären, dann gäbe es nicht soviele Psychopaten auf unserer Welt. Ihre Aussage „Ihre Kinder tun mir leid“ zeigt, wie weltfremd Sie sind und nicht Tamar. Lieber Alleinerziehend als mit einem Partner, der keinen gesunden Menschenverstand hat. Die Kinder wachsen viel besser auf ohne so einen Elternteil.

    • Reincarnation of XY sagt:

      sehen Sie HH? – von wegen ihre „Befindlichkeit ausdrücken“.
      Ein gehässiger Kommentar unter jeder Gürtellinie an eine Frau, die ganz bestimmt keine Feministin ist, die nur sagt: „Allgemeine Regeln sind schön und recht, nur bei mir persönlich war es so…“

      Und schon ruft so ein Schreihals „Feminismus“ und packt noch alle möglichen persönlichen Beleidigungen hinzu.
      Dabei wissen wir alle, dass ein Beispiel wie das von Tamar alles andere als weltfremd ist. Es gibt Eltern, die schaden ihren Kindern, mehr als sie nützen.

      Wer solche „Befindlichkeiten“ pflegt, nützt niemandem überhaupt nichts. Er schadet sich selbst, seinem Umfeld, Männer, Frauen, Kindern, einfach allen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Roxy: Ich sage es ja schon lange, dass solche Artikel mit bewusst provokativen/hetzerischen Aussagen, wie „Auf Mädchen scheint die Abwesenheit des Vaters keinen grossen Einfluss zu haben.“ (das steht im Artikel und in keinem Kommentar) und viele weitere Textstellen in der Vergangenheit des Mamablogs sehr destruktiv sind. Wenn schon, dann bitte auch die Texte, nicht nur die Kommentare, kritisch lesen. Und sorry, aber wessen Geist solche Textstellen ständig atmen, ist ja wohl auch klar. Dieser Geist wird nicht nur hineininterpretiert, sondern er ist an den Texten selbst. Da braucht man wirklich ganz ausgeklügelte hermeneutische Künste um diesen Geist da nie sehen zu können. Zugegeben manchmal wird von einigen Komm. über das Ziel hinausgeschossen, aber auch das kommt nicht von ungefähr.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Im Fall von Tamar war der Kommentar sicherlich unberechtigt

      • Hans Hintermeier sagt:

        Antwort hängt in der Warteschleife

    • Flo sagt:

      … den Mann den sie sich selbst einmal als Vater ihrer Kinder ausgesucht haben?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Claudi

        Kennen Sie meine Geschuchte? Nein? Also Fresse halten!

        @ Flo

        Stimmt, ich habe ihn selbst ausgesucht und bin 14 Jahre nicht mehr von ihm losgekommen, bis ich keinen Ausweg mehr sah. Für mich gab es nur noch Suizid oder den Kindern zuliebe weitermachen. Ich habe mich für meine Kinder entschieden, aber gegen den Erzeuger dieser. Ja, ich verwende die Bezeichnung Erzeuger, weil den Vater muss Mann sich verdienen und ER verdient MEINE Kinder nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        RoXY, Christoph Bögli und Elodie

        Danke vielmal für den lieben Rückhalt.

        Und Claudi

        Stimmt, einige Zeit war ich der Psychi näher als ich es Ihnen wünsche, aber bestimmt nicht wegen irgendwelcher feminanzischen Allüren, sondern weil mich der Erzeuger meiner Kinder derart fertig gemacht hat, dass ich jahrelang brauchte um wieder aufzustehen.

        Naja, Hauptsache, man haut noch jemandem auf die Fresse, gell?

    • Karl von Bruck sagt:

      Schon wieder Bingo.
      Der Systemfehler ist allerdings, dass die femokratische Juxtiz – ohne Ruecksicht auf die Gesetzesbrunzer oder gar den Willen der Kinder – die Mutter von der Wiege bis zur Volljaehrigkeit als geeignete(r) beurteilt, wenn sie (noch) nicht total versagt hat, und sie sogar bei der Verweigerung des Besuchsrechtes (noch) nicht versagender oder verleumdeter Vaeter beguenstigt, statt die Vater- und Kinderrechte auf diesen mit der Staatsgewalt durchzusetzen und die Mutter abschreckend zu bestrafen. Und von der nach dem neuen Gesetz haelftig zu teilenden Betreuung und Tragung der finanziellen Kindeslasten sind wir (und bleiben wir wahrscheinlich) meilenweit entfernt….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Karl von Buck

        Ich kenne weder Sie, noch die Ungerechtigkeiten, die Ihnen wiederfahren sind.

        Von meiner Seite her kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass ich ALLES getan habe, dass meine Kinder ihren Erzeuger regelmässig sehen können und es ist mir nicht gelungen, da für Mr Samenspender meine Kinder an letzter Stelle der Prioritätenliste kommen. Selbst die Jugendbehörde, die ich über Jahre aufgesucht habe, konnte am fehlendem Verantwortungsgefühl nichts ändern.

        Mit Ihrer femokratischen Phobie können Sie langsam auch aufhören: ich bin nicht Ihre Ex, genauso wie nicht alle Männer solche Versager und Rabenväter sind wie mein Ex.

        Alimente bis zur Bahre? Wo denn? Die Alimente meiner Kinder bezahlt der Steuerzahler und nicht dieses ………..

      • Karl von Bruck sagt:

        Ich uebe Systemkritik, nicht Tamarbashing. Es waere sachdienlich, wenn Sie dies endlich bemerken wollten.

        Der Gesetzgeber will, dass bei einer Scheidung die Rollen neu verteilt werden. Wenn keiner den anderen disqualifizieren kann, sind persoenlicher und finanzieller Aufwand fuer die Kinder haelftig zu teilen. Punktum.

        Das Gericht hat dann die Pflicht den Einzelfall von Amtes und Kindeswohl wegen zu pruefen, wenn dagegen Disqualifikationen von Vater oder Mutter behauptet werden. Nur wenn die Frau wirklich die Liebe und der Mann der Boese ist, darf von der gesetzlichen Vorgabe abgewichen, und der Mutter alle Elternrechte, und dem Vater alle Zahlungspflichten aufgepuckelt werden….

      • Elodie sagt:

        @Karl von Bruck: Ich hab gewisse Kommentare von gewissen Männern echt satt, immer wieder ihre Opferrolle zu betonen, dass sie die armen Kerle sind, die dann alles bezahlen müssen. Na und? Es ist nunmal so. Jemand muss ja Zuhause bleiben und auf die Kinder aufpassen bis sie volljährig sind und das ist meistens die Frau, der Erzeuger kann sich nicht einfach aus dem Staub machen und keine Verantwortung mehr übernhemen, also soll er finanziell die Familie unterstützen und aufhören zu jammern. Punkt!

