Sind auch Sie eine moderne Hausfrau?

Wenn das mal nicht ihr Herz spontan erfreut: «Geniales» von «Die moderne Hausfrau».

Das könnte Ihr Herz spontan erfreuen: «Geniales» von «Die moderne Hausfrau». Montage: dip

Erinnern Sie sich noch an ihn? An den Gesichtsmassagestab aus dem Vedia-Katalog? Und daran, wie wir uns als Kinder darüber gewundert haben, warum Frauen ihr Gesicht mit so einem bananenförmigen Dingens massieren? Auch all die anderen Nutzlosigkeiten in diesem Schundblättchen hatten es uns mächtig angetan. Da merkte man doch erst, was man alles nicht hatte. War einem bis dahin ja gar nicht aufgefallen.

Das waren schöne Zeiten. Und sie sind noch lange nicht vorbei. Den Vedia-Katalog gibt es zwar immer noch, aber er gibt mir den Kick nicht mehr. Doch ich habe einen tollen Ersatz dafür gefunden. Fast noch besser als das Original (der Katalog, natürlich, nicht der Gesichtsmassagestab). Mein neues Leibblatt heisst «Die moderne Hausfrau». Auch wenn ich hier sonst keine Werbung mache, gibts heute eine Ausnahme. Ich kann es mir einfach nicht verkneifen, ein Loblied zu singen auf den Katalog, der es schafft, mein Gehirn in den Zustand von Ursuppe zu versetzen. Das kriegt sonst nur noch «Frauentausch» hin.

«Die moderne Hausfrau» ist eine so flammende Grabrede auf die Emanzipation und auf den guten Geschmack, dass sie einfach zur Allgemeinbildung gehören sollte. Eine Bekannte von mir, die als Anwältin international für Frauenrechtsfragen zuständig ist, war so baff von dem Ding, dass sie mir sogar ein Exemplar abgeschwatzt hat, um es unter Kollegen herumzureichen und zu sagen: «Schaut, das ist die Realität, mit der wir es zu tun haben.»

Allein schon der Name! Moderne Hausfrau. Boah! Wofür könnte das stehen? Für eine Frau mit zwei Kindern in Catimini, deren Geburtsdaten in gotischen Tinte-Lettern in Muttis Ausschnitt prangen? Oder für eine Hausfrau mit Schrebergarten, die ihre Kleider selber näht und die Wohnung voller toller Flohmarktschnäppchen hat, während die Kleinen im Felltornister zur Schule gehen? Oder ist sie eher voll Ikea und geht mit dem Kinderwagen joggen? Weit gefehlt! Die moderne Hausfrau, von der hier die Rede ist, muss wohl dieselbe sein, die schon in den Fünfzigern, Sechzigern und Siebzigern viel Zeit hatte, um einsam Kataloge zu lesen und in Plastikengeln Trost zu finden, eine arme Seele.

Gern stelle ich Ihnen hier ein paar Highlights aus den letzten paar Ausgaben vor, man konzentriere sich dabei auf Texte und Subtexte. Welche Wirkung das auf Sie haben wird, kann ich leider nicht sagen. Das Spektrum reicht von einem Heiterkeitsanfall über feministisch gerechten Zorn bis hin zu Trübsal. Also bitte auf eigenes Risiko konsumieren. Die Redaktion lehnt jegliche Haftung ab:

«Bei uns duften sogar die Abflüsse.» Wer seine Haushaltsführung mit diesem Satz schmücken will, sollte gleich heute Abfluss-Clean Zitrone mitbestellen.

«Welche Diät schafft das?» So werden Freundinnen fragen, wenn Sie diese Badesaison mit den Schlank-Badeanzügen eröffnen.

«Liebe auf den ersten Blick: Der Anblick unserer Porzellanpuppe ‹Romy› hat Ihr Herz spontan erfreut? Wie tief wird erst die Liebe sein, wenn sie Ihnen täglich zulächelt?»

«Wie machst du das nur, dass deine Spüle immer so blitzt?» – «Ich gebe ihr den Schutz, den sie braucht. Denn ich verwende die Spülbecken-Matte

«Schenken Sie sich einen Lichtblick: Wie gut das tut, spüren Sie schon beim Aufstellen des Deko-Lichts ‹Engel›».

«Hast du eigentlich abgenommen?» Der Doppelkinn-Ex bringts.

«Hast du eigentlich abgenommen?» Der Doppelkinn-Ex bringts.

«Ihr Kinn hat sich verdoppelt? Diese Entwicklung würden kritische Zeitgenossen als ‹Doppelkinn› bezeichnen. Wer sich damit nicht abfinden mag, bestellt gleich heute Doppelkinn-Ex! – Bald werden Freunde fragen: ‹Hast du eigentlich abgenommen?›» (Das scheint das Lieblingsthema der Leserinnen zu sein.)

«Streicheln tut so gut: Wer in harten Zeiten ausgeglichen bleiben will, muss der weichen Seite ein Plätzchen einräumen. Fühlen Sie erst mal das Fell der Hasenbande, verliert das Leben an Härte.» (Fell aus 100 Prozent Polyester.)

«Endlich die Ruhe selbst: Der Mönch als Inbegriff für Entspannung ist jetzt dank LED-Farbwechsler noch relaxter als sonst. Aus Kunststoff für nur 9.95.»

«Einfach immer gut aufgelegt: Der Überkochschutz.»

Und noch zwei Texte aus der Abteilung Gesichtsmassagestab: «Der wartet immer auf Sie.» und «Geben Sie sich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden.» Von der Sorte Produkt mit der Sorte Text gibts noch Tausende und Abertausende!

