Die Ohrfeigen-Frage

Es geschah im Zug. Sonntagabend, ein Waggon voll ausgelassener Weekend-Schlachtenbummler und mittendrin sass diese junge, blasse Frau und machte ein Gesicht, als rollte der Zug direkt über sie. Doch es war nicht der Zug, es war ihr Kind, ein blonder Junge von vielleicht sechs Jahren. Er bohrte in der Nase, plärrte herum und nervte ihre kinderlosen Freundinnen, indem er ihnen seinen Plastikdinosaurier in die Rippen stiess und mit seinen Schuhen auf den Sitzen rumtrommelte.

Mamablog.Züchtigung.01

Das waren noch Zeiten! Im 19. Jahrhundert hiess es in den Schulverordnungen: «Am passendsten ist für die körperliche Züchtigung die Ruthe». Lithographie, um 1835.

Die Mutter zischte den Jungen an, als herrschte in ihrem Kessel ein Überdruck, aber der Junge, offensichtlich unbewandert in den Gesetzen der Thermodynamik, stellte sich taub. Und dann explodierte sie, packte ihn am Arm, riss ihn herum, schrie ihn an und er liess es mit sich geschehen, als sei er das Spielzeug und sie das Kind. Augenblicklich zog die Frau die Zielscheibe aller Blicke im Wagen. «Armes Kind», drückten die zugehörigen Mienen aus. Ja, armes Kind. Aber auch: arme Mutter.

Ich habe meine Kinder noch nie geschlagen. Die Beherrschung verloren habe ich aber schon des Öfteren, vor allem als meine Kinder noch kleiner und mein Stress grösser war, brüllte ich schon mal rum und stellte mir alles mögliche vor. Zu gut erinnere ich mich an das bittere Gefühl in der Kehle nach einem Tobsuchtsanfall und die Empfindung, irgendwie unscharf gezeichnet zu sein. Es gibt kaum etwas Elenderes.

Und Gewalt beschränkt sich ja nicht auf Handgreiflichkeiten. Es gab eine Phase, da meine Tochter beispielsweise besonders renitent war. Und als sie sich einmal nach einer Auseinandersetzung weigerte, ins Zimmer zu gehen um dort aufzuräumen, drohte ich, sie an den Haaren dahin zu schleifen, wenn sie jetzt nicht komme. Das war eine leere Drohung. Dennoch kam sie jüngst nachts weinend an mein Bett und erzählte von einem Traum, bei dem ich sie an den Haaren im Kreis herumgeschwungen hätte.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht um regelmässige häusliche Gewalt gegen Kinder. Die ist immer falsch und zu verurteilen. Mir geht es um die Frage, wo die Grenze zwischen Macht als erzieherischem Faktor und der zu Recht verpönten Gewalt liegen. Andererseits muss eine körperliche Intervention nicht immer gleich eine Katastrophe sein. Ich selbst wurde nie geschlagen. Einmal aber hatte auch meine Mutter genug von meiner Renitenz. Ich hatte die Angewohnheit, bei ihren Standpauken einfach davonzulaufen. Eines Tages hielt sie mich an den Haaren fest. Ich lief nie mehr davon.

Was meinen Sie? Gibt es Situationen, da eine Ohrfeige erlaubt ist? Und zu welchen Mitteln darf man greifen, um der elterlichen Autorität Nachdruck zu verleihen?

551 Kommentare zu «Die Ohrfeigen-Frage»

  • Andrea Mordasini sagt:

    Gewalt (körperlich, seelisch, verbal, sexuell) an Kindern, den schwächsten der Gesellschaft ist feige und inakzeptabel! Klar kann es vorkommen, dass einem im Affekt mal die Hand ausrutscht. Doch diese Ausrutscher müssen eine Ausnahme sein! Respektvoll, anständig, aber auch selbstsicher und selbstständig werden Kinder nur, wenn wir ihnen diese Werte selber vorleben und ihnen selber mit Respekt, Anstand, viel Liebe, Wärme und Geborgenheit begegnen. Es ist an uns Erwachsenen, die jüngsten, schwächsten, hilf- und wehrlosesten unter uns gegen jegliche Art von Gewalt, Leid und Missbrauch zu schützen

  • Hannibelle sagt:

    @Hirzel
    Man kann doch nicht Pferde und Kinder miteinander vergleichen! Abgesehn davon tun Schläge Pferden und kindern weh und führen zu psychischen Störungen, denn Schläge vermindern das Selbstwertgefühl von Kindern, genauso wie Sätze wie: Du kanns, nichts du bist zu nichts gut etc. also solltest du dich sowohl von Kindern als auch von pferden vernhalten, denn auch Pferde reagieren negativ aufSchläge sie merken sie sich, bestimmt aber auch den der sie verpasst hat und derjenige braucht sich dann wirklich nicht zu wundern wenn er das nächste mal nen Pferdetritt abbekommt! LG Hannibelle

  • @ Eni

    Guten Morgen Eni… sorry, dass ich Ihnen die Nacht versaut habe. Nun, meine Zweifel an Ihren Geschichten bestätigen sich, je mehr ich von Ihnen lese. So wie Sie Fragen mit Unterstellungen verwechseln, setzen Sie ‚eins hinter die Ohren‘ mit Gewalt und Misshandlung gleich. Ich hab irgendwie den Eindruck, Sie leben fern ab jeder Realität. Sie selber schlagen wild um sich und greifen andere Personen unter der Gürtellinie an, fühlt man Ihnen etwas auf den Zahn, drehen Sie durch.

    Sehen Sie, wären meine 4 Kinder von 4 verschiedenen Frauen wie Sie mutmassen, würde dies nur für mich sprechen, denn alle wohnen bei mir. So hätte ein Gericht die elterliche Gewalt und das Sorgerecht vier Müttern entziehen und mir, einem Schläger, zusprechen müssen. Wie das bei den Zwillingen funktionieren sollte, hab ich z.Z. keine Idee. Ihre Fantasie lässt aber mit Sicherheit eine generieren – oder kam Ihnen die Idee, weil meine Frau dunkel ist und meine 4 Kinder hellhäutig sind? Ja, ich hab auch gestaunt…

    Vielleicht noch ein Tip: Wenn Sie Ihren Ex Mann öffentlich und dazu noch bei vollem Namen, wie in anderen Posts derart durch den Dreck ziehen, könnte dies strafrechtliche Folgen haben für Sie.

    So, nun muss ich Essen beschaffen für meine ‚gespawnten pricks‘ wie die liebe Katharina so lieb kommentierte. 🙂

    Ein recht schönen Dienstag alle zusammen!

    • Eni sagt:

      @ Herr Wahl

      Sorry, Sie haben mich falsch verstanden. Ich habe Ihnen nicht unterstell die Kinder mit verschieden Frauen zu haben, ich habe das als Beistpiel genommen, dass ich Ihnen auch etwas unterstellen könnre wie Sie mich auch der Lüge bezichtigen. Sorry, wenn Sie das falsch verstanden haben, aber ich habe ja geschrieben, dass ich spekulieren könnte, ob es denn wohl so ist.

      Aber Sie unterstellen mir schon wieder: ich habe nie unter vollem Namen meinen Ex erwähnt ( wo bitte sind denn diese Posts die Sie meinen, dass Sie von mir sind? ) sondern das was ich geschrieben habe nur immer unter dem Namen Eni veröffentlicht unter anderem auch von seiner Verschwendungssucht wo ich ende Monat jeweils nicht wusste, womit ich essen kaufen sollte. Ich kann Ihnen versichern, dass ich niemals hier Lügen verbreitet habe und NIE einen Namen erwähnt habe.

      Also bitte: welche Posts meinen Sie?

      • Eni sagt:

        @ Herr Wahl

        Also, ich weiss, dass manchmal mit mir die Pferde durchgehen und dass ich dann ausraste. Meine Vehemenz zum Thema Schlagen hat mit dem Erlebten zu tun ist aber sicher keine Entschuldigung. Sorry trotzdem.

        Warte immer noch auf eine Antwort, welche Posts Sie meinen wo Namen genannt werden und wo Sie meinen dass sie von mir sind. Habe ich sicher nie getan, möchte aber wissen, wie Sie darauf kommen dass sie von mir sind und möchte sie gerne lesen. Danke.

  • @ Eni

    Nun ja, aber genützt hat es ja offensichtlich und es zeigt, dass es nicht eines ‚professionellen‘ Psychologen bedarf Sie zu besänftigen, sonder lediglich einiger lieben Worte eines ‚Schlägers‘, wie Sie mich bezeichnen.

    • Eni sagt:

      Falsch, ich brauche von Ihne nîcht gehätschelt zu werden. Sie schlagen Ihre Kinder und das ist das Thema hier und nichts anderes. Also hören Sie auf Ihre Kinder zu misshandeln und dann brauchen Sie sich auch nicht mehr über meine verbalen Entgleisungen zu äussern.

      • Also irdendwie kommen mir Zweifel, ob Sie Ihren Ex ‚entsorgt‘ haben, oder er Ihnen einfach davon gelaufen ist. Sehen so viel Fantasie und Streitsüchtigkeit ist echt schwer zum aushalten. Mir ist es ja egal, als was Sie mich bezeichnen, beschimpfen, oder mir andichten… Sollten Sie Ihren Ex mit dem gleichen Muster überrollt haben, wäre dessen Flucht nahe liegend und wohl verständlich. Und – wer weiss, ob Ihre Geschichten nicht bloss ein ’sich selber anlügen‘ sind, um mögliche, nicht wieder gutmachbare Fehler zu verdrängen. Hmmm? Ist da was dran…?

      • Eni sagt:

        Nun, die Trennungs und Scheidungsunterlagen kann ich Ihnen ja wohl kaum zustellen aber glauben Sie mir, mein Ex wäre nie freiwillig gegangen. Ich habe mir lange alles gefallen lassen und jetzt halt nicht mehr. Ihre Unterstellungen sind mit Verlaub eine Frechheit, ebenso könnte ich spekulieren, dass Sie Lügenmärchen erzählen. Vielleicht sind ja die Kinder von verschiedenen Frauen und Sie werden jeweils entsorgt sobald sie das jeweilige Kind das 1. mal geschlagen haben. Sorry, ich mag meine Fehler haben, aber dass ich lüge, lass ich mir von Ihnen nicht vorwerfenl. Wenn Sie mal mehrere Kommentare von mit lesen würden könnten Sie sehen,d ass ich mich niemals wiederspreche, wie könnte ich also lügen. Hier geht es um Misshandlungen an Kindern und wenn Sie meinen oben erwähnten Kommentar gelsen hätten, dann wüssten Sie, warum ich so allergisch darauf reagiere wenn Kinder geschlagen werden.

        Mein Ex wurde durch seine Eltern lebensuntauglich und ich konnte ihm nicht helfen weil er nichts selber dafür tun will, damit sein Leben gut ist, nur die anderen sollen, weil er so ein Armer ist. In seinem ganzem Leben versucht er noch nicht einmal etwas richtig zu machen weil es bequemer ist, nur Scheisse zu bauen. Für ihn sind alle Menschen Arschlöcher, zb, wenn von ihm erwartet wird, dass er Waren bezahlen muss, die er auf Kredit gekauft hat, dann findet er es eine Unverschämtheit, dass man ihn b etreibt wenn er nicht bezahlt. Wenn ich ihn nicht verlassen hätte, hätte er mich kapputt gemacht.

        Ich lüge nicht und bin auch nicht streitsüchtig, aber ich ertrage es nicht wenn man auf Wehrlose losgeht. So bin ich und das können Sie mit Ihren Unterstellungen nicht ändern. Wenn Sie meinen Gerechtigkeitsinn falsch auffassen, kann ich es auch nicht ändern.

  • @ Eni

    Nun, eigentlich bin ich noch am PC, um Ihnen psychologischen Beistand zu leisten in Ihrer schweren Zeit und dachte schon, ich hätte Sie in den Schlaf geschrieben. Wenigstens scheint es, als hätten Sie sich etwas beruhigt. Sie sind auf gutem Weg, das freut mich aufrichtig…

    • Eni sagt:

      Glauben Sie mir: seit ich meinen durch Schläge kapputt gemachten Ex entsorgt habe, sind die Zeiten sehr viel leichter.

      • Gut…! Nun müssen Sie bloss noch etwas an Ihrem Wortschatz arbeiten und Ihre Wutausbrüche etwas unter Kontrolle bringen, dann wird alles wieder gut…

      • Eni sagt:

        Hören Sie auf, sich als meinen Psychiater aufzuspielen und unterlassen Sie bitte Ihre gönnerhaften Ratschläge

  • @ Eni

    Ich denke mal, soviel negatives Gedankengut und Hass sind schon mal keine gute Voraussetzung für eine funktionierende Familie. Vielleicht sollten Sie mal über die Bücher, oder halt weiter abends alleine vor dem PC sitzen und darauf warten, dass Ihnen jemand Zündstoff für einen weiteren Wutausbruch liefert.

    Falscher Name…? Aber bitte meine Liebe… Mit drei Mausklicks, wissen Sie wer ich bin. Bei soviel Zeit am Computer sollte doch das kein Problem für Sie sein.

    Und – ja, ich wünsche Ihnen tatsächlich einen schönen abend!

    • Eni sagt:

      Eine funktionierende Familie funktioniert ohne Schläge, sonst ist es keine funktionierende Familie.

      Es mag ja sein, dass ich mehr Zeit vor dem Pc verbringbe als Sie, da ich aufgrund meiner Kinder nicht so oft raus kann mit Freunden und auch nicht jeden Abend Besuch habe, aber immerhin ist das ja die bessere Freizeitbeschäftigung als wehrlose Kinder schlagen. Und anscheinend sitzen Sie auch viel vor dem Pc, ansonsten würden Sie ja mich gar nicht kommentieren.

      Im Uebrigen können Ohrfeigen bei Kleinkindern tödliche Hirntraumata hervorrufen, bitte denken Sie daran, bevor Sie bei Ihren Babys zuschlagen. Meine ich ernst und gilt auch für schütteln.

      • ThomasR sagt:

        „Funktionierende Familie“ entscheiden nicht Sie, sondern die entsprechende Familie. Eine funktionierende Familie funktioniert nicht, weil sie Kriterien A, B und „keinerlei Ohrfreigen“ befolgt, sondern weil die familieninternen Strukturen, die Art der Erziehung und der Kommunikation dazu führt, dass in der Familie ein gesundes Respekt- und Gesprächsverhältnis zwischen Eltern und Kindern existiert. Ob mit oder ohne gelegentlichen Ohrfeigen.
        Ich finde es bedenklich, Eni, wie Sie pauschalisieren und generalisieren. Ihr Verhalten (zumindest in diesem Thema) grenzt an Faschismus, seien Sie mir bitte nicht böse. Das wäre ja so wie wenn ich sagen würde, „jeder, der in seinem Leben irgendwann jemand anders mal etwas weggenommen hat, ist generell ein Dieb; und jedem Dieb gehört generell die Hand abgehackt“. Sie nehmen an einer Person das Kriterium „hat schon mal ein Kind geohrfeigt: Ja/Nein“ und je nachdem verdammen Sie den Menschen automatisch oder nicht – und wie: Wenn ich lese dass Sie „wehrlose Kinder schlagen“ als Freizeitbeschäftigung definieren und das als Denunziation zu verwenden versuchen … fragwürdig!

        Mit Ihrem letzten Satz haben Sie Recht, das kann passieren.

      • Eni sagt:

        @ Thomas R

        Ich weiss sehr wohl, dass es in vielen Familien vorkommt, dass einem die Hand ausrutscht, aber deshalb ist es noch lange nicht in Ordnung. Ich verurteile keine Menschen denen schon mal die Hand ausgerutscht ist, aber ich verurteile Menschen die Schläge als probates Erziehungsmittel ansehen. Wenn man in dem Bewusssein zuschlägt, dass das Kind die Schläge „verdient“ hat, dann ist das nicht in Ordunug. Wie kann es sein, dass ein Ehemann der seine Frau schlägt ein Schwein sein soll, aber wenn man Kinder schlägt ist man der „7-Siech“? Da werden wohl mit 2 paar verschieden langen Ellen gemessen.

  • @ Eni

    Ja ja… Ihre Fantasie brennt mal wieder durch. Sie sind vermutlich auch eine von denen, die beim Sonntagsspatziergang neidisch auf meine intakte, funktionierende Familie schaut und sich auch so etwas wünscht.

    Schönen abend!

    • Eni sagt:

      Ach Herr Wahl

      wünschen täte ich mir eine intakte Familie schon, aber dazu gehört sicher kein Schlägervater und auch keine Rabenmutter die aus Feigheit und Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit wegschaut, weil sie die Fassade einer „intakten Familie“ aufrecht erhalten will auf Kosten ihrer eigenen Kinder. Sie müsste ja dann Angst haben, dass sie dann finanziell den Gürtel etwas enger schnalle müsste.Habe das Ganze schon durchgemacht mit meinem Ex und seiner Rabenmutter. Kann da nur sagen: Pfui!!!!!

      Wünsche Ihnen das Gleiche was Sie mir wünschen.

      ps. ich habe es wenigstens nicht nötig mich unter einem anderem Namen selber zu loben, Herr Wahl oder Vlad oder Tavurvur

  • Eni sagt:

    Ich bin (fast) immer höflich aber bei Kindsmisshandlungen werde ich sauer. Vielleicht sollten Sie mal alle Kommentare von Herrn Wahl lesen, wo er noch stolz erzählt, dass er einem Mann der seinem geschlagenem Kind helfen wollte, den Kiefer gebrochen hat. Was ist das für eine verkehrte Welt, wo man mir wegen verbalen unschönheiten Unhöflilchkeit vorwirft, während man im gleichem Atemzug einen Schläger lobt und bewundert. Ich lebe in der selben Welt wie Sie. Die Frage ist wohl eher, aus welchem Kulturkreis sie stammen oder aus was für einem kapputten Elternhaus.

    Wenn Sie mögen: lesen Sie doch mal einen Kommentar bezüglich Schlägen von mir beim Thema “ Einwegskommunikation“ vom 6. Februar 2010 um 11.41 Uhr. Vielleicht können Sie dann verstehen, dass ich Schläge absolut unakzeptabel finde.

  • Tavurvur sagt:

    Eni, vertrödeln Sie Ihr Leben mit Psychoquatsch (Höflichkeit lernen Sie offensichtlich nicht dabei) oder leben Sie es. Manchmal brauchts eben klare Weisungen an die Jungmannschaft. Wolfgang hat von seltenen Ausnahmen geschrieben und nicht von krankenhausreif schlagen o.ä. geschrieben. Menschenskind, auf welchem verhätscheltem Planeten leben Sie?

  • Wolfgang sagt:

    Wow! Wieder einmal ins Wespennest gestochen…
    Guten Tag, liebe unbefriedigte, (womöglich) kinderlose, geschiedene, unzufriedene, alles (besser) wissende, irgendwie psychisch geschädigte Mitdiskutierende und Weicheier.

    Wie immer… äusserst geistreich, Eure Beiträge:“feige Schweine“, „Säue“, „Waffel“, „feige Säue“…

  • @exVater

    …ja also Ihre Lebensgechichte klingt so etwas nach Weichei, vermutlich ist Ihnen auch deshalb Ihre Frau davon gelaufen. Diesen hier: „Meiner Frau war ich dann nicht gut genug“ gibt es nicht. Sie haben sich halt so verhalten, dass schlussendlich Ihre Frau die Hosen an hatte und Sie zu ihrem Schosshündchen degenerierten. Eine starke Frau braucht so was nicht.

    Ich hab auch 4 Kinder 1999♂, 2003♂, 2×2010♂. Meine Frau macht ihre Karriere, ich mach meine… notfalls halt mal mit Laufgitter im Büro, dennoch degeneiere ich nicht zum Weichei, denn ich will Frau und Familie behalten.

    „sie wussten ein JA ist ein JA und ein NEIN ist ein NEIN ! – Für ein JA oder ein NEIN gab es immer eine Begründung und so galt es am nächsten Tag genauso…“ Nun gut, dann sind/waren ihre Kinder halt Schlaftabletten. Will ich gar nicht, meine Jungs leben und akzeptieren längst nicht immer ein JA/NEIN auf anhieb – und stunden-/tagelang erklärt oder begründet warum, wird auch nicht. Notfalls gibts halt eins hinter die Ohren. Und…? Wo ist das Problem? Ach ja genau… für Wecheier ist dies natürlich Gewalt.

    • Vlad sagt:

      @Wolfgang
      Endlich mal ein richtiger und vernünftiger Mann hier.

      • Eni sagt:

        Ja klar, man beweist, dass man ein ganzer Mann ist, wennn man seine körperliche Ueberlegenheit gegen kleine Kinder ausspielt.

        Bravo, ihr feigen Schweine!!!!

      • StefanB sagt:

        Eni, nicht aufregen!
        Die sind doch etwas „Rechtes“ geworden, und zugelangt haben schon ihre Väter, und die Grossväter bei ihren Vätern, und… Zugegeben, der Hansli hinkt etwas, seit er sieben ist, und der Peter hört auf dem einen Ohr schlecht, seit er zehn ist, und die Vreni… ja die Vreni, die hatte es gar nicht gern, wenn Mutter alleine fort ging, und war gottenfroh, wenn sie wieder zurück kam.

        Wer Kinder schlägt, hat einen an der Waffel!

      • Eni sagt:

        @ Stefan B

        Klar soll ich mich nicht aufregen, da ich sowieso nichts gegen diese feigen Säue unternehmen kann, aber bei solchen Kommentaren muss ich fast ersticken vor Wut und Hilflosigkeit.

      • Katharina sagt:

        Eni,

        er hat es ja selber gesagt: „1999♂, 2003♂, 2×2010♂“. Auf englisch nennt es sich a prick is a prick is a prick….and obviously only spawns more pricks.

      • Tavurvur sagt:

        Endlich mal keiner von diesen Pseudo-Psychologisierern. Danke, Wolfgang, das Leben geht nämlich weiter.

      • Eni sagt:

        @ Tavurvur

        Aah, noch so ein feiges Stück Scheisse, der sich gut dabei fühlt, wenn er auf schwächere losgeht. Ihr seid doch alles Versager auf der ganzen Linie, sonst müsstet ihr euch nicht an Kindern vergreifen. Saupack, allesamt!

  • exVater sagt:

    Ich bin der festen Überzeugung Gewalt ist in der Erziehung nicht notwendig.
    Gewalt ist ein Zeichen der Schwäche: “ Warum respektiert Ihr Kind Sie nicht mehr?“ – Zumeist sind sie selber schuld daran z.B. sie waren inkonsequent oder haben sicht nicht ausreichend gekümmert,…
    Ich hatte meine Kinder von Geburt an betreut.
    Es gab nichts wichtigeres als sie, den Haushalt machte ich wenn sie schliefen.
    Mein Studium schaffte ich so nicht, meine Karriere war mit flexibler Arbeitszeit auch weiter unten besiegelt.
    Meiner Frau war ich dann nicht gut genug (sie hat ja Karriere gemacht) und es folgte die Scheidung später auch der Kindesentzug.
    Seither geht es den Kindern nachweislich nicht gut:
    Vorher war ich da: Sie waren gesund, intelligent und selbstbewusst und….
    sie wussten ein JA ist ein JA und ein NEIN ist ein NEIN ! – Für ein JA oder ein NEIN gab es immer eine Begründung und so galt es am nächsten Tag genauso => somit konnten sie sich auf mich voll verlassen und es gab keinen Machtkampf.
    Ich förderte sie in allem: Wir haben gemeinsam gespielt, Bewegung gemacht im Freien, gelesen oder gelernt.
    Es fehlte ihnen an nichts und auch die Selbstständigkeit war sehr ausgeprägt. So vermittelten sie argumentativ schon im Kindergarten schon zwischen anderen Kindern. Häufig waren auch andere Kinder bei uns.
    Seit sie mich nicht mehr sehen sind sie fehl ernährt, müssen regelmäßig in Psychotherapie, etc.

    Gewalt ist nirgends nötig – nach dem Krieg hat es geheißen „soetwas darf nicht wieder passieren“, dennoch haben alle zugeschaut (am Balkan,…), dennoch ist Gewalt durch Frauen ein Tabuthema und wird todgeschwiegen, dennoch wird Gewalt nur als physische Gewalt und von Männern gesehen (Mißbrauch von Männern gibt es ja nicht, Mobbing ebenso wenig, ….)
    Wenn wir eine gewaltlose Gesellschaft wollen, müssen wir aber an allen Ebenen daran arbeiten dann darf es keine Tabus geben.

    Dass aber in der Gesellschaft die Verhältnismäßigkeit oft nicht gegeben ist, sich der Staat einmischt wie lange ein Kind ausgehen darf (nur wenn was passiert liegt die Verantwortung bei Ihnen) und in jedem Bundesland sind die Bedürfnisse der Kinder anders und Strafen für echte Gewalt (Kind aus Fenster geworfen) zu niedrig für andere Dinge zu hoch sind ist alles ein anderer Kaffee.
    Kindererziehung gehört in die Familie.
    In den Menschenrechten steht geschrieben: Die Familie ist das Grundfest der Gesellschaft und verdient daher ihren besonderen Schutz. Dennoch hat man der systematischen Zerstörung der Familie in den letzten Jahrzehnten tatenlos zugeschaut.
    Auch das ist Gewalt an Kindern – an einer ganzen Generation – die den Rückhalt, dasVertrauen, die Geborgenheit einer Familie nicht mehr richtig erleben durfte und jetzt mit untauglichen Mitteln selbst erziehen soll. Somit bleibt dann mangels Erfahrung besseren oft nur mehr die Gewalt.
    Statt vorwärts gingen wir schnell rückwärts.

  • Robert E. sagt:

    Und wenn mich ein Pferd tritt, oder wenn ich von einem Kampfhund gebissen werde,…?
    Dann halte ich – ganz biblisch – auch noch die andere Backe hin!
    Pferd und Hund freuts: wieher wieher, wau, wau.

  • Alex sagt:

    Kinder schlagen geht gar nicht.
    Tun Sie’s nicht!

    Und Tiere schlagen ist auch nicht besser.
    Tun Sie’s nicht!

  • Lutz Kamm sagt:

    ..Kinder brauchen Grenzen. Das heisst jedoch nicht, dass dies auch gleichzeitig mit Erniedrigung einhergehen muss, an der sie dann ihr Leben dran knabbern.
    Eine Ohrfeige ist, wie auch andere phyische und psychische Gewalt, meist ein Beweis für die Unfähigkeit oder Unwilligkeit der Eltern sich mit ihrem Kind (..und infolge dessen mit ihrer eigenen Beschränktheit – neutal gemeint) zu befassen..
    Eine typische Folge unserer ’neu‘-zeitlichen Lebensart: Lieber umgeben wir uns mit materiellen Dingen, als Geld und Zeit aufzubringen, in unsere Seele und Zukunft zu ‚invesiteren‘. Und damit auch unseren Nachwuchs das zu ersparen, was uns (..und den Generationen vor uns) durch Erziehung angetan worden ist..

  • Rahel sagt:

    @ Lea

    Randolph Hirzel = R. S. : ganz genau 🙂

  • rascha kocher sagt:

    Wer sich einer Situation nicht erwehren kann oder darf, ist mannigfaltiger Suggestion ausgesetzt. Entsprechend wird die Situation verschlimmbessert. Ärgste aller Methoden ist aber der physische Schmerz. Seelischer Schmerz trägt zwar ebenso zu einer Verkümmerung bei. Doch das Schmerz zufügen lässt ein Monster erwachen! Folter ist ein Wort. Die Realität bezeichnen kann es nicht. Einfach andere drangsalieren infolge eigener Unfähigkeit Schuld anzuerkennen bleibt das Fieseste, was es an Feigheit zu vergleichen gibt.

  • Stef sagt:

    Ohrfeigen sind nie erlaubt, allerdings kann wohl niemand sicher sein, dass er immer die Beherschung hat. Wenn man es trotzdem geschehen lässt, entschuldigt man sich beim Kind, bespricht, wie es soweit kam und vermittelt, dass das keine Erziehungsmethode sondern ein Ausraster war. Wenn es öfters vorkommt, muss man wirklich über die Bücher.
    Drohungen wie; gehen gar nicht, das schreit nach Therapie, Toben und Schreien gehört zur Familie, das ist ganz normal, nur Kinderlose vergessen das manchmal.

  • Randolf Hirzel sagt:

    Also eine Ohrfeige bei einem Kind ist ein Teil der Erziehung, eigentich genauso wie wenn man ein Tier erziehen will. Bei extremen aktionen ist das oft der richtige Stopper und auch für ds Kind ein Lernfaktor was es gemacht hat.
    Wobei eine Ohrfeige etwas anderes ist als den Kopf auf den Tisch zu schlagen oder mit einem Prügel das Kind zu verprügeln.
    In Deutschland sind ohrfeigen ja seit 20 jahren verboten. ich hab schon einen Strafzettel bekommen weil mein Sohn als er herumspinnte eine Ohrfeige von mir bekam. Er hat sich danach aber geändert und lies das spinnen weg.
    ichhab als Jugendlicher gelernt dass zum Beispiel auch Pferde mit einem Patsch erzogen werden, genauso wie Hunde Kühe und Stiere.

    • Auguste sagt:

      hmm…, mit solchen lachnummern kommen sie nie durch die troll-prüfung, hirzel. über sie lachen ja die hühner.

      • Randolf Hirzel sagt:

        Hallo Auguste, die Hühner können ruhig über mich lachen die kann man damit nicht bei der Erziehung beeinflussen. Ansosnten bin ich schon 3 mal durch die Troll-Prüfung gekommen.

        WEr mit tieren aufwächst und lernt sie zu erziehen, der weis auch dass Kinder , aber nur jüngere auch mit einem Patsch beeinflusst und geändert werden können. Die Erfahrung habe ich schon gut gemacht. Denke du hast keine Ahnung über sowas.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Hirzel, sie haben weder von Pferden noch von Kindern eine Ahnung, am besten halten sie sich von beiden fern!

      • Randolf Hirzel sagt:

        Hallo Pipi, ich denke eher sie habenkeine Ahnung von Tieren die man erzieht und genausowenig von Kindern wie man sie erzieht. es kommt immer auf die Stärke an und das ist kein Missbrauch

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        bla bla bla…..

      • Lea sagt:

        Randolph Hirzel = R.S.

      • Lea sagt:

        Das liegt daran, dass er ein flatulentes Luftgehirn ist. Aerobe Inkontinez sozusagen. Bald kommt der BR Leuenberger und verlangt von ihm eine CO2 Vignette.

  • Eni sagt:

    @ Fabienne

    Ich bin sicher, dass Sie es gut machen werden, aber auch Sie haben ein Recht darau Fehler machen zu dürfen.

    ‚Warte nur bis wir zuhause sind…………..‘ das ist doch einfach Psychoterror!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Fabienne sagt:

    @Eni

    Tut mir leid, was Sie in der Einwegskommunikation über die schlimme psychische Wirkung von Züchtigungsstrafen geschrieben haben. So nachhaltige belastende Erinnerungen habe ich selber nicht mehr daran. Auch empfand ich die ja recht schnell verabreichten Ohrfeigen nicht übler, als die „Klappse auf das Fudi“, die ja schon als angekündigte Strafe („Warte ab, bis wir zu Hause sind…“) richtig Angst machen konnten. Züchtigung ist immer entwürdigend und legt es ja gerade auch darauf an. Entwürdigen verletzt die Menschenwürde – auch die eines Kindes. Deshalb ist diese Art der Strafe vielleicht aus der Stresssituation der Eltern heraus verständlich – aber das macht es nicht besser. Ich hoffe, ich behalte – so wie es Ihnen gelungen ist – immer „eine ruhige Hand“.

  • @Eni sagt:

    Tut mir leid, was Sie in der Einwegskommunikation über die schlimme psychische Wirkung von Züchtigungsstrafen geschrieben haben. So nachhaltige belastende Erinnerungen habe ich selber nicht mehr daran. Auch empfand ich die ja recht schnell verabreichten Ohrfeigen nicht übler, als die „Klappse auf das Fudi“, die ja schon als angekündigte Strafe („Warte ab, bis wir zu Hause sind…“) richtig Angst machen konnten. Züchtigung ist immer entwürdigend und legt es ja gerade auch darauf an. Entwürdigen verletzt die Menschenwürde – auch die eines Kindes. Deshalb ist diese Art der Strafe vielleicht aus der Stresssituation der Eltern heraus verständlich – aber das macht es nicht besser. Ich hoffe, ich behalte – so wie es Ihnen gelungen ist – immer „eine ruhige Hand“.

  • Eni sagt:

    @ Fabienne

    Klar will man seine Eltern in Schutz nehmen, aber ich habe erlebt wie ein Mensch an Schlägen zerbrochen ist. Siehe mein Post vom 6.2. 11.41h in Eiwegskommunikation. Ob man Klapse auf das Fudi tollerieren kann, darüber lässt sich Streiten, aber Ohrfeigen???????????? Zirkusdressur, Sie sagen es.

    Auch ich habe manchmal Stress und drehe mich dann lieber um

  • Fabienne sagt:

    Noch habe ich (23) keine Kinder und ich maße mir auch nicht an, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Wenn Eltern schon einmal in Maßen schlagen, dann ist das aus einer Stresssituation vielleicht entschuldbar. Wenigstens habe ich diese Entschuldigung mir für meine Mutter „selber eingeredet“, die mich bis etwa 13 oder 14 recht häufig ohrfeigte. Sie konnte wohl nicht anders, weil sie selbst so – und wohl eher noch strenger – erzogen und bestraft worden ist. Klar, dass mich das beeindruckt hat. Aber tatsächlich war es mehr Dressur als Überzeugungskraft.

  • Eni sagt:

    @ Sebu

    Habe am 6.2. 11.40h ein Post beim Thema Einwegkommunikation deponiert. Wenn Sie es lesen mögen,haben Sie vielleicht auch Verständnis für meine Sichtweise.

    Eni

  • Eni sagt:

    @ Sebu

    Meine Kinder haben nie gebissen ausser als sie sehr klein waren. Sie haben mich auch nur wenige male versucht zu schlagen, da habe ich einfach die Hand fest gehalten und mit nchdruck gesagt, dass ich nicht geschlagen werden will und es hat immer genützt und zwar nicht nur 10 Minuten oder 2 Wochen. Ich binauch konsequent aber ich schlage meine Kinder. Nie.
    Warum ist 2587 mal reden blöd, aber 2587 mal schlagen nicht? Komisch. Ich finde es sehr eigenartig, dass wenn einer seine Frau schlägt ein Verbrecher ist,aber einer der Kinder schlägt, ist ein ‚7-Siech‘. die Frau kann schliesslich gehen aber ein Kind ist dem ausgeliefert.

  • Sebu sagt:

    dann rede halt 2587 mal das wäre mir echt zu blöd. Ich habe auch 2 tolle Kiner grossgezogen und habe sie nie misshandelt so interpretierst du meinen Text. Ich sage dass klare Grenzen wichtig sind und das wir dies aus der Tierwelt lernen könnten . Kinder vollzuquatschen kann eben meiner Ansicht nach auch gewalttätig sein. Das Alter zählt wohl auch , oder die Reife des Kindes.
    Wenn ich einem 2- Jährigen erkläre er soll mich nicht beissen aus Freude… na ja! Finde ich ziemlich verkopft. Ich kann es ja auch einfach festhalten und klar mein Missfallen „spüren“ lassen ohne zu schlagen. Kennst Du Die Geschichte von Franz Hohler in welcher der Papa das Kind ins Bett bringt und es möchte noch dies und das .. am Schluss hat die ganze Famile ein halbes Schloss aufgebaut und das Kind schläft noch immer nicht.
    Da würde ich weder Schlösser bauen noch Faustrecht walten lassen aber klar deponieren was ich jetzt möchte allenfalls auch mit Nachdruck.Jedenfalls ohne Diskussionen. Vielleicht reden wir ja vom Gleichen wer weiss .
    Gruss der Weichschnäbeler

  • Eni sagt:

    @ Sebu
    Sorry, ich vergleiche meine Kinder nich mit Tieren. Hunde haben ein Hundesprche und Pferde eine Pferdesprache usw. Wenn der Mensch dem Tier übergeordnet sein will,dann soll er sich auch so benehmen. Ich habe meine Kinder noch nie geschlagen, auch keinen Chlapf gegeben und meine Kinder sind bis jetzt gut heraus gekommen. Statt ihnen2587 mal eins zu kleben habe ich halt 2587 mal geredet. Das eintige was man senen Kindern mit Schlägen zeigt, ist das Faustrech des Stärkeren und da würde ich schon sehr bald alt aussehen bei meinem Grossen.Gewalttätig sind in der Regel diejenigen die Zuhause selbst Gewalt erlebten oder immer noch erleben und sie gehen dabbei immer auf solche los, wo sie sich sicher sin können dass der andere unerlegen ist. Immer¨!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das sind dann die genau gleich feigen Weichschnäbeler wie ihre Eltern.

  • Sebu sagt:

    Gewalt üben Medien auf unseren Nachwuchs auf. Gewalt ist die Naturentfremdung. Es wäre manchmal hilfreich in die Tierwelt zu blicken…. Nicht schlagen ist nicht gleichzusetzen mit keiner Gewalt, schlagen ist nicht gleichzusetzen mit fehlender Liebe, das wäre etwas einfach.
    Tiermütter schaffen manchmal ziemlich entschieden und unsanft Ordnung wenn die Situation eskaliert .
    Ich meine damit, es wäre gut, wenn wir etwas mehr zur Erde zurück kehren und unserem Instinkt einsetzen würden statt nur im Kopf zu agieren. Alles wird als schädlich interpretiert, schon Kinder zu knuddeln ist ein Übergriff und wenn man sie einmal nimmt und entschieden auf den Stuhl setzt und versucht klar zu sein ebenfalls. Mensch ist das eine verdrehte Welt, kein Wunder das die Gewalt eskaliert , ist auch eine Methode körperlich zu werden.

  • Rahel sagt:

    @ Eni

    Ganz genau! Wäre schön, wenn das gewisse andere Schreiber hier auch so sehen könnten!!!

  • Eni sagt:

    Wer liebt schlägt nicht und wer schlägt liebt nicht. Punkt und Schluss!!!!!

  • gargamel sagt:

    @henri: und ob hier noch reingeschaut wird! 😉

    zu ihrer forderung nach einer definition für „gewalt“: sie haben sicher recht, dass jeder hier wieder was anderes darunter versteht… was natürlich auch eine von allen akzeptierte definition schwierig macht. wo ich ihnen widersprechen muss, ist hier:

    die Regeln in unserer Gesellschaft bzw. deren Durchsetzung basieren auf Gewalt – auf abgestufter Gewalt:

    Zuerst gibts Ermahnungen.
    Dann gibts Warnungen.
    Dann kommt die Ordnungsbusse.
    Dann kommt die Strafe.
    Dann das Gefängnis.

    die sanktionen unserer gesellschaft beruhen ja eben nicht (mehr) auf gewalt. bzw. ermahnung / warnung / busse / gefängnis wären in meiner definition von „gewalt“ nicht enthalten…

  • Mamieinerrasselbandeaustsüri sagt:

    @Henri, DANKE! Vielen Dank.. dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

  • Henri sagt:

    @Sara 16. Januar 2010 um 19:05
    Das war ganz ganz schlecht, was Sie da gemacht hatten – und Sie sollten jetzt in Deckung gehen, denn bald kommt hier ein Gewitter über Sie (obwohl, dies ist ein altes Thema, da schaut keiner mehr rein – vielleciht haben Sie Glück).

    Wieder Ernst werdend:
    Das Zurückbeissen war sicher unbeherrscht, unüberlegt, und darum im Grundsatz schlecht – da hätte Schlimmes passieren können – wenn man straft, sollte dies mit Überlegung und Kalkül geschehen.

    Dass er Sie aber nicht mehr gebissen hat, zeigt, dass er gelernt hat.
    Wir dürfen auch annehmen, dass zuvor viele Leute versucht haben, dem Buben diese „Gewohnheit“ auszureden – wohl ohne besonderen Erfolg.
    Eine interessante Frage wäre noch, ob er nur Sie oder überhaupt niemanden mehr gebissen hat.

    Der Begriff „Gewalt“ müsste eigentlich, bevor man über Gewalt diskutiert, zuerst genau definiert werden – dass da einige ganz unterschiedliche Definitionen herumschwirren, ist an all den Posts ersichtlich.

    Und bevor man jeweils in einem pavlowschen Reflex jeweils gegen „Gewalt“ zu bellen beginnt, sollten wir alle nicht vergessen: die Regeln in unserer Gesellschaft bzw. deren Durchsetzung basieren auf Gewalt – auf abgestufter Gewalt:

    Zuerst gibts Ermahnungen.
    Dann gibts Warnungen.
    Dann kommt die Ordnungsbusse.
    Dann kommt die Strafe.
    Dann das Gefängnis.

    Für jeden von uns gibt es denjenige Stufe, die er/sie benötigt, um zur Einhaltung der Regeln gebracht zu werden, und bei den meisten von uns geht es nie über eine Ordnungsbussen hinaus.

    Bei Kindern ist das genauso.
    Bei den meisten geht es auch nie über eine „Ordnungsbusse“ hinaus.

    Wenn aber eine grössere Strafe notwendig ist, sollte diese mit Bedacht und Überlegung ausgesprochen werden.

    Im übrigen halte ich Wortstrafen a la „jetzt ist Mami aber sehr traurig und enttäuscht wegen Dir“ weit schlimmer und grössere Gewalt Gewalt gegen die Kindesseele wie ein Klaps aufs Hinterteil.

    Und nach einer Strafe sollte die Sache eigentlich erledigt sein.
    Bei einem Klaps ist sie das – danach ist wieder gut.; aber wann ist „Mami nicht mehr sehr sehr traurig“ – das Kind weiss es nicht, es sei denn, Mami würde wieder hingehen und Entwarnung aussprechen. Macht sie aber im Regelfall nicht.
    (Obiger Text gilt überigens auch für Väter).

  • reza sagt:

    warum versuchen wir menschen immer alles zu strukturieren, oder einem system zu unterwerfen!? bei der erziehung der eigenen kinder sollte es so etwas nicht geben… viel sinnvoller wäre doch etwas wie ein antisystem, bei dem das kind selber lernt, wo die grenzen liegen und es zu einem verantwortungsbewusstem menschen heranwachsen kann, der aus eigenem antrieb entscheidungen treffen kann und nicht aufgrund von anschauungen/meinungen die ihm eingetrichtert werden. für das kind (und auch für einen grossteil der erwachsenen; mich eingeschlossen) ist es doch viel wichtiger eigene gedankengänge vollziehen zu lernen, mit denen man auch hinter die verwerfliche kullisse unserer technokratischen welt blickt, die einen grossteil unserer gesellschaft durchdringt. wie sollten gewalt und/oder lügen eine lösung sein, wenn dadurch das vertrauen des kindes zu den nächststehenden menschen(den eltern) erschüttert wird? wie sollte ein kind „von vielleicht“ 6jahren so eine reaktion verstehen!? gar nicht, da in seinen empfindungen so etwas wie gewalt gar nicht existiert(oder nicht sollte) so, lange rede kurzer sinn. hoffe habe ein paar anregungen zum nachdenken gegeben

  • Sara sagt:

    Als Sozialpädagogin mit einpaar JAhren Erfahrung, kann mir niemand, der mit Kindern zu tun hat erzählen, er sei nicht schon mal richtig wütend auf ein Kind gewesen. Aggressionen fangen in uns drinnen an und das Kind spürt sie schon dort.
    Bleibt nur eine Möglichkeit: am besten während dessen, im schlimmsten Fall nacher-, darüber reden. Sich oder auch jemandem anderen seine Wut einzugestehen.
    Eine Mama, die mit dem Dinosaurier statt mit dem Kind schimpft, dann den Kleinen an der Hand nimmt und mit ihm im Zug auf die Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung geht, gibt es nur dann, wenn sie gelernt hat sich zu reflektieren.
    Vor JAhren betreute ich einen Jungen, der seine Mitmenschen voller Freude in die Hand biss. Das tut höllisch weh. Einmal habe ich ohne zu Überlegen im Schmerz zurück gebissen-, danach biss er mich nie wieder. War das Gewalt? Notwehr? Aus Notwehr hätte ich ihn ja auch wegstossen können.

  • Rahel sagt:

    @ Diana

    Ganz genau! Und dann wundert man sich, weshalb die Gewalt stetig zunimmt!!!!

  • Diana sagt:

    Natürlich müssen Androhungen auch Konsequenzen haben, aber es gibt keinen vernünftigen Grund, mit Gewalt zu drohen, da haben Eltern nun wirklich harmlosere Strafmöglichkeiten. Wenn man Gewalt als letzte Konsequenz nutzt, lernt man dem Kind nur eines: wenn Argumente nichts nützen, dann hau ich halt drauf.

  • Edi sagt:

    Es gibt nicht eine richtige oder falsche Methode. Wir haben sechs Kinder gross gezogen. Dazu brauchten wir sechs verschiedene Erziehungsmethoden. Bei einem Kind genügte ein strenger Blick. Bei einem andern Kind brauchte es die Erfahrung, dass die angedrohte Konsequenz auch erfolgt. Erziehen ist nicht mit einer Einheitsmethode möglich!

  • Rahel sagt:

    Für mich besteht der Respekt vor meinen Mitmenschen darin, dass ich mich eben so im Griff habe dass ich niemals zuschlagen muss!

  • Rahel sagt:

    @ Sabine

    Was für ein Armutszeugnis für Deine Erziehungsberechtigten! Respekt vor den Mitmenschen kann man gewiss auch ohne regelmässige Ohrfeigen lernen!!!!

  • Diana sagt:

    Wer Kinder schlägt, gibt Zeugnis für seine Unfähigkeit ab. Meine Tochter ist 13 Jahre alt, wurde nie geschlagen und trotzdem wird überall von ihr geschwärmt, wie brav sie ist, was für eine hohe soziale Kompetenz sie hat u.s.w. Wenn Eltern eine gewisse Authorität in sich haben, braucht es das schlicht nicht. Gewalt ist schlussendlich immer das Eingestehen des Versagens, wer Argumente hat, braucht keine Gewalt.

  • Sabine sagt:

    Ein paar kräftige Ohrfeigen bekam ich in meiner Kindheit öfters zu Spüren, das lehrte mir den nötigen Respekt vor meinen Mitmenschen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Thomas1: ich bin Ihrem link gefolgt, konnte mir aber nicht alle Fragen beantworten. Gibts noch andere Korrelationen zwischen den Gruppen? Also Sachen wie Familienstrukturen, gemeinsames Spielen, kreativ tätig sein, Ernährung, Bewegungs/Sportmuster der betroffenen Familien? Was genau heisst „häufig geschlagen“? Meint das täglich, oder in einer Ausnahmesituation einen Klaps auf Po (nie Ohrfeige!)? Ich möchte hier nicht zwischen die Fronten geraten, aber was ich bei so Studien vermisse ist der Einbezug aller Bedingungen unter denen die Betroffenen leben. Ähnlich beim Wein wo Studien belegen dass er Infarktrisiko senkt. Werden die Betroffenen, bei denen es nützt genauer analysiert tauchen aufsmal noch andere gemeinsame Faktoren auf wie allgemein gesünderer Lebensstil als in der Vergleichsgruppe usw. Ich betrachte mich nicht als „Schlägerin“ (ich glaube allerdings, von Ihrer Definition her wäre ich es doch?), den Klaps auf den Po oder die Finger (wenn es nicht zum Standarterziehungsmittel mutiert) empfinde ich nach wie vor nicht als dramatisch. Weil er eingebettet in einen viel grösseren Kontext der Zuwendung/Zuneigung ist, irgendwie so jedenfalls.

  • Thomas1 sagt:

    @ Wahl: Selbstverständlich sind auch Sie liebens-würdig, Herr Wahl – genau so wie jeder andere Mensch auch. Tiere übrigens ebenfalls, Ratten inklusive.

  • @Thomas1

    Na sehen Sie… lieber dumm aber liebenswürdig, als eine Intelligenzbestie wie Sie dafür aber eine Ratte. Ersteres hat wohl den besseren Einfluss auf die Erziehung der Kinder.

  • Thomas1 sagt:

    @ Wahl: wirklich sehr liebenswürdig von Ihnen, dass Sie sich einmal mehr anschicken, die Studie höchstpersönlich zu bestätigen.

  • @Thomas1

    Ja genau… wieder mal eine Studie, die besonders glaubhaft daher kommt. Ist natürlich Wasser auf Ihre Mühle… Und wenn morgen eine Studie in irgend einem Schmutzblatt publiziert wird, dass pinkeln impotent macht, hängen Sie sich 2x die Woche an die Dialyse…? So ein Mist. Als hätte es früher nur dumme Leute gegeben.

  • Thomas sagt:

    …..was sich liebt das neckt sich – von schlagen hat keiner was gesagt!

  • @all
    Herr Dr. Mario Etzensberger, ehemaliger Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Königsfelden hat mir nun auf mein Email geantwortet:

    —- Original Text —-
    Sehr geehrter Herr Wahl,

    zuerst eine Erklärung zum langen Schweigen. Mails unter der verwendeten Adresse schaue ich nur noch selten nach. Nun zu Ihrer Frage. Ich bin kein Kinderpsychiater, kann Ihnen also nicht als Fachmann etwas Gescheites sagen. Meine Erfahrungen stammen von erwachsenen Kindern, Eltern und eigenen Erlebnissen. Eines weiss ich sicher, seit ich Psychiatrie betreibe: Es gibt kein Konzept, keine Technik, keine Theorie und erst recht keine Ideologie, die allen menschlichen Situationen gerecht werden könnte. Es kommt also darauf an! Nun bin ich überzeugt, dass es ein sinnvolles Ziel ist, Kindern mit möglichst wenig Gewalt zu begegnen. Doch da ergibt sich schon ein Problem. Was ist Gewalt? Nur Schlagen? Nur Ohrfeigen? Oder auch anschweigen, ohne Essen ins Bett, kein TV, Hausarrest, Strafaufgaben, anschreien, etc. etc.? Eine Familie ist ein kompliziertes kommunikatives Wesen, es gibt Konflikte der verschiedenen berechtigten und unberechtigten Interessen. Eltern müssen erziehen, Kinder suchen sich ihre Vorteile und Ausnahmen. Es gibt wunderbar harmonische Zeiten und es gibt Streit. Kinder können nerven, Eltern können die Kinder nerven. Dann gibt es Spannungszustände, wo ein Klaps auf den Hintern Wunder wirkt. Auch wenn die gesunde Frechheit der Kinderlein das übliche Mass übersteigt, zeigt ein kurzer Handstreich auf den Mund besser die Grenze auf als jede Diskussion. Aber!!!! Grundlage für dies alles muss die Zuwendung, das Wohlwollen die Liebe sein. Ich sage meinen Eltern-Patienten stets, wir machen dauernd Fehler in der Erziehung, doch die bleiben fast immer unschädlich, wenn dahinter wirkliche Zuneigung steht. Nicht Machen-Lassen, damit ich meine Ruhe habe, sondern wirkliches Interesse, meinen Kindern so gut zu dienen, wie es möglich und sinnvoll ist.

    Also: Klapse können hilfreich und heilsam sein, wenn ich meine Kinder liebe. Ganz korrekte Erziehung kann furchtbar verletzend sein, wenn die Kinder spüren, dass sie den Eltern eigentlich egal sind oder sie sogar stören. Es kommt eben darauf an!

    So, das wäre mein nicht fachmännischer Senf. Mit freundlichen Grüssen M. Etzensberger
    —- Ende Original Text —-

  • @gargamel
    Ja guck mal einer an… die gargamel ist wieder da. Na, wieder beruhigt? … Aber schon wieder aggressiv mit Vollgas. Und weil Ihr nichts mehr einfällt, auch gleich wieder ausfällig werden. Nun ja…

  • gargamel sagt:

    @christina: lassen sie’s, der wolfgang, der weiss alles (besser), kann alles (besser), jeder, der das auch nur ein wenig anzuzweifeln wagt oder anderer meinung ist, der wird beschimpft (wenn er glück hat) oder krankenhausreif geschlagen (wenn er weniger glück hat).

    oder kurz: es macht wenig sinn, sich mit dem mann ernsthaft auseinanderzusetzen, man kann ihn allerhöchstens als tanzbär ein wenig durch die manege treiben. wenn sie diesen thread überfliegen wird ihnen das rasch auffallen.

  • @Christina
    Ja ja… das hatten wir doch schon, Frau 9x-Klug.
    Zitat: „Heute gibt es viel Angebote, die Eltern dabei helfen“
    Logisch, sonst hätten Sia ja nichts mehr zu tun und müssten noch arbeiten. Wäre ja auch nicht einfach, in Ihrem Alter noch was neues anfangen…

  • Christina sagt:

    …… eine Ohrfeige, Klaps auf den Hintern oder Anschreien zeugt immer von der Überforderung der Mutter, des Vaters, des Erziehungsberechtigten. Da kann man rationalisieren wie man will, es ist Machtmissbrauch eines Grösseren und Stärkeren gegen einen Kleineren und Schwächeren. Statt sich seiner eigenen Ohmachtsgefühle, Wut, Trauer etc bewusst zu werden und für sich selbst damit klar kommen, ist es einfacher diese unangenehmen Gefühle auf den andern zu übertragen.
    Als Elternteil habe ich die Pflicht – aus meiner Sicht – mich meiner selbst und meiner Motivation bewusst zu werden. Heute gibt es viel Angebote, die Eltern dabei helfen.

  • sanny sagt:

    auf keinen Fall, jetzt brauch ich einen Psychologen, nachdem ich „mit Hilfe“ von „ein bisschen“ Gewalt erzogen wurde, bis etwa 15-17, mit 17 wurde ich einmal ins Gesicht geschlagen, was schrecklich war, mit 17…auch dann passierte was etwa zweimal, da war ich schon mehr als 20, 22…jetzt bin ich 25, zittere physisch, wenn ich mich daran erinnere, und WEIß ganz genau, dass meine eigene Kids nie geschlagen werden…ich will nicht, dass sie erleben, was ich selbst erlebt hab…und das war nicht mit viel Gewalt, aber sprechen wir lieber nicht davon…bin wirklich sehr froh, dass ich erwachsen bin…und übrigens, meine Oma hat mich fast nie geschlagen, und trotzdem war ich bei ihr viel viel artiger… Weniger Stress, das ist einfach…

  • Markus Telli sagt:

    Ab und zu eine Ohrfeige schadet nicht, oje jetzt machen alle auf Jesus und Madonna hier drin !! ;O) Sobald dann die kids einwenig zu laut werden rasten die möchten gerne JESUSMADONNA hier aus. Puuuuuhhhhhh Doppelmoral nennt sich das!!!

  • Thomas1 sagt:

    @ Thomas Meyer: Sie sehen, was ich meine? Der Typ ist doch kaum zu überbieten 🙂

  • @Thomas1
    Zitat: „Eine effektivere Werbung könnte man sich kaum wünschen…“
    Werbung – das ist genau das, was militante Ideologen zur Verbreitung ihrer Verblendungen brauchen. Ich glaube nicht einmal, dass Ihnen dieses Thema tatsächlich am Herzen liegt, Sie könnten ebenso vor den Schulen gegen Eltern mit Geländefahrzeugen demonstrieren, oder mit Schutzanzug gegen Handystahlung durch die Stadt laufen. Wichtig ist nur: Auffallen. Auffallen um jeden Preis. Dabei nimmt man schon mal das Gestzt in die eigene Hand, stellt sich darüber oder bricht es sogar. Funktioniert schräges Gedankengut(übel) zu Fakten um und wiederholt sich solange, bis dem Ideologen selber seine Verblendungen als wahr erscheinen, oder bei Gesinnungsgenossen einen Teilerfolg verbuchen kann, indem er/sie gehört (gelesen) wird – Anonym ist das keine besondere Kunst. Werbung? Sie wollen werben für was…? Alle anonymen Alles- / Besserwisser zu einem harmagedonischen Feldzug gegen Eltern zu sammeln, die ihre Kinder mit Ohrfeigen und Fuditätsch erziehen? Ich frage mich nur, was wird aus Ihnen, wenn Sie Ihr Ziel nicht erreichen? Brechen Sie dann zusammen, oder suchen Sie Ihr Glück dann im „Kampf“ gegen Geländefahrzeug-Eltern?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @sohn: Ihr Erlebnis mit 16 hat, wie Sie schreiben, zu einem Vertrauensverlust geführt. Persönlich würde ich mich hüten einen 16jährigen körperlich herauszufordern, schon aus reinem Selbstschutz 😉
    Auch denke ich nicht, dass jegliche „Gewaltanwendung“- wenn da jetzt auch Klaps auf den Po und Finger mitgemeint sein sollen, immer nur aus unbeherrschter Gemütslage folgen muss, da sollte differenziert werden! Schwer vorstellen kann ich mir, dass ein einziges Erlebnis mit 16 zu einem gestörten Vertrauensverhältnis führt, da ist doch vermutlich schon vorher einiges schief gelaufen, nicht viel am Fundament gebaut worden?
    Ich hoffe, dass ich es durch eine engagierte und reflektierende Erziehung (ja, und da gibts in jüngeren Jahren auch ab und zu einen Klaps) dahin bringe, dass in den stürmischen „wilden Jahren“ doch genug Boden vorhanden ist, um immer noch miteinander im Gespräch bleiben zu können. Dass sich ein stabiles Verhältnis der gegenseitigen Annahme und Liebe aufgebaut hat, welches in Teenager-Tornados nicht gleich zerfetzt wird sondern aushält.
    Soweit jedenfalls meine Hoffnung…, Ihnen wünsche ich, dass Sie sich auf irgendeine Weise doch noch ganz mit Ihrem Vater versöhnen können und das Vertrauen zurückgewinnen, so wie Sie es sich vorstellen dass es gut wäre.

  • Thomas1 sagt:

    @ Thomas Meyer: ich finde nicht, dass man Kommentarfunktionen abschalten sollte. Typen wie Wolfang Wahl zeigen mit ihrer hilflosen Art am allerdeutlichesten auf, wie wichtig es ist, ein wenig umzudenken. Eine effektivere Werbung könnte man sich kaum wünschen… Also nur weiter so, Herr Wahl, immer feste drauf!

  • @Hägar
    Zitat: „Eier haben UND seinen Verstand gebrauchen gefällt mir persönlich besser. Nicht dass Sie das nciht tun würden, aber manchmal …“
    Ernüchternde Feststellung was…? Aber ich bewundere Ihrer ersten Schritt zur Einsicht.

    @Thomas1 / @Thomas Meyer
    …dabei fällt Ihnen gar nicht auf, wie lächerlich Sie sich machen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Hägar und folgen seinem Schritt zum Selbstbekenntnis. Und: Zitat: „Kommentarfunktion nach einem abschliessenden Fazit Ihrerseits deaktivieren“… Na ja, dann würde man von Ihnen wohl nicht all zu viel zu lesen bekommen.

  • Thomas Meyer sagt:

    @Frau Binswanger: Ihren Quotenhit haben Sie ja jetzt. Über 450 Kommentare – das ist eine schöne Trophäe für Ihren Beitrag. Der Schönheitsfehler dabei, dass die letzten 300 Kommentare sich fast nur noch um die Selbstdarstellung eines Schlägertypen drehen, scheint Sie nicht zu stören.

    Tipp: Kommentarfunktion nach einem abschliessenden Fazit Ihrerseits deaktivieren. Wenn Sie das nicht tun – na denn wird’s wohl immer noch peinlicher und peinlicher und peinlicher…

  • sohn sagt:

    Ich habe eine drängende Frage. Ich war und bin Sohn, habe aber selbst keine Kinder. Vor vielen Jahren, ich war wohl etwa 16 Jahre alt und versuchte, mich von meinen Eltern zu distanzieren, bin ich einmal ziemlich „ausgetickt“: Ich beschimpfte meine Mutter und drohte ihr körperliche Gewalt an. Als mein Vater dies einen Moment später mitbekam, er war zur „Tatzeit“ gerade in einem anderen Teil der Wohnung, da schlug er mich wirklich hart ins Gesicht.
    Seitdem sind viele Jahre vergangen. Natürlich kann ich nachvollziehen, was in meinem Vater damals vorging: Er wollte und musste erstens meine Mutter vor mir schützen und hatte zweitens die undankbare aufgabe, mir als übel herumpöbelnden Jugendlichen Grenzen zu setzten. Soweit so gut.
    Dennoch, denke ich dass dieser Vorfall eine tiefe Kluft zwischen mir und meinem Vater aufgerissen hat, die auch heute noch nicht ganz überbrückt ist. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich das Ganze durch mein Verhalten ausgelöst habe und mein Vater gar nicht anders reagieren konnte. (Er ist wie jeder Mensch zu einem gewissen Teil das Produkt seiner Zeit und seiner Erziehung.) Ich weiss auch nicht, was er besser hätte machen können.

    Was ich damit sagen will: Gewaltanwendung bei Kinder kann längerfristig Folgen haben, die kaum überschaubar oder kontrollierbar sind. Sie sind auch nicht mit einer Entschuldigung oder einem Gespräch einfach so zu beseitigen. Der Vertrauensverlust, der damit einhergehen kann, ist kaum wieder zu beheben. Es kann kaum im Sinne von verantwortungsbewussten Eltern liegen, ihre Kinder so zu behandeln, dass sie psychotherapeutische Massnahmen benötigen, um wieder ein normales Verhältnis zu erwachsenen Menschen aufbauen zu können. (Sorry, das war jetzt etwas überspitzt.)

    Die Frage, die sich stellt: Wie können Eltern noch vernünftige Grenzen setzen, wenn ein Kind oder vor allem ein Jugendlicher wirklich ausrastet oder auszurasten droht? Was können Eltern tun, um ihrem Kind gerade in Extremsituationen Einhalt zu gebieten, ohne allzu grosse und bleibende Schäden anzurichten?