      • Sportpapi sagt:

        @Elodie: Nichts liegt mir ferner, als hier mit von Bruck zu solidarisieren, dessen Beiträge ich meistens sowieso kaum verstehe. Aber es scheint, als gründe seine Wu t auf Erfahrungen.
        Aber Sie gehen mit Ihren Aussagen am Problem vorbei: „Jemand MUSS zu Hause bleiben bis zur Volljährigkeit.“ Das stimmt nur beschränkt. „und das ist meistens die Frau“. Was ja gerade der Knackpunkt ist für Männer, die sich engagieren möchten. Und nicht dürfen.
        So wie Sie es beschreiben kommt es bei mir an, übernehmen die Frauen wohl oder übel die schlimmeren Pflichten, während die Männer nur etwas finanziell beizutragen haben. Und was ist das anderes, als gerade die eigene Opferrolle zu betonen?
        Und dabei auslassen, dass man allenfalls die Kinder auch dem Vater hätte überlassen können!

      • Elodie sagt:

        @Sportpapi: Es wird immer wieder Ungerechtigkeiten im Leben geben, das müssen wir alle akzeptieren. Und was das Geschlecht Mann seit Jahrhunderte mit ihrer Machtgier gemacht hat, resultiert jetzt heraus, sie haben sich das alles selber eingebockt. Nun müssen auch die Männer für ihre Rechte kämpfen. Es gibt Väter, die sicher viel besser die Kinder grossziehen können als eine Mutter, ich bin überzeugt, dass wenn ein Vater dies dem Richter vorweisen kann, er das Recht zu ihren Kindern heutzutage bekommt. Ich bin übrigens seit Anfangs Schwangerschaft Alleinerziehend, ich trage die ganze Verantwortung alleine, bin kein Opfer, sondern übernehme meine Pflichten und lebe mein Leben mit meinem Kind. Auch finanziell trage ich alles alleine! Was ich kann, können auch andere.

      • Sportpapi sagt:

        @Elodie: Sie haben Recht, heute müssen auch die Männer für ihre Rechte kämpfen. Nur nennt man das dann gerne jammern… – und, nebenbei, nein, für die Tagen unserer Vorfahren übernehme ich keine Verantwortung.
        „Ich bin überzeugt, dass wenn ein Vater dies dem Richter vorweisen kann, er das Recht zu ihren Kindern heutzutage bekommt.“ Träumen Sie weiter. Oder machen Sie sich einfach mal etwas schlau.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich habe meinem Ex das GSR angeboten mit der Auflage 50:50 und er hat abgelehnt. Er wollte nie irgendwelche Lasten übernehmen, sondern nur ein Mitspracherecht und das habe ich abgelehnt. Wenn ich eh alles alleine machen muss, brauche ich niemanden, mit dem ich über Zahnspangen und Brillen streiten muss.

        Wenn ein Elternteil keine Pflichten übernimmt, warum soll es dann Rechte haben.

        Auch habe ich immer Teilzeit gearbeitet, ausser 11 Monate nach der Geburt des Kleinen und 23 Monate nach dem Unfall meines Kleinen, bei welchem er lebensbedrohlich verletzt worden ist.

  • Jan sagt:

    „Teenagerjungs, die bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, werden eher delinquent. Auf Mädchen scheint die Abwesenheit des Vaters keinen grossen Einfluss zu haben.“
    Wie kommen Sie zur Aussage im zweiten Satz? Wissen Sie es oder vermuten Sie einfach einmal auf gut Glück? Ich empfehle Ihnen folgendes Buch: Paul Raeburn, „Väter! Warum sie trotzdem wichtig sind“. Erwähnt werden diverse Studien. U.a. wurde festgestellt, dass ein intensiver Kontakt mit dem Vater das Risiko einer Schwangerschaft im Teenageralter verringert.

  • Alpöhi sagt:

    „Väter bevorzugen Söhne“: Tatsächlich gibt es mit meinen Teeniesöhnen mehr gemeinsame Anknüpfpunkte (lies: technische Spielsachen) für gemeinsame Vater-Sohn-Projekte. Aber dass ich die Töchter vernachlässige, trifft hoffentlich nicht zu.

    Natürlich ist meine Beziehung zu den Töchtern anders als zu den Söhnen.

    Beide, Söhne und Töchter, brauchen ganz fest den Vater – erst recht in unserer weiblich dominierten Schulwelt:

    Söhne brauchen einen Vater zum anfassen, damit sie ein Vorbild haben; damit sie eine Idee bekommen, wie sie ein Mann werden und sein können: stark und zart.

    Töchter brauchen einen Vater zum anfassen, damit sie eine Idee bekommen, wie ihr späterer Mann dereinst sein soll: stark und zart.

    • David Koller sagt:

      Lieber Alpöhi, das haben Sie schön gesagt. Als alleinerziehender Vater zweier Mädchen bin aus Erfahrung überzeugt, dass Ihre Feststellungen richtig sind. Stark und zart.

    • Sterna sagt:

      Ich stimme Ihnen zu 100% zu. Glücklicherweise war unser Vater zu uns als Kinder so und ich habe auch so einen Mann geheiratet. Wenn meine Söhne solche Männer werden wie mein Mann und meine Tochter einmal einen solchen Mann heiratet wäre ich sehr glücklich 🙂

    • die andere Tina sagt:

      @Alpöhi: Ohne Seitenhieb auf die „weiblich dominierte Schulwelt“ geht’s ja nicht. Ich weiss nicht, wann Sie in der Schule waren, aber ich kann mich erinnern, als Schulen (bis vor ca. 15-20 Jahren) männerdominiert waren. Haben Sie sich damals ebenso über die „männlich dominierte Schulwelt“ geärgert? Sehr viele Frauen, inkl. mir, haben trotz Vorurteilen seitens der männlichen Lehrerschaft und abwesenden Eltern einen guten Abschluss gemacht. Werden es gewisse Menschen nie müde, die Schuld an Missständen anderen zuzuschieben? Kommt niemand auf die Idee, so etwas wie Selbstverantwortung zu übernehmen? Oder dann aktiv gegen Missstände zu kämpfen, anstatt darüber zu jammern? Wie haltet ihr es aus, ständig Opfer des Staates, der Gesellschaft, der Frauen, der bösen Welt zu sein?

      • Sportpapi sagt:

        Natürlich hat man vor 15-20 Jahren sehr intensiv über die männlich dominierte Schule geklagt und insbesondere die Benachteiligungen von Mädchen thematisiert. Und auch einiges bewegt, weil man die Kritik auch angenommen hat.