Liebe Männer, hier mein Tipp: Wenn Sie Ihre Frau beim Lesen der «Modernen Hausfrau» erwischen: Suchen Sie das Gespräch. Rasch! Schönen Tag noch.

124 Kommentare zu «Sind auch Sie eine moderne Hausfrau?»

  • Bernerin sagt:

    Das tollste an diesen kleinformatigen Katalogen war der Geruch und die knistrigen Seiten. In den frühen 90ger zudem noch voller toller Zeichnungen, um Produkte zu erklären. Der „Massagestab“ xD ein Klassiker. Wenn euch Vedia schockiert, dann kennt ihr den Bauernkatalog schlechthin nicht: bader.ch

  • Lia sagt:

    seid doch nicht so – ich werde jedes Mal, wenn ich Besuch habe, Zeuge der kritischen Blicke in Richtung meiner zerkratzten Spüle – endlich habe ich den Schutz, von dem ich schon als kleines Mädchen geträumt habe, und kann mir der Neider sicher sein.

  • Charles-Louis Joris, Visp (CH) sagt:

    Massagestab?
    Nein – es hiess Massagestift!
    Als Spät- (oder gar nicht?) aufgeklärter dachte ich keine einzige Sekunde an die Schrittregion, machte aber einen Link zu Lippenstift und wunderte maich, dass der Stift auf dem Foto auf die Wange gedrückt wurde.

  • Denise Pernet sagt:

    Offenbar gibt es aber Leute (müssen ja nicht nur Frauen sein), die diesen Mist kaufen. Sei es, weil sie denken, es bringt wirklich was (Doppelkinn) oder aber will sie einfach unendlich einsam und/oder unbeholfen sind. Gegen zweiteres könnte man sogar wirklich was tun. Aber es fängt mit uns als Gesellschaft an. Wir lachen ja viel zu gerne über diese armen Seelen…

  • mauro sagt:

    Offenbar scheints zu rentieren, dieses Blatt.
    Und ich nehme an, da kaufen alle freiwillig, wird keine dazu gezwungen.
    Feministisch, selbstbestimmt.
    Alles im grünen Bereich.

  • Katharina sagt:

    Also ich denke, der erste Haushaltroboter wird von Hitachi gebaut (betrifft das ‚Gesichtsmassagegerät‘ und Hitachi baut nun mal den besten).

    Er wird wie Commander Data ausschauen und mit den 681 bekannten Positionen und Praktiken programmiert sein. Für die Herren dann Fembot (den gibt es schon).

    Die Praxis und Hobby Kataloge werden somit bald verschwinden, dafür aber mit Downloads und vernetzten Apps ersetzt. Plug it in, Plug it in… ein real existierender Werbespruch. Oh well.

  • Franka sagt:

    Ass

    • Franka sagt:

      So ein Blödsinn, jetzt ist der Kommentar zu früh ab… Auf jedenfall war gemeint:
      Aaah, den Katalog hab ich als Kind sowas von geliebt. Der war so herrlich einfältig 😀
      Und was es da alles drin hatte, man hätte eine Wohnung nur für diese Dinge gebraucht. Niemals könnte man all die Spezialkochtöpfe und Schöpflöffel und Schneidbrettchen und und und in einer normalen Küche unterbringen. Wer darauf reinfällt ist irgendwie selberschuld.

      • Charles-Louis Joris, Visp (CH) sagt:

        Ich mochte diesen Kalender ob seines durch und durch unfreiwilligen Humors.
        Wie gerne wär ich da doch Chefredaktor gewesen

  • Evi sagt:

    Danke für den Tipp, den Katalog muss ich bestellen. Ist billiger und effektiver als Johanniskrautpillen gegen die saisonalen Stimmungsschwankungen :-)!!

  • Gerd Fehlbaum sagt:

    Die einen sind unehrlich, die solchen Müll ausdenken, entwerfen, produzieren (99,8 % Männer),
    die anderen sind unpraktisch, die diesen Müll wollen, kaufen, kurz benutzen und dann wegwerfen (99,8 % Frauen).

    Dies ist übrigens das Erfolgsgeheimnis unserer Wirtschaft. Funktioniert in fast allen Bereichen!

  • Orsa sagt:

    Auch ich amüsiere mich, wenn mir solche Kataloge in die Hände kommen. Aber was da jetzt im Blog betrieben wird ist eine Lächerlichmachung einer Generation von (noch lebenden) Frauen, die solche Produkte schätzt. So wie damals in der Schule, als man mitleidig auf die Schulkolleginnen zeigte, die – iiiiihhh! – noch Bundfaltenhosen trugen. Nehmt doch die Annabelle oder Vogue auseinander. Sie ist m.E. verheerender. Die ‚moderne Hausfrau‘ tut wenigstens nicht als ob. (PS bin Mutter, berufstätig, und untalentiert in der Haushaltsführung).

  • Tino E sagt:

    … oder dann gibt es natürlich auch noch „manufaktum“. Die gleichen textlchen Ergüsse für ein vermeintlich intellektuelles Publikum.

    • ka sagt:

      na Hallo??, das sind doch wunderbare Texte, schön geschrieben in guten Deutsch, ich lese Manufactum sehr gerne!!

