Nehmt die Frauen endlich ernst

Weshalb Machosprüche daneben sind es und es höchste Zeit ist, dass Frauen Anerkennung erhalten.
Auf dem Fussballplatz werden Frauen nicht ernst genommen Bild: Keystone/Ennio Leanza

Nicht nur auf dem Fussballplatz wird die Leistung von Frauen oft nicht anerkannt. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Auf Mackersprüche reagiere ich allergisch. Wenn einer am Spielfeldrand lautstark seinem dreizehnjährigen Sohn auf dem Fussballplatz zuruft: «Ist sie zu hübsch, oder was!?» – dann kann ich schon mal giftig werden. So geschehen am letzten Samstag während eines Spiels der C-Junioren.

Ich dachte, ich höre nicht richtig. Denn eine Zeit lang gab es wirklich keinen Weg vorbei an der Torhüterin – auch für den Sohn des blöd reinrufenden Vaters nicht. Sie verteidigte unerschrocken und toll. Also drehte ich mich um und rief zum Kerl hinter mir: «Hey! Sie spielt einfach verdammt gut, verstehst du? Das hat nichts mit Hübschsein zu tun!»

Der angesprochene Vater sagte «Aha», verstummte und kapierte wohl gar nichts mehr. Mein Sohn spielt im selben Team wie seiner – und jetzt ergreife ich plötzlich Partei für die gegnerische Mannschaft, indem ich mich für die Torhüterin der Frauenmannschaft des FC Zürich einsetze?

Auf das weitere Spiel konnte ich mich nach dem kleinen Intermezzo nur noch halb konzentrieren. Ich begann mich darüber zu enervieren, dass gewisse Männer Frauen nicht ernst nehmen – vor allem dann, wenn sich diese auf ein Terrain begeben, welches lange Zeit Männern vorbehalten war. Wie Frauen auf dem Fussballplatz. Oder Frauen im Arbeitsleben. Auch dort trauen Männern uns Frauen oft zu wenig zu und nehmen uns nicht für voll. Oder wie sonst ist der Umstand zu erklären, dass viele gut ausgebildete und fähige Frauen während ihrer Karrieren an gläserne Decken stossen? Dass ihnen, sobald sie Mutter werden, beruflich oft wenig zugetraut wird? Und wie sonst soll man die noch immer erschreckend ungleichen Lohnverhältnisse interpretieren?

Laut der aktuellen Lohnstatistik der Stadt Zürich verdienen Männer deutlich mehr als Frauen – und zwar derart viel mehr, dass die Statistiker die Lohndifferenzen als «unerklärbar» bezeichnen, wie der «Tages-Anzeiger» letzte Woche berichtete. Wobei ich mich echt frage, wie eine solche Ungleichheit heute noch sein kann: Wie ist es möglich, dass erwerbstätige Frauen in der Stadt Zürich bei vergleichbarer beruflicher Qualifikation, vergleichbaren Anforderungen des Arbeitsplatzes und Unternehmensmerkmalen knapp 11 Prozent weniger verdienen als Männer? Und dies nach jahrzehntelangen Bemühungen um geschlechtliche Gleichstellung.

Während ich solchen Gedanken nachhing, schaute ich dem Spiel zu und freute mich darüber, wie die Jugendlichen gegeneinander kickten. Jungs gegen Mädchen. Mädchen gegen Jungs. Die beiden Teams schenkten sich nichts, doch sie kämpften fair. 4:0 hiess es am Ende für die jungen Männer, doch der Sieg war kein leichter. Auch die Frauen nahmen den verdienten Applaus entgegen und gingen erhobenen Hauptes vom Platz. Die Zuschauer hatten 22 Spielerinnen und Spieler auf dem Platz gesehen, die sich vollends auf das Spiel konzentrierten und sich mit Respekt begegneten.

Dumme, machoide Sprüche hörte man von den Jugendlichen keine. Offenbar sind sie um einiges weiter als gewisse Väter. Das lässt doch immerhin hoffen.

209 Kommentare zu «Nehmt die Frauen endlich ernst»

  • Fredi Hitz sagt:

    Ich würde Frauenfussball nur schauen wenn es nackt gespielt wird.

    Ja, mit dieser Antwort dürften viele Frauen nicht zufrieden sein, sie ist aber leider nun halt mal die ehrliche Warheit und in etwa das, was 80% der (ehrlichen, angstfreien) Männer denken.

  • S. Müller sagt:

    Wann nehmen die Frauen eigentlich die Männer „endlich“ mal ernst?
    Die Frage ist doch genauso angebracht…
    Ich kann nicht für alle Männer im Detail Sprechen, aber es gibt gewisse Dinge die machen mir einfach Freude und machen mich einfach glücklich. Daran kann ich nichts ändern. Motorrad, Auto, Kampfsport, Schnell Skifahren, in einer Bar Bier trinken, Rauchen und plaudern, Rum Albern, Blödsinn machen…
    Sprich all das, was im Klischee der Feministinnen dem „Macho“ zugeordnet wird Und genauso politisch bekämpft wird. All diese Dinge werden seit Jahren von Politikerinnen gewissen Couleurs angegriffen. Dabei macht es mich glücklich. Ich habe auch keine Probleme damit wenn Frauen auch mitmachen.

  • S. Müller sagt:

    11 % Lohnunterschied? Ich würde diese Aussage sehr vorsichtig bewerten.
    In meiner Branche gibt es nicht mal 10% Frauenanteil (Technik), dass zeigt, dass es nach wie vor geschlechtliche Präferenzen in der Berufswahl und Karriere gibt.
    Weil eine Stelle vom Statistiker als vergleichbar eingestuft wurde, heisst das nicht, dass eine Stelle wirklich vergleichbar ist. Ich kenne die Statistiken und die Klassifizierungen sind sehr grob. Deutlich ungenenauer als jede Job-Description. Und die sind, das weiss jeder, wenig aussagekräftig.
    Wenn von 11 % die Rede ist, hat das nichts zu bedeuten. Ich denke würde die Statistik detaillierter klassifizieren, dann ist keine Abweichung mehr vorhanden.

    • S. Müller sagt:

      Bei den meisten Berechnungen und Statistiken wird quasi von aussen nach innen gerechnet. Man ermittelt zuerst den Rahmen und ergänzt immer mehr.
      Die ersten Resultate sind dann meisten sehr hoch und werden dann immer geringer, je detaillierter die Berechnung wird. Wo vor wenigen Jahren noch 35 % Lohndifferenz genannt wurden, sind es jetzt 11 %. Die nächste Statistik wird dann noch geringer ausfallen, obwohl sich im Berufsleben nichts geändert hat…

  • Erika Ruf sagt:

    „Wenn zwei daselbe tun, so ist es noch lange nicht dasselbe.“
    Jede Seite, ob Frau oder Man, hat ihr Gutes und ihr Schlechtes. Man kann nicht beide über denselben Leisten ziehen. Besser ist, die Unterschiede zu akzeptieren und nicht versuchen, es dem Andern gleichzutun.

  • Etienne Brentovski sagt:

    Wir brauchen dringend Quoten für die Einschaltquoten bei Frauensport-Fehrnsehübertragungen !!!!

  • Rolf Müller sagt:

    Da diese aber auf roher Gewalt und Rücksichtslosigkeit, kombiniert mit mangelndem Einfühlungsvermögen beruht, sind die Frauen in unserer modernen Dienstleistungsgesellschaft und dort wo „Teamplayer“ gefragt sind, immer mehr „im kommen“.
    Ich hoffe nur, dass uns die ewig gestrigen Militärköpfe uns nicht mit modernstem Kriegsgerät in die Steinzeit zurück bomben werden, wo rohe Keulenschwinger wieder eindeutig im Vorteil wären…

  • Rolf Müller sagt:

    Wir wissen, dass Frauen und Männer irgendwie verschieden ticken, und doch sind sie sich auch wieder sehr ähnlich.
    Am Frauenfussball gefällt mir sehr gut, dass darin praktisch keine groben Fouls vorkommen. Die Frauen ziehen ihre schönen Beine in heiklen Situationen eher mal zurück, während Männer voll hinein grätschen und damit heldenhaft (und dumm) eine längere Verletzungspause riskieren, und dass wegen einer an sich lächerlichen Kleinigkeit!
    Dieses kompromisslose „Hinein grätschen“ hat dem „Macho“ eine mafiose Vormachtstellung in der Gesellschaft ermöglicht.
    Da diese aber auf roher…

  • Rolf Müller sagt:

    Ein Teil des „Geschlechterkampfes“ mit dem „sich gegenseitig karrikieren“, indem wir auf Clichée-Vorstellungen herum reiten, ist lustig und vergleichbar mit dem „sich lustig machen über die vom Nachbardorf, oder vom anderen Kanton, oder einem anderen Land“.
    Die Clichées haben einen wahren Kern, werden aber überzeichnet, wie eine markante Nase, oder abstehende Ohren.
    Wir wissen, dass Frauen und Männer irgendwie verschieden ticken, und doch sind sie sich auch wieder sehr ähnlich.
    Am Frauenfussball gefällt mir sehr gut, dass darin praktisch keine groben Fouls vorkommen. Die Frauen…

  • Erich Ed. Müller sagt:

    Bereits die Überschrift bedient Klischees, die längst überholt sind. Frauen sind heute privilegiert, haben soagar in der Familie gestzlich mehr Rechte als die Männer. Frauen werden also längst ernst genommen, manchmal vielleicht zu ernst. Aber anstatt immer zu jammern „an allem sind wir Frauen schuld“ – auch ein Klischee – sollten sie sich wirklich auch einmal mit ihren negativen, zuweilen destruktiven Seiten un d Handlungen beschäftigen! Dann nämlich wäre der Weg geebner für eine gedeihliche und konstriktive Emanzipation bei beiden Geschlechtern.

  • Markus Schneider sagt:

    Man google Bukowski und Feminismus. Dann weiss man wieder, warum Leute wie Frau Braun immer und immer und immer wieder ihr Märchen von der ach so unterschätzten und benachteiligten Frau ableiern müssen. Frauen, die’s nicht bringen, das gibt es einfach gar nicht. Da weiss man direkt auch schon, was für Leute Frau Braun wählt, mit Garantie.

  • Beat Bannier sagt:

    Diese Mädchen können einem Leid tun. Kämpfen ganz doll, geben alles und realisieren eines Tages, dass sie gegen Buben/ Männer immer verlieren, aus dem einfachen Grund, dass JEDE Zelle ihres Körpers andes ist, als die entsprechende Zelle im männlichen Körper. Die femministischen Mütter ergötzen sich am vergeblichen Abstrampeln ihrer Töchter.
    Zum Lohn, noch immer ziehen Frauen aus den Sozialkassen 5o Millionen pro Tag mehr als die Männer. Pro Monat werden so von jedem arbeitenden Mann Durchschnittlich 500.- an die Frauen umverteilt.
    Sorry, solch verblendetes Verhalten kann ich nicht ernst…

  • Hans K. sagt:

    Frauen und Fussball ist eine spezielle Geschichte. Frauen gelten in der Regel als Teamplayerinnen. Nur das, was man oftmals an der Frauen-WM zu sehen bekamt, war kein Teamplay. Und die verschienen Fouls und theatralischen Einlagen sprachen leider auch nicht für die Frauen.

  • 13 sagt:

    „Oder wie sonst ist der Umstand zu erklären, dass viele gut ausgebildete und fähige Frauen während ihrer Karrieren an gläserne Decken stossen? Dass ihnen, sobald sie Mutter werden, beruflich oft wenig zugetraut wird?“

    Das liegt insbesondere daran, dass sie sich selber (gerade bei Mutterschaft) oftmals rausnehmen. Wie oft höre ich es, dass eine Frau Gleichberechtigung bei der Arbeitsstelle fordert, aber gleichzeitig zu Hause dem Mann die Vollzeitstelle ermöglicht, immer einspringt, wenn es um die Kinder geht, auch noch einen grossen Teil des Haushaltes übernimmt und dafür natürlich ihr…

    • 13 sagt:

      …Pensum erheblich reduziert. Gleichberechtigung beginnt zu Hause. Wieso soll der Arbeitgeber das berufliche Vorwärtskommen einer Frau ernst nehmen, wenn ihr eigener Mann ihren Lohn als netten Zuverdienst anschaut? Eine Frau, die wirklich vorwärts kommen will, muss genau da ansetzen, nämlich zu Hause ein ausgewogene Rollenverteilung anstreben und dann mit diesem Hintergrund einen hochprozentigen (muss nicht 100% sein) Job suchen. Dann klappt es auch. Ich kenne einige Mütter in Kaderpositionen, aber keine von ihnen arbeitet unter 60% und keine hat einen Mann zu Hause, der Vollzeit oder sogar…

    • 13 sagt:

      ….mehr als 100% tätig ist.