      • Elodie sagt:

        @die andere Tina: Bravo, auf den Punkt gebracht! Genau das fehlt der Mehrheit, Selbstverantwortung zu übernehmen anstatt ständig zu jammen und in die Opferrolle zu bleiben. Ich kann das nicht mehr hören…jemine.

      • Sportpapi sagt:

        @Elodie: Wie unterscheiden Sie zwischen Anprangern von Missständen und Jammern? Warum war es ok, wenn Frauen für ihre Rechte eingestanden sind, aber nicht ok, wenn heute auch Männer etwas dagegenhalten?
        Abgesehen davon, dass die Erwähnung der weiblich dominierten Schulwelt ja keineswegs ein Jammern war, und auch keine Klage über irgendwelche Benachteiligungen. Sondern einfach ein Hinweis darauf, dass Kinder heute weniger Umgang mit Männern als mit Frauen haben. Und ihnen deswegen männliche Vorbilder teilweise fehlen.

      • Hanspeter Amstutz sagt:

        Gute Lehrerinnen verstehen auch Buben bestens und wissen diese zu fördern. Dennoch ist in einem aus lauter Lehrerinnen bestehenden Schulteam – in der Primarschule keine Seltenheit – eine andere Interessenlage bezüglich der Bildungsinhalte festzustellen als in einem gemischten Team. Ist es nur ein Zufall, dass an der Primarschule der Unterricht mit technischen Experimenten noch in den Kinderschuhen steckt, während die frühen Fremdsprachen einen hohen Stellenwert haben?

  • Reincarnation of XY sagt:

    „Buben wirken stabilisierend“
    und schon kommen einige Männlein und halten den Beitrag für männerfeindlich
    ich bin mir sicher, wenn das umgekehrte dastünde, würden sie es gleich empfinden.

    was mich interessieren würde, wieviel stabilisierender wirken sie denn?
    Wieviel öfter sind denn Ehen geschieden, wo die Erstbeborene ein Mädchen ist?
    Reden wir von 51,24% – das ist auch „mehr“ oder reden wir von 90%?
    Sprich: für mich wird im Artikel nicht deutlich, ob oder wie sehr das „mehr“ auch relevant ist. Deshalb scheinen mir Diskussionen dazu müssig.

    • Muttis Liebling sagt:

      Statistiken zu interpretieren ist nur Wenigen gegeben. Die meisten meiner Kollege können es nicht und die Psychologen auch nicht. Wie im Text angedeutet handelt es sich um eine schwache Korrelation, welche man selbst wenn die stark wäre, weder kausal noch prädiktiv interpretieren könnte.

      Also die Knaben stabilisieren die Ehe genau so wenig, wie Mädchen ein Risiko für Scheidung darstellen. Es ist nur eine schwache Korrelation, weil es in biologischen und sozialen Systemen keine zwei Eigenschaften gibt, welche nicht (schwach) korreliert wären.

      Mit Sicherheit fände man auch einen Einfluss der Haarfarbe, der Schuhgrösse, oder der bevorzugten Gute- Nacht- Lektüre. Näheres bei dem von mir schon öfter zitierten Prof. Gerd Gigenrenzer.

      • Eleonore Grossmann sagt:

        Danke. So hat das auf mich auch gewirkt. (Schwache Korrelation, sensationsheischend aufgemacht.)
        Das Meiste, was Zeitungen über Studien schreiben, funktioniert so. Hat meistens mit dem Inhalt der Studie gar nichts zu tun. Besonders gut zu sehen bei Studien über Gesundheit oder Ernährung…

    • Hans Hintermeier sagt:

      Das finde ich jetzt etwas unfair von Ihnen. Die Kritik hat sich auf andere Stellen im Text bezogen.
      Weshalb stört es Sie so, wenn einige Männer über ihr Empfinden/ Lebenswirklichkeit schreiben?

      Lange hat man sich darüber beklagt, dass Männer nicht überbihre Sorgen sprechen und wenn sie heute ihre Befindlichkeit thematisieren, dsnn sollen sie doch lieber wieder still sein (wie ein richtiger Mann, denn sonst sind sie „Männlein“?)

      • Reincarnation of XY sagt:

        Unfair ist es, wenn jedes Mal wenn jemand etwas sagt, sofort Diskriminierung gerufen wird.

        Nachdem selbst Susis Beitrag so eingestuft wurde, bleibt bei dieser Konsorte kein Zweifel mehr übrig: Man könnte jeweils auch das glatte Gegenteil sagen, sie würden trotzdem rufen. Die perfekten Opfer, die ausgerechnet (!!!) das den Frauen vorwerfen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Roxy: wie stehen Sie denn zur Aussage „Auf Mädchen scheint die Abwesenheit des Vaters keinen grossen Einfluss zu haben.“

      • Roxy sagt:

        Wie bereits andere erwähnten, halte ich diese Aussage für eine ‚logische Fehlleistung‘ ‚Schwachsinn‘ o.ä.

    • Roxy sagt:

      Absolute Übereinstimmung.

  • Grace 50 sagt:

    Frau Meier, die 50iger-Jahre haben angerufen…. sie wollen ihr verqueres Weltbild zurück!

  • Adina sagt:

    Ob das jetzt wirklich so genderspezifisch ist, weiss ich nicht.
    Aber ich denke, wenn ein Elternteil das Kind als Partnerersatz betrachtet dann könnte das schon zur Trennung führen.
    Wir haben 2 Mädchen, ja, es ist verdammt anstrengend wenn ihr Papa auch zuhause ist (da könnte noch was dran sein, mit dieser Electra-Phase-Ding, aber mit 6 Jahre wäre das schon langsam vorbei, was ich merken kann…) Und doch braucht es viel mehr für eine Trennung. Nur das Töchter haben reicht dafür mMn nicht.

  • Leo Klaus sagt:

    Naja, wenn man bedenkt, dass die allermeisten Scheidungen bzw. Trennungen hierzulande auf Wunsch der Frau erfolgen, vor allem wenn ein Paar Kinder hat, dann macht das obenerwaehnte wenig Sinn. Ich vermute mal, dass es relativ wenig Einfluss hat ob es nun um Buben oder Maedchen handelt. Die meisten Scheidungen geschehen als die Kinder noch jung sind, und der Umgang mit pubertierenden Knaben kein Thema ist.

    Im Uebrigen glaube ich nicht, dass Menschen sich so rational und gut ueberlegt voneinander scheiden lassen.