  • Thomas1 sagt:

    So, ich misch mich auch wieder mal unters Volk. Wir sind uns wohl alle einig, dass es in erster Linie darum geht, Kindern Grenzen zu setzen und zu verantwortungsbewussten, respektvollen und friedfertigen Erwachsenen zu erziehen. Nun gibt es Eltren, die erreichen dieses Ziel klar nicht, z.B. weil sie dauernd zuschlagen oder überhaupft keine Grenzen setzen und antiauoritär erziehen und und und.
    Aber es gibt auch andere, die dieses Ziel erreichen. Die einen teilen dafür auch mal die eine oder andere Ohrfeige aus. Nun gibt es aber auch welche, die das Ziel erreichen, OHNE jeglichen Einsatz von Gewalt. Wie schafft man das? Erstens: indem man überhaupt WILL – und bestimmt nicht, indem man stetig die Leier wiederholt, dass eine Ohrfeige noch keinem geschadet hat. Nicht weil diese Leier falsch wäre, sondern weil man mit ihr ganz einfach da stehenbleibt, wo man schon ist und nichts Neues in Erfahrung bringen kann. Das heisst: Prio 1 ist, dass das oben beschriebene Ziel erreicht wird – wenn nötig halt mit einem kleinen Klapps hier oder da. Ist man sich aber sicher, dass man mit Prio 1 auf gutem Weg ist, kann man sich doch mal zu fragen beginnen, ob man seinen Erziehungsstil nicht noch weiter optimieren kann und zu Prio 2 übergehen: geht’s auch ohne Gewalt? Die Antwort ist klar ja. Es gibt genügend Vorbilder. Und wer seine Kinder wirklich liebt und wirklich nur das Beste für sie will, wird sich (wenn Prio 1 erfüllt ist, wohlgemerkt) diese Frage doch zwingend stellen, oder nicht? Es steht ausser Frage, dass die Zielerreichung ohne Gewalt die optimalere Lösung ist. Also beginnt man dann nach Lösungen und Antworten zu suchen – in Diskussionen mit Bekannten, im Beobachten, im Suchen von entsprechender Literatur etc. Und auf diese Weise lehrt man seine Kinder ganz nebenbei etwas noch viel Bedeutenderes: dass man sich im Leben stets weiterentwickeln kann – auch als Vater oder Mutter. Was meinen Sie, Herr Wahl? 😉

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Eier haben UND seinen Verstand gebrauchen gefällt mir persönlich besser. Nicht dass Sie das nciht tun würden, aber manchmal …

  • @Hägar
    Zitat: „Was ich nicht verstehe, warum Sie zuerst sich damit brüsten und danach kleinlaut diese Geschichte als das darstellen“
    Da Sie offensichtlich auf Konfrontationskurs sind, wollen Sie gar nichts verstehen und kleinlaut müsste ich nur etwas von mir geben, sähe ich mich jemandem gegenüber Rechenschaft schuldig.

    Schlussendlich ist es mir so was von egal, was Sie oder andere Ihrer Gesinnungsgenossen denken, mir unterstellen oder andichten. Ich stehe IMMER und ZU ALLEM (im Nachhinein jedoch nicht immer HINTER allem) was ich mache. Das nennt man Grösse, in der Umgangssprache „Eier haben“ – und davon haben einige hier nicht so viel, wie’s scheint.

  • Hägar sagt:

    @Wofgang Wahl
    Ich nehme einen Teil von meiner Kritik an Ihnen zurück, ich habe einen alten, nicht aktualisierte Version auf dem Compi und daher Ihren Beitrag vom 9. Sept., 10 Uhr 36 nicht gelesen. Dort führen Sie auf wie es dazu kam. Bitte um daher um Entschuldigung. Was ich nicht verstehe, warum Sie zuerst sich damit brüsten und danach kleinlaut diese Geschichte als das darstellen, was es war: eine grosse Unbeherrschtheit von Ihnen, mit schwerwiegeden Folgen für den Anderen. Für mich bleibt auch ein falen Nachgeschmack, insbesondere weil Sied die eigene erhaltenen regelmässigen Ohrfeigen von Ihrem Vater vehement als angebracht vertedigen. Dass Sie sich dann selber nicht beherrschen können scheint mir daher schon etwas fragwürdig. bzw. die Verteidigung von Ohrfeigen als gelungende Erziehungsmassnahme bekommt da u.U. ein anderes Licht. Ob da ein Zusammenhang auszumachen ist oder nicht, überlasse ich Ihnen.

  • Hägar sagt:

    @H. Gerlach
    Ihr Aufruf zum schlagen mit dem Lineal auf die Finger ist entwede provokativ und dann etwas einfältig oder dann aber beschämen Sie uns damit.

    @Wolfgang Wahl
    Für Sie gilt das gleiche:Entweder leisten Sie sich eine Provokation oder dann ist es sehr bedauerlich, dass Sie es nötig haben a) dreinzuschlagen mit schwerwiegenden Verletzungen und b) sich zu brüsten. Beides hinterlässt einen schalen Nachgeschmack.

    @Margrit Steinman
    danke für ihr wohltuendes Statement. In der Tat, Fehler in der Erziehung, auch verteilen von Ohrfeigen, können passieren und Sie beschreiben mutig was es war (eigene Übeforderung, weil Kinder extrem schwierg sein können) und was es nicht wahr (ein Erziehungsmittel). Ich denke das entscheide war, dass Ihr Kind gemerkt hat, dass es zu weit gegangen ist. Wichtig scheimt mir aber, dass Sie hingestanden sind und erklärt haben wie und was passiert ist. Ich habe gleiche Erfahrungen gemacht. Der entscheidende Punkt schien mir aber nicht, dass das Kind merkte, dass die Strafe gerecht war, sondern dass es merkte, was es angerichtet hat und dies kann es nur merken, wenn wir mutig hinstehen und sagen: Gut war es nicht, aber wir beide tragen Verantwortung, dass dies nicht mehr vorkommt.

  • H.Gerlach sagt:

    Mir Alt-68er kann keiner was vormachen. Ab und zu muß man einfach durchgreifen; auch für Redakteure, die immer wieder die gleichen dummen Geschichten bringen, empfehle ich erzieherische Schläge mit dem Lineal auf die ausgestreckte Hand. Hat noch keinem geschadet.

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    Lag ich mit meinem Riecher also doch richtig. Wenn Sie nicht zugeschlagen hätten, wäre womöglich der andere wegen Körperverletzung dran gewesen (auch wenn ich den Begriff „Körperverletzung“ für das Verhalten als übertrieben ansehe, bestraft gehört es).

    Aber es genau diese militante Einmischerei. Wenn der Staat so etwas toleriert ist allem Terror und Denunziantentum Tor und Tür geöffnet. Es bestätigt meine Beobachtung, dass diese ideologischen Verblendungen äusserst gewalttätig sind und zudem nur auf das ausgerichtet, den nächsten zu terrorisieren, weil er einem nicht ganz passt. Zuerst beschweren wegen schlechter Erzeihung (antiauthoritär), unmittelbar danach das Gegenteil. Deshalb sind die heutigen Ideen noch schlimmer als vor 20 Jahren. Das sich Menschen auf so ein Programm überhaupt einlassen ist unglaublich. Anscheinend sind sie des Guten völlig überdrüssig.

  • Margrit Steinmann sagt:

    Dass über Kinder-„Massregelungen“ so viel geschrieben und geredet wird, beweist die zur Zeit herrschende Unsicherheit darüber. Als Mutter von drei Kindern (2 Söhnen, 1 Tochter) kenne ich die Hilflosigkeit, wenn der Sprössling die ihm gesteckten Grenzen verbal oder „in echt“ überschreitet. Aber ich war immer sicher: Kinder suchen die Grenzen des Machbaren, UND DIESE GRENZEN MÜSSEN WIR IHNEN SETZEN, so lange wir für ihre Erziehung verantwortlich sind. Klar – es geht nicht um physisches Kräftemessen oder gar Schläge. Grenzen müssen verbal und mit Entschiedenheit gesetzt werden. Einmal rutschte mir die Hand zu einer Ohrfeige aus (was ich nachher bedauerte, da ich es als eigene Schwäche verurteilte). Mein Sohn äusserte sich später wie folgt darüber: „Die Ohrfeige hatte ich mir redlich verdient…“ Also bitte, liebe Erzieher: sollte einmal AUSNAHMSWEISE die Hand ausrutschen, so ist das kein Weltuntergang, denn Kinder haben ein untrügliches Gespür, wann eine Strafe gerecht ist und wann nicht. Schliesslich suchen sie ja die Grenzen, und – siehe oben!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Also dieser Schlagabtausch war teilweise hochspannend und mit witzigen Querschlägern, doch irgendwann muss ja mal ein Ende sein? Vieles hätte gespart werden können, wäre zuerst konkret nachgehakt worden, in was genau die besagte Provokation bestand- da hab ich was dazugelernt und hoff ich vergess es nicht wieder, erst mal genau nachfragen.
    Denn, also ehrlich, so müsste mann mir auch nicht kommen, da zupf ich mein Kind an den Haaren und krieg gleich eine Klage wegen Misshandlung angedroht? (Zuvor aber noch unterstellte antiautoritäre Versagenserziehung???)
    Vom Drum und Dran ganz zu schweigen?
    Bin im öffentlichen Raum noch nicht sovielen Eltern begegnet, deren Kinder man vor ihnen hätte schützen müssen. Aber schon unzähligen Kindern die man vor ihren passiven Eltern hätte schützen sollen und mal Klartext reden! Da werden Senioren beinahe umgerannt weil es grossem Kind nicht in Sinn kommt ein bisschen Rücksicht zu zeigen- für den Senior kann ein Sturz Pflegeheimeintritt bedeuten, und das eventuell vorhanden gewesene erfüllte Grossvaterleben ist für immer vorbei. (Resp. auch sein grossvaterloses erfülltes Leben…!) Kinder toben auf den Sitzen in ÖV rum, alle Schalter und Hebel müssen ausprobiert werden, ÖV ist leider ken Robinsonspielplatz, aber die Eltern sitzen ruhig nebendran. Wehe aber das Tram muss eine brüske Bremsung hinlegen und das arme Kind fällt und heult, wer ist dann wohl schuld? Erraten, der unfähige Tramführer, aber sicher nicht der betreffende Erziehungsberechtigte. Kinder stürzen sich auf Hunde und Mami/Papi sagt „ja, gell der ist süss“ (bis er zuschnappt, der süsse Hund) Die Beispielliste könnte lang werden. Das lässt mich dann schneller kochen als mal ein Klaps auf den Po in aller Öffentlichkeit.

  • @Jörg

    Bei allem Respekt… wieso adressieren Sie Ihren Beitrag an mich? Ich erinnere mich nicht, Sie irgend etwas geragt zu haben.
    Nun gut… Sehen Sie, wichtig ist, dass Sie mit sich und Ihrem Rechtssinn und Ihrer Rechthaberei zufrieden sind. Hege jedoch Zweifel, denn ein ausgeglichener, zufriedener Mensch mischt sich nicht in Dinge ein, die ihn nichts angehen und sucht in jeder Eltern-Kind Auseinandersetzung die Misshandlung.

  • Jörg sagt:

    @ Wolfgang:

    Mit dem Recht gegen Unrecht vorzugehen. Kleine Kinder gehören vor gewalttätigen Eltern beschützt. Das geht so weit, das ich bereits Anzeige wegen einem „Klaps“ und anschliessender Anschreierei erstattet habe, weil es die Mutter wohl als wichtiger erachtet hat, zu telefonieren statt bei 35°C ihrem quengelnden Sprössling etwas zu Trinken zu geben. Da ich leider einziger Zeuge war, der etwas gesehen haben will, und die anderen angeblich nichts mitbekommen haben, ist hieraus nichts geworden.

    Es gebietet die Zivilcourage, nicht wegzuschauen, wenn ein Kind misshandelt wird!

  • @Stimme der Weisheit
    Ich kann Ihnen versichern, dass dieser Ohrfeige einiges vorausgegangen ist und es überhaupt nicht meine Absicht ist, hier etwas zu plakatieren, schön zu reden und gar noch gut zu finden. Der Vorfall ist tatsächlich passiert und wurde von mir zusammengefasst auf ein paar Zeilen, was im Urteil auf ein paar Seiten begründet wurde.

    Samstag Morgen an der Kasse in der Migros: Mein Einkaufswagen voll, hinter mir eine Warteschlange, ich alleine mit meinem Sohn. Er wollte etwas haben, ich sagte nein. Er schreit und beginnt Süssigkeiten aus einem Gestell auf den Boden zu werfen. Hinter mir geht’s los „Saugoof“, „das sind die Folgen derantiautoritären Erziehung“, „dem würde ich links und rechts…“ (Wurde später von der Kassiererin alles vor Gericht gestätigt). Ich reagiere nicht auf Beschimpfungen und hebe das Zeug vom Boden auf. Mein Sohn schreit weiter, ich zupfe ihn an den Haaren über dem Ohr und sage nur: „FERTIG JETZT“. Dann ging’s los; der Herr hinter mir meinte, was mir überhaupt einfalle, so mit einem Kind umzugehen und es zu schlagen. Schlagen sei… usw. Wohlverstanden, ich war immer noch beschäftigt, die Esswaren auf’s Band zu legen und die Warteschlange hinter mir wurde nicht kleiner. Er redet weiter, droht mit der Vormundschaftsbehörde, ich reagiere gar nicht. Mein Sohn war inzwischen ruhig und benahm sich. Beim Verstauen der Esswaren stand der Mann immer noch zu meiner Linken und redete inzwischen schon mit erhobener Stimme in mein Ohr und stupste mich mehrmals mit dem Zeigefinger in die Seite. Ich sagte ihm, wenn er nicht augenblicklich damit aufhöre, mich zu stupsen, klatsche ich ihm eine. Er stupste weiter und meinte, ich schlage ja auch mein Kind, so könne ich sehen wie es sich fühle. Dann knallte es. Kommentar der Kassiererin: Mich wundert, dass Sie das nicht schon früher getan haben. Der Richter berücksichtigte in seinem Urteil die verbale und tätliche Provokation, sowie die Tatsache, dass er vor der Ohrfeige gewarnt wurde und er damit rechnen konnte.

    Bestimmt ist dies ein extremes Beispiel, dass mir bislang nur einmal passiert ist in der Form. Tatsächlich gibt es aber diese Leute, die sich überall und penetrant einmischen und auf die Leute einreden. Vor Allem, wenn Eltern dann sowieso schon gestresst sind, kann es eskalieren. In der Regel lasse ich mich gar nicht auf Diskussionen ein und laufe davon.

    Können Sie nun mit diesen Ausführungen besser umgehen?

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    ACHTUNG:
    @Wahl + Meyer
    Das hier ist eine ganz heisse Sache. Ich empfehle sehr, die Sache nicht in der Öffentlichkeit auszutragen oder noch besser, auf sich beruhen zu lassen.

    @Wahl: Ich glaube, dass der Sachverhalt sich so, wie er gemäss Darstellung erscheint, nicht ganz zugetragen hat, sonst wären Sie kaum freigesprochen worden. Es muss sich um mehr als eine einfache verbale Provokation gehandelt haben. Mit der plakativen Beschreibung könnten u.U. nachteilige Schlüsse gezogen werden. Nehmen Sie sich in acht, wenn es um Recht geht.

    Meine Meinung: Der Königsweg ist es trotzdem nicht gewesen, trotz Richterurteil! Der Richter hat das Verhalten wohl auch nicht als korrekt bezeichnet.
    Dummschwätzer schlägt man mit Blossstellung (=> lächerlich). Menschen die aus bösem Willen handeln, machen dann weiter. In solch einem Moment konzentiere ich mich auf die Beweisaufnahme, da mit Fortsetzung zu rechnen ist. Bei Tätlichkeiten sorgt man am besten dafür, der Gegenpartei keine Angriffsfläche zu bieten und bestes Beweismaterial zu erhalten (sich vor Überwachungskamera im Kaufhaus halt eine klatschen lassen), danach sofort zum Arzt und zur Polizei gehen.

    @Meyer
    Können Sie Ihre Aussagen beweisen? Ansonsten könnte der Tatbestand der „üblen Nachrede“, wenn Sie die Aussagen wider besseren WIssens machen, sogar der „Verleumdung“ gegeben sein. Dass Herr Wahl nicht anonym auftritt würde sich für Sie defintiv als Nachteil erweisen. Einen besonderen Schutz geniesst die Ehre, wenn es um Verhalten innerhalb der Familie geht. Falls es sich um die ehemalige Gegenpartei handeln sollte, befänden sie mit einem abschlägigen Urteil alles andere als auf der günstigen Seite, da Sie relativ schnell den Verdacht eines Rachefeldzuges auf sich ziehen würden.

    @Rest:
    Es ist erstaunlich, in welcher Art man sich hier bedingungslos hinter solche Einmischungen stellen. Damit, dass nur das Verhalten von Herrn Wahl angegriffen wird, welches durchaus als unangemessen betrachtet werden kann, wird die Einmischung bedingungslos für gut befunden und dabei ist „schlechter Stil“ nur der Vorname solchen Verhaltens! Im Moment einer Konfrontation ist kauml ein guter Rat willkommen. Diese Einmischerei ist mir auch schon übelst aufgestossen, bei uns hat das noch niemand gemacht, aber wohl nur, weil unsere Kinder dazu bislang nie Anlass gaben. Da gibt es solche, die regen sich nur auf, weil die Kinder laut sind, andere, weil man ihnen nicht alle Wünsche erfüllt, wieder andere, weil man angeblich so inkonsequent ist.
    Die Einmischungen bei Konfrontationen sind die Vorstufe von Selbstjustiz, wie hier einige Kommentare sehr gut belegen. Kinder müssen sich sinnvollerweise gemäss geltendem Recht den Eltern unterordnen (bis zur Volljährigkeit! Und danach müssen sie sich trotz allem in die Hausordnung einfügen und können entgegen landläufiger Meinung nicht machen was sie wollen.). Die unmittelbare Anschuldigung der Eltern zudem vor den Kindern ist unangemessen und schlichtweg nicht tragbar, da den Kindern vermittelt wird, dass Eltern durch Erregung von Mitleid bei anderen zu erpressen seien und solches Verhalten von der Gesellschaft belohnt wird. Über giftige Reaktionen muss man sich deshalb nicht wundern, nebst dem, dass nach meiner Auffassung mit solchem Betragen eine Anstiftung gegeben ist, und zwar gegen das Gesetz zu handeln und das erst noch gegenüber Minderjährigen! Ob das die Juristen auf Basis des Gesetzes auch so sehen, weiss ich nicht, aber es ist die logische Schlussfolgerung, wenn man die Sache zu Ende denkt.

    Das einzig angemessene ist Deeskalation. Ich traue mir das zwar nicht zu, wenn’s zu schlimm würde, würde ich es wohl ganz vorsichtig versuchen. Wie, weiss ich jetzt auch nicht gerade. Ausser bei ersichtlicher Gefährdung würde ich mich jedoch niemals auf eine Konfrontation einlassen. Da gibt man eine extrem schlechte Firgur ab, weil man sich dem Verdacht unterzieht, auf innerfamiliäre Angelegenheiten Einfluss nehmen zu wollen, und das wohl nicht zu unrecht.

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Mir fällt auf, dass einfach viele meinen die Tatsachen der Ideologie anpassen zu müssen. Ich habe viele Gespräche geführt mit Personen gegensätzlicher Meinungen, deren Erfahrungen mir angehört, diese mit den Beobachtungen verglichen und dann meine Schlüsse gezogen. Diese fallen halt sehr differenziert aus, da sie eben nicht ideologiegetrieben sind.

    Dass das die Neo-68er nicht verstehen ist mir klar, interessiert mich aber auch nicht. Mit Argumenten kommt man bei denen ohnehin nicht weit. Deshalb muss man ihre Ansichten schonungslos ad absurdum führen, damit ist das wenigstens keiner Diskussion mehr wert.

    Ich nutze deshalb noch die Gelegenheit und setze für jene nochmal eins drauf:

    Als ich in die Primarschule ging, war die Antiautoritäre Erziehung gerade richtig in. Ich war sehr schüchtern, dazu der kleinste in der Klasse. Immer wieder musste ich mich vorsehen, nicht verprügelt zu werden. Manchmal gingen mehr als 10 Personen auf mich los. Die Rädelsführer waren ausnahmslos antiauthoritär erzogene und damit „nicht negativ beeinflusste“ Lümmel !!!!
    Dann gab es die damals noch verachteten Italienerkinder, die oft wahrlich kein schönes zuhause hatten. Die schlugen auch zu, aber suchten sich andere Klientel als einfach viel schwächere. Ich hatte mit denen nie eine Auseinandersetzung. Und dann gab es natürlich noch solche Schüler, mit denen es kaum Probleme gab, die genossen aber typischerweise nicht die neuesten Verziehungsmethoden.
    Wenn es nicht deutlich genug ist: Einmal drohten mir die „Antiauthoritären“ an, mich mit einem nassen Strick um den Hals am Baum festzubinden. Mit dem Trocknen würde ich dann ersticken. Ich machte das, was ich nie konnte: Ich reagierte auf einmal total resolut und schüchterte sie einen Augenblick ein. Diese kurze Gelegenheit nutze ich aus und floh mit meinem Velo.

    Die heutigen Ideen sind ja noch schlimmer: Ich nenne diese Streichelzooerziehungsstil. Man bringt die Kinder in staatliche Einrichtungen, die das richten sollen, zu was man selbst nicht in der Lage ist. Zwischendrin gibt es dann noch eine Fütterung und ein paar Streicheleinheiten, womit die elterlichen Pflichten erfüllt sind. Für besonders pflichtbewusste Eltern gibt es dann noch einen Unterstützungsverein, aufgrund von dem man gewisse Privilegien erhält, zum Beispiel darf man mit seinem Pony ausreiten, ähm ich meinte natürlich mit seinem Kind spazierengehen.

  • @gargamel
    Uii… Sie sind ja wieder richtig wütend…
    Tschuldigung, das wollte ich jetzt aber auch nicht. :-p

  • gargamel sagt:

    @wahl:
    Ja sowieso… und mir fehlt ja auch das nötige verbale Rüstzeug.
    scheint so. und dann wird dann halt zugeschlagen, gell.

    (noch was: lassen sie docjh die smilies weg. die kommen etwas verlogen daher…)

  • @gargamel
    Zitat: „da erübrigt sich wirklich jede weitere diskussion…“
    Ja sowieso… und mir fehlt ja auch das nötige verbale Rüstzeug. 😉

  • gargamel sagt:

    @thomas meyer: verscheuchen sie uns ja nicht unser belegexemplar für die these, dass prügelnde väter prügelnde söhne erzeugen, die dann wieder zu prügelnden vätern werden… 8)

    sie haben natürlich recht, mit dieser stolz vorgetragenen körperverletzungsgeschichte hat sich wahl wohl endgültig selbst disqualifiziert und seine beiträge hier dürften eigentlich nur noch als satire betrachtet werden.

    @wahl: wow! jemanden krankenhausreif schlagen, weil einem nicht passt, was er sagt! ich hoffe, ihre söhne waren zeugen dieses erzieherisch wertvollen vorgangs (lehre: wenn mir jemand verbal dumm kommt, dann ist es durchaus angebracht, ihn halbtot zu schlagen. papi macht das auch.).

    da erübrigt sich wirklich jede weitere diskussion…

  • @Thomas Meyer
    Könnte es sein, dass Ihr Name nicht Thomas Meyer ist, sondern B.H. aus B? Dann wären Sie der mit der Kiefergelenkskapselkontusion und ich würde Ihre Aufregung verstehen. Dazugelernt hätten Sie aber offensichzlich nichts, wie’s aussieht… 😉

  • Thomas Meyer sagt:

    „Weiter möchte ich Ihnen bzw. Herrn Jörg noch erklären, dass so eine Einmischung in Form von Einreden in der Öffentlichkeit auf die Eltern in die Erziehung ganz schön ins Auge gehen kann: Das hat schon mal jemand versucht. Dem hab ich dann auch in der Öffentlichkeit so was von eine geklatscht, dass er eine Kiefergelenkskapselkontusion erlitt.“

    Tja Herr Wahl: Jeder spricht sich sein Urteil irgendwie selbst. Ihre Kinder sind echt zu bemitleiden. Haben einen Schläger als Vater, der das Schlagen auch noch geil findet und es in alle Welt rausposaunt. Jetzt reicht’s!

    Schweigen Sie endlich!

  • Marija sagt:

    Ich wurde in meinerKindheit mit Prügel erzogen. Meine Eltern stammen vom Balkan. Logisch, hatten die vor 20 Jahren auch noch die krassen Erziehungsmethoden, die waren halt etwas hintendrein mit der Entwicklung zum Westen. Ich hatte jedoch Glück, dass es nur Prügel gab, wenn wir wirklich krass etwas verbockt hatten oder auch nach dem 4 mal sagen nicht hinhören wollten. Aber dann gabs eine Richtige Tracht Prügel mit Schirm, Teppichklopfer, Gürtel oder was meine Mutter oder Vater gerade in die Hände kriegten. Da hatten wir auch Streimen und blaue Flecken. Es wurde aber schon nicht auf den kopf eingeprügelt. Ich empfand diesen Prügel immer als sehr unangenehm und habe dann auch einige Zeit lang 2-3 Tage nicht mehr mit meinen Eltern gesprochen. Danach gings dann wieder, bis ich älter wurde. Als mir meine Mutter mit 14 eine Ohrfeige verpassen wollte habe ich ihr gesagt, falls sie das tun würde, würde ich so wütend, dass ich sie zusammenschlagen würde. So hat sie diese Ohrfeige stecken lassen und mich nie mehr geschlagen. Ich bin heut zu Tage nicht gewalttätig, gottseidank, und bekam trotzdem noch unmengen an liebe, neben der gewalt. MEine Eltern wussten leider nur über diese Erziehungsmethode bescheid. Heut zu tage nehme ich Ihnen den Prügel nicht überl, jedoch habe ich ihnen öfters gesagt, wie man sich dabei gefühlt hat und das prügel eigentlich Schwäche Ihres sebst bedeutet. ICh habe auf jedefall daraus gelernt, dass meine Kinder niemals geprügelt werden. Einen Klaps auf den Hintern oder mal ins Ohr Knauben, um Sie auf den Boden zu holen, finde ich total ok, ansonsten bin ich gegen Gewalt.
    ICh finde es total daneben, dass man in solcher Art von Foren immer wieder auf den Balkan oder Moslem als schlechtes Bespiel zu sprechen kommt. Wolfgang Wahl, du bist keinen Rappen besser als jeder Balkanese oder Islamist, da Du in der Situation genau auch deine Beherrschung verloren hast und dir die Hand ziemlich deftig sogar ausgerutscht ist. Wie kann man sich nur so gehn lassen in dieser situation. Ist ja fast unglaublich, dass Sie nicht bestraft wurden und frei kamen. Hatten Sie den Richter bestochen? Also ich an seiner Stelle hätte Ihnen eine schöne Busse ausgeteilt. Wenn sich wer in meine Beziehung einmischt, kann ich das entweder durch diskussion lösen oder rufe einfach Arschloch halt deine fresse zu, das geht dich nichts an. Oder ich dreh mich um und ignoriere. Ich finde auch, dass Balkan oder Islamisten gegenüber westlichen Europäern viel positive eigenschaften in die Erziehung einfliessen lassen und viel mehr liebe auch, als schweizer. Ich habe oft erlebt, dass schweizer kinder sehr kühl erzogen werden. Es entstehen keine tiefen emotionalen bindungen und die kinder besuchen ihre eltern später nicht mal im altersheim oder telefonieren 1 mal im monat. Das gibt es bei den Balkanesen und Islamisten wiederum nicht. Also überall ein pro und contra. Ihr beschränkten Köpfe, lasst es bitte sein mit solchen neanderthaler Sprüchen, denn diese Aussagen zeugen nur von beschränktheit und niedrigem IQ. Ich bin froh in der Schweiz aufgewachsen zu sein, mir glaubt auch keiner, dass ich Jugo bin. Mir wäre auch egal wenn ich in Jugo aufgewachsen wäre, was auch ein sehr schönes land ist und sehr viele liebe menchen da leben. Die menschen sind offenherziger und wärmer im umgang als in der schweiz. Klar hat man da nicht so viel möglichkeiten zu reisen etc weil man ärmer ist, aber auch nur im portemonnaie. Also Ihr Erbsenhirne, ich wünsche Euch noch viel Spass auf unserem Planet, der zu 99% aus Ausländern und 1% Schweizern besteht… .:))))

  • Peter2 sagt:

    Es bringt die Diskussion auch nicht weiter, wenn man immer wieder die gleichen platten Statements „ist nicht erlaubt“, „ist Gewalt“ blabla unter verschiedenen Namen postet.

  • @Peter Müller
    Zitat: „Wieder kein Wort zur zur Verfassung und der untersteht auch der Herr Richter.“
    Dann machen Sie doch eine Beschwerde gegen den Richter. 😉 Sie kommen hier vorbei, ich kopiere Ihnen das Urteil und dann klagen Sie den Richter ein, wegen Verstoss gegen die Verfassung… Nein, nein… keine Angst, ich schlage Sie nicht. 🙂

  • Peter sagt:

    Nein, eine Ohrfeige ist nicht erlaubt!
    Wenn aber die Hand einmal ausrutscht (was geschehen kann) sollte man sich auch nicht endlos dafür schämen oder ein ewiges schlechtes Gewissen haben. Mütter und Väter sind Menschen, haben Schwächen. Das macht uns stark.

  • „… müssen Sie halt ein REFERENDUM 😉 zur Änderung unserer Gesetze einreichen …“
    „… oder das Land verlassen. Am besten ziehen Sie in den Balkan …“
    Wieder kein Wort zur zur Verfassung und der untersteht auch der Herr Richter.

    Wusst ichs doch.

    „Am besten ziehen Sie in den Balkan und reden dort in der Öffentlichkeit auf die Eltern ein, aber Achtung, die teilen Ihnen nicht bloss Ohrfeigen aus, sondern schiessen.“
    Ja, ja die Anderen sind viel schlimmer, darum dürfen sie auch etwas stehlen – sagen wir so bis zu einem Wert von etwa SFr.100.- ist stehlen erlaubt.

    Übrigens:
    „Bundesverfassung
    der Schweizerischen Eidgenossenschaft
    vom 18. April 1999 (Stand am 30. November 2008) 101
    Präambel
    Im Namen Gottes des Allmächtigen!
    Das Schweizervolk und die Kantone,
    in der Verantwortung gegenüber der Schöpfung,
    im Bestreben, den Bund zu erneuern, um Freiheit und Demokratie, Unabhängigkeit
    und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stärken,
    im Willen, in gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit
    zu leben,
    im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegen-
    über den künftigen Generationen,
    gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Vol-
    kes sich misst am Wohl der Schwachen,
    geben sich folgende Verfassung1: „

  • gargamel sagt:

    Dem hab ich dann auch in der Öffentlichkeit so was von eine geklatscht, dass er eine Kiefergelenkskapselkontusion erlitt.

    wusst ich’s doch…

  • @Peter Müller
    Nein, Herr Müller… die Geschichte ist weder ausgedacht noch beschönigt! Immerhin trete ich hier nicht anonym auf und die/der Eine oder Andere kennen mich sogar.

    Absolution? Nein, ein bloss ein Urteil von einem schweizer Richter, nach schweizer Gesetz, der Leute wie Sie in die Schranken weist. Sind Sie mit dem schweizer Gesetz nicht einverstanden, müssen Sie halt ein Referendum zur Änderung unserer Gesetze einreichen, oder das Land verlassen. Am besten ziehen Sie in den Balkan und reden dort in der Öffentlichkeit auf die Eltern ein, aber Achtung, die teilen Ihnen nicht bloss Ohrfeigen aus, sondern schiessen.

  • Peter Müller sagt:

    Auch wenn ich glaube, ihre Geschichte ist ausgedacht oder zumindest in ihrem Sinne beschönigt, schliesse ich aus ihren Aussagen, dass sie ein durchaus erhebliches Problem mit Gewaltanwendung haben.
    Sie schlagen scheinbar gerne mal schnell zu und brüsten sich auch noch damit.

    Sie haben also die richterliche Absolution dreinzuschlagen, wenn sie sich provoziert fühlen?
    Ich auch?
    Und der, der findet:“ Hey Mann! Du hesch mini Mueter beleidigt!“, der auch?

    Wenn jetzt Eltern auf dem Marktplatz mit Stöcken auf ihr Kind einprügeln, muss man das jetzt als deren „Erziehung“ akzeptieren?
    Wohl kaum. Da besteht eben die Pflicht einzugreifen.
    Die Frage wo hört die Erziehung auf und wo fängt Gewalt an haben weder sie noch der Richter zu entscheiden, sondern steht in der Verfassung.
    Das ist wie beim Stehlen. Stehlen ist verboten, egal wie wertvoll das Gestohlene ist, einzig beim Strafmass wird da differenziert.
    „Art. 11 Schutz der Kinder und Jugendlichen
    1 Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf besonderen Schutz ihrer Unversehrt-
    heit und auf Förderung ihrer Entwicklung. “
    „Art. 7 Menschenwürde
    Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.“
    http://www.admin.ch/ch/d/sr/1/101.de.pdf

    „Kinderrechte in der Schweiz
    Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes wurde am 24. Februar 1997
    durch die Schweiz ratifiziert und ist am 26. März 1997 in Kraft getreten. Die Konvention wurde
    in die schweizerische Rechtsordnung übernommen, womit ihr von den verschiedenen Behörden
    des Bundes, der Kantone und Gemeinden entsprechend Rechnung getragen werden muss.“
    Von Behörden des Bundes, der Kantone und Gemeinden RECHNUNG GETRAGEN WERDEN MUSS!
    Bezeichnend, das sie nicht darauf eingehen.
    Schlagen sie mich jetzt, weil sie sich durch mich provoziert fühlen?

    „Dem hab ich dann auch in der Öffentlichkeit so was von eine geklatscht, dass er eine Kiefergelenkskapselkontusion erlitt.“
    „Der Alles- / Besserwisser konnte ein paar Wochen nur noch mit dem Strohhalm essen und musste seine Anwaltskosten selber bezahlen“
    So viel zur Aussage eine Ohrfeige hätte noch keinem geschadet.

  • Kind sagt:

    Ich wurde noch nicht geschlagen.
    Das hat mir nicht geschadet.
    Ich habe einmal geschlagen.
    Das tut mir heut noch weh.

  • @Peter Müller
    Zitat: „Die Eigenschaft Mensch zu sein gibt ihm und allen anderen das Recht sich gegen Gewalt an Kindern zu stellen.“
    Zitat: „Nur Versager haben es nötig Kinder zu schlagen.“

    Es ist immer wieder interessant, wie eingebildet und erhaben sich gewisse Leute über andere stellen und ihnen versuchen etwas aufzudiktieren, was nicht mal rechtlich verhält und sie dann noch als „Versager“ beleidigen. Ich darf daran erinnern, dass der Regierungsrat sich gegen die strafrechtliche Verfolgung von körperlicher Erziehung ausgesprochen hat. Ist jetzt Ihrer Ansicht nach der regierungsrat auch ein Versager? Vermutlich ja schon…

    Weiter möchte ich Ihnen bzw. Herrn Jörg noch erklären, dass so eine Einmischung in Form von Einreden in der Öffentlichkeit auf die Eltern in die Erziehung ganz schön ins Auge gehen kann: Das hat schon mal jemand versucht. Dem hab ich dann auch in der Öffentlichkeit so was von eine geklatscht, dass er eine Kiefergelenkskapselkontusion erlitt. Der Richter sah dieser Tätlichkeit eine unmittelbare Provokation des Geschlagenen vorausgegangen und und sah von einer Bestrafung ab bzw. sprach mich frei! Ende der Geschichte: Der Alles- / Besserwisser konnte ein paar Wochen nur noch mit dem Strohhalm essen und musste seine Anwaltskosten selber bezahlen und musste sich vom Richter so einiges anhören, was die Einmischung in die Erziehung anderer angeht. Er habe jedoch die Möglichkeit, Vorfälle oder Beobachtungen die seiner Meinung nach gegen des Recht verstossen, den zuständigen Behörden zu melden. Dabei müsse er aber auch vorsichtig sein, weil ein leichtfertiges Beanzeigen einer Person auch strafbar sei, oder zivilrechtliche Folgen haben könne. Lohnt sich denn das?

    Ich finde unser Gesetz ganz gut!

  • Peter Müller sagt:

    Wolfgang Wahl sagt:
    3. September 2009 um 20:10
    @Jörg
    Zitat: “Ich dulde es nicht, wenn ein Kind auch nur angeschriehen wird in der Öffentlichkeit”
    Was heisst, Sie dulden es nicht? In welcher Eigenschaft nehmen Sie sich dieses Recht?

    Die Eigenschaft Mensch zu sein gibt ihm und allen anderen das Recht sich gegen Gewalt an Kindern zu stellen.

    „Als grundlegende Kinderrechte gelten:
    Recht auf eine gewaltfreie Erziehung (z. B. nach deutschem Recht einfachgesetzlich in § 1631 Abs. 2 BGB garantiert)“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderrechte
    „Die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes wurde am 24. Februar 1997
    durch die Schweiz ratifiziert und ist am 26. März 1997 in Kraft getreten. “
    http://assets.unicef.ch/downloads/kinderrechte_geschichte_dt.pdf

    Nur Versager haben es nötig Kinder zu schlagen.

    Stellen sie sich vor ein drei Meter grosser und 250 kg schwerer Mensch schlägt ihnen seine Hand ins Gesicht, wie sie sich dabei fühlen würden, denn das sind die Verhältnisse, wenn ein Erwachsenen ein Kind schlägt.

  • @Stimme der Weisheit 😉
    Zitat: „Wird aus Liebe gestraft, so leidet die strafende Person mit.“
    Die Ohrfeigen & Fuditätsch = Gewalt-Behaupter in diesem Thread werden so etwas NIEMALS! verstehen. Gut hast Du das mal angesprochen. Danke.

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Ein Junger Mann
    Ziemlich ausgewogene Position. Lediglich einsperren finde ich auch daneben. Das habe ich nie gemacht, doch ein mal für 2 Sekunden weil Sohnemann nicht mitkommen wollte zu Enkaufen. Türzu und schliessen, sofort stellte sich das Geschrei ein und danach gings auch schon und Sohnemann war widerwillig mit dem EInkaufengehen einvertanden. Grundsätzlich ist Trennung von den Eltern etwas schwerwiegendes. Kinder empfinden gemäss meinen Beobachtungen so etwas als wirklich schlimm. Den Klaps hingegen ignorieren sie je nachdem sogar völlig.

    @-

    Wenn wir eines unserer Kinder in sein Zimmer schicken, schliessen wir die Türe nicht ab. Das kommt ganz anders an, als man meint. Bei Kindern, die die Türe nicht öffnen können, macht man diese auch nicht zu. Wo sie mit umgehen lernen mussten ist, dass eine Zimmertüre halt zu ist, wenn die Eltern für sich mal etwas zu besprechen haben oder wenn Mami am Duschen ist etc. Es wird aber auch keine generelle Abweisung zum Ausdruck gebracht.

    Wenn ich mir überlege, welche fragwürdigen Methoden sich unsere Gesellschaft ausdenkt, damit sie in der Ideologie des absoluten körperlichen Strafverzichts nicht zugrundegeht, wird es einem echt schlecht.

    Wir haben folgende Prioritätensetzung:
    1.) Versuch durch Motivation und Einsicht
    2.) Einforderung von Gehorsam
    3.) Durchsetzung des Gehorsams
    So werden diese Stufen durchlaufen. Dem Kind wird immer die Möglichkeit gegeben, die Sache positiv zu erleben, je nach Angelegenheit kann es länger oder auch sehr kurz gehen, bis der Gehorsam schlussendlich durchgesetzt wird, wo dieser sein muss. Das kommt dann immer auf die Wichtigkeit der Sache an. Dabei wird der Hebel angesetzt, der mit der Sache am meisten zu tun hat und wirkt (z.B. die selbstgebaute Holzsäge wird weggenommen, wenn an Dingen herumgesägt wird, an denen das Kind nicht sägen darf). Nur manchmal gibt es einen solchen spezifischen Hebel halt nicht. Bei unmittelbaren Gefahren wird natürlich sofort eingegriffen.

    Ich halte es auch nicht für gut, wenn man ein Kind immer (!) von der Sache entfernt, die es nicht tun darf. Bei kleinen Kindern ist das noch eine Methode, aber irgendwann muss es lernen, der Versuchung zu widerstehen. Das ist Charakterbildung, nämlich später dem eigenen Entschluss treu zu sein, wie man zuvor dem Entschluss der Eltern treu sein musste. Das Gegenteil, jedem eigenen Wunsch immer sofort zu unterliegen, nennt sich auch Dekadenz, resp. wirkt sich als solche aus!

    Zurück zum ursprünglichen Thema:
    Ich bin davon überzeugt, dass diese Extremposition daherkommt, dass in der Vergangenheit das richtige Mass selten angewendet wurde. Wenn sich jeder betroffene mal fragen würde, wann übermässig hart bestraft wurde, würde er feststellen, dass man als Kind der Bequemlichkeit der Eltern im Wege war. Das egozentrische bringt jedoch immer Ungerechtigkeit mit sich. Ich kenne beides: Strafe in Ungerechtigkeit und Strafe aus Liebe. Ersteres ist unerträglich, letzteres kann ein Kind schadlos hinnehmen und völlig akzeptieren. Wird aus Liebe gestraft, so leidet die strafende Person mit. Ich frage ja Betroffene, mit denen ich ins Gespräch komme sinngemäss: War das so bei Deiner Mutter oder Deinem Vater, je nachdem, wer sich an Dir verschuldete? Wie war das Verhältnis nach der Strafe? War sie Vegiftet oder war das Klima der Vergebung und Annahme vorherrschend? Hierin liegt der grosse Unterschied. Mit Verboten kann man das Problem aber leider nicht lösen, das Problem liegt tiefer. Und mit der völligen Ablehnung von Strafe wird es für die nächste Generation nicht besser. Mir sind schon Menschen begegnet, die sich extrem negativ über ihre eigene Erziehung äussern, weil sie nicht gestraft wurden. Sie sagten sogar von sich aus, dass sie deswegen grosse Probleme haben oder hatten, das Leben zu meistern. Warum wird das Thema ignoriert?

  • Jonnyswiss sagt:

    Tja, wie viele leere Drohungen braucht ein Kind bis es ein Elternteil als Respektsperson ansieht?
    Dazu reicht ein Menschenleben wohl nicht aus….

    Bei meiner Ex-Partnerin war die kleinste Tochter 2 1/2 Jahre wo sie versuchte ihren Kopf durchzusetzen.

    Meine Reaktion war:
    1: die Kleine zu bitten, damit aufzuhören
    2. ihr anzudrohen dass ich aufstehe! (aber dabei nicht gesagt, was dann passieren könnte!)
    3. aufzustehen und ihr einen kräftigen Klaps auf das Windelpakt zu geben – was zwar überhaupt nicht weh tat, ihr aber deutlich demonstrierte dass ich meine Drohung auch umgehend wahrmachte.

    Künftig genügte es dass ich ihr etwas androhen musste – sie wusste immer das ich niemals nur leere Drohungen ausstiess, und somit hatten wir immer ein sehr entspannten Umgang miteinander, wo die Kinder auch extrem viel Freiheiten geniessen durften, da ich mir immer sicher war dass die Kinder im Notfall auch sofort gehorchen würden, was ich zum Glück nie benützen musste da dieser Notfall auch nie eintrat!

    Ich denke dass ich dies nicht weiter dokumentieren muss da diese Tatsache für den gesunden Menschenverstand genug aussagt.

    Im übrigen habe ich meine Hunde auch nach der gleichen Methode erzogen und es sind immer (ob deutscher Schäfer oder Rottweiler!) sehr anständige und liebenswerte „Tiere“ mit sehr viel Verantwortungsbewusstsein geworden – sofern sich der Mensch auch nur halbwegs anständig benommen hat!
    Und selbst andere Tiere sind durch meine Hunde niemals zu Schaden gekommen. Im Gegenteil, bei Einigen werden die freundliche Wesen von Laika (in Rorschach) und Jimmi (in Uttwil und Sitterdorf) wahrscheinlich immer in bester Erinnerung bleiben….

    Somit wären wir wieder bei der Anfangsfrage:
    „Tja, wie viele leere Drohungen braucht ein Kind (oder ein Hund!) bis es seine Eltern auch respektiert?“

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Ursula Jungo

    ich habe noch etwas gaz wichtiges vergessen. Die Kinder könnten in der SCHULE und im KINDERGARTEN (das sind die schrecklichsten Orte auf dieser Welt!) mal von den anderen KOLLEGEN (das ist die Ursache des Schreckens) Schläge bekommen. Damit ist alles umsonst denn: „Mit auch nur einem Schlag, wird der Samen der Gewalt in das geschlagene Kind gesetzt!“

    Man stelle sich vor, die ganze Erziehung ist in einem Augenblick zunichte. Aus einem Engel ist ein Bengel geworden. Ich kann Ihnen nur raten, die beiden Buben einzumauern.

    Eines müssen SIe aber noch erklären: Wie ihre Buben wegen Gewalt zu Müttern werden könnten. Solche neuartigen Logikansätze sind mir völlig neu.

  • Regina sagt:

    @Jörg
    Und was tust du, wenn Kinder in der Öffentlichkeit ihre Eltern (oder andere Kinder) anschreien oder sogar auf sie einprügeln? (Hab ich schon mehrmals erlebt.) Redest du dann auch auf die Kinder ein, dass sie sich beherrschen sollen? Oder lernen die das dann ganz von selbst, (hoffentlich vor der Fahrprüfung?)
    Eingreifen heisst eben auch greifen. Erwachsene tragen Verantwortung, und müssen handeln.
    Wenn sie das nicht tun, so gewaltlos wie möglich, und sich stattdessen im Badezimmer einschliessen, entziehen sie sich in diesem Moment der Verantwortung. Auch wenn das sicher klüger ist als prüglen, schreien, ausrasten etc.
    Aber ist es die Beste Lösung?
    Ein schlagendes Kind zu ignorieren und weiter schlagen zu lassen, finde ich nicht in Ordnung.
    Ein schlagendes Kind mit Schlägen zum Aufhören zu bewegen ist sicher paradox, jedoch in wirklich gefährlichen Situationen verständlich, weil halt schnell und wirksam.
    Sich dem schlagenden Kind zur Verfügung zu stellen, nach dem Motte „wenn es mich schlägt, schlägt es wenigstens sonst niemanden“ ist voll daneben. (Gibts aber oft)
    Auf schlagende Kinder einzureden, ist meist wirkungslos, abgesehen vielleicht von drohen und erpressen. (Verbale Gewalt)
    Ein schlagendes Kind festzuhalten finde ich fast die beste Lösung, doch jeder, der schon mal eine/n tobende/n 3 Jährigen festzuhalten versucht hat, weiss, dass das in ein ziemlich unschönes Handgemenge ausarten kann, was von aussen dann wieder gewalttätig wirkt.

    Schliesse mich also auch Felicia an.
    Einzige Lösung ist vielleicht, den Moment zu erwischen, bevor es dem Kind aushängt. Verstehen, wo das Problem liegt und zusammen mit dem Kind den Schauplatz verlassen, Enttäuschung + Ärger frühzeitig abfangen. Klappte bei uns recht gut.

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Jörg
    ja, die auf die Eltern dumm einreden kenne ich. Aber aufgepasst, man könnte an die falschen geraten, nämlich solche, die nicht auf den Mund gefallen sind.
    Die diktatorischen Züge („Und muss auch als falsch in der öffentlichen Diskussion gelten.“) sind klar erkennbar. Es gibt eben keine Diskussion sondern nur die nicht begründbare aber trotzdem richtige Position von Jörg. Diese ideologisch Affentheater ist das Problem unserer gesellschaft.

    Für die Darwinisten noch ein Zückerchen:
    Mal schauen, wie es bei den Affen geht. Die Affeneltern verprügeln ihre Jungen nicht, wischen ihnen aber trotzdem eine, wenns ihnen zu bunt wird. Das habe ich also schon ein paarmal beobachtet. Demnach wäre das doch ganz natürlich. Was ich bei den Affen leider nicht beobachtet habe, dass sie den Kleinen ihr Handeln wenigstens vorher noch erklären.

    Meine Position lese man nicht am Handeln der Affen sondern meinen anderen Beiträgen ab.

  • lilli r.b. sagt:

    HALLO AUFWACHEN!!!! Ich lese immer nur von Prügel, Gewalt und Demütigung, Bitteschön was hat EINE Ohrfeige (wobei ich auch nicht unbedingt für Ohrfeigen bin) oder EIN Klapps auf den Po mit Gewalt und Prügel zu tun. Hat schon einmal jemand das Kind gefragt, ob es sich gedemütigt fühlt, wenn es eine auf den Hintern bekommt, weil es nach dem Xtenmal sagen nicht macht was es soll. Das Kind weiss warscheinlich nicht einmal, was Demütigung überhaupt heissen soll. Und lieber Jörg, auf welchem Stern leben sie eigentlich? Sicherlich nicht auf diesem. Die Kinder wollen Grenzen und es gibt doch ein Sprichwort: Wer nicht Hören will muss Fühlen.

  • jonas sagt:

    @ karl
    Ach bitte. Ich bin in meinem Beruf oft genug mit derartigen und weniger extremen Gewaltätern konfrontiert. Dabei sind solche die geschlagen wurden genau so vertreten wie andere. Ich würde sogar behaupten, dass jene in der Mehrzahl sind, welche selbst in ihren Familien Gewalt erfahren haben. Dieses Argument kann man so einfach nicht gelten lassen. Es vermittelt denke ich vielmehr ein Bild, in welchem Gewalt ein Mittel ist seine Interessen durchzusetzen. Und es Bedarf keiner Tritte – der Junge der vor einigen Jahren im Tessin starb war nach einem einzigen Schlag tot.

  • Anonymous sagt:

    @ karl
    Ach bitte. Ich bin in meinem Beruf oft genug mit derartigen und weniger extremen Gewaltätern konfrontiert. Dabei sind solche die geschlagen wurden genau so vertreten wie andere. Ich würde sogar behaupten, dass jene in der Mehrzahl sind, welche selbst in ihren Familien Gewalt erfahren haben. Dieses Argument kann man so einfach nicht gelten lassen. Es vermittelt denke ich vielmehr ein Bild, in welchem Gewalt ein Mittel ist seine Interessen durchzusetzen. Und es Bedarf keiner Tritte – der Junge der vor einigen Jahren im Tessin starb war nach einem einzigen Schlag tot.

  • @Erwachsene mit Kind
    Zitat: „jetzt würde mich die erklärung noch interessieren, weshalb das für kinder und kleine kinder anders sein soll.“
    Meine Aufgabe als Vater ist es, meine Kinder zu erziehen – nicht die Erwachsenen. Bedarf eigentlich gar keiner Erklärung – aber wenn Sie’s unbedingt wissen wollen…

    Im Übrigen schliesse ich mich den Ausführungen von Felicia an.

  • Erwachsene mit Kind sagt:

    wenn du etwas falsch machst und jemand, den du sehr gerne hast, dir eine ohrfeige verpasst – wie fühlst du dich?
    jetzt würde mich die erklärung noch interessieren, weshalb das für kinder und kleine kinder anders sein soll.
    auch die erklärung, wenn du es bei anderen erwachsenen nicht so machst, wie kommst du auf die idee, es so bei ein kleineres, abhängiges, wehrloses, schwacheres wesen so zu tun?
    also, ich bin gespannt.

  • Felicia sagt:

    Wenn das Kind im Laden oder in der Öffentlichkeit schreit und trotzt und weint dann wird es von den Ausenstehenden als „Saugof“ bezeichnet der nicht richtig erzogen wird / wurde.
    Wenn man mit dem Kind dann schimpft oder ihm einen klaps auf den Hintern giebt, dann sind die Eltern Gewalttätig…… und haben es wieder nicht im Griff mit der Erziehung!
    Wie man es macht, es ist für „andere“ nie richtig…..

  • Pu sagt:

    @Jörg: Babys Brei zu geben ist kein Graubereich, sondern schlicht und einfach falsch. Und muss auch als falsch in der öffentlichen Diskussion gelten. Leute, die das verharmlosen wollen, haben nicht begriffen, welche Qual so etwas für ein Kind bedeutet. Leuten, die sagen, mir hat es damals auch nicht geschadet, denen kann ich nur sagen: ”Dir fällt nichts besseres als dem Baby Brei zu geben ein, also hat es dir offensichtlich doch geschadet.”

    😉

    Im Ernst, haben Sie zuviel Alice Miller gelesen? „Wenn die Eltern wüssten, wie man sie als Kinder gequält hat, würden sie diesen Ihren Satz sofort verstehen und ihren Kindern das geben, was diese brauchen. Aber die meisten
    Eltern haben Angst, die Qualen ihrer Kindheit zu fühlen und sich dagegen aufzulehnen. Stattdessen quälen sie ihre Kinder in der gleichen Art, wie es mit ihnen getan wurde, nennen das Erziehung und halten dies für normal und richtig.“

    Ob man den Denkfehler dahinter erkennt, unterscheidet den vernunftbegabten Menschen vom Esoteriker…

  • @Jörg
    Zitat: „Ich dulde es nicht, wenn ein Kind auch nur angeschriehen wird in der Öffentlichkeit“
    Was heisst, Sie dulden es nicht? In welcher Eigenschaft nehmen Sie sich dieses Recht?

  • Jörg sagt:

    Ohrfeige und Klaps sind kein Graubereich, sondern schlicht und einfach falsch. Und muss auch als falsch in der öffentlichen Diskussion gelten. Leute, die das verharmlosen wollen, haben nicht begriffen, welche Demütigung so etwas für ein Kind bedeutet.
    Leuten, die sagen, mir hat es damals auch nicht geschadet, denen kann ich nur sagen:“Dir fällt nichts besseres als Gewalt zur Erziehung ein, also hat es dir offensichtlich doch geschadet.“

    Leider ist diese Ansicht immer noch viel zu sehr verbreitet. Da gehört auch Zivilcourage dazu und man muss auf Eltern öffentlich einreden, die sich nicht beherrschen können. Ich dulde es nicht, wenn ein Kind auch nur angeschriehen wird in der Öffentlichkeit. Für mich ist jegliche Gewalt, ob körperlich oder seelisch, ein absolutes Tabu und Missbrauch von Kindern.

  • Ein Junger Mann sagt:

    Ich bin gerade mal 22 Jahre Jung und habe selbst keine Kinder, aber ich weiß noch gut genug, wie es in meinem Elternhaus war.
    Bei uns wurde oefters mal eine Ohrfeige verteilt oder der hintern versohlt… auch wurden ordentliche strafen wie hausarrest und taschengeldentzug verhaengt.
    All das hat mir nicht geschadet, ich habe mich hervorragend entwickelt, mache im moment mein Studium und bin vollkommen selbststaendig… ich war nie in einer schlaegerrei verwickelt oder sonstwie aggressiv. ich habe ein ordentliches rechts und gerechtigkeitsbewusstsein entwickelt.
    zusammengefasst kann man sagen, ich hab mich gut entwickelt und ein sehr gutes verhaeltnis zu meinen eltern, trotz teilweise koerperlicher strafe.
    ohrfeigen sind allerdings definitiv nicht okay, weil da zu schnell ernsthafter schaden entstehen kann … der hintern ist aber gut gepolstert und haellt sowas aus.
    alle anderen koerperstrafen gehen allerdings auch zu weit.. es koennen schnell ernstere verletzungen und starke schmerzen auftreten, wobei auch bei nem staerkeren klaps aufs hinterteil die schmerzen zuegig weggehen und normal nichts passiert.
    in der heutigen gesellschaft sieht man immer mehr, wie die eltern absolut unkonsequent erziehen, dass die kinder dann außer rand und band sind ist vollkommen logisch … und in vielen faellen waere es moeglich gewesen, wenn man direkt von anfang an ordentlich erzogen haette, eine erziehung ohne schlagen zu praktizieren …
    bei vielen haette schon geholfen, wenn sie von frueh an nicht verwoehnt wuerden, wenn sie scheiße bauen den strom abgedreht bekommen, oder wenn sie etwas beschaedigen/kaputt machen, die kosten tragen… wenn die kosten zu hoch sind, oder eigentlich keine wirklich entstehen (wegen versicherung oder so), sollte man eine schon schmerzliche summe vom taschengeld abziehen …
    die ganze erziehung muss natuerlich auf das kind angepasst sein.

  • Ich finde dass es ab und zu nötig ist, einen Klapps auf den Hintern zu geben. Vorallem wenn die kleinen Kindern anfangen sich gegenseitig zu beissen.
    Ich erinnere mich noch gut daran, wie meine Eltern mich mit einem Klapps oder sogar auch Ohrfeige mich zurück in die Realität gebracht haben und ich erst dann bemerkte, welche Dummheiten ich eigentlich anstellte. Mit viel Worten ist kleinen Kindern nicht geholfen, ist soviel wie Geräusche von einem Bach oder von einem Wind. Die sind nicht so weit, so zu kommunizieren, wie wir erwachsene. Deshalb ist es absolut wichtig, konsequent zu sein – manchmal auch mit einem Klapps!
    Meine Frau und ich waren kürzlich im Zug – vom Lugano nach Basel. Es gab Eltern mit zwei Söhnen. Die ganze Fahrt sagten die Eltern „Pascal, sei jetzt bitte ruhig.“ „Pascal, möchtest du nicht bisschen schlafen?“ „Pascal bitte, sei ein wenig leiser.“ „Pascal, pass jetzt auf, sonst nehmen wir dir den GameBoy weg. „Pascal, bitte leise sein.“
    Nach 45min. verliessen wir den Wagen und suchten uns ein ruhigeres Plätzchen im Zug.

  • lilli r.b. sagt:

    Ich habe nicht alle Kommentare gelesen (oder nur teilweise), aber was da zwischendurch für ein „Stuss“ geschrieben wurde, hat mich manchmal fast vom Hocker gehausen (resp. v. Bürostuhl). Erstens: ein Klaps auf den Allerwertesten ist keine Prügelstrafe. Zweitens: sollte man wirlklich keine Ohrfeige geben. Drittens: gibt es Kinder die wollen Ihre Grenzen körperlich spüren. Viertens ist Kinder erziehen nicht leicht. Nur sollten man vielleicht einmal den normalen Menschenverstand walten lassen. Das Menschenkind ist völlig hilflos wenn es auf die Welt kommt und von da an muss es viel lernen bis es sogenannt erwachsen ist und von wem sollte es das lernen, als von Eltern die erwachsen sein sollten. Gebt den Kindern einfach Grenzen (denn diese wollen sie) und wenn die Kinder diese Grenzen überschreiten, müssen sie einfach die Konsequenzen tragen. Ein kleines Beispiel aus meiner „Erziehungsmethode“, wenn meine Kinder mir hinter meinem Rücken die Zunge herausgestreckt haben, war das eine Sache, aber wenn ich mich in dem Moment umgedreht habe, haben sie eine auf das Göschchen bekommen. Natürlich nicht so,dass sie geblutet haben, aber das sie es gespührt haben. Meine Kinder haben sich zu ganz normalen Menschen mit Anstand und Verantwortung entwickelt und sind in der zwischenzeit selbst Eltern. Noch eine Sache Kinder sind Kinder und nicht kleine Erwachsene.

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Ursula Jungo

    ja, und am besten das Kind alleine im Bus zurücklassen. Genau diese unreflektierten und ungeprüften Ansichten sind das Problem. Diese Ideologie wird Sie noch um den Verstand bringen, spätestens dann, wenn Sie pausenlos nach der Pfeife der beiden Buben tanzen müssen.
    Diese Ideologie geht nämlich von einem Irrtum aus: Der Mensch sei von sich aus gut. Das ist er trotz ständigen stereotypen Wiederholens definitiv nicht. Die negativen Dinge muss man den Kindern nicht beibringen, das lernen sie von ganz alleine und perfektionieren das bis zum Erwachsenenalter, wenn nicht korrigierend eingegriffen wird. Das ist nicht gegen das Kind gerichtet, schliesslich war jeder mal Kind. Es ist eine Feststellung und die hilft erst noch zu einer nüchternen Selbstbetrachtung und schützt vor Narzissmus (so viele Narzisten wie heutzutage sind wahrscheinlich prozentual gesehen noch die auf der Erde herumgelaufen, aber die positive Nachricht es: Es gibt noch Wachstumspotential!).

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Regina

    naja, da kam was falsch rüber. Wie es im Detail dazu kam will ich nicht beschreiben. Einen Aspekt will ich doch herausstreichen:
    Es ist so, dass Kinder gewisse Versuchsphasen sich leisten. Gekoppelt mit Neid (teilenmüssen der Zuwendung mit der Schwester) kann das dann so aussehen. Wenn man da nicht interveniert, wird das zum Dauerzustand und was mal zur Gewohnheit geworden ist, lässt sich schwerlich ändern. Gewissermassen haben wir schon zu spät reagiert. Bei frühzeitigerer Intervention hätten wir unserem Sohn eine Zeit sehr strenger Eltern, welche jeden verfügbaren Hebel, der an der bereits vorhandenen Vernunft ansetzt (Abwägen zwischen Handeln und dem eingehandelten sachlichen Nachteil), ersparen können. Mittlerweile ist er aber wieder total gut zu haben und kann eigentlich weitgehend mit Motivation geführt werden. Das sollte ja auch Sinn und Ziel sein.

    Mit meinem Kommentar wollte ich eigentlich nur zum Denken anregen. Unsere Tochter ist ganz anders und viel einfacher, aber es gibt halt auch solche Kinder, die die Grenzen wirklich wissen wollen. So verschiedene extreme Ansichten, die vielleicht im Einzelfall noch knapp durchführbar sind können in einem anderen Fall böse enden. Ich glaube, dass in vielen Kommentaren die Dinge stark geschönt dargestellt werden um die vertretene Ideologie zu untermauern.

    Ich möchte folgendes wiederholen: Vorsicht mit dem Kopf! Das kann böse ausgehen. Dass das mit Prügeln nicht gleichzusetzen ist (das glaube ich auch), nutzt dann nicht viel. In jedem Fall kann schon alleine durch die damit verbundene augenblickliche Unkonzentration des Kindes eine ernsthafte Verletzung nach sich ziehen.

    Gleiches kann natürlich auch beim Spass passieren, wenn man mit den Kindern Blödsinn macht, das ist dann zwar auch ein Unfall, aber für alle Beteiligten ist das trotzdem ein Unterschied. Der zuvorige Unfall geht ursächlich auf einen Konflikt zurück.

  • underdog sagt:

    Ich hab regelmässig aufs maul bekommen und nicht fein. Ohrfeigen so dass ich in der anderen ecke des raumes landete, durchschütteln, verbote, arreste bis ans ende der pubertät. gehör fand ich nirgends, im gegenteil ich wurde ind der schule deswegen noch ausgelacht. das hat meine persönlichkeit stark beeinträchtigt, ich hasse meine eltern dafür. jetzt sieht es so aus dass das repressive bestrafungssystem nicht mehr funktioniert, es hat damit aufgehört dass ich mal zurückschlug. das spiel das jetzt läuft funktioniert so dass meine eltern überall (nicht nur ihren “freunden“ sondern auch meinem psychlogen, psychiater und der polizei) rumerzählen dass ich gefährlich sei. und die meisten glauben ihnen obwohl sie mich selber nicht persönlich kennen. ich bin alleine und kann das gegenteil kaum beweisen. es kostet mich immernoch sehr viel energie, es verfolgt mich. auch werden meine psychischen probleme als lügen dargestellt.
    mein vater war vizepräsident in einer reformierten kirchengemeinde, jetzt sitzt er im vorstand eines nichtstaatlichen kinderheims und er langt au dort zu. beruflich war er nie erfolgreich doch für ein bis zwei 5er bmw hat es immer gereicht und war ihm anscheinend auch wichtiger als seine familie

    lebe ich wirklich in der schweiz? geografisch ja…

    ich bin gegen bestrafung, jeder braucht hilfe obwohl es zum teil schwierig ist es so zu betrachten. jedem verbrechen geht ein verbrechen voraus, es ist nur schwierig zu sehen

  • Ursula Jungo sagt:

    Mit auch nur einem Schlag, wird der Samen der Gewalt in das geschlagene Kind gesetzt! Bevor Sie zuschlagen und die Nerven verlieren, verlassen Sie sofort das Zimmer oder die nächste Umgebung, das Abteil, das Tram oder den Bus. Ich habe zwei Buben und ich habe sie nie geschlagen, war aber sehr oft im Badezimmer usw., das ist die beste Lösung! Sie werden so nie zur schlagenden Mutter!

