Darf eine Mutter kiffen und saufen?

Befremdendes Bild: Eine Mutter trinkt Wein aus der Flasche. Foto: Thirteen Of Clubs (Flickr)

Befremdendes Bild: Eine Mutter trinkt Wein aus der Flasche. Foto: Thirteen of Clubs (Flickr)

Der Pflegevater einer Handvoll schwer erziehbarer Buben hat mir mal gesagt, er hätte nie so seriös gelebt wie während der Pubertät seiner Jungs. Er hätte kaum geraucht, wesentlich weniger gesoffen und sich ganz allgemein zusammengerissen. Das fand ich super. An ihn halte ich mich.

Vor-Teenies und erst recht Voll-Teenies haben nämlich ein geradezu fies präzises Sensorium für elterliche Unzulänglichkeiten. Sie haben immer auf dem Radar, wie viele Gläser ihre Eltern intus haben, ob ihre Kleider nach Rauch riechen, und sie, die sonst alles vergessen, merken sich alles, was wir unbedarft in einer gemütlichen Tischrunde mit Freunden von uns geben. Zum Beispiel Kiffer-Anekdoten von anno dazumal. Alles wird gnadenlos archiviert und analysiert!

Darum höre ich auf besagten Pflegevater und reisse mich wirklich viel mehr am Riemen als früher in meiner Zeit als Jungmutter. Kiffen tu ich schon ewig nicht mehr, das hab ich vor der ersten Schwangerschaft aufgegeben und nie einen überzeugenden Grund dafür gefunden, wieder damit anzufangen. I had my share. Andere Drogen haben mich eh nie sonderlich interessiert. Glück gehabt. Aber was Rauchen und Trinken angeht, bin ich ein richtiges Kind der Achtziger.

Mit zwölfeinhalb habe ich angefangen zu rauchen (Mama, vergib mir!). Übrigens nicht, weil meine Eltern damals geraucht haben, was natürlich der Fall war. Nein, denen hatte ich seit Menschengedenken (und das geht ja bei jedem nur bis zur eigenen Geburt zurück) Vorträge gehalten über die Schädlichkeit des Qualmens. Ich habe angefangen zu rauchen, weil mich mein damaliger Freund nach fünf Tagen Langzeitbeziehung verlassen hatte. Und da er Raucher war und wusste, dass ich das verabscheute, wollte ich ihn strafen, indem ich von heute auf morgen zur Kettenraucherin wurde. Er ist heute schwul und raucht immer noch. Muss ihn also massiv beeindruckt haben, meine dramatische Selbstzerstörungsaktion.

Dafür habe ich mich jahrzehntelang damit herumgeschlagen, wieder Nichtraucherin zu werden. Es half nicht mal, dass meine Kinder ihren Stofftierchen sagten: «Du, ich rauch jetzt noch eine, dann komm ich gleich zu dir.» Ich schämte mich wie blöd, rauchte weiter und sagte: «Zigis sind eben der Nuggi vom Mami, gell.» Das war doof und super. Als die Kids nämlich den Nuggi abgeben mussten, waren plötzlich vier Augen auf mich gerichtet: und jetzt du. Das hat endlich genützt.

Blieb noch das Trinken. Ich gebe es zu: An einer kalten Flasche Bier zu nuckeln, Musik zu hören und blöd rumzulabern — ah, das gibt mir noch immer das Gefühl von jung und unbeschwert. Darüber bin ich noch nicht hinweg, und ich will es auch nicht sein. Dabei meine ich nicht das gepflegte Glas Roten, das ja so endskultiviert ist, dass keiner was zu sagen traut. Nein, ich meine Bier aus der Flasche.

Seit fast einem Jahr lass ich nun auch das bleiben. Selber schuld. Eines Abends im vergangenen Dezember ist mir nämlich passiert, was eben nicht passieren soll. Nicht mal in meinen diesbezüglich recht entspannten Augen. Ich hatte an ein paar Fläschchen zu viel genuckelt und war tüchtig beschwipst. Das wäre ja eigentlich nur mein Problem, schliesslich war ich die mit dem Kopfweh am nächsten Tag. Aber die Kinder haben es mitbekommen. Und waren empört. Zu Recht. Ich war es selber auch.

Darum haben wir einen Deal abgeschlossen: Mama benimmt sich anständig, bis die Kids die Pubertät hinter sich haben. Schliesslich gehört der «rote Teppich der Dummheiten» jetzt ihnen ganz allein. Darauf sollen sie sich produzieren dürfen, ohne zu befürchten, dass ich mich da in Szene schmeisse. Ausser als Erzieherin.

Nun habe ich also seit fast einem Jahr kein Bier mehr getrunken. Im Dezember schenkt mir mein Sohn dann eine Karte für ins Portemonnaie. Darauf hat es hundert Feldchen für hundert Bier pro Jahr. «Aber nicht alle auf einmal, gell.» Sir, yes sir, ich habs verstanden. Und ich finde die Idee super, auch wenn ich mich längst daran gewöhnt habe, Schweppes Tonic und alkoholfreies Bier zu trinken.

Nun bin ich gespannt, welche weiteren Abmachungen auf mich zukommen. Mein Sohn hat mir schon mal einen Vertrag zur Unterschrift vorgelegt, auf dem steht: Wenn er bis 20 nicht raucht, trinkt und kifft, kriegt er 2000 Franken von mir. Das hab ich gern unterschrieben. Jetzt hoffe ich nur, dass er sich nicht in jemand Falsches verliebt … sonst müsste ich definitiv zwei, drei Kreuzchen auf meiner Bierkarte machen.

Was finden Sie? Dürfen Mütter trinken, rauchen oder kiffen?

170 Kommentare zu «Darf eine Mutter kiffen und saufen?»

  • mutter von vier kids sagt:

    ich finde abgesehen von der zeit in der man schwanger ist darf eine mutter auch mal ein bierchen trinken wenn sies gerne hat. aber genussvoll und nicht masslos. derzeit bin ich schwanger und trinke natürlich nichts aber vorher wenn mein mann mal ein feierabendbier getrunken hat hab ich mir auch ab und zu mal ein eve gegönnt. dies war aber sehr sehr selten der fall da wir sehr auf unsere gesundheit achten. wir rauchen auch nicht und kiffen oder anderes zeug schon gar nicht das ist ein no go wenn man kinder hat finde ich. man hat schliesslich eine vorbildfunktion.

  • Eduardo sagt:

    Nun, die Sache ist ganz einfach: Eine Frau, die während der Schwangerschaft raucht (weil sie – sorry! – so abgrundtief blöd war, damit anzufangen) und dabei 9 Monate lang Dutzende von mutagenen (genverändernden)Substanzen aus dem Tabakrauchkondensat inhaliert, verursacht in den sich extrem schnell und häufig teilenden Zellen des Embryos und Fötus in ihrem Körper massenhaft Mutationen, die später unter anderem Krebs bereits im Kindes- und Jugendalter verursachen können. Und Alkohol während der Schwangerschaft führt zum fetalen Alkoholsyndrom in diversen Ausprägungen. Ich kenne so einen Fall.

  • em sagt:

    Dieser Blog regt zum denken an…..nicht nur das; ich hab’s selber erfahren und erleben müssen wenn Frauen trinken. Trinken und rauchen tag ein tag aus mit schulpflichtigen Kindern! Ein absolutes no go. Das Leben ist keine Party! Das leben ist zu schön um den Tag im Bier, Wein…..zu ersäufen!

  • Dolores Fuentes sagt:

    Schade, dass die Redaktion den einzigen Kommentar der für die Stimme der stimmlosen eingetreten ist, nicht publiziert. Oder sollte das gar ein Versehen sein?

  • Hans Weder sagt:

    Anmerkungen zum Umgang mit Rauschmitteln und Kindern:
    1. Niemals harte Drogen rumliegen lassen. Auch bei Tabletten sollte man Ordnung halten.
    2. Spritzen auf dem Spielplatz ist gesellschaftlich geächtet.
    3. Wer sich Koks leisten kann, kann das auch im Club konsumieren.
    4. Es dauert ewig, den Maxi-Cosi betrunken zu befestigen – also genügend Zeit einplanen.
    5. Hippies kifften – und sind vor langer Zeit vor Langeweile ausgestorben.
    6. Extasy ist so peinlich wie adipöse, betrunkene Hausfrauen – einfach etwas aufregender.
    7. Kater: Hair of the dog. Oder Schmerzmittel. Achtung: Regel 1.

    • Sophie sagt:

      Herr Wedder – ich amüsier mich köstlich ab ihrem Kommentar.
      Zur Zeit bin ich schwanger, sonst hätte ich mir gleich ein Bierchen darauf gegönnt 🙂

  • Maria Bischer sagt:

    Bin froh, dass es doch noch lockerere Leute gibt! Den Artikel von Frau Fischer finde ich vor allem lustig – bis auf den Vertrag und die resultierende total-Bier-Abstinez – aber hallo?! Gegen ein Bierchen ist doch nichts einzuwenden, das lief ja früher unter Lebensmittel! Und es hat auch nachgewiesenermassen gesundheitfördernde Eigenschaften. Mal abgesehen davon, dass sich auch Eltern mal entspannen sollten. Natürlich reden wir hier nicht von Missbrauch, das ist eine andere, traurige Geschichte. Und mit Nikotin ist nicht zu spassen. Aber allles ist im Übermass schädlich! Auch dieser Moralwahn.

  • Dolores Fuentes sagt:

    Kann mir jemand e i n e n guten Grund nennen, warum eine Mutter saufen und kiffen sollte?

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Vielleicht ist der Ehemann der Grund?