  • Susi sagt:

    Während meiner Studienzeit hab ich mal für das Telemarketing gearbeitet und solchen Mist verkauft. Zum Beispiel den „Besen, der auch saugt“, die Lippenstifte, die je nach Gefühlslage die Farbe ändern, eine Wunder-Zellulitis-Creme, einen Handschuh mit eingebauter Haustierbürste…

    Bei einer solchen Tätigkeit kriegt man ehrlich gesagt viel mehr Skrupel als beim Verführen vergebener Männer (vgl. „Ab wann ist es Fremdgehen?“)

    • Franz Vontobel sagt:

      Bei einer solchen Tätigkeit kriegt man ehrlich gesagt viel mehr Skrupel als beim Verführen vergebener Männer

      Echt? Das würde bedeuten, es wäre schlimmer für sie, wenn ihr Mann der Dame vom Teleshopping das Messerset abkauft, als wenn er mit ihr durch die Betten turnt? :O

      • Susi sagt:

        Nein, nicht wenn er den Mist kauft, sondern wenn er ihn VERkauft!
        Und eigentlich spreche ich ja auch nicht aus der Perspektive der „Geschädigten“, sondern vom Karmakonto der Täterin.
        Verkaufe ich eine Zellulite-Creme, von der ich weiss, dass die wirkungslos ist, für teures Geld, ziehe ich den Käufer über den Tisch. Das tue ich mit dem vergebenen Mann aber nicht, auf jeden Fall nicht metaphorisch.

        Oder mit Perspektivenwechsel: Wenn die Dame mir etwas über diese Mist-Produkte vorlügt, finde ich das von ihr irgendwie verwerflicher, als wenn sie sich an meinen Mann ranmacht.

      • Susi sagt:

        Ausser natürlich, sie versucht gezielt, mir meinen Mann auszuspannen, das wäre dann NOCH schlimmer. 🙂

      • mila sagt:

        Sie ziehen vielleicht nicht den vergebenen Mann über den Tisch. Aber, metaphorisch übertragen, seine Partnerin. Hatten Sie damit nie ein Problem? Und hätten Sie umgekehrt selbst kein Problem damit, von einer anderen Frau über den Tisch gezogen zu werden?

        Das würde mich interessieren, gerade wenn Sie von Karmakonto sprechen… 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Wenn die Dame mir etwas über diese Mist-Produkte vorlügt, finde ich das von ihr irgendwie verwerflicher, als wenn sie sich an meinen Mann ranmacht.

        So meinte ich das – wow…

      • Susi sagt:

        Wie ich bereits im anderen Blog geschrieben habe, finde ich, dass derjenige, der in einer Beziehung ist, die Hauptverantwortung trägt. Das Problem liegt also nicht bei der Frau, die meinen Mann anbaggert (was ich natürlich durchaus nachvollziehen kann), sondern beim Mann, sollte er denn darauf einsteigen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Das find‘ ich jetzt wirklich interessant – hätten sie in dem Fall auch keine Skrupel, mit dem Mann einer Freundin ins Bett zu steigen?

      • Susi sagt:

        Dochdoch, da hätte ich schon Skrupel gehabt, weil ich da ja die Freundin hintergangen hätte. Sowas hab ich nie gemacht. (Bitte Vergangenheitsform benutzen, ich mach’s ja seit 8 Jahren nicht mehr…)

      • Susi sagt:

        Echt jetzt, nie hatte ich bei sowas ein so schlechtes Gewissen wie damals, als ich dem älteren Mann, der für seine Frau das eklige Lippenstift-Set bestellte, auch noch den Besen, der saugt, angedreht hatte, unter dem Vorwand, dass sich dann die 10.- Porto schliesslich amortisieren…

      • Franz Vontobel sagt:

        Bitte Vergangenheitsform benutzen – Ach, das sind doch alles bloss Hypothenusen…

        Aber, gemäss ihrer Logik, wären es ja nicht sie, die ihre Freundin hintergehen würde, sondern deren Mann…

      • Susi sagt:

        Nein, mit meiner Freundin habe ich eine Beziehung, die ich verraten würde. Das habe ich zu einer fremden Frau nicht.
        Bin ich selber single, betrüge ich daher in dieser Situation niemanden.

      • Franz Vontobel sagt:

        Sie betrügen niemanden, aber sie leisten Beihilfe zum Betrug, nicht?

      • Franz Vontobel sagt:

        Mit ihrer Argumentation kann man auch mit bestem Gewissen z.B. geklaute Waren kaufen…

      • Susi sagt:

        Ja, das könnte man.
        Es kommt halt immer drauf an, ob jemand Schaden nimmt.

        Zudem hab ich von meinem Skrupel geschrieben, es ist halt so, wie ich es empfinde und das lässt sich wohl nicht immer so klar und detailliert argumentativ erklären, sonst wird’s dann schnell mal eine Rationalisierung.

      • Susi sagt:

        Meine Antwort wartet noch auf Freischaltung…

        Aber: Ich hab ja nicht gesagt, dass es ok ist, mit vergebenen Männern zu schlafen. Ich hab nur gesagt, dass ich deswegen kein schlechtes Gewissen habe (davon kann man halten, was man will, aber ich kann mir ja keins „anzüchten“) und dass die HAUPTverantwortung da nicht bei mir liegt.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Franz, in CH ist Betrug solange legal, als man keine betrügerische Absichten nachweisen kann. In D haftet man schon für die Methode, hier nicht. Ich darf mich als Wunderheiler verkaufen, obwohl jeder weiss, dass es den nicht gibt, wenn ich glaubhaft machen kann, dass ich selbst daran glaube.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ok – nur noch schnell zum schlechten Gewissen: Es würde mir auch kein schlechtes Gewissen machen, in der Migros zu klauen, ich schädige ja niemanden direkt und die Ladendiebstähle sind bereits in den Preisen eingerechnet.

        Ich tu’s aber trotzdem nicht.

      • Susi sagt:

        Hmmm, dann sind Sie eben ein Gutmensch und ich nicht 🙂

      • mila sagt:

        Wissen Sie, Susi, Menschen verfügen über allerlei Selbstschutzmechanismen. Vermutlich stünde es um Ihr Gewissen anders, wenn eine Ihrer Beziehungen zu vergebenen Männern tatsächlich zu Schaden geführt hätte. Aber eigentlich spielt es keine Rolle, denn der Schaden beim Fremdgehen kommt in der Regel früher oder später. Sie sind dann einfach eine in einer längeren Liste, die dazu beigetragen haben – ob Sie es nun wahrhaben wollen oder nicht.