  • Ein Vater sagt:

    Hmm, ziemlich zerfahrene Geschichte hier… versuche trotzdem, vor allem weil ich gerade Lust dazu habe meine Sicht der Dinge darzulegen:
    Vorneweg: wir haben unsere Kinder noch nie geschlagen. Ich finde körperliche Strafen in der Erziehung grundsätzlich nicht angemessen. Aber ich weiss auch, dass man nie auslernt. Ich weiss, dass wir mit unseren Kids Situationen erleben werden, die noch nie dagewesen sind. Eventuell erfordern diese Situationen dann andere (strafende) Massnahmen? Ich weiss es nicht, ehrlich. Abgesehen davon: ist nicht vielleicht (in gewissen Situationen, nicht generell und ohne zu überlegen) manchmal eine Ohrfeige die ehrlichere, geradere und konsequentere Reaktion als irgendeine psychisch motivierte Strafe? Irgendwie finde ich diesen Gedanken nicht abwägig. Ich möchte einfach nicht zum vorneherein eine erzieherische Massnahme einfach so ausschliessen. Obwohl sie mir in höchstem Masse unsympathisch ist und ich mir nach wie vor nicht vorstellen kann, dass wir unserer Kinder jemals körperlich bestrafen werden (oder können werden, wie auch immer).

    In diesem Sinne: abwägen, vernünftig handeln und die Mittel situationsgerecht einsetzen und nicht zum vorneherein auf Optionen verzichten. Und das wichtigste: die eigenen Kinder LIEBEN!

  • maria sagt:

    interessant..***
    da bei diesen berichten und wortgefechten kommt mir fast schon der gedanke..das die leute hier sich am liebsten gegenseitg eine ohrfeige geben würden..
    rüht das daher, weil ihr als kinder von den eltern geschlagen wurdet.
    wenn die elten schuld sind, wie die kinder heute sind..
    dann wiederum sind die eltern der eltern schuld, dass die heutigen eltern so sind wie sie sind..
    und so weiter..
    zurück bis adam und eva..
    und schon dort musste was mit der erziehung falsch gelaufen sein.. zudmindest bei einem..
    oder ist es doch auch eine frage des grundcharakters .. gewalttätig zu sein oder nicht..

  • @Regina
    Zizat: „Wer unterschreibt?“
    Klar unterschreib ich das. Hab auch nie was anderes behauptet und wünschte mir, meine Kinder nicht mit Körperstrafe – zählt man Fuditätsch und Ohrfeige dazu – bestrafen zu müssen.

    Zu Punkt 7: Ich stelle fest, dass Kinder, Lehrern gegenüber immer frecher und ungehorsamer werden und man den Lehrern immer mehr Autorität wegnimmt. Stattdessen gibt es nun Eskalationsschemas, bei denen je nach Stufe immer mehr Leute dreinreden. Ich finde nicht gut, dass in der Schule die Grenzen so lange hinausgezogen werden. Was dabai heraus kommt sieht man ja an der Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft an den Schulen. Es ist doch so, dass ab einem gewissen Punkt, reden einfach nichts mehr nützt. Ich glaube sogar, bloss reden ist ab einem gewissen Punkt kontraproduktiv, da der Schüler merkt, dass sein Verhalten spezielle Aufmerksamkeit erregt und erst recht weiter macht. Vermutlich zum Entsetzen vieler Eltern, bin ich auch hier der Meinung, dass Punkt 2 an den Schulen gelten sollte. (Kopfduck…)

  • Ritraudl sagt:

    Klar war Traudl ein Troll, und natürlich war auch Rita einer.

    Zeigten sie aber doch beide (fast) die ganze Bandbreite der (un-) möglichen Erziehungsmethoden auf, die es so gibt.

    Ist es vielleicht nicht deshalb so, dass, wie so oft, der gute Mittelweg gefragt ist, wo die Vernunft obsiegt?

    Immer aber kreuzen sie auf, die Radikalen (vielleicht nich ganz so wie Rita oder Traudl, aber doch fast), welche meinen, der Erziehung Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

    Dabei aber vergessen Sie gerne, dass es verschiedenste Kinder gibt, welche der verschiedensten Erziehungsmethoden bedürfe; die einen müssen/ oder WOLLEN dabei härter angefasst werden und bei anderen genügt tatsächlich ein warnender Blick oder ein leichter Klaps.

    Ausserdem gibt es tatsächlich schlimmere Strafen als eine Ohrfeige zur rechten Zeit und MINDESTENS eine davon, praktizieren meiner Erfahrung nach alle Eltern, weil es ganz einfach nicht anders geht.

    Nun, ich als kinderloser Mensch habe mich jedenfalls, ob so mancher Einfalt in diesem Blog, sehr amüsiert und bin einmal mehr froh, auf „die lieben Kleinen“ verzichtet zu haben, denn allzu schnell werden sie gross und frech (ein wenig ironisch gemeint, ein wenig…).

    Beste Grüsse
    Ritraudl

  • Regina sagt:

    Ei wie die Männer hier gifteln können!
    🙂

    Vielleicht können wir uns abschliessend auf ein paar Dinge einigen?

    1) Dass die Körperstrafen in Schulen und Familien in unserer Kultur nicht mehr toleriert werden, und das gut so ist. Gerichtsurteile wie Peitschenhiebe, rädern, hängen, Hand abhacken, Brandmarken sind in unserer Kultur zum Glück seit langem abgeschafft.

    2) Ohrfeige und Klaps ist nicht prügeln, aber trotzdem eine milde Form von Körperstrafe, daher in einem Graubereich. (was diese hitzige Diskussion vorzüglich beweist.

    3) Falls Ritas Post ernst gemeint ist, eine solche Erziehung kaum praktikabel und sinnvoll wäre, da es beinahe an Verantwortungslosigkeit grenzt, sein Kind nicht an gesellschaftlich geltende Regeln zu gewöhnen.
    Hier sehe ich auch die Gefahr, dass man später vom eigenen Kind geschlagen, eingesperrt, um Geld erpresst und bedroht wird. Soll vorkommen.

    4) Dass, falls ein Kind ständig Verwüstungen anrichtet, das kleine Geschwister schlägt, den schimpfenden Eltern ins Gesicht grinst, spuckt, schlägt, beim Kind oder / und bei den Eltern eventuell noch ganz andere Probleme vorhanden sein müssen. So ein Verhalten stufe ich nicht als normal ein. (Bin zwar nicht psychologisch geschult und berechtigt, einzustufen, aber so über den Daumen gepeilt.)

    5) wer sein Kind (besonders bis ins hohe Alter) schlägt, damit rechnen muss, dass das Kind irgendwann zurückschlägt.
    Wenn das Kind stark und mutig genug ist, wird es das tun. (Mit 15 / 16)

    6) Niemand von einem Gericht oder von der Gesellschaft verurteilt werden soll, weil er / sie seinem Kind Mal eine Ohrfeige gegeben hat. (Verhältnisblödsinn)

    7) Die Schule auch einen Erziehungsauftrag hat, genau wie die Eltern. Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, soziales Verhalten usw. sollten zu Hause gelernt werde, doch in der Schule obliegt die Einhaltung der Regeln den Lehrern, da die Eltern in dieser Zeit ja nicht anwesend sind. Ausserdem kann man nicht erwarten, dass ein Kind mit 7 Jahren fertig erzogen ist, und sich in jeder Situation angemessen zu benehmen weiss, auch wenn der Grundstein in diesem Alter sicher schon gelegt ist.

    Wer unterschreibt?

  • @Thomas Meyer
    Zitat: „Hier müsste die Regel aufgestellt werden, dass jedeR einen positiven Aspekt des Gegenübers aufnehmen muss, um sich noch zu Wort zu melden. Dann kämen wir gemeinsam weiter.“

    Gute Idee, aber ich denke dieser Thread ist zerschossen.

    Um einen Dialog zu führen, braucht es mindestens zwei Meinungen. Ich hab meine Meinung – offen und nicht mal anonym – erklärt und nie behauptet, dass Schlagen von Kindern in irgend einer Form gut oder wünschenswert ist. Ein Kind grosszuziehen, ohne jemals Körperstrafe anwenden zu müssen, wäre ideal und wünschenswert. Ich glaube auch, dass es durchaus Familien gibt, bei denen Körperstrafe nie eine Thema sein musste. Es sind aber nicht alle Eltern gleich und die Kinder auch nicht. So glaube ich, dass es durchaus Situationen gibt, in welchen nur noch mit einer Körperstrafe wie Fuditätsch oder halt einer Ohrfeige als letztes Mittel, die Grenzen gezogen werden können. Für diese Aussage werden ich und andere Mitposter als gewalttätig bezeichnet und beschumpfen, wir verprügeln unsere Kinder und hätten auch noch Freude daran.

    Das ist kein Dialog mehr und es wundert mich, dass die Redaktion diesen Thread nicht schon lange geschlossen hat.

  • gargamel sagt:

    @bigmama: genau das ist mir auch aufgefallen: die „schlagende verbindung“ hat aus irgendeinem komischen grund das gefühl, wir nicht-hauenden setzten unseren bälgern keine grenzen. das wiederum bedeutet, dass sie (die hauenden) nur gewalt als „final ressort“ anerkennen.
    meiner meinung nach ist das so, weil sie als kinder genau das und nichts anderes erlebt haben…

    will man (möglichst, nobody is perfect) gewaltfrei erziehen, so lohnt es sich bei zeiten über sanktionsmöglichkeiten nachzudenken. und dann ist’s halt auch noch ein wenig ausprobieren, nicht alles wirkt bei allen kindern gleich (logischerweise).
    ausserdem muss das strafrepertoir periodisch aufdatiert werden, da die kinder ja älter werden (auch logisch).
    das bedeutet natürlich etwas arbeit, man muss sich hin und wieder mal zu zweit hinsetzen und sich ein paar gedanken dazu machen.

    @thomas meyer: sie haben ja recht. ich hab‘ meinen spass mit wahl gehabt und hör‘ jetzt auch auf damit…

  • gargamel sagt:

    @wahl: mhh, interessant, dass sie offensichtlich das gefühl haben, das wort „frau“ sei eine beleidigung… sie scheinen wirklich ein äusserst sympathischer mensch zu sein.

    angedichtete gewaltbereitschaft? ach, ich vergass, ein kind zu schlagen ist ja gar keine gewalt…

    ja, wenn man sich auf die persönliche ebene (was ich als foren-jiu-jitsu bezeichnete) begeben will, so sollte man schon ein mindestmass an schlagfertigkeit und wortgewandtheit mitbringen. ansonsten erscheint man schnell mal als etwas dümmlicher haudrauf der sich meist in den eigenen fuss schiesst. dies als gratisiipp.

    wissen sie, für mich sind diese diskussionen auch eine form der unterhaltung, spannend v.a. mit jemandem der einem argumentativ und verbal paroli bieten kann. auf lahme enten schiessen hat dabei eine zeitlang durchaus seinen reiz, wird dann aber doch bald mal etwas langweilig.

    darum werde ich’s jetzt dabei belassen…

    hasta la vista, baby!8)

  • bigmama sagt:

    @H. Brunner: Die Eskalation bzw. der Zusammenbruch von gesellschaftlichen und auch menschlichen Leitlinien (der Fall München und Zollikon lässt da grüssen) ist meines Erachtens eine Folge von Erziehung ohne echte Leitlinien.

    Echte Leitinien sind ihrer Meinung nach nur Körperstrafen. In vielen europäischen Staaten sieht der Gesetzgeber das anders: Körperstrafen für Kinder werden geächtet. Komischerweise stammen die meisten der von ihnen erwähnten Gewalttäter genau nicht aus diesen Ländern, sondern aus einem Kulturkreis, in dem das Schlagen der Kinder absolut normal ist.

    @Wolfgang Wahl: Haben Sie eigentlich nichts anderes zu tun, als das Propagieren von Ohrfeigen?

  • Thomas Meyer sagt:

    …Würde meinen, die Diskussion läuft sich tot. Persönlich Betroffene kämpfen mit allen rhetorischen Mitteln gegeneinander…

    Der sokratische Dialog ist ok für einen Monolog. Aber ein echter Dialog wird daraus nie.

    Hier müsste die Regel aufgestellt werden, dass jedeR einen positiven Aspekt des Gegenübers aufnehmen muss, um sich noch zu Wort zu melden. Dann kämen wir gemeinsam weiter.

  • @gargamel
    Wenn man so wie Sie, über alles erhaben und verbissen gegen den Rest der Welt kämpft, weil man sonst vermutlich keine Erfolge verbuchen kann, braucht man natürlich schon verbales Rüstzeug im „Foren-Jiu-Jitsu“.
    Ich hab das natürlich nicht so ausgeprägt wie Sie… brauch ich auch gar nicht. Und selbst wenn Ihre mir angedichtete Gewaltbereitschaft in Form von Handgreiflichkeiten etwas Wahres haben könnte, kann ich Sie beruhigen: Ich würde nie eine Frau schlagen, egal warum.

  • gargamel sagt:

    @brunner: das kompliment mit dem ungenauen lesen gebe ich gerne zurück: nie habe ich geschrieben, dass mein erziehungstil keine strafen kennt, einfach keine körperlichen. aber in ihrem kopf scheint nur physische gewalt ein adäquates strafmass zu sein. btw: unser strafrecht kennt keine körperstrafen mehr… vielleicht sollten sie ja die konvertierung zum islam ins auge fassen, unter der scharia würden sie sich sicher wohl fühlen…

    diskussionen führe ich mit meinen kindern, wenn ich ihnen erkläre, warum eine regel gilt (und das natürlich nicht jedesmal, sondern dann, wenn sie aufgestellt wird) oder wenn eine anordnung von mir diskutabel ist (dazu muss man natürlich die grösse haben, einzusehen auch mal nicht recht zu haben… wenn man in solchen situationen natürlich seine autorität schwinden sieht, wird das schwerlich gehen…).

    ach ja, alan guggenbühl, der instant-psychologe vom schweizer fernsehen. zu jedem thema eine meinung…

    lesen sie largo.

  • gargamel sagt:

    @wahl: Da kann ich Sie beruhigen… Leute wie Sie, halte ich mir eher vom Leib, als ihnen nachzulaufen und schon gar nicht sie zu belehren.
    ihre versprechungen in ehren, aber da geh‘ ich lieber auf nummer sicher. v.a. da ihre „belehrungen“ ja schnell mal in handgreiflichkeiten auszuarten scheinen.

    sie sticheln mich!?! glauben sie mir, mein lieber, dazu sind sie gar nicht in der lage, da fehlt ihnen ganz offensichtlich das verbale rüstzeug im foren-jiu-jitsu. lassen sie also das verbale spielen auf den mann doch einfach bleiben, sie können nur verlieren. ihre stärken scheinen mir eher auf der physischen ebene zu liegen…

    genau! schon wieder durchschaut! ihre fernpsychologischen fähigkeiten sind absolut phänomenal! dass ich mich der gross/kleinschreibung verweigere hat damit zu tun, dass ich anarchist bin und mit dieser revolutionären tat versuche, den staat aus den angeln zu heben! damn, wie konnten sie das bloss so schnell entlarven.

    und a propos larve: nochmals so eine gnadenlos auf den punkt gebrachte beobachtung von ihnen! zu beginn war ich ja die höflichkeit in person, ja, ja…

    ich glaube, sie sollten’s nun dabei bewenden lassen, auch im interesse der anderen user, die dieser so asynchrone kleinkrieg vermutlich mässig interessiert.

    cheers!

  • the man sagt:

    Hey Rita!

    Habe gerade deine Posts gelesen, ist ja der Hammer! Bitte, Rita, melde dich und deine Familie beim Schweizer Fernsehen, die sollen eine Doku über euer Leben drehen, so mit Nachbarninterviews und einem Sprecher, wie in Tierfilmen! Vielleicht liesse sich daraus sogar eine Trilogie machen: Ritas Welt heute / in10 Jahren / in 20 Jahren. Das wär doch mal eine Langzeitstudie wert; zu sehen, wo das hinführt!

    @ Ritas Man: Wenn du mal die Nase voll hast, komm doch bei meiner Strandbar in Tijuana vorbei, kriegst ein Freibier von mir, alter Matrose!;-)

  • Big Kensa sagt:

    haha wolfgang wahl du homofürscht.

  • H. Brunner sagt:

    Ts ts.

    sollte heissen
    „… meine sind ja mittlerweile 27 und 29 …

  • H. Brunner sagt:

    @Mr. garmamel
    „Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kinder nicht ohne die Drohung oder Anwendung von Körperstrafen erziehen kann.“

    Oh jaa. Genau das schrieb ich.
    Ich schrieb aber auch: „Ebenso fest bin ich aber überzeugt, dass Eltern dieses Instrument mit Bedacht (also nicht wegen jeder Kleinigkeit) und mit klarem Kopf und Übersicht (also nicht im Affekt) einsetzen kann.“

    Mit etws gutem Willen hätten Sie daraus herauslesen können, dass ich die körperliche Strafe nicht als beliebig einzusetzendes Instrument ansehe – was übrigens der gesellschaftliche Konsens darstellt.

    Also richtig und alles lesen wäre das Verhalten des Tages.

    Was ich nicht verstehe an Ihrem Standpunkt: Es sit doch gang und gäbe, dass hinter dem Gesetz das Strafgesetz folgt, und dieses straft druchaus nicht mit Diskussionen – ich meine damit, dass es Teil unseres Lebens ist, dass wir uns „freiwillig“ an die Regeln halten – und für die, welche das nicht tun, gibt es die Rute, sprich das Strafgesetz als Eskalationsstufe, mit mehr oder weniger tiefen Einschnitten in das Leben des Betreffenden.

    Dass Sie angesichts dieser Realitäten annehmen, bei Kindern würde dies anders funktionieren, finde ich halt schon ziemlich blauäugig.
    Persönlich denke ich, dass gerade Leute wie Sie mit Ihren (bestgemeinten) Erziehungsmethoden solche Jugendliche heranziehen, welche keine Grenzen mehr kennen.
    Die Eskalation bzw. der Zusammenbruch von gesellschaftlichen und auch menschlichen Leitlinien (der Fall München und Zollikon lässt da grüssen) ist meines Erachtens eine Folge von Erziehung ohne echte Leitlinien.
    Natürlich, da ja jedes Kind von Geburt auf anders ist, dh. das Eine hört aufmerksam auf Ihre Ermahnung, alles ist wunderbar, aber ein anderes kann Sie komplett ins Leere laufen lassen, kann man all dies sowieso nicht verallgemeinern – es kann sein, dass Sie mit Ihrer Erziehungsmethode einen Menschen heranwachsen lassen, welcher sich an unsere Regeln halten wird.

    Dass Sie mir nicht glauben, meine Argumente wegwischen, nehme ich an.

    Ich rate Ihnen aber die Lektüre von Guggenbühl und sein (langjähriges) Thema: den Jugendlichen Paroli und damit Leitlienien zu bieten.

    Ihnen wünsche ich jedenfalls alles Gute mit Ihren Kindern, so Sie welche haben – meine sind ja mittlerweile 17 und 29 und, dank meinen Methoden, vermutlich ziemlich kaputt.

    So jetzt muss ich wieder in den Garten.

    Lesen Sie Guggenbühl

  • @gargamel
    Zitat: „…dass menschen wie sie plötzlich vor meiner haustür auftauchen…“
    Da kann ich Sie beruhigen… Leute wie Sie, halte ich mir eher vom Leib, als ihnen nachzulaufen und schon gar nicht sie zu belehren.

    Übrigens, ganz interessant wie Sie nach und nach Ihre Maske verlieren wenn man Sie ein wenig stichelt. Ich glaube auch nicht, dass Ihre Gross- / Kleinschreibung etwas mit Tippschwäche zutun hat, sondern viel mehr damit, dass es Sie einfach nicht interessiert sich an Regeln zu halten und eigensinnig, erhaben über Allem stehen. Wenn meines Vaters Ohrfeigen dazu beigetragen haben, nicht so zu werden, danke ich von Herzen für jede einzelne…

  • gargamel sagt:

    @brunner

    “wie sie und der rest der ohrfeigen-lobby auf die idee kommen, dass es zwischen “gut zureden” und “eine scheuern” nicht noch eine ganze palette von erziehungsmöglichkeiten gibt, das werd’ ich nie so ganz verstehen. mangel an fantasie?”
    Wer sagt denn das, und wer behauptet denn das? Sie unterstellen einigen Personen hier immer eine ganze Menge.

    sie sagen das:
    Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kinder nicht ohne die Drohung oder Anwendung von Körperstrafen erziehen kann.

    Wenn ich mich nun aber Ihnen hinsichtlich Provokationen anpassen darf: Wurde bei Ihnen (evtl. aufgrund der fehlenden “Prügelstrafe”) versäumt, darauf hinzuarbeiten, dass Sie erkennen, dass es die Gross/Kleinschreibung gibt und dass diese Teil der deutschen Sprache ist?
    Oder meinen Sie, mit dem Verzicht darauf besondere Fähigkeiten demonstrieren zu können?

    nö, ich demonstriere (wie in diesem thread schonmals erklärt) meine schwäche beim tippen… und um mich zu provozieren müssen sie sich schon was besseres einfallen lassen… 8)

    Aber ich gebe zu: hat absolut nichts mi dem Thema zu tun.
    da haben sie für einmal ganz recht…

    dafür dass (achtung! provokation!!!) die ohrfeigenbrigade kein problem mit dem schlagen von schwächeren hat, scheint sie mir schon ein sehr mimosenhafter haufen zu sein…

  • gargamel sagt:

    @wahl: Mein Gott
    nicht nötig, so förmlich zu werden, nennen sie mich einfach weiterhin gargamel… 8)

    was genau an meinem statement ist denn nun primitiv (geiles wort, übrigens… haben sie das auch aus dem fernsehen?)..?

    bei näherem Hinsehen kommt der grösste psychische Saustall zum Vorschein.
    verblüffend, wie sie mich durchschauen und das dann noch so eloquent inl eine objektive und gar nicht beleidigende aussage zu verpacken vermögen…

    Und anonym eine grosse Klappe zu haben, ist wohl eh keine Kunst.
    naja, ich hab‘ halt wenig lust darauf, dass menschen wie sie plötzlich vor meiner haustür auftauchen und versuchen mir persönlich ihre erziehungsmassnahmen angedeihen zu lassen…

    Denn meine Bemerkung bezgl. Bekannten in unserer Umgebung, die ihre Kinder genau so erziehen, stimmt tatsächlich.
    und das glaube ich ihnen jetzt einfach mal nicht. niemand lässt seine kinder einfach alles machen, was ihnen gerade einfällt.

  • H. Brunner sagt:

    Nun ja, Mr. gargamel, Sie scheinen tatsächlich nicht zu begreifen, dass eine anständige Diskussion nur dann fruchbar sein kann, wenn sie ohne ständige verbale Provokationen abläuft:

    „Prügelstrafe“
    damit disqualifizeren Sie alle und alles, was nicht Ihrer Meinuing ist, zu Prüglern. Wer will das sochon sein? Sachbezogen ist das aber überhaupt nicht.

    „wie sie und der rest der ohrfeigen-lobby auf die idee kommen, dass es zwischen “gut zureden” und “eine scheuern” nicht noch eine ganze palette von erziehungsmöglichkeiten gibt, das werd’ ich nie so ganz verstehen. mangel an fantasie?“
    Wer sagt denn das, und wer behauptet denn das? Sie unterstellen einigen Personen hier immer eine ganze Menge.

    Wenn ich mich nun aber Ihnen hinsichtlich Provokationen anpassen darf: Wurde bei Ihnen (evtl. aufgrund der fehlenden „Prügelstrafe“) versäumt, darauf hinzuarbeiten, dass Sie erkennen, dass es die Gross/Kleinschreibung gibt und dass diese Teil der deutschen Sprache ist?
    Oder meinen Sie, mit dem Verzicht darauf besondere Fähigkeiten demonstrieren zu können?

    Aber ich gebe zu: hat absolut nichts mi dem Thema zu tun.

    @Hägar
    „Ja, sie sind ein Befürworter der Körperstrafe und ja, das bedauere ich sehr. Wenn man Ihre Zeilen liest wird auch deutlich, warum und wie Sie das geworden sind. Sie haben übrigens auch gleich ein Beispiel von psychischer Gewalt geliefert. Dass Sie sich von meinen Statement brüskiert fühlen, damit muss ich leben.“
    Mir ist schleierhaft, was Sie damit meinen: bin ich nun kaputt und strafe körperlich, *weil* ich psychisch gestraft wurde von meiner Mutter (der Bösen)?
    Heisst denn das nun, dass psychische Strafen sich in den Nachkommen als körperliche Gewalt manifestieren?
    Interessant – waren Sie schon mal an einem Psychologenkongress mit dieser neuen Idee?
    Und was meinten die?

    Dass Sie bestens damit Leben können, andere zu brüskieren, wusste ich bereits vorher – dafür genügt es, 3-4 Posts von Ihnen gelesen zu haben. Aber danke des Hinweises.
    Ob Sie wohl im wirklichen Leben ebenso viele Leute so leicht brüskieren?

    Ich finde es jedenfalls schade, wie vor allem Sie beide hier mit der Intensität Ihrer Posts vernünftige Diskussionen unterdrücken und neben Ihrer Meinung keine andere bestehen kann (darf).

  • Pu sagt:

    @Hägar: Die Alternativen, die Sie schildern, sind schön und gut, und ich schätze auch, dass Sie sich hier die Mühe nehmen, sie zu schildern. Ausserhalb eines kontrollierten Settings ist diese Art Intervention aber nicht immer praktikabel. Wie isolieren Sie ein Kind oder lassen es sich im Sandkasten austoben, wenn Sie mit ihm unterwegs sind? Ausserdem ist es aufwendig, weil Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit dem Kind zuwenden. Was, wenn ein anderes die gleiche Aufmerksamkeit beansprucht und Sie alleine bei den Kindern sind? Und wie vermeiden Sie, dass das Kind solche Interventionen gerade provoziert, weil es damit für einige Zeit Ihre Aufmerksamkeit erzwingen kann?

    Was Sie schildern, ist der Erziehungsstil, den wohl die meisten von uns von einer Krippe erwarten. Das Zusammenleben in der Familie besteht aber nicht allein aus Kinderbetreuung und stellt darum andere Ansprüche an alle Beteiligten. Wenn Sie die Art und Weise professioneller Kindererziehung tel quel auf die Familie übertragen, machen Sie sich das Leben unter Umständen sehr schwer, wenn Sie dasselbe von allen Eltern erwarten, werden Sie viele überfordern.

  • @gargamel
    Mein Gott, werden Sie jetzt aber primitiv… Das erstaunt mich aber gar nicht und errinnert mich sehr stark an Diskussionen mit Vertretern von Sekten. Sowas von sich überzogen, aber bei näherem Hinsehen kommt der grösste psychische Saustall zum Vorschein – Und anonym eine grosse Klappe zu haben, ist wohl eh keine Kunst.

    Zu Ihrem troll: Ich weiss leider nicht, ob ich das ernst nehmen soll, oder nicht. Denn meine Bemerkung bezgl. Bekannten in unserer Umgebung, die ihre Kinder genau so erziehen, stimmt tatsächlich. Leider… das ist kein Witz!

  • gargamel sagt:

    @wahl: hören sie auf sich im selbstmitleid und verletztem stolz zu suhlen und zerbrechen sie sich nicht meinen kopf darüber, ob ich ernstgenommen werde oder nicht, sondern liefern sie mal was mit substanz zum thema.

    und damit meine ich nicht, einen offensichtlichen troll ernst nehmen. 8)

  • @Rita
    Zitat: „Das Schockierendste hier ist, dass man nicht mal für voll genommen wird.“
    Das ist aber nicht Ihr Ernst…?! Es liegt mir fern, Ihnen irgendwelche Vorschriften zu machen, oder Sie zu belehren – Aber mit Ihren Ansichten sind Sie doch überhaupt nicht beziehungsfähig. Weder Privat, noch in Ihrem Umfeld. Fühlt man sich denn so wohl? Wie soll sich den Ihr Kind in der Schule integrieren,wenn Sie es nicht zulassen, dass ihm sein/e Lehrer/in Vorschriften macht? Wie soll denn Ihr Kind seinen Platz in der Gesellschaft finden, wenn es alle weg stossen, weil es macht was es will?
    Wir haben auch so eine Familie in der näheren Umgebung, die ihre Kinder nach dem selben Muster erzieht. Die werden überall weggeschickt… niemand will diese Kinder. Die Eltern terrorisieren die Lehrer regelrecht und untergraben deren Autorität, Also, das kann’s doch nicht sein, oder…?!

  • @gargamel
    Zitat: „ja, ja, kennen wir schon, das muster: austeilen tut man ja gerne, wenn’s ums einstecken geht, da wird’s dann jeweils schnell mal weinerlich…“
    Nun gut… das hat jetzt aber überhaupt nichts mehr mit der Sache zu tun. Sie werden nur noch ausfällig, ja sogar primitiv. Und Sie wollen, dass man Sie ernst nimmt? Kindergarten!

  • Rita sagt:

    Das Schockierendste hier ist, dass man nicht mal für voll genommen wird.

    Hat denn einer von euch Ignoranten gewusst, dass es auch „geistige Gewalt“ gibt?

    Dazu gehören Drohgbärden mit den Finker, böse Blicke mit zugekniffenen Augen oder gar ein lautes „Psst“, worauf der Kleine schmerzhaft zusammen zuckt.

    Schimpfen ist ausserdem fast noch schlimmer als schlagen, weil das Kind dadurch in seinem gesamten Selbstwertgefühl eingeschränkt wird. Ausgeschimpfte Kinder sind deshalb immer auch aggressive Kinder.

    Dann lieber beide Augen zudrücken und die Kleinen machen lassen. Auch würde es mir nie in den Sinn kommen, im Geheimen das teure Geschirr zu verstecken, nur damit nichts kapputt geht.

    Solch ein Vertrauensbruch gegenüber meinem Kind ist für mich unvorstellbar.

  • gargamel sagt:

    @rita: gähhhhn… schon lustigere provokationen gelesen… von mir werden sie nicht weiter gefüttert… 8)

  • gargamel sagt:

    @schneebutzli: Wenn es nach den Kommentatoren geht, gibt es kein Mittel, Minderjährigen effektiv beizubringen, sich in einer Welt von Erwachsenen normal zu verhalten.
    hä? das sagt doch niemand hier, im gegenteil: wir (die prügel-abstinenten) sagen, dass es andere und vor allem bessere methoden gibt, „minderjährigen effektiv beizubringen, sich in einer welt von erwachsenen normal zu verhalten“ als sie zu schlagen.

    um es mal ganz deutlich zu sagen: wer seiner kinder nur durch brutale machtdemonstrationen wie BEWUSSTE schläge (gegen den kopf!) herr wird, der ist von seinem erziehungsauftrag offensichtlich überfordert. und wer dann auch noch stolz darauf ist, von niemandem ratschläge anzunehmen (weil das ja alles besserwisser und blöde gutmenschen sind), der hat auch noch ein ganz massives brett vor dem kopf.

    @rita: >

  • Miranda sagt:

    @Rita

    Haha ok jetzt habs sogar ich geschnalt…

  • Rita sagt:

    Was heisst denn Eltern sein?
    Sich und ihre Bedürnisse zurück nehmen, nur noch für sein Kind da sein, vierundzwanzig Stunden am Tag das Beste für die Kleinen wollen, anstatt sie zu unterdrücken und zu verformen.

    Irgendwann kommen sie nämlich auch zur Besinnung und haben daraus gelernt. Dazu gehört auch Frustrationen abzubauen, mal einen Porzellanteller kapputt zu machen oder die Stubenwand zu beschmieren, gehört doch einfach dazu oder?

    Aber ist doch kein Problem, dann wird es halt ein wenig bunt in der Wohnung.

    Was gibt es hier doch für Rabeneltern hierzulande, welche ihrem Kinde alles verbieten und verwehren.

    Also ich verbiete meinem Kind jedenfalls NIE ETWAS oder gebe ihm eine andere Berührung als eine zärltiche Umarmung, und es lebt immer noch. Es ist übrigens auch nicht notwendig, dass es schon mit drei Jahren schon trocken ist, soll es doch seine Urinerkundungsphase ruhig ausprobieren und auskosten dürfen.

  • Rita sagt:

    @Miranda

    Was bitte soll ironisch daran sein, wenn man seinem Buben die best möglichste Entfaltungsmöglichkeit zuteil lassen werden möche.

    Wer aber möchte dies nicht? Nun, dies halt halt seinen Preis, zum Beispiel die lieben Nachbarn, nur weil der Kleine morgens um 03.00 seinen Kassettenrecorder voll aufgedreht hat.

    Soll ich jetzt also hin gehen und meinen Sohn seines Recorders berauben, nur damit die lieben Nachbarn ihre Ruhe haben?

    Ich sage nein, Nein und nochmals NEIN.

    Dann lieber alle drei Monate umziehen, weil sich der Mob gegen einen solidarisiert und die Wohnung gekündigt wird, als meinen Sohn in seinem Recht auf Selbstbestätigung zu beschneiden.

    WAS ABER SOLLD ARAN IRONISCH GEMEINT SEIN???????
    Aber es macht mich einfach fix und fertig, wie die neuen Menschen von Kindesbeinen an verdreht werden sollen, bevormundet und letztlich in ein Korsett gepresst. Einfach abscheulich sowas.

  • Schneebutzli sagt:

    Sorry, aber ich habe nicht viele gute Erfahrungen gemacht mit Kindern, die selber erfahren durften, was für sie gut ist und was nicht:
    Fall eins (August 2009): Schreihals (3 Jahre) kommt mit in die Ferien. Die Mutter (Vater abwesend) verbringt zwei Wochen zu 100 % die Zeit damit, dem Kleinen hinterher zu laufen und milde zu bitten, so ziemlich alles zu lassen, wonach ihm der Sinn steht, und das ist: fremde Leute schlagen und treten, ihnen den Teller ausleeren, sämtliche Knöpfe von irgendwelchen Installationen betätigen, zerbrechlichen Gegenstände umzuschmeissen, wahllos Steine werfen usw. Bei jedem mütterlichen Versuch beginnt er lauthals zu quengeln und sie zu beschimpfen. So ziemlich die gesamte Umgebung nimmt laufend reissaus. Im Bergrestaurant sind wir nach 10 Minuten noch zu viert und die Kellner zanken unverhohlen darüber, wer uns bedienen muss. Grund des Intermezzos: der Kleine möchte doch nur die Aufmerksamkeit erlangen.
    Fall zwei (Dezember 2007): Vater und Sohn (ca. 12 Jahre) fahren mit Bekannten Ski. Vater bittet ab ca. 11.30 seinen Sohn, mit nach Hause zu kommen, da das Mittagessen auf dem Tisch steht. Sohn fährt weiter. Um 16.30 Uhr steht der Vater immer noch bei der Sesselbahn und bittet seinen Sohn nach jeder Abfahrt, mit nach Hause zu kommen. Er friert und trinkt mitgebrachten Alkohol. Der Sohn fährt weiter, ohne seinen Vater auch nur eines Blickes zu würdigen. Inzwischen ist der Vater gestorben. Der Sohn prügelt sich in der Schule und wird von staatlich bezahlten Betreuern „erlebnisorientiert“ unterstützt.

    Wenn es nach den Kommentatoren geht, gibt es kein Mittel, Minderjährigen effektiv beizubringen, sich in einer Welt von Erwachsenen normal zu verhalten. Sorry, aber ich finde DAS armselig. Ich glaube nicht, dass Schlagen als Argument zählt, aber psychische Gewalt gegen ein Kind wie es ignorieren, ihn vor anderen mit Bemerkungen blossstellen, mit ihm vor Gleichaltrigen über Grundsätzliches diskutieren oder mit irgendwelchen fiktiven Strafen drohen (dann bleibst du hier und kommst nicht mit nach Hause!) ist viel schlimmer. Ich selber habe unserem Sohn während seiner gesamten Kindheit einmal eine leichte Kopfnuss verpasst, garantiert physisch schmerzlos, aber mit lang anhaltender Wirkung. Und dafür muss ich jetzt ein schlechtes Gewissen mitschleppen?

  • akelei sagt:

    also, schläge ins gesicht sind ja sowas von demütigend, das könnte ich meinem sohn einfach nicht antun. auch solche drohungen wie „du kommst jetzt ins heim“ halte ich für unmenschlich – sogar dann, wenn man richtig wütend ist. was hägar um 8:57 geschrieben hat, finde ich dagegen super. ich versuche, genauso zu reagieren mit der modifikation, dass ich vorher selbst nach draussen gehe, bis 10 zähle, um dann meinem sohn ruhig, bestimmt und mit der nötigen präsenz gegenübertreten zu können. dafür lasse ich auch gerne alles andere stehen und liegen, denn die zeit muss sein. meistens regt man sich als elter ja genau über die verhaltensweisen auf, die man an sich auch nicht toll findet. ich finde, das sollte man im hinterkopf behalten. und der andere punkt ist: wenn wir uns streiten, dann in dem moment und über den anlass. nicht über den streit vor einer woche oder davor. schönen tag, auf wiedersehen: akelei

  • Miranda sagt:

    @ Rita: Das meinen Sie jetzt ironisch oder? Falls nicht hoffentlich komm ich nie auch nur in die Nähe ihres Sohnes, ich kann verwöhnte Kinder nicht ausstehen! Und ihr Mann tut mir von Herzen leid!

  • Hägar sagt:

    @gargamel
    ich vermute Ihr Beitrag wurde versehentlich an mich gerichtet. Da meinten Sie wohl „Stimme der Weisheit“

    @Stimme der Weisheit
    Vielen Dank für Ihren Beitrag..
    Ich kenne solchen Kinder und ich meinte auch die. So wie Sie das beschreiben und die von Ihnen geschilderten Verhaltensauffälligkeiten sind dabei eher noch soft. Wenn ein Kind hinter mir her eine Schneise der Verwüstung anrichtet bzw. anrichten will, dann gibts nur eins: Die Schneise wird ganz schnell gestoppt. Ich lasse alles liegen und zollte dem Kind meine Aufmerksamkeit und ich erhöhe den Druck sowohl dass ich eingreife und verhindere, dass Dinge kaputt gemacht werden, dass ich Sprache, Körper, Mimik etc. einsetze. Es kann auch gut sein, dass ich das Kind informiere, dass ich es nun aus der Wohnung begleiten oder sogar tragen werde, weil es hier nicht erwünscht ist. Dann bin ich draussen, z.B. im Sandhaufen und biete dem Kind nun an, dass es hier weitermachen kann. Oft passt das dem Kind nicht, weil die Aggression gegen mich gerichtet ist. Dennoch, es lernt, dass ich a) sein Verhalten nicht toleriere und dem etwas entgegenzusetzen habe und b) zeige ich ihm Alternativen, wo es seine Furor ausleben kann. Zudem achte ich auf Widergutmachung. Auch ein kleines Kind muss dann mit mir zusammen die Verwüstung aufputzen, dabei helfe ich, bleibe ernst, gestreng und am Ende gibts dann das nun „wieder gut“. Beginnt das Kind von neuem mit dem tyrannisieren, reagiere ich genaus präsent und konsequent. Das bedeutet manchmal, dass der Zmittag nicht so wird, wie ich vorgehesen habe, weil ich die Intervention am Kinde als wichtiger einschätze. Eine andere Möglickeit ist es auch im Zimmer zu isolieren, anfangs bin ich dabei, um zu kontrollieren, dass es nicht weitermacht. Tut es dass, dann halte ich die Hand von ihm, immer möglichst ruhig. Mit der Zeit gehe ich dann raus, lasse es alleine, aber bei kleinen Kindern nur kurz,. weil das sonst schnell kontraproduktiv wird. Hauem mit dem Hammer auf dem Kopf vom Geschwister ahnde ich ähnlich, aber ich kann das nur rudimentär beschreiben.

    Danke für die Ausdifferenzierung der Gefahren die Ohrfeigen mit sich bringen.

    Einen wichtigen Faktor neben der fehlenden Präsenz der Eltern ist bei der Jugendgewalt das Schulversagen. Dies führt zu dem „leckt mich doch alle, euch zeig ichs (auf meine Weise).“ und dem muss ganz entschieden entgegengetreten werden, aber dennoch muss ein Fakt eingestanden werden: strukturelle Gewalt wie es die Schule ausübt fördert individuelle Gewalt. Ein Schulsystem, dass Sieger und Verlierer produziert wundert sich nicht, wenn die Verlierer auf ihre Art verlieren. Der Film „La Haine“ zeigt das gut auf.

    Grüsse

    @H. Brunner
    Ja, sie sind ein Befürworter der Körperstrafe und ja, das bedauere ich sehr. Wenn man Ihre Zeilen liest wird auch deutlich, warum und wie Sie das geworden sind. Sie haben übrigens auch gleich ein Beispiel von psychischer Gewalt geliefert. Dass Sie sich von meinen Statement brüskiert fühlen, damit muss ich leben.

  • gargamel sagt:

    @rita: ok, hab’s begriffen, ihre textlein sind ironisch… nur: was genau wollen sie uns damit sagen? dass es nicht immer nur nach dem kopf der kleinen gehen kann? ich glaube ja nicht, dass das von jemandem hier angezweifelt wird…
    und für diese etwas triviale feststellung ist ihr textlein dann doch etwas lang geraten…

  • gargamel sagt:

    mein eigener kommentar vom 31. August 2009 um 23:41:

    der zweite teil ist natürlich an „stimme der weisheit“ gerichtet, nicht an hägar… sorry, war schon spät…

  • gargamel sagt:

    @brunner:

    HInsichtlich der Kommentare von gargamel und Hägar möchte ich zu bedenken geben, dass ein Kind, welches sich allein mit Argumenten und dauerhaft von irgendwelchen “Schandtaten” abhalten lässt, keiner normalen Entwicklung folgt,
    wie sie und der rest der ohrfeigen-lobby auf die idee kommen, dass es zwischen „gut zureden“ und „eine scheuern“ nicht noch eine ganze palette von erziehungsmöglichkeiten gibt, das werd‘ ich nie so ganz verstehen. mangel an fantasie?
    natürlich gehorchen meine goofen auch nicht immer, natürlich gibt’s hin und wieder sanktionen. aber ich haue meine kinder nicht in voller absicht. und dazu noch an den kopf (musste sehr lachen über die idee, kinder mit schlägen gegen den kopf zum velohelmtragen zu bringen…)

    und dass ein Kind, welches argumentativ als “kleiner Erwachsener” behandelt wird, falsch behandelt wird.klar, kinder sind viel zu klein, um mit ihnen klartext zu reden, es ist auch mühsam, wenn man seine forderungen ans kind auch noch begründen soll… wär ja blöd, wenn einem plötzlich keine argumente einfallen würden, gell…
    nur weil ich meinen kinder erkläre, warum ich etwas will oder nicht bedeutet noch lange nicht, dass ich sie wie „kleine erwachsene“ behandle (und es bedeutet auch nicht, dass sie darum widerspruchslos folge leisten.)

    interessant ist doch schon, dass v.a. eltern, die selber geschlagen wurden schläge als unverzichtbares erziehungsinstrument betrachten. wer als kind nicht geprügelt wurde, der kommt normalerweise nicht auf diese idee…

    ebenso interessant die vorstellung, eine ohrfeige lasse das kind aus einer situation etwas lernen… ok, natürlich lernt es etwas: diese situation zu vermeiden bzw. nur noch möglichst heimlich herbeizuführen, da das erwischtwerden hiebe setzt…
    ich hab’s halt lieber, wenn meine goofen eine situation meiden, weil sie wissen, dass sie sich in gefahr begeben… aber hey, that’s just me…

  • Rita sagt:

    Korrektur/Ich wollte schreiben

    ich werde es
    Nicht erlauben, dass ihm jemand später im Kindergarten Vorschriften macht.

  • Rita sagt:

    Erschütternd, mit welcher Borniertheit hier argumentiert wird.

    Da glauben einige, weil sie nicht schlagen, sich aber trotzdem das Recht heraus nehmen können, in die Persönlichkeitsreche des Kindes auf freie Entfaltung eingreifen zu dürfen, nur weil sie am längeren Hebel sitzen.

    Also wenn mein KInd aus meiner Sicht etwas tun soll, dass es nicht möche, dann tut es seiner Seele auch nicht gut.

    Die Seelen der Kinder haben deshalb einen guten Radar und merken ganz von alleine, was ihnen gut tut oder nicht, unabhängig davon, was die Eltern davon halten. Also poche ich dafür, ALLES den Kindern zu überlassen, um sich von ihnen führen zu lassen, weil, ihre Seelen sind der Weisheit ja noch viel näher als unsere, weil sie frisch geboren worden sind.

    Ich würde es mir deshalb nie erlauben, etwas gegen den Rat meines Dreijährigen zu tun oder ihn gar zu etwas zwingen, denn er ist ja garade dabei zu lernen, also braucht er Spass und Geduld und keine Drohgebärden.

    Wenn mein Kleiner deshalb etwas nicht will, dann muss er dies auch nicht, gleich was die Verwandten, Nachbarn etc. davon halten. Auch ist ewiesen, dass es dem Kind sehr gut tun, mal ein paar Stunden einfach loszuschreien oder an die Wand zu klopfen, weshalb also so ein Aufhebens darum machen. Klar können einige vielleicht deshalb ein paar Nächte nicht schlafen, aber für das Leben unserer lieben Kinder…? Ist doch ein Klax meine ich.

    Auch im Supermarkt, mein Sohn weiss ganz genau was ihm gut tut und wo er hin möchte. Also lasse ich ihn halt machen, bis er fertig ist. Klar, ist deshalb das Essen nicht immer pünklich auf dem Tisch, aber dafür ist mein Kleiner happy und Papi muss halt ein wenig Rücksicht nehmen.

    So läuft dies bei uns und dies ist so. Dafür hat mein Sohn keine geschädigte KInderseele und werde ich es erlauben, dass ihm jemand, später im Kindergarten oder so Vorschriften macht.

  • H. Brunner sagt:

    Ich bin der festen Überzeugung, dass man Kinder nicht ohne die Drohung oder Anwendung von Körperstrafen erziehen kann.
    Ebenso fest bin ich aber überzeugt, dass Eltern dieses Instrument mit Bedacht (also nicht wegen jeder Kleinigkeit) und mit klarem Kopf und Übersicht (also nicht im Affekt) einsetzen kann.

    Und hier sehe ich heutzutage ein grosses Problem: Eltern getrauen sich lange nicht, sich energisch bei den Kindern durchzusetzen, bis, ja bis ihnen die Sicherung durchbrennt, und sie unbeherrscht dreinschlagen.

    HInsichtlich der Kommentare von gargamel und Hägar möchte ich zu bedenken geben, dass ein Kind, welches sich allein mit Argumenten und dauerhaft von irgendwelchen „Schandtaten“ abhalten lässt, keiner normalen Entwicklung folgt, und dass ein Kind, welches argumentativ als „kleiner Erwachsener“ behandelt wird, falsch behandelt wird.

    Die Körperstrafe hat gegenüber vielen anderen Strafen auch einen Vorteil: sie kommt schnell und danach ist die Sache erledigt.
    Viele andere „modernere“ dh. argumentative Erziehungsmethoden setzen das Kind psychisch unter anhaltenden Druck, welcher soweit gehen kann, dass das Kind sich der Liebe der Eltern nicht mehr sichr ist.

    Kleines Beispiel dazu:
    Einmal sagte meiner Mutter (entnervt): Jetzt bringen wir Dich dann in ein Heim!
    Irgendwann später lud mich mein Vater auf seinen Roller und fur irgendwohin mit mir. Ich war sicher, nun bringt er mich ins Heim und versuchte, mir den Weg zu merken, um wieder heimzufinden.
    In Tat und Wahrheit fuhr er mit mir an irgend einen Aussichtspunkt, inkl. Restaurantbesuch….
    Das ist jetzt 45 jahre her, und es war sicher nicht die Absicht, mich so nachhaltig zu verunsichern.
    Aber es war so.

    Besser wäre gewesen, sie hätte mir einen Klaps gegeben.

    Und dem Hägar würde ich abschliessend noch auf den Weg geben, mit etwas mehr Zurückhaltung und Höflichkeit zu schreiben – und es damit anderen gegenüber nicht so sehr an Respekt fehlen zu lassen.

  • gargamel sagt:

    @wahl: ja, ja, kennen wir schon, das muster: austeilen tut man ja gerne, wenn’s ums einstecken geht, da wird’s dann jeweils schnell mal weinerlich…

    @hägar: von wegen „abtreten des erziehungsaufrages an den staat“: ich gebe ihnen recht, allerdings vielleicht nicht so, wie sie es meinten: nicht ausserfamiliäre betreungsangebote (als z.b. staatlich subventionierte krippen oder grosseltern) sind das problem, sondern dass den eigentlichen bildungsstätten (also die schulen) immer mehr erziehungsaufgaben aufgelastet werden, die eigentlich im auftrag der eltern liegen würden.
    man soll kinder nicht unterschätzen: sie können schon sehr früh gut unterscheiden, dass an verschiedenen orten verschiedene regeln herrschen, sie kommen also sehr gut mit verschiedenen bezugspersonen zurecht. problematisch wird das ganze nur, wenn diese bezugspersonen ständig wechseln und keine konstanz haben.
    ebenso kann ein kind schon bald mal erkennen, ob ihr „sofort“ damit zu tun hat, dass es jetzt endlich essen kommen soll oder ob es von den geleisen wegkommen soll. sie sollten also „sofort“ nur im zusammenhang mit echten gefahren verwenden, wenn das wort für das kind die von ihnen gewünschte bedeutung („es droht gefahr, mach jetzt ohne widerrede, was ich sage“) behalten soll…

  • Stimme der Weisheit ;-) sagt:

    @Hägar
    Einige Einwände gegen Ihre Position unterstütze ich vollends. Das Beispiel mit dem heissen Wasser passt vielleicht bei all den zum teil echten oder aber auch imaginären aber in jedem Fall perfekten Kindern, nämlich die irgendwann trotz Unerreichbarkeit durch Argumente (da zu klein) doch erreichbar sind. Ich habe hin und wieder ganz anderes erlebt. Was macht man denn, wenn der Sohn aus heiterm Himmel auf einmal einen Hammer nimmt und nach der 1/2-jährigen Schwester schlägt (Spielhammer aus Holz, echte Hammer liegen ja nicht im Zimmer herum, trotzdem nicht lustig), dazu davon nicht abzuhalten ist und immer wieder andere Dinge findet um sie mit Schlägen zu plagen. Da nützte alles nichts, bis er auf dem Popo erfuhr, dass selbst leichte und vor allen Dingen wohldosierte Schläge wehtun können. Dann musste ich erklären, dass das für die kleine Schwester nicht viel anders ist, ausser, dass es am Kopf noch ganz anders wehtut. Verstanden war das damit noch nicht, aber wenigstens musste man nicht mehr jeden Augenblick mit so etwas rechnen.

    Etwas anderes:
    Wie bringen Sie ein Kind dahin, dass es seine „Zerstörungswut“ sein lässt? Es zappelt und schreit pausenlos, dass man es nicht festhalten kann, wenn man mit ihm redet, schaut es weg, wenn man ihm Strafe androht, grinst es einen bloss an und macht weiter. Es läuft ihnen hinterher, vielleicht haben sie eine Blume eingetopft und während Sie einen Besen holen, wird die Blume wieder ausgeleert. In der Zwischenzeit haben Sie festgestellt, dass das Kind zudem die Vorratsdosen in der ganzen Küche verteilt hat, und die soeben aufgeräumten Schuhe liegen ebenfalls wieder im Gang verstreut. Oder in einem Satz: Alles was soeben gemacht wurde ist im nächsten Augenblick wieder rückgängig gemacht. Was machen Sie, wenn Sie feststellen, dass alles nichts nützt und Psychomassnahmen wie im Zimmer einsperren nicht in Frage kommen? Ich habe manchmal den Eindruck, dass mit gewissen Personen die Weisheit aussterben wird, da wollen wir doch jetzt vorbeugen. 😉

    Das Problem ist der Affekt. Zorn ist kein guter Ratgeber, und das nicht nur in der Kindererziehung. Trotzdem kommt es vor, dass man zornig wird, gut wenn man ihn zu zügeln vermag und nüchtern handelt, andererseits sollte man sich für das Fehlverhalten auch entschuldigen können, das trifft im ganzen Handeln zu. Geht das nicht, hat man tatsächlich selbst ein erhebliches Defizit.

    Die Ohrfeige ist sehr problematisch. Der Kopf sollte selbstverständlich tabu sein, zudem kann man üble Verletzungen durch unkontrollierten Sturz hinzufügen, mir musste man deshalb einmal die Stirn nähen. Trotzdem wäre eine strafrechtliche Behandlung völlig unangemessen, das sonst normale altrusische Verhalten von Eltern gegenüber ihren Kindern sollte man stets solchen Fehlern angemessen gegenüberstellen. An der Demütigung bei der Ohrfeige ist genauso etwas dran, genauso beim Haareziehen oder Ohrenziehen. Wenn man solche Methoden anwendet und rechtfertigt, sollte man sich gewisse Fragen stellen. Für die 68er-Hardliner sei jedoch gesagt: Eine strafrechtliche Verfolgung ist eine sehr harte Massnahme, Wenn solches umfassend gefordert wird, hat man sich wohl die Familie zum Feindbild gemacht.

    Was mich empfindlich stört, ist, dass in der Presse einseitig Jugendgewalt mit körperlicher Strafe in Verbindung gebracht wird. Die Verbindung gibt es nicht, es gibt nur eine Verbindung zwischen Prinzipienlosigkeit und Jugendgewalt, ob mit oder ohne körperlicher Strafe. Wenn man seinem Kind kein prinzipienbasiertes Urteilen anerzieht (negatives Besipiel: Lüge gegenüber Eltern verboten, gegenüber fremden hingegen erlaubt), muss man mit schlimmsten Entwicklungen rechnen. In diesem Hintergrund muss auch jeder Ansatz von Erziehungsauftrag durch den Staat sofort unterbunden werden (der Staat hat einen Bildungsauftrag!) und diversen gemeintschaftlichen „Erziehungsmodellen“ (das gilt auch für Miterziehung durch Grosseltern wie vor Generationen) entschieden entgegengetreten werden.

    Bei allem gilt: Ein Kind muss das Wort „sofort“ kennen. Wenn es das Wort nicht kennt und nicht sofort darauf reagiert, könnte man es verlieren, da es Gefahren noch nicht kennt.

  • @gargamel
    Zitat: „..aber vielleicht haben ja die schläge ihres vaters eben doch stärkere spuren hinterlassen, als sie es wahrhaben wollen…“
    Womit Sie definitiv Ihr Gesicht verloren haben – Game over! 😉

    @Hägar
    Zitat: „…in der Stifite: Fehler von Ihnen hätten Ohrfeigen vom Chef nach sich gezogen. Glauben Sie sie hätten dann besser gelernt?“
    Auch das Beispiel geht nicht: Mein Lehrmeister war so ein Bär von einem Bergamasker und am ersten Tag tritt er mir doch in den Allerwertesten, weil ich dachte er macht Witze, dass mir das Rauchen am Arbeitsplatz untersagt sei. Ich trug einen derartigen psychischen Schaden davon, dass ich wohl einer der besten Lehrlinge war, seit Bestehen der Firma und bereits nach 6 Monaten CHF 1.– Lohn / Std mehr hatte als die anderen Lehrlinge. Heute ist der Mann über 70 und ich fühle mich von ihm nach wie vor derart erniedrigt, dass ich immer noch freiwillig mit ihm Pilzen gehe.

    Nun müssen Sie mir helfen:
    Zirtat: „..Aber Ihre penetrantes festhalten an der Idee dass Körperstrafe schon einen guten Zweck erfüllen möge, ist rational nicht zu erklären“ und dann das:
    Zitat: „…wobei ich einen Klapps weder verdamme noch grundsätzlich ausschliesse, aber empfehle, wenn es vorkommt genau hinzuschauen… “ Entweder hab ich was im Gehirn, oder Sie sind ganz einfach zu gebildet für meine Wenigkeit.

    Schaun Sie Herr Hägar… Nein, ich bin nicht „Beratungsresistent“ (Wow, was für ein Wort). Lassen Sie mich Ihnen einen Vorschlag machen; Nun, meine Frau hat sehr grossen Einfluss auf mich, immerhin hat Sie geschafft, was Staat und alle möglichen psychlogischen Einrichtungen mit soviel Geduld, Güte und gut Zureden nie fertig brachten. Also, wenn Sie meine Frau mit Ihren Theorien überzeugen können, garantiere ich Ihnen, dass ich mich – zwangsläufig halt – mit allen Möglichen Ihrer wissenschaftlichen Quellen befassen und umsetzen werde.

    Eines jedoch voraus: Achtung! Meine Frau hat südamerikanisches Vollbluttemperament und Sie sollten bei dem Thema zumindest über Grundkenntnisse in Selbstverteidigung verfügen. Also das Angebot steht… Nächstes Wochenende habe ich vor, meine Jungs auf den Wildhauser Schafberg zu prügeln und weil meine Frau auf Grund anderer Umstände da nicht mehr mithalten kann, würde sich doch in der Zwischenzeit ideale Gelegenheit bieten. Ich wäre nicht anwesend, somit müsste ich mich auch für niemenden schämen. Was meinen Sie?

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Da besteht keine Verwechslungsgefahr und auch gar keine Wettbewerb denn darum geht es mir nicht. Ich sprach nicht vom Wissen sondern von der Fähigkeit Einsichten zu gewinnen.

    @prämami
    Ah, ok. Ich nehm die Frage (fast) zurück. Der Vorteil von redundanten Aussagen ist der, dass man sich besser daran erinnert. Der Nachteil, dass man die, die sich erinnern, langweilt. Das nächste mal werde ich wohl besser zurückscrollen…
    Grüsse

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Ziel erreicht und die Mittel dazu seien unwesentlich? Sie appelieren an mein Herz und mein Bauch und liefern mir dann diese brutale und abgespalten vergeistige Wahrheit der schwarzen Pädagokik, die von (männlichen) Gefühlskrüppeln entworfen wurde? Die Schläge ihres Vaters seien nicht der Rede wert? Der Zweck heilige die Mittel? Die Moral, dass das was mich nicht schwächer mache, mich stärke? Die Idee, dass jede Wunde verheile? Das ist-entschuldigen Sie meine geharnischten Worte-Schrott. Ich nenne das Verdrängungsschrott. Dass man deswegen nicht immer allzu in die Tiefe gehen muss, kann ich nachvollziehen und verlange ich von niemanden. Aber Ihre penetrantes festhalten an der Idee dass Körperstrafe schon einen guten Zweck erfüllen möge, ist rational nicht zu erklären. Ihre fehlende Bereitschaft genauer hinzusehen, deute ich daher als verschüttette Herzensangelegenheit. Und da haben Sie vollkommen recht, da sind Sie nicht ansprechbar und da ist es falsch, wenn ich Sie mit irgendwelchen intellektuellen Aussagen zutexte. Darum das Bespiel wie es für Sie heute wäre wenn Sie geschlagen würden. Sie haben darauf hingewiesen, dass Sie sogar dann noch Ohre Frau lieben würden. Ok, das Beispiel mit dem Chef geht heute bei Ihnen auch nicht, da Sie selbständig sind. Aber früher. Denken Sie wie es damals gewesen wäre, in der Stifite: Fehler von Ihnen hätten Ohrfeigen vom Chef nach sich gezogen. Glauben Sie sie hätten dann besser gelernt?
    @Regina

    Mein Dank geht an Sie zurück. Sie und den anderen Heldinnen des Alltags-des alle Tage wieder. Sie sind die wahren Könnerinnen.

    @Pu
    Danke dass Sie sich so auf die Diskussion einlassen, ich mag Ihren Mut auch unpopuläre Thesen anszusprechen und allenfalls auch mal zu vertreten, aber auch, dass Sie eine Haltung revidieren können. Das ist etwas Schwieriges, wie an mir selber auch immer merke…
    Zur Ihrer Ergänzung:
    Wenn Sie Hackordung wiederherstellen möchte, dann ist hacken sicher angebracht. Ja.
    Wenn Sie elterliche Autorität vermitteln und durchsetzen, dann gehts ohne hacken, aber mit den geschilderten Massnahmen durchaus, wobei ich einen Klapps weder verdamme noch grundsätzlich ausschliesse, aber empfehle, wenn es vorkommt genau hinzuschauen und ich bin überzeugt, dass es bessere Lösungen gibt. Übrigens gibt es die sogenannte Bärenumarmung von Haim Omer, er beschreibt verschiedene spezielle Massanahmen, eben genau dort wo Kinder den Ton angeben und die Rollenverteilung nicht gewährleistet ist.

    Hier finden Sie einen Auszug:
    http://books.google.ch/books?id=P6dcCe4x0OIC&pg=PA44&lpg=PA44&dq=b%C3%A4renumarmung+haim+omer&source=bl&ots=Lw6dKICRUI&sig=1qtIWBefXReUBtT5rAFHJUXMzo4&hl=de&ei=4OubSoWUBIn2-Ab6v7Ej&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1#v=onepage&q=&f=false

    Aber nicht zuletzt empfehle ich diese Formen von Bärenumarmungen:
    http://files.sanssouci-verlag.de/docs/3-7254-1332-0_2639181339-115.pdf

  • prämami sagt:

    @Hägar

    Mit diesem Post wollte ich nur Rita fragen, was denn ihre Reaktion wäre, wenn zurückhalten, drohen, schimpfen von ihr auch als gewalttätig definiert wird. Mein Statement habe ich schon früher abgegeben, im Gegensatz zu anderen Bloggern muss ich mich nicht dauernd wiederholen.. 😉

  • gargamel sagt:

    ach, herr wahl, nur weil sie ein wort nicht kennen, bedeutet das doch noch lange nicht, dass alle andern das nicht schon lange in ihrem wortschatz hatten…
    und wenn sie sich merken könnten, was sie gelesen haben, so wüssten sie vielleicht sogar noch, dass ich keinen tv-anschluss habe. aber vielleicht haben ja die schläge ihres vaters eben doch stärkere spuren hinterlassen, als sie es wahrhaben wollen…

  • @Hägar
    Sorry, erst jetzt gelesen: (Sie schreiben halt gar viel)
    Zitat: „…Das scheint mir aber andere Hintergründe zu haben, ja ich vermute ich dahinter einen argumentativen Notstand ihrerseits.“
    Ja mein Gott, Sie vegleichen doch nicht die Bildung meiner Wenigkeit mit Ihrem wissenschaftlichen Spürsinn für Details. Seien Sie etwas grosszügiger. 😉

  • Pu sagt:

    @Hägar: Ich bin mit Ihnen fast in allem einverstanden. Was Sie schildern, ist allerdings eher die Phase, in der Regeln vermittelt und vertieft werden. Ich bin mit Ihnen einig, dass in diesem Kontext eine Ohrfeige keinen Platz hat. Was ist aber, wenn das Kind gegen ihm bekannte Regeln bewusst verstösst? Gewisse Eltern werden dann anfangen zu psychologisieren (Warum hast Du das getan? Hast Du das Mami nicht mehr lieb, dass Du so etwas machst?), aber vielleicht wäre es einfach damit getan, dass die Hackordnung in der Familie durch einen mehr oder weniger symbolischen Akt wiederhergestellt wird.