    Was sicher stimmt ist, dass Kinder die Paarbeziehung direkt sowie indirekt massiv belasten, und dies wohl eher zu einer Scheidung fuehrt.

    • Mara Koch sagt:

      Das Verhalten ist ja eben nicht rational sondern unbewusst, wenn ich das richtig lese.
      Kann bitte mal jemand untersuchen, weshalb Töchter auf ihre Väter schwören bzw. diese verteidigen, trotzdem er sie nicht (immer) respektiert. Dies erlebe ich im Bekanntenkreis und ist auch bei Töchtern zu sehen, deren Väter an der Öffentlickeit stehen, bei uns z.B. bei A. Glarner und natürlich bei Trump. Marine Le Pen hat ihren Vater erst „abserviert“ als er für sie keine Bedrohung mehr war. Das wäre dann auch gleich eine These für die vorgeschlagene Untersuchung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mara Koch

        das hat doch mehr mit ungesunder Kind-Elternteil-Angelegenheit zu tun, als ob es keine erwachsenen Söhne gäbe, welche sich in einer ungesunden (sprich alles durchwinken, sich bestimmen lassen, alles loben (wahlweise schlucken) und nichts distanziert hinterfragen können etc) Beziehungsnähe zur Mutter befinden würden…

  • Jänu sagt:

    Die Verantwortung trägt, wie könnte es auch anders sein, schlussendlich doch nur wieder der Mann. Weil er sich mehr um Buben kümmert heisst umgekehrt, weil er sich weniger um Mädchen kümmert. Zu wenig, denn sonst gäbe es weniger Scheidungen, impliziert der Artikel.

  • Ladybird sagt:

    Also ich kann diese Aussage „Töchter als Scheidungsgrund“ für mein Umfeld gar nicht bestätigen. Die Scheidungen waren bei der gemischten Konstellation. Die „Töchter-Ehe“ halten. Für mich ist das Ganze etwas an den Haaren herbeigezogen. Ich würde sogar umgekehrt argumentieren und behaupten, mit Söhnen alleine als Mami geht es gut. Da bildet man in deren Jugend den Gegenpart. Hingegen Töchter brauchen ihren Vater im Teeniealter besonders, da sie dann beginnen, sich mit dem anderen Geschlecht auseinandersetzen. Und logischerweise orientieren sie sich am Naheliegendesten, am eigenen Vater. Dann fehlt dieser Teil, wenn man alleinerziehendes Mami einer Tochter ist. Aus Erfahrung: Mir als Halbwaise fehlte der eigene Vater enorm in dieser bewegten Zeit.

    • Busybee sagt:

      Das ging mir genau so. Nun bin ich selber Mutter einer Tochter und setzte alles daran, dass ihr der Vater in einer funktionierenden Ehe erhalten bleibt. Zudem sind wir der Meinung, dass auch ein Mädchen Hockey, Fussball und anderes spielen, oder auch mal mit dem Vater fischen kann.

  • Luke sagt:

    Mütter haben Angst vor Jungs im Teenageralter, weil sie Männer generell nich verstehen, die dann nicht ihnen nachlaufen würden (jene können sie kontrollieren oder meinen es zumindest)…Aber die meisten haben sich nie psychologisch auf Männer eingelassen, weil die Empathie bei anderen liegt, aber nicht für den Ernährer, sondern v.a. für sich und das Kleinkind. Naturgegeben braucht der Ernährer bloss ,an der Stange gehalten werden‘. Dass nun aber Väter weniger Zeit mit ihren Töchtern verbringen liegt evtl. nur daran, dass die Mutter mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen will und kann, weil die Buben halt lebendiger sind und weniger gerne basteln. Mädchen machen weniger Lärm und sind selbstständiger. Fehlende Zeit rächt sich bei denen dann im Jugendalter. So seh ich das.

  • Beatrice sagt:

    Erste-Welt-Probleme..

    In anderen Erdteilen oder Laendern ist man froh, sind die Kinder gesund. Oder die Eltern bangen, ob die Kinder die Nacht ueberleben.

    Und wir sorgen und darum ob nun die Tochter das Scheidungsrisiko erhoeht.

    Schrag

    • Beatrice sagt:

      *Schräg* sollte das heissen…

      • Markus Meier sagt:

        Die Realität ist leider, dass in anderen Erdteilen die Mädchen zu einem erschreckend hohen Anteil einfach abgetrieben werden.

    • Susi sagt:

      @Beatrice:

      Von einem solchen Standpunkt her wird es müssig, überhaupt über irgendetwas (ausser über die grossen Weltprobleme) zu diskutieren.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Abgetrieben und systematisch benachteiligt und umgebracht. Ja, wir müssen andere Erdteile unbedingt als Beispiel nehmen….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Also, ich bin/war alleinerziehend mit 2 Buben und ich bin mir sicher, dass die Abwesenheit des Erzeugers für meine Kinder mehr Gutes gebracht hat, als die Anwesenheit desselben es hätte können. Hier wird einfach auf Allgemeinplätzen herumgeritten, anstatt die individuelle Situation zu betrachten. Nicht zu vergessen, dass auch Todesfälle Einelternkinder verursachen, bei denen die Abwesenheit des zweiten Elternteils ebenfalls Spuren hinterlassen.

        Zur Deliquienz: wie hoch ist denn diese, wenn Buben mit Vätern/Müttern aufwachsen welche Säufer, Schläger, Rassisten und/oder Raser sind? Oder Puffbetreiber? Oder Raubmörder? Ist dann die Deliquienz trotzdem tiefer, wenn diese Buben in Zweielternfamilien aufwachsen?

  • Jänu sagt:

    Die Verantwortung trägt, wie könnte es auch anders sein, schlussendlich doch nur wieder der Mann. Weil er sich mehr um Buben kümmert heisst umgekehrt, weil er sich weniger um Mädchen kümmert. Zu wenig, denn sonst gäbe es weniger Scheidungen, impliziert der Artikel. Wirklich grandios diese Logik!