        Ich finde es jedenfalls nicht sonderlich schlüssig, nahestehende Menschen nicht verletzen wollen, aber bei anderen keine entsprechenden Skrupel zu haben.

      • Katharina sagt:

        Mila: „Und hätten Sie umgekehrt selbst kein Problem damit, von einer anderen Frau über den Tisch gezogen zu werden?“ also ich halte hier nicht als karmische Nemesis Susis hin.

      • Susi sagt:

        @mila: “Und hätten Sie umgekehrt selbst kein Problem damit, von einer anderen Frau über den Tisch gezogen zu werden?”

        Doch, ist mir früher auch mal passiert, sogar so, dass mein damaliger Partner mich verliess. Aber das Problem hatte ich nicht mit der anderen Frau, sondern mit dem Partner, die Frau kannte ich ja nicht persönlich. Als bei denen dann das erste Kind kam, ging ich sie im Spital besuchen und lernte sie kennen. Ich mochte sie auf Anhieb. Und sie passte einfach extrem viel besser zu meinem Ex als ich und ich verstand, warum er mich verlassen hatte. War einfach alles logisch.

      • Susi sagt:

        Dass die andere Frau besser zu meinem Ex passte, hatte aber nichts mit dem Fremdgehen zu tun, die waren einfach seelenverwandt, das waren er und ich nicht.
        Ich finde, man muss nicht immer alles am Se x aufhängen, sich verlieben läuft über einen anderen Kanal. Und gerade darum sollte man ein Fremdgehen oder ein mit-vergebenen-Leuten-Schlafen nicht so aufbauschen.

      • Susi sagt:

        Ach, und Mila, das mit dem Karmakonto war natürlich nicht so ernst gemeint. Aus der Sicht des Karmakontos wäre ich diesbezüglich wohl schon etwas in den roten Zahlen.

      • Susi sagt:

        und noch ein Gefanke, Mila, zu Ihrer Theorie mit der Liste: Das Fremdgehen ist doch bloß ein Symptom, das halt zeigt, dass etwas Grundlegendes in der Beziehung nicht stimmt. Sonst geht sie nämlich nicht auseinander, auch nicht wegen einer Affaire oder eines Seitensprungs.

      • mila sagt:

        Naja, ich erwarte von einem erwachsenen Partner schon, dass er (Beziehungs-)Probleme mit mir bespricht. Und sie nicht in fremden Betten verdrängt. 😉 Aber das bin nur ich.

        Und: Zu den Selbstschutzmechanismen gehört auch das sogenannte Schönreden, nebenbei bemerkt.

      • Rosmarie sagt:

        @ Susi: Vielleicht sollten Sie es wirklich mal zur Abwechslung mit dem Vedia-Gesichtsmassagestab probieren…der wirkt auch Wunder!

      • Susi sagt:

        Ja, Mila, natürlich ist es schöner, wenn man seine Probleme bespricht, anstatt sie in fremden Betten auszuleben. Aber die Welt ist nun mal einfach nicht perfekt, nicht alle suchen als erstes das Gespräch. (ähm, soviel zum Schönreden…)

        @Rosemary: Jaja die Gesichtsmassagestäbe sind schon super. Aber wie gesagt, seit 8 Jahren lasse ich die Männer (ausser meinem eigenen) in Ruhe, das sind Geschichten der Vergangenheit. 🙂

  • Anne sagt:

    Ach du meine Güte. Kann man sich nicht mal sinnfrei amüsieren im Mamablog, ohne dass das Mann-Frau-Hickhack wieder los geht?

  • Christine sagt:

    Ein Geheimtip unter tollen Katalogen „Heim und Hobby“ – das ist Vedia für Fortgeschrittene. Übrigens, herrlicher Text, musste schallend lachen. Danke.

  • Manni Mann sagt:

    Es ist eine Tatsache. Mehr Menschen als wir uns vorstellen können haben ein unvorstellbar schlichtes Gemüt.
    Mike Shiva, alle die Shopping Kanäle und eben solche Kataloge beweisen es.
    Im Prinzip machen wir uns lustig über diese einfachen Seelen. (Das darf manchmal schon sein, hi hi hi.) ABER andererseits, sind viele der Lachenden oftmals auch nicht viel schlauer, und richten ihr Leben und ihre Hoffnungen nach Madame Etoile ein oder glauben tatsächlich, dass der Charakter ihrer Kinder etwas mit alten babylonischen Göttern zu tun hat.

    • Carlotta sagt:

      “ Mehr Menschen als wir uns vorstellen können, haben ein unvorstellbar schlichtes Gemüt“, sagt Manni Mann.

      „Die meisten Menschen sind offenbar zufällig auf der Welt. Es zeigt sich keine Notwendigkeit höher Art in ihnen…..“
      (Friedrich Nietzsche)

  • Stevens sagt:

    Man könnte statt des Moderne Hausfrau-Katalogs auch über all die Frauen-Magazine schreiben, welche es sm Kiosk gibt und in welchen jede Woche dasselbe steht. (ZB Tina, Lea, Lisa und wie sie alle heissen…)
    Oder über all die hunderte People-Magazine, welche vorwiegend von Frauen gelesen werden..
    Oder über Groschen-Romane.

    Ist jetzt etwas böse. Aber man muss sich doch nicht wirklich wundern, geht es mit Gleichstellung, Lohngleichheit etc nicht so richtig vorwärts, wenn sich viele Frauen lieber mit solchen Quatsch abgeben

  • Carlotta sagt:

    Moderne Hausfrau – in moder(n) ist welches Wort enthalten?