    • tina sagt:

      dolores: zum spass oder zur entspannung, oder auch nur weil es einem schmeckt, wie andere dinge, die man ohne vernünftigen grund zum spass oder zur erholung tut. spass ist kein guter grund. von sollen war aber ja keine rede. und natürlich gibt es eine million andere dinge, die man auch nur zum spass und zur erholung tun kann, die weder illegal noch gesundheitsgefährdend sind, und darum die bessere wahl

    • Orsa sagt:

      Braucht man für alles einen Grund? Eine Mutter (oder ein Vater) darf kiffen und saufen, wenn’s ihm danach ist! Vielleicht nicht unbedingt in Anwesenheit der Kinder, wenn die’s schon checken und er/sie sollte Contenance und Zurechnungsfähigkeit behalten…

  • Susanne sagt:

    Wenn eine Mutter kifft und säuft, dann mal Prost! Es steht nichts von mal ein Glässchen Wein trinken oder mal eine Zigarette zu Rauchen, sondern klar um SAUFEN und KIFFEN! Wenn ein Kind eine solche Mutter abbekommt oder einen Alkoholiker oder Drögeler als Vater hat, dann sollte die KESB einschreiten!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wenn ich Kinder hätte, würde ich mit ihnen bestimmt nicht meine Art zu leben diskutieren, bzw. ihre Einwilligung für irgendwas einholen. Auch wie der Lohne ausgegeben wird, wo und wie gewohnt wird usw. ist Sache der Eltern, nicht der Kinder. Eltern dürfen Kindern gewisse Sachen verbieten, Kinder den Eltern nicht.

    • tina sagt:

      meine kinder kennen das familienbudget, ich setze mich gern mit ihnen zusammen und erkläre ihnen die einzelnen posten, sie sind alle gut begründet und nachvollziehbar. auch wo wir wohnen ist nicht nur meine entscheidung. aber mir etwas von meinen kindern verbieten lassen würde ich natürlich nicht. und ja, ich verbiete ihnen sehr wohl dinge. nur beim drogenkonsum halte ich verbote für nicht sinnvoll. da möchte ich wirklich wirklich wirklich dass sie einsehen, was daran gefährlich ist, das ist mir viel wichtiger. auch da kann ich sinnvoll begründen

      • Joerg Hanspeter sagt:

        Natürlich ist es schöner, wenn man den Kindern erklären kann, was sie nicht tun sollten und sie es nicht nur verstehen, sondern sich auch daran halten. Im Notfall muss man dann aber halt trotzdem auf Verbote zurückgreifen, oder auf Erpressung, oder Belohnung oder was auch immer, mindestens dann, wenn es sich um Sachen handelt, die nicht so leicht oder gar nicht mehr rückgängig zu machen sind.

  • Chris sagt:

    Meine Antwort ist klar ja. Die Eltern sollen authentisch sein und den Kindern nichts vormachen. Ich selber rede regelmässig mit meinen 3 Kindern über was ich als Jugendlich gemacht habe. Ob gut oder schlecht. Sie sollen sehen, dass ich auch nur ein Mensch bin und ev. aus meinen Fehlern lernen. Und wenn ich sie mal beim Kiffen erwische, dann rauch ich sie so unter den Tisch, dass sie die Drogen nicht mehr anfassen werden!

  • Luise sagt:

    Warum sollten sich Eltern von ihren Kindern den Alkohol verbieten lassen? Das ist wieder einmal diese falsch verstandene Gleichberechtigung. Das gepflegte Glas Wein und zwei, drei Flaschen Bier beim Ausgehen kriegen Kinder im Normalfall ja nicht mit. Und das mit dem Verbot ist einfach: Bier gibts erst ab 16, stärkere Getränke ab 18. Da steht das Gesetz hinter uns Eltern. Zum Spiel gehört, dass die Kinder sich nicht daran halten und wir so tun, als wüssten wir es nicht. Aber wenn alle ihren Alkoholkonsum im Griff haben und selten bis nie übertreiben – was solls?

  • Simon sagt:

    Da der leibliche Vater meiner Kinder (11,11) ein Alkoholiker war/ist, versuche ich nun den Kindern einen Gesunden Umgang mit Alkohol zu zeigen. Sie haben mich zwar auch schon mal ziemlich „Beschwippst“ geshen am hiesigen Feuerwehrfest, aber sie können halt auch sehen was passiert. Ich war im Übrigen, äusserst gut gelaunt und habe Spässchen mitgemacht, bei denen ich normalerweise steifer rüberkomme.
    Ergebnis ist, dass sie den Alkohol nicht verteufeln oder als Schlecht ansehen, sondern einfach nur als etwas, was Sie noch nicht trinken dürfen, was sie sogar verstehen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    natürlich. eine mutter darf doch alles in unserer schönen zeit der selbstverwirklichung ohne grenzen. nur zu! also ich persönlich finde bloss, dass der vater die verantwortung dann auch gleich sein lassen kann. prost!

  • fufi sagt:

    Nun denn, dürfen Väter kiffen und saufen?
    Oder Grossmütter und Grossväter?

    Das wär wohl eine echt schwierige pädagogische Situation.
    Aber vielleicht so als abschreckendes Beispiel?

    Es ist viele Jahre her, als ich eine 16jährige zur Kollegin sagen hörte, morgens um halb 7 am Bahnhof:
    Die Flasche Wein, wo ich mit meiner Mutter getrunken hab wär‘ ja noch gegangen.
    Aber der Joint drauf war echt zuviel!

    Und ja doch, das kümmert sie eigentlich nicht viel, die Mütter und Väter und Onkels und Omis, ob sie kiffen und saufen dürfen.
    Sie tun es nämlich einewäg, wenn sie Lust darauf haben!

  • mina peter sagt:

    Eltern müssen keine Heilige sein, aber sie haben Verantwortung. Noch immer ist mir eine Szene an einer Party in Erinnerung, lange bevor ich selbst Kinder hatte. Damals feierte eine Freundin ihren 30. Geburtstag in ihrer Dreizimmerwohnung. Als gute Gastgeberin und mangels eines Balkons liess sie überall rauchen, in jedem Zimmer war dicker Qualm, laute Musik und jede Menge Alkohol. Darunter war eine Mutter mit ihrem Baby auf dem Arm, abwechslungsweise eine Zigarette und eine Bierflasche in der Hand. Bis heute habe ich solche Eltern glücklicherweise nie mehr angetroffen.

  • Sabrina sagt:

    Eltern sollen ein gutes Beispiel abgeben. Das ist aber nicht die völlige Abstinenz, seien wir ehrlich. Ich wünsche mir für meine Kinder, dass sie einen „gesunden“ Umgang mit Alkohol, Rauchen und von mir aus auch Kiffen finden. Heisst, dass ich sicher nicht heimlich ein Bier trinke oder Ausflüchte erfinde, warum Papa am Sonntag einen dicken Schädel hat, nachdem er am Samstag in der Fussballkneipe gefeiert hat, oder mich künstlich empöre, wenn meine (bedeutend jüngeren) Cousins auf der Hochzeitsfeier hinter der Garage mit nem Joint erwischt werden.

    • Sabrina sagt:

      Ich rechne damit, dass mein Sohn so mit 16, 17 irgendwann mal mehr oder weniger angetrunken von Freunden heim kommt. Dass ich beim Waschen mal eine zerdrückte Zigarette in einer Jacke finden werde, oder wenns hoch kommt ein paar Krümel Gras. Und ich werde ihm sagen, dass ich Bescheid weiss, aber ich werde kein Drama veranstalten. Irgendwann werden die langsam erwachsen, und dazu gehört, dass man Erwachsenensachen ausprobiert, und zwar nach und nach, und nicht alles auf einmal.

  • tststs sagt:

    Mhmmm, mir fällt auf, dass hier wohl irgendwie zwei Dinge vermischt werden:
    1) der offene Konsum, also vor den Kindern (gerne auch in der wirklich süchtigen Form, zB Alkoholismus
    und
    2) der Konsum in Abwesenheit der Kinder (der ihnen u.U. auch verheimlicht wird)

    • Francesca sagt:

      Und was schliessen Sie nun daraus? Hintenrum ja, vornerum nein?

    • Francesca sagt:

      und was schliessen Sie nun daraus? Hintenrum ist ok, vornerum nicht? Und wie ist es dann mit dem Lügen?

      • tststs sagt:

        Ja, ich persönlich finde, man soll Kinder auch belügen dürfen. Was meine ich damit:
        Eltern sollen kiffen (dürfen), aber gegenüber ihren 6jährigen Kindern sollte schon der Slogan gelten „Drogen sind schlecht und du sollst die Finger davon lassen“
        Eltern dürfen die Welt für ihre Kinder in schwarz-weiss malen; das ist notabene auch ziemlich kindgerecht. Je älter die Kinder/Jugendlichen werden, desto mehr Grautöne dürfen ihnen zugemutet werden, resp. werden sie von ganz alleine entdecken…

  • Anh Toan sagt:

    Vor vier Tagen war hier was mit mehr Rock’n’Roll:

    Sind Keith Richards und Ron Wood schlechte Väter?

    Schämen sich deren Kinder für sie?

    Die Oma trinkt ihr Likörchen, Papi zieht sich seinen Sonntagsnachmittags Johnny rein und Mutti kommt kaum an einemm Glas Schampus vorbei: Wer will als Tennager Eltern, die als Pharisäer in der Gesellschaft leben?

    Wier wollen Teenager mit Eltern über Drogen reden, wenn sie glauben, ihre Eltern hätten davon keinen blassen Schimmer?