  • Random Guy sagt:

    Aha, Mädchen brauchen also keine Väter, und Männer können nur mit Buben was anfangen? Einfach unfassbar, was hier für ein (( Name eines Frischkäseprodukts )) erzählt wird. Ich unterscheide nicht zwischen Mädchen- und Bubeneltern oder verheirateten und nicht verheirateten Eltern. Ich unterscheide zwischen engagierten und nicht engagierten Eltern. Die engagierten spielen mit ihren Kindern und gehen auf sie ein, unabhängig von deren Geschlecht. Da gibt es zahlreiche Mütter, die mit den Buben ins Verkehrshaus oder zu Vader gehen oder Väter, die sich über Einhörner und Lillifee kundig machen. Freiwillig! Aus Liebe zu den Kindern und weil sie keine vernagelten 1950er-Rollenbilder im Kopf haben. Dochdoch, das gibt es …

  • Lukas sagt:

    Als Vater eines 9-jährigen Sohnes mache ich eine wegen Tochermangels jedoch statistisch unbrauchbare Beobachtung: Wir spielen miteineander völlig anders als er mit der Mutter. <wir rennen mit Schwertern, Schiess- und Wurfgeschossen durch das Haus, schreien herum, balgen auf dem grossen Bett bis die Latten krachen oder spielen Fussball, Hockey etc etc. Ich fühle mich sie damals, kann sein wie damals mit meinen Bubenträumen, und das kommt ganz unbewusst natürlich daher. Ich glaube, dass dieses Verhalten integrierend in der Familienstruktur wirkt; ich also nicht nur Teil der Familie bin sonder auch etwas exklusives mit dem Kind habe, was die Mutter nicht hat, tut oder tun kann. Wie gesagt, vergleichen mit einer Tochter kann ich nicht, doch glaube ich, dass meine Unternehmungen andere wären.

    • Oliver sagt:

      Ich kann Dich beruhigen, als Vater von vier- und siebenjährigen Mädels renn auch wir mit Schwertern, Schiess- und Wurfgeschossen durch das Haus, schreiben rum, üben Box- und Karatekampf, spielen mit Puppen und kochen und backen, fräsen und bohren holz, schrauben am Rasenmäher herum und machen Gartenarbeit, spielen Fussball, Hockey, Tanzen und albern rum und auch das ist unbewusst natürlich… einfach weil es Kinder sind und sie Spass daran haben (ich auch;)

  • 13 sagt:

    Ich finde die Überlegung interessant, wobei einmal mehr, vieles meiner Meinung nach weniger die Natur ist, als die festgefahrenen Ansichten, die wir haben. Wenn eine Frau es sich zwar zutraut, ein Mädchen alleine grosszuziehen, nicht aber einen Jungen, dann geht es gerade in diese Richtung, dass wir schon so geprägt sind, dass Jungs eher Väter brauchen. Ich kann es von uns nicht bestätigen. Wir haben zwei Mädchen und einen Sohn und es ist eines der Mädchen, das extrem papifixiert ist und zwar seit dem Babyalter, während die anderen beiden eher an mir hängen. Im Umfeld habe ich zwei Mütter, die mir klar sagen, sie bleiben nur wegen der Kinder beim Mann, beide wegen der Mädchen. Die eine, die beides hat, meint auch, ihre Söhne kämen gut mit der Trennung klar, die Töchter nicht.

    • Susi sagt:

      @13: Ist das auf den Vater fixierte Mädchen das erstgeborene Kind?

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Ja. Und als ich nach dem Tippen meines Kommentars Ihren gelesen habe, musste ich grinsen. Genau so war es bei uns. Ob das für die Allgemeinheit gilt, weiss ich nicht.

      • Susi sagt:

        @13: 🙂

    • Flo sagt:

      Die eine, die beides hat, meint auch, ihre Söhne kämen gut mit der Trennung klar, die Töchter nicht.
      Nur eine ganz kurze und banale Frage; wie kann eine Mutter/ein Elternteil im Voraus sagen wie die Kinder, Töchter oder Söhne, mit einer Trennung der Eltern klar kämen?

      • 13 sagt:

        @ Flo
        Na ja, wenn man seine Kinder kennt, kann man auch in etwa abschätzen, wie sie auf gewisse Umstände reagieren würden. Ging es Ihnen nie so mit Ihren Kindern? Bei uns ist die Trennung kein Thema, aber wenn es das wäre, könnte ich ziemlich genau sagen, wie meine Kinder darauf reagieren würden. Jedes anders, aber für mich alle abschätzbar.

      • Flo sagt:

        13

        in etwa abschätzen –
        weshalb gibt es dann derart viele unglücliche Kinder/Jugendliche nach einer Scheidung? Kinder die völlig aus der Bahn gewofen sind? Kinder die unter massiven Verlustängsten leiden – und deren tatsächliche Probleme oft erst Jahre nach der Trennung/Scheidung zu Tage treten?

      • 13 sagt:

        @ Flo
        Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Dass man es in etwa einschätzen kann, wie ein Kind auf die Scheidung reagieren könnte, heisst doch nicht, dass ein Kind danach nicht leidet. Natürlich tut es das, manche mehr, manche weniger. Manchmal ist jedoch auch so, dass man den Schaden, den ein Kind einer schwierigen Beziehung nehmen kann, als grösser anschaut. Oder halt auch selber merkt, dass mein kein guter Elternteil sein kann, wenn es einem einfach schlecht geht. Und ja, manchmal ist die Reaktion auch anders als vorher gedacht, aber ich halte das für die Ausnahme. Wer sich wirklich lange und intensiv mit dem Gedanken beschäftigt und nicht nur einen Schnellschuss macht, der kann das auch einschätzen.

  • Susi sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass ein (erstgeborenes) Mädchen den grösseren Einfluss auf die Beziehungsdynamik hat als ein Junge aufgrund der ödipalen Phase. Zwar durchlaufen beide Kinder eine solche, Jungs sind dann aber mehr auf die Mutter fixiert, Mädchen mehr auf den Vater. Ist ein Junge auf die Mutter fixiert, wird das vom Vater vielleicht eher als „normal“ angeschaut, Mutter-Kind-Beziehung etc., während ein auf den Vater fixiertes Mädchen ev. eher einen Keil zwischen ein Paar treiben kann. Bei unserer Tochter war das damals auf jeden Fall sehr intensiv, sie schloss mich jeweils richtiggehend aus. Zum Glück fehlt mir der Eifersuchts-Chip, ansonsten denke ich, kann sowas schon Probleme verursachen.
    Aber eben, nur ein Gedanke.

    • Random Guy sagt:

      Und ganz zufälligerweise liegen die Ursachen für die gestörte Paar-Dynamik dann einmal mehr beim Vater oder der Tochter, aber ganz sicher nicht bei der Frau Mama.

      • Susi sagt:

        @Random Guy:
        Eigentlich impliziert mein Beitrag genau das Gegenteil: Die Mutter hat Mühe, die enge Beziehungsphase zwischen Tochter-Vater zu akzeptieren, und daraus entstehen dann Probleme.
        Ödipales Dreieck, Eifersucht etc.

        Aber das ist offenbar schwierig zu verstehen, wenn man sich noch nie mit der Analyse solcher Konstellationen auseinandergesetzt hat.