    @gargamel: Es geht um nonverbale Kommunikation. Ein Arschtritt bedeutet so viel wie „Hau ab, du lästiges Vieh“ (früher bzw. in anderen Ländern traktiert(e) man Strassenköter auf diese Art), abgesehen davon, dass wer Tritte austeilt, meistens auch richtigen Schmerz zufügen will. Verbal oder nonverbal ist so eine Aussage gegenüber einem Kind indiskutabel. Ohrfeigen oder Fuditätsch bedeuten „Ich weise Dich zurecht“, das ist inhaltlich etwas ganz anderes. Für einen Erwachsenen ist eine Ohrfeige demütigend, weil sie ihn zum Kind degradiert. Das gilt aber auch, wenn man einen Erwachsenen verbal abkanzelt wie ein Kind, das etwas „bosget“ hat.

  • Regina sagt:

    Die Diskussion hier finde ich sehr spannend, da ich einige sehr wertvolle Tips zur Erziehung erhalte. Ich versuche auch, meine Kinder gewaltfrei zu erziehen, und schaffe dies auch gar nicht schlecht. Mit der Übung und dem Willen dazu wird man besser darin! Ich kann von mir jedoch nicht behaupten, meine Kinder noch nie geschlagen zu haben. Gerade den Klaps vor Schreck ist mir anfangs auch ein paar Mal passiert, aber das ist ein Problem der Beherrschung, genau wie bei Überforderung, und das kann man üben.
    Ich glaube aber, dass es einem Kind nicht unbedingt schaden muss, wenn es körperlich erfährt, dass die Mutter / der Vater erschrickt, oder total am Rand ist. Sofern man dies dem Kind danach auch so erklären kann, und grundsätzlich andere Lösungen anstrebt. Je besser man sich zu beherrschen weiss um so schöner das Zusammenleben, und die Kinder lernen gleich mit, wie man es macht, denn die erschrecken auch oder kommen nervlich an den Rand…

    darum Danke an Hägar und Gargamel.

  • @gargamel
    Nun gut… das bringt wohl nichts… Sehen Sie, ich habe noch niemanden versucht zu belehren, sein Kind zu ohrfeigen wäre sinnvoll, wärend Sie permanent versuchen, andern Ihre Meinung – Ohrfeige = Gewalt – aufzuzwingen.

    „Beratungsresitent“ Geiles Wort was?. Jean Ziegler im Tsischzigsclub in Bezug auf die Sturheit von Micheline Calmy-Rey. Haben Sie wohl gut aufgepasst und auch gleich in Ihren Wortschatz aufgenommen. Nur… Sie sehen sich in einer Beraterfunktion? Wow…

    @Hägar
    Vorweg: Ich liebe meine Frau immer, egal was passiert. Sie darf mich sogar schlagen… 😉
    Mir schauert es zu sehen, wie Sie alles zerlegen in kleinste und noch kleinere Teile und analysieren. Was dabei heraus kommt, ist dieser Wahnsinn, an dem sich gewisse Leute festkrallen und dabei ihren Bauch und ihr Herz vergessen.

    Ihre Heisswasser-Theorie: Ich will gar nicht zitieren… Herr Hägar, um Himmelswillen… ist es denn nicht einfach wichtig, dass sich das Kind nicht verbrennt. Egal warum. Was denken Sie, wie oft meine Eltern auf mich ach so liebevoll eingeredet haben und er hat doch hingelangt! Und so sind millionen andere Kinder auch. Klaps! – und es langt höchst wahrscheinlich nicht mehr hin. Ziel erreicht. Da braucht es keine Romane, liest eh niemand.

  • gargamel sagt:

    @wahl: ICH bin rechthaberisch??? wer lässt denn nur seine eigene meinung gelten, mag sie noch so unfundiert sein? wer gebärdet sich hier absolut beratungsresistent?

    und was „Ideen von Wichtigtuern und Weltverbesserern“ sind, dass bestimmen natürlich sie, das hab‘ ich unterdessen begriffen. und das sind natürlich alle, die nicht ihre bereits vorgefertigte meinung unterstützen.

    ich sehe ehrlich gesagt keinen stilistischen unterschied zwischen ohrfeige und arschtritt, beides ist demütigend für den empfänger. …doch, einen gibt’s: der arschtritt ist rein körperlich vermutlich weniger gefährlich.

  • @gargamel
    Zitat: „…womit ich nicht sagen will, dass es a priori schlecht ist, gegen den rest der welt zu sein…“
    Sie haben ein ausgeprägtes Streitpotential und sind darüber hinaus noch ausgesprochen rechthaberisch.

    Zitat: „…wenn unsere vorfahren immer nur recht gehabt hätten und sich jeglicher neuer ideen und erkenntnisse verschlossen hätten…“
    Neue Erkenntnisse sind wichtig und tragen zur positiven Entwicklung bei, sofern es tatsächlich Erkenntnisse sind und nicht Ideen von Wichtigtuern und Weltverbesserern, die alle früheren, bewährten Erkenntnisse einfach von heute auf morgen über den Haufen werfen. Ich darf nochmal erinnern, dass der Grossteil der Weltbevölkerung absolut nichts von den angeblich neuen „Erkenntnissen“ hält.

    Zitat: „…nochmals: was würden denn sie von erzieherischen arschtritten…“
    Nun gut Sie Nervensäge (scheint Ihnen Spass zu machen)… Nein, halte ich nichts von, ist nicht mein Stil.

  • Hägar sagt:

    @Pu
    Guter Einwand, danke. Eins vorneweg: Vorauschauendes Handeln ist toll, aber der von Ihnen angetönte Präventionsstil ist nicht durchführbar, da gebe ich ihnen recht. Im Gegenteil. Ich muss oft situativ reagieren und zwar schnell. Und gleich vorne weg: Wenn ich auf eine drohende Gefahr hin erschrecke und dem Kind ein Klapps aufs Fudi gebe und das Kind sieht meine weitaufgerissenen, ängstlichen Augen, spürt meine Affekthandlung und mein Handeln danach (das Kind trösten, wenn es weint, aber auch sagen, was es nicht gut gemacht hat, sprich auch etwas „schimpfen“) dann ist das nicht nur pädagogisch vertretbar, sondern einfach alltäglich menschlich und gut so. Ich kann sogar noch- je nach Alter-mein Klapps entschuldigen etc. So sind wir tolle und wichtige Vorbilder und so lernen unsere Kinder. So sind wir Vorbilder.
    Mein Beispiel sollte aufzeigen, dass ich unterscheide zwischen einem im Voraus definierten Klaps und einem ein-greif-en auf andere Art. Ein Kleinkind ist auf einer niedrigen Stufe der moralischen Entwicklung und ich gebe Ihnen vollauf recht, dass der negative Stimulus umittelbar erfolgen sollte. Gerade darum beschrieb ich das Beispiel vom heissen Wasser etwas ausführlicher. Wenn das Vorschulkind immer wieder zur Herdplatte marschiert, muss das Kind davon abgehalten werde und eben auch hand-greif-lich, aber ob ein Klapps nötig ist, bezweifle ich. Ich würde folgendermassen vorgehen:
    1. Die Hand vom Kind nehmen und festhalten und mich zu ihm bücken, in die Augen schauen und sagen: Nein, das geht nicht.
    Ohne zu schreien, aber klar und mit ernster Stimme.
    Das Kind wir wahrscheinlich nochmals zur heissen Herdplatte wollen:
    2. Nochmals das gleiche tun, diesmal noch bestimmter. Sätze wie: Das darfts du nicht, ich will das nicht, das ist gefährlich
    Abwarten und wenn das Kind es nochmals versucht, ein drittes mal, diesmal aber das Kind aus der Küche führen, d.h. an der Hand und von dem Objekt der Begierde entfernen.
    Es ist mit Wutanfällen zu rechnen, bzw. erhoffe ich mir das, den darum gehts. Das egozentrische Kind (es muss so sein, das ist für die Entwicklung richtig, die kindliche Egozentrik) erträgt das nein nicht, muss aber erfahren, dass das mein Nein gültig istund ich dafür sorge dass es gültig bleibt. Hier findet ein wichtiger Lernprpozess statt und die Kunst ist es meine Willen möglichst so durchzusetzen, ohne dass ich rabiat werde und ohne, dass ich mich vom Kind tyrannsieren und bestimmen lasse.
    Nun kommt es aufs Kind bzw. deren Reaktion darauf an. Ein Kind das sich trotzig aggressiv verhält, begleite ich, in dem ich verhindere, dass es sich dem heissen Wasser nähert, das heisst ich hole/halte es zurück,: der negative Stimulus: meine Hand, meine Umarmung die es zurückhält beende ich, in dem Moment, wenn das Kind einrenkt. Dann lobe ich es und vertärke die Einhaltung der Regel (nicht an das heisse Wasser gehen) mit einem postiven Stimulus: es erfhärt nun lobende, liebevolle Aufmerksamkeit, meine Stimmt wird weicher, ich strahle und lache etc.
    Zu einem späteren Zeitpunkt zeige ich dem Kinde, was heisses Wasser ist: Ich nähere mich mit dem Kind, zeige ihm den heissen Dampf, das Autsch dazu etc.
    Darauf wird das Kind merken: Heisses Wasser autsch nennen gibt Lob von mir, heisses Wasser sich nähern gibt ein eingreifen (das unangenehm ist) von mir und Kleinkinder sind auf einer Stufe der moralischen Entwicklung, die genau so lernt.
    Aber der Klaps, der Schlag, der bewirkt etwas anderes: Beschämung, Schmerz, Verlassenheit und hemmt das wichtige Autonomiestreben des Kindes. Die Welt entdecken ist immer wieder mal schmerzhaft, aber wir Erwachsenen können sehr wohl entscheiden, welche Schmerzen wir unseren Kindern zufügen wollen und welchen nicht.

    Auch hier übe ich Macht aus, auch hier arbeite ich mit Körpermacht (zurükckhalten, Hände wegnehmen, wegführen von der Gefahrenquelle gegen den Willen vom Kinde) und auch hier übe ich „Strafe“ aus: Klares, ernstes Gesicht, ein deutliches Nein, Stimme tief, Wegnehmen von dem Ort wo das Kind sein will, nicht erlauben einer Handlung etc.
    Ich bin ein Fan von guten Strafen, sprich von Sanktionen, die lernen ermöglichen, Kleinkinder aber sind weniger in der Lage mittels kognitiven Verständnis dies zu begreifen, sondern sie müssen es tatsächlich vor allem spüren, aber nicht mit Klapsen, Schlägen etc. Einer Trotzattacke in der Migros gibt es viel entegenzusetzen, aber kein reissen am Kinde, kein schimpfen, kein klappsen und kein schlagen. Sondern ein klares Nein, ein stoisches Nichteingehen auf den Wunsch und das ertragen von allen empörten Blicken der anderen Kunden, dass man das Kind nicht stillkriegt, bzw. dass man den Wünschen des Kindes nicht nachgibt.

    @prämami
    Wie kommen Sie dazu, dass es bei ienem Kind, dass auf die Srasse hinaus gehen will nur die zwei Möglichkeiten gibt, es entweder ins Verderben laufen zu lassen oder es mit einem Klaps zu beschützen, bzw. zu disziplinieren?
    Es ist hier defintiv nicht die Rede vom „nur guten Zureden“ was bei kleinen Kindern in der Tat oft wenig bringt. Aber Sie können mir schlecht weismachen, dass ihr Handlungsrepetorie nur diese zwei Allernativen zur Verfügung hat. Ich vermute eher, dass damit dies Legitimierung von einem Klapps dient. Auch hier: ich vertrete die Meinung, dass das Nein tatsächlich spürbar sein muss: Das Kind festhalten und ein klares Nein sagen, es zurückhalten und mit Worten, Mimik und Gesten zu Verstehen geben, dass es in keinster Weise ansteht, dass hier das Kind Spielraum bzw. Raum zum spielen hat. Aber erklären Sie mir bitte wozu der Klapps gut sein soll?

    @Wolfgang Wuh
    Ui Ui, das Schwzeier Illustrierten Beispiel das Sie bringen ist sowas von unausgereift, ich wage sogar zu behaupten, dass dies sehr infantil ist.
    Aber ich mache Ihnen einen anderen Vorschlag: Wenn körperliche Gewalt tatsächlich ein erfoglreiches Erziehungsinstrument sein soll, dann muss ich Sie bitten, dass Sie Ihre Frau bitten, dass diese Sie in Zukunft ohrfeigt, wenn Sie etwas umlernen sollen. Wenn Sie damit ihre Marotten wegkriegen, dass werde ich mir überlegen ob ich meine Sicht revidiere. Aber eines muss auch noch bestehen bleiben: Sie müssen Ihre Frau genaugleich lieben und müssen die Ohrfeigen von Ihrer Frau als hiflreich, liebevoll und wertschätzend emfpinden. Die Wange brennt und Sie müssen das Mögen. Ihr Arsch tut zwar nicht köperlich weh, Sie müssen aber sich wohl fühlen, dass Ihre Frau drauf haut. Usw.

    Was ich unangehnehm von Ihnen finde, im Sinne von sehr unsachlich, ist ihre immrt wieder getätigte Unterstellung an meine Person, ich könnte die verschiedenen Hintergründe von z.b. Ohrfeigen nicht unterscheiden. Wissen Sie wie bemühend das ist, wenn ich immer wieder darauf hinweise und Sie so tun, als ob Sie das nicht sähen. Das scheint mir aber andere Hintergründe zu haben, ja ich vermute ich dahinter einen argumentativen Notstand ihrerseits.

  • gargamel sagt:

    @wahl:

    1. bins nicht ich, der „gegen den rest der welt“ ist (zumindest nicht bei dieser frage und nicht in der mehr der weniger zivilisierten welt, noch nicht mal in diesem blog), sondern ihre seite…
    womit ich nicht sagen will, dass es a priori schlecht ist, gegen den rest der welt zu sein. ihre einschätzung der situation zeigt aber ziemlich deutlich den widerspruch zwischen ihrem eindruck von realität und tatsächlicher realität auf.

    2. wenn unsere vorfahren immer nur recht gehabt hätten und sich jeglicher neuer ideen und erkenntnisse verschlossen hätten, so sässen wir wohl immer noch mit würmern im arsch in feuchten höhlen.

    3. war mein spruch zu rolf knie einerseits einfach ein spruch und meine persönliche meinung zu seiner „kunst“.

    4. nochmals: was würden denn sie von erzieherischen arschtritten anstelle von erzieherischen ohrfeigen halten? hätten sie damit ein problem?

  • @gargamel
    Zitat: „wenn ich mir rolf knies kitsch-gemälde anschaue, so bin ich mir da gar nicht so sicher… “
    Falsch… Herr / Frau garagmel! Man könnte sich höchstens bei den Käufern über deren Geisteszustand streiten. Herr Knie liefert das, was gefragt ist: Er könne gar nicht verstehen, dass die Leute inzwischen einfach alles kaufen, selbst das was er als Abfall bezeichnet. (Gleiches Interview) – Überhaupt nichts von geistesgestört…

    Zitat: „man muss ja schon ziemlich verblendet sein, um das nicht zu sehen…“
    Nun eben… gargamel gegen den Rest der Welt und alle Vorfahren bis wenige Jahre zurück. Ein Wunder, dass wir überhaupt so lange bestehen konnten… 😉

  • gargamel sagt:

    @wahl: noch was: Gebrüder Knie psychisch gestört..?

    wenn ich mir rolf knies kitsch-gemälde anschaue, so bin ich mir da gar nicht so sicher… 😀

  • Pu sagt:

    @Hägar: Danke für das aufschlussreiche Beispiel. Der Frage, was eine angemessene erzieherische Strafe (Repression) ist, können Sie sich entziehen, indem sie ein mögliches Fehlverhalten von vornherein unterbinden (Prävention). Ich will gar nicht bestreiten, dass das in vielen, sogar den meisten Fällen sinnvoll und angemessen ist. Wenn Sie aber ausschliesslich präventiv intervenieren, bedeutet das, dass Sie permanent präsent und zum Eingreifen bereit sein müssen, bzw. alle Gefahrenquellen aus dem Weg räumen müssen. Das ist nicht nur für die Eltern aufwendig, es stellt sich auch die Frage nach dem Lerneffekt und danach, wie ein Kind Selbstvertrauen und Autonomie entwickelt, wenn die Eltern es ständig interventionsbereit begleiten. Im Grund ist das ja ein Ausdruck fehlenden Vertrauens in das Kind. Dieser Erziehungsstil kommt aus den USA, wo körperliche Züchtigung völlig tabu ist, aber die Eltern dafür verpflichtet sind, die Kinder ständig zu beaufsichtigen oder beaufsichtigen zu lassen, bis sie 12 (!!!) sind. Ich möchte aber, dass meine Kinder früh lernen, gewisse Dinge nicht zu tun, obwohl sie es könnten, und gewisse Verbote auch dann einzuhalten, wenn sie den Sinn noch nicht ganz verstehen. Und das funktioniert eben nur mit der Angst vor Strafe, wie bei uns Erwachsenen bekanntlich auch. Eine solche Erziehung schafft den Kindern dafür Freiräume, die sie meiner Meinung nach für ihre Entwicklung brauchen und die ihnen sonst vorenthalten werden müssen. Etwa ab dem Schulalter funktionieren Strafen wie „kein Fernsehen“, „Sackgeld kürzen“ usw., aber was tun sie bei einem kleinen Kind, das eine Strafe nur versteht, wenn sie unmittelbar auf das Fehlverhalten folgt?

  • gargamel sagt:

    @wahl: Im Übrigen fällt mir auf, dass Sie sich unheimlich schwer daran tun, Ohrfeige und Gewalt auseinanderzuhalten.

    eine ohrfeige IST gewalt. und zwar doppelt: sie ist körperliche und psychische gewalt, da ein schlag ins gesicht eine demütigung ist. man muss ja schon ziemlich verblendet sein, um das nicht zu sehen…

    warum geben sie ihren söhnen keine wohldosierten fusstritte in den hintern… da würde doch auch nichts dagegen sprechen, aus ihrer warte. würde sicher körperlich nicht mehr schaden anrichten als eine ohrfeige.

  • @Hägar
    Zitat: „Wer auf Punkt 2 “plädiert” macht sich der häuslichen Gewalt schuldig“
    Antwort: Nachdem der Nationalrat Körperstrafen an Kindern letztes Jahr nicht verbieten wollte…
    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-Kampf-um-das-Ende-der-Ohrfeige/story/30461260
    Weiterer Kommentar ist wohl überflüssig…

    Zitat: „Ich würde mich sehr freuen,wenn Sie das akzeptieren…“
    Ja wissen Sie Herr Hägar, ich mag Sie durchaus als Diskussionspartner, bin Ihnen aber doch zuwenig verbunden, als ich bloss Ihrer Freude Willen etwas akzeptieren würde. Allerding rechne ich Ihnen das „ev.“ in Ihrer Aussage, Zitat: „auch wenn es ev. ihr Selbstbild, bzw. das Bild…“ hoch an. Somit gehören Sie definitiv nur zu den Besser-, aber nicht zu den Alleswissern.
    Übrigens… ich hasse Fernsehserien. (The Sopranos, Folge 6…)

    Und bitte… ich möchte nicht lästig sein, aber vielleicht haben Sie in der Hitze meinen Kommentar übersehen: „…Gemäss Ihrer Aussage, hat die Erziehung von Kindern seit bestehen der Menschheit gerade mal vor ein paar Jahren angefangen und auch bloss vor allem hier im deutschsprachigen Raum. Es ist schon etwas gewagt zu behaupten, dass unsere Vorfahren bis wenige Jahre zurück und vor allem Menschen aus den südlichen Ländern, welche ihre Kinder nicht bloss mit gut Zureden erziehen, überfordert sind.“
    Muss man ~90% der Familien auf dieser Welt entkindern, oder pychologisch betreuen?

    Schweizer Illustrierte, Ausgabe vom 10 August 2009, Seite 20: Interview mit Rolf Knie… Nie mit Drogen experimentiert?
    …“Selbst als Jugendlicher hab ichs nie probiert, allein aus Angst, mein Vater könnte es erfahren. Er warnte meinen Bruder Fredy und mich: Wenn ich Euch mal rauchen oder trinken sehe, hau ich euch eins uf d Schnure.“
    Gebrüder Knie psychisch gestört..? Gewalttätig..?

    Im Übrigen fällt mir auf, dass Sie sich unheimlich schwer daran tun, Ohrfeige und Gewalt auseinanderzuhalten.

  • rb sagt:

    @Rita
    Ich bin eine Frau – und begreife es trotzdem nicht.

  • prämami sagt:

    @Rita

    Und wenn das Kind auf die Strasse laufen will, soll ich es also laufen lassen? Oder doch einen Klaps geben? Oder vielleicht mit liebevollem Lächeln sagen, dass dies gefährlich ist? Vielleicht will es ja zuhören..

  • adlerauge sagt:

    @rita: ist dieser beitrag eigentlich ironisch gemeint? ich hoffe doch sehr.

  • gargamel sagt:

    @rita: ganz ohne zwang oder strafe geht der trick mit der erziehung eben auch nicht. wenn mein kleiner (3) z.b. einen tobsuchtsanfall kriegt, so muss er in sein zimmer, bis er sich wieder beruhigt hat. geht er nicht selber, so klemme ich ihn mir ohne viel federlesen unter den arm und bringe ihn dorthin (gemäss ihnen ein unverzeihliches verhalten meinerseits).

    mich würde ihre strategie interessieren, um solche situationen zu klären?

  • Rita sagt:

    @Hägar

    Also Kinder festhalten finde ich unverzeihlich. Was ist denn da mit Ihren Persönlichkeitsrechten, mit Ihren Menschenrechten, dem Recht auf uneingeschränkte Freiheit zur Entfaltung Ihrer Persönlichkeit?

    Und Drohblicke, Drohgebärden, wie bitte schön sollen sie sich ungehemmt können, sich liebevoll ausbreiten können in dieser Welt, wenn sie von den eigenen Eltern daran gehindert werden?

    Drohen, Drohgebärden, Zwangsfesthalten ist noch viel schlimmer als schlagen, weil da, auf subtiler Ebene, die sich bildende Seele des Kindes regelrecht vegewaltigt wird.

    Typisch Mann, dies nicht zu begreifen, ich bin erschüttert.

  • Hägar sagt:

    @Adele
    Das Beispiel finde ich interessant und betont auch die Wichtigkeit. Kinder, v.a. kleinere Kindern brauchen Köperkontakt auch im Sinne von Grenzen erfahren. Die Hand des Kindes festhalten, ein klare Nein, ein gestrenger Blick und so nachfolgende Tränen provozieren, die aus Angst und Wut /es gab ein Nein) des Kindes usw. vermögen da zu helfen. Ob es noch ein „Klaps“ braucht? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es das eben nicht braucht und die Frage ob Klaps oder verbrühtes Gesicht taucht so nicht auf und so soll ein Klaps nicht als Rechtfertigung dienen.
    Ich habe auch Kinder schon umarmend festgehalten, wenn sie ausser sich vor Wut sich selber oder andere verletzen wollten, oder das Mobiliar zertrümmern wollten. Aber mit Klapsen, schlagen oder mit eigener Wut hat das nichts zu tun, sondern sind Schutzmassnahmen.

  • gargamel sagt:

    @adele: das mit dem heissen wasser musste ich meinen kindern genau einmal erklären und war nie ein problem… vielleicht lernen sie halt besser, weil ihre hirne nie durch ohrfeigen durchgeschüttelt wurden… 8)

    des weiteren wissen meine kinder, warum etwas verboten ist. so zeuseln sie nicht, da sie wissen, dass häuser abbrennen können, sie schon mal ein abgebranntes haus sahen (ich bin extra mit ihnen dahin gefahren, um das anzukucken) und eine vorstellung davon haben, was es bedeutet, wenn einem alle sachen verbrennen.

    andere kinder zeuseln vielleicht nicht, weil sie wissen, dass zeuseln ohrfeigen nach sich zieht.

    ich hab’s halt lieber, wenn meine kinder aus wissen und einsicht handeln bzw. nicht handeln als aus angst vor strafe…

  • Adele sagt:

    Spannend, spannend. Eine Ohrfeige (mit der flachen Hand-Innenseite wohlgemerkt!) oder einen Klapps auf den Hintern als Gewaltakt darzulegen finde ich sehr übertrieben. Was tun die Ohrfeigen-Gegner denn wenn ihr Kinde zum x-sten Mal die Pfanne mit kochendem Wasser unbedingt vom Herd reissen will? Versuchen Sie es ihm sanft zu erklären, dass es dies aus den verschiedensten Gründen gefälligst zu lassen hat oder geben ihm beim 2ten Versuch per Klapps zu spüren, dass sein Handeln Konsequenzen hat? Vielleicht ist es aber auch besser dem Kind die schmerzhafte Bekannschaft mit kochdendem Wasser zu gönnen weil es die Erklärungen der Eltern dies nicht zu tun einfach nicht versteht? Ich meinerseits bin froh darum den Klapps hinter die Löffel erhalten zu haben statt mit vernarbtem Gesicht durch die Gegen laufen zu müssen.
    Ich denke eine Unterscheidung zwischen Klapps und Prügelstrafe sollte heute wirklich gemacht werden. Aus eingenem Stress oder Unvermögen heraus zuzuschlagen ist in jedem Fall schlecht. Ich verprügle auch nicht meine Nachbarn oder Eltern nur weil ich mich grad nicht mehr im Griff habe!

  • Traudl sagt:

    Also weeste gargamel

    Nur weil wat im Wiki steht, heisst det noch lange nicht, dass es auch stimmen tut.

    Wesste übrigens auch, was zum Tode führt? Dat Leben, auf das die Gutmenschen scheissen tun, mit ihrem Gesülze.

    Eine Watschel zur rechten Zeit rüstet einem aba fürs echte Leben.

  • Marc sagt:

    Die ewige Frage um eine Erziehung ohne psychische und physische Gewalt ist eine subjektiv geführte Debatte, die leider zu stark angereichert ist an persönlichen positiven und negativen Erfahrungen.

    Sämtliche Eltern müssen sich bewusst sein, dass eine gewaltlose Erziehung lediglich eine utopische Möglichkeit darstellt, zumal der Begriff „Gewalt“ äusserst weit greift; dies bedeutet jedoch keineswegs, dass die Anwendung von Gewalt gutzuheissen ist. Auch wenn nun die Pro-Ohrfeigen-Lobby die Prügelstrafe verherrlicht im Glauben, dass die ihnen zugefügte physische Gewalt zu keinen Schäden geführt hat, so muss ich sagen, dass sich die Zeiten geändert haben. Galten früher Ohrfeigen als akzeptierte erzieherische Massnahme, so ist dies heute nicht mehr der Fall. Das Kind ist sich dessen bewusst (im Gegenteil zu dem gängigen Zitat …aber in anderen Ländern werden Kinder auch geschlagen ohne psychische Verwerfungen davonzutragen…). Die vom KInd bewusste Wahrnehmung von nicht normaler Gewaltanwendung kann tatsächlich zu Störungen führen.

    Seid euch immer bewusst, dass Erziehung sich der Zeit anpassen muss. Was früher galt, muss heute nicht gelten, auch wenn es damals gut war.

  • gargamel sagt:

    aus wikipedia:

    Die weitverbreitete Sicht, eine „Ohrfeige schadet nicht, mir hat sie auch nicht geschadet“ ist widerlegt, da sie bei Kindern mitunter zu schweren körperlichen Schäden oder gar zum Tode führen können.

  • Traudl sagt:

    gargemel quengelt
    :die behauptung “eine ohrfeige hat noch niemandem geschadet” wird durch ständiges wiederholen auch nicht wahrer

    @Das Gegenteil davon aber och net, du Depp.

  • gargamel sagt:

    was für ein zirkus!

    wenn man all die beiträge der ohrfeigenfraktion so durchliest, beschleicht einem schon das gefühl, dass hier eine eiterblase von ignoranz und arroganz aufgestochen wurde (die dann auch noch den traudl-troll mit ihrer stahlhelm erziehungs“theorie“ angelockt hat… zum glück schreibt sie unterdessen in einem unverständlichen kauderwelsch und man versteht’s nicht mehr…).

    die behauptung „eine ohrfeige hat noch niemandem geschadet“ wird durch ständiges wiederholen auch nicht wahrer (btw. warum eigentlich nicht „ein fusstritt hat noch niemandem geschadet“ oder „ein wohldosierter schlag in den magen hat noch niemandem geschadet“? stimmt vermutlich etwa genau so…).

    genau so absurd die these, dass eltern, die ihre kinder nicht schlagen an der jugendgewalt schuld seien.

    ganz allgemein hat sich doch mittlerweile die erkenntnis durchgesetzt, dass man sich neue fähigkeiten und neues wissen durch lernen bzw. sich beibringen lassen erwerben kann. ausser beim erziehen, hier ist jeder (aus der ohrfeigenfraktion) als kleiner spezialist auf die welt gekommen, der alles bereits weiss und es zudem noch besser weiss als jeder andere und sowieso als jeder mit einer höheren ausbildung (weil, das sind ja alles gutmenschen ohne ahnung von nichts…).

  • Hägar sagt:

    Wolfgang Wahl
    Lesen Sie meinen Beitrag nochmals. Ich stellte ZWEI Thesen auf.
    1. aus Überfodreung
    2. als angwendetes Erziehuhungsmittel.
    Wer auf Punkt 2 „plädiert“ macht sich der häuslichen Gewalt schuldig und hat eine andere Ausgangslage als die Punkt 1 Ohrfeige.

    Die zu verwechseln wäre nachlässig.
    Ich hoffe die Antwort vom Psychiater stellt Sie zufrieden. Ich kann Ihnen versichern, etwas anderes werden Sie nicht zu hören kriegen, als was hier im Forum schon mehrfach steht. Aber scheinbar brauchen Sie eine ausgewiesene Autorität, quasi eine leibhaftige 😉
    Viele, die von uns in diesem Forum schreiben-vielleicht haben Sie bemerkt-stammen von vergeichbaren Berufen. Wenn Sie überigens eine Koryphäe brauchen, dann wenden Sie sich an Dr. Ulrich Lipp vom Kinderspital Zürich und Leiter der Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle

    Hier noch eine Auszug aus der Bundesverfassung, vielleicht kann das meinen Standpunkt etwas unterstreichen:

    Art. 11 Schutz der Kinder und Jugendlichen
    1. Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf
    besonderen Schutz Ihrer Unversehrtheit und auf Förderung ihrer Entwicklung.
    2. Sie üben ihre Rechte im Rahmen ihrer
    Urteilsfähigkeit aus.

    Körperliche, psychische und sexuelle Gewalt verstossen dagegegen. Wenn Ohrfeigen verteilen systeamtisch bzw. chronifizert auftreten, dann helfen keine Beschönigungs- und Beschwichtigungsversuche mehr. Ich würde mich sehr freuen,wenn Sie das akzeptieren, auch wenn es ev. ihr Selbstbild, bzw. das Bild, das Sie von Ihrem Vater haben unter Umständen tangiert. Ansonsten empfehle ich von den The Sopranos, Folge 6 (Titel: Vater und Sohn) von der ersten Staffel.

  • maria sagt:

    früher haben die lehrer die kinder mit dem lineal gechlagen, die väter die kinder mit gürteln teppichklpfern..da hat kein mensch was gesag..das gehörte zur erziehung..waren die menschen nach der erziehung böser schlechter…?
    heute wird überall mit gesprochen, mit verhandelt.. ist ja logisch wir sind 21. jahrhundert und gewalt ist keine lösung.
    aber können sie sich vielleicht vorstellen, das es gerade auch heute, den eltern mal passieren kann und man dem kind ein klapps auf den mund oder hintern gibt. die kinder sind heute auch frecher und die sprache ist auch nicht gerade die angenehmste..und hört mir jetz auf.. die eltern sind schuld. lest doch mal die werbung hört die musik überall diese gratis zeitungen..hauen schlagen töten f..you f..eveybody..
    man muss das immer alles individuell anschauen..und genau das geht uns langsam ab. alle sind gleich und alle sollen das gleiche tun..passen sie auf.. den eines tages steht ev. so ein teene vor ihnen und sagt ihnen du altes ar..f…off. bleiben sie dann pädagogisch ruhig und reden sie über ying und yang..viel glück. oder sagen sie dann: die eltern haben ihre kinder heute nicht mehr im griff..die entscheidung liegt bei ihnen..

  • Traudl sagt:

    @Wolfi

    Also wesste Wolfi, jetzt mal ganz im Klartext göll:

    Des gonze „Gutmenschen“ -Gsox überoll, iss in Worheit jo verantwortlich für die gschissnege Welt die mer besammen ham,
    weil se sech weigern tun, endli mol Nägel mit Köpfen zu mochn.

    Aber lieber jammerne se rum und reden a Haufn Schmarrrn zamn.

    N’gezielter Schlag aufn Hinterkopf als Kind, hätt se vielleicht damols no kurriern könn, sapperlot.

  • @Hägar
    Zitat: „…In diesem Blog finden Sie eine Fülle von Statements…“
    Ja, ja… aber stellt sich eben bei mir die Frage der Relevanz dieser Statements, daher fühle ich mich auch nicht angehalten, Denken und Handeln zu ändern und schon gar nicht etwas zu kapieren. Eure Statements von University of Berne, ETH/UNIZH, University of Zurich etc. sagen für mich längst nicht so viel aus, wie die jahrzehnte lange praktische Erfahrung eines Chefarztes, welcher ja die von mir durch eine Ohrfeige, angeblich zerstörten Seelen behandelt. Also müsste Herr Dr. Etzensberger einen klaren Zusammenhang zwischen Ohrfeigen und später daraus entstandenen Leiden, in seiner Praxis festgestellt haben, glaubt man Ihren Argumenten.

    Zitat: „Damit verhöhnen sie einzig die Menschen, die von zugefügten Schaden berichten müssen…“
    Bei allem Verständlich und aufrichtigem Mitleid für Menschen, die aus kindlichen Gewalterlebnissen traumatisiert sind, möchte ich doch erwähnen, dass sich viele Menschen auch dort hinein flüchten und die wahren Gründe Ihrer Problematik im Erwachsenen Alter mit Ohrfeigen als Kind entschuldigen. Psychologen legen Ihnen ja dies förmlich in den Mund.

    Zitat: „Eine Ohrfeige an einem Kind verteilen ist niemals als pädagogischen Massnahme zu deklarieren sondern geschieht aus Überfoderung“
    Das ist eine Behauptung von Ihnen und gleichzeitig auch ganz schön vermessen. Gemäss Ihrer Aussage, hat die Erziehung von Kindern seit bestehen der Menschheit gerade mal vor ein paar Jahren angefangen und auch bloss vor allem hier im deutschsprachigen Raum. Es ist schon etwas gewagt zu behaupten, dass unsere Vorfahren bis wenige Jahre zurück und vor allem Menschen aus den südlichen Ländern, welche ihre Kinder nicht bloss mit gut Zureden erziehen, überfordert sind. Das würde ich nochmals überdenken… 😉

  • Traudl sagt:

    @Frank und Fred

    Auch ich kann da nur sogn, bravo, bravo, bravo zu Ihrer Einstellung.

    An all die anderen Leuchten hier; euch sollt man de Kinder wegnehm, weil ihr unfähig seid se richtig zu erziehn.

    Euer ganzer Psycho-Pseudo-Sozi-Schmarrn macht se ja grad erst so richtig scharf, die verkommene Band vo heut.

    Keine Watschel, keine Grenzen, keine Werte, wirkli suppaa.

    Und dann no so ne Heidi heul: vom Leben knickt und gschunden vor lauter Gheul, anstatt emol auf n’Tisch zu haun.

    Sollt vielleicht emoll a bissl vergessn wolln, was ihr vor fufz Johr passiert iss.

    PS: es stöckt mehr Gottesgnad in ner Watschel als dem gonzn Psychogsülz vo heut zammengnomn.

  • DeVille sagt:

    Obwohl ich nicht alle Kommentare gelesen habe und daher wahrscheinlich schon alles gesagt wurde – meine two cents zum Thema:

    Das körperliche Bestrafen von Kindern wurde bei uns immer wieder diskutiert, unter Freunden, wie mit meinen Geschwistern. Praktisch alle wurden irgendwann in ihrer Kindheit mal am gehauen oder am Grännihaar gezogen. Herausgekommen sind wir allesamt wunderbar (soweit… ;o).

    Zwei Punkte:

    1. Mir scheint, die körperliche Züchtigung ist ein Modeding. Momentan ist es absolut verpönt dem Kind mit körperlicher Strafe zu drohen oder sie gar anzuwenden. Die Kinder sind aber weder bessere noch schlechtere Menschen geworden. Sollte das je wieder drehen (was ich nicht hoffe), dann würde die physische Züchtigung auch mit dem Segen der Bevölkerung weder bessere noch schlechtere Menschen hervorbringen.

    2. Es gibt Unterschiede in der körperlichen Züchtigung. Eine Ohrfeige empfinde ich persönlich als etwas äusserst Erniedrigendes, etwas, das ich zu allerletzt, sogar noch nach einem Hintern versohlen, einordnen würde. Eine Ohrfeige ist praktisch nie eine überlegte Strafe für eine Tat, sondern eine Affekthandlung, die das Kind nicht nachvollziehen kann (Gewaltausbruch von einem Erwachsenen, zu dem es aufschauen sollte und von dem es unter anderem Geduld und Überlegtheit lernen sollte). Der Erwachsene hat sich in diesem Moment nicht mehr im Griff und dies spürt das Kind meines Erachtens auch und kann dies als weitaus schmerzhafter empfinden, als den Schlag per se. Man verliert den Respekt. Etwas, das die Ohrfeige eigentlich anerziehen sollte…
    Beim Grännihaar ziehen oder den Hintern versohlen fehlt für mich die Affekthandlung, daher kann ich sie besser nachvollziehen. Als Kind weiss man das auch besser einzuordnen, weil man weiss, dass man für eine falsche Tat gerade stehen muss. Verstehen kann ich die Absicht einer solchen Züchtigung – selber anwenden kann ich es trotzdem nicht. Dazu fehlt mir der Wille und ich denke es gibt sehr valable und bessere Alternativen.

  • Hägar sagt:

    @ Die Ohrfeigenfraktion
    Das einzige Argument, dass ich von den Befürworter zu lesen bekommen ist der abgeschmackte Spruch, dass eine Ohrfeige noch niemanden geschadet hätte. Damit verhöhnen sie einzig die Menschen, die von zugefügten Schaden berichten müssen.
    Nun ja, ein zweites Argument lässt sich auch noch finden: Es verhindere die cheiben Jugendgewalt, wenn in den Kinderjahren nur genügend hart durchgegriffen werde. Das ist aber dermassen dümmlich und auch darauf wurde von verschiedenn Seiten Stellung genommen, dass es unerheblich wird.
    Daher die Frage: Sonst noch was zu bieten?

    Die enzige Stellungsnahme dazu, was eine Ohrfeige ist und bewirken kann ist meiner Meinung nach folgendes: Eine Ohrfeige an einem Kind verteilen ist niemals als pädagogischen Massnahme zu deklarieren sondern geschieht aus Überfoderung. Wer hingegen Ohrfeigen als päd. Mittel deklariert und auch so anwendet, wendet gezielt körperlichen Gewalt an.

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    In diesem Blog finden Sie eine Fülle von Statements, die Ihnen die Möglichekeit geben, Ihr Denken und Ihre Haltung zu verändern. Stattdessen schreiben Sie einen Psychiater an-was ich an sich ganz ok finde-aber nun offerieren Sie uns auch noch Ihr Vorgehen und hängen es an die grosse Glocke. Worum gehts Ihnen? Gestatten Sie mir eine Bemerkung: Wenn Sie nach den Beiträgen in diesem Forum noch nicht kapiert haben, dass Ohrfeigen kein geeigenetes Erziehungsinstrument sind, dann können Sie sich diese Anfrage sparen. Dass aber Fehler passieren können, dann aber auch als Versagen von uns Erziehungsberechtigten definiert werden muss und nicht kaschiert werden soll, ist wohl auch klar.
    Ach und noch etwas: Sie verschlossen sich sämtichen Erkenntnissen aus der Psychologie und Soziologie (von denen einige relevante in diesem Forum erschienen) flüchteten sich in die Behauptung, dass Willkür und Unübersichtlichkeit in der Wissenschaft verhindern, dass verlässliche Aussagen über Erziehung gemacht werden könnten und schreiben nun ein Mail an einen Psychiater und meinen, der Ihnen die seligmachende Antwort bieten. Nö.

  • Thomas1 sagt:

    Herr Wahl: ich hoffe, dass Sie sich dieses Mal nicht der Beantwortung der Frage entziehen, auf die Sie keine Antwort wissen (sie erinnern sich bestimmt). Also: mein Sohn fährt immer MIT Helm, weil er weiss, dass es sonst kein Velo gibt – es wird sonst abgeschlossen. So. Ziel erreicht ohne eine einzige Ohrfeige. Nun kann ich mit meiner Methode, genau so wenig wie sie, zum 100% verhindern, dass er vielleicht mal eine Strecke ohne Helm zurücklegt, aus welchem Grund auch immer. (Ich nehme ja nicht an, dass Sie stets hinter Ihrem Sohn herschleichen um im sogleich eine zu scheuern, wenn er sich nach Ihren Vorstellungen benimmt.) Ja, und wenn er sich dann verletzt, dann habe ich getan was ich konnte. Genau so wie Sie auch – denn auch mit Ohrfeigen haben Sie keine 1005ige Gewähr. Nur habe ich das gleiche Ziel ohne Ohrfeigen erreicht. Und auch hierzu habe ich meine Meinung bereits abgegeben: jeder soll so erziehen, wie er es für richtig findet und sich dabei überlegen, welche Art von Gesellschaft er auch welche Weise mitgestalten will. Und nun zu meinen Fragen: erklären Sie mir bitte, was für ein Problem Sie damit haben, dass ich es ohne Ohrfeigen zu verteilen schaffe, dass mein Kind immer mit Helm fährt und ich weiss, dass ich getan habe, was ich konnte – und das mit Erfolg. Zweitens: wir alle warten noch gespannt auch Ihre Erklärung, zu ihrem Statement: ich möchte meine Kinder nicht davon abhalten Erfahurngen zu machen, notfalls auch mit einer Ohrfeige. Die Frage war hier: wie kann Ihr Kind Erfahrungen machen, wenn Sie es durch Haue davon abhalten? (Das damalige Beispiel war Zeuseln. Meine Lösung war: ich gehe mit ihm an einen sicheren Ort, lasse ihn die Erfahrung machen und er kann verstehen, warum Zeuseln gefährlich ist. Er zeuselt nicht mehr. Ihre Lösung: Sie hauen ihm eine runter und behaupten, er könne Erfahrungen machen. Ist mir ein Rätsel, wie das gehen soll. Wollen Sie’s uns hier endlich erkären? Besten Dank.

  • Thomas Meyer sagt:

    Eine Offenbarung, diese Kommentare. Die vielen Ohrfeigenden, die auch noch stolz auf ihre Taten sind, schockieren mich. Ich weiss, ich wiederhole mich…

    Wer hätte das gedacht, wie weit wir noch von wahrer Menschlichkeit entfernt sind?

    Lichtjahre, wie es scheint.

    Übrigens: Die Zunahme brutaler Jugendgewalt auf den Strassen, die in den Medien beklagt wird, ist Folge einer durch Zuwanderung aus dem Balkanraum, der Türkei und anderen Staaten importierten Macho-Kultur, wo das Schlagen von Kindern und Frauen ziemlich normal ist. Das ist kein Rassismus, das sind Fakten.

    Wie es aussieht, sind viele Schweizer Väter auch liebend gerne schlagende Machos.

  • Fred Depuydt sagt:

    @Frank, nur damit Sie sich nicht so verlassen vorkommen. Ich kann alles was sie sagen nur unterstützen. Ich habe auch 2 söhne grossgezogen. Einer wird 25 der andere 30. Manchmal haben sie eins hinter die ohren gekriegt, dafür musste ich mich nie schämen für sie. Sie wissen den unterschied zwischen mein und dein und wie man andere leute mit respekt behandelt.
    Bravo Frank, leute wie sie sind am ausssterben aber einige leben noch.
    Eine Ohrfeige mit prüglen zu bezeichnen..die ticken nicht richtig.
    Fred

  • Stefan Gisler sagt:

    Dass Erziehenden ausnahmsweise – und wirklich nur ausnahmsweise – „die Hand ausrutscht“ kann aufgrund von Ohnmacht, Stress oder anderen eigenen Defiziten erklärbar und bei eigenem Bedauern auch mal entschuldbar sein. Diesen Gewaltakt aber zu verharmlosen oder als probates Erziehungsmittel darzustellen, ist mir unbegreiflich. Man stelle sich vor, ihr Chef massregelt sie so für berufliche Fehler… Der Polizist haut Ihnen eine runter für zu schnelles Fahren … Würden das die „Eine-Ohrfeige-hat-noch-nie-geschadet“-Befürworter ebenso ergeben hinnehmen, wie sie dies von Kindern erwarten? Grenzen setzen, Fehler besprechen, für eigene Bedürfnisse einstehen – dazu ist Gewalt für einige das scheinbare einfachere, aber für mich immer das falsche Mittel. Eine „schlagende“ Erziehung verschärft aus meiner Sicht auch die Gewalttendenz in der Gesellschaft.

  • Dr. Mario Etzensberger war jahrzehnte lang Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Königsfelden (AG). Ich fragte ihn an, ob er allenfalls seine Meinung zu diesem Thema hier äussern würde. Mal sehen… vielleicht. Fragen kostet ja nichts.

    — Original Mailtext —
    Sehr geehrter Herr Dr. Etzensberger

    Aufmerksam vefolgte ich mehrere Ihrer Interviews in den Medien und habe grossen Respekt vor Ihnen und Ihrer jahrzehnte langen Erfahrung als Chefarzt der psychiatrischen Klinik in Königsfelden.

    Ich bin Vater von 2 Buben (6 und 10), zwei sind unterwegs und ich interessiere mich für Erziehungsfragen, weil ich meine Aufgabe so gut wie möglich machen möchte. Dabei bin ich auf folgenden Blog von Michèle Binswanger vom Tagesanzeiger gestossen:

    http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/4287/mama-rastet-aus/comment-page-16/#comment-6618

    Thema: Gibt es Situationen, da eine Ohrfeige erlaubt ist?

    Erhitzte Gemüter, Alles- / Besserwisser, uneigige Wissenschaftler – es findet sich alles in diesem Blog. Nun habe ich mir überlegt, Sie anzufragen, ob Sie evtl. bereit wären, Ihr Statement als offensichtlich fachkundige Person mit jahrzehnte langer Erfahrung als Chefarzt in der Psychiatrie, abzugeben bezgl. dieser Kernfrage: „Gibt es Situationen, da eine Ohrfeige erlaubt ist?“ Gewalt verurteilen wir alle! Aber ist eine Ohrfeige mit erzieherischem Charakter = Gewalt – oder gibt es die erzeiherische Ohrfeige überhaupt – oder nicht.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich dazu mit Ihrer Erfahrung äussern würden und etwas Licht in Dunkle bringen könnten.

    Mit freundlichen Grüssen, Wolfgang Wahl
    ————————–

  • b.i sagt:

    „dass das Schlagen eines Hundes oder eines Erwachsenen als Misshandlung beziehungsweise Straftat gelte, während das Schlagen eines Kindes als erzieherische Massnahme akzeptiert werde.“ (Der kampf um da Ende der Ohrfeige)

    Ich gebe @sozi recht und es ist schön wenn mehr Menschen iher Kinder nicht oder nur sehr selten schlagen und es dann auch bereuen. Ich habe meine Kinder nie geschlagen und werde auch hoffentdlich auch nie schlagen müssen.

    Herr Wahl schön wissen sie zu allem was zu sagen und schlgen ihre Kinder nicht. Doch war ich über eine Beratung auch schon froh von einem der für das Erziehen von Kindern bezahlt wird.

  • Frank sagt:

    Wen eine Ohrfeige im rechten Moment dem Kind zeitlebens Schaden zufügen soll, dann müssten sämtliche Kinder der Dritten Welt hochgradig krank, spirch depressiv, gewalttätig etc. sein. Das Leben ist kein Picknick und wir sollten in diesem, durch Wohlstand degenerierten Land, endlich wieder mal auf den Boden der Realität zurückkehren. Uebrigens: vor 50 Jahren war die Ohrfeige noch gang und gäbe, und damals gab es keine brutalsten Schläger wie heute, Kiffer, Ladendiebe, 14-jährige die Mitschüler erpressen und psychisch fertig machen etc., all das haben wir in unserer hoch gelobten, ohrfeigenfreien Zeit im Uebermass!!!

  • @Jana
    Zitat: „Herr Wahl: und Sie denken, Ihr Sohn lügt sie nicht mehr an, wenn Sie ihn verprügeln?“
    Ja, ja… Ohrfeige = Verprügeln und hilflos, armselig und hoffnungslos zurück geblieben. Sehr geistreicher Beitrag!

    @Meierhofer Daniela
    Zitat: „…wenn das Kind aus Angst gehorcht und sich anpasst aus Furcht vor Schlaegen“
    Doch! Wenn es um die Sicherheit und Gesundheit der Kinder geht. Oder teilen Sie die Auffassung von Thomas1 – Zitat: „…Und zu meinem Sohn: sollte er sich den Schädel einhauen, so wie Sie schreiben, dann habe ich getan, was ich konnte. Wo liegt Ihr Problem?“ – Er meinte mit „…getan was ich konnte…“, reden und halt solange Fahrradenzug bis er es lernt. Bis er es aber gelernt hat oder eben gar keine Chance mehr dazu hatte, es zu lernen, hat Thomas1 unter Umständen einen Sohn verloren oder einen Krüppel. Ist das die Kinderliebe und das Versagen der Eltern, was Sie predigen?

  • Meierhofer Daniela sagt:

    Ich hab 2 Kinder, und 1 mal hab ich denen eine Ohrfeige gegeben und mich dermassen beschissen gefuehlt danach, dass ich es nie wieder getan habe. Wer schlagen als Mittel zum Zweck einsetzt, sollte keine Kinder haben und wer das auch noch verteidigt, hat wohl in seiner eigenen Kindheit was nicht aufgeraeumt. Fuer die Beziehung Kind-Eltern ist es doch einfach schlecht, wenn das Kind aus Angst gehorcht und sich anpasst aus Furcht vor Schlaegen. Wenn ein Kind wuetend ist, hat das einen Grund, wenn Jugendliche Verbrechen begehen, hat das einen Grund, wenn Erwachsene Taeter werden, hat das einen Grund. Unser HEILEWELTGETUE bringt uns noch alle um, wir wollen die Wahrheit nicht sehen und ihne Wahrheit gibt es keine Verantwortung. ES IST NIE DAS VERSAGEN DER KINDER!!!

  • Jana sagt:

    Herr Wahl: und Sie denken, Ihr Sohn lügt sie nicht mehr an, wenn Sie ihn verprügeln? Im Gegenteil, er wird es nur noch besser verschleiern, und wird auch nie mehr zu Ihnen kommen, wenn er irgend ein Problem hat – es könnte ja wieder einmal eine Tracht Prügel absetzen.
    Wer Kinder schlägt, ist in meinen Augen hilflos, armselig und hoffnungslos zurück geblieben. Man schlägt ja auch keinem Erwachsenen ins Gesicht oder auf den Hintern, wenn der was anstellt, was einem nicht passt, sondern redet mit ihm – weshalb nur soll man es mit Kindern anders machen? Ich wurde NIE geschlagen, sondern musste bei Fehlverhalten aufräumen, ins Zimmer, durfte keine Freundinnen einladen – und das hat GEWIRKT, weil meine Eltern mir vermitteln konnten, dass sie es ernst meinen. Wer schlägt, hat bloss keine guten Argumente – da gibt es KEINE Entschuldigung.

  • Martina sagt:

    Habe nicht alle Kommentare gelesen, vielleicht wiederhole ich einen anderen Beitrag. Um möglichst wenig (es ist sicher nicht immer möglich…) in dieses Strafen/Bestrafen Schema gegenüber Kindern hineinzuschlittern, ist es besser vorzubeugen. Mein persönlicher Tipp: viel Loben und Positives hervorheben und die Hilfe von Kindern bei allen möglichen Alltags-Tätigkeiten in Anspruch nehmen. Oder anders gesagt: volles Vertrauen in diese von Natur aus guten kleinen Menschlein haben.Das entspannt die Kinder, weil sie natürlich spüren, dass sie geschätzt werden und ernstgenommen werden, wenn wir liebevoll und höflich zu ihnen sind, und nicht an ihnen „herumgezogen“ wird. Kinder haben sehr feine Fühler dafür, was wir ihnen zutrauen. Kritik und Misstrauen seitens der Erwachsenen macht sie nur störrisch und bockig. Wir Erwachsenen haben auch eine schönere Ehe, wenn die Liebe zwischen den Partnern stimmt, so viel anders ist es auch nicht mit Kindern, die brauchen auch sehr viel Liebe von uns.

  • Thomas Meyer sagt:

    Als ErziehendeR kann man schon mal die Nerven verlieren und ausrasten, aber selbst wenn man zu den früher Geohrfeigten gehört: beendet diese Tradition, bitte. Jede Ohrfeige ist eine zu viel und eine Demütigung, die sich lebenslänglich im Selbstwertgefühl, in der Bindungsfähigkeit, im Erleben der Welt als Verletzung eingräbt, auch wenn man es später aus Selbstschutz nicht mehr bewusst wahrhaben will.

    Früher selbst Geohrfeigte ohrfeigen eher ihren Nachwuchs. So wird eine primitive Kommunikationsform über Generationen tradiert.

    Ich bin schockiert, über die vielen Bekenntnisse pro Ohrfeige, einerseits. Andererseits ist es nur ein Spiegel unserer Welt.

    @Frau Binswanger: Schön, dass Sie Ihre Kinder noch nie geschlagen haben.

  • @@sozi
    Wieder einer aus den Reihen der Alles- / Besserwisser und offenbar noch dafür bezahlt wird.

    Zitat: „…dass sie immer zu ihren Eltern gehen können egal was sie angestellt haben…“

    Ja genau so erziehe ich nämlich meine Kinder! Und trotzdem kommt es vor, dass mir einer der Jungs brand schwarz ins Gesicht lügt. Und genau deshalb, weil er das gar nicht nötig hat – es passiert ihm nämlich überhaupt nichts, wenn er die Wahrheit sagt und dazu steht – bekommt er eine gescheuert. Ihrer Meinung nach, kann dies nun schwerste Schäden haben und meine Kids ein Leben lang zu Opfern / Tätern machen? – Ich weiss, dass das Ihre Meinung ist… das macht Sie so gefährlich, für all diejenigen welche nicht über mein Durchsetzungsvermögen gegenüber Leuten aus Ihrem Schlag verfügen.

  • Chris von Arx sagt:

    Kindern möchten immer alles beherschen und an grenzen gehen die Eltern sind an einem gewissen Punkt einfach auch mal am ende mit den nerven. Meine meinung ist das ein klappts auf den Po oder eine Ohrfeige in eine Kindererziehung gehört wenn mal wirklich alle stricke reissen. Ich habe selber meine Eltern gerne provoziert und hab auch schon auf den Po oder eine Ohrfeige erhalten aber immer auch etwas dazugelernt.
    Ich selber habe aber nie volgeschäden in meiner Erziehung gehabt und denke das es manchmal auch wenn es notwendig ist wunder wirkt.
    Klar jeder hat seine eigene meinung und auch ich würde meinem Kind nie Weh tun wollen.
    Aber als Vater gehört auch eine gewisse Autorität dazu und für die Mutter ebenso ist man dann schon abgestempelt in der heutigen Zeit. Wenn man seinem Kind einen klappts gibt.
    Es gibt sicherlich Unterschiede in Kindererziehung und viele denken nie im Leben möchte ich mein Kind eine Ohrfeige geben oder einen klappts auf den Po aber wenn man sie so machen lässt wie kommt es dann raus wenn sie alles machen können und keinen Respekt mehr haben.
    Es soll jeder selber entscheiden können was für sein Kind an Erziehung gehört.

  • prämami sagt:

    Die Autorin sagt in ihrem Artikel, dass sie auch schon die Beherrschung verlor, aber ihre Kinder noch nie geschlagen hat. Des Weiteren kann sich die Tochter sehr wohl an eine Drohung erinnern, die (nehme ich mal an) auch ausgesprochen wurde, als die Mutter die Beherrschung verlor. Man muss sich nicht immer an einen Schlag erinnern, denn Drohungen und der Verlust der Selbstbeherrschung kann genau so prägend sein.

    Viele Kommentare gehen von vorsätzlichen Ohrfeigen aus. Das ist meiner Meinung nach nicht in Ordnung, denn Ohrfeigen als solches ist schon schlimm genug. Aber wenn man die Beherrschung verliert, dann IST man ein anderer Mensch. Und so, wie jeder Mensch anders ist, reagiert auch jeder anders in dieser Situation. Ich möchte nicht von mir behaupten, dass ich meine Kinder schlagen würde, aber wie ich im Affekt handeln würde, kann ich nun wirklich nicht voraussagen.

    Vielfach wurde argumentiert, dass der Erwachsene die machthabende Person ist, und das Kind der Willkür der Eltern ausgesetzt ist. Das ist in normalen Situationen vollkommen korrekt, deshalb darf m.E. diese Macht auch nicht mit Ohrfeigen o.ä. demonstriert werden. In Situationen, in denen man „rot sieht“, ist man selber machtlos. Und genau dieses Gefühl der Machtlosigkeit lässt es zu, dass Kinder geschlagen werden.

    Mir selber ist es als Kind so ergangen, dass ich meine Mutter an den Rand ihrer Selbstbeherrschung gebracht habe. Einmal. Sie hat mich angesehen und nur „Raus!“ gesagt. Und das nicht mal laut. Mir selber wäre es in diesem Moment lieber gewesen, wenn sie mir eine verpasst hätte. Dann wäre die Luft draussen gewesen und man hätte (nach Tränen und Versöhnung)erklären können, weshalb es soweit kam. Aber so zehrte ich noch lange daran, denn ich wusste nicht, woran ich nun war und zweifelte an der Liebe der Mutter.

  • @sozi sagt:

    Einem Kind kann jeder auch Grenzen zeigen ohne es zu schlagen oder verbal zu Misshandeln. Grenzen können durch klare Strukturen und offene Konsequenzen aufgezeigt werden. Kinder die das von klein auf lernen und wissen, dass sie immer zu ihren Eltern gehen können egal was sie angestellt haben, werden nicht schlimme Grenz überschreittungen manchen. Kinder lernen durch Testen wie weit sie gehen können, doch muss die Konsequenz angepasst sein. Ich sehe Täglich in meinem Beruf Kinder die nicht angepasste Konzequenzen erlebt haben und schwerste schäden davon getragen haben und ihr leben lang Opfer sind oder dadurch später zu Täter werden können.

    Eine Ohrfeige ist eine zu viel.

  • @richard

    Zitat: „Der Älteste ist auf dem Gymnasium, der zweite kommt nun als Klassenbester aufs Gymnasium. Und der Kleinste ist gut 4 Jahre und hat täglich Ausgang nach Belieben. Abends schläft er bei uns im Bett.“

    Ist denn Intelligenz erhiehungsabhängig?
    btw: Ich war auch mal im Gymi… aber trotzdem ein unbändiger Rotzlöffel.

    Der gut 4 Jährige schläft bei Ihnen im Bett?
    Da wundert es mich, dass noch keine Reaktionen von Mitpostern kamen. Ok… Ihre Sache. Ich finds ganz einfach Blödsinn.

  • Giovanni sagt:

    Di jugendliche von heute iste Resultad von zu wenig ohrfeige. Abe und zu iste nötig iste ok. In Italia wir habe keine Jugendliche die schlage Erwaxene oder Mann im Rollstul, oder anderi am Bode. In Switzera scho und vili und ig gloube, das isch wäge Eltere die de Kinder aues erloube und nid mau Gonsikuenze zeige oder ebe mau e richtige Chlapf, links u rächts!

  • oma sagt:

    eine ohrfeige hat noch nie geschadet – diese these hat mein vater bis zu seinem tod vertreten und nie einsehen wollen, dass es eine ruchlose tat war. seine theorie: wenn es diesmal zu unrecht war, so hast du sicher mal was angestellt was ich noch nicht weiss. das hat mich mein lebenlang verfolgt und mich i m m e r daran gehindert gegen meine kinder die hand zu erheben!ist auch ein zeichen von geistiger schwäche, um nicht zu sagen ein föliges fehlen von klugheit

  • Turander sagt:

    Schwesterchen und ich wurden früher an ansonsten langweiligen Nachmittagsstunden zu Hause vorzugsweise im Keller so lange geschlagen und geohrfeigt, bis wir lachten und uns freuten. Oder jedenfalls so taten. Es tat natürlich weh, war aber vor allem verstörend. Ich weiss nicht mehr allzuviel davon, aber irgendwann kippte es und wir haben natürlich etwas von dieser ganz enormen Energie auch in uns drin. Irgendwann begannen wir uns besser zu fühlen, wenn wir es auch noch provozierten. Es hat uns zusammengeschweisst wie nichts sonst, schwer zu erklären aber meine Schwester und ich sind uns heute, über 45 Jahre danach, immer noch ganz extrem nah. – Sicher war unsere Mutter überfordert, sie ist nach einem Suizid schon lange tot und ich habe ihr sicher liebevoll vergeben. Aber es wäre gelogen wenn ich sage da war nur Trauer. Es war tiefe Trauer – und eine überwältigende, übergrosse Erleichterung zugleich.

  • lilli r.b. sagt:

    Alle reden vom schlagen. Ich bin nicht fürs Prügeln, aber im rechten Moment ein Klapps auf das Hinterteil, wirkt manchmal Wunder. Ich habe meine Kinder alleine grossgezogen und zwischendurch gab es auch eins aufs Fudi (EINS) und siehe da es ging. Es gibt Kinder die wollen ihre Grenzen körperlich spüren und da reicht ein „Schlag“ und das Kind ist trotzdem nicht geschädigt. Heute ist ja so, dass die Kinder gar keine Grenzen mehr kennen, denn die Eltern haben ja gar keine Zeit mehr für sie. Meine Kinder sind mit dieser Methode gross geworden und anständige Menschen und wir haben ein sehr gutes Verhältnis miteinander. Meine Kinder sind mitlerweile selber Eltern. Noch ein letzer Satz: Früher hat es geheissen, man kann nicht den Batzen und das Weggli haben,aber mittlerweile wollen alle noch Schoggi dazwischen und dann erst noch das Retourgeld.