    • tststs sagt:

      „Schämen sich deren Kinder für sie?“
      Ich gehe noch einen Schritt weiter: es gehört zur gesunden Eltern-Kind-Beziehung, dass sich das Kind auch mal für seine Eltern schämt (gehäuft auftretend in der Pubertät) 😉

      • tina sagt:

        und dass sie sich schämen, dazu müssen wir uns nichtmal besaufen. wir können die bravsten, fleissigsten, gepflegtesten eltern sein, dann schämen sie sich eben deswegen. aber natürlich: kaputte eltern sind nun wirklich keine guten eltern, oder sagen wir: kinder lieben auch kaputte eltern, aber das ist eine tragische sache. zwischen einem gläschen wein und einem alkoholiker liegen aber viele welten

      • Francesca sagt:

        … wir schämen uns ja zuweilen auch für sie … 😉

      • Christoph Bögli sagt:

        Genau. Ist ja auch unvermeidlich. Gerade für pubertierende Kinder sind Eltern ja per se peinlich (und umgekehrt wohl auch..), da brauchts gar keinen Grund. Sind die Eltern locker, schämt man sich wegen der Lockerheit, sind sie bünzlig, schämt man sich wegen der Bünzlihaftigkeit, sind die Eltern da, schämt man sich ob ihrer Anwesenheit, sind sie weg schämt man sich wegen der Abwesenheit..alles ganz normal. Durch die Phase müssen sich halt alle durchschämen, irgendwann sind ja alle wieder vernünftig..

  • Francesca sagt:

    Wir sind Vorbilder, ob wir wollen oder nicht. Dies beantwortet auch die Fragestellung: wollen wir wirklich völlig cleane Kinder? Oder sollen sie lernen, Mass zu halten, mit Suchtmitteln umzugehen, den nötigen Respekt zu haben vor deren Gefahren? Ich denke, die Antwort ist einfach. Es sind ja regelmässig diejenigen Mädchen, die ungewollt schwanger werden, denen man zu verbieten versuchte, vor der Ehe Sex zu haben … Genau so ist es auch mit einem Bier oder einem Joint.

  • Rémy sagt:

    Wie kann man sich nur an Alkoholfreies Bier gewöhnen? Das ist ja abscheulich…

  • Teilzeitpapi sagt:

    „Wenn er bis 20 nicht raucht, trinkt und kifft, kriegt er 2000 Franken von mir.“ Interessantes Geschäftsmodell des Sohnes. Da gäbe es noch zig Variationen (hoffentlich liest er nicht mit). Wenn er sich bis 25 nicht umbringt, kriegt er ein eigenes Auto. Wenn er bis 23 keine Anabolika nimmt, 2’000 Franken. Usw. 😉 Ich habe zwar noch keine Teenies, versuche aber den Ansatz, den Kindern zu erklären, was gesund und was ungesund ist und dass sie selber krank werden. Was eine Herausforderung ist bei Sachen, die vielleicht erst nach vielen Jahren des Konsums krank machen.

    • tststs sagt:

      Nun ja, nur ist es leider so, dass bei Teenies mit Vernunft nicht viel zu erreichen ist, mit materiellen Gütern eben schon… das ist auch gar nicht schlimm und unsere Teenies sind deswegen nicht seelenlose Konsumzombies, aber in dieser Phase ein probates Mittel…

      • Teilzeitpapi sagt:

        Also wenn man einem Teenie sagen würde „ich finde rauchen nicht gut, aber wenn Du unbedingt willst, dann mach Dich mit Zigaretten kaputt, Du wirst später in Deinem Leben möglicherweise darunter leiden, nicht ich“, dann funktioniert das überhaupt nicht? Schade, lässt sich wahrscheinlich ein Besuch mit Teenies in der Spitalabteilung, wo die Lungenpatienten abröcheln, nicht arrangieren. Bei Raucherlungenbildli lässt sich leichter verdrängen, dass der Lungenbesitzer es nicht lustig gehabt haben wird.

      • tststs sagt:

        Ich bringe ihnen ein anders Beispiel:
        Wenn ich meinen Schülern sage (Teenies im besten Alter): „Ihr macht diese Aufgaben nicht für mich, sondern für euch und eure Zukunft“ dann vermag das die Motivation nicht zu steigern.
        Wenn ich aber sage: „Sobald die Aufgaben gelöst sind, dürft ihr nach Hause gehen“ macht es schwuppschwupp und plötzlich sitzen alle konzentriert an der Arbeit 🙂
        Und solche krassen Präventionsmassnahmen gibt es schon, aber auch dort stellt sich im Teenageralter nicht automatisch Vernunft ein (was gaht mich das ah, das cha mir eh nöd passiere…)

      • Sportpapi sagt:

        Für euch und eure Zukunft ist halt vielleicht nicht so einsichtig. Zumal es ja auch häufig nicht stimmt…

      • Franz Vontobel sagt:

        TZ, können sie sich nicht an ihre Teenager-Zeit erinnern? Man ist unsterblich und wird eh nie alt (also 30 oder noch greisenhafter).
        Vernunft? Muahaha – erlauben sie, dass ich laut lache!

  • Johanna sagt:

    PS: vielleicht bin ich prüde erzogen worden aber es würde mich echt stressen, mir meine Mutter mit einem Joint in der Hand vorstellen zu müssen. Auch wenn’s nur 3 Mal im Jahr ist. Ist einfach nicht cool, basta! Und ich glaube, den meisten Kids geht’s so. Ist doch peinlich wenn die ein Gspänli nach Hause bringen und die Mutter beginnt einen Joint zu rauchen. Eltern mögen vielleicht denken, sie seien lockerer als die Bünzlis wenn sie Bier „saufen“, rauchen und Drogen nehmen. Sorry, ihr coolen Eltern, eure Kids wollen nun mal nicht diese Art von Coolness.

    • Peter Steiner sagt:

      @Johanna: nicht jeder hat langweilige und bünzlige Kinder 😉

      • Ora sagt:

        Wenn die Kinder nicht „langweilig“ und „bünzlig“ sind, wie du so schön sagst, ist es noch schlimmer, dann machen sie es nämlich selber…

    • Christoph Bögli sagt:

      Das ist meist weniger eines Frage des „ob“, sondern eher des „wie“ – insbesondere auch, wie die Eltern mit solchen Substanzen umgehen bzw. darauf reagieren. Seltsame Verhaltensweisen bis hin zu Ausfälligkeiten sind natürlich problematisch, aber Eltern, die ab und zu mal einen Joint rauchen oder eine Flasche Wein trinken und so weit normal bleiben, sollten nun wirklich keine Belastung für ein Kind sein. Oder dann müsste man wohl eher die Kleinkariertheit des Kindes hinterfragen. Wenn Kinder von Eltern erwarten, dass diese sich wie Heilige verhalten, ist das so weltfremd wie umgekehrt..

    • Pedro sagt:

      Ach was, das ist den Kindern doch eigentlich egal, sie wollen sich nur nicht schämen müssen vor anderen Kindern. Das einzige was Kids wirklich nicht wollen, ist die Eltern beim Sex sehen wenn sich beide richtig gehen lassen. 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        Sex??? Das wird ja immer besser! Alkohol trinkende und kiffende Eltern, das ist schon schlimm genug aber Eltern die Sex haben..! Was geben denn die für ein Vorbild ab!

  • Heidi sagt:

    Es ist ganz einfach. Erziehung ist Liebe und Beispiel. Sonst nichts. Das ist wohl die Antwort auf diese Frage.

  • Johanna sagt:

    Ich halte es in schöner Erinnerung, dass mein Vater immer am Samstag Abend eine feine Flasche Wein aus dem Weinkeller holte wenn meine Mutter etwas Spezielles kochte. Dass meine Mutter aber in meiner Kindheit rauchte, sich nach dem Essen eine Zigarette anzünden musste und danach stank, habe ich in fürchterlicher Erinnerung. Es „gruuste“ mich vor ihr. Daher: natürlich ist ein Glas Wein ok, die Kinder bekommen ja mit, wenn die Eltern einen gemütlichen Abend verbringen. Die Mutter mit einem Bier nach dem Anderen und Zigi im Mund am Kochherd stehen, maybe not!

  • tststs sagt:

    Ich glaube, im Kern dreht es sich um eine gaaaaanz andere Frage:
    Dürfen Eltern heuchlerisch sein?
    Dürfen sie „Dinge machen“, die sie a) ihren Kindern verbieten oder sogar b) vor ihren Kindern ebenfalls die Empörten geben…

    Ich bin hier dezidiert für ein „Ja“! Denn in meinen Augen ist „Eltern“ nur ein Teil einer Person, sie ist immer auch noch Mann/Frau/Sportler/Geniesser/Arbeiter/etc. Aber es ist klar, dass nicht alles – so von wegen Autorität und so – für die Kinder bestimmt ist…

    • Anh Toan sagt:

      @tststs: „Dürfen sie “Dinge machen”, die sie a) ihren Kindern verbieten….“

      Dürfen sie meines Erachtens nicht: Sie dürfen aber saufen und kiffen, und den Kindern raten, dies nicht zu tun. Den Kindern irgendwas zu verbieten, mit Sanktionsdrohung wie Taschengeldentzug, Ausgangssperre oder gespielter Empörung was man selber tut, ist hypokrit.

      Vertrauen ist Basis jeder Beziehung, mit Heuchelei schafft man kein Vertrauen.

      Hochzeiten werden mit Kinder besucht, je nach Kulturkreis gehören Alkohol, Ha sch oder Opi um (Indien) dazu. Es gibt keine Party ohne Drogen, Menschen sind so.