    • Muttis Liebling sagt:

      Da ist sie wieder, die typisch schweizerische faule Kompromisslösung. Ziel kann es nur sein, ein soziales Umfeld auf dem Hintergrund eines politischen Klimas zu schaffen, welches es beiden Elternteilen ermöglicht 100% mit der üblichen Pufferzone 75-125% zu arbeiten. Ansonsten kann man die Tätigkeit vielleicht Broterwerb, in den seltensten Fällen aber erfüllende Arbeit nennen.

      In der OECD gibt es genügend Staaten, welche dies ermöglichen. Die unterscheiden sich von der Schweiz durch ein primär humanes und nicht wirtschaftlich geprägtes Menschenbild.

      • Sportpapi sagt:

        Für mich ist es ja ein Zeichen eines „humanen“ Menschenbildes, dass die Eltern nicht zwingend beide ganztags und darüber hinaus ausser Haus an der Arbeit sind. Gut erlaubt es die wirtschaftliche Situation vielen Menschen hier, sich anders zu organisieren. Auch wenn die Wirtschaft natürlich gerne Leute hätte, die in erster Priorität als flexible Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

      • 13 sagt:

        @ ml
        Das halte ich für eine kurzsichtige Einschätzung. Ich sprach von hochprozentig. Mein Mann und arbeiten je 80%, rechnet man die Stunden ergäbe dies in vielen Ländern >100% Berufstätigkeit.

  • James sagt:

    Sie machen einen ziemlich grossen Spagat – zwischen einem übermotivierten Vater, der seine Einstellung lautstark seinem fussballspielenden Sohn auf den Platz schreit (und sich da zugegebenerweise im Ton vorgreift) und etwaigen Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau. Glauben Sie im Ernst, dass das irgendetwas miteinander zu tun hat?
    Man könnte sogar sagen, dass der Vater die Torhüterin als gleichberechtigten Spieler anschaut. Sonst würde er kaum versuchen, sie zu diskreditieren. Genau so, wie er dies auch bei einem männlichen Torhüter machen würde. Er sucht sich den Punkt, welcher am…

    • tststs sagt:

      Ihrer Kritik am Spagat stimme ich zu… Ich wäre aber ein bisschen kritischer beim Folgenden:
      Einerseits behandelt der Vater den weiblichen Gegner gleichwertig (er „beschimpft“ sie), andererseits aber ist der Inhalt der Beschimpfung nicht gleichwertig (würde er bei einem männlichen Gegner auch auf sein Äusseres abzielen?). Diese Diskussion gibt es doch z.B. auch bei Politikern: Weshalb wird bei Anfeindungen von Frauen öfters Mal auf deren Optik gezielt (ich denke da an Frau Merkel, EWS, Schwarzer), bei Männer eher weniger?!

  • Hans Hintermeier sagt:

    Dass Frauen immer noch 11% weniger Lohn erhalten, macht auch mich als Mann sprach- und hilflos (falls denn die Statistik wirklich Gleiches mit Gleichem vergleicht und nicht etwa alle Berufe in einen Topf wirft und wichtige Faktoren wie Teilzeit/Erfahrung usw. mitrechnet). Ich persönlich kenne keine Frau, die sagt, dass sie weniger verdient als ihre männlichen Kollegen, falls eine Kollegin diesen Verdacht hat, würde ich ihr auch mitteilen, wie viel ich verdiene. Für mich hinterlässt es denn auch ein ungutes Gefühl: werde ich als Mann auch als Mittäter gesehen, obwohl ich es nicht beeinflussen…

    • Malena sagt:

      Männliche Kollegen als Mittäter… Wie vielfach erwähnt gibt es viele Arbeitgeber, welche sich Lohndiskriminierung gar nicht oder höchstens bei verhandelbaren Top-Löhnen leisten können, sei es aus gesetzlichen Gründen (öffentliche Verwaltung, Schulen, staatlich unterstützte Betriebe etc.) oder aus PR-Überlegungen (viele Grossunternehmen wie Migros etc.). Wenn diese Betriebe und ihre Personalverantwortlichen schuldlos unter Generalverdacht geraten ist das Gift für die Stimmung unter den Angestellten. Differenzierte Darstellung ist wichtig!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ja, Danke: „Differenzierte Darstellung ist wichtig!“ Sehe ich auch so, aber man/frau benützt lieber undifferenzierte Darstellungen für die eigenen Zwecke. „Wenn diese Betriebe und ihre Personalverantwortlichen schuldlos unter Generalverdacht geraten ist das Gift für die Stimmung unter den Angestellten“ und vor allem zwischen den Geschlechtern!

  • tststs sagt:

    Ein kleiner Gedanke zu „Frauen ernst nehmen“ und „Sport“:
    Wenn Frauen zu 100% ernst genommen werden würden (von Männer, Frauen, der Gesellschaft und allem dazwischen), dann gäbe es wohl kaum unterschiedliche Regeln für die Geschlechter bei gleicher Sportart.
    Meine Lieblingsbeispiele hierfür:
    Vollmaske und Kontaktverbot im Eishockey vs. Maximalbreite des Höschens beim Beachvolleyball

    • Christoph Bögli sagt:

      Durchaus. Und noch viel allgemeiner, denn das betrifft auch das Einteilen von Sportlern in geschlechtsspezifische Kategorien, wie das fast überall geschieht. „Ernst nehmen“ würde konsequenterweise ja heissen: Alle treten, unabhängig vom Geschlecht, gemeinsam mit den gleichen Regeln gegeneinander an. Das fände ich durchaus auch sympathisch. Und gerade Frauen wären dann nicht mehr gezwungen, sich in einer belächelten Weichspül-Kategorie zu messen. Aber komischerweise scheint das für die meisten nicht einmal denkbar zu sein. Und würde paradoxerweise wohl auch von vielen als Diskriminierung…

    • Lukas Meier sagt:

      Zur Maximalbreite des Höschens beim Beachvolleyball kursieren einige Mythen und Missverständnisse: Zwar ist die maximale Breite des Bikiniunterteils tatsächlich festgelegt (und das nicht mal „knapp“), jedoch sind Kleidervorschriften in den allermeisten Sportarten völlig normal. Und was noch viel wichtiger ist: Erlaubt sind im Damenbeachvolleyball neben Bikinis auch knöchellange Leggings oder aber Shorts (Maximallänge: 3cm über dem Kniegelenk).

      • Sportpapi sagt:

        Und erstaunlicherweise spielen die Damen dann auch noch in Kleidung, die weit knapper ist als vorgesehen. Übrigens auch in der Leichtathletik, wo es solche Vorschriften nicht gibt. Aber die Damen a) stolz sind auf ihre trainierten Körper und b) wissen, dass sie auf mit ihrem Aussehen punkten bzw. für Sponsoren interessant sind.

  • Sparter sagt:

    Äh, wenn man Lohnunterschiede nicht erklären kann (kein Wunder, bei der dürftigen Datenlage), dann muss es einfach Diskriminierung und gläserne Decke sein?

    • Blog-Redaktion sagt:

      Es ist ausreichend belegt, dass es Lohnunterschiede gibt. Bitte lesen und informieren Sie sich genau. G. Braun

    • Gregory Miller sagt:

      Danke für diesen Link! Pflichtlektüre für alle Kommentatorinnen und Feministinnen!

    • Sportpapi sagt:

      Bleibt die Frage, weshalb es in gewissen Jobs so viel zu verdienen gibt, und in anderen, keineswegs weniger wichtigen, so viel weniger.

  • Brisia sagt:

    Frauen „ernstnehmen“ – wer genau ist da angesprochen? Seit ich mich selber als Frau (58J, 2 erwachsene Söhne, guter Job, bedingt sportlich und faltig) nicht mehr so ernst nehme, alles mit etwas Humor anschaue und das Bier trinke anstatt es dem -Ernst anhänge geht alles viel leichter…..

    • Christoph Bögli sagt:

      Schöner Kommentar! Manchmal wäre es effektiv besser, wenn viele sich selbst, das Leben oder eben insbesondere ihr Frau- oder Mann-sein nicht derart erst nehmen würden. Etwas weniger Verbissenheit hat noch kaum je geschadet..

    • Carolina sagt:

      Schön, Brisia. Ist zwar das Gegenteil von dem, was ich vorhin vorgeschlagen habe (den Titel ändern in: Frauen sollten sich selber ernst nehmen), aber ich gebe Ihnen Recht – weiter gedacht als bei mir! 😉

  • Christoph Bögli sagt:

    Ich kann Frauen genau so wenig pauschal ernst nehmen (oder nicht ernst nehmen) wie Männer. Weil das Geschlecht wie die Hautfarbe oder sonstige biologische Merkmale nichts darüber aussagen, ob man jemanden ernst nehmen kann, ob diese Person kompetent, intelligent, charakterfest, etc. ist oder nicht. Eine solche Wertung kann man höchstens über Einzelpersonen abgeben. Und da gibt es natürlich jede Menge Frauen, die man ernst nehmen kann und muss, viele meiner extrem cleveren Kolleginnen etwa. Aber es gibt auch jede Menge Frauen, die man nicht wirklich ernst nehmen kann, beispielsweise tumbe Jammertaschen und Tussis, deren Horizont nur bis zum nächsten Schuhladen reicht. Diese nehme ich so wenig ernst, wie ihre männlichen Pendants, denn alles andere wäre überaus sexistisch!

    • mila sagt:

      Etwas überspitzt formuliert (es gibt mitunter auch sehr nette, clevere, erfolgreiche ‚Tussis‘ – never judge a book by its cover), aber ja: grundsätzlich gibt es dem nichts hinzuzufügen.

      • Christoph Bögli sagt:

        Natürlich, wobei zumindest das Buchcover mir dann generell eher unsympathisch ist. Als anderes Beispiel: Managertypen, egal ob männlich oder weiblich, sind ja auch erfolgreich, gutverdienend und vielleicht sogar clever, aber gerade deren arbeitswütiger Ehrgeiz und das asoziale Wegbeissen von „Kollegen“ macht es auch ziemlich schwierig, solche Leute menschlich ernst zu nehmen.

      • mila sagt:

        Wobei in meinen Augen ‚arbeitswütiger Ehrgeiz‘ noch einmal auf einer anderen Stufe steht als ’selbstverliebtes Blendertum‘ ohne entsprechende (Arbeits-)Substanz… Und von der Sorte gibt es allemal genug – anscheinend so viele, dass einzelne Unternehmen Frauen händeringend beibringen möchten, wie man Stundenabrechnungen ‚aufmotzt‘, sich schnell frühmorgens/spätabends ins verlinkte Netz einwählt etc., statt das Problem bei der eigentlichen Wurzel zu packen. Denn auch für das Unternehmen macht es sich auf dem Papier gut, wenn die Mitarbeitenden den Eindruck erwecken, sie würden ihr…

      • mila sagt:

        …gesamtes Leben der Arbeit unterordnen.

  • Roland K. Moser sagt:

    Ich hatte mal einen Kollegen, der hat gemeint, es sei für ihn kein Problem, an einem MTB-Rennen der Frauen allen davon zu fahren. Obwohl er keinen Sport treibt 🙂
    Vermutlich aufgrund seiner durchgenknallten Logik (Sportlich besser zu sein, trotz 100 % Sportabstinenz, als trainierte MTB-Frauen) hat er es dann auch nicht für nötig befunden, es mir zu beweisen, obwohl ich ihn immer wieder dazu gedrängt hatte.
    Zum Glück ist es ein Ex-Kollege.

  • Gabriel sagt:

    Von Kindersport den Bogen schlagen zu den Lohnstatistiken ist nun aber schon sehr plump. Und zeigt schön das wohl grösste Problem der Gleichstellungs- und Feministen-Diskussionen: man sieht sich a priori in der Opfer-Rolle und verlangt dann Anerkennung – nicht für die Leistung sondern weil man ja vom vermeintlich schwächeren Geschlecht ist.

    Der Junge im Ballet und der Lehrling in der Friseurlehre müssen sich genauso dumme Sprüche anhören. Weil es einfach dumme Leute gibt, die dumme Sprüche reissen – damit muss man leben können und lehren, sich zu wehren, hat aber mit Lohnstatistiken und Frauen in der Opferrolle nichts zu tun.

    • Carolina sagt:

      Da gebe ich Ihnen absolut Recht – ich halte diesen Bogen für schlichtweg falsch und kontraproduktiv. Es ist tatsächlich so, dass wahre GleichWERTigkeit mit dem Geschlecht gar nicht soviel zu tun hat, sondern oft genug damit zu tun hat, dass es wirklich sehr viele vorurteilsbeladene, doofe und tunnelblickige Menschen gibt – und ob es dagegen ein Gegenmittel gibt?