  • richard sagt:

    Wieso glaubt eigentlich ein Mensch, dass er einem anderen Vorschreiben kann, was er zu tun hat?
    Wieso kommen in obigen Beispiel die Freundinnen nicht ihrer sozialen Aufgabe nach, bei der „Erziehung“ zu helfen. Dem Kind ist stinklangweilig, weil es keine Altersgenossen zum Spielen hat. Hier muß quasi das Kind den Irrsinn der Gesellschaft ausbaden, indem es gezwungen wird, sich gegen seine Natur zu verhalten, seinen Spieltrieb auszuleben, nur weil die „Alten“ glauben, die Welt müsse so sein. Kinder lernen immer durch Nachahmung, nie durch Zwang. Mit Zwang nennt man es Dressur!
    Erziehung wird von jenen gepredigt, die sich weigern, sich der Bedürfnisse eines Kindes anzunehmen.

    Nebenbei: Ich habe drei Kinder. Der Älteste ist auf dem Gymnasium, der zweite kommt nun als Klassenbester aufs Gymnasium. Und der Kleinste ist gut 4 Jahre und hat täglich Ausgang nach Belieben. Abends schläft er bei uns im Bett.

  • @Bix
    Besten Dank für Ihre Ausführungen und nehme diese auch gerne so zur Kenntnis.

    Zitat: „Derjenige, der bestrafen will, muss dem zu Bestrafenden im Idealfall schon wesentlich früher als das Ereignis klar gemacht haben, dass bestimmte Verhaltensweisen eine Bestrafung zur Folge haben“

    Gut, stimmt… klar. Nur im Laufe der Entwicklung ändert das Kind seine Ein- / Ansicht und verhält sich plötzlich ganz anders, als zu jener Zeit noch, wo er gelernt hat, dass bestimmte Verhaltensweisen eine Bestrafung zur Folge haben, oder es ist ihm egal, oder er nimmt es billigend in Kauf. Die Einflüsse von aussen auf unsere Kinder sind heute sehr gross und niemand kann sagen, wie seine Kinder damit einmal umgehen. Also kann man auch nicht sagen, dass die frühe Erziehung der Kinder für immer hält. Bei allem Respekt – Sie sind Lehrer – aber wie lange haben Sie Einfluss auf Ihre Schüler? 2 Jahre, 3 Jahre? Wir Eltern haben aber unsere Kinder 20 Jahre. Und während diesen 20 Jahren ändert sich so viel…

  • gelsomina sagt:

    letzte mittel aufzählen ist gar nicht so einfach, sie sind sehr situationsabhängig.

    und um ehrlich zu sein erst mal folgendes:
    ich lehne gewalt als erziehungsmittel ab. grundsätzlich. ich habe selber genug davon erlebt.
    aber: es gibt situationen, wo ich ausraste. dann packe ich das kind heftiger an, als ich jemals wollte. das will ich nicht entschuldigen. ich sehe das nicht als „mittel“, sondern klar als entgleisung. das kind kann da gar nichts dafür.

    also, das grundmodell meines letzten mittels:
    – wenn das kind wütet, weil etwas nicht nach seinem kopf gehen kann, sage ich klar, dass ich so keine lust habe, die gerade aktuelle oder geplante sache zu machen (von gutenacht-geschichte bis ausflug zur gotte …). dann gehe ich in die küche, stelle musik an und mache mir einen kaffee. meist dauert es etwa 10 minuten, bis das kind (7) heulend daher kommt …
    es muss dann erst mal getröstet werden – es geht nämlich nicht um liebesentzug, sondern nur darum, klar zustellen, wo die grenzen dessen, was ich mitmache, sind. nachher können wir die sache besprechen, und nachher klappts.

    davon gibts zig variationen, je nach anlass, ich habe damit gute erfahrungen gemacht. viel bessere als mit laut werden, ausrasten, oder diesen grässlichen, aus verzweiflung 2x probierten „gezielt eingesetzten“ ohrfeigen.

    das problem ist nicht, wie blöd das kind tut, sondern wie genervt ich sonst schon bin – ob ich es schaffe, das durchzuziehen, oder ob ich mich selber überhole und dann eben ausraste und laut werde oder das kind heftig am arm packe. also übe ich.

  • heidi reiff sagt:

    Meine Entscheidung war einfach, meine Kinder sollen es besser haben, ich habe meine Kinder nie geschlagen, auch nicht mit Liebesentzug, habe auch Fehler gemacht, hat der Mensch die innere Gerechtigkeit verloren oder wurden ihm die Flausen schon von Kindsbeinen ausgetrieben, geblufft wird nach wie vor, wie gut einem die Ohrfeigen getan haben, traurig aber wahr, schauen sie mal den Gesichtsdruck von Ghadaffi in einer Zeitung an, das spricht ja Bände, dem fehlen nur noch die Hörner, ich akzeptiere meine innere Wut, wenn ich wütend bin habe ich kein Pepsodentlächeln, als Erwachsene können wir doch besser umgehen mit bösen Blicken oder nicht, ich beziehe nicht alles auf mich fahre noch gut damit …………..

  • Russel Nurjew sagt:

    Damit wir uns gleich richtig verstehen: Gewalt gegen Kinder ist grundsätzlich schlecht. Die moderne Pädagogik bietet aber leider auch keine Rezepte und diejenigen die sie bietet – also bitte, schauen sie sich doch einfach um in den Strassen, den Trams und Zügen, den Schulen oder wo auch immer – sind absolut untauglich. Nein – früher war nicht alles besser, aber gewisse Dinge – insbesondere wenn sie sich über Jahrhunderte mindestens einigermassen bewährt haben, sollte man nicht einfach aufgeben, nur weil einige so genannte Experten, Pädagogen und Psychologen neueste „wissenschaftliche“ Erkenntnisse gemacht haben. Es handelt sich nämlich bei der Pädagogik und der Psychologie nicht um Wissenschaft – eher um Unwissenschaft.

  • bigmama sagt:

    @Marc Haller: Ohne Essen ins Bett ist aus gesundheitlichen Gründen bedenklich, aber eine Ohrfeige nicht. Im Kinderspital werden regelmässig Kinder behandelt, deren Eltern die Hand zu fest ausgerutscht ist. Habe noch von keinem Fall gehört, dass ein Kind in ärztliche Behandlung musste, weil 1 (eine!!) Mahlzeit ausfiel. Ein Verbot von physischer Gewalt als Signal fände ich im Prinzip auch gut. Verbote machen jedoch nur Sinn, wenn bei Übertretung Sanktionen ausgesprochen werden. Ein staatliches/polizeiliches Eingreifen wegen jeder Ohrfeige finde ich anderseits auch übertrieben. Besser scheint mir Gewaltlosigkeit in der Erziehung durch Empfehlung zu fördern und von Amts wegen bei Misshandlungen hart und schnell einzugreifen.

  • Bix sagt:

    @Wolfgang Wahl:

    Meines Erachtens ist das Schlagen einer Person – und damit meine ich nicht bloss das Schlagen eines Kindes – immer ein Akt der Verzweiflung. Ich vertrete die Ansicht, dass das Schlagen nicht einmal eine Strafe darstellt, weil die Strafe immer rational sein muss. Derjenige, der bestrafen will, muss dem zu Bestrafenden im Idealfall schon wesentlich früher als das Ereignis klar gemacht haben, dass bestimmte Verhaltensweisen eine Bestrafung zur Folge haben. Muss man situativ bestrafen muss dies auch mit aller Konsequenz durchgezogen werden. Was man dabei zu tun hat? Ich denke nicht, dass die Beispiele von Marc Haller nützlich wären.

    Etwas dürfen wir bei der Bestrafung von Kindern nicht vergessen. Wir sind ihnen in jeder Hinsicht überlegen. Dies müssen sie auch spüren und wissen. Es braucht keine Schläge, um ein Kind nach seinem eigenen Willen zu steuern.

    Ich hatte früher einmal einen Einsatz als Sekundarschullehrer. Ich musste als Aushilfslehrer einen wesentlich älteren Lehrer ersetzen. Es war eine Abschlussklasse und praktisch jeder hatte eine Lehrstelle, womit die Motivation für Schule und gute Noten gering war. Eine Schülerin war nach einer kurzen ruhigen Anfangsphase besonders mühsam und störend. Kein Wunder, das arme Kind war massiv am pubertieren… Ich habe ihr angedroht, sie massiv zu bestrafen, ohne ihr mitzuteilen, was sie erwarten würde. Ich sagte ihr, dass sie es nicht wirklich wissen wolle. Einige Tage später ging meine Mahnung vergessen und sie benahm sich wieder voll daneben. Ich machte meine Androhung wahr und sie musste einen 10-seitigen Aufsatz über die Geschichte ihres Dorfes schreiben. Sie war völlig überfordert und ich bekam sogar einen Anruf von ihren Eltern (die sich bedankten!). Ich hatte nie wieder Probleme mit ihr.

    Was ich damit meine ist, dass der Erwachsene, der dem Kind in allen Bereichen überlegen ist, kann mit allen erdenklichen Mitteln den Willen eines Kindes brechen. Dazu braucht er keine Gewalt.

    Physische Gewalt gegenüber einem Menschen ist eine massive Erniedrigung und Entmenschlichung dieser Person. Das ist immer so, ausser in Fällen der rechtmässigen Notwehr. Gewaltanwendung ist für mich immer ein schweres Vergehen gegen die Menschenwürde und meines Erachtens ist die Würde eines Menschen unantastbar. Das betriff die Erwachsenen genauso wie die Kinder.

    Kinder sollen nicht antiautoritär erzogen werden. Sie müssen gewisse Dinge nun einmal mittels Strafen lernen. Sie sollen aber schon von früh auf lernen, dass physische Gewalt etwas Schlechtes ist und menschenunwürdig ist. Man kann selbstverständlich kein Kind grossziehen und ihm predigen, dass phyisische Gewalt etwas Schlechtes ist und gleichzeitig das Kind physisch züchtigen.

  • heidi reiff sagt:

    @ Traudl

    Wo haben Sie diesen Bullshit gelernt, den Sie hier im Blog entsorgen ? Killereltern werden nach wie vor leider idealisiert, am meisten tun mir Ihre Kinder leid, haben Sie es nötig sich da aufzuplustern als Sadistin, fliegen Sie auf dem Hexenbesen auf den Mars, Kinder brauchen Schutz und Begleitung. JEDE KLAPSE UND OHRFEIGE IST EINE ZUVIEL, Fakt ist Kinder lernen in den ersten vier Jahren nach Nachahmung, mein Ueberleben verdanke ich meinen wissenden Zeugen, meine Grossmutter hat mich als Kind verständnisvoll behandelt, hat mich nie geschlagen, zum Abschied sagte sie immer : Bhueti Gott und folg schön im Mammi“ Killer und Killerinnen werden nach wie vor gezüchtet nach verlogenem Erziehungs- und Religionsdreck. Heute gibts es ja genug Anlaufstellen wo sich überforderte Eltern Beratung einholen können. Immer die Kids zu Sündenböcken zu machen ist fatal, Killereltern werden leider nach wie vor geschont, Guru Hellinger hat da einen guten Zulauf mit seinem „Familienstellen“
    Ich habe Bücher gelesen von Menschen, die mit dieser Methode schreckliche Erfahrungen machten, Zuckerbrot und Peitsche, ist das nach wie vor die Lösung nach „ALTER VAETER SITTE ?

    @ Tom R. mutiger Beitrag. Ich hab mich da vor Jahren in eine Therapie eingelassen, habe akriebisch Protokoll geführt über diese Therapiestunden, dieser Psychoheini hat mir immer vorgeworfen ich verteile Schuldgefühle, ich verteile Schuldgefühle und entsorge sie dort wo sie hingehören, Brücken abbauen gehört auch dazu, ich hab einfach meine Leichen aus dem Keller geholt, somit war es mir möglich Aengste abzubauen, einen Begleiter oder eine Beleiterin für diesen Prozess ist nach wie vor schwierig zu finden, die Psychoanalyse ist auch nicht alles Gold was glänzt .

  • Pu sagt:

    @Marc Haller: Ich bin mit Ihnen völlig einverstanden, bis auf eines: Ein radikales Verbot der Körperstrafe wäre nicht nur ein Signal, sondern hätte zur Folge, dass man als Eltern mit einem Bein im Gefängnis steht. Schon bei der geltenden Rechtslage (Verbot „wiederholter“/systematischer Tätlichkeiten) ist eine körperliche Intervention eine Gratwanderung, wie die Erfahrungen von Wolfgang Wahl zeigen. Es kann doch nicht die Lösung sein, dass Eltern aus Furcht vor dem Strafrichter im Zweifel die Erziehung an die „Fachleute“ (Lehrer, Sozialarbeiter, …) abschieben.

    Vergangenen Winter machte eine Mutter Schlagzeilen, weil sie ihre renitente Tochter, die partout nichts anziehen wollte, in der Kälte halbnackt auf dem Velo transportierte. Das ist dem Staat und der Gesellschaft dann auch nicht recht! Dabei hat diese Mutter doch ganz im Sinne derer gehandelt, die ohne Gewalt dem Kind aufzeigen wollen, dass sein Handeln Konsequenzen hat.

    Enttäuscht bin ich, dass die angeblich gewaltfreie Fraktion sich nicht zu ihren alternativen „letzten Mitteln“ äussert. Sind diese vielleicht eben auch nicht so vorzeigbar?

  • Marc Haller sagt:

    @Pu: Genau das ist doch die Frage, welche Alternativen Strafen taugen als letztes Mittel:

    – Anbrüllen?
    Das macht höchstens bei den ersten Einsätzen etwas Eindruck aber die Wirkung verblasst danach schnell. Das Kind wird schnell einmal zurück brüllen und auf die Dauer taugt die Brüllerei als letztes Mittel überhaupt nicht, sondern belastet das Zusammenleben massiv.

    – Stundenlang schweigen?
    Ist eine Art des Liebesentzuges und kann psychisch stark belasten. Ausserdem steht das Schweigen eine versöhnlichen Kommunikation im Weg. Untaugliches Mittel.

    – Im Zimmer einsperren?
    Mag bei einigen Kindern ev. funktionieren. Was aber, wenn der Kleine im Zimmer zu randalieren beginnt?

    – Ohne Essen ins Bett?
    Eine Bestrafung solle möglichst ohne grosse Zeitverzögerung erfolgen, denn je nach Alter kann das Kind sonst keinen Zusammenhang zwischen Vergehen und Konsequenz aus der Grenzüberschreitung erkennen.
    Die Massnahme ist zudem aus gesundheitlichen Gründen bedenklich.

    – Teddy wegnehmen?
    Eine Art von Liebesentzug. Taugt als letzes Mittel sicher nicht.

    – Mit der Hölle drohen?
    Mit etwas, an das ich selber nicht glaube, kann ich schlecht drohen. Ganz abgesehen davon sind mir alle Formen von religiösen Überzeugungen äusserst suspekt und haben in der Erziehung nichts zu suchen.

    Ein Patentrezept für das letze Mittel gibt es sowieso nicht. Die Kinder sind viel zu verschieden. Was beim Einen als letztes Mittel genau die gewünschte Wirkung zeigt und dem Kind auch nicht schadet, kann für ein anderes Kind absolut falsch sein.

    Als Signal an die Gesellschaft, dass die Erziehung gewaltfrei zu erfolgen hat, finde ich ein Verbot von Körperstrafen sehr gut. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es eben leider nicht in jeder Situation und nicht mit jedem Kind zu 100% ohne Körperstrafe geht. Es wäre naiv, so etwas zu glauben.

    Die Erziehung meines jüngsten Sohnes, er ist jetzt 10, gleicht weitest gehend einer Schönwetter-Kreuzfahrt. Dass in so einem Fall das letze Mittel so gut wie nie zum Einsatz kommt, ist ja wohl klar. Er weiss aber durchaus, dass schwere Regelverletzungen in gewissen Fällen auch einmal körperlich unangenehme Folgen haben können. Ich spreche da aber eher von ‚Strublis‘ als von Schlägen. Der Ältere ist dagegen bei der Erziehung schon etwas anspruchsvoller.

    Übrigens: Mit Hitler haben die europäischen Staaten auch viel zu lange verhandelt und verhandelt und dann nach Verletzung von Abkommen wieder verhandelt und wieder verhandelt …. mit schrecklichen Folgen!
    Während die europäischen Staaten im Verteilen von ‚Ohrfeigen‘ wohl eher zu lange zögern, sind die Amerikaner damit eher zu schnell zur Hand. Es ist eben wirklich nicht einfach, sei es in der Familie oder in der Politik unter den verschiedenen Staaten.

  • Hans P. Grimm sagt:

    Liebe Christina, sie sprechen mir aus dem Herzen! Kinder müssen Erzogen und Grenzen gesetzt werden, sie müssen auch die Konsequenzen spüren! Meine haben auch hin und wieder mal meine Hand gespürt, sind dafür rechtschaffen geraten und wissen was sich gehört, haben Mitleid und Mitgefühl und sind, wie ich meine, rechtschaffene und wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft mit Gefühl für Solidarität geworden. Trotz einiger Ohrfeigen, an die sie sich heute nicht mehr erinnern, sind wir in inniger Freundschaft und Liebe zueinander heute noch verbunden. Gruss

  • Urs Lehmann sagt:

    Schlagen oder nicht….zunächst: was ist schlagen? dass prügel regelmässig und heftig nicht sein dürfen, ganz einfach weil kein stärkerer einen schwächeren verprügeln soll, das ist doch klar.
    Erziehen heisst Grenzen setzen. Wenn die Autorität da ist, dann genügt ein Wort, ein Blick. Das ist der Idealfall, den auch ich mit meinen 3 Kindern nciht hinkriege. Also erhebe ich die Stimme. Also drohe ich mit Konsequenzen rsp. setzte sie um. Also schreite ich auch körperlich ein: ich trage meinen Sohn in sein Zimmer, ob er will oder nicht. Also ebe ich ihm ein Ohrfeige (= Klapps, der nicht schmerzt) wenn er mir eine gibt oder seine Schwester mit einem Stecken ins Gesicht schlägt.
    Verdreschen darf nicht sein, weder bei Kindern, Ehepartner noch sonstigen Leuten.
    Hysterisch jeglichen körperliche Kontakt oder Anflug von offener Agression aus dem Leben zu verbannen scheint mir sehr realitatäsfern zu sein.
    Wie könnte die Polizei sich durchsetzten, wenn nicht durch Gewalt?

  • Tom R. sagt:

    Ich wurde zu Hause von klein auf verdroschen. Heute kämpfe ich gegen Angstzustände, Depressionen und Sozialphobie. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen …

  • juni sagt:

    genau, traudl ist halt traudl und kugelt sich im schatten den bauch rund vor lachen. interessant wie man eine solche diskusion ins unendlich absurde, unglaubliche treiben kann. traudl du bist cool wie du immer grad auf alles anspringst;)) lass dir den wind nicht nehmen. also, gehn wir mit (gutem) bespiel voran und schlagen, treten, kneifen und beissen … machen wir genau das vor, was wir von den kindern erwarten… und machen sie das nach, was wir vormachen, so gibts den klapps usw … übrigens erkennt man diesen pingpong effekt auch in diskusionen unter grossen kindern. also, viel spass noch …

  • Dieter sagt:

    Ich hab schon gesehen, wie eine Katzenmutter einem ihrer Kinder mit der Vordertatze eins auf die Nase gab. Soll doch zum diese Katzenmutter auch verachtet werden! Aber: Deswegen ist die Katzenmutter noch keine Schlägerin. So sollte es sich auch bei Menschen abspielen.
    Abgesehen davon, Bix. Du bist nicht allein. Auch mein Vater schlug mich mehr als genügen, bis die Mutter mit der Polizei drohte und sich Scheiden liess. Mein Vater ist mir (wohl deswegen) ziemlich gleichgültig.
    Aber ich komme nicht zum gleichen Schluss. Ich wusste immer, wenn ich von meiner Mutter eins gefasst hatte. Ich hatte es auch verdient. Es gibt Situationen, da zeigt eine körperliche Reaktion deutlicher, als tausende von Worten, was es geschlagen hat. So pflichte ich Doris bei. Wieviele Leute verwechseln Antiautoritär mit gar nicht Erziehen. Die Folge wird durch die Studie von St. Gallen aufgezeigt.

  • @Bix
    Ihre Gewalterlebnisse aus der Kindkeit sind schrecklich und so wie Sie es erzählen auch nicht entschuldbar. Das hat auch absolut nichts mehr mir Erziehung zu tun. Darf ich Sie biite fragen, wie denn die Weiterführung Ihres Satzes:
    Zitat: „Natürlich gibt es Situationen, bei denen die Eltern etwas überfordert sind. Allerdings sind sie verpflichtet, ihre Kinder gewaltfrei zu erziehen und ihre Autorität anders durchzusetzen“ – unter Einbezug der Darstellung von Marc Haller, lauten würde?

  • Angela sagt:

    @ doris: Sie sagen: Kinder darf man schlagen, ältere Menschen nicht? Ich finde beide gehören nicht geschlagen und sie sollten sich was schämen!

  • Bix sagt:

    Ich wurde von dem Mann, der sich mein Vater nennt, bis zu meinem 20. Lebensjahr immer wieder geschlagen. Zwischen meinem 6. und 16. Lebensjahr geschah dies mit einer derartigen Heftigkeit, dass die Taten dieses Mannes in rechtlicher Hinsicht als Körperverletzung qualifiziert werden können. Ich habe heute überhaupt keinen Kontakt mehr zu diesem Mann und verabscheue und verachte jeden, der ein wehrloses Kind schlägt. Jemand, der sich gezwungen sieht, sein Kind in bestimmten Situtionen zu schlagen, sollte eigentlich keine Kinder haben.

    Natürlich gibt es Situationen, bei denen die Eltern etwas überfordert sind. Allerdings sind sie verpflichtet, ihre Kinder gewaltfrei zu erziehen und ihre Autorität anders durchzusetzen.

  • Doris sagt:

    ich halte es wie Pestalozz:“wer seine Kinder liebt züchtigt sie“. Das will nicht heissen,dass wir unsere Kinder geprügelt hätten (sie sind mittlersweilen 42 + 45 Jahre alt) aber ein’s auf den Po im richtigen Moment hat noch niemandem geschadet! Und manchesElternpaar hat es bedauer, dass sie den richtigen Zeitpunkt verpassten, nähmlichin dem Augenblick alssie die Prügel einstecken mussten und das kommt gar nicht soselten vor. Aber niemasnd spricht von den Misshandlungen der älteren Menschen, eigentlich ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft!!!!!

  • Traudl sagt:

    @Wolfi
    yep, iss halt, wies iss.

    Aber wesste, die Vorwundschaftsdeppen sind ja auch die, die Probleme grösser machen tun, anstatt kleener.

    Aber jetzt muess i in Küch. Eens von meenen „missrattenen“ Kids kommt me bsuechen. Ah Doktor isser…

  • Thomas1 sagt:

    @Wahl. Schade – aber auch symptomatisch, dass statt klaren Antworten nur noch Hiebe kommen.
    Ich glaube, ich lass Sie nun ein wenig Schattenboxen. Viel Spass und bis zum nächsten Mal!

  • @Traudl
    Ja Traudl… weisst Du, Du kannst das schon so reden, denn Dir passiert nichts mehr – Deine Kinder sind schon gross. Würde ich so schreiben, hätte ich innert Stunden die Vormundschaftsbehörde im Haus. Aber echt, je mehr ich von Dir lese, sehe ich meine Grossmutter 1:1. Ist noch cool irgendwie…

  • Traudl sagt:

    @Wolfî

    und nochwas. Vor Jahren hatt mir mal ener die Handtasche klauen wollen.
    Na den hab i gepackt und ihm sowas von eins in den Hintern getreten, iss direkt in den nächstenBach geflogen.

    Seh in heut noch vor mir wie er geflennt hat. Da bin ich mit ihm zu Mama gegangen hab ihn gleich nochmals verprügelt, vor Muttis erstaunten Augen.

    Aber, der Lümmel ist mir heute noch dankbar für, iss sogar ganz was Gescheits aus ihm worn.

    Meinst, hetten dess die Resozialisirungsmassnahmen au gschafft?

  • @Marc Haller
    Sehr guter Beitrag und ausgezeichent, verständlich geschrieben. Wem das nicht einleuchtet, kann nicht geholfen werden.

  • Traudl sagt:

    @Wolfi

    Eigentlich wollt ich jo nur sagn , dass ich nix verkehrtes dran fin, zu gegebener Zeit mal eins auszuteilen, ohne dass den lieben Kleenen deshalb gleichs ganze Gehirn um die Ohren fliegt versteht sech.

    Aber heut wird geredet, geredet, gerdet, und nochmals bla bla und was iss der Erfolgt dabei?

    Doch nur die ganze Jugendkriminalität welche x-Mal verwarnt werden, bevor se vielleicht ne ordentliche Abmahnung kriegen tun.

    Kann ich nix met anfangen. Sollten die mal bei Traudl vorbei schicken, wären ganz schnell von ihrem Leiden kuriert, die Bande.

    Für jeden blöden Spruch eins aufs Maul, aber mit Methode, ich wett, diese Sprach verstehn se.

  • Marc Haller sagt:

    Regelmässige körperliche Züchtigungen als Erziehungsmasnahme sind in jedem Fall klar abzulehnen! Was aber, wenn ein Kind eine wichtige, absolut nicht verhandelbare Grenze wiederholt überschreitet? Was, wenn ein Kind seinen kleinen wehrllosen Bruder schlägt? Rede ich ihm da einfach nur mit guten Worten zu, obwohl unmittelbarer Handlungsbedarf zum Eingreifen besteht? Oder bringe ich als Erzieher meine körperliche Überlegenheit ins Spiel um dem Treiben ein Ende zu setzen? Was, wenn mir mein Kind im Zorn eine klatscht? Wehre ich mich da nur mit Worten oder setzt es für das Kind auch unmittelbar eine Klatsche ab? Zugegeben, das mögen extreme Beispiele sein, aber sie kommen vor. Es gibt Situationen, wo gute Worte und Verhandlungen an eine Grenze stossen oder für die zukünftige Entwicklung sogar kontraproduktiv sind, da ein falsches Signal gesetzt wird. Darum tragen Polizisten Waffen und Staaten halten Armeen. Vernünftigerweise ist es das Ziel, diese Waffen wenn möglich nie einsetzen zu müssen. Aber da man weiss, dass es eben doch Situationen gibt, wo deren Einsatz gerechtfertigt ist, hält man solche Machtpotenziale als letztes Mittel bereit. Dass dabei auch die Gefahr besteht, dass diese Mittel ggf. zu früh oder unangebracht eingesetzt werden, soll hier nicht in Abrede gestellt werden.

  • emanuele sagt:

    und kinder unter sich duerfen sich schlagen?

  • @Traudl
    Also ich mag Dich! Blöder Spinner hin oder her… Ich seh in Dir meine inzwischen verstorbene Grosmutter, die einen ähnlichen Wortschatz hatte, aber bei uns Kinder äusserst beliebt war. Vermutlich deshalb hab ich auch gleich die Höflichkeitsform vergessen und Dich ganz vertraut mit „Du“ angesprochen…

    @Thomas1
    Ja… wir haben Sie gehört! Und – was? Sie haben Kinder in Ihrer Obhut? Mein Gott…

  • Traudl sagt:

    @Lisl, na dir troll ich auch gleich eine.

    Meenste etwa, sechs Kinder grossziehen ist ein Zuckerschlecken, da vergeht’s dir ganz von allene, jedem mit dem Schöpflöffel hinterher zu rennen.

    Wenn se nicht rechtzeitig zu Tisch gekommen sind, gabs halt nx, ausser eins auf den Allerwertesten.

    Kann ich keinen Fehler dran erkennen und beklagt hat sich bis heute keener.

  • Traudl sagt:

    @Na wesste Thommy, nix für ungut, aber dir traue ich nich mal zu, dass de übehaupt sechs Kinder zeugen kannst, so wie de schreibst, tschuldigung, keine Eier!

    @Hägar
    Biste von Wicky und de stärke Männer? Da gibt’s auch öftern was aufs Maul. Wem hat’s geschadet? Nicht mal Wicky.

  • Hägar sagt:

    @Karl
    Den Kindern genügend Schläge in der Kindheit zu verteilen, sei das richtige Rezept gegen spätere Jugendgewalt? Das bieten Sie uns als Rezept gegen Jugendgewalt an? Wenn Sie sich dessen sicher sind, dann werden Sie das an Ihren eigenen Kindern schon anwenden. Was ist die richtige Mischung? Einmal täglich, wöchentlich? Die Stärke der Schläge und der zu treffende Körperteil des Kindesa haben vermutlich auch Einfluss auf die Wirksamkeit dieser Erziehungsmethode? Bin gespannt, obs funktioniert, wir gucken dann Ihre Kinder mal an, wenn Sie erwachsen sind. Vielleicht macht es auch Sinn zu varieren, schlagen Sie ein Kind täglich, eines nie und schauen, welches mehr Jugengewaltätig wird. Gell zum Glück hat Erwachsenengewalt ja nichts damit zu tun, bei uns sind es gute, wünschbare Erziehungsmassnahmen, die im Interesse der Kinder gemacht werden, im Namen der Liebe gewalt-tätigen. Öpper so.

    Wenn Sie nicht sicher sind, dass Kinder hauen ein probates Erzienungsmittel ist und Sie es bei den eigenen Kindern nicht, anwenden, dann bin ich doch sehr erstaunt, dass Sie solche Ideen propagieren.

  • Thomas1 sagt:

    @ Herr Wahl: Gehen Sie mal in Ihr Zimmer, hören Sie auf herumzutäubeln und um sich zu schlagen, nehmen Sie ein Timeout und wenn Sie sich beruhigt haben, freue ich mich über eine Antwort auf meine Frage.
    (Mich verwundert es ja immer weniger, dass Sie zuschlagen, wenn Sie nicht mehr weiterwissen. Wenn Sie wütend werden können Sie offensichtlich nicht mehr so klar denken…)

  • lisa sagt:

    traudl ist ein troll, als solchen behandeln.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

  • Thomas1 sagt:

    @ Traudi: dass Ihnen die Zeit zum Reflektieren gefehlt hat, bezweifle ich – zum Reflektieren braucht es wenig Zeit, das kann sogar so Ratzfatz gehen wie eine Ohrfeige runterhauen (diese Zeiteinheit kennen Sie ja). Was es aber zwingend braucht ist ein klein wenig IQ.

  • Traudl sagt:

    @Wolfi

    Was bist Du den fürn blöder Spinner? Die meisten Kinder lleben halt weit weg im Auslang und der Strauss kommt von Fleurop.

    Aber wenn ech se sehn tu, sind se sehr liebevoll um Mami besorgt. Nicht so wie die heutige Bande, die nur schön lieb ums Erben rumtun.

    Bei mir gibt’s nix zu holen, aber ne Watschel extra liegt auch heute noch für alle drin.

    Jedenfalls sind se alle sehr erfolgreich und Mami ist lucky.

  • Marcel sagt:

    Wir sind doch völlig konfliktunfähig geworden.

  • Marcel sagt:

    Lasst uns alle uns alle zusammen nur noch lieben.

  • Hägar sagt:

    @Traudl
    Berufen Sie sich auf so etwas wie das Recht des Stärkeren, oder wie soll ich das verstehen? Nehmen wir einmal an, sie hätten recht, dann würde das heissen, dass Kinder hart angefasst, selber hart werden und sich durchsetzen können. Das wäre dann die Alternative zu der von ihnen belächelten „Kuschelpädagogik“ ?

    Das würde bedeuten: zulangen und hinhauen, haut hin? Sind Sie sicher, dass das stimmt? Wenn ja, warum?

  • @Traudl

    Na ja Traudl… da hast Du Dich wohl etwas zu fest ins Zeug gelegt. Weisst Du, wenn sich die Aufmerksamkeit unserer Kinder der Mutter gegenüber, später einmal auf einen Muttertagsstrauss beschränkt, wäre es traurig und die Vermutung, so einiges sei nicht richtig gelaufen, läge nahe. Was meinst Du?

  • Karl sagt:

    @ Christina:

    Lesen Sie mal die Zeitung (eine pro Jahr reicht), da stehen Wörter drin wie Jugendgewalt. Das ist nicht irgendein Wort, das heisst für die Betroffenen, am Boden zu liegen, ins Gesicht getreten und das Telefon und Portemonnaie gestohlen zu bekommen. So – die Täter sind Jugendliche, deren Eltern genau wie Sie fanden, dass eine Ohrfeige „halt doch nur ein Ausdruck der eigenen Ohnmacht ist (was für eine dämliche Aussage, die ich übrigens ausschliesslich von Frauen zu hören bekomme)“ und auf ebensolche verzichteten, wann diese angezeigt gewesen wären.
    Viele Kiefer- und Backenknochen und Gebisse wären heute noch heil, wenn es ein paar Ohrfeigen mehr setzen würde in unserer Erziehung.
    Wägen Sie also ab: Ein paar Ohrfeigen zur rechten Zeit können viele Fusstritte in Zukunft verhindern. Gutes Zureden und Verständnis zeigen hat sich SCHLICHT UND EINFACH NICHT BEWÄHRT!

  • Traudl sagt:

    @Harry

    Ja siggst, da habe ich eben nen vulägren Doktor, nen vulgären Juristen, ne vulgäre Lehrerin, zwei vulgäre Krankenschwerstern und ne ganz vulgäre Mama von zehn Kindern gross gezogen.

    Und weisst Du, was se manchmal sagen tun: Danke Mama, dass Du uns manchmal ganz unkompliziert den Kopf zurecht gerückt hast. Will meinen konsequent und ohne ellenlange Gespräche mit dem ganzen heutgen Psychoquatsch, damit se immer noch verweichlichter werden.

    Meine Jungs und Mädels jedenfalls können sich wehren und auch mal beide Ellenbogen ausfahren wenns sei muss.

    Haben halt gelernt mutig zu sein, aber ist ja auch keene Kunst bei der ganzen Sippschaft von Weicheiern heut, hi,hi.

  • @Thomas1
    Zitat: „…mein Vater hat uns auch immer wieder den Hintern versohlt oder geohrfeigt. Ich erinnere mich heute noch genau daran an die unbändige Angst die hochkam…“

    Nein… Sie haben mich doch nicht verletzt! es ist ganz einfach – sagen wir mal – nicht sehr geistreich, insbesondere wenn ich dann den oben zitierten Beitrag von Ihnen lese.

    Sie bezeichen das Verhalten Ihres Vaters als kleingeistig. Nun sind Sie aber auf dem besten Weg dazu. „sollte er sich den Schädel einhauen, so wie Sie schreiben, dann habe ich getan, was ich konnte.“ Sorry… Thomas1, DAS ist kleingeistig. Überhaupt – Ihre Ausführungen lassen zu wünschen übrig.

  • Harry Berger sagt:

    Mensch Traudl bist Du aber vulgär. Die Ohrfeige zur richtigen Zeit gibts nicht.Wer schlägt erniedrigt sich selbst. Und kastriert wurde auch in der Schweiz bis in die frühern 70ger Jahre. Wo Herr Thomas vielleicht überreflektiert, haust du mit Begriffen rum wie der Elephant im Porzellan laden. Und der Muttertagsstrauss ist ja wohl der antiquierteste Mist den ich je gehört habe. Jeder weiss doch heute das Schnittblumen Sondermüll sind und es eigentlich verdammt billig ist sich mit einem Tag der Aufmerksamkeit bei den Eltern zu bedanken.

  • Traudl sagt:

    @Thomas 1

    Ja mein lieber Thomas, Zeit scheinst Du ja zur Genüge zu haben, zum gaaaanz gründlich zu reflektieren, nun, die hatte ich eben nicht.

    Da gab’s halt Ratzfatz eins hinter die Ohren, ohne das einer gleich Bettnässer geworden ist mit Hang zur späteren Depressionen oder ner permanenten Suidzidgeährdung, wie die verzognen Gören der Allzu-Weichgespülten.

    Und nochwas, keiner von meinen Kindern macht micht heute für jeden Mist verantwortlich der ihnen im Leben passiert ist. Gibt sogar an jedem Muttertag nen Sträusschen, wie sichs gehört.

    Mein Gott, seid ihr ne Bande von „Hosenscheissern“ . Man könnte meinen, euch hättense statt einer Ohrfeige zur richtigen Zeit, die Eier kastriert.

  • Thomas1 sagt:

    @ Wolfgang Wahl: tut mir leid, wenn ich Sie verletzt habe. Es war wirklich nicht nett, mein Kommentar, dass Sie wohl mal zu feste auf den Kopf geschlagen wurden.

    Täte mich und vermutlich noch andere Menschen nun aber trotzdem interessieren, wie Sie Ihrem Kind vertrauen und gleichzeitig schlagen, es Erfahrungen machen lassen es aber dabei verhauen…
    Zudem erinnert mich Ihr entmündigender Kommentar „ich könnte es erklären aber Sie würde es eh nicht verstehen“ sehr an Ihre Haltung beim Erziehen. Im Stil: Der Kleine kann’s ja eh nicht verstehen, also…ZACK! Nun: zum Glück kann man via Internet noch keine Ohrfeige erteilen. Also: wollen Sie’s uns nicht erklären?

    Und zu meinem Sohn: sollte er sich den Schädel einhauen, so wie Sie schreiben, dann habe ich getan, was ich konnte. Wo liegt Ihr Problem?

  • Thomas1 sagt:

    Übrigens: mein Vater hat uns auch immer wieder den Hintern versohlt oder geohrfeigt. Ich erinnere mich heute noch genau daran an die unbändige Angst die hochkam, wenn er runter ging um den Teppichklopfer zu holen. Oder an meinen panischen Bruder, der sich vergeblich zu verstecken versuchte. Nun, er konnte einfach nicht anders, weil er daran GLAUBTE, dass dies keine Schaden würde und dass dieses Mittel legitim sei. Ja, er hat Grenzen gesetzt, aber indem der uns in Angst und Schrecken versetzte. Eines der Nebenwirkungen war, dass ich meinem Vater nie mehr voll vertraut habe, mich ihm gegenüber nie wirklich zu öffnen getraut habe, aus Angst, das könnte wohl etwas Schlechtes sein und ich würde dafür bestraft. Eine weitere Nebenwirkung ist, dass ich dadurch mich gefragt habe, ob es denn nicht andere Methoden gibt als ein Schreckensregime. Also habe ich alle überlieferten Stammtischsprüche wie „ein Chlapf hat noch keinem Goof geschadet“ mal vergessen und einfach selber geforscht. Und siehe da: es gibt immer Mittel und Wege ohne Gewaltanwendung. Aber man muss es erstens wollen und zweitens heisst es: sich mit etwas auseinandersetzen und das braucht Zeit und – wie bei jeder guten Problemlösung – einen Schuss Fanfasie und Kreativität. Heute weiss ich, dass mein Vater es zwar aus liebevoller Absicht getan hat und einfach nicht mehr wusste und nicht mehr wissen wollte. Er tat es aus einer Lebenshaltung heraus, die heisst: das war schon immer so und deshalb ist es richtig. Jeden das Seine. Mir ist persönlich ist diese Haltung zu kleingeistig – und ich mache die besten Erfahrungen damit, selber zu beobachten, wahrzunehmen, eigene Schlüsse zu ziehen, selber zu reflektieren. Und vor allem: bei mir selber anzufangen und mir selber gegenüber ehrlich zu sein. Wie oft habe ich schon dabei ertappt, dass ich drauf und dran war und manchmal auch schon weiter, meine schlechte Laune an den Kindern abzureagieren?

  • Chris sagt:

    Zitat von Traudl: „Ich habe all meine sechs Kinder so erzogen und es ist kein einziger Psypchopath oder gar Depressiver drunter, wie so manche Kinder heutigen, weichgespülten Gesellschaft.“

    Solche Aussagen lassen mir die Haare zu Berge stehen. Traudl, da Du keine Ahnung zu haben scheinst was Depressionen sind und was sie mit einem machen solltest Du solche dummen Aussagen sein lassen. Zu Deiner Information: Depressionen werden nicht anerzogen, man kriegt sie oder eben nicht. Das hat nichts mit Erziehung zu tun. Sich zu überlegen was man sagt, beziehungsweise schreibt, hingegen schon. Siehe Dein Beitrag.

  • @Thomas1
    Nein kann ich Ihnen nicht erklären, denn Sie würden es eh nicht verstehen. Das haben schon Ihre früheren Beiträge gezeigt, bei denen Sie unter die Gürtellinie schlagen… Lassen wir’s doch und hoffen, dass Ihr Sohn sich nicht eines Tages den Schädel einschlägt und Sie nicht verstehen warum – Haben Sie doch jedesmal in voller Verantwortung das Velo abgeschlossen, wenn er ohne Helm gefahren ist.

  • @Christina
    Passt wunderbar! Ihre Webseite und Ihr doch so konstuktiver Beitrag. Bestärkt mich in meiner Haltung gegenüber hochdekorierten Besser- / Alleswissern, die auch noch bezahlt werden wollen: („…ja, so ist das leider…“) Mehr kriegen Sie nicht hin?

  • Thomas1 sagt:

    Zeuseln ist ein gutes Beispiel. Als meiner anfing zu herumzuzeuseln, bin ich samstags mit ihm zu einem Bach und wir haben an einem sicheren Ort gemeinsam herumgezeuselt. Das macht Spass, mir übrigens auch, und ausserdem ist nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand seiner gesunden Neugier nachgeht. Dann, als er erleben konnte wie Feuer denn so ist und reagiert etc. habe ich ihm erklärt, weshalb Zeuseln gefährlich sein kann. Er hat’s kapiert und er zeuselt nicht mehr. Und wenn, dann weiss er nun, dass er das am Bach unten an einer sicheren Stelle tun kann.

    Wenn er ohne Velohelm unterwegs ist wird übrigens das Velo mit meinem Schloss abgeschlossen. Weil er offensichtlich keinen Helm anziehen will. Das darf er natürlich, muss aber mit den Konsequenzen leben. Dann darf er eben nur die Dinge tun, für die es keinen Helm braucht. Also laufen, rennen, hüpfen, auf Händen gehen, auf allen vieren gehen oder was auch immer. Einfach nicht Velo fahren.

    @ Wolfgang Wahl: „ich möchte meinen Kndern vertrauen und ihnen eine Gelegenheit geben, den Umgang mit Gefahr zu lernen. Wenn nötig auch mit einer Ohrfeige.“ Können Sie mir erklären, wie das eine mit dem anderen zu tun hat? Wie kann Ihr Kind den Umgang mit einer Gefahr lernen, wenn eine gebacken bekommt, bevor er überhaupt was erfahren konnte? Und ist die Ohrfeige nicht ein deutliches Zeichen (aus der Sicht Ihres Kindes), dass Sie ihm eben nicht vertrauen und ihm deshalb eine runterscheuern?

  • Christina sagt:

    Eine Ohrfeige ist immer ein, meist unbewusstes und sich nicht selbst eingestandenes Unvermögen oder eine Überforderung des Ohrfeigers. Steckt in diesem Wort nicht auch feige??????? man/frau ist also zu feige, sich seine eigene Ohmacht einzugestehen und gibt diese lieber weiter………..ja, so ist das leider……..

  • @Regina

    Zitat: „…Zeuseln hinter dem Haus, auf die Strasse fahren mit Rollerblades / Velo / Kickboard…“

    Danke, dass Du dieses Thema angeschnitten hast, Du sprichst mir von der Seele!
    Nur bei meinen Kids gings noch eine Stufe höher: Zeuseln im Kinderzimmer(!) und mit dem Skateboard fahren ohne Schutzausrüstung. Natürlich haben wir unseren Kids x-mal erklärt, dass… Sie sind ja auch bestens ausgerüstet. Nun, wenn sie es trotzdem machen bzw. nicht machen, ist genau einmal zuviel und ich brauche sehr schnell, grösstmögliche Gewähr, dass Sie es nicht mehr machen, wobei mir eigentlich egal ist, warum – aus Angst vor Fuditätsch (Zeuseln) / Ohrfeige (Skateboard) oder aus purer Einsicht und Verständnis. Denn: Ich liebe meine Kinder und möchte nicht, dass sie Schaden nehmen.

    Nun musste ich mir schon anhören, dass ich selber Schuld sei, wenn Kinder im Zimmer zeuseln. Ich hätte halt alle Streichhölzer verstecken müssen. Ist das die Lösung? Verstecken? Nein, sicher nicht… dann müsste ich nämlich auch Messer, Gabeln, Flaschen etc. verstecken. Ich möchte meinen Kindern vertrauen und Ihnen Gelegenheit geben, den Umgang mit Gefahr zu lernen. Wenn nötig auch mit einer Ohrfeige – dazu stehe ich!

  • Traudl sagt:

    Was soll der ganze Zirkus eigentlich?

    Ein Ohrfeige hat noch keinem geschadet, sondern so manchen Kinder-Dachschaden zurecht gerückt (oder sie gar davor bewahrt)

    Besser aber ist, Hosen runter, ganz gleich wo (auch im Geschäft oder so) und ein paar kräftige Klapse auf den Popo.

    Dies kann wahre Wunder wirken und der Kleine ist plötzlich gaaaaanz brav, und bleibt es auch eine lange Zeit.

    Ich habe all meine sechs Kinder so erzogen und es ist kein einziger Psypchopath oder gar Depressiver drunter, wie so manche Kinder heutigen, weichgespülten Gesellschaft.

    Aber Sozi-Wohlfühl-Mami mit einen Kind an der Socke (plus Kinderbeteuung, Omas etc)., hat von sowas ja keine Ahnung, nun, dann gebt ihr nochmals fünf, mal sehen. Aber die sind ja schon masslos überfordert, wenn der Kleine mal ein wenig quengelt.

    Manchen Eltern gehört daher als Erstes eine gebacken, damit auf den Boden der Realität zurück kommen, anstatt den ganzen pseudopschologische Quatsch von heute zu glauben.

    Bei mir wussten die lieben Kleinen jedenfalls immer woran sie sind und sie kannten ihre Grenzen und dies ist gut so.

  • Mervin sagt:

    In Ausnahmefällen ein Klapps, um zu zeigen, wer schlussendlich das Sagen hat, ist in Ausnahmesituationen nötig. Mir selber tats am meisten weh, seelisch mein ich. Heute sagen meine beiden Kinder Blick auf die heutigen Kinder: wir sind froh, dass wir von euch noch erzogen wurden. Die Körperstrafe ist heute selbst in der Familie verboten, noch nie aber gabs mehr gewaltbereite Jugendliche als in der jetzigen Zeit!

  • juni sagt:

    gerade solche grenzgänge mit den kindern, bei denen ich an das gefühl von ohnmacht spüre, habe ich gelernt, dies als prozess für mich persönlich und die familie zu nutzen. lösungen, wege, zu finden ohne zu schalgen und macht auszuüben. es ist für mich immer wieder spannend retour zu blicken und auch fest zustellen, was ich gelernt habe an konfliktmanagement oder auch einfach mal etwas auszuhalten und die faust im sack zu machen, den raum zu verlassen, ein glas wasser trinken .. bei uns hat es sich auch bewährt, dass wir, wenn strafe, dann eine strafe, die unmittelbar mit dem geschehen in kontakt ist. wir reden aber auch viel im dialog und nicht monolog. wir schauen die situation in ruhigen momenten einfach nochmals an. seit ich kinder habe hole ich einiges nach, was bei uns daheim, der zeit entsprechend nicht gelebt wurde und finde es sehr spannend und fruchtbar. ganz grundsätzlich, kann da nur für mich sprechen, habe ich durch die kinder nur gewonnen und bin gewachsen. auch dass ich viel sensibilisiert für das weltgeschehen bin, die völker, die UMWELT, das nahe umfeld etc … diese werte, so hoffe ich, werden in meinen kinder weiterleben. finde einfach der klaps, wenn es schon mal passiert nicht auf den KOPF!!! verurteile dies ganz sicher nicht! zu viele grenzüberschreitungen können einfach auch die hemmschwelle senken und es häuft sich oder steigert sich …

  • Marcel sagt:

    @bigmama: Nein, Ohrfeigen wurden an den Arbeitsorten, die ich innehatte, noch nie zur Verdrängung der Konkurrenz eingesetzt. Aber Intrigen, die einmal zur Folge hatten, dass man einen Kollegen sozusagen fast verhaften- aber auf jeden Fall polizeilich einvernehmen musste. Der Staatsanwalt hat bei der Einvernahme auch noch schnell vorbei geschaut, um sich ein Bild machen zu können, ob er den Kollegen gleich behalten (Untersuchungshaft) soll.

  • Christian Hostettler sagt:

    Rueckblick
    Als Kind war ich rebellisch und habe Grenzen gecheckt. Wieweit kann ich gehen bis es knallt.
    Argumentieren hat nicht viel daran geaendert, die Aussicht ein paar Streiche auf den Hintern zu bekommen jedoch schon.

    Es gab jedoch auch bessere Strafmethoden:
    Nachdem ich einige Scheiben mit der Gummischleuder zerbrochen hatte, machte mein Papa mit dem Glaser den Deal, das ich helfen musste die Fensterrahmen von den Scherben zu befreien und die zurechtgeschnittenen neuen Scheiben einzusetzen und zu kitten. Ich war damals gerade 10. Zudem musste ich die Reparatur von meinem Sackgeld bezahlen. Dies hatte mehrere gute Seiten. Ich habe gelernt Fenster zu reparieren. Ich habe gelernt wieviel eine Stunde arbeiten kostet sowie das man fuer selbst verursachte Schaeden selbst verantwortlich ist.

    Heute waere dies jedoch nicht mehr moeglich. Kinderarbeit ist verboten. Strafarbeiten ist verboten. In Australienn ist antiautoritaere Erziehung institutionalisiert mit dem Effekt, das die Kids machen koennen was sie wollen ohne zur Verantwortung gezogen zu werden: Kinder koenne nicht bestraft werden.

    Meiner Meinung macht das keinen Sinn.
    Wer an eine Hauswand pinkeld, der sollte damit bestraft werden, das er die Hauswand sauber schruppen muss statt eine Busse zu bezahlen. Wer McDonalds Verpackung aus dem Auto wirft sollte einen Tag Strassenseiten reinigen, Wer Grraffitties sprueht muss helfen diese zu beseitigen….

    Mir persoenlich hat hin und wieder ein Klapps nicht geschadet. Strafarbeiten, reparieren und bezahlen der Schaeden war erzieherisch wirksamer als Argumentieren und Warnungen. Es gibt Kids da hilft alles gut zureden nichts. Ich war eines dieser Sorte.

  • heidi reiff sagt:

    @ Marcel

    Sie machen da recht wiedersprüchliche Aussagen. Gewalt ist immer pathologisch. Suspekt sind mir Menschen, die alles verharmlosen, Gewalt wird in der Kindheit erfahren, als hilflose Wesen waren ja diesen Mustern ausgeliefert. Ich persönlich bin geprägt von diesen Dingen, < die Sie erläutern , wenn Menschen angesprochen werden auf ihre Kindheit sagen sie oft, sie hatten eine schöne Kindheit, die Realität spricht eine andere Sprache.

    Was rb sagt, sehe ich auch so, oft werden Dinge von Eltern an Kinder delegiert, z.B. wenn die Mutter oder der Vater die Matur nicht geschafft hat muss Sohn oder Tochter es nachholen, persönlich kenne ich solche Beispiele. Kinder brauchen Förderung und Begleitung und keine Ueberforderung, es ist endlich Zeit, dass wir den destruktiven Ahnenkult auf dem Mond Mars oder Uranus entsorgen, jede Ohrfeige ist eine Ohrfeige zuviel !!!!!!!!!

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    ja und nochmals ja. Nicht als Selbstverständnis sondern als Angebot.
    Und off topic: Auch wenn wir nicht immer gleicher Meinung sind, macht es Spass mit Ihnen zu diskutieren. Und das ist ein wertvolles Gut, wenn ich das mal so sagen darf.
    Grüsse

  • Regina sagt:

    @Marc
    Bis mein Sohn etwa 8 war, bekam er von uns (sehr selten) einen Klaps auf den Hinterkopf, wenn er etwas sehr gefährliches getan hatte, wovon er wusste, dass er das nicht tun durfte, und wo wir merkten, dass es da ein Signal braucht, um ihm verständlich zu machen, dass das gar nicht geht: Zeuseln hinter dem Haus, auf die Strasse fahren mit Rollerblades / Velo / Kickboard ohne links und rechts gucken, einem anderen Kind einen Ast zwischen die Speichen des fahrenden Velos halten, usw.
    Später war das nie mehr nötig, da wir merkten, dass er selber jeweils einsah, was er angerichtet hatte. Es kam jedoch vor in dieser Zeit, dass er uns manchmal bat, wir sollten ihm eine runter hauen, damit das Problem erledigt sei. Das war uns dann jedoch total unmöglich, stattdessen haben wir ihn dazu erzogen, auszufressen, was er angerichtet hat.
    Entschuldigungen schreiben, mit eigenem Sackgeld Dinge ersetzen, Sauereien aufwischen usw.
    Jetzt ist er 13, und weder ihm noch uns kommt es noch in den Sinn, ihn wegen irgendetwas zu schlagen.
    Allerdings, wenn er mich ganz fürchterlich verletzen würde. Dann würde ich ihm vielleicht eine runter hauen.
    Damit ich ihn danach gleich wieder in die Arme schliessen könnte.
    Ob das funktionieren würde, weiss ich nicht.
    Mein Sohn meinte jedoch, Schweigen und Liebesentzug sei für ihn viel schwieriger zu verkraften.
    Schlagen ist sicher die einfachste und primitivste Lösung.
    Das zweite Kind haben wir übrigens noch viel seltener „geschlagen“, vielleicht, weil es ein Mädchen ist, oder auch, weil wir uns als Eltern weiter entwickelt haben?
    Ich glaube, nur wer mit Kinder in erziehender weise zu tun hat, kennt diese unheimlichen inneren Abgründe, die sich in einem selbst plötzlich auftun können, wenn man an seine Grenzen kommt.
    Schlagen, um meine Macht auszuüben, das kenne ich nicht. Aber schlagen, oder das Bedürfnis zu schlagen, aus meiner unerträglichen Machtlosigkeit heraus, dass kenne ich leider schon. Ich bin gar nicht stolz darauf.

    Wenn mein Kind ein anderes schlägt: Meinen Kindern wurde eingeschärft, 3x sagen „hör auf“ und Problem auf verbaler Ebene zu lösen versuchen. Schläge von anderen Kindern abwehren aber selbst nicht zu schlagen. Nach 3 maliger missachteter Warnung darf zugeschlagen werden. (Auch wenn der Angreifer ein Mädchen ist!) Bis jetzt klappte das ganz gut.

    Um Kindern beizubringen, was weh tut, kann man auch Freundschaftskämpfe machen zu Hause. Was bei uns besonders Vater und Sohn mit grossem Spass sehr oft tun. Da wird schnell klar, was geht und was nicht. Solange danach nicht immer derselbe heult, finde ich das sehr positiv.

  • bigmama sagt:

    @Marcel: Am Arbeitsplatz ist manchmal jedes Mittel Recht um KonkurrentInnen zu eliminieren. Hoffe schwer, dass du es dort nicht mit Ohrfeigen versuchst. Diese Ohrfeigen würden garantiert schaden, nämlich dir. Es ist übrigens nicht allen Menschen jedes Mittel Recht sich am Arbeitsplatz durchzusetzen. Genauso wie zu Hause. Man kann sich auch knallhart durchsetzen ohne Ohrfeigen. Erziehung erfordert sowohl ein gewisses Mass an Konfliktfreudigkeit wie auch an Selbstkontrolle. Mit der Hölle droh ich nicht, aber mit anderen Konsequenzen habe ich auch schon gedroht und das auch durchgezogen.

  • @Hägar
    Mooooment! Ich hab ja gar nichts dagegen, wenn jemand das für sich gut findet. Der Herr meint aber, dass Elterncoaching viel mehr propagiert und zum Selbstverständnis werden sollte – Und das mag ich nicht. Bitte halten Sie mich nicht für eingebildet oder hochnäsig, aber ich will eigentlich gar nicht wissen, was in einem Erziehungskurs abgeht. Sollten wir Eltern zu einem späteren Zeitpunkt mal in Bedrängnis geraten, was unsere Erziehung betrifft, werde ich mich vielleicht mit dieser Lösung befassen. Aber nicht als Selbstverständnis.

    @Thomas1
    Ja… ich mag Sie auch! 😉

  • rb sagt:

    @ Pu
    Zitat „Übrigens, diejenigen Eltern, deren Kinder pflegeleicht sind und sowieso folgen, sollen sich bitte aus der Diskussion heraushalten, wie auch alle anderen Theoretiker…“

    Ich bin erleichtert! Endlich jemand, der entscheiden, wer hier mitreden darf und wer nicht. Es war ja nicht auszuhalten, dass in dieser Diskussionsrunde tatsächlich Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen ihre Meinungen und Ansichten austauschten. Dem muss man doch dringend ein Ende setzen, zum Glück sind sie jetzt da.

  • Marcel sagt:

    @Pu:

    – Anbrüllen?
    – Stundenlang schweigen?
    – Im Zimmer einsperren?
    – Ohne Essen ins Bett?
    – Teddy wegnehmen?
    – Mit der Hölle drohen?

    Mit der Hölle drohen, das wäre mir bis jetzt noch nie in den Sinn gekommen. Aber Ihre Liste ist mal ein guter Anfang. Zynismus- eingebettet in konsequentes Handeln- das zieht auch noch. Beissender Zynismus, versteht sich. Das hat erst noch den Vorteil, das man dabei nicht laut werden muss!

    By the way: Gargamel und alle anderen Anhänger der Gewaltlosigkeit (an solche Uopien glaube ich leider nicht): Ich habe meine Tochter noch kein einziges Mal in all den Jahren geohrfeigt, geschlagen oder sonst etwas. Kein einziges Mal! Insofern ist meine Haltung gegenüber der Ohrfeige eine ausgesprochen theoretische…

  • Peter sagt:

    Alles recht und gut was ihr hier Debattiert,
    aber wer ist denn eigentlich verantwortlich für das Tun und Handeln seiner Sprösslinge?
    Sind es denn nicht mindestens die Eltern die dem „Nervenbündel“ zeigen oder sagen müssen wo der Hammer hängt!?
    Ein Kind welches alles machen darf, und von niemanden in die Schranken gewiesen wird,
    lernt somit auch keine Grenzen kennen!!
    Es ist für mich schon peinlich genug wenn ich Eltern mit einer Anti-Autoritären Erziehungmethode zusehen muss!!
    Ich könnte Ko…. wenn ich dann dieselben Eltern irgendwo in einer Zeitschrift wieder sehe unter der Rubrik :
    Hilfe mein Kind macht mit mir was es will !!

    Elterncoching: Ja super !!! Brauchen wir wirklich Hochstudierte Pädagogen oder Super Nannys (welche nicht mal eigene Kinder haben) die uns sagen, wie man am besten Kinder erzieht? Für mich ein klares Nein!

    Zum Thema Gewaltfreie Kommunikation…… schon mal versucht in einen Löwen Käfig zu steigen,
    und dann mit dieser Hochgepriesenen „Gewaltfreien Kommunikation“ zu Überleben??

    Ich bin selber Vater von zwei mittlerweiligen Teenagern,
    für mich stellte sich nie die Frage, ob ich meine Kids mit dem Stock in der Hand Erziehe!
    Trotzdem; wenn ein Kind nicht den nötigen Respekt oder Anstand auch gegenüber den Eltern oder Drittpersonen lernt,
    Wünsche ich diesen Eltern viel Spass und gute Besserung!

    @ Roger Sorry aber da muss ich mich Wolfgang anschliessen!

  • Marcel sagt:

    @gargamel: Die Frage, weshalb jede Form von Gewalt (aber buchstäblich jede, sogar ein einziges, lautes Wort kann bereits dazugehören) automatisch pathologisiert wird, hat eigentlich zum Zweck gehabt, aufzuzeigen, dass Gewalt eine Begleiterscheinung der menschlichen Spezies ist. Man kann auch mit Freud und seinem Todestrieb argumentieren- dem Gegenstück zur Libido. Wer glaubt, ersterer liesse sich einfach eliminieren, liegt falsch. Als ob wir jemals eine friedliche Horde von Primaten gewesen wären. Man darf ja sein Kind in der Öffentlichkeit kaum mehr lautstark zurechtweisen, ohne dabei misstrauische Blick zu kassieren.

    Wir sind ständig krampfhaft bemüht, jede Form von Konflikten ach so friedlich mit Worten und Gesten und allem Pipapo zu lösen- was für ein lächerliches Gebaren! Gelegentlich eine Ohrfeige- also das kann beim besten Willen nicht schaden. Als letztes Mittel versteht sich- nicht als Machtmittel.

    Was für friedfertige, verständige Wesen wir sind, zeigt sich in der Arbeitswelt: Da ist manchmal jedes Mittel recht, um KonkurrentInnen zu eliminieren.

    Aber kaum zuhause angekommen, verwandeln wir uns wie durch ein Wunder in die friedfertigsten, zivilisiertesten Wesen und schalten den Fernseher ein, um unseren gebildeten Blick über all die Hungerkatastrophen und Kriege schweifen zu lassen- wenn möglich noch mit dem Nachwuchs.

    Lächerlich ist das- und zudem völlig unglaubwürdig: Das merkt doch jedes Kind!

  • Thomas1 sagt:

    Herr Wahl, es tut mir leid für Sie, dass Sie als Kind so feste auf den Kopf bekommen haben. Kann man Ihnen helfen?

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Ich denke nicht dass Rogers Überlegungen einfach nur Mist sind. Sie können nicht einfach von sich aus auf andere schliessen. Erziehungskomptetenz besteht aus Intuition, Erfahrung, Wissen und auch aus Lernen, dagege sagt ja niemand etwas. Ihre Aussasge lässt eher darauf schliessen, dass Sie wenig Ahnung haben, was in so einem Erziehungs-Kurs, z.B. Triple P gelernt wird. Empowerment ist damit gemeint: Menschen in ihrem eigenen Wissen und Können zu bestärken, ermutigen und fördern. Wenn Sie mit Ihren Kindern auf dem Berg hinaufsteigen und ein Kind kommt an die Grenzen, dann sind Sie als Vater da, stützen, ermutigen oder helfen z.B. den Rucksack tragen. Eltern sein ist nicht immer so einfach und sie haben vielleicht nicht so eine Vorstellung, wie das andere Eltern an den Rand treiben kann, weil es bei Ihnen nicht so ist. Zudem ist Erziehung wesentlich komplexer geworden, wir differenzieren viel mehr aber unsere Welt ist auch verdammt anspruchsvoll für uns alle und hat sich beschleunigt. Die Einmischung vom Staat hingegen, ist durchaus kritisch zu prüfen. Aufgezwungen Erhiehungskurse wie dies nun bei den Hunden der Fall ist, halt ich für sehr heikel. Es sollen Angebote gemacht werden, die sollen kostengünstig sein und in der Regel freiwillig. Dort wo es zu gravierenden Fehler kommt, greift unser Gesetz recht gut (Kinderschutz) aber Erzhiehungskurse könnten präventiv einiges bewirken.