      • tststs sagt:

        „Den Kindern irgendwas zu verbieten…was man selber tut, ist hypokrit“
        Und was ist zB mit
        – Auto fahren?
        – Schlafenszeiten?
        – Altersfreigabe bei Filmen?
        – Kleidung?
        Vertrauen ist wichtig, aber im Kindesalter vertrauen sie auf einen Fels in der Brandung, der so ist wie er ist… nicht jemand, der sein Verhalten ständig relativiert.
        Entweder „Alk ist verboten“ oder „Alk ist erlaubt“… aber Aussagen wie „ja, wenn ein Fest ist, dann darf man etwas mehr, zu Hause am Wochenende etwas weniger, alleine gar nicht“ verwirren Kinder (also ca u10) mehr, als dass sie nützen…

      • tststs sagt:

        Ich persönlich finde eben, man kann gar nicht anders als Eltern, als manchmal auch ein bisschen heuchlerisch sein… und ich finde das absolut okee… auch das ist authentisch.

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde heuchlerisch nicht authentisch. Und ich kann sehr wohl variable Regeln kommunizieren. Zum Beispiel bei unseren Kindern bezüglich Cola-Konsum. Mal finden wir es für einmal ok, mal nicht. Und wir können es meist auch erklären, wie wir auch Vorschriften zu den oben aufgeführten Punkten erklären können. Externe Regeln (Altersfreigaben, Alkohol), andere Bedürfnisse (einsichtig: Schlaf), usw. Und notfalls kann man sogar mal nachgeben, wenn eben eine Vorschrift mehr aus Gewohnheit als aus einsichtigen Gründen passiert.

      • tststs sagt:

        Mhmmm, hatten Sie nicht auch den Moment der Einsicht, SP, wo sie gemerkt haben, dass auch Ihre Eltern nur Menschen sind? Je älter ich wurde, desto „menschlicher“ wurden meine Eltern, die waren ja gar nicht so brav und perfekt, wie ich als Kind immer gedacht habe 😉
        Und dazu gehört auch, dass ich gewisse Tricks (angewandte Heuchelei) durchschaut habe, zb den Samichlaus oder den Satz meiner Mutter „ich gsehne alles“ (heute weiss ich, dass sie eben nicht allsehend war, aber ziemlich gut vernetzt mit den anderen Eltern)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich mag mich nicht an einen solchen Moment der Einsicht erinnern. Aber für uns war immer klar, dass für sie als Eltern andere Regeln gelten wie für uns. Und dass Regeln in der Regel begründet werden mussten, was auch zu gewissen Diskussionen und zum Teil auch Regeländerungen führte.

      • Anh Toan sagt:

        @tststs

        Wenn Sie verbergen, dass Sie tun, was angeblich verboten ist, lernen die Kinder: Man tut, was verboten ist, halt im Versteckten und dann ist es OK.

  • Lia sagt:

    herrjeh.. es kommt doch wie bei allem aufs Mass an. Ich rauche und kiffe nicht, aber ich höre sicher nicht damit auf, dann und wann mal ein Bier zu trinken, bloss weil es meinen Kids nicht passt. Solange man sich nicht dauernd besäuft, sondern ein Bierchen zum Genuss trinkt.. und wieso muss hier immer nur die Mutter hinhalten, der Vater darf das alles unbesehen, oder wie?

  • Sandra sagt:

    Ja klar darf sie !!! Mir gehen diese total korrekten, völlig perfekten, über besorgten, ober stolzen, immer Vorbild sein, nie streiten oder fluchen…… Helikopter- Eltern so was von auf den Geist und finde sie todlangweilig. Besonders wenn sie dann noch tadelnde oder abwertende Blicke an Eltern austeilen, welche ihren ehrbaren Ansprüchen, wie sie finden, nicht genügen. (PS: auch ihre 9x klugen, alles besser wissende Zöglinge sind der Horror).

  • Joaquin sagt:

    Aber hallo! Was soll denn die ganze Moralisierung hier in diesem Artikel und den Kommentaren? Ist doch toll, aus sich herauszukommen, manchmal ein bisschen zuviel trinken und wenn einer oder eine will, mal kiffen. Man muss das ja nicht täglich machen! Ich denke, unsere Kinder sollen lieber beginnen, sich selber zu entscheiden, selber zu denken. Ich bin Ende 30, habe zwei Kinder und habe immer noch hin und wieder meinen Spass (Ja, Spass MIT Alkohol – ist nämlich nicht dasselbe, mit oder ohne). Ich möchte meinen Kinder nicht die Chance nehmen, mal die Sau rauszulassen und zu leben!

  • Teilzeitpapi sagt:

    Natürlich dürfen Mütter saufen und kiffen. Sollte das nicht vereinbar sein mit Art. 296 ZGB und folgende (z.B. Art. 301 ZGB), so kommt Art. 307 ZGB ins Spiel. Im schlimmsten Fall kommt es zur Anwendung von Art. 310 ZGB. Es ist also nicht nur die Frage, was Mütter dürfen, sondern auch, was die Folgen sind. Natürlich wird das Thema nur relativ harmlos angeschnitten, aber es gibt genügend Kinder, die massiv unter elterlichem Alkohol- und Drogenkonsum leiden. Nur will das niemand wirklich sehen. Immerhin gäbe es heute viele Anlaufstellen (aber meist unerreichbar für die Kinder selbst).

  • Jinxy sagt:

    Als erwachsenes, aber noch immer leidendes Kind einer versteckt trinkenden Mutter sage ich: NEIN. Niemand kann nur im entferntesten nachvollziehen, welchen Horror das für ein Kind bedeutet.

    • Franz Vontobel sagt:

      Es liegt eine ziemliche Bandbreite zwischen „sich ein Bier/Glas Wein gönnen“ und Alkoholismus…

      • René sagt:

        Sehe ich auch so. Meine Mutter war auch Alkoholikerin. Bei mir hat das bewirkt, dass ich zumindest bis ins Alter von 24 Jahren keinen Alkohol getrunken habe.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Genau. Wer säuft schon ein Bier/Glas Wein? Die Bandbreite zwischen „sexy“ Titel und bravem Inhalt ist auch gross. Je nach Lust und Laune geht man auf den Titel oder den Blog-Inhalt ein. 😉

      • Mike sagt:

        Die Grauzone ist tatsächlich gross, und je mehr man selber trinkt, desto grösser wird Sie.
        @ Jinxy und @ René
        Wir können das nachvollziehen weil wir das selber miterlebt haben. Bei mir war’s der biologischer Vater (mittlerweile an den Folgen gestorben) sowie der Stiefvater, obwohl bei ihm „kontrollierter“. Opa auch
        Meine ältere Schwester trinkt kaum, aber ich habe trotzdem angefangen ab 15 richtig zu trinken, und mache es heute noch. Bin kein Alkoholiker, und passe auch auf (sowie meine Frau!) dass es mich nicht in die Richtung zieht.
        Es soll übrigens sogar ein Sucht- oder Alkohol-Gen geben…

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Mike

        Passen Sie auf sich auf: die Grenzen zu Alkoholismus sind sehr dünn und schnell überschritten. Ich trinke zum Beispiel nie, wenn ich alleine bin, mit oder ohne Kinder, denn würde ich dann 1 Glas trinken, wäre danach die ganze Flasche leer.

  • M.S. sagt:

    Meine Mutter hat seit ich mich erinnern kann getrunken und geraucht. Ich habe dies jeden Tag und jeden Abend mitbekommen und mehrere sehr unschöne Momente erlebt.
    Nun bin ich eine junge Erwachsene. ich rauche nicht und ich geniesse Alkohol in einem sehr kleinem Masse, weil es für mich so stimmt.
    Das einzige, was im Nachhinein schmerzt ist die Einsicht, dass meine Mutter nicht bereit war, die Verantwortung und die Vorbildfunktion für uns Kinder wahrzunehmen. Ich verstehe nicht, dass eine Mutter/ein Vater seine derartigen Bedürfnisse über das Wohl des Kindes stellen muss.

    • Lia sagt:

      es geht hier nicht um ALKOHOLIKER, sondern um Mütter, die gern mal eine Flasche Bier trinken. Was soll daran falsch sein? Wieso muss die MUTTER damit aufhören, und das gesamte weitere Umfeld, Vater, Grosseltern etc, dürfen machen, was sie wollen? Meine Eltern haben sich früher auch mal einen Whisky gegönnt, ich habe es mit 16 mal versucht und fands gruusig – meine Freundin, deren Eltern NIE getrunken haben, war früh Alkoholikerin, weil es was Verruchtes hatte, zu trinken.

    • semmelweiss sagt:

      @M.S.: Ein Süchtiger hat keine Bedürfnisse, die er einfach abstellen kann, er geht seinen Süchten nach. Diese Sucht ist stärker als sein Wunsch, Verantwortung und Vorbildfunktion für ein Kind zu übernehmen. Das hat nichts mit „nicht wollen“ zu tun – wer vom „Wohl des Kindes“ spricht, muss erst mal seine eigene (auch geistige und psychische) Gesundheit in den Griff bekommen, dies sollten Sie angehen, dafür gibt es Therapeuten.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ semmelweiss

        Ihre Bemerkungen sind eine Frechheit! Süchtige haben sehr wohl die Möglichkeit, sich ihren Süchten zu stellen, aber dafür müsste man sich am Riemen reissen und das ist sehr unbequem, nicht wahr?

      • Muttis Liebling sagt:

        Formal wissenschaftlich gibt es einen grossen Unterschied zwischen Sucht und Abhängigkeit. Der Süchtige sucht die Droge, der Abhängige wird von der Droge gesucht. Süchtig sind heutzutage fast alle Menschen, nur nach den akzeptierten Drogen Erfolg, Schönheit, Gesundheit, usw.
        Abhängig sein ist das soziale Damoklesschwert. Da hilft bisher kein Therapeut, 5- Jahres- Heilungsrate bei Alkoholabhängigen < 5%. Aber das ist nicht Thema des Blogs.
        Ohne Abhängigkeit trinken, rauchen, kiffen darf jeder, auch vor Kindern. Nur nicht abhängig werden, denn dann ist man eine intherapente lebende Leiche.