  • Flo sagt:

    Nehmt die Frauen doch endlich ernst
    ich nachvollziehen das Männern und auch Frauen die hie und da etwas schwer fällt. solange sich einzelne Frau benehmen wie sie sich oft benehmen, ist es schwer sie als Gesamtpakte ernst zu nehmen. Es gibt gott sei Dank unzählige sehr ernstzunehmende Fraue und die werden durchaus von beiden Geschlechtern ernst genommen. Aber Frauen, als Gesamtpaket ernst zu nehmen, das gelngt mir als Frau sehr oft ziemlich schwer.
    Genaus so ergeht es vielen Männer die oft zu Unrecht in eine Macho Schublade gesteckt werden.
    Es ist immr gefährlich und unfair Menschen nicht als Individium, sondern als Gruppe zu beurteilen/klassifizieren.

  • Sportpapi sagt:

    Wars übrigens nicht ein 5:0?

  • Leo Schmidli sagt:

    Wenn doch Männer und Frauen so gleich sind, warum beträgt der reine Frauenanteil bei Unternehmensgründen in der Schweiz gerade einmal knapp 18%? Dieser Weg steht doch Männern und Frauen gleichermassen offen. Hat es vielleicht etwas mit Mut, Risikobereitschaft, Zeit etc. zu tun?
    An alle Frauen: Gründet ein Unternehmen, dann könnt Ihr GL-und VR-Mitglied sein, ohne dass es Quoten bedarf!

  • Kurt Neuhaus sagt:

    Ohje, Ich wurde auch schon mal nicht ernst genommen und musste auch blöde Sprüche anhören. Aber ich bin keine Frau. Irgendwie kann das doch gar nicht sein, oder wie? Gehört zur Gleichberechtigung, dass sich Frau und Mann in der Mitte treffen und die Klischees liegen lassen müssten?

  • Felix Stern sagt:

    Der Sohn dieser radikalen Feministin muss einem schon leid tun. Der wird verraten, weil bei der Mutter das Hirn mit einer verpeilten Dogmatik durchbrennt.

    • tststs sagt:

      Ich hoffehoffehoffe, Sie kommentieren hier unter einem Pseudonym; ansonsten schicke ich das gleiche Stossgebet für Ihre Kinder zum Himmel…

      • Blog-Redaktion sagt:

        @Herr Stern. Also ein Umgang mit Respekt sowie gleiche Rechte und gleicher Lohn für beide Geschlechter hat mit radikalem Feminismus zu tun? Wohl doch eher mit gesundem Menschenverstand. G. Braun

    • Martin Frey sagt:

      Ihr Statement ist mehr als nur daneben, Hr. Stern. Derartige persönliche Angriffe sind eine Schande und typischerweise Ausdruck davon, dass Sie sich nicht anders auszudrücken wissen.

    • Carolina sagt:

      Ich habe Respekt vor jedem, der auf Sie und Ihre dummen Einlassungen noch mit Sarkasmus reagieren kann – bei mir funktioniert das nicht mehr. Ich finde Sie einfach nur daneben.

  • Pesche sagt:

    „Oder wie sonst ist der Umstand zu erklären, dass viele gut ausgebildete und fähige Frauen während ihrer Karrieren an gläserne Decken stossen? “ Wieso stossen auch fast 100% der gut ausgebildeten und fähigen Männer an die selbe gläserne Decke?

  • Oliver Brunner sagt:

    Das Symbolbild „Fussball“ ist sehr typisch für diese Diskussion. Frauenfussball ist langweilig, technisch und taktisch nicht ausgereift, die Schusskraft ist nicht vorhanden. Das ist anatomisch gesehen auch nicht erstaunlich. Aber wehe, man sagt das laut. Frauen die mit 17 Jahren zu Spielen begonnen haben, wollen ab sofort ernst genommen werden und den gleichen Stellenwert wie Männer erhalten. Es wird aber niemals jemand ein guter Fussballer werden, wer nicht früh beginnt und auch ausserhalb des Trainings auf dem Bolzplatz lebt. Das wollen aber weder Mädchen noch ihre Eltern (das wäre ja eindimensional und intellektuell nicht befriedigend). In vielen Bereich sehe ich es ähnlich: Nicht volles Kommitment, aber volle Forderung (hat mich auch im Militär aufgeregt: Frau Hauptmann ,mit einem Fünftel meiner Diensttage, will einmal Hirarchie geniessen und kommandiert den dumben Soldaten (sinnlos) herum.) Jetzt bitte Shitstorm

    • tststs sagt:

      „Das wollen aber weder Mädchen noch ihre Eltern (das wäre ja eindimensional und intellektuell nicht befriedigend).“ Solche Pauschalisierungen sind das zu schmeissende Gaggi nicht wert… 🙁

  • Stevens sagt:

    Ich habe einfach immer noch grösste Mühe mit diesen zitierten 11% Lohnunterschied.
    Es ist doch so: Dort, wo es wirklich vergleichbar ist, gibt es keine Lohnunterschiede. Glaube kaum, dass die Migros einer Lehrabgängerin 11% weniger bezahlt als einem Lehrabgänger. Oder das Spital einer Assistenzärztin ab Studium.
    Auch bei Kantonen, Städten, Bund gibt es klare Lohnvorgaben.

    Diese 11% können sich doch nur im Verlaufe von unterschiedlichen Berufskarrieren ergeben. Und Löhne nach einer gewissen Zeit lassen sich doch kaum mehr vergleichen. Zu unterschiedlich sind die Firmen…
    Und liegt die Ursache für diese 11% nicht einfach in ein paar wenigen, sehr hohen Gehälter, wo sich ein paar Männer tatsächlich überhöhte Gehälter auszahlen? Und hohe Gehälter wirken sich stark auf den Durchschintt aus…

    Sind diese 11% wirklich für den normalen Arbeitnehmer und die Arbeitnehmerin, welche so 5000-9000 Franken pro Monat verdienen, relevant? Kommen die da wirklich vor?

    So wie ich das sehe, kann es durchaus sein, dass diese 11% korrekt sind. Aber kaum von Relevanz für normale Arbeitnehmer.

    Oder wo irre ich? Kann mich jemand aufklären?

    • Martin Frey sagt:

      Die postulierten geschlechtsbedingten Lohnunterschiede halten selten einer genauen Analyse Stand wenn man wirklich alle Korrekturfaktoren berücksichtigt. Aber wenigstens haben wir damit das 30%-Mantra der linken Parteien hinter uns gelassen welches uns seit Jahren verfolgt.
      Seriöse deutsche Untersuchungen zu dem Thema bemessen den korrigierten geschlechtsbedingten Gehaltsunterschied im tiefen einstelligen Prozentbereich, also whs. nicht mehr signifikant. Denn wie immer bei solchen Erhebungen liegt der Teufel im Detail, sprich beim gewollten oder ungewollten Bias…

    • tststs sagt:

      Die Statistik ist von den von Ihnen erwähnten Kritieren (und anderen) befreit.
      Es wird also nur Gleiches mit Gleichem verglichen. (Also nicht ein Mann, der 100% in einer Bank arbeitet, keine Unterbrüche in seinem CV hat und eine Frau, die 50% an einer Kasse arbeitet mit mehrjährigen Unterbrüchen wegen Kindern).

      Deutlicher macht es vllt auch Folgendes Beispiel:
      Je mehr Frauen in einem Beruf(sfeld) zu finden sind, desto eher und deutlicher sinken die Löhne. Bestes Beispiel: Ärzte (man kann wirklich fast die Statistiken übereinanderlegen: Frauenanteil steigt, Lohnniveau sinkt)

      • Stevens sagt:

        @tststs:
        „Es wird also nur Gleiches mit Gleichem verglichen.“
        Aber genau dort, wo man wirklich gleiches mit gleichem vergleichen kann, also zB. beim Lehrabgänger und der Lehrabgängerin, die im Migros als Detailhandelsangestellte arbeiten, stimmen diese 10.7% nicht. Sondern da ist die Lohndifferenz ganz einfach 0.00%!!

        Um auf diese 10.7% zu kommen sind diverse Korrekturfaktoren zu berücksichtigen. Und je nachdem, was und wie sie berücksichtigt werden, und wie man daran schräubelt, ergibt sich ganz ein anderes Ergebnis.

        Diese 10.7% sind als „Gesamtlohnsumme“ wahrscheinlich korrekt. Aber diese Gesamtlohnsumme tritt nicht gleichmässig bei den Arbeitnehmern auf.

        Und deshalb ist die Aussage „Frauen verdienen DURCHSCHNITTLICH 10.7% weniger“ einfach nicht korrekt. Das ist es was mich stört.
        Oder wo mache ich den Fehler? Wo sehe ich es nicht richtig?

        Das andere, was sie sagen, ist sicher korrekt: Frauenanteil steigt, Lohnniveau sinkt.
        Hat aber nichts mit der angeblichen Lohnungleichheit zu tun.
        Was die Gründe dafür sind? Man kann nur mutmassen.
        ZB beim Lehrerberuf ist es so, dass es immer weniger Lehrer-/ innen gibt, die von ihrem Lohn eine Familie ernähren müssen.
        Viele Lehrerinnen sind Wiedereinsteigerinnen, die finanziell abgesichert sind und eher hobbymässig ein paar Lektionen unterrichten.
        Und wenn sich niemand wehrt gegen den Lohnabbau, dann wird halt gekürzt…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Das ist auch so eine feministische Legende, tststs: Wo der Frauenanteil steigt, sinken die Löhne. Empirisch nach gewiesen wurde dieses Phänomen übrigens noch nie- aber wie es halt so ist, mit Legenden: Sie halten sich hartnäckig! Schön, dass Sie gerade das Gesundheitswesen als Beispiel für diese Entwicklung anführen: Noch nie zuvor war der Kostendruck in diesem Bereich so gross, wie heute- logischerweise wird da auch an den Personalkosten gespart! Ich würde die von Ihnen ins Feld geführte Entwicklung so umschreiben: Frauen wagen sich erst in ein neues (männlich dominiertes) Berufsfeld, wenn…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Also die Kommentare hier werden ja zerstückelt! Zum Glück habe ich den soeben Abgeschickten zwischen gespeichert! Noch einmal:

        „Das ist auch so eine feministische Legende, tststs: Wo der Frauenanteil steigt, sinken die Löhne. Empirisch nach gewiesen wurde dieses Phänomen übrigens noch nie- aber wie es halt so ist, mit Legenden: Sie halten sich hartnäckig! Schön, dass Sie gerade das Gesundheitswesen als Beispiel für diese Entwicklung anführen: Noch nie zuvor war der Kostendruck in diesem Bereich so gross, wie heute- logischerweise wird da auch an den Personalkosten gespart! Ich würde die…

      • Marcel Zufferey sagt:

        Teil 1: Das ist auch so eine feministische Legende, tststs: Wo der Frauenanteil steigt, sinken die Löhne. Empirisch nach gewiesen wurde dieses Phänomen übrigens noch nie- aber wie es halt so ist, mit Legenden: Sie halten sich hartnäckig! Schön, dass Sie gerade das Gesundheitswesen als Beispiel für diese Entwicklung anführen: Noch nie zuvor war der Kostendruck in diesem Bereich so gross, wie heute- logischerweise wird da auch an den Personalkosten gespart!

      • Marcel Zufferey sagt:

        Teil 2: Ich würde die von Ihnen ins Feld geführte Entwicklung so umschreiben: Frauen wagen sich erst in ein neues (männlich dominiertes) Berufsfeld, wenn die Ansprüche aus verschiedensten (auch konjunkturellen) Gründen sinken. Oder anders ausgedrückt: Frauen haben die Neigung, erst dann in (männlich dominierte) Berufsfelder einzusteigen, wenn deren Stern bereits am Sinken ist…

      • tststs sagt:

        „Oder wo mache ich den Fehler? Wo sehe ich es nicht richtig?“
        Der „Fehler“ liegt hier: Sie schliessen aus einem Durchschnittswert auf einen Einzelfall. Natürlich gibt es Arbeitgeber, bei denen es zu keiner Differenz kommt. Dafür gibt solche mit mehr als 11%. Oder wie Sie es selber schreiben: „Diese 10.7% sind als „Gesamtlohnsumme“…“

        Zum zweiten Teil:
        Einfach damit es wieder einmal erwähnt ist: Am Ende handelt frau/man den Lohn immer noch selber aus.
        Oder aus „Opfersicht“: Arbeitgeber nützen es aus, dass Frauen durchschnittlich sich offensichtlich weniger getrauen, hart in…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rcel Zuf ferey

        das Gesundheitswesen bietet sich nicht als gutes Anschauungsbeispiel an, der heutige Kostendruck hat politische Ursachen, Einführung der Fallkostenpauschalen und mehr (inklusive erfolgreicher Ausblendung des Faktor Mensch, der zunehmenden Multimorbidität und anderem); vor dieser Zeit (und als der Beruf noch unter der Hoheit des SRK lief) waren Pflegende zu grossen Teilen weiblichen Geschlechts und die Lohnskalierung in totaler Schieflage.