      • 13 sagt:

        „Aber das ist offenbar schwierig zu verstehen, wenn man sich noch nie mit der Analyse solcher Konstellationen auseinandergesetzt hat.“

        Oder aber, das ist schwer zu verstehen, wenn man verzweifelt in jedem Satz Männerfeindlichkeit sucht. Auch nur so ein Gedanke.

      • Susi sagt:

        @13: „Oder aber, das ist schwer zu verstehen, wenn man verzweifelt in jedem Satz Männerfeindlichkeit sucht.“

        Ja, wie wahr. Röhrenblick.

    • tststs sagt:

      Sorry, nope! Dann müsste es wenn schon genau andersrum sein:
      Eine Frau reicht bei einem Mädchen eher die Scheidung ein, weil sie auf das Mädchen eifersüchtig ist (also ultrakorrekterweise würde das Mädchen die Scheidung von der Mutter einreichen).
      Ein Vater würde dann eher die Scheidung bei einem Jungen einreichen, weil er den Jungen als Störefried empfindet (resp. der Sohn würde die Scheidung einreichen um den Vater aus dem Weg zu räumen).

      • tststs sagt:

        Also, ich meine natürlich nur „nope“ zur Interpretation der ödipalen Phase (die sehe ich wie geschrieben genau andersrum); aber als sonstiger Erklärungsansatz durchaus vorstellbar.

      • Susi sagt:

        @tststs: „Dann müsste es wenn schon genau andersrum sein:…“

        Und dann wiederholen Sie mehr oder weniger das, was ich oben schreibe… 🙂

        Also eben: Ich denke, dass ein Mann weniger die Tendenz hat, sich über eine enge (und vorübergehend ausschliessende) Beziehung zwischen Mutter/Sohn aufzuregen (weil er die enge Mutter-Kind-Verbindung als natürlich empfindet) als umgekehrt eine Frau über das enge Verhältnis zwischen Vater/Tochter, von dem sie dann ausgeschlossen wird. Darum entstehen durch Töchter mehr Probleme in der Beziehung als durch Söhne.

  • 13 sagt:

    „Teenagerjungs, die bei alleinerziehenden Müttern aufwachsen, werden eher delinquent. Auf Mädchen scheint die Abwesenheit des Vaters keinen grossen Einfluss zu haben.“

    Soviel ich weiss, wurde diese Untersuchung im Vergleich zwischen Teenagerjungs aus stabilen 2-Eltern-Familien gegenüber Teenagerjungs mit alleinerziehenden Mütter gemacht und dann schnell mal daraus geschlossen, dass diese dringend eine Vaterfigur brauchen. Um ein wirklich aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, müsste man aber Teenagerjungs alleinerziehender Mütter mit Teenagerjungs alleinerziehender Väter vergleichen. Ansonsten ist der Schluss einfach, dass Teenager aus stabilen Verhältnisse seltener deliquieren, was nachvollziehbar ist.

    • tststs sagt:

      Und dann müsste man instabile Eineltern-Familien mit instabilen Zweieltern-Familien vergleichen etc…

      Ich bin auch dafür, dass Statistiken genau angeschaut werden (habe mich schliesslich im Studium genügend damit gequält), aber heute ist es fast schon abenteuerlich, welche Gründe herbeigezogen werden, damit die Kernaussage der Statistik (ein statistischer, völlig „wertfreier“ Wert!) ja nicht zutrifft!
      Wir sollten uns besser über die Gründe streiten…pardon… unterhalten…. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Hier hat 13 aber recht, zumal es nicht um Statistik geht. Es könnte sein, dass Jungs, die ohne Mutter aufwachsen, die gleichen Probleme haben wie die, die ohne Väter aufwachsen.
        Ich glaube das allerdings nicht. Und so wie das im Moment läuft, werden wir diese Frage in naher Zukunft nicht klären können.

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Warum abenteuerlich? Wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden, um dann eine These zu konstruieren, kann eben passieren, dass diese nicht ganz richtig ist oder sogar, und davon gehe ich hier eher aus, ein Nebenfaktor eigentlich zum wichtigsten Faktor wird.

        @ Sp
        Ob es die gleichen Probleme sind/wären weiss ich nicht, dass aber Jungs von alleinerziehenden Väter unter Umständen eine Mutterfigur fehlen kann, gleich wie vaterlosen Jungs eine Vaterfigur fehlt, davon gehe ich eigentlich aus.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Davon gehe ich auch aus. Die Frage ist, ob die fehlende Mutterfigur dann auch zu mehr Delinquenz führen würde. Und das kann ich gerade nicht so nachvollziehen.

      • 13 sagt:

        Was ist denn Ihre Interpretation, warum es beim fehlenden Vater zu mehr Deliquenz führt? Wenn ich den Rollenklischees folgen würde, was ich ungern tue, dann würde eine fehlende Mutter zwar zu einem weniger strengem Regime, als der fehlende Vater aber auch wären die emotionalen Bedürfnisse eher weniger erfüllt. Hinzu kommt, dass alleinerziehende Väter im Schnitt ein höheres Arbeitspensum haben als alleinerziehende Mütter und daher die Teenies öfters auf sich gestellt sind. Die einen gleichen das durch Freunde oder einen Rückzug in sich aus, die anderen werden auffällig. Mich würde eine höhere Deliquenz nicht wundern.

  • Michael sagt:

    Mit Statistik lässt sich doch eigentlich alles beweisen. Bei der angesprochenen aus der USA fehlen hier sämtliche notwendigen weiteren Informationen – wie viele wurden befragt, aus welchen Besvölkerungsschichten stammen sie usw. Nur das lässt einen Schluss zu, wie relevant diese Studie ist. Ich wollte Kinder und war froh, das es damals geklappt hat. Und noch viel mehr froh war ich, das sie alle beide gesund auf die Welt gekommen sind. Über das Geschlecht habe ich mir absolut keine Gedanken gemacht.

  • Anina sagt:

    Und von wegen Männer diskriminiert… vielleicht sollte Mann sich bei der Eheschliessung und beim Kinderkriegen etwas besser informieren und überlegen…

    • Flo sagt:

      Tut mir leid Anina, den Sinn deines Kommentars verstehe ich nicht

      • Random Guy sagt:

        Kein Wunder, der Kommentar ist sinnfrei. Nicht der Mann entscheidet, ob ein Kind ausgetragen wird, sondern allein die Mutter. Und wenn es in der Beziehung Probleme gibt, geht die verknöcherte CH-Rechtssprechung immer noch davon aus, dass eine Frau erst wieder arbeiten kann, wenn das Kind 16 ist. Ich würde für diese Situation nicht das Wort „Diskriminierung“ wählen, aber „strukturelle Benachteiligung“ oder „Steinzeit-Rollenbilder“ würde es vielleicht treffen.