  • Pu sagt:

    Die Diskussion pro und contra Körperstrafe kann endlos weitergeführt werden. Was mich stattdessen interessieren würde: Was ist das Repertoire an „letzten Mitteln“ derjenigen, die jede körperliche Intervention ausschliessen? Leider hat von den Lesern, die von sich sagen, sie würden bei Fehlverhalten „Konsequenzen ziehen“, noch niemand geschrieben, was das im Extremfall bedeutet:

    – Anbrüllen?
    – Stundenlang schweigen?
    – Im Zimmer einsperren?
    – Ohne Essen ins Bett?
    – Teddy wegnehmen?
    – Mit der Hölle drohen?

    Ich bin gespannt. Was gibt es sonst noch?
    Und dann sollten wir auch darüber diskutieren!
    Übrigens, diejenigen Eltern, deren Kinder pflegeleicht sind und sowieso folgen, sollen sich bitte aus der Diskussion heraushalten, wie auch alle anderen Theoretiker…

  • @Roger

    Zitat: „Beides müsste in Kursen udn Übungen etc. viel mehr angewandt und geübt werden. Überhaupt müsste Elterncoaching viel mehr propagiert und zum Selbstverständnis werden…“

    Ja genau… am besten das eigene Hirn, Herz, Gefühl und Intuition ausschalten und sich durch irgendwelche Besserwisser bevormunden lassen. Scheint ein richtiger Trend zu sein. Die Gesellschaft lechzt regelrecht nach Bevormundung: Elterncoaching, Sekten, Esotherik und was alles noch… Und nachdem ich Ihre Bücher gelesen habe, bekomme ich ein Zertifikat mit Garantie, dass meine Kinder nicht schräg rauskommen? Und wenn doch? Ja… dann ist alles andere Schuld, nur nicht die Besserwisser.

    Echt… Roger, so ein Mist.

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Danke für die persönliche Stellungsnahme. Was sie beschreiben, tönt überzeugend.

  • Roger sagt:

    Liebe Leute
    Warum hat hier noch niemand auf Kinderrechte und Kinderschutz hingewiesen? Warum soll für Kinder was anderes gelten als für uns Erwachsenen? Wir schlagen einander normalerweise auch nicht einfach und wenn, dann ist es strafbar… Leider gibt es in der Schweiz keine Rechtsnorm, die Körperstrafen in der Familie verbietet… Die Familie ist halt immer noch heilige Kuh, in der auch viel Schlimmes passiert. Erziehung ist in erster Linie Beziehung, Beziehungen funktionieren längerfristig nur ohne Gewalt und wollen wir unsere Beziehungsfähigkeit in GEsellschaft erhalten, sind wir auch gezwungen an unserer Konfliktfähigkeit zu arbeiten – dies gilt für Kinder wie für Erwachsene, nur haben dabei letztere aufgrund von Entwicklungsvorsprung mehr Verantwortung, mehr Macht. Macht heisst noch nicht: Gewaltanwendung. Es gibt bestrafende und beschützende Macht. Letztere definiert Grenzen und ist eine Frage der Haltung. Echte wertschätzende Haltung kommt ohne Gewalt aus, aber nicht ohne Grenzen. WEnn BEziehungsgrenzen nicht mehr halten, dann kommt der Staat ins Spiel und dort ist dann schon mehr GEwalt im Spiel, aber auch dort gilt: Verhältnismässigkeit udn körperliche GEwalt kommt dabei ganz am Schluss… Ich empfehle allen Mamas und Papas die Bücher „Gewaltfreie Kommunikation“ – einfach zu lesen – und „Autorität durch BEziehung“. Beides müsste in Kursen udn Übungen etc. viel mehr angewandt und geübt werden. Überhaupt müsste Elterncoaching viel mehr propagiert und zum Selbstverständnis werden. Heute gibt es kaum Schwierigeres, als Kinder zu guten Menschen zu erziehen…
    Darum zum Schluss ein Lob auf alle Eltern, die ihren Kindern mit Echtheit und viel, viel Liebe gegenübertreten!!!!
    Lg Roger

  • Beatrice sagt:

    Es ist grundsätzlich nicht erlaubt zu schlagen.
    Weder Erwachsene unter sich und es geht schon
    gar nicht, dass Erwachsene Kinder schlagen.
    Auch keine Ohrfeige.

  • chrigel sagt:

    @michèle binswanger: Habe etwas dazugelernt und für den ersten Satz 😉

  • rb sagt:

    @ gargamel: Ich bin absolut Ihrer Meinung! Eltern sollen unbedingt ihren Kindern die Welt der Bücher, des Wissens, kulturelle Inhalte, Musik, Sport und alles was es Wunderbares und Spannendes auf dieser Welt gibt, zeigen. Falsch ist aber die Erwartung, dass man aus jedem Kind einen Athleten oder einen Bücherwurm machen kann. Das Kind wird mit zunehmendem Alter vermehrt Umwelten aufsuchen, die seinen Neigungen entsprechen (aktive Genom-Umwelt-Passung). Die Aufgabe, dem Kind die verschiedenen Optionen aufzuzeigen und es in seinen Interessen zu unterstützen, auch wenn sie nicht mit den eigenen Erwartungen und Wünschen übereinstimmen, ist zweifellos sehr anspruchsvoll.

  • Lothar sagt:

    In diesem Blog ist viel von „Grenzen setzen“ die Rede. Das ist so ein nutzloser Begriff, hinter dem sich alles, von der Prügelstrafe bis zur fruchtlosen intellektuellen Diskussion mit dem Zweijährigen verstecken lässt. Ausserdem suggeriert er, dass Eltern immer und überall objektiv entscheiden, was gut ist für ihre Kinder und was nicht.
    Ich bin zweifacher Vater, und ich weiss, dass man immer wieder Grenzen setzen muss – allerdings angemessen und ohne Ohrfeigen. Aber ohne Ausübung von Macht geht das nicht.
    Viel wichtiger, aber auch schwieriger, weil persönlicher, ist die Diskussion darüber, dass Eltern auch Grenzen HABEN. Wir sind auch Menschen und keine Erziehungsmaschinen. Das Problem beginnt für mich dort, wo Eltern nicht zu ihrer eigenen Unzulänglichkeit stehen können. Wenn meine Kinder wissen: „Papa hat heute schlechte Laune“, ist das kein grosses Problem und letztlich eine soziale Lernerfahrung. Wenn sich aber Eltern, und das ist immer wieder zu beobachten, hinter dem Begriff „Grenzen setzen“ verschanzen, üben sie Gewalt aus, auch wenn sie nicht zuschlagen. Oder am Beispiel ausgedrückt: Wer Grenzen hat, sagt: „Ich bin müde, lass mich mal kurz in Ruhe.“ Wer Grenzen setzt, sagt in der gleichen Situation: „Du hast einen Fehler gemacht. Du musst lernen zu merken, wann du mich stören darfst.“

  • gargamel sagt:

    @marcel: weil unsere gesellschaft das gewaltmonopol an den staat abgetreten hat (was auch richtig ist so) und unser strafrecht (unter anderem) auf einem allgemeinen gewaltverbot beruht.

    hätten sie lieber selbstjustiz und blutrache?

  • Marcel sagt:

    Warum wird eigentlich jede Form von Gewalt in unserer Gesellschaft augenblicklich pathologisiert?

  • gargamel sagt:

    @rb: 🙂

    erziehen ist ja nicht nur einflussnahme auf die persönlichkeit des kindes, sondern auch das einüben und beibringen von regeln und verhaltensweisen, die einem das (zusammen-)leben erleichtern, das erleben positiver gefühle (geborgenheit, anerkennung, liebe, etc.), das kennenlernen von ideen und weltsichten, usw.

    es gibt einige studien darüber, wie kinder zum bücherlesen kommen. das fazit ist eigentlich immer dasselbe: lesen die eltern nicht, so wird deren kind mit hoher wahrscheinlichkeit auch nicht lesen.

    der ganze trick mit dem zugänglich machen des kulturellen kapitals (bourdieu) ist meiner meinung nach eben auch ein teil der erziehung… ein sehr wichtiger sogar…

  • chrigel sagt:

    @gargamel: das Fettschreiben….

    @gargamel und rb: Arbeiten in Abwesenheit des Chefes ist schon angenehmer – bin auch Fan davon.

    • Michèle Binswanger sagt:

      @Chrigel: Das von ihnen identifizierte „Michèle Binswanger-Virus“ habe ich meinerseits von meinen Vorgesetzten eingefangen. Aber es gibt tatsächlich und ganz offiziell die „Binswangersche Krankheit“. Eine Art von Demenz.

  • dein chef sagt:

    was machst du denn hier im blog?! sofort in mein büro!

  • rb sagt:

    @gargamel Habe zwei Gemeinsamkeiten mit Ihnen entdeckt: 1) Mein Chef ist ebenfalls abwesend, was mir massenhaft Zeit lässt, um hier die Diskussion zu verfolgen und 2) Unterhaltungen mit militanten Christen (oder militanten Anhängern anderer Religionen) finde ich auch sehr interessant… obschon ich ob Argumenten der Art „Wenn es Gott nicht gäbe, würden wir ja umsonst beten, folglich gibt es Gott“ manchmal fast verzweifle. Und hier in diesem Forum vertrete ich die Meinung, dass -kurz gesagt – elterliche Erziehungsstile langfristig keinen Einfluss auf die Persönlichkeit des Kindes haben – das sagt wohl alles über meine Einstellung gegenüber aussichtslosen Diskussionen.

  • Thomas1 sagt:

    Zurück zum Thema: die Wahrscheinlichkeit, dass wir von unserern Kiindern nachgeahmt werden, ist nicht klein. Wer also riskieren will, seinen Kindern einzubläuen, dass man durchaus gewalttätig werden darf, wenn einem nichts anderes einfällt, so soll er/sie dies tun. Er oder sie soll sich einfach bewusst sein, was er zum Nachahmen freigibt, dazu stehen und sich nicht wundern, sollten die Kinder eines Tages die gleiche Haltung in die Welt hinaus tragen.

  • Vietcong sagt:

    @ Maja

    „Ganz klar – ein Starker schlägt keinen Schwachen.“

    willkommen in der wirklichkeit frau maja. da draussen schlagen die starken jede sekunde die schwachen. gewalt kann man alleine schon dadurch rechtfertigen, damit man die schwachen vor den starken schützen kann.

  • Vietcong sagt:

    @ administration

    könnt ihr bitte endlich mal den rss feed link so einstellen, dass man ihn auch abonnieren kann? merci

  • Maja sagt:

    Ganz klar – ein Starker schlägt keinen Schwachen.

  • gargamel sagt:

    @chrigel: das michèle binswanger virus? was ist denn das..?
    bin einfach opfer der abwesenheit des chefs (ist die katze aus dem haus…), der sommerflaute sowie meiner vorliebe für aussichtslose diskussionen (rede auch gerne mit militanten christen…) 🙂

    @wahl: ja, das ist natürlich auch eine möglichkeit zu diskutieren…

  • Vietcong sagt:

    @ Mac

    „- Bis zu welchem Altern soll man Kinder schlagen dürfen (3,5, 7, 9, 12,14,16… Jahre?)?“
    bis sies gelernt haben 😉 im ernst: die frage ist kaum zu beantworten. man kann dies kaum an einem bestimmten alter festmachen. auch helfen ohrfeigen sicher nicht bei allen kindern und schon gar nicht in allen situationen. man soll in ausnahmefällen zulangen dürfen, bis das kind 16 ist und das schutzalter verlässt.

    „- Wie gewöhnt man an Ohrfeigen gewöhnten Kindern die Ohrfeige wieder ab – spätestens dann muss man ja als Eltern Alternativen haben?“
    ich denke, wenn sich das kind an ohrfeigen gewöhnt hat, hat man schon verloren. die alternativen müssen vorher kommen.

    „- Wie verhält man sich als schlagende Eltern, wenn sein Kind andere Kinder schlägt und man dann z.B. vom Lehrer oder den anderen Eltern daruf angesperochen wird?“
    immer offen und ehrlich wie sonst auch überall. es gibt nunmal kinder die andere verprügeln und solche die verprügelt werden. so sind die menschen nun mal. kinder können übrigens weitaus grausamer sein, als sich zu verprügeln. so eine keielerei ist völlig normal.

    „- Was sagt man, wenn das Kind dann vor anderen sagt “… aber ihr schlag mich ja auch?” Wie erklärt ihr dem Kind dann den Unterschied, wann man schlagen darf/soll und wann nicht?“
    offen und ehrlich: dass eine elterliche ohrfeige gewalt im erzieherischen sinne ist, wenn alles andere versagt und dass eine kinderkeilerei gewalt im eigennützigen interesse ist, somit egoistisch und sonst keinem ziel dienend.

  • bruno sagt:

    kindern muss man schranken und grenzen setzen.
    wenn eltern ihrem kind auch noch beibringen würden was recht / unrecht und anstand ist,
    wird es auch verstehen wenn dem elternteil mal die hand ausrutscht oder an den haaren zupft.
    aber genau hier liegt ja das übel.eltern wollen / können kinder nicht mehr erziehen aus zeit oder sonst welchen gründen.
    es ist einfach wie bei einem hund.wird er nicht geführt tanzt er jedem auf der nase rum.
    auch ich wurde „geschlagen“.von meinen eltern wie auch mal vom lehrer.aber ich wusste immer warum und wieso .
    das hat mir dann die berechtigten „grenzen“ wieder gezeigt.

  • chrigel sagt:

    Hey, sind wir alle arbeitslos, auf Urlaub oder Millionäre?? Ansonsten kann ich mir unsere Präsenz in diesem Blog nicht erklären. Und smile, ich schliesse mich mit ein.

    Schönen Tag an alle.

    @gargamel: haben Sie das Michèle Binswanger Virus erwischt 😉

  • Vietcong sagt:

    „und der zu Recht verpönten Gewalt liegen. Andererseits muss eine körperliche Intervention nicht immer gleich eine Katastrophe sein. Ich selbst wurde nie geschlagen. – Eines Tages hielt sie mich an den Haaren fest. Ich lief nie mehr davon.“

    sie geben sich die antwort gleich selber. an den haaren festhalten oder eine ohrfeige: beides sind per se gewalttätige handlungen. gewalt die von einer person auf eine andere ausgeübt wird. in diesem fall sogar von einem stärkeren auf einen schwächeren. zum zweck des erziehens. scheinbar hats bei ihnen geholfen. und ich muss sagen, dass ich im nachhinein froh bin um jede ohrfeige die ich mir damals eingehandelt habe. wäre ich nicht in diese mauer gerannt – ich hätte keine grenzen gefunden.

    gewalt ist nicht zu recht verpönt. sie schreckt ab. aber anwendung findet sie jeden tag und überall. wie alles, kann auch gewalt zum guten wie zum schlechten ge- resp. missbraucht werden. ein polizist muss auch gewalt anwenden um einen kriminellen zu fangen. ist diese gewalt schlecht?

    bei meinem namen kommt mir da gleich noch ein weiteres beispiel: als amerika vietnam angriff (ist jetzt ziemlich abgekürzt die geschichte), ist es dann verwerflich, wenn vietnamesen amerikaner töten?

  • @gargamel

    Zitat: „wer soll dann bestimmen, wer verwahrt wird? sie? eine öffentliche abstimmung? oder sollen wir einfach jeden “Kindermörder, Vergewaltiger, Schläger etc” lebenslänglich einlochen (das wird teuer!) oder besser gleich erschiessen?

    Eben… wie sagte ich, Sie verstehen das eh nicht. Es hat gar keinen Wert, da noch näher drauf einzugehen.

  • @Hägar

    Gut Herr Hägar… wie orientiere ich mich: Meine Frau und ich gestalten die Erziehung gemeinsam und wir sind stets bemüht, gemeinsam Lösungen zu finden. Ich denke, es ist schon mal sehr wichtig, dass Eltern nicht gegen einander arbeiten. Wir orientieren uns in erster Linie nach unserem Gefühl, Beobachtungen und Erfahrungen auch von Bekannten. Zudem haben unsere Kinder ein grosses Mitspracherecht: Sie sagen uns ganz geanau, was jetzt für sie gut oder weniger gut läuft, dann wird das besprochen und evtl. auch danach gehandelt. Sanktioniert wird NUR in Absprache mit meiner Frau u. umgekehrt. Wir hören oder sehen uns auch Diskussionen an, wo über Erziehungsfragen gesprochen wird und vergleichen mit unsreren Ansichten. Dort und da ist doch etwas dabei, was wir dann für uns übernehmen.

    Reicht das?

  • Mac sagt:

    Um wieder zurück zum ursprünglichen Thema zu kommen:

    Wie schon oben erwähnt, bin ich gegen jede Form der Gewalt Kindern gegenüber. Dies von der Überzeugung her, dass ich auch hier prägende Vorbildfunktion habe.

    Darum interessiert mich von den „Ohrfeigen – Befürwortern“:
    – Bis zu welchem Altern soll man Kinder schlagen dürfen (3,5, 7, 9, 12,14,16… Jahre?) – denn ab einem gewissen Alter schlagen diese ja dann zurück (und dass will man ja als Eltern nicht)?
    – Wie gewöhnt man an Ohrfeigen gewöhnten Kindern die Ohrfeige wieder ab – spätestens dann muss man ja als Eltern Alternativen haben?
    – Wie verhält man sich als schlagende Eltern, wenn sein Kind andere Kinder schlägt und man dann z.B. vom Lehrer oder den anderen Eltern daruf angesperochen wird?
    – Was sagt man, wenn das Kind dann vor anderen sagt „… aber ihr schlag mich ja auch?“ Wie erklärt ihr dem Kind dann den Unterschied, wann man schlagen darf/soll und wann nicht?

  • gargamel sagt:

    @wahl:
    und wer soll dann bestimmen, wer verwahrt wird? sie? eine öffentliche abstimmung? oder sollen wir einfach jeden „Kindermörder, Vergewaltiger, Schläger etc“ lebenslänglich einlochen (das wird teuer!) oder besser gleich erschiessen?

    und aufgrund von was hat das bundesamt asbest denn nun verboten? nach dem kaffeesatz lesen? oder weils im horoskop stand? oder wohl vielleicht doch aufgrund einer wissenschaftlichen studie..?

    der affe hat sich nicht zum menschen entwickelt, das nur nebenbei.
    den frühen (steinzeit) menschen war sicher nicht bewusst, dass es zwischen sex und kinderkriegen einen zusammenhang gibt.

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    In den Haaren liege ich mit rg nicht, sondern wir führen eine (wissenschafglichen) Disput von dem so hoffe ich, dass wir beide davon profitieren können. Sie als Vater von zwei Kindern sind sie ein anders Profi und das schätze ich an Ihnen. Ihre Kritik an dem vielen Wissen und der fehlenden Orientierung teile ich durchaus. Daher Frage zurück: Woran und wie orientieren Sie sich? Wie wissen Sie was gut für Sie, Ihre Frau und ihre Kinder ist. Wie erziehen Sie, wie strafen, wie sanktionieren Sie. Wie entscheiden Sie die vielen Dilemmas im Alltag, wo es keine gute Lösungen gibt sondern nur „zweitgute“?

  • Hägar sagt:

    @Fischli
    Nein, Sie reden sich meiner Meinung nach nicht heraus, sondern nehmen Stellung und das schätze ich. Eine Kind eine Woche lang anschweigen ist enorm brutal, diese Form von Liebesentzug finde ich schlimm.
    @gulifer1
    Danke für ihr mutiges Statement. Oh ja, Kinder sind enorm anstrengend und Fehler passieren uns regelmässig. Daher plädiere ich dafür, unsere Fehler als Teil im täglichen Umgang mit den Kindern einzubauen. Unser Umgang mit Stress, Überforderunge, mit Unglück, Wut und Zorn kann uns zu den Vorbildern machen, die wir uns als Kind gewünscht hätten. Dazustehen und zu sagen: Es tut mir leid, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, Versöhnung zu feiern und aus Fehlern zu lernen, scheint mir nicht nur unverzichtbar, sondern gerade mitten im Herz zu berühren: Das ist gelebte und erlebte Liebe. Unser Scheitern ist ein Teil davon.
    Auch gebe ich zu bedenken, dass unsere Fehler nicht unser individuelles, persönliches Versagen ist, sondern ein Zusammenspiel auf verschiednen Ebenen darstellt. Die Familienpolitik in der Schweiz versagt in verschiedenen Bereichen und lässt Eltern oftmals alleine, auch das kann mitspielen..Aber oft sind es unsere eigenen Erziehungserfahrungen, die uns am meisten prägen.

  • @Hägar
    Als falsch tue ich eh nichts ab und disqualifizieren auch nicht, weil ich es nicht besser weiss. Warum weiss ich es nicht besser? weil es soviele verschiedene „Wissen“ gibt. Sie und rb liegen sich doch auch in den Haaren, obwohl – so wie es mir scheint – beide ganz schön gebildet sind. Nun, wenn sich schon Gebildete in ihren Ausführungen nicht einig sind, wie soll ich da in meiner Bescheidenheit eine Position finden? Einfach dem Recht geben, der zuletzt redet…? Kann es auch nicht sein, oder?

    @gargamel
    Zitat: „jeder Verwahrte ist aufgrund eines gutachtens verwahrt.“ Ja ja, aber nicht jeder der verwahrt werden sollte, wird verwahrt. Und das zum Leidwesen der Bevölkerung, welche nun einfach damit leben muss, dass ein Kindermörder, Vergewaltiger, Schläger etc als potentielles Risiko unter uns leben darf. Ich bin mir sicher, das verstehen Sie nicht, falls ich Sie richtig eingeschätzt habe.

    Dann zu Ihrer Offenheit: haben Sie schon den / tag versucht?
    Ich denke für die Gefährlichkeit von Aspest gibt es nicht so viele verschiedene Studien, wie für unser Thema hier. Zuden vertraue ich dem Bundesamt, der nämlich einen Stoff verbietet, wenn er tatsächlich schädlich ist. Sex und Kinderkriegen – Wissenschaft? Da frage ich mich, wie es der Mensch schaffte, sich vom Affen zum Menschen zu entwickeln, gab es doch zu dieser Zeit noch keine Wissenschftler.

  • gargamel sagt:

    @fischli: dinge sind nie so einfach wie sie scheinen: und ob man (achtung, polemisch!) der ohrfeigenfront oder der pazifistenfront angehört oder sich irgendwo dazwischen sieht hat sehr stark mit dem eigenen menschenbild und weltverständnis zu tun. und da sind eben genetik, bibel und gott weiss was noch nicht weit.

    getraut sich jemand von den vertretern der „erzieherischen ohrfeige“ mal ein beispiele zu geben, wann sie die einsetz(t)en? die ganze diskussion wird dann vielleicht etwas weniger theoretisch…

  • gargamel sagt:

    @rb: wird wohl ein weilchen dauern, bis ich das alles durchgekaut habe, aber schon caspi, mcclay et al studie hat in ihrem ansatz, dass „maltreatment increases the risk of later criminality by about 50%“ und interessiert sich vor allem für die frage, warum die meisten doch nicht kriminell werden und begründet diesen schutzmechanismus biologisch.

  • Fischli sagt:

    Hört bitte auf – die Frage lautet: Ohrfeige ja oder nein, das hat mit der Genetik, der Bibel oder weiss Gott noch was (!) zu tun, sondern einfach mit den Eltern und ihren Kindern.

    Konsequent sein ist das schwierigste in der Kindererziehung überhaupt – und auch das anstrengendste. Ich habe meine Kinder geschlagen, ja, vielleicht ein oder zweimal, als sie noch sehr klein waren. En Chlapf ufs Fudi, gepolstert mit Windeln… Eine schlechte Ausrede? Vielleicht, aber immer noch besser, als eine Woche Schweigen – so, wie es meine Freundin erlebt hat…

    Schläge sind grundsätzlich schlecht – aber als aller-aller-letztes Mittel, um sowohl Kind als auch Eltern die Möglichkeit zu geben zu sagen, dass es nun wirklich allerletzte Minute ist?

  • gargamel sagt:

    @rb: danke!

  • gargamel sagt:

    @wahl: als mumpitz verdammen, habe ich geschrieben… und das entspricht „nichts sagend“ in etwa… wie war das mit dem verdrehen von aussagen..? 😉

    Dass fast jedes nicht nachvollziehbare Gerichtsurteil sich auf psychologische Gutachten stützt ist wohl nicht wegzulügen… oder?
    sehen sie, was sie hier machen? alleine der versuch, ihre aussage zu widerlegen, ist in ihren augen bereits eine lüge. das ist alles andere als ehrliche kommunikation.

    zu ihrer aussage:
    jeder verwahrte ist aufgrund eines gutachtens verwahrt.
    die kinderbande von winterthur, die einige üble dinger auf dem kerbholz hat muss mit bizarr leichten strafen rechnen, weil unser jugendstrafrecht keine härteren vorsieht… ganz ohne gutachten.
    raser werden immer noch zu milde angefasst, weil rasen in vielen (richter-)köpfen nach wie vor ein kavaliersdelikt ist und das strafrecht (zu) viel spielraum lässt… ganz ohne gutachten
    jugendliche schläger werden auch aufgrund des jugendstrafrechts zu milde angefasst – auch ohne gutachten

    Sehen Sie, was ist wissenschftlich abgestützt und überprüfbar? Nichts! Nur weil Sie das so sehen (wollen), heisst es nicht, dass das stimmt. Wissenschaftlich abgestützt ist jede Studie, denn bloss Wissenschaftler können Studien erstellen – und weil ich in meiner Bescheidenheit kein Wissenschaftler bin, kann ich es auch nicht überprüfen.

    das ist, verzeihen sie meine offenheit, blödsinn.
    1. nichts ist wissenschaftlich abgestützt und überprüfbar? einfach ein paar willkürliche beispiele: asbest ist also vermutlich nicht krebserregend. rauchen schadet vermutlich nicht. der apfel fäll nicht immer zu boden, sondern manchmal nach oben. sex und kinderkriegen haben keinen ursächlich beweisbaren zusammenhang…
    2. eine studie ist nicht wissenschaftlich, weil sie ein wissenschaftler erstellt hat. sie ist wissenschaftlich, wenn sie nach wissenschaftlichen methoden der erkenntnisgewinnung erstellt wurde, also überprüfbarkeit und falsifizierbarkeit.
    3. daraus folgt, dass sie eben nicht ein wissenschaftler sein müssen, um eine studie beurteilen zu können. die studie muss ihre aussagen nämlich belegen können (die religion und die sekte können einfach behaupten).

    gross-/kleinschreibung: da ich nur über „system adler“ verfüge, würde das beachten von gross-/kleinschreibung mein eh schon lahmes tipp-tempo noch weiter senken…

  • rb sagt:

    @gargamel: Da hier wohl die wenigsten Zugang zu einer Datenbank mit wissenschaftlichen Publikationen haben, hier ein paar Quellen, die auch online oder in grösseren Bibliotheken auffindbar sein müssten (habe ich aber nicht überprüft). Die Interessierten finden in den finden in den Arbeiten Verweise auf die zugrundeliegenden Studien, aber seitenweise Abhandlungen über methodologische und statistische Aspekte einer Studie sind für viele nicht spannend. Sorry für das komische Zitierformat, habe keine Zeit es in APA-Norm umzuschreiben:

    Avshalom Caspi, Karen Sugden, Terrie E. Moffitt, Alan Taylor, Ian W. Craig, “Influence of Life Stress on Depression: Moderation
    by a Polymorphism in the 5-htt Gene,” Science (2003): 386–389.
    Avshalom Caspi, Joseph McClay, Terrie E. Moffitt, Jonathan Mill, Judy Martin, Ian W. Craig, “Evidence that the Cycle of Violence in Maltreated Children Depends on Genotype,” Science 297 (2002): 727– 742.
    Steven Pinker, The Blank Slate, weiss Verlag leider nicht…googlen
    Gary F. Marcus, The Birth of the Mind: How a Tiny Number of Genes Creates the Complexities of Human Thought (New
    York: Basic Books, 2004).
    David C. Rowe, The Limits of Family Influence: Genes, Experience, and Behavior (New York: Guilford Press, 1994).
    Matt Ridley, Nature Via Nurture: Genes, Experience, and What Makes Us Human (London: Fourth Estate, 2003).
    Robert Plomin, Michael J. Owen, Peter McGuffin, “The Genetic Basis of Complex Human Behaviors,” Science 264 (1994).
    John Tooby, Leda Cosmides, “On the Universality of Human Nature and the Uniqueness of the Individual: The Role of Genetics and Adaptation,” Journal of Personality 58 (1990): 17–67.
    Judith Rich Harris, The Nurture Assumption: Why Children Turn Out the Way They Do (New York: Free Press, 1998).
    Pinker, S. (2004) Why nature & nurture won’t go away. Dædalus.

    Habe auch ein paar Quellen für grundlegendes Wissen zum Thema eingefügt, kann nicht schaden 🙂

  • Hägar sagt:

    @rb
    Sie sprechen das Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur an und weisen darauf hin, dass Einflüsse der Kultur zur Beschreibung bzw. zur Erklärung, in diesem Falle v.a. Sozialisation alleine nicht genügen. Selbstverständlich ist dem so. Ich bin mir auch sicher, dass Sie den umgekehrten Schluss sicher nicht machen, Zwillingsforschung u.ä. vermögen einige wichtige Erkenntnisse liefern,aber die Natur alleine macht es eben auch nicht aus. Bei den Kindern ist z.B. das Temperament eine äusserst wichtiger Faktor, auch bei den Risikofaktoren und Schutzfaktoren, sowie der Resilienz/ Vulnerabiltiät werden genetische Faktoren berücksichtigt. Dies wären dann meines Erachtens einige wichtige Punkte zur genetischen Dispostion. Zu methologischen Vorgehen und den statistischen Auswertungen wenden Sie sich bitte an die Studienmacher, ich gab dies als Input in den Blog.

    @pu
    ich habe mich zu der „Ausrutscherohrfeig“ bereits geäussert. Die Diskussion hier verläuft auf verschiedenen Ebenen, ich hoffe Sie berücksichtigen dies und können meine Aussagen dennoch richtig deuten. Ich denke das geht problemlos. Meine Ausführungen beziehen sich auf die Statements die Ohrfeigen als adäquates Erziehungsmittel anpreisen.

    @Wolfgang Wahl
    Wenn Sie sich entscheiden Glauben wichtiger zu nehmen als Wissen, dann respektiere ich das. Wenn Sie aber Wissen als falsch abtun oder Wissen disqualifizieren ohne das zu begründen (ausser mit der Aussage: ich glaubs einfach nicht.), dann entziehen Sie uns ein Stück weit die Grundlage für eine Diskussion. Das Beispiel mit Antibiotika mag insofern nicht zutreffen, weil es das schnell um Leben und Tod geht, aber Sie können das beliebig austauschen.

  • @gargamel

    „Für mich nichts sagend“ ist für Sie = „verdammen“… Ok…
    Dass fast jedes nicht nachvollziehbare Gerichtsurteil sich auf psychologische Gutachten stützt ist wohl nicht wegzulügen… oder?

    Gut. Dann haben Sie in etwa eine Ahnung, wie glaubwürdig für mich psychologen und deren Gutachten sind – Und, dann verstehen Sie auch, dass ich mir nicht die Mühe mache, deren Gutachten und Studien auf möglichen Wahrheitsgehalt zu prüfen.

    Eben… da sind wir wieder beim Sektiererischen(!). Sehen Sie, was ist wissenschftlich abgestützt und überprüfbar? Nichts! Nur weil Sie das so sehen (wollen), heisst es nicht, dass das stimmt. Wissenschaftlich abgestützt ist jede Studie, denn bloss Wissenschaftler können Studien erstellen – und weil ich in meiner Bescheidenheit kein Wissenschaftler bin, kann ich es auch nicht überprüfen. Sollte jetzt aber schon langsam einleuchten… oder?

    Ihre bold-tags: Einfach nur Gross- und Kleinschreibung. Dann ist es bereits viel angenehmer zu lesen, da braucht es gar keine bold- und italic-tags. 😉 Oder denken Sie, dass Ihnen so mehr glaube…?

  • gargamel sagt:

    @thomas1: Konsequenterweise müssten sie dann ja wegen Nichtbesitzens der heiligen Schrift und deshab mangelnder Sachkenntnis in der Hölle landen…

    soweit ich weiss, ist das ja auch so… 😉

  • gargamel sagt:

    @rb: nun mal raus mit ihren quellen, ansonsten bleiben ihre anmerkungen ganz einfach behauptungen…

  • rb sagt:

    @Hägar: Ihre Studien trennen den Einfluss von Genen und Umwelt nicht, die von Ihnen abgeleiteten Aussagen können aufgrund dieser Daten nicht gemacht werden. Ich lasse die methodologisch-statistischen Anmerkungen mal weg, aber hier ein kleiner Denkanstoss: Welche Gründe könnte es nebst der Erziehung noch dafür geben, dass sozialkompetente, intelligente, disziplinierte Eltern sozialkompetente, intelligente, diziplinierte Kinder haben oder, wenn sie lieber wollen, gewalttätige, unbeherrschte, unkontrollierte Eltern gewalttätige unbeherrschte, unkontrollierte Kinder? Wenn eineiige Zwillinge, die bei der Geburt getrennt werden, sich im Erwachsenenalter gleich ähnlich sind wie solche, die Zusammen aufgewachsen sind, was sagt uns das? Weitere Befunde: Zusammen aufgewachsene Adoptivkinder sind sich gleich ähnlich, wie zwei zufällig aus der Population ausgewählte Personen, zusammmen und getrennt aufgewachsene biologische Geschwister sind sich gleich ähnlich. Hmmm….

  • Thomas1 sagt:

    Verzeihung, aber alles auf Bibelzitaten zu begründen kann ja wohl nicht ernst gemeint sein. Das würde ja heissen, dass alle ohne Besitz einer Bibel (also bevor sie geschrieben wurde und Menschen aus anderen Kulturen) dummerweise nicht das geeignete Instrument besitzen, um nachzuschlagen, wie man seine Kinder zu erziehen hat. Konsequenterweise müssten sie dann ja wegen Nichtbesitzens der heiligen Schrift und deshab mangelnder Sachkenntnis in der Hölle landen…
    Also ernst: es mag ja gut möglich sein, dass der eine oder andere gute Ratschlag in der Bibel gefunden werden kann, genauso wie in jedem anderen Buch übrigens auch. Aber es geht doch nichts über selber beobachten und selber wahrnehmen sowie selber reflektireren und selber denken. (Dann kommen Sie letztendlich übrigens zu ähnlichen Schlüssen, wie die Romanfigur Jesus)

  • gargamel sagt:

    sorry, obiger text hat einige probleme mit den bold-tags…

  • gargamel sagt:

    @wahl:

    Entschuldigen Sie Herr Hägar, aber Ihre Studien sind für mich absolut nichts sagend. Es gibt soviele Studien, über so vieles und jeder studiert es anders. Schliesslich lässt sich immer eine Studie finden, um die eigenen Interessen zu begründen. Pschologen – vermutlich ohne eigene Kinder, wie die Meisten – sind mit ihren Gutachten eher eine Gefahr als Nutzbringend, denn sie pauschalisieren. Der grösste Fehler – Und sie haben heute viel zu viel Macht. Die unglaublichen, beinahe nicht nachvollziehbaren Gerichtsurteile heute, haben wir alles denen zu verdanken.

    nun ja, für mich tönen obige zeilen schon leicht nach „verdammung in bausch und bogen“…

    und, wenn wir schon dabei sind: sie werfen den psychologen (allen, so wie es tönt) vor, dass sie pauschalisieren. und machen sie dann gleich für jedes „nicht nachvollziehbare gerichtsurteil“ verantwortlich… sie sehen die ironie, oder? 😉

    ausserdem geht es imho nicht an, wissenschaftlich abgestützte und überprüfbare erkenntnisse (bzw. studien) in denselben topf zu schmeissen, wie nicht überprüfbare heilsversprechungen von irgendwelchen religionen und sekten…

  • @Roger

    Da ist das Problem: Man hat ein Lehrmittel und bezeichnet es als heiliges Buch und gottes Wort. Muss aber dann dies und jenes anpassen, entschuldigen oder rechtfertigen.

    Der erste Brief des Johannes 2, 4-5:
    Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.

    Also, will man glauben, muss man glauben und zwar konsequent ohne ständig die Regeln zu ändern, sonst ist man ein Lügner.

    Aber besimmt finden Sie auch für dieses „Gottes Wort“ eine Ausrede, warum das jetzt plötzlich nicht mehr gilt.

  • @gargamel

    Ja gut Herr/Frau xy gargamel (es gibt nämlich auch Frauen mit xy-chromosomen) wen Sie nicht mit dem falschen bein aufgestanden und auch nicht müde sind, habe Sie zumindest die Augen nicht gewaschen.

    Nein, ich verdamme nicht Erkenntnisse von Psychologie und Soziologie einfach in Bausch und Bogen als Mumpitz. Ich habe einfach weder Lust noch Zeit alle Erkenntnisse nach nöglichem Wahrheitsgehalt zu prüfen. So habe ich es doch geschrieben, lesen Sie es doch noch mal. Religion soll ja auch entscheiden über Gnade/Verdammnis, Feuer/Ewiges Leben, Gut/Böse etc. Bei allen Anbietern dieses Glücks sind die Geschäftsbedingungen anders, weshalb ich mir auch nicht die Mühe mache, die Religionen auf möglichen Wahrheitsgehalt zu prüfen. Sektiererisch(!) sind bloss die Leute, welche die Erkenntnisse an welche sie sich klammern, den andern versuchen auf’s Auge zu drücken. Hingegen zur Kenntnis nehme ich sehr wohl, was andere denken und finden. Auch das habe ich schon mal erklärt.

  • gulifer1 sagt:

    Ich habe meinem Sohn als der fünf Jahre alt war eine Ohrfeige gehauen die Kindergärtnerin hat mich angezeigt ich wurde verurteilt zu 3 Monate bedingt und einer Geldstraffe von Fr. 4000.-. Ich habe aus meinem fehler gelernt eine Ohrfeige ist keine geeignetes mittel um einen Konflikt zu lössen, aber ich verstehe das unsere Kinder einen sehr weit bringen können. Viel wichtiger ist es den Kindern seine Wertvorstellungen vorzuleben und nicht seine eigenes Leben in den Fordergrund zu stellen, oder seiner eigenen kindheit nach zu trauern.

  • Miranda sagt:

    @gargamel.. Nein nein! Sie tönen nich aggressiv! Ich wollte nur den Schlichter spielen… 😉

  • Roger sagt:

    @ gargamel

    Hmm .. das mit dem steinigen muss man wohl im Kontext des damaligen Bundes sehen. Wir wissen ja was das neue Testament vom steinigen hält. 😉 Wer frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein ..

  • @gargamel

    Ich fühle mich immer so glücklich, wenn ich sehe, dass wir wenigstens zeitweise einer Meinung sind… 😉

  • gargamel sagt:

    gerade erst gesehen, wolfgang wahl hat den spruch bereits gepostet…

  • gargamel sagt:

    @roger: au ja, erziehungsratschläge aus dem alten testament… da sollte man ja gleich auch noch den reinnehmen:

    Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört, und wenn sie ihn züchtigen und er trotzdem nicht auf sie hört, dann sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und er soll sterben. (Dtn 21,18–21) 8)

  • gargamel sagt:

    @miranda: töne ich so aggressiv?

    nein, kein missverständnis. und auch nicht müde. ich ging damit auf einige posts von wolfgang wahl ein und wollte ihm eigentlich gar nicht vor den bug schiessen…

    und zu frei: don’t feed the troll… 😉

  • Roger sagt:

    Es heisst:

    „Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Weisung des Herrn.“

    und

    „Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn, wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht.“

    Ich denke es muss ausgewogen sein.

  • gargamel sagt:

    @wahl: puh, sie sind also wirklich empfindlich! bin sehr gut aufgestanden und ziemlich relaxed… und mein post sollte nicht angriffig rüberkommen (deshalb die smilies…).

    und um das ein für alle mal zu klären: hab einen xy-chromosomensatz. 😉

    und das am schluss war natürlich ein witz…

  • Miranda sagt:

    @Gargamel

    Da gabs wohl ein Missverständniss… Noch etwas müde? 😉 Nicht Herr Wahl hat sie beleidigt sondern Max Frei…

  • @gargamel

    Uff… mit dem falschen Bein aufgestanden?

    Letzteres ist schon fast fies… Nein, Herr/Frau gargamel, ich schau mir gar keine Brutalos an. Auch ich hab eine enorme DVD/BluRay Sammlung, jedoch vermutlich noch etwas seriöser als Sie: Sind nämlich ausschliesslich Dokus.

    Noch einen schönen Tag, gehn doch eine Stunde spzieren. Das beruhigt… 😉

  • gargamel sagt:

    @wahl: ist schon etwas einfach, alle erkenntnisse von psychologie und soziologie einfach in bausch und bogen als mumpitz beziehungsweise als sektiererisch(?) zu verdammen, weil einem die resultate nicht passen. und sich dann auch gleich noch zu weigern, sie überhaupt zu lesen.
    wenn schon, so ist doch das eine sektenmässige haltung: ich weigere mich irgendetwas zur kenntnis zu nehmen (bzw. nur schon, es zu überprüfen), das meine weltsicht in frage stellen könnte.

    und eine steinigung kann ich bisher also nicht feststellen. mit ihrer einstellung stossen sie auf widerspruch, das müsste ihnen klar sein. auch teilen sie relativ unzimperlich aus (aber mir meine spitze schreibe übelnehmen) 😉
    da müssen sie imho auch bereit sein, ein wenig einzustecken, das gehört dazu.

    und wieso halten sie mich für weiblich? weil ich mit meinen kids dominik dachs kucke? hä? ist das irgendwie unmännlich? wissen sie was, manchmal schauen wir sogar „der kleine maulwurf“!
    was schauen sie denn mit ihren? „sin city“? „hostel“? „texas chain saw massacre“? 😉

  • @ana

    Ja, Frau ana… das wissen und wollen wir doch alle auch. Nur Frau ana… was bitte unternehmen Sie als Konsequenz, wenn all Ihr gutes Zureden, Argumente, Streiten etc. plötzlich nichts mehr nützt? Keine Fiktion – Gibt es tatsächlich, jeden Tag, irgendwo. Es ist tragisch und sehr engstirnig zu behaupten, Eltern, welche ihrem Kind schon mal eine Ohrfeige verpassen, seien in ihrer Erziehung zuwenig angestrengt und machen es sich zu einfach. Irgendwie bringt das alles gar nichts… ist echt wie bei den Sekten. Sie predigen zwar Güte, Liebe und Toleranz, aber wohlverstanden – nur unter Gleichgesinnten. Andere Meinungen werden nicht mal gehört und wenn – sofort übergangen, denn sie könnten ja die eigene Überzeugung ins Wanken bringen… usw… blah blah…

  • ThomasB sagt:

    Darüber sind sich hier wohl alle einig: Kindern müssen alters- und wesengerechte Grenzen gesetzt werden. Die Frage ist nur, wie. Logisch ist, dass wir Erwachsene und insbesondere Eltern Vorbildfunktion haben, d.h. wir müssen damit rechnen, dass wir in einem gewissen Mass nachgeahmt werden. Nun muss sich also jeder fragen: was will ich lehren? Will ich meinem Kind beibringen, dass es legitim ist Gewalt anzuwenden, wenn man mal nicht weiter weiss – oder dass alle Konflikte immer auch ohne Gewalt gelöst werden können? Was will ich lieber? Oder will ich den Glauben predigen, dass man gegen Ausraster einfach nichts tun kann – oder ihm zeigen, dass man sich immer weiterentwickeln kann und selbst der temperamentvollste Mensch erfolgreich daran arbeiten kann, Ausraster umzuwandeln und zu vermeiden? Was möchte ich meinem Kind mitgeben? Jeder kann also frei wählen, wofür er steht und was für eine Gesellschaft er mitgestalten will.

  • Gurkensalat sagt:

    @Ratchanee Moorer

    Ich bin einer der früher Schläge bekommen hat. Sicher haben die schlagenden auch immer gedacht es sei jetzt die rechte Zeit dazu mit schlagen irgendwelche Probleme zu lösen
    Komischerweise hatte ich trotzdem eine „Bewegte“ Jugend und wahr gar nicht Lammfromm wie nach ihrer Meinung ich eigentlich hätte sein müssen durch die Läuterung der Schläge. Ach ja und das mit dem Respekt hat dann gar nicht funktioniert, er konnte mir komischerweise nicht eingebläut werden. Ich denke ich hätte sicher mehr geschlagen werden müssen, dann hätte das sicher geklappt. Sie sind sicher auch dieser Meinung.

  • NichtSupermutter sagt:

    Danke Häger. Es tut gut zu wissen, dass es Menschen gibt, denen unsere Kinder und damit unsere Zukunft wichtig sind/ist. Und die sich dazu noch die Zeit nehmen, ihre wertvolle Meinung in ein Forum zu schreiben, obwohl gerade sie sehr aktive Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Ohrfeigen ist nichts anderes als niederes Machtausüben gegenüber Kindern; das feigeste oder manchmal hilfloseste Mittel zu agieren. Eine RIESENSCHANDE, dass wir das einzige Land in Mitteleuropa sind, das OHRFEIGEN (offiziell) gutheisst.

  • Pu sagt:

    @Hägar: Sie verwechseln da etwas. Die Frage, ob als letztes Mittel eine Ohrfeige eingesetzt werden darf – und nur darum geht es hier im Blog – hat nichts mit autoritärem oder partizipativem Erziehungsstil zu tun. Meine Eltern haben mich absolut partizipativ, liebe- und verständnisvoll erzogen, aber trotzdem hat es selten auch einmal eine gesetzt, was rückblickend meistens berechtigt war (und das wusste ich danach jeweils auch). Andererseits kann eine autoritäre Erziehung auch ohne körperliche Züchtigung auskommen, es gibt es nämlich genug andere Mittel, ein Klima der Einschüchterung und Angst zu schaffen, und das ist es, was wirklich schlimm ist!

    Die Diskussion um Ohrfeigen und Fuditätsch ist da eigentlich nur ein Ablenkungsmanöver.

  • @Hägar

    Ja wissen Sie herr Hägar, ähnliche Worte höre ich auch bei Besuchen von Sektenvertretern an unserer Haustüre. Sie lassen mir zwar freie Wahl, mahnen dann aber doch mit allen möglichen negativen Konsequenzen, sollte ich mich deren Überzeugung verschliessen. Nun Sekten gibt es ebenso viele wie psychologische Studien über irgend etwas und jede behauptet von sich, sie hätte Recht. Sorry, ich brauch meine Zeit für was anderes, statt als nicht Sachkundiger irgendwelche Studien nach möglichem Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
    Ja… und irgendwie blödes Beispiel vom Antibiotika. Wenn’s um’s Überleben geht hab ich wohl keine andere Wahl. Genau das ist das Problem: Man verkauft die eigene Überzeugung, quasi als Überlebensgarantie. Hallo… wir reden hier darüber, ob eine Ohrfeige erlaubt ist oder nicht. Sie wissen das schon, oder?

  • ana sagt:

    never, geht nicht, schlagen ist nie okay, gewalt ist in keiner form in ordnung, weder verbal noch handfest, auf das kind eingehen, sich mit ihm streiten, argumente bringen, regeln setzen und sie durchsetzen versuchen und sonst konsequenzen ziehen, das ist zwar sehr viel anstrengender als einfach schnell hinzulangen und mit einer ohrfeige „aufzuräumen“, aber meine damen und herren, es lohnt sich.

  • Hägar sagt:

    @Wolfgang Wahl
    Natürlich müssen Ihnen „meine Studien“ nichts sagen. Ich will Sie auch gar nicht überzeugen. Man kann sich auch gutem Wissen verschliessen und meinen unser Alltagswissen genüge vollauf. Wenn Sie zum Arzt gehen und er Ihnen ein Antibiotika verschreibt, dann verdanken Sie Ihr Überleben dem guten Wissen, welches Antbiotika gegen welches Bakterium wirkt (und welches nicht). Täten Studien tatsächlich so willkürlich sein, wie Sie behaupten, dann würde der Arzt besser eine Münze werfen, bei der Wahl des Antibiotikas und Ihr Leben hinge mehr als an einem seidenen Faden. Das gewonnene Wissen über Auswirkungen von Gewalt an Kinder ist in ähnlicher Weise aussagekräftig. Wohlverstanden und das ist tatsächlich so, gibt es unzählige Studien über ein Forschungsgebiet und die gewonnen Resultate sind kritisch zu beachten, denn es ist nicht immer einfach zu verstehen, was erforscht wurde und die Antworten sind oftmals verwirrend.
    Die von mir zitierte NFP 52 Studie ist ziemlich relevant, aber wie gesagt, ob Sie etwas annehmen wollen oder nicht, ist Ihre Sache.

  • Hägar sagt:

    @Ratchanee Moore
    Sind Sie Komiker?

  • @Hägar

    Entschuldigen Sie Herr Hägar, aber Ihre Studien sind für mich absolut nichts sagend. Es gibt soviele Studien, über so vieles und jeder studiert es anders. Schliesslich lässt sich immer eine Studie finden, um die eigenen Interessen zu begründen. Pschologen – vermutlich ohne eigene Kinder, wie die Meisten – sind mit ihren Gutachten eher eine Gefahr als Nutzbringend, denn sie pauschalisieren. Der grösste Fehler – Und sie haben heute viel zu viel Macht. Die unglaublichen, beinahe nicht nachvollziehbaren Gerichtsurteile heute, haben wir alles denen zu verdanken. Sehr vertrauenswürdig. Echt.

  • Ratchanee Moorer sagt:

    Schaut doch nur, was aus unserer Jugend geworden ist! Eine Ohrfeige zur rechten Zeit hätte verhindert, dass sie heute stehlen, sauereien, prügeln, sprayen, saufen, kiffen, überfallen, umherlümmeln und keinen Respekt mehr vor Erwachsenen haben. Da sind die Linken und Netten schuld.

  • Hägar sagt:

    Auszug aus:
    27. August 2008, Neue Zürcher Zeitung
    Negative Spätfolgen autoritärer Erziehung
    Nationalfondsstudie zur Lage der Kinder und Jugendlichen

    Unterschiede für den Schul- und Lebenserfolg der Kinder orten die Forscher im Erziehungsstil der Eltern. Wie Psychologieprofessorin Pasqualina Perrig-Chiello vor den Medien in Bern darlegte, stellten die Forscher einen engen Zusammenhang zwischen einem autoritären Erziehungsstil, der sich durch relative Gleichgültigkeit gegenüber dem Kind und durch Verbote und Sanktionen auszeichnet, und dem späteren Risikoverhalten sowie der psychischen und physischen Gesundheit der Jugendlichen fest. So hegten autoritär erzogene Kinder später im Leben mehr Suizidgedanken oder konsumierten häufiger Cannabis und Tabak. 44 Prozent der 6-Jährigen und immer noch 20 Prozent der 15-Jährigen werden laut der Studie autoritär erzogen. Vorteilhafter für die Entwicklung der Kinder sei demgegenüber ein partizipativer Erziehungsstil, bei dem die Kinder eine enge emotionale Bindung zu den Eltern aufwiesen und unter der Führung der Eltern Entscheide mitgestalten könnten, betonte Perrig-Chiello weiter. Partizipativ erzogene Kinder zeigten in den Hauptfächern bessere Leistungen, seien sozial kompetenter und zudem aufmerksamer und weniger aggressiv.
    http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/negative_spaetfolgen_autoritaerer_erziehung_1.816658.html
    Und auch informativ:
    http://www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE09/…/Erziehung.ppt

    @Gero
    Erlebte Gewalt führt zu einer höheren Bereitschaft selber Gewalt anzuwenden. Dieser Fakt ist emprisch nachgewiesen, auch wenn sie anderslautende Behauptungen tätigen.

    @Pascal
    Sie wollen Ohrfeigen verteilen, damit ein paar Autoren in diesen Forum etwas toleranter werden? Was sind denn Sie für einer. Nach Ihrer Logik müssten Sie nun geohrfeigt werden, weil Sie sich mit solchen Aussagen höchs intolerant zeigten. Versuchen Sie es doch an sich selbst. Ich bin mir sicher, nach der Ohrfeige werden Sie extrem tolerant sein.

  • @Michael

    Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber das klingt mehr nach Abgeschlagen als nach Ohrfeigen. Waren es dennoch „nur“ Ohrfeigen, haben Ihre seelischen Verletzungen vielleicht anderen Hintergrund. Wer seine Kinder nach den strengen Regeln der Bibel erzieht, ist eh voll gewalttätig:

    Das fünfte Buch Mose: Deuteronomium, Kapitel 21 Vers 18 – 21
    Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und seiner Mutter Stimme nicht gehorcht und, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter greifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Orts, und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unsrer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, daß er sterbe, und sollst also das Böse von dir tun, daß es ganz Israel höre und sich fürchte.

  • Giovanni sagt:

    Ige habe mini kinder abe u zue geschlage weil respekt hate fele. Jez si habe beide eine anständige Beruf, guet in Schule u der groseri hat jez seuber bambini. Aues ische guet use cho oni pychisch schade oder Ouge gapute oder so. Mögt nume sage, das vili Eltere eifag viu komplizierd si. Ab und zue 1 glas Vino ische mer no lang nid e Aukoholiker oder! Und e so isch das ou mit e Chlapf

  • Michael sagt:

    Für mich gibt es KEINE Situation, in der körperliche Gewalt gegen Kinder erlaubt ist. Ich habe meine Kinder noch nie geschlagen, obwohl ich selber viel Schläge bekommen habe. Die Devise meiner Eltern“Wer seine Kinder liebt, der schlägt sie.“(aus der Bibel)
    Ich habe viele Jahre gebraucht, um die seelischen Verletzungen zu überwinden und nicht selber gewalttätig zu werden.

  • @Max Frei

    Sorry, kann ich mich nicht anschliessen. Ich finde nicht, dass gargamel jetzt solchen Stuss von sich gibt. Sie/Er? sagt halt ihre/seine Meinung und solange niemand angegriffen wird, ist das auch ok… Wollen wir fair sein.

  • @gargamel

    Sorry die Wiederholung… hätte erst lesen sollen.

    Jetzt sieht man bereits das Gewitter im Anzug. Alle Supereltern, die für alles eine Lösung und jede Situation unter Kontrolle haben, fangen an die Zähne zu zeigen. Die Steinigung kann beginnen!

  • @gargamel

    Vielleicht haben wir uns nicht richtig verstanden: Ich habe gesprochen von Regeln einhalten, nicht von bedingungsloser Unterwerfung mit ausgeschaltetem Gehirn. Zu Beginn einer Berufslehre sind ja wohl auch kaum Innovation und Problemlösungsansätze gefragt vom Stift, als vielmehr das zu machen, was ihm aufgetragen wurde. Falsch…?

    btw: „…wenn man zum x-ten mal “dominik dachs und die katzenpiraten” schauen muss…“ Ein Mann? Na ja… warum nicht…

    Übrigens… der Nachschub funktioniert perfekt. Im Februar kommen noch zwei Jungs (wie eben erfahren) dazu! 🙂

  • Pascal sagt:

    Also ich ohrfeige selbst freche, fremde Teenies, wenn sie es nicht anders verdient haben. Schliesslich muss man sich nicht alles gefallen lassen. Btw, ein paar Ohrfeigen hätten auch ein paar Autoren verdient. Vielleicht wären sie dann etwas normaler und vor allem toleranter!

  • korrigierter sagt:

    Mein vater hat mich als kind 3 mal im leben geschlagen. Ich erinnere mich an jedes mal. Er hat mich korrigiert, nicht geprügelt, nicht gehasst.
    Er war sonst auch immer für mich da. Ich fühlte mich geborgen. Ich respektierte und liebte ihn. Habe kein problem damit, im gegenteil, ein guter vater, mein bester freund. Ich bin nicht sicher, ob es solche typen noch gibt.

  • Max Frei sagt:

    @gagagamel: Mein Gott, dass passt ja alles zusammen! 🙂
    Den eigenen Kindern fast alles vorenthalten und TV-Anschluss kündigen, sich damit brüsten das man alles im Griff hätte, dazu kommt eine Ironieabstinenz und zu guter letzt, meine Sätze verdrehen und falsch wiedergeben wie es die SVP tut. Lesen Sie doch bitte mal was genau ich geschrieben habe und vergleichen Sie diese beiden Sätze. Vielleicht merken Sie dann, dass gerade Sie auch zu jenen gehören, mit oder ohne Ohrfeige!

    @Urs: 😀

    @Wahl: gamel kann nur eine Frau sein. Selbst der schlimmste Homo würde nicht so viel Stuss quasseln wie sie. Und ich möchte betonen, ich schätze die Frau sehr und habe auch keine Vorurteile gegenüber Homosexuelle, habe aber mit der Art und Weise wie gaga auftritt, etwas mühe und bin nicht einmal der Einzige. Schade, dass es noch keine 4D Blogs gibt.

  • Mac sagt:

    Für mich ist Gewalt, zu dem ich auch eine Ohrfeige zähle, tabu. Ich erziehe meine Kinder durch Setzen von Grenzen und dem Tragen der direkten, logischen und altersgerechten Konsequenz ihres Handelns (im positiven wie negativen Sinn). Eine Ohrfeige zu erhalten, wenn z.B. etwas verschüttet wurde, ist keine direkte Konsequenz die das Kind versteht, ausser wenn ich erreichen möchte, dass es Angst vor mir hat. Das ganze selber aufputzen zu müssen, ist eine logische Konsequenz für das Kind – auch wenn mich das am Anfang vielleicht mehr Energie braucht, um das durch zu ziehen als drauf los zu schlagen.

    Für mich heisst ein Kind zu schlagen, selber hilflos und schwach zu sein und keine Alternative mehr zu haben.

    Zudem: Was wenn ich im Alter dann einmal als Greis im Altersheim mit zittrigen Händen meine Suppe verschütte: Soll mich dann mein Kind oder die Pflegerin auch schlagen „…damit ichs lerne“ ? Nein. (auch wenn man weiss, dass das heute vorkommt!).
    Ich möchte, dass meine Kinder mich heute und in Zukunft mit der gleichen Grundhaltung behandeln, wie ich sie heute behandle. Vielleicht muss ich dann als Greis eben einen „Latz“ tragen (Konsequenz) – das ist mir aber lieber als eine Ohrfeige zu erhalten.
    Wie schon in anderen Blog-Kommentaren (z.B. von Anita) erwähnt: Man kann gewaltfreie, konseqente Erziehung / Handeln auch lernen. Wenn man Tennis spielt oder Ski fährt, nimmt man zu Beginn auch einen Lehrer – warum nicht auch in der Erziehung? Es gibt genügend Angebote – für mich war so ein Kursbesuch die wertvollste Investition in unsere Familie & Beziehung.

  • heidi reiff sagt:

    @ Gero

    Ich kenne Ihre persönliche Geschichte nicht, ich wurde geschlagen, nicht täglich, diese Szenarien sind im Kopf, Vergangenheitsszenarien, meine Entscheidung war einfach, ich gebe diese destruktiven Muster nicht weiter so habe ich das gehandhabt, was gibts da zu lachen ???

  • gargamel sagt:

    @urs: nur noch ganz schnell, dann höre ich auf mit der wortklauberei:
    autoritär ist für mich klar negativ besetzt und hat in meinen erziehungsvorstellungen nichts verloren.
    autorität ist für mich grundsätzlich positiv besetzt und ist eine rolle, die ich für meine kinder einnehmen will. das kriege ich jedoch nicht geschenkt aufgrund meiner machtstellung, sondern das muss ich mir erarbeiten.

  • heidi reiff sagt:

    Danke Dani, ich dopple nach, Körperstrafen sind das grösste Verbrechen, bin mit diesen Ansichten meist allein auf weiter Flur, bin froh, dass Menschen kritischer geworden sind und diese destruktiven alte Zöpfe hinterfragen, dafür brauchen wir Aufklärung und Zivilcourage. Fakt ist, dass Kinder, die liebevoll begleitet werden keine Mörder werden, ein Taschendieb wird nach wie vor bestraft und geahnded und bestraft, Killereltern werden leider mit Samthandschuhen angefasst, traurig aber wahr.

  • Gero sagt:

    „Dass geschlagene Kinder dann erwiesenermassen auch zu schlagenden Eltern werden…“ Die These ist bekanntermassen beliebt bei der Verteidigung von Gewalttätern. Aber erwiesen? Dass ich nicht lache…

  • Urs sagt:

    @ gargamel
    Nach dem Holzhammer kommt schon noch Ironie, dafür ist man aber offensichtlich empfänglicher, wenn man zuvor keinen Holzhammer abbekommen hatte… (q.e.d.).

    Ich gebe zu, dass Sie nach Erich Fromms Definition der autoritären Persönlichkeit Recht haben. Dennoch liegt (lag?) für mich zwischen ‚autoritär‘ und ‚diktatorisch‘ noch ziemlich viel Luft, auch wenn autoritär (als Adjektiv) deutlich negativer besetzt ist als Autorität. Aber das haben Sie ja schon erörtert…

  • Katharina sagt:

    „Gibt es Situationen, da eine Ohrfeige erlaubt ist?“ – Nein.

    Begründung: „Sins of the father are the sins of the son“.

  • Hägar sagt:

    Wolfgang Wahl Beiträge zeigen eindrücklich auf, wie eigene Gewalterfahrungen beschönigt werden können. Dies kann durchaus ein Umgang damit sein, in Sinne von mir hats genutzt, ich hatte das nötig, damitt ist die Sache gegessen. Nicht jeder ist davon traumatsiert, bzw. kann das ein Umgang mit diesen Erfahrungen sein: Die Vorfälle zu beschönigen und zu bagatellisieren. Das muss jeder für sich beantworten. Das Problem scheint mir ein anderes: Gewalterfahrungen werden an die eigenen Kinder weitergegeben. Diesen Zirkel, diese „kulturelle Vererbung“ gilt es meines Erachtens zu verhindern.

  • gargamel sagt:

    @wahl: nein, natürlich nicht falsch. ich war etwas ungenau…

    was ich sagen will: wenn jemand regeln nur befolgt, weils eben regeln sind, bzw. weil in seiner erfahrung das brechen von regeln strafe nach sich zieht, so hat das doch eine ganz andere qualität als wenn er regeln befolgt, weil er einsieht bzw. versteht bzw. ihm erklärt wurde, warum es diese regel gibt.