      • Stevens sagt:

        @tststs: Nein, es sind nicht Arbeitgeber, die mehr oder weniger bezahlen.
        Es sind Bereiche.

        zb: Bei Berufseinsteigern gibt es kaum Lohndiskriminierung
        Bei Kantonen, Gemeinden auch nicht. Da ist alles vorgegeben.

        Ich kann ich mir aber schon vorstellen, dass männliche Firmenchefs viel schamloser zugreifen als weibliche. Und weil es sich um einen riesen Betrag handelt, verfälscht er die Statistik massiv.

        Es täte der Diskussion gut, wenn man endlich differenzieren würde und die Bereiche benennt, wo es tatsächlich Probleme gibt – anstatt immer mit unsinnigen Zahlen wie 20%, 11% oder was…

      • Sportpapi sagt:

        Nach meinem Wissen werden da unterschiedliche Berufe nach bestimmten Kriterien als gleichwertig eingestuft. Für mich generell ein fragwürdiges Vorgehen, wenn das wirklich so ist. Und eben nicht Gleiches mit Gleichem verglichen.

      • Herr Meyer sagt:

        @Stevens: Die Statistik aus ZH basiert auf Medianlöhnen und Ausreisser spielen da keine Rolle.

        Du schreibst zudem immer von den 11%, in Wirklichkeit sind es aber 27% und nach Berücksichtigung aller (?) relevanten Variablen bleiben halt noch 11%, die nur mit dem Geschlecht erklärt werden können.

        Und ja, die Aussage „durchschnittlich verdienen Frauen 27% weniger“ ist für Zürich korrekt, auch wenn es dich „stört“ dass man es so formuliert.

      • Stevens sagt:

        @ Herr Meyer: Ist alles eine Frage des gewünschten Ergebnisses.
        Ich bin überzeugt, dass es 27% sind.
        Es sind auch 11%
        Es findet sich bestimmt auch eine Berechnungsart, welche auch richtig ist, nach welcher Lohngleichheit herrscht.

      • Herr MEyer sagt:

        Nein gibt es nicht.

        Vielleicht in einzelne Berufen in einzelnen Kantonen oder so. Aber im Schnitt eben nicht, darum geht es ja.

  • Sportfreundin sagt:

    Ich war im Sommer an einem Wasserballspiel des SC Horgen. Dort hatte es zu meiner eigenen Überraschung eine weibliche Schiedsrichterin (es war die Männerliga, nota bene). Sie machte, so weit ich das beurteilen konnte, einen guten Job. Leider entschied Sie nicht immer so, wie das gegnerische Team das wünschte. Resultat: Viel mehr Widerstand vom Publikum bei einer unpopulären Entscheidung und der unterirdische Spruch eines Herren im mittleren Alter: „Gang hei go lisme!“
    Natürlich kochen im Sport die Emotionen hoch, aber die Fähigkeit einer Frau sollte nicht daran gemessen werden, dass sie eine Frau ist. Und Sprüche, die sie vom Platz an den Herd schicken wollen, sind unter aller …

    • Felix Stern sagt:

      Na dann erzählen Sie mir doch bitte einmal von der Sportveranstaltung, wo niemand auf den Schiedsrichter geschimpft hat? Das gehört nun einmal dazu. Wer keine Kritik verträgt (ob berechtigt oder nicht – ob oberhalb oder unterhalb der Gürtellinie), der darf sich nicht ins Rampenlicht stellen. Dann wäre nach Hause gehen und „lismen“ wirklich das beste.

      • Sportfreundin sagt:

        Na, sie haben wohl meinen Punkt nicht verstanden. Ich kenne Sportveranstaltungen und habe mich schon das eine oder andere Mal über die Vehemenz der Fans gewundert. Da gibt es einige Sprüche, der Schiri ist blind, blöd, taub, ein Idiot und hat keine Ahnung etc. etc. Aber noch nie wurde ein Schiri wegen seines Geschlechts verurteilt. Das ist der Punkt. Übrigens hat die Dame einen guten Job gemacht und ist von solchen Aussagen sehr unbeeindruckt geblieben. Konstruktive Kritik ist gut, hat aber selten was mit dem Geschlecht zu tun. Und konstruktiv war das sicher nicht, ich denke da können wir uns einig sein.

      • Michu sagt:

        @SF: Sie erwarten konstruktive Kritik an den Schiedsrichter/in bei einem Spiel, dass von Emotionen geprägt ist?

        Träumen Sie weiter…

        PS: Beleidigungen sollen verletzend wirken. Deshalb werden Klichés bedient.

  • mira sagt:

    Gleiche Sprüche hören Jungs, wenn sie Ballett tanzen. Wer aus der Reihe tanzt, muss halt ein dickes Fell haben. Das ist überall so. Nicht nur im Mädchenfussball. Was das jetzt aber mit der Lohnstatistik zu tun haben soll, ist mir noch nicht klar. Männer und Frauen haben nun mal körperlich nicht die gleichen Voraussetzungen. Oder warum sehen sie im Zirkus immer nur Schlangenfrauen und keine Schlangenmänner? Weil den Männern die Knochen brechen würden…
    Ich persönlich finde Frauenfussball langweilig. Männerfussball übrigens auch 🙂

    • tststs sagt:

      Mit einem kleinen Unterschied: die Mädchen der Ballettgruppe werden ihn höchstwahrscheinlich mit offenen Armen und Fanfaren empfangen (wissen Sie wie schwierig es ist, einen Jungen zu finden; so dass in der Weihnachtsaufführung nicht immer ein Mädchen den Prinzen spielen muss).
      Die dummen Sprüche kommen eher aus den eigenen Geschlechterreihen…

      Im Prinzip haben Sie recht, wer aus der Reihe tanzt, braucht ein dickes Fell….ABER was ist an einem fussballspielenden Mädchen „aus der Reihe tanzend“?!?

      • mira sagt:

        Ein fussballspielendes Mädchen macht einen Sport, der früher nur von Jungs ausgeübt wurde. Und ist wahrscheinlich auch das einzige Mädchen in ihrer Klasse, die diese Sportart betreibt. Das meine ich damit. Sie macht etwas ausserhalb der Norm. Das ist per se weder gut noch schlecht.
        Zu ihrer ersten Bemerkung: sind dumme Sprüche denn hauptsächlich männlich? 😉

      • tststs sagt:

        Nope, dumme Sprüche sind menschlich 😉
        Das war nur um ein wenig in die Klischeekerbe zu hauen: Wenn sich Männer Sprüche wg Unmännlichkeit anhören müssen, dann doch sehr oft aus Männermund… (ansonsten eine Sportart, in der sich Männer und Frauen sicher ebenbürtig sind)

      • vaterunser sagt:

        Glauben Sie mir, ich spiele seit 35 Jahren ununterbrochen Fussball, fast jeden zweiten Tag. Wir hätten Mädchen mit sehr offenen Armen in der Kabine empfangen. Der Vergleich hinkt, da es um die Reaktion von Eltern, nicht von Kindern geht.

        Ich finde Frauenfussball legitim, finde ihre Empörung, Frau Braun, zu sehr „journalistisch“ frisiert.

        Das Pendent zu den polternden Vätersprüchen vom Spielfeldrand aus sind die Tiraden der Frauen, wenn sie unter sich über Männer lästern. Oder ballettanzende Buben verniedlichen.

        Wir können geruhsam zum nächsten, hoffentlich wichtigen Traktandum…

      • Hotel Papa sagt:

        Aus Frauenmund gibts vielleicht keien dummen Sprüche. Dafür später den Kommentar. „Du bist so ein toller Mann, warum findest Du keine Freundin?
        Nein, mich sprichst Du leider sooo überhaupt nicht an.“

      • mira sagt:

        Ballet – vorallem wie in den klassischen Stücken getanzt – ist ein schönes Beispiel, um die körperliche Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau zu zeigen. Die Frauen anmutig, beweglich und mit einer extremen Leichtigkeit. Die Männer kraftvoll und virtuos. Beides braucht jahrelanges, hartes, tägliches Training (nicht vergleichbar mit 3x die Woche Fussball-Training).

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Als da ein Mann sich erdreistete, bei den Frauen im Schweizer Turnverband Gymnastikwettkämpfe zu betreiben, und dann bald auch noch Schweizermeister wurde, da fanden das nicht alle so toll.

      • maia sagt:

        @tststs: Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es Jungs in Ballettgruppen schwer haben, weil die Mädchen da kein Pardon kennen.

      • mira sagt:

        Gymnastik – keine tänzerische Disziplin. Ich habe mal gelesen, dass es Bestrebungen gibt, Männer zur rhythmischen Sportgymnastik zuzulassen. Ich könnte mir vorstellen, das dies zu einer ähnlichen Zweiteilung der Disziplin wie im Ballett führen würde. Männer springen höher, und drehen schneller. Dies aber gleichzeitig in weniger „verrenkten“ Posen und ohne die Anmut der Frauen.

  • Michu sagt:

    Mit Sport haben Sie ein denkbar schlechtes Beispiel gewählt.

    Die Frauen kommen nie an die Leistungen der Männer ran (einzelne spezielle Sportarten ausgenommen).
    Das ist körperlich so gegeben.

    Warum also sollte man für eine mindere Leistung gleichviel Begeisterung aufbringen?

    Es heisst ja Spitzensport. Die Besten der Besten.

    Mich interessiert, welcher Mensch die beste Leistung bring. Und dies ist halt fast immer ein Mann.
    B-Niveau interessiert mich nicht.

    Und Ihre Analogie zur Berufswelt könnte nicht schlechter sein:
    Die Mädchen bekommen 0:4 auf die Kappe und werden (mit Applaus) gleich belohnt?

    Man darf sich gar nicht ausmalen, würde sich das in der Berufswelt durchsetzen…

    • tststs sagt:

      „Das ist körperlich so gegeben.“
      Ah ja genau, weil ja der schwächste Mann immer noch stärker ist als die stärkste Frau. So ein Seich… Daniela Ryf (Gewinnerin Iron Man 2016) würde 99% der Männer locker – aber lockerst – hinter sich lassen.
      „(einzelne spezielle Sportarten ausgenommen).“ Also ausser Rennen (in allen Distanzen) und Gewichteheben (in allen Kategorien) fällt mir gerade nichts ein. In allen anderen Sportarten ist man sich ebenbürtig.
      Dazu darf man Folgendes einfach nicht vergessen:
      1) Wenn eine Lara Dickenmann genau gleich gefördert würde werden wie ein C.Ronaldo, würde sie wohl gleich gut spielen.
      2) Unterschiedliche Reglen: So lange z.B. im Frauenhockey kein Vollkörperkontakt erlaubt ist, ja so lange ist es dann doch nicht so spannend zum zuschauen.

      • Michu sagt:

        Daniela Ryf: LOL

        Was ist mit Jan Frodeno? Der hat sie mit über einer halben Stunde geschlagen. Ist also schneller als 100% aller anderen Frauen UND Männer.

        Ich habe schon geschrieben, dass mich nur die Spitzenleistungen interessieren. Und da sind nur Männer. Siehe auch Iron-Men.

        Was Sie von meinem Kommentar ableiten ist komisch. Habe nie gesagt, dass alle Männer besser seien als alle Frauen. Nur an der Spitze.

      • Andy Keller sagt:

        Wenn, dann müssen Sie Gleiches mit Gleichem gegenüberstllen, also Profi-Sportler. Der Sieger bei den Männern war mit 8.14.57h um ganze 43.17 Minuten schneller als Daniela Ryf, das sind welten. Bei den Männern hätte ihre Zeit gerade mal für den für den 26 Rang gereicht.
        Eine Lara Dickenmann könnte wohl täglich 10 Stunden trainieren und würde rein physisch nie auch nur annähernd and das Nivea eines C. Ronaldo heran kommen.

      • tststs sagt:

        Meine Herren, das ist ja genau das, was ich schreibe: Wir können Einzelleistungen gegenüberstellen (und da steht beim Sport tatsächlich sehr oft, mehr als in der Hälfte ein Mann zuoberst). Das sagt aber nichts über die körperlichen Fähigkeiten von MÄNNERN und FRAUEN PER SE aus.