    • Carolina sagt:

      Danke vielmal, Carlotta!
      Ich bin neben einigen Jobs auch Hausfrau, war sogar mal zeitweise ‚Nur‘-Hausfrau – wie alles im Leben ist es das, was man daraus macht. Dieses Klischee vom blöden Dummchen, das nichts anderes im blonden Köpfchen hat als die drei oder vier Ks muss jetzt nicht ausgerechnet von Frauen selber perpetuiert werden. Klar gibt es das, aber es gibt ja auch unter den Nicht-Hausfrauen Doofe, oder?
      Uebrigens: das letzte Mal, als ich hingeschaut habe, war an mir nichts Modriges…..

    • Sportpapi sagt:

      Mode? Oder?

      • Muttis Liebling sagt:

        Beides richtig, SP vs.Carolina und Carlotta. Mode ist eine Vermüllungstechnologie, man wirft ein Teil weg, bevor es verschlissen ist, weil es unmodern ist. Dann vermodert das Unmoderne.

  • Hans Käslin sagt:

    Die moderne Hausfrau ist absoluter Kult. Die Texte zu den zum Grossteil absolut schrecklichen Produkten sind einfach zum grölen komisch. Alle Vierteljahre mal durchblättern ist schon witzig reicht aber dann auch.
    Dann die Preisgestaltung, immer mit 9.95, am Schluss ist ein Schlager und Rattenfängerei vom Feinsten..
    Als ich dann allerdings eine T-Shirt Faltmaschine von meiner Lieblings-gute-Hausfrau-Leserin bekommen habe, war dann doch eine Standpauke fällig.

    • Carolina sagt:

      Aber jetzt mal ehrlich: sind es wirklich immer Frauen, die so einen Seich kaufen? Bei uns – und bei einigen meiner Freundinnen ist es ähnlich – ist es eher mein Mann, der für sein Leben gern im Baumarkt oder auf irgendwelchen Messen Gadgets und Lebensvereinfacher kauft, die dann nur im Weg herumstehen. Als er für den Haushalt zuständig war, ist er erstmal losgezogen und hat alle möglichen Geräte und Gerätschaften gekauft, von denen er annahm, ohne sie könnte man keinen anständigen Haushalt führen…… Stehen auch alle nutzlos in der Gegend rum 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Gesetzt den Fall, Frauen wären es, die unbrauchbaren Müll kaufen. Dann sind es immer noch bevorzugt Männer, die den produzieren.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ein Mann, der Baumärkte und Messen besucht. Hartes Schicksal. Das gerade Pendant zu einer Hausfrau, die sich für Zwiebelschneidautomaten interessiert.

  • Franz Vontobel sagt:

    Wer entwirft wohl diese Texte, frag ich mich..? – Erinnerungen an Elaines Job beim Peterman Katalog blitzen auf – Könnte ein recht witziger, wenn wohl auch nicht sehr einträglicher Broterwerb sein – „bei uns duften sogar die Abflüsse“, grossartig!

  • Gerd Fehlbaum sagt:

    Ja, lustig! Frauen werden eben „gern“ für dumm verkauft. Die statistische Chance ist auch grösser, weil Frauen viel mehr (ein)kaufen, als Männer.
    Dass das Wort „praktisch“ auf so Etliches NICHT zutrifft, mit was frau, die Wohnung voll stellt, beobachte ich mit Sorge. Hier rächt sich der Entschluss, möglichst NICHT „Hausfrau“ zu sein, den die Idee der Emanzipation hervor gebracht hat.

    Bizarr: Den Wert einer guten Hausfrau wurde von Frauen (Z.Bsp. Schwarzer) kaputt argumentiert. Überlasst also bitte den Haushalt für eine Generation den Männern, liebe Frauen! Praktiker sind wieder gefragt, oder?

    • 13 sagt:

      Praktiker? Ich bin sicher, in unserem Keller steht für jedes praktische Teil, dass irgendwann wegen Vielgebrauchs den Geist aufgegeben hat, noch mind. ein (meistens 2-3) neues, noch nie gebrauchtes, Werkzeug, um dieses Teil reparieren zu können. Meistens gleich neben dem Teil, dass seit Jahren auf die genannte Reparatur wartet und von mir inzwischen durch ein neues ersetzt wurde. Aber ich bin noch verliebt genug, tatsächlich zu glauben, dass er das wirklich tun wird und sich das Werkzeug bezahlt macht….irgendwann…

    • Carolina sagt:

      Praktiker, die der Frau im allgemeinen erst einmal unterstellen, sich gerne mal dumm verkaufen zu lassen? Nee, danke, brauche ich nicht. Den Garten kann ich auch alleine machen – neben dem Bunte-Lesen bleibt mir dafür noch Zeit….

      • Muttis Liebling sagt:

        Nur (ggf. Teilzeit-) Hausfrauen haben einen Garten. Es handelt sich bei Deiner Aussage also um eine Tautologie.

  • Gregor J. sagt:

    Seit Jahren haben wir bereits Spass an den textlichen Kostbarkeiten, in dem Stil „Kennen Sie das auch …“. Wir fragen uns immer, wie man drauf sein muss, damit man solche Satzhülsen überhaupt produziert. Enweder total zynisch (am Leben) verzweifelt oder eben – gleiche Wellenlänge wie die Zielgruppe. GRUSEL.
    Da es diese publizistische Perle aber schon echt lange gibt, muss sich das gut verkaufen. Und das macht die wirkliche Gänsehaut.