  • Charles sagt:

    Bis jetzt hat niemand das Wesentliche zur Sprache gebracht: Das wirklich widerwärtige, üble und von miesem Charakter zeugende Verhalten ist das Rauchen in Anwesenheit der Kinder. In der Wohnung, im Tramwartehäuschen, im Auto. Wer das tut, legt eine Rücksichtslosigkeit und Gewalttätigkeit an den Tag, die ihn sofort für jegliche Erziehungsarbeit disqualifiziert. Es sei denn, er ist ein ungebildeter, armer Tropf, der irgendwo als Hilfslatrinenleerer aufgewachsen ist. Dann kann man sein Verhalten entschuldigen, weil er es nicht besser weiss.

    • Adrian Wehrli sagt:

      … das selbe gilt für Nägel lackieren, furzen und Haarspray in der Gegenwart der Kinder.

      • Johanna sagt:

        Könnten Sie mir eine Studie schicken, welche Furzen mit dem plötzlichen Kindstod, Lungenkrebs und Frühgeburten in Verbindung bringt? Alles beim Rauchen Hundertfach wissenschaftlich nachgewiesen…..

      • Teilzeitpapi sagt:

        Och, aber nicht jeder Kindstod wird mit Zigarettenrauch etwas zu tun haben so wie auch nicht jeder Raucher an Lungenkrebs stirbt (und auch Nichtraucher daran sterben). Also alles nicht so schlimm lautet jeweils die Botschaft solcher Argumentationen. 😉 Spannend wird es nun z.B. bei zuckerhaltiger Kinderernährung (für die auch die Eltern verantwortlich sind). Wenn es stimmt, mit welchen Erkrankungen hoher Zuckerkonsum (den natürlich niemand hat) in Verbindung gebracht wird, dann ist wohl ähnlich ungesund für das Kindeswohl wie Passivrauchen.

      • Johanna sagt:

        Nachgewiesen ist, dass bei 9 von 10 Säuglingen, die am plötzlichen Kindstod sterben, Nikotin im Blut ist. Dies wird nur nicht an die grosse Glocke gehängt, weil die Wahrheit schwer zu ertragen ist. Nikotin während der Schwangerschaft und Passivrauch in der Säuglingsphase verändert wesentliche Funktionen wie Atmung, Aufwachreaktion etc. Das kann man schönreden wie man will

    • Mike sagt:

      „Das wirklich widerwärtige, üble und von miesem Charakter zeugende Verhalten ist das Rauchen in Anwesenheit der Kinder“.
      Ich bin damit voll auf Ihrer Seite, aber ich staune immer wieder wie sich diese Haltung in den letzten 30 Jahren umgeschlagen hat, obwohl besser spät als gar nicht. Ich habe nur als Teenager in den 80ern einige Zigis und Joints geraucht, aber wurde als Kind in dern 70ern täglich mit Rauch konfrontiert, ob im Auto, Wohnzimmer, Sportclub, einfach überall. Und die Geburtstage mit 10-20 rauchenden Erwachsenen durch das ganze Haus, übel, aber damals „normal“.

      • Johanna sagt:

        Tatsache ist, dass 9 von 10 Säuglingen die am plötzl. Kindstod sterben Nikotin im Blut haben. Rauchen während der Schwangerschaft und Passivrauch verändern wichtige Funktionen im Gehirn wie Atmung, Aufwachreaktion etc. Wer heute noch sagt, dass Zigarettenrauch dem sich entwickelnden Säugling nicht schadet ist einfach ignorant und egoistisch. Tut mir leid.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Danke Johanne und Charles. Sie bringen es auf den Punkt

  • Flo sagt:

    Darf eine Mutter kiffen und saufen?
    Allein die Frage ist schon krank!
    Selbstverständlich: NEIN!!
    Wollen und sollen Eltern als Vorbilder für ihre Kinder fungieren, sollten sie das auch ernst nehmen.
    Schon heute sieht man im täglichen Leben die Auswirkungen/Auswüchse einer nicht existierenden Erziehung. Wenn Kinder nicht vorgelebt bekommen wie man sich in einer zivilisierten Welt miteinander umgeht dann kann daraus nicht werden.
    Gute Erziehung würde allen, auch den Kindern, das Leben erleichtern.
    Wenn man sich aber ernsthaft solche Fragen stellen will, dann liegt etwas sehr im Argen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich möchte aber Vorbild sein als Mensch, mit all seinen Stärken und Schwächen. Und nicht als Idealbild, dem die Kinder nacheifern sollten. Ich glaube auch nicht, dass das schliesslich gut kommt.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Volle Zustimmung. Wenn aber zu meinen Schwächen gehört, dass ich einige Zeit komatös vor mich hindämmere und in dieser Zeit nicht die Verantwortung für kleine Menschen wahrnehmen kann, die ich aber habe, dann sollte ich entweder keine Kinder haben oder mir diese Schwäche als etwas sehr Negatives eingestehen und dringend Hilfe suchen, um diese Schwäche zu beheben.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, TZ, das ist jetzt aber ziemlich heftige Kost. Wenn von Schwipps gesprochen wird, vielleicht auch Lallen, ist komatös doch noch weit weg. Und gleichzeitige Verantwortung für die Kinder ebenfalls eher nicht gegeben. Ausser Sie gehen davon aus, dass man jederzeit, auch mitten in der Nacht, noch mit dem eigenen Auto in den Notfall fahren muss…

      • Lia sagt:

        Sportpapi, eben nicht. Wenn die Eltern nicht trinken und rauchen, sehen die Kids die neg. Folgen nicht und sind viel eher versucht, es mal zu probieren. Mein Sohn trinkt lieber bewusst mit mir mit 15 sein erstes Bier, als dass er sich mit 16 mit Freunden die Birne zusäuft-

      • Teilzeitpapi sagt:

        @Sportpapi: Es mag etwas überzeichnet sein von mir. Aber unter „saufen“ verstehe ich nicht zivilisiertes Alkohol geniessen in Massen mit evtl. leichtem Schwipps. Und nehme den Blogbeitrag zum Anlass, mal auf diese Kinder aufmerksam zu machen:

        ZITAT:
        Gemäss einer «eher konservativen» Schätzung von Sucht Schweiz wachsen mehrere Zehntausend Kinder und Jugendliche mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Dennoch sind die betroffenen Kinder im schweizerischen Hilfesystem ein «blinder Fleck». Selbst wenn sich ihre Eltern in Behandlung begeben, fragt nach ihnen meist niemand.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Dabei leiden sie mitunter genauso, wenn nicht sogar noch stärker als die Alkoholkranken selbst, unter der Situation.

        Scham, Stress, Leid, Schuldgefühle, Einsamkeit und nicht selten auch Gewalt prägen ihre Kindheit. Die Prognosen sind bedrückend: Viele werden verhaltensauffällig, haben Lernprobleme und drohen zu verwahrlosen. Im Vergleich zu «normalen» Kindern haben Kinder von Alkoholikern zudem ein bis zu sechsmal höheres Risiko, später selber in die Sucht abzurutschen.
        ZITATENDE (Beobachter: „Alkoholismus Mein Papi, der Säufer“, aber es gibt auch Säuferinnen).

      • Teilzeitpapi sagt:

        Zehntausende betroffene Kinder, konservativ geschätzt, finde ich jetzt nicht gerade ein Randphänomen. Einerseits das Leid der Kinder und Familien, andererseits die langfristigen Kosten für Staat und Gesellschaft… Und erinnere mich an meine späte Jugendzeit, als ein Kollege mal zugab, dass er nicht wisse, ob er mal ein Wochenende ohne Alkohol sein könnte (unter der Woche trank er wenig bis nichts, wenn ich mich richtig erinnere). Viele Abhängige haben selbstverständlich im Selbstbild alles im Griff.

      • Sportpapi sagt:

        @TZ: Weshalb erklären Sie mir das? Oder anders: Wäre das das Thema, müsste es dann nicht eher heissen: „Darf ich als Mutter chronisch krank sein?“ Oder: Muss ich als süchtige Mutter in den Entzug?

      • Teilzeitpapi sagt:

        @Sportpapi: Ich habe fast den Verdacht, dass diese Ungenauigkeit von Frau Fischer gewollt ist. Von „Dürfen Mütter trinken, rauchen oder kiffen?“ verstehe ich „trinken“ als „sie trinkt“, „sie ist eine Trinkerin“, was man von einer Mutter, die zwischendurch ein Gläschen geniesst, wohl nicht sagen würde. Das gleiche im Titel. Dazwischen der harmlose Umgang mit Alkohol von Frau Fischer. Vielleicht war der Text zu bieder und musste mit saufen und trinken aufgepeppt werden.

      • Flo sagt:

        Auch ich wollte/will von meine Kinder/Enkelkinder als Mensch erkannt werden. Und zwar als Mensch mit Schwächen, der aber in der Lage war/ist seine Schwächen zu beherrschen. So fiel es mir leicht einzugestehen das ich d i e Zigarette nach dem Essen noch Jahre nachher immer noch schmerzlich vermisse. Und das ich zum Essen heute noch gerne einen Schluck Wein trinke, einen Schluck, eine Glas, wohlgemerkt und das ich aus bestimmten Gründen nicht mehr zu mir nehme! Das können selbst noch kleine Kinder verstehen und nachvollziehen.

      • Sportpapi sagt:

        @FLO: Das ist ja noch perfekter. Eine Frau, die all ihre Schwächen im Griff hat. Und das genauso vorlebt und sicher auch immer wieder erklärt. Horror!