        „Eine Lara Dickenmann könnte wohl täglich 10 Stunden trainieren und würde rein physisch nie auch nur annähernd and das Nivea eines C. Ronaldo heran kommen.“ DAS ist eben die Frage. Wir sind uns sicherlich einig, dass Lara nochmals auf einem ganz anderen Niveau spielen würde, wenn sie seit ihrem 3 Lebensjahr nix…

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind nun mal generell gross im Sport. Auch wenn es natürlich Überschneidungen gibt. In der Leichtathletik, wo aktuell mehr Mädchen beginnen und genau gleich gefördert werden, können Sie die Unterschiede dann sehen. Wenn Frauen im Schnitt vermutlich rund 2 Sekunden langsamer laufen über 100m als Männer heisst das nicht, dass die Schweizermeisterin nicht doch auch unter Hobby-Sportlern ganz gut abschneiden würde.

    • tststs sagt:

      „Die Mädchen bekommen 0:4 auf die Kappe und werden (mit Applaus) gleich belohnt? Man darf sich gar nicht ausmalen, würde sich das in der Berufswelt durchsetzen…“
      Tja, das nennt man dann ein gutes Arbeitsklima; wenn auch die „Verlierer“ für Ihren Einsatz belohnt werden.
      Aber ja, wer lieber in einem Unternehmen arbeitet, wo nur „der Sieger“ zählt…

    • marathoni sagt:

      Swiss Iron Trail 2014: Gewonnen von Denise Zimmermann mit 39 Minuten Vorsprung auf den ersten Mann. Noch Fragen?
      (http://services.datasport.com/2014/lauf/irontrail/)

      • Sportpapi sagt:

        Gratulation an Denise Zimmermann. Sie ist ja immerhin auch Schweizer Rekordhalterin im 24h-Lauf und auch sonst äusserst stark. Während bei den Männern die nationale Spitze offensichtlich fehlte. Aber es ist klar, je länger die Distanz, je weniger Schnellkraft eine Rolle spielt und dafür Energiereserven zum Tragen kommen, desto kleiner werden die Unterschiede sein.
        Noch Fragen: Ja, haben Sie die anderen Kategorien auch angeschaut?

  • Lala sagt:

    So lange die Zeitschriftenabteilungen an Kiosken so aussehen, wie Sie das heute tun, würde ich der holden Weiblichkeit empfehlen, erst mal selber aufzuhören sich in diese Stereotypen zu drücken.
    Der Schönheitswahn wurde nicht von Männern erfunden, höchstens verkauft. Wahnsinnig wurdet ihr ganz von allein.

    • mila sagt:

      Danke, im Grunde ganz meine Meinung. 😉

    • Carolina sagt:

      Ich stimme Ihnen beiden im wesentlichen zu, würde den Titel ändern in: wir Frauen müssen uns selber endlich ernst nehmen! Trotzdem beelendet es mich, dass bei diesen Themen immer auch die Ewiggestrigen, die alles-in-einen-Topf-Werfer, die Hämischen aus ihren Löchern gekrochen kommen. Irgendwann vergeht einem als Frau dann wirklich die Lust, immer wieder darauf hinzuweisen, dass man selber die Dinge relativer sieht und sehr wohl auch auf Eigenverwantwortung der Frau pocht.

    • mila sagt:

      Das kann ich wiederum verstehen, Carolina. Weiter oben habe ich an MF eine Antwort gepostet, die meine bislang ‚gesammelte‘ Weisheit zum Thema Umgang mit doofen Sprüchen und Sexismen (gilt es in meinen Augen qualitativ zu unterscheiden) beinhaltet. Gibt frau sich beim einen wie anderen genervt, hat sie in aller Regel schon verloren. Es gibt, in diesem Sinn, zielführende Strategien – an denen arbeite ich. Aber klar, an einem ’schlechten‘ Tag fehlt mir mitunter mal die notwendige Abgeklärtheit (respektive Gelassenheit) dafür…

    • tststs sagt:

      „Wahnsinnig wurdet ihr ganz von allein.“ Aha, jetzt ist man/frau auch noch selber schuld, wenn man falsch geprägt wurde…
      Die menschliche Psyche ist etwas, das sich entwickelt und nicht auf Ewig in Stein gemeisselt mit der Nabelschnur aufgenommen wird.

      • mila sagt:

        „wenn man falsch geprägt wurde…“ – das ist doch der springende Punkt, tststs. Irgendwann ist man – bei aller Prägung – doch wirklich alt genug, besagte allfällige Prägung zu hinterfragen. Das dahinterstehende Konzept nennt sich Mündigkeit, und für deren Entwicklung ist am Ende weder die Allgemeinheit verantwortlich, noch die Nabelschnur.

      • mila sagt:

        Ich könnte es auch plakativer ausdrücken: Jesses, wenn ich mich von klein auf an all denen orientiert hätte, die mich als ‚kleine Prinzessin‘ verniedlicht und mir ausschliesslich Barbiepuppen geschenkt haben (mit denen ich ab und zu durchaus gerne spielte)… *nichtauszudenken* *augenroll* 😉

  • Greatsheep sagt:

    Tja Frau Braun, man sieht wieder wie Leute fern des Lebens sind…. Unsere Tochter (sehr weiblich und hübsch) regt sich mächtig über die Mit-Mädchen, Frauen und Mütter auf die Einsatz vermissen lassen weil sie Angst um ihre Nägel haben, vor Kratzer und Narben sich fürchten, schwitzen etwas ganz Schreckliches finden, sich in den Schlamm werfen als kindisch bezeichnen etc. Soooo schwarz (pööööse Männer) / weiss (gute, weise Frauen) ist die Welt nicht und unsere Tochter ist da ein tougher Mix und glänzt mit Sprüchen auch über Mädchen/Frauen. 🙂

  • Sportpapi sagt:

    Der Spruch war unpassend. Aber natürlich nicht ganz substanzlos.

    • mila sagt:

      Das mit dem ’nicht ganz substanzlos‘ müssten Sie mir noch genauer erklären. Aber ja, es gibt passendere und unpassendere Situationen, um auf das Aussehen einer Vertreterin des weiblichen Geschlechts zu referieren. Mir wäre dieser Spruch jedenfalls keinen Augenroller oder nur schon einen genervten Gedanken wert gewesen – er fällt ohnehin auf den Sprecher zurück. Und was sich nicht von der Hand weisen lässt: wenn Frauen tatsächlich umfassend (geschlechts-)neutral behandelt werden, ist es ihnen oft auch nicht recht. Ich denke da unter anderem an das generelle Zuvorkommen, das frau sich vom anderen Geschlecht wünscht (teils auch in der Arbeitswelt, z.B. im Sinne von Verständnis für ‚Frauenprobleme‘), oder an die Klagen derjenigen, bei denen Komplimente etc. mit zunehmendem Alter ausbleiben. So manche über Vierzigjährige beklagt sich dann bitterlich, dass sie (als sexuelles Wesen) unsichtbar werde… Anstatt dies vielleicht auch als eine Stück Freiheit von der zuvor angemahnten Objektifizierung zu sehen.

      • Sportpapi sagt:

        Danke für das klare Statement. Gut, dann hole ich auch etwas aus. Natürlich spielt beim Torschuss die Psychologie eine gewisse Rolle, und dabei vielleicht auch das Aussehen des Torwarts. Ich erinnere an die früheren schaurigen Goali-Masken im Eishockey, die so mittlerweile verboten sind. Ebenso spielt es eine Rolle, dass da ein Mädchen im Tor steht – da ist man sich gewohnt, präzise, aber nicht zu scharf zu schiessen. Wird teilweise ja auch so eingefordert. Überhaupt sind diese gemischten Teams ja umstritten. Es gilt für Mädchen als gute Schule, weil sie sie so intensiver spielen können. Für die Jungs ist das aber nicht nur angenehm. Es geht um etwas (Meisterschaft), und trotzdem wird mann sich instinktiv immer etwas zurücknehmen. Zumal auch das immer wieder eingefordert wird. Letztlich können die Jungs nur verlieren. Trotzdem finde ich es gut, wenn gemischt gespielt wird, sofern wirklich ein ähnliches Niveau erreicht wird.

      • mila sagt:

        Ok, dem kann ich folgen.

      • tststs sagt:

        @SP: Das von Ihnen geschilderte Dilema ist sicherlich vorhanden, aber bei einem Punkt bin ich nicht ganz einverstanden: „Es geht um etwas (Meisterschaft), und trotzdem wird mann sich instinktiv immer etwas zurücknehmen.“ Das Wörtchen „instinktiv“! Mit Mädchen anders umzugehen als mit Buben ist eine anerzogene Eigenschaft (so wie wir ganz allgemein lernen, mit verschiedenen Gruppen unterschiedlich umzugehen).
        Der Sport könnte da gerade für Kinder ein „Lehrblätz“ sein mit allen Teammitgliedern und Gegner gleich umzugehen, unabhängig von ihrem Geschlecht/Farbe/Religion etc.

      • tststs sagt:

        Und ich gebe es offen zu: Dieser Umstand (Unterschätzung) wird von mir auch ausgenutzt 😉
        Kleines Beispiel: An einem Poker- oder Jassturnier bringe ich die ersten paar Stunden so gut wie jeden Bluff durch, weil mir als Frau einfach nicht zugetraut wird, dass ich bluffe…
        Und wenn ich dann mal Geld verliere, entschuldigen sich meine Gegner fast schon, weil es doch nicht sein dürfe, dass ein Mann einer Frau Geld abnehme… 😉
        Aber ja, diejenigen, die sich weiterentwickeln nehmen dies als Lehrstunde und werden das nächste Mal nicht auf Brüste reinfallen 😉

      • mila sagt:

        @tststs: Frage, standen Sie selbst schon einmal – sagen wir mal – im Handballtor, während Buben/Männer auf sie geschossen haben? Oder haben sie auf dem Tennisplatz gegen einen Mann gespielt, der technisch auf einigermassen vergleichbarem Niveau war? In aller Regel wird sich zwischen ihnen kein Spiel entwickeln, wenn er sich nicht etwas zurücknimmt, da er meist – rein körperlich – stärker ist und entsprechend härter trifft. Was nichts über die ‚Qualität‘ ihres Spiels aussagt, es ihnen aber schwer bis unmöglich machen wird, ‚mitzuhalten‘.

        Wenn es um reinen Wettkampf – das ‚faire’…

      • mila sagt:

        …Messen, bin ich gut beraten, mich in meiner Geschlechts- und Alterskategorie zu bewegen. Nur dann kann ich mich leistungsmässig ‚objektiv‘ einordnen – und das sage ich, wohlgemerkt, als Frau. Oder anders formuliert: So ‚ernst‘ würde ich, zumal als Sportlerin, meine Bemühungen und mein Training dann doch nehmen. Es gibt demgegenüber viele andere Bereiche, wo ich mich problemlos mit Männern messen kann – der körperliche gehört für einmal tatsächlich naturbedingt nicht dazu. Wenigstens für die allermeisten.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Dass Sie die Unterschätzung ausnutzen, ist clever. Im Sport geht es aber meisten um anderes. In intensiven, körperbetonten Spielen ist der Kraft- und vor allem auch Gewichtsunterschied zu beachten. Entsprechend nehmen Männer Rücksicht, wie sie es auch gegenüber Kindern und Jugendlichen tun. So dass es ein Spiel gibt, und keine Verletzungen. Dazu kommen Hemmungen, was (unkontrollierte) Berührungen angeht.
        Und natürlich erleben Männer häufig, dass rücksichtsvolles Verhalten im gemeinsamen Spiel eingefordert wird – auch von sehr sportlichen Frauen.

  • Franziska Gygax sagt:

    Wenn es um Kinder-Fussball geht, kennen gewisse Eltern kein Pardon. Das ist ätzend. Zum Frauen-Fussball: Ich bin durchaus der Meinung, dass diese Sportart Respekt verdient. Ich persönlich schaue jedoch lieber den Männern beim Fussballspielen zu.

  • Karlen Gilbert sagt:

    Es gibt viele Männer, die nehmen es mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau sehr ernst, es gibt Männer die tun so als ob sie das tun und dann gibt es noch immer viele Männer, die können heute noch nicht verstehen, das Frauen z.B. als Bundesrätin gewählt werden können. Die verstehen nicht dass Frauen politisieren. Das Bild dieser Männer ist tatsächlich, kochen, waschen, kleider bügeln, Haus aufräumen, Kinder erziehen und vielleicht stimmen, aber das, was der Mann sagt. Diese Kategorie Männer, gibt es. Leider sind es nicht Ausnahmen, sondern es werden mehr, auch junge Männer gehören dazu. Meistens bekennen sich diese Männer zu der SVP und sind stolz darauf. Nach den letzten Wahlen, könnte es doch sein, dass diese Gruppe das Rad der Zeit zurückdrehen wird, wenn es mit dem Zuwachs so weitergeht. Trotz Wissen um diese Tatsache, gibt es auch viele Frauen die SVP wählen. Auch diese Kategorie nimmt zu. Wollen eigentlich die Frauen nicht gleichberechtigt sein? Sollen Ihnen die Männer eigenständiges Denken und Handeln abnehmen? Ich hoffe doch nicht

    • Felix Stern sagt:

      Sie haben es erkannt: es gibt immer mehr Männer und Frauen, die den radikalen Feminismus ablehnen, wie er hier vertreten wird. Gleichmacherei auf biegen und brechen ist quatsch. Wir sind verschieden – zwischen den Geschlechtern und als Individuen erst recht, da hat so ein Gleichmacheri-Totalitarismus keinen Platz. Es scheint aber immer noch einige Altachtundsechziger zu geben, die immer noch auf Gleichmacherei machen.