  • Anina sagt:

    Ich denke schon, dass die Trennung einfacher war mit meinem Mädchen. Und auch das Leben als Alleinerziehende ist so einfacher – bei einem Jungen hätte ich eher das Gefühl, ihm nicht gerecht zu werden.

    • Adina sagt:

      Ja, muss das Leben unbedingt einfach sein???
      Schwierig und schön hängen zusammen, so viel ich weiss.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Das glaube ich nicht Anina. Wenn ich in einer Ehe keinen Ausweg sehe, dann sehe ich keinen Ausweg und trenne mich. Da übrrlege ich mir doch nicht: „zum Glück habe ich ein Mädchen, so dass ich mich scheiden lassen kann, hätte ich einen Buben müsdte ich bei diesem unerträglichem Bock verbleiben. Puh, Glück gehabt, danke Tochter“

        Dann müsste man ja dann im Umkehrschluss einem Buben die Schuld daran geben, dass man ihm zuliebe bei diesem unerträglichen Mann geblieben ist, nur weil er ein Sohn und keine Tochter ist. So geht das aber nicht.

  • Random Guy sagt:

    Aha, Mädchen brauchen also keine Väter, und Männer können nur mit Buben was anfangen? Einfach unfassbar, was hier für ein Quark erzählt wird. Ich unterscheide nicht zwischen Mädchen- und Bubeneltern oder verheirateten und nicht verheirateten Eltern. Ich unterscheide zwischen engagierten und nicht engagierten Eltern. Die engagierten spielen mit ihren Kindern und gehen auf sie ein, unabhängig von deren Geschlecht. Da gibt es zahlreiche Mütter, die mit den Buben ins Verkehrshaus oder zu Vader gehen oder Väter, die sich über Einhörner und Lillifee kundig machen. Freiwillig! Aus Liebe zu den Kindern und weil sie keine vernagelten 1950er-Rollenbilder im Kopf haben. Dochdoch, das gibt es …

    • 13 sagt:

      Habe ich das richtig verstanden? Eltern (Mutter oder Vater), die mit ihren Jungs ins Verkehrshaus gehen und den Mädchen stattdessen Plüscheinhörner und Lillifee-Bücher kaufen, sind diejenigen, die gegen die vernagelten 1950er-Rollenbilder ankämpfen?

  • Cybot sagt:

    Wie das halt so ist, wenn von Korrelationen auf die Ursachen geschlossen wird – oft kommt einfach Blödsinn dabei heraus. Es gibt auch Studien, dass sich Männer genau wie Frauen in der westlichen Welt praktisch 50-50 Jungen oder Mädchen wünschen. Ich wollte selbst auch immer lieber Töchter haben und da bin ich nicht der einzige. Dass ein Vater mehr gemeinsame Interessen mit einem Sohn hat und entsprechend mehr Zeit mit ihm verbringt, ist natürlich naheliegend. Das heisst noch lange nicht, dass er die Tochter deswegen weniger gern hat. So langsam hab ich das Gefühl, dem Mamablog gehen die Themen aus, also zieht man einfach welche an den Haaren herbei.

    • Jänu sagt:

      Tja, habe zwei Töchter. Die jüngere (8) hat gerade einen Meccanoid Robotor mit fast 500 Teilen zusammen geschraubt. Die Ältere ist die Bastlerin schlechthin. Bohrmaschine, Heissleim, Draht und Zange, usw. im Zimmer. Die Thesen im Mamablog sind manchmal Ausdruck eines antiquierten Denkens.

    • Martin Frey sagt:

      Das alte Lied mit den Korrelationen und den Ursachen halt. Leider erlaubt sich NM auch sonst die eine oder andere sprachliche Unsauberheit, denn in der Studie ist lediglich von Eltern die Rede, nicht von Vätern. Also sollte es z. B. heissen: „Eine Studie aus den USA aus dem Jahr 2005 hat gezeigt, dass sich ELTERN eher scheiden lassen, wenn ihr erstes Kind eine Tochter ist.“
      Dabei wäre das Thema eigentlich noch ein spannendes, denn die internationalen Präferenzen zu männlichen Kindern sind wohl leider unbestritten. Denn etwas pauschal formuliert, je machoider, je archaischer die Soziokultur, desto mehr Präferenz für Knaben anstatt für Mädchen, mit teils fatalen Auswirkungen auf deren Leben.
      Wobei diese Haltung whs. eben nicht nur die Väter sondern auch die Mütter betrifft.

  • Hotel Papa sagt:

    Wie wärs mit sich ein wenig Anstrengen zusammenzubleiben nur füreinander?

  • Sepp Maier sagt:

    Also es gibt da doch die andere Statistik, dass 75% der Scheidungen von Frauen aus gehen (wenn ich mich richtig erinnere – Scheidungsdaten betreffend Schweiz). Müsste man wohl mit einbeziehen bei der Überlegung. Bin ja kein Experte, aber Grund 2 scheint aus dieser Perspektive wichtiger zu sein als Grund 1.
    Dann gäbe es noch eine andere Erklärungsmöglichkeit. Nämlich, dass Buben einer Familie besser tun als Mädchen. Da wüsste ich dann allerdings nicht, warum.

    • Christoph Mathis sagt:

      Das mit dem die Scheidung einreichenden Partner ist tatsächlich ein interessanter Punkt. Man müsste wissen, ob die Statistik zeitlos gültig ist, oder ob das Mädchen/Jungen-Verhältnis früher anders war (als mehr Männer die Scheidung einreichten).

    • Frank sagt:

      das ist ein alter hut. die scheidung reicht ein, wer rechtlich vorteile daraus ziehen kann (alimente, sorgerecht). deshalb machts praktisch nur die frau. heute werden in der schweiz männer diskriminiert, nicht mehr frauen. aber vielleicht kriegen wir ja auch einen trump, der diese ganze linksfeministische chose hinwegfegt. die hoffnung stirbt zuletzt.

      • Georg sagt:

        Herr Frank, wir kriegen keinen Trump und keinen Führer und nichts dergleichen, wir haben Sie! Sie können sich politisch betätigen und loslegen mit einer Volksinitiative und mit Medienkampagnen und weiteren Massnahmen, um die Gesetze so zu ändern, wie sie Ihnen passen.