    • René sagt:

      Das mit dem Vorbild ist so eine Sache und die ist mir zu einfach. Sie besagt nämlich, in ihrer simpelsten Ausprägung, dass wenn Mama und Papa nicht trinken und nicht rauchen, die Kinder das dann später auch nicht tun. Der umgekehrte Fall gilt dann selbstverständlich auch! Nur funktionieren Kinder im Speziellen und Menschen im Allgemeinen nicht so. Ich sehe es in meiner und in anderen Familien. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen im Leben und ich denke es ist eine Illusion zu glauben, dass wenn Mama und Papa fleissig jeden Sonntag in die Kirche gehen, die Kinder das später dann auch tun.

      • Sportpapi sagt:

        Aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder ebenfalls in die Kirche gehen, ist deutlich höher als wenn sie niemals da waren…
        Mit dem Alkohol: Wenn de Eltern rauchen, werden die Kinder es mit höherer Wahrscheinlichkeit auch tun, als wenn zu Hause nie geraucht wurde. Ausser das Rauchen – oder eben übermässiger Alkoholkonsum – wurden vom Kind als störend empfunden. Dann gibt es vielleicht eine Reaktion genau in die andere Richtung. Dafür braucht es aber wohl schon gewisse Exzesse.

      • Kathy sagt:

        Volle Zustimmung René. Meine Eltern sind Nichtraucher und trinken pro Jahr vielleicht eine Flasche Wein. Ich selber habe sehr früh angefangen zu rauchen, kiffen und viel zu trinken. Das Saufen lasse ich nun, mit den Raucherwaren kämpfe ich. Nach Flos Theorie wäre das heute anders, schade funktioniert es so nicht..

  • tina sagt:

    warum dürfen erwachsene sich berauschen und teenies nicht? weil das gehirn in der entwicklung massiver geschädigt wird und teenies mangels lebenserfahrung mit räuschen weniger gut umgehen können, und es leicht zu echt gefährlichen situationen kommen kann. beispiel rausch und strassenverkehr und jugendlicher, hormonell und gehirnumbautechnisch begründeter leichtsinn

  • Lala sagt:

    Uii, und wie gross die Enttäuschung wenn die Kids irgendwann erfahren, dass wir gar nicht so perfekt sind wie wir immer getan haben. Eine permanent bekiffte und betrunkene Mutter ist ganz klar inakzeptabel. Nur wir sprechen hier ja nicht von abhängigen, kranken Menschen. Eine Mutter hingegen die in der Regel ein „normales“ Vorbild ist, darf auch mal Spass haben und über die Stränge schlagen. Die Kids werden das schon richtig einordnen können. Ganz schlimm finde ich dieses „Versteckte“ ich bin Nichtraucher, denn ich tue es nur heimlich? Auch da sind wir Vorbild…

    • Teilzeitpapi sagt:

      Auch mal über die Stränge schlagen = nicht permanent, aber zwischendurch bekifft und betrunken sein. Und während die Mutter ihren Rausch ausschläft versucht das kleine Kind, das kompetent mit der Situation kooperiert („aha, Mama kann nicht zu mir schauen, muss ich die Dinge selbst in die Hand nehmen“), selbst zu kochen, selbst zu baden oder sonst was. Falls es ganz, ganz dumm läuft kann die Mutter ihr Kind nachher im Notfall oder auf dem Friedhof besuchen. Oder wird von Feuerwehrleuten geweckt.

      • Lala sagt:

        Lieber Teilzeitpapi
        Ihnen hätte ich jetzt mehr Differenzierung zugetraut. Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt.
        Es ist nicht ok, wenn Kinder unter welchen „Ausrutschern“ auch immer wir begehen leiden. Ich lass ja auch kein Kleinkind mit einem Hund alleine, mit einer Kerze, in der Badewanne usw.
        Wenn meine Teenagertochter mich mal erlebt wie i h zwei Gläser Wein getrunken habe ist das kein Problem. Wenn ich mein Kind nicht mehr versorgen kann ist das verwerflich. Wenn jedoch eine Mutter zu tief ins Glas heschaut hat und Papi nüchtern ist und sich um den Nachwuchs kümmert.

      • Lala sagt:

        Wichtig ist das wir unseren Kindern gute Vorbilder sind. Es gibt Menschen die lehnen Alkohol ganz ab, ok wenn sie dies konsequent vorleben. In unserer Familie lehnen wir „Komasaufen“ und Alkohol als Trostpflaster für Sorgen ab. Für uns ist ein Glas Wein ein Genussmittel welches nicht vor den Kids versteckt wird. Auch wissen sie, dass wir in jungen Jahren geraucht haben. Die Grossen sind nun im Alter wo sie längst nach Gesetz Alkohol trinken dürfen. Betrunken mit Erbrechen kennen beide nicht.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Dann verstehen wir uns. 🙂 Es ist schon ein grosser Unterschied, wie alt die Kinder sind.

      • mila sagt:

        Danke für Ihren ehrlichen Einblick, Tamar. Sie sind eine starke Persönlichkeit, die gute Gründe dafür hat das zu tun, was sie tut.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Rauchende Eltern sind ein schlechtes Vorbild für ihre Kinder, also rauche ich nicht vor Kindern. Mein Kontingent pro Jahr beträgt 20 Zigaretten, davon habe ich dieses Jahr schon 13.5 geraucht. Für meine Kinder bin ich Nichtraucherin und das wird auch so bleiben.

    Mit den Alkohol halte ich es so, dass es gern einmal ein paar Gläschen Rotwein sein darf, aber nur an Familienfesten oder wenn Besuch da ist. Grössere Mengen Alkohol trinke ich höchstens an der Chilbi und Fasnacht, wenn überhaupt und NIE im Beisein meiner Kinder.

    • tina sagt:

      warum dürfen die kinder nicht wissen dass es 20 zigis pro jahr sind? ich denke, da darf man sich offiziell nichtraucher nennen. ich finde das gar kein übles vorbild.

    • Flo sagt:

      – Grössere Mengen Alkohol trinke ich höchstens an der Chilbi und Fasnacht,
      – habe ich dieses Jahr schon 13.5 geraucht. Für meine Kinder bin ich Nichtraucherin
      was für eine beschissene/verlogene Moral!
      Und dann wundert man sich wenn Kinder genau so „locker“ mit der Wahrheit/Realität umgehen!

      • Mike sagt:

        @Flo
        „was für eine beschissene/verlogene Moral!“
        Was ist das denn für eine Bemerkung. Wenn jemand nur 20 Zigis IM JAHR raucht, ist man in meinen Augen auch nicht-Raucher. Die durchschnittliche Menge einer rauchenden Person geht ja wohl eher in Richtung 10-20 AM TAG. Dann sind die 20 im Jahr wohl vernachlässigbar, oder meinen Sie nicht? Und ob man die Menge dann überhaupt erwähnen muss…
        @ Tamar: Damit das klar ist – Sie sind also extrem zurückhaltend und diszipliniert betr. rauchen und trinken. Ich habe bisher noch keine wie Sie kennen gelernt :o)

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Flo

        Ja, da ist der Erzeuger meiner Kinder ein viel besseres Vorbild: 2-3 Päckli täglich, flucht über alles und jeden wie ein Bierkutscher, jammert ständig wie alle anderen ihm Böses wollen und wenn er im Ausgang besoffen war, dann erzählt er das noch voller Stolz meinen Kindern. Ist dann zwar ehrlich, aber ob es für Kindererziehung Sinn macht? Wie toll würden Sie es denn finden, wenn Ihre 3 oder 4 jährigen Kinder mit Farbstiften im Mund herumlaufen und verkünden, dass wenn sie gross sind, sie Raucher werden möchten?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ich möchte mit meinem Verhalten einfach Gegensteuer geben, zu dem was mein Exmann meinen Kindern vorlebt. Ein Versager halt. Woher soll ich wissen, ob meine Kinder -wenn sie denn erst auf den Geschmack gekommen sind- sich auch so zurückhalten können oder halt doch gleich süchtig werden?

        Nennen Sie meine Moral beschissen und verlogen; jedenfalls gebe ich alles um meinen Kindern ein Vorbild zu sein und lasse mich nicht gehen aus Egoismus und Gleichgültigkeit.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Mike

        Danke für Ihr Kompliment. Das gibt mir die Bestätigung, dass ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Diese Disziplin ist für mich nicht einfach, da ich in hohem Masse suchtgefährdet bin aus verschiedenen Gründen.

  • mila sagt:

    Die Kinder waren empört, und das noch zu recht… Frau F, ich schätze Ihre Beiträge grundsätzlich, aber bei diesem hier frage ich mich: werden Sie sich von ihren Kindern irgendwann einmal auch vorschreiben lassen, was Sie zu tragen und wie Sie sich zu verhalten haben?

    Das Reiben an Unzulänglichkeiten ist es, was Jugendliche brauchen. Nicht im vorauseilenden Gehorsam einknickende ‚Vorbilder‘. Echte Menschen halt. Und zum nicht rauchen/kiffen/trinken bis 20: ich weiss nicht, ob ich mir das in geballter Ladung als Mutter wünschen würde…

    • plop sagt:

      Ja, da gehts mir ähnlich. Ich möchte eigentlich während meines ganzen Leben (auch als Mutter) das Gefühl haben, selber entscheiden zu können was ich tun und lassen soll. Das ist mit Kindern ja eh nicht ganz einfach….
      Am Vertrag stört mich das Belohnungssystem. Ausserdem, was ist nachher?

    • Sportpapi sagt:

      Kinder sind zu recht empört, weil man von ihnen auch anderes erwartet. Das heisst aber nun nicht, dass man sich deswegen in Grund und Boden schämen müsste.