      • Carolina sagt:

        Meine Güte nochmal. Was für einfache Weltbilder haben Sie eigentlich, FS und KG? Da wird jeder SVP-Wählerin die Gleichberechtigung abgesprochen….. Da wird einfach mal wieder von radikalem Feminismus gesprochen, wenn Frau B Respekt und anständiges Benehmen einfordert (wohlbemerkt, ihren Bogen teile ich auch nicht – siehe oben).
        Und das ist genau das Problem: jedes Mal, wenn dieses Thema in seinen Spielarten hier kommt, treibt es dieselben Dünnbrettbohrer hoch, die mit den immer gleichen simplen ‚Wahrheiten‘ und Weltsichten ihre Verbitterung hier verbreiten. Wundert es Sie wirklich noch, dass sich kaum Frauen an diesen ‚Diskussionen‘ beteiligen? Wie sehen Sie eigentlich privat Ihre eigenen Frauen? Sind das alles die Ausnahmen?

    • Sportpapi sagt:

      Es ist doch nicht „das Rad der Zeit zurückgedreht“, wenn bei Wahlen das Geschlecht keine Rolle mehr spielt. Im Gegenteil.

  • Alpöhi sagt:

    Fem.inismus bringt mal wieder die Diskri.minierungskeule. Und zwar so wie es grad passt, logisch. Machen wir es doch fürderhin so: Alle, egal ob Männlein oder Weiblein, dürfen überall mitspielen. Also gemischte Mannschaften in Fussball, Leichtathletik, Velorennen, Skifahren usw. usf. DAS wäre Gleichberechtigung!

    Klar, Machosprüche sind blöd. Aber das hat mehr mit einem gefühlten oben-unten-Gefälle zu tun als mit dem Geschlecht. Blöde Sprüche gibt es nämlich auch innerhalb einer Geschlechtergruppe.

    • Felix Stern sagt:

      Das wäre eine spannende Idee: wir machen gemischte Mannschaften. Jeder darf aufstellen, wen er will – ob Männlein oder Weiblein – die besten Spieler sind gefragt. Mit wievielen Frauen ist zu rechnen bei einer gemischten Fussballmannschaft, Basketballmannschaft oder Volleyballmannschaft? Und woran liegt das wohl? Und jetzt bezogen auf die CEO’s dieser Welt. Woran liegt es wohl, dass es kaum weibliche CEO’s gibt (und die weiblichen CEO’s, die es gab, sind auch nicht besser – siehe Carla Fiorina).

      • Ulrich Gassner sagt:

        @FS: eine gewagte Parallele, die Sie da ziehen. Im Spitzensport gibt es offensichtliche Gründe, weshalb Frauen in der Regel nicht mit Männern mithalten können. Wo sehen Sie solche Gründe, wenn es um Unternehmensführung geht? Meiner Meinung nach gibt es keine.

      • Carolina sagt:

        Unser Herr Stern! Immer dabei, wenn es um dumme Schlussfolgerungen geht. Frauen können nicht mit Kritik umgehen, deswegen erreichen sich nichts (siehe oben!)….. Frauen sind, wenn sie es überhaupt je werden/wollen, miese CEOs, weil Herr Stern eine ’schlechte‘ identifiziert hat. Dieses Niveau, Herr Stern, verschlägt einem glatt die Sprache.

  • r.r.anderes sagt:

    Ich finde der Frauenfussball wird von den Frauen total im stich gelassen ,Sie himmeln lieber die ach so toll aussehenden Jungs an(das warum will ich nicht kommentieren….), mischen im Maennerfussball mit, moderieren in Stilettos Fussballsendungen, alles immer sexi und geil anzuschauen……auch der Fussball ist oversexed, ist halt unsere heutige kultur und betrifft Frau und Mann.

  • Nico sagt:

    Liebe Frau Braun was sie leider nicht erwähnen ist die Tatsache das wenn ein Mädchen in einer Juniorenmannschaft spielt sie bis zu zwei Jahre Älter sein darf als die Jungs in derselben Liga/Mannschaft um die physischen Defizite auszugleichen…., gibt also 14-jährige Jungs die gegen 16-jährige Mädchenmannschaften spielen. Ist das Ihre gewünschte Gleichberechtigung?

  • Fred sagt:

    Laberlaberlaber. Bitte kommen Sie endlich mal mit Fakten, wo Frauen konkret diskriminiert werden. Frauen haben exakt die gleichen Rechte – und das ist auch gut so. Falls sie konkrete Fälle von Geschlechterdisrminierung kennen, bringen Sie diese bitte zur Anzeige. Ungleiche Rechte darf es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben.
    Wenn Sie aber statt Gleichberechtigung nach Gleichstellung schreien, am besten per Quote, dann bin ich Ihr erklärter Gegner.
    Ansonsten verlange ich 50% Frauenquote auch
    – bei der Müllabfuhr
    – beim Militärdienst
    – bei Betonbauern, Dachdeckern und anderen schweren körperlichen Arbeiten.
    Ausserdem die automatische Angleichnung der Lebeserwartung von Männern und Frauen (was – das geht nicht?) oder zumindest wahlweise ein höheres Pensioneintrittssalter oder niedrgere Pensionszahlungen für Frauen.

    Ich hoffe, wir sind uns einig, dass das nicht der Weg sein kann.

    • Markus Rotkopf sagt:

      Die unterschiedliche Lebenserwartung sollte grundlegend angegangen werden, nicht nur finanziell bei der Pensionskasse. Ein Unterschied von 7 Jahren zwischen Bevölkerungsgruppen würde überall sonst hektische Aktionen von Politikern hervorrufen, nur über die Männer redet niemand.

      Es ist Movember!

      • Carolina sagt:

        Genau! Geht die unterschiedliche Lebenserwartung grundsätzlich an – bringt Frauen sieben Jahre vor Erreichen um die Ecke!

  • Robert sagt:

    Hier zwei Artikel weiter erklärt die Fitnessbloggerin, wie Frau zu einem schönen knackigen Po kommt…
    Weiss jetzt grad aber auch nicht, was das mit dem Ernstnehmen von Frauen zu tun hat.

    • Maik Schärer sagt:

      Als ob das auf die Frauen beschränkt wäre. Da gab es doch erst gerade die Meldung, dass immer mehr Junge Männer intensiv ins Fitness gehen, um den in den Medien vermittelten Schönheitsidealen gerecht zu werden.

  • Kaegi sagt:

    Die Frage kann man auch so stellen – warum sind so wenig Frauen an Fussballspielen und bei den Holligans?

  • alam sagt:

    Frauen, wo seid ihr?

  • Muttis Liebling sagt:

    Die intelligenteste Art, ein Problem bewusst nicht zu lösen, besteht darin, unendlich substanz- und zahnlos darüber palavern zu lassen.

    Wenn es zu einer Benachteiligung von Frauen im Berufsumfeld kommt, hat das keine psychologischen Ursachen. Begriffe wie ‚ernst nehmen‘, ‚Macho‘ beschreiben das genauso wenig wie Mittelwertsdifferenzen der Löhne. Es gibt schliesslich ganze Branchen, die geschlechtsunabhängig nach Tariftabelle bezahlen. Es gibt auch Jobs, in denen Frauen mehr verdienen, wenn auch wenige.

    Man muss sich schon mal die Mühe machen, differenziert die Ursachen zu finden, welche m.E. im Wesen der Marktwirtschaft liegen und entsprechend nur in der Wirtschaft zu beobachten sind.

  • Hattori Hanzo sagt:

    4:0 – da haben Sie ja mit grossem Geschick ein Beispiel ausgewählt, um zu untermauern, dass man Frauen endlich ernst nehmen soll und sie den gleichen Lohn „verdienen“ würden. Dem nicht genug, erwähnen Sie auch noch, dass die Frauen für ihre 0:4 Pleite „verdienten“ Applaus entgegen genommen hätten.

    • Martin Frey sagt:

      Und nicht zu vergessen, „erhobenen Hauptes“ gingen sie vom Platz… 😉 Und dies nach einer 0:4 Klatsche.

      • Blog-Redaktion sagt:

        Äh ja, weil sie eine gute Leistung gezeigt haben. Diese C-Juniorinnen spielen in der Liga gegen Mannschaften, die ausschliessilch aus jungen Männern bestehen. Schon klar, dass sie eher wenig Chancen auf die vorderen Ränge haben. Doch die Spierinnen werden gefordert und sie messen sich mit den Jungs – so dass sie gegen andere Frauenmannschaften womöglich noch besser spielen. G. Braun

    • Sportpapi sagt:

      Nach meinem Wissen ging das Frauen-Team sonst deutlich schlimmer unter…

      • Blog-Redaktion sagt:

        Hallo? Es geht darum, dass man sich mit Respekt begegnet und einander ernst nimmt, und sich nicht – kaum stehen mal ein paar Frauen auf dem Fussballplatz – bloss auf ihr Äusseres konzentriert. Ist das so schwierig? G. Braun

      • Carolina sagt:

        Ihr hört Euch schon ziemlich nach Stammtisch an, mit Verlaub gesagt. In der Regel (ausser eben beim Hobbysport) vergleichen sich ja im Sport Frauen mit Frauen und Männer mit Männern – dass es da Unterschiede gibt, lässt sich mMn nicht wegdiskutieren. Aber muss es deshalb Häme sein?
        Ganz allgemein: ich halte den Bogen von Machosprüchen auf dem Fussballplatz zu einer generellen Benachteilung der Frau überall (!) für mehr als gewagt – für mich zementiert es nur ein gewisses Opferbild. Mal ganz davon abgesehen, dass mimosenhaftes Verhalten und alles-auf-sich-beziehen, was dann in Forderungen nach politischer Korrektheit endet, keiner einzigen Frau weiterhilft. Wir haben einen fussballspielenden Sohn und ich kann gar nicht mehr zuschauen, so sehr ärgert mich das Verhalten von Vätern am Spielzeugrand. Da scheinen die niedrigsten Instinkte bedient zu werden und das hat null mit Geschlechterungleichheit zu tun. Mein Mann, der auch einer von diesen Vätern ist, fürchte ich, hält das für eine Ventilfunktion unter ‚Männern‘. Diskutiert das doch mal!

      • Ulrich Gassner sagt:

        Frau Br.aun: der Spruch richtete sich gegen den Sohn des Sprücheklopfers. Er unterstellt seinem Sohn, dass er nur deshalb an der Torwartin nicht vorbeikommt, weil er zu sehr ihrem Aussehen abgelenkt ist. Das macht den Vater in meinen Augen zu einem Dummdödel. Darin aber eine furchtbare Respektlosigkeit gegenüber der Spielerin zu sehen, ist meiner Meinung nach etwas kindisch.

      • Martin Frey sagt:

        Zu konstatieren, dass im Fussball ganz andere, teils sehr viel verletzendere und üblere Sprüche usus sind, hat wohl nicht mit Stammtischniveau zu tun. Falls einem das nicht bekannt sein sollte, darf man/frau gerne mal auch im Rahmen eines Profispiels mitten in der Menge auf der Tribüne Platz nehmen und einfach mal zuhören… Fussball ist nun mal so, halt eben auch für viele ein Ventil.
        Aber was sich nicht wegdiskutieren lässt: im Fussball ist ein 0:4 (ein 0:5 sowieso) einfach eine Klatsche. Häme ist da an sich fehl am Platz, es gibt aber auch nichts zu beschönigen ansonsten man schnell mal ins Muster der positiven Diskriminierung fällt. Und das wollen wir ja doch auch nicht, nicht wahr?

      • Ka sagt:

        @Martin Frey: im Junioren Fussball gibt es sehr oft solche Resultate, auch unter den Knaben Mannschaften, auch ein 6: 0 ist das noch oft möglich!! Schauen sie sich die Ranglisten mal an.