  • 13 sagt:

    Aber, Frau Fischer, Sie haben einfach nicht lange genug gesucht: In der Rubrik Küche gibt es doch diesen super praktischen Deckelöffner easy für 39.95 mit Batteriebetrieb, „der sämtliche Glaskonserven wie von Zauberhand öffnet“. Und schon braucht die moderne Hausfrau keinen Mann mehr für diese schwere Aufgabe. Sie werden doch nicht etwa behaupten, das sei nicht emanzipiert:-)

  • Martin Pauli sagt:

    mein Liebling-Artikel, den ich mal vor Jahren in so einem Katalog gefunden haben: die Staubsaugerschlauch-Bürste. Damit wird der Schlauch INNEN wieder tiptop sauber!

    • 13 sagt:

      Es gibt nichts, was es nicht gibt (und das keinen Käufer findet)

      Und wie wird die Bürste wieder sauber? Kann man den Staub, der sich darin verfängt, wieder aufsaugen?

      • Gabriela sagt:

        @13: Monica von den Friends fragen – die hat bestimmt eine Antwort (gab da mal ne köstliche Szene, bei der sie den Staubsauger nach dem Saugen abgestaubt hat, aber was sie mit dem Wedel angestellt hat, weiss ich nicht mehr)

  • Brunhild Steiner sagt:

    Interessiern würd mich nun aber auch noch, obs diese „flammende Grabreden auf die Emanzipation“
    konsequenterweise in den sehr nordischen Ländern, oder auch Frankreich, nicht gibt?
    Kitsch wird man wohl überall finden…, und ich gestehe, war auch schon Kundin, ab und zu lässt sich durchaus was sinnvoll-praktisch-nützliches finden, und dann ist mir ziemlich egal mit welchen Worten mir das angepriesen wird… .

    • mila sagt:

      Brunhild, denken Sie doch nur an den guten, alten Homeshopping-Kanal, der nach demselben Hausfrauen-Verkaufsprinzip funktioniert… Den gibt es wohl auch im emanzipierten Norden. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila:
        so so, das würd aber schon bisschen am Norden-Image kratzen wenn sich das dort auszahlt…,
        wer hat dprt überhaupt Zeit sich damit berieseln zu lassen,
        und wie ist es möglich, derart fortgeschrittenes Bewusstsein, mit so tiefem Niveau zu ködern? 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, im Hintergrund von Werbung stehen hochgebildete Psychologen und Soziologen. Die schaffen es, auch hochintelligente Menschen anzusprechen, wenn sie es denn müssten. Derzeit ist das, in Mitteleuropa zumindest, nur noch nicht notwendig.

      • Muttis Liebling sagt:

        ‚ derart fortgeschrittenes Bewusstsein, mit so tiefem Niveau zu ködern? ;-)‘
        Geködert wird das Unterbewusstsein, das funktioniert immer, wenn man sich dem aussetzt. Deshalb setzt man sich dem nicht aus.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        naja, wenigstens haben Sie „in Mitteleuropa“ und nicht „in der Schweiz“ geschrieben, so stehen wir, was unsre intellektuelle Beschränktheit angeht, wenigstens nicht so einsam in der Gegend rum…

      • Carolina sagt:

        HIhi, Brunhild 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, die Schweizer sind nicht intelligent beschränkt. Sie sind es sozial, politisch und mental. Die Intelligenz hier ist ganz in Ordnung. Als Freunde taugen die Schweizer auch. Nur nicht als Politiker, Soziologe oder Psychotherapeut.
        Letzteres musste schon Siegmund Freud schmerzhaft erfahren.

      • Franz Vontobel sagt:

        im Hintergrund von Werbung stehen hochgebildete Psychologen und Soziologen.

        ML, als jemand, der des öfteren mit Menschen aus der Werbung zu tun hat: das ist ein Gerücht!

        Und warum sie, als jemand, der hier andauernd Wissenschaft und Ratio hochhält, einer klassischen Pseudowissenschaft wie der Tiefenpsychologie die Stange halten, darüber wunderte ich mich schon einige Male…

      • Martin Frey sagt:

        War nicht C. G. Jung Schweizer, ML? Nur so als Frage…

      • Katharina sagt:

        MF, nein, der war ein Züricher.

      • Katharina sagt:

        Ansonsten flog ich hier etwas über Mittelerde und fragte mich, was da besprochen wird.hmmm.

        Nein. die Nordländer brauchen keine Kühlschränke. Die verkaufen sich bei uns ohne Werbung. Vielleicht, weil wir dank Werbungsübersättigung dagegen immun sind. die Werber scheinen nicht zu verstehen, dass deren Unterbrechung für den Bisihalt benutzt wird. Oder etwas aus besagtem Gerät, dass tatsächlich die Ausmasse eines Schrankes hat, zu holen.

      • Franz Vontobel sagt:

        Ganz sicher kein Züricher!

      • Katharina sagt:

        Das i ist absicht. Berliner und andere nördlich des Rheins aufgewachsene helvetische Mittelerdlinge können die Konsonanten ch und r nicht in dieser Sequenz aussprechen. Aber Zürcher stossen sich seltsamerweise gerne an dem eingeschobenen i.