    • mila sagt:

      Zu Recht? Haben denn Kinder/Jugendliche dieselben Rechte wie Erwachsene – ich würde meinen nein, und das darf man ihnen gelegentlich auch verklickern. Mit guter Begründung verstehen sie es. Ob sie sich daran halten, wenn keine Erwachsenen da sind, ist eine andere Frage. Die besten Chancen hat man wohl, wenn man sie ehrlich und ohne Hysterie über die Gefahren von übermässigem Alkohol- oder Haschischkonsum aufklärt. Probieren werden es die meisten früher oder später sowieso – so wie wir es auch getan haben.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Kinder haben ein ausgeprägtes Gerechitkeitsempfinden. Deshalb melden sie zu recht, wenn die Regeln, die ihnen vermittelt werden, für die Erwachsenen nicht gelten. Es ist Sache der Eltern zu entscheiden, wo eine Differenz gerechtfertigt ist.

      • mila sagt:

        Sehen Sie, ich würde es in diesem speziellen Fall wie Tina mit der Erklärung versuchen, dass Alkohol sich auf ein noch nicht fertig entwickeltes Gehirn anders auswirkt als bei Erwachsenen. Siehe auch Susis Kommentar bzgl. Synapsenausbildung. Jugendliche sind verständig, wenn man sie ernst nimmt und sich mit ihnen auseinandersetzt. Erklärungslose Verbote oder eben Verheimlichung(en) halte ich nicht für Erziehung. Letzteres sogar für ein Umgehen von Erziehung: um ein elterliches (Schein-)deal zu wahren, dem man in Tat und Wahrheit nicht entspricht. Und das werden die Kinder (heraus-)spüren.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, mila. Einmal mehr sind wir einig.

      • Franz Vontobel sagt:

        Also „saufen“ tönt für mich nicht nach Feierabendbier, Glas Wein oder beschwipst sein – „saufen“ tönt nach Alkfahne, torkeln und lallen und Filmriss – falls es um letzteres geht: dürfte dem verständigsten Kind nicht ganz einfach zu vermitteln sein, weshalb das jetzt völlig unproblematisch sein soll…

      • mila sagt:

        Ein Säufer ist gemäss meiner Auffassung ein regelmässiger Trinker. Aber darum ging es mE in diesem Bericht nicht, da hat sich die Autorin mit der Überschrift selbst einen Bärendienst erwiesen. Zumindest wenn es sich bei ihrem ‚tüchtigen‘ Schwips um eine Ausnahme handelte.

        Saufen mit Kindern geht gar nicht, da sind wir uns alle glaub ich einig.

    • mila sagt:

      Zur Erinnerung: Rauschmittel sind so alt wie die Menschheit selbst – im bewussten Umgang liegt die Kunst. Sich selbst Grenzen zu setzen können Jugendliche nur von ihren Eltern lernen, nicht von Gleichaltrigen. Deshalb würde ich mit meinen Kindern in jedem Fall über meine ‚Jugendsünden‘ sprechen, in der Hoffnung, dass es so (ebenfalls) nicht zum Koma-Absturz kommt. Verheimlichen bringt nichts, bzw. kann sogar kontraproduktiv sein. Hingegen wird einem Vertrauen entgegengebracht, wenn man dieses selbst demonstriert.

      • Sportpapi sagt:

        Welche Sünden möchten Sie denn beichten, wenn Sie keine begangen haben? 🙂

      • mila sagt:

        Oh, es gab da ab und zu bierselige Abende, und den einen oder anderen Joint. Aber eben: keine (regelmässigen) Totalausfälle, wie sie heute offenbar an der Wochenendordnung sind. Und in der Klinik ihren Abschluss finden.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie haben ein sehr schlechtes Bild der „heutigen“ Jugend. Auch da gibt es ganz andere. Und die sind wohl in der Mehrheit.

      • mila sagt:

        Das will ich doch hoffen, Sportpapi. 😉 Aber Sie werden sicher nicht abstreiten, dass es das Phänomen des kollektiven Komasaufens in unserer Jugend in dieser ausgeprägten Form nicht gab. Im Gegensatz zu Ihnen (?) gehe ich ab und zu noch ‚in den Ausgang‘ und erlebe insofern die Realität abseits der 20-Minuten-Schlagzeilen mit. (Und nein, ich meine nicht Ü30-Veranstaltungen…)

        Wobei, dafür gab es bei uns die zombieartigen Technopillenschlucker. Jede Generation hat wohl ihr eigenes Rauschmittelproblem, das – zum Glück – in gefährlicher Ausprägung nur eine Minderheit betrifft.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Schon vor 20 Jahren hatten wir Junge im Sportverein, die nach dem Training jeder mit einer eigenen Schnappsflasche auf den Dorfhügel zogen. Geändert hat meiner Meinung nach vor allem, dass die Eltern nicht mehr so resolut eingreifen, wie noch zu meiner Zeit. Aber auch da kann ich mich täuschen.

    • mila sagt:

      Einen besseren Schutz gegen jugendlichen Rauschmittelmissbrauch als eine stabile, gegenseitige Vertrauensbasis kenne ich jedenfalls nicht.

  • Widerspenstige sagt:

    Darf ein Vater kiffen und ’saufen‘? Darf ein Vater Mensch sein oder muss er als Wachsfigur als Vorbild durchs leben wandeln? Es gibt Religionen u deren Berufene, die das alles verbieten. Aber nützt das Verbot auch?

    Mütter sind Madonnen, die sich im Griff haben? Sonst sollten sie besser keine Kinder gebären u erziehen wollen?

    Väter dürfen fast alles, wenn sie wollen. Das ist dann cool in den Augen der Kids. Aber Mütter? Ich habe auch meine Schwächen, ich genehmige mir gerne mal einen Drink. Ich bin nicht perfekt und ich bin keine Madonna. Alles zu seiner Zeit u mit Mass genossen schadet nich

    • Sportpapi sagt:

      Hm. Dass die Auto rin das Thema als Mütterthema abhandelt, liegt wohl daran, dass es ein Mamablog ist, und dass sie zu wenig konsequent verallgemeinert. Ich denke nicht, dass sie da ein Geschlechterthema draus machen wollte. Dass Dir, WS, das sofort auffällt und du umgehend auf diese Schiene einschwenkst, gibt mehr Aufschluss, was dich so beschäftigt.
      Und nein, besoffene Väter sind auch nicht cool. Aber das ist ja sowieso eine andere Stufe als sich mal einen Drink genehmigen.

  • Susi sagt:

    Den Vertrag „Bis 20 wird nicht geraucht/getrunken“ finde ich super, ich hatte mit meiner Mutter auch so einen bezüglich des Rauchens. Als ich 20 und noch immer Nichtraucherin war, bekam ich ein wahnsinnig tolles Fahrrad geschenkt, das trotz tausenden von Kilometern noch immer fahrbar ist.

    • Martin Frey sagt:

      Was mich da immer ein bisschen stört ist die materielle Argumentationsschiene. Ich möchte, dass meine Kinder keine Drogen nehmen, nicht rauchen usw. weil sie es wollen und selber erkennen, dass es eigentlich keinen einzigen intelligenten Grund dafür gibt. Dies wäre mein Wunsch.

      • Susi sagt:

        Bei mir war da ein „grosses Geschenk zum 20. Geburtstag“ (so war der Vertrag formuliert) wirksamer… Natürlich gibt’s keinen intelligenten Grund, zu rauchen oder Drogen zu konsumieren. Aber es gibt mehr als genug dumme Gründe…

        Mir ist eigentlich egal, aus welchem Grund mein Kind nicht raucht, Hauptsache, es tut es nicht, bis es mind. 20 ist; da ist das Gehirn dann weit genug ausgereift, dass die Suchtzentren bei Aktivierung nicht mehr so Überhand nehmen. (Aber was erzähl ich Ihnen…) Ich kann heute als Erwachsene ab und zu eine Zigi rauchen, süchtig wurde ich nie, weil ich so spät anfing

      • Mike sagt:

        @ Susi
        Ist bis 20 nicht sehr übertrieben? Ich kenne auf jeden Fall extrem wenig Jugendliche oder Jugendfreunde die das bis 18 oder auch 16 überhaupt geschafft haben. Bin zwar in den 80ern aufgewachsen, aber heute ist es nicht viel anders meine ich.
        Und darf ich fragen weshalb Ihr „Vertrag“ mit den Eltern nur das Rauchen betraf? Ist Alkohol trinken bezw. Saufen nicht genau so schlimm oder sogar schlimmer? Lungenkrebs „schlägt“ zwar Leberversagen, aber wenn man die „Nebeneffekte“ von Alkoholmissbrauch dazu rechnet.

      • xtina sagt:

        @Mike Das Gehirn von Jugendlichen befindet sich bis zum 20. Altersjahr noch in der Entwicklung. Suchtmittelkonsum ist da nicht förderlich. Natürlich muss auch bei Jugendlichen unterschieden werden zwischen sporadischem Konsum in geringen Mengen und regelmässigem oder hohem Konsum. Wichtig ist, mit den Jugendlichen über Suchtmittel zu reden und sich mit dem eigenen Konsum auseinanderzusetzen.

      • Susi sagt:

        danke, xtina, genau das wäre meine Antwort gewesen!

  • Susi sagt:

    „Darf eine Mutter kiffen und saufen?“ Also, in der Schweiz darf sie ja zumindest nicht kiiffen, so wie alle anderen auch nicht…

    Was das Saufen angeht: Saufen tönt nach besoffen sein, ich finde, das geht nur, wenn die Kinder das weder mitbekommen noch der Verantwortung der Besoffenen obliegen. (Sprich, die Kinder sollten dann besser anderweitig versorgt sein.)