      • Hattori Hanzo sagt:

        Carolina – ja so ist das, wie sie es sagen. Meine Häme bezieht sich aber auf diesen „Bogen, der hier gespannt wurde“ (sicher nicht auf die Frauen, die sich wacker geschlagen haben und 10mal besser Fussball spielen als ich).
        Die Analogie bezüglich Lohngleichheit, Anerkennung auf Gleichwertigkeit in „Männerterritorien“ mit einem 0:4 zu begründen, ist doch reichlich unüberlegt. Gerade mit dem „erhobenen Haupt“ und dem „verdienten Applaus“, der aus Ritterlichkeit gespendet wird, wird der grosse Unterschied (in dieser Sache) am eindrücklichsten bewiesen.

      • Hattori Hanzo sagt:

        @Blogredaktion – das ist ein Problem des Fussballs. Diese Sportart hat wenig, bis nichts mit Respekt für den Gegner zu tun.
        Da müssen sie Rugby spielen oder Tennis.

      • Carolina sagt:

        Ist das jetzt eine Antwort an mich, MF? Sie sehen diese Ventilfunktion also auch? Und darf ich fragen, ob es nicht unter Umständen denkbar wäre, die Zustände im Profimännerfussball zum Heulen zu finden? Auch das, was auf den Tribünen stattfindet? Und dass wenigstens im Freizeitfussball ein Minimum an Respekt gewünscht wird? Oder ist das sofort unter weiblich-naiv abzubuchen?

      • Carolina sagt:

        Frau B, ich wage es mal wieder: Da Sie sich ja dankenswerterweise selber an der Diskussion beteiligen: nervt es Sie nicht, ständig hin- und herzuscrollen, um zu sehen, ob neue Beiträge bzw Antworten eingegangen sind? Ich finde, es verunmöglicht eine wirklich lebendige Diskussion! Wäre wirklich sehr, sehr froh, wenn die ‚letzten Beiträge‘ wieder eingeführt würden!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina
        beschränk mich heut glaub aufs mitlesen, aber hier schliesse mich äusserst gerne an…,
        die „letzten“ gingen erhobenen Hauptes vom Platz, schön-

        und wann kehren „die letzten“ erhobenen Hauptes wieder hier ein?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Frau Braun

        da Sie offensichtlich am zeitnahen mitlesen sind…, habe ich Sie falsch verstanden als Sie uns vor einiger Zeit die Rückschaltung der letzten Kommentare ansagten?
        Es würde das mitlesen wirklich enorm erleichtern, und ich versteh die Politik dahinter nicht wirklich, in einem anderen, mindestens teilweise erbittert mitkommentierten Bl og sind die letzten Kommentare noch nie entfernt worden, wozu hier?

      • Blog-Redaktion sagt:

        @Brunhild Steiner: Die Ansicht der letzten Kommentare kommt wieder; es kann sich nur noch um Stunden handeln. G. Braun

      • Carolina sagt:

        Uhm, noch eine Frage, Frau B: Weiss jemand, warum mein Nick seit neuestem in Rot erscheint?

      • Martin Frey sagt:

        Eine längere Antwort an Sie wurde leider „versenkt“, Carolina. Daher das Ganze in Kurzform:
        Ja, ich sehe Fussball als sehr starke Ventilfunktion insbesondere für die breiten, oft männlichen Massen. Die Rituale und Gepflogenheiten erinnern derweil stark ans Mittelalter, man kann das gut, schlecht oder einfach nur faszinierend finden. Die Bedeutung aber kann man nicht wegdiskutieren.
        @ka: Klar sind die Resultate im Breitensport oft derart gelagert. Mir ging es aber um die für mich spürbare positive Diskriminierung, darauf wollte ich hinweisen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @GB

        hm, also dann hoff ich mal dass sich die Stunden an unsrer Zeitrechnung orientieren und sich nicht alt testamentliche Unschärfen erlauben in Form von eine Stunde ist tausend Jahre oder bisschen weniger… 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        und ich dachte schon Sie seien nun auf dem Karrieretrip inklusive Vernetzungs-hinl i n k-modus überall…

      • Sportpapi sagt:

        Faktisch war es ja offenbar so, dass der Leader gegen ein krass unterlegenes Team antrat, das bereits mehrfach ein „Stängeli“ kassierte. Und dass er die Tore nicht schoss. Wegen der tollen Torhüterin, oder weil man halt die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen liess. Da mag der Zuruf inhaltlich nicht passend gewesen sein, er war aber vermutlich offensichtlich als Weckruf gedacht.

      • Carolina sagt:

        BS: Wenn meine Karriere von der Verlinkung hier abhängen würde, wäre sie längst im Eimer;-)
        MF: Mein Mann argumentiert genau gleich (und bis zu einem gewissen Grad kann ich das nachvollziehen – Brot und Spiele). Für ihn ist es ganz klar: if you can’t stand the heat get out of the kitchen. Mir tut es allerdings in der Seele leid, wenn ich gerade Buben, die zwar Fussball lieben, aber doch eher zarte Seelen sind, auf dem Spielfeld regelmässig zur S.. gemacht werden und mit nicht zitierfähigen Sprüchen angef…..t werden. Ist die Antwort darauf wirklich: dann such Dir doch einen anderen Sport?

      • Martin Frey sagt:

        Ich verstehe Ihren Punkt sehr gut, Carolina. Es tut einem manchmal weh zu sehen, wie insbesondere etwas feinere, sensiblere Knaben manchmal auf der Strecke bleiben. Dies passiert aber nicht nur im Fussball, notabene.
        Andererseits ist Fussball nun mal ein etwas rauherer Sport, wofür auch nicht jede/r geeignet ist. Es ist auch nicht jede für Geräteturnen geeignet. Wo in meinen Augen jeweils eine Grenze überschritten wird: wenn die Kinder auf einer persönlichen Ebene angegangen werden, noch schlimmer, wenn diese Grenzüberschreitungen von anderen Eltern begangen werden. Dann sollten wir auch…

      • Martin Frey sagt:

        Dann sollten wir auch mal als Erwachsenen intervenieren, meine ich. Weil das dann mit den naturgegebenen Rauhheiten der Sportart nichts mehr zu tun hat.

        ps. passiert das in den letzten Tagen eigentlich nur mir, dass die Texte einfach mit einem wenig eleganten … willkürlich verkürzt respektive abgeschnitten werden?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ma rtin F rey

        immer auf das halbvolle Glas konzentrieren und sich freuen dass es (immerhin!) verkürzt zwar, aber wenigstens in Bruchstücken landet; die halbleeren gehen nämlich den Weg digitales Nirvana einfach… 😉

  • Elisa sagt:

    Ich ärgere mich auch manchmal über solche Äusserungen. Eher weniger auf dem Fussballplatz, aber bei anderen Gelegenheiten. Nur – den „Gegner“ nicht ernst zu nehmen, macht einen verwundbar, weil man ihn/sie unterschätzt. Das kann frau ausnützen. Gnadenlos.

  • Dilek Demirel sagt:

    Aber insgesamt Frau Braun bin ich dann doch eher pessimistisch. Die Kinder von heute werden ja noch ungleicher erzogen wie wir damals; den Mädchen wird eingetrichtert, dass Hübsch- und Dünnsein das Wichtigste im Leben ist, man soll primär von möglichst vielen Männern wegen der Optik angehimmelt werden. Und jaja, wir haben genügend Gleichberechtigung. Wenn dann der Durchschnittstyp neben einem karrieremässig davonzieht, dann kommt erst kommt man auf die Welt.

  • Martin sagt:

    da wird viel im gleichen Topf verruehrt. Bin eigentlich auch der Meinung, gleiche Arbeit gleicher Lohn, wer den Radiergummi hinter dem Tisch bedient kann mir eigentlich egal sein.

    Im Sport sieht es anders aus. Frauen kommen nicht an die Klasse vom anderen Geschlecht.

    • alam sagt:

      Da gibt es schon auch noch andere Sportarten als Fussball, im Fall!

      • Sportpapi sagt:

        In denen Frauen besser abschneiden als die Männer? Die da wären?

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi: Synchronschwimmen

      • Franz Vontobel sagt:

        Ultra-Langstreckenschwimmen, afaik… aber auch Schiessen und Reiten…

      • Sportpapi sagt:

        Nicht mal da, Vontobel.

      • Ulrich Gassner sagt:

        SMS-Schnelltippen.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Männer sind zu den Synchron-Wettkämpfen nur beschränkt zugelassen. Und wie mir eine frühere Spitzenschwimmerin gesagt hat: Es ist wieder eine andere Sportart, weil ganz andere Hebefiguren möglich werden.

      • Martin Frey sagt:

        Ich weiss, Sportpapi. 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Na, dann werd‘ ich die Olympiagoldmedaille von Christine Stückelberger wohl geträumt haben… wie auch den ‚Manhattan Island Marathon Swim‘…

      • tststs sagt:

        @SP: Stufenbarren/Schwebebalken; Ballett; Cheerleading…

        Und eben: Es sind in den meisten Sportarten gar keine direkten Vergleiche möglich, weil idR auf ganz anderen Niveaus trainiert wird und ein ganz andere Maschinerie dahinter steht.

      • Sportpapi sagt:

        @Vontobel: Klar, und dass Federer jetzt wieder ein Turnier gewonnen hat heisst nichts anderes, als dass ältere Männer grundsätzlich besser Tennis spielen als junge.
        @tststs: In den meisten Sportarten sind die Trainingsmöglichkeiten identisch, nämlich amateurhaft. Und zu Ihren Beispielen: Es ist also die einzige Möglichkeit, besser zu sein als Männer, wenn die eine Disziplin nicht betreiben? Cheerleading ohne Männer funktioniert auf Topniveau übrigens auch nicht.

      • Martin sagt:

        Nebst dem schmerzt es dem Auge, wenn man Frauen beim Kampfsport zuschaut. bsp. Frauenschwingen, -Sumo, -Rugby.

  • Chris H. sagt:

    Ach Kinder, nehmt doch nicht immer alles so ernst. Wer schon mal auf einem Fussballplatz war, gerade in unteren Ligen, der weiss, dass immer dumme Sprüche fallen. Das gehört einfach dazu. Wer alles schön politisch korrekt will, der soll Volleyball oder Unihockey spielen.

    • Felix Stern sagt:

      Bei UNihockey oder Volleyball werden auch irgendwelche Sprüche fallen. Wer es politisch korrekt haben will, der muss zu Hause bleiben. Und das ist auch der Grund, warum es völlig verständlich ist, dass Frauen nicht so viel verdienen wie Männer: sie können nicht mit Kritik umgehen. Wenn man nur noch das tut, wo man frei von Kritik bleibt, ist das Ende der Fahnenstange schnell erreicht.

  • Herr Meyer sagt:

    DIE Männer diskriminieren UNS Frauen. Vielleicht sollten sie sich mal von diesem wir und sie Gehabe loslösen, damit bringen sie nur Emotionen in eine Diskussion, in die keine rein gehören. Fakt ist, und das können sie praktisch in jeder Studie zu dem Thema nachlesen (Stichwort faktorielle Survey über Beförderung/Bezahlung), auch Frauen stufen die Leistung anderer Frauen als weniger wertvoll ein. Geschlechter werden von der ganzen Gesellschaft diskriminiert und nicht nur vom anderen Geschlecht alleine, es ist schon lange kein Geschlechterkampf mehr.

  • Independent sagt:

    Frau Braun, mit der (zum himmelschreienden) Lohnungleichheit, der gläsernen Decke (was immer das auch beinhalten soll…) gebe ich Ihnen ja noch Recht. Dass wir heute nach wie vor Männern ein höheres Gehahlt – bei gleicher Leistung – ausbezahlen, verstehe ich halt immer noch nicht. Kein Thema – das ist nicht ok, soll und muss weiter diskutiert werden.

    Aber lassen Sie mich das so formulieren wenns ums Thema Fussball geht: Die Frauen-Teams (ich zögere ja schon das Wort „Mannschaften“ 🙂 zu benützen) spielen langsamer, ängstlicher, technisch bei weitem nicht so ausgereift wie die Männer – das zumindest bei den Profis (bei den Kids kann ich nicht mitreden – aber da Ihr Artikel ja nicht auf den Kindersport begrenzt ist nehme ich an Sie weiten das Thema auf sämtliche Ligen aus). Und wissen Sie noch was Weiteres Frau Braun; Da helfen auch solche Artikel wie Ihre nicht weiter. Denn die physischen Unterschiede (bei Technik sowie Körpereinsatz) werden immer zu einem langweiligeren, weniger spannenden Spiel führen.

    Und wenn jemand das Offensichtliche hervorhebt (in diesem Falle notabene mit einem billigen Spruch) dann finde ich ist das ok so, ist halt Sportplatz Getue. Wenn es Ihnen nicht passt, dürfen Sie ja am Sonntag auch der Seitenlinie fernbleiben.