        Selbstverständlich wird mich ML nun belehren, dass Berliner und andere Nördlichrheiner etwas gaanz anderes seien. Und dass die Helvetier nie die Chuzpa hatten den Rhein zu überqueren. Drum sprechen die Badener und Würtemberger ja so ähnlich wie die ZürIcher 😉

  • Sportpapi sagt:

    Sagt mir jetzt nicht so viel, so ein Verriss eines Verkaufsblättchens für eine sehr begrenzte Zielgruppe. Da gibt es schon Medien, die etwas mehr Leute erreichen, und ein sehr sonderbares Weltbild propagieren. Z.B. http://www.20min.ch/friday/

    • Martin Frey sagt:

      Oh herjeh, da eröffnen Sie aber eine ganz neue Front, Sportpapi: Frauenzeitschriften! Wie ein Magnet scheint’s mir greifen noch so moderne, gebildete Frauen in jedem Wartezimmer danach. Jede NZZ daneben bleibt in 9 von 10 Fällen unberührt. Immer dieselben gefakten Stories und gefotoshopten Bilder um sich schön schlecht zu fühlen. Werde das wohl nie verstehen. 😉

      • Carolina sagt:

        Klar, die NZZ haben wir ja auch im Abo und lesen sie morgens beim Kaffee. Aber einmal die Woche ziehe ich mir die Bunte rein und die Hello – dazu stehe ich. (Man fragt sich ja sowieso, wie diese riesigen Auflagen zustandekommen, liest ja niemand bzw im Fernsehen schaut ja niemand den Schund, aber alle wissen darüber Bescheid ;-))

      • Martin Frey sagt:

        Das ist halt wie beim Bachelor, den schaut auch niemand 😀 Wobei ich hier die Männer nicht ausnehme, wohlverstanden.

      • 13 sagt:

        Irgendwie bin ich da falsch gepolt. Ich habe meine Mutter aus dem Wochenbett heraus heulend (ja, ja, die Hormone) angerufen und sie richtiggehend angefleht, sie solle mir sofort etwas zu lesen mitbringen, da sich die Auswahl im Spitalkiosk auf den Blick, Eltern.de, die Weltwoche und die Schweizer Illustrierte beschränkte und ich am durchdrehen war.

        @ M.F.
        Die NZZ lasse ich aber auch immer liegen, nicht wegen der Inhalte, sondern wegen dem absolut wartezimmer-ungeeigneten Formats. Ich habe keinen Bock danach auf den Knien die einzelnen Inhalte wieder zusammenzusetzen.

      • tina sagt:

        MF, wenn man alle paar jahre mal zum arzt muss, vermutlich ja aus einem wenig erfreulichen grund, dann darf man sich ja schon noch mit seichter lektüre belustigen. ich freue mich jeweils richtig auf die heftli, und bin enttäuscht, wenns nur das „du“ und das „geo“ hat, oder sonst so gebildeten-kram 😉

      • Martin Frey sagt:

        Beim Anwalt und beim Coiffeur ist es doch auch nicht anders? Ich staune da auch immer was mir jeweils an Lektüre angeboten wird. Motoren oder Muskeln, das ist die Wahl die den Männern jeweils bleibt. Da hätte ich fast lieber die Gala… 😉

      • 13 sagt:

        Herr Frei,
        Also da muss ich protestieren. Bei uns haben Sie die Auswahl zwischen zwei Tageszeitungen (kein Blick oder 20MIn!), der Weltwoche, der Zeit, dem Beobachter und dem Saldo. Schliesslich gehört beim Anwalt die Imagepflege und der schöne Schein zu Beruf dazu. Das wichtigste ist ja, gebildet zu wirken, danach erst, es tatsächlich zu sein;-)

        Die Gala ist wirklich meine liebste Coiffeurlektüre. Ich lese da die Geschichten aus dem Privatleben der „Promis“ und frage mich immer wieder, wer zum Teufel diese Leute überhaupt sind.

      • Martin Frey sagt:

        Sehen Sie, darum beneide ich Sie, 13. (War zwar gestern das Thema) Ich kann mich ja kaum mit der Gala in der Hand sehen lassen, Sie können sich die Reaktionen ja mal ausmalen. 🙂

      • Carolina sagt:

        Aber Sie sind doch Arzt, MF, oder? So ab und zu eine Gala verschwinden lassen und in ein paar freien Minuten (mehr braucht es nicht, glauben Sie mir;-) lesen? In unserem Wartezimmer verschwinden regelmässig die Bumsblättchen, vielleicht haben die Männer sie mitgehen lassen? 😉

      • Martin Frey sagt:

        Meine Güte, Carolina, darf ich fragen was Sie arbeiten? Bumsblättchen?? Kann mir schon vorstellen dass die immer wieder verschwinden…
        Und ja, ich kann nicht behaupten dass ich die Heftli mit den oft attraktiven Titelbildern nicht wahrnehme, wenn ich die Leute reinrufe. Kann es durchaus geben…. 🙂 Aber wir haben zuhause die Annabelle, das reicht für meinen wöchentlichen Gossip-Bedarf völlig, glauben Sie mir!

      • 13 sagt:

        @ MF
        Ich habe beinahe 3 Jahre an einem Bahnhofskiosk gearbeitet und kann Ihnen versprechen, dass es in der Schweiz gang und gäbe zu sein scheint, eine NZZ oder einen Tagi zu kaufen, dazu einen Blick und Heftchen aller Art, um nicht auf die Details einzugehen und schon beim Versorgen, penibel darauf zu schauen, dass diese ja in der Mitte der NZZ bleiben und nichts rausschaut. So können Sie die Gala auch ganz öffentlich im Zug lesen.