    Wenn ich als Kind meine Eltern angeheitert erlebte, hat mich das befremdet. Besoffen hab ich sie zum Glück nie gesehen. Ich halte das meinem Kind gegenüber gleich.

    • tina sagt:

      naja susi. angenommen es hiesse: wein darf man nicht kaufen und nicht verkaufen. obwohl man ihn nicht kaufen darf, darf man wenig davon besitzen. also wenn man über 18 ist, darunter wird man verzeigt. man darf die flasche wein auch öffnen und sich einschenken oder auch anderen. nur trinken darf man nicht. allerdings gibts fürs trinken auch keine strafe, ausser wenn man pech hat, dann setzts eine busse bis 100.–. also angenommen so wäre die regelung für wein: darf man nun wein trinken oder nicht? hm. ich muss nochmals drüber nachdenken

  • tina sagt:

    aber aber frau fischer, das dürfen doch nur väter. väter müssen geradezu, weil richtige männer sich auch mal einen ansaufen. und sonstwie über die stränge schlagen. müssen. irgendwie. und teenies ganz klar nicht. sonnenklare angelegenheit. wie mir ein kinderloser lieber alter freund kürzlich ganz überzeugt mitteilte. ich war perplex über so viel klare erziehungsansichten eines kinderlosen, dass ich vergass zu fragen wie das seiner ansicht nach bei müttern aussieht.

  • Sportpapi sagt:

    Natürlich darf sie.

    • alias sagt:

      Was? Si cher nicht. Wenn jemand saufen und kiffen darf ist es der Vater. Die Mutter hat gefälligst clean zu bleiben.

    • Martin Frey sagt:

      Natürlich darf sie. Aber sie muss damit leben dass sie diesbezüglich ein schlechtes Vorbild abgibt.

      • Susi sagt:

        Wird man denn mit einem gelegentlichen Glas Wein zum schlechten Vorbild?

      • Martin Frey sagt:

        Natürlich nicht Susi, da haben Sie mich falsch verstanden. Kein Mensch sagt was gegen ein Glas Wein, ich schon gar nicht. Aber es geht hier explizit um Saufen und Kiffen. Ich persönlich sehe da vor meinem geistigen Auge eine vor sich hin torkelnde, nach Erbrochenem riechende Mutter, für die Ihre Kinder immer wieder Termine wahrnehmen und auch sonstwie sorgen müssen…

      • Susi sagt:

        @Martin: Da stimme ich Ihnen 100%ig zu.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Aus „saufen und kiffen“ wird also eine verantwortungslose Alkoholikerin? Obwohl beschrieben war ein einmaliger (!) Schwipps und „An einer kalten Flasche Bier zu nuckeln, Musik zu hören und blöd rumzulabern — ah, das gibt mir noch immer das Gefühl von jung und unbeschwert.“

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi: Auf die Gefahr, etwas in Semantik abzugleiten… Nein, ich verstehe einfach unter Saufen Saufen.
        Wie auch immer man „ein paar Fläschchen zu viel genuckelt und war tüchtig beschwipst“ sowie
        „Aber die Kinder haben es mitbekommen. Und waren empört. Zu Recht. Ich war es selber auch.“ einordnen will, wir waren nicht dabei. Jedenfalls hatte Fr. Fischer danach aus irgendeinem Grund ein schlechtes Gewissen.
        Der Rest ist wohl eine Art Midlife-Crisis… 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Ja. Und sie hat umgehend beschlossen, überhaupt kein Bier mehr zu trinken. Ich finde das, gelinde gesagt, etwas extrem. Und hilft den Kindern wohl auch nicht weiter, sondern sichert nur eine moralisch überlegene Position.

    • Muttis Liebling sagt:

      Hier ist wieder Gelegenheit, Schopenhauer zu zitieren. Sinngemäss, der Mensch darf tuen, was er will, aber nicht immer wollen, was er tut.
      Nicht kiffen ist kein Wert, nicht kiffen wollen ist einer. Drogen und Gewalt gehören zur menschlichen Kultur, ohne Drogen und Gewalt sässen wir noch auf den Bäumen, oder unsere Vorfahren lägen 2m unter deren Wuzeln und uns gäbe es nicht. Gebrauch und Missbrauch sind zwei ganz verschiedene Kategorien, gilt für Cannabis und Krieg genau so, wie für Arbeit und Zuwendung.
      Relevante moderne Süchte sind eh die nach Erfolg, Geld, Schönheit und Gesundheit.

  • Anja Mayer sagt:

    Meine Mutter hatte in ihrer Jugend geraucht. Bevor sie Mutter wurde hatte sie damit aufgehoert. Jahrelang hatte sie nie geraucht, AUSSER in den Sommerferien in Frankreich abends auf dem Balkon. Ein Zigipaeckli pro Jahr. Das hat mich extrem beeindruckt, und es hat mir gezeigt, dass diese sogenannten Drogen die doch so unglaublich abhaengig machen sollen durchaus in Massen konsumiert werden koennen. Ich habe in meinem Leben wahrscheinlich maximal 10 Paeckli Zigaretten geraucht, und viel mehr werden es nicht mehr werden. Es kommt eben darauf an, WIE man konsumiert.

  • Martin Frey sagt:

    Wir unterschätzen in welchem Ausmass wir Vorbilder sind für unsere Kinder. Im Guten wie im Schlechten stehen wir 24h unter Beobachtung und Nachahmung, was schön aber vielen Eltern nicht in letzter Konsequenz bewusst ist. Wir sind die Leitschnur und der Orientierungspunkt im Leben der Heranwachsenden. Mit dem positiven SST beginnt der Ernst des Lebens, und man muss sich dieser Verantwortung, wie auch anderen, stellen. Ich meine daher: Stop aller Noxen und blöder Ausreden dafür, wenn man seine Kinder liebt. Denn Wasser predigen und Wein trinken geht einfach nicht, sonst fällt es auf uns zurück.

    • tina sagt:

      wein trinken ist doch kein verbrechen. es gibt vieles was erwachsene dürfen und minderjährige nicht. es gibt sogar eine reihe gute gründe dafür

      • Martin Frey sagt:

        Es gibt auch einen Unterschied zwischen Weintrinken und Saufen, Tina. Alkoholische Getränke als Genussmittel ist in einem gewissen Rahmen im Ggs. zu anderen Noxen nicht gesundheitsschädigend und daher gegenüber Kindern gut vertretbar. Ausser in der Schwangerschaft, auch wenn das whs. gewisse Leute wieder anders sehen mögen. Es gibt aber wohl nichts peinlicheres für Kinder als ihre lallende torkelnde Mutter life zu erleben.
        Und gute Gründe zum Rauchen oder Kiffen gibt es meines Erachtens nüchtern 🙂 betrachtet nicht.

      • Ora sagt:

        wasser predigen und Wein trinken ist heuchelei, und schon bevor Kinder in die Pubertät kommen, merken sie das. Nein zur Heuchelei!!

      • Susi sagt:

        Ich schliesse mich Tina an, es gibt genug Dinge, die Erwachsene tun dürfen und Kinder nicht.

        Ora, das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, oder? Darf man Ihrer Meinung nach, sobald man Kinder hat, zum Essen kein Glas Wein mehr trinken, sondern muss wie die Kinder zum Sirup greifen?

      • Susi sagt:

        @Martin: Das tönt jetzt für mich etwas akzeptabler 😀

      • Martin sagt:

        @Ora: Das mit der Heuchelei bin ich einverstanden, nur wenn dies auch fürs Umfeld zählt. Ich erzähle meinen Kinder nicht wie gut und lieb die Mitmenschen sind, welche in den Letzten 40 Jahren die Wildtiere um 50% dezimiert haben, AKW-Katastrophen banalisiert haben, Kriege für Öl vom Zaun brechen usw und sofort.

      • Adrian Wehrli sagt:

        Die Kinder müssen den Umgang mit Rauschmittel genauso lernen wie alles Andere. Sehen Sie nun, dass Ihr Vorbild das im Mass tun kann ist das für sie positiv. Wasser predigen ist für die Kinder sowieso schädlich, zum Menschlichen leben gehören nun mal biochemische Stimulantien: Schoggi, Wein, Tee, Käse, Tabak, usw. Wenn die Kinder dann 18 sind dürfen Sie selber entscheiden ob Sie den Blauschimmelkäse (Weinpredigende Eltern) oder doch lieber Crack nehmen (Wasserprediger). Proscht

      • tststs sagt:

        „Und gute Gründe zum Rauchen oder Kiffen gibt es meines Erachtens nüchtern 🙂 betrachtet nicht.“
        Naja, gewissen Eltern würde es IMHO gut tun, ab und zu ein Tütchen durchzuziehen… sie wären dann wohl etwas entspannter…was sich wiederum nur positiv auf Kids auswirkt 😉

    • Hotel Papa sagt:

      Vorbilder sind wir für die kleinen Kinder. Für Teenager müssen wir vor allem eines sein: Integer und authentisch.

      So gesehen ist der einmalige Ausrutscher in passender Umgebung auch für die Kids kein Beinbruch. Was sie ganz und gar nicht mögen, ist, sich für ihre Eltern schämen zu müssen. Und was dazu Anlass ist, ist natürlich individyll.

  • Ora sagt:

    Nein! Mütter (und Väter dürfen nicht rauchen, trinken und schon gar nicht kiffen oder andere Drogen nehmen.
    So einfach ist das!

    • Franz Vontobel sagt:

      Genau! Eltern sollten unbedingt alles vermeiden, was sie als menschlich und fehlbar erscheinen lassen könnte! Das könnte ja zu Diskussionen führen, und das will ja wohl niemand! Vor allem nicht, wenn man sich seiner Autorität so unsicher ist…

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