    • alam sagt:

      Ui nein, eben genau nicht. Auf billige Sprüche gegen weibliche Wesen auf dem Sportplatz dürfen weibliche Wesen sehr wohl reagieren. Wenn Ihnen das nicht passt, hätten Sie im letzten Jahrtausend bleiben sollen.

    • Maik Schärer sagt:

      Dafür fallen die Frauen im Fussball nicht die ganze Zeit wie die grössten Waschlappen um und jammern bei der kleinsten Berührung, als ob sie ein Bein verloren hätten (Für mich ein Grund, weshalb ich mittlerweile kein Männerfussball mehr schaue). Habe gestern Abend die letzten 20 Minuten Leverkusen gegen Wolfsburg geschaut (Frauenliga), das technische Niveau mag nicht so hoch wie bei den Mannen sein, dafür wurde Fussball und nicht Theater gespielt.

      • Ulrich Gassner sagt:

        @MS: Sie haben recht, das Getue ist manchmal unerträglich. Dass solches Gehabe im Frauenfussball weniger verbreitet ist, liegt wohl daran, dass dort noch viel mehr Idealismus und sehr viel weniger Geld im Spiel ist. Im Tennis, wo Frauen aus mir unerklärlichen Gründen die gleichen Preisgelder abräumen wie die Männer, benehmen sich die Frauen ja kaum weniger divenhaft als ihre männlichen Kollegen.

      • Remo Nydegger sagt:

        Dann, Herr Schärer, kann ich Ihnen nur empfehlen einmal die englische Liga zu schauen. Dort gibt es nichts von umfallen und simulieren (ausser vielleicht bei Chelsea). Man muss halt schon ein bisschen über den Tellerrand blicken wollen.

    • Ka sagt:

      @Independent :ich habe nun doch schon einige Jahre Mädchenfussball beobachtet. Reine Mädchenmannschaften die in der Meisterschaft gegen die Jungs antreten sind technisch meisten um einiges besser als die Jungs. So bis 14 Jahren könne sie auch körperlich mithalten. Nach dem Hormonschub ( Östrogen verlangsamt, Testosteron bringt Schnelligkeit und Kraft) können sie gegen die jungen Männer meistens nicht mehr mithalten. Ob deswegen der Frauenfussball weniger attraktiv ist glaube ich nicht, es ist einfach etwas anderes und muss nicht immer miteinander verglichen werden. Frauentennis ist auch nicht gleich kraftvoll wie der Männertennis und trotzdem attraktiv. Dumme Sprüche müssen sich die Fussballerinnen aber trotzdem laufend gefallen lassen und für die kleinen Jungs gibt es keine grössere Blamage, als gegen die Mädchen zu verlieren. Da fallen oft ganz böse Worte. Leider auch von eitlen Vätern!

      • Sportpapi sagt:

        @ka: Beim beschriebenen FCZ-Frauenteam handelt es sich aber quasi um das regionale Kader des besten Fussballclubs der Schweiz, das bei den Mädchen international mithalten kann, in der Schweiz aber gegen die Jungs aus bescheidenen Breitensportvereinen kaum eine Chance hat. Obwohl die Mädchen vermutlich wirklich technisch und taktisch besser sind (und vermutlich auch mehr trainieren).

      • Ka sagt:

        @ sportpapi: stimmt nicht ganz, die FCZ Mädchen spielen in der Coca Cola leage, das ist die höchste leage auf diesem Niveau, auch glaube nicht, dass die anderen Knaben Mannschaften das goutieren, als bescheidener Breitensport deklassiert zu werden. Die Mädchen haben aber bezüglich Schnelligkeit keine Chance, deshalb spielen sie auch nur eine Saison mit den Jungs, nachher spielen die Frauenmannschaften untereinander eine nationale Meisterschaft.
        Die U 13 FCZ Mädchen sind übrigens auf dem 3. Rang in der aktuellen Tabelle!

      • Sportpapi sagt:

        „stimmt nicht ganz, die FCZ Mädchen spielen in der Coca Cola leage, das ist die höchste leage auf diesem Niveau“. Abgesehen von der Footeco-Meisterschaft, in der die Kaderspieler aufeinendertreffen. Die Gegnerschaft stammt jedenfalls vorwiegend aus den Jugendabteilungen von 3-Liga-Vereinen.

    • Ulrich Gassner sagt:

      „Denn die physischen Unterschiede (bei Technik sowie Körpereinsatz) werden immer zu einem langweiligeren, weniger spannenden Spiel führen.“

      Psst… das dürfen Sie hier nicht sagen, das ist ‚biologistisch‘. Spätestens seit der Frauen-WM in Deutschland wissen wir dank der damals betriebenen Propaganda, dass Frauen-Fussball genauso toll, spannend und athletisch ist wie das Männer-Pendant. Wer das bestreitet, ist per se ewiggestrig, zurückgeblieben und doof.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Kommt hinzu, dass der Sprücheklopfer die Fähigkeit der Torwartin gar nicht in Frage gestellt hat; er hat sich über seinen Sohn mokiert (was ihn allerdings auch nicht sympathischer macht.) Wenn man – wie die Au.torin – offenbar etwas gar schnell in den Empörungs-Modus wechselt, übersieht man solche Nuancen gerne.

    • Blog-Redaktion sagt:

      @Independent. Ach, wisssen Sie, auch wenn Frauen womöglich nicht auf dem selben technischen Nivau kicken, ist’s trotzdem daneben, sie nicht für voll zu nehmen. Und bei dem billigen Spruch gings ja eben genau darum: Die Torhüterin verteidigte toll, so dass es für die Jungs lange kein Durchkommen gab. Weshalb also will man sie als Spielerin partout nicht ernst nehmen? LG Gabriela Braun

      • Martin Frey sagt:

        Aber vielleicht war es auch als (nicht ganz geglücktes) Kompliment an die Torhüterin gedacht, sowie als implizite Kritik am eigenen Sprössling, Frau Braun? Womit die Torhüterin eigentlich doch ernst genommen wäre, meine ich. Ganz im Gegensatz zum eigenen Sohn.

      • mila sagt:

        MF: Man kann den Spruch durchaus auch in der Lesart auffassen ‚viel mehr als gut aussehen kann die nicht‘. Aber eigentlich spielt es keine Rolle, wen der Mann nun genau beleidigen wollte – es war wohl für den Sohn keine allzu angenehme Situation, und ebensowenig wie für die Spielerin, falls sie die Aussage mitbekommen haben sollte.

        Früher habe ich mich selbst massiv über solche dummen Sprücheklopfer geärgert. Dann wurde mir bewusst, dass diejenigen Frauen am Besten fahren, die simple Doofheit(en) ignorieren, und dafür wirklich bedenkliche Sexismen (z.B. am Arbeitsplatz) unaufgeregt, aber entschieden in die Schranken weisen – alles muss und sollte man sich nicht unerwidert gefallen lassen. Danach kuckt so mancher ‚Zurechtgewiesene‘ ziemlich ’nass‘ aus der Wäsche, bleibt sprachlos oder stammelt höchstens noch etwas in der Richtung „oh nein nein, so war es doch nicht gemeint…“. Da seine Aussage ihr Ziel verfehlt hat, ist sie auf den Sprecher zurückgefallen, Schiff versenkt. Regt sich die Frau hingegen sichtlich auf, wird sie laut oder schrill, hat sie verloren, unabhängig davon, ob sie im Recht ist („die hat doch keine Nehmerqualitäten…“).

        Das allerbeste Rezept ist allerdings immer noch: sich durch kontinuierliche Leistung – und dezidierte Betonung dieser Leistung – unter Beweis zu stellen. So kann sich frau ohne gröberen Nervenverlust und sinnlose Aufreibereien noch jeden Respekt verdienen – meiner Erfahrung nach selbst vom allerdoofsten Sprücheklopfer.

      • Martin Frey sagt:

        Bin sehr einverstanden, mila. Obwohl ich mir nicht mal sicher bin ob in dem erwähnten Fall der „Sprücheklopfer“ nicht auf seine ganz eigene Art und Weise der Torhüterin ein Kompliment machen, seine Anerkennung ausdrücken wollte.
        Ihre Vorgehensweise, Ihre Haltung zu dem leiden Thema finde ich sehr gut, sehr souverän, mit dem richtigen Mass an Entspanntheit ohne laissez-faire.
        Einzig die wirklich hartgesottenen tumb-notorischen Sprücheklopfer, die halte ich für wenig belehrbar. Weil sie meist aus einer ganz eigenen, meist insuffizienten Warte aus starten. Dort ist Hopfen und Malz meist…

      • mila sagt:

        Das dachte ich auch immer, Martin. Und dann habe ich doch ab und an festgestellt, dass der tumbste Sprücheklopfer höchstwahrscheinlich nicht von seinem ‚angestammten Metier‘ ablassen wird (das zu erwarten wäre also in der Tat verlorene Liebesmüh). Aber einem selbst, als Individuum, wird er mitunter anders begegnen.

      • Sportpapi sagt:

        Der Sprücheklopfer sagt vor allem, man solle die Gegnerin, hier Torhüterin, endlich ernst nehmen. Das gleiche wird der Trainer in anderem Ton (hoffentlich) dem Team auch mitgeteilt haben.

      • mila sagt:

        Sagen Sie mal, SP: Woher wollen Sie das – angesichts des spärlich gelieferten Aussage-Kontexts und der (dadurch) mehrdeutig auslegbaren Aussage – so (haar-)genau wissen? So weit würde ich mich in diesem Fall jedenfalls nicht auf einen spezifischen Ast versteigen wollen… 😉 Aber klar, man kann auch immer das in eine unklare Botschaft hineininterpretieren, was man lieber hören möchte. Sie (und eine gefühlte Mehrheit der Männer) das eine, Frau Braun (und eine gefühlte Mehrheit der Frauen) das andere.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Also frage ich die gefühlte Mehrheit der Frauen mal: Welchen Zweck soll denn ein solcher Spruch haben? Wozu ruft der Vater das dem Sohn zu?

      • Carolina sagt:

        Ich als ‚gefühlte Mehrheit‘ finde Deine neueste Theorie unten, SP, der Zuruf sei als Weckruf gedacht, geradezu lächerlich! Ich weiss natürlich auch nicht mehr als Du, aber mir scheint immer, man könnte eine blöde Aussage auch einfach mal so benennen und es dabei lassen – man muss nicht einen ganzen Blogtag jedes einzelne Wort sezieren, um dann noch eine reichlich abstruse Theorie zu äussern.

      • Carolina sagt:

        Aendert aber nichts daran, dass ich diesen Zuruf als wirklich nicht besonders furchtbar empfinde – hätte zwar wie Frau B dem Vater auch irgendetwas an den Kopf geworfen, aber im Prinzip rangiert das unterhalb dessen, womit die meisten Menschen irgendwann mal fertig werden müssen.

      • Sportpapi sagt:

        Und der Vater macht das zu welchem Zweck, nach deiner Theorie, Caro?

      • mila sagt:

        Guter alter Frustabbau vielleicht? Wenn ich jemanden genuin ‚wecken‘ oder motivieren will, stelle ich das (respektive mich) in jedem Fall anders an. 😉

        Wie auch immer, ich sehe mich hier definitiv nicht ‚kompetent‘ genug, um eine verbindliche Hand für eine bestimmte ‚Intention‘ des Vaters ins Feuer zu legen… Das schiene mir sehr abwegig. Klar ist nur: er hätte ziemlich sicher nicht aufs Aussehen des Goalies referiert, wäre ein Junge im Tor gestanden. Aber ob er sich dann weniger doof geäussert hätte, steht auf einem anderen Blatt.

      • S. Müller sagt:

        Was hat das mit dem „nicht für voll zu nehmen zu tun“? Sport weckt Emotionen und Emotionen wecken dumme Sprüche und irrationales Verhalten. Aber Emotionen machen glücklich.
        Ich kann ihr Problem nicht nachvollziehen…
        Sind sie ein unsicherer Mensch? Fühlen sie sich immer bewertet?
        Menschen die andere bewerten fühlen sich meistens selbst bewertet.
        Vielleicht verhindern ja auchVorurteile gegenüber „Machos“ zu sehen wie diese Männer wirklich sind. Dem Text nach ein Vater, als gibt es auch eine Mutter. Vielleicht verhindern ihre Vorurteile zu sehen, dass der Mann seine Frau wertschätzt und liebt anstelle sich Gedanken über Rollenbilder zu machen…

    • tststs sagt:

      Sorry, hier wird einfach behauptet, dass Jungs besser geeignet wären (körperliche Gegebenheiten) als Mädchen. Der ganze Faktor des Trainings und der Routine wird völlig ausgeblendet…

      Independet tönt es ja auch an: gibt es bei den Neulingen frappante Unterschiede (zwischen Jungs und Mädels)? Nope… höchstens zwischen den Individuen…

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