    • Zufferey Marcel sagt:

      Ein Mythos: Die Verteilung bei den Geschlechtern ist in etwa ausgeglichen, was die Einreichung der Scheidung anbelangt: Es gibt einen leichten Frauenüberschuss. Allerdings gibt es starke Unterschiede bei den Kohorten: Am meisten Scheidungen werden von Frauen über 60 eingereicht, dicht gefolgt von Frauen über 40. In ersterem Falle sind es 75%!

      • Susi sagt:

        Ist es nicht so, dass Trennungen generell eher von Frauen ausgehen als von Männern, egal, ob verheiratet oder nicht? Ich meinte, da mal etwas gelesen oder gehört zu haben.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Susi: Muss zuerst nach gucken, ob das so ist. Ganz sicher ist nur, dass nicht eheliche Beziehungen erheblich mehr getrennt werden (in Schweden liegt die Trennungsrate sogar ein Mehrfaches über demjenigen von Ehen!). Der Trauschein bewirkt also etwas, weshalb auch immer.

      • Susi sagt:

        Mit Trauschein ist das Trennungsrisiko grösser? Wohl wegen der finanziellen Absicherung?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        umgekehrt, Konkubinatspaare in Schweden (und wohl nicht nur dort) haben eine höhere Trennungsrate als Ehen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Nänei, Susi: Umgekehrt, wie Brunhilde schreibt: Die Trennungsrate ist bei nicht ehelichen Beziehungen um ein Mehrfaches höher, als bei verheirateten Paaren. Hatte etwas Mühe beim Formulieren: Spüre wohl immer noch den Kater von der Neujahrsnacht 😉

    • 13 sagt:

      Wer die Scheidung einreicht, hat wenig damit zu tun, von wem die Trennung ausgeht und da sind nicht nur die Geschlechter sehr ausgeglichen, sondern es ist ohnehin selten, dass nur ein Teil will und der andere nicht. Dass die Gerichtsverfahren (Trennungen noch mehr als Scheidungen) mehrheitlich von Frauen eingeleitet werden, hat den einfachen Grund, dass diese meistens durch eine von beiden Ehegatten so gewählte/gewüschte! Rollenverteilung finanziell vom Mann abhängig sind, und damit dringend daran interessiert sind, dass eine Lösung vorliegt.

  • Markus Meier sagt:

    Auch im neuen Jahr das alte Lied: Der Mann ist an allem Schuld. Wie wäre es denn damit: Die Frauen wollen sich weniger mit Buben abgeben und lassen sich deswegen weniger schieden.

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Auf Mädchen scheint die Abwesenheit des Vaters keinen grossen Einfluss zu haben.“

    Was für ein riesen Schwachsinn,
    bloss weil die jungen Damen nicht so auffällig delinquent werden?
    Also bitte.

    • Muttis Liebling sagt:

      Richtig, der Satz ist eine logische Fehlleistung. Richtig ist und schon seit Jahrzehnten bekannt, dass schwere Straftaten im Kindesalter überdurchschnittlich häufig von durch die Mutter allein erzogenen Knaben ausgeübt werden. Bei Mord geht das an 100%.

      Allerdings erlaubt dieser statistisch- korrelative Fakt keine Rückschlüsse auf die Folgen von Alleinerzogensein bei Mädchen. Die formallogische Umkehrung würde lauten: Für Mädchen sind derart gravierende Zusammenhänge nicht bekannt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Vielleicht weil sich die Gewalt eher nach innen, statt nach aussen richtet?
        Substanzmis sbrauch, schwierige Selbstwahrnehmung, starke Sehnsucht nach Liebe/Anerkennung/Bestätigung durch einen Mann und in Folge ua unglückliche bis destruktive Beziehungsentscheidungen?

    • Frank sagt:

      sogar der mamabIog plädiert fürs kinderhaben ohne väter (‚mein geplantes vaterloses kind‘). heute gehts halt beim kinderhaben primär um die feministischen privilegien und pfründe der frau, alles andere ist zweitrangig.
      http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/42018/mein-geplantes-vaterloses-kind/

    • reguell sagt:

      genau, grosser schwachsinn! mädchen ohne vater haben dafür tendenziell eher psychische probleme, die durch die abwesenheit des vaters resultieren können. diese verursachen genauso kosten wie die delinquenz männlicher jugendlicher.

      • Elodie sagt:

        @Adina: Klar muss man sich anstrengen wenn man etwas will, was aber realistisch und umsetzbar ist. Aber es gibt auch Dinge, die man nicht erzwingen kann im Leben und wenn die Situation nicht „gesellschaftlich“ ist, muss man sich nicht verrückt machen lassen, denn die Gesellschaft ist nunmal beschränkt im Denken, das sieht man tagtäglich. Ein Kind wächst mit einem gesunden Denken auf, wenn man mit einem gesunden Menschenverstand ihnen vorlebt, egal ob mit einem oder zwei Elternteile. Was ich sagen möchte ist, dass es unabhängig davon, ob ein Kind mit beiden Elternteilen aufwächst oder nicht, ein guter Mensch werden kann. Es gibt Kinder, die von einem Elternteil aufgewachsen worden sind, die viel besser sind als andere! Es gibt alle Varianten. Liebe ist das Schlüsselwort!

    • Adina sagt:

      @Brunhild: Natürlich brauchen Mädchen ihren Vater, wie Buben auch.
      @ML: Und was unbekannt ist wurde ja noch nie entdeckt/gemessen.

      • Elodie sagt:

        Wie wärs wenn man einfach akzeptieren kann, was man hat und was man nicht hat. Gesunder Menschenverstand ist das Schlüsselwort in Allem, ob Alleinerziehend, ob Präsenz des Vaters oder Mutter hin oder her. Die Realität der Familien ist heutzutage nicht mehr so wie früher, viele Scheidungen, Alleinerziehnende Mütter oder Väter. Na und? Es ist so! Wir sollten unseren Kindern einen gesunden Menschenverstand vorleben, sofern das ein Erwachsener noch hat. Denn jeder von uns kommt mit einem gesunden Menschenverstand auf die Welt, je nach Lebensweg geht es verloren, aber man kann es wieder finden. Wer den Perfektionismus sucht, hat von vorneherein verloren, das ist meine Meinung.

      • Adina sagt:

        @ Elodie:
        Den Familienzusammenhalt anzustreben heisst für mich nicht nach Perfektion zu suchen.
        Wenn ich nach etwas suche was ich brauche heisst das doch nicht dass ich nach Perfektion suche, oder?
        Man kann nicht immer alles haben was man will, und auch nicht immer das haben, was man leider braucht. Aber wer etwas will muss sich auch anstrengen und/oder dafür etwas anderes opfern, so läuft es doch im Leben, nicht wahr?

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.