      • Carolina sagt:

        Sorry, Martin, das hört sich tatsächlich an, als ob ich als Receptionistin im Bordell arbeite….. (gefühlt manchmal schon;-))
        Die Familie meines Mannes nennt diese Heftchen so, hat mit dem Akt nichts, aber auch gar nichts zu tun – soll nur zum Ausdruck bringen, dass solches Zeug unter ihrer Würde ist. Habe mir den Ausdruck angewöhnt, weil das Zeug für mich nicht unter meiner Würde ist, im Gegenteil! Dafür interessieren mich Annabelle etc überhaupt nicht. In unserem Wartezimmer liegen übrigens von Geo über Beobachter, Stern, Focus etc so ziemlich alles aus – die zerfleddertsten sind eindeutig

      • Carolina sagt:

        /2 die Regenbogenblättchen. Die Blättchen mit George Clooney’s Hochzeit waren unglaublich schnell verschwunden;-))

      • 13 sagt:

        @ Carolina
        Bei meinem Hausarzt liegt das GEO, das National Geographics und einen ganzen Haufen Reiseliteratur. Ich hasse das. Wenn der Arzt nicht die Angewohnheit hat, die Leute eh mind. 30 Min. bis zu einer Stunde warten zu lassen, sind die Berichte doch viel zu lang. Kaum vertieft man sich in einen unglaublich spannenden Artikel über einen Naturstamm in Neu Guinea und träumt schon von Ferien im Urwald, der Heilungsprozess hat längst eingesetzt, holt einen die Arzthelferin mit einem „Wir bräuchten dann noch eine Urinprobe“ in die Wirklichkeit zurück….

      • Katharina sagt:

        13, im prüden Amerika war National Geographics lange einziger Zugang zu Pronographie. Inzwischen liefern wir die Phantasievorlagen für den ganzen Planeten. Eigentlich sollten Sie als Scheidungsanwälting mal etwas in Richtung Produktehaftung anzetteln…

  • Gabriela sagt:

    Erinnert mich sehr daran, was sich unser von uns zwangsfinanzierter Lieblingsfernsehsender so unter der Rubrik „Ladies“ leistet: http://www.teletext.ch/SRF1/520

    • Widerspenstige sagt:

      Huch! Das habe ich ja noch gar nicht gesehen, was sich da unser Staatsfernsehen erlaubt unter Teletext. Ja da wundert es mich nicht, dass das Thema Gleichstellung so schräg ‚rüberkommt beim ‚Fussvolk‘. Dankeschön Gabriela 😆

  • Nina sagt:

    Hahahaha!! Hm. Wo findet man überhaupt solche Magazine? Sind mir im Leben noch nie über den Weg gelaufen… Weder die alte, noch die neue Version…

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Habe das Zeugs im Briefkasten ;). Ev hast du einen „keine Werbung“ an deinem Briefkasten und daher diese Art „Lektüre“ nicht ;).

  • Thomas Jordi sagt:

    Stimmt es nicht eher nachdenklich, dass solche Presseerzeugnisse seit Jahr und Tag offenbar sehr profitabel sind?
    Zum Trost,es gibt ähnliche Produkte auch für den mit Massagestab ausgerüsteten Teil der Menschheit.

    • Martin Frey sagt:

      Sehe das ähnlich. Es scheint seit Jahrzehnten halt auch einen Markt dafür zu geben, genauso wie für all die Groschen- Aerzte- und anderen Romane. Und das ist doch, trotz all des Amusements, irgendwie spannend.

    • Carolina sagt:

      Ist zwar kein Presseerzeugnis, aber einer meiner absoluten Lieblinge und schon vor vielen Jahren gab es von Loriot den Staubsauger-Sketch mit: ‚es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann…..‘ In aller Unschuld natürlich!
      .-)

    • Ulrich Gassner sagt:

      Es scheint, mit Verlaub, nicht so schwer zu sein, Frauen dazu zu bringen, für Unsinn viel Geld auszugeben. Die riesige Esoterik-Industrie wird ja auch zu 90% von Frauen am Leben erhalten.
      Zur Klarstellung: Männer geben kein Geld aus – sie investieren!

      • Muttis Liebling sagt:

        Männer investieren in Viagra und Penisverlängerung. Letzteres seltener biologisch als symbolisch. Bei den Umsätzen sieht die Esoterik- Branche ziemlich alt und bescheiden aus.

  • plop sagt:

    «Endlich die Ruhe selbst: Der Mönch als Inbegriff für Entspannung ist jetzt dank LED-Farbwechsler noch relaxter als sonst. Aus Kunststoff für nur 9.95.»

    Hihi, ich danke für die erfreuliche Morgenlektüre…

  • mostindianer sagt:

    Aber was der „Gesichtsmassagestab“ aus dem Vediakatalog wirklich war, wissen Sie schon, oder?

    • Martin Frey sagt:

      Das habe ich mich auch ganz kurz gefragt 🙂

    • Pedro sagt:

      Sass als 8jähriger vor dem Katalog, und ich verstand immer nicht, was dieses Gesichtsmassagestab so toll an der Backe der blonden lächelnden Frau bewirkt. Später begann ich es zu ahnen… *hüstel*

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Gröölhl :lol:, gerade gestern habe ich mie das Blättchen reingezogen und mich ab den teils oberdoofen Wortspielen und Texten köstlich amüsiert :D! Danke für den zusätzlichen Lacher ;).

  • Susi sagt:

    Vorhin im Zug musste ich echt laut rauslachen ab der „Hasenbande“ (nur schon dieses WORT und ab dem Bild schmeiss ich mich grad nochmal weg!!!)

    Bei der Spülbecken-Matte hab ich eine Sekunde lang gedacht „oh, hält den groben Schmutz weg? Das tönt doch noch praktisch!“ Ich habe aber nichts bestellt, sonst würde mein Mann definitiv das Gespräch mit mir suchen.

    • bonatesta sagt:

      Hm. Mal kurz wieder miteinander reden soll ja durchaus empfehlenswert sein. Ich empfehle aber nicht, zu diesem Behufe zuerst etwas bei Vedia zu bestellen (ausser dem Gesichtmassagestab, der ist dem öh Austausch sehr förderlich).

      • Susi sagt:

        Ja, diese Gesichtsmassagestäbe sind wirklich super, die helfen gerade auch bei verspannten Kiefermuskeln, die man vom vielen Reden bekommt, weil der Mann wieder mal das Gespräch gesucht hat…

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