  • xaver sagt:

    Ohrfeigen oder nicht ist hier die Frage und nicht authoritaer oder anti-. Meiner Meinung nach schadet Pruegel jeglicher Form der Psyche des Kindes, da es sich in seiner Privatsphaere verletzt und gedemuetigt fuehlt. Ich selber wurde als Kind auch geschlagen und ich kann mich nur noch an die Koerperstrafe, aber nicht mehr an den Grund erinnern. Ahenlich ging es mir als junger Vater, als mir auch mal eine rausgerutscht ist. Auch bei diesem Zwischenfall kann ich mich nicht mehr an den Ausloesegrund erinnern. Das sollte doch eigentlich Grund genug sein einzusehen, dass die Koerperstrafe auf laengere Sicht nichts nuetzt, sondern nur schadet. Sie signalisiert ausserdem, dass Konfliktloesung mit Gewalt durchaus legitim ist – wir haben’s ja vorgespielt – kein gutes Vorbild. Nicht verwunderlich, dass geschlagene Kinder dann erwiesenermassen auch zu schlagenden Eltern werden. Perpetuum mobile der Menschheit!

  • @gargamel

    Vielleicht haben wir uns nicht richtig verstanden: Ich habe gesprochen von Regeln einhalten, nicht von bedingungsloser Unterwerfung mit ausgeschaltetem Gehirn. Zu Beginn einer Berufslehre sind ja wohl auch kaum Innovation und Problemlösungsansätze gefragt vom Stift, als vielmehr das zu machen, was aufgetragen wurde. Falsch…?

  • gargamel sagt:

    @wahl: ist nicht so wichtig (hübsche page, übrigens). mich nahm bloss wunder, ob das situationen waren, die ich mir nicht ausmalen konnte, da meine bälger ja noch einiges kleiner sind als ihre (ich kann meine im notfall ja immer noch unter den arm nehmen und ins zimmer stellen (ja, ich weiss, man kann auch das als eine form von gewalt betrachten… ich seh’s als situationsangepasste notwehr…), bei einem tobenden 11jährigen dürfte das nicht mehr ganz so einfach sein…).

    btw: wie kommen sie auf die idee, dass ich weiblich bin?

  • gargamel sagt:

    @wahl: aber der lehrmeister/arbeitnehmer erwartet auch selbstständiges denken, eigeninitiative, die improvisationstalent, kreative problemlösungsansätze und vielleicht sogar vorschläge, wie etwas verbessert werden kann (würde ich als lehrmeister/arbeitgeber jedenfalls erwarten).

    wer nie erfahren hat, dass seine meinung und ideen auch etwas wert sind und auch autoritäten (im oben definierten sinne) nicht unfehlbar sind, der wird zwar vielleicht eine brave arbeitsbiene, aber ganz sicher kein wirklich wertvoller mitarbeiter.

  • @gargamel

    Nun gut… Wichtig ist, dass Sie hinter Ihren Ansichten und Erziehungsmethoden stehen und diese Verantworten können. Ich würde Ihnen nie empfehlen, Ihre Kinder zu schlagen (nicht ich würde Ihnen empfehlen, Ihre Kinder nie zu schlagen).

    Bezgl. Ihrem Gwunder… ja wissen Sie, ich möchte eigentlich nicht in Details gehen, denn die Gefahr besteht, dass der Thread eskaliert und von der Redaktion geschlossen wird. So geschehen im Forum von „Wir Eltern“, dort wurde ich virtuell gesteinigt, nach dem ich ich mich geoutet hatte, meinem Sohn eine Ohrfeige verpasst zu haben. Die Klassenlehrerin sah sich gar veranlasst, den bereits zwei Jahre zurück liegenden Vorfall der Schulpflege zu melden, diese reagierte mit Antrag auf sofortige Einweisung in eine Kinderauffangstation. Wir sind umgezogen, der Fall liegt nun beim Verwaltungsgericht. Nun will ich da nicht schon wieder ein Erdbeben verursachen.
    Interessiert es Sie jedoch tatsächlich so brennend warum ich meinem Sohn eine geklatscht habe, kommen Sie als einigermassen versierte Internetbenutzerin mit ein paar Klicks an meine Email Adresse… 😉

  • gargamel sagt:

    @urs:
    die ironie in freis post ist mir tatsächlich entgangen… und ich muss zugeben, ich sehe sie jetzt noch nicht. alle posts (ausser ihrem) hier als „Haufen verdrehter Müll, nutzloses Gelaber von Wichtigtuern“ zu bezeichnen dünkt mich jetzt nicht so wahnsinnig ironisch.
    und auf einen groben klotz gehört nunmal ein grober keil.

    auch ich nochmals zu „antiautoritär“: wir streiten uns hier um die definition des wortes, ich hoffe das ist ihnen klar (in der sache scheinen wir nämlich nicht soooo weit auseinander zu liegen): eine „autoritäre person“ bzw. ein „autoritäres system“ sind nicht automatisch „autoritäten“.

    autoritäre personen/systeme sind diktatorisch, bevormundend, repressiv und erlauben keine mitsprache.

    autorität (was die eltern natürlich auch in einem antiautoritären erziehungsumfeld sind) ist nicht vornehmlich als eigenschaft, sondern hauptsächlich als beziehungsqualität zu begreifen; die [b]autorität bedarf der anerkennung anderer[/b], das autoritätsverhältnis ist zweiseitig (wiki). was bedeutet, dass man sich die anerkennung als autorität verdienen muss und man nicht einfach durch das sitzen am richtigen ende des machtgefälles zur autorität wird.

  • dani sagt:

    Körperstrafen sind keine Erziehungsmethoden, sondern ein Verbrechen

  • @Urs

    Zitat: „Ich stelle einfach fest, dass die feurigsten Verfechter der antiautoritären Erziehung in meinem Freundeskreis, später die grössten Probleme mit dem Einhalten von Regeln bei ihren Sprösslingen hatten“

    Genau! Der Lehrmeister oder Arbeitgeber hat nämlich kein Interesse, gross zu erklären warum er es halt so und nicht anders haben will. Er erwartet, dass seine Regeln eingehalten werden und wer das nicht (wie auch immer, halt Ohrfeigen…) gelernt hat, ist da schnell mal am Abgrund und arbeitslos.

    Meine Aufgabe ist es, meine Kinder dahingehend mit geeigneten Mitteln zu erziehen, dass sie lernen Regeln einzuhalten und später im Arbeitsmarkt bestehen können.

  • gargamel sagt:

    @ wahl: ich glaube eben nicht an den erzieherischen charakter von ohrfeigen, also an das bewusste anwenden von körperlicher (oder auch seelischer, dies nur nebenbei) gewalt. ich kann, wie bereits bemerkt, verstehen, wenn einem die goofen so zur weissglut treiben, dass einem die hand ausrutscht – wir sind alle nur menschen.

    aber das bewusste, kaltblütige schlagen eines kindes ist für mich ein äusserst unfaires ausnützen der eigenen physischen überlegenheit. insofern ist für mich die „erzieherische ohrfeige“ eben gewalt.

    mich nähme wunder, in was für konkreten situationen sie ihren kindern ohrfeigen verpasst haben.

  • Urs sagt:

    @ Gargamel
    Spitzen Sie nicht zu sehr (von wegen Ohrfeigen Front), sonst kommen Sie augesprochen schubladisierend herüber. Ich warte darauf, dass Sie uns in Prügler und Streichler einteilen (Cave: keine pädophile Konotation). Ausserdem ist Ironie natürlich eine schwierige Kommunikationsform (insb. in einem Blog), aber als ’selbstbewusste, kreative, gemeinschafts- und konfliktfähige Persönlichtkeit‘ könnte man schon erwarten, dass Sie Max Frei’s Statement als Ironie wahrnehmen. Ob Sie’s lustig finden oder nicht, ist ja Ihnen überlassen.

    Nochmals zu antiautoritärer Erziehung: So wie ich den Begriff verstehe ist er erstens eine Dummheit, weil rein negativ definiert, und zweitens eine Unmöglichkeit, weil Eltern für ein Kind immer Autorität darstellen, an deren Verhalten sich das Kind orientiert und deren Grenzen es permanent auslotet. Das Lot muss zwangsläufig auf Widerstand stossen, damit ein eigener Wertemassstab überhaupt erst entstehen kann. Das ist für ein zukünftiges, selbständiges Leben unabdingbar.
    Ich stelle einfach fest, dass die feurigsten Verfechter der antiautoritären Erziehung in meinem Freundeskreis, später die grössten Probleme mit dem Einhalten von Regeln bei ihren Sprösslingen hatten. Bei denen ist mir einfach das ‚antiautoritär‘ zu nahe am ‚Laisser faire‘, aber vielleicht habe ich ja selber einen zu autoritären Blickwinkel. Es ist viel einfacher (aber immer noch sauschwierig), die Leitplanken mit der Zeit zu eröffnen, als später an der Erziehungsschraube zu drehen.

  • @gargamel

    Ja, ja… friede! Um gottes Willen…

    Ich frage mich nur, ob es notwendig ist hier mit gespitzter Feder zu schreiben. Die Frage in diesem Thread ist doch, ob eine Ohrfeige mit erzieherischem Charakter erlaubt ist oder nicht – Und wie es mir scheint, setzen Sie das sofort mit Gewalt gleich. Da müssen Sie gar nicht giftig werden, Gewalt und Macht gegenüber Kindern im anderen Sinne, verurteilen wir doch alle.

    Gefagt ist Ihre Meinung zu diesem Thema und die interessiert auch. Ja, sogar mich… denn aus der Summe aller vernünftigen Meinungen, bilde ich mir meine Eigene und passe unter Umständen auch meine Erziehungsstrategie an. Aus giftiger Kritik mit spitzer Feder, bleibt in der Regel nichts hängen.

  • gargamel sagt:

    @wahl: wenn ich bei ihnen als „drauflosdonnerer“ angekommen bin, so tut mir das leid. ich denke durchaus nach, aber ich schwinge auch gerne eine gespitzte feder… 😉 und beim thema „kinder schlagen“ werde ich jeweils schnell etwas giftig (aber ich habe schon begriffen, dass sie ihre jungs nicht mit dem gürtel durchwalken…).

    als erstes muss ich vorausschicken, dass meine kinder noch relativ klein sind (3 und 5). somit sind games, internet und handy eh noch kein thema. und fernsehen habe ich schon gekündigt, bevor ich kinder hatte, und das hat v.a. mit der „qualität“ von 90% des gesendeten materials zu tun.

    als filmfan besitze ich allerdings eine gutassortierte dvd-sammlung mit einer gut ausgebauten kinder-abteilung, meinen kindern wird das medium tv also nicht gänzlich vorenthalten (grundsätzlich gehe ich mit ihnen nämlich einig, dass kindern der umgang mit medien beigebracht werden muss und ein totalverbot kontraproduktiv ist).
    und ich lasse sie auch nie alleine kucken (was nicht immer ganz einfach ist, wenn man zum x-ten mal „dominik dachs und die katzenpiraten“ schauen muss…).

    ich hoffe, ich habe ihren post nicht allzusehr verdreht… 8)

    friede?

  • gargamel sagt:

    @rb: verstehe ich sie richtig? sie sagen, die erziehung, die ich meinen kindern angedeihen lasse hat KEINEN nachweisbaren einfluss darauf, zu was für persönlichkeiten sie im erwachsenenleben werden???

    das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen und die studien, die sie erwähnen würde ich gerne sehen. können sie mir da die quellen nennen?

  • @gargamel

    Zitat: „meine kinder verbringen im moment keine zeit mit fernsehen, spielkonsole, internet oder handy; den fernsehanschluss habe ich schon vor jahren gekündigt“

    Sehen Sie, das finde ich nicht gut. Das ist krass und radikal. Wie sollen denn Kinder lernen mit den Medien umzugehen, wenn sie keine Möglichkeit haben, es zu lernen. Dazu kommt, dass sich Kinder denen man etwas, das die meisten anderen Kinder haben, partout nicht zugänglich macht, es sich halt insgeheim und unkontrolliert bei Kollegen holen. Kinder fühlen sich dadurch andern gegenüber benachteiligt und minderwertig. Das hinterlässt meiner Meinung nach eher psychische Schäden, als mal eine Ohrfeige. Kunst ist, den Mittelweg zu finden: Die Fernsehprogramme zusammen mit den Kindern aussuchen, Spiele zusammen mit den Kindern kaufen und vielleicht auch mal mitspielen, Kinderschutz für’s Internet einrichten und bestimmte url’s nach Absprache freigeben. Das kann man mit zunehmendem Alter ausbauen. Einfach den Fernsehanschluss kündigen, finde ich zu einfach. Das Internet ist heute eine nicht mehr wegzudenkende Informationsquelle, die man den Kindern, kontrolliert natürlich, unbedingt zugänglich machen sollte. Bein Handy finde ich, dass Kinder, solange sie die Grundschule besuchen, dies nicht brauchen. Ich will mich da jedoch nicht definitiv festlegen, man muss beobachten…

    Also, Sie sehen, dass ich mich sehr wohl um die Erziehung meiner Kinder bemühe und es mir nicht, wie Sie behaupten, durch schlagen einfach mache… Vielleicht sollten Sie jetzt auch mal einen Moment nachdenken, bevor Sie wieder drauf los donnern.

  • @rb
    Um gleich einer Verdrehung Ihres Beitrages durch bigmama & co entgegenzuwirken, sollte man vielleicht schon noch erwähnen, dass natürlich Kleinkinder von körperlicher Züchtigung (Ohrfeigen und Fuditätsch) ausgeschlossen sind.

    @Max Frei 🙂

  • gargamel sagt:

    @max frei: sie scheinen mir eine wunderbare ergänzung für die ohrfeigen-front zu sein! vielen dank für ihren konstruktiven beitrag! 8)

  • Max Frei sagt:

    @Urs: Sehr guter Beitrag. Der einzige sogar, da viele anderen Beiträgen nur ein Haufen verdrehter Müll, nutzloses Gelaber von Wichtigtuern sind. Aber ich verzeihe denen, denn sie wollen alle scheinbar Aufmerksamkeit und sie hatten in ihrer Kindheit zu wenig Ohrfeigen erhalten. Jetzt müssen wir mit denen leben!

  • rb sagt:

    @ Wolfgang Wahl: Sie haben es genau erkannt! Elterliche Erziehung wirkt im Normalfall kurz- bis mittelfristig, d.h. ab der Adoleszenz und v.a. später im Erwachsenenalter hat sie keinen nachweisbaren Einfluss auf das Verhalten und die Persönlichktei mehr. Caveat: Was im Falle von extremen „Erziehungsmassnahmen“, also massive körperliche Züchtigung oder Deprivation, passiert, ist noch nicht abschliessend erforscht.
    Nein, es ist deshalb nicht irrelevant, wie man sein Kind behandelt. Man kann vielleicht nicht den Charakter für das ganze Leben formen, aber das elterliche Verhalten hat sehr wohl einen Einfluss auf das aktuelle Verhalten des Kindes und ob es glücklich oder unglücklich ist. Nicht ganz unwichtig, oder?
    Um die „aber ich/meine Freundin/meine Tante wurde als Kind geschlagen/eingesperrt und heute, als Erwachsene bin ich/ist sie deshalb so und so“-Kommentare vorwegzunehmen: Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Forschung hat eindeutig gezeigt, dass, wenn man die Einflüsse von Veranlagung und Umwelt methodisch und statistisch sauber trennt, diese Zusammenhänge entgegen aller Erwartungen (!!) NICHT nachweisbar sind. Diese Aussage basiert auf kontrollierten Längsschnittstudien, Zwillings- und Adoptionsstudien.

  • gargamel sagt:

    @urs: und noch zu ihrem satz „‘Die primär Verwöhnten, sind die sekundär Frustrierten“.

    ohne geschlagen zu werden aufzuwachsen ist demnach für sie dasselbe wie verwöhnt sein?

    bzw. etwas weniger polemisch: dass ich meine kinder nicht schlage bedeutet ja nicht, dass sie einfach alles dürfen und bekommen und es für „schandtaten“ keine konsequenzen gibt – die gibt’s sehr wohl, sie bestehen einfach nicht aus schlägen.

  • gargamel sagt:

    @urs: es ging mir genau um diese unterscheidung: „antiautoritär“ ist nicht „laissez-faire“. wer seine kinder einfach machen lässt, der erzieht eben nicht antiautoritär sondern der erzieht einfach nicht. und das geht garantiert schief (wohl das einzige, bei dem hier allgemeine übereinstimmung herrscht).

    meine kinder verbringen im moment keine zeit mit fernsehen, spielkonsole, internet oder handy; den fernsehanschluss habe ich schon vor jahren gekündigt. es gibt fest definierte zeiten, in denen (aus einer von mir bestimmten auswahl von altersgerechten und qualitativ „hochwertigen“) kinder-dvds gekuckt werden dürfen. übrigens ist die streichung dieses privilegs ist eine durchaus wirkungsvolle strafmassnahme.

    ich verstehe auch nicht, warum antiautoritäre erziehung grundsätzlich ein problem mit dem ziehen von grenzen haben soll. es gibt viele bereiche, bei denen ich mich mit meinen kindern auf keine diskussionen einlasse (aber auch bei denen bin ich in der lage ihnen zu erklären, warum das so ist).
    es gibt aber ebenso viele bereiche, wo ich ihnen ein mitspracherecht zugestehe und mich durchaus auch mal umstimmen lasse, wenn die argumente gut sind. das wiederum hat zur folge, dass ich durchaus mal sagen kann: „vorhin gings nach eurem kopf, das hier machen wir so, wie ich es will“ und das dann ohne grossen widerstand akzeptiert wird.

    klar, die methode ist zeitaufwändiger und verlangt, dass man erziehung nicht einfach als dressur wahrnimmt. die belohnung dafür ist, dass die kinder beginnen aus eigener einsicht heraus zu tun bzw. nicht zu tun (natürlich nicht immer) und nicht einfach aus angst vor schlägen. und ganz nebenbei lernen sie auch noch ihre meinungen und wünsche argumentativ zu vertreten.

    und zum schluss noch: ich hab‘ meine goofen noch nie gehauen, war aber auch schon kurz davor. insofern verurteile ich sicher niemanden, dem schon mal „die hand ausrutschte“. auch eltern sind nur menschen (und auch das ist etwas, das die kinder lernen müssen).
    das BEWUSSTE einsetzen von körperstrafen halte ich allerdings für kontraproduktiv und auch ein zeichen von schwäche.

  • @Urs

    Besser kann man’s eigentlich gar nicht mehr sagen. Aber bestimmt verdrehen bigmama & co auch diesen sehr wertvollen Beitrag.

  • Raphi sagt:

    Stimme voll und ganz Urs zu.

  • @Raphi

    Weisst Du, ich finde es gibt keine Garantie, dass konsequente Erziehung im Kleinkindalter bis ins Jugendalter greift. Die Einflüsse von coolen Schulkollegen, Medien etc. prägen Kinder auch. Ich behaupte sogar, dass viele Eltern und Lehrer dem gegenüber sogar machtlos sind. Das sollte man als Eltern beobachten und notfalls das Erziehungskonzept halt anpassen. Natürlich wäre es ideal und wünschenswert, wenn man die Kinder ohne Fuditätsch oder Ohrfeigen grossziehen kann. Es sind jedoch nicht alle Eltern gleich und die Kinder auch nicht.

  • Peter sagt:

    Ohrfeigen können gefährlich sein, vorallem wenn man das Ohr erwischt und einen Luftstoss ins Ohr schiesst.

    Ein Klaps am Po aber – wenn er die Stärke eines Theaterapplauses nicht übersteigt – ist bis zum Alter von 5 Jahren sehr wirkungsvoll, eher symbolisch zu verstehen, und völlig ungefährlich.

  • Urs sagt:

    @ Thomas
    Ganz so einfach ist es vermutlich nicht, denn jede Verallgemeinerung ist falsch, auch diese…
    Oder was meinen Sie zu diesem Satz: ‚Die primär Verwöhnten, sind die sekundär Frustrierten (R. Battegay)‘?

  • Urs sagt:

    @ch gargamel
    Das haben Sie aber schön aus Wiki zitiert…
    Zitat Wiki:’Antiautoritäre Erziehung ist eine möglichst zwangfreie Form der Erziehung von Kindern… Sie sieht sich im Gegensatz zu einer „traditionellen und staatlichen repressiven Erziehung“, unterscheidet sich aber auch grundsätzlich von Laissez-faire. Kinder sollen sich zu selbstbewussten, kreativen, gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichkeiten entwickeln… Antiautoritäre Erziehung richtet sich nicht gegen Autorität, sondern nur gegen die unnötige Unterdrückung der Selbstentfaltung des Kindes, also gegen autoritäre Personen und Systeme.‘

    Natürlich wollen wir allen Kindern zu einer ’selbstbewussten, kreativen, gemeinschafts- und konfliktfähigen Persönlichtkeit‘ verhelfen. Tönt super und wir sind ja voll auf Kurs. Wie viel Zeit verbringt ein heutiger Jugendlicher mit Fernsehen, Spielkonsole, Internet oder Handy? Das hat zugegebenermassen wenig mit anti- oder autoritär zu tun sondern mit Vernachlässigung und Bequemlichkeit.
    Trotzdem denke ich dass Antiautoritäre Erziehung ein grosses Problem damit hat, Kindern erkennbare Leitlinien zu geben und auch absolute Grenzen zu setzen, genauso wie die ‚traditionell repressive‘ Erziehung Probleme bekundet, Freiräume zu gewähren. Beides ist unabdingbar, aber Dosis und Timing sind die grosse Schwierigkeit. Ich bin der Ansicht, dass das Erziehungspendel weit über das antiautoritäre Areal hinaus in den Laisser faire Bereich geraten ist. Korrekturen sind nötig und nicht jede elterliche Entscheidung ist stundenlang verhandelbar. Natürlich sind gewaltfreie Methoden (physisch und psychisch (Zynismus??)) die Mittel der Wahl, aber Ideal und Realität klaffen auch hier weit auseinander. Deshalb halte ich es nicht für verhängnisvoll, wenn die Hand einmal etwas unsanfter zupackt, so lange der Grund für das Kind absolut klar und nachvollziehbar ist (und es nicht zu einer Gewohnheit wird). Das ist auch absolut kein Grund für elterliche Selbstzerfleischung, aber jeder normal veranlagte Mensch wird sich hoffentlich Gedanken über seinen eigenen Kontrollverlust machen.

  • Raphi sagt:

    @Wolfgang

    Ich glaube es gibt einen Unterschied zwischen Kindern die Konsequenzen früh (0-3) und vor allem konsequent erleben durften oder ob die Eltern erst später intervenierten. Das soll nicht wertend klingen, sondern sind einfach meine Überlegungen…

  • @Thomas

    Ja weisst Du Thomas, ich denke eigentlich schon sehr viel und würde mich auch nicht als unvernüftig bezeichnen. Also, Du bist schon sehr überzeugt von Dir. Finde ich nicht gut.

  • @Raphi

    Ja, geb ich Dir Recht. Gut erklärt. Nur… einem 12 Jährigen Fuditätsch? Hmmm… Ich hätte vermutlich einen Lachkrampf bekommen.

  • Thomas sagt:

    @Roger
    Siehst du, Roger, du bestätigst meine Meinung. Weil du offenbar nicht gelernt hast, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten konstruktiv und ohne Gewalt auszutragen, willst du ab einem gewissen Punkt zuschlagen, wenn dir die Argumente fehlen. Bei dir scheint dieser Punkt schon sehr schnell zu kommen, wenn du dich von meinem Beitrag so angegriffen fühlst. Gerade das ist gefährlich, wenn man Gewalt als Erzeihungsmittel nicht kategorisch ablehnt: Der Punkt, ab dem geschlagen wird, kann bei vielen Menschen irgendwann nicht mehr kontrolliert werden und dann wird halt früher und häufiger geschlagen. Nicht nur die Kinder zuhause, sondern dann halt auch mal unbeteiligte Menschen im Ausgang, wenn der Alkohol die Hemmschwelle noch mehr herabsetzt.
    Leute, kapiert das doch endlich: Kinder, die geschlagen werden, lernen schlagen. Wenn jemand meint, die Schläger hätten früher mal halt mehr von ihren Eltern geschlagen werden sollen, dann ist das völlig falsch und mit ein wenig Nachdenken sollte eigentlich jeder vernünftige Mensch darauf kommen. Schlagen erzeugt schlagen – so einfach ist das!

  • Raphi sagt:

    Es gibt doch einen Unterschied zwischen affektiertem Schlagen, verprügeln und „hör auf, weil [[Grund]], sonst gibts fuditätsch“ und dann das auch durchziehen. Das Dritte finde ich völlig legitim, sollte aber auch nicht regelmässig passieren.
    Ins Gesicht schlagen ist wohl das demütigendste was man jemandem antun kann…

  • @bigmama und co…

    Weil ich eben so viel Scheisse baute und reden ganz einfach nichts nützte. Muss man das erklären?
    Übrigens, ich habe sehr grosse Achtung vor meinen damaligen Lehrern und Lehrmeister und bin Dankbar für alles, was sie mir beigebracht haben. Reicht das…?

  • gargamel sagt:

    @wahl:wenn die argumente ausgehen bzw. gar nicht vorhanden sind, dann einfach mal persönlich werden, gell.

    kein wunder, müssen sie ihre kinder schlagen (jup, ich bin mir sehr bewusst, dass das jetzt auch persönlich war…)

  • bigmama sagt:

    @Wolfgang Wahl: Ohrfeigen wirken Wunder? Wieso mussten Ihnen dann Vater, Mutter und Lehrer unzählige verabreichen, bis es endlich etwas brachte?

  • Natalie sagt:

    @Wolfgang Wahl:
    «Wenn Ihr Vater Sie geohrfeigt hat, bloss um Macht zu demonstrieren, ist es falsch und es tut mir leid für Sie. Ich selber habe unzählige Ohrfeigen von Vater, Mutter und Lehrern bekommen, muss aber fairerweise gestehen, dass ich wohl die Meisten verdient habe. Ich hab meine armen Eltern und Lehrer echt zur Weissglut getrieben und das konnte halt nun mal nur noch mit einer Ohrfeige gebremst werden… das wirkte Wunder, glauben Sie’s!»

    Wenn’s Wunder wirkt, wieso waren dann unzählige Ohrfeigen nötig?

    Und noch generell: wenn mich jemand schlägt, bekomme ich keinen Respekt vor demjenigen. Sondern Angst.
    Etwas aus Respekt nicht zu tun und etwas aus Angst nicht zu tun sind zwei komplett verschiedene Mechanismen.

  • Rosa Stein sagt:

    Mein Sohn, 2 Jahre, hat auch oft Trotzphasen und kann sich von einem süssen Engel in kurzer Zeit in ein tobendes Monster verwandeln. Ich benutze in meiner Erziehung als Mutter und früher als Nanny die Methoden der Hunde und Pferdedressur. Kleine Kinder unter sechs sind noch nicht vernünftig, man kann mit ihnen weder argumentieren, noch Einsicht verlangen. Hunde untereinander streiten sich um die Rangfolge. Das gleiche versucht ein Kleinkind, wenn es trotzt. Es möchte Grenzen ausreizen. Wir Menschen sind nichts weiteres als Säugetiere und beim Verhalten von Kindern wenn es um Strafe / Belohnung / Konditionierung geht, merkt man das besonders. Ich habe Drohlaute, welches das Kind instinktiv versteht und dann aufhört rumzuschreien. Schlussendlich gibt es noch das Folgende zu sagen. Schweizer Kinder schreien wesentlich mehr als z.B. asiatische Kinder. Ich habe Verwandte in Singapur und Malaysia und deren Kinder schreien nicht und haben auch keine Tobsuchtsanfälle. Der Grund ist die Ernährung: keine mit Zucker angereicherten Kinderbreis! Die Kinder essen, was die Eltern essen, püriert.

  • Die Erziehung beginnt in der ersten Minute des Menschenlebens. Wenn das Kind nicht SOFORT, mit Liebe, Zuneigung, Geduld und KONSEQUENZ erzogen wird, kommt es dann dann später zur Körpergewalt . Damit wird das Problem niemals gelöst sondern nur verschärft. Erwachsene die ein Kind schlagen, zeigen ihre Unfähigkeit, Schwäche und ihre eigenen Grenzen. Kinder wissen das ganz genau. Die Fehler der Eltern können und dürfen nie mit Gewaltausbrüchen ausgeglichen werden. Schläge ins Gesicht sind so oder so immer absolut tabu.

  • @gargamel

    Eigentlich sollte ich gar nicht anworten, denn anhand Ihrer Beiträge ist von Ihnen nicht anderes zu erwarten. Sie verdrehen und biegen die Aussagen Ihrer Mitposter, um sich auch ein wenig Recht zu erschreiben. Erziehen Sie Ihre Kinder auch so?

    aha…

  • gargamel sagt:

    ebenfalls interessant: die meisten leserInnen, die hier den wert der „erzieherischen ohrfeige“ predigen erzählen davon, dass sie die als kinder selber auch kassiert hätten…

    wer selber als kind geschlagen wurde, für den ist also schlagen ein valables erziehungskonzept…

    wer einem renitenten kind nur mit schlägen herr werden kann und keine alternativen strategien auf lager hat, der ist imho mit seiner erziehungsaufgabe ganz einfach überfordert.

  • gargamel sagt:

    @wahl: sie zeigen grösse und charakter wenn sie ihre kinder schlagen und haben ein problem mit jugendlichen, die gegenüber anderen grösse und charakter auf dieselbe weise zeigen..?

    aha…

  • @Fabienne

    Wenn Ihr Vater Sie geohrfeigt hat, bloss um Macht zu demonstrieren, ist es falsch und es tut mir leid für Sie. Ich selber habe unzählige Ohrfeigen von Vater, Mutter und Lehrern bekommen, muss aber fairerweise gestehen, dass ich wohl die Meisten verdient habe. Ich hab meine armen Eltern und Lehrer echt zur Weissglut getrieben und das konnte halt nun mal nur noch mit einer Ohrfeige gebremst werden… das wirkte Wunder, glauben Sie’s!

  • Marcel… Ihre Erziehungsmethoden scheinen genau so verwaschen zu sein wie Ihr Beitrag. …ja schon, aber doch nicht und wenn ja, abgeschwächt. Grundsätzlich zwar tabu, aber keineswegs antiautoritär… Das ist genau, was Kinder brauchen: Weder Fisch noch Vogel. Ich sag Ihnen was… dann doch lieber eine Ohrfeige – und dazu stehen! So zeigen Sie Grösse und Charakter. Ich hab den Eindruck, hier hätten Sie noch was nachzuholen.

  • gargamel sagt:

    @roger: mit dem ersten absatz ihres postes beweisen sie ja gleich wunderschön, wie recht thomas hat. wenn einem die argumente ausgehen, so ist es also ganz in ordnung, jemanden, der anderer meinung ist, zusammenzuschlagen.

    vom „anstand und respekt“ anderen gegenüber, auf die sie so stolz verweisen, kann ich da nicht viel erkennen…

  • gargamel sagt:

    nochmals und gaaaanz langsam für alle, die es noch immer nicht begriffen haben:

    das „anti“ in antiautoritär wehrt sich gegen autoritäre personen und systeme, und hat nichts mit der grundsätzlichen ablehnung jeglicher autorität zu tun…

    und wer’s immer noch nicht kapiert hat, der soll mal im wörterbuch die definitionen von autoritär bzw. autorität nachschlagen.

  • Anita sagt:

    wir schlagen weder unsere nachbarn noch unseren chef oder die lehrer unseres nachwuchses – aber unsere kinder, die menschen die uns das liebste im leben sind schon? ich bin überzeugt, dass sie diese botschaft nicht verstehen werden und zahlreiche, eindrückliche und anerkannte studien beweisen es. das heutige erziehungswissen ist gross und die erkenntnis klar – gewalt hindert und der lerneffekt ist gegenteilig als erwünscht. ich habe mich entschieden, meine augen vor diesen tatsachen nicht zu verschliessen und wege zu finden, meine grenzen und gefühle anders als mit gewalt anzugehen.
    dank der in der schweiz schon über 30ig jahren bewährten gordon-methode ist mir dies auch gelungen. das tolle kommunikationstraining für eltern-, lehrer-, erzieher-, paare- und andere interessierte eröffnet mir neue möglichkeiten und hilft mir ZU SAGEN, wo meine grenzen sind, was meine bedürfnisse sind….ABER AUCH genau zuzuhören, was mein gegenüber bewegt. BEIDES braucht es um BEZIEHUNG zu schaffen und BEZIEHUNG ist EINDEUTIG die voraussetzung für fruchtende erziehung. wer sich wohl fühlt in seinen beziehungen, ist breit zu kooperieren. kinder sind es von natur aus. lassen wir sie also bitte darin nicht verkümmern und begegnen ihnen mit wertschätzung – so wie wir es eben auch für uns wünschen.
    http://www.gordontraining.ch

  • Kaufmann Florian sagt:

    @PU: Der Schweizer Staat, bzw die Polizei, schlägt seine Bürger eben nicht zur Massregelung. Das wäre die Prügelstrafe. Wir haben andere Strafen, wie Busse, Freiheitsentzug. Aus meiner Sicht bleibt es dabei: Gewisse Eltern denken, ihre Kinder mit Schlägen massregeln zu dürfen, die meisten davon aber sind dagegen, dass Erwachsene mit Schlägen gemassregelt werden. Was bei den Kindern anscheinen nicht geht, geht dann bei den Erwachsenen doch noch: Massregeln, Grenzen (durch-)setzen mit anderen Mitteln als mit Schlägen.

  • manu sagt:

    Es gibt Kinder, bei denen reicht es, wenn man laut wird und sie gehorchen! Dies hat weder mit Bub oder Maitli zu tun als vielmehr mit Charakter/Temperament/Wesen, welches angeboren ist! Ich habe von beiden „Sorten“ beides und spreche aus Erfahrung!

  • Daniel de Lange sagt:

    Es ist mir zwei / drei mal passiert, dass ich ausgeflippt bin und meine Hand „ausgerutscht“ ist. Zum Glück immer in der Form „einer leichten Schlag auf den Hinterkopf“. Meine Kinder hat das nicht geschadet (mir schon). Sie haben vielleicht gelernt, dass auch ich meine Grenze haben und nicht immer alles ertrage. Was meine Kinder bis jetzt immer geschadet hat, war als ich nicht Konsequent war. Wenn sie nicht wissen wo sind dran sind, wenn sie meine Stimmung nicht interpretieren können, wenn ich ihnen die Grenzen nicht aufzeigen kann.

    Daraus schliesse ich, dass nicht diejenige die ihre Kinder ab und zu mal schlagen gefährlich sind, sondern diejenige die ihre Kinder keine Grenzen aufzeigen können.

    Das Problem der Mutter in der Kolumne ist nicht, dass sie ihr Kind schlägt, sondern dass sie ihr Kind keine Grenzen aufzeigen kann. Sollte es hier um ein reales Beispiel handeln, möchte ich allerdings nicht über die Mutter urteilen, da ich die Vorgeschichte nicht kenne. Mal abgesehen davon, dass es mir wahrscheinlich nichts angeht.

  • Fabienne sagt:

    Ich habe als Jugendliche von meinem Vater unzählige Ohrfeigen eingestecken müssen- Hier muss man dazu sagen das er so seine Macht demonstrieren und nicht autoritäre Grenzen setzen wollte! Ich für meinen Teil würde meine Kinder NIE Ohrfeigen- Gewalt wird dann angewandt wenn man selbst verzweifelt ist! Und ich behaupte ebenso das Autoritäre Erziehung auch bestens ohne Ohrfeigen funktioniert!

  • marcel sagt:

    Reto Meier, Sie machen mir wirklich Angst. Über Elterliche Gewalt sollen Gerichte grosszügig hinwegsehen, gegen von Jugendlichen ausgehende Gewalt hingegen hart vorgehen? Härte/Strenge (inkl. Gewaltanwendung) ist also in Ordnung, solange sie nicht gegen Sie, sondern gegen andere (in diesem Falle Kinder und Jugendliche) gerichtet ist? Gewalt ist gut, solange sie von Ihnen ausgeht, denn schliesslich wissen Sie, was Sie tun? Überlegen Sie sich mal, was Ihre Kinder da draus lernen könnten. Vielleicht das: Gewalt ist schon gut, solange einem eine Rechtfertigung dafür einfällt? Echt, ich könnte ko…

    Zwar habe ich die Kinder auch schon unsanft „geschubst“ u. ä. (wie wir das verharmlosend zu nennen pflegen), aber es war jedesmal ein Fehler, den ich sofort bereut und anschliessend wiedergutzumachen versucht habe – auch wenn es jeweils scheinbar „genützt“ hat. Wir erziehen keineswegs antiautoritär und machen den Kindern auch immer mal wieder klar, wer das Sagen hat, aber Schläge sind grundsätzlich tabu, auch wenn’s mal (in abgeschwächter Form) passiert.

  • Theddy Christen sagt:

    Wenn ich das heute so sehe, so schaden ja scheinbar, erzieherische Schläge den Kindern so sehr. Dazu kann ich nur lachen und muss sagen, heute wird den Kindern jedes noch so kleine Problemsteinchen aus dem Wege geräumt, dennn sie könnten doch ihre Füsschen anschlagen und später wenn dann keine *Räumer* mehr da sind, dann kommen dann die Probleme und die armen Jugendlichen wissen nicht mehr weiter, es kommt Gewalt, Diebstähle und Drogen bis zum eventuellen Selbstmord. Wir haben früher öfter Schläge bekommen, sei es zuhause oder in der Schule und haben damit gelernt, wo die Grenzen sind und auch gelernt uns an die Grenzen zu halten und es hat sicher keinem Kind geschadet. Wir sind, wie ich denke, dadurch in einer besseren Atmosfähre aufgewachsen und kamen damit später auch nicht auf so blöde Gedanken wie einige Jugendliche heute. Ich schreibe extra “ einige „, denn auch heute, hat es sehr viele junge Leute welche wirklich Lebenstauglich sind und sich auch korrekt verhalten. Einmal ein Fehltritt ist allen zu gewähren, das passierte auch uns.

  • Mario sagt:

    DITO

  • Wolfgang Wahl sagt:

    bigmama sagt:
    „Seltsam, im Strafrecht wurden Körperstrafen schon vor langem durch andere Massnahmen ersetzt. In der Erziehung sind sie für viele offenbar noch legitim. Vielleicht, weil es so schnell und einfach geht, andere Erziehungsmassnahmen sind einigen offensichtlich zu anstrengend.“

    @bigmama
    Genau, auf Grund der Wirksamkeit dieser Massnahmen im Strafrecht explodiert nämlich die Jugendkriminalität und Jugendgewalt. Meine Aufgabe als Vater ist es, meine Kinder nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen – da kann auch mal eine Ohrfeige dabei sein. Es sind immer die selben Leute, welche Kritik an Anderen ausüben und Ohrfeigen mit erzieherischem Charakter, Gewalt gleich setzen. Wissen Sie, meine Buben sind keine Schlaftabletten… die leben und bauen Mist, wie wir früher alle auch (Sie natürlich ausgenommen) – dürfen sie auch, aber manchmal braucht’s halt die Notbremse… Das verstehen Sie vermutlich eh nicht.

  • Oli sagt:

    @thomas: woher wissen Sie das Kinder die geschlagen, dh. ab und zu eine Ohrfeige für offensichtliche Dummheiten, auch Schläger sind ? Das ist genau so ein Blödsinn, wie sie der Gegenseite vorwerfen. Ich habe jedenfalls immer gewusst wofür ich eine Ohrfeige kriegt und so wurden es auch immer weniger, es gab ja ein Lerneffekt. Da war auch bei meinen meisten anderen Schulkollegen (Jahrgang 70) so. Heute sind alles anständige Leute daraus geworden. Auch habe ich meine Eltern genau so gern als wenn ich nie eine Ohrfeige gekriegt hätte. Das Kinder die mal ein Ohrfeige einstecken, ihre Eltern nicht mehr lieben, gehört auch ins Reich der Märchenwelt.

  • Pu sagt:

    @Kaufmann: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Übrigens setzt die Gesellschaft ihre Regeln auch mit Gewalt durch, das nennt sich Polizei + Gefängnis.

    Etliche Kommentare hier gerade von der konsequent gewaltfreien Fraktion tönen nicht gerade nach persönlicher Erfahrung, wahrscheinlich sind das lauter Väter, die nur „Quality Time“ mit den Kindern verbringen und die Erziehungsarbeit der Mutter überlassen. Es fällt auf, dass die Mütter zum grossen Teil pragmatischer argumentieren, vor allem die die Buben haben…

  • Ruedel sagt:

    Schläger die ihre Kinder schlagen sind verantwortlich dafür, dass aus diesen Kindern Erwachsene werden, die ihre Kinder schlagen, oder vorher Jugendliche, die andere schlagen.

  • Roger sagt:

    @Thomas:

    „Schlagen bedeutet, dass man als Vater oder Mutter versagt hat und auf das recht des Dschungels zurückgreift“. Für diese Aussage würde ich als 25jähriger Sohn der zwei-drei Mal eine phyische Zurechtweisung ohne bleibende Schäden überstanden hat und seinen Eltern für ebendiese Erziehung zu Anstand und Respekt anderen gegenüber sehr dankbar ist, dir selber eine reinhauen. Nicht weil ich geil darauf bin, sondern mir bei solchen Aussagen (pauschale Vorverurteilung einer beachtlichen Anzahl Leute gemischt mit einer ziemlichen Portion Arroganz) Worte einfach nichts mehr nützen… -> soll’s bei Kindern ja auch geben, das Worte nicht’s mehr nützen… 🙂

    Klar hat das ganze eine Grenze wenn „die Hand ausrutscht“, aber ich habe den starken Eindruck, dass es (falls nötig) was bringt. Ich bin ja mit meinen 25 Lenzen nun noch wirklich nicht „alt“, aber wenn ich sehe wie heutzutage Jugendliche grundlos Leute anpöbeln, Sachwerte bschädigen (Zeitungsberichte gibt’s ja zuhauf) und so weiter, dann frag ich mich einfach ob die wohl schon mal richtig eine „verwütscht“ haben. Ich weiss wie es sich anfühlt wenn einem mal eine Hand ins Gesicht klatscht und ich mir den Abdruck dann im Spiegel anschauen kann. Ich weiss aber auch warum es soweit gekommen ist. Aber was ist, wenn ich das nicht weiss? Wenn man eine Grenze nie überschritten hat und die Konsequenzen nie tragen musste, warum sollte man sich denn davor fürchten?

    Geh ich deshalb auf die Strasse und schlage Leute zusammen? Nein… wie bereits erwähnt wurde, wir sind immer noch Affen. Und da funktioniert es halt auch nach dem Try-and-error-Prinzip. Wenn ich das früh genug lerne, gewisse Grenzen nicht zu überschreiten, umso besser. Über das Thema „antiautoritär“ im Sinne von Erziehung zu diskutieren finde ich auch eher problematisch. Dass der Mensch als Kreatur an sich zu blöde ist ohne Autorität/Führung zu leben sieht man unserem Planeten ja seit nunmehr über 2000 Jahren an, sonst hätten wir schon lange den Weltfrieden, alle genug zu essen und würden singend über blühende Wiesen hüpfen und so weiter… Wenn es ohne den „Klaps“ gelingt dann ist ja super, aber in kleinen gezielten Dosen seh ich da echt kein Problem. Oder hat etwa noch nie jemand daran gedacht den Balg in der Badi, der zum 25-sten Mal kreischend mit einer Sandkastenform halbvoll mit Wasser praktisch quer über MEIN Badetuch sprintet auf den Mond zu schiessen? 😉

    Lg
    Roger

    PS: Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten. Falls sich wer „angegriffen“ fühlt, take it easy… ausser Thomas, der darf’s mir auch übel nehmen, aber auch das bitte EASY 🙂

  • Daniel Weiler sagt:

    Gewalt gegen Kinder, und sei es nur die verharmloste „Ohrfeige“, lehrt genau eines: Dass man Probleme mit Gewalt lösen kann. „Wenn Worte nichts mehr helfen…“, heisst: Wenn ich nicht weiterkomme, schlage ich zu.

    Ich persönlich glaube, dass Autorität in der Erziehung ihren Platz haben muss. Zwischen Eltern und Kindern gibt es ein Machtgefälle, kein Zweifel. Wie übrigens auch zwischen Chef/Angestelltem. Schläge haben in beiden Beziehungen nichts verloren.

    Konkret heisst das für mich: Bei eigenen Kindern sind Schläge tabu. Und wenn ich im Zug eine Mutter beobachte, die ihr Kind misshandelt (bzw. „züchtigt“), mische ich mich sofort ein. Auf das Risiko hin, dass der Streit noch lauter wird.

    Schön, dass das meine Frau auch so sieht. War übrigens einer der ersten Punkte, welche wir vor dem Entschluss zum Kinderkriegen geklärt haben.

  • Richard Hennig sagt:

    Natürlich ist eine Ohrfeige imme nur die letzte Möglichkeit. Aber vor ein paar Jahren hat meine Neffe seinen jüngeren Bruder nur so zum „Spass“ gehauen. Als damals 6 Jähriger hat er kaum an was Böses gedacht. Trotzdem nach einer „kleinen“ Ohrfeige hat er aber verstanden dass Schlagen wehtut und er hat sofort damit aufgehört. Heute reicht eine mündliche Warnung, wenn er über die Stränge haut, um seinen überbordenden Eifer zu besäftigen. Kinder müssen lernen dass es Grenzen gibt die sie nicht überschreiten dürfen. Und lieber einmal eine Ohrfeige zum richtigen Zeitpunkt, als dass man als Erwachsener von den Kindern überrollt wird.

  • Kaufmann Florian sagt:

    Wenn man jemand defür ist, dass man Kindern mit Schlägen Grenzen setzen muss – dann muss er doch zwingend auch dafür sein, dass auch im Erwachsenenleben Grenzen mit Schlägen gesetzt werden. Der Chef schlägt den Mitarbeiter der nicht spurt, dasselbe im Militär, ein Vollzieher schlägt jemanden der von einem Gericht schuldig für eine Gesetzesübertretung gesprochen wurde. Wieso soll nur den Kindern mit Gewalt Grenzen gesetzt werden nicht aber den Erwachsenen?

  • Thomy sagt:

    Natürlich darf man sein Kind mit leichter Hand schlagen – so lernt es auch zurückzuschlagen und sich in dieser Welt zu verteidigen.

  • heidi reiff sagt:

    Das hämische Lachen meiner Mutter klingt nach wie vor in meinen Ohren, das hab ich schon als Kind nie gemocht, besuche auch keine Filme mehr aus der Ecke der Satire, bei den grössten Szenen von Grausamkeiten und lacht das Publikum blöd mit, das tue ich mir nicht mehr an, mag diese Hämen nicht, bin eine Einzelgängerin auch ein Weg….

  • alaska1 sagt:

    Ist es nicht eigentlich komisch, dass unsere Hand manchmal nahe dran ist uns auszurutschen? Ist es nicht seltsam, dass wir in diesem meist kurzen Moment so geladen sind, wie ein ausbrechender Vulkan, dass wir vielleicht sogar völlig perplex sind?
    Niemals würden wir einen Kollegen der uns auf die Palme bringt schlagen, obwohl sich dieser normalerweise wehren könnte, unsere Kinder können das nicht…
    Wenn ich meine inzwischen 3 Jahre alte Tochter, die im Moment eine heisse Phase durchläuft, mal anschreie, dann zieh ich mich zurück für ein paar Minuten und lass uns beiden kurz eine „Verschnaufpause“. In dieser Zeit fallen meine Tränen nur so runter, aber jeder von uns lernt jedes mal etwas. Und dann sag ich mir immer, dass diese Phase vorbeigehen wird, so wie schon einige andere Phasen vorbei sind, und dass sie diese Phasen braucht um erwachsen und verantwortungsbewusst zu werden. Und ich liebe meine Töchter immer noch unendlich…

  • Aschi sagt:

    Nun, immer wieder erscheint das Wort „Gruppendruck“. Es gibt nur ein Mittel gegen Gruppendruck: Schon das kleine Kind muss lernen, „nein“ zu sagen. Das kann das Kind aber nur lernen, wenn die Erziehenden dieses „nein“ auch akzeptieren. Wo immer das möglich ist. Natürlich gibt es auch Grenzen: Auf dem Trottoir muss mein 2-jähriger Sohn mir die Hand geben, aus Sicherheitsgründen. Ebenfalls auf dem Bahnsteig. Und da hilft kein trotzen. Wenn er sich aus Protest gegen das Hände halten auf den Boden legt, schreit und weint, dann ist das ja eine einfache Situation: es geht lediglich darum, wer die besseren Nerven hat. Ich erkläre ihm mit ruhiger, bestimmter Stimme, dass weinen nicht hilft und er in diesem Fall gehorchen muss. Nach weniger als einer halben Minute hört das Geschrei auf, er steht auf und geht brav an meiner Hand. Er weiss, dass ich länger durchhalte und nicht weich werde. Natürlich nervt er manchmal. Aber dazu haben kleine Kinder das Recht. Es ist an uns Erwachsenen, mit dieser Situation sinnvoll umgehen zu können. Vom Kind können wir das nicht erwarten und verlangen. Und schlagen? Aber bitte, niemand schlägt eine Person, die er liebt. Auch kein Kind. Aber Zeit nehmen, kontrollieren, zeigen, dass man’s gemerkt hat, dass man nicht einverstanden ist, das alles ja. Aber sicher nicht schlagen.

  • Marco sagt:

    Gewalt müsste in einer weit entwickelten Spezies wie unserer theoretisch ein Fremdwort sein. Gewalt provoziert Schaden an einem Exponenten unseres Systems, sprich ein Mensch/ Tier/ Gegenstand wird bei Ausübung von Gewalt, physisch oder psychisch verletzt. Da wir alle im selben Boot sitzen, da wir alle das System sind ist Gewalt distanziert betrachtet reine Selbstverstümmelung, folglich ist auch eine Ohrfeige alles andere als eine Bagatelle. Unsere Kinder sollten in einem Umfeld aufwachsen wo das Wort wie tatsächliche Gewalt so selten wie möglich vorkommt.

  • Ich hoffe jedenfalls, dass Ihre Schmerzensgrenze einigermassen hoch ist! Denn andernfalls sind Sie ein Tyrann und unsere gesammelten menschlichen Schwächen sind Ihr Lebenslauf!

  • Peter Müller sagt:

    Ein Embryo hat einen Reptilienschwanz, liebe Mamas, und Gewalt (ein anderes Wort für Kraft) ist erlaubt in allen Situationen, wo das körperliche Wohlbefinden der anderen Kinder einem einzelnen Störenfried desselben unterliegen. Doch die Schwelle liegt hoch, sie liegt genau gleich wie Ihre eigene Schmerzensgrenze. Wenn also die schiere Wut Sie zu dieser Tat trieb, haben Sie Ihren Charakter gezeigt, und stundenlange harmonisierende Diskussionen dürfen mit allem Recht Ihren schlaf- und damit gesundheistfördernden Akt verurteilen. Howhg.

  • heidi reiff sagt:

    Bin froh werden diese Ahnenkulte nichtmehr idealisiert, das grösste Elend basiert leider nach wie vor auf rigidem Erziehungs- und Religionsdreck, die Prediger und Gurus boomen nach wie vor, lassen wir uns einfach nicht mehr vereinnahmen von diesen falschen Gurus und Guruinnen, im hier und jetzt haben wir ja die Möglichkeit, destruktive Muster nichtmehr zu nehmen. Adolf Hitler hat ja ein Buch geschrieben “ Mein Kampf “ , für die Misshandlungen seines Killervaters hat der sich am Judenvolk gerächt, die meisten Deutschen haben mitgemacht, mit wenigen Ausnahmen, die Revolte des Körpers von A. Miller ist empehlungswert, der pyisische Körper lügt nicht gehört auch zum menschlichen Dasein. Ein Alterungsprozess findet statt, ich bin auch alten Menschen begegnet, die nicht Alzheimer hatten, sind Prognosen nicht auch gefährlich? Ich halte einfach nichts von Clichee-Denken, ein guter Weg für mich.

  • Marcel sagt:

    Ich habe noch nie zugeschlagen, keine Ohrfeige, kein Fuditätsch, gar nix.

    Aber Gewalt- als züchtigendes Mittel, wohlgemerkt, nicht als reines Machtmittel- hat ja bekanntlich viele Formen. Und so bediene ich mich, wenn’s wirklich arg wird, eines anderen, höchst wirksamen Mittels: Zynismus, beissender Zynismus. Meine Tochter versteht jeweils augenblicklich, was ich jeweils damit meine, aber augenblicklich! Und das Gute daran ist: Man muss nicht einmal laut werden dabei!

    Und ich werde selten wütend- wohl vor allem deshalb.

    Das wird ganz allgemein verstanden.

    Als Rahmenbedingung, in die diese Massnahme eingebettet ist (und ohne den mein Zynismus wahrschinlich kaum wirksam wäre), finde ich Konsequenz noch wichtig; Konsequenz im Handeln.

    Aber eben. Ich denke, jedes Kind ist genauso individuell, wie seine Eltern. Ein Universalrezept gibt es nicht.

  • Urs sagt:

    @ Liesian
    Logik nicht, aber Evolution. Von schlagen war übrigens nicht die Rede…

    Absolut gewaltfreie Erziehung halte ich für ein Luxusanforderung der Wohlstandsgesellschaft, wo der tägliche ‚Kampf ums Dasein‘ nicht mehr geschlagen werden muss. Natürlich müssen wir nicht die Erziehungsmodelle der Neanderthaler kopieren, aber wir sollten nicht jede elterliche Notwehr zu einem Psychodrama hochstilisieren.

  • Alex sagt:

    Grundsäzlich ist die körperliche Bestrafung das Offenlegen der eigenen Unfähigkeit, mit der Situation zurechtzukommen und Verpasstes in der Erziehung noch geradezubiegen. Meine Kinder schliessen in Kürze ihre Ausbildung ab, wurden noch nie körperlich bestraft und wurden weder antiautoritär erzogen noch sind es heute Persönlichkeiten, die in Konflikten mit Gewalt reagieren. Selber kriegte ich als Kind einige wenige Male eins hinter die Ohren, was aber in meiner Erinnerung das Problem nicht löste und nicht mehr bewirkte, was eine verbale Zurechtweisung auch bewirkt hätte. Im Gegenteil. Schäden habe ich meines Wissens keine genommen, nur die Gewissheit, meine Kinder vor solchen sinnlosen Erziehungsmethoden zu verschonen. Der dämliche Spruch ‚eins hinter die Ohren hat noch keinem geschadet‘ qualifiziert den, der ihn ausspricht und ist doch hoffentlich von Gestern. Als Gedankenansatz: wenn dann mal die zur Gewohnheit gewordenen Ohrfeigen nicht mehr nützen, was kommt dann?

  • Mnemonic sagt:

    hallo?

  • renate sagt:

    Kinder schlagen sollte keine Erziehungsmethode sein, aber je nach Alter des Kindes tut ihm einen Tätsch aufs Füdli auch mal gut.
    Vor allem bei Kleinkinder, die noch nicht mit Worten zu beeindrucken sind, kann es sein, dass ein Füdlitätsch mal hilfreich sein kann.
    Ab ca. 5 Jahren sollte das aber nicht mehr der Fall sein. Aeltere Kinder sollte man gar nicht mehr schlagen, da es für sie entwürdigend ist. Sie verstehen einem ja bereits, da helfen andere Konsequenzen viel eher.

    Dies alles kann aber nur geschehen, wenn das Kind sich generell geliebt und angenommen fühlt und man das auch dem Kind zeigt. Das ist die Basis aller Erziehung, sonst hat das Kind nämlich Recht, wenn es sich daneben benimmt.

  • bigmama sagt:

    Seltsam, im Strafrecht wurden Körperstrafen schon vor langem durch andere Massnahmen ersetzt. In der Erziehung sind sie für viele offenbar noch legitim. Vielleicht, weil es so schnell und einfach geht, andere Erziehungsmassnahmen sind einigen offensichtlich zu anstrengend.

  • Daniel Zollinger sagt:

    Mal ein Klapps auf den Hintern oder mal eine Ohrfeige hat noch keinem geschadet. Ich bin auch nicht fürs zusammenschlagen, aber Kinder sollten wissen wo ihre Grenzen sind. Wenn Worte nichts mehr nützen und die einem nur so dreckig ins Gesicht Lachen, als Autoritätsperson dann müssen halt andere Mittel ergriffen werden. Wenn ich auf den Arsch gekriegt hatte, dann wusste ich auch warum.

  • Liesian sagt:

    @Urs
    Genau, wenn das Kleinkind brüllt und die Löwen sind in der Nähe, dann hau ich kurz zu und schon wird es subito verstummen. Das ist doch Logik, die einleuchtet.

  • heidi reiff sagt:

    Haben Sie Mirka Slatovic konkrete Beweise, dass antiautoritär Jugendliche erzogene Killer und Schläger sind? Oft passieren auch Massenschlägereien durch äusseren Grupppendruck. Die 68-er Jahre waren die ersten Schritte in die richtige Richtung.
    Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt. Die Kindheitsforscherin Alice Miller hat sich intensiv mit Kindererziehung auseinandergesetzt, hat Pionierarbeit geleistet, im Buch „Am Anfang war Erziehung“ argumentiert sie mit Fakten und erklärt auch, was für Folgen aus rigiden Erziehungsmustern entstehen. Kinder sind neugierig und entdeckungsfreudig und haben auch das Recht dazu, Kinder haben ganz feine Intuitionen und sind auch schlau (hat nichts mit böse zu tun), sie holen sich meist das was sie wollen dort wo sie es bekommen. Wollen wir weiterhin Marionetten züchten. Ich bin kein liebes braves Mädchen mehr, kluge Leute sind immer nur scheinangepasst und das ist gut so. Ich habe meinen Kindern keine Grenzen gesetzt, hab Fehler gemacht und mich bei meinen Kindern dann entschuldigt, meine Kinder haben mich nie tyrannisiert. Letzthin war ich bei meiner Tochter und meinen 2 Grosskindern, das Thema Klavierspielen stand auf der Debatte, meine Tochter erzählte mir, wie es sie genervt hat, weil ich immer das gleiche Lied spielte, wir haben gescherzt und gelacht darüber, Scherz gehört doch auch zum Leben oder nicht, Kinder scherzen und lachen gern, das ist Lebendigkeit.

  • Bionic Hobbit sagt:

    Ich bin die Mutter von einem zweieinhalbjaehrigen Energiebuendel und von neugeborenen Zwillingen. Der aeltere ist schon seit einiger Zeit in einer Trotzphase, und seit der Geburt der Zwilinge macht er noch mehr Unfug, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Meine Hand is auch schon „ausgerutscht“ (machmal gibt’s einen Klapps, manchmal fliegt was durch die Luft), und mein Sohn ist nachher immer ziemlich ueberrascht und empoert, und ich fuehle mich schlecht, entschuldige mich und versuche zu erklaeren, weshalb das passiert ist. Er soll ja schliesslich nicht lernen, dass Schlagen die Loesung eines Problems ist. So lernt er vielleicht, dass jeder mal ausrastet, und dass man sich entschuldigen kann?? Ich moechte einmal sehen, wie das funktioniert mit dem „ins Zimmer stellen“. Wenn ich das versuchen wuerde, muesste ich meinen Sohn ziemlich mit Gewalt dazu zwingen, und das taete sicher mehr weh als mein Klapps. Ausserdem bin ich, wenn ich die Zwillinge 7 Mal am Tag waehrend mehr als einer Stunde gleichzeitig stille, ziemlich bewegungsbeschraenkt… Ich versuche auch kraeftig, wie es in den Buechern steht, meinen Sohn fuer gutes Benehmen zu loben, aber manchmal ist das Lob kaum von den Lippen wenn er schon den naechsten Bloedsinn in Angriff nimmt! Also meiner Meinung nach, Hut ab, wenns voellig ohne Gewalt jeder Art geht, und ein bisschen Verstaendnis bitte, wenn die Hand mal „ausrutscht“. Ich kann mich nur an 2-3 wohlverdiente Schlaege in meiner Kindheit erinnern, die Beziehungsprobleme meiner Eltern haben mich weitaus mehr „geschaedigt“.

  • Natalie sagt:

    Wieso wird hier so darauf gepocht, dass man Kindern mit Ohrfeigen Respekt beibringt?

    Wenn mich jemand schlägt, habe ich keinen Respekt, sondern Angst. Etwas aus Respekt und etwas aus Angst nicht zu tun, mag emotional eng beieinander liegen, ist aber trotzdem etwas komplett anderes.

  • gargamel sagt:

    @mirka: woher wissen sie, dass diese alle schläger antiautoritär erzogen wurden? können sie das bitte belegen oder ist das einfach eine unfundierte behauptung?

  • Urs sagt:

    @ gargamel
    Ich bin überzeugt, dass elterliche ‚Autorität‘ notwendig und natürlich ist (evolutionsbedingt), um einem Kind das Überleben zu sichern. Stellen Sie sich vor, das Kleinkind beginnt gerade dann zu brüllen, wenn die hungrige Löwenmeute in der Nähe ist. Da musste vermutlich subito Ruhe herrschen und ob der Schwitzkasten der Mutter gänzlich gewaltfrei abgelaufen ist, wage ich zu bezweifeln. Auch wenn wir seither einiges an Sozialisation erlebt haben, bleiben wir halt doch die alten Affen. Somit erachte ich physische Zurechtweisung in Ausnahmesituationen als gerechtfertigt.
    Elterliche Autorität ergibt sich aus der vorhandenen Lebenserfahrung und muss der Situation und dem Entwicklungsstand des Kindes angepasst werden. Das Kind muss lernen und erkennen, in welcher Situation gespielt, getobt und aufbegehrt werden kann, und wann gehorcht werden muss (früher Löwen, Bären etc., heute halt Strassenverkehr). Wenn ein Kind diese Freiräume ebenfalls erleben kann, wird es die Autorität der Eltern mit wachsender Lebenserfahrung und spätestens im pubertären Schub zunehmend hinterfragen und eigene Entscheidungen treffen und damit immer mal wieder auf die Nase fallen. Die grosse Kunst besteht darin, Freiräume zuzulassen und dann wieder Grenzen zu setzen und dem Kind verständlich zu machen, wo welche Spielregeln gelten. Dass es Spielregeln gibt, erfährt man besser früh als spät, und dass diese je nach Situation unterschiedlich sind, ist Bestandteil von Lebenserfahrung.
    Aus diesen Gründen halte ich ‚anti-autoritär‘ für ein genauso falsches Konzept wir Antikommunismus, Antikapitalismus etc. Wenn man eine Methode oder ‚Philosophie‘ primär negativ definiert, kommt dabei selten ein gelungenes eigenes Konzept heraus.

  • Thomas sagt:

    @ Mirka Slatovic
    Du verwechselst da etwas: Aus autoriär erzogenen Kindern, die geschlagen werden, werden auch wieder Schläger. Aus vernüftig erzogenen Kindern, die nicht geschlagen werden, werden kaum Schläger werden, denn sie haben gelernt, dass Konflikte ohne Gewalt gelöst werden können.
    Es ist nie nötig, ein Kind zu schlagen. Schlagen bedeutet, dass man als Vater oder Mutter versagt hat und auf das recht des Dschungels zurückgreift: Der Stärkere schlägt den Schwächeren. Ob das die Eltern, die ihre Kinder schlagen, wirklich wollen? Oder leben sie ihre Frustrationen an ihren Kindern aus? Viele Eltern trauen sich im Beruf etc. nicht, Stärke zu zeigen, aber dann zuhause, da können sie die Starken spielen und ihre hlflosen Kinder schlagen. Pfui Teufel!

  • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

    @Mirka Slatovic: woher wissen Sie denn, dass die SchlägerInnen antiautoritär erzogen wurden?

  • Lutz Seifert sagt:

    ich glaube das letzte mal wo ich meiner tochter aufs po gegeben habe, hat sie gelacht.

    seitdem lass ich das sein …

  • Mirka Slatovic sagt:

    Wenn man die antiautoritär erzogenen Jugendlichen, welche sinnlos Menschen kaputt-schlagen heute so sieht, muss doch eher fragen: Darf man ein Kind, falls es dann nötig ist, nicht schlagen?

  • gargamel sagt:

    @chrigel: mit einem 11monatigen kleinkind zu „diskutieren“ ist natürlich blödsinn (nicht blöd ist hingegen, nicht einfach über seinen kopf hinweg zu handeln, sondern ihm mitzuteilen, das es jetzt bei den grosseltern übernachtet). das mitspracherecht der kinder muss natürlich ihrem reifegrad angepasst sein. insofern verstehe ich ihr stirnrunzeln gegenüber ihren freunden schon.

    und noch zu „antiautoritär“: das wort hat einen schlechten ruf und wird im volksmund mit laissez-faire gleichgesetzt. antiautoritäre erziehung richtet sich aber nicht gegen autorität, sondern nur gegen die unnötige unterdrückung der selbstentfaltung des kindes, also gegen autoritäre personen und systeme. und das ist etwas, das ich meinen kindern durchaus mitgeben möchte: nimm nicht einfach alles hin, was dir von sogenannten autoritäten serviert wird, sondern hinterfrage die dinge und wehre dich, wenn dir etwas ungerecht erscheint. blinde autoritätsgläubigkeit ist nicht etwas, das ich ihnen anerziehen will.

  • Hansruedi sagt:

    Wie wäre es einmal mittels den Spiegelgesetzen eine solche Situation anzuschauen? Dann braucht es gar keine „Züchtigungsmasnahmen“
    😉

  • the man sagt:

    Ich glaube nicht dass die paar „Watschen“ die ich bezogen habe mir geschadet haben. Ob sie mir genützt haben weiss ich auch nicht, stolz darauf bin ich im Gegensatz zu anderen hier aber nicht. Ist ja schön dass ihr als Kind schon mächtig einstecken konntet – als Erziehungsempfehlung taugt das wenig.
    Was ich schon als Kind wirklich schlimm fand, war das nachträgliche Entschuldigen oder gar Weinen meiner Erziehungsberechtigten. Wenn man von einer Strafe überzeugt ist, zieht man sie einfach durch, wenn man sich nachträglich dafür entschuldigen muss, lässt man’s lieber bleiben. Und wenn einem unabsichtlich, per Zufall ab und an die Hand ausrutscht sollte man ein Selbstbeherrschungsseminar besuchen!
    Ein amerikanischer Freund (nein, kein autoritärer Republikaner) hat seine Erziehungsmethode so umschrieben: „Es geht darum Dominanz auszuüben. Es muss immer klar sein wer der Chef ist. Wenn ich meine Kinder bestrafe, dann nur, um meine Dominanz wieder herzustellen, nicht im Zorn oder aus Wut.“ Fand ich irgendwie einleuchtend…

  • Papa sagt:

    Ich finde es noch bedenklich, mit welcher Selbstverständlichkeit hier einige davon ausgehen, Erziehung sei nur mit Gewalt möglich, ja, die körperliche Züchtigung sei geradezu Bedingung für ein wohlerzogenes Kind. Ich bin zwar auch sehr dezidiert der Meinung, Kinder müssten den Umgang mit Gewalt früh lernen, aber ich bin mir auch ziemlich sicher, dass von Eltern ausgeübte Gewalt – schlimmstenfalls im Affekt – überhaupt nichts bringt: Das Kind lernt dabei höchstens, dass Eskalationen mit Gewalt bestraft werden. Die Frage, wie sich das Kind dabei fühlt, spielt keine Rolle.

    Ich meine, es geht auch anders. Freunde von uns erziehen drei extreme Lausbuben, ohne sie zu schlagen. Es sind drei echte Racker, der älteste elf der jüngste fünf Jahre alt. Probleme und Eskalaltionen werden mit Gesprächen und dem Familienrat gelöst, der vorherschende Ton der Eltern ist ruhig, bestimmt und konsequent. Das ist aufwändig und braucht viel Geduld. Aber siehe da: Die Jungs sich wirklich gut erzogen, anständig und gehorchen. Spannend ist es besonders dann, wenn die Knaben miteinander streiten. Als Buben verprügeln sie sich natürlich ständig gegenseitig, aber interessanterweise wird auch sehr viel über Diskussionen und Argumentationen ausgetragen.

  • chrigel sagt:

    @gargamel: Danke für Ihre Erläuterungen (nicht ironisch gemeint). Ich gehe davon aus, dass Ihre Kinder in einem Alter sind, in dem sie verstehen warum etwas getan werden muss oder nicht. Vielleicht konzentriere ich mich auch zu sehr auf das befreundete Elternpaar und deren Versuche antiautoritär zu sein? Werde mich bemühen, den etwas üblen Nachgeschmack, den dieses Wort hinterlässt, wegzuspülen.

  • gargamel sagt:

    @Kocher – „Zur rechten Zeit eine Gewischt kriegen hat noch niemanden geschadet, sondern hat geholfen.
    Nur so lernen Kinder wann es genug ist.“

    was für ein ausgemachter blödsinn! kindern kann auch auf andere art und weise klargemacht werden, wann genug ist. aber eben: brutale machtausübung ist natürlich viel einfacher…

  • Jo Mooth sagt:

    @Reto Meier: Dann sind wir uns ja weitgehend einig.

  • Thomas sagt:

    Gewalt gegen Kinder ist nie Erziehung, sondern einfach nur Macht eines Stärkeren gegen einen Schwächeren. Wenn Leute hier in ihren Kommentaren sagen, dass sie auch Ohrfeigen etc. erhalten haben als Kind und das ihnen das nicht geschadet habe, dann zweifle ich doch sehr daran und ich wäre gespannt, welche Defekte man bei ihnen entdecken würde.
    Ich bin Vater einer 5jährigen Tochter und meine Frau und ich haben uns geschworen, dass wir unser Kind nie schlagen werden. Bis jetzt haben wir das einhalten können, obwohl ich in manchen stressigen Situationen durchaus schon in Versuchung war. Wir haben unserer Tochter auch seit der Geburt immer wieder gesagt, dass wir sie nie schlagen werden. Wenn wir jetzt mit den Nerven am Ende sind und ausrasten und herumbrüllen (wir sind auch nur Menschen), dann merkt sie, dass es uns ernst ist, aber sie hat keine Angst vor uns.
    Uebrigens ist auch psychische Gewalt (zur Strafe stunden- oder tagelang nicht reden mit einem Kind, dem Kind sagen „ich habe dich jetzt deswegen nicht mehr lieb“, „du bist dumm“ etc. etc.) genau so schlimm wie physische Gewalt.
    Mit antiautoritär hat das gar nichts zu tun. Bei uns zuhause gelten Regeln und die müssen eingehalten werden, sonst hat das Konsequenzen.
    Unsere Tochter ist ohne Schläge zu einer selbstbewussten kleinen Person herangewachsen, die weiss, was sie will und wie sie dazu kommt, die aber auch in der Krippe und jetzt im Kindergarten keine Probleme damit hat, sich in eine Gruppe einzufügen und mitzumachen.

  • Pu sagt:

    Die Erfahrungsberichte, in denen sich die einen brüsten, erfolgreich gewaltlos zu erziehen und die anderen behaupten, ohne Ohrfeigen gehe es nicht, sind anekdotisch und taugen nicht zu Verallgemeinerung, weil jedes Kind mit einem individuellen Charakter auf die Welt kommt und Kinder nicht einfach über einen Kamm geschert werden können. So oder so ist Erziehung *auch* Machtausübung, ob die Macht nun mit physischer Gewalt oder subtiler ausgeübt wird. Nicht jedes Kind ist in jeder Situation empfänglich auf gutes Zureden. Was ist die angemessene Reaktion, wenn ein Kind Geschwister oder Eltern schlägt, kratzt, beisst und auf die in Matthäus 5,39 empfohlene Methode nicht anspricht?

    Seltsam scheint es mir, dass der Verlust elterlicher Selbstkontrolle („Ausrutscher“) gesellschaftlich mehr Akzeptanz zu finden scheint als eine überlegte Züchtigung. Es versteht sich, dass eine Ohrfeige oder ein Klaps aufs Fudi nur ein allerletztes Mittel und niemals darauf gerichtet sein darf, eigene Aggressionen abzubauen und/oder dem Kind echten körperlichen Schmerz zuzufügen.

    Den beliebten „Liebesentzug“ finde ich übrigens nicht weniger brutal als einen Klaps. „Nur“ psychische Gewalt ist heute für die Eltern strafrechtlich und gesellschaftlich risikolos, aber ist das besser für das Kind?

    @Jo Mooth: Gewaltfreie Erziehung propagieren, aber andere Kommentatoren mit aggressivem Unterton mit dem Strafrecht bedrohen, passt meiner Meinung nach schlecht zusammen.

  • Kocher sagt:

    Zur rechten Zeit eine Gewischt kriegen hat noch niemanden geschadet, sondern hat geholfen.
    Nur so lernen Kinder wann es genug ist.
    Leider scheint das bei der heutigen Jugend nicht mehr vorhanden zu sein.
    Die Eltern drücken den Kindern lieber Geld in die Hand, damit sie Ihre Ruhe haben. Die Erziehung wird auch auf die Schule und sonstwohin abgeschoben, nur nicht bei sich zu Hause. Kann ja noch stress geben,oder?.
    Im übrigen habe ich auch zwischendurch eine bekommen. Bin den Eltern noch heute Dankbar für die Erziehung, auch wenn mal die Backe weh getan hat. War ja schlisslich selber schuld und kann jetzt darüber lachen.
    Ich weis was Respekt und Achtung heisst, bei der heutigen 68er erziehung, weiss das wohl keiner mehr.

  • gargamel sagt:

    gehe völlig einig mit dem alten grautier…

  • gargamel sagt:

    @chrigel: ein antiautoritärer erziehungsstil (so wie ich ihn zu praktizieren versuche) bedeutet nicht, dass meine kinder machen können, was sie wollen. er bedeutet auch nicht, dass über jede noch so kleine anordnung von mir stundenlang diskutiert wird.

    aber: grundsätzlich muss ich in der lage sein, meinen kindern erklären zu können, warum ich etwas will bzw. nicht will und zu einer auseinandersetzung darüber bereit sein (was durchaus auch dazu führen kann, dass ich einen „befehl“ auch mal zurücknehme, weil ich merken muss, dass mein verbot aus eigener bequemlichkeit oder ähnlichem entstanden ist).

    meine kinder wissen aber auch, dass es bereiche gibt, wo keine diskussion in frage kommt und ich gehorsam verlange: nämlich überall dort, wo die kinder noch gar keine selbstverantwortung wahrnehmen können und gefahr droht (strassenverkehr etc.).

    strafen gibt’s auch bei uns: es gibt durchaus auch methoden ohne körperliche oder seelische gewalt. ins zimmer stellen funktioniert recht gut bei uns, glacé oder geschichten vorlesen streichen, etc. wichtig ist einfach, dass die strafe dem vergehen auf dem fusse folgt, da sie sonst für das (kleine) kind nicht nachvollziehbar ist.
    braucht halt auch ein wenig fantasie und man sollte sich schon vorher ein paar gedanken darüber gemacht haben, wie man in situationen reagieren will, die nach einer strafe verlangen… dreinschlagen ist natürlich einfacher…

  • Alter Esel sagt:

    Vor ein paar Tagen war hier in diesem Blog ein simples Rezept gegen Jugengewalt zu lesen: „Liebe schenken, streiten dürfen, zuhören können, Grenzen setzen, Freiraum geben, Gefühle zeigen, Zeit haben und Mut machen.“

    Die nachfolgende Diskussion drehte sich einmal mehr um einen einzigen Aspekt, das Grenzen setzen. Grenzen setzen ist, ok., ist nötig, aber nur einer von vielen Aspekten des Erziehens. Wer sich mit Zeit, Engagement und Liebe der Erziehung widmet, kann die nötigen Grenzen sicher ohne Gewalt setzen.

    Das Wichtigste am Erziehen ist für mich die Vorbildfunktion der Eltern. Und was lernt Hänschen, wenn es sieht, dass der übermächtige Vater – wenn er anders seinen Willen nicht durchsetzen kann – seine körperliche Überlegenheit einsetzt und seinen Willen mit gewalt durchsetzt?

  • Reto Meier sagt:

    @Jo Mooth

    jetzt werden sie endlich sachlich, zum Teil zumiindest

    mangelnde Betreuung = Eltern arbeiten beide zu 100%, Eltern sind geschieden , das Kind ist bei der Tagesmutter , Hort etc….

    mangelnde Zuneigung = Eltern sind geschieden, Ferien, Freizeit sind wichtiger

    Vernachlässigung = siehe oben

    Als Eltern hat man eine verantwortung … gemacht ist das Knd schnell … aber wenn es um die Erziehung geht dann sieht es anders aus…..

    Wie Sie richtig schreiben braucht das eine gute Betrueung , viel Zuneigung und dürfen nicht vernachlässigt werden

    Aber das heisst nicht dass man ein Kind bestrafen muss wenn es seine Grenzen testen will. Ein Kind testet numal seine Grenzen…. wenn man da nicht Grenzen setzt zur richtigen Zeit dann wird es mit 14,16 schwierig

    Dann müssen Jugend gerichte , Psychiater , Pädagogen etc. einschreiten , was alles sehr viel Geld kostet

    EIn gute Erziehung ist auch nicht gratis, Die Eltern verzichten auf vieles (Geld, Ferien, teures Auto)

    Das alles wird von der Gesellschaft nicht wahrgenommen… lieber gibt man die Verantwortung ab an den Kinderhort , Tagesmutter etc…..

    Aber die Verantwortng für die Erziehung des eingenen Kindes kann nciht abgeben werden

  • kaya sagt:

    ich kann mit gutem gewissen sagen, ich habe weder psychische noch körperliche gewalt an meinen mitlerweilen 4 erwachsenen kindern ausgeübt. muss aber ehrlich gestehen, auch mir war die hand als sie noch kinder waren, in einer entnervten und überforderten situation schon ausgerutscht.

    ich bin darauf gewiss nicht stolz und wenn sich danach alles wieder beruhigt hatte, habe ich mich bei ihnen entschuldigt. daraus entstanden meist gute gespräche (auch ein kindergärtner oder primarschüler ist dazu in der lage!) und sie selbst erkannten oft auch ihr fehlverhalten.

    jedes meiner kinder erinnert sich noch an die paar wenigen kläpfe die sie von mir eingefangen haben und heute können wir zusammen darüber lachen.

  • heidi reiff sagt:

    @ Reto Meier

    Jede Ohrfeige ist eine Ohrfeige zu viel, achselndzuckend wird dann gerechtfertigt mir ist halt die Hand ausgerutscht, hören wir doch auf unsere Stinkwut an unschuldigen Kindern auszulassen es gibt ja genug andere Möglichkeiten die eigenen Aggressionen auszuagieren, die Spielwiesen sind ja da, Kinder als Opfer zu missbrauchen ist fatal und verwerflich ohne ja aber…….

  • Saba sagt:

    Und ja: die von meiner Mutter verteilten Ohrfeigen zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben durchaus etwas verändert, positiv – ganz im Gegensatz zu der nicht mehr in einen Zusammenhang gesetzten, überproportionalen Gewalt durch meinen Vater.

  • Opa Meier sagt:

    Ich kann hier leider nicht mehr mitreden aufgrund meines Alters. Aber was ich feststelle ist, dass früher die Kinder eher Angst vor den Erwachsenen hatten, später dann immerhin noch Respekt, und heute müssen wir Erwachsenen Angst haben vor den Kindern – sei’s wegen deren physischen Tätlichkeiten oder der angedrohten, rechtlichen Konsequenzen (s. NZZ-Artikel). Eine etwas verquere Welt, wie mir scheint.

  • Hotel Papa sagt:

    Mein Jüngerer hat mit ca 3-4 Jahren eine Phase durchgemacht, da hat er ab und zu provoziert, sich stinkfrech vor einem aufgebaut und weitergemacht, grinsend, nach dem Motto „Was machst Du jetzt!?!!“

    Da hat er ein paar Mal eine Backpfeife bezogen. Danach wer er jeweils „zufrieden“, ich kanns nicht anders ausdrücken. Wir wussten uns damals nicht anders zu helfen.

    Ich habe nicht den Eindruck, dass er darunter gelitten hat.

  • Saba sagt:

    Ja, eine Ohrfeige kann angemessen sein. Von uns vier Kindern hat, glaube ich, jedes ein Mal eine kassiert – und jedes zu Recht. Ich beispielsweise habe meiner Mutter Arschloch gesagt – da gibt es und darf es nichts anderes geben als a) das Kind den Mund mit Seife auswaschen lassen oder b) eine Ohrfeige, bzw. einen Klaps mit dem Handrücken auf den Mund. Ich finde es persönlich schade, dass meine Mutter nicht öfters härter durchgegriffen hat. Statt dessen war es so, dass sie selber sich nicht gut durchsetzen konnte, gewartet hat bis unser Vater abends nach Hause kam – völlig gestresst und überarbeitet – und hat ihm dann alles „gepetzt“. Wie ein Mann dann reagiert, nach zwölf Stunden harter Arbeit, ausgelaugt und nur mit dem dringlichen Wunsch im Kopf, jetzt endlich mal seine Ruhe zu haben, ist nicht schwer vorzustellen – meistens „chlöpfte“ es dann richtig und vor allem richtig unangemessen.
    Bei Kindern ists wie bei Hunden: Sofort und der Situation angemessen reagieren – und wenn eine Ohrfeige in diesem Moment angemessen ist (und nochmals, diese Situationen gibt es einfach), dann ist das auch absolut okay und man braucht sich als Eltern nichts vorzuwerfen.

  • Jo Mooth sagt:

    @Reto Meier: pass auf, du wanderst auf dünnem Eis. Deine Äusserungen könnten als Anstiftung zu einer Straftat verstanden werden. Jugendgewalttätige antworten oft nur: auf mangelnde Betreuung, mangelnde Zuneigung, Vernachlässigung. Nicht schwierig zu verstehen, oder?

  • heidi reiff sagt:

    Meine Entscheidung war, meine Kinder sollen es besser haben als ich. Ich habe meine Kinder nie geschlagen und auch nicht an den Haaren gerupft, war etwas fanatisch was Ordnung betrifft, mit bösem Blick habe ich meine kleine Tochter aufgefordert, eindlich mal ihr Zimmer aufzuräumen, sie hat gut reagiert, sie hat mich einfach aus dem Zimmer geschickt und ich habe es akzeptiert, Kinder sind keine Tyrannen, sie werden zu Tyrannen gemacht, es gibt keine bösen Kinder, ich habe vieles von meinen Kindern gelernt, bei kleinen Kindern kann man sich ja gut austauschen auf Augenhöhe eben nicht von oben herab. In einer Therapiegruppe die ich vor 20 Jahren besucht habe hat der Gruppenleiter sich oft geäussert, das ist auch einer der sagt, die Ohrfeige hat ihm gutgetan, „Danke Papi danke Mammi, ich war ein böses Kind“. An Stammtischen plustern sich viele auf mit vergangenen Prügelstories. Killereltern werden leider nach wie vor idealisiert, sitzt die Angst vor Bestrafung noch immer tief im Nacken?

  • gelsomina sagt:

    ich staune immer wieder über die situativ angemessenen ohrfeigen. sind das theorien, oder haben jene, die sie hier erwähnen, wirklich schon erlebt, dass das etwas bringt?

    ich selber habe das nur zwei mal gemacht. es hat gar nichts gebracht – das kind hat weiter getobt und gerast, schlimmer als vorher. dafür habe ich mich extrem scheisse gefühlt, dass ich überhaupt auf die idee gekommen bin, so etwas könnte hilfreich sein.

    und was das „alles mit dem (klein)kind ausdiskutieren“ betrifft: mit partnerschaftlich hat das gar nichts zu tun. ein kind hat ein recht darauf, nicht überfordert zu werden, und es gibt nun mal viele situationen und entscheidungen, die ein kind komplett überfordern. natürlich soll ein kind auch dinge selbst entscheiden. aber eltern, die ihm alles überlassen sind nicht antiautoritär, sondern feige und akzeptieren ihre verantwortung nicht. eine eltern-kind-beziehung ist nicht von anfang symmetrisch, sie kann es erst mit dem aufwachsen des kindes langsam werden.

  • Reto Meier sagt:

    @Jo Mooth

    Bitte keine Belehrungen mehr…..

    Mir wäre lieber wenn die Gerichte in anderen Fällen ein wenig härter wäre: Betreffend Jugendgewalt etc…

    Genau bei diesen Jugendlichen ist zu 99% etwas falsch gelaufen…..

    Leider ist mit 16 der Zug abgefahren betreffend Erziehung und mann kann nur noch ein beten dass die Jungelidchen die Kurve kriegen.

    @Jo Mooth

    Sie müssen ja ein besonders anständiger Mensch sein … wahrscheinlich haben Sie auch noch nie eine Fliege getötet

    Das würde SIe (denke ich mal) als Tierquälerei ansehe ???

    Ich bitte Sie es gibt ein Unterschied ob man ein Kind verhaut, misshandelt und einer Ohrfeige. zur passender Zeit

  • Bodie sagt:

    Mein Sohn hat in seinem Leben bisher zwei Ohrfeigen von mir kassiert. Obwohl diese schon ein paar Jahre zurück liegen mag er sich noch genau daran erinnern wieso er diese erhalten hat. Ich folge dem Prinzip ‚Grenzen setzen – Konsequenzen tragen‘ und setze auf Abmachungen mit meinem Sohn. Das klappt wunderbar, erfordert aber auch sehr viel Selbstdisziplin von mir. Und es bedingt, dass man das was man dem Nachwuchs vermittelt auch vorlebt. Kinder registrieren jede Unaufmerksamkeit und Unachtsamkeit genauestens und weisen mit Vehemenz auf die Einhaltung hin ;o)

  • Jo Mooth sagt:

    Hier noch ein Entscheid zur Strafbarkeit der Ohrfeige: http://www.nzz.ch/2003/07/09/il/newzzDHX2PKEC-12.html
    Auch psychische Gewalt kann übrigens strafrechtlich relevant werden. Also Eltern, seid anständig, beherrscht euch, informiert euch. Auch sog. schwierige Kinder oder gerade sie verdienen allerhöchsten Repekt. Ein Ausdruck von solchem kann Strenge, Verlässlichkeit und Wärme gleichermassen sein. Hände sind nicht dazu da, um auszurutschen.

  • Reto Meier sagt:

    @Unpädagogischer Nichtvater

    Ist klar man kann auch als nichtleiblicher Vater zuständig sein , aber das Verhältnis ist anders. Ich bin ein Scheidungskind daher habe ich Erfahrung…..

    Da ist wieder der nächste Punkt: Jede 2. Ehe wird geschieden somit wachst sozusagen jedes 2. Kind nicht bei seinen Eltern auf….

    Wenn das Kind der Mutter zugesprochen wird und die dann ein Alkoholiker oder sontigen Freund hat dann ist dass sicher nicht „optimal“ ….

    Der leibliche Vater sieht wenn es gut kommt sein KIND 1x im Monat (SA, SO)

    Auch die Erziehung durch den Hort, Tagesmutter ect. ist nicht optimal……

    So eine Tagesmutter ist nicht gross ineressiert um die Erziehung des Kindes…. auch betreffend einer Bestrafung ist es sehr schwierig….so eine Tagesmutter hat nicht die gleiche Autorität

    Leider gibt es heute immer weniger „normale“ Familien daher gibt es auch immer mehr Problemkinder

    Bei den Scheidungen ist immer das KIND das Opfer, daher sollten sich die Erwachsenen gut überlgen ob man ein Kind macht.

    Wenn man nähnlich keine Zeit hat, lieber arbeitet, lieber viel in die Ferien geht, lieber viel Freizeit hat und zudem sowieso nicht lebenslang mit dem Partner zusammen bleiben will

    KEIN KIND machen

    Die Welt stirb nicht aus wenn es ein paar Kinder weniger gibt auf der Welt

  • Robert sagt:

    Gewalt ist – wie von MB ausgeführt – nicht nur physische Gewaltanwendung wie z.B. ein Schlag. Gewalt ist das, was das Kind dabei empfindet. Ihm Kraft der elterlichen Autorität etwas zu verbieten, das es sehr gerne will, ohne dass es versteht warum – kann auch als Gewalt empfunden werden (man nennt das ja „elterliche Gewalt“ – oder?).

    Ich glaube, es ist sehr wichtig, wie das beim Kind ankommt, wenn die Eltern einmal zur Gewalt greifen (warum auch immer). Wenn es eine Flatter kriegt und erkennen kann, dass es selbst den Vater oder die Mutter dazu gebracht hat, die Fassung zu verlieren, dann kann das eine sehr wertvolle Einsicht sein: Eben dass es da eine Grenze gibt, die zu überschreiten das Chaos bedeutet.

    Wenn es sich jedoch so anfühlen muss, dass ihm mit Berechnung Gewalt angetan wird, dann steckt da doch eine ganz andere „Message“ dahinter: Dass man es nämlich nicht wertschätzt.

    So in der Richtung sehe ich das. Ich habe selbst meinen Sohn, als er mit ca. 3-4 Jahren im Trotzalter war, 2x geschlagen – nicht stark, eher ein Klaps, aber eindeutig hatte ich die Fassung verloren und nicht weitergewusst. Wir können uns (nach jetzt über 10 Jahren) beide noch minutiös daran erinnern und haben schon oft darüber gesprochen. Unter anderem sagt er heute, dass ihm diese Erlebnisse tiefsten Eindruck gemacht haben – weil sie einfach passiert sind, nicht etwa, weil es ihm weh getan hätte. Es ist jeweils eine Welt für ihn zusammengebrochen. Aber die wurde hinterher immer gleich wieder gekittet (wir lagen uns heulend in den Armen und es wurde beide Male eine abendfüllende Angelegenheit, bis „alles wieder in Ordnung“ war).

    Ich persönlich habe, muss ich schon sagen, auch den Eindruck gewonnen, dass ich mir den Respekt meines Sohnes über alles hinweg bis heute habe erhalten können. Das lag sicher nicht an diesen beiden „Ausrastern“, aber insgesamt daran, dass ich klare und verständliche Signale habe senden können – dass er mich auf eine bestimmte Art und Weise verstanden hat, warum ich was tue und sage.

  • Gabriela sagt:

    Was ich gelegentlich mache, ist die jüngere Tochter anschubbsen. Das ist die einzige Art, wie ich sie teilweis aus etwas reissen kann. Da scheint einfach das Gehör nicht mehr zu funktionieren und wenn es dann halt sofort aufhören muss weil es z.b. gefährlich ist, ist ein leichter Schubbs das schnellste (nicht schmerzhaft, aber das Hirn muss sich kurz aufs Gleichgewicht konzentrieren) Dafür habe ich kein schlechtes Gewissen.
    Allerdings habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich einen Anfall bekomme. Das ist dann sehr laut und auch gemein. Zum Glück gehen mir die Kinder in einem solchen Moment aus dem Weg und lassen die Mutter spinnen 😉
    Danach ist allerdings eine grosse Entschuldigung und ein Gespräch meinerseits nötig. Und vorallem versuche ich etwas daraus zu lernen und das nächste mal schon vor dem Explodieren merken, dass ich jetzt die Notbremse ziehen muss.

  • Peter sagt:

    Eltern haben’s schwer: Sie dürfen ihren Kids nicht mehr was hintendrauf geben, wenn diese überborden, nicht mehr hören, wie im Artikel beschrieben. Nur vielleicht lässt sich das Kind dann beeindrucken, wenn Mama wirklich „explodiert“; Jugendliche lachen sie dann definitiv aus. Der Gesetztgeber hat dafür gesorgt, dass Mama entweder resigniert oder explodiert.

    Der Grund dafür ist naheliegend. „Erziehung“ war früher eher „Dressur“. Das war falsch, keine Frage. Auch wurde die Körperstrafe oft übertrieben. Das wird sie heute noch von den Eltern, die dazu neigen. Theoretisch kann man sie dafür strafen, tut es aber nicht, weil sie ja selbst eine „schlimme“ Jugend hatten. Darum werden Kinder heute vorwiegend mit „Liebesentzug“ bestraft, oder mit Arrest. Beides Strafen, die ihre Wirkung verlieren und in jeder Hinsicht kontraproduktiv für die Entwicklung eines Kindes ist.

    Ich hab meinen Söhnen nie eine Ohrfeige gegeben. Ohrfeigen finde ich gesundheitsgefährdend; ausserdem sind sie irgendwie der Ausdruck von „Beherrschung verloren“. Aber ich habe beide je etwa 2 Mal in ihrer Kindheit übers Knie gelegt. Nicht übertrieben, aber doch so, dass sie wussten, dass das möglich ist; es hat gereicht. Es ist alles nur eine Frage des Masses.

    Daneben aber habe ich auch dafür gesorgt, dass sie nicht durch zu viele Ver- und Gebote eingeengt sind. Kinder neigen halt wie die Eltern dazu, inneren Druck zu erzeugen, wenn es zu eng wird. Über gelungene Streiche habe ich mich mit ihnen gefreut, aber wenn mal Grenzen überschritten wurden darauf hingewiesen, ohne gleich zu strafen. Erziehung ist auch Führung, aber – wie ein Bergführer muss man seine Geführten nur dann streng führen, wenn eine Gefahr besteht, ansonsten sollen sie frei sein, sich aber sicher fühlen dürfen, weil sie wissen, dass man stets ein Auge auf sie hat.

  • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

    @Reto Meier: Wo genau ist der Unterschied zwischen den Aussagen „gemäss ihrem Namen sind Sie nicht Vater daher können sie auch schlecht mitreden“ und „Du bist nicht mein Vater, also hast Du mir nichts zu sagen“? Ich lebe schon seit mehreren Jahren mit diesen Kindern zusammen, und ich betrachte mich genauso als erziehungsverantwortlich wie ein leiblicher Vater. Also eiin gewaltiger Widerspruch in Ihrer Aussage!

    Grundsätzlich stimme ich mit Ihnen vollkommen überein, nur nicht darin, dass man seine Durchsetzungskraft mit Gewalt zeigen muss. Wie gesagt, dies ist genau das, was die gewalttätigen Jugendlichen tun! Sich mit Gewalt durchsetzen und das haben sie wohl als Hänschen gelernt!

  • anna sagt:

    nachtrag:
    …aber eben „gewalt“ lernen die kinder effektiv schon auf dem schulhof, und wenn man sein kind „anständig“ erzieht, soll heissen, es weiss, dass es nicht „schlagen“ und gewisse ausdrücke verwenden darf, so muss man ihm schliesslich auch den „anderen weg“ aufzeigen, eben: dass es sich wehren soll und muss – in erster linie natürlich verbal … die zweite linie würde ich beschreiben, dass es seinen mitschülern dann auch mal einen klaps mitgeben darf, wenn die es nicht anders begreifen … – traurig aber wahr!

  • chrigel sagt:

    @gargamel 11.26: klar ist es nicht dasselbe. Ich finde aber trotzdem, dass man mit einer autoritären Erziehung mehr erreicht. Ich habe in meinem Freundeskreis ein Elternpaar, das alles mit dem Kind (11 Monate) diskutiert… So sollte der Kleine selbst entscheiden, ob er ein Wochenende zu den Grosseltern gehen möchte. Nun ja, ich bin der Meinung, dass ein Menschlein, das nie gelernt hat, einem Entscheid oder Befehl zu folgen, hat als Jugendlicher und Erwachsener schwerer, weil eben alles hinterfragt und diskutiert werden muss.
    Aber wie schon erwähnt, jeder nach seiner Art und meine Kommentare sind auch nicht das Gelbe vom Ei, sondern eben meine Meinung.
    Und die Kinder, die nicht erzogen sind – uiuiui, da ist ein starkes Nervenkostüm gefragt!!

  • Hägar sagt:

    Der autoritative Erziehungstil setzt Grenzen ohne körperliche und psychische Gewalt und lässt gewähren wo es für die Entwicklung des Kinder notwendig ist. Dass dabei Fehler geschehen und Fehler pädagogisch „sinnvoll“ aufgearbeitet werden können, leuchtet wohl ein. Wenn ich als Vater unadäquat reagiere, mir die Hand ausrutscht, ich beleidige oder ungerecht (und sinnos) strafe, dann kann ich mich dafür entschuldigen, mich erklären und auch aufzeigen, welche Faktoren mich an die Grenzen gebracht haben. Ein Faktor ist meistens der (eigene)Stress, ein anderer das schwierige Verhalten von meinem Kind. Wenn ich hilflos reagiere, dann ist das eine Aufforderung etwas zu verändern und das kan bedeuten, dass ich beim Kind besser hinschauen muss, früher reagieren soll und das Kind kann/soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche Verhaltensweise mich zur Weissglut, kalter Wut, Rachsucht etc. trieb. So gewinne an Achtung sowohl vor mir selber, wie auch gegenüber dem Kinde. Das Kind erfährt mich als kompetenten (fehlerfreundlichen) und authentischen Vater. Die Beiträge hier, die körperliche Gewalt schönreden wollen, die es als notwendig defnieren, kaschieren die eigenen Erfahrungen oder die eigene Hilfosigkeit.

  • anna sagt:

    was macht ihr denn, wenn eure kinder schlagen? es gibt ja schon genug 8- oder 10-jährige, die ihre eltern hauen! da würde ich es gleich halten wie jürgen mit seinem beispiel des an den haaren ziehens: wenn kinder nicht wissen, was sie tun (eben z.B. an den haaren ziehen oder die eltern hauen), dann darf man meiner meinung nach – wenn die kinder nach mehrmaliger aufforderung damit nicht aufhören – (und gemässigt natürlich) „gleiches mit gleichem vergelten“.
    es gehört m.E. grundsätzlich zur erziehung, dass wenn man dem kind zufolge seines „fehlverhaltens“ (z.B. an den haaren ziehen) konsequenzen ankündigt, diese dann auch wirklich umsetzt, und zwar so, dass sich das kind dieser massnahme/dieser konsequenz auch wirklich bewusst wird, sonst wird es beim nächsten mal wieder an den haaren ziehen, weil die elterliche massnahme ja gar nicht so schlimm war …
    was natürlich gar nicht geht ist gewalt im sinne von „verprügeln“ oder „verdreschen“.

  • Reto Meier sagt:

    @Unpädagogischer Nichtvater

    gemäss ihrem Namen sind Sie nicht Vater daher können sie auch schlecht mitreden

    Alle Statistiken zeigen klar auf dass es heute mehr Jugendgewalt gibt als früher….

    da stellt sich die Frage warum ?

    Eltern müssen den Kinder grenzen setzen, sie müssen (manchmal) auch die Grenzen (körperlich) spüren

    Viele Eltern können sich nicht mehr durchsetzen…. fragen Sie nur mal die Lehrer… heutzutage möchte ich nicht mehr Lehrer sein

    DIe Eltern geben dann noch an der Schule schuld dass Ihre Kinder schlecht erzogen sind

    Wie schon Gorbatschow gesagt hat:

    Ich glaube, Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren

    oder auf schweizerdeutsch gesagt: Was Hànschen nicht lehrt, dass lernt Hans nimmermehr

    Mann muss dem Kind früh Grenzen setzen, Disziplin , Respekt gegenüber älteren Menschen beibringen

    Dass machen fast keine Eltern mehr… wenn SIe dann merken dass sich das Kind ab 14 Jahre falsch entwickelt (Drogen, Gewalt, Alkohol etc)

    und dann reagieren wollen , Dann ist es nicht mehr 11.55 sondern bereits 12.30

    VIel zu spät , der Zug ist abgefahren…………

    Daher müssen die Eltern wieder besser erziehen und mehr Zeit mit den Kinder verbiringen……. aber vielen Eltern ist das egal , sie faheren llieber BMW , gehen xmal im Jahr in die Ferien

    Die Kinder schickt man in den Hort etc und kümmert sich nicht mehr um SIe

    Dabei ist die Erziehung dass allerwichtigste (Liebe, Respekt, Grenzen setzen, Bestrafung)

    es gehört alles dazu

  • Markus Schmidli sagt:

    Natürlich ist permanente Gewalt kein Erziehungsmittel, sondern zeigt nur die Schwäche des Ausübenden.

    Je nach Kind (oder Erwachsenem) gibt es dennoch Situationen, in denen etwa eine Ohrfeige (keine mit Schädeltrauma oder Blutergüssen, einfach ein „Chlapf“) genau das Richtige ist – Beispiele gibt es viele, natürlich ist das situationsabhängig (z. B. das Kind spuckt der Mutter ins Gesicht – statt dafür „Danke“ zu sagen wäre eine Ohrfeige passender – das ist nicht erfunden, sondern selbst gesehen). In solchen Fällen fragt es sich natürlich auch, ob die erziehende Person ihrer Aufgabe überhaupt gewachsen ist. Denn es ist nicht wegzudiskutieren, dass gewisse Kinder mental einfach „stärker“ sind als ihre Eltern, sich womöglich gar verbal bessern äussern können und womöglich (oje) gar physisch stärker sind als ihre Eltern. Kein Kind lässt sich gerne von schwachköpfigen Eltern „erziehen“ – wir kennen selber genügend Eltern, deren Kinder wir nicht sein möchten. Auch haben Eltern nicht automatisch recht, sondern manchmal genauso quengeln wie kleine Kinder wollen Dinge durchsetzen, bloss weil sie die Erziehungsgewalt haben („weil ich es sage“).

    Was ist aber überhaupt Gewalt? Nur schlagen oder auch festhalten oder auch schlechtes Gewissen einreden, ignorieren, quengeln usw.? Ist es auch Gewalt, dem dicken Kind immer wieder zusagen, es solle weniger fressen? Geht Gewalt immer nur von der erwachsenen Person aus oder übt das schreiende Kind im Tram mit seinen Mitteln nicht auch Gewalt? Wie auch immer sollte dosierte Gewalt als Erziehungsmittel wenn schon bewusst (mit Vorankündigung und Ultimo) und nicht im Affekt eingesetzt werden. Sie sollte eine äusserste Grenze markieren und dementsprechend selten geübt werden. Bevor eine Ohrfeige nötig wird kann ja auch eine sonstige Strafe verhängt werden, falls die Erziehungsperson sich denn überhaupt durchzusetzen weiss. Und es sollte dem Kind bewusst gemacht werden, dass es eine Strafe für wiederholtes ungebührliches Verhalten ist und nicht der x-te Ausrutscher der Inhaber elterlicher Gewalt. Je nach Temperament rutscht einem eben auch mal die Hand aus. In solchen Fällen sollte man auch die Grösse haben, sich anschliessend zu entschuldigen und Wiedergutmachung anzubieten; und natürlich an sich zu arbeiten, dass sich das nicht bei jeder unpassenden Gelegenheit wiederholt.

    Spätestens auf dem Schulhof kommt jedes Kind mit physischer (und sonstiger) Gewalt in Berührung, das ist einfach eine Form der Kommunikation um sich durchzusetzen oder sich zu verteidigen. Eine Art der Kommunikation, die auch jeder unmittelbar versteht. Aber eben nur EINE Form der Kommunikation. Hier scheiden sich die Memmen von den Menschen. Nur muss wie bei allen Dingen auch hier einfach das Mass gefunden werden, auch wenn es immer welche geben wird, die vom einen zuviel und vom andern zuwenig erhalten. Das ist soweit völlig normal. Dauerprügler (bzw. Dauerprüglerinnen) oder Dauergeprügelte allerdings sind immer am falschen Ort.

    • dinosaurier sagt:

      Bravo Herr Schmidli

      besser hätte ich es nciht sagen können – offenbar fehlt es hier vielen an der Fähigkeit differenziert zu denken.
      Bei einem harmlosen Klaps auf den Po wird gleich von Gewalt und Misshandlung und -tatsächlich !- Adolf Hitler geschrieen und mit dem Eifer eines Inquisitors Strafen gefordert.
      Verbale Gewalt, subtile Gewalt etc. kein Thema. Eine intakte Familie, welche andere Erziehungsmethoden hat, soll nach diesen „Neuheiligen“ bestraft werden, genötigt werden gegen ihre Überzeugung ihre Kinder zu erziehen etc., während unsere Gesellschaft unsere Kinder massenweise eine weit schlimmere Gewalt antut, nämlich dass sich Vater und Mutter zu 50% scheiden lassen, sich gegenseitig Gehässigkeiten an den Kopf werfen und Kinder so ihrem Papa oder ihrer Mama entreissen.
      Natürlich bin ich der letzte der „Scheidung“ unter Strafe stellen will. Aber wenn man einen harmlosen Klaps auf den Po als verdammenswerte Gewalt brandmarkt, dann müsste man ja richtigerweise andere Formen von Gewalt (oder Handlungen, welche die Kindesseele verletzten) dementsprechend noch gravierender bestrafen. Wo kämen wir da hin?
      Anbetracht der Tatsache was in unserer Gesellschaft so gang und gäbe ist, kann ein solch grotesker Verhältnisblödsinn (harmloser Klaps auf den Po gehört gesetzlich sanktioniert und gesellschaftlich geächtet), nur aus Köpfen entspringen die mit religiösem Eifer einer „reinen Lehre“ anhängen und jeden Kätzer dämonisieren und bestraft werden sehen wollen.

      Wir haben heute absolut genug Gesetze, damit Eltern welche ihre Kinder misshandeln bestraft bzw. das Kind vor ihnen geschützt werden könnte. Die traurige Wahrheit aber ist, dass bei wirklcih schlimmen Fällen sowohl Behörden wie auch Nachbarn wegschauen bis es dann zu spät ist – aus reiner Feigheit, denn wirklich misshandelnde Eltern können ja gefährlich sein.
      Was also tun? Am besten doch ein Gesetz, das auch gute Eltern strafbar macht, dann kann man selbstgerecht über diese herfallen.

  • gargamel sagt:

    der bewusste einsatz von gewalt als erziehungsinstrument (wie ihn z.b. reto meier propagiert) stammt direkt aus dem lehrbuch der schwarzen pädagogik, gemäss der ein kind zuerst gebrochen werden muss, bevor aus ihm ein „richtiger“ mensch werden kann…
    wer heute noch allen ernstes einen solchen ansatz vertritt, an dem sind die erkenntnisse aus 100 jahren erziehungswissenschaften und entwicklungspsychologie spurlos vorübergegangen.
    btw: im hause hitler waren körperliche züchtigungen an der tagesordnung… und der filius ist darum ja auch ganz fein und angepasst herausgekommen, wie uns die geschichte lehrt…

  • Anja sagt:

    In unserer Kindheit hatten wir (drei mit einer Alleinerziehenden Mutter) nie eine Ohrfeige erhalten, denn das Ohr an sich ist ein heikles Organ und Schläge dahin vermied unsere Mutter deshalb tunlichst. Sie war allerdings stets in der Lage alleine mit Ihrer Stimmlage (und nicht mal unbedingt mit der Wortwahl) uns sehr deutlich zu machen, dass wir sehr wohl eine Ohrfeige verdient hätten. Und in „extremen“ Fällen gabs dann ein „Grännihaar“.

    Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, dass Kinder sehr wohl für ihre (Un-)Taten auch gewisse Konsequenzen daraus ziehen sollten und so die gegenseitigen Grenzen kennenlernen.

    Es geht letztendlich auch um das Respektieren des Gegenübers – und auch das will gelernt werden/sein.

  • Georg sagt:

    Es sollte sicherlich das Ziel sein, auf jegliche Gewalt zu verzichten. Das Eltern auch nur Menschen sind und auch mal ausrasten können muss man aber auch verstehen…wichtig ist in diesem Falle die Erklärung an das Kind und (je nach Alter) eine Entschuldigung.

    Als Kind habe ich auch selten eine Ohrfeige gekriegt (also eher ein Klapps), aber ich wusste stets wofür es war und fand es auch immer nachvollziehbar, ja „fair“. Körperliche Gewalt innnerhalb gewisser Grenzen hat mir also sicherlich nicht geschadet.

    Schlimmer finde ich hingegen die psychische Gewalt, das ist seltsamerweise kaum ein Thema in der Öffentlichkeit. Wer jedoch seinem Kind sagt, dass er z.B. fort gehen werde wenn dies & das nicht aufhört oder damit droht, dass er/sie vom Kind krank gemacht wird, richtet in der Entwicklung des Selbstbewusstseins sicherlich mehr Schaden an, als jemand dem in einer Extremsituation „die Hand ausrutscht“ (auch wenn diese Phrase so furchtbar scheusslich abgedroschen ist).

    Und: Ich bin der Meinung, dass psychische Gewalt mehrheitlich von Frauen ausgeübt wird. Besonders bei Scheidungsfällen in meinem Unfeld musste ich beobachten, dass oft jedes Mittel recht ist, um die Kinder gegen den Vater aufzubringen. Was dies bei den Kindern anrichtet, wird da gerne ausgeblendet. Aber das ist wohl ein anderes Thema…:-)

  • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

    @Reto Meier: „EIn gewisses Mass an Schläge braucht es, je nachdem wie sich das Kind / Jugendliche sich verhaltet.“ ????? Ich denke, jene Jugendlichen, die ihre Altersgenossen verprügeln, haben genau diesen Grundsatz! „Ein gewisses Mass an Schlägen braucht es, dass ich respektiert werde…dass mich der andere nicht mehr so blöd anschaut…dass er mir seine Kohle und sein Handy gibt“.

  • Karin sagt:

    Ich halte körperliche und psychische Gewalt als „offizielles“ Erziehungsmittel für absolut daneben. D.h. ich werde auf Untaten meiner Kinder nie im Sinne reagieren: „Du hast das und das gemacht, deshalb schlage ich Dich jetzt“. Was ich aber für tolerierbar halte, sind (seltene!) Ausraster, bei denen milde(!!!) Gewalt zum Einsatz kommt. Ist mir auch schon passiert, als die Zweijährige immer wieder das Baby geschlagen hat. Danach ist eine ehrliche Entschuldigung beim Kind fällig, bei der man betont, dass auch Mama und Papa nicht schlagen dürfen; und dass es einem leid tut, dass man sich an diese Regel nicht gehalten hat. Dann bin ich sicher, dass das keine Schäden verursacht; aber es hilft auch nicht bei der Erziehung. Schliesslich sind auch Eltern nur Menschen.

    Dann noch zu (chrigel): Wie billig, das Rumhacken auf antiautoritärer Erziehung. Was Du meinst, ist „keine Erziehung“. Ich bin anständig, gesetzestreu, beruflich und privat erfolgreich; und ich denke, dass das nicht trotz, sondern dank antiautoritärere Erziehung ist. Denn ich wurde als Mensch mit all meinen Bedürfnissen ernst genommen und unterstützt.

  • Natalie sagt:

    Jemanden bewusst zu schlagen ist meiner Meinung nach immer falsch.

    Aber ein Ausraster kann jedem passieren. Ich denke, es ist wichtig, dem Kind zu erklären, dass das ein Ausraster war und dass das passieren kann – aber nicht sollte.

    Und was die antiautoritäre Erziehung betrifft: ich bin wohl so erzogen worden. Wir durften zwar auch nicht auf die Wände malen, aber unsere Mutter hat Packpapier an die Wände geklebt, dadrauf haben wir gemalt. Unsere Eltern haben uns immer (Ausnahmen bestätigen die Regeln) erklärt, was sie warum tun. Und ich wurde genau zweimal geschlagen. Einmal, als ich zwei war, meine Mutter hochschwanger mit meinem Bruder, ich auf dem Wickeltisch und habe ihr dreimal voll mit den Füssen in die Brüste getreten – den Klaps auf meinen Hintern hat sie heute noch nicht vergessen. Und von meinem Vater hab ich ebenfalls eins auf den Popo gekriegt – mit 14, als ich ihn bei einem heftigen Streit als „verdammtes Arschloch“ bezeichnet habe.
    An den zweiten Schlag kann ich mich sehr gut erinnern – auch an die Angst, die ich hatte, als mein Vater auf mich loskam. So ein Gefühl soll niemand haben müssen.

  • philet sagt:

    @ Jo Mooth: Da hat aber ein Lehrer die Ohrfeige verpasst, nicht ein Elternteil. Ein nicht ganz unwichtiger Unterschied!!

  • Peter Blumenthal sagt:

    Na klar darf man sein Kind in seltenen Fällen ohrfeigen, mein Gott was für ne Frage! Oder wie man im modernen Erziehungsjargon sagt: „Grenzen setzen“.

  • chrigel sagt:

    @Jürgen: das wäre eine Studie wert, aber ob es was bringt? Ich widerspreche Ihnen auch nicht, möchte nur hinzufügen, dass ich nicht von gewalttätigen Kindern/Jugendlichen gesproche habe, sondern von diesen Kindern, die alles dürfen. Haben Sie sicher auch schon erlebt und die Zähne zusammen beissen müssen? Gerne würde ich noch anmerken, dass auch ich gegen das Schlagen von Kindern bin, eine kleine Flättere hingegen ok finde. Ich finde auch, wenn der Erziehungsberechtigte dem Kind mit einem: „bim dritte Mal chlöpfts“ droht, müsste dann aber beim dritten Mal auch eine Tat folgen. Und nein, nicht verprügeln, sondern ein Ohrenzupfen. Hat die Drohung keine Konsequenzen, ist bald das Kind in der Erzieherrrolle. Aber dafür gibt’s ja die Super-Nanny ;-))
    Übrigens Jürgen, habe Ihre Kommentare gern gelesen und schätze es sehr, dass Sie Ihre Meinung kund tun ohne abfällig, besserwisserisch oder gemein zu sein.
    Gruess, Chrigel

  • gargamel sagt:

    einigen schreibern hier scheint nicht klar zu sein, dass „antiautoritär erziehen“ nicht dasselbe ist wie „nicht erziehen“…

  • Reto Meier sagt:

    @Jo Mooth
    Eine Ohrfeige ist nicht erlaubt, sondern strafbar (Tätlichkeit oder gar leichte Körperverletzung).

    Ich bitte Sie… darum sind heute soviele Kinder schlecht erzogen.

    Die heuteige Jugend hat keine Disziplin und Respekt mehr.

    Früher hatten auch der Lehrer für Ordnung gesorgt und Kinder/Jugendliche geschlagen…..wenn dann dass Kind/Jugendliche das zuhause gesagt haben, dann hat er gerade nochmals eine bekommen.

    EIn gewisses Mass an Schläge braucht es, je nachdem wie sich das Kind / Jugendliche sich verhaltet.

    Wenn man dass unterlässt bekommt man früher oder später eine Quittung. Gewiss Eltern fragen sich was sie falsch gemacht haben…. Liebe muss man dem Kind geben gar keine Frage, aber es gehört auch Bestrafung dazu.

    Wenn man sieht dass gewisse Eltern viel zu weich sind und sich nicht durchsetzen können…. ist es kein Wunder dass es so viele Probleme gibt in der Schule und mit der Jugend

    Nochmals zu Jo Mooth

    Lieber einmal ein Schlag in den Jugendjahren als wenn das Kind später kriminell wird und kein Respekt von den Älteren leuten hat…. dass sieht man zu genüge heut zutage.

    Ich als Vater bin verantwortlich für die Erziehung. Viele Eltern machen alles für die Kinder (Geld , alles kaufen etc…), Sie schlagen ihre Kinder nie….. aber dass alles rächts sich eines Tages

  • ursula sagt:

    ich wurde als kind immer wieder geschlagen. dies war eine nicht in frage gestellte erzieherische massnahme von eltern, die aus einem andern kulturkreis stammen. Viele jahre später konnte ich mit gesundem menschenverstand und einer therapie die erinnerungen aussprechen, verarbeiten und überwinden. ich liebe meine eltern und pflege einen guten kontakt. und vor allem werde ich mich hüten, jemals meine eltern für irgendwelche psychoneurosen verantwortlich zu machen. sie wussten es nicht besser, wie man kinder erzieht. aber vor allem haben sie uns nie darüber zweifeln lassen, wie sehr sie mich und meine geschwister lieben.
    heute bin ich selbst mutter und ich habe mir geschworen, nie und nimmer mein kind zu schlagen. und trotzdem gibt’s sitationen, die von uns müttern und vätern viiiiieeel selbstbeherrschung abverlangen. ich werde ab und zu laut, und strafe muss manchmal sein. aber keine körperliche gewalt und keine demütigung des kindes! egal was kommen mag, auch ich, möchte dass mein kind niemals an meiner liebe für ihn zweifeln muss.

  • Unpädagogischer Nichtvater sagt:

    Bin nicht Vater, lebe aber mit meiner Partnerin und ihren zwei Kindern zusammen, und natürlich habe ich schon öfters den Spruch gehört: Du bist nicht mein Vater, also hast Du mir gar nichts zu sagen! Ein Spruch, der mich natürlich zur Weissglut treibt, schliesslich bin ich im klassischen Sinn der „Mann im Haus“ und nicht irgendein Hampelmann. Der Spruch hat bei mir aber die Frage aufgeworfen, was tue ich denn wirklich, sollte sich eines der Kinder einmal tatsächlich einem Befehl oder einer Bitte endgültig verweigern und mir sozusagen auf der Nase rumtanzen? Gewalt kommt für mich nicht in Frage, da man dabei nur Schaden anrichtet und ausserdem das Gesicht verliert! Die Lösung ergab sich von selbst: nachdem ich einmal einen lautstarken Wutanfall zeigte, der nichts mit den Kindern zu tun hatte, realisierten die Kinder, dass da noch was ist, dem sie sich lieber nicht aussetzen möchten. Seither habe ich den obigen Spruch nie mehr gehört und in der Regel reichen streng gesprochene Worte, um die Kinder zu bewegen, das zu tun, was ihnen aufgetragen wurde, nachdem sie sich erstmal verweigert haben. Ich weiss nicht, ob’s bei leiblichen Eltern auch funktioniert, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass es hilft, den Kindern, ohne dass es sie eigentlich betrifft, einmal das „Tier“ in einem zu zeigen. So kann man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt elterliche Gewalt vermeiden.

  • Jürgen sagt:

    Noch einen Nachtrag zu zwei der Kommentare:

    (chrigel): Eine kleine Ohrfeige hat noch keinem geschadet. Man denke nur an all die antiautoritär erzogenen Goofen, die den Eltern (allen Erwachsenen) auf der Nase rumtanzen und dann im Primarschulalter zum Kinderpsychologen müssen, weil sie in der Schule Anpassungsschwierigkeiten haben.

    (Neeser): aber wenn ich mir die Nachrichten in letzter Zeit so anschaue hätten es einige Kinder wohl bitter nötigt gehabt, die Grenzen klarer aufgezeigt zu bekommen. Notfalls auch mittels körperlicher Züchtigung

    Ich glaube, Ihr habt hier einen Denkfehler: Gewalttätige Kinder und Jugendliche dürften wohl in den seltensten Fällen aus ‚liberalen‘, ‚antiautoritären‘ Elternhäusern stammen. Vielmehr dürfte sie zum großen Teil in einem Umfeld von Gewalt groß geworden sein, haben damit Gewalt als etwas ganz normales, akzeptiertes erlebt.
    Okay, es mag einige Ausnahmen geben, z.B. sind immer erstaunlich viele liberale Mittelstandskids bei den Autonomen oder den Mai-Krawallen in Berlin dabei – aber hier hätten wohl Schläge in der Kindheit auch nicht geholfen…

  • Jo Mooth sagt:

    @Marcel Neeser: lies, [url=http://relevancy.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE-117-IV-14&lang=de&zoom=OUT&system=clir] was das Bundesgericht dazu meint.[/url]

  • Papa sagt:

    hmm… ein sehr schwieriges Thema. Die reine Lehre wäre ja, dass wir als Erwachsene, die wir sowohl geistig als auch körperlich einen Vorsprung vor unseren Kindern haben, über Mechanismen verfügen, mit welchen wir Ausnahmesituationen aufbrechen und korrigieren. Meine Frau und ich versuchen uns, jetzt, da die Kinder noch klein sind, ein Instrumentarium anzueignen. Im Moment hilft es meist noch, dem Kind direkt, ruhig und bestimmt den Standpunkt klarzumachen und konsequent zu bleiben, auch wenn dies bisweilen anstrengend ist. Aber eben. Sohnemann ist noch nicht einmal zwei…

    @ Jürgen: Das eine finde ich noch interessant – wir erleben es auch so: Sohnemann reisst an den Ohren oder den Haaren. Beim ersten und zweiten Mal helfen Worte nicht weiter, als nehme ich ihn zur Seite, sage ihm was ich tue und ziehe ihn ebenfalls an den Haaren – nicht um zu strafen, sondern um ihm zu zeigen, was er anderen antut. Und siehe da – es hört auf.

  • chrigel sagt:

    Eine kleine Ohrfeige hat noch keinem geschadet.
    Man denke nur an all die antiautoritär erzogenen Goofen, die den Eltern (allen Erwachsenen) auf der Nase rumtanzen und dann im Primarschulalter zum Kinderpsychologen müssen, weil sie in der Schule Anpassungsschwierigkeiten haben. Aber eben, jeder nach seiner Façon, die sowieso immer die Beste ist. Nur, liebe Erziehungsberechtigte, nicht wütend werden, wenn sich nicht alle am Geschrei Eures Nachwuchses begeistern können und Ihr dann und wann einen bösen Blick kassiert.

  • Jürgen sagt:

    Ich denke, man muss vielleicht drei Arten von Gewallt gegen eigene Kinder unterscheiden. Erstens, das ungewollte Ausrasten. ‚Ausrasten‘ ist dabei das richtige Wort: die normalen Zahnrädchen (ich erziehe so und so, erkläre es noch einmal, nutze nur gewaltfreie Methoden etc.) greifen nicht mehr, plötzlich springt alles ein Stück weiter als gewollt und man gibt einen Klaps auf den Po, vielleicht sogar eine Ohrfeige, oder reißt auch nur mal sehr unsanft am Arm oder brüllt richtig los. Das ist mir bei meinem Zweijährigen auch schon mal passiert. Ich habe mich selbst darüber geärgert, weil es letztlich unfair ist – ich bin immer stärker, kann meinen Sohn immer weh tun, also habe ich die besondere Pflicht, es nicht zu tun. Und letztlich muss (und will) ich ihn dann ja auch wieder trösten, was das Ganze auch noch sinnlos werden lässt.
    Zweitens gibt es das Gegenteil, die normale Gewalt als Mittel der ‚Erziehung‘. Sie ist gerade nicht mehr Erziehung, weil sie die letzte Grenze überschreitet. Je alltäglicher diese Gewalt wird, desto wirkungsloser wird sie – und macht dem Kind nur klar, dass Gewalt gegen andere ein legitimes Mittel ist. Abgesehen von allen furchtbaren körperlichen und geistigen Schäden also auch ein völlig sinnloses Konzept.
    Schwierig finde ich die dritte Form: Wohldosierte, bewusst eingesetzte körperliche Züchtigung. Wir hatten mal eine Tagesmutter ausprobiert, die auf den ersten Blick eine sehr sympatische ältere Frau war, die einige Eineinhalbjährige betreute. Dann haben wir mehrere Szenen beobachtet, wo sie, wenn z.B. das Mädchen den Jungen an den Haaren gezogen hatte, wiederum das Mädchen auch an den Haaren zog, „damit sie merkt, dass das weh tut“. Den Grundsatz „Gleiches mit Gleichem vergelten“ fand sie ein absolut sinnvolles Erziehungskonzept. Sei tat den Kindern ja nicht wirklich weh, sondern höchstens ein kleines bischen als Lektion. Wir haben damals unseren Sohn nicht zu ihr gegeben… wobei hier noch der Faktor mit reinspielte, dass ‚professionelle‘ Kinderbetreuer (egal ob Erzieherin, Tagesmutter, Lehrer, Krankenschwester…) m.E. überhaupt keine Gewalt anwenden dürfen, da sie nicht die Eltern sind. Aber bei dieser dritten Form habe ich schon gedacht: ist das eine völlig unsinnige Art, Gewalt in der Erziehung anzuwenden? Ich bzw. wir für uns haben das abgelehnt, aber andere, gerade der älteren Generationen, fanden das völlig okay.

  • Marcel Neeser sagt:

    @ Jo Mooth

    Das ist doch Blödsinn, eine Ohrfeige als strafbar hinzustellen. Klar, es kommt darauf an wie hart geschlagen wird, aber ich als Kind habe mir auch ein, zweimal einen „Klaps“ eingfangen oder auch mal „den Arsch versohlt“ bekommen. Und ich habe deswegen keine psychischen Störungen oder Ähnliches.

    Wenn ein Kind sich völlig renitent gibt und sich nicht kontrollieren lässt, denke ich, ist eine (leichte!) Ohrfeige oder ein Halten an den Haaren, so wie es von der Bloggerin beschrieben wurde, nichts falsches. Es geht hier schliesslich nicht darum sein Kind grün und blau zu prügeln, aber wenn ich mir die Nachrichten in letzter Zeit so anschaue hätten es einige Kinder wohl bitter nötigt gehabt, die Grenzen klarer aufgezeigt zu bekommen. Notfalls auch mittels körperlicher Züchtigung.

  • Tine sagt:

    Eine Ohrfeige finde ich schlimm, denn mit der Hand ins Gesicht ist schon brutal.
    Der klapp auf den Fingern wenn zum hundertsten mal etwas genommen wird und ein strenges „nein“ dazu
    oder auch der klapp auf dem Po !wichtig: nur der Po, Bein oder Oberschenkel schmerzt wiederum sehr.
    Wenn Mütter sehr gestresst sind, kann sich keine davon frei sprechen nicht doch zu laut geworden zu sein, oder
    doch zu ruppig am Arm gezogen zu haben. Wen die Sicherung einmal durchgebrannt ist. pasieren Dinge die einem
    sehr sehr leid tun.
    Ich finde das es danach sehr sehr wichtig ist mit dem Kind über die Situation zu reden und sich auch zu entschuldigen,
    aber ohne so Sätze wie: „wenn du gehört hättest, waäre es nicht passiert“ Vorwürfe dem Kind gegenüber sind
    nicht angebracht. Eine herzliche Entschuldigung, ein Küsschen und eine Umarmung sind wie ein Pflaster.
    „ich liebe dich mein Kind“ sind wunderbare tröstende Worte!

  • Jo Mooth sagt:

    Eine Ohrfeige ist nicht erlaubt, sondern strafbar (Tätlichkeit oder gar leichte Körperverletzung).

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